Beiträge von Belly

    [Cyril] geht mit Hinata, wo immer er ihn auch hinführt


    2941-cyril-pngDer Blondschopf lächelte erfreut, als er mit seinen neuen Bekanntschaften die Nummern austauschte. Bis jetzt schienen die Leute in dieser Stadt sehr freundlich zu sein und auch wenn er nie wirkliche Zweifel daran gehabt hatte, so wuchs mit jedem Bekannten sein Selbstbewusstsein, sich hier schon zurechtzufinden. Letztendlich fanden die Drei den Weg aus dem Wald heraus. Leider konnte Cyril das Eichhörnchen mit der Fellfarbe nicht mehr wiederfinden, aber er hoffte inständig, dass er es nochmal wieder fand, um ein Foto und eventuell sogar eine Zeichnung davon machen zu können. Als sie am Waldrand angekommen waren, verabschiedeten sich Cyril und Hinata von Lucus, doch dem Blonden war nicht wirklich wohl dabei, den jungen Asiaten sich selbst zu überlassen. Wenn er sich wieder verlaufen würde, hätte er sicher ein schlechtes Gewissen. Und so suchte er zusammen mit ihm einen sicheren Weg zu ihm nach Hause.

    [Kyle] bei Leo an der Theke


    3813-kyle-pngHatte er den grantigen Leo gerade echt lachen gehört? Über das besoffene, sarkastische Gefasel, was er von sich gab? Etwas argwöhnisch musterte er den Schmied. Hatte er sich heute vielleicht auch schon ein paar Krüge hinter die Binde gekippt? Ein Ritter bin ich sicher nicht.., kam ihm als Gedanke gleich in den Kopf. Zum Glück war er betrunken, sonst hätte er sich vermutlich gleich wieder in die Trostlosigkeit gestürzt wenn er darüber nachdachte, wie oft er eigentlich der 'strahlende Ritter' hätte sein sollen, er allerdings auf ganzer Linie in diesen Situationen versagt hatte. "Keine Ahnung", zuckte er auf seine Frage hin nur mit den Schultern. "Dafür müsste ich wohl wieder nüchtern in die Schmiede kommen, oder?" Was brachte es denn jetzt, zu spekulieren? Gott, genau deswegen hatte er sich ja erst so davor gesträubt, sich um ein neues Schwert zu kümmern. Immer dieses elendige Gelabere und die 'Tests', die notwendig waren, um einfach als Kunde bedient zu werden. "Können wir das hier einfach kurz halten, wenn hier Betrunkene nicht bedient werden? Ansonsten leg ich mich nämlich einfach auf eine Bank draußen und nüchter mich aus".

    [Tara] auf der Suche nach dem Erdbeerfeld


    2412-tara-robins-pngAuch wenn es für einen Frühlingstag noch etwas frisch war, so konnte man doch schon die ersten Zeichen der wärmeren Saison erkennen. Überall sprossen langsam die ersten Blümchen und Bäume auf, es gab kein Eis mehr auf welchem man ausrutschen konnte und die Sonne zeigte viel öfter ihr Gesicht. Ihre trüben Stimmungen hatte sie zum Glück größtenteils hinter sich gelassen, was vermutlich damit zusammenhing, dass sie viel öfter raus in die Natur ging als früher. Sie fühlte sich irgendwie schlecht, dass sie so viel Zeit in ihrem Zimmer verbracht und deprimiert gewesen war. Umso mehr spürte sie jetzt das Bedürfnis, diese verlorene Zeit nachzuholen. Eine weitere neue Erfahrung, die sie heute machen wollte, war aus selbst gepflückten Erdbeeren einen Erdbeerkuchen zu backen. Sie hatte zwar mit Backen nicht viel am Hut, aber wenn es eins gab was sie in den letzten Monaten gelernt hatte, dann dass es nie zu spät war etwas Neues anzufangen. Glücklicherweise hatte sie im Internet gelesen, dass es auf diesem Hof sogar kostenlos war, die Erdbeeren auf dem Feld zu pflücken und so wollte sie sich die Gelegenheit auf gar keinen Fall entgehen lassen. Mit dem Bus war sie nach Sternbach gefahren und mit einer Box in der Tasche war sie gut vorbereitet. Jetzt musste sie nur noch dieses Erdbeerfeld auf diesem riesigen Hof finden...

    [Kyle] bei Leo an der Theke


    3813-kyle-pngWie er es sich gedacht hatte. Der alte Schmied bombardierte ihn gleich wieder mit Fragen, die er am liebsten nicht beantworten wollte. Gab es denn keine professionellen Schmiede mehr, die die Privatsphäre ihrer Kunden respektierten? Er rollte merklich mit den Augen. "Ist das wichtig?" Er versuchte zwar, der Frage auszuweichen, aber wenig später traf der Alte auch schon den Nagel auf den Kopf. "Ja hab ich. Und?" Nachdem Cammy verstorben und... wieder nicht verstorben war, hatte er für eine kurze Zeit die Kontrolle über sein Leben verloren. Er erinnerte sich nicht mal an die Hälfte dieser Nächte - und Tage - aber es war nicht unwahrscheinlich anzunehmen, dass er sie wahrscheinlich irgendwann mal gegen ein Bier eingetauscht hatte. "Manchmal hat man eben diese Tage. Beschissene Tage. Tage, an denen man ein Schwert gegen ein Bier eintauscht", zuckte er mit den Schultern. Er konnte sich zwar nicht erinnern, aber es hörte sich trotzdem amüsant an, es auszusprechen, und der Alkohol hatte sowieso seine Zunge so gelockert, dass es ihn nicht interessierte, was er gerade sagte. Egal wie sehr er sich anstrengte, er schien sowieso nie die passenden Worte zu finden. Er hatte keine Worte, um die Menschen um die er sich kümmerte, in seiner Nähe zu halten, und er hatte wahrscheinlich auch nicht die passenden Worte, um ein Schwert bei einem misstrauischen, wählerischen Schmied zu bestellen. Doch momentan hatte er keine mentale Kapazität, um sich deswegen Sorgen zu machen. Er war taub. Wie in all den anderen Nächten, in denen er sich taub getrunken hatte.

    [Vishnal] bei Rosalind auf einer Bank


    3820-vishnal-pngOh nein. Oh nein, nein, nein. Er hatte es ja schon vorher geahnt. Sein Bauchgefühl war bei solchen Dingen meistens sehr akkurat und auch wenn er es nicht wollte, er hatte wieder Recht behalten. Er bekam sofort ein schlechtes Gewissen, obwohl es nichts gab, was er gegen dieses Ereignis hätte machen können. Es waren einfach nur ein paar unglücklich aneinandergereihte Situationen, die zu einer Katastrophe führten. Doch als er das traurige Gesicht von Rosalind sah, vergaß er die ganze Reue, die er gehabt hatte und fühlte sich auf einmal schlecht, dass er überhaupt etwas erwähnt hatte. "Bitte, Ihr müsst Euch niemals bei mir entschuldigen", winkte er besorgt ab. Wo waren wir denn hier, dass man als Adeliger beim Personal um Entschuldigung bat? "Mir persönlich... mundet es tatsächlich schon fast, wirklich", sagte er so überzeugend, wie er es nur konnte und schaufelte sich den Rest des Mahls Stück für Stück in den Mund. "Doch... Wenn es nicht gut genug für Euch war, werde ich mich selbstverständlich um die Entsorgung dieses misslungenen Mahls kümmern" Er musste die Tränen, die aufgrund der beißenden Schärfe in seine Augen geschossen waren, unterdrücken, während er dieses Angebot aussprach. Eines war jedoch sicher: Die Blauhaarige sollte sich wegen nichts schlecht fühlen müssen, nur weil er einen unangebrachten Kommentar von sich gegeben hatte.

    [Kyle] kommt an


    3813-kyle-pngDie zwei Krüge Bier waren auf dem Weg zur Schmiede schon in seinem Kopf angekommen, doch seiner Meinung nach hatte er keinerlei Probleme auf einer geraden Linie zu laufen. Er hatte ein Ziel im Kopf und er würde nicht von hier weggehen, bis er es erreicht hatte, auch wenn er wusste, dass Leo manchmal etwas pingelig bei der Auswahl seiner Kunden war. Ach, er soll sich nicht so anstellen. Ich hab mich doch schon bewiesen. Kann ich ja nichts für, wenn ich sein Schwert irgendwo verloren habe, während einer wilden Nacht. Zumindest war er aus irgendeinem Grund sehr optimistisch, dass er ihm das nicht übel nehmen würde. Der Bauer schwang die Tür auf und wankte ein wenig, bevor er sich mit einer Hand auf die Theke stützte. "Hey Leo! Ich brauch ein neues Schwert!", rief er in den Raum hinein. Zu lange hatte er die Besorgung eines neuen Schwertes vor sich hingeschoben, weil er sich nicht mit der ewigen Fragerei von dem Schmied befassen wollte. Wahrscheinlich war es gut, dass er gerade ein bisschen Alkohol intus hatte, denn dieser Umstand juckte ihn momentan wenig. Die Situation, von der er sich entfernt hatte, schob er weit in die hinterste Ecke seines Kopfes. So viele Dinge waren heute passiert, die er noch nicht mal ganz verarbeiten konnte, da kam auch schon das nächste Drama, mit dem er sich nicht beschäftigen wollte. Das machte er irgendwann anders. Vielleicht. Gerade wollte er nur noch das Gespräch hinter sich bringen, damit er sich nicht mehr so im Nachteil fühlte, wenn er in einen Kampf verwickelt war.

    [Vishnal] mit Rosalind auf einer Bank


    3820-vishnal-png"Ihr seid zu großzügig", bedankte er sich bei Rosalind. Eigentlich war es ihm unangenehm, von ihr sein Essen bezahlt zu bekommen. Schließlich bekam er von der Adelsfamilie auch so schon ein recht anständiges Gehalt. Aber die Großzügigkeit von dem Fräulein, das neben ihm saß, war jedem im Haus zur Genüge bekannt und er wusste, dass sie ein höfliches Ablehnen seinerseits vermutlich nicht davon abbringen würde. Besser war es, die freundliche Geste einfach anzunehmen, anstatt eine Diskussion zu starten. "Das hoffe ich ebenfalls für euch" Nervös betrachtete er das Essen der Blauhaarigen. Schon jetzt fühlte er sich auf eine merkwürdige Art und Weise verantwortlich, dass ihr das Mahl mundete, auch wenn sie sich nicht in der Villa befanden. Doch sie beim Essen anzustarren wäre auch unpässlich und so nahm er lieber selbst einen Bissen. Die Hitze, die sich daraufhin in seinem Mund verteilte, war unerträglich. Hatte der Koch den Pfeffer mit Chili verwechselt?! Obwohl er am liebsten sein Taschentuch herausgenommen hätte und das verunglückte Mahl aus seinem Mund damit entfernen wollte, schluckte er es tapfer runter. Essen einfach so auszuspucken war unpassend, auch wenn es absolut widerwärtig war. Besorgt blickte er zu seiner Banknachbarin. "Ich hoffe euch bekommt euer Mal? Es ist nicht etwa... zu stark gewürzt?", fragte er vorsichtig, während sich aufgrund der Schärfe der Speichel im Mund sammelte.



    [Kyle] verlässt das Fest


    3813-kyle-png"Nur, wenn du willst", zuckte er mit den Schultern. Er versuchte es sich nicht anmerken zu lassen, dass er bei dem Gedanken mit Bianca auf ein gemeinsames Abenteuer zu gehen eigentlich Panik bekam. Falls sie es tatsächlich jemals vorschlagen würde, wüsste er nicht, wie er darauf reagieren sollte, und noch weniger wüsste er was er machen würde, wenn ihr tatsächlich etwas passierte. Nachdem sich die Konversation dem eher leichtherzigen Thema ihrer ehemaligen Freunde widmete, konnte er sich zwar so gut es ging wieder ablenken, doch die Leichtherzigkeit in der Luft hielt nicht lange an. Biancas Blick schweifte ein paar Mal durch die Menge und murmelte etwas davon, dass irgendwer hier sei. Er musste nicht fragen, wer genau hier war. Er konnte es sich denken. Schließlich hatte er selbst Bedenken darüber gehabt, dass sie hier in der Öffentlichkeit gesehen werden würden. Doch jetzt war es sowieso schon zu spät. Wenn es eine große Menschenmasse mitbekam, würde es vermutlich irgendwann auch die feine Adelsfamilie mitbekommen. Schließlich tratschte doch jeder hier. Und nach Biancas Aussage zufolge schienen sich also auch ein paar Mitglieder der Familie selber sich auf dem Fest blicken lassen. Das Gefühl, welches sich in ihm ausbreite war eine Mischung aus Genervtheit und Nervosität. Nervosität, weil er nicht wusste, was dies für die Beziehung zwischen den beiden bedeutete. Und genervt, weil er diesen Moment am liebsten nie zu Ende gehen lassen wollte. Doch er ging zu Ende. Und bevor er wirklich irgendwelche Worte finden konnte, die er zu Bianca sagen konnte, um sie vielleicht zu beruhigen, verließ sie auch schon den Tisch, an dem sie saßen. Er stand noch auf, versuchte sie zu stützen, als sie sich wankend vom Platz erhob, doch trotz ihres instabilen Zustandes war sie schnell in der Menge verschwunden. Mit einem schweren Ausatmer ließ er sich wieder auf die Bank fallen, schaute noch eine Weile in die Richtung, in die sie gegangen war, und leerte danach seinen Krug. Er wusste nicht wirklich, was er von der Situation halten sollte. Einerseits wusste er von vornherein, dass es nicht einfach sein würde, sich in der Öffentlichkeit mit ihr zu zeigen, während ihre Familienmitglieder anwesend waren, andererseits konnte er es trotzdem nicht einfach so hinnehmen. Da hatten sie schon ihre Gefühle füreinander gestanden, wollten es irgendwie miteinander versuchen, und am Ende verließ doch wieder jemand den anderen. Er war sich nicht sicher, ob es am Alkohol lag, aber anstatt sich verlassen und depremiert zu fühlen, war er gerade einfach nur sauer. Und er wusste noch nicht mal, auf genau was. Es gab so viele mögliche Faktoren, die ihn nervten, sodass er sich nicht entscheiden konnte, was ihn am meisten auf die Palme brachte. Eine Sache gab es allerdings, die er schon ewig aufgeschoben hatte, und um die er sich endlich kümmern wollte. Dass er im Moment nicht so ganz nüchtern war, war ihm gerade ziemlich egal. So stützte er sich mit einem kräftigen Stoß am Tisch ab und wankte ebenfalls durch die Menge, um das Fest zu verlassen.

    [Tara] geht~


    2412-tara-robins-pngNachdenklich schaute Tara auf ihr Handy. Es war gerade einmal Nachmittag. Bis es Nacht wurde, musste also noch sehr viel Zeit vergehen und sie war sich ziemlich sicher, dass sie eigentlich nicht so viel Gesprächsstoff hatte, dass sie damit mehrere Stunden füllen konnte. "Ich bin mir nicht sicher", murmelte sie. "Bis es Nacht wird dauert es noch echt lange" Natürlich wollte sie trotzdem noch ihr Sternzeichen sehen. Tagsüber konnte man zwar nur ein schwaches Leuchten an der Himmelsdecke sehen, aber ihr Herz schlug trotzdem ein wenig höher, als sie ein paar Lichtpunkte am Himmel entdeckte, die ihr Sternzeichen darstellten. "Nachts sieht es bestimmt noch besser aus", grinste sie vorfreudig. "Soll ich dann einfach ein anderes Mal vorbeikommen, wenn es schon dunkel ist? Mich würden auf jeden Fall auch die anderen Sternenbilder interessieren" Sie nahm noch den letzten Schluck ihres Tees, während sie auf seine Antwort wartete.


    Nachdem sie ihre Konversation beendet hatten, verabschiedete sich die Schwarzhaarige und machte sich auf den Weg nach Hause.

    [Cyril] bei Lucus & Hinata schlendern durch den Wald


    2941-cyril-pngNach seinen vorigen negativen Bemerkungen gegenüber des Walds war Cyril positiv überrascht darüber, dass ihn die Erwähnung eines Eichhörnchens scheinbar doch interessierte. "In der Tat. Und es hatte eine außergewöhnlich seltene Fellfarbe für diese Region. Vielleicht sehen wir es ja noch einmal auf dem Weg" Wahrscheinlich hatte der Braunhaarige einfach nur eine schwere Zeit im Wald gehabt, weil er nicht mit der richtigen Ausrüstung unterwegs war. Mit gescheitem Schuhwerk und Klamotten, bei denen es nicht tragisch wäre, wenn sie ein wenig dreckig werden würden, könnte er sich eventuell ja besser auf die wundervollen Tiere und das friedvolle Ambiente des Walds fokussieren. "Es wäre mir eine Freude", antwortete er dem Bebrillten. Eigentlich hatte er vorgehabt, noch länger im Wald zu bleiben, aber dafür hatte er sicher auch einen anderen Tag Zeit. "Nun" Er packte sein Handy aus seiner Tasche. "Wenn du uns schon einen Gefallen versprichst, sollten wir wohl besser in Kontakt bleiben, nicht wahr?" Mit einem einladenden Lächeln hob er ihm den Bildschirm, auf dem seine Kontaktdaten zu sehen waren, hin. Der Braunhaarige schien recht nett zu sein und es konnte nie schaden, seinen Bekanntenkreis zu erweitern. "Hättest du ebenfalls Interesse an weiterem Kontakt?", drehte er sich gleich zu Lucus um. Er wollte ja nicht, dass sich jemand außen vorgelassen fühlte.

    [Kyle] mit Bianca an einem Essensstand


    3813-kyle-pngÜberrascht schossen seine Augenbrauen in die Höhe, als sie davon sprach, dass sie die Zeit vermissen würde. Irgendwie hatte er damit gerechnet, dass sie schon längst mit der Zeit abgeschlossen hatte und es für sie nur eine Phase gewesen war. "Nun, wo Alicia und Felicity sich heutzutage rumtreiben weiß ich nicht, aber die Abenteuer sind sicher immer noch da", murmelte er gedankenverloren. Doch gleich, nachdem er diese Worte aussprach, bereute er sie auch wieder. Abenteuer, die wirklich Spaß machten, hatte er schon lange nicht mehr. Heutzutage hatte er mehr das Gefühl, dass er sich auf in die Wildnis und die Monster stürzte, um sich von sich selbst abzulenken. Insgeheim sehnte er sich jedoch nach der Zeit, wo er noch in einer altbekannten Gruppe durch die Lande gestreift war und großartige Momente erlebte. Seitdem so viele Menschen in seinem Leben von ihm gegangen waren, konnte er sich jedoch nicht mehr dazu bringen, mit anderen diese waghalsigen Unternehmungen zu machen. Hoffentlich ignorierte Bianca einfach seinen unüberlegten Kommentar und ging nicht weiter darauf ein. Allein schon der Gedanke, dass mit ihr das Gleiche passieren könnte wie Cammy... Er drehte ihm den Magen um. Gut, dass die nächste Frage ihn genauso überraschend packte, wie die Erste. "Was, Alicia und Felicity?", gluckste er amüsiert. Die beiden hatte er damals nicht einmal in Erwägung gezogen. Nun, genau genommen hatte er Bianca auch nicht direkt in Erwägung gezogen, weil er allgemein nicht viel darüber nachgedacht hatte, an wem er Interesse hätte, aber die Vorstellung, dass er Gefühle für eine der beiden entwickeln hätte können, fand er ehrlich gesagt etwas bizarr. "Gut, dass sie nicht hier sind, während ich das sage, aber... ehrlich gesagt haben sich die beiden immer viel zu alt für mich angefühlt. So wie große Schwestern" Wenn er sich mit ihnen verglich, fühlte er sich irgendwie immer ein wenig... unreif. Und unerfahren. Vielleicht brauchte er einfach jemanden, mit dem er diese kindlichen Streitereien haben konnte. Letztendlich war es auch das, was ihn damals zu Cammy gezogen hatte, auch wenn in ihrem Fall keine romantischen Gefühle involviert waren.


    [Vishnal] bei Rosalind an einem Essensstand


    3820-vishnal-png"Ich denke, ich habe ebenfalls etwas gefunden", antwortete er auf Rosalinds Frage. Es war offensichtlich, dass der Verkäufer ihm die Bemerkung immer noch übel nahm. Die junge Adelsdame behandelte er nämlich besonders freundlich, was es nur noch umso deutlicher machte, wie wenig er sich einen Dreck um ihn scherte. Keine besonders gute Verkaufsstrategie, dachte er sich. Schließlich sollte er sich doch über jeden zahlenden Gast bemühen. Doch letztendlich konnte es ihm egal sein, solange er wenigstens das Fräulein gut behandelte. Er bestellte sich das Gericht, was am einfachsten klang in der Erwartung, dass man bei einem Steak mit Püree und Soße hoffentlich nicht allzu viel falsch machen konnte. Wie selbstverständlich griff er in seinen Geldbeutel, um die zwei Gerichte zu bezahlen. Es kam ihm gar nicht in den Sinn, dass die Blauhaarige ihr Essen selbst bezahlen sollen müsste.

    Die Abwesenheit ist wahrscheinlich eh schon überflüssig, weil ich mich schon seit November mental ausgelaugt fühle, aber ich wollte zumindest mal Bescheid geben, dass sich meine Lage Anfang Februar wieder bessert und ich dann wieder mehr Energie zum Schreiben hab :thumbup:

    [Cyril] bei Hinata & Lucus


    "Was daran 'schön' ist?", wiederholte der Blonde verwundert. "Mir fällt kaum ein Grund dafür ein, was nicht daran schön ist. Die Pflanzen, die sich in verschiedensten Farben zeigen und glänzen, die Tiere, von denen jedes seine eigenen Verhaltensweisen, eigenes Territorium in diesem Wald hat. Und es verändert sich ständig! Gerade eben habe ich ein Eichhörnchen" Er räusperte sich. Vielleicht sollte er nicht schon wieder anfangen, fremde Menschen mit seinen leidenschaftlichen Interessen zuzutexten. Schon gar nicht, wenn zumindest eine Person davon eine ganz und gar schreckliche Zeit in diesem Wald hatte. "Nun, das ist nicht so wichtig. Vielleicht sollten wir uns tatsächlich erst einmal wieder darum kümmern, dass du nach Hause findest", stimmte er Lucus zu.

    [Tara] mit Gale im Planetarium


    2412-tara-robins-png'Spannung'. Nicht unbedingt eines ihrer Lieblingswörter. Und auch kein Wort, welches sie unbedingt zusammen mit einer Suche nach etwas verbinden würde, von dem sie keine Ahnung hatte. "Ich nehme dann doch lieber die Hilfe", schmunzelte sie hilflos. Sie vermutete, dass er wahrscheinlich selbst einen riesigen Spaß daran hatte, nach Sternen und Konstellationen zu suchen, sonst würde er nicht so darauf bestehen, aber so sehr sie auch nicht zu abweisend rüberkommen wollte, traute sie sich wirklich nicht, alleine danach zu suchen. Die Angst, sich so unglaublich dumm dabei anzustellen, dass er sie vermutlich am Ende noch auslachte, war zu groß.

    [Vishnal] mit Rosalind an einem Essensstand


    3820-vishnal-pngDer Blauhaarige musste etwas schmunzeln, als Rosalind bemerkte, dass er so viel gefragt sei. Einerseits war es ja ganz natürlich für ihn, als Butler von der Dienerschaft gefragt zu sein, andererseits war es auch traurig hinsichtlich des Zustands der Villa, dass er so oft gebraucht wurde. Die letzten Notfälle waren schließlich alle aufgrund der Nachlässigkeit von jemand anderem zustande gekommen. Wenn ich doch nur mehr als zwei Augen, zwei Hände und Beine hätte... Nachdem die junge Dame sich einen Stand ausgesucht hatte, an dem nicht besonders viel los war, nickte er zustimmend. "Wie Ihr wünscht" An einem nicht so populären Stand zu speisen hatte gewiss seine Vorteile. Namentlich, dass man sich nicht an drängelnden Menschen vorbeikämpfen musste, die offensichtlich nicht gelernt hatten, wie man sich vor einem Geschäft anstellte, doch wenn es einen Grund für die wenige Kundschaft gab, dass entweder das Essen, oder die Bedienung zu wünschen übrig ließ... Er würde so etwas natürlich verkraften, jedoch würde er nur ungern die Unzufriedenheit eines weiteren Mitglieds der adeligen Familie mit ansehen. Vor allem nach dem, was er gestern über sich ergehen lassen musste. Hoffen wir, dass der Mangel an Kundschaft nur an dem abgeschiedenen Standort liegt. Angekommen grüßte er den Verkäufer, der zumindest nicht allzu unhöflich zu sein schien. Vielleicht etwas... informal. Die Karte schien ebenfalls nicht sonderlich exotisch zu sein. Deftige, fettige Küche. Ob das der Magen der jungen Adeligen vertragen würde? Nervös widmete er sich wieder seiner Begleitung, ließ sich seine Sorgen jedoch nicht anmerken. "Habt Ihr schon etwas von Interesse gefunden? Wir können uns selbstverständlich auch noch etwas weiter umschauen, wenn Euch das lieber ist" Nach seinem letzteren Vorschlag warf ihm der Verkäufer einen giftigen Blick zu, doch das kümmerte ihn wenig. Das Wohlergehen der Adelsfamilie war wichtiger!



    [Kyle] mit Bianca an einem Essstand


    3813-kyle-png"Hm" Kyle musste schmunzeln, als sie von ihrem kleinen Aussetzer mit Alkohol erzählte. Wenn sie seitdem keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken hatte war es kein Wunder, warum sie jetzt nichts mehr vertrug. Einen Moment überlegte er, ob er daran nicht vielleicht etwas ändern sollte, aber wenn sie danach tatsächlich so lange flachlag, wäre sie wahrscheinlich nur wieder sauer auf ihn. Die Bedienung kam grade mit dem zweiten Bier Krug, als Bianca für einen Moment die Augen auf ihm liegen ließ. Hatte er jetzt wieder etwas Falsches gesagt? Anstatt wie gewohnt eine Szene zu machen, sprach sie jedoch überraschend ruhig, leise. Hätte seine Aufmerksamkeit nicht komplett auf ihr gelegen, hätte er sie vermutlich gar nicht vollständig gehört. Zuerst wusste er nicht recht, was er auf diese Frage sagen sollte. Die Stimmung, die bis dahin noch wenig angespannt war, hatte ihre Lockerheit verloren und er war sich ziemlich sicher, dass es wieder wichtig war, wie er seine Worte legte. Etwas, was ihm gar nicht gefiel. Schnell merkte er, dass die Stimmung, die Umgebung wohl wirklich mehr Effekt auf ihn gehabt hatte, als der Krug Bier, den er geleert hatte, denn er fühlte sich mit einem Schlag wieder nüchtern. Dieses Mal schaute sie nicht weg, und er traute sich ebenfalls nicht, seinen Blick abzuwenden. Der Lärm der Menge schien für diesen kurzen Moment, in dem er seine Stimme suchte, völlig verstummt. Weglaufen war keine Option. Nicht, nachdem was er heute gesagt hatte, was heute alles passiert war. Er würde die Situation wohl irgendwie stemmen müssen. Der Magier sog einen kräftigen Zug Luft, und stoß diese als "Nein" wieder aus. "Wenn du nur verwöhnt wärst, wären wir nicht hier" Er dachte an die Zeit, die sie mit Felicity und Alicia zusammen durch die Gegend gestreift waren. Auch wenn ihre Attitüde auch damals schon die Gleiche war, hatten sie beide den Drang nach Abenteuer gehabt. Und sie hatte sich sicher nicht dumm dabei angestellt. Das war schon so lange her, dass er sich nicht mal sicher war, ob sich diese Einstellung zu dieser Art von Leben nicht schon total geändert hatte, aber er hatte es nie vergessen. Schließlich war es diese Zeit miteinander gewesen, die jene zwei Chaoten erst zusammengeführt hatte. Und vielleicht fand sich ja wirklich noch etwas von dieser Seite an ihr. "Und ich glaube, das weißt du auch. Schließlich haben wir uns nicht auf einem Ball kennengelernt, oder auf sonst einem pompösen Fest" Außerdem musste er daran denken, wie ihr das Wiederkehren ihrer Zofe an dem Abend des Balls zu schaffen gemacht hatte. So wie er das sah scherten sich einfache, verwöhnte Gören nicht über die Menschen, die die ganze Arbeit für sie machten. Aber er würde es nicht wagen, den Abend noch einmal anzusprechen. Jedes Mal wenn er darüber nachdachte, musste er auch an ihn denken. An die Beerdigung, auf die er wegen ihm musste. Den Schmerz, den er empfunden hatte. Er hing immer noch wie eine dunkle, nebelige Pampe in seinem Inneren. Instinktiv griff er nach dem Krug und hoffte, dass er die richtigen Worte gefunden hatte, auch ohne tief in sich greifen zu müssen.

    [Vishnal] bei Rosalind


    3065-vishnal-pngVishnal wusste die Freundlichkeit von Rosalind zu schätzen, das tat er wirklich. Doch so sehr wie sie ihn auch darum bat, ehrlich zu sein, er konnte sich nicht überwinden. Allein schon bei dem Gedanken daran, sträubten ihm sich seine wunderschönen Haare. Doch vielleicht gab ihm dies auch die Gelegenheit, sich dem weiteren Zorn von Max zu umgehen, sollte das Universum wirklich versuchen, ihm noch eins reinzuwürgen und dafür zu sorgen, dass sie sich noch auf diesem Fest begegneten. Schließlich würde er sich nicht so schlecht fühlen müssen, wenn er dem Angebot einer seiner Herrinnen nachging, die ihn einlud. Wenn er dem jungen Max jedoch erklären musste, dass er zum Mittagessen hier war... Das wäre eine andere Sache. "Es wäre mir eine Ehre, mit euch ein Mittagsmahl zu genießen", antwortete er ihr also und beugte sich ein wenig nach vorne. "Gibt es denn schon einen Stand, auf den ihr euer Auge geworfen habt?", wollte er wissen, natürlich nicht mit der Intention, sie zu drängeln. Er würde einfach ihrem Geleit folgen. So fand er es eigentlich schon immer am Angenehmsten.


    [Kyle] mit Bianca an den Essständen


    3829-kyle7-pngHatte sie etwa wirklich keine Ahnung davon gehabt, was sie da gerade bestellt hatte? "Hah. Na das hätte ich mir denken können, dass du dich mit den Getränken der einfachen Leute nicht auskennst", grinste er. Er hätte ihr angeboten, dass sie ihn auch einfach hätte fragen können, aber dafür war die Blauhaarige wohl ein wenig zu stolz gewesen. Das große Getränk, das er bestellt hatte, zeigte selbst bei ihm seine Effekte und lockerte ihn schon ein wenig auf, die Wärme strömte langsam aber sicher auch in seine Wangen. Vielleicht war es aber auch allein schon die Tatsache, dass er auf einem Fest mit einem Bierkrug in der Hand saß, die in ihm diese Wirkung hervor rufte. Außerdem war die Entspannung, die sein Gegenüber auf einmal ausstrahlte, recht ansteckend. Sie war schon süß, wenn sie so beschwipst kicherte. Es brachte ihn dazu, nicht mehr ganz so viel darüber nachzudenken, ob er etwas Falsches sagte. "Ihr habt so viel Geld und dann betrinkt ihr Adeligen euch nicht mal damit? Was für ne Verschwendung", grinste er und nahm noch einen großen Schluck. Die Blauhaarige flüsterte zwar, doch er selbst sah keinen Grund, warum er sich in der großen lauten Menge die Mühe machen sollte. Als ihr Blick auf die Menge fiel, die ihnen Blicke zuwarf, wurde er wieder etwas nervöser, tat allerdings sein bestes, um diese Tatsache nicht ganz offensichtlich zu machen. Er war schon sehr nahe am Ende seiner Kräfte, mit Emotionen umzugehen für diesen Tag und mittlerweile wollte er einfach nur noch seine Umgebung vergessen und sich betrinken. Er wollte schon nachfragen, ob sie das dumme Geglotze störte und sie sich vielleicht wegsetzen sollten, als sie sich selbst dazu äußerte. Was wohl das Lachen und der Blick auf sein Gesicht bedeutete? Mit einem Ausdruck, der mit Verwirrung und Amüsiertheit gemischt war, schaute er sie genauer an. "Tja, könnte sein, dass du das schon bald herausfindest. Schließlich wäre es für die meisten unerwartet, wenn sich eine Edeldame in der Öffentlichkeit betrinkt" Normalerweise würde er auf Leute, die ihn so dumm anstarrten eigentlich zugehen und fragen, was ihr Problem sei, aber vermutlich wäre das nicht gerade passend in der Gegenwart von Bianca, so viel konnte selbst er sich denken.

    [Cyril] bei Hinata & Lucus


    2941-cyril-pngAls sich der junge Mann namens Hinata vorstellte, verbeugte er sich ebenfalls leicht. Seine Eltern hatten schon des öfteren Freunde und Besucher aus Ostasien nach Hause eingeladen und so war er mit den Gepflogenheiten selbstverständlich vertraut. Sein Blick observierte seine äußere Erscheinung etwas näher, als er erwähnte, dass er sich nicht gerne im Wald aufhielt. Eine Einstellung, mit der er sich offensichtlich nicht identifizieren konnte, aber so viel wie er vom Wald selbst mitgetragen hatte, schien der arme Mann wirklich keine gute Zeit gehabt zu haben. Vielleicht konnte er ihn mit den Wundern der Natur, die er selbst sah, ja noch umstimmen. "Darf ich fragen welche Umstände dazu geführt haben, dass du dich hier unfreiwillig aufhalten musst?", lächelte er interessiert. Momentan war Cyril noch an einen Baum gelehnt, setzte sich allerdings lieber auf einen nahe gelegenen Holzstumpf, damit sie alle auf dem selben Level miteinander kommunizieren konnten.

    [Tara] mit Gale im Planetarium


    2412-tara-robins-pngAhh. Tee machte wirklich alles besser. Schnell wärmte die wohltuende Flüssigkeit sie innerlich auf und beruhigte sie. Vielleicht sollte sie einfach damit anfangen, eine Thermoskanne voller Tee dabei zu haben. "Wow, ich wusste gar nicht, dass man die Sternzeichen so lange sehen kann" Aus irgendeinem Grund hätte sie gedacht, dass die Sternzeichen an ihren dazugehörigen Monaten am besten zu sehen seien. "Also warum steht der Wassermann für Ende Januar und Februar, wenn man ihn da gar nicht sehen kann" Hoffentlich war sie nicht zu aufdringlich mit ihren Fragen, aber auch wenn sie sich noch nie vorher für dieses Thema interessiert hatte, fand sie es unglaublich spannend. "Ich weiß nicht", murmelte sie unsicher, als er fragte ob sie nicht vielleicht selbst versuchen wollte, das Sternzeichen zu finden. "In einem Buch sehen so viele Dinge meist anders aus, als in der echten Welt... Ich glaube es ist besser, wenn du das machst, sonst sitzen wir noch bis morgen Früh hier", lächelte sie verlegen, bevor sie noch einen Schluck nahm.

    [Kyle] mit Bianca an den Essständen


    2887-kyle-pngSein Herz zog sich etwas zusammen, als die Blauhaarige mit einem leisen "Ja" antwortete. Es klang so zierlich, so gebrechlich. Aber vor allem klang es ehrlich. Eine Ehrlichkeit, die er vielleicht gebraucht hatte, um besser zu realisieren, dass das alles hier gerade wirklich passierte. Allerdings wusste er immer noch nicht, ob ihm das Angst, oder glücklich machen sollte. Je mehr die Adelige schwieg, des do einfacher war es für ihn, sich in dieser Verwirrung zu verlieren, obwohl er sich in diesem Moment gerade lieber mit allem anderen außer mit sich selbst beschäftigen würde. Er ertappte sich bei dem Wunsch, dass er es vermutlich lieber hätte, wenn die Adelstochter sich die ganze Zeit über Dinge beschwerte und er damit keinen Moment finden könnte, in sich selbst zu verschwinden, gleichzeitig musste er aber auch über sich selbst bei diesem Gedanken lachen. War es jetzt schon so weit mit ihm, dass er sich schon das Mosern von Bianca wieder herbeisehnte? Wahrlich ein Armutszeugnis für seinen Zustand. Einige kurze Momente später verschwand die Hand, die bis eben noch tief in seiner gefangen war, und der kühle Wind, der gegen seine nun leere Handfläche blies, fühlte sich fremder an, als er es vermutlich wahrhaben wollte. Gleichzeitig sprach sie jedoch genau das aus, was er schon die ganze Zeit gefühlt hatte, sich aber nicht traute, mit ihr zu teilen. "Komisch", stieß er mit einem Atemzug voller Anspannung aus. "Ist gar kein Ausdruck" Ein schiefes, unsicheres Grinsen erschien für einen kurzen Moment auf seinem Gesicht. Bis jetzt hatte Bianca sich noch kein einziges Mal so aufgeregt, dass sie danach nicht mehr mit ihm hatte reden wollen, trotzdem kam ihm jedes Wort, dass er auf seine Lippen legte, wie ein Parkour auf einem Eierschalenfeld vor. War es nur eine Frage der Zeit, bis er wieder etwas kaputt machen würde? Nachdem ihre Hände voneinander abgelassen hatten, schien die Blauhaarige jedoch wieder ein wenig ihrer herrischen Ader durchsickern zu lassen, was ihn überraschenderweise ein wenig beruhigte. Vielleicht färbte ihre Unsicherheit doch ein wenig stärker auf ihn ab, als er es wahrhaben wollte. "Jetzt auf einmal hat es die Dame eilig...", schmunzelte er als Antwort auf ihren Kommentar. Es dauerte nicht lange, da hatten sie sich auch schon an einem Stand niedergelassen. Er selbst bestellte sich ein Bier und Bianca suchte sich zu seiner Überraschung tatsächlich ein recht populäres Damengetränk aus, welches wohl viel mehr Alkohol in sich hatte, als man es von seinem süßen Geschmack vermuten lassen würde. Er hätte nicht damit gerechnet, dass sie sich mit alkoholischen Partygetränken der Unterschicht gut auskannte, entschloss sich allerdings, nicht weiter darauf einzugehen. Schließlich konnte sie trinken, was auch immer sie wollte. "Na dann, Prost", lächelte er ihr zu, bevor er einen kräftigen Schluck nahm. Er hatte natürlich nicht vor, sich heute komplett zu betrinken, aber ein wenig Alkohol um runter zu kommen war definitiv nötig. Die Blauhaarige hatte ebenfalls einen großzügigen Schluck genommen, ihm entging jedoch nicht die Tatsache, dass sie aus dem Seitenwinkel immer mal wieder die Umgebung beobachtete. Neugierig folgte sie ihrem Blick. Ah, ich verstehe. Die Menge labert also schon, dachte er missbilligend. Allein schon seine Anwesenheit als niederer Bauer neben der wohlhabenden Adelsdame sorgte anscheinend für ein paar aufgeregte Zungen. Irgendwie nervte ihn die unerwartete Aufmerksamkeit mehr als gedacht, doch gerade war er sowieso lieber genervt, als... alles andere, wenn er es sich überlegte. Er sollte es wohl als willkommene Ablenkung betrachten. Schließlich lenkte ihn Bianca's kichernder Kommentar doch wieder zurück zu seiner Begleiterin. "Naja, kein Wunder, dass dir warm ist, so wie du dir den Alk hinter die Binde kippst", musste er daraufhin etwas lauter lachen, als gewollt. Vertrug sie wirklich so wenig? Ihr Glas war zwar schon fast leer, doch normalerweise sah er die Mädels in den Gasthäusern noch einiges mehr trinken, bevor sie so zu kichern anfingen. Irgendwie war es fast schon... niedlich, wie sie sich so an die Wange fasste und lächelte. Und auch erschreckend fremd, dass er solch einen Gedanken über die eigenwillige Adelstochter einmal formen würde.