Beiträge von schachtl

    HinaRPG.pngHina & Chase | im Weinkeller


    Seine durchdringenden, gierigen Blicke blieben dem jungen Mädchen sicher nicht verborgen. Aber es konnte ihm ja auch keiner verübeln oder? Schließlich wusste sie ihren Körper einzusetzen, wusste ganz genau was die Männer sehen wollten und welche Körperstellen man am besten wie in Szene setzte, damit einem auch jede Aufmerksamkeit gehörte. Wobei es auch Männer gab, die sie sich lieber ganz weit weg wünschte in diesen Momenten, deren Blicke sie ja fast anwiderten aber glücklicherweise war dieses Exemplar dort drüben nicht in diese ekelhafte alte Männer Schublade zu stecken. Am Rande des Tisches wartete die Blonde ungeduldig, ließ sich das jedoch nicht anmerken. Gönnte sich lieber noch die restlichen Schlücke aus der nächstgelegenen Weinflasche, die sie dann mit einer langsamen Bewegungen nach vorne auf den Boden abstellte, damit sie nicht gleich auch noch vom Tisch fiel und am kalten Kellerboden zerschellte. Den Lärm brauchten sie jetzt wirklich nicht, am Ende wurden auch so noch entdeckt und das wäre ja zu schade. Die sanfte Berührung seiner Finger jagten eine Gänsehaut über ihren schlanken Körper. Sie bemerkte jetzt schon ihren schnellen Atem, der sich mit jedem seiner Schritte näher auf sie zu beschleunigt hatte. Dass er in der Bewegung seiner Hände stoppte als würde dieser Kerl etwas bestimmtes von ihr erwarten oder hören wollen, nachdem sie erneut die Frage des Spiels gestellt hatte, störte sie ja fast ein bisschen. Dennoch erwiderte Hina sein freches Grinsen während sie die zärtlichen Küsse an ihrem Hals genoss und sich ihre langen Fingernägel in seinen Rücken bohrten. „Beweis dich..“, hauchte sie in das Ohr des Blonden, ihre Finger wanderten an seinem Körper hinab, hinterließen rote Striemen während sich ihre Hände gekonnt daran machten seine Hose zu öffnen. Ihre schlanken Beine wickelten sich fast um seinen Unterkörper, drückten ihn so näher an sich heran und schließlich befreite sie ihn von dem lästigen Stück Stoff an seinen Beinen. Ein kurzer, interessierter Blick auf diese gewisse Stelle seines Körpers ehe ihre geschminkten Lippen auf seine prallten und sie ihn ohne weiter zu zögern leidenschaftlich küsste. Dabei wanderte eine Hand in seine Boxershort während sie ihre andere Hand in seinen Haaren verlor.


    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    „Nein.“, antwortete das Halbwesen während es weiter mit einem dünnen Stock im Feuer stocherte um es ordentlich einzuheizen, damit die kleinen Flammen sich auf das gesamte Holz ausbreiten konnte und genug Wärme für sich und den Besuch schenken konnte. „Unser Alltag ist doch voll von Lärm, Aufgaben, Spannung, Arbeit.. ist es da nicht schön, wenn man mal seine Ruhe hat und diese Stille auf sich wirken lassen kann?“ Leon wirkte oft wie jemand der das braucht, der das Leben um sich herum brauchte, der am liebsten den ganzen Tag, den ganzen Monat, einfach immer Action brauchte aber auch er sehnte sich einmal nach einer Auszeit. Natürlich freute er sich aber über Besuch, besonders dann wenn dieser so hübsch war. Das war ja gar keine Frage. „Das ist schwer zu beantworten.. oder..“, begann der Jäger, richtete sich auf und drehte sich in die Richtung der jungen Dame während er seine Arme in die Seite stützte. „Mal so, mal so. Ich bin ein Mensch, aber irgendwie auch nicht. Manchmal entscheiden das aber die anderen Menschen über dich. Wenn sie dich wegstoßen und verabscheuen nur weil man anders ist. Das sind so Augenblicke wo ich mich eher davon distanziere und mich nicht als Mensch sehen will, weil ich diesen Hass nicht teilen kann.“ Leon hatte seinen Blick von ihr abgewandt, sah aus dem Fenster hinaus in die Dunkelheit während er sprach und seine Meinung darüber kund tat. „Es ist schwer!“ Ein Grinsen zierte seine Lippen ehe er sich daran machte das Wasser im Kessel zu erhitzen und sich schließlich in seine kleine Vorratskammer begab, die doch immer wieder recht viel hergab. Er achtete auch darauf dass diese nie leer wurde. Wegen schlechter Zeiten und so! Dabei war er aber auch immer wieder froh dass die Essensgerüche keine Monster anlockten.. Als der langhaarige Kerl den großen Kartoffelsack in der Ecke aufhob, bemerkte er einen Schwindel, da er wohl doch zu schnell wieder aufgestanden war und so verlor er das Gleichgewicht und landete zusammen mit einigen Kartoffeln auf dem harten Boden. „Uugghh..“ Geschmerzt stöhnte der Wüstenbewohner und versuchte sich erst alleine wieder aufzurichten doch Shara eilte angelockt vom lauten Poltern natürlich zur Hilfe und reichte ihm auch gleich die Hand, ihr tadelnder Blick entging ihm dabei nicht und er kam sich beinahe vor wie ein kleines Kind, das etwas falsch gemacht hatte. „Ja, okay..“, lenkte der Verletzte ein und ließ sich auch gleich auf sein kuscheliges Bett führen. „Meine Küche ist eh nicht so groß, du findest dich sicher zurecht..“ Leon kuschelte sich in seine flauschige Decke ein aber wand seinen Blick natürlich nicht von Shara. Nicht weil er sie beobachten wollte damit sie ja nichts kaputt machte oder so aber bestimmt half der Anblick dabei dass er sich besser fühlte...

    1495-alice-pngAlice & Simon | im Lagerraum der Strandbar


    Eigentlich hatte das Mädchen gar nichts gefühlt. Ihr Körper war kalt, starr vor Angst, sie hatte sich keine Sekunde gerührt. Der Unglauben daran, was gerade passiert war, hatte ihre Gefühle taub gemacht. Erst als sie das Gewicht des Körpers ihres Freundes nicht mehr auf sich spürte, öffnete die Schwangere ihre roten Augen, die bis zum Überlaufen mit Tränen gefüllt waren. Ihre blassen Finger wischten sie fort, sah ihre nassen Finger an, hatte nicht einmal mehr mitbekommen dass sie überhaupt geweint hatte. Aber das war nicht schlimm, nein, das war okay, wirklich. Simon war jetzt zufrieden oder und das.. das war es ja, was zählte. Oder nicht? Seine Stimme war es schließlich, die sie aus ihrer Starre holte, die ihr Herz kurz schneller schlugen ließ und das dieses mal nicht aus Angst. Alice griff nach ihrer Unterwäsche, streifte diese über ihre Beine und setzte sich auf, blieb weiter auf dem kalten Boden und guckte nach oben in die schönen blauen Augen ihres Freundes. Auf seine Frage antwortete sie nicht, fragte sich im Stillen ob das sein scheiß ernst war, jetzt so einfach heim gehen und auf heile Welt tun, nachdem was gerade passiert war. Aber das war er nun mal. So war Simon, er erkannte wahrscheinlich nie was er ihr damit an tat. Oder er wusste es aber es war ihm sowieso egal? Oder tat sie ihm einfach komplett unrecht und er konnte mit diesen Situationen selbst nicht wirklich umgehen weil er sich für diese Eigenschaften an ihm irgendwo hasste? Da konnte Alice fast lachen. Tat es aber nicht, folgte mit ihren roten Augen nur seinen Bewegungen und nickte als Simon sie etwas fragte. „Immer..“, antwortete sie in den stillen Raum hinein, lächelte sogar ein bisschen. „Liebst du mich?“ Das junge Mädchen setzte sich auf ihre Knie, rutschte Simon etwas näher an ihn heran und krallte sich mit einer Hand in seinen Hoodie. „Bin ich die einzige für dich?“ Ihr Blick war starr auf ihn gerichtet, fast durchdringend, weiter mit Tränen in den Augen. Eigentlich eine lächerliche Frage, wo sie doch wusste, dass es da eine gewisse Schlampe gab, die er nicht ganz los lassen wollte. Schließlich hatte er ja schon damit gedroht dass er sie auch noch flach legen würde. Einfach um Alice zu verletzen, weil man es mit ihr ja machen konnte. „Du weißt dass ich die einzige bin, die dich versteht, mit der du das alles machen kannst..“, fügte sie flüsternd hinzu als würde sie ihm etwas einreden und zu einer Antwort zwingen wollen. „Niemand sonst. Nicht einmal.. sie..“ Alice hauchte ihm einen Kuss auf die warmen Lippen, dann stand sie auf und richtete ihr Kleid, zog ihre Strumpfhose sowie ihre Schuhe an und griff lächelnd nach seiner Hand als er sich ebenfalls wieder erhoben hatte. „Wir gehören einfach zusammen. Du, ich.. und unser Baby.“, sagte die schwangere Schülerin und führte seine Hand an ihren Bauch, der unter ihrem übergroßen Kleid vielleicht nicht zu sehen aber dafür doch schon recht gut zu spüren war.

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren, Yumi und Alex (und Sky & Antoinette) | an der Bar


    Darren fröstelte und mit jeder Sekunde mehr hatte er das Gefühl dass es nicht am kühlen Wind lag, der über ihre Köpfe hinweg wehte. Die junge Studentin war abgelenkt, nicht ganz bei der Sache, nicht ganz bei ihm. Aber war sie das je wirklich gewesen? Wahrscheinlich nicht und doch merkte Darren dass sich jemand in ihre Zweisamkeit mischte, der hier nicht ganz hergehörte. Oder vielleicht war das auch nur seine Meinung. Der Musiker drehte das kleine Shotglas in seinen Fingern während er die blonde Frau beobachtete. „Vielleicht bist du im Lügen doch nicht so gut wie du denkst.“, erwiderte er als Yumi meinte, dass alles in Ordnung sei. War wahrscheinlich eine gewagte Aussage, schließlich richtete er sie an die hübsche Psychologiestudentin, die doch so gekonnt mit Worten umgehen konnte, die sich so gut verstecken konnte dahinter. Aber sie hatten vorhin schon festgestellt dass er hier der eigentliche Schauspieler war und sie vielleicht noch ein bisschen Übung brauchte. Denn nur einem blinden und tauben Menschen würde nicht auffallen, dass sie sich mehr von ihm abwand als sonst, als vorhin als sie noch alleine gewesen waren und das auch unglaublich genossen hatten. Der Wuschelkopf kippte den Shot in seinen Mund, spülte das mit einem Schluck seines Longdrinks runter und hörte dann die stichelnden Worte des Silberhaarigen, der direkt hinter Yumi stand und sich in den letzten Minuten gefühlt an sie heran gekuschelt hatte. „Ich glaube dein Stalker ist ein bisschen aus der Übung gekommen.“, sagte er der Studentin hinter hervor gehaltener Hand, war aber nicht wirklich darauf bedacht seine Stimme zu senken. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen und seine braunen Augen beobachteten den fremden Kerl, der so auffällig versuchte unauffällig zu sein, dass es fast schon witzig war. Wobei er nicht ganz so fremd war, wie Darren feststellte, schließlich wohnte er auch im Wohnheim oder? Dieses Gesicht hatte er auf jeden Fall schon öfter gesehen.. auch damals als er Yumi kennen gelernt hatte, da war er sich sicher. Also doch ein Stalker? Ein plausibler Grund warum er sich anscheinend in das Liebesleben des Mädchens einmischte. „Sowas nennt man leben. Jeder macht das anders.“, sagte er auf seine Worte und lächelte den Silberhaarigen an. Nicht dass er hier versuchte Yumi zu schützen oder etwas zu rechtfertigen aber der Junge legte es ja auch einfach darauf an hier Unruhe zu stiften. Doch Darren fragte sich warum sich die Studentin überhaupt darauf einließ. Dass sie ihm immer wieder antwortete, irgendwas zu flüsterte, entging ihm natürlich nicht, war ja auch schwer das irgendwie zu übersehen. Als der Kerl sich ein letztes Mal in ihre Richtung drehte, um sich im nächsten Augenblick seinen eigentlichen Partyfreunden zu zu wenden, legte er seinen Kopf fragend zur Seite. Da gerade in diesem Moment eine neue Band auf der Bühne sein Glück versuchte und die ersten Klänge lauter als gewollt wurden, hatte er diese Worte nicht verstanden. Vielleicht war er neugierig, vielleicht war es besser so aber als die liebliche Stimme der Studentin wieder seine Ohren erreichten, hob er nur grinsend seine Schultern und gönnte sich einen weiteren Schluck seines Getränks. „Macht es das ganze nicht sogar spannender?“, entgegnete er ihrer kleinen Warnung, die sie ja schon mehrmals wiederholt hatte, die ihn aber nie abgeschreckt hatte. Darren stellte sein halbvolles Glas beiseite, legte dann seine Hand auf die Schulter von Alex und trat an Yumi vorbei, um deren Taille er seinen anderen Arm legte. Wahrscheinlich auch um ihn ein bisschen zu provozieren, schließlich schien er ja nicht ganz so gut darauf zu sprechen sein, wenn die angehende Psychologin ein Verhältnis mit einem anderen Mann hatte. „Du musst Alex sein.“, sagte er dann, lächelnd, etwas fragend, sah dabei direkt in die hellen Augen des Silberhaarigen. Natürlich wusste er nicht ob dieser Typ wirklich der war, den Yumi nicht gehen lassen konnte. Aber machte es nicht Sinn? Die flüsternden Sticheleien, diese eisige Stimmung, die Tatsache dass Yumi in seiner Gegenwart beinahe wie ausgewechselt schien. Abwesend, ja gar abweisend. Mehr als sonst. Mehr als er ja sonst schon gewohnt war. Vielleicht war es der Blonden aber auch gar nicht aufgefallen. Schließlich hatte sie ihre Aufmerksamkeit ja eh mehr dem anderen geschenkt seit sie an dieser Bar standen. „Yumi hat mir schon viel von dir erzählt.“ Sein freundliches Lächeln blieb während er erst den anderen Anwesenden zu winkte, sich als Darren vorstellte und schließlich seinem Mitbewohner die Hand entgegen streckte. Angriff war die beste Verteidigung, nicht? „Scheinst ja ein interessanter Mensch zu sein!“

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    „Mach dir keine Sorgen..“ Leon warf dem unbekannten Mädchen einen flüchtigen, dennoch fröhlichen Blick zu während sie nebeneinander die Wüste durchquerten. Oder zumindest einen kleinen Teil davon, schließlich hatte er seine Hütte ja doch eher an den Rand gebaut. So mitten in die Wüste wäre vielleicht keine all zu gute Idee gewesen, da herrschten viele Sandstürme und wer wollte schon diese Menge an Sand in seinem Haus haben? „Meine Nachbarn sind eigentlich ganz freundlich. Meistens..“ Das letzte Wort flüsterte er mehr, sah sich dabei aufmerksam um und war wiedermal froh um seinen guten Hör- sowie Sehsinn, den er seiner tierischen Hälfte verdankte. Ohne große Zwischenfälle erreichten sie das traute Heim des Halbwesen, der sich gleich daran machte dieses aufzuwärmen. Nachts wurde es hier eben richtig kalt aber gerade deshalb hatte er auch immer richtig viele flauschige Decken in seinem Bett liegen. „Ich genieße die Ruhe.“ Der Jäger stocherte mit einem kleinen Zweig im Feuer herum, legte noch ein Scheitel hinzu und drehte sich dann etwas in ihre Richtung. „Ich liebe die Menschen aber manchmal tut es doch ganz gut wenn man alleine ist. Da hat man auch viel Zeit zum Nachdenken. Ohne dass jemand stört!“, erklärte er die Wahl seines Wohnortes und lächelte breit ehe sich das Mädchen näherte um sich am Feuer zu wärmen. Leon rückte etwas zur Seite. „Shara, dann weiß ich ja jetzt wie meine süße Lebensretterin sich nennt.“ Bevor er sich erhob, strich er eine ihrer hellen Haarsträhnen beiseite und sah sie eine Sekunde zu lange an ehe er grinsend auf seine Beine hopste und sich als Leon vorstellte. Kurz war ihm schwindlig, dann griff er nach einem Kessel mit Wasser und stellte ihn auf die Feuerstelle, damit sich das Wasser darin erhitzen konnte. Sicher mochte das hübsche Mädchen Tee oder? Gerade konnte er wirklich einen wärmenden Tee gebrauchen, Kräuter hatten ja auch eine heilende Wirkung, wie er vor wenigen Stunden erfahren durfte. „Hast du Hunger? Ich sollte noch etwas in meiner Vorratskammer haben..“ Ohne auf eine Antwort zu warten verschwand das Halbwesen durch eine kleine Tür und man hörte nur noch ein Poltern und das Klirren verschiedener Tontöpfe.

    1951-dorothy2-pngDorothy, Eunice & Sophia | an einem Tisch


    Die junge Kapuzenträgerin zögerte dennoch etwas. Fern drückte sie nah an ihre Brust, ließ ihren Kopf etwas zu ihm hinab sinken und es war fast so als würde er ihr sagen dass es okay ist. Und er musste das ja wissen, schließlich hatte er zuallererst Bekanntschaft mit der fremden Dame gemacht und dabei war sie jederzeit ganz freundlich geblieben. Also war das sicher okay, bestimmt! Das Lächeln Eunice' war ansteckend und so setzte sich Dorothy nach der Bitte der Unbekannten auf einen freien Stuhl und rutschte heran, ließ ihren besten Freund aber nicht los während sie sich nach vorne beugte um einen Blick auf die kunstvoll verzierte Speisekarte werfen zu können. Neugierig suchten ihre roten Augen nach einem Kuchen, der sie ansprach, auch wenn der Schokoladenkuchen wirklich köstlich aussah! Aber war es jetzt das richtige Stück? War es überhaupt ein guter Zeitpunkt für Kuchen, wo sie nicht wusste, wie es Eric ging? Vielleicht hatte diese Hexe ihn bereits wieder entführt und Schmerzen zugefügt? Sie merkte ihr Herz, das stark gegen ihre Brust klopfte, ihr Atem der sich beschleunigte. Doch die liebliche Stimme der Fremden, die sich sogleich als Sophia vorstellte, schob die bösen Gedanken beiseite und so versuchte Dorothy sich nicht weiter darauf zu konzentrieren. Er war bestimmt in Sicherheit, diesesmal würde die Elfe ihn nicht so einfach verschleppen! Letztens hatte sie ihn nur falsch erwischt.. Eric war ganz stark! Mit einem etwas zitternden Finger deutete die Heilerin auf den Erdbeerkuchen, ihre Augen glänzten als sie aufsah und den Damen abwechselnd einen Blick schenkte. „I-ich glaube, der da ist.. bestimmt ganz lecker! Fern und ich teilen uns den..“ Sie strich dem Plüschhund über den Kopf während sie sprach und lächelte. „Vielleicht kann.. kann man uns eine zweite Gabel reichen..?“ Das war sicher kein Problem.. oder? Nicht dass es Umstände bereitete! Dann konnte sie ihren Freund auch einfach füttern, auch wenn er längst alt und groß genug war das selber zu machen! „Ich.. bin Dorothy.“ Das Mädchen nickte langsam oder war das eine kleine Verbeugung? Sophia sah so edel aus, irgendwie konnte sie das nicht zurück halten. „Bist du ganz alleine hier? O-oder wartest du auf jemanden?“

    Hina & Chase | im Weinkeller


    Natürlich bekamen die jungen Damen das was sie sehen wollten und was die Blondinen auch schon vermutet hatten. Nicht dass Hina den trainierten Körper ihres Mitschülers schon einmal zu Gesicht bekommen hatte aber man erkannte alleine an einer guten Körperhaltung, der Körpersprache und dem Einsatz schon ob jemand trainieren ging und sich etwas mit sich selbst beschäftigte. Sport verhalf einem eben dabei sich in seiner Haut wohlzufühlen und da lernte man eben auch, sich gekonnt in Szene zu setzen. Und außerdem hatte man danach kein schlechtes Gewissen mehr nachdem man sich die Nacht davor eine Tüte Chips und eine Packung Eis beim Serienmarathon reingepfiffen hatte. Es hatte schon seine Vorteile, dieser Sport, zu dem Hina sich trotzdem manchmal zwingen musste. Es fiel ihr schwer ihre grauen neugierigen Augen von ihm loszureißen, doch die nächste Runde war dran und als die Flasche erneut auf ihre beste Freundin zeigte, leerte sie die Weinflasche in ihrer Hand mit einem Zug. Da wollte jemand also einen netten Tanz sehen? Er konnte sich wirklich glücklich schätzen dass Alessa dieses Spiel vorgeschlagen hatte und dass ihm dafür so gute Dinge einfielen. Hina wischte mit ihrem Handrücken über ihren Mund, leckte den letzten Tropfen Wein von ihren Lippen und legte ihren Kopf kurz in den Nacken, schloss ihre hellen Augen und konnte schwören, dass sich die Welt um sie herum drehte. Als sie die schnellen Schritte ihrer Besten hörte, die zur Tür eilte um anscheinend einen unangemeldeten Besucher fern zu halten, hob sie ihren Kopf wieder und stieß sich vom Tisch ab um Alessa nachzusehen. Die letzten, nicht ausgesprochenen Worte des Mädchens hatte sie natürlich mitbekommen und so konnte sie ein Grinsen auch nicht zurück halten. „Retter in der Not., wie heldenhaft. Wir müssen ihr auf jeden Fall danken..“, kommentierte die junge Schülerin den Abgang Alessas während sie an ihren Mitschüler heran trat. „Ich übernehme ihren Part ganz einfach. Du hast hoffentlich nichts dagegen, schließlich wollen wir dich ja nicht enttäuschen...“ Hina warf dem Jungen noch einen eindeutigen Blick zu, wartete gar nicht auf irgendeine Antwort von ihm weil diese sowieso klar sein würde und ließ ihre zarten Finger über seinen Oberkörper wandern. Ihre künstlichen Nägel krallten sich in die Haut des Schülers ehe sie sich herum drehte und mit ein paar eleganten Bewegungen auf den Tisch hopste. In der Playlist auf ihrem Handy hatte sie auch gleich ein passendes Lied gefunden, wahrscheinlich auch genau das was ihre Beste dafür ausgewählt hätte wenn sie nicht vorhin durch die Tür verschwunden wäre, und passend zum Rhythmus bewegte sie ihren schlanken Körper. Es war auch wirklich nicht das erste Mal dass sie in dieser Art und Weise für Publikum tanzte, nicht dass sie selbst in so einem Schuppen arbeitete, aber beim ein oder anderen Discobesuch hatten Alessa und sie schon gerne mal auf der Bar getanzt. Das gehörte ja auch einfach dazu. Immer wieder fing sie seinen neugierigen Blick ein, ließ ihre Hände über ihre Rundungen wandern und bemerkte wie einige ihrer blonden Strähnen sich aus ihrer Frisur lösten, die anscheinend nicht wirklich gut für eine derartige Tanzeinlage geeignet war. Hina hielt in ihrer Bewegung langsam inne als das Lied ein Ende fand, doch ihre Playlist pausierte nicht und ließ stattdessen das nächste Musikstück abspielen. Auch nicht schlecht, so musste sich wenigstens niemand zurück halten. Das Mädchen setzte sich an den Rand des Tisches, überschlug ihre Beine und strich sich eine der verirrten Haarsträhnen aus dem Gesicht während sie ihm süß entgegen lächelte. „Also Wahrheit.... oder Pflicht?“ Vielleicht betonte sie das letzte Wörtchen mit Absicht damit der Kerl wusste, was er zu tun hatte, vielleicht geschah das aber auch nur aus dem Grund dass sie ein bisschen aus der Puste war. Aber nicht sehr, für gewisse andere Dinge reichte ihre Ausdauer schon noch. Hina biss sich auf die Unterlippe während sie wartete und den nackten Oberkörper mit ihren Blicken erforschte. Wäre ja zu schade wenn das alles sein würde was sie zu Gesicht bekam oder?

    Hina, Alessa & Chase | im Weinkeller


    Da wusste jemand mit Worten umzugehen. Schlagfertig war der junge Kerl, das musste Hina ihm lassen und sie würde lügen wenn sie sagen würde dass ihr diese Eigenschaft an ihrem hübschen Popo vorbei ging. Es war schließlich schöner einen Mann an seiner Seite zu haben der sich ausdrücken konnte, der wusste was er sagte und nicht noch eine halbe Ewigkeit brauchte um am Ende drucksend und stotternd ein paar Worte hervor presste. Ugh, einfach gar nicht ihr Fall. „Wohl wahr..“, stimmte sie ihrer besten Freundin zu nachdem ihr gemeinsamer Mitschüler auf ihre Frage geantwortet hatte. Ob das wirklich der Wahrheit entsprach? Ob er es wagte die Blondinen anzulügen? Ihre grauen Augen fixierten den Mann, vielleicht versuchte sie in seinem Gesicht etwas zu erkennen was seine Lüge verriet, vielleicht bewunderte sie aber auch einfach nur dieses hübsche Gesicht. „Was bleibt ist das Wissen, dass bestimmte Person nie wieder auch nur eines Blickes gewürdigt wird. Einmal und nie wieder.“ Hina wippte mit ihrem Fuß ehe sie den Flaschenhals an ihre Lippen legte und einen kräftigen Zug des süßlichen Weines zu sich nahm. Ihr Körper heizte sich auf, eine nette Begleiterscheinung des Alkohols, war es in diesem muffigen Keller doch nicht gerade warm. Das Mädchen kümmerte sich in diesem Moment mehr um die Flasche Wein in ihren Händen, da sie eigentlich sämtliche Antworten auf unterschiedliche Fragen von Alessa kannte. Sie waren beste Freundinnen, da wusste man einfach alles voneinander und alles was sie in diesem Augenblick interessierte war, wie genau sie es mit dem Typen von letztens getrieben hatte, wenn er so einen starken Eindruck auf Alessa hinterlassen hatte. Ihre geschminkten Augenbrauen hoben sich ein bisschen, neugierig und erwartungsvoll, als die nächste Runde begann und die leere Flasche auf sie zeigte. Als sie sich für Pflicht entschied, das Spielchen musste ja mal in Fahrt kommen, hüpfte sie wieder vom Tisch und stemmte eine Hand in ihre Hüfte während sie auf eine Aufgabe ihrer Besten wartete. Diese überraschte sie eigentlich nicht, trotzdem freute sie sich umso mehr auf das was kommen würde. Ihre Entscheidung war sofort gefallen, schließlich wollte sie sich keine Chance entgehen lassen und auch wenn Alessa das Küssen beherrschte wie keine andere, hatte sie sich für den Hahn im Korb entschieden, dem sie sich sogleich näherte und wie vorhin ihren zierlichen Körper an ihn schmiegte. „Heute ist wohl dein Glückstag!“, flüsterte das junge Mädchen, ihr Zeigefinger wanderte über seine Wange, berührte seine Lippen ehe sie ihre Hände an seine Brust ablegte und ihre Lippen aufeinander trafen. Was als flüchtiger, zärtlicher Kuss begann, wandelte sich schnell in Leidenschaft denn wie bereits erwähnt hatte Hina keine Lust hier etwas anbrennen zu lassen und sie musste ja die mickrige Auswahl an Männer auf diesem Schulausflug auch testen. Das merkwürdige Geräusch aus der Ferne war ein Zeichen sich von ihrem Mitschüler zu lösen, langsam schlug sie ihre Augenlider auf und warf ihm einen verheißungsvollen Blick zu, biss sich auf die Unterlippe und wand ihm wortlos den Rücken zu. Während sie auf den Mittelpunkt des Spieles zu ging, gab sie Alessa mit ihren Blicken wortlos zu verstehen, dass sie mit diesem Kerl eine gute Wahl getroffen hatten. Eine sehr gute, um ehrlich zu sein. Wenn er dann auch so weiter machte und nicht selbst zu der Enttäuschung wurde von der er vorher noch erzählt hatte. „Mein Lieber.. entscheide dich.“, sagte die Schülerin und richtete ihre Worte an ihren Kusspartner, der sich ebenfalls für Pflicht entschied, was dem Blondchen ein Grinsen entlockte. „Zeig uns wie sehr du trainierst.“ Sie griff nach ihrer ausgewählten Weinflasche und lehnte sich damit an den Tisch während ihr Blick auf ihm ruhte. „Zieh dich aus. Dein Shirt. Der Rest folgt später..“, fügte sie ihre Aufgabe hinzu und trank weiter den Wein des Klosters.

    1677-cylie-pngCylie & Nick | in der Nähe der Bühne auf Sitzsäcken


    Als die Studentin ihre Hände gerade frei hatte, legte sie diese mit einem schlecht gespielten geschockten Gesichtsausdruck an ihre Wangen. Das sollte ihr dramatisches Schauspiel unterstreichen, sah am Ende aber wahrscheinlich ziemlich dämlich aus, was ihr aber auch ziemlich egal aus. Schließlich bekam das nur ihr bester Freund zu sehen und vor ihm war ihr sowieso kaum etwas peinlich. „Ganze sieben Kilo! Oh nein, wird jetzt aber schon Zeit dass du anfängst Kalorien zu zählen und vielleicht sollten wir unsere Netflix-Abende dann besser sein lassen? Da stopfst du immer ganz schön viel Mist in dich.. also ich verstehe dass der Mix zwischen salzigen Chips und Cookie Dough Eis ziemlich geil ist aber dir tut das wohl nicht so gut.“ Natürlich würde sie diese gemeinsamen Serienmarathons niemals aufgeben weswegen die Brünette auch lachte damit der Kerl nicht wirklich auf die Idee kam, diese Stunden aus seinem Terminplaner zu streichen. Was sie eh nie im Leben zu lassen würde. Cylie schlürfte an ihrem halbvollen Cocktail während Nick kurz und knapp über seine Enthaltsamkeit quatschte und sie merkte, wie ihre Wangen vom vielen Alkohol verteilt auf nicht wirklich viel Zeit warm wurden und eine rötliche Farbe annahmen. „Passiert schon mal..“, sagte der Zwilling dazu und es war nicht schwer zu erkennen, dass Nick das wahrscheinlich schon ziemlich belastet hatte oder immer noch tat? „Viele lachen darüber aber die Zweisamkeit spielt eben eine wichtige Rolle in einer Beziehung. Man muss sich da immer irgendwie einigen und wenn von einer Seite nichts kommt, kann von der anderen Seite auch irgendwann nichts mehr kommen!“ Ob das noch so richtig Sinn machte, was die angehende Medizinerin da von sich gab, wusste sie auch nicht mehr so Recht da der liebe Alkohol sich schon in ihr Hirn geschlichen hatte und dort sein Unwesen trieb. „Mein Respekt dass du es doch solange durchgehalten hast. Deine Hand war wohl oft im Einsatz oder?“ Cylie legte ihren Kopf etwas zur Seite, sah den Dunkelhaarigen fragend an und ließ die Frage ganz normal klingen als würde sie über das Wetter plaudern und nicht darüber dass sich der Student in der Beziehung mit Leila wahrscheinlich desöfteren mal selbst befriedigt hatte. Ein Lachen drang aus ihrer Kehle und sie stellte den leeren Cocktail zurück auf den kleinen Tisch vor ihnen. Dabei schnappte sie sich auch noch ein paar Chips und mampfte diese während sie sich eine Antwort auf seine Frage überlegte. „Ja, meine Güte, manche Ärzte sehen halt auch einfach gut aus...“, gab die Studentin als Erklärung und räusperte sich ehe sie breit grinste und somit sollte das Thema ihrer kleinen nächtlichen Ausflüge ja eigentlich geklärt sein oder? Nicht dass sie eine Schlampe war, die jede Nacht in einem anderen Bett landete aber wir heften das jetzt einfach mal unter 'sich ausleben und Erfahrungen sammeln' ab. Erfahrungen waren in jederlei Hinsicht wichtig. Als Nick meinte dass ihn ein niedlicher Häschenschlafanzug nicht davon abhalten würde die Studentin zu entkleiden, schmunzelte diese und rollte übertrieben mit ihren grünen Augen. „Vielleicht würde ich für dich aber auch eine Ausnahme machen, war letztens eh erst ein bisschen shoppen...“, erwiderte die Medizinstudentin darauf und hob ihre Augenbrauen für den Moment, warf dem Kerl einen vielsagenden Blick zu, der aber mehr ein Scherz war. Schließlich waren sie einander ja tabu so, als gute Freunde. Wer wusste schon ob Sex nicht mehr zerstörte als er.. gut machte? Cylie nickte als ihr Mitbewohner sich für den Moment verabschiedete um Nachschub zu holen und ließ ihren Kopf dann in den Nacken fallen während sie tiefer in den Sitzsack glitt. Ihre im Augenblick heile Welt drehte sich, die Sterne schienen dort oben zu tanzen und die junge Frau war sich nicht sicher ob weiter trinken jetzt so eine gute Idee war aber da kam auch schon Nick zurück, beladen mit ein paar neuen Shots, anderen Getränken und Chips! Danke für die Chips an dieser Stelle. Das Mädchen schnappte sich ein kleines volles Gläschen. „Wie dem nicht runter geklappten Klositz?“, sagte sie darauf und schmunzelte ehe sie sie das Glas leerte und zum nächsten Griff. „Sowas kann schon mal große Wellen schlagen.“ Jetzt nicht unbedingt die Tatsache dass viele Männer es nicht schafften die Toilette zu zu machen aber diese vielen kleinen Dinge, die sich oft aufstauten und man irgendwann explodierte. Deshalb war Kommunikation das A und O in jeder Beziehung. Egal ob bei einem Liebespaar oder unter Freunden. Cylie drehte das Schnapsglas zwischen ihren Fingern, sah den Studenten dabei nicht an sondern lehnte den Kopf an ihre Hand während sie sich zur Seite gedreht hatte. „Ich kann ohne schlechtes Gewissen daran denken dich auszuziehen und Sex mit dir zu haben..“ Der Zwilling hob das Glas an und warf ihm einen fast schon ernsten Blick zu, der nicht so recht damit raus rückte ob das jetzt ein Spaß war oder der Wahrheit entsprach. „Mit einem Freund an meiner Seite wäre mir das bestimmt ganz schön peinlich!“, fügte sie ihrem Grund noch hinzu, lachte und kippte sich die scharfe Flüssigkeit in den Mund.

    2968-daria-pngDaria & Margaret | vor der Kapelle


    Entschuldige dich nicht für Andere hallte es im leergefegten Kopf der jungen Elfe immer wieder. Hatte sie das nicht schon immer gemacht? Sich für die Schandtaten ihrer älteren Schwester entschuldigt, versucht es zu vertuschen, versucht die Menschen, die sie damit verletzt und verärgert hatte, zu beruhigen. Zumindest in den Lebensmomenten, in denen sie bei solchen Taten anwesend gewesen war, sie mitbekommen hatte. Jedoch war so etwas nie passiert, nicht in diesem Ausmaß. Daria hatte noch nie gesehen dass ihre Schwester handgreiflich geworden war. Nie hatte sie diese bis jetzt vor ihr versteckte Seite an ihr gesehen, glücklicherweise musste sie diese noch nie kennen lernen bis zu diesem Augenblick in dem sie ihren Kopf gesenkt hatte während Erics Worte sie nicht losließen. Die Elfe nickte. War es schlau dem jungen Kerl je wieder über den Weg zu laufen? Würde sie sich das von ihrem eigenen Familienmitglied verbieten lassen? Sie hielt ihre blauen Augen geschlossen während die Schritte des Mannes immer leiser wurden. Bis das Geräusch seiner Bewegungen verschwunden war, blieb sie in ihrer Haltung stehen, riss sich zusammen nicht die Fäuste zu ballen. Daria wusste im Moment nicht so richtig hin mit ihren Gefühlen. Sollte sie stolz sein dass ihre Schwester so stark war, dass sie eine so willensstarke Elfe in ihrer Familie hatte? Sollte sie wütend sein, weil diese aggressiv war, ja sogar ohne ersichtlichen Grund handgreiflich wurde? Ja fast schon.. boshaft war? Oder sollte sie ganz einfach traurig sein? Die sonst so liebliche Stimme Margarets drang an ihr spitzes Ohr, holte sie aus ihrer Gedankenspirale und die angehende Magierin drehte sich herum, ihre Blicke trafen sich und stumm hörte sie ihre Schwester nur an. „Aber du bist nicht hier um über mein Leben zu bestimmen, Meg.“, setzte die Künstlerin an. „Ich bin erwachsen, ich bin alt genug um mich selbst zu beschützen, ich bin lange nicht mehr nur deine kleine, hilflose Schwester.“ Doch Daria hatte das Gefühl dass sie diese Worte unendlich oft sagen konnte, so richtig würden sie die andere Elfe nie erreichen. Es war schön, keine Frage, es war ein wirklich wärmendes Gefühl wie sie sich sorgte, wie sie nur das Beste für die Elfe wollte, doch hatte nicht alles irgendwo seine Grenzen? Sie griff nach der blassen Hand ihrer Schwester. Die Hand, mit der sie Eric zuvor angegriffen hatte, schloss ihre Hände darum und sah Margaret mit einem warmen Lächeln an. „Ich liebe dich, Meg, aber du musst damit aufhören. Du musst anfangen dein eigenes Leben zu leben. Du wirst mich nicht auf Schritt und Tritt verfolgen können. Du kannst mich nicht vor irgendwelchen Dingen immer und immer wieder beschützen wollen auch wenn sie absolut keine Bedrohung darstellen! Merkst du das überhaupt noch? Du verlierst noch den Verstand!“ Ihr Griff war mit jeder Silbe fester geworden, ihr Gesichtsausdruck ernster. Die junge Dame war wütend, das war klar. „Irgendwann werde ich jemanden finden, der sich ebenso Sorgen um mich macht. Was willst du dann tun? Muss ich mir erst deinen Segen holen? Ich dachte als ich damals vor unseren Eltern geflohen bin, habe ich diese.. ständige Überwachung hinter mich gelassen. Und jetzt willst du von vorne beginnen..?“ Daria wand sich ein Stück von ihrer großen Schwester an, kehrte ihr den Rücken und schlang ihre Arme um ihren Oberkörper. Bemerkte ein kribbelndes Gefühl in ihrem Inneren als ihre Gedanken zu diesem Mann abschweiften. Dem Mann, den sie schon ein kleinen Teil ihres Herzen geschenkt hatte. Auch wenn sie nicht wusste, ob das überhaupt eine Zukunft hatte. „Ich verstehe deine Sorgen, Margaret, dich zu verlieren wäre ebenso mein Ende, du bist der Teil unserer Familie, der mir wirklich etwas bedeutet aber die Welt bietet.. einfach noch so viel. Und du wirst die Schönheit hinter all den kleinen Dingen, hinter den.. faszinierenden Menschen nicht erkennen, solange du deine Augen verschließt. Die Menschen sind nicht schlecht. Sie sind nicht perfekt aber das sind wir auch nicht.“ Die Schülerin Kannos strich eine blonde Strähne aus ihrem Gesicht ehe sie sich Meg wieder etwas zu wand und sie mit einem schwachen Lächeln ansah. „Vielleicht habe ich auch.. schon diesen einen Menschen für mich gefunden.“

    1907-leon-pngLeon & Shara | in seiner Hütte


    Der Weg zurück in seine Heimat war wahrscheinlich etwas länger und in Anbetracht der Tatsache, dass es bereits zu später Stunde war und einzig der hell scheinende Mond ihren Weg leuchtete, war seine einsame Hütte in der Wüste vielleicht auch nicht unbedingt einladend. Aber dafür war es im Inneren um einiges schöner als draußen! Es war recht kühl weshalb das Halbwesen seine Schritte beschleunigte und der Namenlosen andeutete, dass sie sich ebenfalls etwas beeilen sollte. Natürlich einzig wegen der Kälte, dass sich hier manchmal böse Monster herum trieben die im Schatten der Nacht nur darauf warteten dass dumme Menschen sich nachts in der Wüste verirrten, das erwähnte er lieber nicht. „Da vorne ist es.“, sagte Leon schließlich und merkte, dass der Fußmarsch ihn doch ein bisschen mehr Anstrengung als sonst gekostet hatte. Doch der Gedanke an die Klinik und dass er dort für die Nacht hätte bleiben sollen, war grausiger als die kleinen Atemaussetzer die er jetzt hatte. „Komm rein und wickel dich schon mal in ein paar meiner Decken, es dauert etwas bis das Feuer seine Wirkung zeigt!“ Das Halbwesen ignorierte damit eigentlich völlig ihre Aussage, dass sie ihn nur mit hierher begleiten würde, nicht mehr und nicht weniger aber konnte er zulassen dass sie jetzt alleine wieder zurück ging? Niemals, vielleicht hätte sie vorher fragen sollen, wo sein Zuhause denn eigentlich war. Vielleicht traute sie sich alleine auch gar nicht zurück? Auch nicht schlimm. Leon stapelte einige der Holzscheite in seinem Kamin ehe er sie entzündete und beobachtete wie sich das kleine Feuer langsam ausbreitete.

    Hina, Alessa & Chase | im Weinkeller


    „Oder zu spüren bekommen.“, fügte die junge Schülerin der Antwort ihrer besten Freundin hinzu als der namenlose Kerl meinte, dass er mehr als nur geschickte Finger vorzuweisen hatte. Ein vielsagendes Grinsen zierte ihre geschminkten Lippen, es war nicht wirklich schwer zu erkennen worauf die Blonde anspielte und das hatte sie auch gar nicht erst versucht zu verheimlichen. Gehörte das nicht auch zu einem aufregenden Schulausflug dazu? Dieses verbotene Spielchen, wenn das die Lehrer mitbekamen.. wobei natürlich noch lange nichts passierte. Hina leckte den annehmbaren Tropfen Wein von ihren Lippen und reichte die Flasche weiter, beobachtete ihre Beste dabei wie sie in einem anderen Regal nach einer weiteren Flasche suchte nachdem sie darüber geplaudert hatten, dass sich vielleicht doch irgendwo noch edlere Tropfen hier finden ließen. Irgendwo war es ja auch vollkommen egal wie alt und teuer diese Weine waren, so sollten sie nur dazu dienen dass dieser langweilige Trip zu etwas spannendem wurde und das ging auch mit billigem Fusel. Hina hopste vom Tisch als Alessa einige Flaschen brachte und diese abstellte, man merkte dass sie heute Abend noch größeres vor hatte. „Kein Schulausflug ohne Flaschendrehen..“, stimmte sie zu und drehte sich herum, entdeckte ihren Mitschüler der mit ihrer Haarnadel spielte und trat langsam an ihm heran. Die Blonde hob ihren Kopf während ihre schlanken Finger sich an seine Hand legten um ihm den Haarschmuck abzunehmen. „Es sei denn du willst das als Andenken behalten.“ Ihre Stimme war leise und zart, ihren Körper hatte sie für eigentlich Fremde wahrscheinlich etwas zu nahe an seinen gelehnt. Ihre grauen Augen fixierten sein hübsches Gesicht und ein süßes Lächeln lag auf ihren Lippen. Hina wusste jetzt schon dass dieser erste Abend an diesem scheußlichen Ort spannend und aufregend werden würde. „Ich hoffe du bist zu allem bereit und bist nicht einer dieser Langweiler, die dann ganz schnell ihren Schwanz einziehen, wenn es ernst wird..“ Klar, es ging hier natürlich nur um Flaschendrehen, ein einfaches Spiel unter Teenagern, was auch sonst. Die Schülerin drehte sich herum, ließ die Haarspange geschickt in ihrer blonden Mähne verschwinden und schnappte sich eine der neuen Weinflaschen, von der sie sich auch gleich etwas gönnte. „Wahrheit oder Pflicht...“, sagte sie, strich mit ihren künstlichen Nägeln über das grüne Glas bevor sie die leere Flasche dann auf den Tisch legte und diese in Schwung brachte. Es dauerte nicht lange, Hina nippte derweil mehrmals an der neu geöffneten Weinflasche, bis das erste Opfer gefunden war und so blinzelte die Teenagerin in die Richtung des einzigen Mannes im Raum. Ein neugieriges Grinsen zierte ihre Lippen und das Mädchen hopste wieder auf den Tisch, schlug ihre Beine übereinander und lehnte sich nach hinten. "Also dann, erzähl mal..", begann sie nachdem Chase sich für die Wahrheit ausgesprochen hatte. "Was war der wildeste Ort an dem du es schon getrieben hast? Gib uns ein paar Tipps für unser nächstes Abenteuer.."

    1907-leon-pngLeon & Shara | in einem der Krankenzimmer


    Die namenlose Frau versuchte sich wohl etwas damit zu beruhigen indem sie ihre verrutschten Kleider zurecht zupfte und die Falten glatt strich. Die kräftige rote Farbe auf ihren Wangen ließen aber darauf andeuten dass es wirklich eine schwere Aufgabe für sie war, sich etwas zu beruhigen, denn seine Anwesenheit schien wohl nicht in jeder Hinsicht angenehm für sie. Was ihm wiederrum wirklich Spaß machte, doch manchmal wusste auch Leon wann gut war und so blieb er sitzen als die Fremde sich wieder ein Stückchen entfernte nachdem er näher an sie heran gerutscht war. Das erwartungsvolle Grinsen auf seinen schmalen Lippen verschwand und während er seine Hände vor seiner Brust verschränkte, machte er einen Schmollmund, richtete den Blick von ihr auf den Boden. „Mimimimi...“ Das Halbwesen klang in diesem Moment eher wie ein kleines Kind, welches nicht das bekam was es wollte. Aber natürlich wusste der junge Kerl sich zu helfen, so hopste er auf seine Beine, bemerkte dabei zwar leichten Schwindel aber ließ sich das nicht anmerken. Leons Arme umfassten seinen Oberkörper schließlich, er rieb mit seinen Händen an seinen Oberarmen und ließ etwas Angst in seinen Gesichtsausdruck ehe er in die Richtung seiner Retterin blickte. „Ich habe aber.. sehr schlechte Erinnerungen an diesen Ort..“, erzählte der geschwächte Mann und tischte ihr dabei nicht einmal eine Lüge auf. Zumindest nicht ganz, schließlich hatte er an diesem Ort wirklich einiges erlebt und mitgemacht. Damals als er mit Kiel zusammen dieses ekelhafte Monster bekämpft hatten. „Ich will hier nicht bleiben, nicht solange ich bei Bewusstsein bin und mich meine Füße tragen.“ Der Jäger blieb noch eine kurze Zeit in der Mitte des schwach beleuchteten Zimmers stehen ehe er sich der Unbekannten wieder näherte, vor ihr stehen blieb und sie fast schon mit einem Flehen in den Augen anschaute. „Begleitest du mich? Bitte?“

    Hey! Ich hab mich etwas umgeschaut und Lannas gelbes Herzevent sollte ausgelöst werden wenn..

    • du ihr grünes Herzevent gesehen hast
    • ihre Herzfarbe gelb oder höher ist
    • du zwischen 10Uhr und 17Uhr dein Farmhaus betrittst
    • und es ein sonniger Tag ist!

    Passiert trotz aller Punkte nichts, liegt es wahrscheinlich an der Jahreszeit! Aber das zweite Bett solltest du dafür noch nicht benötigen! :3

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | an der Bar


    Es war nicht so dass ihm diese merkwürdige Stimmung, die sich ausgebreitet hatte, die vorhin noch nicht da gewesen war als er sie losgelassen hatte, nicht aufgefallen war. Es war nicht zu ignorieren und auch wenn Yumi das wahrscheinlich abstreiten würde und gar nicht erst hören wollte, manchmal war die Studentin nicht so undurchschaubar wie sie sich gab. Es war fast so etwas wie Nervosität die sie ausstrahlte, doch Darren hatte vorerst versucht nicht darauf einzugehen. Vielleicht war ihr nur etwas eingefallen, was sie aus dem Konzept brachte. Oder war es eine der anwesenden Besucher? Der Lockenkopf selbst war es nicht, schließlich hatten sie jetzt schon einige Stunden miteinander verbracht und diese Art hatte er an ihr noch nicht zu Gesicht bekommen. Alleine dass sie wehement versuchte seinen Blicken auszuweichen, wo sie doch so gerne mit ihren spielte und keine Gelegenheit ausließ um ihm vielversprechende Blicke zu zu werfen. „Also wohl doch das mit dem Vergessen.“, erwiderte der junge Musiker schmunzelnd auf ihre Aussage, um einerseits keine Fragen zu stellen und um ihr andererseits vielleicht ebenfalls ein Lachen zu entlocken. Darren orderte zwei neue Runden während er den Strohhalm in kreisenden Bewegungen durch seinen Cocktail gleiten ließ. Der helle Rauch aus ihren Lungen verbreitete sich vor ihnen und verzog sich schnellst in den Himmel, hinterließ einen beißenden, nicht für jeden angenehmen Geruch. Yumi blieb stumm, es verließ kein einzelnes Wort ihre bezaubernden Lippen während er die Serviette vom Boden aufhob und sie mit überraschter und gleichzeitig belustigter Miene zusammen zu basteln. Eigentlich hatte er sich im ersten Moment gar nicht fiel gedacht, das Ausmaß dahinter war ihm gar nicht bewusst, wie auch? Erst hatte er flüchtig auf junge Teenager getippt, die das einfach bescheuert fanden, sich darüber lustig machten oder auf Gäste, die die Worte gar nicht gesehen hatten und das weiche Papier dafür benutzt hatten für das es eigentlich da war. Doch sie schien weder benutzt noch sonst sonderlich schmutzig, sie lag noch nicht lange auf dem Boden sonst wäre sicher einer der Menschen die sich Nachschub an der Bar holten drauf getreten und hatte einen Schuhabdruck hinterlassen. Wieder machte er sich zuviele Gedanke über eine simple Serviette, über eine unbedeutendes, bekritzeltes Stück Papier, dass er über sich selbst lachen musste, doch sein aufkommendes Lachen erstickte sofort im Keim als er seinen Blick von seiner Botschaft hinauf an Yumi richtete, die in diesem Moment ihre Gesichtszüge nicht so gut unter Kontrolle hatte wie üblich. Da merkte man dass ihre Art von Schauspielerei ein Laienwerk war. Ein Künstler hatte seinen Ausdruck jederzeit unter Kontrolle. Meistens, wenn nicht unerwartete Dinge dazwischen funkten. Solche unwichtigen Sachen wie Gefühle zum Beispiel. Natürlich hatte die angehende Psychologin Talent darin und spielte seine Stücke teilweise und beinahe bis zur Perfektion mit aber dennoch gab es Punkte die sie unterschieden. Allen voran natürlich sein Studium. „Yumi?“ Ihm war fast so als hätte seine Stimme sie aus ihrer Trance geholt. Was ging in ihrem hübschen Kopf vor? Was für Szenarien dachte sie sich dort oben aus? Wer war das gewesen und vorallem warum? Hatte sie wen vor ihren Augen? Unweigerlich schlich sich dieser eine Name in seinen Kopf und ohne es eigentlich zu wollen wanderte sein Blick kurz zur Seite als könne er jemanden erkennen, als würde der Übeltäter dort drüben stehen, winkend und mit einem Schild. „Ich glaube meine Fangirls hätten da ganz andere Dinge gemacht als eine simple Serviette zerrissen..“ Den Blicken nach zu folge hätten sie wahrscheinlich etwas ganz anderes gerne in der Luft zerrissen auch wenn er noch der Meinung war, dass man diese jungen Teenager vielleicht nicht unbedingt gleich als seine verrückten Fangirls abstempeln sollte. Auch wenn die Psychologiestudentin sich schlussendlich wieder dazu durchgerungen hatte seinen Blick zu erwidern, war in diesem hellen Blau ein Ausdruck den er nicht so recht deuten konnte. Vielleicht aber auch nicht wollte? Als die Blonde ihr Glas anhob, mit einem so hübschen Lächeln auf ihren Lippen, erwiderte er dies für eine Sekunde, doch legte er seine Hand nicht an sein Glas sondern an ihre Wange während sein Daumen über ihre weiche Haut strich. „Ist alles in Ordnung?“, fragte der Lockenkopf, seine dunklen Augen ließen aber keine Sorgen zu. Seine Hand ruhte für einige Sekunden an dieser Stelle, dann legte er eine hervor gefallene blonde Strähne hinter ihr Ohr und nahm schließlich den Cocktail in die Hand. „Du weißt, zu viel nachdenken ist sehr ungesund...“ Ein kleines Grinsen umspielte seine Lippen, hatte er ihre vorhin gesprochenen Worte eins zu eins wiederholt. Ihre Gläser klirrten als sie aufeinander trafen und der Musiker gönnte sich einen kräftigen Schluck ehe er den fruchtigen und auch starken Drink wieder abstelle. „Vielleicht war es auch ganz einfach nur einer deiner vielen Verehrer, jemand der dich auf Schritt und Tritt beobachtet und begleitet..“

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | an der Bar


    Ein Gefühl der Kälte blieb an seiner Hand zurück als er ihre zarte Hand los ließ, sie nicht länger festhielt, sie nicht länger führte und stützte. Yumi stimmte seiner Bitte mit einem Nicken zu und er schenkte ihr noch ein Lächeln bis er in der teilweise tanzenden Menge verschwand und den Platz suchte, an dem er sich vorhin mit Noita unterhalten hatte. An dem er vorhin von seinem Bekannten auf die Bühne geholt wurde, um die Menge zu unterhalten, um sie auf eine musikalische Reise mitzunehmen und wahrscheinlich wäre er an diesem Abend gar nicht auf Yumi getroffen, wenn er nicht von der Bühne gegangen und ihren starren Blick bemerkt hatte, der ihn durchbohrt und angezogen hatte. Doch irgendwo vermutete er, dass sie sich spätestens an der Bar sicher mal über den Weg gelaufen wären, was auch jetzt wieder sein Ziel war, nachdem er auf der Sitzgelegenheit seine Sachen wieder gefunden hatte. Vielleicht hielt er zwischendurch auch nach bekannten, hübschen Gesichtern Ausschau, vielleicht war er aber auch gar nicht weiter in Stimmung auf andere Menschen wenn er daran dachte, wer auf ihn wartete. Darren bemerkte ein leichtes Kribbeln in seinem Bauch, Wärme umhüllte sein Herz und jetzt auch die kühle Haut seiner Arme nachdem er in seine schwarze Jacke geschlüpft war. Seine Tasche schulterte er nachdem er einen kurzen Blick hinein geworfen hatte, schließlich konnte man nie wissen wie neugierig und bedürftig manche Menschen waren, die eine scheinbar herrenlose Tasche sahen. Der junge Student näherte sich dar Bar, hatte die Blonde dort sofort entdeckt da sie sich dengleichen Platz wie vorhin ausgesucht hatte. Als er sie gebeten hatte mitzugehen und sie es ohne Widerworte zugelassen hatte. Er spürte immer noch dieses Gefühl von Glück in sich, das seinen Körper jeden Augenblick erreichte wenn er mit ihr zusammen war, wenn er mehr von ihr kennen lernte. Mehr als diese kühle, abweisende Seite, die sie vorhin auf dem Berg wieder gezeigt hatte. Vor ihr hatten sich schon leere Gläser angesammelt und mit einem Schmollmund sowie verschränkten Armen stellte er sich hinter die junge Dame, dass sie vielleicht ein paar Zentimeter zu nah an dem silberhaarigen Kerl stand, fiel ihm gar nicht auf, vielleicht sollte es ihn wundern, doch kümmern natürlich nicht. Mit einem gewissen Alkoholpegel hatte man dabei so oder so Probleme. „Du trinkst also einfach ohne mich..? Wow..“ Enttäuscht schüttelte der Musiker seinen Kopf und trat dabei neben sie und hatte sofort den Gesuch ihrer Zigarette in der Nase, wofür sie sich gleich einen Aschenbecher heran zog. In dem Moment stellte der Barkeeper zwei Cocktails auf die Theke und er bedankte sich mit einem Kopfnicken, beobachtete wie ihre Lippen den Glimmstängel umschlossen und sie den Rauch in sich aufnahm. „Oder waren das Shots um zu vergessen?“, fragte er und schmunzelte anschließend um sein Schauspiel aufzulösen. Doch wer wollte die letzten Stunden schon vergessen? Viel zu wertvoll war jede einzelne Sekunde mit ihr, wenn auch gefährlich. Darren drehte sich zur Seite und bemerkte dabei die weiße Serviette auf dem Boden, die er vorhin beschriftet hatte. Doch war sie nicht länger ganz und mit gehobenen Augenbrauen griff er nach den zerfetzten Teilen des Papiers. „Es scheint als hätten wir jemanden verärgert...“ Schmunzelnd legte er er die zerrissene Serviette auf die Theke, puzzelte sie zusammen sodass man den Satz, den er darauf geschrieben hatte, wieder lesen konnte. Dass da vielleicht ein bisschen mehr hinter steckte, konnte er nicht wissen und wahrscheinlich war es auch das beste für ihn, wenn er darüber nicht bescheid wusste. Auch wenn die Studentin ihn schon in mehr eingeweiht hatte, wie sie vielleicht gewollt hatte und ihn somit eigentlich weiter in ihr Leben gelassen hatte. Unweigerlich? War es der böse Alkohol gewesen, der bekanntlich ja schnell mal die Zunge lockerte oder war ihr das bewusst? Ein guter Schachzug von ihr damit Darren bescheid wusste, dass er keine Chance auf ihr Herz hatte weil sich dort noch jemand befand, den sie nicht gehen lassen wollte? „Jemand hier scheint wohl ein bisschen eifersüchtig dass du mit mir gegangen bist.“, sprach er, wartete einen Moment und drehte seinen Kopf mit einem Grinsen auf den Lippen in ihre Richtung.

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren (& Yumi) | in der Menge


    Auf einmal spürte er ihre zarten Hände an seiner Wange, war noch in seinen Gedanken versunken und hatte gar nicht bemerkt wie sich ihr schlanker Körper dem seinen wieder genähert hatte und sie sein Gesicht umfasste, zu sich lenkte und ihre hellen Augen seinen Blick suchten. Unweigerlich lächelte der junge Student bei dieser Berührung, bei dieser Zärtlichkeit, die man von dem kühlen Mädchen ja fast nicht gewohnt war. „Ich weiß.“, erwiderte er mit einer ebenso leisen Stimme als könnten sie etwas zerstören, seufze anschließend. Ob es daran lag dass die angehende Psychologin absolut Recht hatte, da zu viele Gedanken nicht gut waren, zu viele Dinge über die man sich den Kopf zerbrach und die einen durcheinander brachten, oder aber die Tatsache, dass sie sich wieder von ihm entfernte, wusste er gerade selbst nicht. Darren konnte nichts dagegen tun, sie war fester Bestandteil seiner Gedanken. Ob er wollte oder nicht. Ob sie wollte oder nicht. Es war zu spät für einen Rückzieher, es war zu spät für gefühllose Nichtigkeiten. „Sei du nicht immer so unromantisch!“ Der Musiker sog scharf die Luft ein als Yumi sich über seine Idee beschwerte und beinahe verletzt legte er seine Hand an seine Brust, schmunzelte daraufhin und hob dann seine Schultern. Ein vielsagendes Grinsen schlich sich auf seine Lippen. „Vielleicht?“ Er ließ dieses Wörtchen mit Absicht fragend klingen. Doch eigentlich war ihre letzte gemeinsame Tat inmitten eines Waldes ja Antwort genug auf diese Frage, die wahrscheinlich auch gar nicht wirklich ernst gemeint war. Gemeinsam folgten sie dem Pfad, auf andere wirkte sie sicher wie ein verliebtes Paar, das die wundervolle Aufsicht genossen hatte. Dass sie weit weniger waren, wussten nur sie. Eigentlich. Oder? „Du könntest recht haben, meine Opfer an eine Stuhl zu binden und mit ihnen gemeinsam zu weinen während sich Prinz oder Prinzessin finden und verlieben, klingt wirklich nach mir.“, sagte er auf ihre Widerworte was die Foltermethoden betraf und mit Fingern am Kinn sah er nachdenkend in den Himmel. Darren schmunzelte. Die Blonde schien nicht ganz zufrieden mit seinen Worten zu sein, hatte er sich das kurze Zusammenzucken in ihrer Hand vielleicht nur eingebildet oder hatte er wirklich etwas gesagt, was in ihrem Kopf nicht ganz so passte, wie sie sich das vorstellte? Seine braunen Augen wanderten in ihre Richtung als er ihre Stimme hörte, die die Ruhe durch brach. „Hast du schon mal auf die Uhr geschaut? Ich bin alt, ich muss ins Bett!“, sprach der Schauspieler empört und machte dieser Bezeichnung alle Ehre. Mit der freien Hand fasste er sich an den Rücken, als hätte er dort die schlimmsten Schmerzen und warf im nächsten Moment einen Blick auf seine nicht vorhandene Armbanduhr. Die unzähligen Lichter des Festes kamen näher, hießen sie wieder Willkommen und erleuchteten ihre Sicht. Darren lachte als er diesen bestimmten Blick in ihren eisigen Augen bemerkte und biss sich auf die Unterlippe ehe er schmunzelnd den Kopf kurz senkte. „Ich hole nur kurz meine Jacke, die sollte noch irgendwo dort drüben liegen.“ Nach einem letzten Blick auf ihre ineinander verschlungenen Finger ließ er ihre Hand los, langsam und vorsichtig, vielleicht war es ja diesesmal das letzte Mal dass er sie so halten durfte. Darren konnte das nicht wissen, Menschen wie Yumi waren manchmal ziemlich unberechenbar. Ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Rücksicht auf Gefühle. Er wartete kurz, blieb stehen und deutete auf den Platz vor der Bühne. Dort hatte er seine Tasche, da hatte er sich mit Noita unterhalten, die allerdings nicht mehr auffindbar war. Generell hatten sich die Reihen gelichtet, war es wirklich schon so spät? Wie lange waren sie dort oben gewesen? „Bestellst du schon mal?“, bat er die Studentin mit einem Lächeln und drängte sich durch die Besucher.

    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | auf dem Weg zurück zum Fest


    Langsam beruhigte sich sein erschöpfter aber befriedigter Körper wieder. Sein Atem wurde ruhiger, sein Herz passte sich dem gewohnten Rhythmus an doch das aufregende Kribbeln in seiner Körpermitte hielt noch etwas an, es war ein gutes Gefühl. Das auch nicht abnahm als er die hübsche Studentin vor sich ins Auge nahm und sie lächelnd eher grinsend betrachtete. Die letzten Minuten hatten auch in ihrem Gesicht Spuren hinterlassen, ihre Wangen waren gerötet, auch wenn man das natürlich auf die Kälte schieben konnte. Aber dass sie ebenso Gefallen, Spaß und Lust daran gefunden hatte, hatte er ja deutlichst gespürt. Und zum Schluss auch noch gehört. Ein Zusammenspiel was er gerne noch unzählige Male erleben würde, doch wusste man bei Yumi nie ob sie ihr gemeinsames Spielchen vielleicht irgendwann beendete. Wenn er wieder einen Schritt zu nah auf sie zu ging und sie sich nicht anders mehr zu wehren wusste. Wenn dieser Alex ihre Gedanken vielleicht wieder ganz einnahm und schon schlimmer, vielleicht sogar ihr Herz.. aber wie, wenn die angehende Psychologin keine Gefühle hatte, eigentlich war es dann ja doch nicht so schlecht. Darren schmunzelte als ihm bewusst wurde an was er dachte, dass er überhaupt an diesen Kerl dachte, den Yumi nicht los lassen konnte aber der anscheinend doch nicht so präsent war, wenn sie sich hier in der freien Natur derart mit einem anderen Typen vergnügen konnte? Aber vielleicht machte sie es auch nur wie er beim letzten Mal mit seiner namenlosen Prinzessin. Einfach aus dem Grund um den anderen zu verdrängen, nicht um zu vergessen weil das lange nicht mehr möglich war. „Nicht wahr?“, erwiderte der Musiker, der sich ein paar leicht verschwitzte Locken aus dem Gesicht strich und seinen Unterkörper schließlich wieder mit seiner Hose bedeckte. „Vielleicht dürfen wir ja ein paar rote Rosen mitbringen. Für die richtige Stimmung. Meinst du, die haben da Kameras?“ Darren tat so als würde er ernsthaft darüber nachdenken und beobachtete Yumi dann dabei, wie sie sich ihrer zerrissenen Strumpfhose entledigte und wieder in ihre Schuhe schlüpfte. Ein entschuldigender Blick folgte aber das war ja nur Stoff. Etwas, das man leicht wieder ersetzen konnte. Seine Arme legten sich um den schlanken Körper der jungen Frau, die anscheinend noch mit den.. Nachwirkungen ihrer gemeinsamen Minuten zu kämpfen hatte. So hielt er die Studentin fest, nicht dass sie am Ende noch auf den Boden knallte. Darren drückte sie näher an sich heran. „Du weißt aber dass du mich mit einem Disneymarathon nicht foltern kannst.“, sagte er darauf schmunzelnd und strich ihr die teilweise zerzausten Haare aus dem Gesicht hinters Ohr, da sie doch etwas durch aussah. Dann hielt er die angehende Psychologin gleich wieder in seinen Armen und küsste sie sanft, zärtlich und ganz anders als vorhin noch. Eine seiner Hände hatte sich an ihr Gesicht gelegt während die Finger seiner anderen Hand sich in den Stoff ihrer Jacke krallten als wolle er sie nicht mehr gehen lassen, als wollte er einfach nur hier mit ihr bleiben. Nahe an seinem liebsten Ort, der soviel Ruhe inne hatte. Also meistens jedenfalls. Doch je mehr die Wärme und Anstrengung aus seinem Körper wich, desto mehr übernahm die Kälte wieder Überhand und der Lockenkopf ließ von ihr ab, jedoch nicht ohne ihre Hand fest umschlossen zu halten. Schließlich musste er sie ja weiter stützen. „Solange die Strafe nicht daraus besteht dass ich mich beim nächsten Mal in der Besenkammer zurück halten muss..“ Der Schauspielstudent lachte leise in ihre Richtung und führte sie vorsichtig aus dem Dickicht zurück auf den kleinen Pfad, der sie durch den dichten Wald führte. Hand in Hand folgten sie dem schmalen Weg, jedoch langsam. „Ich habe jetzt leider keine Strumpfhose in meiner Tasche aber ich kann dir noch meine Jacke anbieten, wenn dir zu kalt wird.“, bot er der Blonden an und sah mit einem etwas besorgten Blick zu ihr hinüber, war ja schließlich er Schuld daran dass sie jetzt mit nackten Beinen durch die kalte Nacht laufen musste. „Alternativ können wir auch einfach Nachhause gehen. Da du jetzt eh im Studentenwohnheim wohnst um mir näher zu sein, haben wir ja den gleichen Weg.“ Ein Grinsen zierte seine Lippen während er sich wieder mehr auf den holprigen Pfad konzentrierte.

    Darren & Yumi | am Wegesrand

    Darren stützte sich am Baum, seine dunklen Augen öffneten sich wieder und mit einem Grinsen malte sich auf seine beanspruchten Lippen. „Vielleicht können wir uns ja eine Zelle teilen..“, antwortete er auf ihre vorhin gesagten Worte. „Auch wenn ich vielleicht noch wegen Sachbeschädigung zur Verantwortung gezogen werde aber die Strafe darfst du dir dann aussuchen.“ Ein Schmunzeln folgte und man merkte dass er immer noch völlig außer Atem war. Natürlich spielte er mit seiner Aussage auf ihre zerrissene Strumpfhose an, auf die er auch gleich einen Blick warf. Sie war doch ein Stückchen weiter gerissen als er gedacht hatte aber im Eifer des Gefechts passierte das schon mal.