Beiträge von Zyprim

    [Am Lagerfeuer] Sky & Noita



    Es erheiterte den Studenten offenbar, dass Noita mit dem Gesöff in dem Pappbecher zu kämpfen hatte und noch immer den bitteren sowie brennenden Geschmack in ihrer Kehle sowie auf ihrer Zunge schmeckte und das war alles andere als angenehm. Am allerliebsten hätte sie schnell etwas Süßes und wohlschmeckendes hinterhergekippt. Sie war wohl wirklich nicht dafür gemacht sich an Alkohol zu bereichern. Schmeckte den Anderen dieses Zeug wirklich? Ein Schauer durchfuhr den zierlichen Körper der Dunkelhaarigen und sie schüttelte sich etwas, was dazu führte, dass sich auf den Lippen ihres Gegenübers ein Grinsen bildete. Natürlich hatte der Studentin sie sofort entlarvt und beinahe wirkte das Mädchen einen Moment lang ertappt als sie ihm schließlich das Offensichtliche gestand. Verlegen kratzte sich das Mädchen mit ihrer freien Hand am Hinterkopf und lächelte leicht. "Ist es so offensichtlich?" Wahrscheinlich handelte es sich bei dem Getränk um kein sonderlich starkes Exemplar und sie hatte sich durch ihr einfältiges Kommentar verraten. "Nein ich vertrage Alkohol nicht sonderlich gut..." Sie erinnerte sich vage an die paar Mal an denen sie getrunken hatte. Der nächste Tag war grauenhaft und auch das Ende des Abends. Ugh. Offenbar war ihr Körper dafür nicht gemacht. Fast ein wenig nervös zupfte Noita an dem Ärmel ihrer Jacke herum. "Jetzt habe ich mich wohl endgültig als Langweilerin geoutet, was?" Ein Lächeln zierte ihre Lippen, während ihre Augen die des Anderen suchten. "Kein leichter Abend für dich, Sky. Gerade erst wieder zu Hause, du triffst deinen Freund nach langer Zeit wieder und dann kannst du das nicht genießen weil du einem Biest und einer Langweilerin ausgesetzt bist. Es ist also das Mindeste, dich vor dem Tod zu bewahren." Noita zwinkerte dem tropfnassen Kerl zu und schloss schließlich zu ihm auf als er sich auf dem Weg zum Lagerfeuer machte. Sie grinste ihn schließlich an und sicherte sich einen Platz in der Nähe des Feuers. Die Wärme der züngelnden Flammen tat gut. Ihr war nicht sonderlich kalt aber es war abends schon sehr kühl und man genoss so durchaus die wohltuende Temperatur am Feuer. Der Duft des knisternden Holzes vermischte sich mit der erfrischenden Luft hier am See und löste ein Wohlbefinden in der Schülerin aus und sie strich sich unbewusst über den Unterarm während ihre roten Augen auf das Feuer gerichtet waren. Einen Augenblick lang war das Mädchen in Gedanken versunken. Heute war ein langer Tag gewesen. Es war so viel passiert. Ihre Lippen kräuselten sich und langsam drehte sich ihren Kopf zur Seite und zog ihre Knie an sich um ihre Arme um diese zu schließen. "Auf einer Skala von eins bis zehn wie schlimm war es und wie kann ich dir bei dem durch mich verursachten Trauma unterstützen?" Ihr Mimik strahlte eine Ernsthaftigkeit doch ihre roten Augen funkelten belustigt.

    [In einem der Empfangsräume] Rosalind Sophia & Bianca



    Die Umarmung Sophias löste sich langsam wieder. Der Körperkontakt wurde weniger und nach und nach saßen dort wieder drei unterschiedliche junge Frauen. Keine Einheit. Jeder für sich und doch irgendwo eine Familie auch wenn sie ganz bestimmt nicht durch das Adjektiv familiär definiert werden würden. Eine Distanz herrschte zwischen den Mädchen gleich einer flüchtigen Bekanntschaft und irgendwie war es das auch. Sie waren alle nur Bekannte - keine Freunde - keine Familie. Sie erzählten einander ihre Sorgen nicht und Bianca war sich unsicher ob sie diese Distanz reduzieren wollte. Teilweise gab gerade diese fehlende Nähe ihr Wohlbefinden. Die unsichtbare Mauer, die sie sich in den Jahren aufgebaut hatte und in dessen Inneren sich nur sie selbst und ihre Zofe Tabatha befunden hatten - bis zu jenem Tag. Sie hatte sie verlassen. Alleine war das Mädchen mit den Korkenzieherlocken zurückgeblieben. Sie hatte versucht abzuschließen - hatte getrauert. Beinahe war es ihr gelungen und dann kam der Magier und machte dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Dem Lauf des Lebens. Geburt - Leben - Tod - Wiederauferstehung. Der Gedanke stieß ihr sauer auf. Der leblose Körper Tabathas erschien vor ihrem inneren Auge und es dauerte einige Momente um den Gedanken wieder zu vertreiben. Im nächsten Moment sah sie ihre Vertraute in ihrem Zimmer stehen - sie lebte. Sie war zurück. Es sollte alles gut sein aber das war es einfach nicht. Es gab so Vieles das gerade alles andere als gut war. Bianca schüttelte die Gedanken an ihre Freundin von sich. Ein Problem reichte doch. Es hatte keinen Sinn sich mit beiden Problemen zu beschäftigen. Wenn sie ehrlich war, wollte sie sich mit keinem von Beiden beschäftigen sondern sie bei Seite schieben und wieder zu der unbeschwerten Bianca zurückkehren, deren Launen man fürchtete.

    Bianca hob ihren Kopf an als Rosalind ihre Frage beantwortete. Doch es blieb nicht bei einer Antwort. Natürlich kamen Gegenfragen. Sie hagelten regelrecht auf das wohlhabende Mädchen ein, drängten sie an die Wand. Die Tür öffnete sich und eine Bedienstete trat mit dem bestelltem Tee ein und stellte das Teeservice sorgsam auf dem edlen Tischchen ab. Wortlos schenkte sie den Damen des Hauses ein und platzierte das Kuchenstück direkt vor Fräulein Bianca. Mit einem leichten Knicks verlies die Namenlose den Raum wieder und lies die Tür hinter sich ins Schloss fallen. "Glaubst du das wirklich?" kam es aus dem Nichts. Die blauen Augen der Adelstochter fixierten Rosalind. "Glaubst du wirklich wir haben eine Wahl?" Ein Lachen drang aus der Kehle des Mädchens, ehe sie die Teetasse an ihre Lippen führte und an dem Heißgetränk nippte, ehe sie die Tasse wieder abstellte. "Es gibt Dinge, die man von uns erwartet und Dinge die damit nicht möglich sind." Sie hatte ihre Stimme etwas erhoben, glich wieder mehr der bekannten Bianca. Von dem verletzten Mädchen war kaum mehr etwas zu sehen. Sie hatte sie wieder hinter der Mauer versteckt, damit man sie nicht sehen konnte, damit man sie nicht schreien hören konnte. Bianca griff nach der Kuchengabel und stocherte sich ein Stück herunter um es im nächsten Moment in ihrem Mund verschwinden zu lassen. Nun meldete sich auch Sophia zu Wort. Nur langsam und zögerlich purzelten die Worte über ihre Lippen. Worte die man von ihr erwartete wenn man sie ein Stück weit kannte. Sie genoss den Reichtum nicht. Sie war diejenige die Mitleid mit den Armen hatte, sie war diejenige die am ehesten etwas für ihr Geld tun wollte. Das war es nicht was sie sich wünschte aber der Ausdruck im Gesicht ihrer Cousine zeigte Bianca, dass sie mit einer ähnlichen Intensität etwas begehrte, wie sie es tat. Ein Wunsch tief aus dem Herzen. Die Augenlider der verzogenen Göre senkten sich etwas und ein Lächeln erschien auf ihren Lippen. "Ich wünsche mir die Wahl zu haben... einfach nur um zu sehen ob es etwas ändern würde..."

    [Beim Shoppen] Hina & Alessa


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    Schnell hatte Hina ihr Handy gezückt und in ein paar wenigen Minuten war auch schon ein Wellnesstag gebucht. Perfekt. Bei diesem Wetter gab es einfach nichts Besseres als es sich so richtig gut gehen zu lassen. Der letzte Wellnesstag war ohnehin schon wieder viel zu lange her. Wie viele Wochen noch gleich? Alessa erinnerte sich nicht mehr und das bedeutete nichts Gutes. Grässlich. Es musste eine Ewigkeit her sein. Kein Wunder, dass sie so gestresst und verspannt war. Eine Maniküre und Pediküre waren auch wieder fällig. So wie ihre Beste es sagte: Ein Programm von Kopf bis Fuß und nicht weniger. Danach würde die Welt gleich wieder besser aussehen. Ganz bestimmt. "Oh Gott sie ist furchtbar, nicht wahr?" lies sich Alessa über die neue Tusse im Fitnesscenter aus. Die beiden Blondchen hatten Pete schmerzlich vermisst. Er war nicht nur eine Augenweide sondern verstand auch noch was von seinem Job. Das Mädchen mit den rubinfarbenen Augen stützte ihren Kopf auf ihren Händen auf und verzog leidend die Schnute. "Ich vermisse Pete und hoffe er ist ganz ganz bald wieder da. Mit der Frau wird das einfach nichts!" Alessa rollte die Augen und lies sich zurück fallen. Ihre Laune wurde jedoch bereits im nächsten Moment wieder gehoben als Hina ihr versicherte, dass der Spa für die zwei Freundinnen reserviert war. "Groooooßartig!" Ein breites Grinsen schlich sich auf die geschminkten Lippen der Teenagerin. "Vielleicht sollten wir uns einfach mehr an Studentenpartys halten. Die Jungs in unserem Alter sind einfach zu 90% noch Kinder." Natürlich gab es ein paar ganz schnuckelige Exemplare vor allem in den höheren Stufen aber ein Student war eine ganz andere Geschichte. Alessa strich sich durch das seidige Haar ehe sie ihr Heißgetränk austrank und sich ebenfalls von der Sitzgelegenheit erhob. Beim Verlassen des Cafes wurden die Beiden natürlich wieder von zahlreichen Blicken verfolgt aber die Mädchen schenkten den Besitzern eben jener Blicke keine Aufmerksamkeit. Immerhin waren sie auf dem Weg das gut verdiente Geld ihrer Väter auszugeben und das gehörte zu den beliebtesten Hobbies der Mädchen.

    Die kühle Luft wehte Alessa entgegen als sie Starbucks verließen und die Fußgängerzone entlang spazierten. Die Herbstsonne strahlte auf die beiden Freundinnen herab. Das blonde Haar der Teenagerin glänzte im Licht aber das lag unter anderem bestimmt an dem supertollen neuen Haarshampoo, welches sie sich letztens gekauft hatte. Es bewirkte Wunder. Alessa hängte sich bei Hina ein und gemeinsam steuerten sie auf die erste Boutique zu. Eine Weile betrachteten sie die Klamotten in der Auslage ehe sie den Laden schließlich betraten. Es war eines ihrer liebsten Geschäfte und bei jedem Stadtbesuch besuchten die Beiden auch diesen Laden. Er hatte einfach immer irgendetwas, dass es sich zu kaufen lohnte. Vielleicht auch dieses Mal? Prompt sprang Alessa ein besonders schöner Rock ins Auge und sie gab ein Quietschen von sich, ehe sie sich von Hina löste und ihn an sich hielt und fragend zu ihrer besten Freundin lugte. "Was meinst du? Ein bisschen lang oder?" Ein schelmisches Grinsen lag auf den Lippen der Schülerin.

    [Im Starbucks] Hina & Alessa


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    "Das ist ja auch das Mindeste. Also ohne ein paar Schmuckstücke braucht er sich gar nicht versuchen wieder einzuschmeicheln." Theatralisch untermalte das Blondchen ihre Aussage. Sie kannte doch ihren Papa. Er konnte ihr niemals etwas abschlagen und er wusste ganz genau wie man seine nun nicht mehr ganz so kleine Prinzessin sanftmütig machte und ihr ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Immerhin war sie sein Augenstern, wenn man seinen Worten glaubte, wobei er in letzter Zeit wirklich sehr viel im Ausland ist. Vielleicht war er in seiner Midlifecrisis und lebte sich noch einmal ordentlich aus. Igitt. Diese Vorstellung widerte die Teenagerin mehr als nur ein bisschen an und sie verbannte sie ganz schnell wieder aus ihren Gedanken. Alt genug war er ja dafür und diese Turtelnummer mit dieser Blondine hatte Alessa ihm ohnehin nicht abgekauft. Glücklicherweise. Am Ende wären sie noch zusammengezogen und sie hätten Full House. Die Hauspartys wären dann wohl gestorben. Nein. Nein. Es war gut so solange ihr Papa ihr immer genug Geld überwies und ihr nette Geschenke mitbrachte, die direkt aus den bekanntesten Modestädten stammten. Alessa nippte an ihrem Getränk und lauschte den Worten ihrer Besten. Sie riss ihre wunderschönen roten Augen auf als Hina versicherte, dass sie ganz sicher nicht die Sachen aus der vorigen Herbst/Wintersaison tragen würde. "Oh Gott. Niemals. Wer trägt schon zwei Winter die gleichen Sachen? Das ist ja furchtbar!" Entgeistert sah das Blondchen ihre Freundin an, als hätte sie ihr gerade erzählt, dass sie Secondhandklamotten trug. Währenddessen spielte das Mädchen an ihrer Halskette herum und drehte sie zwischen ihren schlanken Fingern. "Ich weiß was du meinst." Alessa fuhr sich schwer seufzend über die Wange. "Ein Wellnesstag ist schon wieder viel zu lange her. Ich will nicht das meine Haut am Ende noch aussieht wie von dieser Carol." Ein Lachen drang aus der Kehle des hübschen Mädchens, während sie auf ihre gemeinsame Klassenkameradin anspielte, die dafür bekannt war eine sehr unreine Haut zu haben. Das wäre wirklich grauenvoll. Ein sozialer Untergang. Alessa schüttelte sich bei dieser Vorstellung. Erst das Gespräch hinsichtlich der Party besserte die Laune des beliebten Mädchens. Schnell waren die ekelhaften Themen beiseite geschoben, wo sie hingehörten. Ein aufgeregtes Quietschen entfuhr Alessa als sie die Worte "Exklusive Halloweenparty" hörte. Prompt fielen ihr gleich ganz besondere Kostüme ein, in die die beiden Blondchen ihre Luxuskörper schwingen konnten. Sie konnten es sich immerhin leisten. "Oh war es jemals anders?" hinterfragte Alessa als Hina ihr versicherte, dass mit dem richtigen Kostüm alle Blicke auf die Zwei gerichtet sein werden. Sie musste lachen. Ja die zwei gingen durch dick und dünn und man hatte immer schon zu ihnen aufgesehen oder ihnen hinterhergesehen. "Ich hoffe auf der Party gibt es ein paar gut aussehende Jungs..." fügte das Mädchen noch hinzu und nahm noch einen Schluck von ihrem Getränk. "In der Schule scheint da ja Mangelware zu herrschen..." Ein paar Austauschschüler wären auch mal ganz nett. Zumindest war die Auswahl recht dürftig und das war ab und an sehr frustrierend.

    [Im Starbucks] Alessa & Hina


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    Natürlich stimmte ihre beste Freundin ihr zu. Sie hatten meist den gleichen Geschmack oder besser gesagt sie wussten beide was total angesagt ist und was gar nicht ging. Mittlerweile waren es eigentlich die beiden Mädchen, die den Trend in der Schule vorlebten. Zumindest in ihrem Jahrgang. Wobei natürlich auch vereinzelte Mädchen aus den höheren Jahrgängen zu ihnen aufsahen und den beiden Blondinen am Gang neidische Blicke zuwarfen. Auch die älteren Jungs waren ihnen oft verfallen aber für gewöhnlich musste man sich die Aufmerksamkeit der Beiden erst verdienen und wer wären sie denn wenn sie den Jungs nicht die Chance geben würden sich zu beweisen indem sie sich von ihnen durch die Stadt kutschieren ließen oder es tolerierten wenn man ihnen Geschenke machte. Die Blondchen waren doch gütig. Riverport war zwar eine größere Stadt aber dennoch fiel man unter all den Normalsterblichen natürlich auf. Alessa stimmte ihrer Freundin mit einem Lächeln auf den Lippen zu als diese sie bestärkte bezüglich ihren Papa. "Dabei liebe ich es immer sturmfrei zu haben. Es geht immerhin nichts über eine spontane Hausparty." Die Teenagerin umschloss den Strohhalm mit ihren Lippen und nippte an dem Getränk. Sofort breitete sich der köstliche Geschmack des Heißgetränks sich in ihrem Mund aus und floss ihre Kehle hinab. Alessa zuckte beiläufig mit den Schultern als Hina über Mike herzog. Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr und betrachtete noch eine Sekunde lang ihr Handy, welches förmlich explodierte, da nach und nach Likes und Kommentare hereinschneiten. Unbeeindruckt wandte Alessa ihren Blick wieder in Hinas Richtung. Sie verzog ihre Lippen zu einem Schmollmund. "Er wird es bereuen - glaub mir." Ein regelrecht teuflisches Grinsen erschien auf den mit Lipgloss in Szene gesetzten Lippen der Blonden. "Es sieht leider so aus als müssten wir uns neue Jungs suchen. Wer soll sonst unsere Einkaufstaschen tragen oder uns zu den Party fahren? Öffis gehen ja mal gar nicht..." Alessa rollte mit den Augen, welche im nächsten Moment, als Hina den heutigen Plan aufzeigte und dieser Shopping miteinschloss, zu leuchten begannen. "Oh wow. Ich glaube du kannst meine Gedanken lesen. Gerade heute als ich vor dem Schrank stand dachte ich mir, dass ich echt gaaaar nichts zum Anziehen habe." Ein dramatischer Unterton schwang der liebreizenden Stimme der Cheerleaderin mit. Interessiert lauschte Alessa ihrer besten Freundin als diese von einer Party erzählte, die offenbar an diesem Wochenende stattfand. Natürlich war sie bestens informiert. Sie wusste, dass man sich auf Hina diesbezüglich verlassen konnte. "Ich bin mir sicher, dass wir auch so auf die Party kommen." Selbstsicher grinste Alessa in die Richtung ihrer Freundin. Es war noch nie ein Problem für die Beiden gewesen an Türstehern oder dergleichen vorbei zu kommen. Ihrem Charme widerstand kaum jemand. Außerdem: Hübsche Mädchen waren auf einer Party doch immer gerne gesehen. "Was ist das für eine Party?" erkundigte sich Alessa. "Etwa eine Halloweenparty?"

    [Am Steg] Sky & Noita



    Fluchende Worte verließen die schmalen Lippen des Braunhaarigen, der gerade aus dem Wasser aufgetaucht war und einen gewissen Lockenkopf wohl verteufelte. Noita konnte es ihm gar nicht verdenken. Majo konnte wirklich ein kleines Biest sein und gerade wenn man sie herausforderte, scheute sie vor nichts zurück. Und nichts bedeutete auch wirklich nichts wie man ganz offensichtlich sah. Nachdem der Blondine ein tödlicher Blick seitens des Studenten zugeworfen wurde, wurde der Schwarzhaarigen ein dankbares Lächeln geschenkt und mit festem Griff nahm Sky ihre Hand an und so schaffte es Noita das tropfnasse Opfer ihrer Cousine wieder an Land zu befördern, welches im nächsten Atemzug seine Erleichterung bezüglich ihrer Rückkehr bekannt gab. Ein Grinsen schlich sich auf die Lippen des schwarzhaarigen Mädchen und sie erwiderte den Blick der blauen Augen, ehe Sky sich dem Silberhaarigen zuwandte, welcher ganz offensichtlich etwas abgelenkt schien. Noitas Blick folgte dem von Alex aber sie konnte in der Menschenmenge sein Ziel nicht ausmachen als er das ungewohnte Trio zurückließ. gerade als die junge Hexe sich Majo zuwenden wollte, drehte diese sich zu ihnen um und entschuldigte sich ebenfalls, ehe sie dem Silberhaarigen folgte und ihr ein Glas in die Hand drückte. Noita tat einen Schritt in ihre Richtung aber stoppte dann schließlich doch als der blonde Lockenkopf in der Menschenmenge verschwand. "Aber..." Ihre Lippen versiegelten sich wieder ehe sie in ihrer Position verharrte und dennoch eine Weile noch dem einzigen Familienmitglied hinterher sah, dass ihr etwas bedeutete. Entfernte Majo sich von ihr? Sie wollte ihr doch etwas Wichtiges erzählen... Ein Wimpernschlag verging. Jeder hatte sein Leben, nicht wahr? Es war in Ordnung. Sie würden schon noch dazu kommen. Es hatte Zeit. Vielleicht war es besser so. Vielleicht machte es die ganze Sache sicherer - weniger zerbrechlich. Sicher und geschützt in ihrem Herzen. Ein Lächeln stahl sich auf die Lippen der Schülerin, ehe sie sich wieder dem Braunhaarigen zuwandte. "Da waren es nur noch zwei..." Mit einem fragenden Blick musterte Noita den Becher in ihrer Hand, den Majo ihr zurückgelassen hatte und vorsichtig führte das Mädchen es an ihre Lippen um davon zu probieren. Wie scheußlich konnte etwas schmecken, dass offensichtlich die Blonde gerade eben noch genossen hatte. Als ein Schluck des Gesöffs ihre Kehle hinunter floss verzog Noita nur das Gesicht. "Ugh. Was trinkt Majo da? Das ist unheimlich stark..." Noita wischte sich mit dem Ärmel ihrer Pullovers über die Lippen um die letzten Reste des Getränks von ihren zu entfernen um es nicht mehr schmecken zu müssen. Dennoch verwahrte sie den Becher weiterhin falls sie zurückkehren würde.

    Nun galt die Aufmerksamkeit der Schwarzhaarigen wieder dem Studenten, der nach wie vor tropfnass vor ihr stand. "Ist... dir nicht kalt?" Eine Art Fürsorge funkelte in den roten Augen der Hexe und unbewusst hatte sie ihren Gegenüber dabei an der Schulter berührt. Mittlerweile war es Abends nicht mehr wirklich warm, nicht wahr? Nicht, dass er sich eine Erkältung holte. "Wollen wir uns an eines der Feuer setzen... damit du trocknest...meine ich." Ein Lächeln lag auf den Lippen der schwarzhaarigen Hexe als sie ihre Hand vorsichtig wieder zurückzog. "Dann kannst du mir erzählen wie furchtbar es mit ihr war und ich werde mich bemühen es wieder gut zu machen, dass ich dich ihr einfach ausgeliefert habe. " Ein herzliches Lachen drang aus der Kehle des Mädchens und ihre Wangen färbten sich in ein leichtes Rosa, während sie auf die Antwort ihres Gegenübers wartete.

    [Am Buffet in der Nähe von Alice] Simon & Yumi



    Sein Blick durchbohrte sie wie die Schneid eines Messers. Anklagend. Verurteilend. Auch wenn es keinen für sie erklärenden Grund gab versetzte dieser Blick ihr einen Tritt, schmerzhafter und grausamer als es die physische Gewalt, die er an ihr im nächsten Augenblick ausübte. Ein schlechtes Gewissen? Unmöglich. Simon gegenüber? Weswegen? Wegen einer einzigen Begegnung seit Jahren? Der Alkohol machte sie wohl wirklich sentimental. Eine furchtbare Stufe des Betrunkenseins. Lange hatte sie diese nicht mehr erreicht. Sie mochte den Alkohol doch wegen seiner lustigen und leichten Momente und nicht deshalb. Gedanklich verfluchte sie sich für den Schmerz in ihrer Brust, den seine Worte hinterließen. Das Blondchen taumelte nach vorne, ein brennender Schmerz durchfuhr ihren Unterschenkel und kurz bevor sie zu Boden stürzte wurde sie unsanft am Handgelenk gepackt und in die Richtung des Blondschopfs gezogen. Der Geschmack von Eisen machte sich in ihrem Mund breit. Sie hatte sich auf die Lippe gebissen. Mit ihrer freien Hand fuhr sie unweigerlich an diese und benetzte ihre Fingerkuppen mit der kleinen Menge an Blut, ehe sie sachte an ihrer verletzten Unterlippe saugte um die leichte Blutung zu stillen. "Ich möchte aber hier bleiben..." presste die Studentin zwischen ihren Lippen hervor. Ihre blauen Augen suchten die ihres Gegenübers und fixierten sie. Ein intensiver Blick. Eine ganz andere Intensität als zu dem Zeitpunkt als sie noch zu Dritt hier standen. Für einen Moment war der Schmerz an ihrer Lippe vergessen. Für einen Moment war diese Party vergessen und auch der Grad an Betrunkenheit, den sie mittlerweile erreicht hatte und der es ihr unmöglich machte zu schnelle Bewegungen zu machen. Für einen Moment genoss sie mit welcher Kraft er ihre Hand hielt, als würde er sich an sie klammern. Sie erwiderte den Druck seiner Hand, denn auch sie brauchte den Halt irgendwo auch wenn sie es wahrscheinlich niemals laut ausgesprochen hatte. Es war irgendwie wie damals im Krankenhaus. Sie taten einander nicht gut oder? Sie waren beide Häufchen Elend und doch war es genau dieses Elend, dass vielleicht verantwortlich war für diese Verbindung zwischen ihnen. Traurig? Vielleicht. Im Hier und Jetzt fühlte es sich aber so gut an obwohl sie in diesen blauen Augen so viel Wut erkannte, ihr gegenüber, Darren gegenüber, vielleicht auch auf sich selbst. Seine Hand ergriff ihr Handgelenk, packte grob zu und zog sie mit einer knappen Ansage hinter sich her. Das Ziel: unsicher und doch lies das Blondchen es bereitwillig zu und nachdem sie durch die Menschenmenge, die sie ohnehin kaum wahrnahm, hindurch gelaufen waren, fanden sie sich am Buffet wieder. Offenbar gab es ja doch etwas zu Essen auch. Es wäre wahrscheinlich eine gute Idee etwas zu essen um den Alkohol aufzusaugen aber noch ehe Yumi darüber nachdenken konnte erblickte sie ein bekanntes Blondchen auf der anderen Seite des reichlich gefüllten Tisches. Ein Seitenblick zu dem Blonden neben ihr. Er sah aus als hätte er ein Gespenst gesehen. Ein Seufzen entwich der Kehle der jungen Erwachsenen und sie wünschte sich einen Moment, sie wäre doch einfach nach Hause gegangen. Auf das Theater mit Goldlöckchen hatte sie echt gerade keine Lust. Bisher war der Abend so schön gewesen also warum...? Der Griff um ihr Handgelenk wurde fester und ihr Blick wanderte kurz Simons arm entlang nach unten. Ein einziger, naiver und selbstsüchtiger Wunsch tat sich in der Studentin auf: Lass mich nicht los...bitte...

    [Im Starbucks] Alessa & Hina


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    Ein wissendes Grinsen schlich sich auf die zartrosafarbenen Lippen des Blondchens. Sie kannte diese wundervollen Geschenke von Elternteilen, die beruflich so viel um die Ohren hatten und die Zeit, die sie eigentlich ihrem Kind schuldeten versuchten mit eben jenen Gaben wieder auszugleichen nur zu gut. Früher hätte sich Alessa wohl daran gestört, so viel alleine zu sein aber nun war sie definitiv in einem Alter in der sie ihre Freiheiten genoss. Wer konnte außer den beiden Freundinnen schon von sich behaupten so oft eine sturmfreie Bude oder so sündhaft teure Klamotten und Schuhe zu haben? In ihrer Klasse definitiv niemand und aus diesem Grund und weil sie so unheimlich hübsch waren, waren Hina und Alessa die beliebtesten Mädchen in ihrem Jahrgang. Oft konnten die Beiden sich vor bewundernden Blicken kaum retten. Eine schwere Bürde aber jeder hatte so sein Päckchen zu tragen und wenn sie es sich aussuchen könnte, würde Alessa stehts lieber oben auf der Beliebtheitsskala stehen als unten. Es brachte immerhin auch ziemlich viele Vorteile. Man musste sich niemals um ein Date sorgen und es gab immer irgendeinen Streber, der für einen die Hausaufgaben machte nur weil man zum Dank dabei kurz mit ihm redete. "Ach, die alten Dinger." winkte Alessa ab, aber präsentierte ihre Stiefel ihrer besten Freundin als wäre sie ein Schuhmodel. "Die sind doch schon wieder zwei Wochen alt." Ein Kichern entfuhr Alessa daraufhin und sie beachtete die Blicke der umstehenden Leute nicht. Sie war es gewohnt im Mittelpunkt zu stehen. "Schlechte Gewissen bei Vätern können sehr lukrativ sein. Wenn Papa wieder kommt werde ich mein Bestes geben. Ich hab da eine Tasche gesehen - die muss ich haben. Sie hat nach mir gerufen, Hina!" Theatralisch fuchtelte Alessa mit ihren Händen herum und zeigte ihrer besten Freundin gleich die sündhaft teure Tasche am Handy. Die Schülerin kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und liebäugelte mit dem Täschchen als könnte sie es mit ihren Blicken von ihrem Handy sofort hierher teleportieren. Alessa wurde erst durch Hinas Beschwerden wieder aus ihrer Träumerei gerissen und verzog bei der dramatischen Geschichte der Anderen angewidert das Gesicht. Sie wusste was sie meinte. "Sowas ist echt eine Zumutung und sollte verboten werden." Die Idee der Anderen gefiel dem Mädchen mit den roten Augen. Mike war praktisch gewesen. Er war wie ein persönlicher Chauffeur. Er trug ihre Papiertüten bei einer Shoppingtour und kutschierte die Mädchen von A nach B. "Mike ist mittlerweile höchstens eine drei. Er gibt sich seit Neusten mit Losern ab, kannst du das glauben? Bestimmt ist dieses hässliche Entchen eine von seinen Versagerfreunden aber gleich und gleich gesellt sich wohl gerne. Er ist echt sowas von am absteigenden Ast." Alessa warf sich ihr Haar über die Schulter und schnaubte erst einmal. Ihr Gemüt beruhigte sich etwas als sie schließlich an der Reihe waren und mit ihrer Bestellung in einer gemütlichen Ecke Platz nahmen. Natürlich wurden mit den Heißgetränken noch ein bildhübsches Selfie geschossen und auf Instagram geteilt. Der richtige Filter war schnell gefunden und so überschlug Alessa ihre Beine und lehnte sich etwas zurück ehe sie einen kräftigen Schluck nahm und genüsslich die Augen schloss.

    [Im Starbucks] Alessa bei Hina


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    Sie war viel zu spät. Bestimmt war Hina schon längst da und musste nun auf sie warten und nur weil dieser bescheuerte Busfahrer seinen Führerschein offenbar in der Lotterie gewonnen hatte. Genervt verdrehte das Blondchen die Augen und versank tiefer in ihrem Sitz. Natürlich hatte sie beim Auswählen ihrer Schuhe etwas länger gebraucht aber Hina doch bestimmt auch, so wie sie ihre beste Freundin kannte. Hoffentlich hatte die Süße nicht so ein Pech mit dem Bus. Alessa strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und checkte noch einmal ihr Make up in dem sie einen Handspiegel aus ihrem Täschchen zauberte und ihr Spiegelbild beäugte. Alles saß perfekt. Das neue Lipgloss war wirklich klasse. Kaum war der Taschenspiegel wieder irgendwo zwischen Brieftasche und Lipgloss sowie anderen Krams, den man unbedingt brauchte verschwunden fischte Alessa nach ihrem Handy. Rasch tippte sie eine Nachricht an ihre Freundin bevor sie noch gelangweilt durch die Beiträge auf Instagram scrollte und dem Busfahrer einige genervte Blicke zuwarf.

    Irgendwann schaffte die Schülerin es doch noch am Ziel anzukommen. Elegant erhob sich das Blondchen von ihrem Sitzplatz und war schnell durch die geöffnete Tür geschlüpft. Sie schulterte ihr Täschchen und sah sich gleich nach ihrer Besten um. Sie konnte sie nicht gleich entdecken aber ein Blick auf die Uhrzeit verriet Alessa, dass Hina bestimmt schon hier war und drinnen auf sie wartete. Schnellen Schrittes eilte Alessa also schließlich auf das Cafe zu und als sie ins warme trat erblickte sie gleich ihre beste Freundin. Ihre Miene erhellte sich, sie winkte ihr vom Ende der Schlange zu und mit einem zuckersüßen Grinsen schummelte das Mädchen sich an den anderen Leuten vorbei und umarmte ihre Freundin liebevoll, ehe sie sie wieder aus ihren Armen entließ um das Outfit ihrer Besten zu betrachten. "Supersüßes Kleid: Ich liebe es!!" Die roten Augen der Blonden strahlten begeistert. "Tut mir sooo leid, dass ich dich warten lassen habe. Ich kanns kaum erwarten irgendwann nicht mehr mit den Öffis fahren zu müssen." Alessa rollte mit den Augen.

    Ich muss mich auch noch einmal hier melden. Man hat es wahrscheinlich schon mitbekommen, aber mein neuer Job plus Uni hat mich gerade ziemlich fest im Griff. Ich hoffe es bessert sich Anfang November wieder!

    DD: Nooo! Baldige Besserung!! *wartet sehnsüchtig auf zukünftige Skyposts*

    [Zurück aus dem Camp und plötzlich ist alles ganz anders...]


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    Im Licht der Nachmittagssonne saß Alessa auf ihrem Bettchen. Sie war schon ein Weilchen wach obwohl sie heute endlich einmal ausgeschlafen hatte. Das Mädchen hatte sich schon zurecht gemacht, für den Fall, dass sie heute etwas unternehmen wollte. Ihre Wimpern waren sorgfältig getuscht, der Lidstrich saß perfekt und ihr Lippen schimmerten in einem sanften Rosa. Im Hintergrund lief Musik und das Mädchen summte leise dazu, während sie sich die Fingernägel passend zu ihrem Outfit lackierte um es damit zu komplettieren. Während die lackierte Hand trocknete tippte die Schülerin eine Nachricht an ihre beste Freundin Hina. Die Beiden waren unzertrennlich. Es machte ohnehin viel mehr Spaß als alleine durch die Stadt zu laufen. So hatte man immer jemanden zu quatschen und sie musste ihr uuunbedingt noch das neuste Profilbild von ihrer Klassenkameradin zeigen. Das ging ja mal gar nicht. Alessa schmunzelte bei dem Gedanken an jenes Bild. Sie freute sich schon auf die Reaktion ihrer Besten. Vielleicht würden sie gemeinsam ein wenig Shoppen gehen oder aber eine Party besuchen. Das klang auf jeden Fall nach einem guten Plan. Ein Lächeln zierte die Lippen der Blonden, ehe sie sich an die zweite Hand machte und nach und nach jeden einzelnen Fingernagel bearbeitete, ehe sie den Nagellack sorgfältig zu den Anderen stellte und nachdem sie sich von ihrem Bett erhoben hatte. Ein Glück, dass Wochenende war. Auf Schule hatte die gerade überhaupt keine Lust. Nachdem sich Alessa die Haare zurechtgestrichen und sich einmal im Spiegel betrachtet hatte checkte sie erst einmal die Lage. Ihr Papa war offensichtlich wieder einmal nicht zu Hause. In letzter Zeit machte er ziemlich viele Überstunden oder war er mal wieder im Ausland? Manchmal brachte sie das ein kleines bisschen durcheinander aber wie jeder Teenager freute sie sich natürlich über eine sturmfreie Bude. Auch wenn ihr Papa verhältnismäßig wirklich fast schon ein kleines bisschen cool war konnte er manchmal doch anstrengend sein. Alessa holte sich ein Mineralwasser aus dem Kühlschrank und trank erst einmal ein bisschen davon. Bestimmt würde sich Hina gleich melden.

    Finally :))



    Name: Alessa Evans

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    Altersstufe: Teenager

    Geburtstag: 28. Mai

    Größe: 1,65 m

    Familienstand: ledig

    Familie: Matze [Vater], Kate [Mutter], Cedric [Halbbruder], Simon [Halbbruder], Iveine [unbekannte Halbschwester], Ran [Halbschwester], Gray [Onkel 2. Grades], Sky [Cousin 2. Grades], Pierre [Patenonkel/Ziehvater], Popuri [Patentante]

    Herkunft: Destiny Valley

    Info: Alessas Leben könnte ein Ausschnitt aus einer Seifenoper sein. Sie wurde inmitten einer völlig verdrehten und verkorksten Familie geboren, in der so einiges schief lief. Ihre Eltern trennten sich einige Zeit nach der Geburt des Mädchens und da ihre Mutter das Weite gesucht hatte, hat das Blondchen besonders zu ihrem Vater eine sehr innige Bindung. Auch mit ihren beiden großen Brüdern versteht sich Alessa mittlerweile sehr gut, da sie bei ihnen den Status als Prinzessin genießt und sie ihr keinen Wunsch abschlagen können. Bis heute kann das Mädchen nicht damit umgehen, wenn man ihr etwas verweigert, aber das trifft sowieso kaum zu, da es immer nach dem Kopf der Schülerin geht...

    Job: Schülerin

    Charakter: prinzessinnenhaft, selbstbewusst, eigensinnig, flatterhaft, neugierig, hochnäsig, sarkastisch, manipulativ, bestimmend

    Vorlieben: Rosafarbenes, Mode, Schminke, Cheerleading, Gerüchte, Tanzen, Musik, hübsche Jungs, Partys, gutes Aussehen, niedliche Sachen, im Mittelpunkt zu stehen, ihre beste Freundin Hina, Parfüm, Low Carb...

    Abneigungen: keine Aufmerksamkeit bekommen, Insekten, Besserwisser, Streber, Loser, Langeweile, Hausaufgaben, Lakritze, wenn sie ihren Willen nicht durchsetzen kann, ihre Mutter, Dickmacher, unreine Haut, ein abgebrochener Fingernagel, üble Gerüche...

    Wohnort:  Königstraße 7 | Riverport

    Vergeben an:  Zyprim


    [In einem der Empfangsräume] Sophia, Rosalind & Bianca



    Sie sprach die Worte unverblümt aus. Wobei der Anblick der Adelstochter wahrscheinlich keine Worte benötigt hatte. Er sprach Bände. So war es auch mit dem Blick, welchen sich Rosalind nach ihrem Kommentar einfing, bevor das Mädchen mit den Korkenzieherlocken sich wortlos von ihr abwandte und die Tür hinter sich beinahe wieder ins Schloss fallen lies, nachdem Bianca ihr einen kleinen Stoß mit dem Bein verpasst hatte. Dennoch hatte Rosalind es natürlich geschafft den halbherzigen Stoß zu ignorieren und versuchte es nun auf die einfühlsame Art und Weise, wobei es sich mehr als nur ein bisschen befremdlich anfühlte immerhin verband sie bisher nichts bis auf das selbe Blut und die damit einhergehende Familie. Viele Worte hatten sie bisher nicht miteinander gewechselt. Das nötigste um den Schein einer glücklichen Familie nach außen hin zu wahren. Aber in Wirklichkeit waren sie einander fremd. Selbst wenn Bianca ihr Herz an dieser Stelle ausschütten wollen würde, wo sollte sie beginnen. Mit dem Moment vor zahlreichen Jahren als Kyle und sie sich kennengelernt hatten? Okay. Kein guter Plan. Sie würden wohl übermorgen noch hier sitzen und am Ende konnte doch niemand etwas an der Situation ändern. Sie war nun einmal so und das musste die Blauhaarige wohl oder übel akzeptieren. Diese Gedanken hatten einen bitteren Beigeschmack. Eigentlich war es noch mehr als nur ein Beigeschmack. Die wohlhabende Schönheit vernahm eine Berührung an ihrer Schulter. Rosalind. Ein Engel, wie er im Buche stand. Fürsorglich. Liebevoll. Gutherzig. Der Blick Biancas strich über ihre andere Cousine. Sophia. Elegant. Abenteuerlustig und immer ein Herz für die Ärmeren. Eigenschaften mit denen man gewiss nicht ihren Namen verband und doch waren ihr all diese positiven Eigenschaften gerade zuwider. Sie hätte sie am liebsten von sich gestoßen. Wäre in ihr Zimmer hochgerannt und hätte geweint. Tränen die nicht mehr kamen weil es keine mehr zum vergießen gab. Vielleicht war der Zeitpunkt gekommen um wieder zu funktionieren. Der Abend war vorüber und nun galt es wieder seinen gewohnten Weg zu gehen. Sie lies sich von Sophia in einen der Empfangsräume führen. Sie stand neben sich und vernahm erst, dass die Lilahaarige eine der Angestellten nach Tee geschickt hatte als diese, die Tür hinter sich zufallen hatte lassen und der Raum wieder in Stelle getaucht war. Bianca hielt sich für gewöhnlich kaum in diesen Räumlichkeiten auf und so lies sie fast unbewusst ihren Blick durch den Raum schweifen, während sie sich ein kleines bisschen entspannte, als sie sich auf dem Sofa niederlies. Die Blicke der Beiden Anderen waren erwartungsvoll auf Bianca gerichtet. In ihren Augen konnte man Mitleid erkennen und auch wenn die Adelstochter normalerweise nach Aufmerksamkeit lechzte so wollte sie nun nichts sehnlicher als das dieser mitleidige Blick verschwand. Vorsichtig setzte Sophia sich neben Bianca. Automatisch spannte diese ihre Muskeln an. Flucht. Das Erste was ihr in den Sinn kam. Flucht vor den Gefühle. Flucht vor sich selbst. Um jeden Preis wollte sie ihre sensible Seite schützen, nicht an die Oberfläche lassen aber war es dafür nicht vielleicht schon zu spät. Arme schlangen sich zärtlich um den zierlichen Körper der Adelstochter. Liebevolle Worte gesprochen mit einer ruhigen Stimme. Es war wie damals. Kurz nach der Tragödie um Astor. Schon einmal hatten Sophia und Bianca einen Moment, in dem sie sich näher als gewöhnlich standen, in dem sie Ängste teilten. Zögerlich lies Bianca die Umarmung zu. Schloss die Augen und atmete bewusst ein und wieder aus. "Ich habe es manchmal so satt dieser Familie anzugehören..." presste Bianca schließlich kaum hörbar zwischen ihren Lippen hervor. Sie wollte nicht auf den Glanz, das Geld und all die kleinen großen Sachen verzichten aber es wäre einfacher. Ein Hindernis weniger für sie und Kyle. Auch wenn es das gar nicht gab. "Glaubt ihr nicht, dass Vieles manchmal leichter wäre wenn man nicht diesen Nachnamen trüge...?"


    (Entschuldigt die lange Wartezeit v.v)

    [In der Backstube] Chris & Raven



    Wortlos verfolgten ihre blauen Augen sein Tun und verharrten schließlich am Feuer, welches sich begierig über das Stück Holz hermachte und es regelrecht verschlang. Feuer. Bedrohlich. Zerstörerisch. Gefährlich. Eine Vielzahl an negativen Adjektiven wurden mit dem Element verbunden. Eine lange Zeit war es ein Fluch für das Mädchen mit dem feuerrotem Haar. Ihre Gabe - ihre Fähigkeit. Nun hatte sie es akzeptiert. Der einzig sinnvolle Weg, nicht wahr? Sie musste sich selbst akzeptieren um keine Gefahr für andere darzustellen. Sie musste sich selbst unter Kontrolle haben. Das Feuer loderte. Knisternd zerlegte es das Holz im Nu. Die Flamme nährte sich davon. Stillschweigend saß sie da und beobachtete die Feuerzungen, als würden sie sie hypnotisieren. Der Raum wurde immer wärmer und wärmer. Der Duft der Backzutaten erfüllte die Luft gemeinsam mit dem Duft des brennenden Holzes. "Ich weiß es nicht..." antwortete Raven ehrlich. Ihre Stimme klang fest, nicht brüchig wie man es vielleicht von Jemanden erwartete hätte, der sich seiner Herkunft nicht sicher war. Sie sagte es im selben Ton, wie sie einen x-beliebigen Ort genannt hätte. "Ich habe vor einiger Zeit mein Gedächtnis verloren und dann habe ich lange Zeit in Alvarna gelebt..." Genauer musste die Langhaarige die Geschichte nicht erzählen, nicht wahr? Es war allgemein bekannt, was mit Alvarna geschehen war und das sie nun alle hier in Trampoli untergekommen waren, immer noch Flüchtlinge waren. Auch wenn sie sich ein neues Zuhause geschaffen hatten, es fühlte sich nicht wirklich wie ein Zuhause an. Raven war nicht angekommen aber sie erinnerte sich gar nicht an eben jenes Gefühl. "Du kommst auch aus Alvarna." stellte die Halbelfe schließlich fest. Sie war schon immer eine gute Beobachterin gewesen, hatte sich nie viel in der Öffentlichkeit oder gar bei Veranstaltungen gezeigt aber sie kannte jede einzelne Seele aus ihrer alten 'Heimat'. Als sie den überraschten Blick des Blonden vernahm war es Raven doch etwas unangenehm die Tatsache derartig auf den Tisch geknallt zu haben und so verstummte sie wieder und sah wieder in das Feuer um ihre Unsicherheit zu überspielen.

    [In der Nähe des Stegs] Darren, Simon & Yumi




    Auch über die Lippen der jungen Blondine huschte ein Schmunzeln als ihr Blick den des dunkelhaarigen Wuschelkopfs traf und sie einen Momente in ihrer Position verharrte - die Zeit stillstehen lies -seine Hand umfasste und erst keine Anstalten machte sie wieder loszulassen. Ein Knistern. Ein Kribbeln. Der Alkohol. Er verzauberte die Sinne. Für einen Augenblick fiel es ihr schwer seine Hand wieder loszulassen und eben jene in seinen Hosentaschen verschwinden zu sehen. Ein Teil der Psychologiestudentin hätte diese Hand gerne weiter gehalten aber der andere Teil, welcher offensichtlich überwog, lies ihn sich zurückziehen, sah dabei zu ohne eine Tat zu setzen, die es verhindern hätte können. Glücklicherweise waren die Sinne Yumis so vernebelt vom Alkohol, dass sie die Spannung zwischen den beiden jungen Männern einfach akzeptierte oder ihr zu wenig Aufmerksamkeit schenkte um die angespannte Lage zu analysieren. Tatsächlich stand Darren dem Blonden in nichts nach und lies sich von dessen Worten nicht beirren. Kein irritierter Blick in ihre Richtung - kein Urteil - es war ihm egal. Ein Lächeln zierte diese verführerischen Lippen.Natürlich. Auch ihr wäre es egal. Nicht wahr? Sie hatten sich gerade erst kennengelernt. Alles war locker. Alles war super. Beide wollten nur ihren Spaß und den hatten sie bekommen. Das Liebesleben des Anderen interessierte nicht. Es hatte nicht zu interessieren. Das war die wortlose Abmachung gewesen. Und doch schmeckte es bittersüß. Mehr bitter als süß. Dennoch musste Yumi ehrlich grinsen als Darren wieder das typische Klischee eines Teeniefilms aufgriff oder vielmehr ihr Kommentar richtig gedeutet hatte und darauf einstieg. Es hätte das Blondchen schon sehr gewundert wenn der angehende Schauspieler nun begonnen hätte die Fäuste zu schwingen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er der Typ dafür war aber das konnte natürlich auch täuschen. Sie waren immerhin doch nur flüchtige Bekannte. Vielleicht ein klein wenig mehr aber im Grunde wussten sie nichts voneinander. Es war also doch noch möglich, dass der Schönling ein Massenmörder war und sie dank Simon gerade noch aus seinen Fängen entrissen wurde. Die Vorstellung, dass dem so war entlockte der Studentin jedoch ein amüsiertes Grinsen. Darren war der Gute in der Geschichte nicht wahr? Und sie war die dumme Protagonistin ihres eigenen Lebens, die die falsche Wahl traf aber nicht aus ihrer Haut konnte. Ihr Herz klopfte, setzte aus, schlug weiter. Er sagte Worte, die jedes Mädchen hören wollte, sie trug seinen Sweater - es war perfekt. Nur vielleicht nicht für sie. Sie selbst war nicht perfekt. Was sollte sie dann mit einem perfekten Typen? Einen Moment verstummte ihr Lächeln. Sie würde alleine nach Hause gehen. Nicht wahr? Sie war eine Einzelkämpferin. Hatte es wahrscheinlich selbst so entschieden. Tatsächlich gab es wahrscheinlich einiges zu bereden zwischen Simon und ihr aber auch eigentlich nichts. Sie war nicht verletzt worden, oder? Und doch hinterließ seine Anwesenheit zugleich ein sehnsüchtiges Gefühl in ihrem Herzen und hüpfte kurz als er seinen Arm um sie legte und Darren davon überzeugte, dass sie doch irgendwo zu ihm gehörte. Ein Teil von ihr wollte sich erklären um Darren kein falsches Bild zu geben, welches doch eigentlich das richtige war aber... Ein anderer Teil freute sich über Simon, seine Nähe. Sie wollte sich doch eigentlich nur betrinken. Wann war es so ausgeartet? Yumi öffnete ihre Lippen aber kein Ton kam heraus. Stattdessen hörte Yumi die Stimme Simons neben ihrem Ohr, die Dinge sagte, die sie nicht schaffte, nicht wollte. Ihre Lippen schlossen sich und sie sah zwischen dem Blonden und dem Dunkelhaarigen hin und her. Sie löste sich etwas vom Arm Simons um einen Schritt nach vorne zu torkeln. Ihre Augen suchten die ihres Gegenübers. "Danke für den interessanten Abend..." Ein verschmitztes Grinsen zierte ihre Lippen. "Ich glaube... ich sollte bleiben..." Jedes Wort kam langsam über ihre Lippen, sie hatte Mühe sie überhaupt in der richtigen Reihenfolge auszusprechen und gleichzeitig nicht zu torkeln. Die letzten Drinks hatten es echt in sich. Yumi umfasste den Saum des Pullovers um ihm seinen Besitzer auszuhändigen, damit dieser für den Heimweg gewappnet war und doch hatte sie Sorge, dass so der einzige Aufwand sich wieder zu sehen dahin war. Yumi biss sich auf die Lippen. Sollte man es tatsächlich den Zufall überlassen?