[Antoinette] in Yuris Schneiderei
In einem Paralleluniversum wurde der Notruf für Antoinette gerufen und in dieser Welt versuchte sie gerade diesen für eine andere Person zu wählen. Nachdem sie endlich ihr vermaledeites Smartphone aus ihrer - offenbar zu großen - Handtasche gefischt hatte. Der ein oder andere mochte denken, sie schleppte zu viel herum, aber sie fühlte sich eben nur mit der Ausstattung Handy, Geldbeutel, Taschentücher, Deo, Make-up, eine kleine Wasserflasche und etwas Süßem als Notfallsnack sicher genug, um das Haus zu verlassen. Huh. Kein Wunder, dass es gedauert hatte bis sie ihr Smartphone entdeckt hatte, wow, Yuri hätte in der Zwischenzeit auch einfach verenden können.
Stattdessen stand die junge Schneiderin von den Toten auf und Antoinette war so perplex von ihrem Aufrichten, dass ihr ihr Handy schlichtweg wieder in die Handtasche viel.
"Yuri...?", stammelte sie nunmehr verwirrt als alles andere, aber zugegeben, das waren nunmal äußerst viele Gefühle in einer sehr kurzen Zeitspanne. Da konnte man schonmal etwas verdattert sein. Yuri beteuerte jedenfalls wiederholt, dass es ihr gut ginge, was Antoinette in erster Linie verunsicherte. Sie kniete noch auf dem Boden neben der jungen Frau und war sich nicht sicher, als wie normal sie eine plötzlich auftretende Bewusstlosigkeit einschätzen sollte, ganz gleich, wie sehr sie ihr versichert wurde.
"A-Aber.. du warst... bewusstlos..?! Bist du dir sicher, dass du okay-?"
Antoinette brach ab und sie wünschte, sie wäre ein besserer Mensch, aber nachdem sie Yuri gemustert hatte... mustern wollte, um zu prüfen ob auch wirklich alles okay war, wie auch immer sie das mit ihren nicht medizinischen Background allein vom Gucken her hätte beurteilen wollen, jedenfalls, nur das war der Grund warum sie Yuri so von Kopf bis Fuß - oder naja, bis zur Hüfte, immerhin saß sie auf dem Boden - gemustert hatte und sie konnte nun wirklich nichts dafür, dass Yuri... das sie... das sich recht viel abzeichnete. Unterwäsche verstand sich. Nicht mehr und nicht weniger, lediglich Unterwäsche unter einer dünnen, nun recht nassen Bluse.
Antoinettes Wangen verfärbten sich rot. Vielleicht schaute sie einen Moment zu lange hin. Das war nun wirklich ganz und gar nicht höflich. Mit Mühe wandte sie den Blick ab, Hitze schoss ihr nicht nur ins Gesicht, sondern regelrecht in den ganzen Körper. Warum war es plötzlich so warm hier drin?!
"Ähm.", Ihre Gedanken waren ein einziger Knäuel, sie hatte keine Ahnung was sie sagen wollte.
Und Yuri
machte
es
nicht
besser.
"Wieso... sind wir so... feucht?"
Antoinette schloss die Augen. Sie wollte sich gar nicht ausmalen, wie knallrot ihr Gesicht gerade aussehen mochte. Dabei war sie ja nun wirklich keine 15 mehr! Was bei allen Göttinnen war nur mit ihr los?!
Sie linste zu Yuri, deren Gesicht ungefähr dieselbe Farbe angenommen hatte, wie sie Antoinette bei sich selbst ausmalte. Die Hitze wollte ihren Körper einfach nicht verlassen! Wie groß wohl Yuris Brüste...? HALT STOPP! Das ging jetzt nun wirklich zu weit. Langsam kam ihr, dass sie der jungen Frau bisher noch nie so nah gewesen war - rein vom Abstand her. Und noch nie so lange hatte sehen können - wenn man bedachte, dass diese stets vor ihr weggerannt war. Der Gedanke sorgte ungewollt für die notwendige Abkühlung. Kummer ergriff ihr Herz und die Unsicherheit, die sie aufgrund von Scham empfunden hatte, wich der üblichen Unsicherheit, die sie stets begleitete.
"Tee.", beantwortete sie schließlich Yuris Frage - ihre Stimme einen Tacken höher als sonst und nicht in der Lage weiter auszuholen.