Beiträge von Zyprim

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi



    Ein direkter Blick - vielmehr als nur in ihre Augen, vielleicht sogar direkt in ihr Herz. Sie war wahrscheinlich leichter zu durchschauen als sie geglaubt oder zumindest gehofft hatte. Im Grunde sagten ihre Augen mehr als ihre Lippen es je tun würden. Wahrscheinlich wäre es spannend es auszuprobieren aber sie wollte nicht. Sie wollte sich nicht an jemanden binden, wieder Trennung, wieder Schmerz durchleben. Gefühle waren etwas so furchtbares, sie konnten einen zerstören. Sie waren viel zu mächtig, wenn man sie freien Lauf lies. Als angehende Psychologin sollte sie es wahrscheinlich besser machen aber das ging nicht. Sie konnte nicht gegen ihre Natur ankämpfen, war überhaupt nicht bereit es für irgendjemanden zu machen - wollte sich selbst am Wichtigsten nehmen - für eine unbestimmte Zeit- Vielleicht war Darren wirklich ein Mensch fürs Leben - vielleicht war er aber auch nur ein Schauspieler. Wie sie selbst, nur dass sie es nicht professionell machte. Sie lies seine Frage unkommentiert, sah ihn stattdessen eine Weile ins Gesicht um anschließend zu lächeln. Vielleicht belächelte sie seine Frage, vielleicht amüsierte sie seine Antwort oder es war ein aufrichtiges Lächeln. Sie tat sich schwer dabei die Worte des Dunkelhaarigen einzuschätzen. Sie tat sich schwer ihn generell einzuschätzen aber vielleicht war es auch leichter das Gelernte beiseite zu lassen und einfach zuzuhören, ihn nicht zu studieren wie einen Patienten sondern einfach den Inhalt seiner Worte zu lauschen ohne deren Hintergrund so hinterfragen. "Klingt so als wäre dein ganzes Leben ein Disneyfilm." Ein fast schon trauriges Lächeln, ehe sie ihren Kopf auf ihrer Hand abstützte und sie die Gesichtszüge ihres Gegenübers musterte. "Wann kommt der Film zu deinem Leben raus und vor allem welchen Titel wird er tragen?" Eine vielleicht lächerliche Frage und doch interessierte es sie, mehr als sie es klingen lies. Natürlich war die Frage nur halb ernst gemeint aber dennoch würde dieser Titel viel verraten, oder nicht? "Hmmm..." sie musste nicht viel überlegen. Ihre Kindheit war alles andere als klischeehaft rosarot. Sie war nicht immer leicht gewesen aber im Nachhinein betrachtet hätte es schlimmer sein können, oder nicht? Sakura und sie hatten im Grunde immer alles gehabt - außer fürsorgliche Eltern vielleicht. Aber sie hatten einander und das war das Einzige was zählte. Umso trauriger stimmte es Yumi, dass sie ihre Schwester so lange nicht mehr gesehen hatte. Es fühlte sich so an als hätte sich ihre gesamte Familie in Luft aufgelöst. Ihre Eltern machten anscheinend eine Weltreise. Die Zwillinge waren bei ihren Großeltern und Sakura - ja wo war das verrückte Huhn überhaupt - man hörte überhaupt nichts mehr von ihr. Im Grunde war sie alleine. Ein seichtes Lächeln folgte. "Ja, ich denke ich würde in das Klischee einer Disneyliebhaberin passen..." Sie schmückte ihre Antwort nicht weiter aus - es war Vergangenheit und vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt um traurige Geschichten auszupacken . wobei gab es den überhaupt - den richtigen Zeitpunkt? Unwahrscheinlich.

    Stille legte sich zwischen die Beiden. Vielleicht ließen sie nur die Antwort der Blonden sickern. "Wir sind traurig und glücklich zugleich? Wow ich bin mir nicht sicher ob ich diese schauspielerische Leistung fertig bringe. Wie wäre es wenn du anfängst..." brachte Yumi schließlich den Vorschlag und war schon auf die Interpretation des Lockenkopfs gespannt. Die Blondine musste schmunzeln als Darren seine Vermutung hinsichtlich der verbliebenen Backgroundtänzer äußerte. "Ach die stehlen uns doch bloß die Show..." winkte Yumi ab und lachte leise.

    Ich spiele es auch auf der Switch (bzw zischimichi spielt es auf der Switch und ich hab es heute Morgen noch einmal ausprobiert) und glaub mir es reicht, dass du den Y Knopf drückst ^^" Du musst mit dem Stick gar nichts machen. Der rechte Balken füllt sich automatisch, wenn du den Fisch im grünen Balken behältst und das schaffst du in dem du den Y Knopf drückst :'D Es ist ganz gleich wie am Pc nur dass du am Pc die linke Maustaste drückst und auf der Switch den Y Knopf ^^"

    Catch Oh Mann bei dir klingt Angeln nach einer richtigen Kunst :'DD Es ist doch nur ein Knopf den du drücken musst und das ist der Y Knopf o.o Zumindest habe ich noch nie den Stick dafür verwendet und auf dem PC ist es nicht anders nur dass man da die linke Maustaste verwendet :O Da guck ich einfach, dass ich den Fisch ständig im grünen Balken habe und so hart muss man da jetz auch nicht auf den armen Y-Knopf zimmern finde ich :O

    Ich bin ab morgen bis zum 07.04. in England, werde aber evtl. nächste Woche zum Posten kommen, das kann ich aber noch nicht sagen! Diese Woche wird es eher nichts mehr, also falls meine Postpartner doch warten müssen, bis ich zurück bin, tut mir das leid! c:

    Hab eine schöne Zeit :>

    [Am Flussufer] Noel & Raven



    Ein überraschtes Aufhorchen seitens der Rothaarigen folgte als der Junge schließlich seinen Traum in Worte fasste. Ein kalter Schauer jagte ihr über den Rücken. Erinnert an ihre eigene Existenz, an die Gabe, die zugleich Fluch war. Unkontrollierbar hatte es den Anschein - zumindest für Raven. Sie wusste, dass es da draußen noch Viele ihrer Art gab, die damit zurecht kamen, die sich sogar ihrer Möglichkeiten erfreuten aber war es für alle so schwer diese Seite in sich zu kontrollieren? Hatte ihre innere Abneigung gegen dieses Ich überhaupt erst dazu geführt, dass es so stark wurde, dass es immer an die Oberfläche kommen wollte - in den unpassendsten Momenten. Doch gab es dafür einen passenden Moment - im Grunde war es für Raven immer unpassend oder nicht? Einfach weil sie diese Seite nicht kontrollieren konnte, sich so hilflos fühlte. Monster. Ein einfaches Wort. Leicht kam es über die Lippen eines Jeden und doch schmerzte es wenn jemand es in den Mund nahm. Es war so negativ behaftet. Man verband damit Zerstörung, Leid und Tod. Als der Junge sich schließlich verbesserte hob Raven ihren Kopf, sah in die glänzenden Augen ihres Gegenübers. Sie funkelten als er über seinen Traum sprach - Ehrlichkeit spiegelte sich in dem Grün seiner Augen. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf den Lippen der jungen Frau mit dem feuerrotem Haar. "Ein schöner Traum..." kam es über ihre Lippen und vor ihrem inneren Auge sah, sie eine Welt in der Menschen, Elfen, Zwerge und auch wie hatte der Junge es gleich genannt... missverstandene Wesen in Frieden miteinander lebten. Eine Welt in der man keine Angst vor seinem anderen Ich haben musste und ihm durch diese Angst vielleicht erst diese Kraft und Energie gab, einfach Besitz von einem zu übernehmen. Missverstandene Wesen - eine schöne Bezeichnung. Ihre Gesichtszüge wurden etwas weicher als sich der Junge mit dem grünen Haar schließlich erhob. "...ich glaube er hat nur Angst, dass dir etwas passiert..." Wieder folgte ein sanftes Lächeln seitens Raven als sie die Aussage des Namenlosen kommentierte. "Mein Name ist Raven. Wie heißt du?" Das der Junge wohl gerade seinen ersten Schritt in die Richtung sich mit einem Monster anzufreunden getan hatte, war ihm zu diesem Zeitpunkt wohl nicht bewusst.



    [In Alessas Zimmer] machen sich auf dem Weg zur Party ~ Hina & Alessa



    Während Alessa damit beschäftigt war ihre Frisur zu perfektionieren zauberte Hina sich ein wunderschönes Make up, welches ihren weichen Gesichtszügen schmeichelte. Im Hintergrund hatte das Blondchen Musik eingeschalten, ziemlich klischeehafte Musik aber das brachte die beiden Mädchen schon einmal in die richtige Stimmung. Alessa summte zu den Tönen mit, während sie den Worten ihrer besten Freundin lauschte. Als Hina verkündete, dass es offenbar nur Idioten auf der Welt gibt hob die Tochter von Kate und Matze warnend den Zeigefinger und verbesserte die Aussage ihrer Freundin. "Es gibt nur Idioten in diesem Kaff, Süße." Nachdem die Cheerleaderin die letzte Strähne in den Griff bekam, drehte sie sich zu Hina um bewunderte ihr Kunstwerk an Make up. Sie war wirklich eine Zauberin. "Irgendwann lassen wir Riverport hinter uns und gehen nach Mailand oder Paris oder so..." träumte Alessa vor sich hin und kam aus dem Schwärmen kaum mehr heraus. Eine Stadt die ihrer würdig war, die etwas von Mode verstand. Auch wenn das Blondchen es ungern zugab aber sie verstand, dass ihr Papa sich aus dem Staub gemacht hatte. Riverport hatte eben nicht viel zu bieten und wenn man sich in der Modebranche einen Namen machen wollte musste man weiterziehen. Alessa musste schmunzeln als Hina laut verkündete, dass sie heute wohl kein Geld für Drinks ausgeben mussten aber das war ohnehin meistens der Fall. Wenn man mit ihnen ins Gespräch kommen wollte, oder überhaupt wollte, dass man ein Stück weit die Beachtung der Mädchen hatte war es doch nicht zu viel verlangt ihre Getränke zu bezahlen. Das war sogar das Mindeste. Schließlich nahm Alessa vor ihrem Schminktisch Platz und begann damit es ihrer Freundin gleich zu tun und ein etwas auffälligeres Make up aufzulegen als sie es noch tagsüber getragen hatte. Regelrecht liebevoll malte sie sich einen Lidstrich, tuschte die Wimpern und zeichnete die Umrisse ihrer Lippen nach, nur um sie anschließend in einer dazu passenden Farbe auszumalen. Mehrmals prüfte Alessa das Make up von allen Seiten um sich auch sicherzugehen, dass es ihren eigenen Ansprüchen gerecht wurde. Mit sich selbst war man immerhin doch am strengsten. Fast schon theatralisch kommentierte sie die Aussage ihrer besten Freundin, die sich noch einige Locken in ihr blondes Haar zauberte. "Ich wünschte nur man würde nicht immer nur die gleichen Gesichter sehen. Das langweilt mich schon zu Tode..." Alessa verdrehte die Augen. Sie war es Leid sich mit den gleichen Freaks rumzuschlagen, die ohnehin nichts auf die Reihe bekamen und die es nicht einmal wert waren auch nur ein Wort mit ihnen zu wechseln. Als das Blondchen mit ihrem Make up zufrieden war, erhob sie sich von dem Stuhl und tapste auf Hina zu, die einfach umwerfend aussah. "Du bist ein Traum!" bewunderte Alessa ihre Freundin, der das Top wirklich ausgezeichnet stand. Sie schnappte sich die Fernbedienung und machte die Musik wieder aus, ehe sie sich noch eine passende Handtasche aussuchte, die neben all den anderen Taschen im Schrank darauf warteten ausgeführt zu werden. Natürlich dauerte es noch ein wenig bis die beiden Blondchen schließlich bereit waren und irgendein armer Tropf angerufen wurde, um sie im Auto seines Vaters zu der Party zu fahren nur um ein kurzes Zwinkern zu erhaschen, dass mehr versprach. Natürlich wurde das Versprechen nicht eingehalten aber lediglich die Aussicht darauf lies ihn nach der Pfeife der Beiden tanzen.

    Zyprim Hast du zufällig einen Link, auf dem ich das Spiel herunterladen kann - ich habe über Amazon und Chip.de nichts gefunden, bei dem ich zufrieden wäre (hätte gerne die deutsche Version und möglichst frei von irgendeiner Schadsoftware). Würde mit Visa zahlen.

    Also ich hab es über Steam heruntergeladen weil ich mir da sicher sein kann, dass alles passt und funktioniert :)

    Uh oh! Sorry ich dachte ich habe die Frage beantwortet aber hab dann doch vergessen auf abschicken zu drücken :'D Nein, deinen Sachen passiert beim Vergrößern/Ausbauen überhaupt nichts. Da brauchste dir keine Sorgen machen!! ^^"


    Ich versteh deine Liebe zu dem Spiel <3 Hab vor Kurzem nochmal neu angefangen weil ja seeeehr viel dazu gekommen ist seit dem ich es gespielt habe und ich möchte mir noch einmal alle Heiratskandidaten kennenlernen und mir Zeit lassen beim Entdecken und nicht gleich heiraten. Mit dem Wissen vom ersten Mal durchspielen ist es gleich eine neue Erfahrung wieder. Für mich ist Stardew Valley einfach das beste Spiel in dem Genre (sagte sie in einem Harvest Moon Forum) Ich weiß es wird bestimmt schon langweilig wie sehr ich davon schwärme es tut mir Leid v.v Ich persönlich spiele es nur am Pc und hier habe ich eigentlich kein Problem mit dem Angeln ^^" Also mir nimmt es auch nicht den Spielspaß. Ich finde man gewöhnt sich dran und es funktioniert dann eig auch ganz gut o.o Sie ist halt fordernder als in anderen Spielen aber ja... Jedem das seine :>


    SPIELT ALLE STARDEW VALLEY *Unterschwellige Botschaft*

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi



    Sie spielten im Grunde miteinander - waren nicht ehrlich - sagten Dinge, die gar nicht der Wahrheit entsprachen. Sagte Yumi nicht vielleicht irgendwo absichtlich Dinge um die Grenzen klar zu stellen, die sie sich selbst auferlegt hatte um sich nicht mit etwaigen aufkommenden Gefühlen auseinandersetzen zu müssen - egal ob jetzt oder in der Zukunft. Dabei steckte dahinter gar nicht die Intention den Anderen zu verletzen sondern einfach zu Verhindern, dass jemand hinter diese Mauer blicken konnte, die sich die Psychologiestudentin mühevoll aufgebaut hatte. Im Grunde sprachen sie hier doch unverblümt über die Begegnung im Hörsaal, über seine gesagten Worte, die irgendwo immer noch tief in ihr verankert waren, denen sie aber keinen Glauben schenken konnte. Sie war zu feige aber das hätte sich die Blonde wohl niemals eingestanden. Sie war zu feige ihr Herz auf diese Weise zu öffnen. War es nicht sicherer jemanden hinterherzujagen, der in einer Beziehung war, Vater eines ungeborenen Kindes war und sich wahrscheinlich immer für die Mutter eben jenes Kindes entscheiden würde. Oder Alex. Selbst Alex war im Grunde sicherer. Er würde niemals sein Image als Frauenheld aufgeben und sich für seine Exfreundin entscheiden, mit der er sich über Jahre hinweg in die Haare gekriegt hatte nur um anschließend wieder in ihrem Bett zu landen. Simon und Alex waren im Grunde sicher weil diese beiden Wege niemals in einer Beziehung enden würden. Niemals. Die Erkenntnis schmerzte und beruhigte zugleich. Das Grinsen Darrens weckte sie aus ihren Gedanken und so lauschte sie schließlich seinen Worten. Auf ihren Lippen erschien nur ein seichtes Lächeln, während sie eine blonde Haarsträhne gedankenverloren um ihren Zeigefinger kräuselte. " Aber das ist gegen die Natur..." Eine Windböe fegte über die Köpfe der beiden Studenten hinweg und verlieh dem Moment noch eine sonderbare Tiefe. Da war er wieder der Schauspieler. Yumi studierte seine Gesichtszüge, seine Mimik, seine Gestik und musste doch Grinsen. "Dazu müssen wir erst in den Tiefen deiner Kindheit graben!" Die Studentin rückte ihre nicht vorhandene Brille zurecht und zückte ihren nicht existenten Schreibblock und einen Stift ehe sie ihre Rolle wieder aufgab und zu ihrem Selbst zurückkehrte. Er entfernte sich ein Stück und ihr Kopf lag wieder auf dem hölzernen Steg, während sich der Dunkelhaarige neben sie platzierte, alle Viere von sich streckte, Sein Gesicht in ihre Richtung neigte. Yumi stimmte in sein Lachen ein, drehte sich in seine Richtung, sah in sein Gesicht und als das Lachen verstummte blieb dennoch ein Schmunzeln zurück. "Ist das der Moment, in dem wir zu singen beginnen?" Ihre Augen funkelten, während sie über sein Gesicht wanderten, auf seinen Lippen verharrten und schließlich wieder direkt in die Wärme seiner braunen Augen blickte. "Das musst du mir erst erklären als Disneyfanatiker..."

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi



    "Ach ich spiele manchmal gerne mit meiner Beute..." witzelte die Blondine, ehe sie die Augen wie selbstverständlich aufschlug und direkt in das Paar brauner Augen des Anderen blickte, welches sie musterte. Wahrscheinlich steckte in der Aussage Yumis viel mehr Wahrheit als es den Anschein machte und so wartete sie auf die Reaktion des Dunkelhaarigen, der ihr Gesicht zu studieren schien um vielleicht an die Gedanken heran zu kommen, die in ihr vorgingen aber Yumi hatte nicht vor diese zu teilen, gar in Worte zu fassen. Sie behielt sie lieber für sich - ganz still und leise. Darren erklärte sich mit dem Vorschlag der Blondine einverstanden. Eine Art Kennenlernspiel der anderen Art. Man nannte Fakten über sich die vielleicht nicht sonderlich tiefsinnig waren aber einem dennoch zu dem Menschen machten, der man war. Oft waren diese klitzekleinen Details sehr viel wichtiger und bedeutender als die Tatsache, dass man Geschwister hatte und was man studierte oder woher man kam. Oft war es interessanter die Ängste des Anderen zu kennen oder seine Vorlieben. Innerlich sträubte sich nach wie vor etwas gegen diesen intimen Austausch. Tatsächlich fühlte sich Yumi auf diese Weise nackter als am Vorabend. Sex hatte für sie nicht wirklich einen emotionalen Wert. Schon lange nicht mehr. Die Psychologiestudentin musste lachen, als Darren sich tatsächlich nicht über sie lustig machte sondern eine wilde Vermutung anstellte, die tatsächlich gar nicht so unwahr war. Die blauen Augen Yumis strahlten, während sie sich köstlich darüber amüsierte. "Romantische Kitschfilme können niemals so gruselig sein wie Horrorfilme. Weil sie einfach unrealistisch sind. Die Existenz von Geistern und Zombies ist einfach plausibler..." Sie musste nicht fortfahren. Er wusste worauf sie hinaus wollte. Vielleicht hielt sie der kurze Austausch im Hörsaal davon ab weiter zu sprechen. Vielleicht wollte sie tatsächlich einmal kein Miststück sein und auf den Gefühlen eines Anderen herumtrampeln - vielleicht war ihr der gut aussehende Student in der kurzen Zeit doch wichtiger geworden als sie zugeben wollte. Seine großen Hände strichen durch ihr Haar, spielten mit vereinzelten Strähnen. Wenn man sie hier beobachtete könnte man glauben sie wären ein Paar aber dem war nicht so. Vielleicht würde sie niemals so sein können und als Katzenlady enden. Tatsächlich schockierte sie der Gedanke nicht mehr. Manche Menschen waren einfach nicht dafür gemacht sich zu binden. Sie hatte es früher versucht aber es hatte nur dazu geführt, dass sie verletzt wurde. Wenn man niemanden nahe genug an sich heran ließ konnte man aber auch nicht verletzt werden - wie praktisch. Das sie einem bestimmten Studenten aber näher gekommen war als gewollt kam ihr gerade nicht in den Sinn. Yumi lachte kurz auf. "Soll ich deine Vorliebe für Disney psychologisch analysieren?" neckte Yumi den Anderen. Die junge Erwachsene hatte ihr nachdenkliches Gesicht aufgesetzt und ihr Blick fokussierte sich auf Darren, der ein sehr gemütliches Kissen abgab.

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi


    Er war im Grunde genauso sehr ein Meister des Spieles wie sie selbst es war. Nicht umsonst studierte er Schauspiel. Die Liebe zur Kunst - vielleicht . Die Liebe zum Spiel - ganz sicher. Er genoss es mindestens so sehr wie sie selbst. Seine Mimik, seine Gestik - all das wieß daraufhin Er sagte vieles aber im Grunde auch gar nichts. Wahrscheinlich ein angenehmer Nebeneffekt, des Schauspielerdaseins. Man konnte mit Worten umgehen und wenn man diese Fähigkeit besaß, gehörte einem die Welt oder zumindest ein gewaltiges Stück davon. Sie schielte in seine Richtung, nachdem er zu Ende gesprochen hatte. Ihr eine Antwort gegeben hatte ohne ihre Frage wirklich zu beantworten. „Was für ein egoistischer Wunsch...“ Ihre blauen Augen ruhten auf seinem Rücken, als der gut gebaute Student sich nach vorne richtete und seinen Blick über das Meer schleifen lies. Die Blondine schloss schließlich ihre Augen wieder, genoss sogar die Sonnenstrahlen auf ihrer Haut, lauschte der angenehmen tiefen Stimme ihres Begleiters, ehe sie sich schließlich ein nahezu teuflisches Grinsen auf ihre Lippen legte und sie durch halb geschlossene Augenlider zu dem Studenten blickte. „Natürlich. Ich töte die Männchen immer nachdem ich mit ihnen geschlafen habe...“ entgegnete Yumi schließlich der Vermutung Darrens und spielte damit natürlich auf die Tierwelt an. Erinnerungen an den Vorabend spukten durch den Kopf der Blonden als sie ihre blauen Augen wieder verschlösse. Gestern hätte sie niemals gedacht, dass sie so wie heute hier gemeinsam am Steg sitzen und beinahe ein ernsthaftes Gespräch führen würden. Sie glaubte es ja selbst jetzt noch nicht. Darren hielt sich bezüglich seines besonderen Ortes noch bedeckt. Vielleicht würde sich irgendwann der Zeitpunkt ergeben diesen Ort gemeinsam zu besuchen aber zugleich schlug ihr Herz bei dem Gedanken rasend schnell und nicht weil sie sich so unheimlich darauf freute sondern weil ihr diese Nähe Angst machte. Normalerweise grenzte sie sich ab. Normalerweise lies sie es nicht einmal so weit wie heute kommen. Aber was war schon normal. Darren rückte ein Stück in die Richtung der Psychologiestudentin, bis er auf einer Höhe mit ihrem Kopf war. Seine Blick war auf sie gerichtet und als sie eine zärtliche Berührung am Kopf spürte öffnete Yumi langsam die Augen, ihre Augenlider flatterten, ehe sie den warmen Blick Darrens eingefangen hatte. Sie verweilte einen Augenblick, sah ihn einfach nur an als wären seine Worte so dermaßen absurd, dass sie diese gedanklich erst wiederholen musste um wirklich den Sinn dahinter zu verstehen. Sie musste schmunzeln und ehe sie dem Dunkelhaarigen eine Antwort gab positionierte sie ihren Kopf auf seinen Schoß. Ein wesentlich gemütlicheres Kissen als ihre Kopfbedeckung soviel war sicher. Ein nachdenklicher Gesichtsausdruck eine nachdenkliche Pose, ehe sie eine Bedingung für dieses selbsternannte Spiel nannte. „Nur wenn du auch etwas von dir erzählst. Wir wechseln uns ab...“ Der Schalk blitzte in ihren blauen Augen, als sie zu dem Bartträger nach oben sah. Sie wünschte sich keine smalltalkmäßigen Sachen sondern Dinge, die etwas über den Menschen dahinter erzählten, Dinge die offenbarten was ihn ausmachte, zu dem machten, der er im Grunde war. „Ich bin erwachsen aber fürchte mich vor Horrorfilmen. Davon bekomme ich Alpträume...“ Ein leicht beschämtes Murmeln kam über die Lippen der Blonden und sie wich dem Blick des Anderen aus, sah schlussendlich aber doch wieder auf weil sie auf seinen Part gespannt war, selbst wenn sie sich darauf gefasst machte ausgelacht zu werden...

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi



    Sie lächelte als Darren neben ihr Platz genommen hatte und seine Worte an ihr Ohr drangen. Leicht neigte die Studentin ihren Kopf und blickte in die Richtung des attraktiven jungen Mannes an ihrer Seite. Ihr Blick wanderte über sein Profil, seine geschlossenen Augen, seine Lippen, die leichten Bartstoppel in seinem Gesicht, was ihn das bubihafte nahm und einen Hauch von Männlichkeit gab. "Bin ich so leicht zu durchschauen?" kam es schließlich über die Lippen der Blonden und ihre blauen Augen musterten Darren interessiert, der seinen Kopf in den Nacken gelegt und die Augen geschlossen hatte. Wahrscheinlich war sich Yumi selbst nicht sicher wie ernst ihr diese Frage war oder ob es nur Teil ihrer lockeren Unterhaltung war. Der Wind spielte mit seinem dunklen Haar. Sie wandte den Blick ab, griff nach ihrer Kopfbedeckung und fuhr sich durch die wilde, blonde Mähne, ehe sie sich nach hinten fallen lies und ihren Hut als Kissen benutzte. Mit ausgestreckten Armen blickte die Studentin in den Himmel und beobachtete die vereinzelten Wolken, die über sie hinweg zogen. Die Ruhe hier war so angenehm. Vielleicht war es auch seine Anwesenheit, die es der Blondine erlaubte ein wenig abzuschalten. Bisher war es so einfach und unkompliziert gewesen aber wie würde es nach diesem Tag aussehen? Würde sie ihm aus dem Weg gehen, ihn meiden? Ein kurzer Blick in die Richtung des Schauspielstudenten, als würde sein Anblick ihr die Antwort liefern. Aber das tat er natürlich nicht. Schließlich öffneten sich seine Lippen einen Spalt und vereinzelte Worte purzelten darüber. Ein Lächeln und Yumi erwischte sich, wie sie es erwiderte. Es war in Ordnung ihn diesen Ort zu zeigen. Es war okay. Im Grunde war es nur ein Ort und nicht mehr. Es bedeutete gar nichts. Da war es wieder. Sie blockte ab, ließ keine Nähe zu als wäre allein der Gedanke daran pures Gift aber sie konnte es nicht abschalten, wollte es vielleicht auch gar nicht. Ihr Blick wanderte ihren eigenen Arm entlang, bis zu den Fingerspitzen un schließlich seine unweit entfernten Arm hinauf bis zu seinem Gesicht, ehe sie zum Wort ansetzte. "Gibt es so einen Ort auch für dich?" Ihre Worte gingen förmlich im Rauschen der Wellen unter. Das Meer war heute besonders ungestüm, als würde es die Gefühlswelt der jungen Studentin widerspiegeln, als würde es direkt in ihr Herz sehen. Unruhig und chaotisch aber dennoch lag sie hier und es fühlte sich gut an - für diesen Moment - als alles noch unausgesprochen war und sie in keine Richtung gedrängt wurde. Im Grunde tat sie so als hätte es seine Worte nie gegeben, zu sehr genoss sie den Schwebezustand.

    [Vor der Kapelle] Greta & Eric




    Sie wollte ihren Mund einfach nicht halten. Ganz klar, dass sie das letzte Wort haben wollte. Die Elfe war leichter zu durchschauen als sie dachte, selbst jetzt als sie das Schauspiel bleiben hatte lassen blieb immer noch ein einfaches Mädchen, dass sich in der Welt behaupten wollte. Wahrscheinlich eine schwere Kindheit - irgendein Trauma - die Geschichte kannte man ja. Sie lebten hier in einer von Monstergebieten umzingelten Stadt und so erging es nicht nur Trampoli - so erging es jeder Stadt da draußen. So gut wie alle hatten ihr Päckchen zu tragen, hatten furchtbare Dinge gesehen und durchlebt aber das war keine Ausrede sich so zu benehmen, wie es die Elfe tat. Sie trug diese Negativität weiter und weiter. Ein nie enden wollender Kreislauf der Grausamkeit. Die dunklen Augen des jungen Mannes folgten ihren Bewegungen und ehe er sich versah, hatte er nach der Hand der blonden gegriffen. Blitzschnell drehte sie ihren Kopf, starrte ihn nahezu fassungslos an als hätte Eric gerade etwas Unglaubliches getan. Scharfe Worte. Bedrohlich. Schneidend wie ein Messer. Sie versuchte sich loszureißen, schaffte es jedoch nicht. Ihr Körper schien sich anzuspannen, auf Abwehr zu schalten. Sie nahm ihre zweiten Arm um den Dunkelhaarigen von sich zu schieben, so aus seinem Griff zu kommen und mit einem Mal lies Eric sie los und hob beide Hände. Nicht wirklich eine Kapitulation aber er wusste wann es besser war etwas sein zu lassen. Studierend sah er in die weit aufgerissenen blauen Augen des Elfenmädchens. Ärgernis und etwas ähnliches wie Mitleid machte sich in dem jungen Mann breit. Die Antwort lag nicht in dem tiefen blau ihrer Augen. Die Antwort lag verborgen hinter den zahlreichen Mauern, die sie sich aufgebaut hatte. Er öffnete seine Lippen um zu einer Antwort anzusetzen aber ihm fiel einfach keine passende ein. Er war niemand der Andere verletzte aber offensichtlich hatte er die blonde Elfe an einer sensiblen Stelle getroffen. Sie war ganz und gar nicht das harte Mädchen, dass sie vorgab zu sein und das kam gerade in dieser Situation deutlicher denn je zum Vorschein. Ein Lächeln zierte seine Lippen. "Niemand entscheidet über dich also ruhig Blut..." Abwehrend hielt Eric seine Arme immer noch nach oben und versuchte die Situation etwas zu entschärfen, was sich wahrscheinlich gerade bei der Blonden als besonders schwer erwies. Zugleich versuchte er zurückzurudern aber seine Deckung nicht aufzugeben, da er genau wusste wie gefährlich sie sein konnte. "Ich hoffe nur für dich es gibt eine Person in deinem Leben, der du nicht so begegnest...". Schließlich nahm Eric etwas Abstand und wandte sich schließlich zum Gehen um. Wenn sie sich nun aufmachen würde und Dorothy und das andere Mädchen im Ruhe lies war der Tag wenigstens nicht völlig erfolglos. Dennoch war sie eine Gefahr... für alle in der Stadt und im Grunde auch für sich selbst...

    [Im Wohnzimmer] Sky & Noita



    Bereitwillig lies der Student die Methode der Schwarzhaarigen über sich ergehen, lies sich auf ihr vielleicht doch zu kindisches Spiel ein. Offenbar traf auch Sky nicht gerne Entscheidungen oder er war doch durch und durch ein Gentleman, wie er es vorhin prophezeit hatte. So kindisch es vielleicht auch sein mochte aber Noita liebte diese Methode. So sah man sich vielleicht auch einmal Filme an, die man erst nicht so ansprechend fand aber die dann eine Chance bekamen und vielleicht für eine Überraschung gut waren. Es wäre nicht das erste Mal, dass Noita auf diese Weise einen sehr guten Film geguckt hatte. Majo und sie griffen oft auf diese Methode zurück, da sie sich selten einigen konnte. Noita war sich jedoch ziemlich sicher, dass sie nur ihr zu Liebe dabei mitmachte und so wie sie den blonden Wuschelkopf kannte, hatte sie oft genug ihre magischen Finger dabei im Spiel. Es konnte nun wirklich nicht sein, dass sie sonst am Ende irgendwie doch immer Majos Favouriten erwischten. Es dauerte etwas bis Noita auffiel wie nahe sie ihrem Besuch gekommen war. Seine Haut unter ihren Fingern fühlte sich so warm an. Ob er Fieber hatte? Am Ende hatte es vielleicht doch nichts gebracht, ihn mit hierher zu schleppen und er würde um eine Erkältung nicht drumrum kommen. Die junge Hexe würde es sich wohl nicht verzeihen können wenn dieser Fall eintraf. Ein enthusiastisches 'Stop' verließ die Lippen des Dunkelhaarigen, dessen blaue Augen sich unter ihrer Hand wieder offenbarten, als sie diese zurückzog und der Student etwas Abstand zwischen sich und Noita brachte. Durch ihre roten Augen sah die junge Hexe ihn mitfühlend an. "Hast du Fieber? Du bist so... heiß." Sie hob ihre Hand um sie erneut an seine Stirn zu legen, zog sie auf halbem Weg aber wieder zurück, weil sie sich ihrer eigenen Worte bewusst wurde. Augenblicklich wechselte ihre sonst eher blasse Gesichtsfarbe zu einem Rotton, den sie prompt hinter ihren flachen Händen verbarg. "Also... deine Stirn...sie fühlt sich so warm an." Innerlich erhoffte sich Noita ein Loch, welches sich unter ihr auftun und sie verschlucken würde. Sie lies wirklich kein Fettnäpfchen aus. Ihre Feststellung klang doch tatsächlich wie der billigste aller Anmachsprüche... Sky würde sich bestimmt gleich wieder über ihre Wortwahl lustig machen und so versuchte sie auf seine Filmauswahl einzugehen, indem sie die Hände wieder aus ihrem Gesicht nahm und ein peinlich berührtes Kichern über ihre Lippen kam. Die Sorge in ihren Augen verschwand jedoch nicht aber sie wollte Sky auch auf keinen Fall zu Nahe treten. Schließlich wandte sich Noita wieder dem Bildschirm zu und konnte nicht anders als zu Grinsen. Das einfache Grinsen wurde zu einem Lachen. Mit dem Zeigefinger lenkte sie die Aufmerksamkeit des Anderen ebenfalls Richtung Fernseher. "Sieht so aus als wollte dir deine Intuition etwas mitteilen..." Der Titel des ausgewählten Filmes lautete: 'Nie wieder Sex mit der Ex'.

    [Am Brunnen] Max & Bianca



    Sein schockierter Blick ruhte auf ihr. Die Augen hatte Max weit aufgerissen. Er schien nicht glauben zu können was gerade geschehen war und Bianca konnte es ihm nicht verdenken. Immerhin war sie selbst überrascht und blickte nach wie vor in Unglauben zwischen ihrer Hand und dem Gesicht ihres Vetters hin und her. Sie war für ihre impulsiven Reaktionen bekannt, doch hatte sie bisher noch nie Hand an ihre eigene Familie gelegt. Es war bisher immer ein stilles Abkommen gewesen, dass sie den Schein einer perfekten Familie wahren sollten. Vielmehr war es eigentlich nicht still. Sie hatten es förmlich von Geburt an vorgesagt bekommen, dass sie etwas Besseres waren, dass sie den Schein wahren mussten auch wenn es hinter verschlossenen Türen vielleicht ganz anders war. Die berühmten Masken, die sie trugen und es war hier nicht die Red von dem Maskenball im Winter. Es war die Rede von den alltäglichen Masken, die Sophie und Rosalind glaubten mir nichts dir nichts absetzen zu können um ein einfaches Leben auszutesten. Wie blind und naiv sie doch waren. Bianca beneidete die Beiden darum in gewisser Weise. Sie lebten mit einer derartigen Leichtigkeit und schienen sich nicht über die Konsequenzen ihrer Taten den Kopf zu zerbrechen. Bewundernswert. Dumm. Die Gefühle waren anscheinend einmal zu oft unterdrückt worden, anders ließen sich diese ständigen Gefühlsausbrüche in letzter Zeit nicht erklären oder vielleicht war die Mauer gebröckelt, die sie sich so mühevoll aufgebaut hatte. Ein eiskaltes Miststück zu sein war immerhin viel Arbeit gewesen und es würde noch viel mehr Arbeit sein, dass zerbrechliche Mädchen dahinter zu verstecken, wenn es sich einmal hatte blicken lassen.

    Der Körper des Blonden verkrampfte sich in der Umarmung. Eine Abwehrreaktion - Überraschung? Zögerlich schienen sich die Muskeln des Erben zu entspannen. Er schien den Atem angehalten zu haben. Ihre Reaktion überforderte Max. Nicht wenig verwunderlich immerhin war viel Zeit vergangen, seit sie sich begegnet waren, seit sie sich so gegenüb gestanden waren. Es war viel passiert - das wussten sie Beide. Vielleicht war es unpassend aber es fühlte sich gut an ihn im Arm zu halten. Er lebte. Er war keine Marionette mehr. Er war es wirklich. "Max..." Unbewusst flüsterte Bianca seinen Namen. Ihre Stimme zitterte. Sie spürte seinen Atem auf ihrer Haut, die Wärme seines Körpers. Er war wirklich am Leben. Die blauen Augen Biancas füllten sich wieder mit Tränen. Bisher war es so surreal gewesen aber nun glaubte Bianca daran, konnte vielleicht bald akzeptieren, dass es nicht nur schwarze Magie war, die sich irgendwann in Luft auflösen würde. Zögerlich, leicht wie eine Feder spürte die Adelstochter seine Hand auf ihrem Kopf, die sanft über ihr Haar strich. Tröstend - obwohl es doch viel mehr Max war, der Trost gebrauchen konnte, oder nicht? Er hielt inne, ehe er zum Wort ansetzte. Einfache Worte und doch war ihre Bedeutung wertvoller als man glauben mochte. "Ja... wir sind doch stehts bemüht unsere Masken zu tragen..." Eine Bitterkeit schwang der Stimme des Mädchens nach, doch sie führte es an dieser Stelle nicht weiter aus. Eine Unbestimmte Zeit lang verweilten sie noch in dieser Position, ehe sich Bianca sachte von dem Blonden löste. Ihre Augen funkelten noch und ihre Wimpern waren noch ganz nass von den vergossenen Tränen. Sie vermochte sich jedoch nicht von Max abzuwenden.

    [In Alessas Zimmer] Hina & Alessa

     


    Bestürzt führte Alessa ihre Hände an ihre Lippen als würde die Vermutung Hinas sie tatsächlich verwundern oder gar überrascht. Lange konnte das Blondchen ihre dramatische und schauspielerische Haltung jedoch nicht wahren, da sie bei dem Gedanken, dass die beiden Freundinnen Recht behalten könnten, schmunzeln musste. Während die Gedanken an Luka längst der Vergangenheit angehörten, drehten sich Alessas Gedanken um das Outfit für die heutige Party. Das war nämlich wesentlich wichtiger als der Nerd mit dem nicht vorhandenen Orientierungssinn. Wieder und wieder kombinierte die Schülerin ihre Klamotten miteinander aber war immer noch nicht ganz zufrieden mit ihrer Auswahl. Alessa knabberte schon leicht nervös auf ihrer Unterlippe herum und war kurz davor alles hinzuschmeißen und einfach den Abend zu Hause zu verbringen aber zu sehr genoss sie es mit Hina auf eine Party zu gehen, mit hübschen Kerlen zu flirten und zu tanzen. Hina durchforstete bereits den Kleiderschrank der Blonden und wurde offenbar auch fündig im Gegensatz zu Alessa selbst. Das Zimmer sah mittlerweile so aus als hätte eine Bombe eingeschlagen. Überall lagen Klamotten kreuz und quer aber das war das geringste übel. Viel schlimmer war die Tatsache, dass sie noch kein Outfit für die Party hatte.

    Nach ihrer Attacke auf ihre hübsche Freundin brachen die Beiden in ein Gelächter aus und das Drama um die Garderobe für heute Abend war beinahe vergessen. Ein erschrockenes Quietschen entglitt Alessa als Hina ihr in den Bauch piekste. Das Biest wusste einfach genau, dass sie an dieser Stelle kitzlig war und so krümmte sich die Schülerin unter der Berührung des anderen Mädchens, welches ihre Attacke gleich mit einem süßen Küsschen auf die Wange gut machte. "Niemals!" verkündete Alessa anschließend. "Lieber öfters Sport aber das Eis lass ich mir nicht nehmen." Gespielt beleidigt verschränkte die Teenagerin ihre Arme vor der Brust und spielte für wenige Sekunden beleidigte Leberwurst, wobei jedoch Beiden sehr wohl bewusst war, dass es nicht Ernst gemeint war. Hina machte sich bereits an ihr Make up und dadurch fühlte sich Alessa gleich wieder motivierter sich noch einmal in Ruhe mit dem Inhalt ihres Kleiderschrankes zu beschäftigen. Nebenbei lauschte das Blondchen der Geschichte ihrer Freundin und war mehr als schockiert über das Verhalten des Kerls in ihrer Geschichte. "Waaas? Was für ein Vollidiot!" schimpfte Alessa schließlich als sie hörte war der Typ sich erlaubt hatte. Natürlich wanderte er damit auch auf die schwarze Liste der Blonden. Die beiden Freundinnen waren in dieser Hinsicht sehr solidarisch. Wenn es sich Jemand mit Hina verscherzte war er bei Alessa ebenfalls gleich unten durch. Sie waren eine gemeinsame Front und hielten zusammen wie Pech und Schwefel. "Ich fand eigentlich, dass ihr so gut zusammengepasst hättet aber sowas geht echt gaaaar nicht!" Spätestens mit diesen Worten war der arme Kerl abgeschrieben. Schließlich hatte Alessa sich ein Outfit geschnappt und schlüpfe gleich hinein. Sie drehte sich ein paar Mal vor dem Spiegel und begutachtete sich von allen Seiten. Ja. Das würde es werden. Ein zufriedenes Lächeln stahl sich auf die Lippen der Blondine, ehe sie sich daran machte ihre Haare zu stylen. Von der ausgiebigen Shoppingtour waren diese schließlich ganz durcheinander.

    [An einem verlassenen Steg] Darren & Yumi




    Die Luft hatte sich verändert. Sie roch salzig. Yumi schloss für einen Moment die Augen. Es war ganz anders als in der Stadt. Es roch nach Freiheit. Jedes Mal bekam die Studentin hier am Hafen die Lust sich einfach auf ein Schiff zu schmuggeln und auf das offene Meer hinaus zu segeln ohne zu wissen wohin es sie brachte. Das Ungewisse war oft weniger schwer zu ertragen als die Gewissheit. Woran lag das nur? Wenn man genau hinhörte, konnte man schon die Möwen hören. Auch mit diesem Geräusch verband Yumi nur Positives auch wenn viele diese Vögel als lästig empfanden. Die Stille zwischen Darren und ihr war ihr nicht einmal aufgefallen. Zu sehr genoss die Blonde den Moment neben ihm her zu gehen und die aufkeimende Ruhe. Eine sanfte Brise wehte, als sie schließlich den Hafen erreicht hatten. Der Wind spielte mit dem langen blonden Haar der Psychologiestudentin und sie musste ihre Kopfbedeckung festhalten, damit diese nicht davongetragen wird. Sein Blick wanderte über das Wasser, ehe er sich doch zu ihr umdrehte und sie anlächelte. Seine Augen strahlten und Yumi kam nicht drumherum den Schauspielstudenten ebenfalls ein Lächeln zu schenken. Sie schüttelte den Kopf als der Wuschelkopf anscheinend zu glauben schien, dass dies ihr Lieblingsort war. Nein. Er wusste das dem nicht so wahr. Anscheinend war Yumi doch leichter zu durchschauen, als sie selbst von sich gedacht hatte. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren spazierte sie den Hafen entlang, vorbei an den zahlreichen Menschen, vorbei an den zahlreichen Schiffsleuten und Seemännern, vorbei an dem belebten Teil des Hafens, an dem sich die Leute nur so tummelten. Ohne sich umzudrehen spürte Yumi die Präsenz des Dunkelhaarigen, vielleicht sogar seinen Blick auf sich. Zu ihrer Linken war das Meer, unruhig und gemächlich zugleich. Mit jedem Schritt wurde es ruhiger, die Menschen wurden weniger, schließlich hielt Yumi inne und ging auf einen gesperrten Steg zu. Als wäre es selbstverständlich kletterte sie über die Absperrung und blickte schließlich über die Schulter um in die braunen Augen ihres Begleiters zu gucken, der ihr wortlos gefolgt war. Ein herausfordernder Blick. Sie setzte einen Fuß vor den anderen und spazierte den Steg entlang. Keine Menschenseele weit und breit. Nur sie und das weite offene Meer. Keine Schiffe legten hier an. Ja. Ihr Lieblingsplatz in der Stadt. Hierhin zog sie sich zurück wenn sie keine Menschen ertragen konnte. Hierhin zog sie sich seit jeher zurück um ihren Gedanken nachzuhängen. Sie teilte diesen Platz nun. Im Grunde ein gewaltiger Schritt. Im Grunde war sie sich selbst nicht sicher ob es gut so war aber vielleicht war es diesen Schritt den sie gehen konnte im Moment. Sie setzte sich am Ende des Stegs hin und lies ihre Beine über das Wasser baumeln, ehe sie ihren Blick auf das weite Meer hinaus gleiten lies. "Ich mag es hier." Ein fast schon seeliges Lächeln legte sich auf ihre Lippen ohne sich vom Anblick des ungestümen Meeres abzuwenden.

    [Im Wohnzimmer] Sky & Noita



    Das Grinsen des Dunkelhaarigen begegnete dem Hexenmädchen, als sie das gesuchte Objekt dann doch tatsächlich zu fassen bekam und es dem Studenten präsentierte. Es wirkte so ehrlich, als seine blauen Augen die ihren trafen und so konnte Noita nicht anders als ebenfalls zu grinsen. Skys Lächeln war wirklich ansteckend. Vielleicht war es der französische Charme, von dem alle immer sprachen, der anscheinend weltweit bekannt war. Vielleicht konnte man sich diese Eigenschaft auch einfach durch ein Auslandssemester aneignen. Vielleicht war es aber einfach Sky selbst. Aber jetzt war nicht der Zeitpunkt sich darüber Gedanken zu machen. Noita genoss seine Anwesenheit auch wenn viele merkwürdige Zufälle überhaupt erst zu dieser Begegnung geführt hatten - sie hatte das Gefühl sie harmonierten auf seltsame Art und Weise. Vielleicht war es ihre Gegensätzlichkeit. Sky war selbstbewusst und direkt. Er war ganz anders als sie selbst es war und das war merkwürdig erfrischend, entlockte in ihr auch eine ganz andere Persönlichkeit. Vielleicht war es etwas anderes - undefinierbares. Zeit war relativ - zu gemütlich und zugleich absonderlich war diese Szene. Vielleicht lenkte sich Noita auch einfach nur von dem Gedanken ab, dass sie einen gewissen Bondschopf nicht erreichen konnte, da es sich anfühlte als würde er ihr wie Sand durch die Finger entgleiten aber das war alles ganz neu für sie. Man musste nicht ständig aufeinander hocken. Sie war immer noch Noita und er war immer noch Cedric. Zwei eigenständige Menschen mit eigenen Leben. Sie würden nur einen Teil dessen miteinander beschreiten. Die Vorschau des ersten angezeigten Films, riss die Schülerin wieder aus ihrer Gedankenwelt, in die sie nur allzu gerne abdriftete und führte dazu, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf den Bildschirm richtete, aber dennoch nicht sonderlich viel vom Inhalt der Vorschau mitbekam. Schließlich sah das Mädchen wieder in die Richtung des Anderen als er zum Wort ansetzte. Seine blauen Augen sahen sie direkt an, während er seinen Kopf auf seiner Hand abstützte. Mit einer Leichtigkeit nahm er die gesagten Worte in den Mund als wollte er lediglich ihre Reaktion darauf testen. Ein Lächeln. Vielleicht ein dezenter Rosaschimmer auf ihren Wangen aber die schummrige Beleuchtung der Stehlampe neben der Couch verschleierte die Sicht etwas. "Das wäre wahrscheinlich die merkwürdigste Verabredung überhaupt..." Noita musste leise lachen und strich sich eine verirrte Haarsträhne hinter ihr Ohr, ehe sie eine Lösung für das Filmproblem hatte, welche sie gleich mit ihrer neusten Bekanntschaft teilte - regelrecht enthusiastisch. Das schwarzhaarige Mädchen rückte etwas näher an Sky heran und hielt ihm mit einer Hand die Augen zu. "Ich scrolle durch die Filme und du sagst einfach irgendwann stopp." teilte Noita ihren Lösungsvorschlag mit dem Dunkelhaarigen. Die einfachste Lösung für Menschen, die nicht sehr entscheidungsfreudig waren. Man überließ es einfach den Zufall. "Das wird dann unser Film... für heute. Ich vertraue auf deine Intuition!" Erwartungsvoll scrollte Noita durch die Vielzahl an Filmen während sie auf ein einziges Wort des Anderen wartete, dass über die Zukunft entscheiden würde. Im Moment war der Schülerin gar nicht bewusst wie nahe sie Sky gekommen war, dass er eigentlich ein Fremder war. Sie fühlte sich wohl, dachte nicht über ihre Handlungen und deren Auswirkungen nach.

    [Vor der Uni - gehen zum alten Hafen] Darrren & Yumi


    Drei einfache Worte führten dazu, dass die Blondine ihren Kopf wieder Darren zu wandte. Seine braunen Augen spiegelten die Ehrlichkeit seiner gesagten Worte wieder und doch musste sie schmunzeln. Sie glaubte ihm nicht. Wahrscheinlich hätte sie es gerne getan aber sie konnte es einfach nicht. Sie konnte es nicht, so sehr sie es auch wollte. Es war leicht selbst zu glauben, dass man es wirklich so meinte, wenn man nicht wusste was auf einem zukam. Natürlich war es nicht fair ihm die Chance zu nehmen es zu versuchen aber sie wusste doch selbst nicht was sie wollte, ob sie sich in gewisser Weise binden wollte - konnte. So sehr steckte sie mit dem Kopf in den Wolken, zu sehr fuhren ihre Gefühle Karussell. Sie konnte die Gefühle für Simon nicht einfach ausschalten, diese unerklärlichen Gefühle, die aber dennoch nicht zu bestreiten waren. Sie konnte auch nicht bestreiten, dass da nach wie vor eine Anziehung zwischen Alex und ihr bestand und schlussendlich konnte sie nicht leugnen, dass dieser Schauspielstudent mit den warmen braunen Augen sie kalt lies. Wie sollte man diese Sache jemals lösen. Es war nicht möglich. Es war nicht fair ihm gegenüber. Seine Hand verschwand von ihrem Oberschenkel und lies ein sonderbar kaltes Gefühl an dieser Stelle zurück. Ihr Blick folgte seinen Bewegungen, sah zu wie er sich nach hinten lehnte, den Kopf in den Nacken legte. Unweigerlich wanderte der Blick der Psychologiestudentin über das Gesicht des jungen Mannes, seine Lippen, seine breite Brust und schließlich trafen sich die Blicke der beiden Studenten wieder. Er grinste ihr mit einem breiten Lächeln entgegen als hätte Yumi ihm nicht gerade in gewisser Weise abgewiesen. "Ja? Bist du etwa die männliche Version zu Marie Kondo?" Amüsiert musterte die junge Erwachsene den Kerl neben sich und musste über ihr eigenes Kommentar ein kleines bisschen schmunzeln. Das sich eben genannte Person mit einer anderen Art Chaos befasste lies Yumi natürlich außen vor. Seine nächsten Worte brachten das Lächeln im Gesicht der Studentin aber wieder zum Erlöschen. Unweigerlich erlosch damit auch das Gefühl der Leichtigkeit. Er hatte es vermutlich nicht so gemeint aber seine Worte waren scharf wie Messerstiche. Sie wich seinen Blick aus, spürte sie zärtliche Berührung an ihrem Oberarm und sie spürte wie ihr Herz einen Moment aussetzte um danach wieder schneller weiter zu schlagen. Womit war sie zu weit gegangen? Die Tatsache, dass sie miteinander geschlafen hatten? Ein stilles Auflachen. Als ob dieser Mann diese Art der Begegnungen nicht bereits kannte. Wann hatte es begonnen nicht einfach nur ein One Night Stand zu werden? Wo war der Zeitpunkt gewesen? Ihre Lippen blieben stumm. War es in Wirklichkeit gleich bei ihrer Begegnung so gewesen. Yumi sah auf. Ein fragender Blick in das lächelnde Gesicht Darrens. Er sah dennoch so sorglos aus , schien ihr ihre Worte nicht übel zu nehmen. Wie war das möglich? Vielleicht war es doch kein Weltuntergang es einfach auf sich zukommen zu lassen. Vielleicht wäre es sogar ein kleines bisschen schön Zeit mit ihm zu verbringen. Die Blondine griff nach der Hand des Lockenkopfes und lies sich von ihm hochziehen, nachdem sie die Zigarette gelöscht hatte und in einen Aschenbecher geschnippt hatte, der unweit von ihr entfernt war. Sie schulterte ihre Tasche und zog Darren mit sich. "Den hab ich... Spoiler es ist nicht die Bar." Sie musste ein kleines bisschen lachen und zog Darren fast schon zu enthusiastisch mit sich als hätte es das Gespräch davor nie gegeben..

    [Vor der Uni] Darren & Yumi



    Etwas hatte sich geändert und sie wusste nicht recht von wem diese Veränderung ausging. Sie genoss die Anwesenheit des Lockenkopfs aber es war nicht mehr so unbeschwert wie noch vor wenigen Minuten, oder? Ein stummes Lächeln hatte sich auf ihren Lippen gebildet, bevor sie den Rauch wieder in die frische Luft pustete und den Kopf einen Moment in den Nacken legte um der Sonne entgegen zu strahlen. Mit geschlossenen Augen war es mittlerweile gut zu ertragen. Vielleicht wurde sie langsam aber sicher nüchtern oder aber die Tatsache, dass sie nicht länger in dieser Vorlesung hocken musste beflügelte sie regelrecht. Schließlich nahm Darren neben ihr auf der Treppe Platz und die Blondine wandte sich ihm etwas zu, ehe sie zu einer Antwort ansetzte. Sie strich sich mit der freien Hand durchs Haar und lies ihren Blick über das Gesicht des Schauspielstudenten wandern. "Gar nicht zu denken ist oft ohnehin die beste Entscheidung..." Früher hatte sie alles oft zu Tode gedacht und am Ende hatte all das Kopfzerbrechen nichts gebracht außer das man versäumt hatte zu reagieren oder Zeit verschwendete. Sie saßen eine Weile schweigend nebeneinander, Ihr Blick wanderte über die Leute, die unweit von ihnen miteinander plauderten und die Sonnenstrahlen zu genießen schienen. Vielleicht auch einfach die vorlesungsfreie Zeit. Wer konnte es ihnen verdenken. Schließlich ergriff der Dunkelhaarige wieder das Wort. Worte der Entschuldigung um genauer zu sein und als er zu sprechen begann schrie etwas gedanklich in ihr: Nein! Nein! Nein! Sprich einfach nicht weiter... Es gab nichts wofür er sich entschuldigen musste. Sie waren einander doch nichts schuldig und das war doch genau das Schöne an dieser Sache, die eigentlich gar nicht existierte, aber irgendwo auch doch. Ihre Blicke trafen sich. Die braunen Augen des Studenten leuchteten und auf seinen Lippen hatte sich ein Lächeln gebildet. Schließlich kamen die Worte, die sie insgeheim gefürchtet hatte aber zugleich nicht wahrhaben wollte, weil sie die Einfachheit schätzte. Lockere Sachen waren ihr Ding. Keine Gefühle, die einem im Weg standen. Einfach Spaß. Keine Verpflichtungen. Freiheit. Kein Gefängnis, dass einem einengte. Sie kniff die Augen kurz zusammen, als hätte man ihr mit diesen Worten weh getan, dabei war sie diejenige, die ihm weh tun würde, oder? Langsam schlug die Studentin die Augen wieder auf und sah in die braunen Augen des Anderen. "Spiele sind schön, weißt du. So einfach und unkompliziert. Ich mag sie..." Sie wich seinen Blick nicht aus. Teilweise merkte, sie dass sein Interesse, seine Worte ihr Herz zum schneller schlagen brachte aber ein Teil von ihr wollte die Flucht antreten. So schnell es ging als wäre der beschleunigte Puls ein Warnsignal. Tatsächlich musste Yumi schmunzeln als der Schauspielstudent den Auftakt ihre Spieles ansprach, an das sie sich fast schon verzweifelt klammerte. Es war eine schöne Zeit und es fühlte sich nicht wirklich gut an diese Zeit loszulassen, ziehen zu lassen aber sie waren sich offensichtlich nicht ganz einig und die Unstimmigkeit würde alles nur komplizierter machen. Ein schneller Schnitt - das war gut. Darren legte seine Hand auf ihren Oberschenkel. Wärme ging von ihr aus, beruhigte sie auf seltsame Art und Weise und hielt Yumi davon ab ihren Fluchtplan in die Tat umzusetzen. Die Blonde senkte ihren Blick. "Der Spielemacher ist vielleicht gar nicht so mysteriös wie du glaubst. Er ist vielleicht einfach nur ein Mädchen, dass ganz tief im Chaos steckt und nicht noch mehr Menschen hineinziehen möchte..." Ehrliche Worte. Ein weiterer Zug von der Zigarette. Ihr Blick hatte sich von ihm losgerissen und sah in die Ferne. Zu schade. Die Zeit war kurz aber eigentlich ziemlich schön.