Die Taverne

  • Collette & Julia an einem Tisch


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    Sogar Collette schien begeistert und das obwohl sie das Essen hier bestimmt jeden Tag genießen konnte. Sofort bot sie Julia die Schüssel mit der Gulaschsuppe an, die sie auch sogleich lobte. Die Badehausleiterin nahm sich einen Löffel, pustete einige Male vorsichtig, bis er die richtige Temperatur hatte und schob ihn sich dann in den Mund. Es war wie Collette bereits gesagt hatte: Das Fleisch löste sich quasi von allein in ihrem Mund auf, sie musste es nicht einmal richtig zerkaufen. Außerdem ergänzten sich die Gewürze perfekt. Ein Bissen folgte dem nächsten. "Ich habe wirklich keine Ahnung was uns das erwartet.", entgegnete sie ihrer Freundin und war selbst schon etwas aufgeregt bei den vielen Möglichkeiten, die sich ihnen boten. "Ich habe bisher nur das ein oder andere von den Badehausgästen gehört. Anscheinend haben manche Kräuter gesucht, andere haben Abenteuer in Monsterhöhlen erlebt und wieder andere haben einfache Besorgungen erledigt.", erzählte Julia, während sie einen Löffel nach dem anderen von der Suppe verschlang. Nach der Suppe folgte sogleich der Hauptgang und die Würze und der Geschmack der Gerichte lies nicht nach. Bevor sich die Badehausleiterin versah, saßen Collette und sie schon vor dem Nachtisch, den sie sehr langsam genoss. Nicht, weil er nicht schmeckte, sondern weil sie einfach schon so satt von den vielen anderen Speisen war. "Ich denke wir sollten so langsam los.", sagte sie und kramte ein paar Münzen aus ihrer Tasche, um das Essen zu bezahlen. Danach klaute sie mit dem Löffel ein Stück von Collettes Nachtisch. Einfach himmlisch.

  • Anette & Danny | an einem Tisch in der Ecke

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    Zunächst konnte er nicht sagen, ob Anette begeistert oder enttäuscht war, seine Lieblingsfarbe erraten zu müssen. Letztlich vermutete er aber, dass sie nichts dagegen hatte, immerhin tat sie wie geheißen und versank in ihren Gedanken. Er spürte ihren Blick auf sich und wusste, dass sie absolut keine Idee hatte. Wie denn auch? Die hatte er selbst nicht! Und es war nicht einmal so, dass sie einander allzu gut kannten, sonst wären sie gar nicht in diese Misere gerutscht.

    Sie begann zu raten und er musste grinsen als sie mehrere Farben nannte. Er wusste gar nicht, wie ihm geschah, die Worte verließen seinen Mund ohne sein Zutun, purzelten hinaus in die Welt, um ihr Gehör zu finden. »Oh wow«, sagte er und fuhr sich mit einer seiner Hände durch sein Haar, brachte es durcheinander, obwohl es sicher keinen Unterschied mehr machte, da er diese Geste oftmals auszuführen schien. »Wie hast du das gewusst? Blau und grün, blaugrün, ja, das ist wirklich meine Lieblingsfarbe.« Ein beinahe sanftes Lächeln erweichte seine Gesichtszüge. »Rotbraun ist knapp vorbei, auch wenn ich es mag, aber da du die richtige Farbe, die richtigen Farben zuerst genannt hast, lasse ich es gelten.« Was war er doch gnädig! Selbstverständlich hatte er anfangs ein wenig überrascht getan. Es war eine Lüge, eine halbe zumindest. Er mochte rotbraun, und er mochte die Kühle des Blaugrün, das in verschiedenen Facetten zu finden war. Nur hatte er dem nie einen besonderen Stellenwert beigemessen. Aber nun, dass er darüber nachdachte … Waren nicht selbst Anettes Augen von einem ähnlichen Ton?

    Sie riss ihn aus seinen Gedanken, indem sie schon beinahe die Taverne zusammenschrie. Einen Hustenanfall und misstrauische Blicke von den Nachbartischen später, wusste er, dass sie seine Unwissenheit nicht auf sich sitzen lassen würde. »Nicht gemein«, antwortete er. »Wenn du mir einen guten Kuchen bäckst, dann kann ich ja schließlich auch bleiben, oder?« Er widerstand dem Drang, ihr noch einmal den Kopf zu tätscheln, aber sie war kein Kind mehr. Auch wenn sie durchaus einige kindische Verhaltensweisen an den Tag legte, die sie irgendwie liebenswert machten.

  • 1990-normal-by-nijurah-d8joqgi-pngCollette & Julia | verlassen die Taverne


    Bei den Wörtchen 'Kräuter sammeln' weiteten sich ihre dunklen Augen und sie lehnte sich etwas nach vorne auf den Tisch, achtete dabei aber natürlich darauf sich nicht in den fast leeren Suppenteller zu legen. Würde nur Flecken geben und warum die leckere Suppe verschwenden. „Na das wäre doch perfekt!“, rief das junge Mädchen begeistert aus als stünde die Idee, die sie in ihrem kleinen Köpfchen hatte, schon fest und hing schön auf ein Stückchen Pergament geschrieben am schwarzen Brett. „Vielleicht hat Natalie ja sogar eine Aushang dazu ans Brett genagelt und wir können sowohl etwas davon erledigen als auch unserer Meisterin helfen.“ Collette erklärte ihre Gedanken weiter während sie das zarte Fleisch auf ihrem Teller genoss. Der Koch hatte sich mal wieder selbst übertroffen. Die Heilerin stellte sich weiter die Frage was für Aufgaben sie an diesem Tage erwarten würde aber das konnten die beiden Freundinnen nur erfahren, wenn sie hin machten und das leckere Essen verspeisten. Damit sie endlich los konnten! Coco nickte als die Besitzerin des Badehauses meinte, dass sie langsam los sollten und so schaufelte sie ihren Nachtisch hastig in den Mund. Er war gut aber lange nicht so gut wie ihre Törtchen. Da merkte man ihr fehlen aber bevor das auch noch ihrem Chef auffiel, schnappte sie sich Julias Hand und zog das Mädchen mit hinaus vor die Türe.

  • 1222-gaius-pngGaius & Tori


    Ah, was hatte der junge Mann erwartet? Erneut eine dieser heutigen, sich ständig wiederholenden Fragen. Und auch die Heraushebung davon, das erneute Erneut, wie oft hatte es in letzter Zeit das Haupt erhoben? Tori schwieg einen Augenblick lang und Gaius wartete brav auf eine Reaktion der Blonden. Ihr schien ein leichter Rotschimmer über die Wangen zu huschen, doch der Zwerg schlussfolgerte nicht weshalb er es tat. Ob es nun daran lag, dass er es sich schlichtweg nicht fragte oder es aber einfach nicht begriff, das sei nun dahingestellt. Und so wartete er brav, der Grauäuggige, wartete, sah dann eine kleine Bewegung, ein einfaches Schulternzucken - doch nicht eine einzige Bewegung der Lippen. Huh? Was sollte ihm das denn jetzt sagen? War sie sich nicht sicher, wusste sie es nicht, war es ihr egal? Der Schwarzhaarige sah seinen Gegenüber kurz genauso wortlos an, wie er es zuvor auch geworden war, dann bildete sich auf seinen Lippen ein kleines Grinsen. "Das war kein 'Nein', oder?", begann er dann, sichtlich von dieser Tatsache, dieser Idee erheitert, "Kein nein heißt.. zumindest ein vielleicht. Vielleicht.. Ah, Tori! Du hattest es dir wirklich überlegt dort hin zu gehen?" Moment, machte es Sinn, dass er so wahnsinnig strahlte? War ihm das Thema gestern nicht irgendwie noch unangenehm, irgendwie verwirrend gewesen? "Wow! Nachdem es dir beim letzten Fest zuviel wurde hatte ich gedacht, dass du nicht mehr in so eine große Menschenmenge gehen würdest, aber.. Ah, das ist toll! Ich bin so unglaublich stolz auf dich, also, dass du es nochmal versuchen wolltest, auch.. wenn.. ich diesen Versuch jetzt ungewollt blockiert habe, aber.. ja, darum geht's jetzt nicht. Aber wie kommt's? Ist irgendetwas passiert oder dachtest du dir einfach es wäre jetzt an der Zeit? Magst du Bälle einfach so sehr?" Ah, ja.. der Schmied hatte sich wohl weniger auf den 'mit mir hingehen' Teil verstreift, als auf 'hingehen' Toris selbst. War es ihm denn zu verübeln? Nicht wirklich, denn so genau war seine Frage auch nun wieder nicht gewesen - und Toris Antwort? Nun sie war so vage gewesen, wie sie nur hätte sein können. Außerdem hatte ihn diese Idee, diese Überlegung, ja die bloße Vorstellung, dass Tori sich auf so ein Event wagen, dort dann alle von sich in den Bann ziehen würde.. wie sollte sie ihn denn auch nicht begeistern? Genauso wie Toris Beginn der Alchemielehre. Genauso wie.. so viele Dinge die sie tat. Aber was wären sie denn auch für Freunde, wenn er sich nicht für sie freuen würde? (Guten Freunden gibt man halt ein Küsschen?? So this is where it came from..)

  • [Tori] & Gaius


    Noch immer saßen die beiden auf dem Boden in der Küche der Taverne, die noch so ruhig dalag. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis es wieder Abend würde und die Leute auf der Suche nach Speis und Trank in die Schänke taumeln würden. Spätestens dann, würden sie auseinander gehen - oder zusammen woanders hin? Doch noch - noch war es ruhig hier und die Situation lediglich für die beiden gemacht. Tori versank ein wenig in Verlegenheit, als Gaius voller Euphorie auf ihr zaghaftes Schulterzucken reagierte. "Das... ich... aber...", stotterte sie unbeholfen, weil sie gar nicht wusste, wo sie anfangen sollte. Alles was er sagte, ließ sie sich zurückerinnern - an Zeiten die weniger friedlich gewesen waren, wenn der derzeitige Friede auch bröckelig und unsicher war. An eine Zeit, in der sie sich nicht vor die Tür gewagt hatte. Zumindest das hatte sie überwunden. Es ließ sie sich auch an den Zeitpunkt zurückerinnern, als Gaius sie zum ersten Mal geküsst hatte. Inmitten von so vielen Leuten, auf einem Fest. Einem Fest mit denselben Leuten genauso überlaufen, wie es wohl der Ball gestern (lawl) gewesen war. Und sie wäre wirklich freiwillig in ein solches Desaster an Leuten gegangen? Gerade konnte sie sich das nicht vorstellen. Sie gehörten auch nicht auf eine derartige Feier, weder Gaius noch sie. Wobei sie viel gegeben hätte den Schmied auf einem Ball zu sehen. Und da war er wieder - der Traum eines Mädchens mit ihrem Liebsten zu tanzen, ohne Angst, ohne Panik, ohne die Blicke Fremder auf sich zu spüren. Dieser Traum war es gewesen, der sie dazu verleitet hatte, überhaupt darüber nachzudenken. Diese Sehnsucht in ihr nach Frieden und Freude, danach nicht seltsam oder aussätzig zu sein, darum, keine Angst haben zu müssen, sich zu zeigen und nach draußen zu begeben. Unter Leute. Unter Fremde. Ein alberner Traum. So wie es Träume von dummen Mädchen nunmal waren. "E-Es war... nur ein Traum...", sagte sie daher zu ihm, in ebendiesen Worten, leise und mit einem traurigen Blick in den Augen. "I-Ich weiß es nicht.", fügte sie hinzu, denn sie wusste wirklich nicht, ob sie gestern Ja gesagt hätte oder nicht. Beides war gleichermaßen möglich. Aber wie könnte sie das jetzt noch wissen, wo sich die Situation so doch nie ergeben hatte? Dadurch, das es nie Realität sein würde, würde eine "Was-wäre-wenn-"-Hypothese die wahre Antwort nur verfälschen. All diese Gedanken spielten sich in dem Bruchteil einer Sekunde in ihrem Köpfchen ab und verleiteten sie schließlich zu einem unbedarften Glucksen. "I-Ich glaube... ich k-kann nichtmal t-tanzen.", erwiderte sie schließlich, was inbesondere die Frage, ob sie Bälle mochte, beantworten sollte. Sie war nie auf einem gewesen. Ein feiner Ball war Angelegenheit des Adels, nicht des niederen Volkes. Es gab natürlich auch bürgerliche Feste an denen getanzt wurde, nur wer würde einen feinen Ball mit einem einfachen Fest vergleichen wollen? Was hatte ein Schreibtisch mit einem Raben gemeinsam? Es war diesselbe Frage - gleichermaßen unnütz. In Alvarna hatte sie die Feste meistens gemieden, sich lieber versteckt. Sie hatte nie getanzt. Und nachdem die gestrige Chance verstrichen war, würde es wohl keine Gelegenheit mehr geben. Daher war ihre unbedarfte Frage gekommen - ob sie es für sich nachholen könnten. Für ein Gefühl der Teilhabe statt der Ausgrenzung. Ein Wunsch ihrerseits um aufzuholen, was sie verpasst hatte. Sie hatte sie so unbedarft gestellt, weil sie nicht darüber nachgedacht hatte - und jetzt wo die Gedanken durch ihren Kopf gekreist waren, war das Ergebnis mehr als ernüchternd. Aber sie würde damit klarkommen. Sie war für ein ausgelassenes Leben nicht gemacht, das konnte sie akzeptieren. "Nichts... ist passiert. I-Ich h-hatte es nicht durchdacht...", versuchte sie abzuwiegeln, abzulenken vielleicht, ihm eine Antwort zu geben ohne eine Antwort zu geben. Sie versuchte ein Lächeln, aber es wollte ihr nicht richtig gelingen. Nur einmal...

  • 1159-anette-png[Anette] & Danny


    Die Briefträgerin konnte zunächst nicht anders als ihr Gegenüber verdutzt anzublinzeln. Sie hatte nicht wirklich damit gerechnet richtig zu liegen und entsprechend dauerte es auch einige Sekunden bis die Nachricht, die Bestätigung, bei ihr angekommen war. Ihre Gesichtszüge durchgingen dann allerdings verschiedenste Emotionen, so fing es bei Überraschung an, die sich schnell Freude und anschließend auch Stolz überging. Gleich darauf plusterte das Blondchen sich auf, Brust raus, Kinn und Näschen nach oben, ein keckes Grinsen auf ihren Lippen. »Hehe..!«, sie warf ihm einen frechen Blick zu und piekste ihn ein, zweimal mit dem Ellenbogen in die Seite, »wie war das nochmal mit "Du weißt absolut gar nichts über mich"? Allem Anschein ja doch!« Anschließend schloss Anette die Augen, genoss den kleinen Erfolgsmoment, ehe sie sich erneut in die Stuhllehne warf und zu kippeln begann. Blaugrün, huh? Oh ja, das passte zu ihm! Warum konnte sie zwar immer noch nicht wirklich sagen, aber das spielte ja auch keine Rolle mehr. »Okay Danny, du hast versprochen, mir dein Lieblingsessen zu verraten, wenn ich richtig tippe, also los!« Was es wohl war? Die Knödel vielleicht? Nein... Sie schüttelte den Kopf. Das konnte nicht sein. Niemand würde einfach so kampflos sein Leibgericht aufgeben! Zumindest hätte sie das nicht gekonnt. Nicht ganz ohne Zögern.
    »Nicht gemein?«, wiederholte sie seine Worte bezüglich des Kuchens und zog eine Schnute, »Das ist sowasvon gemein! Du kannst doch nicht einfach die Stadt verlassen, weil mein Kuchen nicht lecker war! Das wäre so... so gemein halt..!« Allmählich begann sie ihren Vorschlag zu bereuen. Ein Kürbiskuchen nach Anette-Art war nun definitiv nicht so schlecht, dass man ihn alternativ auch als Häufchen Elend hätte bezeichnen können, aber er hätte bei weitem auch nicht ausgereicht, um Danny von der Grandiosität dieser Kuchenart zu überzeugen und... irgendwie... irgendwie hatte sie ja doch Angst davor, dass es ihm nicht schmecken würde...

  • Anette & Danny | an einem Tisch

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    Danny hob die Augenbrauen und sah Anette amüsiert an. Sie freute sich, lachte sogar und Danny wusste, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte. »Ja ja, ich sage es dir ja«, antwortete er und beugte sich näher zu ihr als wäre es ein wichtiges Geheimnis, das er ihr nun offenbaren würde. Wahrlich gnädig von ihm, ihr diesen Gefallen zu tun!

    Mit gesenkter Stimme flüsterte er ihr die folgenden Worte ins Ohr: »Den Eintopf von zu Hause mit frisch gebackenem Brot. So warm, dass es gerade aus dem Ofen gekommen sein musste, und knusprig von außen.« Er dachte daran und musste zugeben dass dies eines der wenigen Dinge war, die er tatsächlich vermisste, wenn er an Zuhause dachte. Oder an das, was mal sein Zuhause gewesen war.

    »Ich finde es schwer, ein Lieblingsessen zu haben«, gab er dann allerdings zu. »Weißt du, ich esse gern, aber ein Essen, das ich jeden Tag immer wieder essen und es genießen könnte, hatte ich bisher kaum. Ich liebe das, was ich dir eben gesagt habe, es ist wohl das, was am nächsten daran herankommt.« Anette zum Beispiel wäre beinahe für diese Knödel gestorben, Danny fühlte sich so bisher nicht, wenn er an Essen dachte. Er hatte das Gefühl, ihm entging etwas, aber so schlimm würde es schon nicht sein. »Also tut mir leid, ich hoffe das ist gut genug für dich.«

    Anette empfand ihn also als gemein. Er musste grinsen und legte seine Wange auf seine Handfläche ab. »Also, wann bekomme ich den berühmten Kürbiskuchen, der mich vielleicht die Stadt verlassen lässt?« Dann aber erinnerte er sich daran, dass er tatsächlich in letzter Zeit immer mal wieder mit dem Gedanken gespielt hatte, die Stadt zu verlassen und weiterzuziehen... »Spaß beiseite, ich würde ihn gerne probieren und ich würde niemals deinetwegen gehen.«

  • 1222-gaius-pngGaius & Tori


    Es war nichts Neues, dass Gaius hin und wieder eine Tendenz dazu hatte, in überdimensionale, vielleicht auch unproportionale, ungerechtfertigte Euphorie zu geraten, sich in eine Sache, die ihn auf irgendeine Weise begeisterte immens hineinzusteigen - und doch. Doch traf es ihn unerwartet. Er dachte in solchen Situationen nicht sonderlich viel nach, überlegte sich nicht vorher, wie sein Gegenüber nun gleich reagieren würde - doch das? Ah, Tori schien nun wirklich das Gegenteil von begeistert. War das eine offensichtliche Reaktion gewesen? Hätte jeder normale Mensch, jedes normale Wesen an seiner Stelle mit sowas rechnen können? Der Schmied wusste es nicht, aber auch hier kreisten nicht viele Gedanken drum. Toris bedrückter Blick, ihre zaghaften, zögerlichen Antworten ließen ihn kurz hinterfragen, ob er denn nicht vielleicht etwas falsches, etwas närrisches gesagt hatte. Doch er kannte sich was dies anging gut genug, um zu wissen, dass er es in jenem Fall selbst bei einem erneuten Durchgehen seiner Worte nicht erkennen würde. Man sah ihm an, dass er ein wenig irritiert von Toris Worten war, sein Gesichtsausdruck sprach da eindeutig Bände. Sein Kopf neigte sich in leichtester Weise ein wenig zur Seite während er mit aufrichtiger Geduld und Sorgfalt der Bebrillten lauschte. "Ein Traum..?", wiederholte er murmelnd ihre Worte, nicht sicher, ob er ihr folgen konnte, ganz verstand. Je mehr so sprach, desto mehr legte sich ein kaum merklicher, aber dennoch vorhandener Schleier der Sorge über seine Mimik, doch als sie ihre Zeit des Sprechens beendete, da hielt dieser nicht mehr lange stand. Stattdessen entkam der Einäugigen ein.. sanftes, melodisches Kichern? "Ich denke in meinem Leben so gut wie nichts durch und es endet trotzdem meistens gut. Mach dir also keine Sorgen über irgendwelche möglicherweise dummen Ideen. Das sind die Besten, glaube mir." Er schiefes und ehrliches Grinsen, gepaart mit einer Unwissenheit ob seine Worte eigentlich hilfreich waren. Aber sie waren nun einmal seine Gedanken gewesen, nicht durchdacht, so blieb er wirklich dem Gesagten treu. Doch kurz nachdem er dies ausgesprochen hatte verstummte er kurz, sein Blick wand sich einige Momente zur Seite, nachdenklich, ungewöhnlich in ernsten Gedankenwelten vertieft, etwas, was man nur selten von dem Grauhaarigen zu sehen bekam. Gaius stand vorsichtig auf, noch immer etwas in einer anderen Spähre der Existenz vertieft, schien dann jedoch zu einem Entschluss gekommen zu sein, denn sein Gesicht wanderte zurück zur Blonden. Einladend streckte er ihr seine linke Handfläche entgegen. Dumme Ideen, huh..? "Ich.. ich kann es dir beibringen. Wenn du möchtest."

  • [Tori] & Gaius



    Ein Traum. Er wiederholte ihre halbherzige Erklärung und nochmal vernommen, hörte es sich irgendwie närrisch an. Dennoch zog er sie nicht auf, nein. Gaius bestärkte sie, wie er es immer tat und wie es ihr doch ein so großes Rätsel war. Er plante also fast nie etwas durch, huh...? Tori betrachtete den Schmied, an dem ihr so viel lag, während sein Blick plötzlich abwesend wurde. Er sah weg, doch nicht gezielt - in sich hinein. Ein schöner Anblick. Schön, auf eine ganz und gar authentische Art und Weise. Dennoch fragte sie sich, bei seinen Worten, was wohl nicht gut ausgegangen war, bei dieser Moral. Meistens. Er verbarg etwas vor ihr, das hatte er mehr als klar gemacht und das war auch sein gutes Recht. Sollte sich Tori ihrer Neugierde also schämen? Dabei war ihr Herz doch stets von Wissensdrang gefüllt! Ach, sie wünschte sich nur Gaius ein wenig besser verstehen zu können und gleichzeitig wünschte sie es nicht, waren es doch die Gesten, mit denen er sie stets zu überraschen gedachte, die sie immer wieder aufs Neue ins Staunen versetzten. Sie ins Positive zogen. Nein, es war gut so wie es war und so fragte Tori nicht, wovor er sich womöglich fürchten mochte. Stattdessen sah sie nun auf - hatte seine Stimme doch die kurz eingelegte Stille durchbrochen. "B-Bei-bringen?", wiederholte sie und die Augen hinter ihren Brillengläsern wurden groß. Er wollte sie im Tanzen lehren? Welch fairer Ausgleich zu dem erteilten Leseunterricht! Ihre Mundwinkel zuckten kurz bei dem Vergleich, die Andeutung eines Lächelns, die in dieser Situation womöglich missintepretiert werden konnte. Aber das machte nichts. Etwas zögerlich ergriff sie schließlich die Hand des Zwerges und ließ sich hochziehen. Ihr Herz klopfte bei dem Gedanken an ihr Vorhaben. Wie verrückt! Tanzen lernen, ja wozu denn? Und wenn es nur für diesen Moment war - das wäre er wert. Die Gegenwart fühlte sich derart echt an, derart real, wie nur selten. Es waren diese kleinen Augenblicke im Leben, die es lebenswert machten, das wurde ihr nun vor Augen geführt. Und es fühlte sich gut an. "G-Gut.", hauchte sie und die Maid wagte kaum seinem Blick zu begegnen, "B-Bring es mir bei..."

  • 1222-gaius-pngGaius & Tori


    Manchmal, da gab es solche kleine, solche von Außen hin doch nichtig wirkenden, flatterhafte Momente, die einen kurz inne halten und realisieren ließen, wie massiv doch der Einfluss war, den andere Lebewesen hin und wieder auf einen haben konnten. Gaius selbst fiel dies auf, als Tori eines seiner gesprochenen Worte wiederholte und ihre Mundwinkel kurz zu zucken begannen. War es ansteckend? Lag es an Sympathie? Oder gab es hinter all dem eine noch viel komplizierte Erklärung? Keine Antwort darauf, doch die Gesichtszüge des Schmieds spiegelten in jenem Moment die der Brillenträgerin, etwas stärker, etwas kräftiger - und durch die Unschuld des naiven Narrens auch forscher. Und dann war es so weit - der Augenblick, in dem sie nach seiner Hand griff, sie sich berührten, er ihr aufhalf. Nichts besonderes, eine alltägliche Berührung, nicht ihre erste, nicht ihre intimste - oh je, nicht ihre intimste - und trotzdem war sie neu. Neu, da sie geschehen war, nach diesem Tag heute. Nach all den Ereignissen. Nichts Besonderes, nein. Aber irgendwie doch. Irgendwie etwas anderes, als sonst. Die Blauäugige stimmte seinem Vorhaben, seinem Vorschlag zu und wieder sorgten fünft einfache Worte dafür, dass seine Lippen ein Stück weiter nach oben huschten. Vor wenigen Sekunden war der Grauhaarige sich womöglich nicht ganz sicher gewesen, ob er sein Angebot überhaupt anbieten sollte, ob es nicht möglicherweise eine dumme Idee gewesen war. Aber wie hatte er kurz zuvor nochmal gesagt? Wirklich durchdenken, dass tat er in seinem Leben so gut wie nichts. Und er schien damit Recht zu behalten - oh und der Ausdruck in Toris Augen, er sprach Bände. Er sprach solche Bände, dass selbst ein Zwerg, welcher der Lesekunst weniger mächtig war, als ein Kind aus der ersten Klasse, keine Probleme damit zu haben schien, sie zu verstehen. Nein, allein deshalb war die Idee schon nicht schlecht gewesen. Zwar war Gaius ehrlich gesagt ein wenig überrascht davon, dass die Alchemistin so einfach akzeptierte, also, dass ihre Antwort keine Fragen, keine Verwirrung beinhaltete - doch beschweren würde er sich darüber nicht. "Warte kurz." Der Schmied ließ die Hand der jungen Dame los, wanderte zum nicht allzu weit entfernten Tisch, auf welchem sich, genauso wie seine Erinnerung es ihm gemunkelt hatte, eine Vase mit frischen Blumen befand, entfernte eine dunkelblaue geschickt von ihrem Stiel und dann versuchte er daraufhin hingegen etwas ungeschickt sie seitlich in Toris lange Mähne zu platzieren. Es dauerte länger als gedacht und dem Mann entkam beim herumhantieren das ein oder andere belustigte Glucksen, doch schließlich - da saß sie! "Wir können doch nicht einfach anfangen, ohne uns ein wenig rauszuputzen. Wer wären wir denn, wenn wir das Ganz jetzt halbherzig angehen würden?" Der Langohrige grinste sein freches, doch gleichzeitig auch warmes Grinsen und oh - war das ein Hauch von kindischem, herausforderndem Funkeln in seinem Blick? Immerhin hatte er der Dame ja ein Outfit für den Tag besorgt, vielleicht würde ihr ja auch noch etwas einfallen..?

  • [Tori] & Gaius | Küche



    Ihr Herz pochte laut und fest in ihrer Brust. So ganz verstand sie auch nicht warum. An diesem Tag war bereits so viel passiert - dabei standen die Überreste des Frühstücks noch auf dem Tisch! Doch sicher war selbst Mittags bereits verstrichen, ach, wen kümmerte es schon? Sie wusste auch nicht, wann die Stimmung geschwankt war - so sehr ins Positive. Von all den Unsicherheiten, all den Fragen, all den Versäumnissen, gekrönt von einem hauchzarten Kuss und einer Nähe, die sie noch nie zu jemanden gehabt, oder gar gewollt hatte. Doch jetzt? Das war magisch. Warum? Weil es sich anfühlte wie ein Traum und doch gleichzeitig so unendlich real. Der Moment, in der sie seine Hand ergriffen und sie hochgezogen hatte, war der Moment gewesen, in dem sie einen Schritt weiter gegangen war - einen Schritt weiter der Wirklichkeit entfernt. Sie ließ ihn nicht aus den Augen, so als fürchtete sie, er könne jeden Moment aus der Tür verschwinden. Nein. Sie fürchtete sich nicht. In diesem Moment hatte sie keinen Zweifel, das er bei ihr bleiben würde, das er ihr ein wenig mehr von seiner Zeit schenken würde. Zwar hing diese Möglichkeit stets, nach seinen eigenen Worten, in der Luft, doch nicht Jetzt, nicht Hier, nicht in jenem Augenblick. Das wusste sie mit einer derartigen Bestimmtheit, wie ihr Körper wusste, dass er Luft zum Atmen brauchte. Die Maid beobachtete ihn dabei, wie er die Blume in der Vase köpfte, um ihr die Blüte ins Haar zu stecken. Ihre Wangen liefen rosarot an. Diese Geste war mehr als nur Freundlichkeit, sie gab ihr das Gefühl, geschätzt zu werden, so wertvoll zu sein, das jemand es erachtete, sie herauszuputzen. Sie wurde angesehen - von jemanden, den auch sie mehr als alles andere sehen wollte. Das passierte ihr sonst nie. In diesem Augenblick fühlte sie sich schön - etwas völlig Neues für das Mädchen. Ah, was machte dieser Schmied nur mit ihr? Sie durfte sich nicht abhängig machen, doch es war schwer, nicht stets nach so viel reiner Zuneigung zu streben. Sacht berührte sie die Blüte hinter ihrem Ohr, ohne sie zu beschädigen. Dann löste sie das Band, welches ihre Haare zu einem Zopf zusammengehalten hatte und band es ihm schließlich in einer Schleife um den Hals. Im ähnlichsten Stil wie es die edlen Herren auf dem Ball sicher zu tragen pflegten. Ihre Haare fielen nun offen und lang über ihre Schulter, den Rücken hinab. Sie betrachtete ihr Werk übermäßig lange, da sie fürchtete, den Mund nicht aufzubringen, wenn sie ihm jetzt in das Auge sah. "N-Nun, h-heute b-bist d-d-du d-der L-Lehr-er.", stotterte sie, noch immer nicht aufsehend - ihre Beine würden sonst ganz sicher nachgeben! "W-Wie l-lautet d-die e-erste L-L-Lektion...?" Ah, Moment! Wenn sie so darüber nachdachte, wie ihr gerade aufgefallen war, wie weich ihre Beine waren - so könnte sie doch ganz sicher keinen Schritt tun?

  • Sophia allein an einem Tisch


    << Villa

    >> Sophia betritt die Taverne


    Nachdem Sophia die Villa verlassen hatte, schlenderte sie die gepflasterte Straße in Richtung Strand hinunter. Die letzten Sommertage waren nicht mehr allzu heiß, was sie durchaus begrüßte. Mit so viel Stoff, den man als Blaublütige ständig trug, war die starke Hitze auch kaum auszuhalten.

    Der Weg führte sie schließlich an der Taverne Trampolis vorbei. Die Schritte wurden langsamer, während sie das Gebäude betrachtete. Sophia dachte an den Moment, als sie diese das erste Mal betreten hatte. Mit Barrett. Ein kleines Lächeln an die Erinnerung zierte nun ihre Lippen. Aus der offenstehenden Eingangstür strömte ein köstlicher deftiger Duft nach Essen und kitzelte ihre Nase. Sie warf einen Blick ins Innere und realisierte nun, dass sie gar nicht bemerkt hatte, dass ihre Füße automatisch aufgehört hatten vorwärts zu gehen. Und sie trat über die Türschwelle. Sophia spürte sofort einige verwunderte Blicke auf sich, doch sie störte sich nicht weiter daran und setzte sich an einen freien Tisch von dem sie eine gute Sicht auf den Großteil des Raumes hatte. Denn sie wollte das tun, was sie gelegentlich sehr gerne tat: Leute beobachten und sich Hintergrundgeschichten zu ihnen ausmalen. War der Mann dort verheiratet? Wie war seine Frau wohl so? Oder die zwei an dem anderen Tisch, die offenbar gerade ein Date hatten. Wie lange sie sich wohl schon trafen? Wer hatte wohl wen eingeladen? Die junge Dame bestellte sich ein großen Stück Schokoladenkuchen und begann die Gäste um sich herum weiter zu mustern, während sie darauf wartete, dass einer der Kellner mit ihrer Bestellung zurück kam.

  • Gaius & Tori


    Kennt ihr das, wenn ein Mensch, welchen ihr doch eigentlich so gut kennt, auf einmal etwas Ungewöhnliches tut? Nicht besonders und nicht unbedingt wirklich außergewöhnlich, einfach nur.. wenn ihr einen Menschen immer mit denselben Anzügen, derselben Haarfarbe, immer nur mit oder ohne Make-up seht und auf einmal, da ändert sich etwas... und dieses etwas, dieses klitzekleine etwas - es reißt euch völlig von den Beinen? Gaius konnte nicht in Worte fassen warum und wie genau, doch Toris lange, offenen Haare gehörten zu einer dieser minimalen Veränderungen, aus dessen Bann es für einige Augenblicke lang schier unmöglich schien zu entkommen. Als die belesene Frau ihren Zopf löste, da verstand der Schmied noch nicht die Gedanken, die Idee, welche dahinter steckte. Er beobachtete bloß, fasziniert, überrascht und fragte sich wie das Mädchen vor seinem Auge auch nur jemals einen einzigen negativen Gedanken ihrer Selbst wegen fassen konnte. Ah, sie war wunderschön. Nicht nur Äußerlich, nicht nur Innerlich - sie war einfach.. ein wirklich, wirklich schönes Wesen. Und der Einäugige wusste nicht, wie er diese Erkenntnis noch besser in Worte hätte fassen können. Aber das brauchte er auch nicht. Tori sprach für sich. Ein einziger Blick, ein einziges Wort - man musste sie nur ansehen, ihr nur kurz lauschen und schon wusste man es. Wusste um diese Essenz, die einem dem Atem rauben konnte, wenn man es ihr nur erlaubte. Als Toris zarte Hand sich dann auf ihren Weg machte, sich teils um seinen Hals legte und ihm eine Schleife aus eben jenem verlorenen Haarband band, da entkam der Dunkelhaarigen ein belustigtes Glucksen. Was für eine nette Idee. Ah, klang das ironisch? Nein, sie war wirklich nett. Es konnte natürlich herzlich wenig mit dem Original mithalten, doch.. wem ging es schon darum? Auf den Mundwinkeln des Mannes bildete sich erneut ein sanftes Lächeln und als Tori ihre Worte aussprach, da drückte er sie automatisch ein Stückchen näher an sich heran. Und automatisch traf es gut, denn waren sie sich durch Toris spontane Aktion nicht schon relativ und unglaublich nahe? "Die erste Lektion, huh..?", überlegte der Zwerg also laut, ließ seine Gedanken sichtbar eine Weile lang schweifen. Während er so nachdachte griffen seine beiden Hände nach denen der Maid und langsam hoben diese sich gemeinsam ein Stück weit in die Höhe. "Ah, es ist echt lange her..", überlegte er laut weiter, ließ dann eine, die rechte Hand der Dame los, "Nein, falsch.." , blinzelte einige Male und sah aus der inneren Welt hinaus, hinauf auf die Hand, die er gerade losgelassen hatte. Dann wieder hinauf zu Tori. "Können wir nach draußen gehen?", fragte er dann, vielleicht etwas aus heiterem Himmel heraus. Allerdings musste man auch zugeben, dass hier nicht allzu viel Platz war.. Und vielleicht würde etwas frische Luft seinem Erinnerungsvermögen ja gut tun?

  • [Kommen an] Dylas & Dolce


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    Sie vernahm seine Worte. Eine bessere Menschenkenntnis hätte der Rosahaarigen vielleicht geholfen den Gedankengang ihres Gegenübers zu verstehen aber unbeholfen wie die Elfe war, legte sie ihren Kopf nur schief und blinzelte ihn durch ihre hellen Augen an. Manchmal kam es einem Außenstehenden wahrscheinlich so vor als würde sie die Worte des Anderen nicht verstehen aber tatsächlich verstand sie oft den Sinn hinter den Worten der Anderen nicht. Den Sinn von belanglosen Nettigkeiten, den Sinn vom bedeutungslosen Austausch über Nichtigkeiten. "Aber ich habe nicht gestarrt. Ich habe nachgedacht." rechtfertigte das Elfenmädchen sich schließlich doch noch auch wenn mit einer Antwort kaum noch zu rechnen war. Ohne die Miene zu verziehen strich Dolce sich das Haar glatt und war des überflüssigen Geplänkel schon wieder überdrüssig. Die Hoffnung darauf mehr über die vermutete Existenz eines weiteren Halbwesens zu erfahren, lies sie aber aushalten, führte dazu, dass sie weiter hier blieb und für ihre Verhältnisse geduldig darauf wartete das ihr Gegenüber bereit war das Archiv zu verlassen. Sie hatte sich schon zum Gehen abgewandt, während Dylas seine Bücher wieder ordnungsgemäß in die Regale einsortierte. Das Runenarchiv war wirklich kein passender Ort für ein derartiges Gespräch. Kanno schätzte die Ruhe hier. Etwas das die Beiden gemeinsam hatten auch wenn sie ansonsten so ihre Differenzen hatten - nicht zuletzt weil Dolce ihren ersten Zauber einem gewissen Magier verdankte, der nicht unbedingt einen guten Ruf genoss. Das Elfenmädchen war kein Anhänger Astors - keineswegs - aber dennoch konnte Dolce nicht leugnen, dass sie seine Kräfte bewunderte. Unglaublich was mit Schattenmagie oder vielmehr Blutmagie alles möglich war. Tote wandelten wieder unter den Lebenden. Viele waren dem dunklen Zauberer im Grunde zu Dank verpflichtet und doch erschauderte selbst eine abgebrühte Person wie Dolce es war vor seiner Macht. Es war nur eine Frage der Zeit bis er wieder angreifen würde. Sie sah über ihre Schulter als Dylas das Wort an sie wendete. "Du erfährst es wenn ich möchte das du diese Dinge erfährst..." Das Mädchen wandte den Blick ab und steuerte auf den Ausgang zu ohne die Reaktion des Langhaarigen abzuwarten. Wahrscheinlich war es unsinnig zu glauben sie würde Dinge von ihm erfahren ohne selbst etwas Preis zu geben aber einen Versuch war es zumindest wert. Je weniger die Leute über sie wussten desto besser war es. Das Wissen konnte schließlich nicht zuletzt gegen sie verwendet werden und darauf konnte Dolce gut und gerne verzichten. Vertrauen musste man sich erst verdienen und sie kannte ihren Gesprächspartner nicht gut genug um über diese Dinge zu sprechen.

    Die Entscheidung fiel schließlich auf die Taverne. Ein grauenhafter Ort. Viel zu laut. Viel zu viele Menschen wenn es nach Dolces Geschmack ging. Selten verirrte sie sich dort hin. es war zwar praktisch weil man keine unnütze Zeit mit dem Kochen von Nahrung verbringen musste aber nach einem Aufenthalt in der Taverne fühlte sich Dolce immer auf seltsame art und Weise entkräftet. Der Weg zur Taverne verlief relativ still. Weder die Elfe noch Dylas verloren sonderlich viele Worte und vor dem Gebäude angekommen stieß das rosahaarige Mädchen ohne Umschweife die Tür auf und trat ein. An der Theke saßen zahlreiche schon ziemlich betrunkene Menschen aber auch ein paar Elfen und Zwerge waren Mitglied der geselligen Runde. Auch an den Tischen herrschte reges Treiben. Es war ziemlich überfüllt. Man hörte das Geräusch von Messer und Gabel auf den Tellern und das Klirren der Krüge, die aneinander gestoßen wurden. Dröhnendes Lachen donnerte durch den Raum. Der Blick der Elfe wanderte durch den Raum und schließlich entdeckte sie noch einen freien Tisch für zwei Personen. Dolce drehte sich zu ihrer Begleitung um und musste feststellen, dass dieser ziemlich nahe gekommen war. Auf Grund der gut besuchten Taverne war es auch nicht anders möglich. Die Blicke der Beiden kreuzten sich und stumm deutete Dolce auf den freien Tisch, den sie entdeckt hatte und marschierte ohne Umschweife darauf zu. Als Beide Platz genommen hatten musste die Elfe feststellen, dass es in dieser Ecke der Taverne doch ruhiger war als vorne an der Theke. Hier war es sogar vielleicht möglich ein normales Gespräch zu führen. Ohne Umschweife schnappte sich Dolce eine der Speisekarten, die am Tisch lagen und lies ihren Blick darüber wandern. Sie hatte heute noch gar nichts gegessen. Wie allzu oft war sie wieder in ihr Studium vertieft gewesen, damit beschäftigt besser zu werden - in der Alchemie so wie auch in der Magie. "Die Kuchen klingen alle so köstlich..." murmelte Dolce vielmehr zu sich selbst als zu ihrer Begleitung. Sie liebte Süßspeisen. Eine kleine Schwäche von ihr. Ihre Freundin Pico hatte sie immer ermahnt sie solle auch etwas 'Richtiges' essen obwohl Pico eigentlich die Jüngere war, war sie oft die Vernünftigere der Beiden.

  • Dylas & Dolce | an einem Tisch

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    Nachdem der Ort zu dem die Beiden gehen wollten, eigentlich alleine durch Dylas entschieden wurde, gingen beide sehr still neben einander zu der Taverne. Dolce wollte so wie es Dylas erschien wohl die erste sein und er ließ die am Ende zuerst durch die Tür gehen. Als die Tür sich durch eine konsequente Bewegung von Dolce sich öffnete, sah Dylas es. Es war voll, nein nicht nur voll es war zu voll, viel zu voll. Und im Gegenteil zu Dylas Hoffnung war es sehr laut, wie sollten sie so einen ruhigen Platz finden, mit diesen ganzen Betrunken, die rumgrölen und generell den vielen Menschen. Dylas war schon am überlegen, ob sie vielleicht doch den Ort noch wechseln sollten, da hatte Dolce wohl einen freien Tisch gefunden. An dem Tisch angekommen, war es unerwartet ruhig, aber sie saßen ja auch in einer Ecke in der Taverne. Dylas fragte Dolce leise, "Wollen wir uns vielleicht was zu essen bestellen, sonst sieht das so komisch aus?" Eigentlich wollte Dylas auch nur ein wenig essen, aber er fand es komisch alleine was zu bestellen. "Wenn wir dann mit Essen fertig sind können wir ja Beide ein wenig über uns reden." Natürlich betonte er das Beide sehr scharf, damit Dolce merkte, dass Dylas ganz bestimmt nicht nur über sich alleine reden ohne von ihr was zu erfahren, das hätte sie aber eh erwarten müssen. Dylas schaute nun noch etwas sich um und merkte, dass sie wohl die einzigen sind, die nicht betrunken waren, das gab ihm schon mal etwas mehr Selbstsicherheit, da sie so besser reden konnten. Nachdem Dolce über Kuchen geredet hatte, und Dylas nun die Karte hatte, suchte er sich auch einen Kuchen aus und sagte zu Dolce: "Ich glaube ich nehme den Karottenkuchen, das hört sich lecker an", dabei war Dylas doch schon sehr glücklich, da er alles mit Karotten möchte. "Und was nimmst du?" fragte er dann Dolce

  • [Tori] & Gaius | draußen hinter der Taverne



    Sie konnte den Blick in seinen Augen nicht deuten. Und auch, obwohl sie es nicht wusste, was in ihm vorging, wollte sie nicht fragen. Tori wusste nicht weshalb, sie besah nur sein Gesicht, welches sie gerade ansah, als sähe er sie zum ersten mal. Leicht legte sie ihren Kopf schräg, da spürte sie auch schon, wie er sie ein wenig näher zu sich heranzog. Nicht viel, dennoch unverkennbar. Ihr Herz pochte stark und laut bei der erneuten Nähe, obwohl sie sich doch schon längst so nah waren - den ganzen Tag schon, mehr als je zuvor. Sie wollte nicht darüber nachdenken, wenn es aufhörte - und wenn der Tag endete. Gaius nahm ihre Hände und ihr Herz machte dabei einen Hüpfer. Würde sie nun, trotz aller Widrigkeiten, tatsächlich mit ihm tanzen? Es lernen? Doch er schien verwirrt, wirkte ganz und gar abwesend. Hatte er die Kunst wirklich nur vergessen oder steckte etwas ganz anderes dahinter? Tori wusste es nicht, wollte etwas sagen, doch keine Worte mochten ihr einfallen. "G-Gaius...?", flüsterte sie schließlich seinen Namen. Eine Erwartung die auf der Kippe stand, etwas, das ihr drohte weggenommen zu werden, bevor sie es überhaupt hatte. Diese Zeit, dieser Tanz mit ihm, eine Person, die ihr mehr als alles andere auf der Welt wichtig war. Sie wusste das sollte es nicht sein und doch konnte sie ihre Gefühle in dieser Hinsicht nicht ändern. Verunsichert ließ sie die Hand wieder fallen, die er losgelassen hatte. Noch hielt er die andere. Noch. Als er sie bat nach draußen zu gehen, drückte sie seine Hand mit der ihren und nickte bloß. Keine weiteren Worte. Sorgsam ging sie Voraus, was ein wenig seltsam für sie war, denn in der Regel bevorzugte sie es, sich hinter anderen zu halten. In der zweiten Reihe. Im Hintergrund. Doch er hatte sie gebeten, nicht wahr? Draußen angekommen erstarrte die Maid kurz, denn es sah aus, als stände die Welt vor ihr in Flammen. Der Blick klärte sich jedoch, denn in Wahrheit war es lediglich die Sonne, die das Dorf vor ihr in warme, feurige Farben tauchte. Der Sonnenuntergang. Der Tag, der sich längst dazu anschickte zuende zu gehen. Aber... genau das wollte sie doch nicht! Doch niemand hatte es je geschafft die Zeit zu beeinflussen, erst Recht nicht sie. Es wäre ja auch nicht rechtens, die Natur so stark zu beeinflussen. Genauso wenig wie es rechtens war, die Toten zurückzuholen - eine solche Kraft sollte niemand besitzen. Warum sie jetzt darüber nachdachte, wusste sie nicht und sie verscheuchte den Gedanken schnell wieder, drehte sich stattdessen zu dem Schmied um, seine eine Hand noch immer mit der ihren verwoben. "W-Wenn du es n-nicht mehr w-weißt, k-können w-wir es zu-zusammen h-herausf-finden.", sagte sie schließlich, nachdem sie all ihren Mut zusammen genommen hatte. War ihr Vorschlag möglicherweise zu dreist? Dabei wollte sie ihm dadurch nur ihre Hilfe anbieten - oder zeigen, das sie da war. Oder war sie zu aufdringlich? Sie war sich nicht sicher und schalt sich gleichzeitig, das sie so viel Unsicherheit überhaupt zuließ. Das tat sie immer, das wusste sie, aber bei ihm war das... doch nicht länger nötig... oder?

  • 1951-dorothy2-pngDorothy & Eunice | bei Sophia

    Je weiter sich die jungen Frauen von der Kapelle, ihrem Zuhause entfernten, desto mehr entspannte sich ihr zierlicher Körper. Ihr junges Herz beruhigte sich, schlug wieder in seinem gewohnt langsamen Rhythmus und als ihre roten Augen die Nähe zur Taverne entdeckten, bemerkte sie auch ein Knurren aus ihrer Magengegend. Im Stress, im Streit, in dieser bizarren Situation war für solche Dinge gar keine Zeit, da machte sich der Körper nicht auf eine solche Art bemerkbar. Ihre Gedanken kreisten weiter um Eric, ob es ihm gut ging, ob diese bösartige Elfe ihm wieder etwas antat..? Hatte sie wirklich richtig gehandelt, hätten sie nicht doch dort bleiben sollen? Fast wäre sie stehen geblieben und wäre zurück gelaufen, doch da erinnerte sie sich an das freudestrahlende Lächeln Eunice', die sie fast schon weiter in die Taverne drängte und das war vielleicht auch gut so. Dorothy sollte abschalten, nicht weiter an diesen Vorfall denken und viel wichtiger, sie sollte Fern etwas zu essen geben! Nicht dass ihr bester Freund noch verhungerte! Warme Luft empfing die Damen, ein herzhafter Duft verschiedener Speisen, gepaart mit ein paar süßen Noten von Schokolade und anderen Nachspeisen. Wirklich herrlich. „D-danke, dass du.. dass du mit mir hierher kommst. Dass du.. mich, uns, begleitest!“ Doro sah in die Richtung ihrer neuesten Bekanntschaft, sie schien auf einmal so glücklich und vollends zufrieden. Das war ein so niedlicher Anblick, die angehende Heilerin schmunzelte. „Magst.. du diesen Ort?“ Im Grunde, mochte doch ein jeder Mensch Essen. Es lenkte von Problemen ab, wenn auch nur für diesen kleinen Moment und konnte sogar Trost spenden! Das hatte sie zumindest oft gehört, wenn sich ältere Herrschaften in der Kapelle darüber unterhielten oder sie auf dem Markt war um frische Lebensmittel für ihre Familie zu besorgen. Ein lautes Klirren, am Tisch, an dem sie gerade vorbei gingen, stießen ein paar anscheinend schon leicht beschwipste Herren an, ihre Krüge gaben einen erschreckenden Laut von sich, die Tochter des örtlichen Priestern hatte fast Angst, dass sie in tausend Scherzen zersprangen. Die Kapuzenträgern hatte sich erschreckt, damit hatte sie beim besten Willen nicht gerechnet, wahrscheinlich ihre eigen Schuld, und aus ihrer Unachtsamkeit heraus fiel auch noch Fern aus ihren Armen, da sie ein bisschen zur Seite gehüpft war. „F-fern!“, kam ihr über die Lippen als sie das Plüschtier auf dem Schoß einer ziemlich edel wirkenden Dame entdeckte. Augenblicklich streckte sie ihre Hände nach ihm aus, hielt aber in ihrer Bewegung inne als sie den Gesichtsausdruck der fremden Frau bemerkte und blieb in ihrer Haltung. War es jetzt unhöflich einfach dorthin zu fassen? Oder war es in Ordnung? Fern gehörte ihr! Aber er lag auf ihrem Schoß.. Unsicher begannen ihre Arme zu zittern und ein roter Schimmer legte sich auf ihre Wangen, der kaum zu sehen war, da sie ihr Gesicht weiter hinter ihrer Kapuze versteckte. „Ich.. ähm.. das, das da ist.. ähm..“, stammelte das junge Mädchen, hoffte dass die Fremde nicht böse war und dass ihr Eunice vielleicht aus der Patsche half. Wieder!

  • [An einem Tisch] Dylas & Dolce


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    Suchend wanderte der Blick der Rosahaarigen über die Speisekarte obwohl sie sich eigentlich schon entschieden hatte. Der Blick ihrer hellen Augen studierte die Auswahl der Speisen und Getränke, ehe sie die Speisekarte ohne ein weiteres Wort zu verlieren auf die Seite legte und ihren Blick durch die Taverne schweifen lies. Bekannte und unbekannte Gesichter an allen Tischen. Die Massen an Menschen wirkte erdrückend, einengend. Vielleicht war es keine gute Idee gewesen hierher zu kommen. War es wirklich so wichtig zu wissen ob es noch andere wie sie gab und hatten sie ihre Monsterform besser unter Kontrolle? Sie befasste sich schon so lange damit aber war noch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen und das war niederschmetternd. Sie senkte ihren Kopf ohne eine Miene zu verziehen, vereinzelte Haarsträhnen fielen ihr ins Gesicht als ihre Begleitung sie danach fragte ob sie denn vielleicht etwas zu Essen bestellen sollten. Er bekam nur ein stummes Nicken als Antwort, da das Elfenmädchen sehr wohl wusste, dass Essen etwas notwendiges war, es zur sozialen Norm gehörte etwas zu bestellen wenn man sich in ein Lokal setzte. Dolce hob ihren Kopf wieder an und sah in die Augen ihres Gegenübers. Das also war seine Voraussetzung. Er würde nicht reden wenn sie nicht reden würde. Es hing von ihm ab wie viel und ob sie etwas sagen würde immerhin waren sie keine Freunde. Sie hatte nur eine Freundin mehr brauchte sie nicht. An belanglosen Dingen wie soziale Kompetenz hatte die Elfe kein Interesse. Kommunikation war für sie nur Mittel zum Zweck. Dylas und sie waren nicht einmal Bekannte. Sie lebten nebeneinander her so wie sie es mit all den Anderen in dieser Stadt tat. Ihre Lippen öffneten sich einen Spalt aber sie schlossen sich wieder weil sie dem Langhaarigen schlicht und ergreifend nichts zu sagen hatte. Sie war nur hier um sich Informationen zu holen und nicht welche Preis zu geben und dazu war ihr jedes Mittel recht egal wie ausdrücklich ihr Gegenüber ihr vermittelte, dass auch sie über sich zu sprechen hatte. Noch bevor sie ihm antworten konnte war eine Bedienung an ihrem Tisch eingetroffen. Ein hübsches Mädchen mit blondem Haar, welches sie aufgesteckt hatte. Man hatte sie in eine Uniform gesteckt, die ihrer Figur schmeichelte, welche die Blicke der männlichen Gäste auf sich zog. Ihr Lächeln wirkte unecht, weshalb Dolce es persönlich bevorzugte überhaupt keine Emotion zu zeigen. Falsche Emotionen wirkten schrecklich abstoßend auf das Elfenmädchen. "Einen Erdbeerkuchen, bitte." bestellte die Rosahaarige schließlich bei der Bedienung und fügte ihrer Bestellung noch eine Tasse Schwarztee hinzu. Das Gelächter der anderen Gäste - es war gedämpft hier hinten in der Ecke aber es war so anstrengend, sie konzentrierte sich wieder auf Dylas, sah ihn unverblümt an nachdem auch er seine Bestellung abgegeben hat. "Warum hast du eingewilligt darüber zu reden obwohl es dir zuwider ist?" Sie sah ihn durch hellen Augen an, ausdruckslos aber ihr Blick lies ihn nicht los, lies keine Ausflüchte zu. Sie übersprang den lächerlichen Smalltalk und kam gleich zur Sache auch wenn es dazu führen konnte das sie letztendlich alleine hier an diesem Tisch ihren Kuchen essen würde, da sie ihn mit dieser direkten Art vertrieben hatte.

  • pasted-from-clipboard.pngDylas & Dolce | an einem Tisch


    Nachdem Dolce dann endlich bei einem nett aussehenden und lächelnden Mädchen bestellt hatte, bestellt Dylas noch schnell seinen Karottenkuchen. Als das Mädchen dann wieder weg war fragte Dolce ihn warum er eigentlich eingewilligt hatte zu reden. Bei dieser Frage wusste Dylas selber nicht warum. Vermutlich wollte er einfach nur was über seine Gegenüber erfahren. Außerdem hatte er sich erhofft, dass sie ihm vielleicht helfen könnte. Aber nachdem wie schwierig es ist mit der Rosahaarigen zu kommunizieren, dachte das Halbwesen, dass es vermutlich nichtmals annähernd sich lohnt diese Arbeit in sie zu stecken. "Also möchtest du doch gar nix über meine Aura wissen? Ja ok, dann kann ich nach dem Kuchen auch gerne wieder gehen." Eine bessere Antwort war Dylas auf die schnelle nicht eingefallen, aber er war schon wieder von seiner Gegenüber angenervt. Sie wollte doch immerhin von ihm was wissen und sie weiß auch, dass er nicht gerne drüber redet. Aber stimmt sie ihm gegenüber saß ja ein eiskalter Eisenblock. "Wie gesagt ich muss dir nix erzählen, aber ich hätte, wenn du mir was erzählt hättest. Wenn du aber so ankommst, dann brauche ich mir ja keine Mühe geben und kann gemütlich alleine weiterlesen, ohne dass ich wem Anders das Leben retten muss." Bei diesen Aussagen redete sich Dylas immer mehr in Rage, sodass er fast so laut wurde, dass andere Gäste ihn hören. Als er diese Aussage getätigt hatte, guckt er wieder Dolce an und wartet auf da ist in Ordnung was bestimmt von ihr kommen würde. Währenddessen er wartet richtete er seine Haare und setzte sich wieder ordentlich hin. Dabei sah er sich auch um, um zu sehen, ob Andere auf die Beiden aufmerksam geworden waren, aber zum Glück sah er erstmal keine die länger zu ihrem Tisch guckten. Dann wandte er sich wieder Dolce zu und hoffte, dass bald sein Kuchen kommt, da diese Situation für ihm sehr komisch wurde.

  • [An einem Tisch] Dylas & Dolce


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    Offenbar hatte Dolce Öl ins Feuer gegossen, da auf ihre Frage keine normale Antwort sondern viel mehr ein bissiges Kommentar folgte. Das Elfenmädchen hob eine Augenbraue und musterte ihren Gegenüber ohne eine Miene zu verziehen. Es war wirklich nicht leicht mit Anderen zu sprechen. Warum waren Menschen immer so kompliziert und gefühlsgeleitet? Wie anstrengend. Ein Seufzen verließ die rosafarbenen Lippen der Alchemistin. Vielleicht war es einfach besser sie wäre wieder für sich und würde ihre Studien alleine fortsetzen. Wie dumm sie gewesen war zu glauben in diesem sturen Bock die Antwort zu finden. Seine Aura war interessant und es wäre spannend herauszufinden wo sie ihren Ursprung hatte aber sie konnte es auch auf anderen Wegen herausfinden da war sich Dolce ziemlich sicher. Welch widerspenstige Persönlichkeit dieser Kerl hatte. Er war ein Paradebeispiel dafür, dass die rosahaarige Elfe am allerliebsten für sich war. Menschen waren so leicht zu durchschauen, sie ließen sofort nach außen hin durchblitzen, was in ihnen vorging, leicht zu lesen wie ein offenes Buch. Auch wenn Dylas viel distanzierter wirkte als der Durchschnittsbürger dieser Stadt so war er im Grunde doch gleich. Er erhob seine Stimme. Sein Blick verfinsterte sich, seine Stirn legte sich in Falten aber es fiel nicht auf, dass er so laut sprach, da es allgemein recht laut in der Taverne war. Kurz hatte man sich nach ihnen umgedreht aber schon bald wieder den Blick abgewandt als die Neugierigen feststellen mussten, dass es allen Anschein doch nichts zu sehen gab. Als er zu Ende gesprochen hatte sah er erwartungsvoll in das unbeeindruckte Gesicht des Elfenmädchens, deren Mimik sich zu keinem Zeitpunkt verändert hatte. Ihr Blick ruhte immer noch stumm auf ihn, sah ihn durch die hellen Augen an und warteten noch ein paar Momente ab um sicherzustellen, dass er seinen kleinen Ausbruch beendet hatte. "Bist du fertig?" kam es schließlich unbeeindruckt über die Lippen des Mädchens und sie seufzte, nahm dankend den bestellten Kuchen und den Tee entgegen, den die Bedienung ihr serviert hatte. Ihre Augen funkelten beim Anblick der Leckerei ein kleines bisschen. "Niemand zwingt sich zu bleiben, Dylas..." fügte Dolce ihrer Aussage schließlich noch hinzu, ehe sie die Teetasse von ihrer Untertasse erhob und an ihre Lippen führte. Über die Tasse hinweg sah sie in die Augen ihres Gegenübers ehe sie ihre schloss und einen genussvollen Schluck des Heißgetränks nahm.


    If the world was ending, you'd come over, right?

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