Beiträge von schachtl

    1495-alice-pngAlice, Nick & Cedric | in einem Patientenzimmer


    Die Wut des jungen Mannes stand ihm ins Gesicht geschrieben. Das war nicht wirklich schwer zu erkennen. Ihre roten Augen funkelten ihn an. Auch sie selbst spürte so etwas wie Wut in sich. Vielleicht war es die Mischung aus Enttäuschung und Traurigkeit. Zwar hatte sie weiß Gott nicht erwartet, dass ihr bester Freund sofort aufsprang und freudig durch die Gegend hüpfte. Oder gleich noch mit ihr über Babynamen philosophierte aber dennoch hatte sie sich das vielleicht ein bisschen anders vorgestellt. Konnte er sich nicht wenigstens ein bisschen für sie freuen? „Danke..“, erwiderte das Mädchen. Emotionslos und schließlich doch mit verschränkten Armen vor der Brust. „Du kannst es dir allerdings auch sparen, wenn du es nicht ernst meinst.“ Alice hatte ihre Augenbrauen ein Stück zusammen gezogen. Eigentlich konnte sie ihm auch gar keinen Vorwurf machen, immerhin hatte sie vorhin noch selbst nicht wirklich vor Freude gestrahlt als sie gemeint hatte, dass es ihr gut ging. Aber so war das halt. Es war jeden Tag ein bisschen anders. Manchmal war sie fröhlich und glücklich, freute sich einfach nur auf ihr kleines Baby, auf ihre eigene kleine Familie, für die alles tun würde. Anders als ihre Eltern. Und am nächsten Morgen war sie einfach voller Selbstzweifel, hatte Angst vor alles und jedem und wollte eigentlich nur Simon bei sich haben, der aber momentan auch eher weniger Zeit für sie hatte. „Und Simon wird ein guter Vater.“, fügte sie hinzu, reizte ihn bewusst vielleicht ein bisschen mit dieser Aussage. Man sagte doch, dass Frauen Mütter wurden sobald sie schwanger waren und bei Männern passierte das mit dem Papa sein erst bei der Geburt. Vielleicht redete sich das Mädchen auch einfach nur etwas ein damit sie einen guten Grund hatte, damit sie sein Desinteresse in den letzten Tagen oder eher Wochen erklären konnte aber das machte sie wahrscheinlich öfter. Alice öffnete ihren Mund, wollte ihm noch etwas sagen ehe Cedric das Krankenzimmer betraf. Stimmt, sie hatte bereits ganz vergessen dass er ja auch noch kommen wollte.. Das schwangere Mädchen erhob sich von Nicks Krankenbett, wollte ihm gerade gar nicht so nahe sein und stellte sich daher ans Ende seines Bettes und hielt sich dort mit beiden Händen fest. Sein Blick wanderte zurück auf ihren besten Freund, überließ ihm das Reden weil sie eigentlich auch keine Lust hatte Cedric in diese Geschichte mit rein zu ziehen. Weil er darin auch gar nichts verloren hatte. Wenigstens hatte dieser seine Hilfe angeboten aber es würde sich wohl auch erst noch zeigen ob er es wirklich so meinte. Die Jugendliche atmete einmal tief ein, dann wieder aus und grinste schließlich, ziemlich überzeugend. Tat so als wäre gerade nichts blödes zwischen ihnen vorgefallen. „Beim Schlafengehen also..“, wiederholte das Blondchen und hob die Augenbrauen. „Ja, so etwas passiert mir auch ständig..“ Die Schülerin schmunzelte und widerstand der Versuchung ihrem Freund eine Nachricht zu schreiben. Fürs Erste.. „Wie lange musst du denn noch hier bleiben?“

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Anscheinend hatte das junge Mädchen gar nicht damit gerechnet, dass er ganz einfach die Wahrheit aussprach und zu gab, dass er ihren Körper nur zu gerne bewunderte. Vielleicht dachte sie eher er würde einen Spaß machen, ein kleines Spielchen spielen, wie er sonst ab und an seine Schauspieltalente zum besten gab. Manchmal mehr, manchmal weniger gut. Mit Absicht natürlich. Der rosa Schimmer, der sich auf ihren Wangen zeigte, zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen. Und doch wunderte es ihn sogar ein bisschen, schließlich war das hübsche Fräulein sicher unendlich viele Komplimente gewohnt aber es kam sicher immer darauf an, welcher Mensch diese Worte aussprach. War es denn richtig gewesen? Darren zweifelte etwas aber das tat er eigentlich schon die ganzen letzten Stunden über, weshalb er um diese Gedanken abzuschalten, seine Lippen erneut auf ihre legte und dieses besondere Kribbeln in seinem Bauch genoss während sie einander küssten. Vielleicht weil sie einfach unheimlich gut darin war, vielleicht lag es auch an etwas anderem. Der Musiker öffnete seine braunen Augen wieder, konnte einen Blick ihrer funkelnden Augen erhaschen und richtete sich schließlich wieder auf um böse Vermutungen in den Raum zu stellen. Dieses mal war es reines Schauspiel. „Dass du gut mit Worten umgehen kannst, davon hast du mich schon überzeugt.“ Und vielleicht konnte sie auch noch mit anderen Dingen sehr gut umgehen aber das wusste sie wahrscheinlich sehr gut selbst.. Als das Blondchen von einer zweiten Runde sprach, konnte er sich ein Grinsen zunächst nicht verkneifen und auch der ernste Ausdruck in ihrem Gesicht war herrlich, sodass er sich im nächsten Moment auf die Unterlippe biss und auch er seine braunen Augen kurz von ihr ab wand. „Und da heißt es immer dass es die Männer so nötig haben.. pah.“, sagte der Musiker darauf und hob seine Schultern nochmal, seufzte übertrieben und stemmte seine Arme anschließend in die Hüfte. Darren ließ sie keine Sekunde aus den Augen als sie sich von ihrem Bett erhob und auf ihn zu kam, gekonnt die besonderen Stellen an ihrem nackten Körper bedeckte sodass er nicht in den Genuss eines Anblicks kam und ihn im nächsten Augenblick ohne Vorwarnung auf das Bett schubste. Vielleicht hätte der junge Kerl noch gerne etwas gesagt aber eigentlich konnte er sich jedes Wort auch sparen. Mit dem Rücken lag er schließlich auf der Matratze während sich sein Prinzessin auf ihn gesetzt hatte. Seine Hände wanderten unter die Decke zu ihren Oberschenkeln und verweilten dort, streichelten die zarte Haut und er war fast ein bisschen traurig, dass sie sich immer noch nicht von ihrer Bettdecke verabschiedet hatte. „So ist das also wenn du dir holst was du willst..“ Der Student grinste das Mädchen erwartungsvoll an. „Jetzt ist es mir sowieso nicht mehr möglich zu gehen.“ Weil ihr Bett einfach viel zu bequem war mit den vielen Decken und Kissen, die einen fast wie auf einer Wolke fühlen ließ. „Die Busse fahren auch gar nicht mehr.“, fügte er hinzu und seufzte gespielt enttäuscht, dass er es heute nicht mehr in sein eigenes Bett schaffen würde. Was auch nicht ganz stimmte weil es viele Möglichkeiten in einer Großstadt gab um Nachhause zu kommen aber dass er eigentlich auch gar nicht nachhause wollte, wussten sie doch irgendwo beide. Seine Hände wanderten währenddessen weiter über ihren hübschen Körper, hielten an ihrem Bauch und mit einem Ruck richtete der Schauspielstudent seinen Oberkörper auf und schlang seine Arme um ihren Oberkörper. Dabei war die Decke, die lange Zeit ihren Körper bedeckt hatte, auf ihr Bett gerutscht und er hatte endlich das was er gewollt hatte. Ein Grinsen zierte seine Lippen. „Hab dich..“, wiederholte er flüsternd. Da sein Kopf nun in etwa der Höhe ihrer Brüste war, hatte er natürlich leichtes Spiel und ließ seine Zunge ein bisschen mit ihren Brustwarzen spielen.

    1677-cylie-pngCylie & Chris | vor dem Kloster


    Auf dem Weg zum Plaza, zu dem Chris sie offensichtlich hin entführen wollte, zumindest hatte sie auf seinem Handy gesehen dass er nach dem aktuellen Programmplan des Kinos suchte, hatte das Mädchen eine ziemlich laute Unterhaltung von einer alten Dame mitbekommen, die anscheinend gerade von einem Ausflug zurück gekommen war. Dabei unterhielt sie fast den ganzen Bus, denn einige verdrehten schon genervt die Augen. In ihrer aufregenden Geschichte ging es um ein verfluchtes Kloster, das abgesperrt war, aber irgendwie auch nicht. Cylie hatte noch irgendwas von einem Mord gehört und Geistern und auch wenn sie das meiste davon nicht wirklich glaubte, weil sie alleine aufgrund ihrer Arbeit wusste dass manche ältere Herrschaften gerne einmal übertrieben, war sie irgendwie neugierig geworden. Ihr Zwillingsbruder wirkte zwar mehr als lustlos aber hey, er hatte sich breitgeschlagen ihre Laune zu bessern und ihr etwas zu helfen, also musste er da jetzt auch mit. „Das erinnert mich ja fast ein bisschen an unsere Kindheit..“, begann die Studentin nachdem sie aus dem Bus ausgestiegen waren, der sie in die Nähe des Klosters gebracht hatte, das sich etwas außerhalb der Stadt befand. „Da sind wir nachts doch auch immer auf Geisterjagd gegangen wenn wir nicht schlafen konnten.“ Das Mädchen schmunzelte bei diesen Erinnerungen. Als ihre Eltern noch glücklich waren und die Zwillinge die Zeit miteinander genossen. Was sie natürlich auch jetzt noch taten, nur auf eine andere Art und Weise. Mit jedem Schritt mehr hatte sie das Gefühl dass das Gezwitscher der Vögel leiser wurde und der Wind zu nahm. Schließlich erreichten sie das alte Gebäude und die Dame im Bus hatte wohl doch nicht übertrieben. „Das ist der Beginn eines Horrorfilms..“, kommentierte sie die merkwürdige Stimmung, die sie am Eingang des Klosters erwartete.

    3163-hinarpg-pngHina, Alma & Alex | an der Bar


    Das junge Mädchen hatte ihrer hübschen Freundin noch einen beeindruckten Blick geschenkt als sie zusammen die bekannteste Bar der Stadt betraten. Alma wusste einfach wie sie ihren sportlichen Körper kleiden musste und um ehrlich zu sein war sie schon immer etwas neidisch auf die dunklen Locken der Schülerin. Gleichzeitig aber hörte sie sooft Horrorstorys über diese Art von Haaren, dass sie im gleichen Atemzug auch wieder glücklich über ihre doch unkomplizierte blonde Mähne war. Doch schneller als erwartet hatten die Freundinnen einen wirklich interessanten Mann an der Bar entdeckt, der zumindest auf den ersten Blick so wirkte als könnte er den Ansprüchen der Mädchen genügen. Sein silbernes Haar funkelte im schummrigen Licht der Bar und für einen Moment konnte sie ihre grauen Augen gar nicht davon abwenden. Eine eher seltene Haarfarbe, mal von der Haarlänge abgesehen. Aber der zusammen gebundene Zopf stand ihm wirklich gut. Der etwas überraschte Blick des jungen Mannes entging der Tochter des hiesigen Ranchers natürlich nicht, denn anscheinend hatte er nicht damit gerechnet dass er einen Drink bekam ohne dafür bezahlen zu müssen. Eigentlich war das ja eher umgekehrt und eigentlich war es in Hinas und Almas Fall auch meistens so, dass sie etwas von anderen Männern ausgegeben bekamen aber man musste in besonderen Fällen auch einfach Eindruck schinden und den Spieß einmal umdrehen. Hina wartete zunächst, ließ ihrer Freundin den Vortritt da sie gerade das Wort ergriff. Der Blick ihrer grauen Augen wanderte von seinem Gesicht hinab auf seinen Arm, an dem sich die Dunkelhaarige bereits zu schaffen machte. Nicht etwas früh? Aber Alma wusste was sie machte, sie wusste schließlich was für einen Eindruck sie auf die Männerwelt hatte. Das Mädchen warf ihre Haare hinter die Schulter und lehnte ihren Kopf seitlich auf ihre Hand, ließ den hübschen Kerl nur aus den Augen um sich einen Schluck ihres Drinks zu gönnen. „Verdient es nicht jeder einmal für einen Abend lang eingeladen zu werden..?“ Hina warf ihm einen ganz besonderen Blick zu, konnte es gar nicht erwarten seinen Namen zu erfahren. „Die Entscheidung ob oder wie du dich revanchierst, bleibt ganz bei dir.“ Die besonders farbigen Augen hefteten sich an das Mädchen und wer konnte es ihm schon verübeln? Auch sie sah den Älteren für einige Sekunden lang an, dann deutete sie zunächst auf Alma und legte dann ihre Hand an ihre Brust. „Das ist Alma und ich bin Hina.“, stellte sie einander schließlich vor.

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Der junge Musiker hob seine Schultern während er weiter vor ihr und ihrem Bett in der Hocke war und seinen Kopf leicht geneigt hielt. Ein Grinsen zierte seine Lippen und er machte auch gar kein Geheimnis daraus, dass er den makellosen Körper des Mädchens begehrte und daher stets versuchte einen kleinen Blick zu erhaschen. Daran war ja auch gar nichts schlimm oder? Zumindest schien sie selbst damit kein Problem zu haben, mehr noch hatte er das Gefühl dass sie das mit voller Absicht machte. Dass sie ihre flauschige Decke nur halbherzig um ihren Körper legte damit Darren noch weiter auf den Genuss ihres Anblicks kam. „Ganz genau.“, erwiderte der Student mit voller Ehrlichkeit und hätte ihr am liebsten die Bettdecke herunter gerissen um sie von oben bis unten ansehen zu können aber er hielt sich dann doch lieber zurück. Das waren wahrscheinlich diese bösen Gedanken, die er Alkohol einem leise zuflüsterte. „Du bist einfach wunderschön.“ Der Lockenkopf streckte erneut seine Hand aus und berührte ihre rosigen Wangen mit seinen Fingern, strich darüber und erhob sich im nächsten Augenblick. Lehnte sich in ihre Richtung, krabbelte mit einem Bein auf ihr Bett und küsste das junge Mädchen nochmals. Weniger flüchtig als zuvor aber dennoch zärtlich. Für den Moment genoss er das berauschende Gefühl ihrer Lippen auf seinen, konnte in diesen Sekunden gar nicht genug davon bekommen. Auch wenn er vor einigen Augenblicken noch um einiges mehr als nur das bekommen hatte. Dennoch mochte er ihre Küsse, mochte das Kitzeln auf seiner Haut. Darren löste sich von ihr, zog seine Hand, die bis jetzt an ihrer Wange geruht hatte, wieder zurück und erhob sich wieder von ihrem Bett. Ihr Lippen formten sich zu einem Schmollmund, was dem Jungen ein Lachten entlockte. „Du hast wahrscheinlich nur Angst dass ich es nicht nachhause schaffe, betrunken in einem Graben lande und du dafür verantwortlich gemacht wirst. Oder?“, stellte er als eine wilde Vermutung an und schmunzelte dabei. Spätestens jetzt waren sie an einem Punkt angekommen an dem es zu spät war oder? Jetzt zu gehen, sie jetzt alleine zu lassen. Wäre es eine gute oder schlechte Entscheidung? Wahrscheinlich konnte man ihm in dieser Sekunde ansehen, dass er innerlich mit sich kämpfte, ob er diesen Schritt weiter gehen sollte aber eigentlich wusste er die Antwort schon ganz genau. Wenn er sie am nächsten Morgen bereuen sollte, dann war dem so, aber gerade brauchte er einfach jemanden und wollte gar nicht selbst alleine sein. „Ausziehen? Und du beschwerst dich weil ich dich nur nackt sehen will?“ Darren erwiderte den Blick ihrer faszinierenden roten Augen, in denen fast schon so etwas wie ein Flehen lag, und schüttelte enttäuscht den Kopf, verschränkte die Arme vor der Brust. Trotz dieses anziehenden Blickes, dem es wirklich schwer war zu widerstehen, darin war sie wohl einfach geübt, blieb der Student stehen. Wie war das, wenn sie etwas wollte, holte sie sich das?

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Der Student mochte sich diesen grausamen Ort von dem die Schülerin sprach gar nicht so wirklich vorstellen. Vielleicht waren es reine Übertreibungen von ihrer Seite und das Kloster, in dem sie anscheinend einen Schulausflug verbracht hatte, war gar nicht so herunter gekommen oder ekelhaft gewesen, wie sie es versuchte darzustellen. Wie sie im nächsten Moment auch zu gab, war sie eventuell ein bisschen verwöhnt, was ihn kurz schmunzeln ließ und daher hätte es ihn nicht groß gewundert, wenn dieser sonderbare Ort, an dem sie sich befunden hatte als er nach langer Zeit endlich ihre Nummer in seinem Handy gefunden und ihr eine Nachricht geschrieben hatte, anders war aber im Grunde war das auch vollkommen egal. Er lachte nur über die Tatsache, dass sein eigenes Zimmer im Gegensatz dazu wohl einem kleinen Schloss glich. Die Art des jungen Mädchens war so erfrischend, so lebendig. Ihr Lachen steckte an, es machte glücklich und so konnte auch er nicht anders als lachen, sie dabei anzuschauen und spürte weiter das Kribbeln in seinem Bauch. „Solange du jemanden an deiner Seite hast, der dir alle deine Wünsche von den Augen ließt, ist das auch gar kein Problem..“, erwiderte er mit einem kurzen Schulternzucken darauf, hatte seine braune Augen kurz von ihr abgewandt um ihr nicht unbedingt sofort das Gefühl zu geben, dass er sich damit meinte. Das tat er nicht.. Es war falsch so etwas zu sagen, in diesem Augenblick, in dem sein Herz aus dem Takt geraten war und ihre bloße Anwesenheit ein Wirrwarr an Gefühlen in ihm auslöste. Was für einen Grund gab es, warum legte er schließlich seine Lippen auf ihre, küsste seine selbst ernannte Prinzessin. Ihre Lippen waren so weich, ihre Küsse zart. Sie lösten sich voneinander nur um sich im nächsten Moment wieder zu finden. Darren führte das Blondchen mit leichtem Druck näher zu sich, ließ es gar nicht zu dass sie sich weiter löste. Der Musiker wollte das genießen. Wenn auch nur für den Augenblick. Für diesen Abend, solange bis es gut ging. Bis er ihr wieder begegnete. Anscheinend überschätzte sie sich ein bisschen was ihre Fähigkeiten betraf sich in diesem Kokon aus Bettdecke zu bewegen und landete mit ihrem Gesicht auf der Matratze. Auch er konnte nicht anders und musste lachen bei diesem Anblick. „Vielleicht ist es an der Zeit aus deinem Deckengefängnis auszubrechen“, witzelte er schmunzelnd, erhaschte bei ihren Bewegungen flüchtige Blicke ihres perfekten Körpers und biss sich auf die Unterlippe. Widerstand dem Bedürfnis sie erneut anzufassen. Als das Mädchen schließlich fragte, womit sie diesen Kuss verdient hatte, hob er nur seine bereits bedeckten Schultern. Lächelte sie zunächst sogar ein wenig verträumt an, dann aber grinste er. „Als Dank dass du mich nicht gleich vor die Tür schickst..“

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Es sah schon irgendwie sehr süß aus wie das junge Mädchen sich teils aus ihrem Deckengefängnis befreite, daran fast scheiterte und ihm schließlich gegen die Schulter schlug. Als kleine Strafe dafür, dass er ihr Verhalten in jener Nacht aufführte und damit sein Gehen begründen wollte. Darren war hin und her gerissen. Was sollte er tun. Sollte er bleiben oder gehen? Sie alleine lassen oder bei ihr bleiben, weiter auf sie zu gehen, um es am Ende zu bereuen? Aber vielleicht war das hier doch der richtige Schritt. Seine Gedanken drehten sich und die Tatsache, dass sich immer noch etwas Alkohol in seiner Blutbahn befand, machte das alles auch nicht wirklich besser. „Ach ja? Vielleicht war das auch nur eine kleine Notlüge gewesen.“, erwiderte der Musiker, sah das Blondchen durch seine braunen Augen hindurch an und hatte diese etwas zu Schlitzen geformt. Sodass er sie ganz genau beobachten konnte, fast schon ein bisschen kritisch. „Eine Ausrede weil du es als Prinzessin nicht mehr in meinem kleinen Studentenzimmer ausgehalten hast. Ich meine, du scheinst deutlich anderes gewohnt zu sein.“, fügte er hinzu und man erkannte an seiner Stimmlage alleine schon, dass er keines seiner Worte wirklich ernst meinte. Dennoch ließ er sie weiter nicht aus den Augen. Auch wenn die Schülerin in einer anderen Gegend wohnte, ihr eigenes Zimmer, fast schon ihr eigenes Haus besaß und sich selbst immer wieder als Prinzessin betitelte, hatte er nicht das Gefühl dass sie besonders abgehoben war oder das nach außen hin auch ausstrahlte. Ihren Besitz und all das. Vielleicht zeigte sie das aber nur ihm nicht, konnte es vor ihm etwas verstecken. Aber was sie folgend sagte, brachte ihn wieder von diesem Gedanken ab. Viel zu besitzen, in diesem Sinne wunschlos glücklich zu sein war eine Sache aber es füllte seiner Meinung nach nie die Leere die in einem blieb, wenn man niemanden hatte um das alles zu teilen. „Stimmt, das alles alleine zu putzen ist sicher anstrengend.“, sagte der Schauspielstudent darauf und grinste, lockerte das Thema etwas auf und rutschte ihm nächsten Augenblick näher an das Blondchen heran. In seiner Brust wurde es warm, sein Herz klopfte etwas schneller als er ihr Lächeln entdeckte. Darren legte seine Finger an ihr Kinn, hob ihren Kopf etwas an und legte seine Lippen sanft auf ihre. Es war dieses Gefühl in ihm was sagte, dass das jetzt sein musste. Dass es passte, dass es gut war. Ob er das zu einem anderen Zeitpunkt immer noch so sagen würde, war fraglich aber diesen Moment war wichtiger als irgendwelche Gedanken zu einer anderen Zeit. Wahrscheinlich.. Der Student ließ seine Finger über ihre zarte Haut in ihren Nacken wandern, seine Hand ruhte dort und sorgte gleichzeitig bestimmt dafür, dass sie ihm ein Stückchen näher kam. So gut es ihre momentane Lage zu ließ. Schließlich war sie immer noch in ihrem Kokon.

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    „Dann habe ich wohl nochmal Glück gehabt.“, sagte der junge Kerl und strich sich mit dem Handrücken über die Stirn als hätten sich darauf bereits Schweißperlen gesammelt. Ein Grinsen hatte sich auf seine Lippen geschlichen, ihm entgingen die aufmerksamen Blicke des Mädchens nicht. Es kümmerte sie wahrscheinlich auch nicht wirklich, dass es ziemlich offensichtlich war. Da füllte er sich ja beinahe beobachtet. Er ließ seine Finger durch die dichten Locken wandern, entwirrte sie dabei etwas und ließ sich schließlich auf ihre Augenhöhe hinab gleiten. Stützte dabei seinen zur Seite gelegten Kopf auch etwas mit seiner Hand. „Wirklich?“ Er ließ seine Finger über das bärtige Kinn gleiten, sah tief in die roten Augen der Jugendlichen und hob dann seine Schultern. „Ich dachte ich flüchte auch ganz schnell wieder.. so wie du damals..“ Der Student schien zunächst etwas traurig als er an ihre erste Begegnung zurück dachte. Das Treffen auf der einsamen Parkbank, das schließlich in seinem Zimmer im Wohnheim auf dem Schreibtisch ein wirklich gar perfektes Ende gefunden hatte.. Bei dem Gedanken daran biss er sich sogar kurz auf die Unterlippe, hob dann seinen Kopf wieder etwas an nachdem er diesen für den Augenblick gesenkt hatte. Schließlich schmunzelte er aber und strich dem schönen Mädchen eine verirrte Haarsträhne hinters Ohr, die bei ihrer aktuellen Situation sowieso etwas durcheinander geraten waren. Eigentlich hatte er beschlossen zu gehen. Hatte in seinem Kopf schon einen Schlussstrich gezogen, wollte raus aus dieser Situation, in der er sich immer weiter in etwas rein ritt aus dem er sicher nicht mehr so einfach heraus kam. Aber es war dieses Funkeln in ihren Augen, das zuckersüße Lächeln auf ihren Lippen, das ihn hier hielt. Jedes Mal wenn er diese Sache beenden wollte, sorgte ihr Anblick dafür, dass er seine Meinung augenblicklich wieder änderte. Weil es sich gut anfühlte bei ihr zu sein, auch wenn es einen bitteren Beigeschmack hatte. Aufmerksam lauschte er ihren Worten, war gespannt was für einen Ort sie sich in ihrem eigenen Zuhause ausgesucht hatte, welchen Platz sie gerne aufsuchte und war durchaus neugierig als das Prinzesschen weiter sprach. „Das kann ich mir vorstellen.“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht. Von purer Kreativität umgeben zu sein wirkte einfach inspirierend für einen selbst, wenn man selbst eine solche Ader hatte. „Fühlst du dich deinem Papa dort ein Stückchen näher?“ Immerhin war dieser ja laut ihren Erzählungen kaum im Haus, sicher war es ein besonderer Ort wenn sie ihn vermisste und vieler seiner Werke dort zu finden waren. Seine dunklen Augen wanderten über ihr hübsches Gesicht.

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Das amüsierte und süße Lachen des Mädchens drang an sein Ohr während die kalte Luft seinen Körper streifte und ihm eine Gänsehaut über den Körper jagte. Es war beinahe eisig kalt da draußen, es kühlte zu dieser Jahreszeit nachts einfach noch viel zu sehr ab. Doch es tat ihm gut, so atmete er einige Male tief ein und aus ehe er sich zu dem Blondchen auf dem Bett herum drehte und seine Arme vor der nackten Brust verschränkte. „Ich nenne das einfach eine Notlüge..“, betitelte der Musiker seinen vorhin erwähnten Wunsch nach Kaffee und grinste, nachdem er noch seine Schultern angehoben hatte. Solche Lügen waren ganz und gar nicht schlimm, es waren so gesehen doch eh keine. Schließlich hatten beide gewusst, worauf es hinaus laufen würde, wenn sie bei einem der beiden daheim ankamen. Es war mehr eine bedeutungslose Floskel, etwas zum Schmunzeln. Schlimmer war die Tatsache, dass er der Jugendlichen doch die ganze Zeit etwas vor log oder? Ihr Hoffnungen machte, ihr ein gutes Gefühl gab, viel zu nah an sie heran trat und doch war sie nicht das Mädchen, das sich in seinem Kopf eingenistet hatte. Aber ob sie sich überhaupt mehr wünschte, mehr erhoffte? Vielleicht wollte auch sie nicht mehr als eine besondere Freundschaft, jedoch sprachen ihre Berührungen und ihre Blicke etwas anderes. Ihr Interesse war nicht gelogen. Es war echt. Und genau das war es auch, was der Student so anziehend fand. Was ihn davon abgehalten hatte das einfach zu beenden. Er fühlte sich gut in ihrer Nähe, nicht um Aufmerksamkeit und Zuneigung kämpfen zu müssen war eine Abwechslung und doch fehlte es ihm. Yumi fehlte ihm. Der Schauspielstudent stieß sich von der Fensterbank ab und näherte sich wieder dem Bett, auf dem das Blondchen eingewickelt in ihrer rosaroten Decke lag. Wie ein Schmetterling in seinem Kokon. Der Anblick ließ den Mann schmunzeln. „Na deine Bediensteten haben es sicher nicht ganz einfach..“, vermutete er und griff nach seinen Klamotten, die sich vor dem Bett angesammelt hatten. „Ich hoffe du bist nicht allzu böse zu ihnen.. man hört ja immer wieder dass man solch ein Benehmen irgendwann immer zurück bekommt.“ Der Bartträger knöpfte langsam sein Hemd zu, ließ das junge Mädchen dabei aber nicht aus den Augen und nachdem er auch seine Hose wieder angezogen hatte, ging er vor ihr in die Hocke und neigte seinen Kopf zur Seite. „Und?“ Fragend, neugierig und auch erwartungsvoll schaute er in ihre roten Augen. Ein Grinsen lag auf seinen Lippen. „Was ist denn dein Lieblingsort?“

    3336-pasted-from-clipboard-pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer


    Ein Gefühl der Zufriedenheit, des Glücks durchströmte seinen Körper. Darren hielt seine dunklen Augen noch für einen Moment geschlossen während er dicht neben dem hübschen Mädchen lag. Versuchte dabei auch sein Herz etwas zu beruhigen. Es klopfte unaufhörlich. Ob es alleine an den anstrengenden und aufregenden letzten Minuten lag oder auch einen anderen Grund hatte, vermochte er nicht zu sagen, da es momentan aufgrund des Alkohols in seinem Blut sowieso nicht wirklich abzugrenzen war, ob sein Körper nicht auch einfach noch damit beschäftigt war. Sein Brustkorb hob und senkte sich, seine Atmung wurde wieder flacher und regelmäßiger. Ihre zufriedenen Blicke trafen sich, das Funkeln im tiefen Rot ihrer Augen erfreute ihn. Es war ansteckend und zauberte ihm ein Lächeln auf die Lippen. Ihre Finger hinterließen ein Kribbeln auf seiner Haut, ihm war warm. Der Musiker schloss seine Augen, fühlte die zarten Berührungen auf seiner nackten Brust und anschließend ihre weichen Lippen auf seinen. Ganz sanft, gar zögernd und vorsichtig. Ein Lächeln huschte über seine Lippen. Es war ohne zu fragen ein wunderbares Gefühl, dass seine Prinzessin neben ihm lag, dass sie solche Momente miteinander teilten und er genoss ihre Anwesenheit in vollen Zügen aber es fehlte etwas. Darren konnte es nicht benennen, er konnte nicht sagen was und er hasste sich dafür. Der Musiker hasse sich genau in diesem Moment dafür, dass er sie vermisste. Dass er ihre blauen Augen vermisste, ihr Lächeln. Das Schmunzeln, das ihr sooft über die Lippen kam wenn sie miteinander Spaß hatten, wenn sie ihre Spielchen spielten. Ja, jetzt vermisste er sogar den stechenden Geruch von Rauch, wenn sie sich danach eine Zigarette anzündete. Es war unglaublich was diese Frau für eine Wirkung auf ihn hatte. Und es war, vorallem in den Augen der Studentin, auch unglaublich dumm. Oder? Oder.. „Ich kann verstehen warum es dein Lieblingsort ist.“, antwortete er darauf, hatte sich im richtigen Augenblick wieder im Hier und Jetzt eingefunden. Hatte die Worte, ihre süße Stimme noch rechtzeitig gehört. Das Mädchen hatte auf jeden Fall ein Händchen für hübsche Dekoration, so viel war klar. Sein Blick folgte ihrem Körper, heftete sich an ihre nackte Haut und beobachtete sie während sie mit ihren Reizen spielte. Eigentlich ganz offensichtlich, was Darren grinsen ließ. Da wusste eben jemand, wie sie ihren Körper einsetzen musste und das war auch gar nicht so verkehrt.. Die dunklen Augenbrauen des Mannes wanderten nach oben. „Das hier ist gar nicht dein Zimmer?“ Schon etwas empört richtete er sich auf, obwohl das Mädchen ihr Geheimnis noch gar nicht ausgeplaudert hatte. Trotzdem setzte er sich hin, strich sich durch die braunen Locken und atmete tief durch. Ihm war schwindlig. Darren drehte sich etwas zur Seite und wurde vom Blick der jungen Frau gefangen genommen. Bestürzt über diese schlechte Lüge, legte er seine Hand an seine freie Brust und seufzte. Eigentlich war ihm der Ort ja so oder so egal gewesen. Dennoch spielte er weiter den belogenen Mann und schüttelte enttäuscht den Kopf. „Und so gehst du mit deinem Prinzen um, so belügst du ihn? Ich bin.. zutiefst verletzt.“ Der junge Kerl rutschte an den Bettrand, schubste dabei zwei flauschige Kissen beiseite und fischte nach seiner Unterwäsche, die er sich wieder anzog und anschließend mit verschränkten Armen seinen Kopf zu ihr drehte. „Dir konnte es wohl auch nicht schnell genug gehen.“, sagte er, grinste und erhob sich langsam vom Bett. Nur, um das Fenster im Zimmer zu öffnen und sich an die Fensterbank zu lehnen. Einerseits weil er wirklich frische Luft brauchte, der Sauerstoff in ihrem Zimmer war aufgrund von anderen Aktivitäten so gut wie nicht mehr vorhanden, und andererseits weil er.. sich nicht gut fühlte. Aber monatelange, eigentlich sogar jahrelange Übung im Bereich der Schauspielerei halfen ihm ganz gut, seine Gedanken vor anderen zu verstecken.

    1495-alice-pngAlice & Nick | in einem Patientenzimmer


    Das Lächeln, was zu Beginn ihres Gespräches noch auf ihren rosigen Lippen gelegen hatte, war mit dem Moment fort als sie auch im Augenwinkel an seinem Gesichtsausdruck erkannt hatte, dass er sie fragend gar verwirrt anschaute. Es war zwar wie früher, Alice fühlte sich wohl in seiner Nähe und hatte nicht das Gefühl, dass sie sich monatelang nicht mehr gesehen hatten aber dennoch änderte sich gerade in diesem Augenblick etwas. In welche Richtung es ging, welche Richtung ihre Freundschaft jetzt einschlagen würde, das Mädchen war sich absolut nicht sicher. Sie kannte seine Meinung. Die Jugendliche wusste ganz genau, was Nick über ihren Freund und baldigen Vater ihres Kindes dachte und was er von ihm hielt. Aber Freunde waren auch da um so etwas zu akzeptieren, um Beziehungen anzuerkennen, auch wenn sie absolut nicht der Meinung waren, dass sie einander gut taten. Mehr als seine Hilfe anbieten konnte man meist nicht, wenn es sich um Liebe handelte und dem war so. Schließlich liebte Alice ihren Simon, egal was er machte. Trotz der Tatsache, dass er sich momentan so gar nicht für sein baldiges Kind interessierte aber sicher brauchte er einfach seine Zeit. Das war schon okay so! Sobald ihr die Worte über die Lippen gekommen waren, war es Still im sonst so leeren Patientenzimmer. Wahrscheinlich hätte man eine Stecknadel fallen gehört. Alice traute sich nicht ihren Blick zu heben, sie vergrub ihre Finger im Stoff ihres übergroßen Hoddies und brauchte einen Moment ehe sie ihren Kopf schließlich an hob und in das mehr als geschockte und auch überforderte Gesicht ihres Freundes zu sehen. „Natürlich.“ Alice widerstand dem kindlichen Drang die Hände vor der Brust zu verschränken und den Älteren böse anzufunkeln. Was dachte er? Was spann er sich in seinem Kopf zusammen? Niemals würde das Blondchen ihren Freund betrügen. Also.. nicht noch einmal, das wäre so etwas wie ihr sicherer Tod. Auch wenn sie sich vielleicht gerne an manchen Tagen, in manchen Augenblicken an diesen zaghaften und zärtlichen Kuss mit Nick zurück erinnerte, ihre roten Augen kurz über seine Lippen huschten aber das war Vergangenheit. Das gehörte nicht hierher und das würde auch niemals in ihre Zukunft passen. Da war einzig und alleine Simon und das sollte ihr Freund auch langsam verstehen. „Simon ist der Vater.“, versicherte sie dem Jungen deshalb nochmal. Es war nicht schwer zu erkennen wie überfordert er war. Aber die Schülerin nahm es ihm nicht übel, wer weiß wie sie reagiert hätte wenn sie eine so ähnliche Nachricht von seiner Freundin erfahren hatte, die sie vielleicht auf den Tod nicht ausstehen konnte. Und ihre eher unehrliche Antwort zu ihrem Befinden half da wahrscheinlich auch nicht viel. „Das ist schon okay, Nick, du musst nichts sagen.“ Am Ende sagte er noch etwas Falsches, versuchte ihr wieder etwas zu unterstellen und in ihrem momentanen Zustand konnte eigentlich jedes Wort schon zu viel sein. Ein Lächeln malte sich auf ihre Lippen. „Ich wollte es dir nur endlich sagen. Es ist mir wichtig dass du es weißt, auch wenn du nicht glücklich damit bist.“, sagte das Mädchen und wand ihren Blick wieder von ihm ab. „Ich will nur dass du es akzeptierst. Und ihn auch.. Simon gehört zu mir.“ Jedes mal kribbelte es in ihrem Bauch, ihr Herz schlug ein paar Takte schneller als sie seinen Namen aussprach und ihre Gedanken sich um ihn drehten. „Wir werden eine Familie sein und ich will dass du trotzdem an meiner Seite bist weil.. du bist mein Freund und.. ich möchte dich nicht verlieren. Nicht deshalb.“ Ihre Hand legte sich auf die kleine Wölbung unter der feuchten Stoffjacke, die sie trug. „Also.. ja, ich finde ein 'Herzlichen Glückwunsch' durchaus angebracht.“, meinte sie schließlich und konnte sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Es war vielleicht nicht alles perfekt aber das würde es sicher noch werden. Alice hoffte nur dass das alles nicht irgendwann einmal eskalierte..

    1907-leon-pngLeon & Shara | an einem Tisch


    Das junge Halbwesen gönnte sich erst noch eine große Ladung Rührei bevor er dem hübschen Mädchen antwortete. Shara war neugierig und das Halbwesen nahm es ihr auch gar nicht übel. „Etwas mehr, ja.“, antwortete er nachdem er das leckere Frühstück hinunter geschluckt hatte und lächelte seine Tischnachbarin dann an. „Ganz genau weiß ich es zwar immer noch nicht aber manchmal habe ich das Gefühl, dass es von Tag zu Tag besser wird. Dass mehr Erinnerungen zurück kommen. Oft auch, wenn ich bestimmte Dinge mache. Damals als wir von den unzähligen bösen Kreaturen angegriffen wurden.. das war nicht nur schwer weil ich mit ansehen musste wie dieser Idiot im langen Mantel uns die Monster auf den Hals hetzen wollte, sondern auch weil ich in diesen Momenten an jenen Tag damals zurück erinnert wurde aber es half nichts. Die Gegenwart ist immer präsenter und wichtiger als die Vergangenheit.“ Leon hob seine Schultern, verlor das Lächeln auf seinen Lippen nicht. Das tat er sowieso nie. Niemals würde er die Freude in seinem Leben verlieren. Dafür gab es genug Griesgrame da draußen, die ihr Leben gar nicht wirklich schätzten. Das tat auch der Jäger in diesem Augenblick. Denn eigentlich taten die Menschen das doch viel zu selten oder? Glücklich sein, weil sie noch lebten. Aber wahrscheinlich bekam man dieses Gefühl erst, wenn man wusste wie schnell es vorbei sein konnte. Wenn Familie oder Freunde starben und nie wieder zurück kamen. Der Wüstenbewohner schlug sich sachte mit der Faust auf die Brust während er selbst halb an einem Stückchen Rührei erstickte aber er hatte sich letztendlich noch gefangen und überlebte. Was ein Glück für die Menschheit. Leon schüttelte den Kopf, dafür brauchte sich das Blumenmädchen wirklich nicht entschuldigen, es war ja nicht ihre Schuld dass er in dem Moment zu blöd zum Essen gewesen war. „Nicht wahr?“ Der langhaarige Kerl neigte seinen Kopf ein bisschen zur Seite, seine flauschigen Ohren richteten sich wieder ein Stückchen auf nachdem sie sich bei Sharas Erzählung an seinen Kopf angelegt hatten. „Ich bin auf jeden Fall für dich da, wenn es dir nicht gut geht. Es ist niemals leicht mit so einem Gedanken umzugehen. Manchmal hat man einfach schlechte Tage und ich bin mir sicher, dass seine Schwester überaus stolz auf dich sein wird, wenn du deinen neuen Weg gefunden hast!“, versicherte das Halbwesen und bekräftigte seine Aussage mit einem Nicken, dann verlor er sich ein bisschen in ihren blauen Augen, die zwar einen traurigen Blick inne hatten aber trotzdem lächelten. So war das wohl mit Menschen, die zwar mit erhobenem Kopf und glücklich durchs Leben traten aber gleichzeitig einen tiefen Schmerz mit sich herum trugen. „Ich bin sehr gut im Trösten..“ Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, er zog seine Hand zurück und machte das, was Shara von ihm verlangte während er weiter in sich hinein grinste.

    1677-cylie-pngCylie & Chris | vor ihrem Zimmer


    Ihr Zwillingsbruder wirkte fast ein bisschen abwesend, gar verträumt als Cylie ihn auf seine weibliche Begegnung auf dem Fest ansprach. Ein amüsiertes Grinsen malte sich auf die rosa Lippen der Medizinstudentin. Hieß das jetzt, dass er ernsthaft Interesse an dieser Frau hatte und sich schon auf ein nächstes Date freute oder war vielleicht schon mehr gelaufen und er hing den innigen Stunden nach? Als Schwester war sie einfach neugierig und wollte wissen, was für eine Dame sich da an seine schlechtere Hälfte ran machte. Immerhin waren sie Zwillinge, da war die Beziehung der Geschwister nochmal etwas anders! Da Cylie aber wusste, dass nicht viel aus dem Typen herauszubekommen war, wenn er gerade keine Lust hatte, fragte sie auch gar nicht weiter nach. Sein Schulternzucken war da schon Aussage genug und das Mädchen selbst rollte nur mit ihren grünen Augen. Während sie in ihrem dezent chaotischen Kleiderschrank nach frischen Klamotten für den heutigen Tag suchte, machte sich Chris nur über ihre Worte lustig. Sie blinzelte mit einem beinahe tödlichen Blick über ihre Schulter und seufzte dann. „Das ist ja nicht das erste Mal..“, sagte die darauf, dachte zwar nicht wirklich dass es irgendein dämlicher Wink des Schicksals war aber irgendwas musste das doch zu bedeuten haben oder? Langweilig wurde es auf jeden Fall nie zwischen den besten Freunden, trotzdem hatte sie Angst, dass es irgendwann mal wirklich böse enden würde. „Du bist lächerlich, hast du heute überhaupt einen Spiegel gesehen?“, rief sie ihm noch zu als er ihr Studentenzimmer verließ und sie für einen kurzen Augenblick alleine ließ, damit sie sich umziehen konnte. Cylie warf ihren Schlafanzug sowie die Unterwäsche in den Wäschekorb und kleidete sich auch gleich neu ein. Während sie sich die Haare kämmte und auch kurz etwas dezentes Make-Up auflegte, dachte sie natürlich an Nick und fragte sich, ob es ihm auch wirklich so gut ging, wie er es behauptet hatte. Die Kopfwunde hatte schon ziemlich fies ausgesehen aber sie konnte nur auf seine Worte vertrauen, etwas anderes blieb ihr jetzt eh nicht über. Jetzt sofort ins Krankenhaus zu rennen war ja auch ein bisschen merkwürdig oder? „Also, was machen wir heute?“ Die Studentin warf ihre braunen Haare über die Schulter als sie bei ihrem Bruder vor der Tür angekommen war, warf ihre Zimmertür ins Schloss und sah mit gehobenen Augenbrauen auf ihren Zwilling, der gebannt an seinem Handy war. „Wirklich? Ruf sie doch einfach an..“, sagte sie mit einem Seufzen, schüttelte den Kopf und stemmte eine Hand in ihre Hüfte. Ob er überhaupt nach einer Nachricht von seiner neuesten Eroberung schaute oder etwas anderes machte, wusste sie zwar nicht aber es war ihr auch egal. Alles was sie jetzt wollte war etwas Ablenkung und dafür musste ihr allerliebster Zwillingsbruder jetzt sorgen.

    3163-hinarpg-pngHina & Alma | bei Alex an der Bar


    Eine nette ältere Dame brachte die beiden jungen Mädchen in ihrem gelben Taxiauto quer durch die Stadt. Das Ziel der hübschen Dinger, die hiesige Bar, die bekannteste Bar der Stadt, die mit dem größten Angebot an Alkohol, lag näher am Meer und da ihre Eltern sich damals für eine Hütte am Waldesrand entschieden hatten, da sie dachten das wäre für ihre einzige Tochter besser, war sie jetzt meist auf Bus, Bahn oder am liebsten einfach ein Taxi angewiesen. So musste sie nicht mit anderen in Kontakt treten, andere anfassen oder eher von ekelhaften Kerlen in der überfüllten Bahn angegrapscht werden.. passierte leider viel zu oft. Hina gab der süßen Frau ein paar Euro mehr, war froh dass es sich mal nicht um einen lüsternen Kerl als Fahrer gehandelt hatte. "Mein Hals ist schon ganz trocken..", jammerte das Mädchen und hielt sich dabei leidend die Finger an den schlanken Hals, grinste dann breit und hob für Alma die Tür zur Bar auf. Sofort stieg ihnen der Geruch von süßem, herben Alkohol gemischt mit einigen anderen Düften in die Nase, die nicht sofort zu deuten waren. Ein Gemisch aus gebratenem Fingerfood und Deo. Irgendwie merkwürdig aber auch nicht weiter schlimm. Das süße Parfum, das das Blondchen aufgetragen hatte, überdeckte die anderen Düfte doch recht gut. "Hmm.." Hina richtete sich die vom Wind durcheinander gebrachten Haare, warf sich die langen goldenen Strähnen dann hinter ihre Schulter und lächelte aufgeregt. Auf Männerfang gehen war einfach immer etwas besonderes.. man wusste nie was oder wen man an so einem Abend fand! Auch wenn es eigentlich noch gar nicht so spät war aber das änderte nichts an der Tatsache, dass doch schon so einige schicke Kerle sich in der Bar eingefunden hatten. "Den da, schau mal.", flüsterte sie ihrer Freundin zu, war zwar etwas traurig dass sie diese Stunden ohne Alessa verbringen musste aber Alma war eine ebenso gute Begleitung. Die Schülerin deutete unauffällig auf einen silberhaarigen Kerl, dessen Haare sanft über seinen Schultern lagen, was Hina im ersten Augenblick schon ansprach. Er wirkte mies gelaunt, seine Mundwinkel hingen nach unten und das galt es zu ändern. Mit einem Mal nahm sie die Hand ihrer hübschen Freundin und führte sie mit an die Tresen, an dem der interessante Kerl saß. "Na, schlechter Tag?", begann sie die Unterhaltung und hopste auf einen der Barhocker, überschlug die Beine und drehte sich gleich zu ihm, warf Alma einen vielsagenden Blick zu als diese sich auf der anderen Seite des Mannes platzierte. Das hier war ja wirklich ein Schnuckelchen. Die junge Schülerin deutete dem Barmann an, dass hier wirklich mehr Shots und drei Longdrinks gebraucht wurden. "In solchen Momenten ist Alkohol einfach unser Freund." Mit einem süßen Lächeln bedankte sie sich bei dem Typen hinter der Bar, schob ein paar Scheine aus Daddys Geldbeutel über den Tresen und ließ jeweils einen der Shots und Longdrinks zu den anderen beiden wandern.

    3163-hinarpg-pngHina & Alma | verlassen das Haus


    „Auf jeden Fall..“, murmelte das junge Mädchen und legte sich den Zeigefinger, da sich ein bisschen was vom Joghurt beim Eintauchen wohl darauf verteilt hatte. Das gemeinsame Schäferstündchen mit Chase hatte sich tatsächlich etwas in ihren Kopf eingebrannt. Wobei sie sich in diesem Moment nicht recht wusste ob es an der Tatsache lag, dass der blonde Schönling sie mit seinem Können derart beeindruckt hatte oder weil es einfach ein dezent merkwürdiger Ort gewesen war, den sie sich da ausgesucht hatten. So oder so freute sie sich schon auf ein zweites Treffen, wenn es denn irgendwann eines gab. Hina legte ihre Hand für einen Augenblick auf die trainierte Schulter der dunkelhäutigen Schülerin. „Ich kann es mir vorstellen und glaub mir, der Ekel in mir lässt sich kaum unterdrücken.. wieso ist es so schwer für manche Menschen sich etwas zu pflegen und herauszuputzen? Wie kann man so hässlich durchs Leben gehen? Gut, manche können auch nichts dafür aber man könnte trotzdem das beste aus seiner Situation machen.“, antwortete sie, hob ihre Schultern und nahm ihre Hand zurück um ihre langen blonden Haare aus dem Gesicht zu streichen. „Weiß nicht. Könnte mir aber vorstellen dass diese Nonne, die sie abgelenkt hat, ihr vielleicht das Kloster gezeigt hat oder sowas.. Alessa meinte es sicher nicht böse.“ Schließlich waren sie alle Freunde, da war man für andere da und ließ sie nicht alleine im Regen stehen aber manchmal ließen es andere Faktoren einfach nicht zu. Aber echte Freunde wussten das und machten andere dann natürlich auch keinen Vorwurf! Die Halbindonesierin lächelte als ihre Freundin meinte, dass er ganz sicher das beste in seinem Leben verpassen würde, wenn er das Mädchen ziehen ließ und ignorierte. „Es liegt ja sowieso an ihm, schließlich ist er der Mann und wir wissen beide, dass er den ersten Schritt machen muss. Auch wenn er keine Nummer von mir hat aber hey, unsere Schule ist jetzt auch nicht so groß und immerhin weiß er, welche Klasse wir besuchen.“ Hina rührte mit einer Gurkenscheibe im Joghurt und grinste ehe sie sich das gesunde Gemüse in den Mund legte. Die Freundinnen waren immer füreinander da und dazu gehörte eben auch, andere Menschen fertig zu machen wenn sie einen verletzten oder scheiße behandelten. So war das einfach. „Oh ja!“ Begeistert erhob sie sich gleich, blieb kurz für eine Sekunde stehen da ihr doch etwas schwindelig war und drehte sich schließlich zu Alma, funkelte sie voller Vorfreude an. „Das klingt sehr gut. Vielleicht aber etwas ruhiger, nicht dass ich mich noch überanstrenge..“ Gab ja auch so einige gute Bars und kleinere Discotheken in dieser Stadt. Auch wenn sie das Tanzen liebte und sich gerne auf der Tanzfläche präsentierte, fühlte sie sich gerade noch nicht gut genug dafür. „Aber Alkohol tut jetzt sicher gut.. hilft bei meiner Erholung.“, meinte die Schülerin schmunzelnd und versank danach gleich in ihrem Kleiderschrank, hielt sich Kleider und Röcke an ihren hübschen Körper und entschied sich recht schnell, damit sie auch möglichst schnell hier weg konnten. Hina trank ihren Tee leer, nahm sich noch eine Erdbeere und machte sich die Haare. Geschminkt war sie ja eh schon, das war selbst in Krankheit Pflicht bei ihr. Sie korrigierte nur ein bisschen, dann packte sie Alma und zog sie grinsend aus dem Haus hinaus.

    pasted-from-clipboard.pngDarren & Alessa | in Alessas Zimmer

    1677-cylie-pngCylie & Chris | in ihrem Zimmer


    Cylie schlug sich selbst die Hand an die Stirn nachdem ihr großer Bruder erfolgreich das von ihr geworfene Kissen abgewehrt hatte und meckerte, dass doch ein Tropfen des edlen Kaffees verloren hätte gehen können. „Ich bin noch nicht zurechnungsfähig.. wie dumm bin ich, am Ende hätte ich noch die Sauerei wegwischen dürfen.. also kusch, raus aus meinem Zimmer!“ Die junge Studentin fühlte sich wie einmal durch den Fleischwolf gedreht und versuchte während ihrer Ansprache ihre Gedanken zu ordnen, wusste nicht einmal so recht ob das was sie sagte überhaupt Sinn ergab. Aber als ihr Zwilling verstand Chris sicherlich was sie damit ausdrücken wollte und wenn nicht, war es ihr eigentlich auch recht egal. Alles was zählte war in diesem Augenblick das schwarze Glück in der Tasse in ihrer Hand und der Gedanke, dass es Nick wohl den Umständen entsprechend gut ging, wenn man seiner Nachricht Glauben schenken konnte. Vielleicht wollte er sie auch nur beruhigen.. aber eigentlich wusste Cylie ja über die übliche Vorgehensweise bei Platzwunden am Kopf Bescheid und da er sich den Kopf doch ziemlich fest angeschlagen hatte, wunderte sie es nicht dass er noch eine Nacht dort bleiben sollte. Sicher war sicher und er konnte froh sein, dass sich die Ärzte in stressigen Zeiten noch genügend Zeit für ihn nahmen. Die Medizinstudent kannte das ja.. „Ach, halt doch die Klappe!“ Gerne hätte das Mädchen nochmal ein Kissen geworfen oder lieber gleich einen Stein aber erstens war sie in ihrem Burrito nicht mehr dazu in der Lage und einen Stein hatte sie hier auch nirgendwo in greifbarer Nähe. „Ahaaa?“ Ihre grünen Augen wurden größer und ihre Augenbrauen hoben sich neugierig nachdem sie den Blick auf ihren Zwilling gerichtet und die Tasse beiseite gestellt hatte. Die Brünette erhob sich von ihrem Bett, immer noch dick in ihre Bettdecke eingewickelt. Diesesmal war sie es, die ihre Schultern kurz hob und sich dann an ihren Kleiderschrank stellte um ein paar frische Klamotten heraus zu fischen. Frisch geduscht war sie eigentlich und da sie mit nassen Haaren heute morgen ins Bett gegangen war, standen diese auch in alle Richtungen aber das war ihr im Moment herzlich egal. Vor ihrem Zwilling war ihr so etwas ganz sicher nicht peinlich. „Ich weiß nicht ob das ganze so gut war..“, murmelte sie, antwortete damit auf seine Worte aber sprach sie so leise, dass er es wahrscheinlich kaum hörte. „Ach ich weiß nicht! Warum kommt eigentlich immer mal wieder ein Partyabend an dem einer im Krankenhaus landet?! Wir sollten einfach das Trinken aufhören!“ Cylie schmiss die Schranktür zu, hatte frische Klamotten in der Hand und deutete ihrem Bruder an, dass er verschwinden sollte. „Warte draußen, die Zeiten in denen wir uns voreinander umziehen sind schon lange vorbei.“

    1677-cylie-pngCylie & Chris | in ihrem Zimmer


    „Lach nicht so blöd..“, meckerte der jüngere Zwilling und schnappte sich das hübsch verzierte Kissen, das vorher noch in ihrem Gesicht gelandet war, und warf es zurück auf den Angreifer damit sich dieser das blöde Grinsen aus dem Gesicht schmieren konnte. Eigentlich war alles was sie in diesem Moment brauche Ruhe und jede Menge Schmerztabletten. Vielleicht auch frische Luft aber.. „Spinnst du, es ist arschkalt!“ Hastig sammelte die Medizinerin ihre Bettdecke ein und saß am Ende wie ein Burrito eingewickelt in ihrem bequemen Bett damit auch ja kein kaltes Lüftchen ihre nackten Beine oder sonst irgendwas erwischen konnte. Lediglich ihr Kopf und eine Hand waren noch frei, in der sie wieder den warmen Kaffee hielt, da der mit dem ersten Schlückchen schon gut etwas bewirkt hatte. Den blöden Kommentar ihres großen Bruders hatte sie einfach gekonnt überhört, da er sicher auch nicht wie Gott persönlich aussah, wenn er eine harte Partynacht hinter sich hatte. „Und dich würde sowieso niemals jemand mitnehmen..“, erwiderte sie dann doch, trotzig, wie ein kleines Kind und schlürfte an ihrem persönlichen Lebenselixier. Die warme Flüssigkeit füllte ihren flauen Magen und beruhigte ihn zeitgleich, was sich wirklich gut anfühlte. Andere nahmen dafür ein Bier, sie schwor auf ihren Kaffee, den Chris eigentlich gut hinbekommen hatte. Als Zwillinge wussten sie halt wie der andere seinen Kaffee mochte, so hatte jedes Zwillingspaar ihre Gemeinsamkeiten. Cylie nahm die Tasse von ihren Lippen und erwiderte den Blick seiner grünen Augen mit einem genervten Blick. „Wirklich jetzt..“ Natürlich erinnerte sie sich noch an die Nachrichten, die sie ihrem Bruder vor einigen Stunden geschickt hatte, ohrfeigte sich innerlich vielleicht ein bisschen dafür weil er jetzt nicht wirklich hätte wissen müssen dass sie mit ihrem besten Freund ins Bett steigen wollte.. aber naja, sie hatten schon soviel geteilt, warum nicht auch diese Informationen. Dankend nahm sie die Tabletten, die er ihr zugeworfen hatte entgegen und ließ sie gleich in ihrem Mund verschwinden, schüttete einige Schlücke Kaffee hinterher und stellte die Tasse schließlich auf ihrem Nachttisch ab. „Deine Augenringe schreien auch nicht gerade nach dem blühenden Leben also wo hast du dich herum getrieben? Oder eher auf wem..“ Das Mädchen zog die Decke näher an ihren Körper und gähnte einmal herzhaft. „Wieso bist du gestern nicht einfach dazwischen gegangen wenn du mich eh gestalked hast, ich glaube das hätte einiges verhindert..“ Unter anderem den kleinen Besuch im Krankenhaus und so manch andere Dinge.. wie die Kotze auf ihrem Fußboden.

    1677-cylie-pngCylie & Chris | in ihrem Zimmer


    Die angehende Ärztin hatte einen furchtbaren Schlaf hinter sich. Stundenweise war sie aufgewacht, hoch geschreckt weil sie wirklich sehr komische Träume gehabt hatte und zwischendrin hatte sich auch noch der beißende Geruch von Alkohol und Kotze in ihre Nase geschlichen, der es teilweise unmöglich machte wieder einzuschlafen. Gerade als ihre Augenlider wieder schwer geworden waren, sie merkte dass sie langsam in das Land der Träume abdriftete, hörte sie entfernt Schritte, die immer näher kamen. Oder war das bereits Teil eines merkwürdigen Traumes? Ihre grünen Augen waren fast zu, dachte sich einfach dass dieses leise Geräusch und das seltsame Gefühl in ihr, dass sie nicht länger alleine war, einfach nur Einbildung war weil sie ja doch noch etwas Restalkohol in sich hatte.. aber da kam auch schon ein Kissen angeflogen und traf sie natürlich auch noch mitten im Gesicht. Erschrocken riss sie ihre Augen auf, schnellte mit dem Oberkörper nach oben und krallte sich in das Kissen, das sie gerade angegriffen hatte. „Was was.. was?..“ Cylie drehte ihren Kopf zur Seite, sah erst an die Wand und dann in ihr Zimmer, entdeckte an ihrem Schreibtisch gelehnt ihre bessere oder schlechtere Hälfte. „Idiot.. spinnst du, ich hab so nen Kopf auf..“, murmelte das Mädchen, deutete mit ihren Händen dass ihr Kopf fünfmal so groß war wie normal und ließ sich wieder zurück fallen. Der Duft von frischem Kaffee stieg in ihre Nase. „Ugh, frag nicht..“ Die Brünette schüttelte ihren Kopf, drehte sich zur Seite und griff nach ihrem Handy. „Vielleicht hab ich nicht alles weggewischt.“, sagte der Zwilling und guckte über den Bettrand hinaus, konnte aber nichts mehr entdecken. Hatte ihre Decke oder irgendwas anderes noch etwas von Nicks Mageninhalt abbekommen? Vielleicht sollte sie später einfach mal alles von oben bis unten putzen. Cylie setzte sich auf und hielt sich den Kopf, rieb über ihre Stirn, hatte das Gefühl dass ihr Kopf gleich platzte. „Danke..“, murmelte sie und griff nach dem frisch gebrühten Kaffee, der ihr sicher wieder ein paar Lebensgeister einhauchen würde.