Beiträge von schachtl

    1677-cylie-pngCylie & Nick | in seinem Patientenzimmer


    Mit schmerzverzerrtem Gesicht rieb sie sich die Stirn, eigentlich den gesamten Kopf und gab ein genervtes Stöhnen von sich. Wie dumm war sie eigentlich? Als sie langsam ihre grünen Augen wieder öffnete, schaute sie als erstes vorsichtig um sich. Hoffte sehr, dass das niemand mitbekommen hatte und anscheinend war das Glück heute mit ihr, denn der Flur war gähnend leer. Keine einzigen Patienten oder Angehörigen tummelten sich hier und vom Pflegepersonal oder den Ärzten war sowieso nie kaum eine Spur weil sie die ganze Zeit unterwegs waren. Erleichtert seufzte die Studentin auf und hielt noch für einige Meter ihre Hand an ihrer warmen Stirn, dann ließ sie den Arm sinken, schaute auf und wäre beinahe wieder mit etwas zusammen geprallt. Eigentlich eher mit Jemanden und das verhinderte sie auch nur weil sie in der letzten Sekunde zur Seite hüpfte. Überrascht und auch ein bisschen genervt hob sie ihre Augenbrauen, schaute dem jungen Kerl nach. Das war doch Cedric.. Simon? Auf jeden Fall einer der anderen Zwillinge aus Destiny Valley. Man kannte sich ja irgendwie von früher und aus Erzählungen, auch wenn das Mädchen nie richtig Kontakt zu den beiden gehabt hatte. Vielleicht hatte sie sich auch getäuscht? Sicher war sich Cylie da nicht und warum er so achtlos aus dem Krankenhaus stürmte, interessierte sie dann auch nicht mehr weiter weil sie einfach schnell zu Nick wollte damit sie nicht noch einmal gegen irgendwas rannte. Während sie den hellen Flur entlang lief, das Zimmer ihres besten Freundes lag am anderen Ende, spürte das Mädchen wie sich ihr Herzschlag veränderte. Schneller wurde als wäre sie ganz aufgeregt und nervös. Und irgendwie war sie das ja auch. Weshalb sie vor seinem Zimmer kurz stehen blieb und auf den Fußboden schaute. Sie hatten auch noch gar nicht richtig über diese Nacht gesprochen oder, also über diesen Vorfall und über die Küsse. Und über das, was passiert wäre, wenn Nick sich nicht den Kopf halb aufgeschlagen hätte. Cylie schluckte, klopfte und betrat schließlich das Einzelzimmer ihres Mitbewohners. Es war leise und ein Blick auf den jungen Mann im Bett verriet ihr, das er immer noch schlief. „Schlafmütze..“, flüsterte die Studentin und kicherte leise, setzte sich auf sein Bett und schaute ihm ein bisschen zu. Ihr Blick wanderte über sein Gesicht. Er wirkte erschöpft. Ob er noch Schmerzen hatte? Ob er nach Schmerzmittel verlangt oder es einfach ertragen hatte? Sie tippte ihm gegen die Wange. „Wie lange willst du noch schlafen?“

    1907-leon-pngLeon & Shara | vor dem Monstertrainingslager


    Für einen kurzen Augenblick dachte das Halbwesen daran, seine Hand auf den geöffneten Mund des Mädchens zu halten. Bewusst hatte er die gefährlichen Details im Wald ausgelassen. Wollte Nolan keine Sorgen bereiten, wollte nur dass er sich um das verletzte Wooly kümmerte und das konnte er wahrscheinlich nicht mit voller Hingabe, wenn er wusste, das dort draußen jemand umher wanderte und unter Astors Namen Schrecken verbreitete. Doch es kamen keine Worte mehr über die Lippen der jungen Frau und fast schon erleichtert atmete Leon auf. Er überlegte ob es richtig so war. Irgendwem mussten sie das doch erzählen oder? Es für sich behalten war falsch aber was, wenn sie nur unnötig für Panik sorgten? Während der bärtige Mann sich professionell um die Wunde kümmerte, einen frischen Verband an legte und ihnen letztendlich den Vorschlag unterbreitete, dass sie sich selbst etwas Erholung gönnten und morgen wieder vorbei schauten, nickte der Jäger. Mehr konnten sie gerade nicht für das kleine Wooly tun, auch wenn man Shara ansehen konnte, dass sie wahrscheinlich am liebsten hier übernachten würde. Damit auch ja nichts mehr passierte. „In Anbetracht der Tatsache, dass ihr keinerlei Material bei euch hattet, war die Wunde wirklich gut versorgt. Das habt ihr gut gemacht. Bis morgen.“, sagte Nolan mit einem Lächeln und schickte die beiden schließlich nach draußen. Es war kurz still. Es war bereits dunkel geworden und lediglich die kleine Öllampe am Eingang des Hauses spendete ihnen Licht. Leon war müde. Erschöpft und wollte tatsächlich eigentlich nur Nachhause. Auch ihm kam ein leises Seufzen über die Lippen, ehe er sich in die Richtung der Anderen drehte, da er seinen Namen hörte. „Ich bin müde.“, antwortete das Halbwesen und gähnte auch gleich, streckte seine Arme in die Luft und verschränkte sie schließlich hinter seinem Kopf. Er hatte gar nicht gedacht, dass ihm dieser Kampf auf der Pluvia-Insel noch so in den Knochen hing. Der junge Kerl wurde hellhörig. Seine gerade noch hängenden Öhrchen richteten sich auf als Shara ihm einen Vorschlag machte. Meinte sie das wirklich so? Ein Grinsen bildete sich auf seinen Lippen. „So schnell lädst du also Männer zu dir Nachhause ein? Das hätte ich jetzt gar nicht erwartet.“, antwortete er und machte einen Schritt nach vorne. Man konnte ihr ansehen, dass sie nervös war, dass sie sich vielleicht nicht ganz so wohl dabei fühlte und doch war es sicher das, was sie wollte. Weil sie Leon in Sicherheit wissen wollte und das konnte sie nicht, wenn er noch den langen Heimweg in die Wüste antrat. Es war ein Vorschlag, den er sicher nicht ablehnen würde aber nicht aus dem Grund, weil er gerade in irgendwelchen fremden Frauenbetten schlief. Immerhin hatte er Elena, sein Herz gehörte ihr, auch wenn es andersherum vielleicht nicht so wahr. „Aber bevor es zur Sache geht, will ich mich kurz noch waschen okay?“ Leon sagte das, als wäre es schon abgemachte Sache, dass sie gleich zusammen im Bett landen würden und dort auch etwas mehr passierte als einfacher Schlaf.

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    Hina | bei Chase am Eingang des Gruselkabinetts


    Wahrscheinlich wirkte das Mädchen jetzt schon wie eine besoffene Jugendliche, die sich vorne und hinten nicht mehr auskannte und ohne Plan durch die Gegend irrte. Irgendwie war dem ja auch so. Nur war der Unterschied, dass sie nicht betrunken war obwohl sie es jetzt am liebsten wäre. Damit sie nicht daran denken musste, was da gerade in dieser dämlichen Gaststätte passierte. Vielleicht plante Alessa ja schon eine gemeinsame Nacht mit diesem blöden Studenten, hatte ihre Freundin schon vergessen und all das, was gestern passiert war. Vielleicht dachte sich ihre Freundin aber auch nichts dabei. Für sie war das nichts Neues gewesen. Hina wollte nicht mehr daran denken, wollte ihren Kopf ausschalten und war daher froh, dass sie den Dorfplatz gefunden hatte. Dort steuerte sie auch gleich die Bar an, bestellte zwei Shots, die sie auch gleich leerte. Hinzu kam noch ein Longdrink in dem ein Auge schwamm aber das kümmerte sie jetzt gerade wenig. Mit dem Glas in der Hand spazierte der verkleidete Teufel langsam umher, hielt Ausschau nach etwas oder jemanden, mit dem sie sich ein bisschen ablenken konnte. Das war jetzt alles was sie neben dem Alkohol brauchte. Keine Gedanken an ihre Freundin, keine Gedanken an das, was sich da entwickelte. Weil es sicher nur in ihrem Kopf so war. Das Mädchen stellte das zügig geleerte Glas irgendwo ab, wurde dann auf das Gruselkabinett aufmerksam und eher noch auf einen gewissen Jemand, der unmittelbar davor stand. „Wow, da hat sich ja jemand richtig viel Mühe gegeben.“, sagte die Schülerin als sie an Chase heran trat und ihn ganz offensichtlich und übertrieben von oben bis unten begutachtete. „Was tut man nicht alles für kostenlose Getränke, hm?“ Zwar hatte Hina am Verkleiden selbst auch Spaß, jedoch lockte das Angebot doch schon sehr. Sie ließ ihre schlanken Finger über seine Brust und dem mit einem Skelett bedruckten Hoodie wandern. War dabei ein bisschen näher an ihn heran getreten. „Ausflug heile überstanden, ja?“, fragte sie schließlich, spielte damit auf diesen überaus tollen Schulausflug in dieses noch schönere Kloster an. An sich war das ja alles scheiße gewesen. Bis auf diese durchaus interessante Begegnung im Keller. Hina biss sich auf die Unterlippe bei dem Gedanken daran und vielleicht wurde ihr auch ein bisschen warm, was aber sicher nur an dem Alkohol lag, den sie sich doch recht schnell in den Mund gekippt hatte. „Na, hast du Angst alleine rein zu gehen? Oder worauf wartest du?“ Die Oberstufenschülerin wand sich etwas von ihm ab und sah sich den schaurig verzierten Eingang des Kabinetts an während seine Hand in ihre Hüfte gestemmt hatte. „Ich gehe gerne mit dir rein. Du darfst dich auch an mich kuscheln, wenn du Angst hast..“, sagte sie, warf Chase einen Blick zu und grinste etwas.

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    Hina | verlässt die Gaststätte


    Hina wirbelte aufgeregt den Zimmerschlüssel um ihren Finger, fragte sich auf dem Weg ins obere Geschoss ob die Spinnweben, die hier an jeder Ecke klebten und manchmal auch am Treppengeländer, wirklich nur Dekoration waren oder ob das sonst auch so wahr und diese Gaststätte einfach mal geputzt gehörte. Im Grunde konnte es ihr egal sein, jedoch war der Gedanke daran in solch einem ekelhaften Gebäude zu schlafen auch nicht besonders einladend. Das Mädchen hoffte einfach, dass die Zimmer nicht so überladen waren aber davon konnte sie sich ja selbst gleich ein Bild machen. Denn sie sperrte die Türe auf und war doch positiv überrascht. Es war ein bisschen dekoriert, hier hingen Kürbis-Lichterketten und dort lagen ein paar süße und schaurige Plüschtiere aber sonst wirkte das ganze doch recht nett. Hina warf sich kurz auf das große Bett. Dabei rutschte ihr Rock ein bisschen nach oben aber da sie alleine war, zupfte sie den auch nicht zurecht. Die Schülerin spürte Herzklopfen. Spürte ihr eigenes Herz ein bisschen eskalieren. Später am Abend, später in der Nacht, würde sie wahrscheinlich gemeinsam mit Alessa hier liegen. Sie würden lachen und über die anderen Besucher des Festes herziehen. Würden sich aneinander kuscheln weil es doch schon recht kühl war. Und dann? Konnte sie das überhaupt noch, war das nach dem, was am gestrigen Abend passiert war, überhaupt noch möglich? Einfach so? Wahrscheinlich wirkte für Außenstehende immer noch alles wie sonst. Sie scherzten, redeten, hielten Händchen, es war so wie immer. Aber die beiden Freundinnen wussten genau, das sich etwas verändert hatte und doch sprach es keiner an. Wie dumm das eigentlich war. Konnten sie sonst über alles reden, hörte es auf, wenn es um sie selbst ging? Wenn es um das ging, was sich vielleicht aus dieser Freundschaft entwickelt hatte? Ein leises und auch trauriges Seufzen verließ ihre Lippen und sie richtete sich wieder auf, fuhr sich mit den Fingern durch die langen Haare. Ob sie sie vielleicht mal wieder etwas kürzen lassen sollte? Kurz sah das Blondchen auf ihre Haarspitzen. Aber Alessa liebte ihre langen Haare, spielte sie doch immer wieder zu gerne damit. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf ihre Lippen und sie warf ihre Mähne über ihre Schultern, verließ das Zimmer und ließ den Schlüssel in ihrer kleinen Tasche verschwinden. Ihre Freundin wartete schon viel zu lange, wieso ließ sie sie überhaupt so lange warten. Gut gelaunt und doch ein bisschen durcheinander ging sie wieder nach unten in den großen Raum, in dem das Buffet und auch der kostenlose Alkohol auf sie wartete. Aufmerksam schaute Hina um sich, suchte ihre Beste und entdeckte sie schließlich. Hätte sie sich bereits ein Gläschen gegönnt, wäre dieses jetzt sicher klirrend auf dem Boden gefallen. Das war er doch oder? Das war doch dieser super tolle Kerl, von dem Alessa ihr vor geschwärmt hatte. Das Arschloch, das sie gar nicht verdient hatte. Ihr Kiefer knirschte während sie das kleine Grüppchen am Buffet beobachtete. Ihre Freundin wirkte glücklich. Freute sie sich so sehr diesen Studenten da wieder getroffen zu haben? Und wie sah er überhaupt aus, ein bisschen übertrieben oder? Eigentlich hätte sie sich jetzt um das rosahaarige Mädchen gekümmert, sie weggelockt damit ihre Beste den Kerl für sich hatte aber sie konnte es nicht. Hina war unfähig etwas zu tun. Hätte am liebsten Alessa selbst dort weggezogen weil sie nicht wollte, dass sie sich noch mehr für diesen Typen interessierte. Sie konnte das nicht mitansehen, wollte es auch gar nicht und vielleicht war ihre Freundin auch ganz froh darüber ihren Traumprinzen wieder begegnet zu sein und wollte jetzt nur noch bei ihm sein. Die Blonde presste ihre Lippen aufeinander, machte kehrt und verließ die Gaststätte mit eiligen Schritten. Irgendwo in diesem verdammten Kuhkaff gab es sicher noch etwas zu trinken. Ganz viel am besten.

    1951-dorothy2-pngDorothy & Eric | auf dem Dach eines Schaustellerwagens


    Zunächst war das junge Fräulein sich wirklich noch unsicher. War es okay einfach das Getränk anzunehmen, Eric es wegzunehmen wo er es doch besorgt hatte? Und war es wirklich ein so großes Problem es sich zu teilen? Vielleicht übertrieb Dorothy auch einfach und es war gar nichts dabei. Vielleicht hatte Eric sich darum gar keine Gedanken gemacht weil es normal war unter.. unter Freunden? Ja, was genau waren sie eigentlich? Fremde? Etwas mehr als Fremde? Ab wann genau war es denn überhaupt in Ordnung aus ein und demselben Becher zu trinken?! Die Heilerin spürte ihr Herz ganz stark gegen ihre Brust trommeln und doch wagte sie es schließlich, nippte an dem gut duftendem Gebräu. Sicher wäre Eric auch enttäuscht, wenn sie jetzt ablehnte. Immerhin hatte er sich die Mühe gemacht und war auf die Suche gegangen. Er hätte auch sie losschicken können, dass sie sich selbst etwas holte aber der junge Mann wusste bereits wie anstrengend das alles für sie war. Mit was für Ängsten sie zu kämpfen hatte. Eigentlich sollte sie dankbar sein. Viel mehr dankbar. Wie konnte sie das überhaupt gut machen, war das überhaupt möglich? Dorothy nahm nur aber was gab sie zurück? Es war so unhöflich von ihr, beinahe schon gemein oder? Während sie ihren Gedanken nachhing, wanderte ihr Blick langsam über das farbenfrohe Fest. Es war faszinierend wie schön Magie sein konnte. Was für Farben und Formen sie annehmen konnte und doch wusste das Mädchen ganz genau, was für eine zerstörerische Seite sie auch hatte. Wie stark sie war, wenn sie in falsche Hände geriet. Ihre Finger legten sich enger um die warme Tasse und sie ließ ihren Kopf sinken. Aber das war jetzt nicht der passende Ort um über so etwas nachzudenken. Wahrlich nicht. Eric hatte sich solche Gedanken darum gemacht ihr diesen gemeinsamen Ausflug so angenehm wie möglich zu gestalten. Wahrscheinlich waren sie nur wegen Dorothy hier oben auf dem Dach eines Schaustellerwagens. Damit die Heilerin etwas Ruhe bekam, damit sie all das genießen konnte ohne mittendrin zu sein. Und sie tat es. Wirklich. Doch wie konnte sie ihm das danken? War das möglich? Seit Zaid verschwunden war, hatte es niemanden mehr in ihrem Leben gegeben, der sich solche Gedanken machte, der Dinge tat nur damit es ihr gut ging. Als sie den Anderen auf das ansprach, was in seinem Kopf vor ging, kam sie sich im nächsten Moment unheimlich dumm vor. Dumm und aufdringlich, denn wenn der junge Kerl Lust darauf gehabt hätte zu erzählen, an was er dachte, hätte er das doch eigentlich auch getan oder? Stattdessen drängte sie sich auf und das ließ ihre Wangen nur wieder rosa schimmern. Kurz wand sie ihren Blick ab, dann jedoch erwiderte sie den ihrer Begleitung. Ihr Herz stolperte bei seinen Worten und sie öffnete ihren Mund, wollte etwas erwidern, weil sie sich ähnlich fühlte, weil sie diese Zeit mit Eric gemeinsam auf dem Fest genauso genoss. Allerdings wirkten seine nächsten Worte beinahe traurig. Sodass sie ihre Lippen wieder verschloss. Dorothy sah ihn weiter an, auch wenn er sich von ihr abgewandt hatte und den Ausblick genoss. „S-sind wir denn.. in irgendeiner W-weise gezwungen, uns mit der Vergangenheit z-zu beschäftigen..?“ Das Mädchen sprach diesen Gedanken aus und hob dann auch ihren Kopf, erkannte die winzigen Sterne, die sich blass am Himmel abzeichneten. „I-ich würde es n-nicht als feige bezeichnen.. du.. du bist nicht feige, E-eric..“ Dorothy nahm nochmal einen Schluck des Getränks und hielt kurz inne, schaute in das Innere des Bechers und hielt ihn schließlich Eric hin. Ihre Hände zitterten und so schwappte auch das süße Gebräu im Inneren etwas hin und her. „Wenn das Hier und Jetzt s-schön ist, s-solltest du a-auch nur da leben.“ Irgendwelchen Gedanken aus der Vergangenheit nachzuhängen, sich darum zu kümmern was damals war, was sich nicht mehr ändern ließ, das brauchte einen doch auch nicht weiter oder? „D-das ist.. wirklich.. wirklich lecker.. willst du.. p-p-probieren?“

    1907-leon-pngLeon & Shara | bei Nolan


    Das Halbwesen amüsierte sich ein bisschen darüber wie Shara auf die Komplimente reagierte. Man sah deutlich, dass sie das eigentlich gar nicht gewohnt war, dabei war es doch so einfach einmal nette Worte über jemanden zu verlieren. Demjenigen zu sagen, dass er etwas gut gemacht hatte und stolz auf sich sein konnte. Es war wirklich leicht und doch wurde es viel zu selten gemacht. Leon selbst erwärmte es immer wieder das Herz wenn er nach solchen aufbauenden Worten merkte, dass andere sich darüber freuten. Auch wenn es manchmal ein bisschen dauerte und man sich gerade bei ihm fragte, ob es auch ernst gemeint war. Leon winkte nur ab als das Blumenmädchen das Kompliment zurück gab, ebenso meinte wie mutig er gewesen war. Ob mutig oder nicht, es kümmerte ihn nicht und er war auch kein Mensch, der solche Worte brauchte aber trotzdem war es schön zu hören. "Aber natürlich.", erwiderte er mit einem Lächeln und nickte während sie sich langsam dem Monstertrainingslager näherten auf das sie sich schlussendlich geeinigt hatten. Zwar kannte das Halbwesen Sharas Schwester nicht, konnte sich seiner Worte deshalb nicht zu hundert Prozent sicher sein aber welches Familienglied wäre denn nicht stolz, wenn man seinen eigenen Mut unter Beweis stellte und solch eine Heldentat ausführte, wie Shara es getan hätte?! Kurz dachte er an seine eigene Familie, an seine Eltern, an mögliche Geschwister und er fragte sich, ob jemand von ihnen stolz auf ihn war. Auf das was er so alles geschafft hatte, dass er alleine in der Wüste lebte, sein Leben mit Freude und Spaß lebte. Während er so seinen Gedanken nach hing, an der Tür des großen Hauses klopfte und Shara dabei beobachtete, wie sie zart das Köpfchen des schlafenden Monsters streichelte, wich auch das Adrenalin aus seine Körper. Leon bemerkte wie müde und erschöpft er eigentlich war und fragte sich ob das noch an dem Angriff dieses widerlichen Monsters lag. An dem Gift, das seinen Körper durchströmt hatte. Wahrscheinlich irgendwelche Nachwirkungen. So blitzschnell, wie die Andere ihre Lippen öffnete und dem bärtigen Mann einen Wortschwall entgegen brachte, da konnte der Jäger selbst gar nichts mehr dazu sagen und lachte nur. Die hochgezogenen Augenbrauen des Anderen sprachen auch Bände und so war er wahrscheinlich verwundert, verblüfft, genervt und auch ein bisschen amüsiert über das junge Fräulein, dass das verletzte Tier noch in seinen Armen hielt. "Na, na." Nolan hob seine Hand und beugte sich ein bisschen nach unten, schaute auf den provisorisch angelegten Verband und nickte während seine Hände den Kopf des Woolys tätschelte. "Dieses Wooly verdankt euch sein Leben. Ich werde mich darum kümmern, bringt es herein." Der Herr des Lagers bat die beiden in das rustikale Haus und brachte sie in eines der vielen Zimmer, das wohl als eine Art Krankenzimmer diente. Es ähnelte viel der Klinik und doch war alles ganz anders. "Danke, Nolan. Im Wald haben wir es auf einer Lichtung entdeckt, es kämpfte um sein Leben und hätten wir es nicht entdeckt.." Leon vermochte gar nicht zuende sprechen. Warf einen Blick auf das friedlich atmende Tier und behielt die anderen Informationen, die es Rund um diesen Kampf gab, erstmal zurück. Hob seinen Kopf und sah in Sharas Gesicht.

    1951-dorothy2-pngDorothy & Eric | Irgendwo im Nirgendwo auf einem Schaustellerwagen


    Dorothy war ganz warm. Sie schwitzte fast. Was ihr unangenehm war, weshalb ihr beinahe noch wärmer wurde. Ihre blassen Wangen zierte ein kräftiges Rot. Noch immer war sie nervös und aufgelöst, fühlte sich alleine und im Stich gelassen. Völlig unnötig. Es war ihre eigene Schuld. Sie war aus eigener Überzeugung heraus hierher gekommen. Hatte sich nicht überreden lassen sondern sich gefreut, mit Eric gemeinsam auf dieses Fest zu gehen. Sie hätte es wissen können, dass so etwas passierte. Dass sie verloren ging zwischen all den anderen Besuchern, die sich über all das hier so erfreuten. Nicht, dass sie es nicht tat aber es war einfach so viel. Es war so laut, so bunt, so viel durcheinander. Doch niemand anderer trug Schuld. Nicht Fern, nicht Eric und Dorothy hoffte, dass er das wusste. Dass er sich nicht schlecht fühlte weil er sie für diesen winzigen Augenblick alleine gelassen hatte. Und das auch nur weil er etwas für sie tun wollte. Ihr ein Getränk besorgen weil sie davon gesprochen hatte. Während der junge Mann sie an ihrer dünnen Hand nach oben zerrte, Dorothy versuchte so gut es ging mitzuhelfen, war sie wirklich nicht ganz bei der Sache. War mit den Gedanken wo ganz woanders und konnte den hübschen Ausblick, den sie von hier oben hatten, gar nicht wirklich wahr nehmen. Zuerst war sowieso die Tatsache, dass Eric nur ein Getränk mitgebracht hatte wichtiger. Wahrscheinlich wirkte ihr Gesicht schon ähnlich einer Tomate. Ihr Gesicht fühlte sich ganz heiß an und das ehrliche Lachen des Anderen half nicht gerade dabei, dass sich ihr Körper wieder etwas beruhigte. "O-oh nein.. wie s-schade..", flüsterte die Tochter des Priesters während sie sich an den Rand des Wagens setzte. Ihre Beine baumelten nach unten und sie bewegte sie etwas vor und zurück, schaute dabei auf den einzelnen Becher, den Eric in den Händen hielt. Als dieser letztendlich vorschlug, dass sie sich das leckere Getränk wohl auch teilen konnten, riss sie ihre roten Augen ganz weit auf und schaute in sein Gesicht. "W-w-was?", stieß sie aus und erst im nächsten Moment wurde ihr bewusst, dass daran eigentlich gar nichts Schlimmes war. Oder? Sich ein tolles Getränk teilen. Da war doch nichts dabei. Von einem Becher zu trinken, den beide Lippen berührten. Das war doch vollkommen in Ordnung. Nervös spielte das Mädchen mit ihren Fingern bevor sie nach dem warmen Becher griff und vorsichtig daran nippte. Hmm, das schmeckte ja wirklich herrlich! Nach frischen Beeren und Kräutern. Wer auch immer das zusammen gemischt hatte, kannte sich mit dem Zusammenspiel der Früchte sowie den verschiedensten Kräutern wirklich auch. Ein kleines Lächeln zierte ihre Lippen, dann hörte sie die Frage des Mannes und guckte erst jetzt wirklich nach vorne. Erblickte das, was da vor ihnen lag und ihre Augen funkelten ein kleines bisschen. "E-es sieht wirklich s-schön aus..", sagte das Mädchen und lächelte. Hier oben fühlte sie sich sicher. Nicht so eingeengt, nicht so ängstlich wie dort unten zwischen den Menschen, die nicht immer so Acht auf ihre Umgebung gaben. Die manchmal schubsten und jemanden anrempelten, auch wenn sie es nicht böse meinten. Aber auf diesem Wagen neben Eric da.. da war alles gut. Nichts konnte ihr was anhaben. Oder? War alleine diese kleine Abgeschiedenheit der Grund oder war es vielleicht Eric? Dorothy blinzelte aus den Augenwinkeln heraus hinüber zu ihm. Er schien über etwas nachzudenken. Seine Mundwinkel zuckten kurz nach oben und die Heilerin hob verwundert ihre Augenbrauen. "A-an was denkst du..?"

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    Darren | bei Rumi


    Mit dem Bus und so einigen anderen kunstvollen Gestalten kam er in dem kleinen Dorf unweit von Riverport entfernt an. Manche hatten sich ganz schön ins Zeug gelegt und saßen wohl längere Zeit an ihren Kostümen, wobei Darren sich ja beinahe schon etwas dämlich vorkam, dass er sich eigentlich gar keine Mühe gegeben und einfach reines Glück gehabt hatte. Aber wie auch immer, Hauptsache er hatte sich dem Anlass irgendwie passend gekleidet oder war dafür passend gekleidet worden und bekam das kostenlose Essen sowie die Getränke. Weil dazu konnte man nicht Nein sagen und so ein bisschen Kostüm dafür tragen, wenn das alles war, machte man den Spaß natürlich gleich mit. Zuerst war der Student etwas durch das Dorf geirrt aber hatte von ein paar verkleideten Geistern mitbekommen, dass die Gaststätte wohl der beste Anlaufpunkt für gutes Essen war und da er heute eigentlich noch nichts gegessen hatte, sollte er da wohl seinen ersten Stopp einlegen. Wo wollte er sich mit Rumi eigentlich treffen, hatten sie etwas ausgemacht? Der Student lief durch die für ein Dorf belebte Straße während es langsam begann zu dämmern. Passend zum Motto. Darren erwischte sich immer wieder dass er unbewusst Ausschau hielt. Dass er nach blonden Haaren suchte, nach diesen blauen Augen und kurz blieb er auch stehen als er an ihre letzte Begegnung dachte, an die Yumi selbst sich wahrscheinlich nicht einmal erinnern konnte. Wollte er wissen was passiert war? Davon abgesehen dass es ihn in ihren Augen wahrscheinlich sowieso ganz und gar nichts anging aber war es gut zu hören, dass mit ihrem Ex anscheinend wieder mehr lief? War das der Grund für all die Ablehnung? Oder war es mit ein Grund? Der verkleidete Zombie schüttelte den Kopf. Damit hatte Yumi auf jeden Fall recht, dass es keinen Sinn hatte. Es hatte keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, sich irgendwelche Dinge auszumalen oder sie danach zu fragen. Eine Antwort bekam er sicher nicht.

    Der junge Kerl drückte die Tür auf, ließ erstmal einen Vampir an sich vorbei laufen und trat dann in die Gaststätte, steuerte auch gleich auf den großen Saal zu, in dem wohl das Buffet aufgebaut war, wenn man den Schildern glauben konnte. Gerade fragte er sich noch wie er dem Mädchen vom Strand hier überhaupt über den Weg laufen konnte, da fielen ihm auch schon die unverkennbaren Haare ins Auge. „Dachte es wird schwerer dich zu finden.“, sagte Darren nachdem er an Rumi heran getreten war und blieb neben ihr stehen, schenkte ihr ein Grinsen. „Aber beim Essen findet man sie alle.“ Ein Schmunzeln kam über seine Lippen ehe die beiden näher ans Buffet gingen um sich einen Überblick zu schaffen. „Es wurde sich auf jeden Fall Mühe gegeben..“, stellte er beim Anblick der vielen verschiedenen Speisen fest. Alle waren irgendwie dem Motto entsprechend verziert und dekoriert und so zusammen gestellt, dass man bei manchen Tellern zweimal überlegte ob man zugriff.




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    Hina (& Alessa) | irgendwo in der Gaststätte


    Die jungen Mädchen hatten sich doch wieder etwas länger Zeit gelassen beim Aussuchen ihrer Kostüme. Aber so eine Entscheidung musste eben gut überlegt sein und der Vater ihrer besten Freundin hatte auch so viele wunderbare Klamotten und Accessoires, das sich keiner der beiden so schnell entscheiden konnte. Hina erwischte sich immer wieder dabei wie sie ihre Freundin einen Moment zu lange beobachtete, wie ihr Blick über den perfekten Körper der Anderen huschte. Ein Kribbeln hatte sich in ihrem Bauch bemerkbar gemacht, doch sie unterdrückte es. Versuchte ihr Herz zu beruhigen. Und es gelang ihr auch, denn sie beschäftigte sich erstmal mit sich selbst. Legte etwas Make-Up auf, zog sich dieses sexy Kostüm an und flocht sich die Haare ehe sie gemeinsam mit ihrer Besten ein Taxi rief, das sie auf dem schnellsten Weg in dieses Kuhkaff beförderte. „Ugh, dieser Gestank..“ Hina hielt sich die Hand vor ihre Nase und ihren Mund, verzog dabei angeekelt das Gesicht und schaute um sich nachdem die Schülerinnen aus dem Taxi gestiegen waren. „Da brauche ich wirklich viel Alkohol.“, sagte sie und kicherte, hakte sich bei ihrer Freundin ein und überwanden die letzten Treppenstufen zum Eingang der Gaststätte. Auf dem Weg hierher hatten die beiden natürlich noch etwas im Internet recherchiert, nicht dass sich diese Party am Arsch der Welt am Ende doch als Reinfall entpuppte. „Wehe mir kommt nachts eine Maus entgegen gelaufen.“ Zwar wirkte der Gasthof jetzt nicht wirklich schmuddelig oder herunter gekommen, eher das Gegenteil, es war überall wirklich hübsch dekoriert und sah auch sauber aus aber man konnte ja nie wissen. Da sie für diese ach so gruselige Nacht sogar ein Zimmer umsonst bekamen, klärte Hina das auch gleich nochmal an der Rezeption ab und kam mit dem Schlüssel in der Hand zu Alessa, wedelte damit in der Luft herum und grinste breit. „Ich habe uns natürlich das schönste und beste Zimmer besorgt..“ Plötzlich wurde Hina ganz warm als sie daran dachte, dass sie sich ein Doppelbett teilten. Eigentlich total blöd und unnötig, das hatten sie schon so oft gemacht, es war so normal. Doch nach letzter Nacht.. Würde so etwas vielleicht nochmal passieren? Das Mädchen umklammerte den Schlüssel, ihr Herz klopfte wie verrückt und sie strich sich eine verlorene Strähne hinters Ohr. „Ich.. ich schau mir das Zimmer mal schnell an, ja? Ob wir es überhaupt wagen können hier zu bleiben.. Geh du schon mal zum Buffet! Und sicher uns die besten Snacks..“ Das Mädchen hielt kurz inne, hob dann den Kopf und grinste ihre Freundin an ehe sie die Treppe nach oben nahm und Alessa kurz alleine ließ.

    1699-darren-pngDarren | kommt an & verlässt de Universität


    Dieser Tag in der Universität war lang gewesen, doch eigentlich hatte Darren nur die Hälfte wirklich mitbekommen. Eigentlich war er müde, wäre am liebsten zurück ins Wohnheim gefahren oder hätte sich alternativ noch ein paar mehr Cocktails gegönnt aber weder das eine noch das andere war momentan drin sodass er die Zeit einfach damit tot geschlagen hatte sein etwas zerfleddertes Notizbuch weiter mit kleinen Zeichnungen oder Liedtexten zu schmücken. Was ihm gerade einfiel, woran er denken musste und das war in letzter Zeit eigentlich immer dasselbe. Seine Gedanken drehten sich sooft um sie, hörten beinahe gar nicht damit auf. Auch wenn er merkte, dass dabei sein Herz einige Takte schneller schlug, hätte er sich stellenweise dafür verfluchen können. Es war nicht gut so. Das war es doch, was sie ihm immer wieder sagte. Dass es absolut keinen Sinn hatte. Dass er seine Zeit vergeudete. Aber tat er das wirklich? Darren strich sich mit den flachen Händen über das müde Gesicht, rieb sich die Augen und bekam erst verspätet mit, dass die Vorlesung bereits ihr Ende gefunden hatte. Eigentlich wäre er auf direktem Wege nachhause gegangen, hätte man ihn nicht auf dem Weg zum Ausgang aufgehalten und in den Theaterraum geschleift. Hier und Da hörte er seine Kommilitonen über die Halloween-Party reden. Ob er dort Yumi über den Weg laufen könnte, immerhin begegneten sie sich immer irgendwie auf irgendwelchen Feiern. Nicht? War es bis jetzt nicht so gewesen? Darren spürte sein Herz wilder klopfen, legte seine flache Hand auf seine Brust und atmete tief durch. Vielleicht war es eine Chance, vielleicht war es eine wirklich dumme Idee aber da er es Rumi ja auch irgendwie versprochen hatte, zumindest wäre es jetzt sicher etwas unhöflich wenn er doch nicht auftauchen würde, blieb ihm auch gar keine andere Wahl. Vorallem nicht als eine Bekannte ihm anbot ihn mit der Theaterschminke ein bisschen für die Party zu verunstalten. Der junge Kerl schmunzelte, ließ auch alles über sich ergehen und machte sich nach einem Dankeschön und einem kurzen Zwischenstopp im Wohnheim auf den Weg nach Sternbach.

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    Hina & Alessa | im Atelier von Matthias


    „Sicher..“ Hina hob ihre perfekt gezupften Augenbrauen als ihre beste Freundin darüber jammerte, dass sie bestimmt einige Kilo zugenommen hatte am gestrigen Tag. Dass sie folgend über ihren absolut flachen Bauch strich, entlockte dem Mädchen ein Schmunzeln und sie schüttelte den Kopf. „Du bist perfekt, okay? Du hast eh so einen abnormalen Stoffwechsel, das ist total unfair! Bei dir setzt nie irgendwas an und ich, ich muss das Stückchen Schokolade nur anschauen und hab zwei Rettungsringe aus Fett mehr!“, meckerte die Schülerin und warf ihre Arme in die Luft, bemerkte dass Alessa sich etwas von ihr abgewandt hatte und war kurz davor ihre Hand auszustrecken. Sie auf ihre Schulter zu legen damit sie sich wieder ansehen mussten. Damit ihre Freundin ihr nicht aus kam aber was dann? Was wollte Hina eigentlich, wollte sie darüber sprechen, wollte sie es einfach ruhen lassen? Was war besser? Man sagte immer, Kommunikation war der Schlüsse, war das Beste überhaupt aber war dem wirklich so, war Schweigen manchmal nicht einfach besser oder zerstörte es am Ende mehr? Hina konnte es sich aber auch gar nicht vorstellen. Nie über diesen.. perfekten Moment zu sprechen. Denn das war er. Ihre gemeinsame Nacht war so verdammt gut gewesen. Es hatte alles gepasst. Irgendwie aber irgendwie stimmte etwas auch nicht. Vielleicht war dieser Abend in ihrem Kopf auch nur so perfekt weil sie betrunken gewesen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie nicht mehr an die Folgen gedacht. Hatte nicht an heute gedacht. Nicht an jetzt. Hatte wahrscheinlich auch gar nicht daran denken wollen weil ihr Bedürfnis nach ihrer Freundin mehr wog als irgendwelche blöden Gedanken, die eigentlich gar nicht so blöd waren. Das Mädchen horchte auf, war kurz etwas abwesend gewesen und überlegte während ihre Beste das Badezimmer verließ. Hina alleine ließ. Alleine mit ihren Gedanken, die mehr für Kopfschmerzen sorgte als der Überfluss an Alkohol am gestrigen Abend. Aber gratis Getränke hörte sich wirklich verlockend an und sicher ließ sich auch aus einer langweiligen Bauernparty etwas Gutes gestalten. Ein Grinsen umspielte ihre Lippen. „Ich hoffe wir reden hier von Alkohol.“, erwiderte die Oberstufenschülerin und auch ihre Stimme war etwas lauter, putzte ihre Zähne zu ende und cremte schließlich noch ihr hübsches Gesicht ein. Eine gute Make-Up-Grundlage musste schließlich sein. Als ihre Beste schließlich das Atelier ihres Papas erwähnte, hoben sich die Mundwinkel des Mädchens. Wie sie dieses atemberaubende Zimmer liebte. Überall hingen wunderschöne Kleider. So weit das Auge reichte und Hina liebte jedes einzelne davon. Es waren Einzelstücke und man konnte wirklich neidisch auf Alessa sein, dass sie Zugang zu solcher Mode hatte. Als das besagte Mädchen wieder ins Badezimmer kam, erwiderte Hina den Blick ihrer roten Augen. Diese Augen.. wirkten so anders seit diesem Vorfall. „Ich bin wirklich gespannt..“, sagte das Blondchen mit einem breiten Grinsen auf ihren Lippen, war bereits voller Vorfreude als ihr Blick etwas nach unten huschte und die Spitze eines BHs entdeckte. Alessa hatte den flauschigen Bademantel nicht ganz so eng geschnürt und so war der Stoff etwas zur Seite gerutscht. Entblößte ihre Brust mehr als sie vielleicht gewollt hatte. Hina biss sich auf die Unterlippe, spürte ein Kribbeln in ihrem Bauch und huschte auch gleich an ihrer Freundin vorbei. Es war so dumm, so unfassbar dumm. Warum wehrte sie sich, warum sprach sie es nicht einfach an?! Aber was war schon so einfach. „Hast du dir schon überlegt als was du gehen möchtest?“, rief sie ihrer Besten auf dem Weg zu und ihre grauen Augen wurden um einiges größer als sie die Tür in die heiligen Hallen des Hauses öffnete und sofort von strahlend schöner Mode empfangen wurde. Ein Traum..

    Huhu,

    ich würd mich erstmal mit meinen zwei Bebis austragen lassen bis ich wieder genug Muse habe. Momentan fehlt sie mir und immer wenn ich mal frei hab und posten könnte, fällts mir erst vorm schlafen ein weil ichs wieder vergessen hab und dann fühl ich mich schlecht :/

    ich meld mich wieder wenns wieder besser is <3

    Nein. Einfach nein.



    Bist ausgetragen.

    1907-leon-pngLeon & Shara | verlassen den Flüsterwald


    Langsam verließ die Wut seinen Körper. Seine Muskeln entspannten sich und mit einem lauten Seufzen legte das Halbwesen seine Hand an seine Stirn. War es richtig? War es richtig gewesen diesen Mann zu provozieren, sich ihm entgegen zu stellen, seine schönen Spielereien zu zerstören? Aber andersherum gesehen wäre es sicher auch nicht besser gewesen einfach wegzurennen. Den kleinen, flauschigen Monstern sich selbst zu überlassen. Das hätte der junge Kerl nicht übers Herz bringen können. Mit dem Wissen, dass dort ein verletztes Wooly lag, das um sein Leben kämpfte. Leon drehte sich ein bisschen mehr in die Richtung des Blumenmädchens. Sah das Blut auf ihrem Kleid, das schwer atmende Geschöpf in ihren Armen. Ja, sie hatten richtig gehandelt. Eigentlich war es gar keine Frage. Wahrscheinlich wäre das Tier längst tot, wenn sie ihm nicht geholfen hätten. Wenn Shara diese Vision nicht gehabt hätte. Wären sie dann überhaupt tiefer in diesen Wald vorgedrungen? Wahrscheinlich nicht. Dieses Wooly verdankte Shara sein Leben. „Ich weiß nicht. Aber wenn wirklich Astor derjenige ist, dem er dient, dann..“, antwortete er, hielt dann für für einen Augenblick inne, in dem er einfach auf den zertretenen Boden schaute. Der Name dieses Magiers lösten so viele Gefühle und Emotionen in ihm aus, welche, die er nicht einmal genau beschreiben konnte und es waren gewiss keine guten und positiven Dinge. Menschen, Geschöpfe, Wesen oder was auch immer dieser Typ war, gehörten einfach nicht auf diese Welt. Sie machten sie schlecht. Schufen böse Gedanken, wagten noch bösere Dinge und dieser Gedanke machte Leon einfach unfassbar wütend. Und traurig. „Vielleicht sollten wir auch den Wachen von diesem Vorfall erzählen. Damit sie gewarnt sind und mehr Acht geben.“, überlegte der Luftmagier und sah schließlich in das hübsche aber erschöpfte Gesicht der jungen Frau, hielt den Atem kurz an und neigte seinen Kopf ein bisschen zur Seite, ehe er die Luft aus seinen Lungen stieß. „Du spinnst doch.“ Leon stemmte seine Hand in seine Hüfte, seine Atmung war beschleunigt und man sah ihm wahrscheinlich an, dass die Begegnung mit einem Gehilfen Astors nicht gerade spurlos an ihm vorbei ging. Sein Körper war doch noch erschöpfter und kraftloser als gedacht. Dass ihm auch ein bisschen schwindelig war, das verheimlichte er natürlich, gab den starken Kerl und schüttelte verständnislos den Kopf. „Shara.. eigentlich, hast du uns alle gerettet.“, sprach das Halbwesen und ein Lächeln legte sich auf seine Lippen, ebenso wie er seine Hand auf ihrer Schulter bettete. „Ich meine, es war zwar vielleicht auch ne verdammt blöde Idee von dir, dir einfach seinen Dolch zu schnappen, immerhin warst du komplett unbewaffnet und er hätte viel schneller reagieren und sich seine Waffe zurück holen können..“, entgegnete er Shara und nickte einige Male mit seinem Kopf als würde er sich selbst immer wieder zu stimmen. „Aber.. du warst verdammt mutig.“ Seine Hand sank ein bisschen, legte sich auf den flauschigen Kopf des ruhig gewordenen Tieres und die Sorge um eben jenes stieg mit jeder Sekunde weiter an. Es musste fort, es musste in die Hände von erfahrenen Heilerin. Nicht, dass er den heilenden Fähigkeiten der Anderen kritisch gegenüber stehen wollte aber sicher war sie auch der Meinung, dass Nolan sich das ansehen sollte. Oder doch eher Natalie? Wer überhaupt.. Na, darüber würden sich die beiden auf dem Weg schon einig werden. Leon legte seinen Arm um Shara und führte sie mit ihren wackeligen Beinen zurück auf den Weg, Runter von dieser nun etwas zerstörten Wiese. „Deine Schwester wäre sicher sehr stolz auf dich..“, fügte er hinzu und die Stimmen des Waldes wurden langsam immer leiser..

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    Hina & Alessa | im Badezimmer


    Hina spürte das kalte Wasser an ihrer noch so warmen Haut. Die Oberstufenschülerin wusste nicht ob es einfach daran lag, dass es in diesem Zimmer unfassbar warm war, immerhin hatte ihre Freundin nicht gerade am heißen Wasser gespart weshalb sich dichter Wasserdampf verteilt hatte oder ob es allein der Anblick eben jenes Mädchens war. Vielleicht aber auch einfach eine Mischung aus beidem. Ein rosa Schimmer legte sich auf ihre Wangen als ihr ihre gemeinsamen Stunden am gestrigen Abend wieder ins Gedächtnis huschten. Hina spürte ein Kribbeln in ihrem Bauch, konnte es aber irgendwie nicht deuten. War es vor Aufregung, Erregung oder Scham? Aus Angst davor was jetzt passieren würde? Was passieren könnte. Hatte sie Alessa vielleicht im Alkoholrausch zu etwas getrieben was sie gar nicht gewollt hatte? Und ihre Freundin hatte einfach nicht Nein sagen können weil man sich irgendwie nie einen Wunsch abschlagen konnte? Ein leises Seufzen verließ ihre feuchten Lippen. Verdammt.. was hatte sie nur angestellt? Was hatte sie getan? Irgendwie fehlten ihr manche Fetzen von der vergangenen Nacht. Hatte sie wirklich so viel getrunken? Eigentlich kümmerte sie das ja nicht wirklich viel. Das passierte immer wieder mal, dass sie so manche Erinnerungen an gewisse Abende verlor und manchmal war sie darüber auch mehr als glücklich. Aber diesesmal war alles so anders und Hina hoffte einfach dass sie nichts falsch gemacht hatte. Es wäre ja am einfachsten einfach zu fragen aber.. war es denn so einfach? Ein bisschen erschrak die junge Frau als plötzlich die Stimme der Anderen ertönte. Sie hatte nicht einmal mitbekommen, dass Alessa aus der Dusche gekommen war und die Tür wieder ein bisschen weiter geöffnet hatte. „Ein Party in einem Kuhkaff?“, wiederholte das Mädchen, klang dabei sehr kritisch und konnte es kaum glauben, dass Alessa so etwas überhaupt vorschlug. Die Schülerin nahm eins der flauschigen Handtücher und rieb sich das Gesicht ein bisschen trocken bevor sie zu einem der Pflegeprodukte griff, die um das Waschbecken herum fein säuberlich aufgestellt waren. „Willst du dir jetzt einen Bauern angeln?“ Hina grinste breit und schaute auf das Spiegelbild ihrer besten Freundin, die sich ihr langsam näherte. Sofort spürte sie eine Gänsehaut an ihrem Körper, als sie die Hand der Anderen an ihrem Rücken spürte. Ihr Herz setzte für diese Sekunde aus und auch ihren Atem hielt sie an. Verkrampfte ihren Körper sogar etwas. Das Blondchen konnte zunächst keine Antwort geben, war gebannt vom Anblick ihrer Freundin im riesengroßen Spiegel vor sich. Eine nasse Haarsträhne klebte an ihrer Stirn, hatte sich nicht in den Turban einwickeln lassen und ihre zarten Wangen waren rot von der hohen Temperatur in diesem Raum. „Jaa..“ Die Blonde bückte sich nochmals über das Waschbecken, wusch sich den Pflegeschaum vom Gesicht und trocknete sich schließlich komplett ab. Begutachtete ihre reine Haut im Spiegel und merkte, dass auch die Röte in ihrem Gesicht gar nicht verschwinden wollte. „Tatsächlich geht es sogar.“, sagte sie und drehte sich herum, lehnte sich an das Waschbecken und grinste ihre Beste an. „Was mir jetzt am besten helfen würde, wäre ein ausgewogenes Frühstück! Schluss jetzt mit Essen und dem nachgehen, was man eigentlich will!“ In erster Linie meinte sie natürlich das kalorienreiche Essen und ihren Cheatday gestern aber eigentlich konnte man ihre Worte auch auf andere Dinge beziehen oder? Schluss machen das zu machen, was man eigentlich wollte. Schluss machen mit dem Begehren ihrer besten Freundin? Weil es das war, was sie wollte? Schon so lange, nur hatte sie es nie zugelassen weil es ihr so unwirklich vor kam, auch irgendwie falsch? Das junge Fräulein griff nach ihrer Zahnbürste, die sie hier schon längst hatte und gab etwas Zahnpasta drauf. „Aber einsame Jungs geben sich manchmal ziemlich viel Mühe, wenn sie mal bei jemanden ran dürfen. Also könnte es doch ganz witzig werden.“, überlegte sie und kicherte. „Außerdem ist eine Party keine Party ohne uns. Wir brauchen dann aber sexy Kostüme!“ Hina zwinkerte ihrer Freundin zu, dann putzte sie sich die weißen Zähnchen.

    1699-darren-pngDarren | verlässt die Korallenbucht


    „Langweilig also?“ Der junge Student stützte seinen Kopf mit dem Arm auf der Theke ab, sah an dem Fräulein hinab und schüttelte seinen Kopf ein bisschen. Fast schon als wäre er zu tiefst enttäuscht durch die Worte, die sie gerade ausgesprochen hatte. Ein lauter Seufzer folgte. „Mit dieser Einstellung wirst du aber nicht weit kommen. Du musst dich verkaufen, wenn du irgendwann mal deine Werke verkaufen willst.“ Darren lächelte und hielt kurz inne. Hatte auf den Tresen unweit entfernt einen Flyer entdeckt, der ihm auch schon auf dem Weg hierher an einer Straßenlaterne ins Auge gestochen war. „So ist es. Irgendwann kommt dieser Moment wo du dir darüber klar wirst, was du machen möchtest. Und wenn es sich nach einem Jahr als falsch heraus stellt, hast du wenigstens einige Erfahrungen sammeln können.“, äußerte sich der Musiker und nickte daraufhin, erwiderte das hübsche Lächeln des Mädchen. „Ja schon aber das ist jetzt nichts wirklich Großes oder Professionelles.“ Zwar hatte der Schauspielstudent Hier und Da schon mal auf kleinen Bühnen sein Können zum Besten gegeben, das Publikum mit in die Welt der Musik genommen aber er war noch meilenweit davon entfernt ein wirklich guter und begnadeter Sänger zu werden. Das Talent hatte er aber manchmal fehlte ihm einfach die Muse. „Manchmal schreibe ich auch meine eigenen Texte aber es ist wirklich nicht so einfach.“, erzählte der Dunkelhaarige weiter und es kam ihm sogar ein leises Seufzen über die Lippen. Er hatte seinen Kopf wieder abgestützt und sah an Rumi vorbei, dabei fiel ihm die Uhr im Hawaiimuster auf und er schreckte kurz hoch. „Aah verdammt.. ich muss los.“ Der Musiker glitt von seinem Barhocker und legte einen Schein aus seinem Geldbeutel auf den Tresen. Damit war natürlich auch der Cocktail von Rumi bezahlt. Zwar wäre er jetzt lieber hier gewesen, hätte sich ein bisschen abgelenkt aber manchmal rief einfach die Pflicht und diese Vorlesung durfte er auf keinen Fall verpassen. „Aber weißt du was?“, begann er, näherte sich der jungen Dame ein bisschen und griff hinter sie, zückte einen der schaurig verzierten Flyer hervor, die sich da auf der Theke stapelten und hielt ihr den vor. „Vielleicht sieht man sich dort heute Abend?“ Er lächelte und legte das Stück Papier wieder ab. „Im Kostüm, natürlich!“ Immerhin war das Mädchen doch so fasziniert vom Nähen oder? Vom kreativen Arbeiten und so etwas gehörte ja auch irgendwie dazu. „Bis dann.“ Damit verabschiedete sich der angehende Schauspieler und machte sich ein bisschen schneller als sonst auf den Weg Richtung Universität.

    Natürlich hmheart

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    Hina & Alessa | im Badezimmer


    Das Mädchen schlief tief und fest. Sie schlief so unfassbar gut. War erschöpft gewesen, schlief weil der Alkohol in ihrem Blut sie auch irgendwie lähmte und sie zudem noch einen wunderschönen Traum hatte. Einen wirklich absolut perfekten Traum. Sie sah Alessa vor sich, spürte sogar ihre weiche Haut, spürte wie sie sich in den Arm nahmen und sich aneinander drückten. Die zarten Lippen hauchten ihr einen Kuss auf die Stirn und Hina lächelte. Wahrscheinlich sogar außerhalb ihres Traumes. Fest drückte sie sich an ihre beste Freundin. Verspürte plötzlich so etwas wie Angst. Kälte und als sie schließlich aufwachte, war da keine Traumfrau in ihren Armen sondern eins von den flauschig, dicken Kissen aus Alessas Bett. „Hmm...“ Grummelnd drehte sie sich zur Seite, umarmte das große Kissen noch einmal kräftig und warf es schließlich neben sich. Ein leises Gähnen kam über ihre Lippen und sie streckte ihre Hände nach oben. Schaute auf ihre Finger. War das letzte Nacht wirklich echt gewesen, war es wirklich passiert? Hatten Alessa und sie wirklich..? Ihre Fingerkuppen strichen über ihre eigenen Lippen. Du bist unglaublich. Die Worte ihrer Besten hallten noch in ihrem Kopf. Ein breites Grinsen zeichnete sich auf ihre Lippen. Langsam richtete die Schülerin sich auf. Ihre ewig langen Haare fielen teils nach vorne, verdeckten ihre entblößte Brust und als das Mädchen schließlich an sich hinab schaute, war es eigentlich Bestätigung genug, dass das, wovon sie teils geträumt hatte, auch wirklich passiert war. Hina war vollkommen nackt. Trug nichts mehr an ihrem Körper, kein bisschen Stoff und ein leichter rosa Schimmer legte sich auf ihre Wangen. Alessa und sie hatten also wirklich miteinander geschlafen. Es war wirklich passiert. Es war kein Traum gewesen. Die Blonde legte ihre Hand an ihre Stirn, schloss ihre Augen. Es drehte sich alles. „Ugh, dämmlicher Alkohol..“, meckerte die Schülerin und drehte ihren Kopf. Wohin war Alessa verschwunden? Kurz öffnete sie ihren Mund, wollte nach ihrer Freundin rufen aber ließ es doch sein. Ganz leise hörte sie das Plätschern des Wassers aus dem Badezimmer. Sicher war sie unter der Dusche. Brauchte sie eine Abkühlung? Hina spürte ein Kribbeln in ihrem Bauch. Hatte irgendwie das Bedürfnis zu ihr zu gehen, sie an zusehen. Langsam stieg sie aus dem Bett, streckte die Arme in die Luft und entdeckte die Getränke die ihre Beste wohl schon vorbereitet hatte. Sogar eine Kopfschmerztablette. Ein Kichern folgte und Hina schnappte sich sowohl die Medizin als auch das Glas mit Wasser. Sie drehte das leere Glas in ihren Händen, sah hindurch und entdeckte ihre vor einigen Stunden achtlos zu Boden geworfenen Klamotten. Zusammen mit dem hübschen Kleid und der noch schöneren Unterwäsche ihrer Besten. War das jetzt gut? War es gut gewesen? Also, auf jeden Fall war es gut gewesen, das konnte sie nun wirklich nicht abstreiten aber.. was jetzt? Die Oberstufenschülerin stellte das Glas ab und erhob sich, musste sich kurz sammeln da ihr doch schwindliger war als gedacht und holte sich mit einem Griff in Alessas begehbarem Kleiderschrank einen langen, rosa Pullover raus, in dem sie dann auch gleich halb verschwand, da er doch mehr Oversize war als gedacht. Hina roch an dem hellen Stoff. Er roch nach Weichspüler und ihrer besten Freundin. Ihr Duft stach hervor und kurz schloss sie ihre grauen Augen. Wie sollte sie Alessa gegenüber treten. Was hatte das jetzt mit ihnen gemacht, was bedeutete es für sie? Konnte Hina es als ein einmaliges Erlebnis abstempeln, einfach weil sie es mal ausprobieren wollte mit einer Frau zu schlafen? Oder war es doch mehr? Wie sah ihre Freundin das und warum verspürte sie eigentlich so viel Angst wenn sie daran dachte, Alessa jetzt unter die Augen zu treten? Mit ihren Fingern strich sie durch ihr langes Haar, warf es über ihre Schultern und griff nach der dampfenden Tasse voll gefüllt mit Kaffee. Ihre Beste wusste einfach was Hina nach solch einer Nacht brauchte. Nach zu viel Alkohol natürlich und nicht nach.. Beinahe verschluckte sie sich an dem warmen Gebräu. Kaum machte sich das Mädchen so viele Gedanken um eine Sache. Aber es stand auch einfach so viel auf dem Spiel. Was, wenn Alessa das auch alles nur als eine Art Spiel sah. Wenn auch einfach nur der Alkohol an all dem Schuld war. Das war doch alles so dumm. Sie war so dämlich. Seit wann fiel es Hina so schwer das auszusprechen was sie sich dachte. Vorallem vor ihrer besten Freundin! Vor dem Mädchen, dem sie einfach alles anvertraute. All ihre Gedanken, Gefühle, ja eigentlich ihr komplettes Leben! Und jetzt, wo es sie beide betraf, es etwas war, worüber sie reden musste, bekam sie Angst und verschloss ihren Mund wie all die Mädchen, über die sie sich sonst so lustig machten? Über die schüchternen Hühner aus ihrer Schule, die sich lieber versteckten hinter ihren Büchern und sonstigem Mist. Sie stellte ihre Tasse ab, vielleicht ein bisschen zu schnell da der Kaffee ein bisschen über den Rand hinaus schwappte, und ging ins Bad, öffnete die Tür ein bisschen mehr und blieb augenblicklich wieder stehen als sie die Blonde unter der Dusche entdeckte. Im dichten Wassernebel. Nackt. Lediglich ein bisschen Schaum bedeckte ihren perfekten Körper. Hina musste stehen bleiben, krallte sich in das Holz der Badezimmertür und lehnte sich auch ein bisschen dagegen. Die Hitze in dem Raum, in dem sie so halb stand, war ganz schön anstrengend und dann war sich die Schülerin nicht einmal sicher, ob es nur dem heißen Wasserdampf zu Schulden war. Ihr wurde ganz warm, spürte eine komische Mischung an Gefühlen in sich und trat in das eigene Bad der Jugendlichen ein, lehnte sich zunächst an das Waschbecken und konnte den Blick nicht von ihrer Besten abwenden. Es war beinahe unmöglich. Alessa zog sie in ihren Bann. Wie sie es doch im Grunde schon so lange tat oder? War das der Grund warum Hina niemanden begegnete, der gut genug für sie war? Weil dieser Jemand schon seit Jahren an ihrer Seite war? Der Teenager biss sich auf die Unterlippe. Empfand sie wirklich mehr für ihre Freundin oder waren das nur Hirngespinste? Schnell und vielleicht ein bisschen zu schnell für ihren noch zum Teil vom Alkohol benebelten Kopf, drehte sie sich herum und klatschte sich im nächsten Moment eiskaltes Wasser ins Gesicht.

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    Hina & Alessa | in Alessas Zimmer


    Die Schülerin blieb auf der Seite liegen, atmete schwer und hielt ihre Augen geschlossen. Ihr war so verdammt heiß. Ihr Körper zitterte noch immer. War überwältigt von diesem Gefühl. Sie brauchte einen Moment bis sie langsam ihre Augenlider hob, einen Blick auf den nackten Körper ihrer Freundin erhaschte und ihren Kopf schließlich etwas an hob damit sie in das perfekte Gesicht blicken konnte. Der rosa Schimmer auf ihren Lippen ließ Hina lächeln. Sie kam etwas näher, streckte ihren Kopf und hauchte Alessa einen Kuss auf die weichen Lippen. „Wenigstens dieses erste Mal bleibt mir auf ewig gut in Erinnerung..“, flüsterte sie und kicherte leise. In ihrem Kopf drehte sich alles. Der Alkohol schoss durch ihr Blut, brachte es in ihren ganzen Körper, der sich nach und nach entspannte. Eine Gänsehaut legte sich auf ihre nackte Haut während ihre Finger sanft über den Arm ihrer Freundin strich. „War es.. okay?“ Mit einem Mal überschatteten Zweifel ihre Freude. Das Glück, das sie gerade spürte. Vielleicht war es einfach der Alkohol, der sie ein bisschen sentimental machte? Zögernd richtete sich das Mädchen auf, stützte sich mit einem Arm ab und schaute auf Alessa. Immerhin war sie lange, bei weitem nicht so gut wie sie gewesen. Bei dem Gedanken daran, wurde ihr wieder ganz warm und Hina biss sich auf die Unterlippe.

    3584-alicerpg-pngAlice, Juliet & Sky | irgendwo im Park


    Das Mädchen horchte kurz auf. Was war nicht gut, auf sich alleine gestellt zu sein? Niemanden zu haben? Alice strich sich eine verlorene Haarsträhne hinter das Ohr, hob dann ihre Schultern und lächelte schief. Vielleicht war dem auch gar nicht so. Vielleicht redete sie sich das auch nur ein. Sicher gab es da draußen Menschen, die ihr Nahe standen, die sich auch für sie und ihr Leben interessierten. Aber es war immer so schwer. Es war schwer alles unter einen Hut zu bekommen. Was sollte sie aber tun? Sich von Simon trennen, damit da niemand mehr war, der sie bestrafte, wenn sie jemanden anderen traf? Obwohl ihr Freund sie doch einfach nur beschützen wollte. Vor unangenehmen Treffen und davor, dass sie von irgendwem verletzt wurde. Oder hatte Simon einfach Angst, dass Alice sich letztendlich irgendwem anvertraute? Darüber, was er eigentlich so alles mit ihr anstellte. „Du hast schon Recht..“, erwiderte die Schülerin schließlich. Wahrscheinlich war sie einfach selbst Schuld an all dem. Nein, ganz sicher war sie das. Sie verleugnete im Grunde doch die Menschen, die an ihrer Seite waren. Noita, Juliet und sogar Alex. Eigentlich auch Nick, doch irgendwie wusste sie momentan nicht was sie über den Studenten denken sollte. Zwar hatte er gesagt, dass er da war, immer und für immer aber war dem dann auch wirklich so? Nachdem er so auf ihre Schwangerschaft reagiert hatte? Alice schloss ihre roten Augen, legte ihre flache Hand auf ihre Stirn und seufzte leise. Bei all diesen Gedanken, bei diesem Gedankenkarussell, was sich dort oben in ihrem Kopf umher drehte, da wurde ihr ja beinahe schon schwindlig. „Danke, Sky, ich werde darauf zurück kommen. Ich hoffe du kennst dich mit Babys aus..“ Die junge Blonde öffnete ihre Augen wieder und sah mit einem Grinsen auf den Lippen neben sich auf den Älteren. Eigentlich war das Mädchen nicht alleine. Sie musste nur damit aufhören zu denken, dass sich niemand für sie interessierte und dass sie nicht gleich alle Menschen aus ihrer Nähe mit ihren Problemen nervte. Als Sky schließlich seine Arme hob und sich als unschuldig bezeichnete, hob die Schülerin zweifelnd ihre Augenbrauen und lehnte sich etwas in seine Richtung. „Kann ich dir denn glauben?“ So schwach wie seine Worte klangen, war das ja eher nicht der Fall aber irgendwie schien der junge Kerl auch irgendwie.. verzweifelt? Als er weiter sprach, neigte sie ihren Kopf etwas und zog ihre Augenbrauen zusammen. Schaute ihn ein bisschen besorgt an und im nächsten Moment auch eher an ihm vorbei. „Dann.. frag sie.“, kam es ihr nach einer kurzen Pause über die Lippen. War das ein 'wenn man vom Teufel sprach'-Moment? Wobei sie Juliet jetzt nicht wirklich als den Teufel betiteln wollte weil sie das so ganz und gar nicht war. Im ersten Augenblick wusste Alice gar nicht so recht wohin mit sich, sah erneut zu Sky, der wohl noch nicht so ganz verstanden hatte was los war, ehe sie ihren Blick wieder in die Richtung ihrer Schwester wandern ließ. „Anders wirst du nicht heraus finden, ob du sie verletzt hast.“ Ihre Stimme war leise und während sie sich zuerst Selbstvorwürfe machte, immerhin hatte sie nie auf eine Nachricht von Juliet reagiert, dann traurig darüber war und auch irgendwie wütend auf sich selbst, entschied sie sich schließlich dafür einfach glücklich darüber zu sein, Juliet zu sehen, sprang auf und lief die paar Schritte zu ihrer großen Schwester. Fiel ihr wortlos in die Arme und drückte die Blonde ganz fest.

    Hallo ihr fleißigen Bienen heartyellow

    In letzter Zeit (also genauer gesagt heute) haben wir uns als Moderatoren von teilweise zwei RPGs mal zusammen gesetzt und über ein Thema geredet, was uns natürlich allen schon länger im Kopf herum geschwirrt ist. Bei manchen mehr, bei manchen weniger.


    Es geht dabei um die Anzahl unserer Rollen. Um das Interesse an einem oder beiden RPGs und der Entscheidung, dass wir die 8 Rollen, die ihr momentan spielen könnt auf beide RPGs aufteilen könnt! Bis jetzt war es wie folgt der Fall: 4 Rollen im HM-RPG, 4 Rollen im RF-RPG. Das werden wir jetzt ändern!

    Ab Oktober könnt ihr eure Charakterslots also (fast) frei auf die Rollenspiele verteilen. Je nachdem wo ihr lieber dabei seid oder wo euch die Charaktere mehr zu sagen. Dabei bleibt aber zu sagen, dass ihr mindestens 2 Rollen in jeweils einem RPG braucht, es ist nicht möglich alle 8 Slots für ein RPG zu benutzen. Die Verteilung bleibt also höchstens mindestens 6/2. 6 Rollen im RF-RPG und 2 Rollen im HM-RPG oder eben anders herum.


    Wenn euch diese Idee zu sagt, dann freuen wir uns sehr darüber! Und wenn nicht, ändert sich ja auch nicht besonders viel. Die Entscheidung bleibt schließlich bei euch! Es sei nur gesagt, dass wir weiterhin darauf Acht geben, dass nur wirklich aktive Spieler mehr als 4 Rollen insgesamt bekommen. So wie es bis jetzt war.


    Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß bei uns! Die Regeln werden wir diesbezüglich in den kommenden Tagen noch ändern~

    Eure Mods heartpink