Beiträge von NPC (HMRS)

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    Die lange Fahr in eine wirklich abgelegene Gegend verlief glücklicherweise ohne große Zwischenfälle. Ein kleiner Toilettenunfall konnte gerade noch verhindert werden und so verlangsamte sich der Bus je näher er der imposanten Burg weit oben auf einem Berg kam. Die Reifen hielten mit einem schiefen Quietschen und die neugierigen und teils unbeeindruckten Blicke der jungen Menschen im Inneren klebten an den großen Fensterscheiben und laut schnaufend trat Ms. Pillsbury aus dem Bus, atmete tief die frische Bergluft ein und ließ den Busfahrer vorbei, der sich gleich um das Gepäck der Teenager kümmerte. Mehr oder weniger achtsam stellte er die verschiedenen Koffer, wobei einige gefühlt mit kiloweise Steinen gefüllt waren, neben den Bus und plauderte noch einige Worte mit Ms. Pillsbury um den weiteren Verlauf der Klassenfahrt zu klären. Mr. Schuester achtete derweil auf die jungen Schüler damit auch jeder den Bus verließ und nichts zurück ließ, was in den folgenden Tagen wichtig sein konnte. Handys waren das ja eher nicht weil hier oben sowieso kein oder kaum Empfang war aber trotzdem war so etwas das Heiligtum eines Schülers. Leider! Dadurch verpassten die jungen Dinger soviel. Der Lehrer seufzte, strich seinen feinen Bart glatt und blieb an den Türen stehen nachdem alle den Bus verlassen hatten.


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    Gleichmäßige Schritte näherten sich auf den Kieselboden, eine lange Kutte schleifte darüber und ein freundliches Lächeln begrüßte die große Gruppe an Schülern, die sich mal wieder in die Nähe der alten Klosterburg getraut hatte. "Willkommen, meine Jünger, ich freue mich euch hier begrüßen zu dürfen. Es ist mir eine Ehre, ich bin Pater Mirnes, ich leite das Kloster und kümmere mich um die Erhaltung dieser alten Gemäuer. Gemeinsam mit einigen Brüdern und Schwestern bewohne wir diese faszinierende Burg, die euch herzlich willkommen heißen wird." Der Priester beobachtete jeden einzelnen der Schüler genau, ließ keinen aus. Selbst wenn sie seinem durchdringendem Blick direkt auswichen. Kein Gesicht entkam ihm, er konnte sich jedes merken. Ausnahmslos. "Achtet bitte auf die Gegenstände im Inneren und geht behutsam mit dem Mobiliar um. Auch die Wände haben auch nichts getan. Ihr dürft das alte Kloster sicher erkunden, passt jedoch auf euch auf. Manche Geister treiben manchmal ihr Unwesen. Geister der Menschen, die damals im Keller gefoltert und getötet wurden." Stille legte sich über die Schulklassen, der Pater lächelte freundlich. Ein Vogel zwitscherte und der alte Mann drehte ihnen den Rücken zu. "Solltet ihr Fragen haben, bin ich für euch da. Rund um die Uhr." Damit ließ der Burgbewohner die Gruppe Jugendlicher stehen und eine merkwürdige Stimmung blieb zurück.


    "Nuuuuun...", erhob Ms. Pillsbury schließlich das Wort als einige Schüler leise zu flüstern begannen. "Ich war schon öfter hier und kenne mich aus, ich führe euch in eure Schlafsäle. Mädchen zu mir, die Jungs gehen mit Mr. Schuester. Ja, ihr werdet getrennt, ganz richtig!" Die Dame erhob ihren Finger und wedelte damit in der Luft herum ehe sie den Griff ihres Koffers umgriff und sich die jungen Leute in Bewegung setzten. Durch die alten Gemäuer hindurch erreichten sie die getrennten Schlafsäle. "Freizeit bis heute Abend!", verkündeten die Lehrer und ließen ihre Schüler mit sich und ihren Koffern neben ihren Betten zurück.



    (Alle Charaktere sind im Inneren der Burg in den getrennten Schlafsälen. Ihr könnt euch ab jetzt frei bewegen! Habt Spaß! :3)

    [Teenie-Event]

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    Mr. Schuester räusperte sich einmal, vielleicht hätte er sich besser ein paar Hustenbonbons eingepackt während Ms. Pillsbury aufgeregt ihre Stimme erhob und verkündete, dass wohl alle angemeldeten Schüler, die auch den Preis für diese überaus spannende Klassenfahrt bezahlt hatten, anwesend waren. Manche tummelten sich zwar noch turtelnd vor dem Bus aber das änderte die Lehrerin gleich und schob allesamt ins Innere des wirklich gemütlichen Busses, der auch sicher keine Flecken auf den Sitzen oder gar kaputte Toiletten hatte. "Test, Test.. hallo?" Mr. Schuester klopfte gegen das kleine Mikrofon des Busfahrers, bekam dadurch ein schrilles Pfeifen und kratzte sich verlegen am Hinterkopf als es verstummte und auch die Schüler sich wieder beruhigt hatten. Nach einem lauten und genervtem Seufzen übernahm die junge Lehrerin das Mikrofon und positionierte sich im vorderen Bereich des Busses um einen genauen Überblick über die Pubertierenden zu haben. Diese wilden Hormone in der Luft, gerne wäre sie auch noch einmal so jung.. "Hallöchen, meine lieben Schüler. Na, seid ihr alle schon so super aufgeregt wie ich? Natürlich seid ihr das!" In diesem Moment startete der Motor und die Reifen setzten sich langsam in Bewegung. Ms. Pillsbury hielt sich an der Lehne eines Sitzes fest während der männliche Part der Aufsichtspersonen sich setzte und anschnallte. Ganz pflichtbewusst eben. "Benehmt euch die Fahrt über, schnallt euch an und ich will hier niemanden etwas verschütten sehen. Ihr seid alt genug und ich gehe davon aus dass ihr ordentlich essen könnt. Lehnt euch zurück, die Fahrt wird etwas dauern aber auf jeden Fall werden sich die nächsten Stunden in diesem Bus lohnen. Freut euch auf die hübsche Klosterburg, sie ist wahrlich perfekt!" Natürlich hatte die Lehrerin sich im Vorfeld gut informiert und kichernd setzte sie sich ebenfalls auf ihren Platz und genoss die Fahrt ins Abenteuer. Einige Tage zusammen mit aufmüpfigen Schülern, die wahrscheinlich nicht hören würden und nur das machten worauf sie Lust hatten, sich nicht an Regeln hielten und sich lieber miteinander beschäftigten als die Wunder der Burg zu erkunden. Das konnte doch nur ein aufregendes Abenteuer werden!


    (Alle Charaktere die am Event teilnehmen, sind dann jetzt hier weg! Postet bitte am Event-Ort weiter, ein Post folgt, danke! :3)

    Die blonde Schnepfe kotzte den alten Choleriker an. Neben leichtsinnigen Teenagern die hierher kamen um zu fummeln war es diese aufmüpfige Art und Weise an Menschen, die ihn regelrecht aus der nicht vorhandenen Haut fahren ließen. Aber Wut war etwas gutes. Diese Wut verlieh ihm die Kraft Dinge zu bewegen, die Grenzen zu überschreiten und den Lebenden zu zeigen wer hier das Sagen hatte. Der einzige beschissene Vorteil an seiner Situation. Das Geisterleben wäre ein ödes wenn man keine Macht hätte einzugreifen. Gerade Ricardo, der es schon zu seinen Lebzeiten genossen hatte Andere zu tyrannisieren empfand dies als eine positive Sache auch wenn er sich selbst eher für einen Pessimisten hielt. Ein Grollen dröhnte durch das alte Gemäuer als das Weibsbild ihre Stimme gegen ihn erhob. Für die Lebenden war es durchaus nicht nachvollziehbar ob das Grollen ein Lachen darstellen solle oder ob es ein Vorbote seiner Wut war. Unfassbar wie dumm die Gören heutzutage waren. Früher einmal hatte man Respekt vor der Geisterwelt gehabt, vor allem Übernatürlichem und sie legte sich hier gerade mit einem wütendem Geist an. Gerade sie musste doch eigentlich wissen was das bedeutete, nicht wahr? Als sie nach draußen gegangen waren fühlte sich die Blonde wohl in Sicherheit gewogen aber sie hatte wohl nicht bedacht, dass Ricardo sich am gesamten Grundstück frei bewegen konnte und nicht lediglich an das Gemäuer gebunden war. Sie hielt große Stücke von sich und gerade diese Großkotzigkeit würde eines Tages der Untergang dieser Frau sein. Erneut trat er an sie heran, während sie große Worte spuckte. Getrieben von der Wut, die ihn an diese Welt fesselte und der Aggression, die sie ihn ihm aufflammen lies, packte er sie an ihrem Hals und drückte zu. Eisige Hände schienen nach ihrem Leben zu trachten, sie versuchte sich mit ihren Händen loszumachen, versuchte es mit Magie aber hatte dabei wohl die Kräfte eines wütenden Geistes nicht bedacht. Der schmale Körper des Hexenweibes wurde einige Zentimeter in die Luft befördert und sein Griff um ihren Hals wurde immer fester. Sie rang nach Luft und ein bösartiges Lachen ertönte. "Unterschätze mich nicht..." drohte die tiefe Stimme des Geistes dem Weibsbild und mit einem Ruck fiel der Körper der jungen Frau wieder zu Boden. Die Haustür fiel wieder ins Schloss und die eisige Kälte, welche die beiden umgeben hatte verschwand langsam wieder...

    [In der Notaufnahme] Calila & Shuka -> nach Hause


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    Etwa zeitgleich mit der Rettung trudelte Calila ebenfalls im Krankenhaus ein. Sie hatte sich den Lieferwagen von der Strandbar ausgeliehen um möglichst rasch bei ihrem Baby zu sein, welches genau genommen gar kein Baby mehr war aber für die exotische Schönheit waren alle ihre Kinder ihre Babys und würden es wahrscheinlich auch immer bleiben. Die Dunkelhaarige hatte jegliche Verkehrsregeln missachtet und war mit Vollgas durch die Stadt gerast. Es grenzte ein Wunder, dass niemand sie aufgehalten hatte aber Calila hätte sich gar nicht aufhalten lassen aber das war eine andere Geschichte. Sie hatte gar nicht darauf geachtet ob es überhaupt erlaubt war an dieser Stelle zu parken aber das war der Mutter gerade nicht wichtig. Im Moment war es nur wichtig so schnell wie möglich bei ihrer Kleinen zu sein. Wie von der Tarantel gestochen hechtete die Frau durch das Krankenhaus und gerade als sie in der Notaufnahme angekommen war, sah sie bereits von Weitem ihre Mutter, die den Anschein machte als würde sie selbst jeden Moment zusammenbrechen und ihre Kleine, welche auf einer Liege gerade durch die Tür geschoben wurde. Schnell hatte Calila zu den Beiden aufgeschlossen: Tränen standen in ihren Augen aber der Notarzt versuchte die mehrfache Mutter so gut es in dieser Situation eben möglich war zu beruhigen. Eine Infusion tropfte über einen Venenweg am Arm ihrer Tochter und offenbar hatte sie sich am Hinterkopf verletzt, da ein provisorischer Verband dort angebracht war. Nachdem der ganze bürokratische Kram erledigt war kümmerte man sich um ihr Mädchen, während Calila mit ihrer Mutter vor der Koje wartete. Tototala selbst schilderte der Krankenschwester den Unfallhergang. Das ganze Geschehen schien die alte Dame nach wie vor sehr zu betreffen und so entschloss Calila in einem Moment der Ruhe ihre Schwester zu informieren damit sie Tototala abholen konnte. Calila kannte ihre Mutter gut genug um zu wissen das sie jetzt ein wenig Ruhe brauchte und die würde sie hier im Krankenhaus ganz gewiss nicht finden. Während die Dunkelhaarige dies organisierte wurden an ihrer Tochter einige Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen war sie wieder zu sich gekommen. Eine nett aussehende Krankenschwester erklärte ihr was vorgefallen war und das sie wohl noch ein paar Untersuchungen machen müssten um Folgen des Sturzes auszuschließen. Calila ließ es sich nicht nehmen gleich mit ihrer Kleinen zu sprachen. Sie griff nach der Hand ihrer Tochter und drückte sie zärtlich, während sie ihr eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht strich. In ihren Augen spiegelte sich Sorge aber sie versuchte stark zu sein. "Wie geht es dir?" fragte sie schließlich und ein leichtes Lächeln erschien auf den roten Lippen der Mutter. "Hast du Schmerzen?" Wahrscheinlich hatte die Krankenschwester sie längst danach gefragt aber die mütterliche Fürsorge verlangte es von ihr, dass sie sich ebenfalls diesbezüglich erkundigte.

    Nach einer Reihe von Untersuchungen, welche glücklicherweise alle unauffällig gewesen waren verkündete man Mutter und Tochter das es sich wohl um eine leichte Gehirnerschütterung handle sie aber wieder nach Hause gehen könnte. Man händigte ihnen ein Rezept für Schmerztabletten aus und gab ihnen Anweisungen wie man sich dabei zu verhalten hatte. Der Grund für den Sturz war wohl eine Panikattacke oder die Folge einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme hatte der Arzt noch gemeint und das Mädchen noch einmal ermahnt sie solle im Sommer darauf achten genug zu trinken bevor dies noch einmal passiert.


    [Teenie-Event]

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    Die Sonne schien vom Himmel als die beiden Lehrer, welche die heurige Klassenfahrt begleiten würden am Campus des Bildungszentrums eintrudelten. Bald schon würden auch sie in die verdienten Ferien gehen aber vorher stand ihnen noch dieses Abenteuer bevor. Natürlich war es für die beiden Unterrichtenden auch irgendwo ein Abenteuer aber dieses Wort bezog sich eher auf das was sie mit den Teenagern durchmachen mussten und weniger auf ihr Ausflugsziel. Die Klosterburg war kein seltenes Ziel für Klassenfahrten. Es war relativ günstig und mehr Anforderungen brauchte man für Klassenfahrten eigentlich nicht wenn es nach dem Direktor ging, der Geld einsparen wollte wo es nur ging. Jedes Jahr waren Klassenfahrten eine neue Herausforderung für die Nerven der begleitenden Lehrer. Eine ganze Truppe Pubertierender war nicht immer leicht zu bändigen. Man konnte die Hormone förmlich durch die Luft fliegen sehen und diese im Keim zu ersticken war unter anderem die Aufgabe der Beiden - neben dem Bildungsauftrag selbstverständlich. Für die heutige Jugend war es vielleicht ganz gut einmal ohne Handys aus zu kommen. Ob die Schüler wussten was auf sie zukommen würde? Der größte Teil von ihnen kam schließlich gefühlt keine Minute ohne Handy aus. Wahrscheinlich nicht aber sie würden es schon noch früh genug erfahren. Am Ende würden sich sonst vielleicht noch alle auf krank machen und Mr. Schuester und Ms. Pillsbury müssten alleine auf Klassenfahrt gehen - diese Idee würde den Beiden wahrscheinlich besser gefallen und klang wesentlich stressfreier aber war letztendlich eher unwahrscheinlich.

    Der Bus bog gerade um die Ecke als Ms. Pillsbury mit ihrem Koffer aus dem Taxi stieg und in Richtung Treffpunkt stöckelte, wo bereits Mr. Schuester wartete und sie mit erhobener Hand begrüßte. Die Beiden hätten unterschiedlicher nicht sein können aber oft harmonierte gerade diese Kombination und vielleicht hatte man genau deshalb sie Beide auserwählt um als Begleitpersonen auf Klassenfahrt zu gehen. Der Bus hielt am vereinbarten Platz und als der Fahrer den Motor abgestellt hatte stapfte er die Treppe am Eingang hinunter und gesellte sich zu den beiden anderen Erwachsenen. Bisher waren die Kids noch nicht eingetrudelt also konnte Howard noch ein wenig mit den beiden Lehrern plaudern, bevor er dann das Gepäck entgegen nehmen würde um dieses im Bus zu verstauen.



    (Der Bus fährt dann am Freitag den 16.8. los also guckt das ihre eure Charaktere bis dahin ankommen habt lassen :3)

    [Irgendwo in der Innenstadt] Tototala, Shuka & Lucus ---> Krankenhaus


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    Das Mädchen blieb stumm. Sie sagte gar nichts mehr. Ihr Blick wirkte leer und Tototala griff nach dem Arm ihrer Enkelin, doch nach wie vor zeigte sie keine Reaktion und ehe sie Weißhaarige irgendwie reagieren konnte, sah sie nur wie Shuka immer blasser wurde und schließlich umkippte. Die mehrfache Oma hatte noch versucht sie am Arm festzuhalten aber leider war es schon längst zu spät. Ihr Kopf schlug am harten Asphalt auf und alte Dame riss erschrocken ihre Augen auf. Das alles passierte viel zu schnell um nur irgendwie reagieren zu können. Vor Schreck sog sie scharf die Luft ein und ihre Hände klammerten sich um den Gehstock, welchen sie auf weiten Strecken schon bitter nötig hatte, da sie nicht mehr die Jüngste war. Einen Augenblick konnte Tototala gar nicht glauben was gerade passierte. Sie war gänzlich überfordert mit der Situation, war zur Salzsäule erstarrt. Es war ihr nicht möglich sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen und so sah sie mit weit aufgerissenen Augen wenige Sekunden lang auf den regungslosen Körper ihrer Enkelin. Die Stimme des Studenten rüttelten die alte Dame schließlich aus ihrer Schockstarre und noch bevor Tototala überhaupt Hilfe holen konnte kamen schon Passanten angelaufen, welche die Rettung informierten. Offenbar war einer der Passanten selbst vom Fach und kniete sich neben das Mädchen, welches regungslos am Boden lag. Er legte drei Finger an ihren Hals um ihren Puls zu tasten. Offenbar hatte sie nur das Bewusstsein verloren und ihre Vitalparameter schienen normal. Der junge Mann schien zu wissen was er tat. Er war wohl selbst bei der Rettung oder vielleicht sogar Arzt vermutete Tototala, welche aber keine Zeit hatte sich weiter Gedanken um den Fremden zu machen, welcher sich sorgsam um ihre Enkelin kümmerte. Ihre Gedanken galten ganz allein der Teenagerin und sie konnte keinen klaren mehr finden, sie drehten sich im Kreis aus Sorge um das Mädchen. Ihre Hände zitterten und sie bangte um ihre Kleine, während der junge Mann sich gleichermaßen gut um Shuka und um die bangenden Angehörigen kümmerte.

    Es dauerte nicht lange und die Rettung traf ein. Shuka hatte immer wieder kurz die Augen geöffnet aber zur Sicherheit wollte der Notarzt sie mit ins Krankenhaus nehmen. Gemeinsam mit den Sanitätern wurde der schmale Körper des Mädchens auf eine Trage gehievt und diese in den Rettungswagen. Während sich zwei Sanitäter um Shuka kümmerten half der fremde junge Mann Tototala ebenfalls in den Wagen, da sie als Angehörige ins Krankenhaus mitfahren durfte. Die alte Dame hob zum Abschied noch einmal die Hand und blickte dabei in die Richtung Lucus, welcher perplex und irgendwie hilflos da stand. Tototala bemühte sich um ein Lächeln aber es war relativ zaghaft aber im Anbetracht der jüngsten Geschehnisse vielleicht auch verständlich. Für eine weitere Person war im Krankenwagen kein Platz mehr und so musste der Brillenträger wohl oder übel zurückbleiben aber mit ihm blieben auch die Lebensmittel zurück, welche Tototala zuvor eingekauft hatte zurück. An etwas derartig Banales hatte die Weißhaarige in dieser Situation nicht mehr gedacht. Auf dem Weg ins Krankenhaus informierte die alte Dame ihre Tochter, welche aus allen Wolken fiel als sie von dem Geschehenen hörte. Sofort ließ sie alles stehen und liegen und machte sich ebenfalls auf dem Weg ins Krankenhaus.

    [Event]


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    Nach und nach war es Sommer geworden. Die Tage wurden länger und die Nächte kürzer oder besser gesagt machten viele die ohnehin schon kurze Nacht zum Tag, da die lauen Sommerabende förmlich dazu einluden die Zeit im Freien zu verbringen statt vor der Glotze zu Hause. Wo konnte man eben jene Abende besser verbringen als in Eintracht mit Mutter Natur unter dem Sternenhimmel? Dies dachte sich auch die hiesige Bürgermeisterin und so kam die Idee eines Festes zu Stande. Als Standort hatte sie die Rivermountains gewählt - gut erreichbar aber doch mitten im Grünen. Ein Ort an dem man die Seele baumeln lassen konnte, der perfekte Ort um die Sterne zu beobachten wenn das Wetter mitspielte. Wenn man dem Wetterbericht trauen konnte waren ihnen klare Nächte beschert und das bedeutete freie Sicht. Kaum war die Idee entsprungen, wurde sie wenige Tage später schon in die Tat umgesetzt. Es erforderte viele fleißige Hände um die zahlreichen Stände am Fuße der Berge aufzubauen doch mit vereinten Kräften war alles im Nu erledigt und der erste Tag des Festes rückte heran. Ein Stand mit Essbarem folgte auf den nächsten. Die Auswahl war schier grenzenlos und doch konnte man klar erkennen, dass sich das Thema des Festes durch die Stände zog. Sternenförmige Kekse an der einen Ecke, galaktische Drinks auf der anderen Seite und dazwischen viele Stände an denen man Kuscheltiere oder anderes Zeug gewinnen konnte, welches am Ende zu Hause in irgendeiner Ecke herumlag aber man musste es schließlich trotzdem haben. In der Nacht erhellen zahlreiche Lichterketten die Szenerie und sorgten so für eine romantische Stimmung, wenn man es denn so haben will. Es wurden gemütliche Sitzecken auf Palettenmöbel eingerichtet und zahlreiche mehr oder weniger bekannte ansässige Bands und Solokünstler sorgen auf einer kleinen Bühne abwechselnd für die nötige Unterhaltung. Es gibt auch die Möglichkeit sich selbst etwas zu beweisen und vor dem Publikum aufzutreten, was für unentdeckte Talente vielleicht DIE Chance ist. Des Nachts stehen den Besuchern außerdem kleine Laternen zur Verfügung mit denen sie sich auf dem Weg zum Gipfel machen können, von dem aus man den besten Ausblick auf das atemberaubende Sternenmeer am Himmelszelt hat. Ob einige das Glück haben werden und eine Sternschnuppe zu Gesicht bekommen? Allein die Aussicht ist den Aufstieg auf jeden Fall wert.


    So war das also. Ein dreckiges Lachen, welches im Reich der Sterblichen eher wie ein leises Grollen klang verließ die toten Lippen des Geistes als die Göre versuchte ihn mit einer kleinen Kraftwelle von sich zu stoßen. Eine Hexe. Seine Augen formten sich zu Schlitzen als er den Abstand zwischen sich und den Sterblichen wieder verringerte. Der Kerl, welcher dem Mädchen offensichtlich ohnehin nur an die Wäsche wollte, war plötzlich völlig uninteressant. Immer noch ein Störenfried aber wesentlich weniger störend als die Hexengöre, die versuchte sich mit ihm anzulegen. Wenige Millimeter waren zwischen seiner körperlosen Gestalt und dem Mädchen. Er musterte sie argwöhnisch von allen Seiten, legte seinen Kopf immer wieder schief als studierte er das besagte Wesen. Es erfüllte Ricardo tatsächlich mit einem ähnlichen Gefühl wie Freude als das ängstliche Japsen des Menschen an sein Ohr drang. Er ernährte sich förmlich von der Angst der Menschen, welche immer wieder dumm genug waren sich hierher zu verirren. Einerseits genoss er es aber andererseits konnte er auf das dämliche Gekicher und das armselige Geflirte dieser Halbwüchsigen gut und gerne verzichten. Sie hörte ihren Herzschlag, welcher sich mittlerweile beschleunigt hatte. Tief sog Ricardo die Luft in seine toten Lungen als könnte er ihre Angst riechen. Herrlich. Eine Wohltat. Die zitternde Stimme des Hexenmädchens erklang und als sie zu Ende gesprochen hatte musste Ricardo wieder lachen. Wie verdammt recht sie hatte. Seine Wut trieb ihn an. Seine Wut verlieh ihm Kräfte, von denen manche Geister nur zu träumen wagten. Seine Wut war alles was ihm geblieben war und als wollte er es beweisen wozu er in der Lage war brachte er die alten Fenster des Hauses zum Scheppern und mit einem lauten Knall riss er die Tür auf, welche gegen die Wand dahinter knallte. Der Glaseinsatz der Türe, welcher ohnehin vom Staub schon ganz milchig war zerberstete. Das Lachen Ricardos dröhnte durch die alte Villa. „Ihr KÖNNT mir nichts tun.“ korrigierte der wütende Geist die Aussage der Hexengöre. Seine Stimme klang verzogen, erstickt und dadurch zugleich unheimlicher als normal. Er hatte es in das Ohr des Mädchens geflüstert und im nächsten Moment wieder Abstand zu ihr genommen. „Verschwindet!“ Dieses einzige Wort war wie ein Flüstern im Wind. Bedrohlich. Er duldete keine Widerrede und mit einer simplen Geste stieß er den Kerl, welcher sich offenbar keinen Friseur leisten konnte, für seine Verhältnisse fast schon sanft in Richtung Ausgang.

    [Irgendwo in der Innenstadt] Shuka, ihr Boy & Tototala


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    So wie sie ihre süße Enkelin kannte wurde sie herzlichst von ihr begrüßt. Shuka war wirklich engelsgleich doch was war das? Ihr Gesicht war plötzlich ganz rot und als beste Oma der Welt musste das natürlich gleich hinterfragt werden. Mit einem besorgten Blick musterte Tototala ihre Enkelin. Ihre Stirn war dabei in Falten gelegt. Schließlich war die alte Lady stehts besorgt um ihre Familie. Familie stand bei ihr einfach an oberster Stelle. "Geht es dir nicht gut, mein Kind?" erkundigte sich die Weißhaarige und musterte Shuka interessiert. "Hast du Fieber oder etwa einen Sonnenstich? Dein Gesicht ist ja ganz rot..." Normalerweise musste das Mädchen doch an die Sonne gewöhnt sein. Hier in Riverport herrschten im Vergleich zu ihrer Heimat ja regelrecht angenehm kühle Temperaturen. Tototala wusste noch genau, dass es die ersten paar Wochen richtig schwierig war sich an das neue Klima zu gewöhnen. Die Zeit verstrich aber schließlich stammelte Shuka einige unverständliche Worte vor sich her. Was genau sie ihrer Oma damit versuchte mitzuteilen verstand die alte Dame nicht so recht und so sah sie etwas verwirrt zwischen den beiden Kindern hin und her in der Hoffnung zumindest von dem süßen Freund ihrer Enkelin eine verständlichere Antwort zu bekommen. Dieser schien offenbar etwas wortgewandter als ihre Enkelin oder zumindest war er nicht zur Salzsäule erstarrt. Aufmerksam lauschte Tototala den Worten des jungen Mannes, welcher offensichtlich den Namen Lucus trug. "Achso ist das." Die Weißhaarige schielte kurz in die Richtung ihrer Enkelin, ehe sie ihr Gespräch mit dem Dunkelhaarigen wieder fortführte, da Shuka offensichtlich noch immer nicht in der Lage war auf die Frage ihrer Oma zu antworten. "Das ist aber sehr freundlich von dir. Du bist ja ein richtiger Gentleman." Sie alte Dame lachte ein wenig während sie den Brillenträger dankbar anlächelte und ihn näher zu sich winkte um ihm etwas ins Ohr zu flüstern. Der Student musste sich dafür etwas zu ihr hinunterbücken. "Weißt du... Shuka ist ein kleines bisschen schüchtern in Liebesdingen also musst du die Sache in die Hand nehmen..." Erneut drang ein Lachen aus der Kehle der alten Lady und sie zwinkerte dem jungen Mann verschwörerisch zu. Selbstverständlich hatte Tototala ihre letzten Worte geflüstert. Sie waren schließlich nur für Lucus bestimmt und trugen lediglich zum Glück ihrer Enkelin bei. Manchmal musste man als Oma einfach einfach ein wenig nachhelfen.

    [Beim Einkaufen ---> bei Shuka & ihrem Loverboy]


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    Gemütlich schlenderte die alte Lady durch die Innenstadt. In der rechten Hand hatte sie ihren Stock, den sie auf Grund ihres Alters mittlerweile zum Gehen benötigte und in der rechten eine Tüte mit einer Vielzahl an Lebensmitteln. Langsam setzte sie einen Schritt vor den nächsten und genoss es sogar ein wenig wieder einmal von Zuhause wegzukommen. Der Weg war für das gebrechliche Mütterlein zwar recht beschwerlich und sehr anstrengend aber auch sie wollte einmal sehen was in der Stadt so los war. Sie hörte immer nur die zahlreichen Geschichten von ihren Enkeln aber es mit eigenen Augen zu sehen war noch einmal eine ganz andere Geschichte. Ihre Augen waren zwar nicht mehr die Besten aber sie erfüllten ihren Zweck. Gerade als sie sich wieder auf den Weg zum nächsten Bus in Richtung Strand machen wollte erblickte die vierfache Omi ein bekanntes Gesicht. Sie traute erst ihren Augen nicht, da es für Shuka doch eher untypisch war sich mit dem anderen Geschlecht zu unterhalten aber es handelte sich offenbar wirklich um die sonst so schüchterne Zwillingsschwester. Sie näherte sich ihrer Enkelin und winkte ihr bereits von weitem. Geradewegs steuerte Tototala auf ihre Enkelin und deren Gesprächspartner zu. "Shuuuka!" flötete die alte Dame und schloss zu den Beiden in einem für ihre Verhältnisse doch recht zügigen Tempo auf. Bei den beiden Turteltäubchen angekommen begutachtete die alte Dame den jungen Mann noch einmal etwas genauer. Ihre Enkelin hatte wirklich guten Geschmack das musste man ihr lassen. "Meinst du dein Freund und du wärt so lieb und würdet diese schweren Einkäufe zur Strandbar bringen? Ich habe den weiten Weg doch ein wenig unterschätzt. Die Tüte ist ziemlich schwer und ich bin schließlich auch nicht mehr die Jüngste..." Ein wenig außer Atem sah sie ihre Enkelin an, die plötzlich ganz rot im Gesicht wurde. "Ach Süße, dass muss dir doch nicht peinlich sein. Ich verrate deiner Mama auch nichts von dem schnuckligen Burschen den du dir da angelacht hast, keine Sorge!" Die alte Dame lachte ein wenig und hoffte wirklich auf die Unterstützung ihrer Enkelin ansonsten müsste sie sich vor dem Heimweg wahrscheinlich noch einmal in einem Cafe ausruhen um den weiten Weg zu schaffen.

    Er riss seine Augen auf. Stimmen. Eine weibliche und eine männliche. Ein dumpfes Knurren drang aus seiner Kehle und sein Blick verfinsterte sich. Nicht einmal im Tod hatte man seine Ruhe. Seine leblosen Hände ballten sich zu Fäusten und er schlug gegen das alte Gemäuer. Ein Stück Wand bröckelte an eben jener Stelle ab und rieselte zu Boden. Seine Wut hatte ihn an dieses Gebäude gefesselt. Seine unbändige Wut hatte dazu geführt auf Ewig hier mit seiner einstigen Ehefrau und ihrer Geliebten gefangen zu sein . Seine Wut machte es ihm möglich die Brücke zwischen der Geisterwelt und der Welt der Lebenden zu überqueren. Ohne länger zu zögern schlug er die alte Tür im ersten Stock auf, die unsanft gegen die Mauer dahinter krachte. Das Geräusch war im ganzen Gebäude zu hören und man mochte meinen, dass diese Tat die gesamte alte Villa zum Beben brachte. Schon bald war die Quelle des Lärms ausgemacht und Ricardo fand sich wenige Sekunden später unweit der beiden Lärmquellen wieder. Sie konnten ihn nicht sehen aber er sah sie. Und wie er sie sah. Sie besaßen tatsächlich die Frechheit sein Eigentum zu betreten. Wieder irgendwelche Halbwüchsigen die auf einen Nervenkitzel aus waren oder einfach zwei Turteltäubchen, die sich hier vergnügen wollten? Vielleicht brachte die gruselige Stimmung den nötigen Kick in ihre eingeschlafene Beziehung? Es verirrten sich immer wieder die gleichen Seelen in dieses Gebäude. Er duldete keine von ihnen . Sie konnten seine Präsenz nicht sehen aber in seiner Nähe wurde es ein kleines bisschen kühler als noch zuvor. Seine Bewegungen waren von einem Luftzug gefolgt und er studierte die beiden Lebenden. Sein dunkler Blick musterte zuerst den jungen Mann und anschließend das blonde Mädchen. Eine seltsame Präsenz war von ihr ausgehend zu spüren. Er näherte sich ihr noch ein kleines Stück. Sie war nicht menschlich, oder? Irgendwas an ihr war anders als an Anderen. Seine geisterhafte Hand streifte ihren Arm aber dennoch blieb er für die Lebendigen unsichtbar. Es spielte keine Rolle was sie war oder was sie nicht war. Sie waren unerlaubt in sein Haus eingebrochen und das war Niemanden erlaubt. Er würde ihnen schon zeigen, was sie davon hatten...

    „Diese Jugend von heute immer, überall lassen die ihren Müll liegen, unfassbar!“, grummelte ein älterer Herr der sich langsam dem See näherte. Zusammen mit ein paar jungen Kollegen und Mülltüten. Der Trupp hatte die Aufgabe bekommen die Reste der Sommerparty aufzuräumen. Der Anruf kam allerdings nicht vom Bürgermeister selbst, sondern von einem Angestellten. Howard oder so ähnlich. Komischerweise beendete er jeden Satz mit 'Ho, ho, ho', wirklich ein seltsamer Genosse. Warum er ihnen rote Müllsäcke mit Weihnachtsmotiv zugeschickt hatte, wussten die Männer auch nicht so genau aber es war nicht ihr Job soviele Fragen zu stellen und so mischten sie sich unauffällig unter die restlichen Partygäste. Die fast leere Bar wurde abgeräumt, das Buffet oder eher die leeren Teller weggeworfen und die bunten Lichter langsam vom Baum gefädelt. Nach und nach verschwanden die lustigen Partydekorationen und alles andere was den sonst so friedlichen See zu einer Location für besoffene Studenten und Anhängsel gemacht hatten. Die wenigen Menschen, die sich hier noch so herum trieben, bekamen ein paar vielsagende Blicke bevor der Aufräumtrupp wieder das Weite suchte.


    [Das Event ist dann hiermit auch zuende, hat eh lange genug gedauert! Fast hätten wir schon den Glühwein austeilen können und das auf einer Sommerparty. Danke dass ihr so zahlreich teilgenommen habt und wir hoffen ihr hattet Spaß!]

    "AH!" Erschrocken kreischte Petunia auf, als sie etwas unsanft am Kopf traf. Gerade, als sie sich umdrehte, sah sie nur wie die schwarzen Haare des Mädchens von vorhin aus der Tür verschwanden. Grrr! Vielleicht kam sie dieses Mal davon, aber wehe, sie würde sich unter ihrer Aufsicht noch einmal blicken lassen. Oh, und lebenslanges Hausverbot bekam sie auch noch gleich dazu, auch wenn Petunia wahrscheinlich die einzige Person war, die dies überhaupt interessierte.

    Pah! Unglaublich. Dieses Kind entschuldigte sich nicht einmal für seine Taten, sondern versuchte sie sogar irgendwie zu rechtfertigen?! Petunia war empört und die Wut in ihr stieg weiter an. So, wie sie sich verhielt, kam es rüber als würde sie einer reichen Familie angehören, die sich alles leisten konnte. Doch ihrer Aussage nach schien dies wohl nicht der Fall zu sein. "Und du kleine Göre möchtest jetzt Mitleid bei mir erregen? Keine Chance!" Die Dame richtete ihre Brille und musterte das Kind noch einmal. Mitleid hatte sie tatsächlich nicht, aber ihre Herkunft erklärte wenigstens das Fehlen ihrer Manieren. "Nun gut. Ich könnte genau so gut die Polizei rufen und glaube mir, das hättest du verdient! Ich kümmere mich darum, dass dich jemand abholt und wieder dahin bringt, wo du hingehörst! Warte hier." Petunia schritt um die Ecke, wo sich das Telefon der Bücherrei befand. Und jetzt musste sie auch noch die Nummer bei den Gelben Seiten finden! Hoffentlich würde das nicht zu lange dauern...

    Gemochte Seniorin Rose Bishop, welche sich normalerweise um die Bibliothek kümmerte, war erkrankt. Glücklicherweise konnte heute ihre Schwester, Petunia, sie vertreten. Doch sie war nicht wie Rose, welche ihrer Meinung nach oft zu lieb und konsequenzlos mit den rebellischen Teenagern umging, die hier nach der Uni ihre Kaffees verschütteten und mit voller Absicht die Schilder missachteten, auf denen ganz groß "BITTE LEISE SEIN" stand. Die strenge Frau ging ihre Runden und alles schien ja doch nach dem Rechten auszus- Moment mal. WAS MACHTE DIESES BALG DORT? Das laute und schnelle Klacken ihrer Schuhe ertönte durch den Raum, als sie zielstrebig auf Pandora zulief und ihr Gesichtsausdruck verriet nichts gutes. "Junges Fräulein! Es ist VERBOTEN irgendetwas mit den Büchern zu machen, außer sie zu LESEN!" Einge Speicheltropfen landeten dabei direkt in das Gesicht des Kindes, aber die Frau war nunmal voller Rage. "Unglaublich, wie die Kinder heutzutage erzogen werden!!" Viel zu grob packte sie schließlich nach Pandas Hand um sie auf ihre Beine zu zerren und schnappte sich schnell die Bücher, die noch auf dem Boden lagen. "Und jetzt wirst du mir verraten, wer deine Eltern sind und wo du wohnst! Glaub ja nicht, dass du ohne eine Strafe davon kommst!!" Wäre es ihr Kind, hätte es Zuhause ordentlich Haue gegeben, leider waren junge Eltern einfach nicht mehr mit guten Erziehungsmethoden vertraut.

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    Ein neuer, vielleicht nicht mehr ganz so ereignisreicher Tag war angebrochen. Die wärmende Sonne wanderte langsam dem Himmel entgegen und die müden Äuglein der vielen kleinen und großen Kinder im Camp öffneten sich. Heute würde das lustige Camp sein Ende finden, leider viel zu früh, wie Mr. Ranger fand. Aber daran konnte man nichts ändern, die Gesundheit und Sicherheit der angehenden Pfadfinder war einfach wichtiger. Deswegen trommelte der blonde Mann nach dem Frühstück alle zum einstigen Lagerfeuerplatz zusammen. Samt Koffer und sonstigem Gepäck. Manche hatten da ganz schön viel dabei.. „Also dann, meine Süßen. Unser Bus wartet schon. Steigt ein, der Busfahrer und ich verstauen euer Gepäck. Verabschiedet euch von diesem Ort. Bis nächstes Jahr!“, verkündete er und lächelte in die Runde. Obwohl das ziemlich schwer war, bei den vielen traurigen Gesichtern...

    Der Reisebus setzte sich in Bewegung und das Camp wurde immer kleiner, je weiter sie sich davon entfernten. Bis es plötzlich ganz verschwunden war und nur noch bunte herbstliche Bäume zu sehen waren. Das war doch auch ein hübscher Anblick! Zumindest um einiges schöner als die vielen großen grauen Wolken, die über den Bergen und dem Camp aufzogen. Hoffentlich passierte dort nichts allzu schlimmes.. Die Truppe im Bus näherte sich wieder der Stadt, jetzt waren sie wieder zuhause und bald würde die Schule wieder anfangen. Wie schnell noch die Zeit verging. Mr. Ranger ging sicher dass jedes der Kinder sicher nachhause kam weswegen der Bus auch an jedem einzelnen Haus anhielt um die Teilnehmer dort abzusetzen. Schließlich waren alle wieder in ihren Häusern, bei ihren Eltern oder Freunden, die sie sicher schrecklich vermisst hatten.


    (Damit ist das Event vorbei! Wir hoffen trotz allem dass ihr ein bisschen Spaß hattet und eure Charaktere viel erleben konnten! Da alle Charaktere jetzt wieder an ihren Wohnorten sind, könnt ihr dort auch weiter posten.)

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    "Ah, Sumomo!" Mr. Ranger kam gerade aus seiner Hütte, als er das Mädchen mit verlorenem Blick entdeckte. Die Leute vom Waisenhaus hatten ihn ja schließlich schon bezüglich des freigewordenen Platzes kontaktiert und mit dem Papierkram war er glücklicherweise auch soeben fertig geworden. "Schön, dass du endlich da bist! Der Tag hat schon angefangen, aber schnapp dir irgendein Instrument deiner Wahl und mach ein bisschen Musik mit den anderen Kindern!" Wenn sie Hilfe brauchte, konnte sie sich ja auch an die Betreuer wenden! Schließlich räusperte sich der Campleiter und trat in die Mitte des Platzes. "Ich bitte um eure Aufmerksamkeit! Leider habe ich keine erfreulichen Neuigkeiten für euch, denn soeben wurde ein Unwetter angekündigt, welches ab morgen über die Stadt herziehen wird. Somit besteht auch eine große Chance, dass es zum Erdrutsch kommt und wir das Camp leider frühzeitig beenden müssen." Seine Stimme klang traurig, er liebte das Camp schließlich selbst so sehr wie die Teilnehmer, doch ihre Sicherheit ging nunmal vor. "An der Planung vom heutigen Tag ändert sich nichts, doch morgen früh werden die Busse kommen und uns alle abholen, bevor der Sturm am Nachmittag aufzieht. Ich hoffe, ihr habt Verständnis dafür und lasst euch den Tag dafür nicht verderben, genießt die restlichen Stunden!" Er verkniff sich die überdramatisierten Tränen und zog sich so schnell wie möglich in seine Hütte zurück.


    [Da wir bemerkt haben, dass das Event nur noch langsam vorangeht, haben wir uns entschlossen es um einen Tag zu verkürzen, da es ohnehin schon länger dauert als geplant. Das Event wird offiziell am 20. Oktober beendet und wir hoffen, dass ihr dennoch viel Spaß hattet!]

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    Nachdem auch die letzten Lichter in den Hütten ausgegangen sind und sich die Gespräche langsam aber sich eingestellt hatten, schlief der Großteil friedlich in dieser heißen Sommernacht. Der nächste Morgen war endlich da und die Leute füllten ihre hungrigen Bäucher beim Frühstück in der Gemeinschaftshütte, ehe es wieder nach draußen ging und Mr. Ranger sich mit einem Räuspern bemerkbar machte. "Guten Morgen, meine lieben Camper! Ich weiß, der letzte Tag war anstrengend für viele und ich kann auch so einige müde Gesichter in der Menge erblicken, aber hoffentlich können wir alle noch genügend Energie für den heutigen Projekttag aufbringen!" Mit diesen Worten holte er Tara zu sich nach vorne, damit sie ihre Idee vorstellen konnte.

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    Vollkommen im Stress lief der junge Bauer durch sein hübsches Farmhaus. In die Küche, nach oben, nach unten, zurück in die Küche, ins Wohnzimmer. Wo hatte er nur diesen Dünger hin! Er hatte ihn doch extra mit ins Haus genommen weil er so wertvoll war und jetzt war er fort! „Das darf doch nicht wahr sein, so blö-“ Plötzlich klopfte es an seiner Tür. Wer war das denn jetzt, Besucher waren gerade wirklich Fehl am Platz! „Ja, hallo?“ Ein etwas verrückt aussehender Mann stellte sich vor ihn nachdem er die Tür geöffnet hatte. Ungeduldig tippte der freundliche Farmer an seiner Tür während der Fremde erzählte dass er sich verfahren habe. „Oh weh, das tut mir leid, jetzt ist unser Dorf so klein und doch verirren sich so viele Neue!“ Henry lachte aber jetzt war kein Zeit für einen Plausch. Der Dünger wartete, irgendwo. Und er musste ihn finden! „Momentchen, ich hab da was für sie!“, fiel dem Kerlchen ein, er verschwand kurz hinter der Tür und suchte im kleinen Regal gleich neben dem Eingang nach einem Stadtplan. Oder Dorfplan? Den hatte der Bürgermeister anlässlich des letzten Festes entworfen und drucken lassen. Der war ja jetzt perfekt oder nicht? „Ich bin leider sehr in Eile, entschuldigen Sie, aber hier, den schenke ich Ihnen!“ Der junge Mann drückte Daryl einen Plan in die Hand, auf diesem waren alle Orte des Dorfes aufgezeichnet. Auf der Rückseite war sogar eine Karte von Riverport! Ein wenig klein und unübersichtlich aber trotzdem hatte der werte Herr Bürgermeister daran gedacht.. so pfiffig. „Sie können sich gerne ein wenig um sehen, ich muss los, meine Pflanzen brauchen mich!“ Mit diesen Worten und einem entschuldigendem Lächeln hüpfte Henry in seinen Wagen und fuhr davon. Da musste er wohl neuen Dünger kaufen..

    Die Abenddämmerung tauchte das Camp in ein gemütliches und stimmungsvolles Licht. Der erste Tag war also geschafft, sicher war es für alle Anwesenden anstrengend gewesen. Waren denn überhaupt noch alle anwesend? Der Ranger verließ nach dem nicht sehr erfreulichem Treffen mit zwei Kindern seine Hütte, blieb aber trotzdem freundlich als er sich den anderen Campteilnehmern nähert. „Wie ich sehe habt ihr eure Zeit heute ja wirklich genossen, schön! Richtig kreativ seid ihr!“ Der blonde Mann nickte zufrieden als er all die fertigen Basteleien entdeckte. „In der Gemeinschaftshütte wartet euer Abendessen. Etwas Brot, Wurst, Käse, Obst. Es sollte auch noch Kartoffelsuppe da sein, lasst es euch schmecken. Und die braven und fleißigen Kinder bekommen sogar noch eine Nachspeise.“ Dabei blinzelte er hinüber zu den beiden Störenfrieden. Die bekamen sicher nichts. „Bis morgen und bleibt so artig.“ Nachdem er allen noch eine Gute Nacht gewunschen hatte, verschwand er schließlich wieder.


    (Es ist jetzt also Freizeit angesagt, der Abend beginnt und ihr könnt quasi fast alles machen was ihr wollt aber bleibt brav! Bis zum nächsten Post bricht auch die Nacht herein also schlaft schön, liebe Kinder!)