Beiträge von Dystariel

    Kiel auf der Mauer | geht


    Einige Wochen waren nun inzwischen ins Land gestrichen seitdem Kiel in der Grotte unterwegs gewesen war. Sein Besuch in der Klinik war nicht sonderlich von Bedeutung gewesen, denn das Gift, welches das Monster abgab, war nicht tödlich, höchstens lähmend. Die Wirkung hatte er bereits auf dem Weg bemerkt, doch war er dennoch froh, dass er sicherheitshalber noch in der Klinik vorbeigeschaut hatte. Ein entsprechender Heiltrank sowie einige Wundsalben hatten Abhilfe geschaffen und inzwischen war auch schon längst alles verheilt.

    Eine etwas stärkere Windböe zerzauste seinen blonden Schopf und Kiel blieb stehen. Schon seit der Morgendämmerung spazierte er auf der Mauerkrone des Walls umher, welcher Trampoli umgab. Sein Blick schweifte erneut über den riesigen Wald, der dahinter lag und sich bis zum Horizont erstreckte. Die Luft war hier oben stehts erfrischend, besonders am Morgen. Zwar war es auch seine Pflicht ab und an hier zu sein und ein Auge auf die Umgebung zu werfen, doch genießen tat er es dennoch. Die meiste Zeit war Trampoli sowieso ein friedlicher Ort, auch wenn der Frieden in letzter Zeit häufiger mal gestört wurde. Zu häufig für seinen Geschmack.

    Heute schien ein besonders schöner Tag zu werden und Kiel beschloss ein wenig in die Stadt zu gehen. Zumal er unten vorhin bereits Brodik entdeckt hatte. Er konnte also nach dem Rechten sehen, wenn es hart auf hart kam. Und inzwischen schienen zwei weitere Personen hinzugekommen zu sein, wie er mit einem prüfenden Blick die Mauer hinunter feststellte. Beim Anblick der sehr fein gekleideten Dame runzelte Kiel jedoch etwas die Stirn. Was sie hier wohl machte? Hatte sie sich den Elefanten ansehen wollen? Überraschung mischte sich nun ebenfalls in seine Miene, denn die dritte Person im Bunde war der junge Mann, welcher ihn in der Grotte begleitet hatte. Normalerweise bemühte sich niemand der Stadtbewohner zum Wachposten solange es nicht nötig war. Viel zu weit abseits und viel zu sehen gab es hier für die Mehrheit auch nicht. Und nun fand hier fast schon eine Elefantenparty statt. Kiel zuckte schließlich mit den Schultern, da er darauf sowieso keine Antwort finden würde und machte sich daran die schmalen aber dicken Stufen aus massivem Stein hinunterzusteigen. Vielmehr hüpfte er die Treppe hinunter, ließ dabei die letzten zwei Stufen aus. Kurz begab er sich in das kleine Wohnhaus, wo er seine Schwerter in seinem Zimmer ordentlich in die Ecke des Raumes stellte. Anschließend macht er sich auf den Weg in die Stadt. Die kleine Gruppe bedachte er kurz mit einem Handgruß sowie einem Lächeln. Dies galt allerdings vielmehr Brodik, da er die anderen ja kaum bis gar nicht kannte.


    >>Kiel verlässt den Wachposten

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    Chase schräg hinter Melanie


    Mal wieder zeichnete sich für einen Bruchteil einer Sekunde eine leichte Überraschung auf Chases Gesichtszügen ab. Sie ließ sich lieber von einem Nerd als von ihm entführen? Kurz darauf musste er sich zusammenreißen nicht laut zu lachen. Ein paar Laute kamen aber dann doch über seine Lippen. Als ob sie das ernst meinen würde. Offensichtlich war sie ein Mädchen, dass erstmal blockte, wenn man ihre schwachen Punkte traf. Aber hey, es war nicht das erste Mal, dass er sich mit jungen Damen dieser Art unterhielt. Er ließ die Antwort von ihr daher unkommentiert.

    Melanie hieß sie also. Hm. Der Teenager musterte sie erneut. Ja doch, passte schon irgendwie. Komisch, dass Namenklischees sich des Öfteren doch bestätigten. Tja. Nun war es wohl an ihm sich vorzustellen. Normalerweise. Gehörte sich ja schließlich so. Aber solange sein Gegenüber sich nicht danach erkundigte, würde er sich auch nicht vorstellen. Wieso auch? Und sie hatte auch nicht gefragt. Stattdessen ruhten ihre Augen immer noch auf ihm. Ihr Blick war so direkt, dass Chase sich ein wenig fragte, ob sie ihn wirklich ansah oder einfach durch ihn hindurch. Aber wen juckte es? Fakt war, dass sie nun selbst starrte, obwohl sie sich erst vor ein paar Minuten über sein Gegaffe beschwert hatte. Und genau das amüsierte Chase. Mit jeder Sekunde, die verstrich, wurde sein Grinsen breiter. “Nichts für ungut, liebe Melanie, aber du starrst gerade länger, als ich es getan habe.” Chase richtete sich ein Stückchen auf und suchte die Augenpaare, die sich die ganze Zeit schon in seinen Rücken bohrten. Dass sein Blick sich dadurch mit denen der drei Mädchen auf der Rückbank des Busses kreuzte, überraschte ihn weniger. Chase wandte sich wieder Melanie zu. “Sag mal kennst du die drei dort hinten im Bus? Sie scheinen mir an unserem netten Pläuschen interessiert zu sein.” Vielmehr fragte er sich jedoch, ob zwischen Melanie und einer der drei bereits ein Zickenkrieg herrschte. Darauf hatte er nämlich so gar keinen Bock. Sollten sie sich bereits kennen, wäre die junge Dame mit dem schönen Haar doch sicherlich hier nicht so allein. Es wäre also nur von Vorteil, wenn er von Freund- und Feindschaften wusste, bevor er ausversehen zwischen zwei Fronten geraten würde. Er hatte herzlich wenig Lust in feindliche Beziehung anderer mit hineingezogen zu werden.

    chase.pngChase schräg hinter Melanie


    Na bitte, sie konnte ja doch in einem normalen Tonfall mit ihm reden. Komplimente wirkten so ziemlich bei jedem Mädchen Wunder. Und so auch bei diesem. Zwar sah Chase ihr Gesicht nicht, doch es war doch etwas auffällig, dass sie dieses sofort von ihm abwandte. Belustigt zuckten seine Mundwinkel für einen kurzen Moment nach oben. Der verbitterte Unterton, der in ihrer Antwort mitschwang, entging ihm selbstverständlich auch nicht, aber wer konnte es ihr verübeln. Sie schien zumindest nicht dumm zu sein. Er glaubte ja selbst nicht daran, dass dieser Ausflug in irgendeiner Art und Weise Spaß bringen würde.

    Chase erhob sich wieder von seinem Sitz und nahm die selbe Position ein wie zuvor, um die von der Schülerin zuletzt gestellten Frage zu beantworten sowie sie dabei richtig ansehen zu können. Seinen Hintern würde er später immer noch lang genug platt sitzen müssen.

    Bevor der Teenager jedoch aussprach, was ihm auf der Zunge lag, fing er schon an zu schmunzeln. “Na wenn du das so formulierst, muss ich ja schon fast hoffen, dass wir ziemlich viele Loser in der Stufe haben.” Kurz musterte er ihre Gesichtszüge.

    “Aber ich fürchte da kann ich dir keine Antwort drauf geben. Ich bin auch noch nicht allzu lange hier.”, beantwortete er schließlich ihre Frage, gefolgt von einem kurzen Schulterzucken.

    Eine Sache interessierte ihn jedoch brennend, wie er sich eingestehen musste, was er auch direkt mit einem gespielt förmlichen Unterton erfragte: “Verrät mir das Fräulein mit dem schönen Haar auch ihren Namen?”

    Chase schräg hinter Melanie


    Zwar hatte Chase damit gerechnet, dass das hübsche Mädchen alsbald seinen Blick auf sich spüren und sich demzufolge zu ihm umdrehen würde, aber den kleinen Ausraster hatte er dann doch nicht erwartet. Etwas überrascht sah er sie demzufolge an und erwiderte zunächst nicht sofort etwas. Sie fand ihn also süß. Soso. Ein leichtes Grinsen zierte seine Lippen. Sabbern tat er aber ganz sicher nicht. Da musste sie ihm schon mehr bieten. Aber das würde er ihr nicht unter die Nase binden. Zumindest nicht sofort. “Sorry. War unabsichtlich.” Er stand langsam auf, verschränkte die Arme auf dem Sitz vor sich, bettete sein Kinn darauf und betrachtete nun wieder ihr schönes Haar - diesmal von oben. “Obwohl … nein, eigentlich war’s das nicht. Dein Haar hat eine sehr faszinierende Farbe. Bezaubernd.”, begründete er schließlich sein Starren mit einem charismatischen Lächeln im Gesicht. Chase hob den Blick und sah kurz aus dem Fenster zu den beiden Personen, welche die Horde Teenager begleiten würde. “Mir scheint du hast genauso wenig Lust auf den Trip hier wie ich, hm?” Er machte eine kurze Pause, in der er seine Augen wieder auf die hübsche Unbekannte richtete. “Aber hey, mit den beiden Witzfiguren da draußen wird es ja vielleicht doch ganz amüsant.” Wow, wenn er es noch lauter sagte, würde er es vielleicht am Ende selbst glauben können. “Man … einer hat einen längeren Stock im Arsch als der andere… ts”, ein Grinsen, ein leichtes Kopfschütteln, dann ließ er sich wieder in seinen Sitz sinken. Immerhin wollte er dem Mädchen nicht zu sehr auf die Pelle rücken. Das heißt er wollte sie nicht verschrecken. Sie schien im Moment leicht reizbar zu sein, denn allzu lange hatte er nicht gegafft. Entweder sie hatte Interesse daran sich mit ihm weiter zu unterhalten, oder nicht. Ihm war beides Recht. Genug Auswahl gab es in diesem Bus offensichtlich allemal.

    Chase setzt sich schräg hinter Melanie


    Der Teenager wachte mit genauer der selben schlechten Laune auf mit der er den Abend zuvor zu Bett gegangen war. Das nervtötende Geräusch seines Weckers, der ihn wie immer viel zu früh aus dem Schlaf riss, machte es nicht besser. Eine Weile blieb er noch im Bett liegen, bis er schließlich notgedrungen die Decke zurück schlug. Eigentlich würde er am liebsten so lange mit dem Aufstehen warten, bis er so spät los ging, dass der Reisebus ausversehen schon ohne ihn losgefahren war. Aber seine Mutter kannte ihn zu gut und würde sofort wissen, der er ihn absichtlich verpasst hätte. Und dann hieß es bye, bye Riverport. Scheiße man, wie ätzend das war, wenn man sein Leben noch nicht vollständig selbst bestimmen konnte.

    Dennoch beeilte Chase sich nicht mehr als nötig. Er entschied sich heute für eine anthrazitfarbene kurze Jeans, ein einfaches weißes T-Shirt, weinrote Vans und ein dünnes geflochtenes Lederarmband. Letzteres trug er eigentlich immer, obwohl er nichtmal mehr wusste, wieso überhaupt.

    Schließlich verließ er samt Reisetasche sein Zimmer und kurz darauf das Gebäude. Er nahm den Stadtbus, stieg wie gewohnt an der Haltestelle aus, die am dichtesten zur Schule gelegen war. Von weitem sah er schon den großen Reisebus. Die kleine aber feine Hoffnung, dass er am Ende doch noch zu spät gekommen und der Bus schon weg war, starb damit nun gänzlich.

    Am Fahrzeug angekommen, verstaute Chase seine Reisetasche selbst im Gepäckraum und stieg dann, wohl langsamer als nötig, in den blöden Bus. Kurz ließ er seinen Blick über die Gesichter der bereits Anwesenden gleiten. Und tatsächlich erkannte er eines. Wie hätte er auch nicht? Iukas hübsches Antlitz war nun wirklich nicht zu übersehen. Er schmunzelte amüsiert und warf ihr einen Blick zu, ging dann aber ohne einen weiteren Kommentar an ihr vorbei. Weiter hinten im Bus erblickte er drei weitere hübsche Mädchen, die ihm jedoch für den Moment zu aufgeregt tratschten und eher an einen Hühnerhaufen erinnerten. Das konnte er gerade echt nicht gebrauchen. Also setzte Chase sich schließlich schräg hinter ein weiteres adrettes Mädchen, dessen rosanes Haar ihn ziemlich faszinierte. Zudem schien sie ebenso miese Laune zu haben wie er und das erweckte eine gewisse Sympathie. Das erste, was Chase tat, war seinen Sitz ein gutes Stück nach hinten zu verstellen. Noch saß zwar niemand hinter ihm, der sich beschweren könnte, aber selbst wenn … Pech. Die meisten Leute saßen eh lieber am Fenster, doch da er keine Lust auf einen Sitznachbarn hatte, hatte er den äußeren Platz am Gang gewählt. Schön und gut war auch, dass hier so viele nett anzusehende weibliche Fahrgäste anwesend waren aber … war er tatsächlich der erste Kerl im Bus? Oh man. Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und betrachtete durch den schmalen Spalt der beiden Sitze vor ihm, das Mädchen mit den bezaubernden Haaren. Sie lauschte ganz offensichtlich der Musik, welche durch die Kopfhörer in ihr Ohr drang, weshalb er sich insgeheim fragte, was genau sie wohl hörte.

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    Kiel bei Kyle in der Grotte | geht



    Kiel überlegte, was er auf die Frage seines Begleiters antworten sollte. Musste er ins Krankenhaus? Er wusste selbst keine Antwort darauf. Zwar war er sich im klaren darüber, dass das Monster, dass beide Höhlenforscher mehr oder weniger verletzt hatte, Gift abgeben konnte, doch war er sich nicht im klaren darüber, was es für eine Art Gift war beziehungsweise wie es wirkte. Es gab alle möglichen Wirkungsarten. Die tödliche war nur eine von vielen. Zwar gab Kiel es nicht gerne zu, wenn er unsicher war, doch in dieser Situation war es wohl nicht angebracht das ganze auszuschweigen. “Ich … weiß es nicht.” Kurz musterte er das Gesicht seines Gegenübers, soweit es in der Dunkelheit überhaupt zu erkennen war. “Das Monster produziert ein Gift, aber ich kenne die Wirkung nicht.” … oder hab sie wieder vergessen, ergänzte er gedanklich. Bestimmt stand diese ebenfalls in den Buch, welches er gelesen hatte, doch er konnte sich beim besten Willen nicht erinnern.

    Zudem war Kiel sich auch unsicher, was er nun tun sollte. Abwarten? Drauf scheißen? Lieber untersuchen lassen? Er wollte kein Feigling sein, aber es lag ihm auch etwas an seinem Leben. Vielleicht hatte die Kreatur auch gar kein Sekret abgegeben? Wer wusste das schon so genau.

    Zu all diesen Dingen kam jedoch noch hinzu, dass Kiel die dunkle Höhle langsam ziemlich stark aufs Gemüt drückte. Eigentlich schrie alles in ihm diesen seltsamen Ort zu verlassen. Unentschlossen betrachtete Kiel die sachte leuchtenden Kristalle an den Wänden. Verschiedene Emotionen rangen in seinem Inneren miteinander, doch letztendlich siegte die Vernunft über seinen Stolz, was zugegebenermaßen nicht allzu oft vorkam. “Ich halte es für klüger das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.”, sprach er also seine Entscheidung aus. Innerlich bereitete er sich darauf vor von seinem Gefährten ausgelacht zu werden, aber was sollte es. “Also dann. War … nett.” was sollte er auch großartig sagen? Er kannte den Fremden absolut gar nicht, wusste nichtmal seinen Namen. Kiel setzte sich in Bewegung und betete, dass er den Weg nach draußen auch alleine finden würde.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichte er schließlich den Höhleneingang. Noch nie hatte er sich wohl so über Sonnenlicht gefreut.


    >> Kiel verlässt die Grotte

    Sophia allein an einem Tisch


    << Villa

    >> Sophia betritt die Taverne


    Nachdem Sophia die Villa verlassen hatte, schlenderte sie die gepflasterte Straße in Richtung Strand hinunter. Die letzten Sommertage waren nicht mehr allzu heiß, was sie durchaus begrüßte. Mit so viel Stoff, den man als Blaublütige ständig trug, war die starke Hitze auch kaum auszuhalten.

    Der Weg führte sie schließlich an der Taverne Trampolis vorbei. Die Schritte wurden langsamer, während sie das Gebäude betrachtete. Sophia dachte an den Moment, als sie diese das erste Mal betreten hatte. Mit Barrett. Ein kleines Lächeln an die Erinnerung zierte nun ihre Lippen. Aus der offenstehenden Eingangstür strömte ein köstlicher deftiger Duft nach Essen und kitzelte ihre Nase. Sie warf einen Blick ins Innere und realisierte nun, dass sie gar nicht bemerkt hatte, dass ihre Füße automatisch aufgehört hatten vorwärts zu gehen. Und sie trat über die Türschwelle. Sophia spürte sofort einige verwunderte Blicke auf sich, doch sie störte sich nicht weiter daran und setzte sich an einen freien Tisch von dem sie eine gute Sicht auf den Großteil des Raumes hatte. Denn sie wollte das tun, was sie gelegentlich sehr gerne tat: Leute beobachten und sich Hintergrundgeschichten zu ihnen ausmalen. War der Mann dort verheiratet? Wie war seine Frau wohl so? Oder die zwei an dem anderen Tisch, die offenbar gerade ein Date hatten. Wie lange sie sich wohl schon trafen? Wer hatte wohl wen eingeladen? Die junge Dame bestellte sich ein großen Stück Schokoladenkuchen und begann die Gäste um sich herum weiter zu mustern, während sie darauf wartete, dass einer der Kellner mit ihrer Bestellung zurück kam.

    Sophia bei Rosalind | geht1931-sophia-png


    Als sie bemerkte, dass Maerwens Blick auf den Saum ihres Kleides fiel, oder dem, was dort offenbar herauslugte, wurde der Adelstochter abwechselnd heiß und kalt. Doch zu ihrer Überraschung versteckte sie das verräterische Stück Stoff nur wieder dort, wo es ursprünglich mal von Sophia platziert worden war. Völlig überrascht über diese Tatsache, starrte sie Maerwen nur sprachlos hinterher, als diese die beiden adligen Damen nach einer knappen Verabschiedung an Ort und Stelle stehen ließ. Verwundert sah sie zu Rosalind. Hatte sie sich das gerade nur eingebildet? Konnte sie mal jemand zwicken? Sophia kniff für einen Augenblick die Augen fest zusammen und starrte anschließend auf den Boden. Diese Reaktion hatte sie mehr als nur verwirrt. Wollte Maerwen sich einfach raushalten? Fand sie einfach nur, dass es sie nichts anging? Bestimmt hatte sie mit dem Stückchen Stoff längst durchschaut was sie und Rosalind in den Umkleiden getrieben hatten. Irgendwie kam ihr die ganze Aktion plötzlich so überaus gemein vor, dass das schlechte Gewissen schmerzvoll nach ihrem Herzen griff.

    Sophia schüttelte seicht den Kopf. "Rosalind, ich denke wir sollten die Kleidung wieder zurücklegen", kommentierte sie schließlich ihre Gedankengänge mit leiser Stimme und seufzte anschließend. "Es ... es war eine törichte Idee von mir. Verzeih." Die junge Dame blickte ihrer Cousine entschuldigend in die hübschen grünen Augen, bevor sie sich wieder in die Umkleiden der Mägde begab und die Kleidung, die sich unter ihrem Rock befand, wieder dort platzierte, wo sie annahm es hergenommen zu haben. Je länge Sophia darüber nachdachte, desto dümmer schien ihr ihr eigener Plan gewesen zu sein. Zwar, wollte sie immer noch eine Möglichkeit finden, um Bianca das Leid zu nehmen, welches ihre Cousine offenbar plagte, doch es würde sicher auch einen anderen Weg geben. Im Moment musste das wohl noch warten.

    Die junge Dame trat wieder zu Rosalind, nahm deren zarten Hände in ihre und drückte diese leicht. "Sei mir bitte nicht böse, aber ich fürchte ich benötige gerade ein bisschen frische Luft." Ein ehrliches Lächeln, ein kurzes Winken und ihre eigenen eiligen Schritte, die im fast menschenleeren Gang widerhallten. Dann war die Adelstochter auch schon verschwunden und verließ das imposante Gebäude.


    >> Sophia verlässt die Villa

    Chase bei Iuka im Café | geht



    Eine interessante Geschichte? Chase stieß amüsiert die Luft aus. Als ob. Er hob die Hand und winkte ab. “Ich bin umgezogen, weil Riverport mir besser gefiel, als mein alter Wohnort. Mehr nicht.” Er zuckte mit den Schultern. Mehr brauchte Iuka nicht wissen, auch wenn sie noch so reizend vor ihm saß und ihm mit ihren langen Wimpern entgegen blinzelte. Die ihre zugegeben sehr hübschen Augen sehr gut zur Geltung brachten. Sie war definitiv nicht von schlechten Eltern und das wusste sie offenbar auch. Er musterte den Rand ihrer Lippen und dachte dabei über ihre Antwort bezüglich des Themas Sport nach. Ein Schmunzeln zog seine Mundwinkel ein Stückchen nach oben. “Mit Sport kann man tatsächlich nie was falsch machen. Da gebe ich dir Recht.”

    Der Kellner brachte ihnen ihre Bestellung, doch Chase schenkte der Bedienung keinerlei Beachtung. Er nahm lediglich sofort die Tasse in die Hand, nachdem diese auf dem kleinen Tisch abgestellt wurde, und leerte den Inhalt in einem Zug. War ja schließlich auch nicht viel drin. Grad wollte er Iuka fragen, was sie denn sonst noch so gerne neben Café au lait trank, als das Handy in seiner Hosentasche vibrierte. Mit einer fließenden Handbewegung zog er es heraus. Hatte ihm jemand geschrieben? Nicht ganz. Es war eine Erinnerung daran, dass er noch seinen Kram für das Schullandheim zusammenpacken musste, was auf seiner Ich-freu-mich-drauf-Skala von 1 bis 10 bei -1000 lag. Jedoch hatte seine Mutter darauf bestanden, dass er dort mitfuhr. Und mal wieder hatte sie ihr ständiges Druckmittel benutzt: Geh hin, oder zu kannst wieder nach Kastagnette ziehen. Er rollte mit den Augen und steckte das Handy wieder zurück. So eine Scheiße. Gerade hatte er begonnen sich zu amüsieren. Typisch. “Hey Iuka, mir ist was dazwischen gekommen. Ich muss los.” Chase erhob sich, legte einen Geldschein auf den Tisch, der den Preis ihrer beider Getränke nicht mehr als nötig deckte, und hielt dann aber noch kurz inne. Ob sie auf die selbe Schule ging wie er? Oder bei diesem dämlichen Ausflug mit von der Partie war? “Eventuell sieht man sich ja schon sehr bald wieder. Würde mich freuen dich noch näher kennenzulernen. Vielleicht ergibt sich ja sogar eine Gelegenheit mal gemeinsam Sport zu treiben.” Er grinste sie an, verbeugte sich anschließend theatralisch und verließ gleich darauf das Café ohne sich noch einmal umzudrehen.



    >> Chase verlässt das Riverport Plaza in Richtung Königstraße 2

    Hier kommt Chase' Stecki. (im Ernst, wie schreibt man das? Chases? Chase'? Ich hab keine Ahnung)


    Edit: Achso und ich möchte ihn natürlich auch mit aufs Event schicken :saint:


    Name: Chase Danvers

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    Altersstufe: Teenager

    Geburtstag: 23. Januar

    Größe: 1,78m

    Familienstand: Single

    Familie: Seine Familie lebt in Kastagnette. Er steht (gezwungenermaßen) in regelmäßigem Kontakt zu ihnen, erzählt aber kaum jemandem davon.

    Herkunft: Kastagnette

    Info: Chase ist vor einiger Zeit von Zuhause ausgezogen, weil ihn erstens das tote Kuhkaff, in dem er aufwuchs, zum Hals heraus hing, und weil er zum anderen seinen Helikopter-Eltern entfliehen wollte. Zwar lebt er nun ohne seine Familie, muss sich aber regelmäßig bei ihnen melden. Das war zumindest die Bedingung, damit man ihn nach Riverport ziehen ließ. Was er später einmal beruflich machen will, weiß Chase noch nicht, aber er wird es schon irgendwann herausfinden. Es war später auch noch genug Zeit sich mit solchen Dingen zu beschäftigen.

    Job: Schüler

    Charakter: Der ein wenig verzogene Teenager lebt gerne im hier und jetzt und stört sich zudem selten an den Meinungen von anderen Leuten. Chase ist arrogant, durchaus selbstbewusst, egoistisch und gerne auch mal überheblich. Das mag vorwiegend seiner Erziehung zu Grunde liegen, aber auch sein helles Köpfchen ist bei diesen Eigenschaften wohl nicht ganz unbeteiligt. Es ist nicht besonders leicht ihn für irgendetwas zu begeistern, da er zu fast allem eine ablehnende Einstellung hat. Allerdings lässt er sich somit auch nicht so schnell aus der Fassung bringen und bewahrt wohl am längsten einen kühlen Kopf, wenn es darauf ankommt. Sein Wesen kann man wohl ganz gut als “harte Schale, weicher Kern” bezeichnen. Er zeigt nicht gerne was so in ihm vorgeht. Allgemein ist er der Meinung, dass seine Gefühle, sein Privatleben, seine Familie und Ähnliches andere Leute absolut gar nichts angeht. Feste Bindungen sind zudem auch nicht so sein Ding. Lieber flirtet er mit hübschen Mädchen in der Bar. Trotz seiner oftmals oberflächlichen und überheblichen Art und Weise, kann er, wenn er will, auch mal richtig charmant sein. Chase hat eine spitze Zunge, steht immer zu seiner Meinung, ist ziemlich stur und sarkastisch. Auch wenn er gerne den harten Kerl mimt, ist das Kochen seine große Leidenschaft, von der er aber nie jemandem erzählt, weil er Angst hat, man könnte ihn für so ein alte-Leute-Hobby auslachen.

    Vorlieben: in der Bar einen über den Durst trinken, gutes Essen, Spontanität, die klare Luft der Nacht, Großstädte, Mädchen, die auf ihr Aussehen wert legen, Krafttraining, Kochen

    Abneigungen: Regeln und Vorschriften/ zu etwas gezwungen werden, bemuttert werden, über die Zukunft nachdenken, Liebesfilme, sehr ehrgeizige Leute, aufdringliche und zu neugierige Leute, früh aufstehen, die ländliche Gegend, Religionen, Streber

    Wohnort: Königstraße 2 | Riverport

    Vergeben an:  Dystariel

    Okeee girls and boys. Da ich in nächster Zeit eh nix zu tun hab, hab ich mich jetzt mal spontan dazu entschieden mir Chase zu reservieren. hmhappy Der Stecki kommt dann vermutlich morgen.

    Ich entschuldige mich dafür, dass ich Momentan immer noch so gut wie keine Zeit fürs Forum hab. Besonders sorry an meine Postpartner. Ich bin immer noch sehr mit der Wohnung beschäftigt und vor allem mit den Schreiben von Bewerbungen. Ich hoffe ich finde bis Ende des Monats was neues ;( Das stresst mich alles auch sehr im Kopf, weshalb es schwierig für mich ist, mich in Ruhe hinzusetzen und zu posten. Betet mit mir, dass ich ab dem ersten August einen neuen Job anfangen kann. Dann sollte es auch wieder besser werden. Naja und falls ich keinen finde, bin ich eh erstmal arbeitslos und hab viel Zeit :'D würde ich aber liebend gerne vermeiden.

    Kiel bei Kyle in der Grotte



    Aufmerksam musterte Kiel seinen Begleiter. Dann ihren gemeinsamen Gegner und vor allem sein zweites Schwert, welches im Körper des Monsters steckte. Er konnte nur hoffen, dass er dieses heil zurück bekam, denn die Aussage seines Kumpanen sprach nicht unbedingt dafür, dass er sich bemühen würde. Offenbar hatte er noch nie Zwillingsschwerter besessen. Das eine Schwert war ohne das andere längst nicht so effektiv. Darum gab es ja zwei davon. Irgendwie ließ diese Tatsache ein wenig Wut in seinem Magen umher schwappen. Andererseits war es tatsächlich schwierig sein Schwert nicht zu beschädigen. Insbesondere beim wirken von Magie. Also blieb wie gesagt nur die Hoffnung. Und die tat ihm zur Abwechslung sogar mal einen Gefallen. Scheppernd landete die Klinge auf dem Boden und die Kraft der Magie setzte dem Monster ordentlich zu. Unschwer am Schrei zu erkennen.

    Der anschließende Satz seines Mitstreiters war definitiv eine indirekte Aufforderung das Wesen nun endgültig zu erledigen. Kiel ließ sich auch nicht lange bitten, machte einige lange schnelle Schritte auf den Gegner zu und gab ihm den Todesstoß. Mit einem dumpfen Geräusch schlug der Körper auf den kalten Steinen auf, ehe dieser sich auflöste und die Seele entwich. Stumm nahm er den fehlenden Teil seiner Waffe auf und steckte beide Schwerter zurück in die Scheide.

    Kiel kam wieder neben seinem Teamkollegen zum stehen und betrachtete die Schnittwunde an dessen Schulter sowie die Kratzer an seinen Beinen für einige Sekunden. “Wie schlimm ist es? Fühlt es sich komisch an?”, fragte er schließlich. Die Wunde sah nicht allzu tief aus, doch Kiel wusste, dass das Monster in der Lage war seine Gegner zu vergiften. Sein eigener Arm pochte und brannte immer noch und er war sich nicht sicher, was er mit dieser Erkenntnis anfangen sollte. Immerhin war er kein Experte.

    Sophia bei Rosalind und Maerwen in den Umkleiden der Mägde



    Glücklicher Weise glaubte Maerwen ihnen. Weitestgehend. Nagut, eigentlich stellte sie im Anschluss noch eine Frage, die einer ziemlich guten Antwort bedarfte. Und Antwort war hier mit Ausrede gleichzusetzen. Sophia räusperte sich, um etwas Zeit gewinnen zu können, aber irgendwie brachte es genau das zum Ausdruck, wie ihr, während der Räusper ihre Lippen verließ, bewusst wurde. Sie schob also ein spontanes “Eh, also … nunja” hinterher, was die Sache aber nicht besser machte. “Das ist … tatsächlich eine gute Frage.”, brachte sie also auch noch hervor, kicherte dabei etwas nervös und betrachtete ihre Schuhspitzen. Es war lange her, dass diese so interessant gewesen waren. Dann schnellte ihr Blick samt Kopf jedoch wieder nach oben und sie sah Maerwen an. War es zu offensichtlich, dass ihr gerade erst etwas eingefallen war? “Also um ehrlich zu sein … “ ‘oh klar, Sophia, super ehrlich an den Haaren herbei gezogen’, hörte sie schon fast eine innere Stimme sagen, “daran haben wir zwischendurch auch gedacht, aber nachdem wir ihn nirgends finden konnten, plagte uns die Angst über einen Diebstahl. Das konnten wir ja nicht unseren Zofen oder Mägden erzählen. Am Ende hätten wir den jemand mit dem Schmuckstück in den Taschen verschreckt und dieser jemand hätte sich unbemerkt aus der Villa geschlichen!” War das glaubhaft? Sophia wusste am Ende selbst nicht mehr was ihr Hirn dort zusammen spann und ohne weitere Überprüfung auf ihre Zunge legte. “E-eventuell liegt er ja vielleicht doch in Rosalinds Schmuckkästchen und wir haben es einfach nur übersehen! Am besten wir sehen dort nochmal nach!”, schlug die Adelstochter vor, um sich und ihre Cousine irgendwie aus dieser Situation herausschummeln zu können. “Also bis dann, Maerwen! Wir werden ihn schon finden!” Das sollten die Abschlussworte sein! Etwas zu übertrieben lächelnd, nahm Sophia Rosalinds Hand und versuchte sich an der Zofe vorbeischlängeln. Dummerweise löste sich dabei ein Ärmel der unter ihrem Rock deponierten Kleidung. Da Sophia kein Bodenlanges Kleid trug, sondern dieses wie immer bis zur Mitte ihrer Waden reichte, lugte das Stück Stoff ein kleines Stück unter dem Saum des Rockes hervor. Sie selbst bemerkte zwar, dass irgendwie irgendwas ein wenig verrutscht war, aber konnte nur hoffen, dass man nichts davon sehen konnte. Ein Zurechtrücken war zu auffällig und zu riskant ….

    Eigentlich wollte ich es umgehen, aber ich muss mich für diesen Monat doch abwesend melden.

    Ich habe zur Zeit sehr viel mit meinem Umzug Anfang Juni und den Renovierungarbeiten in der neuen Wohnung um die Ohren.

    Diese Woche hab ich zwar Urlaub, aber ein riesiges Mal-Projekt vor mir, das ich diese Woche eigentlich fertig machen will, es aber vermutlich eh nicht schaffe und daher wenigstens so weit wie möglich kommen will. Und Zeit mit meiner Familie will ich dann ja auch noch verbringen wenn ich schonmal hier bin. Und mit Michi und Rina!

    Ich versuche zwar noch zu posten, sieht aber eher schlecht aus. Sry dafür. Anfang/Mitte Juni werd ich dann wieder mehr vorbei schauen. Bis dahin hmheart

    und am 12. Mai fliegen wir für eine Woche an die Ostsee :3 Ich kann nicht versprechen, dass ich in der Zeit zum Posten komme aber ich bemühe mich natürlich :>

    Fliegen? Bis Berlin und von dort mit dem Zug, oder wie?

    Da bist Du gerade gedanklich bei 3oT unterwegs, oder?^^

    Bei SoS gibt es ja keinen Großunternehmer - aber ok, auch in SoS hat man im Anfängermodus mehr Möglichkeiten, Geld zu verdienen und die Anforderungen zum Freischalten der Händler sind auch nicht ganz so heftig wie im Original-Modus (aber auch nicht von Pappe).

    Upsi 🙈 ja, entschuldige, hab ich durcheinandergeworfen. Der Rest stimmt aber auch so, hehe.

    Wie handhabt ihr das eigentlich am Anfang mit den Materialien? Sammelt ihr alles selbst oder kauft ihr auch mal was?

    Normalerweise sammel ich Anfangs auch alles selbst. Das liegt aber nur daran, dass man in der Regel nicht besonders viel Geld hat. Mit der Großunternehmerfinanzspritze, ist es ja so oder so egal. Ich kaufe allerdings auch nur etwas, wenn ich es wirklich dringend brauche (zumindest am Anfang). Vor allem für die Werkzeuge. Ich will nicht so viel Geld ausgeben, wenn man es theoretisch auch selbst beschaffen kann. Bei den seltenen Materialien kommt man eh kaum drum herum, außer man will jetzt wirklich unbedingt alles selber sammeln. Dauert dann nur auch ewig. Holz und Stein musste ich noch nie kaufen, weil meine Lagerkiste förmlich überquillt damit. Ich baue aber auch super selten was für die Farm. Gerade dieses ganze Dekozeug juckt mich nicht. Nagut das schwarze Holz muss ich dann schonmal kaufen, weil es recht schwer zu bekommen ist.

    Bei Mineralien sieht es da schon anders aus. Da kaufe ich sehr oft was.

    Sophia bei Rosalind und Maerwen in den Umkleiden der Mägde



    Nachdem auch Rosalind sich ein paar der Kleidungsstücke ausgeliehen und unter ihren Rock gestopft hatte, war Sophia eigentlich ziemlich guter Dinge gewesen. Trotz ein paar Zwischenfällen, war soweit alles nach Plan gelaufen und der schwierigste Teil schien so gut wie geschafft. Doch das Schicksal machte den beiden adligen Töchtern mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Maerwen stand plötzlich in der Tür. Ohje, sie waren zu unaufmerksam gewesen und sich ihrer Sache bereits zu sicher! Sophias Herz begann zu rasen, ihre Gedanken gleich mit, während sie versuchte eine Erklärung aus dem Ärmel zu zaubern. Doch Maerwen war anders als das andere Personal hier in der Villa. Sie war misstrauischer, nicht so leicht zu täuschen oder abzuwimmeln. Das war sofort klar, als ihr durchdringender Blick die Szene aufmerksam, vielleicht sogar zu aufmerksam, musterte.

    Dem Himmel sei Dank fand Rosalind nach dem Schrecken als erste ihre Stimme wieder. Sophia nickte energisch, um den Inhalt der Worte zu unterstreichen, doch irgendwie ging ihre bisherige Erklärung mit dem Ring, die zuvor gut funktioniert hatte, nun nach hinten los. Maerwen vermutete einen Räuber unter den Reihen der Mägde. Herrjemine, auch das noch! Auf gar keine Fall wollte sie auch noch ohne Grund jemanden des Diebstahls bezichtigen! Nachdem ihr also der seichte Schock ins Gesicht geschrieben stand, schüttelte Sophia resolut den Kopf “Nein, nein! Ohje …! Nicht doch.”, rutschte es ihr sogleich heraus. Erst dann realisierte ihr Verstand, dass nun eine andere und vor allem höchst plausible Erklärung her musste. Nervös presste sie die Lippen zu einer schmalen Linie zusammen, rang nach Worten, die sie zu einem schlüssigen Satz formen konnte. “Was Rosalind damit sagen wollte ist, nunja … wir sind hier lediglich fertig mit … dem Suchen! Und haben nichts finden können.” Ausatmen. Tief einatmen. Maerwens bohrender Blick machte sie unruhig. “Wir hatten überlegt, ob eventuell jemand den Ring unerlaubt entwendet hat. Darum sind wir hierhergekommen, um dies zu überprüfen, uns selbst zu überzeugen, doch wir fanden nichts. Nicht wahr, Rosalind?” Sie machte eine kurze Pause und schaute betreten zu Boden, was nur teilweise gespielt war. “Ich schäme mich dafür unsere lieben Mägde verdächtigt zu haben. Sie sind immer so gut zu uns…” Würde das ihrem Gegenüber als Erläuterung reichen? Sophia hoffte es, doch ein mulmiges Gefühl im Magen blieb.