Beiträge von Zyprim

    hey hey

    Würdet ihr Raven bitte wieder freistellen?
    Ich glaube, so RPGs mit vorgegebenen Charakteren, die ich alle so gar nicht kenne, ist nichts für mich. :P

    Vielen Dank trotzdem!

    Oh das ist schade. Aber du hast ja die Möglichkeit sie zumindest charakterlich ja ein wenig abzuändern und es erwartet eigentlich niemand, dass man sie 1:1 wie sie im Spiel sind spielt? ^^" Also nur so als Anmerkung...

    [Alex Zimmer] Alex & Yumi



    Ein Schnauben kam ihm über die Lippen als sie seine Aussage hinterfragte. Als würde er sich darüber lustig machen. Als würde es keinen Unterschied machen und doch machte es sehr wohl einen. Für sie schon. Das Mädchen von damals war ein ganz anderes. Das Mädchen von damals war nicht das Mädchen, das jetzt hier vor ihm stand. Es waren quasi zwei verschiedene Personen. Ob er sich dessen bewusst war als diese Worte seine Lippen verlassen hatten? Ihre Blicke begegneten sich und es schien als glaubte er an seine Worte, als glaubte er daran, dass sie der Wahrheit entsprachen. Ihre blauen Augen wanderten über das vertraute Gesicht vor sich - das Gesicht, welches über die Jahre kantiger und auch erwachsener geworden war und doch sah sie noch immer jenen Jungen vor sich in denen sie sich damals unsterblich verliebt hatte. Den Ersten und Letzten, den sie ihr Herz geschenkt hatte. Mit dem sie so viel gemeinsam erlebt hatte, zu dem sie so oft geflüchtet war wenn sie ihre Familie wieder satt gehabt hatte. Sie konnte mit ihm über alles und zugleich über nichts reden wie sie damals schmerzlich erfahren musste. Ihre Lippen öffneten sich einen Spalt und ein Teil von ihr wollte ihm entgegen brüllen, dass es eine Rolle spielte aber schlussendlich schwieg sie doch. Entweder er wusste selbst, dass es so war oder er war so oder so nicht von seiner Meinung abzubringen. So war Alex nun einmal. Sie lies ihren Kopf ein Stück weit sinken. Noch immer stand dieses Liebesgeständnis zwischen ihnen und auch wenn es wie gedacht mehr Distanz zwischen sie bringen würde so waren es doch irgendwo diese Worte, die sie bremsten, die ihnen ein wenig den Wind aus den Segeln nahmen als sie drauf und dran waren wie immer aufeinander los zu gehen. Es kam überraschend. Sie hatte nicht damit gerechnet oder vielleicht wollte sie es einfach nicht sehen weil es ihr.... Angst machte. Seine Gefühle machten ihr Angst. Das all die Jahre nichts geändert hatten. Weder die unzähligen Zankereien, die tödlichen Blicke, ein Jahr im Ausland, all die Männer und Frauen an ihren Seiten, die dem jeweils Anderen förmlich am Präsentierteller serviert wurden um einander zu verletzen. Hatte all das wirklich nichts gebracht? Wie kaputt waren sie eigentlich? Nach all der Zeit die vergangen war standen sie letztendlich wieder hier und waren im Grunde keinen Schritt weiter gekommen - weder vor noch zurück. Sie konnten nicht mit aber auch nicht ohne einander. Sie hörte Mias entsetzte Worte als stünde sie direkt neben ihr als sie herausgefunden hatte wessen Sohn da mit ihr an der Theke saß. Warnende Worte. Gerechtfertigte Worte. Sie musste nicht einmal dabei sein um zu wissen wie Alice von ihr sprach wenn sie mit ihrem Bruder über sie redete. Skys Blicke allein genügten um zu wissen was er von ihr hielt. Trotz all der Warnungen standen sie wieder hier oder vielleicht auch noch immer. Ihre Worte kamen stolpernd über ihre Lippen - zögernd - gar unsicher wenn man es so wollte als tastete sie sich langsam vor, wog ab wie weit sie gehen wollte, wie viel sie offen legen wollte. Ihr Herzschlag hatte sich beschleunigt - unwissend weswegen. Weil da immer noch etwas war zwischen ihnen? Weil er immer noch Teil ihrer Gedanken war oder weil sie sich fühlte wie die Beute in dieser Geschichte, die dem Raubtier in die Falle ging obwohl sie doch eigentlich drauf und dran war selbst ein Raubtier zu sein aber in seiner Nähe war das immer etwas anderes. sie wurde ein Stück weit zu dem Mädchen von damals und irgendwas in ihr wollte das um jeden Preis verhindern. Sie wollte nicht zulassen, dass er sie wieder verletzten konnte - nahm stattdessen das Ruder in die Hand und verletzte ihn. Vielleicht hatten sie einander ja verdient. Einer kaputter als der andere. Sie sahen einander an. Ihre Blicke begegneten sich als Yumi langsam den Kopf wieder hob. Sie näherte sich ihm ohne darüber nachzudenken was es eigentlich bedeutete diesen Schritt zu gehen. Sie näherte sich ihm ein Stück weit, legte ihre Hand an seine Wange und ihre Lippen auf die seinen. Zaghaft - als wäre es ein Test. Als wartete die Studentin nur auf die Bestätigung, dass er lediglich das Mädchen von damals liebte, sie selbst gar abstoßend fand - mit ihren Fehlern, die sie nahezu ausmachten. Der Kuss war für ihre Verhältnisse anfangs fast schon keusch. Zärtlich lagen ihre Lippen aufeinander und ganz bewusst schmeckte sie ihn. Jeden Moment rechnete die Blonde damit, dass er sie von sich stieß - angewidert von dem Miststück hier vor sich aber stattdessen zog er sie näher an sich, vertiefte den Kuss, drückte seine Lippen auf ihre. Seine Finger hatten sich in ihren Haaren festgekrallt, sie so näher an sich gezogen und den Kuss dadurch intensiviert doch schon im nächsten Moment löste er sich von ihr. War ihr immer noch nahe. Yumi spürte seinen Atem auf ihren Lippen. Er flüsterte gegen ihre Lippen und bei jedem Wort kribbelte es an jener Stelle und sie spürte wie ihr Herz ein kleines bisschen stolperte, ein Teil von ihr im glauben wollte. Er wollte eine Antwort aber so einfach war das nicht. Oder vielleicht doch. Yumi spürte seinen Blick auf ihren Lippen, spürte ein Stück weit auch seinen Wunsch diesen Kuss von eben fortzusetzen aber er zögerte. Stattdessen kamen weitere Worte über seine Lippen. Ihre Augen weiteten sich einen Moment als wäre sie tatsächlich überrascht und vielleicht war es auch ein Teil von ihr. Genau genommen passte es aber zu ihm. Ein Wechselbad der Gefühle - heiß - kalt. Im Grunde waren sie sich doch ähnlicher als gedacht, hm? Vielleicht einer der Gründe warum sie immer wieder aneinander gerieten. "...obwohl ich ein Miststück bin? Andauernd dumme Dinge mache...?" harkte die Blonde schließlich nach und sah ihn direkt an. "Wie ist es möglich so jemanden zu lieben...?" Sie schüttelte unverständlich ihren Kopf, wich seinem Blick einen Moment aus nur um anschließend wieder in das Grün seiner Augen einzutauchen. "Ja. Vielleicht ist es besser so..." Yumi bemerkte, dass er seine Hände zu Fäusten geballt hatte, lies ihre über seine Arme nach unten gleiten. Sachte strichen ihre Fingerkuppen über seine Haut, spürten die Gänsehaut, die sich darunter bildete. Sie zögerte. Wahrscheinlich war es besser zu gehen. Für alle Beteiligten und doch fiel es ihr schwer sich in Bewegung zu setzen - der Vernunft zu folgten (ganz etwas neues...). Sie zog ihre Hände zurück und entfernte sich ein Stück von ihm, hielt den Kopf gesenkt, wusste nicht wohin mit all dem Chaos in ihrem Kopf. Tausend Gedanken schrien darin um die Oberhand zu gewinnen, um ausgesprochen zu werden aber ihre Lippen blieben erst stumm. Was war mit ihnen passiert? Was bedeutete es wenn sie durch diese Tür ging? Noch vor wenigen Minuten hatte er ihr doch ganz eindeutig gesagt was es bedeuten würde. Was hatten sie schon großartig geklärt? Gar nichts. Es war noch immer das gleiche Chaos wie vorher aber zugleich wusste die Studentin nicht einmal ob sie es geklärt haben wollte. Eine Entscheidung treffen konnte. Was änderten seine Gefühle an der Situation? Alles und zugleich doch auch wieder gar nichts. Wenn sie durch diese Tür ging - war es dann wieder wie vorher? War es zu Ende? Was bedeutete es durch diese Tür zu gehen und warum zum Teufel machte sie sich überhaupt so viele Gedanken darum? Sie handelte doch immer frei aus dem Bauch heraus, wollte frei sein wie ein Vogel, nicht eingeengt von irgendwelchen Definitionen. Sie war doch diejenige die es einfach auf sich zukommen lassen wollte - mal sehen wollte wohin es führte - ihren Spaß wollte. Sonderlich spaßig war es momentan aber eigentlich nicht und sie war nicht minder Schuld an dieser Situation. Sie drehte sich wieder in Richtung Türe, strich sich die Haare aus dem Gesicht und bevor sie die Türklinke in die Hand nahm sah sie noch einmal über ihre Schulter. "...aber was willst du eigentlich, Alex?" Es war unfair diese Frage zu stellen ohne selbst eine Antwort darauf zu kennen. Sie wusste doch selbst nicht was sie wollte, es von Anderen einzufordern war eigentlich moralisch verwerflich aber darauf hatte sie doch noch nie viel gegeben. Sie wollte nicht auf Biegen und Brechen wissen ob er wollte, dass sie blieb. Vielleicht war es auch nur ein jämmerlicher Versuch zu reden. Es anders zu machen als damals als sie einfach getrennte Wege gegangen waren, die letztendlich doch nur hierher geführt hatten. Was sie mit dem Wissen anfangen wollte wusste Yumi selbst nicht...

    [Auf der Überwachungsstation] Cylie & Chris


    hmforever.de/index.php?attachment/3563/


    Okay. Die Tatsache, dass auch sie alles gesehen hatte beruhigte den Studenten schon ein kleines bisschen. Zumindest bedeutete das, dass er nicht völlig verrückt war und im Anschluss an diese Station sich selbst einweisen konnte. Unglücklicherweise schien außer den beiden Zwillingen jedoch niemand diese Geschichte zu glauben oder Anzeichen gefunden zu haben das es wirklich so passiert war. Cylie flüsterte als würde sie über ein Geheimnis sprechen und im Grunde war es das doch auch. Ein Geheimnis zwischen ihnen Beiden, denn jeder Weitere würde es ihnen nicht glauben. Niemand war mit ihnen dort gewesen, hatte erlebt was sie erlebt hatten, gesehen was sie gesehen hatten. Chris spürte die Hand seiner Schwester auf der seinen und als er ihren Worten lauschte nickte er nur. "Ja es ist wohl besser so..." Auch er hielt seine Stimme gedeckt. Er war sich ziemlich sicher, dass ihre Geschichte nicht wirklich Anklang finden würde, das die wenigsten ihnen glauben schenken würden und die, die ihnen glauben würden waren wohl diese verrückten Fanatiker, die generell einen Ruf als Spinner weg hatten. Der Student sah in das besorgte Gesicht seiner Schwester und seine Mundwinkel huschten kurz nach oben. "Ich hab immerhin keine Lust mit dir gemeinem in ne Gummizelle zu kommen..." Auch wenn ihm gar nicht danach zu Mute war neckte er seinen Zwilling ein kleines bisschen weil es zu ihrer Normalität dazu gehörte. Normalität war das was ihnen gerade fehlte und Chris hatte nicht gedacht, dass er sie einmal missen würde wenn sie nicht mehr präsent war. Sein schwaches Lächeln wurde schließlich doch zu einem Grinsen und der Blick seiner grünen Augen folgte seinem Schwesterherz, welche sich gerade von ihrem Stuhl erhoben hatte. Sie hatte ihre Arme vor der Brust verschränkt und schmollte. Es war fast schon herrlich sie wieder wie gewohnt zu sehen. Die Augen verdreht weil er sich wieder einmal über sie lustig gemacht hatte. Es war wie immer. Es war so als hätte es diesen Vorfall nie gegeben. Und doch war es passiert. Er hatte es mit eigenen Augen gesehen, hatte es am eigenen Körper erlebt. Beinahe wurde ihm schon bang wenn er daran dachte wieder die Augen zu schließen aus Sorge wieder damit konfrontiert zu werden, diesen Abend immer wieder und wieder zu erleben - in seinen Träumen und Gedanken. Er grinste als Cylie ihm eine Retourkutsche gab. Die Zwillinge schenkten sich wie immer nichts. Er spürte ihre Hand auf seinem Kopf und hob diesen schließlich etwas an um in ihre Augen zu sehen. "Sei vorsichtig, Cylie..." Der Gedanke, dass sie alleine nach Hause ging war ihm etwas zuwider aber was war die Alternative? Wovor hatte er Angst? Das diese Gestalten sie verfolgt hatten? Bis nach Riverport? Sie lebten jetzt schon so lange hier und noch nie war ihnen etwas Derartiges passiert. Hier waren sie sicher. So sicher wie man in einer Stadt jedenfalls war. "Ja ich bin schon ein großer Junge..." machte der Student sich schließlich über ihre Aussage lustig und schenkte ihr dann ein breites und aufmunterndes Grinsen, bemerkte ihren Blick auf das Handy aber lies es fürs Erste sie mit diesem Kerl aufzuziehen auf dessen Nachricht sie offenbar wartete. "Ich werde mich bemühen..." versprach Chris seiner Schwester als sie ihn tadelte, dass er seine Flirtkünste lieber nicht beim Krankenhauspersonal einsetzen sollte. Tatsächlich war ihm nicht einmal danach. Komisch. Nach so einem ereignisreichen Ausflug.

    [Im Wohnzimmer] Hina & Alessa ---> [Im Badezimmer]



    Bockig hatte sie ihre Arme vor der Brust verschränkt, sich tiefer in die Kissen fallen gelassen während ein Seufzen ihre wunderschönen Lippen verließ. Sie schmollte, war vielleicht sogar ein wenig beleidigt, dass sie sich nicht ihre Meinung eingeholt hatte, als sie Hals über Kopf dieses Kleid ergattert hatte. Eine Kurzschlussreaktion. Shoppen tat der Seele gut und so hatte sie einfach das Erstbeste gekauft was ihr ins Auge gestochen war. Sie war sich nicht sicher was dass Kleid anging. Eigentlich schrie es gar nicht nach ihr und das war schon mal ein schlechtes Zeichen aber vielleicht war es die Rache dafür, dass sie ihre beste Freundin nicht nach ihrer Meinung dazu gefragt hatte. Alessa spürte die intensiven Blicke ihrer Freundin, die sie von der Seite musterte, die schließlich ihrem Blick begegnete als sie ihren Kopf in ihre Richtung drehte. Sie forderte das andere Blondchen vielleicht ein wenig heraus. Vielleicht war es einfach keine gute Idee mit diesen gemischten Gefühlen in sich zu trinken. Neben dem Mädchen, dass für das Chaos in ihrem Kopf verantwortlich war, für das Knistern zwischen ihnen, für ihr klopfendes Herz und das Kribbeln in ihrem Bauch. Dieser Abend war allgemein keine gute Idee. Warum hatte nicht jeder für sich den Abend verbracht um die Gedanken zu sortieren, das was in der Umkleide passiert war aufzuarbeiten? Aber sie verbrachten den Abend sonst so oft miteinander. Wieviele Filme hatten sie schon gemeinsam auf dieser Couch geguckt? Wie viele Serienmarathon veranstaltet, sich gegenseitig über ihre jüngsten Eroberungen ausgelassen? Zigtausende Male aber heute war alles irgendwie anders. Jede Berührung von ihr durchfuhr sie wie ein Blitz und ihr vor Aufregung klopfendes Herz spielte in ihrer Brust verrückt. Ihre Blicke folgten ihren eigenen Fingern, die über die zarte Haut ihrer Freundin glitten als wäre es das normalste der Welt. Diese Berührungen - diese Zärtlichkeiten. Sie hörte ihre Worte aber antwortete erst nicht. Alessas Mundwinkel hoben sich kurz. Das war nicht das was sie gemeint hatte auch wenn ihr Kleiderschrank natürlich immer offen stand für ihre beste Freundin. Sie spielte viel mehr auf andere Dinge an, die sie sich vielleicht ein bisschen wünschte. Die Schülerin spürte die Hitze in ihren Wangen. Der Alkohol. Vielleicht hatte sie ein wenig übertrieben. Ganz sicher sogar. Sie wollte diese aufkeimenden und verwirrenden Gefühle mit Alkohol hinunterspülen aber tatsächlich hatte es sich nur verstärkt. Das Verlangen ihr nahe zu sein - noch näher als sonst - es wuchs in Alessa heran. Das Bedürfnis sie zu berühren, sie zu küssen und vielleicht noch einen oder zwei Schritte weiter zu gehen als in der Umkleide - es wurde immer größer. Es war nicht das erste Mal, dass sie so bei einer Frau empfand aber dieses Mädchen hier - das war ihre beste Freundin. Sie war nicht eine von vielen. Sie wollte sie nicht verlieren. "Äh ja...klar..." Nicht einmal sie selbst glaubte den wenigen Worten, die über ihre Lippen purzelten da sie Hina noch immer eine Antwort schuldig war. Alessa spürte die Hand ihrer Freundin auf der ihren. Unbewusst sog die Luft in ihre Lunge, hielt den Atem an. Sie war zu weit gegangen. Hina wollte das alles gar nicht wirklich. Wie kam sie nur auf die Idee, dass sich etwas geändert hatte? Fast schon hilfesuchend wanderte der Blick ihrer roten Augen über das Gesicht ihrer Freundin, die so unglaublich nah war. Sie spürte im nächsten Moment ihre Hand auf ihrer Wange und unbewusst lehnte sie sich etwas dagegen. Sie grinste. Lächelte sie frech an und biss sich auf die Unterlippe. Dieses Mädchen war einfach unwiderstehlich. Wie war sie ihren Reizen, ihrem Charme bisher nur widerstanden? Hatte sie dieses perfekte Mädchen ganz bewusst außen vor gelassen um ihre Freundschaft nicht zu gefährden nur um in so einem dummen Moment alles kaputt zu machen? Es war zum Haare raufen. Die verlockenden Worte ihrer besten Freundin, die sie nahezu dazu anspornten ihre Lippen auf die ihren zu pressen, ihre Hände über ihren Körper wandern zu lassen. Unbewusst schüttelte Alessa ihren Kopf. Ihre Gedanken bewegten sich eindeutig in die falsche Richtung und trotzdem konnte sie ihre Augen nicht von Hina lassen. Wie auch? Sie war einfach perfekt. Ihr Gesicht kam immer näher oder war es letztendlich nur Wunschdenken? Weil sie diese Lippen so sehr begehrte. Ihr Blick wanderte in ihre Richtung und auch Alessa lehnte sich etwas in die Richtung der Anderen als ein dumpfer Laut die Szene unterbrach. Das leere Glas war umgekippt und zu Boden gerollt. Glücklicherweise hatte der flauschige Teppich den Fall abgebremst und so das schlimmste verhindert. Unweigerlich entfernten sich die Beiden wieder ein Stück voneinander aber das Klopfen im Brust der Schülerin lies nicht nach. Wie wild schlug ihr Herz gegen ihre Brust bei dem Gedanken was gerade fast passiert wäre. Vereinzelte Worte, vielmehr Silben kamen über Hinas Lippen aber sonderlich viel Sinn ergaben sich nicht. Es war beinahe so als wollte sie sich irgendwie rausreden, versuchen einen Grund für diese Stimmung, die da gerade vielleicht aber auch vielleicht nicht zwischen ihnen war. Kurz huschte der Blick Alessas noch einmal über das Gesicht des Mädchens, das nun wieder ganz weit weg war und ohne zu zögern erhob sich das Blondchen und stellte das Glas wieder auf dem Couchtisch ab. "A-alles gut. Es ist nichts passiert..." Was redete sie da eigentlich? Gar nichts war gut. Es herrschte pures Chaos aber warum zum Teufel sagte sie das dann überhaupt? "Ich geh mich nur kurz frisch machen..." Alessa verschwand im Badezimmer im unteren Stockwerk ohne großartig eine Reaktion ihrer Freundin abzuwarten und lehnte sich gegen die Innenseite der geschlossenen Türe. Ein Seufzen verließ ihre Lippen. Sie legte ihren Handrücken gegen ihre Stirn. Was zur Hölle war das zwischen ihnen und warum schaffte sie es nicht es einfach anzusprechen? Warum konnte sie ihr nicht sagen, dass der Kuss unglaublich war und sie Hina gerne wieder küssen würde und wieder? Sie waren doch sonst immer ehrlich zueinander also warum war es ihr jetzt nicht möglich? Alessa stieß sich von der Tür ab und trat an das Waschbecken heran, stützte sich darauf ab und beobachtete ihr Spiegelbild, strich sich lose Haarsträhnen hinter die Ohren und presste ihre Lippen fest zusammen. Sie musste jetzt mutig sein. Sie musste da raus gehen und das ansprechen weil sie dieses Mädchen sonst so oder so verlor, weil sie sich einfach unmöglich verhielt. Es war alles leichter gesagt als getan, nicht wahr? Alessa formte ihre Hände zu Fäusten, versuchte sich selbst irgendwie den nötigen Mut zu zu sprechen um das Badezimmer zu verlassen.

    [In der Küche] Majo & Noita



    Sie vermochte nicht zu sagen was im Kopf der Anderen vor sich ging aber ihre Gedanken waren so laut, dass sie beinahe davon erschlagen wurde. In ihrem Kopf rasten die Gedanken aber Majo lies Noita nicht daran teilhaben. Vielleicht waren es letztendlich Bedenken ob es der richtige Zeitpunkt war oder ob Noita überhaupt dazu in der Lage war die Magie, die in ihr schlummerte entsprechend zu bündeln. Ähnliche Bedenken wie die Schwarzhaarige sie selbst hatte. Nicht wirklich unbegründet immerhin war sie schon mehrmals gescheitert und in ihr war die Angst etwas falsch zu machen immer größer und größer geworden. Schlussendlich war sie so groß, dass sie beinahe davon erdrückt wurde. Sie hatte aufgegeben gehabt. Sie hatte die Magie in sich versucht zu ignorieren aber das war nicht zielführend gewesen. Dadurch war sie nicht verschwunden. Sie war immer ein Teil von ihr. Ein Teil von ihr, den sie nicht einfach verstecken konnte, wie sie schon öfters herausfinden musste. Es war letztendlich die Stimme ihrer Cousine, die sie wieder hellhörig machte, sie aus ihren Gedanken riss und wieder ins Hier und Jetzt zurück beförderte oder zumindest einigermaßen. Ihre Worte klangen ehrlich und unweigerlich hoben sich die Mundwinkel der Schülerin etwas als sie in die Augen ihres Gegenübers sah. Sie mochte manchmal forsch sein, offen ihre Meinung Kund tun aber sie hatte sie noch nie dazu gedrängt diesen Weg zu gehen. Sie hatte sie sachte darauf hingewiesen, dass es vielleicht vernünftig wäre diese Macht zu bändigen bevor sie Schaden anrichten konnte aber Noita musste diesen Weg selbst gehen, an ihrer Seite aber sie musste ihn selbst beschreiten. Offenbar stellte ihr Wunsch die Andere vor eine kleine Herausforderung. Ihr Wunsch klang so banal aber wie lange war es her als Majo angefangen hatte zu zaubern, ihre Kräfte zu beherrschen? Sie waren Kinder gewesen. Sie hatten nicht über die Folgen ihrer Taten nachgedacht. Sie taten es einfach. Das Erwachsenendasein machte alles oft viel komplizierter, nicht wahr? Als Kind war man unbedarft. Man dachte nicht großartig darüber nach sondern tat es einfach. Als Erwachsener war alles viel komplizierter. Sie mochte vielleicht weder das eine noch das andere sein - irgendetwas dazwischen aber das machte keinen Unterschied. Noita hatte immer schon die Dinge zerdacht. Sie hatte sich immer schon tausend Gedanken gemacht. So war sie nun einmal. So sehr sie auch dagegen ankämpfte - sie kam nicht aus ihrer Haut heraus. es schockierte sie schon fast als Majo behauptete, dass ihr genauso kleine Fehler passierten. Unweigerlich entglitt dem Hexenmädchen ebenfalls ein Kichern bei der Vorstellung. Für sie war Majo einfach ein Paradebeispiel einer Hexe. Sie war so talentiert. So mächtig. Majo war all das was ihre Mutter sich für Noita erhofft hatte, nicht wahr? Sie hörte ihre tadelnden Worte, sah ihr enttäuschtes Gesicht vor Augen. Ein Seufzen entglitt dem Mädchen als sie sich wieder Mut machte. Sie war nicht auf die Gunst ihrer Mutter angewiesen. Schon lange nicht mehr. Sie hatte sich mit Majo ein eigenes Leben aufgebaut. "Vielleicht gibt es ihn gar nicht..." Noita sah erst auf das alte Buch in dem der blonde Wuschelkopf blätterte und anschließend zu ihrer Cousine. "...den richtigen Weg meine ich." Letztendlich musste doch jeder seinen Weg finden. War das nicht bei vielen Dingen so? Vielleicht auch bei der Magie? Magie war doch gewiss nichts geradliniges. Sie war individuell. Sie war einzigartig. "Du bist beeindruckend..." Noita lächelte. Die Vorstellung, dass sich Majo all das allein beigebracht hatte. Sie Vorstellung, dass sie alleine gelernt hatte ihre Kräfte entsprechend einzusetzen war einfach unglaublich. Währenddessen war Noita damit beschäftigt gewesen so zu tun als wäre sie ein normaler Mensch. Die Schwarzhaarige griff nach der Hand der Anderen. "Ich habe dich so alleine gelassen..." Ihre Mundwinkel hoben sich und sie schenkte ihrer Cousine ein entschuldigendes Lächeln. "...mit all dem Hexenzeug. Du hast all das alleine geschafft." Ihre Augen funkelten etwas. Fast schon beeindruckt von der Kraft, dem Wissen - von Allem was dazu gehörte. Sie lauschte der Beschreibung Majos. Erst klang es seltsam aber irgendwann machte das Ganze doch Sinn. Noita sog jedes Wort in sich auf und mit jedem Wort, welches über die Lippen der Blonden kam wurde ihr etwas bang. War sie überhaupt dazu in der Lage? Würde sie je stark genug sein? "Nein... es macht Sinn! Ich glaube ich verstehe was du meinst..." Diesen Weg zu gehen bedeutete in sich zu gehen, die Gedanken vielleicht einen Moment abzuschalten und sich auf die Energie zu fokussieren. "Vielleicht sollte ich das Ganze in der Wüste angehen... oder mitten im Wald. Um auch ja keinen Schaden anzurichten..." Verlegen kratzte sich Noita am Hinterkopf und ein nervöses Kichern verließ ihre Lippen. Sie dachte nicht wirklich, dass sie die Macht hatte ganz Riverport zu vernichten aber etwas Abstand zur Zivilisation konnte auf keinen Fall schaden.

    [Im Wohnzimmer] Hina & Alessa



    Hina verschluckte sich an ihrem wohl zu starkem Drink. Ihre Wangen waren von einem leichten Rotschimmer geziert, während sie versuchte den Alkohol wieder aus ihren Lungen zu bekommen. Kurz zögerte Alessa ihr zu helfen, folgte mit ihren Blicken der Hand der Anderen, die sie auf ihrer Brust abgelegt hatte. Die Augen der Blonden huschten über das doch recht einladende Dekolleté ihrer besten Freundin, die noch immer mit Husten beschäftigt war. Gerade als Alessa ein wenig näher gerückt war um ihrer Freundin zu helfen, da sie es geschafft hatte ihren Blick von ihr loszureißen beruhigte sich der Hustenanfall auch schon wieder. Schließlich zeichnete sich ein Grinsen auf den Lippen der Schülerin ab, als sie ihre Hand zurückzog, die sie schon zwischen den Schulterblättern ihrer Freundin platziert hatte. "Wo bist du heute mit den Gedanken?" neckte das Blondchen die Andere und nahm erneut einen kräftigen Schluck ihres Getränks. Obwohl sie doch vorhin so viel fettiges Zeug in sich gestopft hatte um eine guter Unterlage für dieses kleine Besäufnis, welches als Mädelsabend getarnt war, zu haben - spürte sie den Alkohol in ihrem Blut schon etwas. Der erste Drink war schon fast leer weil sie unbeabsichtigt immer wieder davon getrunken hatte um sich von dem schönen Mädchen neben sich abzulenken. Um sich davon abzulenken was in der Umkleide passiert war und was sie sich gewünscht hätte was noch passiert wäre. Alessa spürte wie ihr Herz ein wenig schneller klopfte. Sie sah zwar in Richtung Fernseher aber in Wirklichkeit waren ihre Gedanken und auch Sorgen viel zu laut, dass sie auch nur irgendetwas davon mitbekam, was dort am Bildschirm passierte. Immer wieder stopfte sie sich Knabberzeug in den Mund und stieß mit Hina auf was auch immer an. Der hochprozentige Alkohol floss ihre Kehle hinab, die Süße der Erdbeeren kitzelte ihre Geschmacksknospen und überdeckten den herben Geschmack. Die Worte des Blondchens drangen an ihr Ohr und unbewusst musterte Alessa das Mädchen neben sich. machte sich wahrscheinlich mehr Gedanken als nötig über die ausgesprochenen Worte ihrer Freundin. Wusste sie wirklich was sie wollte? Was würde sie wirklich tun, wenn sie ihre Gedanken kennen würde? Würde sie nach Hause gehen? Würde ihre Freundschaft daran zu Grunde gehen? Der Blick ihrer roten Augen wanderte über das bildschöne Gesicht des Mädchens, welches gerade die Shotgläser zum wiederholten Male anfüllte. Sie lies ihn über ihre Lippen wandern und verspürte den sehnsüchtigen Wunsch ihre Lippen auf die der Anderen zu drücken. Wie in der Umkleide. Nicht wie sonst um irgendwelche Jungs zu veräppeln oder heiß zu machen damit sie mehr Drinks spendierten. Das liebliche Kichern ihrer Freundin drang an Alessas Ohr und im nächsten Moment spürte sie den Kopf der Anderen an ihrer Schulter, lehnte ihren ebenfalls leicht gegen den der Anderen. Sie war so nah. Natürlich war sie das. Sie waren Freundinnen. So war es immer schon gewesen und dennoch klopfte ihr Herz so unfassbar schnell bei dieser simplen Berührung, die eigentlich alltäglich war. Hatte dieser eine Kuss, der doch eigentlich so viel mehr war als nur ein Kuss, so einen Unterschied gemacht? Unbewusst hatte Alessa den Atem angehalten und langsam entließ sie die Luft wieder über ihre Lippen. Das Mädchen schloss für einen Moment ihre Augen. Als Hina weiter sprach öffnete sie wieder die Augen, spürte, wie ihre Fingerkuppen an ihrer Seite hinab strichen und schließlich irgendwann stoppten statt einfach weiter zu wandern. Eine Gänsehaut bildete sich auf der hellen Haut der Schülerin und sie spürte wie ein aufgeregtes Kribbeln in ihrem Bauch herum tobte, ehe sie den hellen Augen ihrer Freundin begegnete. Sie war so nah. So unfassbar nah. Nur wenige Zentimeter trennten ihre Lippen. Erst jetzt merkte sie, dass sie Hina noch eine Antwort schuldete. "Ach das habe ich irgendwann einmal online bestellt. Frustshoppen ist und bleibt einfach die beste Medizin..." Alessa strich den Stoff des Kleidchens glatt. "Ich bin mir nicht mal sicher ob ich es behalte aber irgendwie hatte ich es glaube ich noch nie an und da dachte ich..." Sie stoppte. Was dachte sie? Das sie diesen Abend heute ja als Anlass nehmen konnte? Weil es ein besonderer Abend war? Aber war er besonderer als alle anderen Abende mit ihrer besten Freundin? Es war immer schön, wenn sie so viel Zeit miteinander verbrachten aber hatte sich etwas geändert? Diese Fragen quälten sie seit Stunden aber sie wagte es nicht sie auszusprechen aus Angst Hina zu verlieren. Dabei wusste sie, dass sie ihr alles sagen konnte. Das war schon immer so gewesen. Sie verurteilten einander nicht und wusste, dass die Worte bei der jeweils Anderen gut aufgehoben waren. Die tadelnden Worte brachten Alessa zum Schmunzeln und die Blicke der Mädchen begegneten sich. "Hmmm wer weiß. Du kannst ja mal nachgucken..." Ein herausfordernder Ton lag in ihren Worten als sie die Andere anfunkelte - einen Moment zu lange denn sie spürte wieder das Knistern zwischen ihnen. Unweigerlich wanderte ihre Hand zu ihrer Freundin, spielten mit ihren Haaren während sie in ihre wunderschönen Augen sah, sich beinahe darin verlor. Alessa zwirbelte die lange hellblonde Strähne der Anderen um ihren Zeigefinger und lies diese anschließend wieder frei, während ihre Finger langsam an ihrem Hals hinab glitten, sachte über die dünne Haut strichen. Der Film lief ihm Hintergrund aber keiner der Beiden schien ihn mehr wahrzunehmen. "Bist du jetzt böse....?" fragte das Blondchen schließlich und sah die Andere mit ihrem berühmten Blick an, mit dem sie eigentlich immer das bekam was sie wollte, dem Blick, dem man alles verzeihen würde.

    [Auf der Überwachungsstation] Cylie & Chris


    Christoph Parr.png


    Sie richtete den Blick ihrer grünen Augen auf ihn, lächelte als er sich bemerkbar machte. Fast sah seine Schwester ein kleines bisschen erleichtert aus, bemerkte aber den besorgten Blick mit dem sie ihn musterte. Er musste wirklich schrecklich aussehen. Gewiss hätte sie ihn sonst mit Irgendetwas auf der Uhr gehabt, ihn aufgezogen. So waren die Zwillinge nun einmal und das war auch gut so. Tatsächlich fühlte sich der Student auch ziemlich scheiße, weshalb ihm wohl auch kein dummer Spruch über die Lippen kam, letztendlich gar nicht einfallen wollte. Das war wohl sehr bedenklich. Vielleicht brauchte er einfach noch ein bisschen Zeit. Es freute ihn aber, dass Cylie schon wieder bereit für ironische Kommentare war. Für einen kurzen Moment kroch auch ein Schmunzeln über seine Lippen. Seltsam eigentlich. Im Anbetracht der Dinge, die ihnen widerfahren waren. Dinge die fern jeglicher Vorstellungskraft waren. Dinge, die es doch eigentlich nur in Büchern und Filmen gab. Ein Schauer durchfuhr den Körper des Braunhaarigen als er an das Erlebte zurück dachte. Alles wirkte so unwirklich und doch spürte er die Panik, die er gehabt hatte noch in seinen Knochen. Jetzt waren sie hier - im Krankenhaus - alles nahm seinen gewohnten Lauf als wäre all das nie passiert und doch war es das. Er hörte das Piepen des Monitors als er sich ein kleines bisschen bewegte, versuchte sich zumindest mit dem Oberkörper ein wenig auf zu richten. Er bemerkte das Zögern seiner Schwester, runzelte dabei die Stirn. Sie überlegte ob sie ihr Wissen mit ihm teilen sollte, oder? Ihm wurde bei der Vorstellung was passiert sein könnte ganz mulmig zu Mute. War die Alte tot und mussten sie sich jetzt rechtfertigen? Hatten sie sich durch ihre Gespensterjagd ihr ganzes Leben verbaut, weil sie in einer alten Frau das Böse gesehen hatten, Dinge die gar nicht da waren? Dinge, die nur in ihrem Kopf stattgefunden hatten? Schließlich rückte Cylie mit der Sprache heraus und Chris war sprachlos. Er wusste nicht was er sagen sollte. Das konnte doch eigentlich gar nicht wahr sein. Sie machte einen Scherz, nahm ihn auf den Arm. Es konnte nicht anders sein. Sie hatten sich das doch nicht einfach alles eingebildet. Sie waren in diesem Auto gewesen. Seine Verletzung sprach doch für sich. Ungläubig sah er seine Schwester an, seine Lippen hatten sich ein Stück weit geöffnet um sie zu tadeln, dass sie doch bitte mit der Wahrheit heraus rücken sollte aber ein Blick in ihr vertrautes Gesicht genügte um zu wissen, dass sie keine Scherze machte. "Aber..." kam es schließlich doch über seine Lippen als der Student seine Stimme wieder gefunden hatte. "...wir saßen doch in diesem Auto. Du hast das doch auch alles gesehen, oder?" Fast schon hilfesuchend erwiderte er den Blick ihrer grünen Augen. Chris spürte seinen beschleunigten Herzschlag, spürte das Klopfen in seiner Brust, hörte nur peripher das Piepen des Monitors. Er presste die Lippen aufeinander und lies sich wieder ein wenig ins Bett fallen, bettete seinen Kopf auf das Kissen des Krankenhausbettes. "Wie kann das sein...?" Es gab keine logische Erklärung für all das. Es gab einfach keine und das machte ihm irgendwie Angst. Er schüttelte ganz leicht den Kopf, atmete erschöpft aus weil er offenbar den Atem angehalten hatte - unbewusst. Cylie seufzte, lies sich gegen die Stuhllehne fallen. Ihre gedeckte Stimme beruhigte den Zwilling ein wenig. Wahrscheinlich hatte sie Recht. Sie sollten das Ganze einfach vergessen - fürs Erste. Es war wichtig erst einmal wieder von hier weg zu kommen. Alles Andere war wohl gerade nicht wichtig. "Was meinen denn die RICHTIGEN Ärzte? Weißt du wann ich wieder heim kann?" Chris funkelte in die Richtung seiner Schwester und hob sogar für einen Moment seine Mundwinkel an - schenkte ihr ein Grinsen - noch sehr schwach und von seinen Kopfschmerzen geplagt aber Cylie würde wohl misstrauisch werden wenn er sie nicht wieder ein kleines bisschen aufziehen würde.

    [Verlassen das Runenarchiv] Leon & Shara


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    Shara sog unbewusst die Luft ein als sie bemerkte, dass Leon offenbar ein kleines bisschen auf Konfrontationskurs war. Dem Meister Widerworte entgegen brachte und ihm seine Sicht der Dinge schilderte. Die Augen des Mädchens hatten sich ein Stück weit vor Überraschung geweitet. Ein kleines bisschen war sie ja schon beeindruckt von den mutigen Worten ihres Begleiters das musste sie sich eingestehen. Selbstsicher hatte das Halbwesen seine Hände vor der Brust verschränkt und seine hellen Augen funkelten in die Richtung des Brillenträgers. Leon war wirklich unglaublich. Unwillkürlich musste das Mädchen lächeln als sie ihn so da stehen sah. Er war wirklich bockig wie ein kleines Kind. Es war ihr schon mehrere Male aufgefallen aber das machte ihn nicht weniger sympathisch. Vielleicht sogar mehr. Weil es ihn irgendwie echt machte. Mit seinen Ecken und Kanten. Dennoch lockerte ihr Begleiter seine Haltung nach seiner Aussage ein wenig. Wahrscheinlich weil er selbst bemerkte, dass er vielleicht ein wenig zu weit ging, dass letztendlich sie etwas von Kanno brauchten und nicht umgekehrt. Sie spürte seine Blicke als sie dem Magier antwortete. Sah ihn im Augenwinkel lächeln und freute sich ein kleines bisschen, dass sie diese Hürde offenbar irgendwie geschafft hatte. Die Angst sich Kanno entgegen zu stellen bezwungen hatte.

    Sie spürte die Energie im Raum als Leon seinen Zauber erhielt, hörte die fremdartigen Worte des Brillenträgers, die eben jene Energie beschworen hatten. Für einen Moment schloss Shara die Augen. Spürte einfach nur und war nahezu überwältigt von der Kraft, die sich im Raum angesammelt hatte. Langsam öffnete sie ihre Augen wieder als Kanno sich ihr zu wandte, offenbar ein wenig Bedenkzeit brauchte um den richtigen Zauber zu finden. Vielleicht weil sie so unentschlossen war, nicht mit dem Selbstbewusstsein an die Sache heran ging wie der Andere. Doch auch nun drangen die fremdartigen Worte des Magiers an ihr Ohr. Shara schloss erneut die Augen und spürte eine Wärme, die sie umgab und schließlich Besitz von ihr ergriff. Sie spürte eine Energie, die sie vollkommen umgab, sie spürte sie bis in die Fingerspitzen bis die Worte des Magiers verklangen. Unbewusst fasste sie sich an Herz, als spüre sie darin eine Veränderung aber im Grunde war doch alles wie vorher, nicht wahr? Dankbar erwiderte sie den Blick des älteren Mannes und lächelte ein kleines bisschen. "Vielen Dank..." Er zog sich mit wenigen Worten zurück. Das Procedere schien ihm nicht minder viel Kraft gekostet zu haben auch wenn er es gut verbergen konnte. Als die Beiden wieder unter sich waren sah Shara zu ihrem Begleiter. Ein breites Grinsen zierte ihre Lippen. Sie legte die Hand auf ihren Mund um ein leises Quietschen zu unterdrücken, welches wohl so etwas in der Art wie Freude ausdrücken hätte sollen. Ohne darüber nachzudenken überwandte sie die Zentimeter, die sie und das Halbwesen trennten und schlang ihre Arme um ihn voller Dankbarkeit. Ohne Leon hätte sie sich niemals getraut. Das Mädchen strahlte ihn an und ihre Lippen formten Worte des Dankes. Nur ganz leise. Sie wollte Kanno im nachhinein nicht auch noch verärgern wo er ihr schließlich so eine wertvolle Gabe zugesprochen hatte. Nach wenigen Sekunden löste sich das Mädchen wieder vom Anderen und ihre Wangen zierte ein leichter Rosaschimmer als sie sich bewusst wurde, dass sie vielleicht zu weit gegangen war. Sie hatte nicht gewusst wohin mit ihrer Euphorie. Hatte ein Ventil gesucht. Insgeheim wappnete sich Shara schon wieder für ein blödes Kommentar seitens des Anderen. So war er nun einmal. Gemeinsam verließen die Beiden das Runenarchiv - jeder für sich mit einem neuen Zauber.

    [Im Wohnzimmer] Hina & Alessa



    Schließlich rückte Hina mit der Wahrheit heraus. Sie war zwar nicht mehr notwendig weil Alessa einstweilen auch selbst einen kräftigen Schluck ihres selbst kreierten Drinks gemacht hatte und feststellen musste, dass sie wohl ein kleines bisschen übertrieben hatte aber anscheinend störte sich ihre Freundin nicht daran, da sie auch gleich noch einmal den Strohhalm zwischen ihre Lippen nahm und kräftig anzog. Das Blondchen hatte nicht unrecht. Sie hatten es sich schließlich vorgenommen ihren Cheatday ordentlich zu genießen und da gehörte immerhin auch Alkohol dazu. Ein richtiger Mädelsabend eben so wie sie ihn auch sonst immer genossen hatten. Es hatte sich überhaupt nichts verändert. Ihr war immerhin auch früher schon aufgefallen was für eine Augenweide ihre Beste war. Sie hatten immer schon Komplimente ausgetauscht, Händchen gehalten wenn sie durch die Mall spazierten. Sie waren eben beste Freundinnen, teilten alles miteinander und doch fühlte sich dieser Abend so anders an. Ein bisschen hatte Alessa sogar Angst sich in ihrer Gegenwart zu betrinken. Sie hatte Angst davor, die Dinge auszusprechen, die in ihrem Kopf herumschwirrten seit den ausgetauschten Küssen, den heißen Berührungen in der Umkleide. War sie betrunken noch in der Lage sich zurück zu halten. So zu tun als wäre es in Ordnung für sie wenn Hina sich ein wenig ausprobieren wollte - mit ihr. So zu tun als würde ihr Herz dabei nicht schneller schlagen, ihr Bauch kribbeln. Dennoch war der Wunsch da sich nicht so viele Gedanken zu machen, ihren Kopf stumm zu schalten und einfach die Zeit mit ihrer Freundin zu genießen weil es schön mit ihr war. Alessa nahm wieder einen Schluck ihres Getränks. Vielleicht lies sich ein Mittelweg finden. Vielleicht war sie einfach nur verwirrt und es brauchte einfach etwas Zeit. Das war doch nichts was ihre Freundschaft nicht überstehen konnte, oder? Alessa erwiderte das Grinsen auf den Lippen ihrer Freundin. Es war ansteckend und wie konnte sie anders als nicht ebenfalls zu grinsen wenn diese grauen Augen sie so anfunkelten. "Na das will ich doch hoffen..." kam es schließlich fast schon automatisch über Alessas Lippen und spürte in sich dieses Kribbeln als sie den vielsagenden Blick ihrer Freundin erwiderte. Das Kribbeln war neu. Die anzüglichen Aussagen weniger. So scherzten sie doch immer. Das war einfach ihr Ding. Vielleicht war es gut so, dass Hina kurz in der Küche verschwand damit Alessa ihre Gedanken sortieren konnte oder vielmehr einen kräftigen Schluck vom Alkohol nehmen konnte um sie zum Schweigen zu bringen. Es dauerte nicht lange und sie war wieder hier - ganz nah neben ihr. Selbst als sie sich nicht berührten spürte sie ihren Körper neben sich. Ihren perfekten Körper. Die Augen der Schülerin wanderten zu ihrer Freundin - immer wieder - so sehr sie sich auch auf den Film konzentrieren wollte. Ihr Blick wanderte über ihr Profil, hinab zu ihrem schlanken Hals, um den sie eine Kette trug, deren Anhänger ihr Dekolleté zierte. Sie war so unfassbar schön. So begehrenswert. Alessa zwang sich wieder dem Film zu folgen, war selbst überrascht wie viel zeit schon vergangen war und das sie die Hälfte davon nicht mitbekommen hatte. Irgendwann sprang ihre Freundin auf, verschwand wieder in der Küche und bugsierte durch ihre ruckartige Bewegung eines der flauschigen Kissen nach unten, nach welchem Alessa in ihrer Abwesenheit angelte. Sie hatte es sich ein wenig gemütlich gemacht. Ihre nackten Beine hatte sie schließlich auf der Couch ausgestreckt und ihren Kopf auf das flauschige Kissen gebettet. Sie stützte ihren Kopf auf ihren Händen ab als Hina wieder auftauchte. vereinzelte Haarsträhnen waren ihr ins Gesicht gefallen und umspielten ihr Gesicht. Ein Grinsen zierte die geschminkten Lippen des Mädchens als sie entdeckte was Hina da in der Hand hatte. "Oh mein Gott. Du bist die Beste..." Dankend nahm sie das kleine Gläschen an und stieß mit Hina auf den Abend an. "Ich glaube dieser Abend wird eher ein Saufgelage statt einem Mädelsabend..." Ein leises Lachen verließ die Kehle des Blondchens und sie hielt Hina das leere Gläschen gleich nochmal hin. Alessa zog die Beine an sich und leerte das Gläschen gleich nochmal, bevor sie wieder einen Schluck von ihrem Drink machte und nach den Snacks angelte, sie sie vor sich auf dem Kissen platzierte. "Hmm ich weiß ja nicht..." Alessa tat so als müsste sie wirklich überlegen. "Jetzt warst du schon wieder in der Küche..." Sie strich sich nachdenklich über das Kinn und lachte dann während ihre roten Augen ihre Freundin fixierten.

    [Vor dem Wachposten] Kyle & Bianca


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    Seine Augen weiteten sich ein wenig vor Überraschung als hätte er mit einer derartigen Frage nicht gerechnet. Wahrscheinlich hatte sie es sich selbst zu zu schreiben. In all den Jahren in denen sie nun umeinander herum tanzten nur um sich anschließend wieder zu zanken oder aus dem Weg zu gehen hatte sie ihn wohl nie danach gefragt was er eigentlich wollte. Es war immer nur darum gegangen was sie wollte oder nicht wollte. So war sie nun einmal. So war sie auch erzogen worden. Ihre Wünsche hatten oberste Priorität. Sie war besser als das Fußvolk. In gewissem Maße war es so in ihr verankert. Sie lebte dieses Leben, dass man ihr anerzogen hatte. Es wäre gelogen wenn sie behaupten würde, dass sie darauf verzichten konnte. Kyle und ihre Beziehung zueinander oder wie auch immer man das bisher definieren hätte können hatte noch nie in dieses Bild gepasst und dennoch kam sie nicht davon los. Sie kam nicht von ihm los. Seit Jahren nicht. Selbst wenn sie sich stritten, wenn seine Unbeholfenheit sie zur Weißglut brachte genoss sie es ihn zu sehen. In seine braunen Augen zu sehen, ihm maßregelnde Worte entgegen zu schleudern. Er passte nicht aber dennoch hatte ihr Herz sich doch schon längst entschieden. Er war nicht der Adelige, den sie sich immer erträumt hatte. Perfekt. Charmant. Wohlhabend. Er war alles andere als das und dennoch schlug ihr Herz schneller wenn er sie küsste, wenn sie in seinen Armen lag. Sie hatte das Gefühl es konnte dann alles gut werden auch wenn die Vernunft in ihr dabei stark aufschrie, sie tadelte. Er sah sie direkt an. Sie spürte seinen Blick auf sich. Er sah nicht weg, wich ihr nicht aus bevor er zu einer Antwort ansetzte. Eine Antwort, die sie so nicht erwartet hatte - oder doch? Waren es nicht letztendlich genau solche Worte, die sie von ihm erwartet hatte? So war er schon immer gewesen, richtig? Oder hatte die Zeit so einen Menschen aus ihm gemacht. War es ihm gleichgültig? All das schien ihm nicht nahe zu gehen. Konnte er überhaupt etwas empfinden? Was ging in seinem Kopf vor. Bianca presste die Lippen aufeinander, biss sich auf die Unterlippe, die zu beben begann. Wollte er es ihr am Ende einfach nur Recht machen? Ihre Augen suchten sein Gesicht nach der Antwort ab, die er nicht aussprach. Konnte sie es überhaupt ertragen? Hatte er diese Art Gefühle für sie oder war es nur zur Gewohnheit geworden um einander herum zu tanzen. Sie verlangte stumm nach Antworten für nie gestellte Fragen aber hatte zugleich Angst davor. Angst vor Ablehnung. Sie. In Wirklichkeit war hinter all dem nach außen vermittelten Selbstvertrauen doch auch nur ein verletzliches Mädchen aber war er sich dessen bewusst? Tatsächlich musste Bianca dann kurz auflachen. Vielleicht weil sie damit die Unsicherheit überspielte. Vielleicht weil sie sich so zurückhielt ihn wieder anzuschreien, wie sie es doch so gerne tat, weil er sie mit seiner wortkargen Art und Weise wahnsinnig machte. "Ist das dein freudiges Gesicht?" Ihr Lachen wurde ehrlicher. Vielleicht wurde sie auch einfach nur wahnsinnig, weil Kyle den Anschein machte als wäre das die einzig mögliche Option - als müsste er das machen. Irgendwie hatte sie sich das anders vorgestellt. Irgendwie romantischer. Irgendwie... emotionaler? Wie leichtgläubig von ihr. Wie dumm. Es ging immerhin um Kyle. Sie nahm seine Hand. Verschränkte ihre Finger mit den seinen. Spürte seine Wärme und spürte auch das Kribbeln in ihrem Bauch, war sich aber nicht sicher ob es Freude war oder einfach nur Angst. Vielleicht ein bisschen was von Beidem.

    [Auf der Überwachungsstation] Chris & Cylie


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    Er hörte fremde Stimmen. Sie sprachen durcheinander, riefen sich gegenseitig etwas zu aber er verstand nicht was es war. Was der Inhalt ihrer Worte war oder gar ihre Bedeutung. Er war stiller Zuhörer aber anscheinend ein ziemlich schlechter. Egal wie sehr er sich anstrengte. Es gelang dem Studenten nicht und irgendwann gab er auf, hatte die Stimmen im Hintergrund einfach akzeptiert und irgendwann verstummten sie. Alles um ihn herum war schwarz. Was war passiert? Hatte er sich wach halten können? Er spürte die Wärme neben sich nicht. Cylie. Wo war sie? Ging es ihr gut? Er würde es spüren wenn es ihr nicht gut ging, oder? So war es bei Zwillingen, richtig? Konnte er sich darauf verlassen oder war das nur leeres Gerede? Er spürte wie sein Herz schneller schlug - immer schneller. Es raste. So sehr er sich auch bewegen wollte - es ging nicht. Es fühlte sich fast schon so an als wäre er in seinem Körper gefangen, als wäre er nicht länger Herr über dieser Hülle in der er sich befand. Eine Weile versuchte er es - immer wieder versuchte er es aber er rührte sich nicht - keinen Millimeter. Wohin wollte er überhaupt? Er war umhüllt von Dunkelheit. War das das Ende? War er am Ende an diesem Straßenrand gestorben? Jemand rief nach ihm. Eine Stimme verlangte nach ihm. Es war die Stimme seiner Schwester. Ging es ihr also gut? Der junge Mann schlug die Augen auf, kniff sie im nächsten Moment schon wieder etwas zusammen. Irritiert wanderte sein Blick durch den Raum, konnte ihn in erster Sekunde nicht zuordnen. Alles war relativ weiß. Er entdeckte ein bekanntes Gesicht an seiner Seite. "Cylie..." Sprechen war irgendwie seltsam anstrengend. Sein Schädel schmerzte. Und wie. Erst jetzt schaffte es sein Kopf eins und eins zusammenzuzählen und bemerkte, dass er sich wohl im Krankenhaus befand. Hatte er das Bewusstsein verloren? Es musste fast so sein. Er erinnerte sich lediglich noch an die blauen Lichter - bevor alles schwarz wurde. Der Versuch seine Position zu ändern scheiterte. Es fühlte sich an als hätte er am ganzen Körper Muskelkater. Erst jetzt bemerkte er, dass er offensichtlich an einem Monitor angeschlossen war. "Geht es dir... gut?" es kam ihm lächerlich vor nach ihrem Wohlbefinden zu fragen immerhin war er bei ihrem kleinen Trip dabei gewesen, hatte all das miterlebt und die eigentlich nett gemeinte Ablenkung war im Krankenhaus ausgegangen. Von gut konnte also definitiv nicht die Rede sein. "Nächstes Mal Kino?" schlug der Student schließlich vor und schaffte es sogar seine Mundwinkel ein wenig nach oben zu ziehen auch wenn ihm gar nicht nach Scherzen zu Mute war. Alles Andere als das. Trauriger Weise empfand Chris das Krankenhaus noch als nette Abwechslung zum Kloster. Hier wirkte es ja fast schon gemütlich. Unheimliche alte Nonnen die ihnen nach dem Leben trachteten waren auch keine hier - also definitiv eine Verbesserung. Apropos alte Nonne. "Was war mit der... Alten?" Er hielt seine Stimme gedeckt, fixierte aber das erschöpfte Mädchen an seinem Bett mit seinen grünen Augen. Er hatte ihr etwas Platz gemacht, da Cylie ihren Kopf ohnehin schon auf das Krankenhausbett gelegt hatte. Es war immerhin ein langer und... ereignisreicher Tag gewesen. Es tat ihm fast schon Leid seine Schwester so alleine gelassen zu haben . Wahrscheinlich hatte die Polizei ihr Löcher in den Bauch gefragt. Würden sie nach dem Krankenhaus gleich im Gefängnis landen wegen unterlassener Hilfeleistung oder Schlimmerem? "Ist das alles.... wirklich passiert?" Es wirkte so surreal jetzt wo sie sich Beide wieder hier in Riverport befanden.

    [Im Wohnbereich der Kapelle] Dorothy & Eric


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    Sie zögerte, stoppte in der fließenden Bewegung mit der sie das Essen zubereitete. Er hatte seinen Blick auf sie gerichtet. Seine Lippen hatten sich einen Spalt geöffnet um sich nach ihrem Wohlbefinden zu erkunden aber noch bevor auch nur ein Wort über seine schmalen Lippen kam antwortete sie auf seine eigentlich doch ziemlich persönliche Frage. Er hatte sie quasi zwischen Tür und Angel gestellt obwohl er doch in Wirklichkeit keine Ahnung hatte was im Leben der Anderen schon passiert war, was in ihr vorging. Es war eine egoistische Frage gewesen, diente nur dazu seine unwillkommene Neugierde zu befriedigen. Sie war einfach von selbst über seine Lippen gekommen ohne Rücksicht auf Verluste - ohne Rücksicht auf sie und ihre Gefühle zu nehmen. Wortlos lauschte der Jäger ihren Worten. Zögernden Worten. Es schien fast so als wäre es eine Qual für sie die Worte auszusprechen - als koste es das Mädchen eine unheimliche Überwindung. Er hatte offenbar eine Wunde aufgerissen, die noch gar nicht richtig verheilt war. Er wollte gerade zurückrudern - retten was noch zu retten war - immerhin war vorhin die Stimmung zwischen ihnen ganz locker gewesen - einmal nicht behaftet mit irgendwelchen Schwierigkeiten oder der Gleichen. Vielleicht war er einfach nicht mehr in der Lage ein normales Gespräch zu führen, welches sich über Smalltalk hinaus bewegte. Er war ins Fettnäpfchen getreten. Ihre Stimme war nur ganz leise aber er hörte sie. Dieser Mensch in ihrem Leben - er war weg? Weg war ein dehnbarer Begriff. Einfach verschwunden? Auf Reisen? Völlig...weg? Glücklicherweise beherrschte Eric genug soziale Kompetenz um die Fragen, die mit ihrer Aussage einher gingen nicht zu stellen. "Bitte entschuldige..." kam es über seine Lippen als er merkte, dass es Dorothy quälte darüber zu sprechen. "...ich wollte dich nicht traurig machen." Vorhin wirkte sie noch völlig zufrieden. Vorhin war da dieses Lächeln auf ihren Lippen - ganz sanft aber ehrlich. Es war wunderschön gewesen und er wollte es wieder sehen. Nicht unbedingt jetzt aber irgendwann. Vielleicht hatte er gehofft dieses Gespräch, sein angeschnittenes Thema würde dazu führen aber es war ein egoistischer Wunsch gewesen und dennoch hatte er die Hoffnung es irgendwann wieder zu sehen. Mittlerweile hatte die das Essen angerichtet und es dauerte nicht lange bevor sie sich Beide darüber hermachten. "Wenn zu viel los ist gehen wir einfach wieder. Es macht ohnehin keine Freude sich durch die vielen Menschen zu drängen..." Er sah in die Augen seines Gegenübers und lächelte sie an. Dorothy musste ihren Satz nicht beenden. Er verstand worauf das Mädchen hinaus wollte. Es war nicht sonderlich schwer zu erraten. Sie war nicht gerne an Orten mit vielen Menschen. Manchmal konnte der Jäger das verstehen. Menschenmassen wirkten in gewisser Weise beengend gar überfordernd und je nach Laune konnte er sie besser oder schlechter ertragen. Trampoli war nicht wirklich eine große Stadt also erwartete er auch nicht den großen Andrang oder konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es sonderlich überfüllt war. Eric schob sich das Essen in den Mund, lies sich das frische Brot dazu schmecken und lobte das Essen des Mädchens, welches sich offenbar sehr darüber freute. Die geröteten Wangen standen ihr. Sie hatte den Kopf etwas angehoben, hielt ihn nicht wie sonst immer gesenkt. "Das Lächeln steht dir, Dorothy..." Seine braunen Augen musterten ihr Gesicht, welches sie sonst so sehr unter Verschluss hielt. "Sophia..." antwortete er knapp, dachte an den Moment in der Taverne, dachte daran wie er sie am Tisch mit Dorothy gesehen hatte und schon das Gefühl hatte sie zu kennen. Ein Gefühl, welches sich gleich danach bestätigt hatte oder besser gesagt eine Prügelei später. Es wirkte noch völlig unwirklich. Er konnte es noch immer nicht so recht glauben. Es fühlte sich wie an wie ein wahr gewordener Traum. Der Entschluss einfach neu anzufangen, der Vergangenheit nicht länger auf den Grund zu gehen war wieder vertrieben, oder? Eigentlich wusste Eric nicht was der nächste Schritt war - ob es Sinn machte dem Ganzen auf den Grund zu gehen - auch ihretwegen. Wie lange fehlte ihm schon dieser Teil seines Lebens? War er noch relevant? Dorothy hatte offenbar den Entschluss gefasst ihm noch mehr zu helfen. Der junge Jäger wollte sie davon abhalten, hatte schon seinen Arm ausgestreckt um sie zurückzuhalten aber das zierliche Mädchen war schon am Absprung. "Das ist doch nicht nötig..." kam es ihm leise über die Lippen aber ihm war vorher schon bewusst, dass Dorothy durch nichts aufzuhalten war. Wenn er ihr Angebot abschlagen würde, wäre sie letztendlich nur gekränkt und das wollte er wirklich nicht. Mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen nahm Eric das Heißgetränk an. "Danke. Für alles..." Sie war wirklich einmalig. Direkt griff er nach der Tasse, pustete etwas weil er noch brennheiß war und nahm schließlich einen zaghaften Schluck. Er verbrannte sich die Zunge. natürlich. Er war wieder zu gierig gewesen aber dennoch breitete sich der Geschmack der getrockneten Kräuter in seinem Mund aus. "Du scheinst dich gut mit der Versorgung Kranker und Verletzter aus zu kennen. Da bin ich ja in besten Händen..." Ein Lachen entfuhr der Kehle des jungen Mannes ehe er die Tasse wieder abstellte und die letzten Reste des köstlichen Essens verspeiste.

    [Bei Meister Kanno] Leon & Shara


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    Sie schwieg während Leon seine Geschichte erzählte. Zum ersten Mal hörte sie die ganze Geschichte - wie es überhaupt erst dazu kam, dass sie ihn am Strand gefunden hatte. Wie es überhaupt erst dazu kam, dass er so schwer verletzt war. Bisher hatte das Halbwesen sich immer relativ bedeckt gehalten was das anging, hatte nicht viel davon Preis gegeben. Sie schielte in die Richtung des jungen Mannes, lauschte der Erzählung. Hatte er sich alleine gegen das Monster behauptet? Es schien beinahe so. Da war er wohl mehr oder weniger glimpflich davon gekommen und hoffentlich die beiden Mädchen von denen er erzählte ebenfalls. Sie knabberte ein wenig auf ihrer Unterlippe und fragte sich insgeheim wie es ihr wohl in einer derartigen Situation ergangen wäre. Sie wäre wohl ebenfalls auf die Hilfe eines Anderen angewiesen gewesen, was natürlich in Ordnung war aber sie wollte auch etwas bewirken in der Welt - etwas beitragen. Natürlich hing es nicht von diesem Zauber ab, den sie hoffentlich erlernen durfte - der Wille war da aber manchmal fehlte einfach das Vertrauen in sich selbst. Sie wünschte sich tatsächlich sie könnte sich eine Scheibe von Leons Selbstbewusstsein abschneiden. Nur ein klitzekleines Stück. Es war das Lachen ihres Begleiters, dass sie wieder aus ihren Gedanken riss. Er schien erleichtert zu sein, dass es die Mädchen offenbar geschafft hatten. Unweigerlich zauberte sich auch ein Lächeln auf die Lippen der Floristin und als es der Magiermeister war, der sich wieder zu Wort meldete richtete sie den Blick ihrer blauen Augen wieder auf ihn. Erst jetzt bemerkte sie das die Geschichte ihres Begleiters Kanno offensichtlich weniger gut gefiel. Seine Stirn hatte sich in Falten gelegt und er schüttelte verärgert den Kopf. Beinahe dachte sie das es das wohl war mit ihren neuen Zaubern. Er tadelte Leon für seinen Leichtsinn und als der Brillenträger seinen Blick auf sie richtete weiteten sich ihre Augen ein wenig in der Erwartung das nun sie an der Reihe war abgeurteilt zu werden. Er gab ihr aber vielmehr einen weisen Rat und mit entschlossenem Blick nickte das Mädchen, hielt seinem prüfenden Blick stand auch wenn es nicht gerade leicht war. Als er sich schließlich nach der Richtung in die sie sich zaubertechnisch bewegen wollten sammelte Shara erst einmal einen Moment ihre Gedanken. Es gab so viele Möglichkeiten und es erschien ihr schwer sich für einen zu entscheiden. Das Angebot war so breit gefächert. "Ich... fühle mich mit der Natur sehr verbunden..." begann das Mädchen schließlich zögernd und versuchte einen Mittelweg um ihr Anliegen zu schildern aber Kanno auch nicht unnötig viel Zeit zu stehlen. "... und beschäftige mich gern mit Pflanzen weil ich das Gefühl habe einen guten Draht zu ihnen zu haben." Sie lächelte leicht und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich hatte an Erdmagie gedacht..." Manchmal wenn sie draußen war spürte sie regelrecht die Energie um sich herum. Die Energie der Erde, die des Wassers und die des Windes, der durch ihre haare wehte. Man musste nur genau aufpassen.

    [Vor dem Wachposten] Kyle & Bianca


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    Bianca konnte selbst nicht glauben was sie da gerade gesagt hatte. War es das was sie wirklich wollte oder war es letztendlich der letzte Strohhalm an den sie sich klammerte? War es die einzige Alternative - entweder nichts oder das? Aber war es besser als nichts? Eine heimliche Beziehung? Wie lange ging so etwas gut? War es nicht letztendlich doch zum Scheitern verurteilt? Vielleicht hoffte ein kleiner Teil in ihr, dass er sie wieder zu Verstand brachte, ihr sagte, dass es einfach keinen Sinn machte und sie lieber die Tatsachen akzeptieren sollten. Vielleicht hoffte ein kleiner Teil in ihr, dass er der Klügere von Beiden war. Dieses eine Mal. Wenn er nun ablehnte, dann würde sie abschließen können, oder? Wenn er ihr einfach sagte, dass es nicht das ist was er wollte wäre es endgültig vorbei und sie konnten beide neue Wege gehen. Es klang so einfach aber einfach war es zwischen ihnen noch nie gewesen. Es war vieles aber ganz sicher nicht einfach. Die Adelstochter lauschte seinem Herzschlag, spürte die Wärme seiner Umarmung. Seine Nähe - sie war tröstend und nervenaufreibend zugleich. Er schwieg. Kurz hoffte sie vielleicht er hätte ihre Worte nicht gehört. Sie fühlte sich so nackt - so ausgeliefert. Wann waren sie je so ehrlich zueinander gewesen. Eine völlig neue Situation. Sie schrien einander nicht an, ignorierten einander nicht. Letztendlich stand nur die Wahrheit zwischen ihnen, die sie ausgesprochen hatte - voller Wut, weil er nicht zu verstehen schien. Wie könnte er auch. Das zwischen ihnen war seit jeher auf Missverständnissen aufgebaut gewesen. Nie hatte jemand den Mut gehabt es anzusprechen. Trotzdem fühlte sich Bianca feiger denn je. Der Weg den sie vorschlug war doch im Grunde der feigste aller Wege. Sie war nicht mutig genug sich gegen ihre Familie aufzulehnen weil sie die Konsequenzen fürchtete. Sie war nicht mutig genug um ihn von sich zu stoßen. Den Kontakt für immer zu kappen weil sie es nicht wagte, sich davor fürchtete er könnte sich in ein anderes Mädchen verlieben und sie vergessen. Sie war so furchtbar feige, hasste sich beinahe selbst. Er war es der die Umarmung lockerte. Ihr Herz klopfte fest gegen ihre Brust, sie wagte es nicht Kyle anzusehen. Sie fürchtete seine Antwort. Sie fürchtete ihren Vorschlag aber zugleich auch seine Ablehnung. Vielleicht war es seit jeher nur sie, die mehr empfunden hatte, sich mehr erhofft hatte. Bianca spürte seine Hände auf ihrer Schulter, hielt den Kopf gesenkt als eine seiner Hände nach oben wanderte, über ihre Wange strich und ihren Kopf etwas anhob. Ihre Wangen waren gerötet als sich ihre Blicke trafen. als sie ihm nicht mehr ausweichen konnte. Als sich das Gesicht des Anderen näherte schloss sie für einen Moment die Augen, spürte im nächsten seine Lippen auf den ihren. Sie waren so weich. Der Kuss schmeckte bittersüß. Er war nur flüchtig und doch wusste sie nicht wohin mit ihren Gedanken, mit ihrem Gefühlen. In ihr tobte ein Sturm. Seine Stimme war nur ein Flüstern als er sich wieder von ihr löste. Ihre Augen flackerten bevor sie sie wieder öffnete, ihn durch sie ansah. Seine Hand lag immer noch an ihrer Wange. Unsicherheit spiegelte sich in ihrem Blick. War es das was sie wollte? Es erschien ihr eigentlich nicht als hätte sie großartig eine Wahl. "...ist es auch das was du willst?" Sie sah ihn direkt an, flüchtete dann vor seinem Blick. Er war noch nie ein Mann großer Worte aber momentan fühlte sie sich einfach so ausgeliefert. Sie hatte gefühlt alles offen gelegt und er machte einfach nur mit um sich ihrem Willen zu beugen? Sie wirkte fast schon unsicher. Zögernd sah sie wieder in die braunen Augen des Anderen in der Hoffnung dort die Antwort zu finden.

    [Im Wohnbereich der Kapelle] Dorothy & Eric


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    Ihre Aussage irritierte ihn ein wenig. Gab ihm sogar zu denken. Seine Stirn legte sich sogar kurz in Falten als er sich die Worte des Mädchens wieder durch den Kopf gehen lies. Jemand der ihm die Schwierigkeiten, in die er gerne geriet, abnahm? Wollte er das überhaupt? Wollte er das irgendjemand sich seiner Schwierigkeiten annahm? Er musste selber dafür gerade stehen. Er beförderte sich doch auch im Grunde selbst in eben genannte Schwierigkeiten also war es auch an ihm sich da wieder heraus zu manövrieren. Er wollte niemanden mit hinein ziehen. Weder Dorothy noch irgendjemand Anderen. Er folgte der Kleineren in den Wohnbereich, lies den Blick seiner braunen Augen über die Bilder gleiten, die eine jüngere Dorothy zeigten und noch ein anderes Mädchen. Ihre Schwester? Eine gewisse Ähnlichkeit war vorhanden. Unweigerlich fragte sich der junge Mann ob sie sich auch so ähnlich waren? Ob sie auch so ein reines Herz hatte wie die Kapuzenträgerin oder ob sie am Ende vielleicht völlig anders war? Das Gegenteil? Taff und vorlaut? Seine Gedanken brachten ihn zum Schmunzeln. Er hörte an ihrer Stimme das sie lächelte als ihre nächsten Worte über die Lippe kamen. Sie kannte dieses Gefühl. Interessiert musterte er das Mädchen vor sich. "Gibt es so jemanden für dich...?" fragte Eric unverblümt, ohne sich großartig darüber Gedanken zu machen, dass es vielleicht zu direkt war. Aber sie sprach mit so viel Zärtlichkeit in der Stimme als gäbe es Jemanden für sie - als gäbe es Jemanden der solche Situationen von ihr fern hielt - im Gegensatz zu ihm, der sie immer wieder in solche Situationen brachte - seit ihrem Kennenlernen. Es gab wohl Menschen von denen man sich lieber fernhalten sollte? War er einer von ihnen? War er dazu geworden oder hatte sich selbst dazu gemacht? Er wusste es nicht. Vielleicht unbewusst obwohl er doch den Entschluss gefasst hatte neu anzufangen. Aber dann war Sophia aufgetaucht und seit dem war sich der Jäger nicht mehr ganz so sicher ob er nicht doch lieber in der Vergangenheit herumkramen wollte. Der Braunhaarige hob seinen Kopf an, begegnete dem Blick des Mädchens, welches über die Schultern zu ihm schielte, während sie das Essen zubereitete. "Was für ein Glück er hat..." stellte Eric schließlich fest als Dorothy davon erzählte, dass sie relativ oft das Essen zubereitete. Er konnte es kaum noch erwarten das selbst gekochte Essen des Mädchens zu probieren. Es spielte keine Rolle was es war. Man merkte meist ob der Andere mit Liebe dabei war oder ob es nur Mittel zum Zweck war und Eric ahnte bereits in welche Sparte sie fiel. Sie lehnte seine Hilfe ab und so beobachtete er einfach ihr tun. Jeder Handgriff saß bis zu dem Zeitpunkt als er seine Einladung aussprach. Sie schien mit einem Mal nervös. Ihr fiel sogar der Kochlöffel aus der Hand. Beinahe wurden ihre Worte vom knisternden Feuer verschluckt, gingen in den Kochgeräuschen unter. Irgendwie schien Dorothy überfordert mit seiner Einladung. Zu gerne hätte er ihr Gesicht dabei gesehen aber sie hatte ihm den Rücken zugewandt, versteckte es unter ihrer Kapuze und unter ihrem Pony. Er freute sich allerdings, dass sie bereit war ihm zu begleiten. Lange war er nicht mehr auf einem Fest gewesen. es würde ihm sicher gut tun - ein wenig ablenken. "Ich auch nicht... dann wird es langsam wieder Zeit würde ich sagen..." Dorothy servierte einstweilen das Essen und unweigerlich hoben sich die Mundwinkel des jungen Mannes. "Es riecht unheimlich gut..." stellte er fest und schloss für einen Moment die Augen um den Duft des Frischgekochten zu genießen. Er öffnete sie wieder und sah in das Gesicht der Köchin. "Vielen Dank, Dorothy." Er lächelte ehe er nach dem Besteck griff und gleich einen Happen vom Rührei nahm. "Köstlich..." kommentierte er das Essen und biss sich etwas vom Brot ab ehe er einen erneuten Happen nahm. Eric nickte auf ihre Frage hin. "Ja ich habe dich auch gesehen aber wollte euch nicht stören..." Immerhin war das unmittelbar nach der Begegnung mit der Elfe. Eric war einfach nur froh gewesen, dass sie und ihre Freundin glimpflich davon gekommen waren. "...außerdem habe ich Jemanden wieder getroffen." Eric lächelte kurz. Fragte sich ob er Sophia auch am Fest wieder sehen würde. Er genoss das Essen, welches Dorothy ihm zubereitet hatte. "Wenn ich jetzt nicht wieder gesund werde, weiß ich auch nicht..." Er spielte auf seine Kopfverletzung an, darauf dass gutes Essen schließlich auch eine heilende Wirkung hatte.