Beiträge von ~Luchia~

    Majo & Alex am Rande der Klippe


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    Sie nahm seine blöde Anspielung mit Humor. Das gefiel ihm. Andere Mädchen hätten gezickt, oder zumindest die Augen verdreht, aber Majo schien zu verstehen, dass man nicht alles direkt auf die Goldwaage legen musste. Mit ihrer Antwort hatte er allerdings nicht gerechnet, weshalb er bei der Vorstellung, wie sie von der Klippe kugelte, tatsächlich ehrlich schmunzeln musste. Nur ein bisschen hoben sich seine Mundwinkel nach oben und dennoch war zu erkennen, dass ihr Satz seine Laune ein wenig hob. Als sie dann fortfuhr und hinzufügte, dass sie vielleicht auch nur darauf wartete, dass jemand dumm genug war sie anzusprechen, gab er einen amüsierten Laut von sich. "Den Dummen hast du dann wohl gefunden.", gab er mit einem Achselzucken zurück und setzte sich neben sie. Seinen Rucksack stellte er ein wenig hinter sich ab. Das war wirklich gefährlich Nahe am Abgrund und vielleicht hatte Alex doch etwas mehr als Respekt für die Höhe übrig. Doch er bemühte sich einfach nicht direkt nach unten zu sehen und blickte stattdessen in die hübschen, mysteriösen Augen der Blondine neben sich, die aber bereits auf das weite Meer deutete. Er folgte ihrer Handbewegung, wobei er sich mit seinen Händen am Boden versicherte, dass er nicht rutschte und nickte dann. "Wahrscheinlich hast du recht. Ich hatte wohl wirklich Vorurteile. Knappe schwarze Kleidchen, große Hexenhüte, Lebkuchenhaus, gefangene Kinder, freches Mundwerk, alte Villen, knorrige Wälder und Geisterbeschwörungen - das ganze Programm eben. Würde ich dir alles zutrauen." Er grinste, wobei er sie verstohlen von der Seite ansah. Dann gab er einen amüsierten Laut von sich. "Skinny Dipping?" Er kramte in seinem Hirn nach der Erklärung für den Begriff. In seinem Alter sagte man noch Nacktbaden dazu. "Wohl eher nicht. Sonst wäre ich ja nicht hier oben, sondern da unten.", er deutete auf einen der Strandabschnitte, die ein bisschen weiter weg zu sehen waren. Ihm entging nicht, dass Majo sich die dünne Jeansjacke enger um den Körper schlang. Sein Blick richtete sich zurück aufs Meer. "Kann ich dir jetzt meine Jacke anbieten, oder kassiere ich dafür dann ein blödes Kommentar über Klischees und selbst ist die Frau?", fragte er und zog beim Gedanken daran ein wenig amüsiert eine Augenbraue nach oben, während er andeutete die Jacke auszuziehen. "Du kannst mir glauben, dass ich dir das nur anbiete, weil ich es nicht in Ordnung finde eine mir bekannte Person frieren zu lassen, also versteh das bitte nicht als Anmache oder Vorurteil."

    Max & Julia in der Schneideralley


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    Zufrieden mit ihrem Einkauf und mit einem Lächeln auf den Lippen, schlenderten die beiden weiter durch die Schneideralley. Julia versuchte iheren Blick nicht weiter schweifen zu lassen, aus Angst sie könnte noch etwas finden, bei dem es ihr schwerfallen würde zu widerstehen. Max begleitete sie weiterhin und schließlich sprach er sie erneut an. Kurz blieb die Badehausleiterin stehen, verwundert über seine Frage, denn sie hätte weder gedacht, dass er das zweite Kleid bemerken würde, noch, dass er sie darauf ansprechen würde. "Es ist für eine sehr gute Freundin.", erklärt Julia mit einem Lächeln. Allein der Gedanke Coco glücklich zu sehen, freute sie ungemein. Das bisschen Empörung, das die Bäckerin zudem haben würde, ließ Julia nur umso breiter grinsen. Sie konnte es direkt vor sich sehen. Der Blick der Graugrünhaarigen fiel auf die Tasche des Adligen. "Und ihr seid ebenfalls fündig geworfen?", wollte sie von ihm wissen. "Ich hatte nicht einmal bemerkt, dass ihr etwas anprobiert hattet. Bitte verzeiht meine Unachtsamkeit. Soll ich die Tasche für euch tragen?" Wahrscheinlich gehörte es sich eher, dass Max sich ihrer Tasche annahm, aber der Adlige wirkte befremdlich mit seiner Aufgabe. Womöglich war er es nicht gewohnt? Oder basierte dieser Gedanke wieder auf einem Vorurteil der jungen Frau? Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte, schob sie besser das Gespräch voran. "Wie wäre es mit dem Gasthof? Oder wäre euch ein Stück Kuchen lieber?" Die Bäckerei war nicht weit weg und der Kuchen dort schmeckte vorzüglich. Außerdem wohnte Collette dort und Julia konnte es kaum erwarten sie zu überraschen. "Also was wäre Euch lieber?"

    Nick in seinem Zimmer


    Die warmen Strahlen der Sonne schienen Nick direkt ins Gesicht, weshalb er die Augen schon beim Versuch sie zu öffnen, direkt wieder zusammenkniff. Es war zu hell. Für ihn. Nicht für diese Tageszeit. Dennoch hätte man verwundert sein können, dass zu dieser Jahreszeit noch so viel Sonnenschein zustande kam. Langsam quälte sich Nick aus dem Bett, schlurftr verschlafen zum Fenster durch das erbarmungslos das helle Licht hereinfiel. Er zog die Vorgänge zu. Einen funktionierenden Rollladen gab es gerade nicht. Doch die dicken Stoffvorhänge taten ihren Job, denn sofort war es wieder dunkel im Zimmer. Nur der Bereich um die Vorhänge erstrahlte wie der Heiligenschein eines Engels. Doch Nick wusste den Anblick nicht zu schätzen. Er wollte lieber zurück ins Bett. Nichts hören, nichts sehen, nichts fühlen, sondern nur schlafen. Und kaum hatte er es sich wieder auf seiner Matratze bequem gemacht, schlief er wieder ein.

    Kiel, Barrett und Brodik an einem der Tische


    Brodik war heilfroh dieses puppenähnliche Wesen hinter sich lassen zu können. Manchmal fragte er sich, ob der Meister der Alchemie nicht doch auf die Idee gekommen war sich seine Helferlein irgendwie zu erschaffen. Das Mädchen wirkte auf jeden Fall ein wenig geisterhaft und es hätte den lausigen Wächter nicht gewundert, wenn sie ein Experiment des Alchemisten wäre. Kiel schrieb die Nachricht an Arthur, während Brodik nochmal alle Fläschchen überprüfte und gut verschloss. Dann ließen sie alles bei der Fremden und zogen weiter. Endlich.

    In der Taverne angekommen, suchten Kiel und Brodik einen guten Tisch, während Barrett das Bier besorgte. "Hätte die erste Runde nicht auf mich gehen müssen?", fragte er überrascht, aber gleichzeitig auch erschöpft. Er war einfach nur froh endlich sitzen und die Seele baumeln lassen zu können. Darum sagte er auch nicht nein, als das Bier vor seiner Nase abgesetzt wurde und er nichts weiter tun musste, als mit den anderen anzustoßen. "Auf die Spinnenweben.", pflichtete er Barrett bei und ließ sein Glas an die anderen klirren. Er trank einen großen Schluck, atmete erleichtert auf und sah dann wieder zu dem Brünetten, der sich soeben nach der Elefantendame erkundigte. "Naja... du erinnerst dich doch, dass das Dorf mal von Monstern angegriffen wurde? Als die Toten widerauferstanden sind und so, meine ich. Da ist die Elefantendame Amok gelaufen. Aber anstatt sie unschädlich zu machen, hat Forte darauf bestanden sie nur zu fangen, zu beruhigen und seitdem lebt sie am Wachposten." Brodik tauschte einen vielsagenden Blick mit Kiel. "Und da die Wächterin seit Monaten unterwegs ist, kümmern wir uns seitdem um sie. Aber sie ist viel zu groß und reist ihren Unterschlupf regelmäßig ein. Daher wollte ich sie mit einem Zauber verkleinern lassen. Ich hab mal von einem Reisenden gehört, dass das funktionieren soll. Daher der ganze Aufruhr." Sonst war der Wächter ja nicht so gesprächig, aber es gab Bier und Barrett und Kiel waren ja auch treue Freunde. Da kam auch so ein Brocken wie er mal ein bisschen ins Plaudern.

    Das Wohnheim ~> Alex kommt an | Majo & Alex am Rande der Klippe


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    Nach 8 Kilometer hatte Alex aufgehört auf seine Sportuhr zu schielen. Sie würde nicht wegen ihm aufhören die Schritte zu zählen und auch wenn er sie einfach hätte wegpacken, oder wegwerfen können, unterlies er es. Sie trug keine Schuld daran, dass sein Kopf nicht freier wurde. Er wanderte einfach weiter. Einen Weg am Wasser entlang, weil zumindest das Rauschen der Wellen und der Wind in seinen Ohren ihn ein wenig ablenkten. Vielleicht war das einer der Gründe, wieso nach der Bar der Strand zu seinen Lieblingsorten gehörte. Selbstverständlich hatte Alex sich in weiser Voraussicht einen kleinen Rucksack mitgenommen. Ein wenig Verpflegung musste sein, auch wenn man nur los ging, um den Kopf frei zu bekommen. Als seine Augen in der Ferne schließlich den Leuchtturm erhaschten, setzte er sich diesen als Ziel für seine Rast. Von dort aus kam man sicher mit dem Bus oder einem Taxi zurück in die Stadt. Seine Beine trugen ihn immer weiter voran und während seine Gedanken immer noch um die verschiedensten Dinge kreisten, kam der Leuchtturm immer näher. Sein Blick schweifte über die Klippen und das dahinterliegende Meer und trotzdem brauchte er einen Moment, um sich wirklich darauf zu fokussieren. In seinem Kopf hatte er nämlich einen komplizierten Programmierbug. Dieser diente ganz hervorragend vor Yumi-Problemen, weil ihm dieser Fehler nicht weniger auf die Nerven ging. Und eins hatten die beiden Themen ganz sicher gemeinsam: Er kam bei keinem von beiden seit Wochen weiter. Er war in einer Sackgasse. Doch noch hatte er sich wegen dem Bug nicht an einen Kollegen gewandt. Sein Stolz war zu hoch. Und es war nicht für die Arbeit, sondern zu seinem Privatvergnügen. Als sein Blick sich jetzt allerdings wieder ins hier und jetzt festigte und Alex versuchte die Landschaft als solche in sich aufzunehmen, erkannte er einen Blondschopf. Kurz zuckte er zusammen, blieb sofort stehen und war erleichtert, als er den Lockenkopf erkannte. Oder zumindest glaubte er ihn zu erkennen. Um sicher zu gehen, schritt er näher und überzeugte sich davon, dass er richtig lag. Am Rand der Klippe saß eine Hexe. Ein jeder Priester hätte sie jetzt vermutlich geschubst, aber Alex befürchtete, dass Majo einfach irgendeinen Zauber wirken würde und vermutlich einfach flog. Die gruselige Vorstellung, dass sie einen guten Meter vor dem Klippenrand schwebte mit einem tosenden Meer im Hintergrund, brachte ihn zum Schmunzeln. Und auch wenn die Hexe nicht so aussah, als ob sie sich nach Gesellschaft sehnte, oder vielleicht auch gerade deshalb, gesellte sich der Silberhaarige zu ihr. Der wilde Charakter von Majo lenkte ihn sicherlich ab. In der Vergangenheit hatte sie das schließlich schon einmal geschafft. "Also wenn du springen willst, dann bitte, wenn ich wieder weg bin.", sagte er ironisch, als sie ihn entdeckt hatte. Er mühte sich ein Grinsen ab, aber es hatte nicht den gleichen hartnäckigen Charme wie sonst. "Hätte nicht gedacht dich hier zu sehen." Eine lausige Floskel, aber er hatte sie ohne Überlegung ausgesprochen, weil es einfach die Wahrheit war. Was trieb Majo hier nur?

    Das Krankenhaus ~> Alex kommt an | Alex geht ~> Der alte Leuchtturm


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    Der Abend war wirklich genug für ihn gewesen und so war es nicht verwunderlich, dass Alex an diesem Abend nichts weiter gemacht hatte, als sich in sein Bett fallen zu lassen. Natürlich nicht, ohne sich zuvor dieses komische Kostüm auszuziehen. Jetzt lag er hier und war einfach nur froh, dass er zu müde war, um über seine Dummheit nachzudenken. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab von den verschiedensten Dingen zu träumen. Von Alice, die ein Kind auf ihrem Arm hielt, von Simon, der glücklich strahlend neben ihr stand. Ein seltsames Bild, aber es war schließlich ein Traum und sie saßen beim Familiendinner zusammen mit Katja und Steiner, also was hatte er erwartet. Doch wie selbstverständlich war der Stuhl neben ihm leer und als sein Tarum-ich darüber grübelte, ob es nicht eigentlich Yumi war, die dort sitzen sollte, drang eine Stimme in seinem Kopf wider. 'Du Idiot hast sie stehen lassen. Selbstverständlich ist sie nicht hier. Sie ist bei ihm.' Ein ungutes Gefühl beschlich den Alex in der Traumwelt, doch er machte es wie immer: Es war ihm egal. Oder besser gesagt tat er so als ob. Doch es war eben doch nur ein Traum und irgendwann erwachte man glücklicherweise aus solchen. Der Wecker zeigte allerdings eine unmenschliche Uhrzeit an, weshalb sich der Silberhaarige einfach umdrehte und dann nach einer Weile wieder traumlos einschlief.

    Die Tage nach Halloween vergingen zugleich sterbendslangsam und doch irgendwie viel zu schnell. Er bekam Yumi nicht weiter zu Gesicht und obwohl er sich vorgenommen hatte sich der Tatsache zu stellen, dass er die Worte ausgesprochen hatte, ging er ihr doch aus dem Weg. Er wollte nicht an ihr kleben wie eine Klette und gleichzeitig hoffte er immer wieder, dass sie vor seiner Tür stehen würde. Hoffte, dass sie es war, wenn es klopfte, hoffte, dass sie ihm ein Zeichen geben würde. Irgendeins. Er hatte sich so vor ihr erniedrigt. Erwartete sie, dass er sich wieder vor ihre Tür stellte? Erwartete sie, dass er zu ihr kam? Wie immer tat er so, als ob ihm das alles egal war. Egal sein konnte. Aber die Vorstellung was sie alles anstellen könnten, wenn sie zu ihm kam, war so verlockend, dass sie sich immer wieder in seinem Kopf festsetzte. Nach ein paar Tagen war er weich geworden, hatte gegen ihre Tür geklopft, hatte wirklich vorgehabt sie erneut verschmitzt anzugrinsen, seine Grenzen auszutesten und hoffte inständig, dass sie dazu ebenso bereit war. Doch sie war nicht da. Zumindest öffnete niemand die Tür. Auch zwei Tage später stand er wieder vor ihrer Tür, doch er konnte nicht abwarten, ob sie öffnete, weil er glaubte Darrens Stimme am Ende des Flurs zu hören, weshalb er sich schleunigst aus Sichtweite begab. Feige und doch konnte er nicht anders. Was war nur mit ihm los? War er überhaupt noch er selbst? Nicht eine Bettgeschichte hatte er sich in den Wochen geleistet, in der er sie jetzt schon nicht mehr gesehen hatte. Halloween. Er hatte es vermasselt. Vermutlich hatte er sich selbst ins Aus geschossen. Das waren die Gedanken, die sich in seinem Kopf herumtrieben, während er sich von der Arbeit in Zockerrunden stürzte, doch auch das lenkte ihn nicht genug ab. Da blieb nur die Lösung für alles: Alkohol. Die Barbesuchen wurden häufiger, doch auch das schien nicht zu helfen. Vielleicht war der Versuch verzweifelt, aber auch Sport half ihm nicht weiter. Egal wie viel er in den Muckibuden schwitzte: Es wurde nicht erträglicher ins Wohnheim zurückzugehen. Aber sich selbst zu bemitleiden gehörte auch nicht zu seinen Hobbys, also musste eine Abwechslung her. Egal welche. Also packte Alex irgendwann seine Jacke und verzog sich nach draußen. Ein Spaziergang war vielleicht immer noch das beste Mittel, um den Kopf frei zu bekommen. Einfach, aber effektiv, oder?


    Geht ~> Der alte Leuchtturm

    Kross und Odette verlassen das Fest


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    Da wäre alles fast noch schief gelaufen, aber zum Glück fand dann doch noch alles ein glückliches Ende. Odette hatte das Unihornhorn, oder was auch immer es jetzt genau war und das noch zu einem sehr günstigen Preis. Der Händler war zwar wenig begeistert über die acht fehlenden Münzen, aber als er sie ziehen lies, war die Lilahaarige mehr als froh eine Aufgabe erledigt zu haben. Sie fackelte nicht lange, schloss das Tauschgeschäft ab und versicherte dem Verkäufer, dass sie die Werbetrommel rühren würde. Da sie jetzt allerdings pleite war und auch Kross auf dem Trockenen saß, wäre es sinnlos gewesen weiter auf dem Markt zu verweilen. Als Kross sie fragte was sie jetzt tun sollten, überlegte sie kurz und legte dabei den Kopf schief. "Wie wärs mit was zu Essen?", schlug sie geistesgegenwärtig vor. "Ich koch uns was leckeres im Gasthof. Ganz ohne Mordversuche. Dazu solltest du mir nur vorher deine Allergien mitteilen.", schlug sie vor. Außerdem fand man im Gasthof Salat und Kohl vor, den sie brauchten, um die zweite Zutat zu besorgen: Das Labkraut der Fondantschildkröte. Oder Moment. Fondant war falsch, aber was spielte das schon für eine Rolle? Und ehe Kross widersprechen konnte, zog Odette ihn weiter durch die Menge der anderen Besucher. Alles in Richtung Gasthaus - ihrem Zuhause. Selbstverständlich rührte sie aber wie versprochen immer mal wieder die Werbtrommel, warb an dem ein oder anderen Kräterstand sogar einen Kunden ab mit der Versprechung, dass sich ein Besuch in der Nebenstraße sicher lohnte.


    Kross und Odette gehen ~> Gasthof



    Max & Julia in der Schneideralley


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    Als Max de Sainte Coquille ihr tatsächlich sagte, dass sie wunderschön war, wurden ihre Wangen sofort rot. Komplimente waren etwas mit dem Julia nicht wirklich gut umgehen konnte. Oftmals versuchte sie solche lieben Worte zu überspielen, indem sie einen Witz auf ihre eigenen Kosten machte, oder ihrem Gegenüber eine wischte, um der Situation zu entkommen. Beide Wege waren in der Anwesenheit eines Sainte Coquille definitiv unangebracht, weshalb sie sich beherrschte und nur peinlich berührt den Kopf senkte. "V-v-vielen Dank.", brachte sie schließlich über die Lippen und atmete kontrolliert ein und aus, um sich ein bisschen zu beruhigen. Er sagte das schließlich nur, weil es der Anstand so vorsah. Zumindest konnte sie sich nichts anderes vorstellen, denn sie sah keine Begründung dahinter, wieso jemand wie Max ihr ein solch schönes Kompliment machen sollte. Die Tatsache, dass der junge Mann sich hinter sie stellte und sich ihre Blicke trafen, schmälerte die Nervosität, die sich angestaut hatte kein Stück. Aber glücklicherweise schaffte es die Dame mit den Locken auf beiden Beinen stehen zu bleiben und nicht total dämlich aus der Wäsche zu gucken. Selbst als Max seinen Blick über ihren Körper gleiten ließ, ganz bestimmt um das Kleid zu bewerten, blieb sie ruhig und ließ sich nichts anmerken. Allein ihre rosigen Wangen, die sie nicht verhindern konnte, verrieten, wie peinlich berührt sie war. Sein nächstes Kompliment brachte sie zu einem Schmunzeln und erneut wich sie seinem Blick aus, indem sie einen sehr wichtigen Punkt auf dem Boden fixierte. "Danke für Eure Einschätzung. Dann nehme ich dieses hier.", entschied sie. Einen kleinen Moment verharrten die beiden so. Sie in ihrem wundervollen neuen Kleid, Max direkt hinter ihr. Sie drehte sich noch einmal vor dem Spiegel, wobei der Saum ihres Kleides den Adligen berührte. Ein seltsames Gefühl. Schüchtern lächelte sie ihm durch den Spiegel entgegen, dann wurde sie auch schon von der Verkäuferin hinter den Vorhang gedrängt. Wenn sie etwas von ihrem Ersparten ausgeben würde, dann hätte sie sich auch beide Kleider kaufen können, aber sie hatte bereits ein zweites Kleid ins Auge gefasst, das sie nicht anprobieren musste. Sie würde es kaufen. Für ihre Freundin Collette. Vermutlich würde die Bäckerstochter wütend werden und ihr sagen, dass sie verrückt geworden war, aber das war es Julia wert. Wieder in ihren normalen Klamotten, trat Julia hinter dem Vorhang hervor, bedeutete der verwirrten Verkäuferin, dass sie noch ein weiteres, blaues Kleid mitnehmen wollte. Collette würden die Rüschen sicher gefallen. Schmunzelnd sah Julia zu, wie die Verkäuferin beide Kleider zurechtlegte, dann bezahlte die Badehausleiterin ihre Einkäufe und wandte sich wieder Max zu. Der Schmerz über den Preis war schnell verflogen. Wie immer, wenn sie sich etwas neues zum Anziehen gönnte. "Ich danke Euch für eure Hilfe. Womöglich wäre ich ohne eure Einschätzung noch morgen hier gestanden." Oder vermutlich gar nicht in einem solchen Laden akzeptiert worden. Aber die letzte Einschätzung behielt Julia besser für sich. Stattdessen legte sich ein sanftes Lächeln auf ihre Lippen, während sie mit Max ein paar Schritte weiter ging. "Darf ich Euch zum Dank zu einer Kleinigkeit einladen?", fragte sie dann in der Hoffnung die Zeit und Gutmütigkeit des Adligen nicht vollends auszureizen.

    Max & Julia in der Schneideralley


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    Seine Worte klangen vernünftig in ihren Ohren. Es war durchaus besser die Kleider erst anzuprobieren, ehe man sich für eines davon entschied. Die Schneiderin selbst schien zwar ein wenig genervt von diesem Vorschlag, aber vielleicht bildete sich Julia das auch wirklich nur ein. Sie sollte keine Vorurteile gegenüber anderen haben. Wer wusste schon, welche Laus oder besser gesagt welcher Kunde dieser armen Frau heute schon über die Leber gelaufen war. Die Badehausleiterin kannte die Problematik mit Kunden ja selbst. Hatte einer von ihnen einen schlechten Tag, konnte es ziemlich schnell passieren, dass man in die Schusslinie geriet, obwohl man eigentlich gar nichts getan hatte. Und dann war der ganze Tag versaut und auch die eigene Laune litt darunter. Trotz allem Widerwillen - sei er nun eingebildet oder nicht - brachte die Verkäuferin die junge Frau zu einem Vorhang aus Stoff, hinter dem man sich problemlos umziehen konnte, ohne sich den Blicken der Fremden aussetzen zu müssen. Julia verschwand dahinter und mit der Hilfe der Schneiderin war sie schnell in den samtigen Stoff des ersten Kleides geschlüpft. Es passte wie angegossen, schmiegte sich an ihren Körper wie eine zweite Haut und sofort fühlte sich Julia pudelwohl. Wie immer, wenn sie ein schönes Kleid trug. Als sie ins Licht des Tages zurück zu Max kam, drehte sie sich einmal schwungvoll und ließ den Stoff spielen. Dann sah sie zum Adligen. "Das hier wäre Kleid Nummer eins.", stellte sie fest und nachdem sie ein wenig posiert hatte, verabschiedete sie sich mit einem kleinen Lächeln, um das nächste Kleid anzuprobieren. Auch hier legte sich der Stoff fließend über ihren Körper. Es zwickte nirgends, alles saß perfekt. Das war eben hochwertige Arbeit. Erneut posierte sie vor Max, ließ ihn das Kleid von allen Seiten betrachten und stemmte dann die Hände in die Hüfte. "Hach... jetzt kann ich mich noch schwerer entscheiden.", stellte sie mit einem tiefen Seufzen fest und drehte sich noch einmal vor dem Spiegel. "Was denkt Ihr? Welches steht mir besser?", holte sie sich erneut die Meinung des Blonden ein.

    Von der Bushaltestelle ~> | Nick kommt an


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    Das Taxi hielt und er stieg aus. Sein Kopf schmerzte, drohte zu zerplatzen und er wusste nicht wohin mit all den Gedanken und Gefühlen in seinem Inneren. Was, wenn er Cylie jetzt begegnete? Was, wenn sie eine Erklärung von ihm wollte? Was, wenn sie ihn fragte was er für Leila empfand? Was empfand er noch für seine Exfreundin? Er wusste es nicht. Er war völlig durcheinander. Diese Begegnung hätte nicht passieren dürfen. Diese Begegnung hatte er nicht ertragen wollen. Hatte er vielleicht doch einen Fehler gemacht und hätte sie nicht stehen lassen sollen? Es fühlte sich so falsch an Leila einfach zurück zu lassen. Es fühlte sich aber auch falsch an Cylie für sie zu versetzen. Er hatte einfach alles falsch gemacht. Wieso nur war er so ein Idiot gewesen? Der Tag schien einfach nicht besser zu werden. Seine Gedanken waren noch immer ein Gewirr aus Frustration und Selbstmitleid. Cedric, Alice, Cylie und Leila. Der Tag war ihm so lang vorgekommen, obwohl er das gar nicht war. Wahrscheinlich war es besser, wenn er sich ein paar Tage gar nicht draußen blicken ließ. Am besten blieb er erstmal in seinem Zimmer, log alle an, dass er woanders war und vegetierte vor sich hin, bis seine Gedanken wieder geordnete Bahnen annehmen konnten. Vielleicht war das wirklich das beste? Vielleicht war es aber auch besser, wenn er ein paar Tage wegfuhr, den Kopf frei bekam und darüber nachdachte, was er eigentlich wollte. Er nahm sich vor sich morgen den Kopf darüber zu zerbrechen und für heute einfach nur zu schlafen.

    Gabriel mit Marie in einer Scheune oder einem Stall


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    "Ich glaub heute sind einfach alle verrückt.", vermutete die Schwarzhaarige, die sich wieder beruhigt hatte und die dem kleinen Handylicht von Gabriel entgegenblickte, das mehr Licht spendete, als man vermutet hätte. Handys waren wirklich nützlich. "Lass uns warten, ob die Schreckschraube von allein abhaut.", flüsterte die Schülerin schließlich, nach kurzer Überlegung und lauschte dann auf Geräusche draußen, aber viel konnte sie in der Tat nicht hören. Langsam hatte auch sie genug von den Abenteuern. Und hier im Dunkeln mit Gabriel zu sitzen war zwar irgendwie ganz aufregend, aber auch irgendwie total peinlich. Ob er merkte, dass sie sich ein wenig unbehaglich fühlte? Glücklicherweise war es zu dunkel, als dass er ihre roten Wangen hätte erkennen können. Aber selbst wenn er sie erkennen würde, ließen sie sich ja leicht auf die ganze Rennerei schieben. "Von ruhig kann auf jeden Fall nicht die Rede sein.", gab sie zu und musste fast ein bisschen lachen wegen der Ironie. Dass sie tatsächlich mal geglaubt hatten einen ruhigen Tag verbringen zu können, erschien ihr jetzt total absurd. Eine Weile blieb sie sitzen, hing ihren Gedanken nach, wie sie sich den Tag eigentlich vorgestellt hatte und dann kam sie schließlich zu dem Entschluss, dass es keinen Sinn machte etwas nachzutrauern, was schon längst nicht mehr war. "Lass uns doch nach einem anderen Ausgang suchen. Es kommt mir noch nicht sicher genug vor, diesen hier zu nutzen.", gab sie zu und tastete dann in ihrer eigenen Tasche nach ihrem Handy, schaltete ebenfalls die Taschenlampe an und machte sich auf die Suche nach einem weiteren Ausgang. Schließlich kam sie bei einer kleinen Seitentür der Scheune an und rief Gabriel zu sich. "Wie wärs, wenn wir den hier nehmen und dann ab zurück in die Stadt fahren und unseren Ausflug verschieben?"

    Pico, Kiel, Barrett und Brodik


    Als Barrett das Seeungeheuer erwähnte, musste der lausige Wächter ein wenig Schmunzeln, aber gleichzeitig befürchtete er, dass sein Gefährte recht haben könnte. Bei ihrem Glück wurden sie von irgendeinem Monster attackiert, oder Arthur gab ihnen einen Seemonster-Liebestrank und sie wurden verschleppt, ertränkt oder weiß der Himmel und die Woken was auch immer. Auch die Aussage des Brünetten, dass Brodik den beiden mehr als ein Bier schuldete, war nicht ganz falsch. Zwar murrte der Silberhaarige, aber dann nickte er schließlich. "Okay. Hast ja recht. Der Abend geht auf mich.", gab er sich geschlagen. "Aber kommt ja nicht auf die Idee von den teuersten Schnäpsen zu bestellen, sonst lass ich euch doch noch auf der Rechnung sitzen." Diesen Einwurf warf er sofort hinterher, ehe jemand (und dabei sah er vor allem Barrett an) auf dumme Ideen kam.

    Als sie schließlich endlich im Uhrenturm angelangt waren, befanden sich die beiden Meister nicht mehr hier. Na toll. War nun alles umsonst. Der Silberhaarige war schon kurz davor kehrt zu machen, da tauchte wie aus dem Nichts ein etwas gruseliges Mädchen auf. Sofort fühlte er sich an Iris erinnert und schluckte das mulmige Gefühl hinunter, während Barrett ihn schon nach vorne schob, um das Reden zu übernehmen. "Ja, wir sollten die Spinnweben sammeln, um irgendwas herstellen zu lassen, das unsere Elefantendame schrumpft. Können wir die gefüllten Gläser einfach mit einer Nachricht hier lassen?", fragte der lausige Wächter und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass er sich ein ganz klein wenig erschrocken oder sogar gefürchtet hatte, als die zierliche Gestalt plötzlich aus dem Nichts gesprochen hatte.

    Kross & Odette vor einem Kräuterstand

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    Gerne hätte die Köchin noch weiter gefeilscht, aber der Händler besiegelte die das Angebot auf besagte 35 Taler und das Abendessen, dann verschwand er und überließ jemand anderem den Rest. Odette fluchte innerlich, aber der Preisnachlass kam ihr eigentlich auch fair vor. Ein wenig zumindest. Sie seufzte, lächelte dann aber zufrieden. Sie hatte ihr bestes getan und das Geld ließ sich sicher aufbringen, wenn Kross und sie zusammenlegten. Doch als es darum ging die Münzen auf den Tisch zu legen, suchte der Schwarzhaarige nur vergebens nach seinem Beutel. Womöglich wäre es normal gewesen, wenn die Lilahaarige jetzt wütend werden würde und schmollte, aber das tat sie nicht. Stattdessen lachte sie und klopfte ihrem Begleiter auf die Schulter. Es war heute definitiv schlimmeres passiert als eine verlorene Geldbörse. Allerdings hatte die Köchin schon einiges von ihrem Geld ausgegeben. 35 Goldstücke fanden sich also nicht mehr in ihrer eigenen Geldbörse. Wie peinlich, aber was sollte sie tun? "Leider hab ich auch nicht mehr so viel dabei, aber ich könnte 27 Goldstücke und zwei Gewürztütchen anbieten.", schlug sie vor, um die fehlenden Münzen auszugleichen. "Ansonsten hätte ich noch..." Sie tastete ihre Taschen und Klamotten ab, aber es fand sich nichts wertvolles. "... nichts was ich anbieten könnte." Der Händler sah alles andere als erfreut aus, weshalb die Lilahaarige nachdachte. "Vielleicht kann ich ja einen Botengang oder etwas anderes für euch erledigen? Oder braucht ihr jemanden, der Werbung macht? Alternativ kann ich auch als Pfand hierbleiben, während mein Kollege nochmal los geht und die fehlenden Münzen holt.", bot sie an und hoffte, dass der Deal jetzt nicht direkt geplatzt war, nur weil sie einen Fehler gemacht hatten.



    Max & Julia in der Schneideralley


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    Max tadelte sie nicht, sah auch nicht gekränkt oder angewidert aus, als Julia ihre Bedenken ausgesprochen hatte. Sie war froh, dass sie es getan hatte. Dennoch war ihr nicht ganz bewusst, ob er verstanden hatte, was genau sie ihm vermitteln wollte. Der Gedanke kam ihr allerdings erst, als Max sie zu einer Damenschneiderin begleitete, deren Preise zwar niedriger waren, als an vielen der anderen Stände, die aber immer noch ziemlich hoch wirkten für jemanden aus dem einfachen Volk. Dennoch wollte die Dame mit den Locken nicht direkt widersprechen, denn ihr Begleiter schien zufrieden mit seiner Wahl und so lächelte sie, obwohl sie wusste, dass sie vermutlich mehr ausgeben müsste, als sie ursprünglich geplant hatte. Aber gleichzeitig gefiel ihr die Vorstellung, dass sie später erzählen konnte, dass ein Mitglied der De Sainte-Coquille Familie bei der Auswahl geholfen hatte. So schluckte sie den Preis und ihre Bedenken, ohne sich etwas von ihrer inneren Zerrissenheit anmerken zu lassen. Was man allerdings als normal Sterbliche definitiv nicht übersehen konnte, war der Blick, mit der die Schneiderin sie missbilligte. Vermutlich war er Max entgangen, da sie ihn niemals so ansehen würde. Allerdings entsprach Julias aktuelle Garderobe wohl nicht den Ansprüchen und der Preisklasse, die die Dame sonst gewohnt war. Das Antlitz des Blondschopfs hingegen erschien ihr genügend als Versicherung, dass sie fair bezahlt werden würde. Die Badehausleiterin gab sich Mühe sich die Verärgerung über den argwöhnischen Blick nicht anmerken zu lassen und lächelte stattdessen über das zarte Kompliment des jungen Mannes, der sie als bezaubernde Begleitung vorgestellt hatte. Er hatte es nicht abfällig gesagt und sie freute sich tatsächlich ein wenig darüber, dass er sie so vorstellte, obwohl es vermutlich nur eine Floskel war. Max gab die Beschreibung ihrer Vorstellungen an die Damenschneiderin weiter, die daraufhin mit ein paar Exemplaren zurück kam, die sie über verschiedenen Tischen ausbreitete. Julia studierte den Stoff mit ihren Augen, suchte die Muster und Stickereien ab und war bezaubert. Nicht jedes Kleid traf ihren Geschmack, aber es ließ sich nicht leugnen, dass jedes von ihnen einzigartig und hervorragend verarbeitet war. Einige der Stücke waren definitiv zu schick für einen normalen Anlass, die Röcke zu bauschig und ungeeignet. Aber von zwei Kleidern konnte Julia nicht mehr die Augen lassen. Beide waren in einem Grünton, der zu ihrer Haarfarbe passte, die einzelnen Röcke mit Rüschen verziert und die Ziermuster wunderschön, aber nicht übertrieben. Ihr Blick blieb haften, sie überlegte. "Was haltet Ihr von diesen beiden Exemplaren?", fragte sie Max und versuchte sich nicht anmerken zu lassen, dass sie auf Zustimmung hoffte. Bei einer Enttäuschung, durfte der Adlige das auf keinem Fall in ihrem Gesicht ablesen können.

    Alice, Simon & Alex in einem der Zimmer | Alex geht


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    Alex war ehrlich erleichtert, dass es Alice gut ging und sie nochmal mit einem Schrecken davongekommen war. Ebenso wie ihr Kind. Weniger glücklich war er über den Besuch ihres Freundes. Der irgendwie mit ihr Schluss gemacht hatte und doch irgendwie auch nicht? Simon war ganz offensichtlich nicht ganz wohl in der Nähe des Silberhaarigen und dieser teilte dieses Gefühl. Dennoch. Er merkte wie glücklich Alice war und auch, dass der Blondschopf nicht so schnell verschwinden würde. Das fünfte Rad am Wagen war auch definitiv nicht Simon, sondern er. Sie war in guten Händen. Er würde ihr hier schon nichts tun, oder? Als die beiden anfingen über das Geschlecht das Babys zu reden, sah Alex weg. Das war etwas, wovon er glaubte, dass sie es besser unter sich besprachen. Ein intimes Detail ihres Babys, dass er irgendwann vielleicht ganz offiziell erfahren würde, aber wahrscheinlich nicht vor bzw. mit dem Vater zusammen. Daher erhob er sich und ging auf Alice zu, die sich immernoch unter die vielen Decken kuschelte. "Ich mach mich auf den Weg. Schreib mir, wenn du was brauchst, oder ich vorbeikommen soll.", sagte er zu seiner Halbschwester mit einem Lächeln auf den Lippen. Er tätschelte die Decken unter denen Alice begraben war und verließ dann das Zimmer und Krankenhaus. Nicht ohne noch einen letzten warnenden Blick zu Simon zu werfen, der ihm bedeuten sollte, sich besser gut um die Blondine zu kümmern.


    Geht ~>

    Ich bin reichlich spät dran, aber wollte mich trotzdem abmelden: Waren über Ostern schon weg und packen im Moment unsere Sachen, weil wir umziehen. Bin daher nur spärlich verfügbar bzw. noch spärlicher als sonst!

    Kross & Odette vor einem Kräuterstand

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    "Hmmmm....", brummte die Lilahaarige, während die beiden Männer sich unterhielten. Kross war mal wieder und wie immer forsch und frech, aber der Verkäufer schien gelassen. Ihm war wohl klar, dass sein Gut wertvoll für sie war. Die Köchin legte sich grübelnd die Finger ans Kinn und zog die Augenbrauen zusammen, während sie nachdachte. Sie schien ohnehin gerade niemand zu beachten. Erst als Kross zum zweiten mal fragte, was der Händler für seine Ware wollte und dieser schon die Luft einsog, um eine Antwort geben zu können, erhob sie das Wort. "Ein kostenloses Abendessen im Gasthof!", bot sie an. Sie kannte die Gemüsehändler auf dem Markt. Ganz egal welchen Preis sie als erstes nannten: es war immer verhandelbar. Man durfte sich auf keinen Fall ausbeuten lassen. "Das Horn der Univire ist magisch und erleuchtet selbst den dunkelsten Wald. Durch seine Kraft werden Wünsche wahr und es vertreibt die Dunkelheit, so dass das Böse verschwindet und das Gute siegt.", erklärte Odette und zitierte dabei ein bisschen aus Sammy die Schildkröte. "Wir brauchen es für meinen Meister und seinen Zaubertrank. Es ist sehr wichtig, dass der örtliche Alchemiemeister bekommt was er will, oder nicht? Wir alle wollen ihn ja nicht verärgern." Dass Kross etwas von ausziehen gesprochen hatte, hatte sie nicht mal mitbekommen, weil sie sich selbst die Worte zurecht gelegt hatte. "Also wie wärs mit nem Abendessen? Vier Gänge selbstverständlich.", gab sie ihr erstes Gebot nochmal ab und betonte die Vorzüge.





    Max & Julia in der Schneideralley


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    Sie hakte sich bei ihm unter, wie es sich für eine gute Dame gehörte. Nicht die Hand einfach plump durch die Armschlaufe legen, sondern galant darin ablegen. Eine Bewegung, die sie sich im Laufe der Jahre abgeschaut hatte. Schon als sie klein war, hatten sie die schicken Kleider der adligen Familien bewundert. Sie liebte hübsche Klamotten, die schönen Rüschen, Verzierungen und die elegante Spitze. Bewundernd hatte sie sie betrachtet, sich abgeschaut wie sich die Menschen in diesen Kleidern sich bewegten und es selbst imitiert. Mittlerweile war sie ganz gut darin. Ein wenig überrascht und gleichzeitig fasziniert war die Dame mit den Locken, als Max sie in die Schneideralley führte. Bunte Stoffe, weiche Stoffe, ausgefallene Muster, einfache Verzierungen, gewagte Raffungen, hier gab es einfach alles. Ihr Augen schwenkten von einem hübschen Stück zum nächsten. Nur zu gerne hätte Julia eines davon anprobiert, aber sie erkannte bereits an der Qualität der Stoffe, dass das ganze hier nicht sehr billig war. Selbstverständlich hätte Max sie niemals zu den bezahlbaren Ständen geführt. Er zeigte ihr nur die noblen Dinge. Die Sachen, die er gewohnt war. Sie seufzte innerlich. Ein Leben, das sie nicht wirklich führte. Er fragte sie wie sie sich die Einkaufsaktion vorstellte. "Ich suche noch.", gestand sie, von den vielen schönen Dingen beeindruckt und ein wenig neben der Spur. "Ich suche nach etwas für den Alltag, das aber trotzdem schön ist. Nichts für die Arbeit, eher etwas das man für ein Picknick oder einen Sommerspaziergang anzieht, aber nicht zu schick.", umschrieb sie ihre Vorstellungen. Ein einziges Kleid könnte sie sich vielleicht leisten, wenn es nicht allzu teuer war. "Aber bedenkt bitte, dass wir auf der Suche nach etwas für eine einfache Badehausleiterin sind und nicht für eine Eurer Cousinen.", sprach sie ihre Bedenken mit einem verlegenen Schmunzeln aus und dachte kurz an Bianca. Wie es ihr wohl ging? Was sie hier wohl kaufen würde? Womöglich einfach alles. Womöglich lebte Julia hier aber auch wieder in Vorurteilen.

    Kiel, Barrett und Brodik in der Höhle


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    Die drei kämpften sich gut voran. Barrett und Kiel hatten es tatsächlich zu zweit geschafft das Glas zurück zu bekommen und es zu füllen. Etwas improvisiert, aber wen kümmerte das schon. Der lausige Wächter war allemal froh, dass die Chance hier raus zu kommen in greifbarer Nähe lag. Gerade versuchte er eine dieser blöden Höhlenbiester abzuwehren, da traf eine andere ein und verletzte seine Schulter. Glücklicherweise nicht mit ihren Giftzähnen, sondern einem der ekligen haarigen Beine, aber der Kratzer brannte höllisch. Brodik verzog das Gesicht. Als würden die Viecher jetzt auch anfangen zusammen zu arbeiten. "Du träumst doch sicher wieder von mir.", entgegnete er Barrett auf dessen Kommentar mit einem Grinsen. Die Kommentare der anderen und die blöden Antworten lenkten ihn von der scheiß Situation ab. Allein dafür war er den beiden anderen Kerlen dankbar.

    Als sie sich endlich immer weiter auf den Höhlenausgang zubewegten, freute sich Brodik mit jedem Schritt, den sie näher kamen auf die frische Luft und auf das Gefühl der Freiheit. Die Wände schienen nämlich langsam näher zu kommen. Es war zu eng mit all den Steinen und Spinnen. Apropos Spinnen! Natürlich kam ihnen noch ein besonderes Exemplar in die Quere, als sie fast schon am Ausgang angelangt waren. "Verdammte scheiße.", knurrte der Silberhaarige und umgriff seine Kriegsaxt mit beiden Händen. Seine Schulter schmerzte bei der Anspannung, aber angesichts der Situation verdrängte Brodik das unangenehme Gefühl. Barrett reagierte sofort auf die Riesenspinne, krallte sich Kiels Laterne und bewarf das Vieh damit. Ein Zischen, dann ein Kreischen. "Lauft!", rief der Wächter und holte mit der vollen Schwere seiner Axt aus, um das immer noch verwirrte Spinnenmonster mit voller Wucht zwischen die vielen Augen zu treffen. Spinnenblut spritzte ihm entgegen und ein bisschen zuckte das Vieh noch, ehe es liegenblieb. Tot. Na endlich. Der lausige Wächter zog seine Waffe aus dem leblosen Körper und sputete sich dann ebenfalls, um endlich aus der Höhle zu kommen. Er schloss zu Kiel und Barrett auf und als klar war, dass sie sich in Sicherheit befanden, atmeten alle erleichtert auf. "Beim nächsten Mal machen wir nen ruhigen Ausflug an den See, okay?", schlug Brodik vor und wischte sich mit dem Shirt die Spinnenüberreste aus dem Gesicht. Lecker... Die Blicke der beiden anderen sprachen Bände. "Und das erste Bier heute geht selbstverständlich auf mich.", versuchte er die Situation ein wenig zu retten.

    Nach einer kleinen Pause verstauten sie ihre Sachen am Körper und begannen die Ranke hinunter zu klettern. Glücklicherweise schienen die Spinnen keinen Schritt aus der Höhle zu machen. Gott sei Dank.


    gehen~

    Neue Frage^^

    Wo bekommt man Oreichalkos her?

    Und weitere Rezepte. Bislang habe ich nichts erhalten...

    In der dritten Miene kann es zufällig ab Level 40 auftauchen.

    Außerdem schalter man mit "Schürfen Level 9" ein Gebiet frei in dem man nur Steine abbauen kann. Mit etwas Glück findet man da ebenfalls etwas Oreichalkos. Es lont sich also den Bereich regelmäßig zu besuchen, sobald man ihn freigeschaltet hat!


    Weitere Rezepte schaltet man durch Leveln frei. Z.B. Stufe 8 bei Trockenlegen ein Springbrunnen freigeschaltet und auf Stufe 9 eine Schatztruhe.

    Wann man was freischaltet, versuche ich aktuell rauszufinden und fasse es gerne später hier zusammen.

    Falls du Kochrezepte meinst: Auch die schaltet man frei, indem man die Kochfertigkeit höher levelt.

    Kann mir einer verraten, wofür der Spielball bzw. die Spielmaus ist, die man für die Haustiere kaufen kann? Ich dachte, damit kann man wie in den vorherigen Teilen mit dem Hund Ball spielen, aber der ließ sich nur auf dem Boden ablegen?

    Du musst vorher dein Tier mit der Leine auswählen, um mit ihm Spazieren zu gehen. Dann kannst du die Spielsachen verwenden!

    Spielmäuse verschwinden bei mir allerdings nach einmal werfen. Wie es beim Ball ist, weiß ich nicht.