Beiträge von LunaXSol

    [Brian] ~ kommt mit Leila an

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    Seine Vorschläge für eine Ablenkung schienen nicht ganz das zu sein, was die Studentin im Sinn hatte. Das Grinsen, welches diese auf den Lippen trug als sie ihm dies mitteilte, ließ den Rothaarigen kurz hinterfragen, worauf er sich da eingelassen hatte. Doch der kurze Anflug von Sorge schien unbegründet wie er bald herausfinden würde. Er traute der Rosahaarigen aber auch keine wirklich grauenerregenden Vorschläge zu, das sei dazu gesagt. Leila, ein hübscher Name, welcher der jungen Frau ausgezeichnet zu Gesicht stand. Aber nicht weniger hatte Brian erwartet. Gemeinsam begannen sie die Treppen hinunter zu steigen, um das trostlose Treppenhaus und die nervenaufreibende Situation, welche sich dort abgespielt hatte, hinter sich zu lassen. Während die beiden sich also auf dem Weg zum Ausgang des Wohnheims befanden, stellte Leila ihm eine Frage, welche durchaus berechtig war. "Nein. Ich bin erst gestern angekommen und habe noch keine Vorlesungen." Antwortete der Rothaarige wahrheitsgemäß. Er sparte sich die Gegenfrage, denn nach dem, was sich zuvor ereignet hatte, schien Unikram definitiv nicht die beste Ablenkung zu sein. Wahrscheinlich würde sich Leila in der Vorlesung sowieso nur gedanklich ausklinken und sich unfreiwillig mit ihrem Problem auseinandersetzen. Da war ein Ausflug in die Stadt definitiv vielversprechender. Draußen angekommen, ließ Brian den Blick ein wenig über den Campus schweifen, ehe er seine Augen wieder auf Leila ruhen ließ. "Also los, zeig mir den Weg." Bereitwillig folgte er der jungen Studentin durch die ihm noch immer teils unbekannte Stadt. Tatsächlich war er ja nur kurz in der Innenstadt gewesen, um ein Kostüm für die Party zu besorgen und danach war der Student sofort nach Sternbach gefahren. Es war also auch für ihn von Vorteil, sich Riverport einmal genauer anzusehen.

    Es dauerte auch gar nicht lange, da kamen sie am Ziel der Rosahaarigen an: Ein großes Gebäude mit der Aufschrift 'Freizeitzentrum'. Mit großen Augen betrachtete Brian das Bildnis. Wow, so etwas gab es in Mineralstadt nicht. "Na das klingt ja vielversprechend." Kommentierte er mit einem Grinsen. Diese Stadt war wirklich eine Nummer größer als alles, was er bisher schon gesehen hatte. Im Inneren erstreckte sich das Gebäude weit, untergliedert in verschiedene Teile, welche jeweils unterschiedliche Aktivitäten anboten. Trampoline, ein Bällebad, Brettspiele,... Automaten? "Glücksspiel für Kinder, 10/10. Gutes Geschäftsmodell." Ein Lachen konnte sich der Student dabei nicht verkneifen, auch wenn er sich bewusst war, dass es nur einfache Kranspiele und ein paar Videospiele waren anstelle echter Glücksspielautomaten. Kranspiele, Glücksspiel, war das nicht irgendwo das gleiche? So viel Geld wie die Meisten dabei verloren, nur um kurz vorm Ziel zu scheitern? Wahrscheinlich waren diese Automaten gezinkt, damit man ja nicht zu viele Preise herausgeben musste. "Aaalso, wonach steht dir der Sinn?" Fragte er Leila, neben welcher er noch immer herlief.

    [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Der Student betrachtete sein Gegenüber, ehe er seine Augen über das Treppengeländer schweifen ließ. Es war erstaunlich ruhig hier, was wohl daran lag, dass die Meisten bereits in ihren Vorlesungen saßen. Das würde ihm auch noch früh genug blühen. Aber jetzt gerade konnte er sich glücklich schätzen, dass er eben nicht irgendwo hin musste und damit der Rosahaarigen ein Ohr leihen konnte. Diese antwortete ihm auch auf seine Bedenken wegen ihrer Verletzung. Im Gegenzug nickte er nur. Wenn es ihr so lieber war, würde er einen Teufel tun, mit ihr zu diskutieren. Sie würde schließlich selber um einiges besser wissen, was das Beste für sie war. Sie wollte auch nicht darüber sprechen. Auch gut. Brians Angebot war schließlich genau das: Ein Angebot. Und wenn die Studentin dieses ablehnte, so würde er das akzeptieren. Ihr Widerspruch hingegen ließ den Rothaarigen ertappt die Mundwinkel zucken. "Stimmt auch wieder. Da hab' ich wohl gesprochen ohne vorher zu denken, hm?" Ein leises, raues Lachen entkam seiner Kehle. Brian hatte sich eigentlich schon damit abgefunden, dass er die Rosahaarige mit ihrer Trauer alleine lassen musste, da sie seine Hilfe nicht wollte, da sprach sie noch einmal an. Sue wollte nicht darüber reden, sie wollte nicht daran denken. Sie wollte Ablenkung. Ein Lächeln umspielte die schmalen Lippen des Studenten. "Na klar. Wie wär's mit 'ner Tasse Tee oder Kaffee. Oder hast du 'nen Ort an dem du dich gern aufhältst, der nichts damit zu tun hat?" Schlug der Rothaarige vor. Je schneller sie aus der Situation heraus kam, desto einfach würde es werden, sich auf andere Gedanken zu bringen. "Ahja, ich bin übrigens Brian." Jetzt, wo sich das 'nicht wieder sehen' ja geklärt hatte, könnte er sich ruhig mal vorstellen, damit seine neue Bekanntschaft auch wusste, welcher komische Vogel sie angequatscht hatte. Er schloss zu ihr auf. Während sie entschieden, wo sie hingehen sollten, könnten sie ja zumindest das Treppenhaus frei räumen.

    [Wayne] ~ mit Hina & Chase auf dem Weg nach Riverport

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    Zumindest nahm das Mädchen seine Jacke an, um sich ein wenig zu wärmen. Sie hätte die Geste auch ablehnen können, weil das Kleidungsstück nicht zu ihrem Stil passte. Doch daran schien sie im Moment nicht zu denken, was Wayne durchaus erleichterte. Den Kommentar ihres Begleiters, oder besser gesagt seine Antwort auf die Frage des Cowboys, war so offensichtlich und nichtssagend, dass Wayne den Kopf schütteln musste. "Das ist mir klar. Ich meinte welchen Teil der Stadt." Während er diese Worte sprach sah der Blonde dem anderen in die Augen. Nur weil er vom Land kam, war er noch lange nicht von Vorgestern. Doch sein Angebot, die beiden Teenager zu begleiten, schien ihnen ganz Recht zu sein. So übernahm der Cowboy die Führung, ließ also ein wenig vor den beiden. Die Aussage des Jungen, er habe nun etwas gut bei den beiden, tat Wayne ab. "Lass gut sein. Nicht dafür." Er könnte jetzt ohnehin nicht schlafen und hätte vermutlich noch die halbe Nacht an dieser Bushaltestelle verbracht und hätte sich den Kopf zerbrochen. Ein leises Lachen konnte sich Wayne jedoch nicht verkneifen, als die Blonde darauf hinwies, dass die beiden Herren hoffentlich daran dachten, sie zu tragen. Das würde der Blonde jedoch nicht tun, dazu hatte das Mädchen ihren Freund. Doch wirklich weiter kam die kleine Gruppe nicht als das blonde Mädchen mitten im Satz abbrach. Der Cowboy drehte sich um, nur um im schwachen Mondlicht zu sehen, dass das Mädchen verschwunden war. Ein dumpfer Aufprall war zu hören, welcher aus der anliegenden Böschung kam. Verdammt! Natürlich war die Blonde alles andere als begeistert. "Geht's dir gut?" Rief Wayne ihr zu, ehe er sich daran machte, die Böschung hinunter zu steigen. Er konnte sie nur schlecht sehen, erkannte größtenteils ihre Umrisse, was aber reichte, um auszumachen, dass die auf dem Boden saß. Als Wayne sich zu ihr runter beugte, um ihr zu helfen, entdeckte er ein leichtes schimmern im Licht. Blutete sie etwa? Innerlich verfluchte sich Wayne dafür, nicht besser aufgepasst zu haben. Er hätte doch damit rechnen müssen, dass die beiden Teenager in ihrem angetrunkenen Zustand ein größeres Risiko besaßen, sich zu verletzen. "Warte, ich helfe dir." Flüsterte er und legte seine Arme unter ihre Beine und an ihren unteren Rücken. "Geht's so?" Fragte Wayne, ehe er die Blonde vorsichtig hoch hob und wieder an den Wegesrand beförderte. Dort setzte Wayne das Mädchen ab, ehe er sich an ihren Freund wandte. "Hast du ein Handy dabei oder 'ne Taschenlampe?" Fragte er dann. Sie mussten sich die Verletzung der Blonden ansehen bevor sie auch nur annähernd daran dachten, den Weg fortzusetzen.

    [Iris Noire] ~ am Fuße der Bohnenranke

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    Nach ihrem Besuch beim Festival auf dem Platz des Volkes war Noire den Nachhauseweg angetreten. Mit der kühlen Nachtluft auf ihrer von der Sonne und dem Umhang gewärmten Haut fühlte sich die Silberhaarige um einiges wohler. Endlich wieder im Dunkeln, endlich wieder in der Nacht, endlich wieder in der Schwärze. Das Licht der feinen Mondsichel und der umliegenden Sterne reichte kaum, um sich in den verschiedenfarbigen Augen der Vampirdame zu spiegeln. Der Tag war zwar anstrengend gewesen, doch irgendwie hatte Noire auch Lust, dem Dorf bald wieder einen Besuch abzustatten.

    Und so geschah es auch einige Tage später. Diesmal jedoch nicht komplett verhüllt zum Schutz vor der Sonne, sondern nachdem die letzten Strahlen dieser bereits am Horizont verschwunden waren. So war es doch am besten. Natürlich waren nun weitaus weniger Menschen draußen unterwegs aber so war es Iris an diesem Abend auch lieber. Das Fest hatte ihre ohnehin schon spärlichen Sozialkompetenzen ausgereizt und Trampoli hatte weitaus mehr zu bieten als seine Einwohner. Im Schatten der großen Pflanze war Noire die gewaltige Ranke nach unten geklettert. Die kühle Nachtluft streichelte ihr silbernes Haar, welches ihr bleiches Gesicht umspielte. Unten angekommen sog Iris die frische Luft tief ein. Hier unten auf der Erde war es doch nochmal anders als dort oben auf der Walinsel. Und nun? Welches Fleckchen Natur dieses kleinen Dörfchens würde sie heute erkunden? Vielleicht fand sie ja ein paar neue Blumen? Bei dem Gedanken an ihr liebstes Hobby, die Blumenzucht und Gärtnerei, umspielte ein fast schon sanftes Lächeln die Lippen der jungen Frau. Ein solches Schauspiel sah man wahrlich nicht oft, denn normalerweise behielt Noire ihre Gefühlsregungen gut versteckt. Wozu es auch nach außen zeigen, wenn es niemanden gab, den es wirklich interessierte? Sie machte ein paar Schritte, ließ ihre durchdringenden Augen über die Landschaft schweifen bis ihr Blick schließlich am Uhrenturm zu Stehen kam. Das große Uhrenwerk sah im Licht des Mondes wahrlich majestätisch aus. Sie könnte es sich stundenlang ansehen.

    Dankeschön^^

    Ich habe tatsächlich auch zwei Fragen, deren Antworten ich noch nirgends in Erfahrung bringen konnte.


    1. Orichalkos. Wo kriege ich das her? In der 3. Miene? Und wenn ja ab welchem Level? Bin bis jetzt nur bis ca 43 gekommen und nichts. Darum bin ich mir ehrlich gesagt nicht mehr so sicher, ob es das in der Miene gibt oder ob ich was anderes dafür freischalten muss.


    2. Beim Schrein können wir ja nur mit Gnompunkten bezahlen. Im Gegensatz zu den Gnommünzen habe ich allerdings keine Ahnung wovon das abhängt, die zu bekommen. Manchmal kriege ich welche, aber ich habe keine Ahnung woher. Weiß da von euch jemand mehr? Hat das was damit zu tun wie viele Gnome ich finde oder was ganz anderes? Und gibt es einen Weg, die Gnompunkte einzusehen ohne dafür beim Schrein zu sein?

    [Rumi] ~ mit Sakura in einem Kiosk

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    Der Enthusiasmus der Blonden war ansteckend. Wahnsinn. Rumi lächelte, was sich jedoch schnell wieder zu einem Lachen wandelte als Sakura wieder ankündigte, zu raten. Jedoch überlegte sie es sich dann anders, was Rumi nur lächelnd den Kopf schütteln ließ. "Ach was, ich fand' deine Ideen gut." Antwortete die Rosahaarige. "Ich weiß, dass das vielleicht komisch klingt, aber ich würde gerne mit dem Nähen und Stricken anfangen." Erklärte die Schülerin. "Ich finde Cosplay oder auch so süße Stofftiere machen zu können unglaublich cool und würde das auch gern können." Erläuterte Rumi weiter. "Aber das Equipment kostet leider Geld. Geld, dass ich momentan nicht habe." Endete die Rosahaarige ihre Erzählung. Ob Sakura den Stoffarbeiten auch etwas abgewinnen könnte? Nun aber zurück zum Nebenjob. Die Blonde könnte also ein gutes Wort für Rumi einlegen? "Das wäre super nett von dir." Ein glückliches Lächeln umspielte die Lippen der Schülerin. Dieses wurde jedoch von dem Zusammenstoß der beiden gedämpft. "Hey, alles gut. Ist doch alles dran." Erwiderte sie abwinkend. Die Einladung kam unerwartet, aber wer sagte dazu schon nein? "Klar, gerne. Aber fühl dich nicht verpflichtet. Ich verzeih' dir auch so." Als jemand, der jetzt schon lange mit dem Mindesten leben musste, wollte sie auf keinen Fall, dass sich jemand dazu gezwungen fühlte, sein Geld für sie auszugeben. Aber wenn es Sakura wirklich nicht störte, würde Rumi die Einladung dankend annehmen. "Wollen wir dann vielleicht eine Runde durch den Park gehen?" Fragte sie dann. Jetzt, wo es wieder wärmer wurde, könnten sie die Natur ein wenig genießen.

    [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Abwartend sah der Student die Rosahaarige an, welche ihm nach wie vor den Rücken zudrehte. 'Nein..' Die Ablehnung seines Hilfsangebots klang schwach. doch er würde sie akzeptieren, auch wenn er das Gefühl nicht los wurde, dass es der jungen Studentin alles andere als gut ging. Brian beobachtete sie, während sie begann ihre auf den Stufen verteilten Sachen aufzusammeln. Tatsächlich drehte sie sich dabei kurz zu ihm um und so bekam Brian einen kurzen Blick auf ihr hübsches Gesicht, die geröteten grünen Augen und Wangen. Sie musste geweint haben. Nur von diesem Sturz, auch wenn Brian ihn nicht live gesehen hatte, könnten diese Gefühlsausbrüche doch sicher nicht kommen, oder? Ihre Erklärungen bestätigten seine These. 'Zumindest dieses Chaos', das klang als würde momentan so einiges in ihrem Leben falsch laufen. Genau das war es, was ihn davon abhielt, einfach weiter zu gehen. Die Rosahaarige hatte seine Hilfe zwar abgelehnt aber dennoch hätte er ein schlechtes Gewissen, sie einfach so hier sitzen zu lassen. Unschlüssig stand er also im Treppenhaus während die Studentin weiterhin ihre Sachen einräumte, bis sein Blick schließlich auf die blutige Schürfwunde an ihrem Knie fiel. "Autsch, das sieht nicht so gut aus. Das solltest du reinigen und desinfizieren." Sein Gesichtsausdruck war weich, während er diese Worte sprach. Der Rothaarige holte einmal tief Luft bevor er wieder zu sprechen ansetzte. "Hör mal, wenn du willst, dass ich dich in Ruhe lasse, dann respektiere ich das. Aber, und verzeih' mir meine Direktheit, aber du siehst aus als würde es dir extrem beschissen gehen und als könntest du jemanden zum reden gebrauchen. Und vielleicht ist da ein Außenstehender, den du danach vielleicht nie wieder siehst gar nicht so übel." Begann er, ohne groß um den heißen Brei herum zu reden. "Also, ich könnte dir vorschlagen, dass wir uns um dein Knie kümmern und danach kannst du mir über einer Tasse Tee erzählen, was momentan so schief läuft. Nur ein Vorschlag, wie gesagt. Die Entscheidung liegt bei dir." Er schenkte ihr ein kurzes Lächeln und sah sie dann abwartend an. Brian war schon immer ein direkter Mensch, welcher sehr gerade heraus war. Ob das nun positiv oder negativ war, kam immer ganz auf den Gesprächspartner an. Der Student musterte die Rosahaarige, während er gegen das Treppengeländer lehnte. Er wäre nicht beleidigt, wenn sie kein Interesse an seinem Vorschlag hätte. Aber er musste es ihr anbieten, um sein Gewissen zu beruhigen. Denn jemanden so verloren und am Boden einfach stehen zu lassen, das konnte er einfach nicht. Zumindest nicht, wenn die Person ihm nichts getan und es damit nicht verdient hatte.

    [Alma] ~ mit Grey und Tototala in der Strandbar

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    Die Schwarzhaarige blickte zwischen ihrer Großmutter und ihrer Clubbekanntschaft hin und her. Was machte sie denn jetzt? Verfluchte scheiße, da angelte sie sich nach einer halben Ewigkeit endlich mal wieder nen süßen Typen und dann sowas. Das konnte man sich doch nicht ausdenken! Wenn Tototala nicht noch im Raum gewesen wäre, hätte Alma wohl lauthals geflucht. Was würde Grey denn jetzt denken? Die Stimmung war ja sowieso hinüber aber hatte sie ihre Chance jetzt verspielt? Würde er überall herumerzählen, was passiert war? Würde sie zum Gespött der ganzen Stadt werden?! Nein, nein und nochmals nein. Die Cheerleaderin hatte einen guten Ruf zu verlieren und den würde sie nicht so einfach hergeben. Herrgott nochmal, warum konnte ihre Familie nicht auch ins Ausland abhauen? Was das anging hatten ihre Freundinnen es wesentlich besser. Das einzig gute an der Sache war wohl nur, dass es Tototala war, welche sie erwischt hatte und niemand anderes. Ihre Großmutter war da wohl wirklich das kleinste Übel. Ihre Mutter, Tante oder gar ihr älterer Bruder wären vermutlich an die Decke gegangen. Tototala hingegen war relativ locker, sofern man mit ihr umzugehen wusste. Das zeigte sich auch daran, dass sie Grey seine ruppige Art nicht wirklich übel nahm und ihn eher spielerisch zurecht wies. Die Worte des Blonden, wenn auch leise, brachten Alma hingegen dazu, ihn unbemerkt einen kleinen Stoß zu verpassen, welcher 'Pass auf was du sagst' bedeuten sollte. Im Privaten hätte sie wohl vermutlich die selbe Bezeichnung gewählt aber ihre Oma war immerhin direkt vor ihnen und hatte das Bild ihrer süßen und unschuldigen Enkeltochter noch nicht verloren. Und das sollte auch so bleiben, wenn Alma weiterhin weites gehend Ruhe vor ihrer Familie haben wollte. Oh, und wenn man vom Teufel sprach... "Du wirst ihr doch nichts sagen, richtig?" Dabei setzte Alma ihr süßestes Lächeln auf. "Du weißt ja wie sie sein kann..." Innerlich verfluchte sie diese Situation. Sie verlor gerade vermutlich einiges von ihrem coolen Image vor Grey aber sie konnte die Fassade vor ihrer Großmutter nicht brechen. Greys Worte ließ Alma nicht unkommentiert. "Dann schieß' ich sie in den Orbit." Flüsterte sie ihm mit zusammengebissenen Zähnen zu. "Du solltest wieder nachhause gehen. Ich komme hier klar." Sprach sie dann wieder zu Tototala. Gerade wollte Alma einfach nur, dass die alte Dame sich verzog. Das noch bevorstehende Gespräch mit Grey und der Versuch ihr Image zu retten würden schlimm genug werden.

    [Aria] ~ bei Sophia -> bei Orland & Eunice

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    Die Überraschung und Sorge auf dem Gesicht ihrer neuen Bekanntschaft verwunderten Aria. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, die sind total lieb und brav. Und auch ganz ruhig." Erklärte sie mit einem Lächeln. Die Nutzmonster waren wundervoll und Aria war glücklich, dass sie da waren. Sie waren so tolle Zuhörer, wenn Aaron keine Zeit hatte. Als Sophia nun versuchte zu erklären, dass sie keine Arbeit hatte, hörte die Rothaarige ihr aufmerksam zu. Viele Diener, die Männer kümmerten sich um das Geld, keine geregelte Tätigkeit. Das klang so ganz anders als alles, was Aria kannte. "Oh." Antwortete sie zunächst verwundert. "Das muss aber langweilig sein, wenn man nichts tun muss. Was machst du dann den ganzen Tag?" Harkte das Mädchen neugierig nach. Doch viel länger konnten sie ihr Gespräch nicht fortsetzen, denn Sophia merkte den schon weiten Fortschritt des Tages an. Aria nickte, zunächst enttäuscht, jedoch schnell wieder Feuer und Flamme, nachdem die Lilahaarige nach einem Besuch auf der Farm gleich am nächsten Tage fragte. "Aber klar! Komm einfach vorbei!" Die Rothaarige lächelte. Sie fühlte sich wohl bei Sophia und umso mehr freute sie der Gedanke daran, der Adelstochter ihr Zuhause zeigen zu können. In nur weniger Entfernung bemerkte Aria dann einen Mann. Es war derselbe, welchen Sophia zuvor angesehen zu haben schien. Derselbe, welcher Aria zunächst bekannt vorgekommen war (weil #MeineInkompetenz. Lesen sollte man können xD). Doch bei näherem Hinsehen bemerkte das Mädchen, dass er ihr doch gänzlich unbekannt war. Den Blick wieder zu Sophia gewandt, lächelte Aria. "Gute Nacht, Sophia. Bis Morgen." Mit diesen Worten verabschiedete sich der Rotschopf und ließ die beiden alleine.

    Eigentlich war es so langsam Zeit, den Heimweg anzutreten, doch etwas auf dem Weg zog Arias Aufmerksamkeit auf sich. Waren das Monster? An einem Zaun genau vor den Kreaturen standen eine junge Frau und ein Junge in etwa Arias Alter. Wobei standen nicht ganz auf ihn zutraf, denn er war gerade dabei, den Zaun zu besteigen. Interessiert ging das Mädchen ein paar Schritte auf sie zu, behielt aber noch ein wenig Sicherheitsabstand. Nachdem sie sich so gut und ausgelassen mit Sophia unterhalten hatte, kehrte wieder eine gewisse Zurückgezogenheit in die Rothaarige zurück. Und so bewegte sie sich zwar auf den Zaun zu, hielt jedoch weiterhin etwas Abstand zu den beiden Fremden, auch wenn der kletterfreudige Junge durchaus ihre Aufmerksamkeit erregte. So kam die Rothaarige am Zaun, mit einem knappen Meter Abstand zu den beiden, zum stehen und legte ihre Hand darauf. Wie süß die Monster auf der anderen Seite doch waren!

    [Rumi] ~ mit Sakura in einem Kiosk

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    Die Rosahaarige hatte gar keine Zeit, ihrer neuen Bekanntschaft eine Antwort zu geben, das begann diese auch schon zu spekulieren. Mit dem Fahrrad lag Sakura zwar weit daneben aber der Enthusiasmus der Blondine brachte Rumi zum lachen. Verpeilt schien Sakura durchaus zu sein aber das machte sie in Rumis Augen nur sympathischer. Die Rosahaarige mochte Menschen, die einfach sie selbst waren anstatt sich wie ein Charmeleon von Situation zu Situation zu verändern. "Langsam, langsam, eins nach dem anderen." Beruhigend hob Rumi den Hände, um die Blondine etwas auszubremsen. "Weder ein Fahrrad noch ein Auto." Antwortete Rumi lächelnd. "Ich wollte ein neues Hobby ausprobieren für das ich Materialien brauche. Und leider sind die nicht kostenlos." Erklärte die Schülerin ihre Beweggründe. "Und ich bin Siebzehn. Und den Führerschein könnte ich mir gar nicht leisten. Aber zum Glück gibt's hier genug Busse." Rumi hatte sich eigentlich nie Gedanken darum gemacht, ob sie einmal Fahren lernen würde oder nicht, schließlich war das Geld eh nicht da und außerdem war die Stadt gut ausgerüstet was den öffentlichen Nahverkehr anging. Ihre größte Sorge war momentan, wie sie das Geld zusammen bekam, um mit dem Nähen anzufangen. Das ganze Familiendrama und die Tatsache, dass ihr bester Freund wie vom Erdboden verschluckt war, verdrängte sie erfolgreich. Sakuras Idee brachte die blauen Augen der Schülerin zum Leuchten. "Sucht ihr etwa? Das klingt ja fantastisch!" All die süßen Tiere! Natürlich war das auch harte Arbeit aber das stand gerade nicht im Vordergrund. Während ihrer Unterhaltung sammelte Rumi weiter die Postkarten auf. Als auch die Blondine begann, es ihr gleich zu tun, ging es auch gleich viel schneller. Nur dass sie beide nach der gleichen Karte griffen und ihre Köpfe dabei gegeneinander stießen. "Auuua." Rumi rieb sich den Kopf. "Ah, alles okay bei dir?" Sie nahm die letzte Karte an sich und begann, sie wieder auf den Ständer zu hängen.

    [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Der Abend in Sternbach war wie im Flug vergangen und mit dem Heimweg gestaltete es sich nicht anders. Schon bald stieg der Rothaarige die Treppen seines neuen Zuhauses, des Studentenwohnheims, empor. Das einzige Licht, welches ihm leitete war jenes seines Handydisplays. Brians Schlafzimmer fand sich schnell, ein Glück hatte er ein gutes Gedächtnis, und so leise wie möglich schloss der junge Student die Zimmertür hinter sich. In dem noch immer recht kahlen Zimmer angekommen, schaltete der Rothaarige das Licht an, ehe er tief ausatmete. Er betrachtete seine Reflektion in dem Spiegel, welcher neben dem Schrank hing. Dabei fiel der Blick des Studenten wieder auf den Kürbisfleck auf seinem Kostüm. Hoffentlich konnte er Charlies Aussagen auch wirklich vertrauen und es würde sich leicht rauswaschen lassen. Bei seinen Klamotten hörte der Spaß nämlich auf! Doch momentan war Brian viel zu müde, um sich noch weitere Gedanken darum zu machen. Es war ein wirklich ereignisreicher Tag gewesen: Die lange Busfahrt, sein Einzug in das hiesige Studentenwohnheim und anschließend die Halloweenparty in Sternbach. Nach einem weiteren tiefen Atemzug und einem Blick in sein ermüdetes Antlitz im Spiegel, begann Brian sich umzuziehen. Er streifte das Jackett, die Weste und das darunterliegende Hemd ab und legte sie ordentlich zusammen, ehe er sie in seinem Wäschekorb platzierte. Dasselbe tat er mit seiner Hose und den Socken. Die Schuhe stellte er neben den Schrank. Schlussendlich schlüpfte der Rothaarige in ein bequemes T-Shirt und ein paar Shorts. Nach einem kurzen, leisen Ausflug ins Badezimmer, um sich die Zähne zu putzen, legte sich Brian schließlich ins Bett. Vor seinem inneren Auge ließ er den vergangenen Tag nochmal revue passieren, ehe er sich ins Land der Träume begab.

    Am nächsten Tag wachte er erst gegen Mittag auf. Glücklicherweise hatte Brian zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Vorlesungen und konnte den Tag entspannt angehen. Nachdem er eine Weile vor dem Handy verbracht hatte, bequemte er sich schlussendlich doch dazu aufzustehen. Nachdem er angezogen war und sich die Haare gemacht hatte, verließ Brian schließlich das Zimmer. Er könnte wirklich einen Happen zu Essen vertragen. Das Treppenhaus war nicht allzu weit von Brians Zimmer entfernt und so schritt er schon bald die Stufen. Jedoch kamen seine Bewegungen schon bald zum erliegen als seine braunen Augen etwas erblickten mit dem er nicht gerechnet hatte. Auf den Stufen vor ihm saß eine junge Frau mit langem, rosafarbenen Haar. Vor ihr hatte sich ein kleines Chaos gebildet. War sie gestürzt? Da sie Brian den Rücken zudrehte, konnte er nicht sehen, in welcher Verfassung sie war. Deswegen und auch, weil er sie nicht erschrecken wollte, blieb er erstmal stehen, ehe er das Wort an sie richtete. "Kann ich dir vielleicht helfen?" Fragte er mit ruhiger Stimme. Vielleicht hatte sie sich verletzt? Oder war sie einfach nur frustriert über das Chaos vor ihr? Egal was es war, er konnte sie hier doch nicht einfach sitzen lassen ohne zumindest nachzufragen, ob er etwas für sie tun könnte. Das war einfach nicht seine Art. Und außerdem wäre es nicht schlecht, ein paar neue Kontakte zu knüpfen.

    [Rosalind] ~ bei Vishnal

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    Strahlendes Grün bedachte den Butler, welcher neben der Adelstochter saß, welcher seine Schüssel mit dem verwürzten Essen noch immer in den Händen hielt. Dessen Worte entlockten ihr fast ein Kopfschütteln, wenn es nicht so unangebracht gewesen wäre. Natürlich schickte es sich nicht für eine Dame blauen Blutes, sich bei einem ihrer Untergebenen zu entschuldigen, jedoch hatte Rose vor nicht allzu langer Zeit festgestellt, dass ihr diese Gepflogenheiten außerordentlich gegen den Strich gingen. Warum es sich nicht schickte, Menschlichkeit zu zeigen, Fehler einzusehen, Offenheit zu zeigen, selbst innerhalb der eigenen Familie, war ihr noch immer unverständlich. Wozu das alles? War das Leben nicht zu kurz für all diese Restriktionen und Regularien? Ihr Bruder war doch das beste Beispiel dafür, wenn auch Max aus unerfindlichen Gründen eine zweite Chance bekommen hatte. Die Blauhaarige bedachte Vishnal mit einem nachdenklichen Blick, während dieser kundtat, dass sich seine Meinung zu dem scharfen Essen geändert hatte. Sie sah ihm zu, wie er einen Löffel nach dem anderen nahm und ihre Augen weiteten sich unmerklich. Wie... konnte er das essen? War die Zunge der Adelstochter wirklich so viel empfindlicher? Oder war es für Vishnal genauso unerträglich und er versuchte sich einfach nichts anmerken zu lassen? Weil es sich nicht gehörte? Dennoch bot er ihr an, dass misslungene Mahl für sie zu entsorgen. Ganz plötzlich wandelte der Ausdruck auf dem Gesicht der Blauhaarigen. Während sie Vishnal prüfend ansah, schüttelte sie den Kopf. Wenn er es ertragen hatte, dann würde sie das auch schaffen. Andere Menschen würden alles für eine warme Mahlzeit geben und auch, wenn die Schärfe grausam in ihrem Mund brannte, so wollte sie es durchstehen. Nur weil sie das Glück hatte, in Reichtum geboren zu werden und diesen auch gerne nutzte, so wollte sie doch wieder etwas mehr Nähe zu den Bürgerlichen gewinnen. Und außerdem wollte sie Vishnal dieses Grauen nicht alleine durchleben lassen. Schließlich war all das ihre Schuld. Und so zwang sich Rosalind ihre Schüssel Stück für Stück zu leeren, auch wenn sie zwischendurch kurze Pausen einlegen musste. Danach fasste sie sich an den Hals. Er fühlte sich an als hätte sie Flammen geschluckt, aber sie hatte es geschafft. Mit einem ermutigenden und auch ein wenig triumphierendes Blick sah sie den Butler an. "Ich bewundere Eure Hingabe, Vishnal. Die Meisten würden wohl nicht im Traum daran denken. Danke." Sie meinte es ernst. Von ihrer zuvorigen Enttäuschung war kaum mehr etwas übrig und auch wenn dieses Essen mit wohl das Schlimmste ihres gesamten Lebens war, so war sie froh um die Erfahrung und die Gesellschaft. Ein kleines Läcjheln stahl sich auf die rosigen Lippen der jungen Frau.




    [Iris Noire] ~ geht


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    Der Platz leerte sich, die Sonne schwand allmählich am Horizont. Und mit jedem verblassenden Strahl fühlte sich die Silberhaarige wohler, lebendiger, freier. Sie war einige Schritte gegangen ohne dabei viel auf ihre Umgebung zu achten. Je näher die Nacht rückte, desto besser fühlte sie sich. Schwarz, dunkel, kalt, Nacht, bald war all dies wieder das Ihre. Nach einer Weile drehte sich Noire um, nur um zu sehen, dass Dylas nicht mehr da war. Sie zuckte mit den Schultern, das sollte sich nicht stören. Im Gegenteil, bald schon stand die Vampirdame alleine in völliger Schwärze auf dem Platz. Das einzige Licht, welches den Ort erhellte waren eine kaum sichtbare, dünne Mondsichel und ein paar vereinzelte Sterne. Befreit atmete Iris aus und zog sich den schwarzen Stoff ihres Umhangs, welcher sie den Tag über vor den brennenden Sonnenstrahlen geschützt hatte, von ihrem Haupt und sog die kühle Nachtluft tief in ihre Lungen ein. Schließlich entledigte sich sich des Umhangs komplett, faltete ihn zusammen und legte ihn über einen ihrer Arme. Wie sehr doch hatte Noire die Nacht vermisst. Das war einfach ihre Welt, ihre Heimat, ihr Lebenselixir. Ein zufriedene Lächeln umspielte die Lippen der Silberhaarigen als sie ihre eigene, schwache Spiegelung im Wasser des Brunnes, welcher in der Mitte des Platzes thronte, betrachtete. Ihre blasse Haut hatte nur ein paar vereinzelte rote Flecken davon getragen, ihre heterochromen Augen strahlten mit neuem Leben. Wie anstrengend dieser Tag unter den Menschen doch gewesen war. Einmal mehr wurde ihr bestätigt, wie einfältig und unerfreulich diese Wesen waren. Wie man solche Massen, solchen Lärm, solche Hitze mögen konnte war ihr unbegreiflich. Die Menschen mussten doch alle einen Hirnschaden haben, wenn sie denn überhaupt über mehr als eine Gehirnzelle verfügten. Im Kollektiv, versteht sich. Noire ließ ihre Hände in das kühle Wasser des Brunnens gleiten, genoss das Gefühl auf ihrer erhitzen Haut. Doch lange wollte sie hier nicht verweilen, denn sie war den ganzen Tag auf den Beinen gewesen und ihr müder Körper schrie förmlich nach Ruhe. Mit einem letzten Blick auf den Brunnen kehrte Iris dem Platz den Rücken zu und machte sich auf den Weg zurück zu ihrem Turm.


    Platz des Volkes >> Walinsel

    [Brian] ~ bei Charlene -> geht

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    Ein heiteres Lachen kam über die Lippen des Studenten. "Ich bin wohl einfach zu verwöhnt von der Stadt." Mitternacht, schon? Der Tag war wirklich wie im Fluge vergangen und Brian konnte es kaum glauben, dass seine Ankunft an diesem Ort schon so viele Stunden zurück lag. Der Rothaarige überreichte Charlie voller Ehrfurcht seinen Kürbis, ehe er sich leicht vor ihr verneigte. "Auf das die beiden glücklich werden." Mit einem Grinsen auf den schmalen Lippen richtete sich der Student wieder auf. Die Frage der Brünetten amüsierte ihn. "Gerade so noch. Gerade so." Erwiderte er. Nun war es also Zeit den Heimweg anzutreten. Doch zuvor holte Brian sein Notizheft, welches er samt Stift immer bei sich trug, um Ideen zu notieren, aus der Tasche seines Jacketts, schrieb seine Handynummer auf ein Blatt, entfernte es und reichte es Charlene. "Beim nächsten Mal musst du mir unbedingt eine kleine Tour durch das Dorf geben." Schließlich waren sie heute nicht mehr dazu gekommen. "Gute Nacht. Komm gut Nachhause." Mit diesen Worten und einem leichten Lächeln verabschiedete sich Brian von seiner neuen Bekanntschaft und verschwand in die Nacht hinein. Es war auch für ihn Zeit, nachhause zu gehen.


    Dorfplatz (Sternbach) >> Pappelbrink 2 (Riverport)

    [Alma] ~ mit Grey und Tototala in der Bar


    Die Schwarzhaarige genoss den Moment sichtlich. Es war schon eine Weile her, seit sie das letzte Mal auf ihre Kosten gekommen war und die Aussicht darauf ließ eine vorfreudige Wärme durch ihren Körper strömen. Und Grey schien es dabei nicht anders zu gehen, seinem Seufzen nach zu urteilen. Sie spürte wie er ihr Oberteil aus ihrem Rock befreite, um schließlich ihren Oberkörper zu erkunden, doch noch ehe er seine Hände an ihre Brust legen konnte, wurde mit einem heftigen Knall die Tür aufgerissen und ein ohrenbetäubender Schrei ließ Alma von Greys Schoß aufspringen. Mit vor Schock geweiteten Augen drehte sich die Südländerin um, nur um im nächsten Moment ihren Namen zu vernehmen. "Oma?" Fragte sie ungläubig. Was machte die denn hier? Sollte sie nicht längst im Bett sein? "W-was machst du denn hier?" Ihre Frage wurde jedoch nur halb beantwortet. Sie dachte, jemand sei eingebrochen? "Wer sollte denn einbrechen? Du weißt doch, dass wir einen Schlüssel haben, falls es mal später wird." Verflucht. Wie hielt Alma jetzt ihre süße Fassade gegenüber Tototala aufrecht ohne sich komplett vor Grey zu blamieren? Dieser schien sichtlich unerfreut über diesen Zwischenfall. "Das dachte ich auch." Murmelte sie leise zwischen zusammengepressten Zähnen zurück. Zu allem Überfluss beugte sich ihre Großmutter nun zu ihr hinüber und ihre Worte ließen Almas Kopf nun ebenfalls hochrot anlaufen. Nun waren sie und Grey zumindest im Partnerlook. Mit dieser Art von Kommentar hatte Alma nicht gerechnet. Ihre Großmutter war ja schließlich auch mal jung, aber.... Nein, darüber wollte sie gar nicht nachdenken. Diese Bilder würden sie sonst bis in ihre schlimmsten Alpträume verfolgen. Die Schwarzhaarige räusperte sich und sah zwischen den beiden Personen hin und her. "Es gibt nichts, um das du dir Sorgen machen müsstest, Oma." Alma setzte ein zuckersüßes Lächeln auf, welches sie perfekt einstudiert hatte. "Wie du siehst ist alles in Ordnung, also kannst du ruhig wieder Nachhause gehen." Ein etwas nervöses Lächeln zierte nun das Gesicht der sonst so selbstsicheren Cheerleaderin. Aber wer rechnete auch damit, mitten in der Nacht, weit weg von Zuhause von seiner eigenen Oma so überrascht zu werden. Die Stimmung war eindeutig hinüber und Alma könnte sich glücklich schätzen, wenn Grey nicht sofort das Weite suchen würde.

    [Rumi] ~ mit Sakura in einem Kiosk


    Neue Bekanntschaften zu machen mit welchen sie sich gut verstand, freute die Rosahaarige immer. Besonders nach dem letzten Mal mit Alessa, welche sich als ziemlich falsch herausgestellt hatte und vermutlich nur nett zu Rumi gewesen war, um es sich nicht mit Darren zu verscherzen. Solche Leute würde die Schülerin nie verstehen. Solch eine Falschheit, Hinterhältigkeit, Scheinheiligkeit. Umso erfrischender und willkommener war Sakuras zweifellose Direktheit. Die Blonde sprach ihre Gedanken aus, sobald sie erschienen und das gefiel Rumi. Jemand wie Sakura dachte nicht ewig nachgrübelte, bevor sie etwas sagte, sie tat es einfach. So selbstsicher und frei wäre die Rosahaarige auch gerne. Die Frage ihrer neuen Bekanntschaft beantwortete Rumi mit einem Nicken. "Ja, ich würde mir gerne etwas dazu verdienen." Erklärte sie. "Also habe ich mich ein wenig umgeschaut aber ich bin mir noch nicht sicher." Fuhr sie fort. "Du weißt nicht zufälligerweise, wo ich noch Glück haben könnte ne Stelle zu finden, oder?" Fragte sie dann. Sakura war ein wenig älter als sie, studierte vielleicht sogar oder hatte einen festen Job. Vielleicht kannte sie ja die ein oder andere Stelle? Auf dem Weg zur Kasse lief Rumi hinter der Blonden und wurde so erste Augenzeugin des Unfalls. "Sieht ganz so aus." Antwortete Rumi lächelnd auf die verwunderte Frage Sakuras. "Warte, ich helfe dir." In Windeseile hatte Rumi den Postkartenständer vom Boden aufgehoben und wieder hingestellt. Dann machte sie sich daran, die auf dem Boden verteilten Postkarten aufzusammeln.

    [Brian] ~ bei Charlene


    Zufrieden lächelte er seine neue Bekanntschaft an. Ein Ehrenplatz war auch das, was einer wahrlich meisterhaften Kürbisdame wie Jessie gebührte. Ob Charlie ihr Versprechen hielt, würde aber aber wohl ein anderes Mal überprüfen müssen. Die Tatsache, dass es in dem kleinen Dorf wohl doch nicht mehr so viel zu sehen gab, enttäuschte den Studenten ein wenig. Er hatte damit gerechnet, dass man das kleine Örtchen mit den verschiedensten Attraktionen gespickt hatte, um so viele Besucher wie möglich anzulocken. Doch da schien er wohl falsch zu liegen. "Ach, wie schade. Ich hatte auf eine spannende Tour gehofft." Aber ein wenig mehr schien es ja doch zu geben. Brian lauschte Charlie aufmerksam und sah sich dabei ein wenig auf dem Platz um, über den sie spazierten. An einem Snackstand kaufte Charlie den beiden schließlich Pechkekse. Die Augen des Studenten glimmten kurz auf. Als junger Teenager hatte er diese Kekse und ihre kleinen Gemeinheiten geliebt. Daher war es auch kein Wunder, dass diese kleinen Leckereien sein Interesse weitaus mehr fassten als das mögliche Buffet, dass es noch zu geben schien. "Danke. Ein guter Pechkeks reicht mit für's erste." Antwortete er, ehe er seinen Keks öffnete. Amüsiert hörte er zu, wie Charlie ihre Botschaft vorlas. Ihr Selbstbewusstsein war beeindruckend. Sekten traf man jemanden, der solch einen Spruch mit so viel Energie und Elan konterte. Nun lag die Aufmerksamkeit der Brünetten auf ihm und es war an Brian, seinen Zettelinhalt kundzutun. "Pack mich bitte wieder ein. Ich halte deinen Anblick nicht aus." Ergriffen fasste sich der Rothaarige an die Brust. "Autsch, der hat gesessen. Der arme Keks scheint an Geschmacksverirrung zu leiden." Scherzte er, ehe er einen Bissen des schwarzen Gebäcks zu sich nahm. Während sie so über den Platz spazierten, neigte das Fest sich langsam seinem Ende zu. Überrascht betrachtete Brian die Dorfbewohner, welche mit dem Aufräumen begannen. "Schon? Mensch, die Zeit vergeht heute richtig schnell." Kommentierte er. Das war wirklich ein angenehmer erster Tag gewesen. Aber musste er denn jetzt schon Enden?

    [Wayne] ~ mit Hina & Chase an der Haltestelle


    Gedanken, Fragen über Fragen. All das blieb unbeantwortet. Wayne war so tief in seinem inneren Konflikt versunken, dass er die sich nähernden Schritte und Stimmen zunächst nicht bemerkte. Erst, als ein grelles Licht, vermutlich das eines Handydisplays, in seiner nähe aufleuchtete, blickte der Blonde auf. Vor ihm standen zwei Teenager, welche ihrem Aussehen nach zu urteilen ebenfalls auf der Halloweenfeier gewesen waren. Scheinbar waren sie auf dem Nachhauseweg, doch dieser würde sich schwieriger erweisen als sie angenommen hatten. Die angestaute Frustration des Jungen, welcher ihn nun nach den Buszeiten fragte, nachdem er vergeblich nach einer nahenden Abfahrt gesucht hatte, war ihm förmlich anzuhören. "Morgen früh." Erwiderte Wayne trocken. Seine Kehle war noch immer wie zugeschnürt von seinen Emotionen und er wusste nicht Recht, ob er die Kraft hatte, sich mit ein paar betrunkenen Teenies herumzuschlagen. Das Mädchen schien etwas weniger wütend zu sein. "Nicht ganz. Es fahren schon einige Busse am späten Abend aber nicht die ganze Nacht hindurch." Erklärte er. Auf ihre Vorschläge hin schüttelte Wayne nur den Kopf. Sie gab sich ja alle Mühe und mochte sich noch so süß geben, jedoch war der Blonde zu geplagt von Herzschmerz als dass er darauf auch nur im entferntesten anspringen könnte. "Weder noch. Ihr müsst wohl oder übel zu Fuß nachhause." Antwortete er. Die verlorenen Ausdrücke auf den Gesichtern der beiden und die Tatsache, dass das Mädchen nicht nur knapp bekleidet war, sondern bereits mittels ihrer eigenen Arme versuchte, sich vor der Kälte zu schützen, ließen ihn schließlich seufzend von der Bank aufstehen. Er zog seine Jacke aus und reichte sie dem blonden Mädchen. "Hier. Ich zeige euch den Weg. Wo müsst ihr denn hin?" Auch, wenn er eigentlich einfach nur seine Ruhe haben wollte, konnte er die beiden Teenager doch nicht einfach hier mitten in der Nacht in der Kälte stehen lassen. Die Art von Mensch war er einfach nicht. Und allzu weit war die Stadt ja nicht entfernt. Vielleicht konnte Wayne auch so Antoinette ein wenig aus seinen Gedanken vertreiben.

    [Rosalind] ~ bei Vishnal

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    Mit einem zufiredenen, wenn auch sehr kleinen, Lächeln bedachte die Blauhaarige den Butler. Kurzzeitig hatte sie gefürchtet, er würde ihre Geste ablehnen, doch tatsächlich nahm er sie an. Wenn sie ihn schon zu diesem Stand schleppte, so würde sie auch die Rechnung übernehmen. So könnte sich Vishnal zur Not später noch etwas anderes kaufen, wenn dieses Mahl zu einem Reinfall werden würde. Erschöpft ließ sich die Adelstochter nieder und betrachtete interessiert ihr Essen. Die Besorgnis in Vishnals Stimme war ihr nicht entgangen, doch sie wollte optimistisch bleiben. Nach einem letzten prüfenden Blick nahm die Blauhaarige schließlich den ersten Löffel. Auf ihrer zarten Zunge bereitete sich schlagartig ein Feuer aus, welches ihr den Atem verschlug. Sie versuchte mit Mühe und Not ein Husten zu unterdrücken, was ihr jedoch nicht vollständig gelang. Solch starke Gewürze war die Adelstochter wahrlich nicht gewohnt. War das etwa normal unter den Bürgerlichen? Es fiel Rosalind schwer, dass Essen herunterzuschlucken, auch wenn sie nicht viel zu sich genommen hatte. Vishnals vorsichtige Frage klang da wie eine gerufene Erlösung. Also war es ihm auch zu scharf? "Ein wenig vielleicht." Es fiel ihr schwer, die Stimme zu finden. "Ein wenig sehr..." Fügte sie an, ehe sie tief ein- und wieder ausatmete. "Verzeiht mir, Vishnal. Das nächste Mal lasse ich Euch die Wahl treffen." Ihre grünen Augen fanden die des Butlers und sie schenkte ihm einen entschuldigenden Ausdruck. Das nächste Mal? Würde es das überhaupt geben oder würde Vishnal es in Zukunft besser wissen, als sich von seiner Herrin zum Essen einladen zu lassen?

    [Brian] ~ bei Charlene

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    Das imposante Lob der Brünetten gefiehl ihm. Es schmeichelte seinem Ego. Zu hören, dass Charlie ihrem Kürbis den Namen James gab und verkündete, ihn mit Nachhause zu nehmen, brachte ihn zu Schmunzeln. Er würde dies wohl eher nicht tun. In seinem kleinen Wohnheimzimmer würde das arme Ding ja nur vor sich hin gammeln. Charlies Angebot, seinen Kürbis in Sternbach zu lassen, klang deshalb wie die beste Option. Doch dann fügte sie noch etwas hinzu, dass ihn überzeugte. "Sehr wohl. Dann gebe ich meine wunderschöne Jessie in deine Obhut, sodass sie James Gesellschaft leisten kann." Verkündete der Rothaarige. "Ich hoffe doch sehr, er weiß diese schiefe Schönheit zu schätzen." Fügte er an. Natürlich aus Spaß, doch vielleicht auch mit einem Hauch Ernst? Wer wusste das schon. Brian ließ seinen Blick über den Platz schweifen ehe er Charlene antwortete. "Einen wirklichen Plan habe ich nicht, nein. Ich wollte den Abend einfach auf mich zukommen lassen." Erläuterte der Student. "Aber ich würde mir schon gerne noch etwas mehr von diesem Fest ansehen. Möchtest du mir dein Dorf zeigen?" Fragte er dann, ehe er sich selbst erhob. Sein Blick glitt wieder zu dem Kürbisfleck auf seinem Jackett. Aber wenn er Charlie vertrauen konnte, dass sollte dieser bei der nächsten Wäsche problemlos verschwinden. Auch wenn es ihm nicht gefiehl, mit einem solchen Fleck auf dem Kostüm herum zu laufen, so würde er sich davon ganz sicher nicht den Abend vermiesen lassen.