Beiträge von Puh

    [Thomas] bei Nova, später im 'Schlafsaal' der Jungen

    &thumbnail=1



    Thomas war auf dem besten Wege, sich doch noch mit der Idee einer Busfahrt anfreunden zu können. Wenn man einfach den Platzmangel, die Lautstärke und die Fahrfähigkeit des doch sehr heruntergekommenen Busses ausblenden würde, war es eigentlich gar nicht so übel! Bevor sich die Vorfreude jedoch zu sehr ausbreiten konnte, erinnerte ihn ein fremdes Mädchen auf subtilste Art und Weise, warum mit diesem Schulausflug anscheinend ein böses Omen einhergehen würde. Mit einer schnellen und für ihre Figur besonders harten Bewegung schleuderte die offensichtliche Schulkameradin ihre Tasche in den Bauch des Dunkelhaarigen. Mit einem Mal wurde ihm jegliche Luft aus dem Körper gejagt und er musste sich seinen Bauch festhalten, da es ihm - wenn auch nicht besonders logisch - das Gefühl gab, dass er nicht gleich seine Klassenkameraden mit seinem Frühstück begrüßen würde. Nur am Rande konnte er wahrnehmen, wie sich das Mädchen bei ihm entschuldigte. Thomas war kein Freund großer Worte, auch wenn er jetzt wahrscheinlich sowieso nichts über seine Lippen kriegen würde. Mit einer Handbewegung machte er ihr nur deutlich, dass es wohl in Ordnung wäre. Auf Anweisung des Lehrpersonals stieg der Schüler dann in den Bus ein, während er sich immer noch voller Übelkeit den Bauch festhielt. Ohne zu fragen schnappte sich der junge Mann auch gleich einen Eimer, bevor er sich einen Platz möglichst abseits von allen suchte.


    Nach einigen Stunden waren sie endlich angekommen. Thomas Hintern hatte sich mittlerweile tot gesessen, zu seinem Glück, kam der Eimer allerdings nichts zum Einsatz, welchen er die ganze Fahrt fest in seinen Armen umschlossen hielt, nur um ihn am Ende ordnungsgerecht wieder zu seinem eigentlichen Platz zurückzubringen. Ohne Worte folgte er einfach der Masse und hörte den Lehrern nur halbherzig zu. Der Dunkelhaarige war der Meinung, dass ein guter Menschenverstand reichen müsste, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Außerdem gehörte er auch nicht zu der Sorte, die unbedingt auf Ärger aus waren. Bevor sich die Geschlechter trennten warf Thomas noch einen Blick auf das Mädchen, was ihn fast sein Bewusstsein gekostet hatte. Zwar war ihre Entschuldigung samt ihrer Schuldgefühle berechtigt, dennoch hoffte er eigentlich, sie nicht gleich verärgert zu haben. Dieses Jahr sollte doch wesentlich besser für ihn anfangen. Um seinen Blick nicht zu lange auf der Fremden zu verweilen, folgte er stumm seinen männlichen Begleitern, ehe er das erste Mal sein Zimmer begutachten konnte. Dort angekommen verzog Thomas sogar fast eine Miene, bei dem Anblick, was die Lehrer so schön als 'Schlafsaal' beschrieben hatten. Zwar war der Raum geräumig, doch die alleinige Vorstellung, gemeinsam mit den ganzen Fremden ein Zimmer zu beziehen, ließ es dem Jungen kalt über den Rücken laufen lassen. Was, wenn einige unangenehme Schlafangewohnheiten hatten? Wenn jemand im Dunklen nicht schlafen konnte? Oder sich einige bis spät in die Nacht unterhielten? Wo war seine Privatsphäre gegeben und wo konnte sich Thomas bloß zurückziehen, wenn ihm alles zu viel wurde? Als Einzelkind war er es nicht gewohnt, mit vielen Menschen über einen längeren Zeitraum zusammen zu leben. Seine Eltern arbeiteten viel und waren dementsprechend nicht oft Zuhause und er oft alleine. Doch genau das gefiel ihm doch so sehr. Nur die Zeit mit ihm selber. Wie erstarrt verharrte der junge Mann auf der Stelle und sah sich in seiner Vorstellung schon die Badewanne als vorübergehendes Bett beziehen.

    [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Nach ihrer Umarmung und dem mehr oder weniger unbeholfenem Verhalten beider Seiten, hatten sie sich wieder dem Kochen zugewendet. Cecilia schielte hin und wieder zu ihrem Gast hinüber, nicht, um ihn zu kontrollieren, sondern viel eher um sicherzugehen, dass er sich nicht wehtut. Ganz unterbewusst rückte sie ein Stückchen näher. Die eigentlich recht scheue Elfe schien dennoch in ihrer Komfortzone zu sein, auch wenn sie bereits die Wärme die Jake ausstrahlte an ihren eigenen Schultern kitzeln spüren konnte. Er machte sich wirklich gut und es freute Cecilia seine Fortschritte beobachten zu können. Ganz unweigerlich breitete sich auf ihren Lippen ein lächeln aus, während sie Jake so beobachtete. Die Person, welche sie noch vor kurzer Zeit wegen einer verschwundenen Beute angemault hatte, war eine ganz andere, als der Mann, der gerade neben ihr stand. So launisch er auch am Anfang sein mochte, war er doch in Wirklichkeit voller Fürsorge und Sympathie - zumindest für Cecilia. Als sie dann bemerkte, dass sie wahrscheinlich zu lange gestarrt hatte, wendete sich ihr Blick wieder von ihm ab und zum Essen. Nicht, dass er sie noch für komisch halten würde. Mit guter Teamarbeit wurden die Zwei auch im Handumdrehen fertig und konnte ihre fertige Arbeit endlich kosten. "Es freut mich, dass es dir gefällt. Immerhin sollte es ja auch eine Wiedergutmachung für den ganzen Ärger sein, den ich dir eingebracht habe.", gab die Elfe ehrlich zu. Zum einen war dort der Hase, ihr dusseliges Verhalten im Boot und ihre Überfürsorglichkeit ihrem Besuch gegenüber. Als ihr Gast also zugab, dass das Essen zumindest im optischen Bereich gut aussah, bereitete der Magd eine große Freude. Als der Elf ihr dann noch den Stuhl zurecht gab, war Cecilia ganz hin und weg. Es war nur eine kleine Geste, aber sie konnte sich nicht daran erinnern, dass es jemals irgendwer für sie getan hätte. Normalerweise gehörte dieses zu ihren Aufgaben als Magd, die Frauen und Herren der Villa zu verwöhnen und ihnen so wenig Arbeit wie möglich machen zu müssen. "Danke dir.", gab sie ganz verlegen zurück und blickte mit ihren pfirsichroten Wangen zu ihm hoch. "Dabei hast du mir doch gar nicht zu danken! Du warst mir so eine große Hilfe, ohne dich wäre das alles sicherlich nicht so gut geworden!" Behutsam legte sie ihre Hand auf den Unterarm ihres Gegenübers und drückte ihn einmal sanft, um ihm zu versichern, dass bei ihr keine falsche Scheu nötig war. Als er sich setzte nahm auch der Rotschopf ihre Hand zurück und nahm den ersten Bissen. Gespannt blickte sie dabei jedoch ihren Gegenüber an. "Und, schmeckt es auch gut?", die Neugierde war so groß, dass sie nicht mal abwarten konnte, bis Jake mehr als nur seinen ersten Bissen probiert hatte.

    [Iuka] mit Shuka im mittleren Teil des Busses


    1999-pasted-from-clipboard-png


    Als Iuka die Arme ihrer Schwester auf ihren Schultern spürte, zögerte sie nicht lange und schlung ihre Arme um die zierliche Figur ihrer Schwester und drückte sie etwas fester an sich. Der Körperkontakt war in ihrer Familie nie fremd, ganz im Gegenteil. Alle Geschwister zeigten sich gegenseitig was sie füreinander fühlten und da war eine Umarmung bereits im Alltag integriert. Dennoch, so sehr wie Iuka auch die warme Umarmung ihrer Mutter oder Tante liebte, ging nichts, über die ihres Zwillings. Die beiden waren einfach auf einer ganz anderen Ebene miteinander verbunden. "Das weiß ich doch!" Die Südländerin hielt es keinesfalls für selbstverständlich, dass ihre Schwester ständig eine Ansprechpartner für die Schülerin war, dennoch hatte sich über die Jahre ein gewisser Rhythmus eingespielt, denn die beiden hatten immer den Rücken des Anderen und Iuka wusste, dass egal was passieren würde, eine Person sie immer uneingeschränkt lieben würde. Nach einer kurzen Pause, schloss sich die Ältere auch mit ihrem Lachen ihrem Zwilling an. Irgendwie war ihres besonders ansteckend und sie konnte gar nichts unternehmen, außer mitzulachen. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, machte sie sich weniger Sorgen darum andere zu stören. Wer sich beschweren wollte, sollte doch kommen? "Also nehmen wir etwas Ludeusurlaub und lassen wir es uns einfach gut gehen!" Durch das Kompliment ihres 'Gegenstückes', wurde aus ihrem vorherigen Lachen ein sanftes Lächeln. "Danke, muss an den guten Genen liegen." Spaßend gab sie ihrer Schwester indirekt ein ähnliches Kompliment zurück. Shuka sah immer besonders fertig gemacht und schön aus und das musste sie ihr gar nicht sagen! Auf die Frage ihrer Schwester musste sie grinsen. "Außer Alma kenne ich noch Chase. Der Typ der hier gerade vorbeigelaufen ist? Er hat mich auf einen Kaffee eingeladen und wir haben ein bisschen gequatscht. Ist auch echt ein schöner Anblick!" Mit ihren Händen deutete sie in die Richtung von Chase, um ihrer Schwester deutlich zu machen, von wem sie redete. "Lass mich nochmal nachgucken, ob ich sonst wen kenne!" Kurzerhand drehte sich Iuka um und kniete nun auf ihrem Sitz und blickte um sich. Der Hühnerhaufen hinten, von dem Alma ein Teil war, sagte ihr persönlich nichts, weder noch die Gesprächspartnerin von Chase - auch wenn sie wirklich schöne Klamotten an hatte und Iuka sie definitiv darauf ansprechen müsste -. "Alma hat mich noch nicht mal gesehen!", beschwerte sie sich bei ihrer Schwester. "Die ist ganz schön cool mit ihren neuen Freunden." Kurzerhand griff sie nach einem Blatt Papier aus ihrer Tasche und knäulte es zu einem Ball zusammen, ehe sie auf Alma zielte und ihr den Papierball an den Kopf warf, ehe sie ihr zuwinkte. Anscheinend zahlte sich das Balltraining mit ihrem älteren Bruder aus. Genauso wie auch Shuka liebte Iuka ihre jüngste Schwester, dennoch, sollte sie wissen wie man sich zu benehmen hatte und ihre älteren Schwestern zu grüßen!


    [Thomas] kommt mit gepackten Koffern an

    pasted-from-clipboard.png


    Mit quitschenden Rädern fuhr der Taxifahrer bis zum Bus vor. Während der Fahrt war Thomas bereits schlecht geworden und dementsprechend stieg er aus dem Auto aus und musste sich seinem Bauch dabei halten. Wie sollte er denn jetzt die Busfahrt noch überleben? Seine Eltern hatten keine Zeit ihn zum Bildungszentrum zu fahren und hielten es für eine verantwortungsvolle Entscheidung, einen Taxifahrer zu bestellen, der beinahe volle Kracht in ihr eigenes Auto gefahren war. Ausnahmsweise zu Glück des Neuankömmlings holte der Fahrer wenigstens seinen Koffer aus dem Gepäckträger, ehe er sich nur mit einer schnellen Geste wieder verabschiedete und genauso rasend davonfuhr, wie er auch angekommen war. Seufzend warf Thomas einen Blick auf seinen Koffer. Gott sei Dank hatte er nicht viel zu packen. Von einem Koffer in den nächsten war nicht der größte Aufwand, was Thomas selbstverständlich zu Gute kam. Nachdem er sich einigermaßen von seiner Übelkeit erholt hatte, warf er zum ersten Mal einen Blick auf den Bus und alle Leute, ob innen oder außen und die Übelkeit kam fast aufs Neue in ihm hoch. So viele Leute und alle auf so engem Raum beinandersitzend? Für Thomas war der bloße Anblick ein Horrorszenario und er dachte erst gar nicht daran, wie es denn wäre, sich in den Bus zu bewegen. Wie angewurzelt stand er am Straßenrand und hoffte einfach, dass er sich eventuell doch noch vor dem Trip drücken konnte.

    [Felicia] bei Ash



    2008-pasted-from-clipboard-png


    Abermals schlag ihr der Blonde jegliche Sorge in Nullkommanichts aus dem Kopf. Ganz offensichtlich schien es sich dabei gar nicht bemühen zu müssen, denn immerhin kam es ihm so einfach von den Lippen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt. Wahrscheinlich machte genau das ihn zu so einem großen Bruder, so selbstlos zu sein, war wohl einfach Teil seiner Persönlichkeit und schmeichelte ihm selber ungemein! Huh, habe ich das gerade wirklich gedacht? Ganz verwirrte musste die Konditorin erstmal ihren Kopf schütteln, um wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen. "Ich verlasse mich auf dich. Wenn ich mit Henriette irgendwo im Nirgendwo lande, musst du uns finden. Ich bin keine sonderlich gute Überlebenskünstlerin, noch habe ich einen guten Orientierungssinn!" Lachend gab sie zu verstehen, dass es sich bloß um einen Spaß handelte, auch, wenn sie wahrscheinlich wirklich nicht aus der Pampa wieder zurück nachhause finden würde! Wie Ash dann über seine Tiere sprach, wärmten Felicia abermals das Herz. Er hatte so viel Liebe und Fürsorge übrig, nicht nur für die Menschen, sondern auch für seine Tiere. Wie sagte man so schön? Wer Tiere liebt, muss auch Menschen lieben. Auch wenn es der Blonden durchaus leichter fällt ersteres konditionslos zu lieben. Immerhin stellten sich Tiere als durchaus loyalere Begleiter als Menschen dar. "Es klingt sehr schön, wie du über deine Tiere redest.", gab sie ehrlich in einer sanften Stimmlage zu. "Ich bin mir sicher, dass die Tiere dir am Ende am dankbarsten sind, dass du sie fütterst, streichelst und liebst. Was auf dem Papier steht, interessiert die Tiere wohl besonders wenig. Aber ich lerne gerne alles kennen. Auch die Ausreißer. Vielleicht verstehe ich mich ja gerade mit denen besonders gut!" Die Option - auch wenn es sehr unwahrscheinlich für eine solche so unerfahrene Frau wie Felicia war - wollte sie dennoch im Hinterkopf behalten. Vielleicht werden Träume ja tatsächlich eines Tages wahr.

    Ein weiteres Mal bot Ash der Konditorin seinen Schutz in Form von sehr beruhigenden Worten und auf fast wunderhafte Art und Weise schien sie sich binnen Sekunden nicht mehr schlecht zu fühlen. Felicia war bewusst, dass Ash sie genauso neckte, wie sie es auch tat und eigentlich, war Felicia gerne Teil eines Scherzes. Das war sie ihr Leben lang schon und wusste normalerweise immer gut zu kontern. Warum war es dann bei Ash so anders? Warum war es genau er, der sie doch so sehr in Schwanken brachte? "Danke dir Ash", kam ihr nur kurz über die Lippen. Während sie seinen etwas festeren Händedruck spürte, der sie in ihrem Verhalten nochmals versicherte, ,entgegnete sie ihm ein ebenso sichere Lächeln, wobei sie auch seine Hand einmal etwas fester drückte. Sie war unglaublich warm und trotz der Tatsache, dass sich seine Hände nicht nach Seide durch die ganze schwere Handarbeit anfühlte, war die bloße Berührung an sich bereits ein besonders gemütliches Gefühl.

    Felicia wagte es gar nicht, für auch nur einige Sekunden in die Augen des Blonden zu blicken. Zu groß war der Scham und die Angst davor, eine ernüchternde Antwort zu bekommen. Aber woher kam die plötzliche Schüchternheit und vorher genau hatte die Blondine eigentlich Angst? Es war nicht so, dass sie ihm ihre Liebe gestanden hatte oder ihm einen Antrag gemacht hatte. Es ging lediglich, um ein Gefühl, etwas fast belangloses. Aber war es das wirklich für die Blondine? Sie hatte so viel mit ihm gespaßt und ihn aufgezogen, dass sie wahrscheinlich gar nicht gemerkt hatte, in welche Richtung sie sich mit ihm bewegte und was für eine Art Gefühl er in ihr auslöste. War sie gerade auf dem Weg dahin, dass sich aus ihrer versehentlichen Bekanntschaft, bis hin zur Freundschaft etwas darüber hinaus entwickelte? Zumindest seitens Felicia, schien sich wesentlich durch den Sinn und musste einmal schlucken. Als Ash' Worte in ihren Ohren erklangen, war sie sich noch etwas unsicher, ob sie es wagen sollte, ihm entgegen zu blicken. Dennoch hob sie ganz zierlich ihren Blick, beinahe wie ein Kind, dass etwas schlimmes getan hatte und aufgrund der Schuldgefühle niemandem in die Augen sehen konnte. Es war unschwer zu erkennen, dass es den Landwirt wohl in eine ähnlich unangenehme Situation gebracht haben muss "Wirklich...?" Felicia musste erstmal inne halten, bevor sie weiter sprach. "Aber ich glaube nicht, du weißt, wie das gemeint war..." Warum sie genau diese Worte wählte? Sie wusste es selber nicht. Auf der einen Seite, wollte sie sich ihm gegenüber klar positionieren, auch wenn sie selber nicht wusste, wo genau sie stand, auf der anderen Seite, zögerte sie, weil sie sich fürchtete, vielleicht vor Ablehnung?

    Der Wandel des Gespräches war nötig und daher war Felicia auch umso glücklicher, dass sie sich über etwas unterhalten konnten, wo die Konditorin wirklich aufblühen konnte. "Dann haben wir also einen Deal, ja?", lächelnd blickte sie zu ihm auf, in der Hoffnung, dass es sich tatsächlich um Geheimrezepte, im Plural handelte. Als sie dann versuchten ihre Stupsaktion weiterhin fortzuführen, schnappte sie Ash schon ihre Hände und verschränkte sie ineinander. Einmal noch versuchte sie sich von ihm zu lösen, aber ihre Hände und Finger waren so miteinander verankert, dass sie sich gar nicht herauswinden konnte. Aber so schnell wollte sie noch nicht aufgeben. Lachend bewegte sie sich mit ihrer Nasenspitze auf seine Brust zu und versuchte ihn ein weiteres Mal anzustupsen.

    "Zusammen kriegen wir alles hin. Und auf jeden Fall mit Spaß, das versichere ich dir!" Bestätigend drückte sie also nochmal seine Hand und drückte ihn etwas an sich. Da sie sich sowieso schon so nahe waren, störten wenige Zentimeter auch sicherlich nicht mehr ... oder? Hoffentlich räusperte er sich nicht, weil es ihm unangenehm war!

    Zustimmend nickte sie einmal "Fest klingt gut. Ich habe auch ziemlichen hunger bekommen. Von mir aus, können wir gerne hin! Vielleicht, finden wir sogar einen Stand, an dem - zumindest ich mich, über Kühe informieren kann!", lachend gab sie zu verstehen, dass wenn einer etwas zu lernen hatte, es wohl eher die Blonde war, als der Landwirt selber.

    [Margaret] vor der Kapelle bei Erics Harem

    1188-margaret-png


    Erics mehr oder weniger fremdschämende Schauspielkünste brachte die Elfe nur zum Augen verdrehen. Mit jeder zunehmenden Minute schien das Gespräch immer anstrengender zu werden und umso mehr stieg auch in ihr das Verlangen danach, Eric sein dreckiges Mundwerk zu schließen. Ob ihm wohl eventuell eine Mundspülung bei jedem bereits behilflich sein könnte? Desto länger sie über die jetzige Situation nachdachte, kam ihr tatsächlich noch ein Schmunzeln über die Lippen. Eric und seine Gefolgschaft beschwerten sich seit Anbeginn des Gespräches über das 'falsche' Verhalten der Elfe, aber legte Eric nicht ein genauso gehässigtes Verhalten an den Tag, wie sie es selber tat? Vielleicht hatte er Grund sich aufzuregen, vielleicht auch nicht, aber dennoch, konnte man keineswegs von einer feinen Art seinerseits sprechen. Was unterschied die beiden also? Im Inbegriff der Tatsachen, schien Eric, so scheinheilig er auch erscheinen mag, eine ganz andere Seite mit sich zu tragen. Wer war denn nun die eigentlich Person, die hinter ihrem / seinem Lächeln etwas ganz anderes versteckte. Ging es bei den Menschen nicht immer um Vergebung und 'was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu'? Immer wieder schien sich das schlechte Bild der Menschen bei der Elfe zu bestätigen und sie wurde stehts daran erinnert, warum sie die ganze Rasse eigentlich so verabscheute. Es waren allesamt ein Haufen Heuchler. Fast im Chor schienen dann die Menschen aufzuschreien, als Margaret ihre Rasse angegriffen hatte. Komisch, dass alle nun in die Defensive gehen, wobei sie vorher doch zu mundtot waren. Von allen Seite kam im Grunde genommen dasselbe Argument. 'Wie kannst du alle über einen Haufen scheren'. Aber hatten sie nicht genau dasselbe getan? War es für die Menschen vor einiger Zeit nicht noch egal, was für Stärken ein Elf mit sich brachte und inwiefern diese die Gesellschaft der Menschen hätte bereichern können? Sie hatten doch bloß nach der Rasse selektiert, ganz unabhängig davon. Das Leid, gab es trotzdem. Wenn nicht alle mitgemacht haben, haben sich trotzdem zu wenige gewehrt und sich für die Minderheit eingesetzt. Das machte sie doch genauso schuldig! "Dann müsst ihr alle ziemlich dumm sein, um zu glauben, dass ihr alle nicht mit dran schuld sein. Die Augen verschließen und heulen rettet kein Leben, darauf kommt es auch doch plötzlich so sehr an. Zusammenhalt? Pah, dass ich nicht lache.", gab sie nur in einem unglaublich gehässigten Ton zurück. Bloß 'Dora' schien verstanden zu haben, dass zumindest Einsicht mehr als angebracht wäre. "Wir sind doch sowieso nur unsere Fußabtreter, auch wenn ihr das gleich wieder verneinen würdet. Warum als die Mühe geben und mich für euch zu irgendwas bemühen?" Persönlich mit 'Dagmar' sprach sie nur, indem sie ihren Kopf um wenige Zentimeter zu ihrer Schulter bewegte und ihr die Worte förmlich vor die Füße spuckte. Sie hatte immer noch nicht verstanden, warum sich die beiden Mädchen nicht schon lange aus dem Staub gemacht hatten? Worauf warteten die beiden eigentlich? Dass Margaret sie persönlich wegtragen würde? Fast wie vorbeigerufen, machte sich das weinerliche, kleine Mädchen schon von ganz alleine aus dem Staub. Demonstrativ und durchaus provozierend Eric gegenüber, gab sie vor, ihre Ohren säubern zu müssen, nur um sicher zu gehen, dass es sich um Schmutz handelte und sie quirlige Stimme der Grünhaarigen ihr Trommelfell nicht geplatzt hatte.

    Während Eric noch über ihr Angebot nachdenken musste und Margaret mit einem flüchtigen Blick versicherte, dass sich die beiden Frauen tatsächlich - zumindest außerhalb der Sichtweite - befanden. Während sie ihren Gegenüber so intensiv beobachtete, merkte sie gar nicht, dass sich jemand aus der Ferne näherte, nur die sanfte Stimme, die ihren Kosenamen aus unmittelbarer Nähe rief, unterbrach diese Beobachtung. Sofort schloss die Elfe ihre Augen und presste ihre Lippen zusammen, während ein harter Atemstoß ihre Nase verließ. Für dich gibt es wirklich keinen unpassenderen Moment. Die sanfte, so schöne Stimme könnte die Elfe unter tausenden wiedererkennen. Es war das einzig Wichtige was Margaret in ihrem Leben besaß, Daria. Schon bald spürte sie die sanfte Hand der Elfe auf ihrem Oberarm und drehte sich in einer schnellen, aber nicht bedrohlichen Bewegung sofort zu ihr um und hielt ihre Schultern, ganz zart, ohne Absicht ihr weh tun oder ihr Angst machen zu wollen. "Du solltest nicht hier sein, dass ist jetzt nicht der richtige Ort für dich!", mahnend, aber leise blickte sie zu ihrer Schwester. In den Augen der Jägerin war Daria nach wie vor das zierliche, kleine Mädchen, auf die sie Acht geben musste, die sie immer beschützen musste und von allem falschen Verhalten ihrerseits fernhalten wollte. Sie sollte nicht so verdorben werden, wie Margaret es bereits seit langer Zeit war. Das es sich bei Daria schon lange nicht mehr um dieses kleine Mädchen handelte, wusste die Elfe eigentlich. Ihre Schwester konnte sehr gut auf sich selber aufpassen und brauchte nicht mehr denselben Schutz, wie vor einigen Jahren. Aber die Liebe und Fürsorge einer älteren Schwester schien unmöglich abzuebben. Erst als Eric sprach, ließ sie von ihrer Schwester ab, ging mehrere schnelle Schritte auf den braunhaarigen zu, sodass ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander trennten. "Du lässt sie in Ruhe, du erzählst ihr nichts. Wenn ich dich auch nur einmal in ihrer Gegenwart sehe, dann kastriere ich dich höchstpersönlich, dass versichere ich dir mein Freund!" Ihre Worte hatten einen warnenden Unterton, dennoch sprach sie leise genug, dass ihre Schwester sie nicht hören konnte. Wenn Daria erfahren hätte, was Margaret getan hätte, wäre sie bestimmt sauer. Darüber hinaus wollte sie Daria nicht in ein ähnlich schlechtes Licht ziehen. Sie sollte frei und ohne Vorurteile leben können und das Leben genießen können, so, wie es der Älteren nie möglich war. Auch wenn sie es nicht verstehen konnte, wie die Jüngere so viel mit den Menschen verkehren konnte, wollte sie nichts weiter, bis auf das Beste für sie. "Wir sind noch nicht fertig und wage es nicht nochmal mich so zu nennen, du bist nicht in der Position diesen Kosenamen zu benutzen." Ihre Stimme erhob sich wieder und ließ ihre Schwester mit am Geschehen teilhaben. Eine besondere Betonung lag dabei auf Kosenamen. Sie wollte Eric nicht die Genugtuung geben, sie bei ihrem eigentlichen Namen zu kennen. "Daria, bitte, du solltest jetzt gehen. Später werde ich dir alles erklären." Nachdem sie sprach entfernte sie sich wieder von ihrem Gegenüber und drehte ihren Körper bloß, dass sie sich ihrer Schwester zuwenden konnte. Ihre Stimme wurde sanft und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen, was einen besorgten Ausdruck dem Gesicht der Blonden verlieh. "Bitte." Gab sie nocheinmal deutlich zu verstehen. Sie wollte nicht, dass Daria etwas sah, was nicht für ihre Augen bestimmt war.

    [Felicia] bei Ash



    2008-pasted-from-clipboard-png


    Es war immernoch ganz unfassbar für die Blondine, was für eine beruhigende und sanfte Art ihr Begleiter doch an sich hatte. Er nahm ihr stehts jede Sorge und vermittelte ihr ein Gefühl von Sicherheit, dass sie gar nicht erst in Versuchung brachte an etwas schlechtes zu denken. Was für eine wundervolle Eigenschaft das auch für seine jüngere Schwester sein musste! "Das beruhigt mich. Dann sollten wir besser den Wetterbericht gut im Blick behalten, nicht nachher, dass ich und Henriette ausversehen durchbrennen." Allein bei dem Gedanken daran, wie sie gemeinsam mit der Kuh schreiend in dem Horizont verschwinden würde, brachte die Blondine zum Lachen. Ob er sich das wohl so ähnlich vorstellen konnte? Wahrscheinlich war es besser nichts dazu zu sagen, um ihn nicht auch noch zu vergraulen. "Wenn ich das so höre, kann ich darunter verstehen, dass du sowas wie einen Streichelzoo bei dir Zuhause hast für jung und alt?" Das kleine bisschen necken, durfte nicht fehlen. Felicia meinte es nicht so ernst, wenn sie ihn hin und wieder aufzog. Es war viel eher einfach ein Zeichen ihrer Zuneigung ihm gegenüber und sie hoffte innig, dass er dieses auch verstand und nach wie vor nicht in den falschen Hals bekommt.

    Ash' Wiederholung ihres 'leider's warf die Konditorin kurz aus der Bahn. Sie musste nochmal ihren eigenen Satz revue passieren lassen, um zu begreifen, was sie eigentlich gerade gesagt hatte. Wie peinlich! "Nein, so meinte ich das gar nicht!", warf sie ihm schnell hinterher, um ihre Intentionen deutlich zu machen. Ganz nervös versuchte sie sich irgendwie zu sammeln und sich irgendwie vor Ash zu rechtfertigen. "Ich möchte wirklich nicht von vielen Männern begehrt werden! Ganz im Gegenteil! Ich finde es eher anstrengend, wenn man sich auf so einer Art und Weise mit jemandem auseinandersetzten muss, für den man einfach nichts empfindet." Nun war es auch schon um die Blondine geschehen, sie war in Erklärungsnot geraten. Eigentlich ganz untypisch, für die sonst eher gesammelte Erwachsene, die selbst mit Stresssituationen, wie es ihr Beruf auch erfordert, gut umgehen konnte. "Außerdem möchte ich unangenehme Situationen vermeiden, wenn mir Fremde ihre Zuneigung gestehen, weil ich doch eigentlich dich ganz sympathisch finde-" Noch während sie ihren Satz ausgesprochen hatte, bereute sie gleich jedes einzelne ausgesprochene Wort. Felicia konnte sich gar nicht erklären, warum sie überhaupt diese Wortwahl genutzt hatte, noch, woher plötzlich dieses Empfinden kam? Ganz beschämt wagte sie es nun nicht mehr Ash in die Augen zu sehen, geschweige denn, seine Hand zu halten. Langsam löste sie sich von ihm und legte ihre Hände ganz kleinlich ineinander zusammen. Wieso hatte sie bloß sowas dummes gesagt? Sie wollte keinesfalls ihr eigentlich so interessantes und unförmliches Gespräch durch ihre eigene Dummheit unterbrechen und versuchte ihren Scham irgendwie runterzuschlucken. Was sie wohl nicht gemerkt hatte war, dass ihre Wangen knallrot waren und auch nicht den Anschein machten ihre Farbe bald wieder zu verlieren. "Tut mir leid...", floh ihr nur kurz über die Lippe, ehe sie versuchte ihren Scham so gut wie möglich zu überspielen.

    "Ich wollte schon sagen!", holte sie aus, während sie spaßend ihren Hände in die Hüfte stammte und dann seinem Lachen folgte. "Dabei habe ich dir ja auch meine geheimen Koala Cupcakes gezeigt." Im Hinterkopf spielte sich nochmal ihre Erinnerung ab und wie viel Spaß die beiden beim Zubereiten ihrer Cupcakes hatten. War das wohl der Moment, in dem Ash sie bereits so faszinierte, dass sie ihn nun scheinbar, wenn auch nur unterbewusst, in einem ganz anderen Licht sah? Seine lässige Art half ihr dabei, sich wieder einigermaßen aufzuwärmen und so versuchte sie auf ein Neues mit ihrer Hand eine Stelle seiner Brust zu berühren, die in ihrem Kopf als besonders unvorhersehbar schien.

    Als Ash ihrer Bitte entgegenging, ihm doch bitte ein Stück beibringen zu können, war die Freude kaum auf ihrem Gesicht zu übersehen. Ihre Lippen breiteten sich fast über ihr ganzes Gesicht aus und schienen die immer noch roten Wagen fast überdecken zu können. "Gerne! Und ich versichere dir, dass ich nicht scheitern werde. Wir sitzen einfach so lange da, bist du etwas kannst." Ihre Antwort klang schon fast wie eine Drohung, was sie erst im Nachhinein bemerkte. "Ich mache nur Spaß, wenn es dir nicht gefällt, dann machen wir einfach etwas anderes. Irgendwas wird sich sicherlich finden müssen.", versicherte sie ihrer Begleitung und schenkte ihm dazu noch ein sanftes Lächeln. Sie konnte ihn doch nicht einfach zu irgendwas drängen, was ihm gar nicht gefiel. Da war es ihr viel lieber etwas lustiges zu unternehmen und dann sein zartes Lächeln auf den Lippen sehen zu können. "So, so, Kühe also?", kurz überlegte Felicia fleißig, was sie denn alles so über Kühe wusste. "Ich habe mal gehört, dass Kühe ein sehr ausgeprägtes Sozialleben haben sollen und sich unglaublich binden können. Weißt du ob das stimmt?", fragend blickte sie ihm entgegen und hoffte insgeheim, dass sie ihn, wenn auch nur mit ein bisschen, Wissen über die Tiere beeindrucken konnte.

    [Iuka] mit Shuka im mittleren Teil des Busses


    1999-pasted-from-clipboard-png


    Die Antwort Shukas sorgte dafür, dass ihr Lächeln in die Weite gezogen wurde. Neben dem Stress des Alltages, der Schule und der Arbeit war es ein wundervolles Gefühl zu wissen, egal wie frech oder unangebracht ihre Aktion waren, dass ihre Familie sie immer mit einem Lächeln und offenen Armen empfangen würde. Wahrscheinlich war das auch einer der Gründe, warum die Südländerin niemand Anderen näher an sich heran ließ. Sie wusste, dass sie keiner jemals auf der selben Ebene verstehen und lieben könnte, wie ihr eigenes Fleisch und Blut. "Du weißt, wenn was sein sollte bin ich nur einen Anruf oder eine SMS entfernt!", versicherte die Schülerin ihrer Schwester. Dies galt natürlich auch bei unerträglicher Sehnsucht nach dem eigenen 'Gegenstück'. Als ihre Schwester in Folge dessen damit begann, ihre Haare glatt zu streichen, wurde sie etwas peinlich berührt. Es war ihr zwar nicht fremd, dass ihre Schwester wohl häufiger wesentlich besser zurecht gemacht aussah, als sie selber - was schwer daran liegen konnte, dass in den letzten Monaten die Faulheit über Iuka hergefallen war -, dennoch dachte sie vor dem Verlassen des Hauses, dass sie wenigstens ihre Haare im Griff hatte. Schnell versuchte sie die restlichen wieder glatt zu ziehen, bevor sie der Anblick von Chase etwas in ihrem Tun unterbrach. Durchaus erfreut ein bekanntes - und durchaus hübsches - Gesicht im Bus zu sehen, konnte sie gar nicht anders, als breit zu grinsen. Natürlich fiel ihr auf, dass sein Blick auch auf ihr lag und beim Vorbeigehen blinzelte sie ihm nur einmal zu, ehe sie sich wieder ihrer Schwester und ihren Haaren zuwendete. "Meinst du ich lasse dich und den Zottelkopf dahinten etwa alleine? Weißt du wie langweilig es ohne euch Zuhause wäre?" In ihrem Kopf machte sich gerade eine für sie eher schaurige Vorstellung breit. "Das würde ja auch bedeuten, dass Ludeus Augen nur alleine auf mir liegen, wer hält das denn aus!" Nach dem Aussprechen ihres Kommentares begann die Lilahaarige zu kichern. Ihr Bruder war das Familienoberhaupt, wie es bei ihrer Kultur üblich war und gab dementsprechend gut auf alle Frauen Acht, wenn auch manchmal ein wenig zu viel. Kurz streichte sie ihre Haare nach vorne und zeigte mit ihrem Finger auf die lange purpurne Mähne. "Sieht es jetzt wenigstens einigermaßen besser aus?", fragte sie nur verlegen, während sie dennoch weit grinsen musste.

    [Iuka] kommt an und setzt sich zu Shuka


    1999-pasted-from-clipboard-png


    Der Tag hätte wohl absolut beschissener nicht anfangen können. Nicht nur, dass Iuka viel zu spät Zuhause angekommen war, nachdem sie doch noch einen Abstecher bei verschiedenen Modegeschäften machen musste, sondern sie hatte auch das gemeinsame Frühstück mit der Familie verschlafen und nur unter größtem Zeitdruck ihre Sachen zusammenpacken können. Es würde die Südländerin wahrscheinlich selber überraschen, wenn sie nichts vergessen haben sollte. Der Trip an sich war nicht das größte Ereignis für die Schülerin, eigentlich, war es ihr sogar relativ egal. Aber aufgrund der Tatsache, dass sie immer noch nicht alle Mitschüler gut kennengelernt hatte und, dass er kostenloser Urlaub von der Strandbar für sie bedeutete, entschied sie sich im Endeffekt doch für die Mitreise. Ein kurzer Blick verriet Iuka, dass ihre Familie entweder noch gar nicht angekommen war oder bereits nachhause zurückgekehrt waren. Ein lautes Seufzen verließ als einzige Reaktion ihren Mund, ehe sie den Busfahrer begrüßte, der kurzerhand ihre Taschen in den Gepäckraum lagerte. Bereits ein bisschen geladen betrat die Schülerin dann den Bus und konnte als erstes ihre jüngere Schwester im hinteren Teil des Busses entdecken. Alma schien gut beschäftigt mit ihrem Freundinnen zu sein. Iuka war sich nicht mal sicher, ob ihre kleinste Schwester sie überhaupt wahrgenommen hatte. Nach einige Sekunden streifte ihr Blick weiter durch den Bus und Gott sei Dank erblickte sie auch ihren Zwilling, der bereits Platz genommen hatte. Dankbar dafür, dass sie nicht neben Fremden sitzen musste - auch wenn das nicht das Problem wäre - wusste die Südländerin außerdem, dass ihr Zwilling wohl die einzige Person war, die ihre Laune wieder aufmuntern konnte. Mit einem breiten Grinsen schmiss sie sich fast neben den Sitz der jüngeren Schwester und zog ihr frech eines ihrer Kopfhörer aus dem Ohr. "Na, hast du mich vermisst?".

    [Iuka & Chase] im Einkaufszentrum -> geht


    1999-pasted-from-clipboard-png


    Chase schien es ihr ganz offensichtlich nicht einfach machen zu wollen, aber das Spiel konnte sie genauso spielen. "Verstehe.", gab sie ihm als knappe Antwort entgegen, während sie es sich in ihrem Hinterkopf bereits zur Aufgabe gemacht hat, mehr über ihre Begleitung herauszufinden. Es musste ja nicht ausarten, aber fremde Personen waren für die Schülerin immer besonders interessant. "Da scheinen wir ganz offensichtlich etwas gemeinsam zu haben. Das sollten wir eigentlich ausnutzen!" Natürlich bot es sich gut an, neue Freundschaften zu schließen, um bei morgendlichen Sportaktivitäten nicht alleine zu sein. Wahrscheinlich wäre es auch ein Grund weniger für ihre Geschwister, sich Sorgen um sie zu machen.
    In dem Moment, in welchem Iuka ihren Mund öffnete, um zu sprechen, kam ihr das Handy in die Quere. Die Südländerin war zwar dankbar für die Technologie des 21. Jahrhunderts, trotzdem konnte gerade kein unpassender Moment gewesen sein, um die Beiden zu unterbrechen. Etwas verwundert auf Chase' Aussage, dass er jetzt gehen müsste, nickte sie ihm dennoch entgegen und schenkte ihm ein freundliches Lächeln. "Kein Ding! Irgendwann komme ich auf den Angebot auf jeden Fall zurück!" Noch kurz zwinkerte sie dem Jungen zu, ehe er sich auch schon auf seinen Weg machte. Erst viel zu spät bemerkte Iuka, dass er für beide Getränke gezahlt hatte, bevor er gegangen war. Nun fühlte sich die Lilahaarige doch ein wenig unwohl, sich nicht zumindest bei ihm bedankt zu haben. Ein weiterer Grund, um sich auf jeden Fall wiederzutreffen.

    Ein kurzer Blick auf ihr Handy verriet Iuka, dass es wohl auch höchste Zeit war zu gehen und ihre Sachen für den anstehenden Ausflug zu packen.Demnach trank sie nur schnell ihr Getränk auf und legte noch ein wenig Trinkgeld für die Bedienung dazu, ehe sie das Lokal und das Einkaufszentrum verließ.

    --> geht

    [Felicia] bei Ash



    2008-pasted-from-clipboard-png


    Durchaus überrascht über die doch nun eher selbstbewusste Art ihres Gegenübers, musste die Blonde erst mal stutzen und innehalten. Sie war eine Antwort in solcher Klarheit nicht von dem Blonden gewohnt und woher das Selbstbewusstsein kam, konnte sie sich auch nicht erklären, aber irgendwie stand es ihm. Wohl erst nach einigen Sekunden begann Felicia ganz anders über ihr derzeitiges Treffen nachzudenken. Sie hatte Ash bisher immer als sehr angenehme Begleitung wahrgenommen und war durchaus froh, einen so herzensguten Menschen kennengelernt zu haben, aber in welche Richtung bewegte sich ihre Beziehung gerade? War es vielleicht falsch gewesen, seine Hand zu ergreifen und so oft den Körperkontakt zu suchen? Dabei hatte sie einfach nur Spaß und wollte ihn ein bisschen necken, ganz ohne böse Hintergedanken. Felicia durfte gar nicht so viel darüber nachdenken, sonst würde sie wahrscheinlich in dem grübelnden Zustand verharren. "Wirklich?", fragte sie nun ganz kleinlaut und unglaubwürdig. Die Konditorin war noch nie wirklich auf einem Date. Zumindest keines, war ihr wirklich bewusst war. Wie verhält man sich denn überhaupt auf einem Date? Und wie zieht man sich an? Die Röte, welchen wohl mittlerweile beiden ins Gesicht gestiegen war, löste am Ende doch ein Lächeln auf den Lippen der Erwachsenen aus. Scheinbar waren beide gleich nervös und irgendwie munterte sie das auf. "Du hast absolut Recht! Am Ende kommt es doch darauf an, dass wir uns in der Gesellschaft untereinander wohlfühlen und wir Spaß haben, stimmts?" Ganz die Frohnatur, die Felicia eigentlich war, setzte sich nun wieder ihr breites Lächeln auf ihren Lippen ab und hoffte innerlich, dass ihr Kommentar keinen schlechten Eindruck bei Ash hinterlassen würde.

    Nachdem Ash sie abermals zu dem Kuhritt ermutigte, konnte sie eigentlich gar nicht mehr nein sagen. "Na gut. Ich glaube eine Erlaubniserklärung werde ich von einer Kuh sowieso nicht erhalten. Aber du musst mir versprechen, dass du in der Nähe bist, falls Henriette die Idee doch nicht so prickelnd findet!" Lachend machte sie Ash dennoch ihre Angst bekannt, von der Kuh geschmissen zu werden. Unweigerlich schlich sich dann auch noch der Gedanke in ihren Kopf, wie Ash ihr, während sie auf Henriette saß die Hand hielt. Unterbewusst übte sie etwas Druck auf die Hand von Ash aus, die sie immer noch festhielt, fast als würde sie jetzt schon die Sicherheit gebrauchen.

    Als der Blonde seinen Kopf bewegte, um nach vermeintlichen Verehrern zu suchen, legte Felicia den Kopf schief. Ganz offensichtlich musste er die Möglichkeit ausschließen, dass sie einer seiner Verehrerinnen beobachten könnte. Zwar hatten sie bereits über jenes Thema gesprochen, dennoch schien sich an Ash' Auffassung, dass er nicht sonderlich begehrenswert für Frauen sei, nichts geändert zu haben. Wusste er denn gar nicht, was für ein toller Mann er war. "Ich glaube die Frauen sind da weniger angenehm, wenn sie ihren Schwarm Hand-in-Hand mit einer anderen Frau sehen. Aber zumindest hast du momentan nicht zu befürchten, um Tipps gebeten zu werden. Im Alltag werde ich leider nicht von Männern umschwärmt." Die älteren Herren, welche hin und wieder in die Konditorei kamen und ihr Komplimente machten, schloss sie einfach aus, da es sich dabei auch nicht um etwas ernstes handelte. Aber tat es das überhaupt jetzt und hier? "Dann treffen wir uns lieber auf eine Limonade. Am Besten zeigst du mir, wie man sie zubereitet. Falls ich Cheryl irgendwann mal treffen sollte, könnte ich ihr eine schöne Überraschung mitbringen, falls ich dein Rezept auch vernünftig in die Tat umsetzten kann." Die beiden schienen vieles gemeinsam zu haben und im Laufe des Gespräches, machte sich Felicia auch immer weniger Sorgen darum, gerade das ganze schöne Gespräch mit ihrem so dummen Kommentar vermasselt zu haben. Als sie auch noch ihre beiden freien Hände trafen, musste sie schmunzeln. Ash schien immer weiter aus sich herauszukommen und irgendwie, stimmte es die Blondine glücklich zu wissen, dass er sich neben ihr so wohl fühlen konnte und sich nicht vor Berührungen fürchtete. Auf ein neues versuchte sie gleich die gleiche Stelle zu stupsen, denn sie ließ sich sicherlich nicht so schnell aufhalten!
    "Ich bin mir sicher, dass du bestimmt ein toller Musiker wärst, wenn du es mal ausprobieren würdest. Lässt du mich dir bitte ein Stück beibringen? Auch ein ganz leichtes für den Anfang!" Erwartungsvoll blickte sie zu ihrem Gesprächspartner hoch und bemerkte erst dann, dass sich ihre Augen scheinbar ineinander verloren hatten. Bisher hatte sie gar nicht bemerkt, wie klar seine Augen eigentlich waren und wie sehr sie dem See ähnelten, an welchem beide schon eine ganze Weile spazieren gingen. Für einen Moment vergaß die Blondine sogar, dass sie eigentlich mitten im Gespräch waren und gerade, als die beiden drohten sich weiter ineinander zu verlieren, kam Ash auch gleich wieder zum Gespräch zurück. Es brauchte die Konditorin einige Sekunden, um wieder zu sich zu kommen, währenddessen lächelte sie nur etwas verlegen und versuchte vergeblich die Röte in ihrem Gesicht mit ihrer Hand zu verbergen. "Ich denke ich mag Hunde sehr gerne? Sie sind sehr treu und total lernfähig und niedlich sind sie dazu auch! Wie sieht es mit dir aus?"

    [Felicia] bei Ash



    2008-pasted-from-clipboard-png


    Nach der gleichen Zustimmung Ash' gab die Blondine bloß ein breites Grinsen als Antwort wieder. In ihren Gedanken konnte sie sich den Tag schon genau ausmalen. Wie sie auf dem Feld, zwischen den grasenden Tieren, ein gemütliches Picknick veranstalteten, mit allen möglichen erfrischenden Früchten für den Tag. Allein die bloße Vorstellung ließ der Konditorin schon fast das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ganz unfreiwillig starrte sie dabei einfach in die Ferne und blendete das, was vor ihr war, ganz aus, da sich die Vorstellung als ein viel angenehmer Blick erwiesen hatte. So weit in Gedanken versunken, hatte Felicia nur leider schon vergessen, was ihr Ash noch vor einigen Minuten erzählt hatte und somit wurde aus dem eigentlich genanntem 'Deal' schnell ein 'Date' in dem Kopf der Blonden. Etwas überrascht, nicht direkt auf den vermeintlich richtig verstandenen Satz eingegangen zu sein, schob sich ihre Unterlippe unweigerlich nach oben. "Sind wir schon bei einem Date angekommen?" In ihrer Naivität warf sie die Frage einfach in den Raum, ohne wirklich darüber nachzudenken, in was für eine peinlich berührte Situation es sowohl Ash, als auch, wenn nicht sogar vor allem, sie selber bringen würde. Ash machte nicht den Eindruck von einem Mann, der mit der Tür ins Haus fallen würde. Er schien eher wie jemand, von der älteren Sorte und das machte sie nicht im schlechten Hinblick, sondern viel eher, dass er sie an einen typischen Gentleman, wie er in den alten Filmen gezeigte wurde erinnerte. Ehe Felicia noch weiter ihren Kopf über irgendwelchen Schwachsinn verlieren konnte, brachte Ash sie bereits mit seinem Vorschlag zum Lachen. "Auf einer Kuh reiten?", wiederholte die Erwachsene etwas unglaubwürdig. "Kannst du mir denn versprechen, dass mir nichts passieren wird und am Wichtigsten, dass die Kuh das überhaupt möchte?", grinsend versuchte sie Felicia in die Position einer Kuh zu versetzten, die nichtsahnend auf einem Feld steht, ehe eine fremde Frau auf ihren Rücken steigt. Solch ein Angebot sollte sie wohl niemals vergessen!

    Zugegebenermaßen hatte Felicia nicht mit einer solchen ruhigen Reaktion von dem Landwirt gerechnet. In ihren Augen wirkte er durchaus gelassen und wenig beeindruckt, von ihrer doch sehr plötzlichen Handlung. Zwar nahm es ihr etwas den Spaß am Nacken, nichtsdestotrotz ließ sie Ash' Hand dennoch nicht los, denn trotz der rauen Hände, die wahrscheinlich sehr unter der harten Arbeit auf dem Feld leiten mussten, war sein Handrücken unglaublich weich und irgendwie überkam Felicia ein Gefühl von Zufriedenheit, woran sie sich wohl durchaus gewöhnen könnte. "Dann hoffen wir einfach, dass uns keiner unserer 'Verehrer' so sieht~", spielerisch nahm sie die Anspielung auf vorherige Gesprächsthemen an und gab sich der ihrer Meinung nach gelassenen Stimmung weiterhin, ohne sich wirklich viel bei ihrem doch etwas invasivem Verhalten zu denken. "Ich bin leider nicht sonderlich verträglich was Alkohol betrifft, können wir vielleicht bei etwas weichem verbleiben ... Rubby Bubble oder ähnliches um anzustoßen?", verlegen kratzte sich die Blondine mit ihrer freien Hand das Kinn und hoffte, dass sie nicht wie ein unerfahrener Teenager wirkte - auch wenn sie das tief in ihr drin eigentlich war-. Das Drücken seitens ihrers Begleiters vermittelte ihr jedoch immer wieder das Gefühl von Sicherheit und nahm ihr vor allem den Scham, einfach alles ehrlich aus sich heraus platzen zu lassen.

    Spielerisch stupste sie wieder mit ihrer freien Hand, gegen die Brust des Blonden. "Ich bin mir sicher, dass du zum Beispiel zum Takt passend die Triangel spielen kannst. Das zeigt auf von Musikalität!", ermutigend und gleichzeitig lachend nickte ihm nach ihrem Satz noch einmal entgegen. "Noch eine Gemeinsamkeit! Wie gut, dass es in Riverport viele Gelegenheiten gibt, um vielleicht in der Zukunft ein Dorffest gemeinsam zu besuchen?" Mit der offenen Einladung und dem Gedanken, gemeinsam mit Ash über verschiedene Festorte zu schlendern, blieb ihr gar nichts anderes übrig, als ihrem Begleiter ein sanftes Lächeln zu schenken.

    [Margaret] vor der Kapelle bei Erics Harem

    1188-margaret-png


    Desto mehr sich das Gespräch in die Länge zog, desto mehr wurde an den Nerven der Elfe gezogen. Es ließ sie innerlich kochen diesen Menschen zuzuhören und sich ihrer ignoranten Mentalität auszusetzen. Bei jedem Wort, das Dorothy sprach, wurde Margaret die - ihrer Meinung - nach beschränkte Sichtweise der Menschen immer wieder unterstrichen. Für sie schien es nur das Gute und das Böse in den Menschen zu geben. Etwas dazwischen konnte wohl nicht existieren. Man kann sich die Welt auch sehr einfach machen, wenn man alles schwarz und grau malt. Der eintönige Gesprächsverlauf zwischen ihr und den beiden anderen Mädchen verdeutlichte der Elfe abermals, warum sie sich nicht mit jedem Gesindel abgab. Als Eric dann noch seinen Senf dazu geben musste, drohte ihr beinahe der Kragen zu platzen. Erstaunlicherweise konnte sich die sonst so impulsive Elfe zügeln und warf für einige Sekunden einen stillen Blick auf die Mädchen. Dort standen sie, mittlerweile etwas aufgelockert, dennoch konnte sich Margaret nicht von dem Gedanken abwenden, ihre Streichholzbeine zu brechen. Mit zugespitzten Lippen ließ sie sich die Worte des Mannes durch den Kopf gehen. Ständig sprachen sie alle von den Schwachen und wie wichtig es war, sie zu beschützen und einander beizustehen. Alleine der Gedanke an jenes solidarisches Verhalten verursachte beinahe einen Brechreiz in der Blonden. Sie kannte die Menschen und ihre Geschichte. Ständig wurde von Zusammenhalt philosophiert, trotzdem schienen all diese 'guten' Werte und die Moral in Kriegszeiten verloren zu gehen. Wie viele mussten sterben, ob Mensch oder nicht, da sie im Stich gelassen wurde, in der Panik vergessen wurden oder einfach ihrem eigenem Schicksal überlassen wurden, weil alle Anderen damit beschäftigt waren, ihre eigene Haut zu retten. Es war wie ein Kreislauf, der sich seit Jahrhunderten wiederholte und kein Ende zu nehmen schien. Während Margaret Jahre damit verbrachte beschimpft zu werden und als 'kalt' und 'brutal' abgestempelt zu werden, konnte sie eigentlich nichts anderes tun, als genau dieses Verhalten viel mehr bei den Menschen als bei sich zu erkennen. "Wenn sich eure Stärke in diesem Mädchen dahinten widerspiegelt, dann möchte ich gar nicht erst eure Schwäche sehen.", murmelte die Elfe mehr zu sich selber, als zu den Anderen. Margaret verstand, dass es keinen Sinn machte, immer wieder Kontra zu geben, denn es schien wie ein nicht endendes Spiel, wo ständig der Ball von Person zu Person geworfen wurde. Nun war Margaret an der Reihe ihren Stolz in den Hintergrund zu drängen, auch wenn der Drang, das letzte Wort zu haben dennoch sehr groß war. In diesem Moment war es erstmal wichtiger von ihr, als Person abzulenken. Nicht aus Angst mit geschehenen Ereignissen 'entblößt' zu werden, sondern viel eher, um Eric nicht irgendwelche Geistergeschichten in seinem Kopf abspielen zu lassen, in der Hoffnung, die wahre Identität von Greta kennen zu lernen. "Hast du mich denn nicht schon längst durchschaut?", entgegnete sie eigentlich fremden Mann vor ihr. "Du hast doch schon herausgefunden, dass ich nicht die zuvorkommende Greta bin, die nach ihrer Harfe sucht und jede Hilfe dankend entgegen nimmt, was möchtest du denn noch?" Eric musste die Antwort wissen. Margaret hatte nichts zu verstecken. Es gab nichts wissenswertes über sie, dass sie versuchen müsste zu verstecken. Zumindest wollte sie sich das in diesem Moment glauben lassen, denn einige Dinge blieben lieber auf ewig hinter geschlossenen Türen verschlossen. Demonstrierend hielt Margaret ihre Hände hoch, ohne jedoch dabei Eric aus den Augen zu lassen. Trotz seiner andauernden Verletzung am Kopf, wollte und sollte sie ihn nicht unterschätzen, dennoch zeigen, dass sie sich nicht zum Angriff bereit machte. "Ich habe kein Problem mich argumentativ auseinanderzusetzten. Hätte ich nicht zehntausend andere wichtigere Sachen zu tun. Darf ich dich im Nachhinein nochmal daran erinnern, wer Dörfer ausgeraubt und viele Kinder zu Waisen gemacht hat? Ich kann nicht mich daran, erinnern, dass wir Elfen das waren." Trotz aller Bemühungen nicht zu jedem Satz ihre eigene Meinung abzugeben, fühlte sich Margaret dennoch verantwortlich, den anderen Elfen gegenüber ihre Rasse zu 'verteidigen'. Weiterhin zeigte die Jägerin wenig Interesse, weder an Dorothy, noch an Eunice. Vielleicht würden sie ja einen Herzinfakt kriegen, wenn sie vortäuschen würde, in ihre Richtung zu laufen? So verlockend der Gedanke auch klang, unterließ Margaret jegliches Verhalten, bevor die beiden am Ende in ihrem eigenen Urin stehen würden. Stattdessen starrte die Blonde die beiden für eine ganze Weile an, fast schon wie ein Tier mit Jagdtrieb, dass die Beute nicht aus den Augen ließ und nur auf den perfekten Moment wartete. "Offensichtlich stellt meine Präsenz für euch alle ein Problem dar. Genauso wie ich das auch im Umkehrschluss über eure Personen sagen kann." Langsam wendete sich ihr Blick von den Mädchen ab und wieder Eric zu. "Wir beenden das, was ich am Polisee angefangen habe, aber mit fairen Mitteln, damit ihr mir nicht die fehlende Nachsichtigkeit mit euch hinterherwerfen könnt. Und aus meiner heute besonders freundlichen Laune heraus-", ihre Worte ließ sie bewusst unbetont, um ihnen besonders viel Interpretationsfreiraum zu lassen. "werde ich meine Finger von Doria und Eugenie lassen." Kurz erhaschte sie nochmal einen Blick auf die Angesprochenen, bevor sie sich wieder Eric zuwendete. "Wir beiden haben einen fairen Kampf, ohne Waffen und Tricksen. Falls du gewinnen solltest, verspreche ich, dass ihr mich nicht mehr sehen müsst. Ich werde mein bestes geben mich so gut wie möglich aus euren Leben fernzuhalten." Ihre Handfläche legte sie auf ihrer Brust auf. "Sollte ich allerdings gewinnen, möchte ich dasselbe von euch erwarten können und du-", bloß mit einem kurzen Nicken deutete sie auf Eric. "schuldest mir... nennen wir es, einen Wunsch?" Im Kopf der Jägerin klang das Angebot durchaus lukrativ. Die Spannung zwischen den Beiden stand im Moment auf ihrem Höchstpunkt und Margaret wäre mehr als nur zufrieden, diese Spannung entladen zu können und gleichzeitig festzustellen, ob an Erics Prophezeiung, von einem Verlust von der Elfe tatsächlich etwas Wahrheit dran war. Erst später kam ihr der Gedanke, dass ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den Menschen wohl etwas angekratzt sein müsste, nach ihrer letzten Begegnung. "Ihr könnt mir glauben, im Gegensatz zu eurer Sorte breche ich keine Versprechen. Nehmt von mir aus einen Pfand, aber falls der verschwinden sollte, nehme ich mein Angebot euch beide in Ruhe zu lassen wieder zurück." Mahnend schielte sie zu den Mädchen, selbst von sich überrascht den Menschen so entgegen zu kommen ehe sie wartend die Hand ausstreckte, um auf die Annahme von Eric auf das Angebot zu warten, hielt aber dennoch einen sicheren Abstand zwischen den Dreien.

    [Thomas] kommt im Park an

    2668-thomas-png

    Der junge Teenager war gerade erst in dem Dorf, was sein neues Zuhause sein sollte, angekommen. Zuhause stapelten sich alle Koffer und seine Eltern wären wahrscheinlich für jede Hilfe dankbar gewesen, aber es wäre einfach nicht Thomas, wenn er sich seinen Verpflichtungen im Haushalt voll hingeben würde. Für ihn war es in diesem Moment viel wichtiger die Umgebung kennenzulernen und all die Orte zu entdecken, in denen er am ehesten alleine sein würde. In diesem Sinne bot sich der Park besonders gut. Die große grüne Fläche, die Chance der heißen Sonne auszuweichen, ebenso auch wie dem Lärm der Stadt und möglichen Störenfrieden. Thomas war es gewohnt, seine Zeit alleine zu verbringen. In Wahrheit hatte er sogar schon vergessen, wie es war, in Gesellschaft zu sein. Sollte ihm aber auch Recht sein, immerhin könnte ihm wohl niemand so eine interessante Unterhaltung bieten, wie der Roman, den er ordentlich in seiner Tasche verstaut hatte. Sorgfältig, kramte er diesen raus und öffnete die Seite, an welcher er zu letzt stehen geblieben war, jedoch nur so weit, dass der Buchrand nicht drohte unschöne Knicke im Einband zu hinterlassen. Wenn es so weiter geht, dann werde ich mich hier mit Sicherheit wohlfühlen.

    Gerade, als er dabei war, die zuletzt gelesene Seite seines Buches aufzuschlagen, wurde die bezaubernde Stille von der Vibrations seines Handys unterbrochen. Thomas hatte ganz vergessen, dass es heute direkt auf einen Ausflug seiner neuen Schule ging! Etwas überfordert, aber dennoch mit Vorfreude, machte er sich nachhause auf, um seine wenigen Sachen zu packen.


    --> geht

    [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Der Moment, indem sich beide fest umschlossen hatten, schien eine Ewigkeit anzudauern. Cecilia verfiel vollständig in eine andere Welt. In dieser Welt, schien es außer ihm und ihr nichts zu geben. Erst jetzt bemerkte die Elfe, wie sehr sie sich nach einer Berührung dieser Art sehnte. Ihre Beine wirkten wie Butter und drohten bald schon unter ihr nachzugeben. Dennoch konnte sie es nicht verstehen, wie sich ein solches Gefühl von Wohlbefinden in ihr breit machte. Sie kannte Jake im Grunde doch gar nicht, wusste wenig von ihm und ihre Persönlichkeiten waren von Grund auf verschieden. Trotzdem fühlte sie sich geborgen und beschützt in diesen Arme und wie gerne sie sich jene Arme bei gewünscht hätte, als alles dem Einstürzen drohte und als sie ihren Vater verlor und selber ihre Existenz auf dieser Welt bezweifelte. Im Zuge ihrer Nachdenklichkeit bemerkte sie gar nicht, wie sich die Hüfte ihres Besuches von ihr entfernte, selbst wenn, hätte sie es wahrscheinlich nicht deuten können. Schon bald auch löste sich die Umarmung und diese warmen Hände, welche sie bis eben noch so beschützend umschlossen, lagen nun auf ihren Schultern. Mit weiterhin bestehender Röte blicke sie auf und somit direkt in die Augen des Elfen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt, war es ihr nie aufgefallen, wie klar Jakes Augen waren. In seinem ganzen Gesicht mit Schrammen und ein wenig Dreck, der sich unterhalb seines Kinns, bewahrten seine Augen eine Art Unschuld, die ihr bisher verborgen blieb. Unfähig in dem Moment einen Ton von sich zu geben, nickte sie ihm einfach zustimmend zu, ohne dabei ihr immer noch überraschtes Gesicht zu verziehen. Fast wieder unfreiwillig legte sie ihre Hände kurz auf die Seite, ehe sie ihre Berührungen komplett lösten. Gemeinsam mit ihrer tüchtigen Hilfe in der Küche, konnten sie gemeinsam das Essen fertigstellen. Nachdem sich die hitzige Stimmung gelegt hatte, traute sich der Rotschopf nun auch wieder zu sprechen. "Lass mich deinen Teller fertig machen und ihn dekorieren. Das Auge isst mit, ich habe das eine Idee im Kopf" Ohne auch auf die Antwort von Jake zu warten schnappte sie sich schon einen Teller und dekorierte ihn liebevoll mit Gemüse, dem nebenbei zubereitetem Fleisch und verschiedenen Soßen zur Auswahl. "So, fertig!" Stolz und voller Freude lächelte sie breit und hielt Jake seinen zum Essen fertigen Teller entgegen, selbstverständlich in der Hoffnung, dass er ihn annehmen würde.

    [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Während die Elfe innerlich hoffte, dass ihr Verhalten keinen Keil zwischen die Beiden trieb, bemerkte sie gar nicht, dass auch ihr Gegenüber mit den Gelegenheiten ähnlich zu kämpfen hatte, wie sie selber auch. Schon bald erfüllte der Geruch von gekochtem Gemüse den Raum, ebenso wie auch das kochende Wasser die Umgebung mit Wärme erfüllte. Für einen kleinen Moment, wenn es auch nur ein Bruchteil einer Sekunde war, blickte Cecilia wieder auf den Boden und ehe sie ihrem Blick wieder erheben konnte, um sich ihrem Gast zuzuwenden, spürte sie bereits zwei muskulöse, aber sehr warme Arme um ihren Rücken und eine warme Brust die mittlerweile auf Augenhöhe lag. Es brauchte Cecilia ein wenig die Informationen zu verarbeiten und die Berührung wirklich zu verstehen. Plötzlich schien der Raum so still, das kochende Wasser schien erkühlt, der Duft des Gemüses wurde ersetzt durch den Geruch von Jake, welcher ihr nun direkt in der Nase lag. Auch die Angestellten, dessen Fußschritte man hin und wieder im Gang ertönen hörte, waren verschwunden. Es schien, als gäbe es niemanden mehr in diesem Haus, bis auf Jake und sie selber. Nachdem die Magd einige Sekunden damit verbracht hatte wie versteinert dazustehen, merkte sie nun, wie sie eine wahnsinnige Hitze überkam und wie ihr das ganze Blut in den Kopf schoss. Ihr Herz begann so laut zu pochen, dass sie fast schon Angst hatte, dass es aus ihrer Brust springen könnte. Schnell verfärbte sich ihre natürlich rosanen Wangen in einen Feuerroten Ton. Er war ihr so nah, diese rauen Hände, die sonst Kaninchen töteten, schienen nun so sanft und vorsichtig. Fast schon, als würde er eine zerbrechliche Puppe in den Armen halten. Die Elfe wusste gar nicht, wie sie reagieren sollte. Ihre Kehle schien zugeschnürt und ein merkwürdiges Kribbeln ran durch ihren Körper, bis hin zu den Fingerspitzen. Der Rotschopf fühlte sich, als wäre sie nicht mehr Herrin über ihren eigenen Körper und vollkommen paralysiert. Wann war das letzte Mal, dass sie jemand so in den Armen hielt? Cecilia hatte fast schon vergessen, wie schön sich eine Umarmung anfühlen konnte. Ganz ohne, dass sie wirklich darüber nachdenken konnte, schmiegte sich ihre Wange an die Brust ihres Gegenübers und ihre Arme hoben sich und umschlossen den Rücken des Elfen. Mit ihren zierlichen Händen drückte sie ihn etwas an sich, beinahe schon, als würde sie ihn gar nicht mehr los lassen wollen. Cecilia konnte sich nicht erklären, wieso sich ihr Körper scheinbar von alleine bewegte und besonders nicht, warum sie sich in der Umarmung mit jemandem so wohl fühlen konnte, den sie eigentlich kaum kannte. Gerade in den Armen von Jake, schien sie irgendwie angekommen zu sein. Kurz schluckte sie einmal und setzte nochmal neu an zu sprechen. "G-genau so wenig, wie du auch.", flüsterte sie ebenso leise. Die Magd wusste gar nicht so recht, was sie sonst sagen könnte. Ob sie ihm danken sollte, ihr nicht böse zu sein oder ob sie ihn einfach bitten sollte noch ein wenig länger in der Umarmung zu verbleiben?

    [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Auch wenn sich Jake im nächsten Zuge direkt seinerseits entschuldige wusste Cecilia, dass der Fehler bei ihr lag. Es war durchaus zuvorkommend von ihrem Gast die Schuld auf sich zu schieben, dennoch war die Einsicht für den Rotschopf klar. Wie dumm ich nur war, jetzt wird dieser schöne Tag gleich wieder zu einer unangenehmen Begegnung aufgrund meines Fehlers... Cecilia wollte gar nicht erst daran denken, dass ihre schöne Zeit jetzt schon dem Vorbeigehen drohte. Dennoch wagte die Elfe es nicht, ihren Blick zu heben und sich wieder dem Jäger zu widmen. In ihr kam ein solch großes Schamgefühl auf, dass sie wohl in ihrem ganzen Leben noch nicht gespürt hatte. Was ist bloß los mit mir? Noch einmal versuchte die Hausmagd all ihren Mut zu packen und richtete ihren Blick langsam wieder nach oben. Zu ihrer Überraschung traf sie genau in dem Augenblick den nervösen Jake an, der bereits seine Arme ausstreckte, sich dennoch nicht dazu entschied seine Handlungen zu beenden und sich wieder dem Essen zuwendete. Für einige Sekunden verblieb sie in ihrer Position und dachte über das nach, was sie gerade eben gesehen hatte. Cecilia wusste nicht ganz, ob sie seine Bewegungen richtig deutete und ob er zu einer Umarmung ansetzte. Fühlte er sich etwa schuldig? Im folgenden konnte die Elfe erkennen, dass ihr Besuch durchaus nervös und unsicher zu sein schien. Der Anblick bereitete der Magd sofort ein schlechtes Gewissen, wie konnte sie es nur soweit kommen lassen? Irgendwie musste sie das wieder gut machen. Einmal noch atmete sie tief ein und versuchte so, ihre eigene Schuld und Nervosität in den Hintergrund zu rücken. "Jake, ich-" Der erste Ansatz scheiterte, da es sich anfühlte, als würde ihr jemand die Kehle zuschnüren. "Ich hätte dich nicht anfassen dürfen, dass ist Fakt und es tut mir leid, dass ich dich in eine unangenehme Situation gebracht habe." Eine kurze Pause half der Elfe dabei, ruhig zu bleiben. "Ich habe mir wirklich nichts dabei gedacht u-und ... na ja ... i-irgendwie fühlte ich mich einfach w-wohl in deiner Gegenwart und da kam das ganz natürlich." Fast stotterfrei konnte sie den Satz über ihre Lippen bringen. Der Rotschopf war stolz auf sich solch einen Mut aufbringen zu können, was für ihre Persönlichkeit mit Sicherheit nicht selbstverständlich war! "Ich bin mir sicher, dass du das alles auch ohne meine Hilfe sehr gut schaffen kannst." Ein letztes Mal noch versuchte sie ihn zu motivieren, während sie ihm anbot, das Thema zu wechseln, falls er sich zu unwohl fühlte, auf ihres einzugehen.

    Leider Gottes bin ich unglaublich ungeduldig, tut mir leid! Ich hoffe, es passt so!


    Name: Thomas

    2668-thomas-png


    Altersstufe: Teenager

    Geburtstag: 11.02

    Größe: 1,73m

    Familienstand: Ledig

    Familie: Vater und Mutter die gemeinsam mit ihm nach Riverport gezogen sind

    Herkunft: Leuchtdorf

    Info: Thomas ist ein unglaublich ruhiger und zurückgezogener Geselle. Bereits im frühern Kindheitsalter pflegte Thomas lieber Beziehungen zu den Büchern, die ihm sein Vater vorlas, als zu Gleichaltrigen. Sein Verhalten sollte sich im Laufe seiner Kindheit und Jugendjahre auch nicht ändern. Zwar stellten gute Leistungen in der Schule niemals eine große Herausforderung für den Jugendlichen dar, oftmals fühlte er sich sogar unterfordert, jedoch hieß dies keines Falls, dass der Musterschüler ohne Probleme durch sein Leben laufen konnte. Die Herausforderung für Thomas war eher sich mit seinen Mitschülern auseinanderzusetzen, ohne dass sie sofort anfingen, ihn zu hassen. Thomas war bekannt dafür immer das laut auszusprechen, was ihm in den Kopf kam, auch wenn er Gefahr lief, seinen Gegenüber zu verletzten. Dies tat er nie aus reiner Boshaftigkeit, sondern er verband alle ihm gegebenen Informationen und bildete sich seine eigene Meinung, zum Unwohl seiner Kameraden. An Feinfühligkeit fehlte es dem jungen Teenager eindeutig, weshalb seine Eltern schon bald einen Umzug beschlossen. Zum einen, um Ausgrenzung seitens der Mitschüler von Thomas aus dem Weg zu gehen und zum anderen in der Hoffnung, dass sie in einer fremden Stadt einen Neuanfang starten könnten.

    Job: Schüler

    Charakter: ruhig und zurückhaltend, sagt dennoch seine Meinung wenn er die Aussagen seines Gegenübers für falsch hält, intelligent, hilfsbereit in Angelegenheit für die Schule, eigensinnig, lebt in seiner eigenen Welt

    Vorlieben: Krimiromane, Mathe, Hunde, lange Spaziergänge, Sonne, Zeit alleine zu verbringen, Vergiss-mein-nicht, gute - nachvollziehbare Bücher

    Abneigungen: aufdringliche Personen, Partys, Alkohol, Fantasy-Genre, Oberflächlichkeit, Leute die einfach nicht verstehen, was er ihnen eigentlich sagen möchte

    Wohnort: Königsstraße 2 | Riverport

    Vergeben an: Puh

    [Cecilia] mit Jake in ihrem Zimmer


    1648-pasted-from-clipboard-png


    Trotz der Tatsache, dass Jake durchaus ein harter Kerl war - verständlich bei all dem, was er wohl mitgemacht haben musste -, schien sein Herz bei dem Thema Essen aufzuwärmen. Auch wenn es für einige unbedeutend zu sein schien, dass sich jemand über solche Kleinigkeiten freute, wie die Zubereitung bestimmter Nahrungsmitteln, war es für Cecilia eine große Freude, den Elfen dabei beobachten zu können, so glücklich zu sein, wie er in dem Moment war. Der Gedanke kreuzte sie in der kurzen Zeit in der sie zusammen waren schon oft, dennoch war er ehrlich um kam vom Herzen. Ein Lächeln steht seinem Gesicht wirklich sehr gut. Sobald sich die Mundwinkel ihres Gegenübers hoben, wirkte er fast wie eine andere Person. Die Unschuld in ihm schien fast schon zu leuchten und irgendwie überkam die Elfe ein ganz wohles Gefühl, den jungen Erwachsenen zu einer solchen Reaktion bringen zu können. Gerade so in dem Moment gefangen bemerkte sie gar nicht, wie unwohl sich Jake bei der Berührung fühlen musste und ehe sie wieder aus ihren Gedanken in der Realität ankommen konnte, löste sich ihre Hand von seiner durch eine schnelle, abrupte Bewegung. Erst jetzt blickte die Elfe in das Gesicht ihres Gastes und bemerkte, wie rot er um die Nase wurde und was sie dort gerade eigentlich getan hatte. Schnell liefen auch ihre Wangen extrem rot an. Sie versuchte sich zu rechtfertigen in dem sie den Mund öffnete, doch irgendwie wollte aus ihrem Hals kein einziger Ton erscheinen. Ihre Hände legte sie vor ihrem Körper zusammen und drückte sie nervös aneinander. "Ich-", der Rotschopf kam gar nicht erst dazu, ihren Satz zu beenden. "Es tut mir so leid..." Ihr Griff um die Hände wurde etwas stärker. "Ich hätte dir nicht so nahe kommen sollen, vor Allem nicht ohne deine Erlaubnis. Ich habe mir wirklich nichts böses dabei gedacht, es war einfach-" Cecilia unterbrach sich selber mitten in ihrem Satz. Es machte doch gar keinen Sinn überhaupt zu versuchen, sich zu rechtfertigen. Ihr Verhalten war unangebracht und das war alles. "Tut mir leid Jake, das war mein Fehler." Beschämt und unsicher senkte sie ihr Blick von seinen Augen auf den Boden und sie hoffte einfach, dass er sie nun nicht hassen würde.

    [Margaret] vor der Kapelle bei Erics Harem

    1188-margaret-png


    Zum ersten Mal überkam die Blondine ein gewisses Gefühl von Unbehagen. In der Luft lag Stille, nicht nur von den beiden Mädchen, die bis auf einen kleinen Pieps, der einer Maus ähnelte, die kurz davor war um Gnade zu schreien, bevor man sie zertreten würde, sondern auch von Seiten Erics. Auch wenn es der Elfe bereits einmal gelungen war, den Blonden zu überwältigen – wenn auch nicht mit sonderlich fairen Methoden -, konnte sie sich trotzdem nicht auf ihrem Ruhm ausruhen. Gerade deshalb nicht, da sie ihm anscheinend nicht genug auf den Kopf geschlagen hatte, dass er jegliche Erinnerung an sie verlor. Es wäre doch deutlich einfacher für beide Parteien gewesen, wenn sich Eric einfach nicht mehr an den Vorfall gewöhnen würde. Die ganze Diskussion und das elendige Hin und Her. Spätestens bei dem offenbar neu aufgebrachten Mut der beiden Dorfstoffel hätte sie sich am liebsten einen Finger in den Hals gesteckt. Dementsprechend fiel auch ihre Antwort aus, als sie sich beiden Mädchen wieder zuwendete. „Ihr preist das Freisein doch immer so wunderbar an.“ Nicht, dass ihr Menschen eine Ahnung davon hättet, wie es denn mal ist, nicht frei zu sein und von einer anderen Rasse versklavt zu werden. „Dann lasst mich doch so frei in meiner Entscheidung sein, dieses Gespräch zu Ende zu führen.“ Ganz überrascht von ihrer viel zu freundlichen Art hielt sie kurz inne. Was war denn bloß los mit ihr? Ob es wohl an Eric lag, dass sie sich nicht gleich auf die beiden Mädchen stürmte und ihnen allesamt die Augen auskratzte und am besten auch gleich die Stimmbänder mit, damit man die ächzenden Stimmen gar nicht mehr hören musste. Undenkbar. Margaret schmiedete sich aus allem immer nur ihren eigenen Profit. Ob dabei Leute auf der Strecke bleiben oder nicht, war ihr egal, hauptsache sie würde am Ende genau das bekommen, was sie von Anfang an wollte. Offensichtlich musste Eric eine gewisse Rolle spielen, dass sie bisher noch nicht ihr Interesse an ihm verloren hat. Ob es vielleicht ein dicker Geldbeutel ist oder eventuell oder nur der Adrenalinstoß, den die Elfe damals erhielt, als sie den jungen Mann verschleppte. Beide Szenarien nochmal durchzuspielen klang für die Blondine durchaus lukrativ. „Das ist mehr als genug. Ich halte nichts von Oberflächlichkeiten. Vielleicht wirst du irgendwann auch mal schlau daraus und lernst, wer am wichtigsten ist zu beschützen.“ Margarets Mentalität war eindeutig. Entweder ich lebe und kann die eine wichtige Person in meinem Leben beschützen oder ich sterbe und dann war all dies für nichts. Das gerade Menschen nicht immer die beste Lebenserwartung hatten, war ihr bewusst. Umso mehr war es für sie unverständlich, wie sie sich so wenig um sich selber kümmern konnten. Was blieb denn am Ende übrig? Die Liebsten sterben oder sie gehen von alleine weg und alles was man hat ist man selber. Das eigene Kapital bestehend aus sich und niemand anderem sonst. „Ich ringe alle Stärken mit, die jemand brauchen könnte.“ Ihre Antworten wurden viele knapp und kühl. Wieso fühlte sie sich ihm gegenüber in irgendeiner Art und Weise verantwortlich ihm zu antworten? Es hatte ihn nichts anzugehen, was ihre Hintergründe waren, sich niemandem anzuvertrauen. Weder ihm, noch seinem hinten anstehenden Harem sollte überhaupt jemals so viel von ihr gehört haben. Ein scharfer Blick galt dem jungen Mann bei seinem nächsten Kommentar. Wer war er sie als feige zu beschimpfen?! Er hatte doch keine Ahnung, was Feigheit wirklich bedeutete. In ihrem unterdrückten Ärger hatte sie schon beinahe den Fettbauch und das Mäuschen vergessen. „Ich brauche keine Angst haben jemanden zu verlieren. Menschen kommen und sie gehen. Die Schwächeren wohl schneller als die Stärkeren.“, dabei schielte sie nur kurz zu den Mädchen rüber. „Natürliche Selektion nennt man sowas, das hat überhaupt nichts mit Feigheit zu tun.“ Nachdem sie zu Ende gesprochen hatte, knirschte sie leicht mit den Zähnen und presste ihre Nägel in die Handinnenfläche, da sie dies als einziges Ventil sah, ihre Wut auszulassen, ohne gleich für einen Wahnsinns aufstand zu sorgen. Das Eric gerade Öl ins Feuer kippte schien ihm durchaus bewusst. Auch er schien im Zwiespalt zu sein. Auf der einen Seite hasste er die Elfe für ihre Taten, auf der anderen Seite konnte er sich nicht von ihr abwenden, trotz der Tatsache, dass seine Begleiterinnen ganz offenbar seiner Meinung nach Schutz brauchten. „Dreh den Spieß nicht um, hier geht es um dich und warum du alleine aus eigenständiger Kraft dich nicht von mir abwenden kannst.“ Die Schritte und zarte Stimme des Menschenweibes waren nicht zu überhören. Mit einer schnellen Bewegung drehte sie ihren Kopf zu Dorothy, mit starrem Blick und beinahe schon aufstehenden Haaren machte sie ihr sehr deutlich, dass es eine Grenze gab, die sie besser nicht überschreiten sollte, wenn ihr ihr schönes Gesicht etwas wert war. Zusätzlich zu der bereits angestauten Wut kam Eric auch noch der grandiose Vorschlag, dass sich Margaret einfach aus der Situation entziehen sollte. Welch Wunder, welch Wunder. Zum ersten Mal schien der Blonde von sich aus sich zurückziehen zu wollen, aber das sollte er sich schon lange abgeschmiert haben. Nachdem Eric das Feuer in ihr so zum Kochen brachte dachte er doch wohl nicht, dass sie ihn so einfach gehen lassen würde? Er ist wirklich dümmer als gedacht. „Fein. Ich werde gehen, aber erst klären wir die Dinge auf und das auf meine Art. Ich lasse weder dich, noch irgendwen anders so prompt vor mir stehen und mir Halbwahrheiten an den Kopf schmeißen. Oder bist du dazu … wie waren deine Worte noch gleich? Ach ja! Zu feige.“ Durchaus provokant und mit starrem Blick war sie vollkommen auf Eric fokussiert. Nichts desto Trotz, wäre es für die beiden Dorftrottel nicht ratsam, sich ihr auch nur einen weiteren Zentimeter zu nähern, ohne, dass sie ihnen alle Haare vom Kopf riss.