Beiträge von Death XIII

    Kyle & Ran


    Es war wahrscheinlich dem Alkohol zu verdanken, - ach wem machten wir was vor, bei dem Pegel der Beiden hatte dieser definitiv seine Finger im Spiel - dass Kyle sich bei dem spontanen Ausruf der Braunhaarigen nicht immens erschrak und auch nur mit einem ein wenig überrascht und verwirrt wirkendem Gesichtsausdruck reagierte, als deren Hände sich plötzlich auf seinem Oberkörper befanden, anstatt gleich einen überforderten Satz nach hinten zu machen. Die kurzzeitige Verwirrung wandelte sich schnell zu dem Anflug eines Grinsens, als er die Intensität in den Augen Rans bemerkte und als sie dann den Grund dafür bekannt gab, da leuchteten auch seine Augen auf. "Oh my god, ja!", entkam es ihm zustimmend und er wirkte fast schon begeisterter von dieser Idee, als die Blauäugige selbst, "Fuck man, that sounds fucking amazing!!" Und ja, bei der freudigen Mimik, die der Punk gerade in die Runde warf, da konnte man sich sicher sein, dass er das auch genau so meinte. Es gab kaum etwas Schöneres, als die vielen kleinen Dinge, die Tag für Tag ihr Unwesen am Horizont trieben und jetzt wo das Thema auf dem Tisch lag, da fiel dem Halbrussen auch überhaupt erst auf, wie lange er schon keinen mehr gesehen hatte. Als die kurzzeitige Engländerin dann auf einmal etwas von einer Tanke sagte, da konnte Kyle allerdings nicht mehr folgen. "Waaaas, jetzt? Hää? Wo denn?" Er hatte das mit dem Getränke besorgen zwar erst angesprochen, aber als er von einem Kiosk geredet hatte, da meinte er natürlich nach der Busfahrt. Irgendwo in der Stadt halt. Welches Kiosk würde in so einem Kaff um die Zeit denn auch noch offen haben? Also wie kam das Mädel jetzt auf einmal auf Tanke? Und dann kam er, der Moment der Erleuchtung. Wortwörtlich. Der Blick des Amerikaners folgte dem seiner Begleitung und Bääm. Da war sie, gar nicht so weit von den beiden entfernt. Vielleicht 2-3 Minuten zu Fuß. Da leuchtete eine offene Tankstelle fröhlich vor sich hin. Man, da war er aber echt hart outgespaced wenn er den Alk vor.. naja, lauter Alk nicht mehr sehen konnte. Aber egal! Jetzt hatte er sie ja bemerkt und deshalb waren sie ja auch zu Zweit unterwegs! Da konnten sie sich was das Denken und die Aufmerksamkeit anging ja abwechseln. "Ooooh, nice job spotting that one!!", sprach der Dunkelhaarige noch eben ein Wort der Anerkennung an seine Kollegin, dann fiel ihm aber auch wieder etwas ein. "Wait. Schaffen wir das denn noch?? Wenn der Bus gleich kommt und wir den verpassen warten wir sicher..", einen Moment Geduld bitte, es wurde Zeit für Mathe, ".. keine Ahnung, scheiße lange oder so!!"

    Nachdem Pandora zu sprechen begonnen hatte, warf Rick einen Blick auf seine Freundin, welche eigentlich schon vor ein paar Tagen auf die Worte ihrer einzigen Tochter hätte reagieren müssen, allerdings mit dem sich das Lachen verkneifen so beschäftigt schien, dass die gerade wohl noch nicht sprechen oder sich bewegen konnte. Rick entschloss sich also ein nice dude zu sein und Sue noch ein paar Stunden, vielleicht aber auch noch was länger Zeit zu lassen sich zu fassen und wieder in das Rollenspiel (badummtss) einzusteigen.

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Manchmal, da gab es solche kleine, solche von Außen hin doch nichtig wirkenden, flatterhafte Momente, die einen kurz inne halten und realisieren ließen, wie massiv doch der Einfluss war, den andere Lebewesen hin und wieder auf einen haben konnten. Gaius selbst fiel dies auf, als Tori eines seiner gesprochenen Worte wiederholte und ihre Mundwinkel kurz zu zucken begannen. War es ansteckend? Lag es an Sympathie? Oder gab es hinter all dem eine noch viel komplizierte Erklärung? Keine Antwort darauf, doch die Gesichtszüge des Schmieds spiegelten in jenem Moment die der Brillenträgerin, etwas stärker, etwas kräftiger - und durch die Unschuld des naiven Narrens auch forscher. Und dann war es so weit - der Augenblick, in dem sie nach seiner Hand griff, sie sich berührten, er ihr aufhalf. Nichts besonderes, eine alltägliche Berührung, nicht ihre erste, nicht ihre intimste - oh je, nicht ihre intimste - und trotzdem war sie neu. Neu, da sie geschehen war, nach diesem Tag heute. Nach all den Ereignissen. Nichts Besonderes, nein. Aber irgendwie doch. Irgendwie etwas anderes, als sonst. Die Blauäugige stimmte seinem Vorhaben, seinem Vorschlag zu und wieder sorgten fünft einfache Worte dafür, dass seine Lippen ein Stück weiter nach oben huschten. Vor wenigen Sekunden war der Grauhaarige sich womöglich nicht ganz sicher gewesen, ob er sein Angebot überhaupt anbieten sollte, ob es nicht möglicherweise eine dumme Idee gewesen war. Aber wie hatte er kurz zuvor nochmal gesagt? Wirklich durchdenken, dass tat er in seinem Leben so gut wie nichts. Und er schien damit Recht zu behalten - oh und der Ausdruck in Toris Augen, er sprach Bände. Er sprach solche Bände, dass selbst ein Zwerg, welcher der Lesekunst weniger mächtig war, als ein Kind aus der ersten Klasse, keine Probleme damit zu haben schien, sie zu verstehen. Nein, allein deshalb war die Idee schon nicht schlecht gewesen. Zwar war Gaius ehrlich gesagt ein wenig überrascht davon, dass die Alchemistin so einfach akzeptierte, also, dass ihre Antwort keine Fragen, keine Verwirrung beinhaltete - doch beschweren würde er sich darüber nicht. "Warte kurz." Der Schmied ließ die Hand der jungen Dame los, wanderte zum nicht allzu weit entfernten Tisch, auf welchem sich, genauso wie seine Erinnerung es ihm gemunkelt hatte, eine Vase mit frischen Blumen befand, entfernte eine dunkelblaue geschickt von ihrem Stiel und dann versuchte er daraufhin hingegen etwas ungeschickt sie seitlich in Toris lange Mähne zu platzieren. Es dauerte länger als gedacht und dem Mann entkam beim herumhantieren das ein oder andere belustigte Glucksen, doch schließlich - da saß sie! "Wir können doch nicht einfach anfangen, ohne uns ein wenig rauszuputzen. Wer wären wir denn, wenn wir das Ganz jetzt halbherzig angehen würden?" Der Langohrige grinste sein freches, doch gleichzeitig auch warmes Grinsen und oh - war das ein Hauch von kindischem, herausforderndem Funkeln in seinem Blick? Immerhin hatte er der Dame ja ein Outfit für den Tag besorgt, vielleicht würde ihr ja auch noch etwas einfallen..?

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Es war nichts Neues, dass Gaius hin und wieder eine Tendenz dazu hatte, in überdimensionale, vielleicht auch unproportionale, ungerechtfertigte Euphorie zu geraten, sich in eine Sache, die ihn auf irgendeine Weise begeisterte immens hineinzusteigen - und doch. Doch traf es ihn unerwartet. Er dachte in solchen Situationen nicht sonderlich viel nach, überlegte sich nicht vorher, wie sein Gegenüber nun gleich reagieren würde - doch das? Ah, Tori schien nun wirklich das Gegenteil von begeistert. War das eine offensichtliche Reaktion gewesen? Hätte jeder normale Mensch, jedes normale Wesen an seiner Stelle mit sowas rechnen können? Der Schmied wusste es nicht, aber auch hier kreisten nicht viele Gedanken drum. Toris bedrückter Blick, ihre zaghaften, zögerlichen Antworten ließen ihn kurz hinterfragen, ob er denn nicht vielleicht etwas falsches, etwas närrisches gesagt hatte. Doch er kannte sich was dies anging gut genug, um zu wissen, dass er es in jenem Fall selbst bei einem erneuten Durchgehen seiner Worte nicht erkennen würde. Man sah ihm an, dass er ein wenig irritiert von Toris Worten war, sein Gesichtsausdruck sprach da eindeutig Bände. Sein Kopf neigte sich in leichtester Weise ein wenig zur Seite während er mit aufrichtiger Geduld und Sorgfalt der Bebrillten lauschte. "Ein Traum..?", wiederholte er murmelnd ihre Worte, nicht sicher, ob er ihr folgen konnte, ganz verstand. Je mehr so sprach, desto mehr legte sich ein kaum merklicher, aber dennoch vorhandener Schleier der Sorge über seine Mimik, doch als sie ihre Zeit des Sprechens beendete, da hielt dieser nicht mehr lange stand. Stattdessen entkam der Einäugigen ein.. sanftes, melodisches Kichern? "Ich denke in meinem Leben so gut wie nichts durch und es endet trotzdem meistens gut. Mach dir also keine Sorgen über irgendwelche möglicherweise dummen Ideen. Das sind die Besten, glaube mir." Er schiefes und ehrliches Grinsen, gepaart mit einer Unwissenheit ob seine Worte eigentlich hilfreich waren. Aber sie waren nun einmal seine Gedanken gewesen, nicht durchdacht, so blieb er wirklich dem Gesagten treu. Doch kurz nachdem er dies ausgesprochen hatte verstummte er kurz, sein Blick wand sich einige Momente zur Seite, nachdenklich, ungewöhnlich in ernsten Gedankenwelten vertieft, etwas, was man nur selten von dem Grauhaarigen zu sehen bekam. Gaius stand vorsichtig auf, noch immer etwas in einer anderen Spähre der Existenz vertieft, schien dann jedoch zu einem Entschluss gekommen zu sein, denn sein Gesicht wanderte zurück zur Blonden. Einladend streckte er ihr seine linke Handfläche entgegen. Dumme Ideen, huh..? "Ich.. ich kann es dir beibringen. Wenn du möchtest."

    Kyle & Ran


    Kyle blickte etwas überrascht auf, als Ran das Wort ergriff, sein Blick wand sich in die Richtung, in die auch der Blick der Blauäugigen ging und sah dann ohne besonderem Ausdruck dem Bus hinterher, der 1-2 Sekunden lang noch blöd in der Gegend rumstand und dann in weiter Ferne verschwand. Vielleicht wäre es ja eine gute Idee gewesen noch zu rennen, vielleicht hätte der Busfahrer sie ja noch gesehen und im letzten Moment angehalten aber.. naah. jetzt war es zu spät und ganz ehrlich, der Weinrote hatte sowieso keine Lust darauf gehabt. Als die drunk bitches dann am Tatort ankamen und Ran einen Blick auf die Tafel warf, nur um dann freudig mitzuteilen, dass sie nicht lange warten mussten, war der Amerikaner noch kurz damit beschäftigt gewesen die Umgebung zu beobachten und das angenehme Wetter der Nacht zu genießen, blickte dann jedoch schnell wieder zu seiner Begleitung. "Wooooaah, was? Echt??", entkam es ihm genauso vorfreudig wie auch der Frau, dann drehten sich jedoch noch ein paar Rädchen in seinem Kopf und baten ihn um etwas Aufmerksamkeit. Irritiert rückten seine Augenbrauen ein Stück weit zusammen während er selbst ebenfalls näher zum Schild ging. "Warte, red' keinen Scheiß. Warum sollten hier zwei Busse direkt nacheinander kommen?? It's fucking 3 am??" Guter Einwand Hirn, guter Einwand. Kyles hellgraue Augen widmeten sich dem Fahrplan, seinem Handy und nochmal dem Fahrplan. Kurze Stille. "Shiiiit, ur right! What the fuck, ey? Aber sweet, dann können wir uns gleich noch an irgendnem Kiosk neuen Alk kaufen!! Hast du eigentlich überhaupt Cash dabei?" Ah, ja. Sie würden hier wohl verrotten.

    Mhmm..~

    Der Braunhaarige musste zugeben, dass sich die Erbin gar nicht mal so schlecht schlug. Gut, für die Leistung, die sie gerade vollbrachte, würde sie mit Sicherheit keinen Oscar bekommen, aber ganz ehrlich? Wer brauchte hier auch einen? Suiren hatte sich nach einem kurzen Moment der Verwirrung schnell gefangen und das kurze, schadenfreudige Grinsen, welches die beiden gleichzeitig miteinander austauschten, war dafür ehrlich gesagt so ziemlich der Inbegriff von Couple Goals, also scheiß auf diesen Oscar. Rick beobachte Suiren bei ihrem Theater, nickte bei ihren Worten - selbstverständlich, so wie es sich nun einmal gehörte -, ganz verständnisvoll und zustimmend mit dem Kopf und ihm fiel, so, wie wahrscheinlich jedem zweiten Erwachsenem Beobachter, auf, dass seine Freundin, je mehr sie sprach, gleichzeitig auch in umso mehr Schwierigkeiten geriet. Es waren keine wirklichen Schwierigkeiten, wenn man einmal bedachte, dass sie bloß darin lagen, dass schon vor ihrer ersten großen Pause, dem tragischen, 'Panda, ich.." - ein Klassiker, musste man sagen -, einige Mundwinkel unfreiwillig nach oben huschten - aber es war dennoch ernst zunehmen. Immerhin musste die junge Mutter ihre Show ja auch zu Ende bringen, ansonsten wäre die ganze dramatische Stimmung umsonst gewesen! Und so wartete der Latino gespannt - und ja wie selten passierte es, dass er gespannt, nicht irgendwie gelangweilt war? - ab, ob die Chinesin es schaffen würde, nach der langen, wirklich langen Sprechpause noch weiter zu machen.. und hey, sie bekam es wirklich hin. Nicht, ohne ein merkwürdiges Geräusch von sich zu geben, welches sie gerade noch so kaschieren konnte. Und Rick? Rick, der Mann, der wahrscheinlich selbst im Angesicht des Todes höchstpersönlich noch eine Fassade aufrecht erhalten konnte? Welchen aus der Fassung zu bringen wirklich als Leistung galt? Eine Sekunde lang entglitten auch ihm die Mundwinkel ein wenig. Sues erbrachte Darstellung und ihr angestrengter Versuch, nicht alles auffliegen zu lassen brachten selbst ihn gerade etwas an seine Grenzen. Wahrscheinlich hätte es ihn bei jeder anderen Person absolut kalt gelassen, aber vollkommen ernst zu bleiben, während Sue selbst fast platzte.. ja, das Lachen dieser einen Frau war für den Amerikaner ansteckend. Doch es musste weitergehen, nicht? Also ging Rick noch einen letzten Schritt auf die arme, arme Mutter zu und legte der schluchzenden Frau mitfühlend eine Hand auf die Schulter um ihr Trost in dieser verzweifelten Lage zu spenden. "Kein Problem, Frau Choi. Sie sind nicht die erste Mutter, der plötzlich Zweifel kommen, wenn es ernst wird. Aber Sie dürfen nicht vergessen, dass es für sie beide das Beste ist. Sie und Ihre Tochter verdienen das. Aber ich werde Ihrem Wunsch selbstverständlich folgen." Ah, da meldete sich auch endlich mal das kleine Teufelchen zu Wort. Und die Tatsache, wie betont sie versichern musste, sie habe nichts angezündet, also mit einer solchen Selbstverständlichkeit, dass man sicher sein konnte, dass es nichts Ungewöhnliches oder Unerwartetes für sie sei.. ja, auch das amüsierte den Blauäugigen. Pandas Reaktionen waren im Raum die einzig ehrlichen, doch passten sie perfekt, fast so wie von jemanden für sie geschrieben ins falsche Script. Oh und war noch jemandem der rasante Wechsel in ihrem Blick, ihrer Ausstrahlung aufgefallen? Eine interessante 180 Grad Wendung. Rick musste überlegen, er wollte es natürlich auch nicht zu sehr übertreiben. Also zumindest nichts sagen, was ein Kind auf Lebzeiten traumatisieren könnte, versteht sich. Der Mann holte tief Luft, machte eine kleine Pause, so, als würde ihm das, was jetzt folgen würde, nicht leicht fallen: "Pandora, hör mir gut zu.. deine Mutter hat mich angerufen, weil es ihr nicht gut ging. Sie meinte, du machst einfach viel zu viel Unsinn. Immer nur Ärger, nie hörst du auf sie. Du hast ja gehört was sie gesagt hat.. sie möchte nicht, dass du so endest. Deshalb bin ich hier um dich abzuholen und in ein Heim für schwierige Kinder zu bringen." Okay, zugegeben, beim letzten Teil hatte er aufgehört es halbwegs realistisch klingen zu lassen. Es machte ja auch keinen Spaß, wenn man nicht zumindest ein wenig Bullshit einfügte. Da es bis jetzt auch realistisch genug gewesen war.. ja, einem Kind würde das nicht auffallen. "Das Heim befindet sich in Russland, also kannst du deine auch Mama leider nicht mehr wiedersehen. Du darfst auch nichts von hier mitnehmen. Und wir müssen dir einen neuen Namen geben, damit du komplett neu anfangen kannst, aber das ist okay! Du wirst dich schnell daran gewöhnen. Ich werde deiner Mama auch jedes Jahr einen Brief in deinem Namen schreiben, wo sie dann erfährt, was für ein toller Mensch du geworden bist." Okay. Das reichte wohl. Er musste eh aufhören, weil es langsam auch für ihn zu lächerlich wurde.

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Ah, was hatte der junge Mann erwartet? Erneut eine dieser heutigen, sich ständig wiederholenden Fragen. Und auch die Heraushebung davon, das erneute Erneut, wie oft hatte es in letzter Zeit das Haupt erhoben? Tori schwieg einen Augenblick lang und Gaius wartete brav auf eine Reaktion der Blonden. Ihr schien ein leichter Rotschimmer über die Wangen zu huschen, doch der Zwerg schlussfolgerte nicht weshalb er es tat. Ob es nun daran lag, dass er es sich schlichtweg nicht fragte oder es aber einfach nicht begriff, das sei nun dahingestellt. Und so wartete er brav, der Grauäuggige, wartete, sah dann eine kleine Bewegung, ein einfaches Schulternzucken - doch nicht eine einzige Bewegung der Lippen. Huh? Was sollte ihm das denn jetzt sagen? War sie sich nicht sicher, wusste sie es nicht, war es ihr egal? Der Schwarzhaarige sah seinen Gegenüber kurz genauso wortlos an, wie er es zuvor auch geworden war, dann bildete sich auf seinen Lippen ein kleines Grinsen. "Das war kein 'Nein', oder?", begann er dann, sichtlich von dieser Tatsache, dieser Idee erheitert, "Kein nein heißt.. zumindest ein vielleicht. Vielleicht.. Ah, Tori! Du hattest es dir wirklich überlegt dort hin zu gehen?" Moment, machte es Sinn, dass er so wahnsinnig strahlte? War ihm das Thema gestern nicht irgendwie noch unangenehm, irgendwie verwirrend gewesen? "Wow! Nachdem es dir beim letzten Fest zuviel wurde hatte ich gedacht, dass du nicht mehr in so eine große Menschenmenge gehen würdest, aber.. Ah, das ist toll! Ich bin so unglaublich stolz auf dich, also, dass du es nochmal versuchen wolltest, auch.. wenn.. ich diesen Versuch jetzt ungewollt blockiert habe, aber.. ja, darum geht's jetzt nicht. Aber wie kommt's? Ist irgendetwas passiert oder dachtest du dir einfach es wäre jetzt an der Zeit? Magst du Bälle einfach so sehr?" Ah, ja.. der Schmied hatte sich wohl weniger auf den 'mit mir hingehen' Teil verstreift, als auf 'hingehen' Toris selbst. War es ihm denn zu verübeln? Nicht wirklich, denn so genau war seine Frage auch nun wieder nicht gewesen - und Toris Antwort? Nun sie war so vage gewesen, wie sie nur hätte sein können. Außerdem hatte ihn diese Idee, diese Überlegung, ja die bloße Vorstellung, dass Tori sich auf so ein Event wagen, dort dann alle von sich in den Bann ziehen würde.. wie sollte sie ihn denn auch nicht begeistern? Genauso wie Toris Beginn der Alchemielehre. Genauso wie.. so viele Dinge die sie tat. Aber was wären sie denn auch für Freunde, wenn er sich nicht für sie freuen würde? (Guten Freunden gibt man halt ein Küsschen?? So this is where it came from..)

    Kyle & Ran


    Hah. Es war schon irgendwie verwunderlich wie Ran auf all das Gesagte reagierte. Interessant gar, wie all seine Worte am Nichts abprallten und die junge Frau mit völlig abstrusen Sätzen konterte. Was sie erwiderte war unerwartet intensiv, unerwartet bitter, Kyle wusste keine Antwort. Auf ihre Aufforderung hin nickte er bloß und trank den rest Flasche aus. Dann machten sich die beiden auf den Weg ~

    Oh! Entschuldige die lange Wartezeit, die Feiertage und so kamen dazwischen ~


    Ja, alles in Ordnung! Der Steckbrief bleibt wie er ist und ich trage dich und den Hübschen gleich ein, viel Spaß mit ihm heartpurple

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Schon wieder so ein merkwürdiger Moment. Ein merkwürdiger Moment der einfach so davon strich - Tori dabei zuzusehen wie sie in Bewegung kam, ihr hübsches Gesicht langsam in weite Ferne rückte, nicht mehr nah war, nicht mehr so wunderbar nah. Gaius hatte es nicht erwartet, nicht so plötzlich - und das, obwohl doch er derjenige gewesen war, der plötzlich den Augenblick beendet, eine abrupte Aussage in den Raum geworfen hatte. Dadurch war es nicht mehr so intensiv, die Situation, das Knistern zwischen den beiden. Nicht so intensiv, nicht mehr so hypnotisierend und doch was der Schmied ein paar Sekunden lang verwirrt als die Blonde immer weiter von ihm weg war und sich aufsetzte. Gaius lauschte den kurzen Worten seines Gegenübers, folgte ihrem Beispiel dann und auch sein Oberkörper hob sich an, kam der Brillenträgerin dadurch wieder näher. Es fühlte sich ein wenig wie ein unbeholfener Tanz an, den sie da gerade vollführten. Unbewusst und doch irgendwie magnetisch? Dem Spitzöhrigen entkam ein kurzes belustigtes Aufschnauben, ein kleines, sanftes Kopfschütteln. "Nein.. nein ich weiß. Das.. das ist ja das Problem. Ich war gekommen um dich zu fragen und dann hab' ich dir stattdessen einen Haufen Ärger gemacht und jetzt.. naja, jetzt haben wir ihn.. wohl verpasst. Wie konnte ich das nur solange vergessen, immerhin bin ich doch extra dafü-" Der Einäugige zog rasch die Augenbrauen zusammen als ihm mit einem Mal etwas auffiel: "Moment, wie meinst du das, nachholen? Heißt das du hättest mit mir dort hingehen wollen?" Eine berechtigte Frage? Womöglich. Benötigt, nach einer so intimen Begegnung und den Gefühlen, die sie eben miteinander geteilt hatten? Für normale Menschen sicher nicht, für zwei unfähige Deppen wie die beiden wahrscheinlich schon.

    Seine kürzlich wiedergewonnene Freundin dabei zu beobachten, wie sie in einem wahnsinnigen Tempo durch die vielen - viel zu vielen - Räume der Villa huschte, dabei immer wieder den Namen ihrer - und in diesem Fall sollten wir vielleicht nochmal betonen, dass das ihrer für Sue stand, nicht für sie beide, wie wir ja kürzlich herausgefunden hatten - Tochter rief und keine Reaktion bekam war für Rick irgendwie.. öde? Ja, eine bessere Gefühlslage fiel dem wortgewandten Mann als Beschreibung tatsächlich gerade nicht ein. Zunächst einmal war es vielleicht komisch gewesen, komisch, eine Reaktion des Kindes als Option erwarten zu können, doch nachdem die ersten 2 Versuchte der Asiatin gescheitert waren, hatte der Braunhaarige diese Option letztendlich schnell wieder verworfen. Als Sue nach wenigen Minuten dann wiederkam und Rick nach seiner Pistole fragte, da entkam dem Latino allerdings ein kleines Schmunzeln. "Sollte ich vielleicht Jemanden anrufen? Bescheid geben, welch' grausame Erziehungsmittel in diesem Haus befürwortet werden?", fragte er, sein Tonfall gespielt ernster, als er eigentlich sein musste. Eine kurze Pause folgte, dann zuckte er jedoch gleichgültig, aber mit einem Grinsen auf den Lippen, die Schultern. "Kommode, zweite Schublade von unten. Benutz aber einen Schalldämpfer, sonst gibt's noch Probleme mit irgendwelchen Passanten. "Wie ernst der Mann seine Worte wohl meinte? Naja, zumindest der Tipp mit dem Schalldämpfer konnte womöglich ein Leben retten. Und hey, wenn man bedachte, was für einen netten Augenblick die Einäugige gerade grundlos zerstört hatte.. Sicher würde ein Gericht verstehen, weshalb Sue so intensiv handeln musste. Der Amerikaner hatte nicht einmal Zeit gehabt die Erbin zu fragen, was sie jetzt machen wollte, da hörte man plötzlich die Tür hinter ihnen zufallen. Und falls gerade zufällig kein Einbrecher hallo sagen wollte - und man, dann wäre besagte Pistole doch eine gute Idee gewesen -, dann musste gerade jemand gekommen sein, der in dieses Haus hinein gehörte. Ricks Blick wand sich zur Seite, zur Geräuschquelle und tatsächlich - da war ja der gesuchte Verbrecher. Das Halbblut beobachtete den kleinen Menschen dabei, wie er einen skeptischen Blick auf ihn war, zu seiner Mutter sah und dann begann auf ihn zu zeigen, ohne ihn auch nur noch eines einzigen Blickes zu würdigen. Gleichzeitig fragte die Schwarzhaarige Sue wo sie gewesen war und wer er war und Rick.. tja, Rick musste sich ein leises Auflachen verkneifen. Aber sich so etwas nicht anmerken zu lassen war ja quasi sein täglich Brot, nicht? Der Mann musste zugeben von dem Verhalten der Kleinen belustigt zu sein und da sie so eine Art gewählt hatte, um der Situation zu begegnen.. Oh, ja, das hatte sich Pandora jetzt selbst zuzuschreiben. Rick entkam ein lautes Seufzen und er lehnte für einen Augenblick seine Stirn auf seinen Fingerknöcheln ab. "Frau Choi, ich hatte wirklich gehofft, dass sich eine direkte Konfrontation in dieser Phase unserer Besprechungen vermeiden lässt, allerdings scheint das Kind ja nun in den Brunnen gefallen zu sein." Der Amerikaner sah seine Gefährtin mit ernster Miene an und erwartete in jenem Moment definitiv nicht, dass sie bereits auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, wovon zum Teufel er gerade sprach. "Möchten Sie Ihrer Tochter erzählen, weshalb Sie mich hergerufen und was Sie mir über ihre Situation erzählt haben, oder soll ich das für Sie übernehmen? Es ist okay wenn es Ihnen zu schwer fällt, ich bin hier um Sie bei Ihren Problemen zu unterstützen." Und nun war es an Sue eine gute Leistung abzuliefern. Rick war sich sicher, dass sie nach einem kurzen What-the-fuck-Rick?-Moment schon begreifen würde, was er da gerade tat - immerhin hatte er keine zwei Minuten zuvor auch noch einen Witz darüber gemacht. Und selbst wenn sie es nicht perfekt rüberbringen würden - Kinder glaubten einem fast alles, wenn man sich nur ein wenig Mühe gab. ~

    Kyle & Ran


    Ah. Seine halbwegs scherzhafte Beschwerde wurde von der Barkeeperin natürlich herzlich wenig berücksichtigt. Auch, wenn der Punk seinen Gegenüber noch nicht wirklich kannte, konnte er doch ehrlich zugeben, dass er das irgendwie erwartet hatte. Hey, ihre WhatsApp Nachrichten hatten ja auch nicht sonderlich fröhlich geklungen, also super schwer war es definitiv nicht gewesen. Doch die Art und Weise wie sie genau reagierte.. ja, das war dann doch etwas unerwartet. Sein versauter Beutezug? War das also das, was sie gesehen hatte? Was sie von ihrer flüchtigen Bekanntschaft dachte? Auf Kyles Lippen formte sich ein kleines, vielleicht leicht spöttisches, aber auch irgendwie forsches Grinsen: "Bold of you to assume I could get laid.", scherzte er leise und beobachte dabei mit ruhigem Blick wie die junge Frau einen Teil seiner Flasche leerte. Der Heranwachsende fragte sich kurz, ob er sich durch ihre Vermutung geschmeichelt oder aber beleidigt fühlen sollte, aber im Endeffekt war es eigentlich auch egal. Außerdem.. konnte er sowieso nicht reinen Gewissens behaupten, es hätte noch keine ähnlichen Situationen gegeben, die nicht so ausgegangen wären, wie Ran es wohl von der mit Tara erwartet hätte. Aber deshalb musste er ja nicht gleich hinter allem her sein, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, oder? Oh, wo wir grad von Bäumen sprachen - schon saß die Braunhaarige neben ihm und lehnte sich an eben so einem Ding an. Kyles Blick folgte dem Weg des Alkohols, welchen seine Kollegin zwischen die beiden gestellt hatte, eine ganze Weile lang starrte er diese langsam echt leer werdende Flasche aus dem Augenwinkel heraus an, auch als Ran wieder zu sprechen begann. Natürlich hörte er ihr zu, hörte all ihre Worte, tat aber nichts, auch nicht dann, als sie eine kurze, eine wirklich kurze Pause machte. "Huh, wieso?", war das Einzige, was ihm leise entkam. Eine kleine, aber irgendwie auch nichtssagende Frage. Aber es gab auch nicht viel was der durchschnittliche Betrunkene auf so eine Einleitung seines Gegenübers erwidern konnte. Eine Hand griff nach der Flasche und wieder folgte Kyles Blick ihr, blieb kurz an dem Mund hängen, der sie umklammerte, dann wurde ihm das Ganze zu öde und er sah stattdessen in das Gesicht hinauf. Ran hörte auf zu trinken und auch sein Kopf drehte sich wieder nach vorne, starrte in das Weit entfernte Licht vor ihm. Es gab keinen wirklichen Grund, weshalb er die Flasche angestarrt hatte - ihm war einfach gerade danach gewesen. Und irgendwie hatte Kyle auch das Gefühl gehabt, dass es das einzig logische gewesen war. Er hatte keine Lust gehabt, starr und leblos nach vorn zu starren und es hatte sich nicht richtig angefühlt, seinen Blick für die gesamte Zeitspanne über Ran zu widmen. Irgendwie.. wäre das unheimlich gewesen? Unangenehm? Für beide? Als der Blauäugigen dann ein trauriges lachen entkam, da neigte sich sein Blick doch wieder kurz in ihre Richtung. Er hatte keine Ahnung wovon sie sprach und nach der Ankündigung des schlimmsten Alptraums war ein Lachen irgendwie unerwartet. "Oh.", entkam es dem Jungen und er zuckte leicht mit den Schultern, "Das ist okay. Ich geb' mir auch immer für alles die Schuld." Auch wenn das irgendwo stimmte - so änderte das wenig daran, dass dem Rothaarigen ein kurzes und leises Kichern entkam. "Sorry tho - I guess?" Die schwache Entschuldigung war in diesem Fall tatsächlich sogar ehrlich gemeint. Irgendwie hielt Kyle es ja auch gar nicht für so unwahrscheinlich tatsächlich irgendwie einen Teilschuld daran zu tragen - woran eigentlich auch immer.

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Hach, ob es schwierig war war tatsächlich eine gute Frage. Er war sich sicher. Sicher, dass es stimmte - aber wieso eigentlich? Konnte er es tatsächlich so genau sagen? So genau beurteilen? Ja und nein. Uff, wie oft würde es am heutigen Tage wohl noch auf ja und nein hinauslaufen? All diese vielen Gedanken, vielen Gefühle - sie wurden langsam wirklich anstrengend, wirklich viel. Es war wirklich faszinierend, dass es trotz allem irgendwie egal war. Es irgendwie wert. Was war eine Lawine an verwirrenden Dingen denn im Gegensatz zu diesem Moment? Diesem kurzen, vergänglichen (1,5 Jahre andauernden) Moment, der.. ja wie lange eigentlich schon anhielt? Gaius lauschte Toris leisen Worten, wusste nicht, ob diese eine Erwiderung verlangten und wusste ehrlich gesagt auch nicht, wie diese hätte aussehen sollen. Und so lagen sie einige Sekunden lang still da, ihre eigenen Herzen wahrscheinlich gleichzeitig so laut am schlagen, dass sie das einzige waren, was sie hören konnten und mit jedem Augenblick schien die Situation realer zu werden. Das klang merkwürdig, ja - war die Situation doch schon immer, die ganze Zeit über real gewesen, keine Fantasie, nichts ausgemaltes. Aber es war alles so schnell passiert, all die vielen Dinge die seit gestern Mittag geschehen waren und nun, in diesem kurzen Moment der Stille, der Ruhe, der Regungslosigkeit.. Was taten sie hier eigentlich? Was tat er? In was hatte er Tori da eigentlich hinein gezwungen? Benahm er sich gerade nicht wie der letzte Idiot? Der Griff des Zwerges lockerte sich, noch immer ruhten seine Arme auf der Maid, doch genoss diese mit einem Mal viel mehr Bewegungsfreiheit. Es machte keinen Sinn. Es machte keinen Sinn, dass ihm auf einmal der Gedanke kam, dass Tori vielleicht gerade unfreiwillig am Boden lag, dass er gerade eine merkwürdige und peinliche Begebenheit erschaffen hatte und trotzdem.. Trotzdem raste diese Idee durch seinen Kopf. Ich meine, wie sollte es das auch nicht? Der Langohrige war manchmal ein kolossaler Idiot, er war sozial gesehen relativ unbeholfen und.. Leos Worte. Oh, diese verfluchten Worte. Wieso hatte er auch solche Dinge andeuten müssen? Alles was Gaius gewollt hatte war doch einfach nur - "Oh. Oh.. ich war ja hergekommen.. um dich zu fragen... ob du Lust hast mit mir auf den.. großen Ball.. zu gehen.." Ja. Ja, dieser plötzliche, viel zu spät kommende Erkenntnis benötigte mehrere kurze Pausen um ausgesprochen zu werden. So sehr hatte der Einäugige das Ganze nämlich verpeilt. Die Iride der Mannes wanderte zum Gesicht der Blonden und er sah sie nichts-, aber gleichzeitig auch vielsagend an. Wie konnten die Geschehnisse ein paar Stunden nur so sehr vom eigentlichen Plan abweichen?

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Es war wirklich merkwürdig. Merkwürdig, was für eine Tiefe, was für eine Bedeutung in solch einfachen Worten doch manchmal stecken konnte. Gaius hatte seine Frage gestellt, hatte ein Grinsen auf den Lippen gehabt, während dies geschehen war - und wartete. Wartete auf eine Antwort der Blonden und irgendwie, ja irgendwie war es doch noch viel merkwürdiger, dass er diese Frage mit solch einem Ausdruck im Gesicht hatte stellen können. 'Nein', sprach sie und dieses einfache Wort - ah, es sagte so viel mehr aus als man zunächst meinen könnte. Natürlich hatte sie nein gesagt. Selbstverständlich. Aber was, hätte sie ja gesagt? Eine komische Vorstellung. Eine Vorstellung, die er bei seiner unbedachten Frage gar nicht erst in Betracht gezogen hatte. Aus Unwissenheit? Oder aber war der Zwerg so sehr von der Gewissheit überzeugt gewesen, sie würde zustimmen, dass er solch ein unverschämtes Lächeln hatte vorzeigen können? Aber es war egal, nicht? Was kümmerten einen was wäre wenn Situationen, wenn diese nicht in Kraft getreten waren? Was nütze es, sich diesen hinzugeben? Auch, wenn man zugeben musste - es war ein erschreckendes und gleichzeitig erleichterndes Gefühl, wenn man sich erst einmal darüber klar wurde, was für andere Optionen es gegeben haben konnte. Dem Schmied blieb wenig Zeit auf ihre Antwort zu reagieren - doch sprach das unwillkürliche Funkeln in seinem Auge, der Ausdruck in seinem Gesicht nicht sowieso schon Bände? Gaius blieb nicht wirklich Zeit Toris Gefühlschaos zu bemerken. Ah, wie auch? Manchmal war es wirklich schwer. Wirklich, wirklich schwer alle Emotionen, alle Blicke im Raum einzufangen. Aufmerksam genug zu sein, um nichts zu verpassen. Und diese kleinen Dinge dann auch noch richtig zu interpretieren.. Menschen verlangten teilweise wirklich das Unmögliche von ihren Gegenübern, huh? Der Einäugige war ein wenig überrascht davon, dass die Bezopfte ihr Gesicht in seiner Brust vergrub. Ahaha, musste das wirklich auch noch betont werden? Wie sollte man von solchen Dingen denn auch nicht überrascht sein? Passierten einem ja nicht jeden Tag - solche Sachen. Gott, wenn die junge Frau nicht spätestens jetzt sein Herz bis zum Himmel schlagen hören konnte, dann wusste er auch nicht. Und der Mann musste zugeben, dass ihn die Vorstellung ein wenig rot werden ließ. So sehr, dass er instinktiv seinen Blick zur Seite wenden musste und sein Herz vor Nervosität wahrscheinlich noch schneller pumpte. Ah. Er fühlte sich irgendwie.. entblößt? Was musste Tori gerade bloß nur durch den Kopf gehen? Was schlussfolgerte sie aus diesem Verhalten? Was schlussfolgerte er eigentlich aus eben jenem?! Und dann passierte es, diese kleinen Worte. Hatte sein Herz gerade einen Schlag ausgesetzt? Oder fühlte es sich bloß so an? Warum genau es das getan haben sollte war wirklich schwer zu erklären. Doch rasch widmete sein Auge sich wieder dem hübschen Kopf unter seinem. Was hatte der Kerl bloß angestellt. Das würde nicht gut enden, nein. Er würde das bereuen. Aber so, wie mit so ziemlich allen Sachen, die man irgendwann bereuen würde - im Moment war von Reue keine Spur. Im Moment, da war es ihm egal. Niemand denkt an den Sensenmann, wenn es an der Tür klopft. Nein, jeder wartet darauf, bis dieser einen gewaltsam mit sich in den Tod reißt. Gaius entkam ein leises, kaum hörbares Lachen. Doch natürlich hörte Tori es - so nah wie sie doch war. Selbst wenn sie es nicht hätte hören wollen - durch ihre Position blieb ihr sowieso nichts anderes übrig als die leichten Vibrationen des Geräusches zu spüren. "Du verlangst wirklich schwierige Dinge von mir, weißt du das eigentlich, Tori..?", fragte er leise. Wer auf der Welt konnte einem anderen schon jemals versprechen nicht zu verschwinden? Versprechen, einen niemals zu verlassen? Das Leben war nicht so freundlich diese Option den Lebewesen auf der Welt offen zu lassen. Ihnen was das anging eine Wahl zu lassen. Auf verschiedenste Art und Weisen. Und dennoch.. "Aber.. warum sollte ich so etwas unglaublich Dummes denn überhaupt vorhaben..?" Sie zu verlassen? Eher würde er die Welt vor seinen Augen untergehen sehen. Aber so war das nun einmal mit schlechten, schlechten Entscheidungen.. Doch wen hier interessierte solch eine schlechte Entscheidung unter diesen Umständen schon?

    Kyle & Ran


    Oh, irgendetwas schien der Dunkelhaarige in letzter Zeit wohl falsch zu machen. Zumindest war das gerade wohl das dritte oder sogar vierte Mal, dass in letzter Zeit jemand seine scherzhaften Aussagen missverstand. Oder zumindest wirkte es auf ihn so, als ob dies passierte? Denn er war ein wenig überrascht von der Antwort seines unbekannten Gesprächspartners und ganz ehrlich, es war auch irgendwie komisch sich mit jemandem zu unterhalten, den man noch nie gesehen hatte. Es hatte auch etwas interessantes, etwas angenehmes an sich und womöglich bildete Kyle sich das auch nur ein, aber dadurch, dass er bloß eine einzelne Stimme hatte, auf die er Acht geben musste, hatte er das Gefühl merkwürdig viel aus ihren Worten rauszuhören. Sie wirkte etwas nervös oder zumindest schien sie sich bei der Thematik nicht wirklich wohl zu fühlen? Was dem Teenager hingegen automatisch etwas Leid tat, denn eigentlich hatte sein Kommentar ja dazu gedient die Seriösität aus der Situation zu nehmen. Sich ein wenig darüber lustig machen eben - immerhin war das ja wohl nicht allzu abwegig wenn zwei Leute gerade an den selben Baum geflüchtet waren. Als das Mädchen dann jedoch etwas von seinem Epic Fail hören wollte - ja, natürlich wollte sie es genauer wissen, hätte er an ihrer Stelle wahrscheinlich auch - da herrschte von seiner Seite aus einen Augenblick lang Stille, bevor er ein kleines, lautloses geschlagen gegebenes Seufzen von sich gab. Okay, er musste zugeben, dass es irgendwo auch lustig war. Wahrscheinlich sehr lustig. Wahrscheinlich würde er in ein paar Minuten auch schon darüber lachen können, aber während und kurz nach seiner Flucht war es einfach nur.. Oh, Moment. War da gerade noch eine Stimme gewesen? Der Punk blickte dezent irritiert auf, als er langsam aus der Ferne eine Silhouette immer näher kommen sah und ihm entkam ein kleines, überraschtes: "Ran?", bevor sie auch schon weiter sprach. Während sie das tat warf er aus dem Seitenwinkel heraus einen Blick auf sein Handy, schaltete es kurz an und entdeckte in der Vorschau ein paar Nachrichten seiner Kollegin, die er wohl ungewollt.. ignoriert hatte. Ja, so konnte man das wohl nennen. Der Kerl folgte dem Blick der Braunhaarigen und sah gerade noch so, wie diese sich aufrichtete, ihren Namen nannte - oh, Tara also? - und ihr Gesicht dann in seine Richtung wand. Man, es war so dunkel, dass Kyle außer ihrer langen, schwarzen Haare kaum etwas erkennen konnte. Wie spät war es inzwischen eigentlich geworden? Oder war es einfach nur so dunkel, weil sie sich am Waldrand befanden und die Leute hier wenig wert auf anständige Beleuchtung legten? Die Schwarzhaarige verabschiedete sich also und huschte schnell davon - so schnell, dass Kyle nicht mal die Gelegenheit bekommen hatte, mehr als ein kleines Geräusch der Überforderung von sich zu geben. Yep, hatte er sich eben nicht schon gedacht, dass er zu drunk für diesen Scheiß war? Damit hatte er wohl Recht behalten. Nicht, dass er sich nüchtern unbedingt besser angestellt hätte. Zumindest war dies wohl seine Meinung. Einen Moment lang sah der Heranwachsende der Fremden noch dabei zu, wie sie Richtung Licht - wow, das klang irgendwie dramatisch - verschwand und ihn mit Ran in der Dunkelheit zurückließ - oh und wow, das klang jetzt noch dramatischer und irgendwie scheiße Ran gegenüber, aber hey, who knows, maybe it fits? - und sah dann mit einem leicht enttäuschten Gesichtsausdruck zu seiner vermisst gedachten Kollegin hoch. "Aww, du hast die Arme ernsthaft verscheucht..", beschwerte er sich, teils ernst, teils mit einem schmalen Grinsen auf den Lippen und um die Blauäugige etwas aufzuziehen. Ehrlich gesagt tat es dem Jungen tatsächlich für Tara Leid, dass sie ausgerechnet so das Weite suchen musste - war sicher nicht cool, von dem Ort verschwinden zu müssen, an welchen man zuvor erst geflohen war, aber was sollte man nun machen? Es war sicher irgendwie awkward für sie, aber noch awkwarder wäre es wohl gewesen, wäre sie an jenem Ort geblieben. Zumal Ran.. nicht gerade gut gelaunt schien. Und das musste was heißen, denn die Aura die sie gerade versprühte war kein Vergleich zu der, die die verkaterte Person in der Bar schon gehabt hatte. Also griff der Junge nach der noch halb vollen Flasche Hochprozentigem, die sich noch neben ihm befand und streckte diese in die Luft um sie dem Neuankömmling, welche sie wohl dringend nötig hatte, rüber zu reichen. "Laut der Whatsapp die ich nie gelesen habe.. wohl dein schlimmster Alptraum?", erwiderte er auf ihre Aussage, auch wenn er vermutete, dass diese eher dazu gedient hatte die Fremde zu vergraulen, als dass sie tatsächlich als Gesprächsbeginn gedacht gewesen war. Wobei, vielleicht hatte man sie in der Dunkelheit ja tatsächlich nicht gesehen? Ah, nicht, dass es irgendwie wichtig war.

    Gaius & Tori1222-gaius-png


    Aaaaaaah - was machte er hier gerade nur? Was, ja was um Himmels Willen war dem dunkelhaarigen Schmied nur in den unsinnigen Kopf gedrungen? Was war es, was durch dessen Gedankengänge geschlichen war, diese eingenommen und ihn zu jenem Handeln bewegt hatte? Eine wahrlich gute Frage - doch auch eine, die der junge Mann sich im Moment in keinster Weise stellte. Es wäre wahrscheinlich logisch gewesen, sich über seine Taten, seine ausgesprochenen Worte zu wundern - ja, sogar er selbst hätte das tun müssen, hätte derjenige sein sollen, der am meisten darüber verblüfft war. Und vielleicht war er das ja auch. Irgendwo, irgendwie, irgendwann - nur nicht jetzt, nicht im Hier. Gaius Lippen lösten sich langsam, vorsichtig, fast zaghaft von denen der Blonden und sein Auge huschte von den sanft rosanen Wölbungen hinauf, hinweg über das schmale Gesicht der Frau und blieb an den hübschen blauen Iriden hängen. Als er ihre einzelnen Tränen bemerkte, da verengte sein eigenes Auge sich kurz, eine Art Reflex, ausgelöst von dem, was er da vor sich sah. Wie sollte sein Körper, seine Mimik auch nicht automatisch auf solch ein Warnzeichen seiner Geliebten reagieren? Der Zwerg wirkte einen Augenblick lang verwirrt, begriff dann jedoch schnell, dass kein Grund zur Sorge, zur Vorsicht bestand und seine Gesichtszüge entspannten sich wieder. Gaius verstand zwar nicht, wieso die Wangen des Mädchens nun nass waren, weshalb es in den wenigen Sekundenbruchteilen, in jenen er es kurz aus dem Auge gelassen hatte, ein paar Tränen vergossen hatte, doch dachte er darüber dann nicht weiter nach. Tori erhob das Wort, wiederholte die in letzter Zeit so oft gesprochenen Silben des Einäugigen und einen kurzen Augenblick lang herrschte Stille. Sie verstand nicht, huh? Ah, dann waren sie schon mal zu zweit. Aber diese Sache, das mir dem Verstehen - oh, verflucht, es war aber auch schwer, nicht? Einander zu verstehen, sich selbst zu verstehen - Gefühle, Gedanken, überhaupt irgendetwas in Aussprechbares zu verpacken, wie sollte dies denn auch funktionieren? Es war schwer und Gaius, der äußerst fähige Schmied - er war nicht gut darin. Hatte keine Übung. Tat sein Bestes, aber war dies gut genug? Und war das Beste überhaupt das Beste oder war es völlig falsch, ein absolut grotesker Versuch, ein absurder Anfang? Zu viele Fragen. Zu unwichtige Themen. Gaius Kopf drehte sich. Er tat es nicht und doch tat er es. Einer von vielen Gegensätzen, von unendlichen Widersprüchen des heutigen Tages. Sein Herz schlug, schlug kräftig und fühlte sich gleichzeitig so langsam an wie noch nie. Wieso lockerte er seinen Griff um die Brillenträgerin nicht? Wieso wollte er sie einfach nicht loslassen, auch, wenn es das einzig logische gewesen wäre? Nachdem er ihr gesagt hatte, sie solle ihm nicht vertrauen, nachdem er schon lange wusste, dass so etwas wie eine Freundschaft eine absolut fatale Idee war? Es war nicht schwierig eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Sie war ganz einfach: Weil er nicht wollte. Er wollte sie nicht loslassen, nicht diese Frau, nicht Tori, niemals. Der Schwarzhaarige mochte ihre Anwesenheit, ihre Essenz - sie in ihrer Gänze. Es mochte egoistisch, mochte schlecht sein - doch er wollte dies behalten. Ganz für sich. Es durfte nicht verschwinden. Es sollte. Es sollte, aber es durfte nicht. Gaius Körper, Gaius Geist, Gaius Gefühle - sie alle spielten verrückt und es fiel ihm schwer dem Ganzen noch zu folgen. Und gleichzeitig war alles so unglaublich klar. Widersprüche. Sie lauerten heute auch wirklich überall. Es war fast schon schwer, seine Lippen nicht erneut auf denen der gerade eher weniger Bezopften zu verewigen, doch er tat es nicht. Er hatte das Gefühl, als sei diese unglaubliche Nähe, die sie gerade miteinander teilten nicht genug, als wollte er mehr, als reichte dies nicht, um auszudrücken, wie stark er für sie empfand - und doch wusste er nicht, was es denn war, was er da spürte. Der Stille Moment verstrich und der Schwertträger blickte der jungen Frau entgegen. Ihre Worte brachten ihn fast zu einem kurzen Auflachen, doch stattdessen entkam ihm bloß ein warmes Kichern. Auf seinen Lippen bildete sich ein kleines Lächeln, als er daraufhin zu seinen Worten ansetzte: "Und.. ist das ein Problem?", fragte er, amüsiert über die Tatsache, dass Niemand im Raum irgendetwas zu verstehen schien. Dann verstanden sie eben beide nicht. Mussten sie das gerade denn auch unbedingt?