Beiträge von Death XIII

    Kyle & Ran


    Oh, irgendetwas schien der Dunkelhaarige in letzter Zeit wohl falsch zu machen. Zumindest war das gerade wohl das dritte oder sogar vierte Mal, dass in letzter Zeit jemand seine scherzhaften Aussagen missverstand. Oder zumindest wirkte es auf ihn so, als ob dies passierte? Denn er war ein wenig überrascht von der Antwort seines unbekannten Gesprächspartners und ganz ehrlich, es war auch irgendwie komisch sich mit jemandem zu unterhalten, den man noch nie gesehen hatte. Es hatte auch etwas interessantes, etwas angenehmes an sich und womöglich bildete Kyle sich das auch nur ein, aber dadurch, dass er bloß eine einzelne Stimme hatte, auf die er Acht geben musste, hatte er das Gefühl merkwürdig viel aus ihren Worten rauszuhören. Sie wirkte etwas nervös oder zumindest schien sie sich bei der Thematik nicht wirklich wohl zu fühlen? Was dem Teenager hingegen automatisch etwas Leid tat, denn eigentlich hatte sein Kommentar ja dazu gedient die Seriösität aus der Situation zu nehmen. Sich ein wenig darüber lustig machen eben - immerhin war das ja wohl nicht allzu abwegig wenn zwei Leute gerade an den selben Baum geflüchtet waren. Als das Mädchen dann jedoch etwas von seinem Epic Fail hören wollte - ja, natürlich wollte sie es genauer wissen, hätte er an ihrer Stelle wahrscheinlich auch - da herrschte von seiner Seite aus einen Augenblick lang Stille, bevor er ein kleines, lautloses geschlagen gegebenes Seufzen von sich gab. Okay, er musste zugeben, dass es irgendwo auch lustig war. Wahrscheinlich sehr lustig. Wahrscheinlich würde er in ein paar Minuten auch schon darüber lachen können, aber während und kurz nach seiner Flucht war es einfach nur.. Oh, Moment. War da gerade noch eine Stimme gewesen? Der Punk blickte dezent irritiert auf, als er langsam aus der Ferne eine Silhouette immer näher kommen sah und ihm entkam ein kleines, überraschtes: "Ran?", bevor sie auch schon weiter sprach. Während sie das tat warf er aus dem Seitenwinkel heraus einen Blick auf sein Handy, schaltete es kurz an und entdeckte in der Vorschau ein paar Nachrichten seiner Kollegin, die er wohl ungewollt.. ignoriert hatte. Ja, so konnte man das wohl nennen. Der Kerl folgte dem Blick der Braunhaarigen und sah gerade noch so, wie diese sich aufrichtete, ihren Namen nannte - oh, Tara also? - und ihr Gesicht dann in seine Richtung wand. Man, es war so dunkel, dass Kyle außer ihrer langen, schwarzen Haare kaum etwas erkennen konnte. Wie spät war es inzwischen eigentlich geworden? Oder war es einfach nur so dunkel, weil sie sich am Waldrand befanden und die Leute hier wenig wert auf anständige Beleuchtung legten? Die Schwarzhaarige verabschiedete sich also und huschte schnell davon - so schnell, dass Kyle nicht mal die Gelegenheit bekommen hatte, mehr als ein kleines Geräusch der Überforderung von sich zu geben. Yep, hatte er sich eben nicht schon gedacht, dass er zu drunk für diesen Scheiß war? Damit hatte er wohl Recht behalten. Nicht, dass er sich nüchtern unbedingt besser angestellt hätte. Zumindest war dies wohl seine Meinung. Einen Moment lang sah der Heranwachsende der Fremden noch dabei zu, wie sie Richtung Licht - wow, das klang irgendwie dramatisch - verschwand und ihn mit Ran in der Dunkelheit zurückließ - oh und wow, das klang jetzt noch dramatischer und irgendwie scheiße Ran gegenüber, aber hey, who knows, maybe it fits? - und sah dann mit einem leicht enttäuschten Gesichtsausdruck zu seiner vermisst gedachten Kollegin hoch. "Aww, du hast die Arme ernsthaft verscheucht..", beschwerte er sich, teils ernst, teils mit einem schmalen Grinsen auf den Lippen und um die Blauäugige etwas aufzuziehen. Ehrlich gesagt tat es dem Jungen tatsächlich für Tara Leid, dass sie ausgerechnet so das Weite suchen musste - war sicher nicht cool, von dem Ort verschwinden zu müssen, an welchen man zuvor erst geflohen war, aber was sollte man nun machen? Es war sicher irgendwie awkward für sie, aber noch awkwarder wäre es wohl gewesen, wäre sie an jenem Ort geblieben. Zumal Ran.. nicht gerade gut gelaunt schien. Und das musste was heißen, denn die Aura die sie gerade versprühte war kein Vergleich zu der, die die verkaterte Person in der Bar schon gehabt hatte. Also griff der Junge nach der noch halb vollen Flasche Hochprozentigem, die sich noch neben ihm befand und streckte diese in die Luft um sie dem Neuankömmling, welche sie wohl dringend nötig hatte, rüber zu reichen. "Laut der Whatsapp die ich nie gelesen habe.. wohl dein schlimmster Alptraum?", erwiderte er auf ihre Aussage, auch wenn er vermutete, dass diese eher dazu gedient hatte die Fremde zu vergraulen, als dass sie tatsächlich als Gesprächsbeginn gedacht gewesen war. Wobei, vielleicht hatte man sie in der Dunkelheit ja tatsächlich nicht gesehen? Ah, nicht, dass es irgendwie wichtig war.

    Gaius & Tori1222-gaius-png


    Aaaaaaah - was machte er hier gerade nur? Was, ja was um Himmels Willen war dem dunkelhaarigen Schmied nur in den unsinnigen Kopf gedrungen? Was war es, was durch dessen Gedankengänge geschlichen war, diese eingenommen und ihn zu jenem Handeln bewegt hatte? Eine wahrlich gute Frage - doch auch eine, die der junge Mann sich im Moment in keinster Weise stellte. Es wäre wahrscheinlich logisch gewesen, sich über seine Taten, seine ausgesprochenen Worte zu wundern - ja, sogar er selbst hätte das tun müssen, hätte derjenige sein sollen, der am meisten darüber verblüfft war. Und vielleicht war er das ja auch. Irgendwo, irgendwie, irgendwann - nur nicht jetzt, nicht im Hier. Gaius Lippen lösten sich langsam, vorsichtig, fast zaghaft von denen der Blonden und sein Auge huschte von den sanft rosanen Wölbungen hinauf, hinweg über das schmale Gesicht der Frau und blieb an den hübschen blauen Iriden hängen. Als er ihre einzelnen Tränen bemerkte, da verengte sein eigenes Auge sich kurz, eine Art Reflex, ausgelöst von dem, was er da vor sich sah. Wie sollte sein Körper, seine Mimik auch nicht automatisch auf solch ein Warnzeichen seiner Geliebten reagieren? Der Zwerg wirkte einen Augenblick lang verwirrt, begriff dann jedoch schnell, dass kein Grund zur Sorge, zur Vorsicht bestand und seine Gesichtszüge entspannten sich wieder. Gaius verstand zwar nicht, wieso die Wangen des Mädchens nun nass waren, weshalb es in den wenigen Sekundenbruchteilen, in jenen er es kurz aus dem Auge gelassen hatte, ein paar Tränen vergossen hatte, doch dachte er darüber dann nicht weiter nach. Tori erhob das Wort, wiederholte die in letzter Zeit so oft gesprochenen Silben des Einäugigen und einen kurzen Augenblick lang herrschte Stille. Sie verstand nicht, huh? Ah, dann waren sie schon mal zu zweit. Aber diese Sache, das mir dem Verstehen - oh, verflucht, es war aber auch schwer, nicht? Einander zu verstehen, sich selbst zu verstehen - Gefühle, Gedanken, überhaupt irgendetwas in Aussprechbares zu verpacken, wie sollte dies denn auch funktionieren? Es war schwer und Gaius, der äußerst fähige Schmied - er war nicht gut darin. Hatte keine Übung. Tat sein Bestes, aber war dies gut genug? Und war das Beste überhaupt das Beste oder war es völlig falsch, ein absolut grotesker Versuch, ein absurder Anfang? Zu viele Fragen. Zu unwichtige Themen. Gaius Kopf drehte sich. Er tat es nicht und doch tat er es. Einer von vielen Gegensätzen, von unendlichen Widersprüchen des heutigen Tages. Sein Herz schlug, schlug kräftig und fühlte sich gleichzeitig so langsam an wie noch nie. Wieso lockerte er seinen Griff um die Brillenträgerin nicht? Wieso wollte er sie einfach nicht loslassen, auch, wenn es das einzig logische gewesen wäre? Nachdem er ihr gesagt hatte, sie solle ihm nicht vertrauen, nachdem er schon lange wusste, dass so etwas wie eine Freundschaft eine absolut fatale Idee war? Es war nicht schwierig eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Sie war ganz einfach: Weil er nicht wollte. Er wollte sie nicht loslassen, nicht diese Frau, nicht Tori, niemals. Der Schwarzhaarige mochte ihre Anwesenheit, ihre Essenz - sie in ihrer Gänze. Es mochte egoistisch, mochte schlecht sein - doch er wollte dies behalten. Ganz für sich. Es durfte nicht verschwinden. Es sollte. Es sollte, aber es durfte nicht. Gaius Körper, Gaius Geist, Gaius Gefühle - sie alle spielten verrückt und es fiel ihm schwer dem Ganzen noch zu folgen. Und gleichzeitig war alles so unglaublich klar. Widersprüche. Sie lauerten heute auch wirklich überall. Es war fast schon schwer, seine Lippen nicht erneut auf denen der gerade eher weniger Bezopften zu verewigen, doch er tat es nicht. Er hatte das Gefühl, als sei diese unglaubliche Nähe, die sie gerade miteinander teilten nicht genug, als wollte er mehr, als reichte dies nicht, um auszudrücken, wie stark er für sie empfand - und doch wusste er nicht, was es denn war, was er da spürte. Der Stille Moment verstrich und der Schwertträger blickte der jungen Frau entgegen. Ihre Worte brachten ihn fast zu einem kurzen Auflachen, doch stattdessen entkam ihm bloß ein warmes Kichern. Auf seinen Lippen bildete sich ein kleines Lächeln, als er daraufhin zu seinen Worten ansetzte: "Und.. ist das ein Problem?", fragte er, amüsiert über die Tatsache, dass Niemand im Raum irgendetwas zu verstehen schien. Dann verstanden sie eben beide nicht. Mussten sie das gerade denn auch unbedingt?

    Whooops

    Wusste doch ich hab was vergessen (No i didnt)

    Ähh.. Dann nenn' ich den Hübschen mal Julius Smitheerens!

    Und danke fürs eintragen >:)

    2 days late with starbucks, but here we go heartpurple


    Name:  Julius

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    Altersstufe: Erwachsener

    Geburtstag: 24. Mai

    Größe: 1,74m

    Familienstand: Ledig

    Familie: Julius ist ein Einzelkind - seine Eltern sind in ihrer Heimatstadt geblieben, während es ihn selbst durch die Welt gezogen hat.

    Herkunft: Kastagnette

    Info: Alles, was Julius jemals wollte, war die Welt. Er liebt es, sich selbst zu verwöhnen und so hatte er es durch sein gutes Aussehen und seine Persönlichkeit schon früh geschafft, sich eine Karriere aufzubauen. Inzwischen ist er ein recht bekanntes Model, war auf mehreren Zeitschriften und in Werbungen zu sehen und reist zwischen seinen Aufträgen durch die Gegend. Trott ödet ihn schnell an, weshalb er ständig nach Abwechslung sucht.

    Job: Model, nebenberuflich Modedesigner und hobbymäßig Künstler

    Charakter: extravagant, charmant, etwas skurril, spontan, aufbrausend, emotional, listig, manchmal etwas oberflächlich, perfektionistisch & abstrakt

    Vorlieben: Romantik, schöne, aber auch ungewöhnliche Dinge, interessante Gegenden und Landschaften, interessante Leute & Gespräche, harmlose Lügen, Freigeister, Luxus, Edelsteine, Wein & Champagner

    Abneigungen: Horror, Wiederholungen, Menschen die keine Gefühle zeigen oder zulassen, Schnecken, Jet lag, Kontrollfreaks, Spinnen

    Wohnort: Goethestraße 2

    Vergeben an: Death XIII

    Gaius & Tori


    Der Zwerg hatte ausgesprochen und danach tat er nichts. Er tat nichts weiter, als still zu sein, den Geräuschen von Toris kleinem, pochendem Herzen zu lauschen, dem stillen und doch so lautem, intensiven Atem und der schier endlosen Stille, die doch nur wenige Sekundenbruchteile lang anhielt, sich auf ihre eigene Art und Weise jedoch wie Jahre, Jahrzehnte gar anfühlte. Es war ein komisches Gefühl - es war kein schlechtes endlos, nein. Denn obwohl die Stille nach seinen Worten einen dunklen Schleier auf ihrem Haupte zu tragen schien, so war sie doch irgendwie angenehm. Nicht ihrer Selbst wegen, es waren einfach.. die Umstände? Die Situation? Die Nähe, Toris Anwesenheit, nein, die sein und die ihre zusammen, in eben jener Position, ja, das war es, die Sache, die es ausmachte, es anders machte. Es war so, als sei es egal. Vollkommen gleich, vollkommen unwichtig, was gerade geschah, was gerade gesagt wurde. Sie beide waren da, waren hier, waren sich so unglaublich nah. Gaius realisierte gar nicht wie nah und doch tat er es. Als Tori sich ein Stück weit anhob, sich ein kleines Stück aufrichtete, da fielen unzählige, unzählbar viele einzelne Haarsträhnen hinunter, huschten auf seinem Gesicht umher wie Regentropfen, streiften seine Wangen, seine Lippen, seinen Hals, seinen Oberkörper. So unsagbar nah. Der Schmied hatte kein einziges Wort mehr gesagt, erwischte sich dann jedoch dabei wie ihm unwillkürlich ein scharfer Atemzug bei dem Anblick vor sich entkam. Sie mied zunächst seinen Blick, während der seine auf ihrem Gesicht hängen blieb. Die einzelnen Linien, die einzelnen Teile dessen musterte - erstaunt, fasziniert. Sie mied seinen Blick noch immer und er konnte nicht anders als mit seinem Auge dem Weg ein paar verlorener Haarsträhnen zu folgen, hinunter, zu seiner Schulter, seiner Haut. 'Aber wieso sollte ich das sein..', hörte er sich selbst die Worte von vor wenigen Augenblicken sagen und auch, wenn er doch Gründe hatte - war er überhaupt berechtigt dazu diese Frage zu stellen? Toris bloße Präsenz, ihr Anblick allein irritierten ihn. Die Empfindungen, die Reaktionen seines Körpers, ah, sie waren so verworren, so unverständlich, so verwirrend. Toris Blick kam zurück, klammerte sich an dem seinen fest, blieb starr, blieb regungslos und doch voll Emotion zur selben Zeit. Als sie zu sprechen begann, ihm zustimmte - da wirkte Gaius kurz überrascht. Nicht, weil er etwas andres erwartet hatte, nein, das hatte er mit nichten. Er hatte nichts erwartet, hatte Silben gesprochen, bloß um sie loszuwerden, um sie in den Raum zu werfen, seine Gedanken nicht nur für sich allein zu behalten. In seinem Kopf hatte Leere geherrscht und gleichzeitig, da war er so voll gewesen, dass nicht einmal Platz für eben jene Erwartungen da gewesen wäre. Sie sprach weiter und das Gesicht des Schmiedes regte sich nicht mehr. Er hörte ihr zu, jeder einzelne Buchstabe drang in seine spitzen Ohren hinein und auch als sie kurz pausierte, da blieb er still. Erneut erhob sie das Wort, kurz, einen Moment lang nur, dann verstummte auch sie. Es blieb still. Gaius blickte in die tiefen, blauen Augen seines Gegenübers und blieb eine lang erscheinende Zeit lang still, wohl nicht sicher, was er mit dem Ausgesprochenem anzustellen vermochte. "Ich verstehe dich nicht..", hauchte er mit einem Hauch von Wehmut in der Stimme, leise, sanft und doch auch warm. Er sah der Blonden in die wunderschönen Iriden und gab ein kleines, zartes Lachen von sich. "Ich verstehe nichts..", sprach er weiter, genauso leise, genauso vorsichtig wie vorher. "Du bist so merkwürdig, Tori.." Ein kleine Pause, auf seinem Gesicht huschte ein schmales Lächeln vorbei. "So unglaublich, so absolut faszinierend, so beeindruckend.." Weiter kam er nicht. Konnte er nicht. Wie denn auch? Es war langsam passiert, vorausschaubar und doch urplötzlich. Stück für Stück hatte der Mann seinen Oberkörper, seinen Kopf angehoben, so lange, bis sich die intensiven Blicke trafen, nicht nur metaphorisch, nein, sie waren sich mit einem Mal so nah, dass es sonst keine andere Option mehr gab. Und dann? Dann hatte der Dunkelhaarige die rosigen Lippen der Brillenträgerin in Anspruch genommen, sie beschlagnahmt, mit den seinen, den Lippen, die gerade noch damit beschäftigt gewesen waren zu sprechen, die die Worte, die er eigentlich fortführen wollte, wohl nie zu Ende sprechen können würden. Zu beschäftigt. Nicht dazu fähig. Ah, welch ein Jammer.

    1783-chlorica-pngChlorica & Ondorus


    Wieder herrschte eine kurze Weile lang eisige Stille an. Weder die Pastellhaarige, noch der Fremde brachen diese oder gar die Bewegungslosigkeit. Einen Augenblick lang spielte die Gelbäugige mit dem Gedanken, sich völlig spontan umzudrehen und dem Mann gegenüber zu stehen, als dieser schlussendlich doch noch das Wort ergriff. Oh, seine Worte langweilten sie. Er ging überhaupt nicht auf das ein, was sie soeben ausgesprochen hatte. Gut, das musste er selbstverständlich auch nicht, allerdings.. war es zu schade. "Dem bin ich mir bewusst.", erwiderte sie auf seine Feststellung, dass dies nicht der Ort sei, den sie suche und als er ihr dann vorschlug, sie zum Ausgang zu geleiten, schüttelte sie leicht den Kopf. "Verzeiht, aber ich habe Euch nicht um eine Eskorte gebeten. Auch dies Angebot muss ich leider fürs Erste ausschlagen." Dass er ihr näher kam - das ignorierte sie. Sie beide hatten schließlich noch genug Abstand zueinander, dass sie sich nicht in ihrer Präsenz gestört fühlen musste. Seinen kleinlauten Kommentar jedoch - es musste gar nicht erst ausgesprochen werden, dass sie jenen nicht einfach überhörte. Doch direkt auf diesen antworten? Sie wäre ein Narr, würde sie diesen Versuch in die Wege leiten wollen. Stattdessen schwieg sie erneut, ihre Stimme wich dann jedoch in eine eher süßliche Richtung: "Sagt, Fremder. Sind in Eurer Kultur Höflichkeiten nicht Gäbe? Es zeugt von grandioser Unhöflichkeit, die Vorstellung einer Frau nicht zu erwidern. Wäret Ihr so freundlich mir ebenfalls Kund zu geben, mit wem ich das Vergnügen habe? Und meine gänzliche Neugierde zu stillen und mir zu erläutern, wo ich mich hier befinde? Zum Ausgang wovon gedenkt es Euch mich zu geleiten?"

    1783-chlorica-pngChlorica & Ondorus



    'Halt', ertönte eine ihr unbekannte, tiefe Stimme, deren Ursprung - nicht weit hinter ihr und auf Chloricas zartem Gesicht bildete sich sofort ein feines, amüsiertes Lächeln. Ooho~ heartpurple, kommentierte sie gedanklich die nicht gerade unbeachtliche Leistung des Fremden sie ein wenig überrascht zu haben. Ah, zu gerne wüsste sie, wie das Wesen es geschafft hatte. War es humanoid? Es sprach zumindest auf diese Art und Weise. War es männlich? Die Stimme deutete darauf hin, doch Chlorica konnte es nicht mit bestimmter Gewissheit sagen. Aber das spielte keine Rolle, sollte sie es nämlich wirklich herausfinden wollen, so würde sie das tun. Doch gerade? Da blieb die junge Frau regungslos stehen, lauschte den kurzen, knappen Worten des vermeintlichen Zeltbewohner. Auf seine Aufforderung hin entkam ihr ein kleines, glockenhaftes Kichern, doch ließ sie den Fremden noch fertig sprechen. Sie ließ ihn die Sätze, die Buchstaben aus seinem Munde beenden und dann, dann schwieg sie noch einen kurzen Zeitraum lang. "Nein.", erwiderte sie schließlich schroff, ihre Stimme so kalt und emotionslos wie es meist der Fall war, "Ich lehne Eure Aufforderung ab." Vielleicht war ihr Verhalten willkürlich, gefährlich, nicht geistesgegenwärtig! Doch war es das? Die Lilahaarige sah letztendlich schlicht und ergreifend keinen Grund, keinen Sinn darin, den Worten Folge zu leisten. Sie hatte nichts gehört. Sie konnte auch kein Blut, kein Stahl, kein Metall riechen. Der Fremde schien unbewaffnet - vielleicht war er ja der Magie kundig? - doch er schien auch allein. Er musste allein sein, nicht wahr? Es konnten sich unmöglich noch mehr Lebewesen vor ihr verborgen haben, nein, das war schlicht und ergreifend keine Option. Und es sich mit einer einzelnen Person verscherzen und es dann mit dieser aufnehmen zu müssen? Ah, das war für die Angestellte nun wirklich keine Herausforderung. Und inzwischen, ja, da war sich die Butlerin sicher, es mit einem Mann zu tun zu haben. Männer überschätzten sich nun wirklich gerne. Und die Art wie er sprach.. oh, wie sehr konnte sie diesen gewissen Klang heraushören. "Ich werde die unglaubliche Faszination, die ihr Männer an Namen zu finden scheint, wohl nie gänzlich erfassen können.", begann sie dann, noch immer noch keinen Millimeter Bewegung preisgebend, "Mein Name lautet Chlorica de Incremento. Ich befinde mich auf dem Weg zum Tempel Kali's. Hat Euch diese Information nun in irgendeiner Art und Weise weitergebracht?"

    Kyle & Tara am Baumhausbaum




    "Überrascht..?", wiederholte der lilahaarige Punk leise, ja fast kaum hörbar und ein wenig, nun ja - verdutzt und belustigt zugleich die Worte der Unbekannten. Kyle wusste nicht genau, was er als Antwort von ihr erwartet hatte. Wobei doch, ein wenig schon. Irgendetwas in Richtung 'Was nein, alles okay, natürlich, wieso sollte es das nicht sein?' oder ein 'Haha, just casually wanting to die, no big deal'. Eine der klassischen Antworten eben, wobei erstere da natürlich wahrscheinlicher gewesen wäre. Stattdessen bekam er etwas ehrlicheres zu hören - zumindest vermutete er, dass es ehrlich war, denn anders hätte er sich diese Form der Erwiderung spontan nicht erklären können - und musste sich ein kleines Lachen verkneifen. 'Überrascht'. Gut, er persönlich hätte das sicher etwas anders formuliert - überrascht klang nämlich um einiges untertrieben und irgendwie fehl am Platze, wenn man einmal bedachte, dass sie gerade unter einen pseudo-verlassenen Baum geflüchtet war. Gut, was die Flucht anging war sich der Amerikaner nicht sicher, woher denn auch? Vielleicht hatte die unbekannte Dame ja auch eine nette Zeit auf der Party gehabt, sich mit vielen Bekannten und Freunden unterhalten und war jetzt einfach erschöpft von all den unerwarteten sozialen Interaktionen. Brauchte eine Pause, bis sie wieder dazu stoßen konnte, weiterfeiern, weitersprechen. Wobei, das könnte man irgendwie auch wieder als Flucht gelten lassen. Dem Halbrussen blieb sowieso nicht viel Zeit groß weiter über das Thema nachzudenken, denn ganz unerwartet folgte auf die kurze Redepause auf einmal eine Frage.

    Dem Heranwachsenden entkam ein kleines Glucksen, denn tatsächlich hatte er nicht mit einer spontanen Gegenfrage gerechnet. Immerhin schien sein nicht ganz so Gegenüber dann wenigstens keine Panikattacke oder Ähnliches zu haben. Oder aber sie versuchte es so gut es ging zu verbergen. Vielleicht war es dann auch nicht die beste Idee von einem Fremden angesprochen zu werden, aber.. Nun waren sie beide schon in too deep.Und wie gesagt, möglicherweise interpretierte er ja sowieso zuviel hinein. Ihm schien es zwar gerade logisch was er dachte, aber tat das nach einer gewissen Menge Alkohol nicht fast alles? Auf ihre Frage hin musste er kurz überlegen. Sie hatte ihm ehrlich geantwortet, nicht? Dann schuldete er ihr auch eine gewisse Offenheit. "Hmm..", fing er an, noch immer nicht sicher, was er darauf erwidern sollte. "Heute ist wohl einfach nicht so mein Tag, I guess? Oh, und ich habe eben auf der Party eine Art epic fail hingelegt, deshalb auch das alleine an 'nem Baum chillen, aber sonst.." Er zuckte mit den Schultern. Ja, so gesehen war das Verhältnismäßig eigentlich gar nicht mal so wild. Es gab schlimmeres. Hatte es zumindest gegeben. Machte das hier gerade zwar nicht gerade um einiges besser, aber trotzdem. Er machte eine kleine Pause, hatte sich in der Zwischenzeit seine vorletzte Kippe angemacht und atmete das Nikotin ein. "Flüchtest du.. Eigentlich immer zum nächstbesten verlassenen Ort wenn du überrascht bist? Because.. Same", witzelte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen, meinte diese Frage andererseits aber auch ernst. Immerhin hattr er ja genau das eben gemacht, huh.

    Gaius & Tori


    'Es ist nicht furchtbar. Ausnahmsweise nicht.' Verwirrend. Unerwartet. Was Tori da von sich gab, es war schwierig zu verstehen. Dabei gab es nichts, was an diesen Worten schwer zu verstehen war. Nein, sie waren einfach. Zwei völlig liniare Aussagen, zwei Sätze, die klarer nicht sein könnten. Es war nicht furchtbar. Ausnahmsweise nicht. Was war an diesen Worten nicht zu begreifen? Alles war gut. Zum ersten Mal seit langem - das war es doch, was die Blonde da sagte, nicht? Und trotzdem.. so einfach konnte das nicht sein, konnte es? Gaius hörte die Worte des Mädchens, verstand jedoch nicht, was sie ihm damit sagte. Zum Teil, ja da verstand er - zum anderen aber auch nicht. Es war definitiv furchtbar. Es war definitiv nicht gut. Wieso widersprach sie ihm also? Dem Zwerg fiel es nicht leicht, sich gerade in die Perspektive der Blonden einzufühlen - viel zu sehr war er mit all den eigenen Gedanken und Gefühlen beschäftigt die gerade auf ihn herabregneten. So begriff er nicht ganz, doch er begriff, dass die Frau, die er in solch kurzer Zeit bereits so lieb gewonnen hatte, ihm einfach so widersprach. Sie widersprach ihm und gab keine Gründe. Es brauchte keine Gründe. Sie sprach die Worte, so gezielt und schnell und ließ sie als das stehen, was sie waren. Mehr brauchte es nicht. Es reichte. Diese 6 kleinen Worte reichten. Sie hatte seinen Aussagen widersprochen und als sie das getan hatte, da entwich dem Mann ein kleines Lachen. Es war komisch, wenn man von etwas so sehr überzeugt war und einem Jemand mit eben jener selben Überzeugung etwas ganz anderes vor die Füße warf. Das Gegenteil sagte. Es brauchte keine Gründe, keine Erklärungen - diese merkwürdige Bestimmtheit, diese Überzeugung - im Moment reichte sie als Argumentation. Der Einäugige hörte, nein spürte warmen Atem, schnelle Schläge. Von wo kamen sie? War es sein eigener Atem, sein eigenes Herz, welches gerade verrückt spielte? Oder war es das Toris, welches sich wortlos bemerkbar machte. Oder waren es beide, welche zusammen nach einem fremden Takt gegriffen und sich in diesem vereint hatten? Aber wieso sollten sie. Wieso sollten sie es beide tun. Wieso sollte es Tori tun? Nein, wieso sollt er selbst es überhaupt tun? Ah, hatte er nicht eben selbst gesagt, dass er grundlos glücklich war? Doch war es wirklich grundloses Glück? Als Tori weiter sprach, dann inne hielt, da wagte der Schmied es nicht auch nur ein einziges Geräusch von sich zu geben, was sie unterbrechen könnte. Er lauschte ihren Worten, konnte dabei noch immer den Geruch ihrer Haare, ihres Seins riechen und versank einen Moment in tiefes Schweigen. Diesmal war es anders. Diese Aussage konnte nicht für sich stehen bleiben - nicht für Gaius, nicht gerade. Hier war es nicht okay, wenn er nicht genau verstand. Nicht in vollem Ausmaße die Aussage nachvollziehen, verfolgen konnte. "Aber wieso sollte ich das sein..", begann er dann, leise, irritiert - von sich selbst und von Tori, von der Welt und dem, was sie sich aus dem Ärmel zauberte. "Wir kennen uns doch kaum. Du weißt nichts über mich. Weißt nicht, wer ich bin. Woher ich komme. Nichts. " Stimme das so? Vielleicht war Nichts etwas so harsch gewesen. Doch es stimmte. Sie hatten zusammen philosophiert, zusammen geredet - doch wirklich kennen, nein, davon konnte nicht die Rede sein. "Vertraust du mit etwa so sehr, dass es dir ganz gleich ist..?", fragte er und war sich nicht sicher, was für eine Antwort er darauf erwartete. Und erst Recht nicht, welche er hören wollte. Der Zwerg machte eine kurze Pause, lauschte dem Atem der Maid. "Das solltest du wirklich nicht..", fügte er schließlich hinzu, um einiges leiser, als die stillen Worte vorhin noch und während er diese Worte sprach, da schlich sich ein merkwürdig unbekannter Unterton in seine Stimme. Es war nicht so, als hatte er dies bedrohlich gemeint oder Unheil verkündend, doch.. irgendetwas war anders. Strahlten seine Worte nicht für gewöhnlich eine Art positive Wärme aus? Wo war diese im letzten Teil geblieben?

    Es war wahrscheinlich eine wirklich gute Frage, was passieren würde, sollte einer der vielen Angestellten des Waisenhauses nun auftauchen und die drei Rabauken bei ihrem bunten Treiben erwischen. Außenstehende könnten nun wahrscheinlich vermuten, dass sich ein Leck im Dach des bescheidenen Häuschen befand und es aufgrund der langsam echt frostigen Temperaturen um einen Haufen Schnee handelte, der dort ins Heim der Kinder gerieselt war, doch die Wahrheit.. sah nach kurzer Realisationszeit sicher um einiges dümmer aus. Kelsey freute sich als die beiden Anderen bei seinem Gelächter miteinstimmten und es war irgendwie merkwürdig, weil hatte er soetwas in der Form schon einmal vorher gehabt? Klar, er war mit Candy und Marco befreundet und ja sie hatten viel zusammen gelacht! Aber war es wirklich zusammen gewesen? Meist verstand Kelsey nicht was gerade vor sich ging wenn irgendjemand es lustig fand und zugegebenermaßen - jetzt sah die Sache nicht unbedingt anders aus. Aber er wusste, dass sie lachten, weil sie alle doof aussahen! Also wusste er immerhin etwas. Oh und wo wir gerade davon sprachen.. Der Blondschopf sah auf Leonels Kommentar hin etwas überrascht an sich herunter und musste feststellen.. Ja, unglaublich, aber Mehl vor sich auf den Boden fallen zu lassen sorgte tatsächlich dafür, dass man ebenfalls voller Mehl war! Als Aria dann auch noch zum nächsten Schritt griff und Mehl auf die beiden Jungs warf, da überschlugen sich die Dinge ja quasi! Der kleine Waise klimperte einige Male mit den Wimpern, hatten sich auf seinen kleinen Äuglein doch eine Schicht des weißen Zeugs gebildet und ging aus Reflex, oder war es inzwischen einfach nur Prinzip?, ein Schritt zurück. Woah! Was passierte denn jetzt? Aria lachte, also schlussfolgerte das Kind daraus, dass sie nicht sauer war! Oder es.. Ziemlich komisch ausdrückte wenn sie sauer war! Nach einigen Sekunden in denen Kels sich erstmal fassen und der Situation anpassen musste, beugte auch er sich runter und machte es dem Mädchen gleich. Baaam! Voll ins Gesicht der anderen. Hah! Das war doch richtig so oder? Oh, aber vielleicht waren die Schritte, die man aus der Ferne zwischen den Schlachtgeräuschen im Flur hörte kein gutes Zeichen und die Gruppe sollte etwas aufmerksamer sein.. Nah. Zeit zu spielen!!

    Heeeeeellloooo...


    ich möchte Yuri schweren Herzens (zumindest für's Erste) abgeben, da wir beide zusammen momentan nicht mehr so gut funktionieren :c


    Stattdessen würde ich mir gerne Julius reservieren! heartpurple

    Soooo meine lieben Kinder der Nacht!
    Diesen Monat etwas spät, da Kaddo und ich etwas abwesend waren, aber trotzdem hätten wir kurz 2 Sachen für euch!
    Zum einen das monatliche Austragen...


    Pandora


    ..Also, alle außer mir haben diesen Monat brav gepostet! hmsad (Steinigt den Mod)



    Und, passend zum neuen Charakter-Overflow im HM RPG, haben wir uns auch drei hübsche Kinderchen für euch rausgesucht!



    Viel Spaß mit Luna, Noel & Seriza/Venti


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    1483-kyle-rain-pngKyle & Tara


    Ah. So in wenig Einsamkeit hatte schon seine Vor- und Nachteile. Ein Vorteil zum Beispiel war, dass Kyle langsam aber sicher wieder runter kam. Hey, tatsächlich fühlte er sich langsam sogar einigermaßen wohl hier unten diesem Baum. Zugegeben - soviel Credit konnte er der Einsamkeit dann leider doch nicht geben. Die fast leere Kippenschachtel und der langsam ebenfalls weniger werdende Alkohol hatten schon so ihren eigenen Teil beigetragen. Und dieser Teil war sehr groß gewesen. Vielleicht ein wenig zu groß in zu wenig Zeit. Aber okay, das war ein anderen Problem, mit welchem Kyle sich gerade noch nicht wirklich rumschlagen musste. Ein Nachteil von Einsamkeit jedoch war.. dass es auf Dauer ziemlich langweilig werden konnte. Aber nicht für Kyle, hah! Als ob ihm langweilig werden würde! Also.. er hatte ja noch.. 2.. 3.. äh, nein! 5!! 5 ganze Kippen!! Also noch genug Material mit dem man sich die Zeit vertreiben und seine Musik genießen konnte. Der Amerikaner genoss gerade den Klang des nächsten Liedes, lauschte den wenigen, aber soviel sagenden Worten seines Lieblingsartisten und war einen Moment lang sogar kurz dazu verleitet mitzusingen. Aber Gott sei Dank konnte er sich von der Idee abhalten - nicht weil er so verdammt scheiße sang oder so, sondern einfach weil er ja keine unnötige Aufmerksamkeit mehr auf sich ziehen wollte. Und da war es dann. Also, keine Ahnung was genau dieses etwas war. Aber Kyle schlug irritiert und überrascht die Augen auf, als etwas Schweres nicht weit von ihm entfernt zu Boden plumpste und dabei ein lautes Rascheln und Knistern von sich gab. "What the..", hauchte er leise in seiner Konfusität heraus, aber die Fremde schien ihn sowieso überhaupt nicht zu beachten. Das Problem war nur, auch Kyle wusste in jenem Moment noch nicht, dass es so etwas wie eine Fremde am anderen Ende des Baumes gab. Für ihn war es einfach nur eine Geräuschkulisse hinter ihm, die Quelle davon noch völlig unbekannt. Und um ehrlich zu sein, er hoffte gerade eigentlich nur, dass es kein Bär oder so war - ja, klar, die Wahrscheinlichkeit dafür lag quasi bei 0, aber wenn jemandem so etwas passieren könnte, dann sicher ihm - der ihn zum kronenden Abschluss des wundervollen Abends gleich auch noch attackieren würde. Ah, aber nein. Keine zwanzig Sekunden später ertönte eine weibliche Stimme und sorgte dafür dass der Punk seine absurde Theorie über Bord warf. Bei den Worten des Mädchens entkam dem Kerl ein kurzlebiges, leises Lachen. Ah, was für eine gute Frage. Eine Frage, die er sich selbst auch allzu oft gefragt hatte. Und auch heute, nachdem Ran so lange verschollen war (haha) und er sich im bunten Treiben so ganz alleine etwas Fehl am Platz gefühlt hatte. "Weil hier 'ne Studentenparty stattfindet. Keine wirklich gute, aber den Leuten scheint's gereicht zu haben..", antwortete er in niedriger Lautstärke und nahm nach seinen Worten einen weiteren Zug seiner Kippe. Mhm, wieso hatte er überhaupt angefangen zu reden? Lag das an dem ganzen Alkohol, welchen er bereits in sich hinein gekippt hatte? Gott, er hatte echt nicht nachgedacht. Hatte er sich nicht hierher gesetzt um jeglichen Menschenkontakt gekonnt zu vermeiden? Und was war mit der Fremden? Hatte sie überhaupt Bock von einem random Typen mitten im Nirgendwo angesprochen zu werden? Sie war sicher ja auch nicht hier, weil sie ihrer besten Freundin unbedingt eine Sprachnachricht über den tollen Abend schicken musste und der Empfang hier einfach viel besser als dort hinten war oder so. Oh man, vielleicht wäre ein wilder Bär doch die bessere Alternative gewesen. Kyle schloss kurz wieder die Augen, überlegte, ob er jetzt aufstehen und gehen, aufstehen und sich die Unbekannte mal ansehen oder aber etwas ganz anderes machen sollte. Beschloss dann jedoch einfach sitzen zu bleiben und drückte den Stummel in seiner Hand aus. Wenn er sowieso schon gesprochen hatte.. machte es ja auch keinen Sinn mehr jetzt noch zurück zu rudern. Wieso war die andere überhaupt hier? So viele Menschen.. oh, war das hier so wie mit Luke? Hatte da jemand am anderen Ende des Baumes eine Panikattacke? Falls ja, dann war er dafür definitiv zu dicht. Trotzdem gab er kurz ein lautloses Seufzen von sich und öffnete die Augen wieder. Vielleicht nicht. Vielleicht doch. Keine Ahnung, er hatte nicht den Kopf gerade darüber nachzudenken. Er würde sie ganz einfach fragen und schauen, was sich dann ergab. Er überanalysierte Situationen sowieso viel zu oft. Aber oft stimmte es ja auch. Aber es war ja auch besser, zuviel hineinzuinterpretieren, als zu wenig, oder? Und notfalls wäre es ja nicht die erste Flucht gewesen die er heute ablegen musste. "Hey, geht es-.. ist bei dir alles okay?"

    Rick & Sue in der Kirche


    Es war sicher nicht das erste Mal, dass die beiden hier von Taxifahrern aufgrund ihrer Wunschziele schief angesehen wurden. Nein, definitiv nicht. Man konnte sich jetzt wohl fragen, wie diese Taxifahrer-verstörenden Wunschziele wohl alle so genau aussahen. Und ja, das war wahrscheinlich eine berechtigte Frage, die auch sehr interessante Antworten zu bieten hatte. Aber darum ging es gerade nicht und ganz ehrlich, wollte man das wirklich so genau wissen? Moment. Was - echt? Wow. Okay. Schon mal was von Privatsphäre gehört? Nein? Okay, vielleicht nicht die passendste Anklage wenn man bedachte, wo sich die beiden gerade befanden. Und auch nicht, wenn man bedachte, was die beiden für spezifische Pläne im Kopf hatten. Aber hey, wenn der herzallerliebste Gott doch sowieso immer bei einem war, was kümmerte es einen dann, ob der vermeintliche Herr gerade unfreiwillig in der ersten Reihe saß? Falls es ihn gab war er doch irgendwo selbst Schuld an der ganzen Sache. Ricks Augen huschten durch die gigantische Halle, als seine Freundin die Türen öffnete und den geräumigen Eingangsbereich freigab. "Hah..", entkam es dem Mann leise, ein wenig anerkennend, "Gar nicht mal so übel hier, nicht?", merkte er an, trat tiefer in den Raum hinein und lachte dann leicht auf, "Erstaunlich wie viel Geld die Leute gewillt sind für einen fiktiven Freund auszugeben, während alles Lebende ihnen quasi am Arsch vorbei geht." Oh, da war er. Der Spott in seiner Stimme. Vielleicht war der Teil mit der Anerkennung ja zu früh versprochen worden. Der Braunhaarige schien amüsiert von der Irrationalität dieser menschlichen Entscheidungen, ließ seinen Blick durch den Raum schweifen, bis er schließlich an Sue hingen blieb, die gerade das Wort ergriffen hatte. Ihr Kommentar brachte ihn dazu kurzerhand zu schmunzeln.

    "So wie es aussieht ist sowieso keiner da, den wir mit unseren Untaten zuschütten könnten. Da bleibt uns doch nichts anderes übrig, als auf anderem Wege Buße zu tun, oder?", fragte er und noch ehe ihm die Asiatin eine wirkliche Antwort geben konnte, wurde diese schon unsanft an den Handgelenken gepackt und auf eine der leerstehenden Kirchenbänken geschmissen. Rick setzte ein verschmitztes Grinsen auf, als er die Erbin so von oben herab betrachtete, seine langen Haarsträhnen berührten fast ihr zartes Gesicht, als er über ihr kniete. "Ich hoffe dir ist die Position bequem genug. Was anderes hast du dir heute nämlich nicht verdient." Er machte eine kleine Pause, in der er ihrem Gesicht ein Stück weit näher kam, einen Sekundenbruchteil inne hielt und dann tiefer hinab zu ihrem Hals wanderte und sich dort ein wenig mit seinen Zähnen und Lippen vergnügte. Ah, das würde man sicher noch eine Weile lang sehen. Aber das würden natürlich nicht die einzigen kleinen Geschenke sein, die die beiden voneinander mit nach Hause nehmen würden. Man musste ja erkennen, dass die beiden einander gehörten, nicht? Außerdem konnten diese zwei gut aussehenden Menschen bloß mit ein paar kleinen oder aber auch größeren Verletzungen noch besser aussehen. Der Latino hob seinen Kopf wieder ein Stück an, sprach leise, da er nicht weit von ihrem Ohr entfernt war: "Nicht, dass dir das je was ausgemacht hätte.."

    1483-kyle-rain-pngKyle unterm Baumhaus


    Als Kyle die Leiter, die zum Baumhaus führte, hinunter kletterte, wusste er nicht Recht, was da oben eigentlich vor sich gegangen war. Und ganz ehrlich? Es war ihm so spröde herausgesagt auch sowas von scheiß egal. Warum sollte es das nämlich auch nicht sein? Der einzige Grund, weshalb er überhaupt erst so überreagiert hatte, war sowieso der gewesen, dass er gerade Cedric und seinen Zwillingsbruder verwechselt hatte und tja, die Sache war keine fünf Minuten her. Keine fünf Minuten genug, damit der Puls des Punks von 180 wieder runter kommen konnte. Und wisst ihr, was bei einer halben, okay, nennen wir es eher aufkommenden, Panikattacke wirklich wirklich unpraktisch ist? Unerwartet in zwei fremde Menschen zu rennen. Da kam man nämlich auf die dümmsten Gedanken und sagte auch die dümmsten Sachen. Dementsprechend war der Schwarzhaarige auch verdammt froh, dass er schon mitten auf der Leiter stand und noch kein Wort gesagt wurde, er also wieder verschwinden konnte, bevor er irgendwie noch weiter hyperventilierte - als er plötzlich dann doch noch kurz in der Bewegung inne halten und einen Augenblick lang das Gesicht in eine leicht verstörten Grimasse verziehen musste. "God, why..", wisperte er leise, auch wenn der Kerl, der diese cringyworthy Worte gerade gesprochen hatte, es wahrscheinlich besser hätte hören sollen. Kyle brauchte einen kleinen Moment um sich wieder zu fassen und weiter nach unten zu steigen - fuck, konnte irgendjemand so einen Spruch von sich geben und es ernst meinen? Der Rebell war sich eigentlich sicher, dass das unmöglich war, doch machte es das Ganze besser? Nope. Nope, das machte es nicht. Es hatte trotzdem an physischer Gewalt gegrenzt diesen Satz zu hören. Im Endeffekt war der Gepiercte fast schon wieder froh gerade viel zu aufgewühlt zu sein um mit Menschen umzugehen zu können - vielleicht war ihm dadurch ja noch mehr von dem wo das herkam erspart geblieben. Als Der Grauäugige wieder auf dem Boden angekommen war, da ging er nicht weit - tatsächlich, auch wenn es wahrscheinlich eine beschissene Idee war, ging er nur wenige Meter weiter und ließ sich direkt unter dem großen Baumhaus nieder, aber so, dass sich der Ein- und Ausgang auf der anderen Seite befand. Selbst wenn die beiden Baummenschen also das Gehäuse wieder verlassen würde sollten sie ihm nicht noch einmal über den Weg laufen. Und.. andere Menschen sollten nicht unbedingt einen Grund haben hierher zu kommen. Zumindest nicht, wenn keine 50 Meter weiter eine fette Strandparty am laufen war. Das hier sollte also doch der sicherste Ort für ein wenig Ruhe und Frieden aka. eine Portion Einsamkeit sein, oder? Kyle atmete tief ein und wieder aus, zündete sich eine Zigarette an und ließ sich auf den Gras bedeckten Boden sinken, der Versuch zur Ruhe zu kommen hatte gerade oberste Priorität. Und der Gedanke schien sich zu bestätigen, denn tatsächlich kam Niemand. Eine ganze Weile lang nicht. Und nach der vierten Zigarette und ein paar großen Schlücken aus der nun nicht mehr ganz so vollen geliehenen Flasche war er tatsächlich wieder ein ganzes Stück entspannter. Kyle spielte auf seinem Handy herum, machte etwas lauter, aber noch leise genug, um nicht von jedem gehört zu werden, ein wenig Musik an. Okay, irgendwie war das Lied, welches zufällig ganz oben auf seiner Liste gewesen war gerade schon dezent passend. Der Halbrusse lehnte sich zurück, sein Kopf und Rücken berührten einen der vielen umherstehenden Bäume - aber okay, an was zur Hölle hätte er sich in diesem Wald denn auch sonst noch lehnen können? Kyle schloss die Augen, lauschte der Musik und nahm dabei größere Züge seiner Lucky Strike als sonst. Mhmmm, Ran würde heute Abend nicht mehr aufkreuzen, oder?

    Gaius & Tori


    'Aber eher..' Was wollte er sagen? Worauf wollte er hinaus? Wieso stellte er sich diese doch eigentlich so einfachen Fragen eigentlich selbst? War er nicht derjenige, der von allen Leuten wissen sollte, was genau er sagen wollte? Was er empfand, was er dachte, was er tun wollte, was er machte? Wieso war es also so schwierig? Wieso kam er mit dieser einfachen Aufgabe nicht zurecht? Gaius wirkte etwas abwesend, lebte gerade nicht im Moment, viel eher in seiner eigenen Gedankenwelt und das machte keinen Sinn. Es machte keinen Sinn, denn auch wenn er sich tausende von Fragen stellte, so war diese Welt, diese kleine, nein, gigantische Welt, auf die nur er persönlich Zugriff hatte gerade vollkommen leer, vollkommen schwarz, voll von vollendeter Nichtigkeit. Ahh, es war wirklich kompliziert. Gaius wusste das. Natürlich tat er das. Er wusste nur nicht wieso. Doch, nein, halt - er wusste es. Nein, Moment - so war es gar nicht. Es war beides. Es war nichts. Es war nun einmal.. kompliziert. Der Zwerg wusste nicht, ob er es wusste, ob er sich sicher war, was diese eine Sache, diese ganz spezifische, furchtbare Sache war, vor der er sich fürchtete - denn er wagte es nicht auch nur einen einzigen Fuß in die Richtung eben jener Gedankengänge zu setzen. Er fürchtete sich. Fürchtete sich davor an das zu denken, wovor er sich fürchtete, floh vor der Angst und doch war sie sein ständiger Begleiter. Es war kompliziert. Ah, man konnte es nicht oft genug sagen. Konnte es nicht oft genug ungesagt lassen. Konnte nicht -

    "..." Verwirrt, irritiert - perplex zuckte der Schmied zusammen, als sein eines Auge plötzliche Bewegung direkt vor seinem Gesicht vernahm, seine graue Iride huschte in Richtung der Gestalt, doch wurde sie schnell von ein paar einzelnen Strähnen einer blonden Haarpracht aufgehalten. Kurz hielt der Mann die Luft an, spürte einen Schwall Wärme auf seinem Körper, spürte eine gewisse Schwere auf ihm, spürte.. die weiche Haut Toris die kurz sein Gesicht streifte. Überrascht verharrte der Zwerg in seiner Position, regungslos, lautlos, bloß seine ruhige Atmung entkam leise aus dem leicht geöffneten Mund. Es war mehr die Wärme aus den Tiefen Toris, als tatsächlicher Ton, der Gaius signalisierte, dass die Bebrillte gerade sprach - so leise war ihre Stimme, doch als sie sprach, da zuckten seine Mundwinkel abrupt ein Stück weit nach oben. 'Danke, dass du da bist' Ah, ihre Worte machten keinen Sinn. Es machte absolut keinen Sinn, dass sie das sagte. Aber musste es das? Musste es tatsächlich Sinn machen, um gerade, in jenem Moment, Sinn zu machen? Er war froh. Er war froh, dass sie bei ihm war. Er war schon froh gewesen, seit dem ersten Moment, in dem er sie erblickt, in dem er mit ihr geredet, ihre Stimme, ihre Welt erfahren hatte. Und noch froher war er, als er sie so nah an sich spürte. Ihre Stimme so leise, doch so nah bei sich hatte. Wieso umarmte sie ihn eigentlich? Es war schon das zweite Mal. Das erste war nicht einmal zwölf Stunden her. Gaius entkam ein kurzes Auflachen. Seine Arme setzen sich in Bewegung, umfassten den zarten Körper seines Gegenübers, gleichzeitig stand er jedoch auch auf, stand schnell auf, sein Griff, die erwiderte Umarmung, sie geschah mit Intensität, sie war zu intensiv, sie konnten sich nicht halten - verloren an Halt, der Stuhl rutschte unter ihnen weg, sie fielen zu Boden. Sie fielen zu Boden, Gaius mit dem Rücken voran, die Bezopfte hinterher. Sie blieben liegen. Der Grauhaarige blieb liegen. Tori musste auch liegen bleiben, sie hatte keine andere Wahl, zu fest hatte der Mann sie in seinen Klammern. Er lachte. Er lachte ein warmen, leises Lachen - amüsiert, belustigt, erfreut, verwirrt. Es war ein Lachen, ein Lachen voll von Gefühlen, voll von den verschiedensten Dingen. "Ich verstehe dich nicht..", begann er dann und sagte diese Worte so falsch, so voller Freude, so ganz anders, als man sie doch sonst sagte. "Du hast Angst.", fuhr er ruhig zwischen den langen Haaren der Magd hindurch fort, spürte wie sich ihr Körper, ihr Bauch, ihre Brust beim Atmen gegen seinen eigenen Körper hoben, senkten, "Du hast vor so vielem Angst. Sagst, du hast vor allem, vor der Welt und den schrecklichen Dingen, die sie zu bieten hat, Angst." Er machte eine kleine Pause, drückte mit einer Hand den Kopf der Frau näher an sich und vergrub einen Teil seines Gesichtes darin, schloss kurz die Augen und sog ihren Geruch ein. War zu sehr in der Situation gefangen, um zu merken, um sich darum zu kümmern, wie nah sie sich waren, wie fragwürdig selbstverständlich er ihr gerade von sich aus auch noch näher kam. "Und doch ist das Einzige, wovor du deinen Worten nach keine Angst hast.. das einzige, wovor ich mich fürchte." Ein schwaches, erheitertes Zischen entkam seinen Lippen und er bekam das Gefühl, Tori nur deshalb so fest bei sich zu halten, weil er nicht wusste, ob er sie nicht gleich, nicht bald wieder verlieren würde. "Wieso also dankst du mir dafür.. und wieso sind mir die Gründe dafür im Endeffekt eigentlich so egal? Wieso bin ich gerade so wahnsinnig glücklich? Viel zu glücklich, um mir darüber Gedanken zu machen, wie absolut furchtbar das doch eigentlich ist.."