Darren & Yumi | in seiner neuen Wohnung
„Und der Bestbietende könnte keinen schöneren Preis bekommen.“, kommentierte der Student mit einem Nicken, grinste dabei aber war von seinen Worten natürlich überzeugt. Es gab niemand besseren. Es gab niemanden der so war wie Yumi, niemanden der ihn so sehr in den Bann gezogen hatte wie sie. Während sie bei diesen Worten wahrscheinlich nur abfällig geschnaubt und ihm alle negativen und schlechten Dinge an ihr aufgezählt hätte, dachte er nur an ihre guten Eigenschaften, an all ihre Eigenheiten, die ihn manchmal zwar zum Verzweifeln brachten und zu genüge auch verletzten aber es gehörte einfach alles zu ihr. Das alles machte Yumi aus. Und er wünschte sich sooft dass sie sich durch seine Augen sehen könnte. Dass sie auch das sah, was sie liebenswert machte. Was sie so begehrenswert machte und das nicht nur körperlich. Auch wenn er diese Sache nicht unerwähnt lassen wollte. Denn jedes noch so kleine Detail an ihrem Körper wirkte anziehend auf ihn. Genauso wie damals, am Abend als sie sich kennengelernt hatten. Damals als all das angefangen hatte. Weshalb fast schon ein bisschen Wehmut in seiner Stimme mitschwang als er diese Zeit ins Gespräch brachte. Vielleicht auch das was er bei ihr erreichen wollte? Manchmal dachte er an diese Zeit zurück, nicht nur an diesen Abend, an ihre ersten Gespräche und die ersten Berührungen. Wie unvorbereitet ihn ihr Wesen getroffen hatte. Und vorallem diese blöde Zitrone. „Ich bin davon überzeugt dass du dich nicht an diese Regeln halten kannst.“, erwiderte der junge Mann schmunzelnd. Ja, vielleicht weil er auch von sich selbst überzeugt war, immerhin musste man das als Schauspieler auch ein bisschen sein, aber auch weil er wusste dass da mehr war. Immerhin wollte sie doch nur ihn. Oder wie waren ihre genauen Worte nochmal? Sollte er nachfragen? Doch er ließ es, blieb stumm und hob seine Schultern. „Ich meine, ich würde es nicht schaffen.“ Und daran war für ihn zumindest nichts verwerflich. Wobei, wenn man andere fragte war das wahrscheinlich ein Fall für ‚Typisch Mann‘ aber gut, dass ihn die Meinungen anderer vorallem in Bezug auf Yumi nicht interessierten. Weil niemand in ihn hinein sehen konnte und das fühlte, was er gerade für sie fühlte. Davon war er überzeugt und dazu gehörte eben auch ein bestimmtes körperliches Verlangen. Darren beobachtete sie dabei wie sie den Warenkorb auf seinem Handy auffüllte und es ihm schließlich wieder zu schob damit er es nehmen konnte und selbst noch ein paar Sachen bestellte. „Das ist eine verdammt gute Idee.“, sagte er tonlos während er die Bestellung abschloss, sein Handy sperrte und es neben sich ablegte. „Den Pullover auch noch?“ Der Kerl lehnte sich wieder nach vorne, nahm ihr dadurch ein bisschen die Sicht auf seinen nackten Oberkörper, den sie so zu bewundern schien, und streckte seine Hand nach ihr aus. Legte sie erst auf ihren Kopf und strich dann sanft über die Seite zu ihrer Wange bevor er ihn mit gefühllosen Fingern an ihrem Kinn anhob. Wobei diese etwas nachließen und er letztendlich seinen Handrücken benutzte. Zuerst schaute er Yumi stumm in die Augen. Im Hintergrund prasselte der Regen weiter gegen das große Fenster. Wann war es eigentlich so normal für ihn gewesen sie so zu berühren? Als wäre es selbstverständlich und seit wann akzeptierte Yumi diese sanften Berührungen ohne zu protestieren? „Warum möchtest du nicht zurück zu deinen Eltern?“, fragte er schließlich in die Stille hinein und legte seine Arme auf seine Oberschenkel. „Was haben sie getan?“ Oder woran lag es, dass sie nicht wieder zu ihnen ziehen wollte, wenn es doch eigentlich kein Problem wäre?