Beiträge von Death XIII

    Gaius & Tori


    Ah, was hatte der junge Mann erwartet? Erneut eine dieser heutigen, sich ständig wiederholenden Fragen. Und auch die Heraushebung davon, das erneute Erneut, wie oft hatte es in letzter Zeit das Haupt erhoben? Tori schwieg einen Augenblick lang und Gaius wartete brav auf eine Reaktion der Blonden. Ihr schien ein leichter Rotschimmer über die Wangen zu huschen, doch der Zwerg schlussfolgerte nicht weshalb er es tat. Ob es nun daran lag, dass er es sich schlichtweg nicht fragte oder es aber einfach nicht begriff, das sei nun dahergestellt. Und so wartete er brav, der Grauäuggige, wartete, sah dann eine kleine Bewegung, ein einfaches Schulternzucken, nicht eine einzige Bewegung der Lippen. Huh? Was sollte ihm das denn jetzt sagen? War sie sich nicht sicher, wusste sie es nicht, war es ihr egal? Der Schwarzhaarige sah seinen Gegenüber kurz genauso wortlos an, wie er es zuvor auch geworden war, dann bildete sich auf seinen Lippen ein kleines Grinsen.

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Schon wieder so ein merkwürdiger Moment. Ein merkwürdiger Moment der einfach so davon strich - Tori dabei zuzusehen wie sie in Bewegung kam, ihr hübsches Gesicht langsam in weite Ferne rückte, nicht mehr nah war, nicht mehr so wunderbar nah. Gaius hatte es nicht erwartet, nicht so plötzlich - und das, obwohl doch er derjenige gewesen war, der plötzlich den Augenblick beendet, eine abrupte Aussage in den Raum geworfen hatte. Dadurch war es nicht mehr so intensiv, die Situation, das Knistern zwischen den beiden. Nicht so intensiv, nicht mehr so hypnotisierend und doch was der Schmied ein paar Sekunden lang verwirrt als die Blonde immer weiter von ihm weg war und sich aufsetzte. Gaius lauschte den kurzen Worten seines Gegenübers, folgte ihrem Beispiel dann und auch sein Oberkörper hob sich an, kam der Brillenträgerin dadurch wieder näher. Es fühlte sich ein wenig wie ein unbeholfener Tanz an, den sie da gerade vollführten. Unbewusst und doch irgendwie magnetisch? Dem Spitzöhrigen entkam ein kurzes belustigtes Aufschnauben, ein kleines, sanftes Kopfschütteln. "Nein.. nein ich weiß. Das.. das ist ja das Problem. Ich war gekommen um dich zu fragen und dann hab' ich dir stattdessen einen Haufen Ärger gemacht und jetzt.. naja, jetzt haben wir ihn.. wohl verpasst. Wie konnte ich das nur solange vergessen, immerhin bin ich doch extra dafü-" Der Einäugige zog rasch die Augenbrauen zusammen als ihm mit einem Mal etwas auffiel: "Moment, wie meinst du das, nachholen? Heißt das du hättest mit mir dort hingehen wollen?" Eine berechtigte Frage? Womöglich. Benötigt, nach einer so intimen Begegnung und den Gefühlen, die sie eben miteinander geteilt hatten? Für normale Menschen sicher nicht, für zwei unfähige Deppen wie die beiden wahrscheinlich schon.

    Seine kürzlich wiedergewonnene Freundin dabei zu beobachten, wie sie in einem wahnsinnigen Tempo durch die vielen - viel zu vielen - Räume der Villa huschte, dabei immer wieder den Namen ihrer - und in diesem Fall sollten wir vielleicht nochmal betonen, dass das ihrer für Sue stand, nicht für sie beide, wie wir ja kürzlich herausgefunden hatten - Tochter rief und keine Reaktion bekam war für Rick irgendwie.. öde? Ja, eine bessere Gefühlslage fiel dem wortgewandten Mann als Beschreibung tatsächlich gerade nicht ein. Zunächst einmal war es vielleicht komisch gewesen, komisch, eine Reaktion des Kindes als Option erwarten zu können, doch nachdem die ersten 2 Versuchte der Asiatin gescheitert waren, hatte der Braunhaarige diese Option letztendlich schnell wieder verworfen. Als Sue nach wenigen Minuten dann wiederkam und Rick nach seiner Pistole fragte, da entkam dem Latino allerdings ein kleines Schmunzeln. "Sollte ich vielleicht Jemanden anrufen? Bescheid geben, welch' grausame Erziehungsmittel in diesem Haus befürwortet werden?", fragte er, sein Tonfall gespielt ernster, als er eigentlich sein musste. Eine kurze Pause folgte, dann zuckte er jedoch gleichgültig, aber mit einem Grinsen auf den Lippen, die Schultern. "Kommode, zweite Schublade von unten. Benutz aber einen Schalldämpfer, sonst gibt's noch Probleme mit irgendwelchen Passanten. "Wie ernst der Mann seine Worte wohl meinte? Naja, zumindest der Tipp mit dem Schalldämpfer konnte womöglich ein Leben retten. Und hey, wenn man bedachte, was für einen netten Augenblick die Einäugige gerade grundlos zerstört hatte.. Sicher würde ein Gericht verstehen, weshalb Sue so intensiv handeln musste. Der Amerikaner hatte nicht einmal Zeit gehabt die Erbin zu fragen, was sie jetzt machen wollte, da hörte man plötzlich die Tür hinter ihnen zufallen. Und falls gerade zufällig kein Einbrecher hallo sagen wollte - und man, dann wäre besagte Pistole doch eine gute Idee gewesen -, dann musste gerade jemand gekommen sein, der in dieses Haus hinein gehörte. Ricks Blick wand sich zur Seite, zur Geräuschquelle und tatsächlich - da war ja der gesuchte Verbrecher. Das Halbblut beobachtete den kleinen Menschen dabei, wie er einen skeptischen Blick auf ihn war, zu seiner Mutter sah und dann begann auf ihn zu zeigen, ohne ihn auch nur noch eines einzigen Blickes zu würdigen. Gleichzeitig fragte die Schwarzhaarige Sue wo sie gewesen war und wer er war und Rick.. tja, Rick musste sich ein leises Auflachen verkneifen. Aber sich so etwas nicht anmerken zu lassen war ja quasi sein täglich Brot, nicht? Der Mann musste zugeben von dem Verhalten der Kleinen belustigt zu sein und da sie so eine Art gewählt hatte, um der Situation zu begegnen.. Oh, ja, das hatte sich Pandora jetzt selbst zuzuschreiben. Rick entkam ein lautes Seufzen und er lehnte für einen Augenblick seine Stirn auf seinen Fingerknöcheln ab. "Frau Choi, ich hatte wirklich gehofft, dass sich eine direkte Konfrontation in dieser Phase unserer Besprechungen vermeiden lässt, allerdings scheint das Kind ja nun in den Brunnen gefallen zu sein." Der Amerikaner sah seine Gefährtin mit ernster Miene an und erwartete in jenem Moment definitiv nicht, dass sie bereits auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, wovon zum Teufel er gerade sprach. "Möchten Sie Ihrer Tochter erzählen, weshalb Sie mich hergerufen und was Sie mir über ihre Situation erzählt haben, oder soll ich das für Sie übernehmen? Es ist okay wenn es Ihnen zu schwer fällt, ich bin hier um Sie bei Ihren Problemen zu unterstützen." Und nun war es an Sue eine gute Leistung abzuliefern. Rick war sich sicher, dass sie nach einem kurzen What-the-fuck-Rick?-Moment schon begreifen würde, was er da gerade tat - immerhin hatte er keine zwei Minuten zuvor auch noch einen Witz darüber gemacht. Und selbst wenn sie es nicht perfekt rüberbringen würden - Kinder glaubten einem fast alles, wenn man sich nur ein wenig Mühe gab. ~

    Kyle & Ran


    Ah. Seine halbwegs scherzhafte Beschwerde wurde von der Barkeeperin natürlich herzlich wenig berücksichtigt. Auch, wenn der Punk seinen Gegenüber noch nicht wirklich kannte, konnte er doch ehrlich zugeben, dass er das irgendwie erwartet hatte. Hey, ihre WhatsApp Nachrichten hatten ja auch nicht sonderlich fröhlich geklungen, also super schwer war es definitiv nicht gewesen. Doch die Art und Weise wie sie genau reagierte.. ja, das war dann doch etwas unerwartet. Sein versauter Beutezug? War das also das, was sie gesehen hatte? Was sie von ihrer flüchtigen Bekanntschaft dachte? Auf Kyles Lippen formte sich ein kleines, vielleicht leicht spöttisches, aber auch irgendwie forsches Grinsen: "Bold of you to assume I could get laid.", scherzte er leise und beobachte dabei mit ruhigem Blick wie die junge Frau einen Teil seiner Flasche leerte. Der Heranwachsende fragte sich kurz, ob er sich durch ihre Vermutung geschmeichelt oder aber beleidigt fühlen sollte, aber im Endeffekt war es eigentlich auch egal. Außerdem.. konnte er sowieso nicht reinen Gewissens behaupten, es hätte noch keine ähnlichen Situationen gegeben, die nicht so ausgegangen wären, wie Ran es wohl von der mit Tara erwartet hätte. Aber deshalb musste er ja nicht gleich hinter allem her sein, was nicht bei 3 auf den Bäumen war, oder? Oh, wo wir grad von Bäumen sprachen - schon saß die Braunhaarige neben ihm und lehnte sich an eben so einem Ding an. Kyles Blick folgte dem Weg des Alkohols, welchen seine Kollegin zwischen die beiden gestellt hatte, eine ganze Weile lang starrte er diese langsam echt leer werdende Flasche aus dem Augenwinkel heraus an, auch als Ran wieder zu sprechen begann. Natürlich hörte er ihr zu, hörte all ihre Worte, tat aber nichts, auch nicht dann, als sie eine kurze, eine wirklich kurze Pause machte. "Huh, wieso?", war das Einzige, was ihm leise entkam. Eine kleine, aber irgendwie auch nichtssagende Frage. Aber es gab auch nicht viel was der durchschnittliche Betrunkene auf so eine Einleitung seines Gegenübers erwidern konnte. Eine Hand griff nach der Flasche und wieder folgte Kyles Blick ihr, blieb kurz an dem Mund hängen, der sie umklammerte, dann wurde ihm das Ganze zu öde und er sah stattdessen in das Gesicht hinauf. Ran hörte auf zu trinken und auch sein Kopf drehte sich wieder nach vorne, starrte in das Weit entfernte Licht vor ihm. Es gab keinen wirklichen Grund, weshalb er die Flasche angestarrt hatte - ihm war einfach gerade danach gewesen. Und irgendwie hatte Kyle auch das Gefühl gehabt, dass es das einzig logische gewesen war. Er hatte keine Lust gehabt, starr und leblos nach vorn zu starren und es hatte sich nicht richtig angefühlt, seinen Blick für die gesamte Zeitspanne über Ran zu widmen. Irgendwie.. wäre das unheimlich gewesen? Unangenehm? Für beide? Als der Blauäugigen dann ein trauriges lachen entkam, da neigte sich sein Blick doch wieder kurz in ihre Richtung. Er hatte keine Ahnung wovon sie sprach und nach der Ankündigung des schlimmsten Alptraums war ein Lachen irgendwie unerwartet. "Oh.", entkam es dem Jungen und er zuckte leicht mit den Schultern, "Das ist okay. Ich geb' mir auch immer für alles die Schuld." Auch wenn das irgendwo stimmte - so änderte das wenig daran, dass dem Rothaarigen ein kurzes und leises Kichern entkam. "Sorry tho - I guess?" Die schwache Entschuldigung war in diesem Fall tatsächlich sogar ehrlich gemeint. Irgendwie hielt Kyle es ja auch gar nicht für so unwahrscheinlich tatsächlich irgendwie einen Teilschuld daran zu tragen - woran eigentlich auch immer.

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Hach, ob es schwierig war war tatsächlich eine gute Frage. Er war sich sicher. Sicher, dass es stimmte - aber wieso eigentlich? Konnte er es tatsächlich so genau sagen? So genau beurteilen? Ja und nein. Uff, wie oft würde es am heutigen Tage wohl noch auf ja und nein hinauslaufen? All diese vielen Gedanken, vielen Gefühle - sie wurden langsam wirklich anstrengend, wirklich viel. Es war wirklich faszinierend, dass es trotz allem irgendwie egal war. Es irgendwie wert. Was war eine Lawine an verwirrenden Dingen denn im Gegensatz zu diesem Moment? Diesem kurzen, vergänglichen (1,5 Jahre andauernden) Moment, der.. ja wie lange eigentlich schon anhielt? Gaius lauschte Toris leisen Worten, wusste nicht, ob diese eine Erwiderung verlangten und wusste ehrlich gesagt auch nicht, wie diese hätte aussehen sollen. Und so lagen sie einige Sekunden lang still da, ihre eigenen Herzen wahrscheinlich gleichzeitig so laut am schlagen, dass sie das einzige waren, was sie hören konnten und mit jedem Augenblick schien die Situation realer zu werden. Das klang merkwürdig, ja - war die Situation doch schon immer, die ganze Zeit über real gewesen, keine Fantasie, nichts ausgemaltes. Aber es war alles so schnell passiert, all die vielen Dinge die seit gestern Mittag geschehen waren und nun, in diesem kurzen Moment der Stille, der Ruhe, der Regungslosigkeit.. Was taten sie hier eigentlich? Was tat er? In was hatte er Tori da eigentlich hinein gezwungen? Benahm er sich gerade nicht wie der letzte Idiot? Der Griff des Zwerges lockerte sich, noch immer ruhten seine Arme auf der Maid, doch genoss diese mit einem Mal viel mehr Bewegungsfreiheit. Es machte keinen Sinn. Es machte keinen Sinn, dass ihm auf einmal der Gedanke kam, dass Tori vielleicht gerade unfreiwillig am Boden lag, dass er gerade eine merkwürdige und peinliche Begebenheit erschaffen hatte und trotzdem.. Trotzdem raste diese Idee durch seinen Kopf. Ich meine, wie sollte es das auch nicht? Der Langohrige war manchmal ein kolossaler Idiot, er war sozial gesehen relativ unbeholfen und.. Leos Worte. Oh, diese verfluchten Worte. Wieso hatte er auch solche Dinge andeuten müssen? Alles was Gaius gewollt hatte war doch einfach nur - "Oh. Oh.. ich war ja hergekommen.. um dich zu fragen... ob du Lust hast mit mir auf den.. großen Ball.. zu gehen.." Ja. Ja, dieser plötzliche, viel zu spät kommende Erkenntnis benötigte mehrere kurze Pausen um ausgesprochen zu werden. So sehr hatte der Einäugige das Ganze nämlich verpeilt. Die Iride der Mannes wanderte zum Gesicht der Blonden und er sah sie nichts-, aber gleichzeitig auch vielsagend an. Wie konnten die Geschehnisse ein paar Stunden nur so sehr vom eigentlichen Plan abweichen?

    1222-gaius-pngGaius & Tori


    Es war wirklich merkwürdig. Merkwürdig, was für eine Tiefe, was für eine Bedeutung in solch einfachen Worten doch manchmal stecken konnte. Gaius hatte seine Frage gestellt, hatte ein Grinsen auf den Lippen gehabt, während dies geschehen war - und wartete. Wartete auf eine Antwort der Blonden und irgendwie, ja irgendwie war es doch noch viel merkwürdiger, dass er diese Frage mit solch einem Ausdruck im Gesicht hatte stellen können. 'Nein', sprach sie und dieses einfache Wort - ah, es sagte so viel mehr aus als man zunächst meinen könnte. Natürlich hatte sie nein gesagt. Selbstverständlich. Aber was, hätte sie ja gesagt? Eine komische Vorstellung. Eine Vorstellung, die er bei seiner unbedachten Frage gar nicht erst in Betracht gezogen hatte. Aus Unwissenheit? Oder aber war der Zwerg so sehr von der Gewissheit überzeugt gewesen, sie würde zustimmen, dass er solch ein unverschämtes Lächeln hatte vorzeigen können? Aber es war egal, nicht? Was kümmerten einen was wäre wenn Situationen, wenn diese nicht in Kraft getreten waren? Was nütze es, sich diesen hinzugeben? Auch, wenn man zugeben musste - es war ein erschreckendes und gleichzeitig erleichterndes Gefühl, wenn man sich erst einmal darüber klar wurde, was für andere Optionen es gegeben haben konnte. Dem Schmied blieb wenig Zeit auf ihre Antwort zu reagieren - doch sprach das unwillkürliche Funkeln in seinem Auge, der Ausdruck in seinem Gesicht nicht sowieso schon Bände? Gaius blieb nicht wirklich Zeit Toris Gefühlschaos zu bemerken. Ah, wie auch? Manchmal war es wirklich schwer. Wirklich, wirklich schwer alle Emotionen, alle Blicke im Raum einzufangen. Aufmerksam genug zu sein, um nichts zu verpassen. Und diese kleinen Dinge dann auch noch richtig zu interpretieren.. Menschen verlangten teilweise wirklich das Unmögliche von ihren Gegenübern, huh? Der Einäugige war ein wenig überrascht davon, dass die Bezopfte ihr Gesicht in seiner Brust vergrub. Ahaha, musste das wirklich auch noch betont werden? Wie sollte man von solchen Dingen denn auch nicht überrascht sein? Passierten einem ja nicht jeden Tag - solche Sachen. Gott, wenn die junge Frau nicht spätestens jetzt sein Herz bis zum Himmel schlagen hören konnte, dann wusste er auch nicht. Und der Mann musste zugeben, dass ihn die Vorstellung ein wenig rot werden ließ. So sehr, dass er instinktiv seinen Blick zur Seite wenden musste und sein Herz vor Nervosität wahrscheinlich noch schneller pumpte. Ah. Er fühlte sich irgendwie.. entblößt? Was musste Tori gerade bloß nur durch den Kopf gehen? Was schlussfolgerte sie aus diesem Verhalten? Was schlussfolgerte er eigentlich aus eben jenem?! Und dann passierte es, diese kleinen Worte. Hatte sein Herz gerade einen Schlag ausgesetzt? Oder fühlte es sich bloß so an? Warum genau es das getan haben sollte war wirklich schwer zu erklären. Doch rasch widmete sein Auge sich wieder dem hübschen Kopf unter seinem. Was hatte der Kerl bloß angestellt. Das würde nicht gut enden, nein. Er würde das bereuen. Aber so, wie mit so ziemlich allen Sachen, die man irgendwann bereuen würde - im Moment war von Reue keine Spur. Im Moment, da war es ihm egal. Niemand denkt an den Sensenmann, wenn es an der Tür klopft. Nein, jeder wartet darauf, bis dieser einen gewaltsam mit sich in den Tod reißt. Gaius entkam ein leises, kaum hörbares Lachen. Doch natürlich hörte Tori es - so nah wie sie doch war. Selbst wenn sie es nicht hätte hören wollen - durch ihre Position blieb ihr sowieso nichts anderes übrig als die leichten Vibrationen des Geräusches zu spüren. "Du verlangst wirklich schwierige Dinge von mir, weißt du das eigentlich, Tori..?", fragte er leise. Wer auf der Welt konnte einem anderen schon jemals versprechen nicht zu verschwinden? Versprechen, einen niemals zu verlassen? Das Leben war nicht so freundlich diese Option den Lebewesen auf der Welt offen zu lassen. Ihnen was das anging eine Wahl zu lassen. Auf verschiedenste Art und Weisen. Und dennoch.. "Aber.. warum sollte ich so etwas unglaublich Dummes denn überhaupt vorhaben..?" Sie zu verlassen? Eher würde er die Welt vor seinen Augen untergehen sehen. Aber so war das nun einmal mit schlechten, schlechten Entscheidungen.. Doch wen hier interessierte solch eine schlechte Entscheidung unter diesen Umständen schon?

    Kyle & Ran


    Oh, irgendetwas schien der Dunkelhaarige in letzter Zeit wohl falsch zu machen. Zumindest war das gerade wohl das dritte oder sogar vierte Mal, dass in letzter Zeit jemand seine scherzhaften Aussagen missverstand. Oder zumindest wirkte es auf ihn so, als ob dies passierte? Denn er war ein wenig überrascht von der Antwort seines unbekannten Gesprächspartners und ganz ehrlich, es war auch irgendwie komisch sich mit jemandem zu unterhalten, den man noch nie gesehen hatte. Es hatte auch etwas interessantes, etwas angenehmes an sich und womöglich bildete Kyle sich das auch nur ein, aber dadurch, dass er bloß eine einzelne Stimme hatte, auf die er Acht geben musste, hatte er das Gefühl merkwürdig viel aus ihren Worten rauszuhören. Sie wirkte etwas nervös oder zumindest schien sie sich bei der Thematik nicht wirklich wohl zu fühlen? Was dem Teenager hingegen automatisch etwas Leid tat, denn eigentlich hatte sein Kommentar ja dazu gedient die Seriösität aus der Situation zu nehmen. Sich ein wenig darüber lustig machen eben - immerhin war das ja wohl nicht allzu abwegig wenn zwei Leute gerade an den selben Baum geflüchtet waren. Als das Mädchen dann jedoch etwas von seinem Epic Fail hören wollte - ja, natürlich wollte sie es genauer wissen, hätte er an ihrer Stelle wahrscheinlich auch - da herrschte von seiner Seite aus einen Augenblick lang Stille, bevor er ein kleines, lautloses geschlagen gegebenes Seufzen von sich gab. Okay, er musste zugeben, dass es irgendwo auch lustig war. Wahrscheinlich sehr lustig. Wahrscheinlich würde er in ein paar Minuten auch schon darüber lachen können, aber während und kurz nach seiner Flucht war es einfach nur.. Oh, Moment. War da gerade noch eine Stimme gewesen? Der Punk blickte dezent irritiert auf, als er langsam aus der Ferne eine Silhouette immer näher kommen sah und ihm entkam ein kleines, überraschtes: "Ran?", bevor sie auch schon weiter sprach. Während sie das tat warf er aus dem Seitenwinkel heraus einen Blick auf sein Handy, schaltete es kurz an und entdeckte in der Vorschau ein paar Nachrichten seiner Kollegin, die er wohl ungewollt.. ignoriert hatte. Ja, so konnte man das wohl nennen. Der Kerl folgte dem Blick der Braunhaarigen und sah gerade noch so, wie diese sich aufrichtete, ihren Namen nannte - oh, Tara also? - und ihr Gesicht dann in seine Richtung wand. Man, es war so dunkel, dass Kyle außer ihrer langen, schwarzen Haare kaum etwas erkennen konnte. Wie spät war es inzwischen eigentlich geworden? Oder war es einfach nur so dunkel, weil sie sich am Waldrand befanden und die Leute hier wenig wert auf anständige Beleuchtung legten? Die Schwarzhaarige verabschiedete sich also und huschte schnell davon - so schnell, dass Kyle nicht mal die Gelegenheit bekommen hatte, mehr als ein kleines Geräusch der Überforderung von sich zu geben. Yep, hatte er sich eben nicht schon gedacht, dass er zu drunk für diesen Scheiß war? Damit hatte er wohl Recht behalten. Nicht, dass er sich nüchtern unbedingt besser angestellt hätte. Zumindest war dies wohl seine Meinung. Einen Moment lang sah der Heranwachsende der Fremden noch dabei zu, wie sie Richtung Licht - wow, das klang irgendwie dramatisch - verschwand und ihn mit Ran in der Dunkelheit zurückließ - oh und wow, das klang jetzt noch dramatischer und irgendwie scheiße Ran gegenüber, aber hey, who knows, maybe it fits? - und sah dann mit einem leicht enttäuschten Gesichtsausdruck zu seiner vermisst gedachten Kollegin hoch. "Aww, du hast die Arme ernsthaft verscheucht..", beschwerte er sich, teils ernst, teils mit einem schmalen Grinsen auf den Lippen und um die Blauäugige etwas aufzuziehen. Ehrlich gesagt tat es dem Jungen tatsächlich für Tara Leid, dass sie ausgerechnet so das Weite suchen musste - war sicher nicht cool, von dem Ort verschwinden zu müssen, an welchen man zuvor erst geflohen war, aber was sollte man nun machen? Es war sicher irgendwie awkward für sie, aber noch awkwarder wäre es wohl gewesen, wäre sie an jenem Ort geblieben. Zumal Ran.. nicht gerade gut gelaunt schien. Und das musste was heißen, denn die Aura die sie gerade versprühte war kein Vergleich zu der, die die verkaterte Person in der Bar schon gehabt hatte. Also griff der Junge nach der noch halb vollen Flasche Hochprozentigem, die sich noch neben ihm befand und streckte diese in die Luft um sie dem Neuankömmling, welche sie wohl dringend nötig hatte, rüber zu reichen. "Laut der Whatsapp die ich nie gelesen habe.. wohl dein schlimmster Alptraum?", erwiderte er auf ihre Aussage, auch wenn er vermutete, dass diese eher dazu gedient hatte die Fremde zu vergraulen, als dass sie tatsächlich als Gesprächsbeginn gedacht gewesen war. Wobei, vielleicht hatte man sie in der Dunkelheit ja tatsächlich nicht gesehen? Ah, nicht, dass es irgendwie wichtig war.

    Gaius & Tori1222-gaius-png


    Aaaaaaah - was machte er hier gerade nur? Was, ja was um Himmels Willen war dem dunkelhaarigen Schmied nur in den unsinnigen Kopf gedrungen? Was war es, was durch dessen Gedankengänge geschlichen war, diese eingenommen und ihn zu jenem Handeln bewegt hatte? Eine wahrlich gute Frage - doch auch eine, die der junge Mann sich im Moment in keinster Weise stellte. Es wäre wahrscheinlich logisch gewesen, sich über seine Taten, seine ausgesprochenen Worte zu wundern - ja, sogar er selbst hätte das tun müssen, hätte derjenige sein sollen, der am meisten darüber verblüfft war. Und vielleicht war er das ja auch. Irgendwo, irgendwie, irgendwann - nur nicht jetzt, nicht im Hier. Gaius Lippen lösten sich langsam, vorsichtig, fast zaghaft von denen der Blonden und sein Auge huschte von den sanft rosanen Wölbungen hinauf, hinweg über das schmale Gesicht der Frau und blieb an den hübschen blauen Iriden hängen. Als er ihre einzelnen Tränen bemerkte, da verengte sein eigenes Auge sich kurz, eine Art Reflex, ausgelöst von dem, was er da vor sich sah. Wie sollte sein Körper, seine Mimik auch nicht automatisch auf solch ein Warnzeichen seiner Geliebten reagieren? Der Zwerg wirkte einen Augenblick lang verwirrt, begriff dann jedoch schnell, dass kein Grund zur Sorge, zur Vorsicht bestand und seine Gesichtszüge entspannten sich wieder. Gaius verstand zwar nicht, wieso die Wangen des Mädchens nun nass waren, weshalb es in den wenigen Sekundenbruchteilen, in jenen er es kurz aus dem Auge gelassen hatte, ein paar Tränen vergossen hatte, doch dachte er darüber dann nicht weiter nach. Tori erhob das Wort, wiederholte die in letzter Zeit so oft gesprochenen Silben des Einäugigen und einen kurzen Augenblick lang herrschte Stille. Sie verstand nicht, huh? Ah, dann waren sie schon mal zu zweit. Aber diese Sache, das mir dem Verstehen - oh, verflucht, es war aber auch schwer, nicht? Einander zu verstehen, sich selbst zu verstehen - Gefühle, Gedanken, überhaupt irgendetwas in Aussprechbares zu verpacken, wie sollte dies denn auch funktionieren? Es war schwer und Gaius, der äußerst fähige Schmied - er war nicht gut darin. Hatte keine Übung. Tat sein Bestes, aber war dies gut genug? Und war das Beste überhaupt das Beste oder war es völlig falsch, ein absolut grotesker Versuch, ein absurder Anfang? Zu viele Fragen. Zu unwichtige Themen. Gaius Kopf drehte sich. Er tat es nicht und doch tat er es. Einer von vielen Gegensätzen, von unendlichen Widersprüchen des heutigen Tages. Sein Herz schlug, schlug kräftig und fühlte sich gleichzeitig so langsam an wie noch nie. Wieso lockerte er seinen Griff um die Brillenträgerin nicht? Wieso wollte er sie einfach nicht loslassen, auch, wenn es das einzig logische gewesen wäre? Nachdem er ihr gesagt hatte, sie solle ihm nicht vertrauen, nachdem er schon lange wusste, dass so etwas wie eine Freundschaft eine absolut fatale Idee war? Es war nicht schwierig eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Sie war ganz einfach: Weil er nicht wollte. Er wollte sie nicht loslassen, nicht diese Frau, nicht Tori, niemals. Der Schwarzhaarige mochte ihre Anwesenheit, ihre Essenz - sie in ihrer Gänze. Es mochte egoistisch, mochte schlecht sein - doch er wollte dies behalten. Ganz für sich. Es durfte nicht verschwinden. Es sollte. Es sollte, aber es durfte nicht. Gaius Körper, Gaius Geist, Gaius Gefühle - sie alle spielten verrückt und es fiel ihm schwer dem Ganzen noch zu folgen. Und gleichzeitig war alles so unglaublich klar. Widersprüche. Sie lauerten heute auch wirklich überall. Es war fast schon schwer, seine Lippen nicht erneut auf denen der gerade eher weniger Bezopften zu verewigen, doch er tat es nicht. Er hatte das Gefühl, als sei diese unglaubliche Nähe, die sie gerade miteinander teilten nicht genug, als wollte er mehr, als reichte dies nicht, um auszudrücken, wie stark er für sie empfand - und doch wusste er nicht, was es denn war, was er da spürte. Der Stille Moment verstrich und der Schwertträger blickte der jungen Frau entgegen. Ihre Worte brachten ihn fast zu einem kurzen Auflachen, doch stattdessen entkam ihm bloß ein warmes Kichern. Auf seinen Lippen bildete sich ein kleines Lächeln, als er daraufhin zu seinen Worten ansetzte: "Und.. ist das ein Problem?", fragte er, amüsiert über die Tatsache, dass Niemand im Raum irgendetwas zu verstehen schien. Dann verstanden sie eben beide nicht. Mussten sie das gerade denn auch unbedingt?

    Whooops

    Wusste doch ich hab was vergessen (No i didnt)

    Ähh.. Dann nenn' ich den Hübschen mal Julius Smitheerens!

    Und danke fürs eintragen >:)

    2 days late with starbucks, but here we go heartpurple


    Name:  Julius

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    Altersstufe: Erwachsener

    Geburtstag: 24. Mai

    Größe: 1,74m

    Familienstand: Ledig

    Familie: Julius ist ein Einzelkind - seine Eltern sind in ihrer Heimatstadt geblieben, während es ihn selbst durch die Welt gezogen hat.

    Herkunft: Kastagnette

    Info: Alles, was Julius jemals wollte, war die Welt. Er liebt es, sich selbst zu verwöhnen und so hatte er es durch sein gutes Aussehen und seine Persönlichkeit schon früh geschafft, sich eine Karriere aufzubauen. Inzwischen ist er ein recht bekanntes Model, war auf mehreren Zeitschriften und in Werbungen zu sehen und reist zwischen seinen Aufträgen durch die Gegend. Trott ödet ihn schnell an, weshalb er ständig nach Abwechslung sucht.

    Job: Model, nebenberuflich Modedesigner und hobbymäßig Künstler

    Charakter: extravagant, charmant, etwas skurril, spontan, aufbrausend, emotional, listig, manchmal etwas oberflächlich, perfektionistisch & abstrakt

    Vorlieben: Romantik, schöne, aber auch ungewöhnliche Dinge, interessante Gegenden und Landschaften, interessante Leute & Gespräche, harmlose Lügen, Freigeister, Luxus, Edelsteine, Wein & Champagner

    Abneigungen: Horror, Wiederholungen, Menschen die keine Gefühle zeigen oder zulassen, Schnecken, Jet lag, Kontrollfreaks, Spinnen

    Wohnort: Goethestraße 2

    Vergeben an: Death XIII

    Gaius & Tori


    Der Zwerg hatte ausgesprochen und danach tat er nichts. Er tat nichts weiter, als still zu sein, den Geräuschen von Toris kleinem, pochendem Herzen zu lauschen, dem stillen und doch so lautem, intensiven Atem und der schier endlosen Stille, die doch nur wenige Sekundenbruchteile lang anhielt, sich auf ihre eigene Art und Weise jedoch wie Jahre, Jahrzehnte gar anfühlte. Es war ein komisches Gefühl - es war kein schlechtes endlos, nein. Denn obwohl die Stille nach seinen Worten einen dunklen Schleier auf ihrem Haupte zu tragen schien, so war sie doch irgendwie angenehm. Nicht ihrer Selbst wegen, es waren einfach.. die Umstände? Die Situation? Die Nähe, Toris Anwesenheit, nein, die sein und die ihre zusammen, in eben jener Position, ja, das war es, die Sache, die es ausmachte, es anders machte. Es war so, als sei es egal. Vollkommen gleich, vollkommen unwichtig, was gerade geschah, was gerade gesagt wurde. Sie beide waren da, waren hier, waren sich so unglaublich nah. Gaius realisierte gar nicht wie nah und doch tat er es. Als Tori sich ein Stück weit anhob, sich ein kleines Stück aufrichtete, da fielen unzählige, unzählbar viele einzelne Haarsträhnen hinunter, huschten auf seinem Gesicht umher wie Regentropfen, streiften seine Wangen, seine Lippen, seinen Hals, seinen Oberkörper. So unsagbar nah. Der Schmied hatte kein einziges Wort mehr gesagt, erwischte sich dann jedoch dabei wie ihm unwillkürlich ein scharfer Atemzug bei dem Anblick vor sich entkam. Sie mied zunächst seinen Blick, während der seine auf ihrem Gesicht hängen blieb. Die einzelnen Linien, die einzelnen Teile dessen musterte - erstaunt, fasziniert. Sie mied seinen Blick noch immer und er konnte nicht anders als mit seinem Auge dem Weg ein paar verlorener Haarsträhnen zu folgen, hinunter, zu seiner Schulter, seiner Haut. 'Aber wieso sollte ich das sein..', hörte er sich selbst die Worte von vor wenigen Augenblicken sagen und auch, wenn er doch Gründe hatte - war er überhaupt berechtigt dazu diese Frage zu stellen? Toris bloße Präsenz, ihr Anblick allein irritierten ihn. Die Empfindungen, die Reaktionen seines Körpers, ah, sie waren so verworren, so unverständlich, so verwirrend. Toris Blick kam zurück, klammerte sich an dem seinen fest, blieb starr, blieb regungslos und doch voll Emotion zur selben Zeit. Als sie zu sprechen begann, ihm zustimmte - da wirkte Gaius kurz überrascht. Nicht, weil er etwas andres erwartet hatte, nein, das hatte er mit nichten. Er hatte nichts erwartet, hatte Silben gesprochen, bloß um sie loszuwerden, um sie in den Raum zu werfen, seine Gedanken nicht nur für sich allein zu behalten. In seinem Kopf hatte Leere geherrscht und gleichzeitig, da war er so voll gewesen, dass nicht einmal Platz für eben jene Erwartungen da gewesen wäre. Sie sprach weiter und das Gesicht des Schmiedes regte sich nicht mehr. Er hörte ihr zu, jeder einzelne Buchstabe drang in seine spitzen Ohren hinein und auch als sie kurz pausierte, da blieb er still. Erneut erhob sie das Wort, kurz, einen Moment lang nur, dann verstummte auch sie. Es blieb still. Gaius blickte in die tiefen, blauen Augen seines Gegenübers und blieb eine lang erscheinende Zeit lang still, wohl nicht sicher, was er mit dem Ausgesprochenem anzustellen vermochte. "Ich verstehe dich nicht..", hauchte er mit einem Hauch von Wehmut in der Stimme, leise, sanft und doch auch warm. Er sah der Blonden in die wunderschönen Iriden und gab ein kleines, zartes Lachen von sich. "Ich verstehe nichts..", sprach er weiter, genauso leise, genauso vorsichtig wie vorher. "Du bist so merkwürdig, Tori.." Ein kleine Pause, auf seinem Gesicht huschte ein schmales Lächeln vorbei. "So unglaublich, so absolut faszinierend, so beeindruckend.." Weiter kam er nicht. Konnte er nicht. Wie denn auch? Es war langsam passiert, vorausschaubar und doch urplötzlich. Stück für Stück hatte der Mann seinen Oberkörper, seinen Kopf angehoben, so lange, bis sich die intensiven Blicke trafen, nicht nur metaphorisch, nein, sie waren sich mit einem Mal so nah, dass es sonst keine andere Option mehr gab. Und dann? Dann hatte der Dunkelhaarige die rosigen Lippen der Brillenträgerin in Anspruch genommen, sie beschlagnahmt, mit den seinen, den Lippen, die gerade noch damit beschäftigt gewesen waren zu sprechen, die die Worte, die er eigentlich fortführen wollte, wohl nie zu Ende sprechen können würden. Zu beschäftigt. Nicht dazu fähig. Ah, welch ein Jammer.

    1783-chlorica-pngChlorica & Ondorus


    Wieder herrschte eine kurze Weile lang eisige Stille an. Weder die Pastellhaarige, noch der Fremde brachen diese oder gar die Bewegungslosigkeit. Einen Augenblick lang spielte die Gelbäugige mit dem Gedanken, sich völlig spontan umzudrehen und dem Mann gegenüber zu stehen, als dieser schlussendlich doch noch das Wort ergriff. Oh, seine Worte langweilten sie. Er ging überhaupt nicht auf das ein, was sie soeben ausgesprochen hatte. Gut, das musste er selbstverständlich auch nicht, allerdings.. war es zu schade. "Dem bin ich mir bewusst.", erwiderte sie auf seine Feststellung, dass dies nicht der Ort sei, den sie suche und als er ihr dann vorschlug, sie zum Ausgang zu geleiten, schüttelte sie leicht den Kopf. "Verzeiht, aber ich habe Euch nicht um eine Eskorte gebeten. Auch dies Angebot muss ich leider fürs Erste ausschlagen." Dass er ihr näher kam - das ignorierte sie. Sie beide hatten schließlich noch genug Abstand zueinander, dass sie sich nicht in ihrer Präsenz gestört fühlen musste. Seinen kleinlauten Kommentar jedoch - es musste gar nicht erst ausgesprochen werden, dass sie jenen nicht einfach überhörte. Doch direkt auf diesen antworten? Sie wäre ein Narr, würde sie diesen Versuch in die Wege leiten wollen. Stattdessen schwieg sie erneut, ihre Stimme wich dann jedoch in eine eher süßliche Richtung: "Sagt, Fremder. Sind in Eurer Kultur Höflichkeiten nicht Gäbe? Es zeugt von grandioser Unhöflichkeit, die Vorstellung einer Frau nicht zu erwidern. Wäret Ihr so freundlich mir ebenfalls Kund zu geben, mit wem ich das Vergnügen habe? Und meine gänzliche Neugierde zu stillen und mir zu erläutern, wo ich mich hier befinde? Zum Ausgang wovon gedenkt es Euch mich zu geleiten?"

    1783-chlorica-pngChlorica & Ondorus



    'Halt', ertönte eine ihr unbekannte, tiefe Stimme, deren Ursprung - nicht weit hinter ihr und auf Chloricas zartem Gesicht bildete sich sofort ein feines, amüsiertes Lächeln. Ooho~ heartpurple, kommentierte sie gedanklich die nicht gerade unbeachtliche Leistung des Fremden sie ein wenig überrascht zu haben. Ah, zu gerne wüsste sie, wie das Wesen es geschafft hatte. War es humanoid? Es sprach zumindest auf diese Art und Weise. War es männlich? Die Stimme deutete darauf hin, doch Chlorica konnte es nicht mit bestimmter Gewissheit sagen. Aber das spielte keine Rolle, sollte sie es nämlich wirklich herausfinden wollen, so würde sie das tun. Doch gerade? Da blieb die junge Frau regungslos stehen, lauschte den kurzen, knappen Worten des vermeintlichen Zeltbewohner. Auf seine Aufforderung hin entkam ihr ein kleines, glockenhaftes Kichern, doch ließ sie den Fremden noch fertig sprechen. Sie ließ ihn die Sätze, die Buchstaben aus seinem Munde beenden und dann, dann schwieg sie noch einen kurzen Zeitraum lang. "Nein.", erwiderte sie schließlich schroff, ihre Stimme so kalt und emotionslos wie es meist der Fall war, "Ich lehne Eure Aufforderung ab." Vielleicht war ihr Verhalten willkürlich, gefährlich, nicht geistesgegenwärtig! Doch war es das? Die Lilahaarige sah letztendlich schlicht und ergreifend keinen Grund, keinen Sinn darin, den Worten Folge zu leisten. Sie hatte nichts gehört. Sie konnte auch kein Blut, kein Stahl, kein Metall riechen. Der Fremde schien unbewaffnet - vielleicht war er ja der Magie kundig? - doch er schien auch allein. Er musste allein sein, nicht wahr? Es konnten sich unmöglich noch mehr Lebewesen vor ihr verborgen haben, nein, das war schlicht und ergreifend keine Option. Und es sich mit einer einzelnen Person verscherzen und es dann mit dieser aufnehmen zu müssen? Ah, das war für die Angestellte nun wirklich keine Herausforderung. Und inzwischen, ja, da war sich die Butlerin sicher, es mit einem Mann zu tun zu haben. Männer überschätzten sich nun wirklich gerne. Und die Art wie er sprach.. oh, wie sehr konnte sie diesen gewissen Klang heraushören. "Ich werde die unglaubliche Faszination, die ihr Männer an Namen zu finden scheint, wohl nie gänzlich erfassen können.", begann sie dann, noch immer noch keinen Millimeter Bewegung preisgebend, "Mein Name lautet Chlorica de Incremento. Ich befinde mich auf dem Weg zum Tempel Kali's. Hat Euch diese Information nun in irgendeiner Art und Weise weitergebracht?"

    Kyle & Tara am Baumhausbaum




    "Überrascht..?", wiederholte der lilahaarige Punk leise, ja fast kaum hörbar und ein wenig, nun ja - verdutzt und belustigt zugleich die Worte der Unbekannten. Kyle wusste nicht genau, was er als Antwort von ihr erwartet hatte. Wobei doch, ein wenig schon. Irgendetwas in Richtung 'Was nein, alles okay, natürlich, wieso sollte es das nicht sein?' oder ein 'Haha, just casually wanting to die, no big deal'. Eine der klassischen Antworten eben, wobei erstere da natürlich wahrscheinlicher gewesen wäre. Stattdessen bekam er etwas ehrlicheres zu hören - zumindest vermutete er, dass es ehrlich war, denn anders hätte er sich diese Form der Erwiderung spontan nicht erklären können - und musste sich ein kleines Lachen verkneifen. 'Überrascht'. Gut, er persönlich hätte das sicher etwas anders formuliert - überrascht klang nämlich um einiges untertrieben und irgendwie fehl am Platze, wenn man einmal bedachte, dass sie gerade unter einen pseudo-verlassenen Baum geflüchtet war. Gut, was die Flucht anging war sich der Amerikaner nicht sicher, woher denn auch? Vielleicht hatte die unbekannte Dame ja auch eine nette Zeit auf der Party gehabt, sich mit vielen Bekannten und Freunden unterhalten und war jetzt einfach erschöpft von all den unerwarteten sozialen Interaktionen. Brauchte eine Pause, bis sie wieder dazu stoßen konnte, weiterfeiern, weitersprechen. Wobei, das könnte man irgendwie auch wieder als Flucht gelten lassen. Dem Halbrussen blieb sowieso nicht viel Zeit groß weiter über das Thema nachzudenken, denn ganz unerwartet folgte auf die kurze Redepause auf einmal eine Frage.

    Dem Heranwachsenden entkam ein kleines Glucksen, denn tatsächlich hatte er nicht mit einer spontanen Gegenfrage gerechnet. Immerhin schien sein nicht ganz so Gegenüber dann wenigstens keine Panikattacke oder Ähnliches zu haben. Oder aber sie versuchte es so gut es ging zu verbergen. Vielleicht war es dann auch nicht die beste Idee von einem Fremden angesprochen zu werden, aber.. Nun waren sie beide schon in too deep.Und wie gesagt, möglicherweise interpretierte er ja sowieso zuviel hinein. Ihm schien es zwar gerade logisch was er dachte, aber tat das nach einer gewissen Menge Alkohol nicht fast alles? Auf ihre Frage hin musste er kurz überlegen. Sie hatte ihm ehrlich geantwortet, nicht? Dann schuldete er ihr auch eine gewisse Offenheit. "Hmm..", fing er an, noch immer nicht sicher, was er darauf erwidern sollte. "Heute ist wohl einfach nicht so mein Tag, I guess? Oh, und ich habe eben auf der Party eine Art epic fail hingelegt, deshalb auch das alleine an 'nem Baum chillen, aber sonst.." Er zuckte mit den Schultern. Ja, so gesehen war das Verhältnismäßig eigentlich gar nicht mal so wild. Es gab schlimmeres. Hatte es zumindest gegeben. Machte das hier gerade zwar nicht gerade um einiges besser, aber trotzdem. Er machte eine kleine Pause, hatte sich in der Zwischenzeit seine vorletzte Kippe angemacht und atmete das Nikotin ein. "Flüchtest du.. Eigentlich immer zum nächstbesten verlassenen Ort wenn du überrascht bist? Because.. Same", witzelte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen, meinte diese Frage andererseits aber auch ernst. Immerhin hattr er ja genau das eben gemacht, huh.

    Gaius & Tori


    'Es ist nicht furchtbar. Ausnahmsweise nicht.' Verwirrend. Unerwartet. Was Tori da von sich gab, es war schwierig zu verstehen. Dabei gab es nichts, was an diesen Worten schwer zu verstehen war. Nein, sie waren einfach. Zwei völlig liniare Aussagen, zwei Sätze, die klarer nicht sein könnten. Es war nicht furchtbar. Ausnahmsweise nicht. Was war an diesen Worten nicht zu begreifen? Alles war gut. Zum ersten Mal seit langem - das war es doch, was die Blonde da sagte, nicht? Und trotzdem.. so einfach konnte das nicht sein, konnte es? Gaius hörte die Worte des Mädchens, verstand jedoch nicht, was sie ihm damit sagte. Zum Teil, ja da verstand er - zum anderen aber auch nicht. Es war definitiv furchtbar. Es war definitiv nicht gut. Wieso widersprach sie ihm also? Dem Zwerg fiel es nicht leicht, sich gerade in die Perspektive der Blonden einzufühlen - viel zu sehr war er mit all den eigenen Gedanken und Gefühlen beschäftigt die gerade auf ihn herabregneten. So begriff er nicht ganz, doch er begriff, dass die Frau, die er in solch kurzer Zeit bereits so lieb gewonnen hatte, ihm einfach so widersprach. Sie widersprach ihm und gab keine Gründe. Es brauchte keine Gründe. Sie sprach die Worte, so gezielt und schnell und ließ sie als das stehen, was sie waren. Mehr brauchte es nicht. Es reichte. Diese 6 kleinen Worte reichten. Sie hatte seinen Aussagen widersprochen und als sie das getan hatte, da entwich dem Mann ein kleines Lachen. Es war komisch, wenn man von etwas so sehr überzeugt war und einem Jemand mit eben jener selben Überzeugung etwas ganz anderes vor die Füße warf. Das Gegenteil sagte. Es brauchte keine Gründe, keine Erklärungen - diese merkwürdige Bestimmtheit, diese Überzeugung - im Moment reichte sie als Argumentation. Der Einäugige hörte, nein spürte warmen Atem, schnelle Schläge. Von wo kamen sie? War es sein eigener Atem, sein eigenes Herz, welches gerade verrückt spielte? Oder war es das Toris, welches sich wortlos bemerkbar machte. Oder waren es beide, welche zusammen nach einem fremden Takt gegriffen und sich in diesem vereint hatten? Aber wieso sollten sie. Wieso sollten sie es beide tun. Wieso sollte es Tori tun? Nein, wieso sollt er selbst es überhaupt tun? Ah, hatte er nicht eben selbst gesagt, dass er grundlos glücklich war? Doch war es wirklich grundloses Glück? Als Tori weiter sprach, dann inne hielt, da wagte der Schmied es nicht auch nur ein einziges Geräusch von sich zu geben, was sie unterbrechen könnte. Er lauschte ihren Worten, konnte dabei noch immer den Geruch ihrer Haare, ihres Seins riechen und versank einen Moment in tiefes Schweigen. Diesmal war es anders. Diese Aussage konnte nicht für sich stehen bleiben - nicht für Gaius, nicht gerade. Hier war es nicht okay, wenn er nicht genau verstand. Nicht in vollem Ausmaße die Aussage nachvollziehen, verfolgen konnte. "Aber wieso sollte ich das sein..", begann er dann, leise, irritiert - von sich selbst und von Tori, von der Welt und dem, was sie sich aus dem Ärmel zauberte. "Wir kennen uns doch kaum. Du weißt nichts über mich. Weißt nicht, wer ich bin. Woher ich komme. Nichts. " Stimme das so? Vielleicht war Nichts etwas so harsch gewesen. Doch es stimmte. Sie hatten zusammen philosophiert, zusammen geredet - doch wirklich kennen, nein, davon konnte nicht die Rede sein. "Vertraust du mit etwa so sehr, dass es dir ganz gleich ist..?", fragte er und war sich nicht sicher, was für eine Antwort er darauf erwartete. Und erst Recht nicht, welche er hören wollte. Der Zwerg machte eine kurze Pause, lauschte dem Atem der Maid. "Das solltest du wirklich nicht..", fügte er schließlich hinzu, um einiges leiser, als die stillen Worte vorhin noch und während er diese Worte sprach, da schlich sich ein merkwürdig unbekannter Unterton in seine Stimme. Es war nicht so, als hatte er dies bedrohlich gemeint oder Unheil verkündend, doch.. irgendetwas war anders. Strahlten seine Worte nicht für gewöhnlich eine Art positive Wärme aus? Wo war diese im letzten Teil geblieben?

    Es war wahrscheinlich eine wirklich gute Frage, was passieren würde, sollte einer der vielen Angestellten des Waisenhauses nun auftauchen und die drei Rabauken bei ihrem bunten Treiben erwischen. Außenstehende könnten nun wahrscheinlich vermuten, dass sich ein Leck im Dach des bescheidenen Häuschen befand und es aufgrund der langsam echt frostigen Temperaturen um einen Haufen Schnee handelte, der dort ins Heim der Kinder gerieselt war, doch die Wahrheit.. sah nach kurzer Realisationszeit sicher um einiges dümmer aus. Kelsey freute sich als die beiden Anderen bei seinem Gelächter miteinstimmten und es war irgendwie merkwürdig, weil hatte er soetwas in der Form schon einmal vorher gehabt? Klar, er war mit Candy und Marco befreundet und ja sie hatten viel zusammen gelacht! Aber war es wirklich zusammen gewesen? Meist verstand Kelsey nicht was gerade vor sich ging wenn irgendjemand es lustig fand und zugegebenermaßen - jetzt sah die Sache nicht unbedingt anders aus. Aber er wusste, dass sie lachten, weil sie alle doof aussahen! Also wusste er immerhin etwas. Oh und wo wir gerade davon sprachen.. Der Blondschopf sah auf Leonels Kommentar hin etwas überrascht an sich herunter und musste feststellen.. Ja, unglaublich, aber Mehl vor sich auf den Boden fallen zu lassen sorgte tatsächlich dafür, dass man ebenfalls voller Mehl war! Als Aria dann auch noch zum nächsten Schritt griff und Mehl auf die beiden Jungs warf, da überschlugen sich die Dinge ja quasi! Der kleine Waise klimperte einige Male mit den Wimpern, hatten sich auf seinen kleinen Äuglein doch eine Schicht des weißen Zeugs gebildet und ging aus Reflex, oder war es inzwischen einfach nur Prinzip?, ein Schritt zurück. Woah! Was passierte denn jetzt? Aria lachte, also schlussfolgerte das Kind daraus, dass sie nicht sauer war! Oder es.. Ziemlich komisch ausdrückte wenn sie sauer war! Nach einigen Sekunden in denen Kels sich erstmal fassen und der Situation anpassen musste, beugte auch er sich runter und machte es dem Mädchen gleich. Baaam! Voll ins Gesicht der anderen. Hah! Das war doch richtig so oder? Oh, aber vielleicht waren die Schritte, die man aus der Ferne zwischen den Schlachtgeräuschen im Flur hörte kein gutes Zeichen und die Gruppe sollte etwas aufmerksamer sein.. Nah. Zeit zu spielen!!