Beiträge von ~Luchia~

    Ich hab zwar mit allen mit denen ich dran war gepostet, aber ich melde mich für zwei Wochen ab.
    Wir bekommen Besuch, dann sind wir weg und dann hab ich noch ein paar Abgabetermine. Daher bin ich wohl fürs erste wieder ein Geist...

    Wenn ich mich richtig erinnere warst du derjenige, der zuletzt abgehauen ist um etwas Wichtiges zu erledigen und seit dem wie vom Erdboden verschwunden ist...


    Oh wow du lebst noch?? Cylie an Nick

    Äh naja also ich bin gerade fast von ner Klippe gefallen also warum nicht Cylie an Nick

    Ist der perfekte Augenblick für ein bisschen Plausch aber ich wurde schon von einem blonden Prinzen gerettet, keine Sorge. Cylie an Nick

    Ich bin in Sternbach auf einer Ranch und hab den Namen schon vergessen aber so viele wirds da auch nicht geben oder

    Nick in seinem Zimmer | Verlässt sein Zimmer


    Das Vibrieren seines Handys ließ ihn aufsehen. Er nahm das Handy in die Hand und wie zu erwarten schien Cylie nicht erfreut darüber, dass er sich so lange nicht hatte blicken lassen. Als jedoch eine weitere Nachricht von ihr aufleuchtete, riss er erschrocken die Augen auf. Sie war fast von einer Klippe gefallen? Ohne es wirklich zu merken, hatte Nick sich kerzengerade in seinem Bett aufgesetzt und schwang bereits die Beine über die Kante, als Cylies nächste Nachricht eintrudelte. Ihr schien es also gut zu gehen. Sie war gerettet worden. Von einem blonden Prinzen. Beim Lesen des Wortes verdrehte Nick die Augen. Er merkte den Stich in seiner Brust und es wurmte ihn. Was genau eigentlich? War doch gut, wenn ihr jemand geholfen hatte, oder nicht? Gerade tippte der Student eine Nachricht an sie zurück, löschte sie dann aber wieder. 'Na dann bist du ja in guten Händen' hatte auf dem Display gestanden. Jetzt war es wieder ein leeres Dialogfenster. Er dachte kurz darüber nach was er eigentlich sagen wollte. Bevor er sie selbst fragen konnte wo sie eigentlich war, hatte sie es ihm bereits geschrieben. Wollte sie, dass er vorbei kam? Oder war das lediglich eine Information, die ihm deutlich machen sollte was für ein Mann ihr Prinz war? Nervös tigerte Nick auf und ab, fuhr sich durch die ohnehin schon zerzausten Haare und überlegte. Einerseits wollte er sofort los und Cylie dort abholen. Er würde sich um sie kümmern. Da war kein anderer Mann notwendig. Andrerseits war seine Hilfe nach der langen Funkstille vielleicht gar nicht mehr erwünscht. Sie war zurecht sauer auf ihn. Falls sie es überhaupt war. Aber sie hätte allen Grund dazu. Zerknirscht gab Nick schließlich seinem Bauchgefühl nach, schickte Cylie noch eine weitere Nachricht und schnappte sich dann ein paar Sachen. Nach einer rekordverdächtigten Dusche und einer kurzen Vorbereitung saß Nick dann auch schon im Bus nach Riverport. Diesen Prinzen würde er sich einmal ansehen...


    geht ~>

    Kiel, Barrett und Brodik an einem der Tische


    Brodik trank noch einen Schluck von seinem Bier, während Kiel ihn ergänzte. Ja, das Futter für das Elefantenmonster war auch nicht ohne. Deshalb nickte der lausige Wächter bekräftigend. Ganz zu schweigen davon, dass dem Monster gefühlt immer langweiliger wurde. Brodik nahm sie mittlerweile schon auf Patrouille mit und ließ sie einfache Aufgaben erledigen, wie umgefallene Baumstämme zu transportieren. Manchmal hatte er das Gefühl, dass sie das gerne tat. Vielleicht verstand das Monster etwas von Dankbarkeit? Auszuschließen war es jedenfalls nicht. Als Barrett den Vorschlag machte, dass sie den Elefanten ja einfach auf die Farm bringen konnten, lachte Brodik freudlos und auch ein bisschen hohl auf. "Hab ich tatsächlich schon versucht, aber sie weigern sich ein so großes Monster unterzubringen. Das sei im Moment nicht sicher.", erklärte er und beschrieb damit die letzte Konversation, die er mit den Farmhelfern geführt hatte. "Aber sie unterstützen uns mit dem Futter. Das muss man ihnen lassen.", gestand er. So hatten sie also wenigstens nur noch das Unterbringungsproblem. "Jetzt haben wir ja auch eine Lösung für die ganzen Herausforderungen, die so ein Monster mit sich bringt. Zumindest sofern der Zauber oder Trank oder was auch immer funktioniert." Auch wenn sein letzter Satz ein wenig Skepsis enthielt, war er doch zuversichtlich. So nah waren sie bisher noch nie an einer Lösung gewesen und er war hoffnungsvoll, dass es dieses Mal funktionieren würde. Während er ein paar große Schlucke von seinem Bier trank, stellte Kiel auch schon die nächste Frage und verwundert stellte Brodik den leeren Humpen ab und sah auf den jungen Mann. Barrett antwortete als erstes auf seine Frage, wobei Brodik kein Grinsen bei seinen Worten übers Gesicht huschte. Ihm war es ähnlich ergangen, als er Forte das erste Mal ohne ihre Rüstung gesehen hatte. Kurz überlegte er wann und wo er sie das letzte Mal gesehen hatte und ihm kam der Ball wieder in Erinnerung. Fragend legte er den Kopf bei der Erinnerung schief, dann schüttelte er den Kopf und damit auch seine Gedanken beiseite. "Ich habe ewig nichts von ihr gehört. Es wundert mich aber, dass sie sich nicht bei dir gemeldet hat. Vielleicht solltest du Bade mal fragen." Auch wenn er versuchte gleichgültig zu klingen, waren die letzten Worte doch ein wenig mit Spott über seine Lippen gekommen. Trotzdem. Auf dem Ball hatten sich die zwei ja gut verstanden...

    "Ich hol mal noch ne Runde und was zu essen. Geht auf mich.", verkündete er dann, stand auf und ging an die Theke.





    schachtl   Leesh   Bienl-Chan   Zyprim

    Majo & Alex am Rande der Klippe


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    Er lachte kurz auf. Ein ehrliches kleines Lachen. "Ich zähl auf dich, wenn ich fallen sollte. Aber wenn ich freiwillig springe, dann kannst du entspannt zuschauen.", gab er im Scherz zurück. Er hatte selbstverständlich nicht vor zu springen. Obwohl das seinen Problemen ein Ende setzen würde. Aber ihm leider auch und da lag das eigentliche Dilemma. Das führte nämlich zu nichts. Er seufzte gespielt enttäuscht auf, als Majo entschied, dass es für schwarze Kleidchen zu kalt und die Hüte zu unpraktisch waren. "Da kann man wohl nichts machen. Aber ich freu mich dich irgendwann mal in der typischen Hexenkluft zu sehen.", entgegnete er mit einem kleinen scherzhaften Schmunzeln. Nur seine Augen verrieten, dass er diese Vorstellung gar nicht so übel fand. Bei den Lebkuchen und ihren weiteren Worten entkam ihm ein ehrliches Lachen. Den Teil mit den Lebkuchen ließ er unkommentiert. Sie waren zwar ganz gut, aber nichts was er verteidigen müsste. Jedem das seine. "Ich denke ein Augenaufschlag reicht vollkommen, um ahnungslose Kerle in dein Heim zu locken." Die Ehrlichkeit seiner Worte war ihm im ersten Moment gar nicht so wirklich bewusst. Er wollte eigentlich einfach wie immer nur schlagfertig sein, aber er zweifelte keine Sekunde, dass viele junge Herren von der Lockenpracht und dem Bann von Majos Augen sofort verzaubern ließen. Wahrscheinlich würden sie alle in ihr Verderben laufen, ohne so richtig zu verstehen, was genau diese Frau so unglaublich anziehend machte. Aber gab es da nicht noch eine andere blonde junge Dame in seinem Kopf, die diese Aufgabe ganz hervorragend ausführen konnte? Ein Augenaufschlag, ein neckisches Kommentar und er ging an die Decke und gleichzeitig fand er es unglaublich anziehend. Was war nur falsch mit ihm? Sein Angebot mit der Jacke quittierte Majo geschickt, indem sie einfach die Luft um sie herum erwärmte. Alex konnte seine Jacke also zur Seite legen. Ein wenig Gänsehaut überkam ihm bei dem Wissen, dass die Hexe das einfach so gemacht hatte. Ohne große Formeln und ohne groß zu überlegen. Er fragte sich für einen Moment was sie sonst noch konnte. Gedanken lesen? "Das ist wirklich praktisch.", gab er schließlich zu, als er sich von dem kleinen Schock erholt hatte, dass Majo diese Kräfte wirklich besaß. Dann kam sie auf ein Thema zu sprechen, dass er versuchte mit einem weiteren kleinen Lachen zu beenden. Doch das Lachen war nicht amüsiert, sondern klang bitter. "Meine Ex?", brachte der Student schließlich ehrlich hervor. Vielleicht konnte Majo ja ohnehin Gedanken lesen. Er sah auf sein Handy und legte es wieder zurück. Dann fuhr er sich mit den Fingern durch die losen Strähnen, die ihm ins Gesicht fielen und strich sie sich zurück. Nerviges Thema. "Aber vielleicht könnten wir ja über was anderes reden?" Sicher war Majo der Vorschlag willkommen. Er konnte sich nur schwer vorstellen, dass sie sich tatsächlich für sein Liebesleben interessierte. "Ist doch schließlich ne echt miese Anmache über seine Ex zu reden, oder?" Dummer Kommentar. Dummer Witz. Dumme Idee.

    Max & Julia in der Konditorei


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    Ob Max de Sainte Coquilles sie für dumm hielt? Oder zumindest dümmlich? Schließlich hatte Julia absichtlich auf ihr zweites Kleid verzichtet, um jemand anderem etwas schenken zu können. Der Gedanke, dass es so sein könnte, kam der jungen Frau überhaupt nicht. Vermutlich lag es daran, dass sie die Entscheidung weder hinterfragte, noch in irgendeiner Weise bereute. Auch Max hatte ein Geschenk gekauft. Er verschwieg für wen es war. Vielleicht hatte er ja eine junge Frau ins Auge gefasst. Gewiss ebenfalls eine Adlige, die sich über solche Geschenke sicher freute. Beim Gedanken daran, wie entzückt die Auserwählte des jungen Adligen sein würde, beim Anblick der Geschenke, musste sie ein bisschen Lächeln und verspürte gleichzeitig ein wenig Neid. Es war sicher schön, wenn man jemanden hatte, der an einem so schönen Tag an einen dachte. Jemand, der extra für einen etwas aussuchte, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Gab es so jemanden in ihrem Leben außer Coco? Spontan stahl sich ein gewisser junger Mann in ihren Kopf und ein wenig errötete Julia, weil sie sich dabei ertappte. Vielleicht sollte sie Kiel auch etwas besorgen. Nur als Dankeschön natürlich. Erst die Stimme von Max brachte Julia wieder dazu ihre Gedanken abzuschütteln und sich voll auf ihren Begleiter zu fixieren. Es war überraschend, wie einfach man sich mit ihm unterhalten konnte und wie viel Freude der Einkaufsbummel ihr bereitete. Auch bei Max musste sie sich bedanken. Aber zuerst führte sie den Blonden in die Konditorei ihrer Wahl. Selbstverständlich in die, in der Collette zu Hause war. Sofort sah sich Julia im ganzen Raum um, aber ihre Freundin war nirgends zu sehen. Hoffentlich ging es ihr gut. Sie kannte die Blondine inzwischen gut genug, um zu wissen, dass sie sich viel zu schnell in Gefahr brachte. Kurz machte sich Enttäuschung in ihrem Gesicht bemerkbar, dass Coco nicht anwesend war, doch diese verschwand beim Anblick der vielen Kuchen sofort wieder. Max und sie selbst setzten sich an einen der wenigen Tische im Gebäude, direkt vor einem großen Fenster, das viel Licht in den Raum brachte. Als Julia ihre Sachen abgestellt und ihr Kleid gerichtet hatte, sah sie wieder zu Max auf, der ihr direkt gegenüber saß. "Ich schätze, so kann ich mich am besten bei Euch für die tolle Beratung und den wunderbaren Einkaufsbummel bedanken.", fing sie mit einem Lächeln an und deutete auf die vielen Kuchen. "Wart ihr schon einmal hier?" Viele Konditoreien gab es in dem kleinen Dorf ja nicht. Allerdings würde es die Badehausleiterin auch nicht wundern, wenn Max seine eigenen Konditoren am Hof besaß. "Es gibt so viele schöne kleine Geschäfte hier in Trampoli." Sie träumte ein wenig vor sich hin, während sie an die hübschen Orte dachte, die man hier fand. "Selbstverständlich ist das Badehaus der schönste.", fügte sie dann mit einem kleinen Lachen hinzu, das deutlich machen sollte, dass sie das nicht so ganz ernst meinte. Oder?

    Kross und Odette an der Theke und in der Küche

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    Im Gasthof angekommen, ließ sich Kross direkt auf einem der Stühle nieder, während Odette ihre Sachen verstaute und sich hinter die Theke stellte. Auch ihre Füße schmerzten und langsam fühlte sie sich wirklich ausgelaugt. Ein Zustand, den die Köchin nur selten erreichte, denn sie war es schließlich gewohnt viel zu laufen. Der Job in der Küche war eben hart, man musste viel ertragen und war eben auch viel auf den Beinen. "Wieso denn? Alles in allem war es doch ein super Abenteuer.", entgegnete Odette auf die erschöpften Worte des Schwarzhaarigen. Kross sah wirklich mitgenommen aus. "Mal abgesehen vom Start des Ganzen.", fügte sie mit einem Grinsen hinzu, nachdem er sie auf den Tee angesprochen hatte. Dann legte sie sich einen Finger an die Lippen und dachte laut. "Hmmm... wie wäre es mit einem heißen Eintopf und dazu ein kühles Bier?", schlug sie vor und weil Kross nicht widersprach, bewegte sie sich einfach schonmal in die Küche, um alles vorzubereiten. "Aber sag mir besser gleich, wenn du gegen was allergisch bist.", rief sie ihm aus der Küche zu, während sie ihrer Arbeit nachging. Kurz hing sie den teuren Kräutern nach. Allerdings hatte sie auch nicht wirklich Lust noch einmal loszugehen. Vielleicht ergab sich die Tage ja noch eine Gelegenheit zum Shoppen. Sie musste dieses Mal nur genug Geld mitnehmen.

    Nick in seinem Zimmer


    Wie lange war es jetzt eigentlich her, dass Nick Leila wieder gesehen hatte? Er konnte es in Tage fassen und trotzdem erschien es ihm nicht lange genug, um die Begegnung verarbeitet zu haben. Ob er es seitdem vermied nach draußen zu gehen? Auf jeden Fall. Sogar den Kontakt zu Cylie mied er mit schlechten Ausreden. Er hatte ein schlechtes Gewissen. Zurecht? Vermutlich. Sogar Alice und Cedric schienen Nick mittlerweile zu meiden. Er hatte einfach alles falsch gemacht. Betrübt rollte er sich auf die andere Seite seines Betts und starrte jetzt wieder die Decke an. Was war nur mit ihm los? Sonst war er immer der Sunnyboy. Die Person, die andere aufmuntert und sich nicht unterkriegen lässt. Doch jetzt fühlte er sich leer. Schwach. Ausgelaugt. Alles wegen einer Begegnung? Hätte es ihn nicht eigentlich aufbauen müssen Leila wieder zu sehen? So lange hatte er darauf gehofft, dass sie zurück kam. Jetzt war sie es und es passte einfach nicht mehr. Er passte nicht mehr. Zumindest war das sein Gefühl. Alles änderte sich viel zu schnell. Zu schnell für ihn.

    Majo & Alex am Rande der Klippe


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    Sie nahm seine blöde Anspielung mit Humor. Das gefiel ihm. Andere Mädchen hätten gezickt, oder zumindest die Augen verdreht, aber Majo schien zu verstehen, dass man nicht alles direkt auf die Goldwaage legen musste. Mit ihrer Antwort hatte er allerdings nicht gerechnet, weshalb er bei der Vorstellung, wie sie von der Klippe kugelte, tatsächlich ehrlich schmunzeln musste. Nur ein bisschen hoben sich seine Mundwinkel nach oben und dennoch war zu erkennen, dass ihr Satz seine Laune ein wenig hob. Als sie dann fortfuhr und hinzufügte, dass sie vielleicht auch nur darauf wartete, dass jemand dumm genug war sie anzusprechen, gab er einen amüsierten Laut von sich. "Den Dummen hast du dann wohl gefunden.", gab er mit einem Achselzucken zurück und setzte sich neben sie. Seinen Rucksack stellte er ein wenig hinter sich ab. Das war wirklich gefährlich Nahe am Abgrund und vielleicht hatte Alex doch etwas mehr als Respekt für die Höhe übrig. Doch er bemühte sich einfach nicht direkt nach unten zu sehen und blickte stattdessen in die hübschen, mysteriösen Augen der Blondine neben sich, die aber bereits auf das weite Meer deutete. Er folgte ihrer Handbewegung, wobei er sich mit seinen Händen am Boden versicherte, dass er nicht rutschte und nickte dann. "Wahrscheinlich hast du recht. Ich hatte wohl wirklich Vorurteile. Knappe schwarze Kleidchen, große Hexenhüte, Lebkuchenhaus, gefangene Kinder, freches Mundwerk, alte Villen, knorrige Wälder und Geisterbeschwörungen - das ganze Programm eben. Würde ich dir alles zutrauen." Er grinste, wobei er sie verstohlen von der Seite ansah. Dann gab er einen amüsierten Laut von sich. "Skinny Dipping?" Er kramte in seinem Hirn nach der Erklärung für den Begriff. In seinem Alter sagte man noch Nacktbaden dazu. "Wohl eher nicht. Sonst wäre ich ja nicht hier oben, sondern da unten.", er deutete auf einen der Strandabschnitte, die ein bisschen weiter weg zu sehen waren. Ihm entging nicht, dass Majo sich die dünne Jeansjacke enger um den Körper schlang. Sein Blick richtete sich zurück aufs Meer. "Kann ich dir jetzt meine Jacke anbieten, oder kassiere ich dafür dann ein blödes Kommentar über Klischees und selbst ist die Frau?", fragte er und zog beim Gedanken daran ein wenig amüsiert eine Augenbraue nach oben, während er andeutete die Jacke auszuziehen. "Du kannst mir glauben, dass ich dir das nur anbiete, weil ich es nicht in Ordnung finde eine mir bekannte Person frieren zu lassen, also versteh das bitte nicht als Anmache oder Vorurteil."

    Max & Julia in der Schneideralley


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    Zufrieden mit ihrem Einkauf und mit einem Lächeln auf den Lippen, schlenderten die beiden weiter durch die Schneideralley. Julia versuchte iheren Blick nicht weiter schweifen zu lassen, aus Angst sie könnte noch etwas finden, bei dem es ihr schwerfallen würde zu widerstehen. Max begleitete sie weiterhin und schließlich sprach er sie erneut an. Kurz blieb die Badehausleiterin stehen, verwundert über seine Frage, denn sie hätte weder gedacht, dass er das zweite Kleid bemerken würde, noch, dass er sie darauf ansprechen würde. "Es ist für eine sehr gute Freundin.", erklärt Julia mit einem Lächeln. Allein der Gedanke Coco glücklich zu sehen, freute sie ungemein. Das bisschen Empörung, das die Bäckerin zudem haben würde, ließ Julia nur umso breiter grinsen. Sie konnte es direkt vor sich sehen. Der Blick der Graugrünhaarigen fiel auf die Tasche des Adligen. "Und ihr seid ebenfalls fündig geworfen?", wollte sie von ihm wissen. "Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass ihr etwas anprobiert hattet. Bitte verzeiht meine Unachtsamkeit. Soll ich die Tasche für euch tragen?" Wahrscheinlich gehörte es sich eher, dass Max sich ihrer Tasche annahm, aber der Adlige wirkte befremdlich mit seiner Aufgabe. Womöglich war er es nicht gewohnt? Oder basierte dieser Gedanke wieder auf einem Vorurteil der jungen Frau? Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, schob sie besser das Gespräch voran. "Wie wäre es mit dem Gasthof? Oder wäre euch ein Stück Kuchen lieber?" Die Bäckerei war nicht weit weg und der Kuchen dort schmeckte vorzüglich. Außerdem wohnte Collette dort und Julia konnte es kaum erwarten sie zu überraschen. "Also was wäre Euch lieber?"

    Nick in seinem Zimmer


    Die warmen Strahlen der Sonne schienen Nick direkt ins Gesicht, weshalb er die Augen schon beim Versuch sie zu öffnen, direkt wieder zusammenkniff. Es war zu hell. Für ihn. Nicht für diese Tageszeit. Dennoch hätte man verwundert sein können, dass zu dieser Jahreszeit noch so viel Sonnenschein zustande kam. Langsam quälte sich Nick aus dem Bett, schlurftr verschlafen zum Fenster durch das erbarmungslos das helle Licht hereinfiel. Er zog die Vorgänge zu. Einen funktionierenden Rollladen gab es gerade nicht. Doch die dicken Stoffvorhänge taten ihren Job, denn sofort war es wieder dunkel im Zimmer. Nur der Bereich um die Vorhänge erstrahlte wie der Heiligenschein eines Engels. Doch Nick wusste den Anblick nicht zu schätzen. Er wollte lieber zurück ins Bett. Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen, sondern nur schlafen. Und kaum hatte er es sich wieder auf seiner Matratze bequem gemacht, schlief er wieder ein.

    Kiel, Barrett und Brodik an einem der Tische


    Brodik war heilfroh dieses puppenähnliche Wesen hinter sich lassen zu können. Manchmal fragte er sich, ob der Meister der Alchemie nicht doch auf die Idee gekommen war sich seine Helferlein irgendwie zu erschaffen. Das Mädchen wirkte auf jeden Fall ein wenig geisterhaft und es hätte den lausigen Wächter nicht gewundert, wenn sie ein Experiment des Alchemisten wäre. Kiel schrieb die Nachricht an Arthur, während Brodik nochmal alle Fläschchen überprüfte und gut verschloss. Dann ließen sie alles bei der Fremden und zogen weiter. Endlich.

    In der Taverne angekommen, suchten Kiel und Brodik einen guten Tisch, während Barrett das Bier besorgte. "Hätte die erste Runde nicht auf mich gehen müssen?", fragte er überrascht, aber gleichzeitig auch erschöpft. Er war einfach nur froh endlich sitzen und die Seele baumeln lassen zu können. Darum sagte er auch nicht nein, als das Bier vor seiner Nase abgesetzt wurde und er nichts weiter tun musste, als mit den anderen anzustoßen. "Auf die Spinnenweben.", pflichtete er Barrett bei und ließ sein Glas an die anderen klirren. Er trank einen großen Schluck, atmete erleichtert auf und sah dann wieder zu dem Brünetten, der sich soeben nach der Elefantendame erkundigte. "Naja... du erinnerst dich doch, dass das Dorf mal von Monstern angegriffen wurde? Als die Toten widerauferstanden sind und so, meine ich. Da ist die Elefantendame Amok gelaufen. Aber anstatt sie unschädlich zu machen, hat Forte darauf bestanden sie nur zu fangen, zu beruhigen und seitdem lebt sie am Wachposten." Brodik tauschte einen vielsagenden Blick mit Kiel. "Und da die Wächterin seit Monaten unterwegs ist, kümmern wir uns seitdem um sie. Aber sie ist viel zu groß und reist ihren Unterschlupf regelmäßig ein. Daher wollte ich sie mit einem Zauber verkleinern lassen. Ich hab mal von einem Reisenden gehört, dass das funktionieren soll. Daher der ganze Aufruhr." Sonst war der Wächter ja nicht so gesprächig, aber es gab Bier und Barrett und Kiel waren ja auch treue Freunde. Da kam auch so ein Brocken wie er mal ein bisschen ins Plaudern.

    Das Wohnheim ~> Alex kommt an | Majo & Alex am Rande der Klippe


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    Nach 8 Kilometer hatte Alex aufgehört auf seine Sportuhr zu schielen. Sie würde nicht wegen ihm aufhören die Schritte zu zählen und auch wenn er sie einfach hätte wegpacken, oder wegwerfen können, unterlies er es. Sie trug keine Schuld daran, dass sein Kopf nicht freier wurde. Er wanderte einfach weiter. Einen Weg am Wasser entlang, weil zumindest das Rauschen der Wellen und der Wind in seinen Ohren ihn ein wenig ablenkten. Vielleicht war das einer der Gründe, wieso nach der Bar der Strand zu seinen Lieblingsorten gehörte. Selbstverständlich hatte Alex sich in weiser Voraussicht einen kleinen Rucksack mitgenommen. Ein wenig Verpflegung musste sein, auch wenn man nur los ging, um den Kopf frei zu bekommen. Als seine Augen in der Ferne schließlich den Leuchtturm erhaschten, setzte er sich diesen als Ziel für seine Rast. Von dort aus kam man sicher mit dem Bus oder einem Taxi zurück in die Stadt. Seine Beine trugen ihn immer weiter voran und während seine Gedanken immer noch um die verschiedensten Dinge kreisten, kam der Leuchtturm immer näher. Sein Blick schweifte über die Klippen und das dahinterliegende Meer und trotzdem brauchte er einen Moment, um sich wirklich darauf zu fokussieren. In seinem Kopf hatte er nämlich einen komplizierten Programmierbug. Dieser diente ganz hervorragend vor Yumi-Problemen, weil ihm dieser Fehler nicht weniger auf die Nerven ging. Und eins hatten die beiden Themen ganz sicher gemeinsam: Er kam bei keinem von beiden seit Wochen weiter. Er war in einer Sackgasse. Doch noch hatte er sich wegen dem Bug nicht an einen Kollegen gewandt. Sein Stolz war zu hoch. Und es war nicht für die Arbeit, sondern zu seinem Privatvergnügen. Als sein Blick sich jetzt allerdings wieder ins hier und jetzt festigte und Alex versuchte die Landschaft als solche in sich aufzunehmen, erkannte er einen Blondschopf. Kurz zuckte er zusammen, blieb sofort stehen und war erleichtert, als er den Lockenkopf erkannte. Oder zumindest glaubte er ihn zu erkennen. Um sicher zu gehen, schritt er näher und überzeugte sich davon, dass er richtig lag. Am Rand der Klippe saß eine Hexe. Ein jeder Priester hätte sie jetzt vermutlich geschubst, aber Alex befürchtete, dass Majo einfach irgendeinen Zauber wirken würde und vermutlich einfach flog. Die gruselige Vorstellung, dass sie einen guten Meter vor dem Klippenrand schwebte mit einem tosenden Meer im Hintergrund, brachte ihn zum Schmunzeln. Und auch wenn die Hexe nicht so aussah, als ob sie sich nach Gesellschaft sehnte, oder vielleicht auch gerade deshalb, gesellte sich der Silberhaarige zu ihr. Der wilde Charakter von Majo lenkte ihn sicherlich ab. In der Vergangenheit hatte sie das schließlich schon einmal geschafft. "Also wenn du springen willst, dann bitte, wenn ich wieder weg bin.", sagte er ironisch, als sie ihn entdeckt hatte. Er mühte sich ein Grinsen ab, aber es hatte nicht den gleichen hartnäckigen Charme wie sonst. "Hätte nicht gedacht dich hier zu sehen." Eine lausige Floskel, aber er hatte sie ohne Überlegung ausgesprochen, weil es einfach die Wahrheit war. Was trieb Majo hier nur?

    Das Krankenhaus ~> Alex kommt an | Alex geht ~> Der alte Leuchtturm


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    Der Abend war wirklich genug für ihn gewesen und so war es nicht verwunderlich, dass Alex an diesem Abend nichts weiter gemacht hatte, als sich in sein Bett fallen zu lassen. Natürlich nicht, ohne sich zuvor dieses komische Kostüm auszuziehen. Jetzt lag er hier und war einfach nur froh, dass er zu müde war, um über seine Dummheit nachzudenken. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab von den verschiedensten Dingen zu träumen. Von Alice, die ein Kind auf ihrem Arm hielt, von Simon, der glücklich strahlend neben ihr stand. Ein seltsames Bild, aber es war schließlich ein Traum und sie saßen beim Familiendinner zusammen mit Katja und Steiner, also was hatte er erwartet. Doch wie selbstverständlich war der Stuhl neben ihm leer und als sein Tarum-ich darüber grübelte, ob es nicht eigentlich Yumi war, die dort sitzen sollte, drang eine Stimme in seinem Kopf wider. 'Du Idiot hast sie stehen lassen. Selbstverständlich ist sie nicht hier. Sie ist bei ihm.' Ein ungutes Gefühl beschlich den Alex in der Traumwelt, doch er machte es wie immer: Es war ihm egal. Oder besser gesagt tat er so als ob. Doch es war eben doch nur ein Traum und irgendwann erwachte man glücklicherweise aus solchen. Der Wecker zeigte allerdings eine unmenschliche Uhrzeit an, weshalb sich der Silberhaarige einfach umdrehte und dann nach einer Weile wieder traumlos einschlief.

    Die Tage nach Halloween vergingen zugleich sterbendslangsam und doch irgendwie viel zu schnell. Er bekam Yumi nicht weiter zu Gesicht und obwohl er sich vorgenommen hatte sich der Tatsache zu stellen, dass er die Worte ausgesprochen hatte, ging er ihr doch aus dem Weg. Er wollte nicht an ihr kleben wie eine Klette und gleichzeitig hoffte er immer wieder, dass sie vor seiner Tür stehen würde. Hoffte, dass sie es war, wenn es klopfte, hoffte, dass sie ihm ein Zeichen geben würde. Irgendeins. Er hatte sich so vor ihr erniedrigt. Erwartete sie, dass er sich wieder vor ihre Tür stellte? Erwartete sie, dass er zu ihr kam? Wie immer tat er so, als ob ihm das alles egal war. Egal sein konnte. Aber die Vorstellung was sie alles anstellen könnten, wenn sie zu ihm kam, war so verlockend, dass sie sich immer wieder in seinem Kopf festsetzte. Nach ein paar Tagen war er weich geworden, hatte gegen ihre Tür geklopft, hatte wirklich vorgehabt sie erneut verschmitzt anzugrinsen, seine Grenzen auszutesten und hoffte inständig, dass sie dazu ebenso bereit war. Doch sie war nicht da. Zumindest öffnete niemand die Tür. Auch zwei Tage später stand er wieder vor ihrer Tür, doch er konnte nicht abwarten, ob sie öffnete, weil er glaubte Darrens Stimme am Ende des Flurs zu hören, weshalb er sich schleunigst aus Sichtweite begab. Feige und doch konnte er nicht anders. Was war nur mit ihm los? War er überhaupt noch er selbst? Nicht eine Bettgeschichte hatte er sich in den Wochen geleistet, in der er sie jetzt schon nicht mehr gesehen hatte. Halloween. Er hatte es vermasselt. Vermutlich hatte er sich selbst ins Aus geschossen. Das waren die Gedanken, die sich in seinem Kopf herumtrieben, während er sich von der Arbeit in Zockerrunden stürzte, doch auch das lenkte ihn nicht genug ab. Da blieb nur die Lösung für alles: Alkohol. Die Barbesuchen wurden häufiger, doch auch das schien nicht zu helfen. Vielleicht war der Versuch verzweifelt, aber auch Sport half ihm nicht weiter. Egal wie viel er in den Muckibuden schwitzte: Es wurde nicht erträglicher ins Wohnheim zurückzugehen. Aber sich selbst zu bemitleiden gehörte auch nicht zu seinen Hobbys, also musste eine Abwechslung her. Egal welche. Also packte Alex irgendwann seine Jacke und verzog sich nach draußen. Ein Spaziergang war vielleicht immer noch das beste Mittel, um den Kopf frei zu bekommen. Einfach, aber effektiv, oder?


    Geht ~> Der alte Leuchtturm

    Kross und Odette verlassen das Fest


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    Da wäre alles fast noch schief gelaufen, aber zum Glück fand dann doch noch alles ein glückliches Ende. Odette hatte das Unihornhorn, oder was auch immer es jetzt genau war und das noch zu einem sehr günstigen Preis. Der Händler war zwar wenig begeistert über die acht fehlenden Münzen, aber als er sie ziehen lies, war die Lilahaarige mehr als froh eine Aufgabe erledigt zu haben. Sie fackelte nicht lange, schloss das Tauschgeschäft ab und versicherte dem Verkäufer, dass sie die Werbetrommel rühren würde. Da sie jetzt allerdings pleite war und auch Kross auf dem Trockenen saß, wäre es sinnlos gewesen weiter auf dem Markt zu verweilen. Als Kross sie fragte was sie jetzt tun sollten, überlegte sie kurz und legte dabei den Kopf schief. "Wie wärs mit was zu Essen?", schlug sie geistesgegenwärtig vor. "Ich koch uns was leckeres im Gasthof. Ganz ohne Mordversuche. Dazu solltest du mir nur vorher deine Allergien mitteilen.", schlug sie vor. Außerdem fand man im Gasthof Salat und Kohl vor, den sie brauchten, um die zweite Zutat zu besorgen: Das Labkraut der Fondantschildkröte. Oder Moment. Fondant war falsch, aber was spielte das schon für eine Rolle? Und ehe Kross widersprechen konnte, zog Odette ihn weiter durch die Menge der anderen Besucher. Alles in Richtung Gasthaus - ihrem Zuhause. Selbstverständlich rührte sie aber wie versprochen immer mal wieder die Werbtrommel, warb an dem ein oder anderen Kräterstand sogar einen Kunden ab mit der Versprechung, dass sich ein Besuch in der Nebenstraße sicher lohnte.


    Kross und Odette gehen ~> Gasthof



    Max & Julia in der Schneideralley


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    Als Max de Sainte Coquille ihr tatsächlich sagte, dass sie wunderschön war, wurden ihre Wangen sofort rot. Komplimente waren etwas mit dem Julia nicht wirklich gut umgehen konnte. Oftmals versuchte sie solche lieben Worte zu überspielen, indem sie einen Witz auf ihre eigenen Kosten machte, oder ihrem Gegenüber eine wischte, um der Situation zu entkommen. Beide Wege waren in der Anwesenheit eines Sainte Coquille definitiv unangebracht, weshalb sie sich beherrschte und nur peinlich berührt den Kopf senkte. "V-v-vielen Dank.", brachte sie schließlich über die Lippen und atmete kontrolliert ein und aus, um sich ein bisschen zu beruhigen. Er sagte das schließlich nur, weil es der Anstand so vorsah. Zumindest konnte sie sich nichts anderes vorstellen, denn sie sah keine Begründung dahinter, wieso jemand wie Max ihr ein solch schönes Kompliment machen sollte. Die Tatsache, dass der junge Mann sich hinter sie stellte und sich ihre Blicke trafen, schmälerte die Nervosität, die sich angestaut hatte kein Stück. Aber glücklicherweise schaffte es die Dame mit den Locken auf beiden Beinen stehen zu bleiben und nicht total dämlich aus der Wäsche zu gucken. Selbst als Max seinen Blick über ihren Körper gleiten ließ, ganz bestimmt um das Kleid zu bewerten, blieb sie ruhig und ließ sich nichts anmerken. Allein ihre rosigen Wangen, die sie nicht verhindern konnte, verrieten, wie peinlich berührt sie war. Sein nächstes Kompliment brachte sie zu einem Schmunzeln und erneut wich sie seinem Blick aus, indem sie einen sehr wichtigen Punkt auf dem Boden fixierte. "Danke für Eure Einschätzung. Dann nehme ich dieses hier.", entschied sie. Einen kleinen Moment verharrten die beiden so. Sie in ihrem wundervollen neuen Kleid, Max direkt hinter ihr. Sie drehte sich noch einmal vor dem Spiegel, wobei der Saum ihres Kleides den Adligen berührte. Ein seltsames Gefühl. Schüchtern lächelte sie ihm durch den Spiegel entgegen, dann wurde sie auch schon von der Verkäuferin hinter den Vorhang gedrängt. Wenn sie etwas von ihrem Ersparten ausgeben würde, dann hätte sie sich auch beide Kleider kaufen können, aber sie hatte bereits ein zweites Kleid ins Auge gefasst, das sie nicht anprobieren musste. Sie würde es kaufen. Für ihre Freundin Collette. Vermutlich würde die Bäckerstochter wütend werden und ihr sagen, dass sie verrückt geworden war, aber das war es Julia wert. Wieder in ihren normalen Klamotten, trat Julia hinter dem Vorhang hervor, bedeutete der verwirrten Verkäuferin, dass sie noch ein weiteres, blaues Kleid mitnehmen wollte. Collette würden die Rüschen sicher gefallen. Schmunzelnd sah Julia zu, wie die Verkäuferin beide Kleider zurechtlegte, dann bezahlte die Badehausleiterin ihre Einkäufe und wandte sich wieder Max zu. Der Schmerz über den Preis war schnell verflogen. Wie immer, wenn sie sich etwas neues zum Anziehen gönnte. "Ich danke Euch für eure Hilfe. Womöglich wäre ich ohne eure Einschätzung noch morgen hier gestanden." Oder vermutlich gar nicht in einem solchen Laden akzeptiert worden. Aber die letzte Einschätzung behielt Julia besser für sich. Stattdessen legte sich ein sanftes Lächeln auf ihre Lippen, während sie mit Max ein paar Schritte weiter ging. "Darf ich Euch zum Dank zu einer Kleinigkeit einladen?", fragte sie dann in der Hoffnung die Zeit und Gutmütigkeit des Adligen nicht vollends auszureizen.

    Max & Julia in der Schneideralley


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    Seine Worte klangen vernünftig in ihren Ohren. Es war durchaus besser die Kleider erst anzuprobieren, ehe man sich für eines davon entschied. Die Schneiderin selbst schien zwar ein wenig genervt von diesem Vorschlag, aber vielleicht bildete sich Julia das auch wirklich nur ein. Sie sollte keine Vorurteile gegenüber anderen haben. Wer wusste schon, welche Laus oder besser gesagt welcher Kunde dieser armen Frau heute schon über die Leber gelaufen war. Die Badehausleiterin kannte die Problematik mit Kunden ja selbst. Hatte einer von ihnen einen schlechten Tag, konnte es ziemlich schnell passieren, dass man in die Schusslinie geriet, obwohl man eigentlich gar nichts getan hatte. Und dann war der ganze Tag versaut und auch die eigene Laune litt darunter. Trotz allem Widerwillen - sei er nun eingebildet oder nicht - brachte die Verkäuferin die junge Frau zu einem Vorhang aus Stoff, hinter dem man sich problemlos umziehen konnte, ohne sich den Blicken der Fremden aussetzen zu müssen. Julia verschwand dahinter und mit der Hilfe der Schneiderin war sie schnell in den samtigen Stoff des ersten Kleides geschlüpft. Es passte wie angegossen, schmiegte sich an ihren Körper wie eine zweite Haut und sofort fühlte sich Julia pudelwohl. Wie immer, wenn sie ein schönes Kleid trug. Als sie ins Licht des Tages zurück zu Max kam, drehte sie sich einmal schwungvoll und ließ den Stoff spielen. Dann sah sie zum Adligen. "Das hier wäre Kleid Nummer eins.", stellte sie fest und nachdem sie ein wenig posiert hatte, verabschiedete sie sich mit einem kleinen Lächeln, um das nächste Kleid anzuprobieren. Auch hier legte sich der Stoff fließend über ihren Körper. Es zwickte nirgends, alles saß perfekt. Das war eben hochwertige Arbeit. Erneut posierte sie vor Max, ließ ihn das Kleid von allen Seiten betrachten und stemmte dann die Hände in die Hüfte. "Hach... jetzt kann ich mich noch schwerer entscheiden.", stellte sie mit einem tiefen Seufzen fest und drehte sich noch einmal vor dem Spiegel. "Was denkt Ihr? Welches steht mir besser?", holte sie sich erneut die Meinung des Blonden ein.

    Von der Bushaltestelle ~> | Nick kommt an


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    Das Taxi hielt und er stieg aus. Sein Kopf schmerzte, drohte zu zerplatzen und er wusste nicht wohin mit all den Gedanken und Gefühlen in seinem Inneren. Was, wenn er Cylie jetzt begegnete? Was, wenn sie eine Erklärung von ihm wollte? Was, wenn sie ihn fragte was er für Leila empfand? Was empfand er noch für seine Exfreundin? Er wusste es nicht. Er war völlig durcheinander. Diese Begegnung hätte nicht passieren dürfen. Diese Begegnung hatte er nicht ertragen wollen. Hatte er vielleicht doch einen Fehler gemacht und hätte sie nicht stehen lassen sollen? Es fühlte sich so falsch an Leila einfach zurück zu lassen. Es fühlte sich aber auch falsch an Cylie für sie zu versetzen. Er hatte einfach alles falsch gemacht. Wieso nur war er so ein Idiot gewesen? Der Tag schien einfach nicht besser zu werden. Seine Gedanken waren noch immer ein Gewirr aus Frustration und Selbstmitleid. Cedric, Alice, Cylie und Leila. Der Tag war ihm so lang vorgekommen, obwohl er das gar nicht war. Wahrscheinlich war es besser, wenn er sich ein paar Tage gar nicht draußen blicken ließ. Am besten blieb er erstmal in seinem Zimmer, log alle an, dass er woanders war und vegetierte vor sich hin, bis seine Gedanken wieder geordnete Bahnen annehmen konnten. Vielleicht war das wirklich das beste? Vielleicht war es aber auch besser, wenn er ein paar Tage wegfuhr, den Kopf frei bekam und darüber nachdachte, was er eigentlich wollte. Er nahm sich vor sich morgen den Kopf darüber zu zerbrechen und für heute einfach nur zu schlafen.