Die Klosterburg

  • Eine alte Burg - damals Heimat des Adels - heute Heimat von strengen Geistlichen. Abgelegen von jeglicher Zivilisation ist dies der perfekte Ort für Ruhe und Gemeinschaft, wenn man es denn so möchte. Priester und Nonnen haben sich hierher zurückgezogen um zu Gott zu finden und immer wieder verschlägt es Schulklassen hierhin um der Geschichte von damals auf den Grund zu gehen. Die Klosterburg liegt auf einem hohen Berg, ihre beeindruckenden Türme ragen hoch in das blaue Himmelszelt. Handyempfang und sonstige technologische Spielereien wird man hier vergebens suchen aber dafür lassen sich bestimmt so einige Geheimnisse in den alten Mauern entdecken. Die Abgeschiedenheit der Klosterburg wird von vielen Schulen genutzt um die Klassengemeinschaft zu stärken aber ob dies immer so klappt, wie geplant war fraglich. An Räumlichkeiten hat das alte Gemäuer so einiges zu bieten. Es gibt einen separaten Schlafsaal für die Mädchen und einen für Jungs. Gerade die Geistlichen legen großen Wert darauf, dass dies getrennt wird und scheuen nicht davor zurück die Pubertierenden in ihre Schranken zu weisen. Ein großer Speisesaal, in dem die Schüler ihr Essen zu sich nehmen können, welches in der Küche von einer in die Jahre gekommenen Nonne zubereitet wird, ist nur einer von vielen Räumlichkeiten, die für die Öffentlichkeit zugelassen sind. Eine Wendeltreppe führt vom Foyer aus nach oben in den höchsten Turm, von welchem man eine hervorragende Aussicht hat. Von dort oben kann man nämlich nicht nur den gesamten Garten, welcher zur Klosterburg dazu gehört und mit den buntesten Blumen geschmückt ist überblicken, sondern kann am Rande eines dichten Waldes, der den Berg auf dem die Klosterburg steht umrundet einen See erblicken. Auch den Innenhof der Klosterburg kann man vom Turm aus sehen, in dessen Mitte ein großer Brunnen steht, welcher fröhlich vor sich hin plätschert. Selbstverständlich darf auch eine Kapelle nicht fehlen, in der regelmäßige Gottesdienste abgehalten werden und die quasi das Tor zu den Gesprächen mit Gott darstellt. Die Wände der Burg sind mit zahlreichen alten Ölgemälden geschmückt und verleihen dem ohnehin schon in die Jahre gekommenen Ambiente noch das i-Tüpfelchen. Das Kellergewölbe der Klosterburg mag auf den Ein oder Anderen recht einschüchternd wirken und schreckt die Meisten eher ab zumal der muffige Geruch dort auch nicht sonderlich einladend ist. Man munkelt das dort unten noch eine alte Folterkammer von früher zu finden ist aber kaum jemand fand sich in den Irrgängen dort so zurecht um diese Geschichten auch zu bestätigen. Der Wein, welcher für die Gottesdienste gebraucht wird, wird selbstverständlich auch in einem der zahlreichen Räume gelagert, die der Keller zu bieten hat.


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    Die lange Fahr in eine wirklich abgelegene Gegend verlief glücklicherweise ohne große Zwischenfälle. Ein kleiner Toilettenunfall konnte gerade noch verhindert werden und so verlangsamte sich der Bus je näher er der imposanten Burg weit oben auf einem Berg kam. Die Reifen hielten mit einem schiefen Quietschen und die neugierigen und teils unbeeindruckten Blicke der jungen Menschen im Inneren klebten an den großen Fensterscheiben und laut schnaufend trat Ms. Pillsbury aus dem Bus, atmete tief die frische Bergluft ein und ließ den Busfahrer vorbei, der sich gleich um das Gepäck der Teenager kümmerte. Mehr oder weniger achtsam stellte er die verschiedenen Koffer, wobei einige gefühlt mit kiloweise Steinen gefüllt waren, neben den Bus und plauderte noch einige Worte mit Ms. Pillsbury um den weiteren Verlauf der Klassenfahrt zu klären. Mr. Schuester achtete derweil auf die jungen Schüler damit auch jeder den Bus verließ und nichts zurück ließ, was in den folgenden Tagen wichtig sein konnte. Handys waren das ja eher nicht weil hier oben sowieso kein oder kaum Empfang war aber trotzdem war so etwas das Heiligtum eines Schülers. Leider! Dadurch verpassten die jungen Dinger soviel. Der Lehrer seufzte, strich seinen feinen Bart glatt und blieb an den Türen stehen nachdem alle den Bus verlassen hatten.


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    Gleichmäßige Schritte näherten sich auf den Kieselboden, eine lange Kutte schleifte darüber und ein freundliches Lächeln begrüßte die große Gruppe an Schülern, die sich mal wieder in die Nähe der alten Klosterburg getraut hatte. "Willkommen, meine Jünger, ich freue mich euch hier begrüßen zu dürfen. Es ist mir eine Ehre, ich bin Pater Mirnes, ich leite das Kloster und kümmere mich um die Erhaltung dieser alten Gemäuer. Gemeinsam mit einigen Brüdern und Schwestern bewohne wir diese faszinierende Burg, die euch herzlich willkommen heißen wird." Der Priester beobachtete jeden einzelnen der Schüler genau, ließ keinen aus. Selbst wenn sie seinem durchdringendem Blick direkt auswichen. Kein Gesicht entkam ihm, er konnte sich jedes merken. Ausnahmslos. "Achtet bitte auf die Gegenstände im Inneren und geht behutsam mit dem Mobiliar um. Auch die Wände haben auch nichts getan. Ihr dürft das alte Kloster sicher erkunden, passt jedoch auf euch auf. Manche Geister treiben manchmal ihr Unwesen. Geister der Menschen, die damals im Keller gefoltert und getötet wurden." Stille legte sich über die Schulklassen, der Pater lächelte freundlich. Ein Vogel zwitscherte und der alte Mann drehte ihnen den Rücken zu. "Solltet ihr Fragen haben, bin ich für euch da. Rund um die Uhr." Damit ließ der Burgbewohner die Gruppe Jugendlicher stehen und eine merkwürdige Stimmung blieb zurück.


    "Nuuuuun...", erhob Ms. Pillsbury schließlich das Wort als einige Schüler leise zu flüstern begannen. "Ich war schon öfter hier und kenne mich aus, ich führe euch in eure Schlafsäle. Mädchen zu mir, die Jungs gehen mit Mr. Schuester. Ja, ihr werdet getrennt, ganz richtig!" Die Dame erhob ihren Finger und wedelte damit in der Luft herum ehe sie den Griff ihres Koffers umgriff und sich die jungen Leute in Bewegung setzten. Durch die alten Gemäuer hindurch erreichten sie die getrennten Schlafsäle. "Freizeit bis heute Abend!", verkündeten die Lehrer und ließen ihre Schüler mit sich und ihren Koffern neben ihren Betten zurück.



    (Alle Charaktere sind im Inneren der Burg in den getrennten Schlafsälen. Ihr könnt euch ab jetzt frei bewegen! Habt Spaß! :3)

  • [Shuka] ~ mit Iuka im Bus -> Schlafsaal

    2411-shuka-pelekai-pngOutfit - Frisur


    Die Lilahaarige nickte ihrer Schwester zustimmend zu. Sie sollten diesen Ausflug so gut wie möglich genießen und sicher würden sie einige schöne Erinnerungen machen. Iukas Antwort auf das Kompliment, welches Shuka ihr gemacht hatte, ließ die Südländerin leicht rot werden. Sie wusste ganz genau, was ihr Zwilling damit sagen wollte. "Danke." Shuka lächelte, während sie ihrem Gegenstück interessiert zuhörte. Chase also. Die Lilahaarige sah in die Richtung, in welche Iuka deutete und erfasste den Jungen gleich mit ihrem Blick. Nun wusste sie, von was ihre Schwester sprach, wenn sie von einem 'schönen Anblick' sprach. Aber über sowas sollte Shuka gar nicht erst nachdenken! Während Iuka sich umsah und überlegte, wen sie sonst noch kannte, ließ ach Shuka ihre Augen wandern und entdeckte tatsächlich das ein oder andere Gesicht, dass sie mal im Unterricht gesehen hatte. Jedoch wurde sie schnell von ihrem Zwilling aus ihren Beobachtungen gerissen, als dieser das Gespräch auf die jüngere Schwester der beiden lenkte. "Wie kann man dich nur übersehen." Erwiderte Shuka mit einem gespielt geschockten Unterton. Über Iukas nächstes Kommentar konnte sie jedoch nur lächelnd den Kopf schütteln. "Du weißt doch wie sie ist. Ein echter kleiner Teufel." Ein wenig schade war es ja schon, dass Alma ihre kindliche Unschuld verloren hatte, jedoch liebte Shuka ihre Schwester nichtsdestotrotz. Eigentlich dachte die Lilahaarige, dass das Thema damit beendet war, jedoch musste sie mit erschrecken feststellen, dass Iuka ein Blatt Papier nahm, es zu einer Kugel knüllte und ihr Geschoss nach hinten in den Bus, direkt an den Kopf ihrer jüngeren Schwester warf - und genau ins Schwarze traf. "Iuka!" Ein wenig erschrocken aber auch amüsiert von der Schandtat ihres Zwillings, hielt sich Shuka die Hand vor den Mund und versteckte sich und ihr leises Lachen hinter ihrem Sitz. Die Schülerin schüttelte den Kopf und zog Iuka zu sich hinüber. Genau in dem Moment betraten die Lehrer, welche den Ausflug beaufsichtigen würden, den Bus, welcher auch bald begann, loszurollen. Großes Interesse hegte Shuka nicht an den Worten der beiden Erwachsenen, weswegen sie nur mit halben Ohr hinhörte und währenddessen aus dem Fenster sah. Nachdem die Ansprache zuende war, drehte sich der Teenager wieder zu seiner Zwillingsschwester. "Jetzt gibt es kein zurück mehr." Stellte sie fest und lächelte leicht nervös. "Macht es dir was aus, wenn ich etwas Musik höre? Die Fahrt wird eine ganze Weile dauern." Nur kurz darauf steckte Shuka wieder ihre Kopfhörer wieder in die Ohren und startete einen der Songs auf ihrer Playlist. Die Noten umhüllten sie wieder und vollkommen von ihnen vereinnahmt lehnte sich Shuka zur Seite und blickte gedankenverloren aus dem Fenster. Was wohl in diesen Tagen auf der Klosterburg passieren würde... Sie wusste es nicht, konnte sich keine genaue Vorstellung von dieser Klassenfahrt machen. Während der Bus über die graue Fahrbahn rollte, flogen die Gebäude der Stadt an ihm vorbei und wurden durch Wiesen, Sträucher und Bäume ersetzt. Jedoch blieb nichts davon lange in Shukas Sichtfeld. Die Landschaft wechselte und blieb doch irgendwie gleich. Schon nach der ersten halben Stunde hatte die Südländerin die Orientierung verloren, jedoch konzentrierte sie sich auch nicht auf die Umgebung. Alles, was ihre Gedanken bestimmte, waren die Klänge der Musik, welche durch die kleinen Kopfhörer in ihre Ohren drangen und alles andere übertönten. Das Brummen des Motors, das Reden und Lachen der anderen Schüler, alles. Während die Landschaft in solch einer Geschwindigkeit an ihr vorbeizog, fielen der Südländerin langsam aber sicher die fliederfarbenen Augen zu. Dunkelheit umgab sie für den Rest der Fahrt. Erst, als der Bus langsam zum Stehen kam und sie von der Seite sanft angestupst wurde, erwachte Shuka aus ihrem Schlummer. "Sind wir schon da?" Fragte sie verschlafen. Ihre Frage beantwortete sich von selbst, als ein Blick nach vorne ihr zeigte, dass die Lehrer aufstanden und den Bus verließen. Die Lilahaarige zog die Kopfhörer aus den Ohren und verstaute ihr Handy wieder in ihrer Handtasche und wartete dann, bis sich ihr Zwilling aus dem Sitz erhob, ehe sie selbst aufstand und den Bus verließ. Die Luft draußen war angenehm frisch und die Südländerin hielt einen Moment inne, um sie tief einzuatmen. Als sie ihre fliederfarbenen Augen wieder öffnete, erblickte sie einen älteren Herren in einer langen Kutte, welcher kurz darauf die Schüler begrüßte. Danach wurden sie auch bereits nach Geschlechtern aufgeteilt und in ihre Schlafsäle geführt. Shuka folgte der Gruppe Mädchen stumm, warf ihrer Schwester jedoch einen kurzen Blick und ein Lächeln zu, ehe sie langsam in den Raum eintrat. Die Einrichtung war rustikal, alt, so wie der Rest der Klosterburg - zumindest den Teil, welchen sie auf dem Weg hierher bereits gesehen hatte. Die Lilahaarige suchte sich ein Bett in der Nähe eines Fensters und stellte ihre Reisetasche ab, ehe sie sich hinsetzte. Ihr Blick wanderte zu Iuka und sie war froh, dass sie niemand sonst zu beachten schien. "Sieht doch gar nicht so schlecht aus." Murmelte die Lilahaarige und legte den Kopf schief. Dann begann sie ihre wichtigsten Sachen aus der Tasche zu holen und sie auf das kleine hölzerne Nachtkästchen zu stellen. Ihre kleine Leselampe und ihre neuen Bücher waren dabei das wichtigste. Glücklicherweise hatte Shuka eine Steckdose neben ihrem Nachtkästchen, sodass sie die Lampe jederzeit aufladen konnte. Sie räumte die Bücher in die Schublade und stellte dann ihren Wecker neben die Lampe auf das hölzerne Möbelstück. Nachdem alles wichtige an seinem Platz war, setzte sich die Lilahaarige wieder auf das Bett. Auf den ersten Blick - oder besser gesagt, dass erste Gefühl - war das Bett nicht das härteste, jedoch auch nicht sonderlich bequem. Die Südländerin ließ ihren Blick durch den Saal schweifen, bis sie ihre Schwester erblickte. "Hast du Lust, dir die Gegend anzusehen?" Fragte sie ihr Gegenstück dann. Vielleicht fand sich ja eine schöne Stelle. Solch alte Gebäude hatten doch immer viele versteckte Kammern und Zufluchtsorte um sich herum. Wie unfassbar spannend es doch wäre, einen solchen Platz zu finden. Shuka stand wieder auf und schob ihre Tasche ein Stück weit unter das Bett, sodass niemand über sie stolpern würde und schritt dann auf ihre Schwester zu, ein fragendes Lächeln auf den Lippen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass Iuka sich ein kleines Abenteuer entgehen lassen würde, jedoch könnte ihre Schwester auch etwas anderes geplant haben.

  • Melanie im Bus mit Chase -> Melanie im Schlafsaal beim Bett beziehen

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    Hat der Tomaten auf den Augen? Natürlich starrte Melanie nicht. Sie beäugte lediglich die ähh... schöne Frisur des Jungens. Wie konnte man das nur mit anstarren verwechseln? Seine Haare hatten eben eine schöne Farbe und die Frisur war Frech und doch Elegant. Eben sehr beeindruckend, da war es doch verständlich dass man mal hinsehen wollte? Egal, Mel wurde sowie so immer missverstanden.

    Ihr Blick fiel zu den Mädchen in der letzten Reihe, die laut ihrem Gesprächspartner die beiden beobachteten. Und das bildete sich garantiert niemand ein. Die Schul-Diven ruhten ihren abwertenden Blick auf Melanie. "Ja, die zwei Blonden kenn ich von Gestern, aber ich muss gestehen, ich hatte getrunken und weiß nicht mehr was ich gesagt hab." Mel versuchte sich zurück zu erinnern. "Das einzige was mir einfällt ist dass die eine Blonde, sie heißt Hina glaub ich, aufeinmal alleine war und ich mir gedacht hab welche Freundin ihre beste Freundin Nachts, mitten in der Stadt alleine lässt. Vermutlich hab ich das auch laut ausgesprochen. Aber egal, die werden sich schon beruhigen, was es auch war." Schulter zuckend grinste sie ihn an. Eigentlich war es ihr egal was die Mädchen dachte, die Rosahaarige wusste dass sie unten durch zu schienen sei und das reichte ihr. Nach dem Gespräch fuhr der Bus bald los und Melanie unterhielt sich noch kurz mit dem Jungen. Sie fragte nach seinem Namen und sie redeten noch ein weiteres mal darüber, wie gering ihre Lust auf den Ausflug war. Danach holte die Schönheit noch etwas Schlaf nach, bis ein ruckeln und zucken vom Bus sie unsanft weckte. Die Gegend war ein Naturspektakel, eine wundervolle Aussicht, kaum Zivilisation in der Nähe. Genau das was Melanie hasste, na toll... Hier konnte man ja nicht mal shoppen!? Bevor sie aus dem Bus ausstieg, strich sie sich noch mal durch die Haare und kaute einen Pfefferminz Kaugummi. Draußen überreichte der Fahrer ihr ihren Koffer. Heimlich hielt sich das Mädchen an Chase und folgte ihm unauffällig. Das würde vermutlich der einsamste Schulausflug werden den sie je erlebt hatte. Die einzigen Mädchen die sie kannte hassten sie und zu dem einzigen Jungen den sie kannte wollte sie nicht zu aufdringlich sein. Schließlich war er süß und sie wollte ihn nicht vergraulen. Im Foyer angekommen, stand ein spießer mit einem Topf auf dem Kopf vor den Jugendlichen. Was ist denn das bitteschön für ein bescheuerter Hut!? Das Wort Mode, hatte dieser Kauz bestimmt noch nie in seinem Leben gehört. Mel stupste mit dem Ellbogen Chase leicht in die Seite und deutete auf den Geistlichen. "Schau mal was hier für Vögel rum laufen. Der Ausflug wird mit Sicherheit ne Pleite..." Der Pater, Peter, irgendwie so, erzählte den Schülern irgendwas zu den Regeln oder so. Mel hörte nicht zu und kaute auf ihrem Kaugummi weiter herum. Das einzige was sie aufschnappte war das Wort Geister und Folterkammer. Damit kriegt der auch kein Pepp in den Laden rein...  Die Gruppe trennte sich in Mädchen und Jungen um in die Schlafsäle zu gehen. Die Rosahaarige reihte sich weit vorne ein um ein oberes Stockbett zu erhaschen. Wer mochte schon Staub in seinem Gesicht von alten, modrigen Matratzen. Angekommen im Schlafsaal, verstaute sie ihren Koffer, kletterte die Leiter hoch und bezog ihr Bett erstmal frisch mit ihrer eigenen Bettwäsche. Am Ende bekam sie sonst noch Ausschlag vom billigen Waschmittel.


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




  • [Gabriel] mit den anderen Jungs (Cyril, Thomas, Chase, ne?) | Schlafzimmer der Jungen


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    Noch im Bus:

    Einer ausgezeichneten Zeit blickte Gabriel jedenfalls entgegen! Cyril freute sich offensichtlich über sein Angebot und da Gabriel sonst noch keinen sah, mit dem er enger befreundet war, war ihm das auch sehr recht. Nicht das der Neuling eine Notlösung war, ganz und gar nicht! Im Gegenteil freute sich der Latino stets neue nette Bekanntschaften zu machen. Das war in der heutigen Zeit ja nicht immer so leicht! Cyril fragte ihn auch direkt nach seinen Mitschülern aus - eine verständliche Nachfrage, wenn man neu war. Gabriel stand auf seinem Sitz kurz auf und blickte in die Runde, die bereits im Bus versammelt war, ehe er sich wieder setzte. "Die Mädchen in der letzten Reihe gehören zu den Beliebtesten an der Schule.", meinte er offen, wenngleich Gabriel überhaupt das System einer Beliebtheitsskala missbilligte. Und das nicht nur, weil er selbst nicht ganz oben in der Hierachie stand. Waren nicht alle Menschen gleich? Hatte Gott sie nicht alle nach seinem Abbild erschaffen? Warum spielten sie sich untereinander dann stets so gerne aus? Für den jungen Südamerikaner war dieses Denken unerklärlich, obwohl es in allen Schichten und an jedem Platz der Welt dasselbe war. Schon angefangen bei einer normalen Schule in der Kleinstadt, wo Schüler anderen Schülern nacheiferten und es genug gab, die dies zum Anlass gaben, auf andere herabzusehen. Nicht, das er Alessa, Hina und Alma etwas unterstellen wollen würde, nein nein! Er hatte sich ja noch nie richtig mit ihnen unterhalten, also konnte der Schein durchaus trügen! Allerdings war unverkennbar, dass sie doch sehr viel von sich selbst und eher weniger von anderen hielten, und das stimmte ihn traurig. "Das Mädchen mit den rosanen Haaren und den Jungen dahinter kenne ich nicht.", fuhr er weiterhin fort. Bei dem Jungen konnte er sich täuschen, aber zumindest das Mädchen wäre an seiner Schule sicherlich längst aufgefallen - selbst ihm, dabei sah er Mädchen normalerweise ja nicht hinterher. "Bei dem Jungen könnte ich mich täuschen, aber das Mädchen ist bestimmt auch neu.", versicherte er daher Cyril, der sich bestimmt darüber freute, nicht der einzige Neue zu sein. "Und die Zwillinge dort drüben gehen in meine Klasse! Das sind Shuka und Iuka.", vollendete er das Schülerprofil für seinen neuen Freund. Es waren gar nicht so viele dabei, wie Gabriel zuerst gedacht hatte. Aber das machte nichts! Kurz bevor der Bus losfuhr, wurden von den Lehrern noch zwei in den Bus gestoben, doch Gabriel erkannte dabei nicht um wen es sich hierbei handelte. "Auf welche Schule bist du denn bisher gegangen?", erkundigte er sich daraufhin bei Cyril, da es ihn wirklich interessierte, von woher er hergewechselt kam. Und schon setzte der Bus auch ab! Gabriel war fasziniert von der sich veränderten Umgebung. Sie schienen wirklich jegliche Zivilisation zu verlassen - das erinnerte ihn ja doch ein wenig an sein Heimatland.


    Auf der Klosterburg angekommen,

    begrüßte sie Pater Mirnes und Gabriel's Augen glänzten bei seinen Worten. Nichtsdestotrotz schauerte es ihn ein wenig, bei der Erwähnung der Toten, die hier vielleicht noch herumgeisterten. Er hatte so viele Fragen an den Pater, doch bevor er auch nur eine stellen konnte, zog dieser sich bereits zurück. Ganz sicher hatte er viel zu tun. Gabriel war von Aufregung und Zufriedenheit erfüllt, was sich ihm als Wärme in seinem Herzen spürbar machte. Um es deutlich zu machen: Sie waren in einem Kloster, einem richtigen Kloster mit allem drum und dran! Vielleicht konnte der junge Latino hier ja noch so einiges über seinen Glauben lernen, darauf hoffte er jedenfalls sehr. Doch erstmal folgte er Mr. Schuster mit den anderen Jungs zu den Schlafsälen. Dort angekommen, stellte er seine Reisetasche neben einem der freien Betten am Fenster auf und sah sich beeindruckt in dem alten Zimmer um. Erst dann fiel ihm die Anwesenheit seiner Mitschüler wieder ein. Anscheinend waren sie nur zu viert. "Hi, ich bin Gabriel - und das ist Cyril!", stellte er sich und seinen neuen Freund direkt den beiden anderen vor, da er beide tatsächlich noch nicht kannte! "Möchte sich noch jemand gleich etwas umsehen?", fragte er dann umgehend, offen und mit einem Strahlen im Gesicht in die Runde. Er sprühte direkt vor Energie und wollte sich nicht erst im Zimmer langweilen, wenn ein riesiges, sagenumwobenes, altertümliches, geistliches Kloster auf ihn wartete! Wenn keiner Lust hatte, war das für ihn auch kein Problem - dann würde er sich direkt auf die Suche nach Pater Mirnes begeben!


    »What am I? A living being - or just a machine?«

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  • [Cyril] bei den Dudes im Jungenschlafsaal


    2941-cyril-pngGabriel erzählte ihm erfreulicherweise überraschend viel von seinen Klassenkameraden, auch wenn er nur nach möglichen Neuankömmlingen gefragt hatte, aber das war ihm sehr recht. Die Gruppendynamik, so wie Gabriel sie ihm erläuterte, war zumindest ähnlich, wie in seiner alten Schule gewesen. Die Beliebten, die Neuen, die, die weder beliebt noch unbeliebt waren und in einer bequemen Mitte herumschwebten. Nicht gehasst von den Beliebten, nicht out of touch mit den Außenseitern der Klasse. Das war auch sein eigenes Ziel gewesen. Er erzählte ihm noch, dass der zur Kaiser Wilhelm Privatschule in Leuchtdorf zur Schule gegangen war, und machten noch ein wenig Smalltalk, bevor sie ankamen. Natürlich hatte sich der Blonde schon vorher mit seinen Eltern über den Ort des Schullandheims informiert und waren sehr erfreut darüber gewesen, dass sie ihren Sohn an einen Ort mit so viel Geschichte schickten. Sicherlich besser, als eine Großstadt mit ihrer Meinung nach fragwürdigen Gestalten, die ihm wohl an jeder Straßenecke Drogen anbieten würden. Er selbst war sich nicht sicher, wie das Leben in einer Großstadt wohl so war, vertraute aber einfach darauf, dass seine Eltern Recht hatten. Die Erklärung des Paters erweckte dazu noch mehr sein Interesse. Es war so, wie er es sich vorgestellt hatte und er konnte es kaum erwarten, die Klosterburg zu erkunden. Selbst die schaurige Anspielung auf den Folterkeller schreckte ihn nicht ab. Natürlich fühlte er sich nicht gut bei dem Gedanken, dass Menschen an diesem Ort gestorben waren, aber er konnte sich im Allgemeinen sehr gut auf die Geschichte eines Ortes, oder Ereignisses fokussieren und das Ganze distanziert betrachten. Doch das Erkunden musste noch ein klein wenig warten. Zuerst sollten sie nämlich noch ihre Gepäckstücke im Schlafsaal verstauen, wo das vorbildliche Verhalten von Gabriel weiterhin Cyril zum Staunen brachte. Er hätte nicht damit gerechnet, dass er daran denken würde, nicht nur sich, sondern auch ihn vorzustellen. "Freut mich, euch kennenzulernen", schloss er an der Vorstellung von Gabriel an, und nickte seinen Kopf mit einem höflichen Lächeln. Als er eine Erkundung vorschlug, schloss er sich selbstverständlich ebenfalls an. "Das ist eine hervorragende Idee. Die Möglichkeit, ein wenig alte Geschichte zu erkunden hat man schließlich nicht alle Tage zur Verfügung", stimmte er ihm zu und wartete danach auf die Reaktionen der anderen. Er wollte noch etwas warten, bis er sich für einen Schlafplatz entschied. Ihm selbst war es nicht wichtig ob er oben, oder unten schlief und so sollte jeder, der bestimmte Wünsche hatte, sich erst einmal vor ihm für sein Bett entscheiden. Er würde einfach das nehmen, was übrig blieb.

  • [Thomas] bei Nova, später im 'Schlafsaal' der Jungen

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    Thomas war auf dem besten Wege, sich doch noch mit der Idee einer Busfahrt anfreunden zu können. Wenn man einfach den Platzmangel, die Lautstärke und die Fahrfähigkeit des doch sehr heruntergekommenen Busses ausblenden würde, war es eigentlich gar nicht so übel! Bevor sich die Vorfreude jedoch zu sehr ausbreiten konnte, erinnerte ihn ein fremdes Mädchen auf subtilste Art und Weise, warum mit diesem Schulausflug anscheinend ein böses Omen einhergehen würde. Mit einer schnellen und für ihre Figur besonders harten Bewegung schleuderte die offensichtliche Schulkameradin ihre Tasche in den Bauch des Dunkelhaarigen. Mit einem Mal wurde ihm jegliche Luft aus dem Körper gejagt und er musste sich seinen Bauch festhalten, da es ihm - wenn auch nicht besonders logisch - das Gefühl gab, dass er nicht gleich seine Klassenkameraden mit seinem Frühstück begrüßen würde. Nur am Rande konnte er wahrnehmen, wie sich das Mädchen bei ihm entschuldigte. Thomas war kein Freund großer Worte, auch wenn er jetzt wahrscheinlich sowieso nichts über seine Lippen kriegen würde. Mit einer Handbewegung machte er ihr nur deutlich, dass es wohl in Ordnung wäre. Auf Anweisung des Lehrpersonals stieg der Schüler dann in den Bus ein, während er sich immer noch voller Übelkeit den Bauch festhielt. Ohne zu fragen schnappte sich der junge Mann auch gleich einen Eimer, bevor er sich einen Platz möglichst abseits von allen suchte.


    Nach einigen Stunden waren sie endlich angekommen. Thomas Hintern hatte sich mittlerweile tot gesessen, zu seinem Glück, kam der Eimer allerdings nichts zum Einsatz, welchen er die ganze Fahrt fest in seinen Armen umschlossen hielt, nur um ihn am Ende ordnungsgerecht wieder zu seinem eigentlichen Platz zurückzubringen. Ohne Worte folgte er einfach der Masse und hörte den Lehrern nur halbherzig zu. Der Dunkelhaarige war der Meinung, dass ein guter Menschenverstand reichen müsste, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Außerdem gehörte er auch nicht zu der Sorte, die unbedingt auf Ärger aus waren. Bevor sich die Geschlechter trennten warf Thomas noch einen Blick auf das Mädchen, was ihn fast sein Bewusstsein gekostet hatte. Zwar war ihre Entschuldigung samt ihrer Schuldgefühle berechtigt, dennoch hoffte er eigentlich, sie nicht gleich verärgert zu haben. Dieses Jahr sollte doch wesentlich besser für ihn anfangen. Um seinen Blick nicht zu lange auf der Fremden zu verweilen, folgte er stumm seinen männlichen Begleitern, ehe er das erste Mal sein Zimmer begutachten konnte. Dort angekommen verzog Thomas sogar fast eine Miene, bei dem Anblick, was die Lehrer so schön als 'Schlafsaal' beschrieben hatten. Zwar war der Raum geräumig, doch die alleinige Vorstellung, gemeinsam mit den ganzen Fremden ein Zimmer zu beziehen, ließ es dem Jungen kalt über den Rücken laufen lassen. Was, wenn einige unangenehme Schlafangewohnheiten hatten? Wenn jemand im Dunklen nicht schlafen konnte? Oder sich einige bis spät in die Nacht unterhielten? Wo war seine Privatsphäre gegeben und wo konnte sich Thomas bloß zurückziehen, wenn ihm alles zu viel wurde? Als Einzelkind war er es nicht gewohnt, mit vielen Menschen über einen längeren Zeitraum zusammen zu leben. Seine Eltern arbeiteten viel und waren dementsprechend nicht oft Zuhause und er oft alleine. Doch genau das gefiel ihm doch so sehr. Nur die Zeit mit ihm selber. Wie erstarrt verharrte der junge Mann auf der Stelle und sah sich in seiner Vorstellung schon die Badewanne als vorübergehendes Bett beziehen.

  • 2958-chase-pngChase im Bus hinter Melanie | im Jungenschlafsaal mit den anderen Jungs | allein in den Gängen der Burg in Richtung Mädchenschlafsaal


    Oh, na prima, die gute Melanie trank also gerne mal einen über den Durst. Das machte sie doch gleich sympathischer. Die Vorstellung einer völlig betrunkenen Melanie ließ ihn zusätzlich grinsen. Insbesondere deshalb, weil sie anscheinend viel wert darauf legte ein ordentlichen Erscheinungsbild an den Tag zu legen und dies in einem stark benebelten Zustand nicht wirklich gegeben war. Viel am Hut hatte sie mit den drei Mädchen auf der Rückbank des Busses also nicht, was insbesondere ihr gleichgültiges Schulterzucken verriet. Aber wo sie Recht hat, hatte sie Recht. Mädchenfreundschaften waren durchaus kompliziert: Eben noch angekeift und verwünscht, kurz darauf dann plötzlich wieder sooo dicke befreundet. Noch ein Grund mehr, warum er gerade beim weiblichen Geschlecht nicht zwischen Fronten geraten wollte. Viel zu anstrengend.

    Der Bus fuhr los, doch Chase unterhielt sich noch etwas mit Melanie, bis einer der Lehrkräfte ihn ermahnte sich gefälligst hinzusetzen und anzuschnallen. Augenrollend kam er der Aufforderung nach und tippte so lange lustlos auf seinem Handy umher, bis der Bus offenbar so weit in die Pampa gefahren war, dass man nichtmal mehr Empfang hatte. Ein Blick aus dem Fenster bestätigte es: Büsche, Bäume, Berge und nochmals Büsche. Mit anderen Worten: Gar nix. Schöne Scheiße. Er verfluchte diesen dämlichen Ausflug immer mehr.


    Als der Bus schließlich am Ziel hielt, hätte seine Laune kaum schlechter sein können. Tatsächlich wurde sie aber noch etwas mieser, als er den Geistlichen entdeckte. Das war ja wohl ein Witz. Von Religionen und deren Ritualen hielt Chase absolut gar nichts. Sollte jeder machen wie er lustig war, doch er wollte nichts mit dem ganzen Firlefanz zu tun haben. Aber nun gut. Wie hieß es so schön: Schlimmer geht immer.

    Chase spürte einen Ellenbogen in seiner Seite, sah jedoch nur aus dem Augenwinkel direkt in die hübschen Augen von Melanie. Er hatte vorher schon bemerkt, dass sie in seiner Nähe geblieben war. Er fragte sich insgeheim, was der Grund dafür war, doch eigentlich war es auch überhaupt nicht von Belang. Es tröstete ihn immerhin etwas, dass sie genauso wenig Bock auf das ganze Theater hier hatte, wie er. Sie waren sozusagen Leidensgenossen. “Auf jeden.”, brummte er daher nur, um ihre Aussage zu beantworten und richtete seinen Blick wieder vollständig auf den seltsamen Vogel, über den sie gerade sprachen. “Aber das hat man ja auch schon vorher gewusst.”, ergänzte er schließlich noch mit einem leichten Seufzer. Die Erwähnung von Geistern, Folterkammern und Co. ließ Chase jedoch amüsiert die Luft ausstoßen. Insbesondere, wenn er in die Gesichter der Schüler blickte, welche teilweise etwas besorgt drein schauten. Nun drehte er den Kopf zu Melanie herum und sah sie an. “Ohoo. Da kriegt man ja richtig Angst!”, kommentierte er den letzten Satz des Geistlichen, wobei seine eigenen Worte nur so vor Sarkasmus trieften.

    Widerwillig folgte er anschließend der kleinen Gruppe in den Jungenschlafsaal. Und die Tatsache, dass sie insgesamt nur zu viert waren missfiel ihm nur teilweise. So hatte man immerhin seine Ruhe beim Schlafen. Was ihn jedoch störte, waren seine 3 Zimmergenossen. Besonders zwei davon, welche sich als Gabriel und Cyril vorstellten, wirkte gerade wie zwei kleine Kinder an Weihnachten. Boah, das konnte anstrengend werden. Chase hatte gehofft, dass es wenigstens einen Jungen geben würde, der auf einer Wellenlänge mit ihm lang, aber das konnte er sich wohl abschminken. Der andere im Bunde wirkte ziemlich zurückhaltend. Auf Gabriels Frage entgegnete er also nur ein trockenes “Kein' Bock.” Auch wenn er sich eingestehen musste, dass es immer noch spannender war sich die alten Gemäuer anzusehen, als hier in dem muffigen Raum abzuhängen. Internet gabs schließlich nicht. Aber mit denen würde er seine Nerven bestimmt nicht strapazieren.

    Chase schob seine Reisetasche unter eines der unteren Bett, welches er für dich ausgewählt hatte. Wehe einer kam auf die Idee über ihm schlafen zu wollen. Der Saal war groß genug. Ohne ein weiteren Wort verließ er schließlich den Schlafsaal, ließ die Tür laut ins Schloss fallen. Vielleicht hatte er ja Glück und lief Melanie über den Weg. Oder Iuka. Niemand wäre auch gut. Bloß nicht solchen überreagierenden Kiddis. Also schlenderte Chase einfach mal die Gänge der alten Gemäuer entlang, ganz vielleicht in Richtung des Mädchenschlafsaals und tat so, als würde er die stinklangweiligen Ölgemälde begutachten.

  • [Gabriel] mit den anderen Jungs (Cyril, Thomas) | Schlafzimmer der Jungen


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    Gabriel freute sich, das sein neuer Freund ihm sogleich den Rücken stärkte. Cyril schien echt furchtbar in Ordnung zu sein! Welch glückliche Fügung es doch war, das er ihn gleich angesprochen hatte. Für den jungen Latino war das Gefühl, nicht alleine mit einer Sache dazustehen, besonders wichtig - da das nämlich nicht selten vorkam. Er wusste selbst nicht warum er so manches mal aneckte, obwohl er doch stets um Freundlichkeit bemüht war! Seine Euphorie bekam auch sofort einen kleinen Riss, als der blonde Junge, der mit ihnen noch im Zimmer war, sich sofort mit einer Kein-Bock-Einstellung (wortwörtlich!) verabschiedete - und das ohne sich dabei vorzustellen! Gabriel kannte dieses Verhalten von nur allzuvielen in seinem Alter. Eine negative Art nach außen zu zeigen und falsche Prioritäten im Leben zu setzen. Was nutzte einen auch der coole Ruf, wenn es mit Arroganz und Feindseligkeit einherging? Der Südamerikaner sah dem Jungen mit einem traurigen Blick hinterher, ehe die Tür hart ins Schloss fiel. Beinahe wäre er dabei zusammengezuckt, aber auch nur beinahe! Er ließ sich nunmal leichter aus der Fassung bringen, als ihm selbst lieb war. Gabriel wollte sich schon wieder Cyril zuwenden, um entsprechend nur mit seinem neuen Kumpel auf Streife zu gehen, als ihm der vierte Junge in der Runde auffiel. Dieser hatte bisher noch kein Wort gesagt und stand nur stocksteif mitten im Zimmer. Ohweia! Gabriel warf Cyril einem besorgten Blick zu, ehe er sich vorsichtig an den Jungen mit Brille wandte. "Ist... alles in Ordnung mit dir?", fragte er umsichtig, mit sanfter Stimme nach und wusste nicht Recht, wie er sich darauf verhalten sollte. Abneigung war er gewohnt, über Zustimmung freute er sich, aber... nichts? Und war das etwa Panik in den Augen des Brillenträgers? Hoffentlich hatte Cyril Verständnis dafür, das er nicht sofort aufbrach - auch wenn das sein ursprünglicher Plan gewesen war - aber wenn auch nur die Möglichkeit bestand, das ein Schulkamerad Hilfe brauchte, konnte Gabriel davor nicht die Augen verschließen! Zivilcourage war wichtig und darauf wurde heutzutage überhaupt nicht mehr geachtet, weil alle auf selbstbezogen und unaufmerksam durch das Leben gingen. Gabriel war sicher nicht perfekt, aber lieber war er einmal zu vorsichtig und vielleicht auch zu aufdringlich, als das er die Chance verpasste, etwas Gutes zu tun!

  • [Im Bus und anschließend im Schlafsaal der Mädchen] Alma, Hina & Alessa



    Die Busfahrt verging wie im Fluge, da sich die drei Mädchen köstlich amüsierten. Es wurde über diesen mysteriösen Gale geplaudert, ein kleines bisschen gelästert und Alessas Gedanken drifteten ab und an ab um sich an die vorherige Nacht zu erinnern. Sie versprach sich herzlich wenig von dieser Klassenfahrt und war nur froh, dass ihre Beste an ihrer Seite war ansonsten hätte sie sich wahrscheinlich lieber aus dem fahrenden Bus gestürzt als tatsächlich an dieser Klassenfahrt teilzunehmen. Dieser verblödete Mr. Schuester hatte es tatsächlich fertig gebracht, dass sie schon mit Kopfschmerzen in diese Reise startete nur weil er nicht mit dem Mikrophone umgehen konnte und sein Versuch in einem schrillen Pfeifen endete bevor Ms. Pillsbury das Ruder an sich reißen konnte. Während der Fahrt legte Alessa ihren Kopf an der Schulter von Hina ab und döste tatsächlich kurz ein. Die Nacht war nur sehr kurz für sie und das gleichmäßige Schaukeln des Busses erwies sich tatsächlich als relativ einschläfernd. Irgendwann schmerzte jedoch der Nacken des Blondchens und sie streckte sich ehe sie sich ihren Nacken mit einer Hand massierte. Glücklicherweise hatte Hina und auch sie selbst etwas Alkohol mitgebracht, denn spätestens als beim Blick aus den Fenstern einfach nichts war außer Wald und Wiese bekam Alessa Schnappatmung. Es graute der Schülerin jetzt schon, dass es keine Clubs und Boutiquen in der Nähe geben würde, wo sie sich mit ihren Freundinnen amüsieren konnte. Wie sollte man sich hier bitte amüsieren? Am Ende kamen die hier noch mit stinklangweiligen Führungen an und wollten sie bekehren. Vor der Klosterburg hielt der Bus schließlich auch an. Alles sah ziemlich altbacken aus. Da sie die letzten Kilometer einfach durch die Pampa gefahren war, war das letzte bisschen Hoffnung in Alessa irgendwann auch erloschen. "Bitte tötet mich..." kam es schließlich über die Lippen der Blonden, während sie mit den beiden Anderen als Letzte den Bus verließ. An der frischen Luft checkte Alessa sofort ihr Handy und aus ihrem Gesicht wich jegliche Farbe. Das konnte einfach nicht wahr sein. Das durfte nicht wahr sein. Es gab hier keinen Handyempfang?! Sie drehte sich im Kreis und versuchte eine Stelle zu finden an der es vielleicht besser war - vergebens. "Wie soll ich bitte der Welt verkünden wie scheiße es hier ist wenn es keinen Empfang gibt?!" Ihre Augenbrauen hatte sie angepisst zusammengezogen und ihre bissigen Worte waren mehr zu sich als an Jemand anderen gerichtet. Gedanklich fügte sie noch hinzu wie zur Hölle der gut aussehende Fremde von letzter Nacht sie erreichen sollte? Genervt packte das Mädchen ihr Handy wieder weg und verschränkte die Arme vor der Brust. Unglaublich. Wahrscheinlich war es der Schule zu teuer die Klassenfahrt an einem interessanten Ort zu veranstalten. In all den Serien und Filmen, die sie so guckte, waren Klassenfahrten immer lustig, man amüsierte sich, es floss sehr viel Alkohol, es wurde ordentlich rumgeknutscht aber es fiel Alessa schwer zu glauben das man sich hier amüsieren konnte. Selbst der Alkohol, welchen sie und Hina mitgeschmuggelt hatten schien nicht auszureichen wenn man bedachte wo sie sich hier befanden und in welcher Gesellschaft sie waren. Ihr Blick wanderte über die männliche Auswahl und Alessa musste feststellen, dass ihr wohl eindeutig nur der Alkohol blieb. Sie strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr als ein komischer Typ sich zu der Gruppe gesellte. Sie hörte nur beiläufig hin, da sie von der bescheuerten Kopfbedeckung des Kerls abgelenkt war. Irgendwie wirkte dieser Pater Irgendwas richtig schräg und Alessa warf ihrer Besten einen vielsagenden Blick zu als seine Ansprache zu Ende war. Die Gruppe wurde in Mädchen und Jungs geteilt und sie wurden in Schlafsälen untergebracht. Beim Anblick eben jenes traf Alessa beinahe der Schlag. Sie klammerte sich krampfhaft an den Griffen ihrer Koffer fest. Hier sollte sie wirklich schlafen? "Eww..." entkam es Alessa beim Anblick der Möbel. Der Blick ihrer roten Augen schweifte durch das Zimmer. Genau genommen wollte sie sich gar keines der Betten aussuchen, weil in den Matratzen bestimmt unzählige Viecher lebten. Warum war sie noch gleich mit von der Partie? Sie konnte sich in diesem Moment beim besten Willen nicht daran erinnern.

  • [Alma] ~ mit Hina & Alessa im Schlafsaal der Mädchen

    Outfit - Frisur


    Die Schwarzhaarige beobachtete den Jungen und seine Gesprächspartnerin, als dieser sich plötzlich umdrehte. Alma setzte ein Lächeln auf und winkte ihm einladend zu, ehe sie von einer Papierkugel am Kopf getroffen wurde. Nein, nicht nur am Kopf sondern direkt an der Stirn! Erschrocken sah sich die Südländerin nach dem Übeltäter um, bereit eine Szene zu machen, als ihre giftgrünen Augen auf ihre ältere Schwester Iuka fiel, welche mit ihrer anderen Schwester Shuka etwas weiter in der Mitte des Busses saß. Mit den Händen gestikulierte sie Iuka aufgebracht, was das denn nun sollte, ließ sich dann jedoch in ihren unbequemen Sitz sinken und murmelte nur "Geschwister" mit einem genervten Unterton. Wegen Iuka wollte Alma nun wirklich keine Szene machen, schon allein deswegen, weil die Schwarzhaarige wusste, dass ihre Schwester es nicht böse meinte. Die restliche Busfahrt über war es ruhig.

    Als der Bus nach einer langen Fahrt langsam zum Stehen kam, blieb Alma zunächst sitzen und wartete, bis der Schwarm an verschwitzten Teenagern den Bus verlassen hatte, ehe sie zusammen mit Alessa und Hina ausstieg. Was die Südländerin draußen erblickte war das Grauen. Sie hörte wie Alessa darum bat, sie zu töten und alles, was Alma über die Lippen brachte war ein "Mit Vergnügen." Hier gab es ja nichts! Weniger als nichts! Nur... nur Bäume und ... und Büsche... und Gras. Wer zur Hölle hatte bitte die Idee, die Schüler hier her zu verfrachten? Was für ein sadistisches Arschloch war es?! Der Lockenkopf beobachtete, wie ihre Freundin versuchte eine Stelle mit Handyempfang zu finden und kläglich scheiterte. "Oh fuck." Kommentierte sie Alessas Worte nur. "Vielleicht gibts drinnen ja nen Strick." Murmelte die Schwarzhaarige entmutigt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so schrecklich werden würde. Noch nicht einmal der süße Typ aus dem Bus könnte wohl gerade ihre Laune verbessern. Zu sagen, dass Alma angepisst war, wäre eine gefährliche Untertreibung. Und dann kam auch noch so ein komischer Kauz in seltsamen Klamotten und erzählte irgendwas von der Burg und Geistern und Alma versuchte seine nervige Stimme einfach nur auszublenden. "Bitte sagt mir, dass ihr Alkohol dabei habt." Flüsterte sie ihren Freundinnen zu, ehe sie zusammen mit den anderen ihrer Lehrerin zum Schlafsaal folgte. Getrennte Schlafsäle? Langweilig aber zu erwarten. Als die Südländerin dann jenen Schlafsaal erblickte, blieb er fast das Herz stehen. "Hier sollen wir schlafen? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein?" Fragte Alma fassungslos, jedoch bekam sie keine Antwort von der Lehrkraft. Stockbetten, welche sicher voller Staub und Käfern waren. Ekelhaft. Nun musste sie wählen zwischen dem Staub und Schweiß eines anderen oder den Spinnen an der Decke. Also, welches Bett wäre ihr lieber? Alma wusste es nicht uns sie wollte sich auch nicht entscheiden. "Das kann doch nicht wahr sein." Entkam es ihren Lippen ungewollt.

  • Hina & Alessa | irgendwo im Flur


    Das junge Mädchen hörte die langweiligen Worte des komischen Mannes zwar aber gab sich dabei gar keine Mühe ihm wirklich aufmerksam zu folgen oder sich die Worte zu Herzen zu nehmen. Ja, die Teenager waren Gäste in ihrem Haus aber hey, sie hatten die Gruppe ja schließlich auch eingeladen und da durfte man sich doch wohl fühlen. Egal ob das den Gastgebern jetzt gefiel oder nicht, die besten Freundinnen würden die Tage schon überleben. Ein amüsiertes Grinsen legte sich auf die Lippen der Schülerin als der Pfarrer verschwand und ihre Lehrerin die Mädchen in ihren Schlafsaal führte. "Mädls, kommt schon. Warum die langen Gesichter?", fragte sie in die Runde da ihre Freunde nur ihre hübschen Gesichter verzogen als wäre gerade ihr Lieblingsdesigner verstorben. "Als hätten wir ein Problem damit eine langweilige Party in Schwung zu bekommen." Hina schmunzelte, auch wenn sie gerade manche Dinge hier nur schön redete, so würden die Tage sicher irgendwo irgendwie perfekt werden. Alleine weil ihre Besten mit von der Partie waren. Solange kein irrer Mörder kam der alle um die Ecke brachte.. aber das passierte ja nur in Horrorfilmen. Die schwere Tür zum miefigen Schlafsaal öffnete sich und augenblicklich legte Hina ihre Hand an die Nase, tat so als müsste sie sich übergeben und trat in das Innere des großen Zimmers, das bis außer einige Hochbetten und kleinen Schränken nichts zu bieten hatte. Wow, keine Schminkecke? Und dachten die wirklich in das kleine Regal passten ihre Kleider? Da holte sie sich sicher einige Motten und Löcher. Ekelhaft. "Pah, wenn ich mir bei den Matratzen irgendeinen Rückenschaden hole, bekommen die meine Arztrechnung.", meckerte die Influencerin als sie sich auf das auserkorene Hochbett setzte, das sie für Alessa und sich selbst ausgesucht hatte. In ihrer teuren Handtasche holte sie einige Desinfektionstücher mit denen sie versuchte an einigen Stellen um sich herum alle Bakterien abzutöten. "Wie soll man hier denn auf Touren kommen?" Das Mädchen seufzte als sie sich wieder erhob und ihren Arm in die Hüfte stemmte. Die Typen im anderen Schlafsaal waren zwar nicht unbedingt ihre Zielgruppe aber für den kurzen Spaß und einer kleinen oder eher großen Menge Alkohol, könnte da bestimmt was laufen. Alma hatte auch schon eben jenen edlen Tropfen angesprochen und ohne weiter zu zögern, damit sie dieser stickigen Luft entkam, klammerte sie sich an ihre beste Freundin. Wie sollte sie eigentlich ihre Follower uptodate halten, wenn sie hier in diesem Loch gefangen war? Sicher hatte dieses unheimliche Schloss doch einen Computer, einen Laptop? Irgendwas! Was machten die Bewohner denn wenn ihnen langweilig war?! "Komm Süße, wir müssen diese Burg mal unter die Lupe nehmen. Das ist dochn Kloster hier und wie wir wissen, haben die früher jede Menge Bier gebraut.." Ja, manchmal hatte sie den hirnlosen Kerlen sogar zugehört, wenn sie über ihre Interessen gelabert hatten, die sich irgendwie oft um Alkohol gedreht hatten. "Wir sind gleich wieder da, Hübsche, pass bitte auf dass sich hier im Raum keiner unseren Sachen nähert. Will keine fettigen Finger an meinen Klamotten.", sagte sie Alma, achtete dabei gar nicht darauf ihre Stimme etwas zu senken und ließ ihre grauen Augen durch den Schlafsaal wandern. Hinter hervor gehaltener Hand und zu Melanie funkelnd, flüsterte sie der Dunkelhaarigen noch etwas ins Ohr. "Kannst ja mal mit Mel quatschen, vielleicht war sie gestern einfach frustriert und musste deshalb über Alessa herziehen." Das Mädchen zog dann winkend ihre Beste aus dem stickigen Raum heraus und hopste neugierig durch die hohen Hallen. "Irgendwo gibts eine Speisekammer und irgendwo lagern sie sicher den Wein für Gottesdienste oder sowas..."

  • Chase irgendwo in den Fluren der Burg | trifft auf Hina und Alessa


    Während Chase so durch die alten Mauern flanierte und hier und da mal stehen blieb, um den merkwürdigen Ölgemälden ab und an mal die Ehre erwies seinen Blick auf sie zu richten, begegnete er keiner Menschenseele. War das normal? Oder stromerte er hier irgendwo herum, wo eigentlich sonst keiner entlang ging? Mannometer, gab es keine Karte für den Schuppen hier? Obwohl es wohl auch nicht tragisch wäre, wenn er verschollen blieb. Verrecken wollte er hier allerdings auch nicht.

    Gerade als Chase umdrehen und versuchen wollte das Gebäude zu verlassen, hörte er Schritte. Noch dazu einige weibliche Stimmen, die dem Klang nach keiner runzligen alten Nonne gehörten. Na bitte, der Allmächtige hatte wohl sein stummes Gemecker erhört.

    Chase ging den Geräuschen entgegen und stieß alsbald auf zwei der drei Mädchen, welche auf der hinteren Bank im Bus gesessen hatten. Wenn er Melanies Worte richtig in Erinnerung hatte, hieß eine davon eventuell Hina. Eventuell war auch die, die fehlte Hina? Ach, war ja eigentlich auch Schnurz.

    “Zwei abenteuerlustige Damen?”, war alles, was er zur “Begrüßung” mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen heraus brachte, während seine violetten Augen die beiden Mädchen aufmerksam musterten.

  • [Im Flur] Hina & Alessa treffen auf einen Hottie



    Hina war wohl die Einzige in der Runde, die dem Ganzen hier etwas Positives abgewinnen konnte. Selbstverständlich hatte sie nicht unrecht damit, dass sie immerhin einander hatten und es ganz bestimmt nicht das erste Mal war, dass sie sich aus einer ganz und gar furchtbaren Party etwas Legendäres gemacht hatte. Mit etwas Alkohol konnte es vielleicht sogar ganz erträglich werden. Alessa musterte ihre Freundin und ein Lächeln erschien auf ihren Lippen. Wie schlimm konnte es schon werden mit Hina an ihrer Seite? Die Beiden waren unzertrennlich und ihnen würde selbst hier in der Pampa etwas einfallen, was Spaß bringen würde - ganz bestimmt. Die Hoffnung schmälerte sich etwas als die Mädchen ihre Unterkunft für die Nacht betraten und sich widerwillig eines der alten Betten aussuchten. Hina begann sofort damit zumindest die nähere Umgebung zu desinfizieren aber selbst der penetrante Geruch des Desinfektionsmittels konnte den modrigen Geruch, der im Zimmer vorherrschte, nicht vertreiben. Angewidert betrachtete Alessa unterdessen das Mobiliar. Nüchterner würde sie ganz bestimmt nicht in diesem Bett schlafen. Blieb also nur noch die Möglichkeit, den Alkoholpegel vom Vorabend aufzufrischen. Es war zwar noch etwas früh dafür aber im Anbetracht der Tatsache wo sie sich hier befanden konnte es nicht früh genug sein. "Ich glaube ein Rückenschaden ist hier dein geringstes Problem, Süße..." fügte Alessa schließlich hinzu als sie in der Ecke an der Decke Spinnweben erblickte und wo diese zu finden waren, gab es bekanntlich auch Spinnen. Das Blondchen erschauderte und verschränkte ihre Hände vor der Brust als würde sie dies vor einer Attacke durch eine Spinne bewahren. Alessa würde ihre unersetzlichen und sündhaft teuren Klamotten ganz bestimmt nicht auspacken. Wahrscheinlich waren sie im Schutze ihres Koffers noch am besten aufbewahrt. Niemand von den weniger geschmackvollen Mädchen konnte ihre Sachen betatschen und sie würden auch nicht nach altem Kloster riechen. Hina hängte sich schließlich bei ihr ein und wollte anscheinend das Kloster begutachten: zu deutsch sie wollte sich auf die Suche nach Internet, Empfang oder Alkohol machen. Nachdem ihre Beste Alma noch etwas zugeflüstert hatte, winkte schließlich auch Alessa ihrer Freundin und schenkte ihr ein zuckersüßes Lächeln.

    Gemeinsam und ineinander verharkt verließen die beiden Blondchen schließlich den stickigen Raum. Nicht das es einen Unterschied machte, denn im Flur herrschte ungefähr die gleiche Luft. Hier gehörte mal wieder ordentlich gelüftet oder hatten diese verbitterten Weiber hier vor lauter beten vergessen das es so etwas wie Raumspray gab? "Die lagern den Wein bestimmt irgendwo im Keller..." Die roten Augen des Mädchens wanderten durch den Flur, der schier endlos wirkte. Alles war hier so verwinkelt und nach einigen Malen als sie irgendwo abgebogen waren war sich Alessa nicht einmal mehr sicher aus welcher Richtung sie überhaupt gekommen waren. Die Flure sahen auch immer komplett gleich aus. Abertausende Ölgemälde mit alten Gesichtern darauf, die einander eindeutig viel zu ähnlich sahen um einen Unterschied zu erkennen. Gerade als die beiden Freundinnen um die nächste Ecke bogen rannten sie beinahe in ein bekanntes Gesicht. Es war der unbekannte Schönling aus dem Bus, der sie mit einem kecken Lächeln begrüßte. Alessa erwiderte das Lächeln. "Ein einsamer Herr?" Der Blick der Blonden wanderte prüfend über die Gestalt, ehe sie ihm wieder in die Augen sah, welche eine interessante Farbe hatten. Irgendwie einnehmend. "Ja... für ein Abenteuer sind wir immer zu haben..." Ein Grinsen erschien auf den geschminkten Lippen der Teenagerin, ehe sie vielsagend zu ihrer besten Freundin blickte, ehe sie wieder in die Richtung des Anderen sah und sich eine verirrte Haarsträhne hinter das Ohr strich. "Bist du denn auch bereit diesen Ausflug etwas... interessanter zu gestalten?" Herausfordernd musterte Alessa den Unbekannten durch ihre roten Augen.

  • Marie erster Post | Bei Melanie

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    Ihr Vater hatte sie einfach hier abgesetzt und Marie fühlte sich ein wenig ihrem Schicksal überlassen. Selbstverständlich freute sie sich, dass er sie extra her gefahren hatte, wo sie doch verschlafen hatte, aber dennoch fiel ihr der Abschied sehr schwer. Schließlich bedeutete dies einen Abschied für mehrere Monate. Schließlich fuhren ihre Eltern zurück nach Mineralstadt, während Marie von nun an in Riverport leben würde. Dort war die Schule einfach besser und aufgrund der Forschungen ihres Vaters würden sie ohnehin früher oder später wieder umziehen und sie die Schule wechseln müssen. Besser sie blieb an einer guten Schule, an der sie einen ordentlichen Abschluss machen konnte, der ihr den Weg an ihre Traumuni freimachte. Für ihr Alter dachte sie womöglich schon viel zu weit. "Der Ausflug wird dir Spaß machen und das ist die perfekte Gelegenheit, um dich mit den anderen aus deiner Klasse anzufreunden.", hatte ihr Vater gesagt, der zuvor alles mit der neuen Schule abgeklärt hatte. Das war nur logisch, weshalb die Schwarzhaarige zustimmte. Glücklicherweise hatte Maries Mutter sich noch die Mühe gemacht ihre Haare zu flechten und schön zusammenzubinden. So sah sie wenigstens ein bisschen aufgebrezelter auf als sonst. Sie würde das Gefühl vermissen von ihrer Mama frisiert zu werden. Vor allem, weil sie sich sicher war, dass sie das selbst nie so perfekt hinbekommen würde. Und so sah sie nun dem Auto hinterher und versuchte sich die Tränen zurück zu halten. Sie konnte ihre Eltern schließlich besuchen und sicherlich würden sie auch ab und zu vorbeikommen. Mit ihrem Koffer in der Hand und einem Rucksack auf dem Rücken machte sich das Mädchen auf den Weg zum Eingang, wo ihr erklärt wurde, dass die anderen bereits die Schlafräume bezogen hatten und sie Freizeit bis zum Abend hatten. Oh Gott... jetzt musste sie wirklich als letzte aufs Zimmer, wo sie keiner kannte. Und das nur, weil sie verschlafen hatte. Sie ärgerte sich über sich selbst, dass sie nicht einfach zwei Wecker gestellt hatte. Vor der Tür zum Mädchenschlafsaal blieb sie stehen. Was die anderen wohl von ihr dachten, wenn sie jetzt noch auftauchte? Vermutlich wurde sie jetzt schon von den anderen für komplett bescheuert gehalten. Eine Aussätzige. Die Neue. Sie hasste das. Aber es blieb ihr nichts anderes übrig, als sich daran anzupassen. Mutig öffnete sie die Tür, trat schweigend herein. Sollte sie Hallo sagen? Aber zu wem? Allen? Sie öffnete den Mund, schloss ihn aber beim Anblick der anderen wieder. Jeder schien seinen eigenen Gesprächen und Taten nachzuhängen. Sie war überhaupt niemandem aufgefallen. Wieso auch? Sie hatte sich völlig umsonst den Kopf zerbrochen. Niemand starrte sie an, was sie beruhigte. Schnell stellte sie ihren Koffer ab. Außer ihr selbst, schien jeder jemanden zu kennen und sich zu unterhalten. Nur ein rosahaariges Mädchen war gerade dabei das Bett abzuziehen. Allein. "Ähmm... entschuldige... kann ich dir helfen? Also falls du Hilfe brauchst.", bot sie einfach an. Jemandem zu helfen war immer ein guter Anfang, um eine Konversation, oder sogar eine Freundschaft zu starten. Allerdings musste Marie zugeben, dass das hübsch geschminkte Gesicht der Unbekannten und ihre Klamotten eher weniger für eine langlebige Freundschaft sprachen. Doch sie würde sich nicht von Äußerlichkeiten täuschen lassen! Bestimmt war die Rosahaarige eigentlich ganz nett. Obwohl Marie zugeben musste, dass sie nicht ganz verstand, wieso das Mädchen das Bett abzog. Vielleicht brauchte sie ja hypoallergene Bettwäsche! Das musste es sein.

  • Hina, Alessa & Chase | irgendwo im Flur


    Die junge Schülerin drückte den schlanken Arm ihrer besten Freundin näher heran als sie ihr mit angewidertem Gesichtsausdruck antwortete und dabei ihren Kopf leicht zur Seite zu den übrigen Mädchen im Schlafsaal drehte. „Ich weiß genau was du meinst..“ Ihre Mundwinkel sanken nach unten als sie das Aussehen der anderen studierte und schließlich erschauderte. „Will gar nicht wissen was ich mir die Tage hole wenn die da in einem Raum mit uns schlafen.“ Hina machte sich nicht einmal die Mühe ihre Lautstärke zu senken, sollten ihre Mitschülerinnen sie ruhig hören, es war sowieso kein Geheimnis was die Blondies von ihnen dachten. Sie warf ihre hellen Haare über ihre Schultern bevor sie sich gemeinsam auf den Weg machten um die wahrscheinlich nicht so edlen aber ausreichenden Tropfen des Hauses zu suchen. Alessas Vermutung war mit Sicherheit richtig, doch den Keller zu finden, schien hier das eigentliche Problem zu sein.. Unzählige Augen aus alter Farbe starrten die Freundinnen an, fast schon gruslig. „Ugh, das ist der Beginn eines sehr schlechten Horrorfilmes..“, meckerte die Bloggerin als sie gefühlt immer wieder an dergleichen Ecke ankamen. Das gab hier doch kein Ende! Und wo war überhaupt der Anfang! Hina war kurz davor auszurasten und einfach irgendeins der dämlichen Gemälde abzuhängen, kaputt zu machen oder sonst irgendwas, damit sie überhaupt mal wussten ob sie nicht ständig im Kreis liefen, als ein hübscher Kerl anscheinend zur Rettung kam. „Oh, ist das der edle Ritter? Dachte er kommt auf nem weißen Pferd.“, kommentierte sie die Ankunft des Schönlings aus dem Bus. Ihr graues Augenpaar wanderte von Kopf bis Fuß, das versuchte sie auch gar nicht irgendwie zu verheimlichen, und ruhten schließlich wieder in seinem gut geratenem Gesicht. Hina hielt kurz inne während ihre Beste sprach und erwiderte ihren Blick nur mit einem Grinsen. Anscheinend schien schon mal einer der anwesenden Jungs nicht ganz so langweilig zu sein. „Wir.. suchen da etwas ganz bestimmtes.“, begann das junge Mädchen, trat näher an den Namenlosen heran und spielte mit einer blonden Strähne während sie sein Gesicht etwas aus der Nähe musterte. „Wir wollen den heiligen Wein hier kosten, ist doch schließlich doch bisschen unfair dass den nur der alte Priester kosten darf. So ein göttlicher Tropfen darf nicht zurück gehalten werden!“ Hina schmunzelte und drehte sich herum, stemmte die Hände in die Hüften und seufzte tief. „Aber das hier ist schlimmer als jedes scheiß Labyrinth..“

  • [Iuka] mit Shuka im Schlafsaal der gürls


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    Mit aufmerksamen Blick folgte die Lilahaarige der Papierkugel wie sie in einem Bogen über den halben Bus flog und schlussendlich auf der Stirn ihrer jüngsten Schwester landete. Volltreffer! Schade nur, dass sie solche schönen Würfe nie im Sportunterricht zur Show stellen könnte, sonst könnte sie zumindest mit einer besseren Note punkten. Zu ihrer Freude entschied sich Alma nicht quer durch den Bus zu schreien, selbst wenn, wäre Iuka wohl die erste, die selber zur Furie werden würde. Das laute Sprechorgan war den Geschwistern einfach angeboren, auch wenn nicht unbedingt alle immer davon Gebrauch machten. Entspannt lehnte sich also die Südländerin zurück und wendete sich ihrem Zwilling zu, die mittlerweile schon ihre Kopfhörer in der Hand hielt. "Natürlich, mach es dir bequem, ich finde schon eine Beschäftigung!". In welcher Form sich diese Beschäftigung darstellen sollte, war der Lilahaarigen im Moment selber noch nicht ganz bewusst. Durch ihre leichte Verspätung hatte sie die meisten Sachen Zuhause vergessen. Es blieb ihr wohl nichts anderes übrig, als ihre Aufmerksamkeit der Zeitschrift im Sitz vor ihr zuzuwenden, die aussah, als wäre sie mindestens drei Jahrzehnte alt. Die Ansprache der Lehrer ignorierte sie dabei gekonnt, wie so viele andere Personen in ihrem Alltag und machte sich nach dem Halt auf den schnellsten Weg aus dem Bus, dessen Luft mittlerweile mehr aus Schweiß, als aus der Klimaanlage bestand. Ihre Schwester nahm sie dabei einfach an die Hand und zog sie mit sich heraus, was Iuka roch, musste Shuka genauso riechen und nach der mehrstündigen Busfahrt war das definitiv nicht mehr auszuhalten. Kurz betrachtete Iuka die Burg, irgendwie hatte sie etwas, aus einem furchtbaren Horrorfilm, in welchem Nachts zufällig alle Türen abgeschlossen werden, man in ein Netzloch gerät und wo Stunde um Stunde immer jemand verschwindet. Vorzugsweise natürlich die 'farbigen' zuerst. Um nicht zu viel Zeit an ihre Vorstellung, nachts mit einem blutigen Baseballschläger durch das Haus zu rennen, zu verschwenden, folgte sie der weiblichen Lehrkraft, welche die Geschlechter nun getrennt auf ihre Zimmer begleitete. Selbstverständlich war es kein fünf Sterne Hotel, mit Pool und Sauna und großen schönen Schlaf- und Badezimmer, aber das hatte die Schülerin auch gar nicht erwartet. Ohne Worte nahm Iuka schnell das Bett über ihrem Zwilling ein. Die abfälligen Kommentare ihrer Schwester hörte sie nur aus dem Hintergrund mit und warf ihr einige mahnende Blicke zu. Alma scheint voll in der Pubertät gefangen zu sein, wo alles und jeder scheiße ist und wenn es mal nicht nach der eigenen Nase geht, muss das natürlich lautstark zum Ausdruck gebracht werden. Iuka lag dabei eigentlich nur am Herzen, dass sich das weibliche Küken nicht selber in Schwierigkeiten mit ihren Aussagen brachte und keine dummen Ideen in ihrem Kopf rumflogen. "Klar!", antwortete sie ihrem Zwilling schnell auf ihrer Frage während sie sich mit einem Lächeln ihr wieder zuwendete. "Wir werden hier einige Tage verbringen, also sollten wir wissen, wo man sich gut verstecken - ich meine natürlich wo die besten Abkürzungen sind!" Die Südländerin war bemüht, ihre Schwester nicht in ihre Horrorvorstellungen einzuweihen, dennoch stellte sich dies als schwieriger als gedacht heraus!


    [Thomas] im 'Schlafsaal' der Jungen

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    Der starre Blick des jungen Mannes, verfestigte sich nur mit jeder zunehmenden Sekunde. Es war beinahe so, als würde er sich in einer Trance befinden oder in einem Tagtraum, der weniger schön war. Thomas befand sich in einem Alter, in dem gerade seine männlichen Begleiter hin und wieder sehr unangenehme Gerüche ausstoßen und auch, wenn es nur eine ganz normale Körperfunktion war, gewisse Stoffe aus dem Körper herauszubefördern, war seine Nase doch besonders empfindlich! Gerade auf so kleinem Raum, konnte er doch wohl kaum jemandem ausweichen. Wenigstens musste er sich nicht mit den Mädchen ein Zimmer teilen, die in seiner Vorstellung die ganze Nacht über Mädchenkram reden würden, wie zum Beispiel.. Ponys oder Make-up? Der Dunkelhaarige spürte, dass einige Blicke auf ihm lagen und er nahm wohl auch eine gedämpfte Stimme war, aber dennoch brauchte es ihn ein wenig, seinen Kopf dazu zu bewegen, sich in die Richtung des Geräusches zu bewegen. Leider konnte er seine immer noch weit aufgerissenen Augen nicht dazu bewegen, sich zu schließen, ehe er die Augen des Fremden traf. Das Thomas kein Meister im guten ersten Eindruck schaffen war, war ihm deutlich bewusst, aber dieses Mal, musste er es wohl mächtig vermasselt haben. "Gut?", wiederholte er nur widerwillig, während sich in seinem Kopf immer wieder einzelne Bilder von einer wild gewordenen Männermenge einspielten. "Ja, ja, alles gut...". Der Schüler musste sich kurz räuspern, damit sowohl seine Stimme, als auch sein Befinden sich einigermaßen zurück zum 'Normalbereich' bewegen konnten. "Mir macht bloß meine Klaustrophobie etwas zu schaffen." Ehrlich und ohne Scham fielen die Worte aus seinem Mund. Zum ersten Mal, nahm er auch den blonden Begleiter des Fremden wahr und hob kurz seine Hand, um ihn wortlos zu begrüßen.

  • 2958-chase-pngChase irgendwo in den Fluren der Burg bei Hina und Alessa


    Der edle Ritter? Wohl eher der König der Langeweile. Aber hey, man nahm, was man kriegen konnte. Zumindest hatte Chase schonmal Gefallen an dem Humor der beiden Mädchen. “Aber sicher, holde Maid. Das edle weiße Ross steht selbstverständlich draußen im Hof.”, gab er zurück, während er eine theatralische Verbeugung ausführte. Das Grinsen welches auf seinen Lippen lag, verschwand jedoch schnell wieder, als eine der beiden nach einem Abenteuer fragte. “Nichts wär’ mir lieber, als das.” Der Teenager machte eine kurze Pause, eher er noch hinzu fügte: ”Der Schuppen hier ist so interessant wie der Keller meiner Oma.” Als auch noch der Satz fiel, dass die beiden etwas bestimmtes suchten, wurde Chase hellhörig. Zum Glück musste er nicht großartig nachhaken, worum es sich dabei handelte, denn einige Augenblicke später verriet sie es eh. Nicht, dass er es früher oder später sowieso herausgefunden hätte, doch direkt vor die Tatsachen gestellt zu werden, war vorteilhaft. So lief er nicht Gefahr nach irgendwas zu suchen, was ihn am Ende einen feuchten Dreck interessierte. Verschwendete Zeit. Zu einem edlen oder auch unedlen Tropfen, würde Chase wohl nie nein sagen. Hauptsache irgendwas Alkoholisches, womit er sich die Zeit hier halbwegs erträglich trinken konnte. Er zuckte also ergeben mit den Schultern. "Edle Tropfen für edle Gemüter. Bin dabei.”

    Allerdings stellten diese verdammten Irrgänge ein echtes Problem dar und Chase hatte gehofft, dass die beiden Blondies wenigstens wussten wohin sie liefen. Schade. “Gibt’s hier nicht irgendwo nen Flyer? Von einer dämlichen Führung oder sowas?” Da waren doch meistens die super mega interessanten Stationen markiert und bestimmt waren die edlen Tropfen auch ein Highlight. Wer würde bitte nicht auf ewig lange Kellergewölbe voller Weinfässer stehen?

  • Melanie mit Marie im Schlafsaal


    Einfach Ekelhaft! Melanie spürte bildlich beim Abziehen der Decke, die Keime über ihre Hände fließen. Hätte sie doch nur Handschuhe angezogen. Gerade als sie mit der Decke fertig war, sprach sie Jemand von der Seite an. Angewidert von den Hausstaubmilben, drehte sie sich zu der Person. Eine schwarzhaarige Brillenschlange, welche ihr zuvor gar nicht aufgefallen war. Ohje, so ein hübsches Mädchen, dass sich hinter Brille und zugeknöpfter Kleidung versteckt. Ein Jammer, sie hätte potential. Vorallem ihre Augen! Wow! Kontaktlinsen würden da so viel unterschied machen! Die Fremde wollte Melanie wohl beim umbeziehen der Bettwäsche helfen. Dachte sie etwas dass Melanie das nicht alleine konnte!? Sah sie etwa aus wie eine verzogene Göre!? - Die sie auch war. Was fällt dem Stück ein sowas von ihr zu halten. Mit einem aufgesetzten, überspielten und genervten lächeln, antwortete sie dem Mauerblümchen. "Weißt du, ich bin schon groß, ich kann das auch ganz alleine..." Sie pustete sich eine Strähne aus dem Gesicht und nahm ihren Deckenbezug und stülpte ihn über das Futter. Der Blick der Unbekannten machte Melanie nervös. Was wollte sie denn von ihr? Wollte sie nur nett sein? Das konnte sich Mel kaum vorstellen, warum sollte ein Mädchen zu ihr nett sein? Am ende waren doch eh alle nur neidische Hühner. Aber eine nette Unterhaltung konnte doch nicht schaden, sie wollte schließlich nicht die nächsten Tage vereinsamen. "Und? äh... wie gefällts dir hier?" Ein künstlich, unsicheres lächeln zierte ihre Lippen. Warum war freundlich sein nur so schwer? Hoffentlich bemerkte niemand ihre Unsicherheit.


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




  • [Im Keller] Hina, Chase & Alessa



    Auch Hinas Mundwinkel huschten nach oben als die beiden Freundinnen auf ihrer Suche nach Alkohol männlichen Besuch erhielten. Unweigerlich verflüchtigten sich die Gedanken Alessas für einen kurzen Moment als ihre Beste den Neuankömmling als edlen Ritter bezeichnete. Ein ähnliches Rollenspiel war auch Thema der letzten Nacht und bei dem Gedanken daran verfluchte sich das selbstbewusste Blondchen wieder ein kleines bisschen auf Grund ihrer vermeintlich verpassten Chance , lies es den Schönling aber nicht spüren sondern schenkte ihm stattdessen ein zauberhaftes Lächeln als er prompt auf das kleine Rollenspiel einging, welches sich auf Grund des alten Gemäuers regelrecht anbot. Offenbar waren wenigstens ein brauchbarer Kerl in dieser Gruppe dabei, den man nicht gleich in die Tonne kloppen wollte. Während Hina den Namenlosen in ihren Plan einweihte, checkte Alessa noch einmal ihr Handy, ob sie vielleicht doch irgendwo Empfang hatte und prompt erwischte sie ein Fleckchen etwas abseits der Beiden. Er war nicht sonderlich gut aber es reichte um eine Nachricht zu empfangen. Das Blondchen hob eine Augenbraue. Georgina. Eines der wenigen Mädchen, welches die beiden Freundinnen duldeten. Von mehr konnte durchaus nicht die Rede sein aber naive Verbündete, die einem bedingungslos folgten brauchte immerhin jeder. Summe Dinger, die glaubten so auch nur annähernd den Status zu erhalten wie Hina und Alessa ihn genossen. Sie hatte ihr ein Foto geschickt, welches aber gerade noch drauf und dran war heruntergeladen zu werden - es konnte sich nur um Stunden halten. Anscheinend das Bild eines heißen Kerls, den sie erspäht hatte, der angeblich eine zum Sterben schöne Stimme hatte. Ein Musiker. Alessa war noch misstrauisch. Zu hundert Prozent konnte man sich leider auf die Einschätzung solcher Mädchen nicht verlassen aber man würde ja sehen. Noch bevor das Bild heruntergeladen war und mehr verraten konnte trudelten weitere Nachrichten von Georgina ein. Offensichtlich war der Kerl auch noch vergeben aber daran störte sich Alessa nicht. Wenn er wirklich so heiß war, war das kein Hindernis. Die Schülerin riss ihre Augen auf, als das Bild schließlich klarer wurde. Es war tatsächlich der Namenlose von vorheriger Nacht. Sie musterte das Bild von ihm auf der Bühne und ihr Herz schlug einige Takte schneller bei seinem Anblick. Schnell tippte Alessa eine Nachricht zurück, die mehr Informationen einforderten und Georgina und ihren Freundinnen ausdrücklich klar machte, dass sie ihre Krallen in einen anderen Typen schlagen sollte aber dieser tabu war. Ihre Nachricht wurde nicht abgeschickt. Es dauerte ewig und so fuchtelte das Blondchen ein wenig herum als die Nachricht schließlich doch gesendet wurde. Ein erleichtertes Seufzen verließ ihre geschminkten Lippen als sie ihr Handy wieder wegsteckte, da es ein regelrechter Krampf war hier auch nur den Funken an Empfang zu Stande zu bekommen.

    Gerade als sie sich schimpfend wieder in Richtung der anderen Beiden aufmachte, erblickte sie hinter der nächsten Ecke doch tatsächlich eine Treppe nach unten. Ein vielversprechendes Lächeln erschien auf den Lippen des Mädchens, als sie in die Richtung ihrer besten Freundin und des heißen Kerls flötete: "Ratet wer uns gerade den Tag gerettet hat?" Sie deutete auf den nächsten Gang, der auch den Zugang zum Keller enthielt und wartete darauf, dass sie zu ihr aufgeschlossen hatten. Die kleine Gruppe hielt kurz vor dem Abstieg inne. Alessa reichte ihrer besten Freundin wortlos ihr Handy um ihr den Gesprächsverlauf mit Georgina zu zeigen. Ihre Augen funkelten aufgeregt und das Grinsen auf ihren Lippen wollte gar nicht mehr verschwinden aber sie versuchte durchaus es zu zügeln damit sich der dritte in der Runde nicht ausgeschlossen vorkam. Wer wollte denn ein derartig hübsches Kerlchen vor den Kopf stoßen? Während sie ihrer Freundin Zeit gab den Kerl auf dem Foto abzuchecken legte Alessa eine Hand auf die Schulter ihrer neuesten Bekanntschaft und flüsterte ihm sachte ins Ohr: "Als heldenhafter Ritter gewähre ich dir den Vortritt..." Die Treppe wirkte alt und an allen Ecken und Kanten waren Spinnweben. Vom Keller aus drang ein modriger Geruch in die Nase des Blondchens und sie rümpfte diese leicht. "...aber was tut man nicht alles um etwas Schwung in diese Bude zu bringen..." Schließlich zog die Schülerin sich von dem Kerl wieder zurück. "Ich hoffe der Wein ist wirklich ein göttlicher Tropfen und nicht irgendein billiger Fusel...." Ob es sich auszahlen würde in dieses miefige Loch hinunter zu steigen? Wahrscheinlich nicht aber hoffentlich war der Wein dann stark genug um über all das hinweg zu sehen. Alessa schielte zu ihrer Freundin um ihre Reaktion auf den Namenlosen von letzter Nacht zu sehen.