Beiträge von Belly

    Ich hab tatsächlich kaum Erwartungen, weil ich erstmal froh bin, dass sie es jetzt endlich nach Jahren geschafft haben, die Serie wieder zu beleben. Ansonsten hoffe ich einfach nur, dass es nicht schlechter als Rune Factory 4 wird von den Charakteren und der Story her. Wenn sie den Standard beibehalten, wäre ich schon zufrieden.

    Die Grafik ist nicht unbedingt überwältigend und ich bin ehrlich gesagt besseres gewöhnt, aber da mich sowas ohnehin nicht allzu sehr stört, ist das ein recht verkraftbares Manko :)


    Werds auf jeden Fall Day 1 kaufen, da ich das Studio unterstützen will. Best Case Scenario wäre, dass RF5 so gut ankommt und einen eben so guten Eindruck hinterlässt, dass wir uns nicht mehr jahrelang fragen müssen, ob das nächste RF überhaupt nochmal geschehen wird :P

    [Cyril] kommt an und findet Lucus


    2941-cyril-pngEndlich war es soweit. Er würde die von ihm noch unentdeckte Flora und Faune des lokalen Waldes würde nicht mehr lange ihren mysteriösen Status beibehalten und er konnte das Ende der Sommerferien mit einer sicherlich erfolgreichen Entdeckungsreise ausklingen lassen. Viele Arten von einheimischen Käfern tummelten sich am Boden, doch ein Säugetier, welches seinen Blick schnell in Besitz genommen hatte, war ein östliches Grauhörnchen. Ganz anders als der Rotstich des normalerweise aufzufindenden eurasischen Eichhörnchens war es, wie sein Name schon sagte, um einiges dunkler und dadurch einfach mit der anderen Art auseinander zu halten. Und mal abgesehen davon, dass sich die meisten anderen Eichhörnchen eher in Richtung Amerika befanden und sich nur das östliche Grauhörnchen bis jetzt in Europa eingebürgert hatte, brauchte er noch nicht einmal in sein Lexikon blicken, um zu erraten, um was es sich hierbei handelte. Seltsam war es jedoch - zuletzt hatte er gedacht, dass diese Gattung nicht weiter als Italien und Großbritannien gekommen war, aber anscheinend hatte es die ursprünglich nordamerikanischen Freunde bis hierher verschlagen. Er musste unbedingt hinterher - vielleicht gab es ja noch mehr davon! Er könnte sich nichts Schöneres vorstellen, als diese Gattung näher zu beobachten und vielleicht sogar dabei zuzusehen, wie sie sich noch weiter vermehrten. Das Eichhörnchen, welches noch unbedacht am Boden nach Nüssen gesucht hatte, bemerkte den Blonden jedoch schon bald und bewegte sich daraufhin per Baum weiter. Keine allzu schlechte Entwicklung, da er so wenigstens nicht herumschleichen musste, sondern ganz gemütlich an den Bäumen entlang gehen konnte. Es dauerte jedoch nur ein paar Meter, da bemerkte er eine andere Silhouette aus seinem Blickwinkel. Augenblicklich blieb er stehen und schaute wieder nach vorne, wo ein fremder junger Mann auf einem Baumstumpf saß. Mit Menschen hatte er in diesem Wald eigentlich nicht gerechnet, vor allem da es in diesem Fleckchen nicht viele Pfade gab, an die sich Wanderer halten konnte, aber unverhofft kam ja wie besagt recht oft vor. "Na sowas. da bin wohl nicht nur ich auf die Idee gekommen, mir in diesem wundervollen Stück Natur einen schönen Tag zu machen", lächelte er offenherzig. "Grüße dich, mein Name ist Cyril. Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen"

    [Kyle] & Bianca vor dem Wachposten


    2887-kyle-pngDie Blauhaarige murmelte etwas in einem fragenden Ton, als sie sich von ihm abwandte und dem Monster über den Kopf strich. Einen Moment lang sackte ihm das Herz in die Hose, hatte kurz das Gefühl, dass er wieder etwas falsch gemacht hatte und sie wieder gehen würde, wie in jener Nacht. Doch stattdessen wandte sie sich ihm wieder zu und verankerte ihre Finger in seinen. Sein Atem ging lang und tief, er war immer noch angespannt, wobei die Berührung der Adelstochter noch einen Schuss Aufgeregtheit in ihm verursachte. Er erwiderte die Geste, festigte ein wenig den Griff um ihre Hand. Er konnte sich nicht dazu durchringen, seinem verkrampftem Gesicht ein Lächeln aufs Gesicht zu geben, auch wenn er es gerade gerne getan hätte. Was auch immer sie vorhin gesagt hatte, es schien keine Auswirkung auf das Ergebnis ihres Gespräches gehabt zu haben, da sie kurzerhand die Konversation auf ein Fest lenkte. Stimmt. Kyle konnte sich daran erinnern, dass es am Platz ziemlich hektisch zuging. Anscheinend war dies der Ursprung des Ganzen. "Würdest du gerne hin?", fragte er instinktiv, da er gerade nach allem gegriffen hätte, was nach einer Ablenkung für ihn aussah. Er war sich nicht sicher, ob eine Dame des Adelshauses sich tatsächlich etwas aus Festivitäten für einfache Leute machte. Wenn er so darüber nachdachte wusste er eigentlich überhaupt nicht viel davon, was Bianca gerne in ihrer Freizeit machte. "Also, wenn dir die Unterhaltung des einfachen Volkes gut genug ist", scherzte er daraufhin, die Befürchtung, dass er sie gerade auf irgendeine Art und Weise ihren adligen Hintergrund beleidigt hatte, wuchs. Er wollte es nicht, aber er fühlte sich immer noch so, als würde er durch einen Wald voller Fallen laufen. Als ob der nächstbeste Laubhaufen sich mit einem Schritt zu einem tiefen, schwarzen Loch verwandeln würde, wenn er darauf trat. Warum auch immer musste er sich daran erinnern, wie einfach es immer mit Cammy gewesen war. Wie er nicht darüber nachdenken musste, was er zu ihr sagte. Doch für Cammy hatte er auch nie tiefere Gefühle, als Freundschaft gehegt. War das also normal für etwas... Innigeres, als Freundschaft? Sollte er sich so fühlen? Er war es schon wieder müde, darüber nachzudenken.

    [Kyle] & Bianca vor dem Wachposten


    2887-kyle-pngBiancas plötzliches Lachen brach die Anspannung, die er unbewusst aufgebaut hatte. Sein Körper sackte etwas zusammen, seine Erscheinung damit weicher. Ein Glucksen entwich unwillkürlich zwischen seinen Lippen, als ihr Lachen in seinen Ohren hallte. Ihr Kommentar war nicht das, was er erwartet hatte, so tat er nichts dazu bei, diese Situation klarer erscheinen zu lassen, aber es wäre auch zu viel verlangt gewesen, wenn Jemand anderes den Scherbenhaufen in seinem Inneren einfach so aufräumen könnte, den er schon so lange mit sich herumschleppte. Er griff sich ans Gesicht, als ob er tatsächlich abtasten könne, welches Gesicht er gerade gemacht hatte. Frag mich doch nicht lauter Sachen, von denen ich keine Ahnung habe, dachte er ratlos. Er war noch nie gut darin einzuschätzen, in welche Richtung die Konversationen mit Bianca gingen. Welches Gesicht machte er wohl? Ein Freudiges war es sicher nicht. Wohl eher das Gesicht von Jemandem, der entschlossen in seiner Entscheidung war. Doch wollte sie das auch hören? Wollte sie, dass er fröhlicher aussah? Das letzte Mal, dass er richtige Freude empfunden hatte, war vermutlich... an dem Ballabend. Doch auch diese Freude wurde von Verwirrung und Niedergeschlagenheit überschwemmt. Würde es diesmal genau so ablaufen, wenn er wieder Freude zulassen würde? Er konnte es nicht. Diese Hürde der Verletztheit zu überwinden. Noch nicht. Er wusste auch nicht, ob er es jemals wieder können würde. Aber das konnte er nicht ausdrücken. "Es ist schon mal nicht mein verwirrtes Gesicht, also machen wir immerhin Fortschritte", schmunzelte er, unsicher, ob diese Antwort zufriedenstellend für die Blauhaarige war. Er rechnete damit, dass die Antwort darauf ein verzweifeltes 'Nein' sein würde, und doch war es die einzige Antwort, die er in diesem Moment geben konnte. Seine altbekannte Strategie, seinen Schmerz mit Humor zu verstecken, würde er wohl nie los werden.

    [Tara] mit Gale im Planetarium


    2412-tara-robins-pngUnsicher trat sie zur Seite, als er irgendwas am Teleskop einstellte. Irgendwie war sie froh darüber, dass sie keine Entscheidungen über irgendwas treffen musste, von dem sie ja mal so gar nichts verstand. Als der Grauhaarige fertig zu sein schien, trat sie näher an das Teleskop heran und ließ vorsichtig die Linse näher an ihr Auge heran. Sie hatte keine Ahnung, was der Nordstern war, aber es dauerte nur ein paar Sekunden, bis sie den hellen Punkt am Himmel erkennen konnte. Im Dunklen wäre es sicher einfacher gewesen, diesen zu erkennen, aber daran hatte sie nicht gedacht, als sie die Einladung ins Planetarium annahm. "Oh, ich glaube ich sehe ihn!", freute sich die Schwarzhaarige, während ihre Augen sich anstrengten, noch mehr in der Umgebung zu erkennen. "Und die Sterne um ihn herum? Gehören die auch noch dazu, wie eine Art Sternzeichen?" Die Punkte neben der strahlenden Kugel am Himmel schienen zwar nicht so hell, aber sie waren so nah aneinander, dass sie sich fragen musste, ob sie nicht irgendwas miteinander zu tun hatte. Mit halboffenen Mund staunte sie noch einige Zeit und registrierte ein paar Sekunden zu spät, dass Gale ihr eigentlich gerade eine Frage gestellt hatte. "Oh, Tee?" Sie musste ein paar Mal blinzeln, als sie ihre Augen wieder vom Teleskop abwandte und ihn ansah. "Sicher! Tee ist immer gut. Welchen hast du denn da?"

    [Vishnal] bei Rosalind


    3065-vishnal-pngLeider schien Raven nicht unbedingt scharf darauf zu sein, noch weiter Zeit in seiner Gesellschaft zu verbringen, aber der Blauhaarige nahm ihr dies nicht übel. Schließlich schien sie schon bei ihrem ersten Treffen recht zurückhaltend gewesen zu sein, und ihn mit einer nun negativen Erfahrung zu verbinden half diesem Charakterzug wohl nicht gerade. Nicht wenige Sekunden begrüßte ihn ein Mitglied der Adelsfamilie, Rosalind, dessen Stimme ihn kurz zusammenzucken ließ, bevor er sich umdrehte und wieder ein wenig entspannte. Die Dame vor ihm war wohl eine der freundlichsten im ganzen Haus, also wäre wohl das Letzte, was er von ihr zu erwarten hatte, dass sie ihn ausschimpfen würde, weil er seine Zeit hier verschwendete. Trotzdem konnte er nicht umher, sich ein wenig ertappt zu fühlen. "Ich wünsche ebenfalls einen guten Tag, Fräulein Rosalind", grüßte er sie mit einer leichten Verbeugung. Er öffnete kurz seinen Mund, als er auf die nächste Frage der jungen Dame antworten wollte, erinnerte sich jedoch daran, dass er eigentlich keine Mittagspause hatte. Sein Blick bewegte sich durch die Masse. Der werte Herr Max war zwar nicht zu sehen, aber er hatte immer noch Bedenken, dass er jeden Moment aufkreuzen und ihn schelten würde. "'Genießen' wäre wohl zu viel des Guten", lächelte der Blauhaarige nun die junge Frau vor ihm an. Er wollte ihr nicht den Eindruck geben, dass er hier zu seinem Vergnügen faulenzte. "Ich hatte lediglich vor, mir eine Mahlzeit zu besorgen, jedoch bin ich noch nicht dazu gekommen, dieser Gelegenheit nachzugehen. Und wie steht es mit Euch? Gab es schon ein Stand, der Eures Blickes würdig war?" Schnell versuchte er das Gespräch wieder auf die Intentionen der Blauhaarigen zu lenken. Lieber ging er nicht besonders auf die Umstände ein, die ihn hierher geführt hatten.

    Ich geb auch mal Bescheid, dass ich August und September nicht ganz so aktiv sein werde. Zum Posten werde ich denke ich schon noch kommen, aber momentan werd ich mich mehr auf die vier letzten Prüfungen des Semesters konzentrieren. Noch dazu kommen irgendwie noch ein paar private Sachen, die gehandelt werden müssen.

    Seaice


    [Cyril] geht


    Die Konversation der Beiden hielt sich leider recht oberflächlich und kurz, da sich die Blauhaarige schon bald entschuldigte, um ihren eigenen Interessen nachzugehen. Leider wurde aus diesem Gespräch wohl nicht mehr, aber das war in Ordnung. Manchmal war es einfach interessant, neue Leute kennenzulernen, vor allem, wenn sie so anders und zurückhaltend schienen. Charaktereigenschaften, mit denen er in seinem Alltag nie viel Kontakt hatte. Er selbst stöberte noch ein wenig in der Abteilung, lieh sich ein, zwei Bücher aus und ging dann nach Hause.

    [Tara] mit Gale im Planetarium


    2412-tara-robins-pngÜberrascht blickte die Schwarzhaarige zu ihrer neuen Bekanntschaft, als die Rede von großen und kleinen Teleskopen die Rede war. Sie hatte zwar sicher schon das Weltall auf Bildern gesehen, wusste ungefähr wie die Planetenkonstellation aussah, erkannte Merkmale wie die Milchstraße, aber so richtig konnte sie sich nicht vorstellen, was sie durch ein Teleskop alles betrachten könnte. Vor allem, als Gale erwähnte, dass er das Weltall versuchte, zu "verstehen". Was genau meinte er wohl damit? "Naja, also ein geübtes Auge habe ich sicher nicht, was das Weltall betrifft...", murmelte sie, immer noch verwundert über die neuen Informationen. "Gibt es irgendwas zu beachten, wenn man durchschaut? Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden Teleskopen? Woran merkt man, dass man ein 'geübtes' Auge hat?" Ohne nachzudenken, plauderte sie einfach drauf los und wollte all die Antworten wissen für die Fragen, die ihr im Kopf herumschwirrten. Hoffentlich bin ich ihm nicht zu aufdringlich, dachte die Oberschülerin nervös. Doch die Tatsache, dass der Grauhaarige so leidenschaftlich über das Planetarium redete, beruhigte sie ein wenig. Vielleicht freute es ihn ja, wenn Jemand anderes Interesse an seiner Passion zeigte. Sie würde sich schließlich auch freuen, wenn Jemand an klassischer Musik interessiert wäre und sie deswegen ausfragen würde.

    [Ran] bei Rick an der Bar


    Gut gelaunt blieb sie vor der Bar stehen. Ihr Auto stand ein wenig zu viel auf dem Bürgersteig, aber das kümmerte sie recht wenig. Generell hielt sich ihr Interesse von Dingen, die jemand anderen stören könnten, in Grenzen. Mit einem Schwung öffnete sie die Fahrertür, und hing sich ihre lederne Handtasche um die Schulter, während sie die Tür wieder schloss. Noch war sie glücklich und zufrieden. Noch fand sie Gefallen an den kleinen Dingen im Leben, wie etwas das Gefühl, welches der leichte Stoß ihrer Handtasche an ihrem Oberschenkel hinterließ, bei ihren Schritten fröhlich hin und her schwang. Oder die Tatsache, dass sie heute nicht arbeiten musste, dass sie sich gerade etwas Neues gekauft hatte, dass sie mit ihrem Studium gut vorankam. All diese Dinge würden in Vergessenheit geraten, wenn sie durch die Tür trat und ein Gesicht sah, welches gleichzeitig familiär und fremd für sie sein würde. Doch davon wusste sie noch nichts. Noch fragte sie sich, ob ihr Kollege heute arbeiten würde, ob sie einen hübschen Mann finden würde, der ihr heute die Drinks spendieren würde, während sie die Klinke nach oben drückte und den Blick durch den Raum schweifen ließ. Fast augenblicklich kochte die Wut in ihr hoch. Selbst wenn ihr Kollege anwesend gewesen wäre, so hätte sie ihn in diesem Moment mit Sicherheit nicht wahrgenommen. Auf der rechten Seite neben dem Eingang fixierte ihr Blick sich auf einen braunhaarigen Mann, mit dem sie noch kein wirkliches Gespräch geführt hatte, allerdings auch darauf brannte, eines zu haben. Seit dem Abend am Strand, an dem ihr Cedric erzählt hatte, was dieser Mensch für eine Scheiße abgezogen hatte, wollte sie ihn zur Rede stellen. Die Tür schlug automatisch hinter ihr zu, als sein Name ihr über die Lippen kam. "Rick", knurrte sie fast schon, in ihrem Kopf war völlige Leere, aber es machte sich trotzdem der Zorn in ihr breit. Zorn, der ihren Körper wie eine Marionette zu ihm hinführte, sie mit der flachen Hand auf die Theke schlagen ließ, als sie mit wenigen Schritten bei ihm angekommen war. Wenn er sie bis jetzt noch nicht bemerkt hatte, würde er es jetzt. "Was machst du hier?!" Sie konnte sich nicht ganz erklären, warum gerade diese Frage von ihrer Zunge rollte. Es gab schließlich Einiges, wegen dem sie ihn zur Rede stellen wollte. Dinge, die ihren Ex-Verlobten betrafen, und nicht, warum er hier war. Und doch wollte sie es wissen, selbst, wenn er keine zufriedenstellende Antwort darauf hatte. Warum musste er genau hier sein? An einem Ort, an dem sie sich eigentlich gerne aufhielt. Zu dem sie ging, wenn sie bessere Laune haben wollte, nicht Schlechtere. Was fiel ihm ein? Warum zwang er sie, sich gerade jetzt wieder mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen? Wütend schaute sie auf den bekannten Fremden herab, wartete auf eine Antwort, von der sie sich fast schon sicher war, dass sie nicht zufrieden mit ihr sein würde.

    [Vishnal] & Raven bei den Magiehändlern


    3065-vishnal-pngDie Verzauberung, welche die wässrigen Waffen in ihm ausgelöst hatten, wurde schnell von einer unerwarteten Bekanntschaft unterbrochen. "Raven", murmelte der Blauhaarige kurz überrascht. Der Tag, an dem sie sich bei der Farm getroffen hatte, war voller unerwarteter Ereignisse gewesen, die mit seinem Sturz in das eisige Wasser des Polisees geendet hatten. Einen kurzen Moment überlegte er, ob er die Rothaarige fragen sollte, wie es ihr nach diesem Ereignis erging, hatten sich ihre Wege doch so unerwartet getrennt, doch er entschied sich dagegen. Eine Dame, die man kaum kannte, hatte man schließlich nicht auszufragen, auch wenn sie sich sehr sympathisch gewesen waren. Er widmete sich wieder den Waffen. "Du hast nicht Unrecht, meine Liebe. Und dennoch zieht mich das Wasser immer wieder an..." Der Butler musste etwas schmunzeln bei der Ironie seines letzten Satzes. Ja, es zog ihn in der Tat immer zu sich, auch in seine innersten Tiefen. Ein Element mit so vielen Facetten und Temperamenten wie kein anderes - wie konnte diese stürmisch elegante Schönheit ihn nicht ergreifen? "Mach dir jedoch keine Sorgen um mich. Ich weiß bessere Dinge mit meinem Geld anzufangen", lächelte er höflich. Der Gedanke daran, dass er diesen Monat seiner Familie weniger Geld schicken konnte, nur weil er auf einem Markt voller Scharlatane ein hübsches Messer gesehen hatte, ließ ihn innerlich schaudern. "Ich hatte jedoch vor, hier nach einem Mahl zu suchen. Es wäre mir eine große Freude, wenn du mich dabei begleiten würdest", lud er sie ein. Sicher würden sich die beiden nicht wieder in einem Abenteuer verlieren, also hatte er sicher noch etwas Zeit, um während des Essens mit einer alten Bekanntschaft zu konversieren.

    [Vishnal] bei den Magiehändlern


    3065-vishnal-pngEin kurzer Spaziergang. Er würde sich nur kurz etwas zum Frühstück und eventuell noch für das Mittagessen zum Mitnehmen kaufen und dann wieder zurück in die Villa, um seine Arbeit zu erledigen. Nach dem gestrigen Abend durfte er sich auf keinen Fall noch einmal einen Fehltritt erlauben. Selbstverständlich war es ihm bewusst, dass er sich nur hier draußen befand, weil er nicht in der Villa sein gewöhnliches Mahl zu sich nehmen durfte, aber wenn seine Abwesenheit dadurch im Haus bemerkbar wurde, wurde es letzten Endes doch als weiteres Fehlverhalten eingestuft und er wollte nun wirklich nicht, dass sein guter Ruf noch weiter in den Schmutz gezogen wurde. Leider schien ihm das Universum allerdings einen Strich durch seinen Zeitplan gemacht zu haben, denn genau dort, wo er lang gehen musste, um zu den Essensständen zu gelangen, stand eben genau die Person, der er gerade am wenigsten unter die Augen treten wollte - Max de Sainte Coquille. Seine Füße blieben auf der Stelle stehen und gingen in die gegensätzliche Richtung. Egal, wohin dieser Weg führte, es war besser, als das, was ihm blühte, wenn der junge Herr ihn hier auf einer öffentlichen Veranstaltung zu sehen bekam. Sollte er vielleicht einfach wieder zurück in die Villa und den Tag ohne ein Frühstück beginnen? Noch bevor er diesen Gedankengang zu Ende geführt hatte, blieb er wieder stehen. Er war an eine Reihe voller Magiehändler geraten. Hm. Sicher ist alles, was diese Gauner zum Verkauf haben vollkommen überteuert. Die Arbeit von einem richtigen Schmied wäre sicher billiger, und vermutlich auch qualitativ hochwertiger... Dessen war er sich bewusst. Und doch lachte ihn ein Messer an, welches eine durchsichtig scheinende Klinge mit einem Strom fließenden Wassers in sich zu tragen schien. Sein geliebtes Wasser, welches schon immer eine gewisse Art von Ruhe für ihn ausgestrahlt hatte. Nicht umsonst hatte er sich bis jetzt nur Zauber dieses Elementes angeeignet. Nur ein wenig würde er sich umschauen. Aber auch wirklich nur ein bisschen.

    [Kyle] & Bianca vor dem Wachposten


    2887-kyle-pngIhre Frage schaffte es endlich, bei ihm eine Emotion in den Vordergrund zu locken, die alle anderen überdeckte: Überraschung. Ein Gefühl, welches ihn fast kurz auflachen ließ, so unerwartet wurde er damit konfrontiert. Woher kam diese plötzliche Sorge darüber, was er wollte? Hatte sie ihn das schon jemals gefragt? Vielleicht hatte er es sich zu einfach vorgestellt. Bis jetzt hatte er sich immerhin entweder klar gegen etwas gestellt, oder sich von anderen mitziehen lassen, wenn es um menschliche Beziehungen ging. So etwas wie Initiative hatte er schon lange nicht mehr gezeigt. Vermutlich das Resultat der vielen verlorenen Leben, die er miterleben musste. Ereignisse, die ihn zu einem großen Teil taub gemacht hatten, und wenn er diese Taubheit mal nicht spürte, handelte es sich um erstickende Angst. Bianca war die einzige Ausnahme in menschlicher Form in seinem Leben gewesen, der in letzter Zeit auch nur einen Hauch an positiven Gefühlen in ihm hervorgerufen hatte. Doch nun stand sie vor ihm wie ein Wooly, welches man zum ersten Mal geschoren hatte, und er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte. Er konnte seinen eigenen verwirrten Blick nicht verstecken, während er zuschaute, wie ihre Augen sich abwechselnd ihm widmeten und im nächsten Moment gleich wieder auswichen. Ja, war es denn das, was er wollte? Hatte er jemals gewusst, was er wollte, wenn es um die Menschen in seinem Umfeld ging? In den letzten Jahren hatten sich seine Erwartungen so sehr reduziert, dass er froh war, wenn die Personen um ihn herum am Leben waren, aber das wollte die Blauhaarige sicher nicht hören. Und bei der Vorstellung so etwas Kitschiges zu sagen wie 'Ich will nur, dass du glücklich bist' kam ihm innerlich das Frühstück von heute Morgen hoch. Letztendlich musste er sich eingestehen, dass er es nicht wusste. Er wusste nicht, was er wollte. Er wusste nur, dass Bianca eine Person war, an die er sich unbewusst schon lange geklammert hatte, schon lange nicht mehr aus seinem Leben wegzudenken war, und wenn es sich bei der Alternative darum handelte, dass sie sich gar nicht mehr sehen würden, war er definitiv dagegen. "Wenn es sonst keine andere Option gibt, dann ja", antwortete er endlich, seine Augen verirrten sich dieses Mal nicht in alle Richtungen, bevor sie für ein paar Sekunden auf ihre trafen. Er war gradlinig. Vermutlich verstand er nicht einmal zur Gänze, was diese Option genau bedeutete, was sie mit sich brachte. Vielleicht war das nur etwas, was man am feinen Hof verstand, gänzlich außerhalb der mentalen Reichweite eines gewöhnlichen Bauerns, aber es brachte auch nichts, zu versuchen diese ihm komplett fremde Welt zu verstehen. Die Adelige verstand mehr davon, sicher wusste sie, was sie tat.

    [Tara] mit Gale im Planetarium


    2412-tara-robins-pngDer recht nüchterne und formale erste Eindruck, den der Grauhaarige zuerst geliefert hatte, schien sich recht schnell aufzuwärmen und hervor schien ein ehrliches Strahlen, mit dem er ihre Aussage kommentierte. Sie konnte richtig spüren, wie sehr er diesen Ort wohl lieben musste. Die Schwarzhaarige nickte zustimmend auf die Einladung, rein zu gehen und reichte ihm nachdem sie eingetreten waren, die Bücher. "Nicht der Rede wert", lächelte sie, während sie sich umschaute. Die Innenarchitektur erinnerte sie irgendwie an ein Museum mit den ganzen informativen Schildern und der hohen Decke, mit dem Unterschied, dass die Farbpalette definitiv auf der dunkleren Seite war, was dem Inneren eine gewisse mystische Atmosphäre verlieh. Als Gale ihr freundlicherweise noch etwas zum Essen, oder Trinken anbot, lehnte sie höflich ab. "Das ist echt nett von dir, aber ich würde viel lieber wissen, was es hier alles so zu sehen gibt" Jetzt, wo sie schon hier war, wurde sie langsam richtig neugierig. Für einen kurzen Moment fragte sie sich auch, ob sie hier eigentlich Eintritt bezahlen sollte, aber offensichtliche Schilder sah sie auf den ersten Blick nicht und wenn der Grauhaarige nichts darüber sagte, war es wohl schon irgendwie in Ordnung so. Immerhin war er hier der Verantwortliche. Mit großen Augen ließ sie ihren Blick schweifen, während sie sich die Ärmel hochkrempelte. Obwohl sie hier war, hatte sie noch immer keine genaue Vorstellung von dem, was sie von einem Planetarium erwarten sollte, aber sie konnte es kaum erwarten, es herauszufinden.

    [Vishnal] verlässt die Villa


    3065-vishnal-pngVollkommen unausgeschlafen erwachte Vishnal in seinem Zimmer. Die gestrige Nacht war wohl genauso katastrophal verlaufen, wie er es sich hatte vorstellen können. Nachdem er von dem jungen Herr - vollkommen zurecht, natürlich - wutentbrannt aus seinem Zimmer rausgeschmissen wurde, dauerte es eine ganze Weile, bis sein rasendes Herz wieder eine normale Geschwindigkeit erreicht hatte. Als seine Füße den Boden berührten, bewegte er sich automatisch zu seinem Kleiderschrank, um sich anzuziehen. Stimmt, der Kleiderschrank. Den musste er auf jeden Fall so früh wie möglich wieder füllen. Und wenn er sich richtig erinnerte, wollte der junge Herr auch noch die dafür Verantwortlichen vorgeführt bekommen. Auf den Weg zum Waschkeller musste er jedoch feststellen, dass er diese Aufgabe wohl auch alleine erledigen musste. Der Herr hatte bereits die Villa verlassen, wurde ihm mitgeteilt, und es sah wohl nicht so aus, als würde er so bald wieder nach Hause kommen. Aber was für einen Unterschied machte das schon. Mittlerweile hatte er sowieso das Gefühl, dass er die Arbeit hier größtenteils im Alleingang bewältigen würden musste. Als er im Waschkeller ankam, suchte er die Diener zusammen, stauchte sie streng zusammen und ließ sie wissen, dass sie für die nächsten zwei Wochen selbst für ihr Essen verantwortlichen waren. "Ist es wenigstens möglich, mich darauf zu verlassen, dass die Klamotten nun alsbald ihren Weg in den Kleiderschrank des jungen Herren finden?", fragte er in einem scharfen Ton, wobei offensichtlich sein sollte, dass es zu dieser Aussage kein "Nein" zu geben hatte. Mürrisch huschte das Personal hin und her, sortierte die trockenen Kleider zusammen, wobei mehrere Hemden zur Verfügung standen. Ein Glück. Seufzend verließ er den Keller und schleppte sich so graziös und würdevoll wie möglich entsprechend der Umstände die Treppe hoch. Das Frühstück der Adeligen war mittlerweile schon lange beendet worden und die Diener versammelten sich in der Küche, um die Reste zu genießen. Dieses Privileg würde ihm wohl für die nächsten Wochen erst einmal verwehrt bleiben. Glücklicherweise gab es genug Möglichkeiten, um auch außerhalb der Villa an Essen zu kommen. Damit er trotzdem seiner Familie nicht weniger Geld zukommen lassen musste, würde er zwar seine Ersparnisse angreifen müssen, aber nicht umsonst hatte er diese angelegt. Seine Gabe zur vorsorglichen Planung kam ihm hier sehr zu Gute.

    [Ran] auf dem Weg zur Bar


    Entspannt atmete sie aus, nachdem sie ein gutes Angebot finden konnte, welches nicht zu tief in ihre Taschen griff. Nach Hause schleppen würde sie das Teil natürlich nicht. Wofür gab es sonst die Lieferoption bei den großen Elektronikketten? Sicher würde sie nicht das große Paket in den Kofferraum ihres kleinen Autos hieven, auch wenn es Fahrstühle gab, die einem den Großteil der Arbeit abnahmen. Außerdem hatte sie nach dem ganzen Rumgelaufe richtig Lust auf einen Drink. Schließlich war es schon später Nachmittag und sie hatte sonst nichts anderes mehr zu tun. Da konnte sie sich das Paket auch an die Haustür liefern lassen, anstatt es spazieren zu fahren. Soll doch der Lieferant die ganzen Treppen steigen mit dem Teil. Nach einem erfolgreichen Einkauf machte sie sich also auf den Weg zur Tiefgarage, um den Rest ihres Tages noch weiter genießen zu können. Vielleicht war ja sogar ihr freundlicher Kollege da. Oder ein armer verzweifelter Idiot, der ihr ein paar Drinks bezahlte. Who knew.

    [Kyle] & Bianca vor dem Wachposten

    Das Finale eines zehnjährigen Balztanzes?


    2887-kyle-pngSein Herz setzte kurz aus, als er tatsächlich eine Antwort auf seine Frage bekam. Eine geheime Beziehung, die mit dem öffentlichen Auge nicht erfasst werden konnte. Oder zumindest nicht mit dem adeligen Auge. War das eine Möglichkeit, eine Realität, welche die beiden leben konnten? Konnte er damit leben? Nervosität machte sich in ihm breit. Der verzweifelte Wunsch nach ein wenig Glück und die schneidende Angst davor, dieses Glück letztendlich wieder zu verlieren, rissen ihn innerlich in zwei Teile. Doch einer Sache war er sich sicher - wenn er jetzt 'Nein' sagte, würde sich diese Chance vermutlich nie wieder ergeben. Wofür wäre dieses emotionale Hin und Her gewesen, wenn er jetzt wieder den Schwanz einzog und sich von seiner lähmenden Angst besiegen ließ? Schnell nahm er die Luft in sich aus, und stieß sie langsam wieder aus. Sein ganzer Körper pochte so intensiv, dass er sich langsam nicht mehr sicher war, ob es sich bei diesem Gefühl um seinen anderen Körper handelte, oder von der Frau an seiner Brust ausging. Er wollte sich so sehr konzentrieren, seinen Kopf benutzen und darüber nachdenken. Eine Sache, die er nicht oft tat, doch wenn sein eigener Körper so von seinen Gefühlen gelähmt war, hatte er Hemmungen, sich von einem chaotischen Bündel voller Emotionen leiten zu lassen. In einem Kampf würde das ziemlich nahe eines sicheren Todes kommen. Doch so sehr er sich auch anstrengte, der Sinneseindruck seiner zugeschnürten Kehle lenkte ihn zu sehr ab. Er war nicht in einem Kampf. Er hatte keine tödliche Situation vor sich, die ihn von seinen leiblichen Leiden ablenken konnten. Selbst das Schluchzen von Bianca nahm er nur gedämpft war, ließ seinen Blick jedoch instinktiv zu ihr wandern. Vielleicht sollte er einfach aufgeben, zu denken. Er schaffte es offensichtlich nicht, sich seinem Körper zu widersetzen. Sein Kopf war vollkommen leer, als er die Umarmung langsam lockerte und seine Hände auf ihren Schultern ablegte, eine davon wanderte zu ihrer Wange, mit der er sanft ihren Kopf nach oben führte, damit er seine Lippen auf ihre legen konnte. Der Sinneseindruck dieses Kusses hatte diesmal nicht den gleichen elektrisierenden Effekt auf ihn, wie zuvor, da er bereits seit mehreren Minuten unter Strom stand. Er festigte seinen Entschluss jedoch nur noch mehr. "Wenn du das willst, versuchen wir's", flüsterte er. Der Terror blieb immer noch in seinem hinteren Teil des Kopfes bestehen, war jedoch mittlerweile von so vielen anderen Emotionen überschwappt worden, dass er gar nicht mehr wusste, welchem Gefühl er sich widmen sollte und führte zu einer Depersonalisation jener. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann er sich das letzte Mal innerlich so überfüllt, und gleichzeitig so leer gefühlt hatte, aber wenn ihn dieser emotionale Kurzschluss wieder zu einem halbwegs funktionierenden Menschen machte, entschied sich der Braunhaarige, sich nicht darüber zu beschweren.

    [Tara] kommt mit Gale an


    2412-tara-robins-pngErleichtert atmete sie aus, als sie endlich am Planetarium angekommen waren. Sie war es zwar gewöhnt, längere Strecken zu laufen, da sie abends immer mal einen Spaziergang durch die Gegend machte, aber die Bücher in ihren Armen machten doch einen größeren Unterschied, als gedacht. Für einen kurzen Moment betrachtete sie interessiert die hiesige Architektur vor ihr. Wer hätte gedacht, dass sich so weit außerhalb der Stadt noch so ein Gebäude erstreckte? "Es ist echt schön hier", schwärmte Tara mit einem Lächeln. In dieser Umgebung bräuchte sie vermutlich noch nicht einmal ein Planetarium, um in die Sterne schauen zu wollen. "Wo sollen wir die ablegen? Sollen wir reingehen?", fragte sie, während sie auf die Bücher schaute. Sie konnte sich immer noch nicht vorstellen, wie und vor allem wo man an seinem Arbeitsplatz wohnen würde, deswegen wartete sie lieber, bis er den ersten Schritt in die richtige Richtung machte.

    [Tara] bei Gale in einem Buchladen


    2412-tara-robins-pngAus irgendeinem Grund fühlte sich die Schwarzhaarige extrem wohl bei der Konversation mit dem Grauhaarigen. Er schien sich bewusst darüber zu sein, dass Astrologie nicht unbedingt ein populäres Interesse war, konnte aber anscheinend auch mit ihrer eher simplen Antwort etwas anfangen. Das Gefühl sich dumm zu fühlen, verschwand langsam wieder und die Aufregung der plötzlichen Begegnung sowie der pochende Schmerz an ihrem Kopf nahmen auch zunehmend ab. "Nicht wahr?" Ein kurzer Kommentar, den sie nicht weiter ausführte, da ihr Gegenüber sich sehr für die Decke des Ladens zu interessieren schien. Unsicher, ob sich dort oben irgendwas befand, legte sie ebenfalls kurz ihren Kopf in den Nacken, konnte aber nichts außergewöhnliches entdecken. Vielleicht dachte er einfach nur über die Sterne nach, auch wenn sie den Himmel nicht sehen konnten. Mit der darauffolgenden Einladung hatte sie allerdings überhaupt nicht gerechnet. Sie hatte eigentlich nur so dahergesagt, dass sie gerne mal eins besuchen würde. Sollte sie es trotzdem versuchen? "Ähm, okay", murmelte sie ein wenig überrumpelt. "Warum nicht" In solchen Situationen ließ sich Tara sehr schnell mal von ihrem Gegenüber mitziehen und folgte. Immerhin gingen sie ja nur ein Planetarium besuchen, einen öffentlichen Ort, der eigentlich sicher sein sollte. Aber wie hatte er es gerade genannt? "Zu 'dir'?", wiederholte sie überrascht. "Lebst du etwa dort?" Sie hatte eigentlich damit gerechnet, dass es sich nur um seinen Arbeitsplatz handelte. Normalerweise lebten Menschen doch nicht wirklich an ihren Arbeitsplätzen. Sie sah noch, wie er sich mit den Büchern abmühte und konnte ihn aus irgendeinem Grund vor ihrem inneren Auge schon sehen, wie sie wieder auf den Boden fallen würden. "Soll ich dir vielleicht helfen? Nicht, dass sie wieder runterfallen", lächelte sie hilfsbereit. Hoffentlich verstand er den letzten Kommentar nicht allzu kritisierend. Schließlich würden die meisten Menschen vermutlich Probleme haben, all diese Bücher erfolgreich in ihren Armen zu balancieren.