Beiträge von schachtl

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    Das junge Halbwesen wickelte sich in eine seiner flauschigen Decken ein, jedoch rutschte sie auf einer Seite knapp von seinem Kopf, da seine tierischen Lauscher ja auch ihren Platz brauchten. Aufmerksam sah er zu Shara in die Küche und stimmte ihn ihr süßes Schmunzeln mit ein. „Eigentlich doch für beide, oder?“, entgegnete er. „Aber vielleicht kommt es auch einfach auf die Menschen an, die das miterleben. Bei Spießern und Langweilern ist es ja fast vorherzusehen dass sie nur mit den Augen rollen und einen hinter hervor gehaltener Hand auslachen oder gar meckern!“ Und leider gab es davon immer noch viel zu viele, fand der aufgeschlossene Kerl. Wenn die Menschen generell offener und fröhlicher miteinander umgehen würden, müsste man vor solchen demütigen Reaktionen ja eigentlich gar keine Angst mehr haben! Mit seiner feinen Nase schnupperte der Jäger weiter in der Luft, nahm die Aromen der vielen verschiedenen Gemüsesorten in sich auf und hörte dann seinen knurrenden Magen. Leon nickte nur stolz als seine nette Besucherin meinte, dass sie ihre frische Narbe in guter Erinnerung tragen würde, schließlich hatte sie sich bei einer lebensgefährlichen Aktion zu gezogen! Das konnte sie zumindest erzählen, käme doch sicher viel besser oder? Bestimmt, ganz klar. Seine flauschigen Ohren richteten sich neugierig auf, die wärmende Decke glitt dabei auf sein Bett während sich Shara näherte und ihm einen kleinen Happen von ihrer gekochten Suppe anbot. Dass sie dabei nicht einmal einen frischen Löffel genommen hatte, störte ihn nicht, so war es einfach weniger Geschirr, dass sauber gemacht werden musste. Bevor er jedoch probierte, erwiderte er mit einem fiesen Schmunzeln auf ihre Frage. „Ganz genau. Die älteren Heiler können sich dann um die alten, faltigen Männer kümmern..“ Natürlich war das nur ein Scherz, so war er weder ein Heiler noch würde er irgendwelche Lebewesen aufgrund ihres hohen Alters von sich stoßen. Seine Lippen berührten den warmen Löffel, es war fast wie eine Geschmacksexplosion im Inneren seines Mundes als die heiße Flüssigkeit sich ihren Weg suchte. „Du.. du bist..“ Leon schmatzt ein paar Mal um jedes kleine Tröpfchen genießen zu können ehe er mit leuchteten Augen ihren ebenso strahlenden Blick erwiderte und nach ihrer freien Hand griff. „Eine wirklich tolle, nein, perfekte Köchin!“, beendete er seinen Satz und freute sich jetzt schon auf ein einen randvoll gefüllten Teller. „Hast den Test bestanden, darfst hier einziehen..“ Leon nickte überzeugt und lachte dann. „Ich bin Jäger, Ganesha ist meine Meisterin!“ Freudig erzählte der Wüstenbewohner von der talentierten Frau, die ihm bis jetzt schon einiges beigebracht hatte. Bezüglich seines Berufes, natürlich. „Über etwas anderes habe ich mir gar keine Gedanken gemacht, um ehrlich zu sein. Aber weißt du, meine Sinne sind sehr stark ausgeprägt, ich höre sehr gut und mein Geruchssinn hilft mir oft mich zurecht zu finden. Das wäre dann doch verschwendetes Talent!“

    1951-dorothy2-pngDorothy & Eunice | an einem Tisch


    Die Kapuzenträgerin konnte es kaum mehr erwarten. Wer auch immer diesen niedlichen Absatz unter den Erdbeerkuchen auf der Menükarte verfasst hatte, dem gehörte wirklich ein Preis verliehen, denn alleine diese bildlichen Worte ließen ihr das Wasser ihm Munde zusammen laufen und sicher hatte auch Fern schon größten Appetit! Zur Erdbeerzeit ging sie immer liebend gern mit ihrem Freund auf die Felder und pflückte die hübschen roten Früchte! Meist verarbeitete sie diese zu Marmelade oder legte sie gewaschen in ein Körbchen, das sie ihrem Vater zwischen den Gottesdiensten anbot damit er mit Vitaminen und der Süße versorgt wurde! Dorothy ließ ihren Kopf weiter sinken während sie an diese tolle Zeit dachte, daher überhörte sie beinahe die Antwort auf ihre eigene Frage. Wie unhöflich.. wie unaufmerksam sie doch war!! Das leichte, verträumte Lächeln auf ihren schmalen Lippen war wieder verschwunden als sie der schönen Sophia zuhörte. "Das kann ich verstehen.. ich, ich bin zwar gerne.. daheim bei meinem Papa aber.. manchmal da, da braucht man einfach frische Luft.. Fern schimpft mich immer, wenn ich.. also wenn ich nicht nach draußen möchte.", erzählte die Tochter des Priesters und strich sich eine ihrer grünen Haarsträhnen hinters Ohr. "Er achtet da.. gut auf mich.." Ein weiteres Mal tätschelte die angehende Heilerin den Kopf ihres flauschigen Freundes ehe sie ihre Hand dort liegen ließ und der Antwort von Eunice' zuhörte. Sie selbst traute sich natürlich nicht, irgendwelche Mutmaßungen zu einer möglicherweise bestehenden Freundschaft zu stellen. Am Ende interpretierte sie mehr hinein als dort war, mehr Gefühle, mehr Hingabe und was, wenn sie sich so etwas nur einbildete? Nein, da sagte sie lieber nichts und ließ andere sprechen, auch wenn sie schon den bösen Blick ihres Plüschtieres auf sich spürte. Schließlich wollte Doro doch anfangen, mehr zu sprechen und mehr Freunde zu finden.. "V-vertraut.. wirklich?" Das junge Fräulein konnte das gar nicht wirklich glauben, wirkten Eunice und sie wirklich wie enge Freunde? Waren sie denn so enge Freunde? Sie blinzelte in die Richtung der rundlichen Frau, die sich gerade wie ein kleines Kind darüber freute, dass der bestellte Kuchen an den Tisch gebracht wurde. Dorothy schmunzelte ein bisschen, das war schon wirklich niedlich! Doch als ihre roten Augen auf ihren Teller wanderten, erstickte ihr Lachen im Keim. Die Kellner hatten tatsächlich die zweite Kuchengabel vergessen.. wieso? Hatten sie Dorothy nicht ernst genommen? Nein, sicher hatten sie das einfach vergessen.. oder sie hatte nicht laut genug gesprochen, das musste es sein. Enttäuscht über sich selbst blieb das Mädchen erstmal sitzen, flüsterte Fern etwas zu und schaute im nächsten Moment auf als Sophia sich bereit erklärte, sich um die fehlende Gabel zu kümmern. Ihr junges Herz machte einen kleinen Hüpfer, ein Lächeln malte sich auf ihre Lippen. Wie wunderbar freundlich diese Dame doch war. "Danke..!", rief sie ihr hinterher, schämte sich im nächsten Moment da sie sicher zu laut gewesen war und erstarrte noch einen Augenblick später, da ihr Blick Sophia gefolgt war und sie an der Theke Eric entdeckte. Oder? Spielten ihre Augen ihr da einen Streich? Weil sie sich wünschte zu wissen wie es ihm ging? Ob diese abartig böse Hexe ihm etwas getan hatte oder nicht? Hastig drehte sie sich herum. Sollte sie hingehen? Nachgucken ob es wirklich keine Einbildung war, ob Eric echt war, fragen ob es ihm gut ging? Ihr Herz klopfte wie wild bei dem Gedanken an den jungen Mann, doch als sie sich das nächste Mal umdrehte, war er fort. Auch Sophia konnte sie nicht mehr finden. Waren sie zusammen gegangen oder was war passiert? Dorothy schien sichtlich durcheinander. "Hast.. du hast ihn doch auch..", stammelte sie, schüttelte dann aber den Kopf und widmete sich ihrem Erdbeerkuchen. Dann teilte sie sich ihre Gabel eben mit Fern, ganz einfach! "Ähm.. schmeckt dein Kuchen?" Langsam hob sie ihren Kopf, sah in Eunice' glänzende Augen während ihre eher Panik ausstrahlten. "Meinst du es war eine.. gute Idee, sie einfach zurück zu lassen? Eric und.. das andere Mädchen, ich.. mache mir solche Sorgen, es tut so weh.. warum mache ich mir so einen Kopf?" Dieses Gefühl war so fremd und doch bekannt, hatte sie diese Angst nicht schon einmal verspürt als es um ihre Schwester gehandelt hatte? Doro teilte ein kleines bisschen Kuchen ab und hielt es vor Ferns Mund.

    3163-hinarpg-png Hina & Alessa | irgendwo am Ufer


    Mittlerweile hatte das junge Mädchen ihr Smartphone aus ihrer Tasche gefischt und suchte verzweifelt nach Empfang, das war hier aber nicht ganz so einfach, da wahrscheinlich die dichten Bäume alles abschirmten oder irgendwie sowas. Hina richtete sich wieder etwas auf, warf ihre blonde Mähne über ihre Schultern und hob das Handy etwas hoch. Man konnte ja zumindest ein paar Bilder machen, die sie in den kommenden Tagen, sobald sie wieder in der Zivilisation angekommen waren, bearbeitet mit einigen Filtern hochladen konnte. „Wir sollten die Zeit eher nutzen und Bilder von uns machen.“, schlug die Schülerin vor und wand sich an ihre beste Freundin, die anscheinend auf jemand aufmerksam geworden war. Ihre grauen Augen wanderten in die Richtung, in die Alessa deutete und dort entdeckte sie die gesuchte Alma, die anscheinend an ihrem gemeinsamen Mitschüler Interesse hatte. Konnte man ihr ja nicht verübeln. „Ich bin wahrscheinlich noch nicht in der Position um Besitzansprüche zu stellen oder?“, fragte das Mädchen schmunzelnd, versuchte nicht länger auf die Geschehnisse da drüben einzugehen und löste auch ihren Blick von dem Schönling und ihrer Freundin. Die ja nichts dafür konnte, schließlich wusste sie von nichts. „Vielleicht verliert er aber jetzt gerade auch wichtige Punkte aber.. darüber kann man ja beim nächsten Mal sprechen.“ Sie biss sich auf die geschminkte Unterlippe und entsperrte erneut ihr Handy, das sie Alessa reichte und anschließend aufsprang. „Ich brauche neue Bilder.“, verkündete sie, warf einen letzten Blick in die Richtung ihres Betthäschens und trat weiter in den kühlen See. Geschickt posierte das Blondchen, drehte sich und wartete auf ihre talentierte Fotografin. Alessa und sie machten immer voneinander Bilder, eigentlich vertraute sie dabei auch nur ihr, sie wussten die jeweils andere in Szene zu setzen. „Hast du noch was von deinem Schnuckelchen gehört, Süße? Sobald wir wieder zurück sind, müssen wir ihn sowas von stalken.“

    3163-hinarpg-png Hina & Alessa | irgendwo am Ufer


    „Danke, Süße..“, murmelte das junge Blondchen, griff nach der weißen Tablette in der Hand ihrer besten Freundin und spülte das Wundermittel mit einem Schluck lauwarmen Wasser runter. Ugh, nicht einmal kühle Getränke hatte dieses modrige Kloster zu bieten und von diesem so genannten Frühstück wollte man gar nicht erst sprechen. Kein frisches Obst, kein reichhaltiges Frühstück! Die Freundinnen brauchten doch ihre Vitamine und Ballaststoffe am Morgen und kein altes, trockenes Brot mit fast schimmelnder Marmelade. Eigentlich hätte sie gerne noch etwas von dem Wein gehabt, den sie am gestrigen Abend zu genüge getrunken hatte. Einfach um ihren leichten Kater entgegen zu wirken und vielleicht auch um den folgenden Ausflug erträglicher zu gestalten. Was genau sollte das hier eigentlich werden? Die warme Sonne brannte auf die Köpfe der jungen Schüler und Hina seufzte erleichtert auf als sie nach einem gefühlt tagelangen Fußmarsch endlich ihr Ziel erreicht hatten, ein Ziel dass sich sehen lassen konnte. „Super, Alessa, wenn dieser Mörder hier noch frei herum läuft, sind wir die ersten aus der Gruppe.“ Die Schülerin blieb stehen, strich sich einzelne Strähnen von der Stirn und sah mit ihren Händen in den Hüften zu ihrer Besten, die ebenso erfreut über den Anblick des Sees zu sein schien. „Es gehen doch immer gleich die heißen Mädchen drauf oder? Aber vielleicht haben wir Glück und unser Retter hilft uns nochmal...“ Das Blondchen grinste breit und deutete mit ihrem Kopf in die Richtung des jungen Mannes, der sie vor einigen Stunden noch sehr, sehr glücklich gemacht hatte. Mit Gedanken an den erstklassigen Sex biss sie auf ihre geschminkte Unterlippe und hörte ihrer Lehrerin deswegen natürlich so gar nicht zu, verstand daher auch erst nicht was die alte Schachtel jetzt mit Block und Stift in der Hand von ihr wollte. „Sind wir jetzt im Kindergarten?“, kam es ihr über die Lippen als es ihr schließlich dämmerte, was die Olle damit bezwecken wollte. „Und anschließend tanzen wir noch alle unsere Namen!“ Hina klatschte in die Hände, als wäre sie wild begeistert von dieser dämlichen Idee, doch die gespielte Aufregung wich sofort wieder aus ihrem Gesicht und sie griff nach den Zeichenutensilien, hoffte dass die Kopfschmerzen, die sie weiter plagten, dank der Tablette bald nachließen. „Ein Glück für uns dass sich die zwei Turteltauben wenigstens einen annehmbaren Ort für ihre Spielereien ausgesucht haben.“ Gemeinsam mit ihrer besten Freundin an der Hand, suchte sie nach einem geeigneten Ort am Ufer, der zwar weit genug von den anderen Losern weg war, von dem man aus aber noch einen guten Überblick behalten konnte, falls etwas wichtiges geschah. „Wo ist Alma eigentlich, lebt sie noch?“, fragte sie Alessa während sie ihre Füße von den Sandalen befreite und sie ins kühle Wasser streckte. Dabei verdrängte sie die Gedanken an irgendwelches Ungeziefer, dass an ihre Haut geraten konnte. Aber gerade brauchte sie Abkühlung, vorallem bei dem was sie Alessa gleich noch erzählen musste. Die hatte letzte Nacht ja schon geschlafen, weswegen sie noch keinerlei Einzelheiten austauschen konnten. Wobei eher mehr von Hina kommen würde. Außer die Blonde hatte wieder eine Nachricht von ihrem heißen Prinzen bekommen?! Aus ihrer Tasche fischte die Schülerin ihre Sonnenbrille hervor, setzte diese auf und lehnte sich mit ihrem Oberkörper nach hinten während sie die Aussicht auf den See genoss, der doch nicht so schlecht war, wie vielleicht zuerst gedacht. „Wenn man endlich mal wieder guten Sex hatte merkt man erst, mit was für Nieten man in den letzten Wochen eigentlich im Bett war..“, sagte das Mädchen seufzend, konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen und drehte ihren Kopf in die Richtung ihrer Besten. „Ich sags dir.. ausnahmsweise sieht der Kerl nicht einfach nur gut aus, oh nein, der weiß genau was für Knöpfchen man drücken muss..“ Das war ja nicht immer so einfach, einen heißen Typen zu finden, der dann auch noch was auf dem Kasten hatte. Aber bei ihrem Mitschüler war sie glücklicherweise auf eine Ausnahme gestoßen. Und dann war der auch noch im gleichen Alter!

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    „Manchmal kommt man durch solche dumme Sachen aber auch in interessante und witzige Situationen!“, erwiderte das junge Halbwesen als Shara erklärte, dass ihr immer wieder solche Dinge passierten. Sowas gehörte ja auch zum Leben dazu und machte es aufregender oder? „Stell dir vor unsere Tagen und Wochen würden immer so verlaufen wie wir es planen und uns wünschen.. das wäre doch super langweilig. Gut, sich dabei jedes Mal zu verletzen, muss jetzt auch nicht sein aber du weißt schon wie ich das meine!“ Leon grinste breit und schüttelte dann schnell den Kopf, ehe er die kleinere Dame tadelnd anguckte. „Dafür brauchst du dich wirklich nicht entschuldigen. Das passiert, das ist nicht schlimm! Du hast mir nicht den hübschen Teppich voll geblutet also ist es noch kein Problem.“ Seine hellen Augen wanderten kurz auf den Boden um sich davon zu überzeugen, dass da wirklich kein Bluttropfen war aber selbst wenn, wäre es ihm auch egal. Mit ein bisschen kaltem Wasser wäre das sicher wieder rausgegangen. Oder neben dem anderen Dreck und Flecken auch gar nicht weiter aufgefallen.. hätte vielleicht nur blöd enden können wenn Shara in naher Zukunft verschwunden wäre und man ihr Blut in seinem Häuschen aufspüren konnte.. Während er mit seinen Gedanken etwas abdriftete, wickelte er den kleinen Verband um ihren Finger und eigentlich auch über die Hand, denn das gute Stück musste ja auch fest halten! „So kannst du ganz viel Mitleid einheimsen.“, antwortete der Wüstenbewohner schmunzelnd und hob die Schultern. „So kommt zumindest auf keinen Fall Schmutz dran und das ist bei offenen Wunden, egal ob groß oder klein, doch so wichtig.“ Als die Dame ihm den Vorschlag brachte, dass er sich doch als Heiler versuchen sollte, wusste er erst nicht so recht ob sie das jetzt ernst meinte oder sich nur über ihn lustig machte. Leon legte den Kopf schief, beobachtete die Hübsche während eben jene ihn zurück auf sein Bett verbannte. „Wenn ich nicht schon meinen Beruf gefunden hätte, würde ich vielleicht darüber nachdenken! Jungen hübschen Damen zu helfen, die sich anschließend revanchieren wollen.. warum habe ich nicht schon vorher daran gedacht?“ Als wäre er ernsthaft enttäuscht dass er sich diese Chance entgehen hatte lassen, seufzte der Kerl laut und plumpste auf die weichen Decken ehe er seinen Blick wieder auf Shara richtete. Während die Gemüsesuppe köchelte, breitete sich ein herrlicher Geruch in seiner Küche, oder eher dem gesamten kleinen Häuschen aus. Da lief ihm ja fast schon das Wasser im Mund zusammen!

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    Egal wie man es drehte und wendete, egal welche Einfälle die hübsche Dame neben ihm hatte, es war einfach eine blöde Situation, eine ziemlich beschissene sogar und eigentlich fühlte sich das Halbwesen ziemlich hintergangen. Hatte Elena denn solche Angst vor seiner Reaktion gehabt, dass sie ihm ihre kleine Reise nicht einmal ins Gesicht hatte sagen können? Angst weil er ausgeflippt wäre oder vielleicht Angst weil sie nicht den Mut gehabt hätte ihn zurück zu lassen, wenn er sie mit seinen großen Hundeäuglein angefleht hätte zu bleiben? Leon seufzte tief und war froh über die Ratschläge, die er von Shara bekam. Auch wenn sie teilweise nicht wirklich gut waren aber alleine dass sie sich überhaupt die Mühe machte und ihm helfen wollte, wärmte sein gebrochenes Herz schon ein bisschen. „Mehr als abzuwarten bleibt mir nicht über.. ob sie die Eine ist, wird sich herausstellen wenn sie zurück kehrt, oder?“ Schließlich hing es doch auch irgendwo von zwei Menschen ab, denn die Eine brachte ja nichts ohne den Einen.,. oder die andere Eine, ihr versteht schon. „Bis dahin muss ich mich wohl einfach gut genug ablenken!“ Leon ballt seine Fäuste vor seiner Brust und starrte kurz in den Himmel oder eher an die Zimmerdecke, als hätte er einen sehr wichtigen Entschluss für sein Leben gefasst. War es ja auch irgendwo. Anschließend grinste der Kerl und seine hellen Augen beobachteten die Bewegungen Sharas, die erst ihre leckere Kreation verkündete und sich dann wieder daran machte das Gemüse dafür zu schnibbeln. Leon zog seine Beine an sich heran und schüttelte den Kopf, schmunzelte anschließend und legte den Kopf kurz mit geschlossenen Augen in den Nacken. „Sie ist ganz anders als ich! Das macht sie so interessant!“, erzählte das Halbwesen und bemerkte ein leichtes Kribbeln in seiner Magengegend. „Elena ist so unbeholfen, tollpatschig.. und witzig! Auch, wenn sie es manchmal gar nicht sein will, das passiert oft so unbeabsichtigt und ich liebe es! Außerdem ist sie wahnsinnig niedlich und hübsch. Auch wenn sie das immer wieder verneint.. ich will sie einfach beschützen, sie ist mir so wichtig.“ Leon geriet etwas ins Schwärmen und wechselte zwischen einem verträumten Lächeln und einem belustigten Schmunzeln, als er so an die gemeinsamen Momente mit der jungen Schmiedin zurück dachte. „Und sie-“, begann er, wollte noch weiter über seine liebe Freundin plaudern aber hatte sich inzwischen wieder aufgerichtet und bemerkte dass in der Küche etwas nicht stimmte. „Was ist passiert?“ Der Wüstenbewohner schnellte in die Richtung seines Besuchs, Shara hielt sich inzwischen die Hand und dunkelrote Blutstropfen quollen aus der kleinen Wunde an ihrem Finger. „Du bist ja genauso ein Tollpatsch!“, stellte er lachend fest und nickte anschließend, irgendwo hatte er sicher sowas wie ein Pflaster.. oder? Hätte er mal welche in der Klinik mitgehen lassen, dann würde er jetzt nicht so unvorbereitet hier stehen. Leon reichte ihr zunächst ein Stofftuch aus der Küche ehe er sich auf die Suche machte und erstmal das kleine Regal neben seinem Bett umräumte. „Vielleicht sollte ich dir doch helfen.“ Aus dem tiefsten Chaos in der obersten Schublade zog er einen kleine weißen Verband hervor, kein Pflaster aber trotzdem etwas um die Wunde zu versorgen. „Nicht dass wir am Ende noch Blut als extra Zutat in der leckeren Suppe haben..“, schmunzelte der langhaarige Mann, griff vorsichtig nach ihrer Hand und benetzte das Tuch mit etwas Wasser damit er die kleine Wunde erstmal notdürftig reinigen konnte ehe er den sauberen Verband um ihren Finger wickelte. Dabei war er natürlich ganz zärtlich damit er ihr nicht noch weh tat.

    3163-hinarpg-pngHina & Chase | im Weinkeller


    Vorfreude kribbelte im Bauch der jungen Schülerin, ein heißer Schauer überfiel ihren Rücken als ihr Mitschüler seine letzten Worte verlor. Hina genoss die Tatsache dass auch er keine Lust zu haben schien lange zu warten, lange Zeit für ein dämliches Vorspiel zu verlieren. Das hatte hier auch nichts zu suchen, schließlich waren sie kein Liebespaar, das sich zärtliche und romantische Worte ins Ohr flüsterten um irgendwie auf Touren zu kommen. So gar nicht ihre Welt. Weshalb sich ihre Hand gleich um das Wesentliche kümmerte und sein bestes Stück umsorgte. Ihre gemeinsamen, heißen Küsse hatten bei ihm schon für Erregung gesorgt, das war in seinem Fall schwer zu verstecken und mit jeder Sekunde mehr konnte es Hina kaum mehr erwarten, das Teil in sich zu spüren denn das was sie da mit ihren Fingern liebkoste, schien schon nicht von schlechten Eltern zu sein. Da war jemand wirklich gut gebaut. Ein gieriges Seufzen verließ die Lippen des Blondchens als der Kerl sich davon entfernte, sie zurück ließ damit seine Lippen auf Wanderschaft gehen konnten und ihre Brust als nächsten sensiblen Ort auf ihrem Körper entdeckten. Seine Hand unter ihrem Rock, unter ihrem Höschen hatte schon längst die perfekte Stelle gefunden und ihr Mitschüler hatte vorhin wirklich nicht gelogen – das Geschick seiner Finger gehörte wirklich zu einem seiner Künste. Das Mädchen warf ihren Kopf in den Nacken und hatte ihre grauen Augen geschlossen während sie sich mit ihrer freien Hand an der Tischkante festkrallte um wenigstens irgendwo noch Halt zu finden. Dass der Kerl mit seinen gekonnten Berührungen sie in den Wahnsinn trieb, konnte er an gewissen Stellen wohl längst fühlen doch auch lautes und lustvolles Stöhnen hallte in dem dunklen Kellerraum, der sonst wohl eher für andere Zwecke benutzt wurde.. Die pure Erregung in ihrem Körper mischte sich mit dem Rausch des Alkohols und hinterließ ein Wirrwarr aus Gefühlen in ihrem ganzen Körper, das sie aber durchaus genoss und vielleicht bestärkte der edle Tropfen Wein von vorhin ja nur ihr Empfinden, was ihr ja nur zugute kam. Hinas Hand ließ kurz von ihm ab um noch das letzte störende Stückchen Stoff an seinem Unterleib runter zu schieben und drängte sich selbst immer weiter in seine Richtung, so gut es ihr in ihrem momentanen Zustand möglich war. Auch wenn es ihr irgendwo widerstrebte, zog sie ihn im nächsten Moment an seinen blonden Haaren nach oben, drückte ihre geschwollenen Lippen wieder auf seine und spielte mit seiner geschickten Zunge während sich ihre schlanken Beine um seinen Unterkörper legten und ihn dazu zwangen, auch diesen Part ihres Körpers wieder frei zu geben. Fürs Erste, denn hätte Hina nicht Verlangen nach etwas anderem, hätte sie seine Finger schon noch ein paar Sekunden mehr in sich haben wollen. Eine Hand vergrub sich in seiner Mähne, während ihre andere Hand nach unten wanderte damit sie ihr Höschen wieder zur Seite schieben und ihn leiten konnte. Keine Sekunde verschwenden, das wollte sie jetzt, weswegen sie nicht länger zögerte und sein bestes Stück in sich eindringen ließ. Ein lautes Stöhnen verließ ihre Lippen, zeitgleich krallten sich ihre langen Fingernägel tief in die Haut seines Rückens. Drückten ihn dabei noch näher an sie heran. Rote Striemen zeichneten sich dort ab aber das war ja auch nicht ihr Problem.

    1677-cylie-pngCylie & Nick | in der Nähe der Bühne auf Sitzsäcken


    Mittlerweile hatte es sich die junge Studentin bequemer auf diesem plötzlich so kuschelig weichen Sitzsack gemacht, sie war mit ihrem schlanken Körper weiter eingesunken und lehnte ihren Kopf auf ihren angewinkelten Arm. Beobachtete ihren besten Freund genau mit ihren grünen Augen, verlor aber manchmal den Fokus da es mit der Menge an Alkohol in ihrem Blut schon schwer war, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Auch wenn es Nick war, der ihr gegenüber saß und man den hübschen Kerl eigentlich kaum aus den Augen lassen konnte. Seine hellen Augen zogen sie an, eigentlich zog sie alles in diesem Moment an. Seine wuscheligen Haare, sein heller Hautton, seine schmalen und einladenden Lippen.. alles. Ausnahmslos und dabei war sie sich nicht einmal sicher ob das rein am bösen Gift lag, das sich in ihrem Körper sein Unwesen trieb. „Nur weil du mich immer stalkst..“, antwortete die angehende Ärztin murmelnd während sie den Strohhalm ihres Cocktails an ihre Lippen führte, als Nick meinte dass sie ihre hübsche Unterwäsche doch sowieso immer mal wieder zu Gesicht bekam. Was soweit ja eigentlich stimmte, schließlich hatten beide so manche Scham voreinander schon abgelegt. Die Welt der Studentin drehte sich, eigentlich war das lange genug Alkohol für sie am heutigen Abend, aufgehört zu zählen der wievielte Shot das jetzt schon gewesen war, hatte sie auch schon und das war eher gefährlich als vorbildlich.. Dass ihr bester Freund jetzt mehr über ihre Sexfantasien wissen wollte, wunderte den Zwilling nicht und doch verschränkte sie ihre Arme vor der Brust, sah den Kerl mit gehobenen Augenbrauen und einem Grinsen auf den Lippen. „Neugierig wie eh und je.“ Die Brünette schmunzelte und lehnte sich weit nach vorne, so weit sie konnte um ihm so nah zu sein wie es ihr momentan möglich war. Ein vielsagender Blick traf auf Nick, ihre grünen Augen funkelten. „Wäre es nicht einfacher wenn ich es dir zeige?“ Cylie wusste in diesem Augenblick selbst nicht ob sie das so ernst meinte, wie sie es sagte oder ob da einfach nur der Alkohol aus ihr sprach. Oder war es mehr, vielleicht ein tiefes Verlangen, das sie schon länger spürte? Dass aber auch soviel kaputt machen konnte daher war es auch nie zur Sprache gekommen und da sie es als angehende Ärztin gelernt hatte in manchen Situationen eine Art Pokerface aufzusetzen, trug sie dieses auch jetzt und gab Nick keinerlei Hinweis darauf ob sie das jetzt wirklich so meinte. Lediglich ein kleines, neugieriges Lächeln zierte ihre Lippen. „Entweder du suchst dir hier ein schönes Plätzchen oder wir nehmen wie immer mein Zimmer..“, fügte sie hinzu, streckte ihre Hand zu ihm aus und zupfte an dem dünnen Stoff seines Shirts ehe sie sich sich wieder zurück in ihren Sitzsack fallen ließ. „Oder hast du Angst?“ Wovor er genau Angst haben sollte, das fragte sie sich dann auch aber war es eigentlich auch eine berechtigte Frage oder? Angst erwischt zu werden, Angst dass alles außer Kontrolle geriet.. die Freundschaft der beiden, ihre Gefühlswelten. Auch wenn da natürlich nicht mehr Gefühle waren außer Freundschaft und man könnte das ja auch einfach als Ausrutscher betiteln.. oder?

    pasted-from-clipboard.pngCollette (Lily) & Julia | in der Schmiede


    „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“, erwiderte das junge Blondchen auf seine Worte, dass manche hier im Raum wahrscheinlich ihr komplettes Leben damit verbringen würden den Umgang mit einer Waffe zu lernen. „Und es wäre auch stinklangweilig wenn man alles sofort könnte! Wo bleibt denn da die Herausforderung?“ Collette hob seine Schultern und stemme anschließend ihre zierlichen Hände in ihre Hüfte, plusterte ihre Wangen auf und beobachtete den alten Schmied böse. Wer dachte Leo eigentlich immer wer er war? Der Meister der Welt? Der beste Mann allerzeiten? Puh, Männer und ihr großes Ego! Natürlich durfte sich der Opa etwas darauf einbilden, dass er Schmied war, gut darin und wirklich fantastische Waffen machte aber jemand sollte ihn mal zurück auf den Boden der Tatsachen bringen. Und fest kleben. „Leo, ich wusste gar nicht dass du Ahnung und Interesse an Mode hast!“ Um in sein lächerliches Spiel mit einzusteigen, klatschte die Bäckerin begeistert in die Hände und lehnte sich ihn mit ihren braunen Augen anfunkelnd auf die Tresen und bettete ihren Kopf in ihre Hände. „Dass man hier sogar den Service bekommt dass der Verkäufer auf die eigene Garderobe und auf das Zusammenspiel mit der Waffe in Form und Farbe achtet.. wirklich toll! Ich werde dich weiter empfehlen, Leo.“ Das junge Bäckersmädchen zwinkerte dem alten Herren zu, lächelte dabei zuckersüß und ließ einen Moment verstreichen, bis sie sich wieder aufrichtete und ihre Arme vor der Brust verschränkte. Das Niedliche in ihrem Gesicht wich und mit gehobenen Augenbrauen ließ sie den Schmied nicht aus den Augen. „Ohne uns wären deine Waffen hier nur langweilige Ladenhüter, ohne neugierige Abenteurer wie uns könntest du deinen Job an den Nagel hängen also sei froh, dass dich überhaupt noch mutige Menschen besuchen und etwas von dir wollen.“

    Liebste RPGler ♡

    Ein frohes neues Jahr an euch alle! Wir hoffen dass ihr einen tollen Start hattet und wünschen euch viele wertvolle Momente und Erlebnisse in 2020 - auf dass es ein wundervolles Jahr wird!


    In all der Freude wollen wir euch im RPG auch eine kleine Neuerung oder besser gesagt Änderung vorstellen: Bis jetzt war es so dass die Bilder der Charaktere ausnahmslos von unserer ehemaligen Moderatorin MinnoTaurus gezeichnet und bereit gestellt wurden. Da die liebe Minnie aber wenig Zeit hat, haben wir uns entschieden diese "Regel" abzuschaffen sodass ihr ab sofort Bilder eurer Charaktere (die, die nicht aus Harvest Moon direkt sind sondern Kinder, Enkel, etc. oder eben gealterte Kinder) selbst zeichnen oder zeichnen lassen könnt! Vielleicht kennt ihr Künstler auf Twitter etc., die Commissions annehmen und euch jemanden zeichnen können. Die Bilder der bekannten und offiziellen Charaktere wollen wir aber auch so lassen!


    Zudem noch zum Austragen: als verspätetes Weihnachtsgeschenk tragen wir diesen Monat natürlich nicht aus - Weihnachten, Silvester und die Tage drumherum sind stressig genug für alle, da ist es klar dass das RPG an zweiter Stelle ist :whistling:



    Wir hoffen auf ein erfolgreiches RPG-Jahr voller toller Posts und wünschen euch weiterhin viel Spaß hier!


    Eure Mods,

    Zyprim & schachtl

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    Auch wenn die junge Frau noch versucht hatte ihn mit einem kleinen Scherz, dass sie das gekochte Essen vielleicht sogar vergiften würde, aufzumuntern, klappte es irgendwo so gar nicht. Der Brief seiner Liebsten hatte ihm weh getan, sehr sogar, und auch wenn er wusste dass das niemals Elenas Absicht gewesen war, er kannte seine Freundin ja, so konnte er gerade nichts anderes fühlen außer den Schmerz dass sie fort war und die Furcht dass sie vielleicht gar nicht wieder kam. Aber das würde die kleine Blonde ja niemals machen. Niemals! Oder? Sicher konnte sie den alten Leo nicht alleine in der Schmiede lassen, brauchte er doch seine rechte Hand, seine Unterstützung und auch ihr großer Bruder war in der Schmiede immer von Nutzen oder? Da konnte das junge Geschwisterpaar nicht einfach abhauen! Erneut verließ ein Seufzen seine dünnen Lippen während sich Shara zu ihm gesellte und ihre Kochparty kurz unterbrach. Er spürte ihre zarte Hand an seinem breiten Rücken, den sanften Druck den sie ausübte und auch wenn sie vielleicht dachte, dass es dämlich war oder eh nichts brachte, fühlte er sich für diese kurzen Sekunde schon etwas wohler und war fast mehr traurig als sie ihre Hand zurück zog. Seine flauschigen Ohren legten sich weiter an seinen Kopf während dieser tief an seiner Brust lag. Wahrscheinlich sah er wie ein Häufchen Elend aus, zumindest fühlte er sich so. Obwohl die Dame an seiner Seite natürlich recht hatte. Das bedeutete nicht das Ende, noch lange nicht! "Aber ich weiß doch gar nicht wohin diese Briefe gehen sollen!", widersprach das Halbwesen bockig als Shara eine eigentlich gute Idee vorschlug, die aber ein paar Fehler beinhaltete. "Am Ende landen die noch irgendwo.. bei irgendeiner anderen Frau und dann? Dann hab ich den Salat!" Etwas überdramatisch, was dem jungen Kerl auch klar war, weswegen er etwas schmunzelte, gestikulierte er mit seinen Händen und seufzte laut, ließ sich im gleichen Moment nach hinten in den Haufen Decken und Kissen fallen. Schloss seine hellen Augen und seine Mundwinkel wanderten wieder nach unten. Er vermisste Elena doch so, dieser kurze Glücksmoment den er gespürt hatte als er seinen Namen in ihrer Schrift auf dem Brief entdeckt hatte, war zu einem wirklichen Horrorerlebnis geworden. Das würde sie büßen! "Danke..", kam es Leon nach einer Schweigeminute über die Lippen und er richtete sich langsam wieder auf, drückte seinen Rücken durch und drehte seinen Kopf in Sharas Richtung. "Vielleicht hatte sie auch einfach nur etwas Angst mir das im Vornherein zu sagen. Nicht dass ich ein böser Mensch bin aber ich hätte sie natürlich aufgehalten.. oder wäre zumindest mitgekommen. So konnte sie einfach heimlich verschwinden." Sein Blick ruhte nicht auf seinem hübschen Besuch, er fasste den Abschiedsbrief ins Auge, der vorm lodernden Feuer auf dem Boden zum Liegen gekommen war. "Vielleicht ist das ja jetzt auch eine Prüfung um zu gucken ob unsere Beziehung stark genug ist! Unsere Liebe!" Der Jäger legte grübelnd seine Finger ans Kinn und schmunzelte, diese blöde Situation mit Humor nehmen, war auch das beste was man daraus machen konnte. Eines seiner tierischen Ohren wanderte wieder nach oben und er legte den Kopf schräg als er Shara ins Visier nahm und sie lächelnd anguckte. "Was kochst du mir Gutes?"

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    Der langhaarige Kerl hatte zunächst geschwiegen. Es war nicht leicht jemanden seine Gefühle nahe zu bringen, wenn dieser jemand sie niemals verstehen würde. Ein Mensch konnte diesen Schmerz nicht fühlen. Menschen wurden nicht weggestoßen, sie wurden nicht ausgegrenzt weil sie anders waren, dafür waren sie einfach in der Überzahl. Dass es untereinander Streitigkeiten gab, die ähnliche Gefühle hervorbrachten, das war klar. So etwas war kaum zu vermeiden. Doch dafür verurteilt zu werden für das was man war, war noch einmal eine ganz andere Geschichte. Leon beobachtete seinen Besuch genau während diese sich in seiner Küche austobte. Das Mädchen war wirklich süß und irgendwie so ganz anders als Elena. Ein leises Seufzen kam über seine Lippen während er seinen Blick kurz abwandt und die flauschige Decke weiter über sich zog. Er vermisste seine Freundin, wo steckte sie nur? Gleich morgen würde er sie wieder suchen. Sonst war sie doch auch sooft bei ihm gewesen! Gerade jetzt könnte er die Schmiedin brauchen, doch woher sollte sie das auch wissen? „Es gibt natürlich auch Menschen, die uns akzeptieren, da möchte ich gar nicht dagegen sprechen..“, sagte das Halbwesen plötzlich und griff damit das vorherige Thema erneut auf. Ein Lächeln umspielte seine Lippen als er seine hellen Augen wieder auf Shara richtete, die gerade vollgepackt mit frischem Gemüse aus seiner Speisekammer kam. „Sonst würdest du jetzt wohl kaum in meiner Küche stehen und mir etwas kochen, wenn du mich verabscheuen oder hassen würdest. Oder?“ Er legte den Kopf leicht zur Seite während seine pelzigen Ohren sich neugierig aufrichteten. „Oder gehört das alles zu einem geheimen Plan und ich werde gleich von deinen Leuten überfallen?!“ Gespielt ängstlich sah sich der Wüstenbewohner um, sah länger als nötig aus dem Fenster und grinste dann in Sharas Richtung, die mit einem Brief in der Hand wedelte und ihn im nächsten Moment an Leon überreichte. Fragend drehte er das Stückchen Pergament in seinen Händen hin und her. Die Schrift.. „Der ist von Elena!!“, rief er freudig aus und setzte sich auf, natürlich langsam, konnte es kaum erwarten ihre Zeilen zu lesen. Auch wenn er ein komisches Gefühl im Bauch hatte, da es doch sonst nicht ihre Art war ihm einfach so Briefe zu schreiben.. Mit jeder Sekunde mehr sanken seine tierischen Ohren, legten sich an seinen Kopf, welchen er gesenkt hatte. „Wohl eher ein Abschiedsbrief..“, erwiderte das junge Halbwesen, der Brief fiel aus seinen Händen und segelte auf den Boden während er sich nach hinten fallen ließ und sich im nächsten Moment einrollte. Eben wie ein Tier. „Sie ist fort..“ Er hatte seine Augen geschlossen, seine Stimme war leise und auch wenn es nur wenige Worte gewesen waren, konnte man die Traurigkeit darin deutlich hören. „Auf einer Reise mit ihrem Bruder.“ Irgendwohin, weit weg von hier. „Wie kann Liebe bestehen bleiben, wenn man sich nicht sieht?“ Eigentlich keine direkte Frage an die hübsche Dame im Raum, trotzdem etwas was in seinem Kopf umher spuckte. Leon richtete sich wieder etwas auf und schüttelte den Kopf. „Ich esse alles..“, antwortete er plötzlich auf ihre Frage von vorhin, die ihm wieder eingefallen war. „Ich mag es nicht, wenn meine Freundin mich verlässt ohne sich zu verabschieden.“

    HinaRPG.pngHina & Chase | im Weinkeller


    Seine durchdringenden, gierigen Blicke blieben dem jungen Mädchen sicher nicht verborgen. Aber es konnte ihm ja auch keiner verübeln oder? Schließlich wusste sie ihren Körper einzusetzen, wusste ganz genau was die Männer sehen wollten und welche Körperstellen man am besten wie in Szene setzte, damit einem auch jede Aufmerksamkeit gehörte. Wobei es auch Männer gab, die sie sich lieber ganz weit weg wünschte in diesen Momenten, deren Blicke sie ja fast anwiderten aber glücklicherweise war dieses Exemplar dort drüben nicht in diese ekelhafte alte Männer Schublade zu stecken. Am Rande des Tisches wartete die Blonde ungeduldig, ließ sich das jedoch nicht anmerken. Gönnte sich lieber noch die restlichen Schlücke aus der nächstgelegenen Weinflasche, die sie dann mit einer langsamen Bewegungen nach vorne auf den Boden abstellte, damit sie nicht gleich auch noch vom Tisch fiel und am kalten Kellerboden zerschellte. Den Lärm brauchten sie jetzt wirklich nicht, am Ende wurden auch so noch entdeckt und das wäre ja zu schade. Die sanfte Berührung seiner Finger jagten eine Gänsehaut über ihren schlanken Körper. Sie bemerkte jetzt schon ihren schnellen Atem, der sich mit jedem seiner Schritte näher auf sie zu beschleunigt hatte. Dass er in der Bewegung seiner Hände stoppte als würde dieser Kerl etwas bestimmtes von ihr erwarten oder hören wollen, nachdem sie erneut die Frage des Spiels gestellt hatte, störte sie ja fast ein bisschen. Dennoch erwiderte Hina sein freches Grinsen während sie die zärtlichen Küsse an ihrem Hals genoss und sich ihre langen Fingernägel in seinen Rücken bohrten. „Beweis dich..“, hauchte sie in das Ohr des Blonden, ihre Finger wanderten an seinem Körper hinab, hinterließen rote Striemen während sich ihre Hände gekonnt daran machten seine Hose zu öffnen. Ihre schlanken Beine wickelten sich fast um seinen Unterkörper, drückten ihn so näher an sich heran und schließlich befreite sie ihn von dem lästigen Stück Stoff an seinen Beinen. Ein kurzer, interessierter Blick auf diese gewisse Stelle seines Körpers ehe ihre geschminkten Lippen auf seine prallten und sie ihn ohne weiter zu zögern leidenschaftlich küsste. Dabei wanderte eine Hand in seine Boxershort während sie ihre andere Hand in seinen Haaren verlor.


    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    „Nein.“, antwortete das Halbwesen während es weiter mit einem dünnen Stock im Feuer stocherte um es ordentlich einzuheizen, damit die kleinen Flammen sich auf das gesamte Holz ausbreiten konnte und genug Wärme für sich und den Besuch schenken konnte. „Unser Alltag ist doch voll von Lärm, Aufgaben, Spannung, Arbeit.. ist es da nicht schön, wenn man mal seine Ruhe hat und diese Stille auf sich wirken lassen kann?“ Leon wirkte oft wie jemand der das braucht, der das Leben um sich herum brauchte, der am liebsten den ganzen Tag, den ganzen Monat, einfach immer Action brauchte aber auch er sehnte sich einmal nach einer Auszeit. Natürlich freute er sich aber über Besuch, besonders dann wenn dieser so hübsch war. Das war ja gar keine Frage. „Das ist schwer zu beantworten.. oder..“, begann der Jäger, richtete sich auf und drehte sich in die Richtung der jungen Dame während er seine Arme in die Seite stützte. „Mal so, mal so. Ich bin ein Mensch, aber irgendwie auch nicht. Manchmal entscheiden das aber die anderen Menschen über dich. Wenn sie dich wegstoßen und verabscheuen nur weil man anders ist. Das sind so Augenblicke wo ich mich eher davon distanziere und mich nicht als Mensch sehen will, weil ich diesen Hass nicht teilen kann.“ Leon hatte seinen Blick von ihr abgewandt, sah aus dem Fenster hinaus in die Dunkelheit während er sprach und seine Meinung darüber kund tat. „Es ist schwer!“ Ein Grinsen zierte seine Lippen ehe er sich daran machte das Wasser im Kessel zu erhitzen und sich schließlich in seine kleine Vorratskammer begab, die doch immer wieder recht viel hergab. Er achtete auch darauf dass diese nie leer wurde. Wegen schlechter Zeiten und so! Dabei war er aber auch immer wieder froh dass die Essensgerüche keine Monster anlockten.. Als der langhaarige Kerl den großen Kartoffelsack in der Ecke aufhob, bemerkte er einen Schwindel, da er wohl doch zu schnell wieder aufgestanden war und so verlor er das Gleichgewicht und landete zusammen mit einigen Kartoffeln auf dem harten Boden. „Uugghh..“ Geschmerzt stöhnte der Wüstenbewohner und versuchte sich erst alleine wieder aufzurichten doch Shara eilte angelockt vom lauten Poltern natürlich zur Hilfe und reichte ihm auch gleich die Hand, ihr tadelnder Blick entging ihm dabei nicht und er kam sich beinahe vor wie ein kleines Kind, das etwas falsch gemacht hatte. „Ja, okay..“, lenkte der Verletzte ein und ließ sich auch gleich auf sein kuscheliges Bett führen. „Meine Küche ist eh nicht so groß, du findest dich sicher zurecht..“ Leon kuschelte sich in seine flauschige Decke ein aber wand seinen Blick natürlich nicht von Shara. Nicht weil er sie beobachten wollte damit sie ja nichts kaputt machte oder so aber bestimmt half der Anblick dabei dass er sich besser fühlte...

    1495-alice-pngAlice & Simon | im Lagerraum der Strandbar


    Eigentlich hatte das Mädchen gar nichts gefühlt. Ihr Körper war kalt, starr vor Angst, sie hatte sich keine Sekunde gerührt. Der Unglauben daran, was gerade passiert war, hatte ihre Gefühle taub gemacht. Erst als sie das Gewicht des Körpers ihres Freundes nicht mehr auf sich spürte, öffnete die Schwangere ihre roten Augen, die bis zum Überlaufen mit Tränen gefüllt waren. Ihre blassen Finger wischten sie fort, sah ihre nassen Finger an, hatte nicht einmal mehr mitbekommen dass sie überhaupt geweint hatte. Aber das war nicht schlimm, nein, das war okay, wirklich. Simon war jetzt zufrieden oder und das.. das war es ja, was zählte. Oder nicht? Seine Stimme war es schließlich, die sie aus ihrer Starre holte, die ihr Herz kurz schneller schlugen ließ und das dieses mal nicht aus Angst. Alice griff nach ihrer Unterwäsche, streifte diese über ihre Beine und setzte sich auf, blieb weiter auf dem kalten Boden und guckte nach oben in die schönen blauen Augen ihres Freundes. Auf seine Frage antwortete sie nicht, fragte sich im Stillen ob das sein scheiß ernst war, jetzt so einfach heim gehen und auf heile Welt tun, nachdem was gerade passiert war. Aber das war er nun mal. So war Simon, er erkannte wahrscheinlich nie was er ihr damit an tat. Oder er wusste es aber es war ihm sowieso egal? Oder tat sie ihm einfach komplett unrecht und er konnte mit diesen Situationen selbst nicht wirklich umgehen weil er sich für diese Eigenschaften an ihm irgendwo hasste? Da konnte Alice fast lachen. Tat es aber nicht, folgte mit ihren roten Augen nur seinen Bewegungen und nickte als Simon sie etwas fragte. „Immer..“, antwortete sie in den stillen Raum hinein, lächelte sogar ein bisschen. „Liebst du mich?“ Das junge Mädchen setzte sich auf ihre Knie, rutschte Simon etwas näher an ihn heran und krallte sich mit einer Hand in seinen Hoodie. „Bin ich die einzige für dich?“ Ihr Blick war starr auf ihn gerichtet, fast durchdringend, weiter mit Tränen in den Augen. Eigentlich eine lächerliche Frage, wo sie doch wusste, dass es da eine gewisse Schlampe gab, die er nicht ganz los lassen wollte. Schließlich hatte er ja schon damit gedroht dass er sie auch noch flach legen würde. Einfach um Alice zu verletzen, weil man es mit ihr ja machen konnte. „Du weißt dass ich die einzige bin, die dich versteht, mit der du das alles machen kannst..“, fügte sie flüsternd hinzu als würde sie ihm etwas einreden und zu einer Antwort zwingen wollen. „Niemand sonst. Nicht einmal.. sie..“ Alice hauchte ihm einen Kuss auf die warmen Lippen, dann stand sie auf und richtete ihr Kleid, zog ihre Strumpfhose sowie ihre Schuhe an und griff lächelnd nach seiner Hand als er sich ebenfalls wieder erhoben hatte. „Wir gehören einfach zusammen. Du, ich.. und unser Baby.“, sagte die schwangere Schülerin und führte seine Hand an ihren Bauch, der unter ihrem übergroßen Kleid vielleicht nicht zu sehen aber dafür doch schon recht gut zu spüren war.

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren, Yumi und Alex (und Sky & Antoinette) | an der Bar


    Darren fröstelte und mit jeder Sekunde mehr hatte er das Gefühl dass es nicht am kühlen Wind lag, der über ihre Köpfe hinweg wehte. Die junge Studentin war abgelenkt, nicht ganz bei der Sache, nicht ganz bei ihm. Aber war sie das je wirklich gewesen? Wahrscheinlich nicht und doch merkte Darren dass sich jemand in ihre Zweisamkeit mischte, der hier nicht ganz hergehörte. Oder vielleicht war das auch nur seine Meinung. Der Musiker drehte das kleine Shotglas in seinen Fingern während er die blonde Frau beobachtete. „Vielleicht bist du im Lügen doch nicht so gut wie du denkst.“, erwiderte er als Yumi meinte, dass alles in Ordnung sei. War wahrscheinlich eine gewagte Aussage, schließlich richtete er sie an die hübsche Psychologiestudentin, die doch so gekonnt mit Worten umgehen konnte, die sich so gut verstecken konnte dahinter. Aber sie hatten vorhin schon festgestellt dass er hier der eigentliche Schauspieler war und sie vielleicht noch ein bisschen Übung brauchte. Denn nur einem blinden und tauben Menschen würde nicht auffallen, dass sie sich mehr von ihm abwand als sonst, als vorhin als sie noch alleine gewesen waren und das auch unglaublich genossen hatten. Der Wuschelkopf kippte den Shot in seinen Mund, spülte das mit einem Schluck seines Longdrinks runter und hörte dann die stichelnden Worte des Silberhaarigen, der direkt hinter Yumi stand und sich in den letzten Minuten gefühlt an sie heran gekuschelt hatte. „Ich glaube dein Stalker ist ein bisschen aus der Übung gekommen.“, sagte er der Studentin hinter hervor gehaltener Hand, war aber nicht wirklich darauf bedacht seine Stimme zu senken. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen und seine braunen Augen beobachteten den fremden Kerl, der so auffällig versuchte unauffällig zu sein, dass es fast schon witzig war. Wobei er nicht ganz so fremd war, wie Darren feststellte, schließlich wohnte er auch im Wohnheim oder? Dieses Gesicht hatte er auf jeden Fall schon öfter gesehen.. auch damals als er Yumi kennen gelernt hatte, da war er sich sicher. Also doch ein Stalker? Ein plausibler Grund warum er sich anscheinend in das Liebesleben des Mädchens einmischte. „Sowas nennt man leben. Jeder macht das anders.“, sagte er auf seine Worte und lächelte den Silberhaarigen an. Nicht dass er hier versuchte Yumi zu schützen oder etwas zu rechtfertigen aber der Junge legte es ja auch einfach darauf an hier Unruhe zu stiften. Doch Darren fragte sich warum sich die Studentin überhaupt darauf einließ. Dass sie ihm immer wieder antwortete, irgendwas zu flüsterte, entging ihm natürlich nicht, war ja auch schwer das irgendwie zu übersehen. Als der Kerl sich ein letztes Mal in ihre Richtung drehte, um sich im nächsten Augenblick seinen eigentlichen Partyfreunden zu zu wenden, legte er seinen Kopf fragend zur Seite. Da gerade in diesem Moment eine neue Band auf der Bühne sein Glück versuchte und die ersten Klänge lauter als gewollt wurden, hatte er diese Worte nicht verstanden. Vielleicht war er neugierig, vielleicht war es besser so aber als die liebliche Stimme der Studentin wieder seine Ohren erreichten, hob er nur grinsend seine Schultern und gönnte sich einen weiteren Schluck seines Getränks. „Macht es das ganze nicht sogar spannender?“, entgegnete er ihrer kleinen Warnung, die sie ja schon mehrmals wiederholt hatte, die ihn aber nie abgeschreckt hatte. Darren stellte sein halbvolles Glas beiseite, legte dann seine Hand auf die Schulter von Alex und trat an Yumi vorbei, um deren Taille er seinen anderen Arm legte. Wahrscheinlich auch um ihn ein bisschen zu provozieren, schließlich schien er ja nicht ganz so gut darauf zu sprechen sein, wenn die angehende Psychologin ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte. „Du musst Alex sein.“, sagte er dann, lächelnd, etwas fragend, sah dabei direkt in die hellen Augen des Silberhaarigen. Natürlich wusste er nicht ob dieser Typ wirklich der war, den Yumi nicht gehen lassen konnte. Aber machte es nicht Sinn? Die flüsternden Sticheleien, diese eisige Stimmung, die Tatsache dass Yumi in seiner Gegenwart beinahe wie ausgewechselt schien. Abwesend, ja gar abweisend. Mehr als sonst. Mehr als er ja sonst schon gewohnt war. Vielleicht war es der Blonden aber auch gar nicht aufgefallen. Schließlich hatte sie ihre Aufmerksamkeit ja eh mehr dem anderen geschenkt seit sie an dieser Bar standen. „Yumi hat mir schon viel von dir erzählt.“ Sein freundliches Lächeln blieb während er erst den anderen Anwesenden zu winkte, sich als Darren vorstellte und schließlich seinem Mitbewohner die Hand entgegen streckte. Angriff war die beste Verteidigung, nicht? „Scheinst ja ein interessanter Mensch zu sein!“

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    „Mach dir keine Sorgen..“ Leon warf dem unbekannten Mädchen einen flüchtigen, dennoch fröhlichen Blick zu während sie nebeneinander die Wüste durchquerten. Oder zumindest einen kleinen Teil davon, schließlich hatte er seine Hütte ja doch eher an den Rand gebaut. So mitten in die Wüste wäre vielleicht keine all zu gute Idee gewesen, da herrschten viele Sandstürme und wer wollte schon diese Menge an Sand in seinem Haus haben? „Meine Nachbarn sind eigentlich ganz freundlich. Meistens..“ Das letzte Wort flüsterte er mehr, sah sich dabei aufmerksam um und war wiedermal froh um seinen guten Hör- sowie Sehsinn, den er seiner tierischen Hälfte verdankte. Ohne große Zwischenfälle erreichten sie das traute Heim des Halbwesen, der sich gleich daran machte dieses aufzuwärmen. Nachts wurde es hier eben richtig kalt aber gerade deshalb hatte er auch immer richtig viele flauschige Decken in seinem Bett liegen. „Ich genieße die Ruhe.“ Der Jäger stocherte mit einem kleinen Zweig im Feuer herum, legte noch ein Scheitel hinzu und drehte sich dann etwas in ihre Richtung. „Ich liebe die Menschen aber manchmal tut es doch ganz gut wenn man alleine ist. Da hat man auch viel Zeit zum Nachdenken. Ohne dass jemand stört!“, erklärte er die Wahl seines Wohnortes und lächelte breit ehe sich das Mädchen näherte um sich am Feuer zu wärmen. Leon rückte etwas zur Seite. „Shara, dann weiß ich ja jetzt wie meine süße Lebensretterin sich nennt.“ Bevor er sich erhob, strich er eine ihrer hellen Haarsträhnen beiseite und sah sie eine Sekunde zu lange an ehe er grinsend auf seine Beine hopste und sich als Leon vorstellte. Kurz war ihm schwindlig, dann griff er nach einem Kessel mit Wasser und stellte ihn auf die Feuerstelle, damit sich das Wasser darin erhitzen konnte. Sicher mochte das hübsche Mädchen Tee oder? Gerade konnte er wirklich einen wärmenden Tee gebrauchen, Kräuter hatten ja auch eine heilende Wirkung, wie er vor wenigen Stunden erfahren durfte. „Hast du Hunger? Ich sollte noch etwas in meiner Vorratskammer haben..“ Ohne auf eine Antwort zu warten verschwand das Halbwesen durch eine kleine Tür und man hörte nur noch ein Poltern und das Klirren verschiedener Tontöpfe.

    1951-dorothy2-pngDorothy, Eunice & Sophia | an einem Tisch


    Die junge Kapuzenträgerin zögerte dennoch etwas. Fern drückte sie nah an ihre Brust, ließ ihren Kopf etwas zu ihm hinab sinken und es war fast so als würde er ihr sagen dass es okay ist. Und er musste das ja wissen, schließlich hatte er zuallererst Bekanntschaft mit der fremden Dame gemacht und dabei war sie jederzeit ganz freundlich geblieben. Also war das sicher okay, bestimmt! Das Lächeln Eunice' war ansteckend und so setzte sich Dorothy nach der Bitte der Unbekannten auf einen freien Stuhl und rutschte heran, ließ ihren besten Freund aber nicht los während sie sich nach vorne beugte um einen Blick auf die kunstvoll verzierte Speisekarte werfen zu können. Neugierig suchten ihre roten Augen nach einem Kuchen, der sie ansprach, auch wenn der Schokoladenkuchen wirklich köstlich aussah! Aber war es jetzt das richtige Stück? War es überhaupt ein guter Zeitpunkt für Kuchen, wo sie nicht wusste, wie es Eric ging? Vielleicht hatte diese Hexe ihn bereits wieder entführt und Schmerzen zugefügt? Sie merkte ihr Herz, das stark gegen ihre Brust klopfte, ihr Atem der sich beschleunigte. Doch die liebliche Stimme der Fremden, die sich sogleich als Sophia vorstellte, schob die bösen Gedanken beiseite und so versuchte Dorothy sich nicht weiter darauf zu konzentrieren. Er war bestimmt in Sicherheit, diesesmal würde die Elfe ihn nicht so einfach verschleppen! Letztens hatte sie ihn nur falsch erwischt.. Eric war ganz stark! Mit einem etwas zitternden Finger deutete die Heilerin auf den Erdbeerkuchen, ihre Augen glänzten als sie aufsah und den Damen abwechselnd einen Blick schenkte. „I-ich glaube, der da ist.. bestimmt ganz lecker! Fern und ich teilen uns den..“ Sie strich dem Plüschhund über den Kopf während sie sprach und lächelte. „Vielleicht kann.. kann man uns eine zweite Gabel reichen..?“ Das war sicher kein Problem.. oder? Nicht dass es Umstände bereitete! Dann konnte sie ihren Freund auch einfach füttern, auch wenn er längst alt und groß genug war das selber zu machen! „Ich.. bin Dorothy.“ Das Mädchen nickte langsam oder war das eine kleine Verbeugung? Sophia sah so edel aus, irgendwie konnte sie das nicht zurück halten. „Bist du ganz alleine hier? O-oder wartest du auf jemanden?“