Beiträge von schachtl

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    Darren & Yumi | in der Küche im dritten Stock


    „Ich weiß dass du das tust.“, sagte der junge Student auf ihre Worte, überging dabei das Thema rund um die beliebte Nuss-Nougat-Creme und schwenkte den restlichen Kaffee in seiner Tasse. Als wäre es guter Wein, zu dem er jetzt auch nicht Nein sagen würde aber zu dieser Stunde war er wahrscheinlich doch ein bisschen unangebracht. Aber wer bestimmte das schon? Seine braunen Augen wanderten einmal in die Küche, über die Regale und er fragte sich ob überhaupt irgendwo in diesem Haus ein guter Tropfen zu finden war. Ein kostbarer Wein und nicht nur das beinahe kostenlose Zeug, das man nur in sich kippte um dieses eine Gefühl zu bekommen. Um Freiheit zu spüren, Gedankenlosigkeit, Unbekümmertheit.. Manchmal wünschte sich Darren er könnte dies auch so fühlen, natürlich war er kein Mensch der sich tagtäglich den Kopf mit den Gedanken vollstopfte und den Tag deshalb nicht mehr genießen konnte aber in letzter Zeit hatte er bestimmte Dinge an die er dachte, die nicht still sein wollten und als sein Blick sich wieder an Yumi haftete, grinste er. „Es wird hier auf jeden Fall nie langweilig.“ Das war sowohl eine Anspielung darauf dass in einem Studentenwohnheim jede Menge verschiedener Menschen lebten, die sich nicht alle gleich waren und wenn Unterschiede aufeinander trafen, konnte das manchmal schon wirklich außergewöhnlich und auch lustig werden. Aber Darren spielte damit auch auf die vielen Möglichkeiten an, die sich einem Heranwachsendem boten, wenn man etwas anderen Spaß suchte. Klar lief man sich hier immer über den Weg aber man konnte sich genauso gut meiden, das musste dann jeder für sich entscheiden. „Überlegst du denn ins Wohnheim zu ziehen?“, fragte er die junge Studentin nachdem er seine Kaffeetasse geleert hatte. Etwas worüber der Musiker sich tatsächlich freuen würde und doch hatte das einen bitteren Beigeschmack. Ob sie sich irgendwann bewusst aus dem Weg gingen? Weil sie einander kannten, weil sie wussten wie der andere lebte und vielleicht wollte man einer unangenehmen Situation entfliehen? Wenn man den anderen mit einem One-Night-Stand begegnete, obwohl es den anderen ja gar nichts an ging. Darren legte seinen Kopf etwas schräg während er überlegte und bemerkte zugleich, dass auch Yumi abgelenkt war. Worüber dachte sie nach, hatten seine Worte das erreicht was er gewollt hatte? Die Psychologiestudentin schien für einen Augenblick ganz anders, nicht so unnahbar und stark wie sie sich gab, sie grübelte und Darren hätte zu gerne gewusst was in ihrem hübschen Köpfchen gerade so vor sich ging. Sein Lächeln wurde zu einem Schmunzeln. „Könntest du das denn?“ Eine ernst gemeinte Frage, die er hinter einem Lachen versteckte. Es gab Menschen, denen es nichts machte dass der Partner sich auch anderweitig vergnügte oder sowas in der Art. Doch der Musiker konnte sich nicht vorstellen dass das Blondchen ebenso dachte. „Zu sehen wie der Mensch den man.. gern hat, mit jemand anderen verschwindet und man ganz genau weiß was passieren wird..“

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    Darren & Yumi | in der Küche im dritten Stock


    Ein böses Funkeln blitzte aus seinen dunklen Augen als die angehende Psychologin äußerte dass sie vorhin vielleicht das heilige Nutellaglas in einem der Regale entdeckt hatte. „Oh, das wagst du nicht.“, warnte der Wuschelkopf und lehnte sich wieder nach vorne, legte seine Ellbogen auf den Tisch und sah das Blondchen mit einem durchdringenden Blick an. Ein kleines Schauspiel, etwas das die beiden immer machten, weil sie wussten miteinander umzugehen und es doch schätzten, dass dadurch nie eine unangenehme und zu ernste Stimmung aufkam. Ein Lachen entfuhr dem jungen Studenten während er seine aufrechte Haltung wieder etwas lockerte und einen großen Schluck seines mit Milch verdünntem Kaffee nahm. „Wow.. darauf wäre ich ja nie gekommen! Gut dass ich mich damals nicht für ein Psychologiestudium entschieden hab, ich habe einfach nicht das Talent dafür andere Menschen so gut einzuschätzen...“ Darren seufzte übertrieben nachdem er seine halbvolle Tasse wieder abgestellt hatte und seine Schultern für einen Augenblick anhob. Dass ihre Aussage rein gar nichts mit diesem Studium zu tun hatte, war natürlich klar und trotzdem schmunzelte der junge Student, auch als Yumi meinte dass seine Angewohnheit als Frauenheld wirklich schade war. Nur wegen den Kaffeebechern? Was auch sonst. „Ach, das passt schon. In Zukunft mache ich das einfach auch so.“, beschloss der Musiker mit einem Nicken und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. „Vielleicht muss ich auch einfach ein Stockwerk weiter nach unten gehen.“ Das Studentenwohnheim ist ja groß genug, sicher würde man hier irgendwo noch den gewünschten Kaffeebecher finden aber das war alles eigentlich gar nicht wichtig, ein belangloses Thema, das vom eigentlichen ablenkte. Darren lächelte. Er bettete sein Gesicht auf die abgestützte Hand und ließ die Studentin nicht aus den Augen. „Man müsste keine Angst mehr haben.“, antwortete er mit sanfter Stimme. Und doch konnte er einen gewissen Unterton nicht verstecken. „Davor dass sich die andere Person doch für jemand anderen entscheidet und vielleicht für immer wieder geht, nach einem solchen Abend.“ Darren ließ noch einige stille Sekunden verstreichen ehe sich wieder ein Grinsen auf seinen Lippen bildete. „Ist doch auch anstrengend immer wieder von vorne anzufangen oder? Und zu teilen ist irgendwann auch keine Lösung mehr.“

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    Darren & Yumi | in der Küche im dritten Stock


    „Hey, lass mich.“ Darren lehnte sich mit verschränkten Armen an die Küchentheke während er darauf wartete, dass sich die erste Tasse mit heißem Kaffee füllte. „Es ist früh am Morgen, ich bin müde und vielleicht gebe ich deswegen ein bisschen zu viel unnützes Zeug von mir.“ Schmunzelnd hob er seine Schultern und beobachtete dann das kurze Schauspiel der angehenden Psychologin, die sich über den fehlenden Becher für unterwegs zu beschweren schien. „Naja, in Zukunft müssen dann wohl alle Mädls morgens bei mir bleiben. Solange sie nicht auch noch unsere normalen Tassen mitnehmen, ist das ja nicht weiter schlimm. Außer sie finden das Versteck unserer Nutella, das bedeutet dann Krieg.“, warnte der Wuschelkopf mit ernster Stimme und hob dabei fast schon mahnend den Zeigefinger. Die zweite Tasse mit frischem Kaffee folgte und während Yumi über die Bedeutung des eigenen Kaffeegeschmacks philosophierte und fragte ob es vielleicht Rückschluss auf die eigene Person gab, füllte er etwas Milch in sein Heißgetränk und rührte mit einem Löffeln um. „Wer weiß das schon. Du bist doch die Psychologin unter uns, du kannst die Menschen doch lesen, wie es kein anderer kann... was sagt also mein Geschmack über mich aus?“, fragte er das Blondchen und nahm vorsichtig einen Schluck von seinem Kaffee. Dabei ließ er die hellblauen Augen seines intimen Besuches nicht unbeobachtet, sein Blick klebte an ihr und mit jeder Sekunde mehr bildete sich ein Grinsen auf seinen Lippen. Der Schauspieler drehte sich herum und setzte sich an den nahegelegenen kleinen Tisch, stelle seine Tasse darauf ab und streckte seine Arme kurz in die Luft. Dann verschränkte er seine Hände hinter dem Kopf, lehnte sich an seinen Stuhl und warf einen Blick aus dem Fenster. „Vielleicht sollte ich aber auch einfach damit aufhören immer Mädchen zu mir einzuladen. Irgendwann ist es auch mal Zeit für jemanden der bleibt. Für längere Zeit.“ Die Wörter 'für immer' sparte er sich an dieser Stelle, war es wahrscheinlich doch ein bisschen unpassend. Seine Stimme war ruhig, als würde er über das heutige Wetter plaudern, als wären seine Worte nichts besonderes und auch wenn er nicht wirklich auf irgendwas anspielte, zumindest nicht direkt auf Yumi, merkte man vielleicht, wenn man darauf achtete, dass mehr dahinter lag. Natürlich grinste der Darsteller wieder in ihre Richtung, zog seine Aussage ein bisschen ins Lächerliche und machte daraus einen Witz. „Oder ich hole mir viel zu viele Katzen, ziehe später aus und werde ein einsamer Katzenpapa. Hat sicher auch so seine Vorteile.“, schmunzelte er und führte die warme Tasse wieder an seine Lippen.

    1677-cylie-pngCylie & Nick | in ihrem Zimmer


    „Ein weißer Kittel macht noch lange keinen Arzt aus.“, erwähnte die junge Brünette beiläufig, spielte darauf an dass es jede Menge Doktoren da draußen gab, die sich für das Beste hielten obwohl sie im Grunde keine Ahnung hatten und sich trotzdem gut vermarkteten. Meistens mit Hilfe guter Assistenzärzte aber so genau wollte Cylie da jetzt nicht sein, darüber mit jemanden zu reden, der davon keinen blassen Schimmer hatte, das meinte sie nicht böse, brachte sowieso nichts. Da konnte sie lieber mit ihren Kommilitonen schimpfen, wobei es da auch ein paar echte Helden gab. „Und auch lange keinen tollen Mann! Auch wenn sie meist denken sie könnten mit ihrem Titel alle Frauen haben.“ Die Studentin verdrehte ihre grünen Augen und grinste anschließend bevor Nick sich dazu entschied, die Wohngemeinschaft wieder zu verlassen. Er wollte sie also wirklich nur nachhause bringen? Fast schon schade in den Augen des Zwillings und doch konnte sie schlecht etwas dagegen sagen. Es war ja seine freie Entscheidung, die sie ein bisschen bedauerte. Cylie atmete den Duft des Studenten ein, als dieser sie in den Arm nahm und fest an seine Brust drückte. „Ich werde auch die Gläser in der Küche in Ruhe lassen, versprochen.“, erwiderte sie auf seine neckenden Worte und winkte dem Kerl zum Abschied noch als dieser durch die Tür hinaus verschwand. Einige Sekunden lang hielt sie ihre gesunde Hand nach oben, ließ sie dann seufzend neben sich fallen und konnte nicht verleugnen dass sie sich gefreut hätte wenn Nick die Nacht über bei ihr geblieben wäre. Nicht mit blöden Hintergedanken, einfach so, wie Freunde das halt machten. Ihr Bett war ja auch groß genug sodass man sich nicht unbedingt aneinander kuscheln musste. Die angehende Medizinerin hob ihre Schultern, daran ändern ließe sich nichts und Lust darauf ihr Zimmer aufzuräumen und für Ordnung zu sorgen, die hatte sie jetzt wirklich nicht. Das konnte warten und so knöpfte die Heranwachsende langsam ihr Hemd auf, so gut sie es hinbekam, und schlüpfte anschließend aus ihrer Jeans sowie aus dem weißen Top, dass sie unter ihrem Oberteil getragen hatte. Cylie öffnete ihren Kleiderschrank, wäre auf dem Weg dorthin fast über eins ihrer dicken Medizinbücher gestolpert, aber da hatte sie nochmal Glück gehabt. Gerade als sie sich ihren Schlafanzug heraus nahm, klopfte es wieder an ihrer Zimmertür. Hatte Nick etwas vergessen oder waren ihre Mitbewohnerinnen einfach zu neugierig. Ihre Augenbrauen hoben sich ein bisschen skeptisch und so öffnete sie in Spitzenunterwäsche bekleidet und sich mit ihrem übergroßen Schlafshirt bedeckend die Tür einen Spalt. Ihre Gesichtszüge wurden weicher, Überraschung zeichnete sich ab. „Oh.. hast du was vergessen?“, fragte sie Nick.

    1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | am Ufer


    Cinnamon winkte sofort ab als der junge Kerl versuchte einen Blick ins Innere ihrer Tasche zu erhaschen, sicher hatte sie da jede Menge Essensvorräte drin, die sie niemals teilen würde. Zumindest nicht solange es Fische im Meer und Beeren an Sträuchern gab. Püh, Leon kräuselte seine Lippen und guckte ein bisschen beleidigt, folgte dann aber Seriza ohne ein weiteres Wort und wartete geduldig auf eine Antwort des kleinen Mädchens. Vielleicht war sie in diesen Dingen ja bewandert und kannte sich aus, vielleicht hatte sie mehr Bücher über die heimischen Kräuter und Pflanzen gelesen als er. Aber ihren Worten nach und dem folgenden Lachen war dem wohl nicht so und Leon stimmte in das leise Kichern ein. „Der Schein kann ja auch trügen.“ Leon richtete sich wieder auf, verschränkte seine Arme und während er seinen Kopf schräg legte, senkten sich seine flauschigen Ohren. „Sehr gute Idee, Cinnamon, am Ende stirbt noch einer weil die Beeren giftig sind!“ Das Halbwesen warf der rothaarigen Dame einen vielsagenden Blick zu, er ersetzte so gesehen das langsame, wirklich begeisterte Klatschen. „Wir sollten das dann doch lieber lassen, sterben wollte ich dann doch noch nicht.“ Langsam drehte er sich herum und als Cinnas Worte an seine Ohren drangen, guckte er begeistert in ihre Richtung. Frischer Fisch? Das klang ja super! Auch wenn er gerade das vor einigen Monaten mal über Bord geschmissen hatte als er gemeinsam mit ihr auf hoher See gewesen war.. oder hatte er das im Traum gemacht? Leon war sich gerade nicht sicher, sagte deshalb nichts über diesen Vorfall und guckte nur fröhlich drein. „Abgemacht, wenn mein Magen lauter knurren sollte und wir so Monster anlocken, holst du uns einfach einen Fisch aus dem Meer.“, entschied der Jäger und setzte sich in Bewegung, spürte wie der weiche Sand unter seinen Sandalen nach gab. „Es riecht hier so frisch.“, bemerkte der Langhaarige und sog die Luft in seine Nase. Kräuter, Beeren, der große Dschungel, der die Luft filterte. Es war wirklich herrlich. „Hast du Angst vor dem Wald, Cinnamon?“

    1677-cylie-pngCylie & Nick | in ihrem Zimmer


    Gerade so hatten sie den letzten Bus in Richtung der Wohngemeinschaft erwischt, man sollte meinen dass sie in einer großen Stadt wohnten, mit guter Verkehrsanbindung aber manche Ecken konnte man zu später Stunde kaum mehr erreichen. Aber es gab zu dieser Uhrzeit auch einfach interessantere Orte innerhalb Riverports und wenn man nicht gerade auf Glasscherben landete, musste man auch nicht unbedingt in die Nähe des Krankenhauses. Cylie kramte in ihrer Tasche nach dem Hausschlüssel, der sie ins Innere ihres Zuhauses ließ, wo sie auch gleich ihre Schuhe von den Füßen streifte. „Am Ende hätte mich mein Kollege noch betäubt oder mir sonst was gespritzt vor Eifersucht. Ganz sicher, da wäre das Horrorspektakel an diesem Abend perfekt gewesen!“, antwortete die junge Studentin schmunzelnd, dabei flogen ihre funkelnden Augen über ihre Begleitung, als Hinweis darauf dass ihr behandelnder Arzt guten Grund zur Eifersucht gehabt hätte. Nicht weil da mehr zwischen Nick und ihr lief aber weil er eben einfach ziemlich gut aussah. Die neidischen Blicke der jüngeren Mädls im Bus waren ihr da nicht entgangen! Die Medizinerin führte ihn mit in ihr Zimmer, öffnete die Tür und machte das Licht an. Dass auf dem Boden verteilt verschiedene Lexika und andere Unterlagen verstreut lagen, war ihr im Moment ziemlich egal und auch dass es sonst etwas chaotisch war, kümmerte sie jetzt nicht. „Ich bin ordentlich.“, kommentierte sie den Einschlag einer Bombe in ihrem Zimmer und hob grinsend ihre Schultern. Cylie drehte die eingebundene Hand vor ihren Augen. „Er meinte ich konnte von Glück sprechen dass nicht mehr passiert ist, die Schnitte waren ziemlich tief. Da verletzt man leicht mal einen Nerv oder eine Sehne.. du hast mir wohl Glück gebracht.“ Ein Lächeln umspielte ihre rosigen Lippen. Die angehende Ärztin legte ihre Tasche ab und ließ sich auf ihr Bett fallen, deutete Nick an dass er sich irgendwo setzen sollte. „Du hättest aber auch ruhig heimgehen können, wäre jetzt nicht das erste Mal, dass ich zu später Stunde alleine draußen herum laufe. Spät- und Nachtschichten sei Dank, yay~“ Schmunzelnd schüttelte die Brünette ihre gesunde Hand in der Luft als Zeichen ihrer unbändigen, gespielten Freude. Einen Gähnen hinter hervor gehaltener Hand und Cylie setzte sich in einen Schneidersitz während ihre smaragdgrünen Augen den Bewegungen des Mannes folgten. „Willst du heute hier bleiben?“

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    Darren & Yumi | in der Küche im dritten Stock


    „Klar, stell dir vor ich hätte dir einen Kaffee serviert, der überhaupt nicht nach deinem Geschmack ist. Dann wäre der komplette Tag einfach schon ruiniert. Und brauchen wir das? Nein, das erledigen unsere Mitmenschen oft genug..“ Ja, vielleicht war das sogar eine kleine Anspielung. Aber nur ganz vielleicht. Auf Yumi selbst, weil sie gehen wollte und das wahrscheinlich in den kommenden Minuten auch tun würde. Sobald sie ihren Kaffee hatte. Dann würde sie ihn wieder alleine lassen, wahrscheinlich auch vergessen und auch wenn sich der junge Student schlecht dabei fühlte wie er über die angehende Psychologin dachte, so konnte er diese bösen Gedanken nicht stumm schalten. Ja, es würde seinen Tag und vielleicht auch seine ganze Woche ein Stückweit ruinieren, wenn er Yumi nicht sehen konnte, hatte er überhaupt ihre Handynummer? Oder würden sie sich irgendwann wieder zufällig über den Weg laufen und darüber reden, dass das dann längst kein Zufall mehr war? Darren blieb etwas zu lange vor der brodelnden Kaffeemaschine stehen, hatte nicht einmal seine Hand gehoben um irgendeinen Knopf zu drücken, für den sowieso erstmal die Tasse fehlte. „Den Kaffeegeschmack des anderen zu kennen, das ist doch etwas besonderes.“, sagte der Musiker mit einem Grinsen im Gesicht. (ja hallo glee anspielung klaine für immer) Er öffnete das Küchenregal über der Kaffeemaschine, darin befanden sich unzählige Tassen, viele davon schon mit unzähligen Kaffeflecken, die sich gar nicht mehr vom Material lösen wollten, auch wenn man versuchte sie wegzuschrubben. „Hmmm..“ Er schob die vielen Tassen hin und her, tat so als würde er etwas bestimmtes suchen und seufzte dann übertrieben. Drehte sich enttäuscht zur Blondine neben sich und hob entschuldigend seine Schultern. „Da hat mein letzter Besuch den Becher wohl nicht zurück gebracht.“ Ein letzter prüfender Blick ins Innere des Regals, um seinem Schauspiel Nachdruck zu verleihen. „Kommt wohl davon wenn man denen etwas Vertrauen entgegen bringt. Enttäuschend.“, fügte er seiner Darstellung zuletzt hinzu, seufzte nochmal und nahm zwei Tassen aus dem Schrank. Eine davon stellte er auch gleich unter die Kaffeemaschine.

    1990-normal-by-nijurah-d8joqgi-pngCollette & Julia | bei Lily am schwarzen Brett


    Der kleine Spaziergang von der Taverne fort tat dem jungen Mädchen wirklich gut. Auch wenn es nicht wirklich viel gewesen war, was sich die beiden Freundinnen da bestellt hatten, so lag es ihr doch etwas im Magen. „Ich sollte öfter bei uns essen.“, seufzte die Bäckerstochter während ihre Hände an ihrem Bäuchlein ruhten, fast so als wäre sie schwanger und würde ihr ungeborenes Kind damit behüten wollen. Dabei war es aber nur ganz viel Essen in ihrem Inneren. „Aber wenn ich allein gehe, erwischt mich am Ende noch mein Chef und er bemerkt dass ich alleine die Arbeit schwänze.. wenn jemand bei mir ist, hat er sicher Angst! Er kann seine Gäste ja nicht so stören.“ Collette kicherte, das war ein ganz guter Plan, den sie sich da zurecht gelegt hatte und jedes Mal aufs Neue verfolgte. Ein fröhliches Pfeifen entglitt ihr während sie sich dem schwarzen Brett und einer davor stehenden, hübschen Frau näherten. Sie schien traurig, gar entsetzt und gekränkt. Waren die Aufträge so schwer? „Alles in Ordnung?“, fragte sie zunächst zögernd obwohl die Frage wahrscheinlich total daneben war weil offensichtlich etwas nicht stimmte. Ihr Blick glitt auf das schwarze Brett, es hingen nicht viele Zettel dort, schade eigentlich oder vielleicht auch besser so! Wobei es auch traurig sein konnte weil manche Bürger keine Hilfe annehmen wollten.. irgendwie war beides nicht so das Wahre und Coco hoffte einfach auf eine Aufgabe von ihrer Meisterin, wurde aber nicht fündig. „Möchtest du jemanden helfen?“ Wieder drehte sie sich zu der Fremden und sah sie erwartungsvoll an, sie war selbst ein bisschen zu faul sich jetzt alles durchzulesen. Fragen ging doch viel schneller!

    Hina, Alessa, Melanie & Leo | in einem Club


    Trotz ihrer zärtlichen und auffordernden Berührungen, die für manch andere wahrscheinlich über eine gewisse Grenze hinaus gingen, für sie selbst bei einem attraktiven jungen Mann aber vollkommen legitim und quasi schon selbstverständlich waren, reagierte der große Bruder ihrer besten Freundin nicht auf sie. Tze, der würde dafür schon noch bekommen was er verdiente. Sie verdiente er mit dieser dämlichen Aktion auf jeden Fall nicht. „Dann heul doch rum. Du weißt ja gar nicht was du verpasst, mein Lieber.“ Hina hopste von ihrem Barhocker, warf dem Studenten einen vielsagenden Blick zu und stöckelte auf ihren High Heels zurück zur restlichen Gruppe, die anscheinend Zuwachs bekommen hatte. „Ich weiß ja nicht was mit deinem Bruder nicht stimmt aber der muss schon ganz tief in der Beziehungsscheiße stecken wenn er mich nicht anrührt.“, flüsterte sie Alessa hinter hervor gehaltener Hand ins Ohr während ihre grauen Augen in Richtung Bar funkelten. „Und damit meine ich dass er wahrscheinlich viel zu blind vor Liebe ist. Ekelhaft.“ Das Mädchen schüttelte sich, war kurz enttäuscht von sich selbst weil sie nicht auf die bestellten Shots gewartet hatte und wand sich den restlichen Clubbesuchern zu, nahm dabei einen Schluck aus dem Glas ihrer Besten. „Wen habt ihr euch da denn angelacht?“, fragte sie ihre Mädls und begutachtete den Neuankömmling mit großen Augen, ganz auffällig von oben bis unten. Ein Lächeln legte sich auf die geschminkten Lippen der Minderjährigen und gab das halbvolle Glas zurück. „Ich bin Hina, ich hoffe du hast ein bisschen mehr Lust auf Party als so manch andere Menschen hier im Club.“ Ja, das Mädchen war vielleicht ein bisschen gekränkt und sozusagen in ihrer Ehre verletzt aber Simon würde schon sehen was er davon bekam.

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    Darren & Yumi | in der Küche im dritten Stock


    Das helle Gesicht der jungen Blonden leuchtete als dieses besondere Wort fiel. Das eine kleine Wort, das Leben bedeutete. Leben für einen Studenten, der seine Nächte damit verbrachte um sein umfangreiches Wissen noch mehr auszubauen. Natürlich. Was sonst? Es würde besagter Person ja nie einfallen sich in den Stunden außerhalb der Universität mit belanglosen Dingen zu beschäftigen. So etwas wie Freundschaften pflegen oder Beziehungen schaffen. Oder sich mit seinem One-Night-Stand auf noch mehr einzulassen, was einem letztenendes das Genick brechen würde. Vielleicht etwas übertrieben, überdramatisch aber der Wuschelkopf war Schauspieler, das war normal. Gesund vielleicht nicht aber doch machte es Spaß, Realität und Spiel manchmal ein bisschen ineinander fließen zu lassen. „Es ist nicht schwer zu erraten was ein müder Student so braucht.“, antwortete der Musiker mit einem Schulternzucken. „Vielleicht hätte ich dir schon einen vollen Becher ans Bett gebracht aber leider kennen wir uns noch nicht genug, wusste ja nicht ob du ihn schwarz trinkst oder nicht.“ Ein Grinsen zierte seine schmalen Lippen, mit einer schnellen Handbewegung drehte er seinen Schmierblock herum und verhinderte so dass Yumi einen genaueren Blick auf seine aufgeschriebenen Worte werfen konnte. Ja, vielleicht schämte er sich etwas. Nicht weil sie etwa schlecht waren aber es war unfertig und nicht perfekt, nicht gut genug für ihn und somit auch für andere. Und doch flüsterte eine leise Stimme in seinem Kopf. Eine Stimme die wollte dass die Studentin das zu sehen bekam. Weil es etwas Besonderes für ihn war, das er mit ihr teilen wollte. Nicht, dass sie nicht schon andere Dinge miteinander geteilt hatten aber das hier war etwas anderes. Aber vielleicht auch etwas das Yumi nicht interessierte und lieber wusste sie nichts davon als dass sie ihm noch halbherzig Interesse vorheuchelte. Etwas dass er nun wirklich nicht brauchte und wollte, wobei er das Mädchen nicht so einschätzte, dass sie ihn anlügen würde. Zumindest nicht bei diesem Thema. Als die angehende Psychologin ihre Tasche aufhob, als Zeichen dafür dass diese Stunden mit ihr bald ein Ende fanden, spürte er ein seltsames Gefühl in sich, es war schmerzhaft und sein Herz wurde schwer. Das hatte er so nicht erwartet oder vielleicht hätte er das nicht so erwarten wollen? Ein bisschen zu viel Gefühl lag in dieser Bekanntschaft. Und der Wuschelkopf wusste nicht inwieweit das gut war. "Gleich in einem Becher für unterwegs?", brachte er hervor, drehte sich herum und führte seinen intimen Besuch wieder in die Küche. Davor hatte er sich noch ein paar frische Klamotten aus seinem Schrank geholt und diese angezogen. Sobald die Studenten die Küche betreten hatten, drückte Darren auf den Knopf der Kaffemaschine, die irgendwann mal einer der wohlhabenderen BWL-Studenten spendiert hatte. Warum genannte Typen überhaupt im Wohnheim hausten, fragte er sich ja immer wieder, störte sich aber nicht daran.

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    Darren & Yumi | in seinem Zimmer


    Der junge Student lehnte sich nach hinten, den Teller hielt er mit einer Hand und schaufelte sich langsam die kalte Lasagne in den Mund. Vielleicht fanden manche Menschen das ekelhaft und stellten sich für ein gesundes Frühstück lieber eine Stunde in die Küche, für frisches Omelette und fein geschnibbeltes Obst aber hey er war Student und die Lasagne musste ja so oder so weg. Und sie war lecker, wenn er daran dachte, mit wem er sie zubereitet hatte. Auf seine Lippen malte sich ein Lächeln, das blieb als er seinen Kopf zur Seite drehte und die schlafende Yumi beobachtete. Die angehende Psychologin war wohl noch im Land der Träume oder täuschte sie ihn, wartete nur darauf bis er verschwand und seine erste Vorlesung des Tages besuchte. Das Lächeln verblasste, er machte sich viel zu viele Gedanken um das Blondchen, so viele sinnlose Gedanken für die er sich teilweise etwas hasste. War ja doch irgendwo ziemlich dämlich. Er stellte den Teller zurück auf seinen Schreibtisch, rutschte mit dem Stuhl näher heran und nahm seinen Stift wieder zur Hand. Strich ein paar seiner zuvor geschriebenen Worte durch und schrieb neue daneben, die er auch gleich wieder mit Farbe überkritzelte. Seine Hand fuhr durch seine zerzausten Locken, ein Seufzen verließ seinen Mund und dann malte er ein paar Noten auf das Blatt. Von einer Melodie, die ihm plötzlich im Kopf herumspukte. Ein leises Summen drang aus seiner Kehle, verstummte aber sogleich als er das bemerkte und sich dabei erwischte, wollte er die Psychologiestudentin ja auch nicht wecken aber in dieser Sekunde hörte er das Knarzen seines alten Bettes, das er vielleicht mal austauschen sollte. Der Wuschelkopf legte seinen Stift ab, aus den Augenwinkeln heraus sah er dass sich das junge Fräulein auf ihn zu bewegte, noch halb bekleidet und das war ein Anblick, an den er sich durchaus gewöhnen konnte am frühen Morgen. Darren zog seine Augenbrauen etwas zusammen während er den halbvollen Teller wieder in die Hand nahm, hin und her drehte und das Essen darauf kritisch begutachtete. „Schlecht geträumt nicht ganz aber irgendwas hat die Nacht nicht gepasst, dachte vielleicht es liegt an der Lasagne..“ Die letzten Stunden waren schön und grausam zugleich, man versuchte alles von der guten und positiven Seite zu sehen und gleichzeitig war es kaum möglich, das vollkommen zu genießen. „Deswegen musste ich sie nochmal probieren, was blieb mir anderes übrig.“ Schwer seufzend lehnte sich der Schauspieler in seinem Stuhl zurück ehe er sich eine weitere Gabel in den Mund schob. Yumi entfernte sich wieder von ihm, seine dunklen Augen verfolgten die junge Dame und ließen sie nicht los. Die Trägheit in ihren Bewegungen war kaum zu übersehen und ein Schmunzeln verließ seine Lippen. Er stellte den Teller zurück, drehte sich in seinem Stuhl herum und stand auf. „Du siehst aus als könntest du einen Kaffee gebrauchen.“

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    Darren & Yumi | in seinem Zimmer


    Kaum hatte der Wuschelkopf seine dunklen Augen geschlossen, war er ins Reich der Träume verschwunden. Ruhig und sanft war sein Schlaf, entspannend. Ob es daran lag dass der heutige Tag doch etwas Kraft geraubt hatte oder dass die junge Studentin an seiner Seite lag, vermochte er nicht zu sagen und eigentlich sollte er darüber auch gar nicht wirklich nachdenken. Würde sie in einigen Stunden eh fort sein, flüchten, vielleicht in die Arme eines anderen Studenten, der sie gerade offen hielt und ihr schickes Spielchen mitspielte. Wie er selbst es getan hatte. Mit dem Unterschied dass ihm ihr gemeinsames Spiel wahrscheinlich einen Ticken mehr bedeutete. Vielleicht redete er sich das aber auch einfach ein weil er sich mit Yumi verbunden fühlte oder eher weil sie sich verstanden, ohne Worte, allein mit Blicken und es war kostbar einen Menschen an seiner Seite zu haben, auch als einfachen Freund, Bekannten oder sonstiges, mit dem man viele Stunde verbringen konnte ohne dass es unangenehm oder gar langweilig wurde. Die Studenten hatten den halben Tag miteinander verbracht, die Uni geschwänzt, tiefe und oberflächliche Gespräche geführt, sich mehr als nur einmal auf eine andere Weise kennen gelernt und doch war das alles jetzt vorbei. Weil er schlief und die angehende Psychologin das Weite suchen würde. Es schien als würde sich dieser Gedanke in seinen tiefen Schlaf schleichen und in seinem Kopf festsetzen, seine Mimik nahm einen gequälten Ausdruck an, drehte sich unruhig einige Male hin und her und doch wachte er nicht auf. Nicht jetzt, sondern erst nach einigen Stunden der Ruhe. Als die Sonne am Himmel empor kletterte und ihre hellen Strahlen in das Zimmer des Studenten warf. Darren hielt seine Augen geschlossen, schwebte noch etwas in seinem Halbschlaf bis er das leise und gleichmäßige Atmen Yumis hörte. Sie war also noch hier? Seine braunen Augen erblickten das liebliche Gesicht der Studentin, sie wirkte so friedlich und fast schon verletzlich. Ein Lächeln malte sich auf die Lippen des Musikers, seine Finger strichen blonde Strähnen aus ihrem Gesicht hinter ihr Ohr, zogen die Decke wieder über ihre Schulter und dann setzte er sich auf ohne sie aus den Augen zu lassen. Für einen Moment war er sich nicht sicher ob ds nicht noch Teil eines Traumes war, doch das Geräusch ihrer Atmung klang zu real, sie fühlte sich echt an, das konnte kein Spiel seines Kopfes sein. Darren bemerkte seinen Herzschlag, der für diesen ruhigen Augenblick viel zu schnell gegen seine Brust hämmerte. Er war glücklich, froh darüber, dass die Psychologiestudentin in seinem Bett lag, darüber konnte er nicht lügen und warum sollte er das auch? Dennoch bedrückten negative Gedanken dieses Gefühl, vielleicht war sie einfach zu faul gewesen. Zu träge um aufzustehen, zu müde, vielleicht war ihr eingefallen dass heute keine Vorlesungen waren oder sie hatte ganz einfach ihren Wecker nicht eingestellt. Es gab viele Gründe, warum sie noch in seinem Bett lag und keiner davon musste mit ihm zu tun haben. Der Darsteller streckte seine Arme in die Luft, dehnte seinen müden Körper und hopste nach einem kleinen Seufzer aus den Federn. Was jetzt, Frühstück machen, einfach gehen? Sollte er derjenige sein der davon lief? Den Spieß herum drehen, was würde Yumi denken? Wahrscheinlich warum er so blöd war und sein eigenes Zimmer dem One-Night-Stand überließ. Darren schmunzelte, er machte einen kurzen Abstecher ins Gemeinschaftsbad und ging danach in die Küche des Wohnheims. Frühstück, nein, keine selbstgemachten Pancakes und frisch gepressten Orangensaft ans Bett, die Mühe würde er sich jetzt nicht machen, trotzdem hatte er ein kleines Hungergefühl und nahm sich etwas von der restlichen Lasagne aus dem Ofen. Der Wuschelkopf machte sich nichtmal die Mühe das Essen aufzuwärmen, nahm lediglich eine Gabel aus dem Schubladen und schlich damit zurück in sein Zimmer. Dort war er leise, setzte sich an seinen Schreibtisch und gönnte sich das durchaus gesunde Frühstück. Währenddessen kritzelte er einige Wörter auf seinen Block, dort wo er Melodien und Texte sammelte. Nicht dass er jetzt plötzlich ein Lied über die schlafende Blondine schrieb aber in seinem Kopf hatten sich Ideen angesammelt, die es festzuhalten galt.

    1495-alice-pngAlice & Ludeus | in einem Lagerraum der Strandbar


    Alice spürte den nachgebenden Sand unter ihren Füßen, die salzige Meeresluft kitzelte in ihrer Nase und ihre Hand legte sich an ihre Brust während sie mit einem überaus dankbarem Blick ihren Kopf anhob und den gut ein Stückchen größeren Kerl neben sich anschaute. „Heute ist ja wirklich mein Glückstag.“, schwärmte das Blondchen, schmunzelte dabei jedoch als Ludeus darauf anspielte, dass er für seine neueste Bekanntschaft sogar ohne hautengen Anzug ins Meer springen würde. Schön und gut wenn die Bekleidung der Surfer wichtig war weil sie warm hielt oder sonst irgendwas aber so verhinderte sie doch den Blick auf das eigentlich Interessante oder nicht? Alice überlegte kurz, wurde aber aus ihren Gedanken zurück geholt als der junge Surfer sie in einen Lagerraum führte, in der einige Surfbretter und andere Dinge verstaut waren. Neugierig wanderten ihre roten Augen umher. Manchmal fühlte man sich doch auf eine komische Art und Weise besonders, wenn andere Menschen einen selbst in die eigenen Hobbies miteinbezogen und davon schwärmten, sie dem anderen näher bringen wollten und ihre Begeisterung teilen. Alice lächelte ehe ihr der Blick des Mannes auffiel, der sie auf die mit Sicherheit fehlende Badekleidung ansprach. „Hm..“ Ihre Finger berührten gerade eins der großen Surfbretter, dann drehte sie sich mit einem Schulternzucken zu ihm herum und stemmte einen Arm in ihre Hüfte. „Ausgerechnet heute trage ich keinen Bikini drunter.“ Das Wetter deutete ja jetzt nicht unbedingt darauf hin dass man den Tag in der Sonne am Strand verbrachte, auch wenn es doch deutlich wärmer war als sie gedacht und für die Jahreszeit vermutet hatte. „Entweder du borgst mir einen von den Anzügen, die du den anderen Mädchen die du mit hierher entführst auch gibst, oder ich muss in Unterwäsche mitsurfen. Such es dir aus.“ Dann verschränkte sie die Arme vor ihrer Brust und näherte sich dem Surfer wieder. „Oder ich muss draußen am Strand auf dich warten und bewundere dich einfach auf deinem Surfbrett.“

    1677-cylie-pngCylie & Nick | im Wartebereich der Notaufnahme


    Als ihre Verabredung etwas von gruseligen Zombies erzählte, schmunzelte die junge Studentin und hob für einen Augenblick ihre Arme nach vorne, ließ sie aber ein bisschen schlaff und machte damit die bekannte Haltung der genannten Monster nach. „Perfekter Ort für unsere lieben Freunde, der Keller ist hier sowieso voller Leichten.“ Das war ja wirklich die Wahrheit, auch wenn es sich vielleicht eher nach einem Spaß seitens der Medizinerin anhörte. Bei ihrer kurzen Darstellung vergaß sie allerdings dass der provisorische Verband an ihrer Hand voller roter Blutflecken war und verdeckte sogleich ihre verletzte Hand wieder als ihr dies nach einem Blick durch ihre grünen Augen hindurch aufgefallen war. Die zweideutige Antwort des Studenten ließ sie ihre Augenbrauen anheben. Was wohl kommen würde, was wünschte sich denn ein Mann wie Nick? Cylie wartete gespannt auf die Forderung, doch es kam nichts, er winkte lediglich ab und das Mädchen lächelte. „Okay, so kommen wir irgendwie nicht weiter.“, erwiderte die angehende Ärztin schmunzelnd. „Dann einigen wir uns doch darauf, dass wir uns nach diesem Abend einfach nochmal treffen und dafür sorgen dass es nicht ganz so blutig endet. Dann auch ohne Gläser.“ Der Name der Brünetten hallte durch das Wartezimmer der Notaufnahme und sie erhob sich, blieb jedoch noch kurz bei Nick stehen. Der Zwilling schüttelte lächelnd den Kopf und legte ihre gesunde Hand auf seine Schulter. „Nein, schon okay, ich schaffe das.“, sagte die Grünäugige grinsend. „Ich will nicht dass du noch ohnmächtig wirst. Ärzte mögen es gar nicht wenn sie plötzlich noch mehr Arbeit als eh schon haben.“ Und sie wusste da wovon sie sprach. Cylie ließ den Schwarzhaarigen also alleine sitzen und verschwand in eines der Behandlungszimmer. Tatsächlich traf sie auf einen bekannten Arzt, plauderte mit diesem und erzählte genau was passiert war. Dass dieser von einem netten Date sprach und mehrere Andeutungen machte, das ignorierte das Mädchen und wartete nur darauf dass er sich um ihre verletzte Hand kümmerte, was er nach dem kurzen Plausch ja auch tat. „Jaja, keine Gläser mehr für mich, ich versteh schon.“, rief sie dem jungen Arzt nach, ging zurück zu Nick und seufzte. Ihre Hand war frisch verbunden, es war nichts mehr von irgendwelchen Blutflecken zu sehen und mit einem schwachen Grinsen auf den Lippen, sah sie auf den Studenten hinab. „Ich weiß nicht was schwieriger war. Ihm zu erklären was passiert ist oder ihm klar zu machen dass das hier alles kein richtiges Date war.“

    1990-normal-by-nijurah-d8joqgi-pngCollette & Julia | verlassen die Taverne


    Bei den Wörtchen 'Kräuter sammeln' weiteten sich ihre dunklen Augen und sie lehnte sich etwas nach vorne auf den Tisch, achtete dabei aber natürlich darauf sich nicht in den fast leeren Suppenteller zu legen. Würde nur Flecken geben und warum die leckere Suppe verschwenden. „Na das wäre doch perfekt!“, rief das junge Mädchen begeistert aus als stünde die Idee, die sie in ihrem kleinen Köpfchen hatte, schon fest und hing schön auf ein Stückchen Pergament geschrieben am schwarzen Brett. „Vielleicht hat Natalie ja sogar eine Aushang dazu ans Brett genagelt und wir können sowohl etwas davon erledigen als auch unserer Meisterin helfen.“ Collette erklärte ihre Gedanken weiter während sie das zarte Fleisch auf ihrem Teller genoss. Der Koch hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Die Heilerin stellte sich weiter die Frage was für Aufgaben sie an diesem Tage erwarten würde aber das konnten die beiden Freundinnen nur erfahren, wenn sie hin machten und das leckere Essen verspeisten. Damit sie endlich los konnten! Coco nickte als die Besitzerin des Badehauses meinte, dass sie langsam los sollten und so schaufelte sie ihren Nachtisch hastig in den Mund. Er war gut aber lange nicht so gut wie ihre Törtchen. Da merkte man ihr fehlen aber bevor das auch noch ihrem Chef auffiel, schnappte sie sich Julias Hand und zog das Mädchen mit hinaus vor die Türe.

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    Darren & Yumi | in seinem Zimmer


    „Die Geschichte hier ist eben etwas anders.“, sprach der Mann mit den zerzausten Haaren schmunzelnd als die junge Studentin anmerkte, dass diese bekannten Horrorfilme doch eigentlich ganz anders abliefen als er sie gerade darstellte. „In diesen Filmen überleben auch nur die Jungfrauen, nachdem sie ihre große Liebe geopfert haben. Oder er sich.. kann man jetzt sehen wie man möchte.“ Darren machte es sich in seinem Bett bequem, einer seiner Lieblingsorte. Schlafen, entspannen, zur Ruhe kommen, das mochte doch jeder. Vielleicht auch weil andere Dinge hier passierten aber heute Nacht wurde bewiesen, dass es nun wirklich kein flauschiges Bettchen brauchte um Spaß zu haben. „Oh, wow, hast du vorhin noch eins der großen Küchenmesser mit in mein Zimmer gebracht und es unterm Kopfkissen versteckt?“ Seine Hand wanderte prüfend unter sein Kissen, konnte dort aber natürlich nichts ertasten weswegen er laut erleichtert aufatmete und stimmte in ihr wundervolles Lachen mit ein. „Na, wäre aber auch eine viel zu große Sauerei. Wie willst du denn die Blutflecken wieder aus dem Laken bekommen und deine Spuren verwischen? Nahezu unmöglich...“, sagte der Student während seine Worte auf mehr als nur das schmutzige Blut und die verdächtigen Fingerabdrücke hindeuteten. Lag sie schließlich nicht das erste Mal einfach so in seinem Bett. Die Stimmung änderte sich, Darren war daran Schuld obwohl er das nicht einmal gewollt hatte. Er wollte nur aussprechen, was ihm im Kopf herumschwirrte und Yumi deutlich machen, dass er alles hinnehmen würde. Im Moment noch weil er an keiner Stelle in ihrem Leben war, an dem er etwas anderes sagen konnte aber wer wusste ob sich dies im Laufe der Zeit noch einmal ändern würde. Ob das Blondchen dies überhaupt einmal zulassen würde, fraglich und doch nicht unmöglich. Kein Mensch konnte sich für immer vor seinen Gefühlen verstecken, sich davor wehren. Auch wenn derjenige davon fest überzeugt war, durch jahrelange Übung oder sonstigen Gedanken. Das niedliche Tätscheln der angehenden Psychologin holte ihn zurück ins Hier und Jetzt, hing er in den letzten Stunden doch immer wieder seinen kreisenden Gedanken nach und nickte einmal kräftig als Yumi auf seine Aussage hin etwas antwortete. „Davon bin ich überzeugt.“ Dass die Psychologiestudentin ihrem Willen nach ging, war ganz klar und doch wollte er das erwähnt haben, damit sie wusste was er dachte und ihm im Nachhinein nicht noch etwas unterstellte. Die Empörung seitens der jungen Frau in seinem Bett sorgte für Belustigung auf seiner Seite und so schmunzelte er, hob so gut es ihm in seiner Position möglich war die Schultern und drehte sich schließlich auf den Bauch, bettete seinen Kopf auf seinen verschränkten Armen und ließ sie nicht aus den Augen. „Hey, das ist mein Bett okay, wenn du meine Nähe nicht erträgst, ist das ja nicht meine Schuld.“, erwiderte der Wuschelkopf und grinste anschließend. „Ich leg dir sogar eine Decke hin damit es nicht der kalte nackte Boden bleibt.“ Das folgende Schauspiel verfolgte er nur noch zum Teil, die Müdigkeit machte sich bemerkbar und so konnte er ein kurzes Gähnen nicht zurück halten. „Das habe ich heute bemerkt..“ Seine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, trotzdem hörte man dass ihn ihre Aussage durchaus amüsierte. War es heute mehr als nur einmal deutlich geworden dass hinter ihren Worten ja doch auch ein Fünkchen Wahrheit steckte. „Ich..“, murmelte der Student, kam in seinem Satz aber nicht mehr viel weiter da er quasi währenddessen eingeschlafen war.

    Hallo meine lieben Kinder ♥

    Wir haben uns mal ein paar Gedanken zu den Wohnorten unserer Charaktere gemacht, da wir manche doch etwas unpassend fanden und das ganze etwas "realer" gestalten wollen! Dazu haben wir bereits eine Liste angefertigt, die wir bis so bis Ende nächster Woche online lassen damit ihr uns Nachrichten schreiben könnt, solltet ihr mit etwas nicht einverstanden sein oder generell Fragen dazu habt. Meldet euch einfach!

    Noch eine kurze Erklärung zur folgenden Liste: Die Charaktere in den Wohngemeinschaften teilen sich eine Wohnung und die Charaktere, die nebeneinander mit einem Komma getrennt bei den Appartments stehen, wohnen quasi zusammen in einem Wohnblock, wobei jeder seine eigene Wohnung hat. Wenn mehrere Personen an einem Ort wohnen, teilen sie sich Gemeinschaftsräume, haben aber soweit ein eigenes Zimmer.

    Um es noch zu erwähnen, wir haben uns bewusst dafür entschieden alle Studenten, Jugendliche, Kinder, usw. an einen passenden Ort zu stecken, auch wenn es dann ziemlich viele Bewohner für eine Unterkunft sind. Aber es wird sowieso niemals vorkommen dass wirklich viele auf einmal an einem Ort posten und sollte dem so sein, ist es eigentlich auch kein Problem, außer man macht es zu einem! Die Charaktere können ja jederzeit wieder gehen! Äußert also ruhig Wünsche oder Vorstellungen, die ihr im Kopf habt, und schickt uns eine PN!


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    Darren & Yumi | in seinem Zimmer


    „Eine Softversion? Bin nicht ich derjenige mit dem Folterkeller? Irgendwas stimmt hier nicht..“ Darren schmunzelte als die Studentin das umgedrehte Spiel kommentierte. Unschuldig, brav oder doch gegen die Regeln spielen, ungehorsam sein, es konnte alles Spaß machen. Alles hatte Vorzüge, Nachteile und beides zusammen machte alles wahrscheinlich ein bisschen perfekt. Genauso perfekt war die Tatsache, dass Yumi blieb. Der Musiker hatte seinen trainierten Oberkörper hinter einem Shirt versteckt, beobachtete die blonde junge Frau, versuchte an ihrer Mimik zu erkennen, was im Inneren ihres Kopfes vorging. Kämpfte sie mit sich selbst, dachte sie sich gerade eine simple Ausrede aus damit sie endlich von Dannen ziehen konnte? Wobei sie sicher nicht der Typ war, der sich eine unlogische Erklärung zusammen reimte und diese dann präsentierte. Yumi sprach die Dinge direkt an, ohne große Umschweife, und so hätte sie dem Wuschelkopf wahrscheinlich auch einfach ins Gesicht gesagt, wenn ihr die Lust auf weitere gemeinsame Stunden vergangen wäre. Aber dem war nicht so, die angehende Psychologin näherte sich seinem Bett und machte sich zugleich über seine Worte lustig. „Genau so. Du kennst das doch. Wer an der Wand liegt, überlebt. Es muss doch auch Überlebende geben, die von den grausamen Taten sprechen und den Mörder berühmt machen, ganz klar.“ Der Musiker sagte dies als wäre es ganz normal, als wüsste es jeder, so vollkommen überzeugt klangen seine Worte. Ein Schulternzucken folgte ehe die Blondine kurz bei ihm stehen blieb und ihren Finger hob. Ein Lachen kam über seine Lippen als sie ihm beinahe schon drohte. Darren stemmte einen Arm an seine Seite während seine braunen Augen ihren Bewegungen folgten. „Soll das jetzt eine Drohung sein? Was passiert, wenn ich meinen Arm um dich lege?“, fragte er, wartete einen Moment und folgte ihr. Mit gehobenen Augenbrauen setzte er sich im Schneidersitz neben die Psychologiestudentin und grinste diese an. „Stellt sich dann heraus dass du eigentlich der nette Axtmörder bist? Das war also alles dein Plan?!“ Empört stieß er die Luft aus seinen Lungen, hielt dabei seine Hand an seine Brust. Sein Schauspiel ließ er einige Sekunden wirken, dann schmunzelte er und griff nach der zweiten Decke, die er in seinem Bett liegen hatte. Die lag immer dort, falls ihm kalt wurde natürlich, nicht etwa weil er immer mal wieder Frauenbesuch hatte. Und man wusste ja, dass diese schnell mal die Bettdecke ihr Eigen nannten und der andere dann die restliche Nacht über frieren musste. Der Darsteller zog sich die flauschige Decke bis zu den Schultern, stützte seinen Kopf wieder auf seinen Arm und richtete seinen Blick auf die Studentin in seinem Bett. „Du musst dich zu nichts gezwungen fühlen, Yumi.“, sagte er, vollkommen ruhig und mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen und doch spiegelte sich fast so etwas wie Sorge in seinen dunklen Augen wieder. Darren wollte nicht dass sie ihm etwas vormachte, er wollte nicht dass sie bloß blieb weil es sich gehörte. Dass sie nur hier bei ihm im Bett lag damit er seine Ruhe hatte und Ruhe gab und keine Fragen mehr stellte. Vielleicht wartete sie auch nur ein paar Minuten bis er eingeschlafen war und machte sich dann schon aus dem Staub. Wahrscheinlich würde er es ihr nicht einmal übel nehmen und doch wäre er etwas gekränkt aber so durfte er dem Mädchen ja keinen Vorwurf machen oder? Schließlich tat er das auch ab und an, wenn es keine Worte mehr zu wechseln gab aber seine anderen One-Night-Stands duschten auch nicht noch mit ihm nachdem sie ein zweites Mal miteinander im Bett gelandet waren. „Du kannst auch gehen. Oder auf dem Boden schlafen, wenn du meine Nähe sonst nicht erträgst.“ Sonst, wenn sie nicht gerade wieder übereinander herfielen, fast wie frisch verliebte Teenager. Das Grinsen auf seinen Lippen kehrte zurück.