Die Klinik

  • Trotz der Haupteinnahmequelle der Klinik, die aus Verletzten und Kranken besteht, hat diese einen sehr guten Ruf und jeder, der Natalie [NPC] und ihre beiden Kinder Ray und Alicia kennt, die mit ihr zusammen in der Klinik wohnen, weiß, dass er hier gut aufgehoben ist. Besonders Natalie genießt als ausgezeichnete Ärztin ein hohes Ansehen in Trampoli, Gerüchte besagen, dass es kaum etwas gibt, das sie nicht heilen kann. Die glücklichen, gesunden Menschen sprechen für sich und für Patienten steht ihre Tür immer offen, sie ist stets bereit zu helfen.
    Die Klinik selbst ist bestens ausgestattet, hat viele Betten und ist in einigen Bereichen lichtdurchflutet, um die trübe Atmosphäre von Schmerz und Angst zu vertreiben. Dank der hohen Zahl der Verletzten, hat Natalie eigentlich immer viel zu tun, dennoch kann man sich hier von ihr in der Klinik ausbilden lassen, die stets gesucht und gebraucht werden. Heiler kann es schließlich nie genug geben, Verletzte gibt es immer.
    Prinzipiell gilt, dass niemand unbehandelt bleibt und das Personal alles tun würde, um Leben zu retten und Wunden zu heilen, damit der Schmerz verfliegt und die Patienten die Klinik gesund wieder verlassen können.


    Heiler:
    Heiler sind in der Lage mit heilender Magie Menschen sowie andere Lebewesen zu heilen. Je höher die Stufe des Heilers ist, desto größere Wunden kann er heilen, Gifte aus dem Körper entziehen sowie mit Pflanzen aus der Umgebung Arzneimittel herzustellen. Heiler werden in der Klinik von Natalie ausgebildet.


    • Stufe 1: Du erlernst die wichtigsten Heilpflanzen und deren Wirkungen und kannst kleine Wunden mit Magie heilen. (kein extra Zauber nötig)
    • Stufe 2: Die Rezepte für Heiltränke und Heilsalben werden dir beigebracht. Außerdem kannst du nun größere Wunden heilen.
    • Stufe 3: Du kannst alle Gifte aus dem Körper entziehen und große Wunden heilen.
  • ~Shino kommt mit Barrett, Sophia und Alicia an. ~


    Shino war nicht entgangen, dass Barrett scheinbar erst einmal nachdenken musste, woher sie ihn kannte, doch das war erst einmal sowieso egal. Außerdem wollte sie daran auch nicht unbedingt erinnert werden. Das Ganze war ihr immer noch peinlich. Sophia schien sich allerdings sehr zu freuen, sie wiederzusehen, aber sie war wegen der ganzen Sache psychisch total aufgelöst. Beruhigend strich sie der Freundin über den Rücken. "Pst, alles wird gut, du wirst sehen." Sie hatte in ihrer Vergangenheit schon soviel erlebt, dass sie dieser Angriff nicht mehr so stark schocken konnte. Einzig, dass sie diesmal selbst alles verloren hatte, was sie besaß war der Unterschied zu vorherigen Angriffen dieser Art. Deswegen war auch sie den Tränen nach. Vor allem als sie an die Menschen dachte, die vor ihren Augen gestorben waren. Doch Shino wollte nicht in der Vergangenheit leben, sondern in die Zukunft schauen. Hier schienen auch viele Hände gebraucht zu werden. Noch immer sahen die Kämpfer schwach aus. Auch Shino konnte sich kaum auf den eigenen Beinen halten. Und wahrscheinlich würden die hiesigen Heiler einiges zu tun haben, bis sie alle versorgt waren. Doch während ihr wahrscheinlich ein Bad und etwas Ruhe genügend würde, um die leeren Akkus in ihr wieder aufzuladen, sah es bei den zweien hier in der Gruppe nicht so gut aus. "Lasst uns die Klinik suchen, so schwer wird sie bestimmt nicht zu finden sein." stimmte sie zu. "Allerdings werde ich zupacken, falls du zu fallen drohst." Die letzten Worte richtete sie an Barrett, denn dieser hatte genug Verletzungen, da mussten nicht noch welche wegen falschem Heldentum dazukommen.
    Langsam führte Shino die Gruppe durch Trampoli. Diese Stadt kannte sie nur vom Hören-Sagen. Mit ihren Eltern war sie nie hier gewesen, deswegen ließ sie jedoch nicht gleich den Kopf hängen. Im Wachhaus hatte sie einen Stadtplan gesehen und diesen kurz studiert. Geschickt führte sie die kleine Gruppe zu dem Gebäude, dass wie die Klinik aussah, vor allem auch als solche auf dem Stadtplan ausgewiesen worden war. Diese wies sich als ziemlich verwaist aus. Die Betten waren komplett abgedeckt und auf einigen Regalen und Schranken konnte man die Staubschicht regelrecht sehen. "Hm, hier scheint schon einige Zeit niemand mehr gewesen zu sein. Aber ich denke, leichtere Blessuren schaffen wir schon selbst zu versorgen. Allerdings wäre es gut, wenn Natalie und die anderen Heiler auch überlebt hat." sagte Shino und nahm zwei der Laken von dem Betten, damit sich Barrett und Alicia darauf ausruhen konnten. Wieder einmal fluchte sie, nicht mehr von Heilung oder zumindestens von Heilkräutern Ahnung zu haben, und das Grundwissen brachte sie auch nicht weiter. "Weiß jemand was wir brauchen, sonst versuche ich Natalie oder einen anderen Heiler aufzutreiben." bot sie sich an, da sie scheinbar nicht so schwer verwundet war, wie die anderen. Interessiert betrachtete sie die Auslage in den Schränken, doch die Beschriftungen der Flaschen sagten ihr gar nichts.


    (Falls jetzt mein Charawechsel kommt, einfach Shino überposten ;) )

  • (argh sorry für die späte Antwort! T^T)


    Sophia betritt mit Barrett, Alicia (und Shino) die Klinik aus der Richtung des Wachpostens


    Auch wenn die Müdigkeit Sophia in die Knie zu zwingen drohte, sah sie sich äußerst interessiert um. Die Häuser in Trampoli sahen ganz ander aus, wirkten vor allem beim fahlen Licht der Nacht sehr fremdartig, fast schon etwas bedrohlich. Obwohl sie neue Orte eigentlich immer extrem spannend und aufregend fand, zerrte das alles gerade an ihren Nerven. Von einen Tag auf den anderen hatte sie ein neues Zuhause, obwohl das eigentlich gar nicht gewollt war. Ein wenig Wehmut kam in ihr auf, als sie an das friedliche Alvarna dachte und ein Kloß bildete sich in ihrem Hals, den sie aber tapfer hinunter schluckte. Eine weinende Sophia konnte hier wohl gerade niemand gebrauchen. Immerhin war sie nicht die Einzige, die ihrem Wohnwechsel nichts entgegen setzen konnte. Nein, es waren alle genauso betroffen wie sie und hatten sogar noch zusätzliche Probleme was das Thema Wunden anbelangte. Wie Alicia und Barrett zum Beispiel.
    Shino schien sich recht gut auszukennen, was die Adeltochter etwas verwunderte. Ob sie schoneinmal hiergewesen war? Die Antwort darauf kannte die schwarzhaarige junge Frau wohl nur selbst. Da eine Nachfrage jetzt völlig unwichtig, wenn nicht sogar überflüssig war, hielt Sophia einfach ihren Mund. Sprechen kostete Energie und die brauchte sie im Moment zu anderen Dingen.


    In der Klinik angekommen, war sie zunächst sehr überrascht über den total verwaisen Zustand. Die Staubschichten reichten bis unter die Decke, die Betten waren abgedeckt. Es schien fast so, als wär seit einer langen Ewigkeit niemand mehr hier gewesen. Mit dem rechten Zeigefinger wischte sie über einen der Tische und pustete anschließend die gräulichen Flusen von der Fingerkuppe. Shino räumte in der Zwischenzeit ein paar Betten frei damit sich die anderen beiden darauf niederlassen konnten. Dann wühlte sie zwischen den verschieden Fläschchen und Töpfen umher. Sophia beäugte sie dabei etwas ungläubisch. Hatte sie nicht gesagt, sie wollte erst noch Heilerin werden, oder kannte sie sich doch schon etwas aus? EIn ungutes Gefühl kam in ihr bei diesem Gedanken auf. Sie war anscheinend mal wieder die Einzige, die unbrauchbar war. Kaum merklich seufzend setzte die Adelstochter sich auf eines der Betten neben Barrett und Alicia, legte die Hände in den Schoß und starrte betreten auf den Fußboden. Aus dem Augenwinkel sah sie Shino zur Tür gehen, was sie ihren Blick fragend heben ließ. Doch bevor auch nur einer ein Wort sagen konnte, hatte Shino die Klinik verlassen. Na ganz toll. Sohpias anschließender fruchstbedingter Seufzer war nun nicht mehr zu überhören gewesen. Wo sie nur hingegangen war? Mal wieder eine Frage, dessen Antwort nur die junge schwarzhaarige Frau selbst kannte.


    (ich hoffe es ist ok, dass ich Shino jetzt mal so rausgespielt habe :) )

  • ~Lynette kam an~
    Ob ich hier richtig bin? Lynn schluckte, und sah sich um. Ja. Aufjedenfall. Es sah der alten Klinik an Alvarna irgendwie ähnlich. Irgendwie. Sie wollte ins Wartezimmer gehen, doch weiter konnten ihre Beine sie nicht tragen. V... Vielleicht kommt jemand, und hilft mir., denkt Lynette aufgeregt. Sie war nervös. Sehr nervös. Sie sah verzweiflt umher, doch sie glaubte nicht, dass ihr jemand helfen würde. Was ist eigentlich mit Mei? Ich habe nichts mehr von ihr gehört... Aber jetzt musste ja schließlich jemand anderes helfen! Mei war nicht hier... Nur da waren ein paar Leute, die Lynn ungern ansprechen wollte. Also wartete sie weiter.

  • ~Kommen in der Klinik an
    Der Weg dorthin war ruhig gewesen. Auch wenn Barrett für Alicia immer noch der größte Depp auf Erden war. Ein Lächeln hatte sich die junge Frau natürlich nicht verkneifen können, als sie auf die Sache mit den Schulden zurückkam und der Braunhaarige sie, wie ein geschocktes Wolly ansah. Machte er sich denn im Moment keine Sorgen? Um seinen Vater? Allgemein um Alvarna? Es war schließlich ihre Heimat gewesen! Dann grübelte Cia wieder. Hatte es ihre Mutter geschafft? Obwohl... Natalie war doch Heilerin. Die kam gut allein zurecht. Das Ray es geschafft hatte, wusste sie natürlich und war unglaublich froh darüber.
    Letztlich hatte er noch ihre Hand gegriffen, was die Rosahaarige erneut rot anlaufen ließ. Trampoli hatte sich Cia während ihres Fußmarsches nicht angesehen, dafür hatte sie schließlich noch später Zeit.
    Aufmerksam, Shino gegenüber, setzten sich Alicia, Barrett und Sophia auf eines der Betten. Trampoli schien wohl nicht besonders gut bevölkert zu sein, oder einfach nur eine zu gesunde Stadt zu sein. Die Blauäugige wusste es nicht, aber die Klinik hier sprach für sich. „Hier aoll ich also wohnen? Mit Mutter und Ray?“, skeptisch ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen. Da kam es wieder. Das stechen. Cia versuchte andauernd, ihre Wunde mit der Hand zu verstecken, doch das Blut drang schon langsam an ihre Hand und es wurde immer wärmer.
    „Shino, Natalie wird schon überlebt haben. Ich kenne mich, als ihre Tochter auch ziemlich gut aus. Mein Bruder ist schließlich Arzt. Ich kümmere mich schon um alles, geh nur Shino, ruh' dich aus!“, damit ging die Schwarzhaarige auch schon.
    „Ich kümmere mich zuerst um ihn, dann um dich, da seine Wunden etwas größer sind, sei nicht böse“, lächelte sie der sehr zerstreuten Sophia zu. Alicia konnte ja wenigstens versuchen nett zu sein, auch wenn sie die Violetthaarige zuvor so angefahren hatte. Schließlich begab sich die junge Frau zu den Schränken, suchte nach Desinfektionsmittel, Jod, Verbänden und dem ganzen anderen zeug, welches sie benötigte, um Barrett wieder hin zu biegen.
    „Sophia, sei bitte so gut und hilf mir noch einmal kurz, nimm die Kleiderfetzen von Barretts Wunden ab“, dann sah sie dem Braunhaarigen in die Augen und zischte: „Du kennst das ganze ja schon, es brennt gleich ein bisschen, Barrylein“, den letzten Teil des Satzes belächelte sie Sarkastisch und besprühte es mit Desinfektionsmittel, wickelte es sorgfältig ein und war froh, über die Hilfe von Sophia.
    „Ihr könnt beide gerne reden, dann muss ich das schon nicht mehr machen.“, nach diesem Satz sah sie ihren Begleiter ernst an und hoffte, er bemerkte, was sie damit sagen wollte. Nachdem die Violetthaarige sich wieder gesetzt hatte, kümmerte sich Cia um ihre kleineren Abschürfungen und Kratzer, klebte ihr ein- zwei Pflaster ins Gesicht und grinste. Das Stechen wurde langsam immer stärker und schließlich wurde Alicia schwarz vor Augen,sie bemerkte noch die Rosahaarige Frau, die die Klinik betrat. Doch dann hörte man nur noch ein leises: „Barrett, du bist ein Vollid-...“


    (Soooo... mehr war leider nicht drin, wenn man so zum Posten gedrängt wird xD Danke Doomsi! XD Dysta, ich hoffe es ist okay, wenn ich das Problem mit Shino so gelöst hab)

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • Barrett kam mit seinen drei Begleiterinnen in der Klinik an. Sofort ergriff diese Shino die Führung, richtete in dem verlassenen Gebäude einige provisorische Betten her und verschwand dann so schnell, wie sie gekommen war. Offenbar wollte sie Nathalie auftreiben, doch die 3 Zurückgebliebenen würden das auch alleine hinkriegen - dachte er zumindest. Während Sophia sich erst einmal in dem Gebäude umsah, kramte Alicia schon in diversen Schubladen und holte einige alte medizinische Flaschen und Ampullen heraus. Offenbar war alles da, was für die Versorgung seiner Wunden von Nöten war, denn Alicia bat Sophia um Hilfe und schon beugten sich die beiden jungen Frauen über Barrett und reinigten seine Wunden mit einem in Alkohol getränktem Tuch. Diese Fürsorge gefiel Barrett, doch als das Tuch seine Schnittwunde am Kopf berührte, verzog sich sein Grinsen zu einer schmerzhaften Grimasse. Das Desinfektionsmittel brannte wie Feuer in seinen Wunden, doch dieser Effekt lies mit der Zeit nach und schon bald bewirkte die Verdunstungskälte ein angenehmes Gefühl. Bis auf diesen Schnitt hatte der harte Boden in den ihn der Löwe gedrückt hatte, eigentlich nur blaue Flecken und Schürfwunden hinterlassen, die von selbst wieder heilen würden. Das war Glück im Unglück.
    Nun ging Alicia hinüber zu Sophia und betrachtete auch deren Wunden. Mit einigen Pflastern im Gesicht sah die Adelstochter allerdings sehr komisch aus. Barrett lachte kurz und sagte dann "Sophia, damit siehst du aus wie ein Penner!". Diesem flachen Witz folgte ein weiterer Lacher, als er ihre Reaktion sah. Doch wieso war er so gut gelaunt? Gerade eben waren dutzende Menschen gestorben, er hatte fast sein ganzes Hab und Gut zurück lassen müssen und trotzdem lachte er. In diesem Moment merkte Barrett, wie wichtig es war Freunde zu haben, die für einen da waren. Doch als er diesen Gedanken in Worte fassen wollte geschah etwas Seltsames. Alicia taumelte zunächst, riss dann ein Tablett mit metallischen Geräten um und landete unter lautem Scheppern auf dem Boden. "Aliciaaa!", rief der junge Mann bestürzt und kniete sich neben das Mädchen auf den Boden. Sie hatte sich die ganze Zeit um die beiden anderen gekümmert, dabei war sie selbst am meisten verletzt und der zusätzliche Stress hatte bei ihr wohl einen Blackout ausgelöst. Mit seiner verbleibenden Kraft wuchtete er sie auf die Liege, die vor einigen Sekunden noch seine gewesen war und horchte an ihrem Brustkorb nach dem Herzschlag, während er ein "Schhh!" zu Sophia hinüber warf. Leise aber deutlich hörte er ihren Herzschlag und ihm fiel ein Stein von Herzen. Barrett hätte sie nicht verziehen, wenn Alicia an diesem Tag zu den Toten gerechnet worden würde. Nicht, wenn sie vorher noch scherzend die Wunden von ihnen versorgt hatte! "Sie ist nur ohnmächtig!", gab er zur Sophia Entwarnung und betrachtete dann die Rosahaarige vor ihm weiter. Der Blutfleck, der beim Wachposten noch recht klein war, war nun auf die doppelte Größe angewachsen. Barrett zerriss Alicias Kleidung (dann muss sie jetzt fast nackt sein :'D) an der Stelle und betrachtete die Wunde mit einer gewissen Abscheu. Wie konnte sie so etwas nur hinter Schnitt- und Schürfwunden anstellen? "Alicia, du bist eine Idiotin...", flüsterte er, während er mit die Flasche Desinfektionsmittel großzügig über wie Wunde gab. Ein Gemisch aus Alkohol und Blut tropfte auf den Boden und verbreitete einen metallischen Geruch im Zimmer. Die frei gelegte Wunde sah nicht gut aus, er selbst würde sie keines Falls zusammen flicken können. Dazu musste man einfach Heiler sein... und Nathalie war die einzige die ihm in den Sinn kam und das konnte. Ein ernster Blick sauste zu Sophia. "Ich werde ihre Mutter holen gehen!", rief er barsch, zog die Lilahaarige dann direkt vor Alicia und drückte ihr den Desinfektionslappen in die Hände. "Drück das auf die Wunde, mach das so lange, bis Nathalie kommt!", befahl er und drehte dann um. Mit zügigen Schritten lief er zum Ausgang des Gebäudes, als ihm die Frau mit der Augenklappe auffiel. Er hatte sie zuvor schon einmal gesehen, also sagte er knapp "Hilf ihr!", dann stürmte er zur Tür hinaus.
    ~Barrett verlässt die Klinik~


    (Ich schreib mal einem Mod wegen Nathalie, dann kommt Barrett erst einmal nicht wieder, weil Hanon die nächste Woche nicht posten kann, wenn du willst, kannst du ja nachkommen, Dysta^^)


  • Der Tumult in der neuen Klinik - welche Nathalie in Zukunft mit ihren Kindern ihr Zuhause nennen durfte - entging der Rosahaarigen natürlich nicht. Scheinbar waren die restlichen Überlebenden nun eingetroffen und suchten sofort nach Hilfe. Gerade verließ die Ärztin ihr Büro, als ein brünetter junger Mann die Tür hinausstürmte. Zumindest so gut er eben konnte, denn auch er wirkte angeschlagen. Mit fragender Miene blickte sie ihm hinterher und überlegte, was ihn wohl in diese Eile getrieben haben könnte. Sie sollte darauf bald eine Antwort bekommen, denn das Zimmer, aus dem der Kerl soeben gerannt war, stand sperrangelweit offen und schlug sogar an der Wand auf, was ein kurzes Aufschrecken in der Ärztin auslöste. "Du liebe Güte!" entfuhr es ihr und mit großen Augen musterte sie die Tür. Weiter abseits befand sich eine Frau mit Augenklappe, die wie bestellt und nicht abgeholt wirkte. Bei näherer Betrachtung fiel ihr auf, dass es sich bei der Person ebenfalls um eine Patientin handelte. Zumindest humpelte sie ein wenig. "Folge mir doch bitte in dieses Zimmer dort, dann kann ich jeden Einzelnen versorgen." sprach sie das Fräulein an und zog diese auch sofort ohne Gegenwehr in besagtes Zimmer, aus dem Barrett stürmte. Als sie dann auch dort ankamen, vergaß die Ärztin für einen Augenblick, dass sie sich gerade um diese Frau hier kümmern wollte. "Alicia!" Jegliche Fragerei konnte sich die Rosahaarige ersparen, denn es war deutlich zu sehen, dass ihre Tochter in Lebensgefahr schwebte. Die geübte Fachärztin brauchte aber natürlich nicht lange, um die Problematik zu analysieren. "Sei so gut und geh doch bitte zur Seite, ich erledige das." forderte sie die Lilahaarige auf. Wenigstens sie wirkte versorgt, daher konnte sich Nathalie erstmal um ihre Tochter kümmern. Es dauerte auch nicht lange, bis sie eine passende Salbe konstruiert hatte. Eine abartige Wunde zierte Alicias Körper, welche selbst Nathalie zuwider war. Dies änderte aber nichts an ihren Pflichten und daher trug sie ohne zu zögern die Salbe auf. Anschließend verdeckte sie die Stelle mit einem Verband, damit die Salbe nicht verschmieren konnte. Ein Moment der Stille machte sich im Zimmer breit, den die Ärztin für eine kleine Anrede nutzte. "Ihr geht leichtfertig mit eurem Körper um. Man hat nicht immer das Glück, in die Klinik gebracht zu werden." Eine harsche Aussage gegenüber ihrer Tochter, die jedoch nicht böse gemeint war. Tatsächlich machte sie sich - wie jede Mutter eben - Sorgen um ihre Tochter. "Das muss jetzt erstmal wirken. Bettruhe ist erstmal Pflicht, das gilt für jeden hier." fügte sie noch hinzu und befahl somit auch den anderen hier im Zimmer, sich erst einmal hinzulegen. Ein harter Tag lag schließlich hinter jedem von ihnen. Danach widmete Nathalie sich wieder der Frau mit der Augenklappe. "Was genau fehlt dir denn? Lass mich mal sehen."


    (passt das so? XD)

  • Lynette sah zu dieser Frau, die anscheinend Alicia hieß. Als diese dann in ein Zimmer in ein Bett geschickt wurden (oder wie ich das jetzt gelesen habe?), wurde Lynn von der rothaarigen Frau angesprochen. Lynns Schüchterheit kam zum Vorschein. "Ähm ich? Na, also... I- Irgendwas ist mit meinen Beinen passiert, als wir im.... in diesem Wald waren (Dämmerwald), da konnte ich plötzlich nicht mehr richtig laufen, und... Ja. Irgendwas ist eben mit meinen Beinen passiert.", erzählte Lynette hektisch. Ihre anderen Wunden konnte sie ja bestimmt im Gasthof selbst behandeln. Schließlich waren die nur Nebensache.


  • Natalie zog eine Augenbraue nach oben. Sah diese Frau denn nicht das sie viel um die Ohren hatte? Da konnte sie es wirklich nicht brauchen wenn jemand nicht in der Lage war ihr konkrete Informationen zu geben. Dennoch war es ihr Job Verletzten zu helfen und so schlug sie der Rosahaarigen ihre Bitte um ärztliche Versorgung selbstverständlich nicht aus. Nathalie bat die Patienten also in eines der Behandlungszimmer. Die Ärztin legte ein genaues Augenmerk auf den Gang der jungen Frau. Sie konnte nicht richtig auftreten und humpelte in das besagte Zimmer. Immer wieder musste sich die Frau mit der Augenklappe abstützen ob es nun an Nathalie war oder aber an diversen Möbelstücken. Die zweifache Mutter deutete auf den freien Stuhl, welcher unweit von ihrem Schreibtisch, sowie von dem Verbandsschrank entfernt war. Auch Nathalie nahm Platz und rückte ihre Brille zurecht. "Lass mich mal sehen..." Vorsichtig hab die Ärztin das Bein der Rosahaarigen an. Selbstverständlich hatte sie ihre Patienten zuvor gebeten ihr Schuhwerk zu entfernen um ihrem geschulten Auge die benötigte Sicht zu gewährleisten. Der Knöchel war massiv angeschwollen. Vorsichtig bewegte Nathalie den Fuß der jungen Frau, welche einen Schmerzenschrei ausstieß. "Das tut dir weh..." stellte die Ärztin fest. Gebrochen war das Bein nicht sonst hätte sie es niemals alleine in die Klinik geschafft. Nathalie vermutete das die Rosahaarige sich ein Band gezerrt hatte. Sofort teile Nathalie der Frau mit was mit ihrem Bein los war. Geschwind huschte die gestresste Mutter zum Verbandskasten und holte eine Bandage heraus. Ehe man sich versah flitzte sie in die andere Ecke des behandlungszimmers und kramte in einem Schrank herum. Sie suchte eine bestimmte Salbe, welche den schmerzenden Fuß kühlen und so die Schmerzen lindern sollte. Ah da bist du ja...Nathalie war mit dem Equipment dieser Klinik noch nicht so vertraut. Wenn sie Zeit finden würde, würde die Ärztin sich ordentlich einrichten und sich genauer umsehen. Es ärgerte sie so lange nach den gewünschten Objekten zu suchen. Sie msste definitiv Ordnung in dieses System bringen. Ehe man sich versah saß nathalie auch schon wieder gegeüber ihrer Patientin. "Das wird dir helfen..." Regelrecht zärtlich verteilte die Ärztin die Creme auf dem betroffenen Fuß. Anschließend wickelte sie noch eine Bandage drumherum und fixierte diese. "So bitteschön. Die nächsten Tage solltest du das Bein so wenig wie möglich belasten und ich würde dir raten mindesten zwei Mal täglich diese Creme aufzutragen." Nathalie reichte der Jüngeren den Tigel mit der Creme und holte aus einer ecke eine Krücke hervor. "Du solltest mit diesem Beinb nicht auftreten sonst dauert es noch länger bis es verheilt ist." Ein freunliches Lächeln huschte über die Lippen der Ärztin bevor sie die Patientin wieder nach draußen bat. Es war ein aufgesetztes Lächeln. Der Mutter war ganz und gar nicht nach Lachen zu Mute.

  • Lynette ging nun Richtung nach draußen - soweit man es richtig gehen nennen konnte - und drehte sich aber noch einmal um. "Danke...", sagte Lynn dankend. Die Creme hat sie auch entgegen genommen. Den Namen der Ärztin hat sie nicht erfahren. Ist auch gut so..., dachte sich Lynn, da sie auch ungerne jemandem seinen Namen verrät. "Tschüs.", sagte sie noch. Sie öffnette die Tür des Behandlungszimmers, und ging hinaus. Als Lynette dann noch die Tür von der Klinik öffnette, humpelte sie hinaus. Das Bein nicht zu sehr belasten., erinnerte Lynn sich an die Worte der Ärztin.
    ~Lynette ging~

  • ~Es war so dunkel. Alles. Ihre Augenlider waren immer noch schwer und an aufstehen war für sie im Moment nicht zu denken. Ihren Körper spürte sie kaum. Wo war sie überhaupt? Alicia wollte die Augen öffnen, aber es ging nicht. Sie konnte es einfach nicht. Alles war so schwer...
    „Was ist denn zuletzt passiert?“, fragte sie sich selbst in der Dunkelheit. Sie überlegte scharf. „Natürlich... Da waren Sophia und Barrett!“, fiel es ihr ein, dann stockte sie innerlich. „Barrett...“, der Gedanke an der Braunhaarigen ließ Cia innerlich seufzen.
    „Konnte ich eben meine Hand bewegen?“, stutzte sie für einen Moment. „...Oder... bin ich vielleicht tot?!“ Nein... sie konnte doch nicht nicht gestorben sein... Außerdem, wenn das der Ort war, an welchem man Ewigkeiten verbringen würde, dann wünschte sie sich, lieber wieder zu leben, denn das wäre ja ätzend. Doch. Da war doch was!
    Die wunderschönen blauen Augen, der Rosahaarigen öffneten sich langsam und das, was sie erblickte, war ernüchternd. Ein kahler, weißer Raum. Sie war also im Krankenhaus. Alicia ließ erste Blicke durch den Raum schweifen. Erneut trug sie nur ein Leibchen. Doch dieses Mal mit dem Unterschied, dass sie ganz alleine war. Es schien niemand hier zu sein. Außer ihre Mutter, denn Ray war schließlich unauffindbar gewesen und sie wusste nicht, ob Trampoli überhaupt jemanden in seiner Klinik beherbergte. Nach ihrer Meinung eher weniger, wenn Nathalie, Ray und sie selbst einfach so dort einziehen konnten.
    Wieder trieb es der sonst so starken Frau die Tränen in die Augen. Sie konnten nie mehr nach Alvarna zurück, wie es aussah. All ihre Erinnerungen, welche an diesem Ort hingen... Sie hoffte, dass sie sie behalten konnte.
    Die Abenteuer und Dramen, die sie mit Barrett, Ray und den anderen durchgestanden hatte... Das fühlte sich plötzlich so weit weg an. Erneut seufzte sie, jedoch tiefer. „Ich dachte, wenigstens du würdest dir Sorgen machen, aber du denkst wie immer nur an dich.... Barrett... Das ist so typisch...“, ihre Stimme zitterte. Damit hatte er sie wirklich verletzt. Das Sophia gegangen war, war ihr sofort klar, denn die beiden kannten sich ja kaum. Alicia legte sich wieder zurück in ihre Kissen und dachte nach. Vielleicht hätte der Löwe sie doch einfach umbringen sollen...

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • ~Barrett kommt an~
    Die Klinik sah besser aus, als bei seinem ersten Besuch. Nathalie und ihre Angestellten mussten das alte Krankenhaus wieder recht schnell auf Vordermann gebracht haben, nachdem sie hier eingezogen waren. Es sah überhaupt nicht aus wie ein Provisorium, das nur so lange geplant war, wie sie nicht nach Hause konnten. Aber wieso sollte Nathalie überhaupt zurück gehen? Trampoli war größer und dem geschäftigen Treiben nach zu urteilen war es auch lukrativ.
    Barrett meldete sich an und wurde, im Gegensatz zu den anderen Tagen durchgelassen. Man sagte ihm zwar, dass Alicia noch schlafe, allerdings könnte er sie trotzdem kurz besuchen. Schnell und noch ganz aufgeregt ging der junge Mann den Gang entlang und betrat dann das Zimmer, welches ihm gezeigt worden war. Vorsichtig, weil er nicht wusste, wie er mit so einer Situation umgehen sollte, öffnete Barrett lautlos die Tür und schloss sie wieder. Hinter einem Vorhang entdeckte er die Silhouette eines Bettes auf dem ein Mensch lag. Als ihm dann Alicias vertraute Stimme ans Ohr drang, hüpfte sein Herz und er wusste, er hatte sich nicht geirrt. Jedoch lag ein seltsamer Unterton in ihrer Stimme. Hatte er da seinen Namen gehört? Er denke nur an sich selbst? Stimmt doch gar nicht! Er war jeden Tag hier gewesen, aber man hatte ihn nicht durch gelassen! Mit zwei großen Schritten lief er zu dem Vorhang und zog ihn weg, so dass er Alicia nun direkt sehen konnte. "Alicia!", sagte er mehr aufgeregt als freudig. "Was hast du da gerade gesagt?!"
    Trotz dem, was sie dort gesagt hatte, freute er sich sie wieder zu sehen. Abgesehen von einiger Blässe war sie wieder so gut wie neu! Am liebsten hätte er sie sofort geküsst, doch wegen der Sache mit Sophia hielt er sich zunächst zurück.

  • Kaum hatte sie ihre leichten Selbstmordgedanken vollendet, trat der Übeltäter auch schon neben sie ans Bett. Wäre er früher hier gewesen, hätte sie sich sichtlich über seinen Besuch gefreut, doch sie musste wieder an die Sache mit Sophia denken. Eigentlich hatte der Braunhaarige ihr in den letzten Tagen oder Wochen oder weiß Gott wie lange sie mal wieder hier lag, da hatte er ihr nur Schmerzen breitet! Sie hatte sich das erste mal wirklich auf ihn eingelassen und dann enttäuschte er sie so.
    „Die Menschen müssen sich gegenseitig weh tun, nur um selbst stark zu werden... wie Rückradlos.“, dachte sie kühl.
    Dann rief er ihren Namen und fragte auch noch – blöder als er doch eigentlich war, was sie eben gesagt hatte.
    „Das hast du ja sicher gehört. Ich denke nicht, dass du taub bist, Barrett.“, sie sah ihn nicht an. Das hatte er auch nicht verdient gehabt. Sie wettete im Moment alles, dass er sofort, nach ihrem Blackout abgehauen war. Mistkerl. Das Fenster dort, schien eindeutig interessanter, als der Braunhaarige zu sein, so konnte sie wenigstens einen Teil ihrer neuen Heimat sehen.
    „Du weißt doch auch sicher, weshalb ich das gesagt habe. Ich meine, mit mir in die Kiste zu steigen, dann mit einer anderen zu flirten und sich dann einen Dreck um sein 'Betthäschen' zu scheren, das sieht dir, um ehrlich zu sein ähnlich. Die anderen haben mir immer gesagt, dass du so egoistisch seist. Ich wollte dir eine Chance geben Barrett!“, kühl blickte sie ihn das erste Mal an. Eigentlich wollte sie nicht einmal so emotional und ehrlich werden, aber das musste einfach aus ihr heraus. Wenn sie im Moment mehr Kraft hätte, würde sie ihm liebend gerne eine Ohrfeige verpassen, aber wie schon erwähnt, ließ es die Kraft einfach nicht zu. Alicia wollte nicht mit sich spielen lassen und das musste dieses Arschgesicht merken.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • "Aber ich bin doch hier...", flüsterte er, doch Alicia schenkte ihm in ihrer Rage keine Beachtung. Sie quatschte weiter und beschwerte sich am Laufenden Band. Nachdem sie fertig war, verschränkte sie die Arme und schaute ihn eiskalt an. Zunächst war Barrett leicht verwirrt. Er hatte geglaubt, dass zwischen ihnen nun wieder alles in Ordnung gewesen sei, zumindest kam es ihm so vor, als sie gegen den Löwen gekämpft hatten. Hatte Alicia nicht noch gemeint "Es ist toll wenn man etwas hat, wofür es sich zu kämpfen lohnt"? Offenbar wollte sie ihm nur beweisen, dass sie kein Püppchen war, das er nach Lust und Laune abstellen konnte, sondern das einzige Mädchen in seinem Leben, uneingeschränkt! Langsam wuchs auf seinen Lippen ein Grinsen heran, doch bevor Alicia das Wort ergreifen konnte und fragen, wieso er so blöd grinste, sprach er ruhig folgende Worte, während seine Hand in die Halsöffnung ihres Leibchens fuhr und langsam den Rücken streichelte. "Hey, ich war es, der Nathalie geholt hat um dich zu verarzten, ich war jeden Tag da, doch heute haben sie mich das erste mal zu dir gelassen!" Seine Hand fuhr rasch nach oben und spiele mit ihren Haaren. "Betthäschen!", sagte er darauf lachend, so als wäre ihm dieser Ausdruck gerade erst wieder eingefallen. "Mal abgesehen davon, dass ich dich nie so nennen würde... versteh ich nicht wieso du dich beschwerst. Deinem Einsatz nach, hat es dir mindestens so viel Spaß gemacht wir mir, mindestens!" Grinsend strich er noch ein mal um ihren Hals und versenkte dann die Hände in seinen Hosentaschen. "Mal im Ernst, was versuchst du zu bezwecken?"

  • „Wow, du bist hier! Als ob ich blind wäre!“, dachte sie sich entnervt. Weshalb sollte sie ihm zuhören? Warum einem Verräter Gehör schenken, wenn er einen immer wieder enttäuscht?
    „Suuupi! Du hast meine Mutter geholt! WAS für eine Leistung Barrett! Du hättest mich auch verrecken lassen können!!“, keifte sie nahezu. „Ach und gerade heute lassen sie dich das erste mal zu mir... ist ja rührend, Barrylein! Soll mich das jetzt beeindrucken?“, sie fuhr ihm mit dem Fingernagel über die Wange. Sie wollte spielen. Sie wollte eiskalt sein.
    Dann lachte er auch noch so dumm. „Betthäschen... Gut, diese Bezeichnung ist wohl etwas lustig...“ „Aber dennoch!“
    Es soll ihr Spaß gemacht haben? Der Gedanke an den Abend in der Klinik, ließ die Rosahaarige ziemlich rot werden. „Gefallen... Interpretiere es so wie du es möchtest, Barrett.“, darauf wandte sie ihr Gesicht wieder zum Fenster. Er sollte die Röte in ihrem Gesicht nicht sehen. Schließlich berührte er sie. Alicia hauchte ein kurzes: „Fass mich nicht an....“, als sie versuchte, ihm fest in die Augen zu blicken.
    „Was versuchst du, zu bezwecken?“, dieser Satz hallte einige male in ihren Ohren wieder. Cia sah auf ihre Fingernägel. „Ich? Bezwecken? Barrylein, als ob ich was bezwecken wollen würde!“, sie grinste verschmitzt. „Zudem schuldest du mir sowieso noch etwas, mein Lieber, erinnerst du dich?“, damit grinste sie ihm breit ins Gesicht.
    "Außerdem... die bessere Frage ist wohl, was du versuchst zu bezwecken, Barrett."

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • Barrett wusste nicht recht, was er sagen sollte und so schwieg er einfach. Sie hätte ihm eigentlich dankbar sein müssen, ohne seinen Einsatz läge sie vielleicht noch im Koma oder gar Schlimmeres! Aber wieso war sie es nicht? Das nervte ihn. Am liebsten wäre er gegangen und zurückgekommen, wenn Alicia sich beruhigt hatte. Wieso reagierte sie nur so...?
    Doch auf seinen Kommentar mit dem Ereignis letzter Woche hin, taute sie plötzlich etwas auf. War es wirklich schon so lange her? Barrett sah sich das Mädchen genauer an. Wieso konnte sie ihm plötzlich nicht mehr in die Augen sehen und wieso war da diese Unsicherheit in ihrer Stimme? Sicher hatte er einen wunden Punkt getroffen! Als sie dann auf seine Berührung hin ein unechtes "Fass mich nicht an!", flüsterte, bemerkte der junge Mann, dass ihre Fassade langsam zu bröckeln begann. Sie blickte ihm todernst in die Augen, doch der rote Farbton auf ihren Wangen lies ihn die Lüge erkennen. Was genau Alicia bezweckte sagte ihm die Frau nicht, doch das war auch nicht von Nöten, als sie ihn an seine 'Schulden' erinnerte und dabei grinste. Was zum Teufel hatte sie vor?! Barrett war sehr verwirrt, ob sie ihn nun verarscht hatte, oder ob sie die harten Worte von gerade eben ernst gemeint hatte. Mutig entschloss er sich für erstere Variante und beugte sich über die liegende Alicia, seinen Mund an ihr Ohr, sein linke Wange, striff ihre. "Was ich bezwecken will ist doch nur eins... es tut mir Leid, dass dich nicht beschützen konnte. Ich kann verstehen wenn du böse bist." Barrett schwieg kurz und umarmte dann das Mädchen vor ihm. Seit wann war er so weich? Solche Worte würde er nur zu Alicia sagen... dabei sollte es jedenfalls bleiben!! "Aber was genau schulde ich dir denn?", schauspielerte er verwirrt und drehte sachte an dem Band um ihren Hals.

  • ~Iris und Annette kommen an.


    Iris war nicht ganz so erpircht darauf gewesen, die Klinik aufzusuchen. Zumal der Geruch von Blut nicht gerade zu ihren Vorlieben gehörte. Doch sie wollte mehr über diesen jungen Mann erfahren, und wenn er hier jemanden hatte, den er versorgen musste, bzw. die versorgt werden musste, würden die beiden Mädchen ihn hier wohl eher finden, als sonst wo in der Stadt.
    Leise hatte Iris die Tür geöffnet und war mit Annette in die Klinik eingetreten. Sofort rümpfte die Vampirin die Nase. Hier roch es nicht nur nach Monster- und Menschenblut, hier konnte man auch diverse Medizingerüche wahrnehmen. "Ich bleibe lieber bei meinen Tomaten." murmelte die Grauhaarige und blieb so stehen, dass die Tür hinter ihr, ihnen nicht ins Kreuz geschlagen werden konnte. Dann blickte sie durch den Korridor. "Wolang jetzt?" fragte sie unschlüssig. Viele Geräusche nahm sie nicht wahr. Außerdem wusste sie nicht so genau, wonach sie suchen sollte.

  • Auch Anette war der medizinische Geruch nicht geheuer. So hoffte sie, dass sie keine offenen Wunden oder ähnliches sehen wird. Vorsichtig betrat sie also mit Iris die Klinik. Alles war so weiß, die Wände, der Boden, sogar die Möbel; fast schon steril. Anettes Blick schweifte durch den Eingangsbereich, es war sehr ruhig und menschenleer, fast schon ein wenig unheimlich. "Ich würde sagen, wir schauen mal in den Behandlungsräumen oder in den Aufentaltsräumen." Zweiteres war ihr natürlich lieber, da sie ungern mitten in eine Behandlung reinplatzen wollte. Leisen Schrittes gingen die beiden Mädchen nun in Richtung der hinteren Räume. Auch hier war es sehr still, was es schwierig machte allein durch das Hören jemanden ausfindig zu machen. Behutsam öffnete Anette die erste Tür auf dem Gang und sah durch einen kleinen Spalt hinein. Doch der Raum war leer. Wäre ja auch zu schön gewesen, gleich bei der ersten Tür den Volltreffer zu landen ... dachte sie sich und ging zur zweiten Tür. Bevor sie diese öffnete drehte sie sich noch einmal zu Iris, "meinst du es ist in Ordnung, dass wir hier einfach ohne Erlaubis durch die Klinik gehen und in den Räumen schauen?" Etwas mulmig war Anette schon, hier einfach hinter die Türen zu schauen. Schließlich weiß man nicht, wer oder was sich dahinter verbirgt. Oder eher wie die Person aussieht, die in einem der Räume ist. Da es wohl die einzige Klinik in der Nähe war, kommen sicher alle Leute hierher, egal ob schwer verwundet oder nicht.

  • ~Dylas betritt die Klinik.
    Die Atmosphäre vor dem Gebäude war schon vielversprechend. Überall konnte man durch die Fenster sehen und überprüfen, was sich innerhalb des Hauses abspielte. Dylas gehörte zwar jetzt nicht zu diesen Leuten die jedes einzelne Fenster stalkten, aber er konnte es sich nicht verkneifen, einen Blick hineinzuwerfen, als er auf dem Weg zur Eingangstür war. Und schon war er drin. Prüfend schwenkte er seinen Kopf in alle Richtungen. Niemand zu sehen, dann werden sie wohl schon alle in Behandlung sein. Mist! Das passte dem Silberhaarigen gar nicht, am liebsten hätte er diese Halunken ohne großes Aufsehen in die Mangel genommen, doch das konnte er nun knicken. Lediglich Anette und ein ihm noch unbekanntes Mädchen bewegten sich orientierungslos von Tür zu Tür. Das muss eine von denen sein, die hier einziehen wollen! Instinktiv machte Dylas sich zum Kampf bereit um auf das Mädchen loszustürmen - mit Erfolg. Er verpasste ihr eine starke linke und schon lag sie auf dem Boden. "Wo hast du den Rest gelassen?! Ich werde mir jeden einzeln vornehmen wenn es sein muss!" Ein voreiliges Handeln des Silberhaarigen, wie er im Nachhinein bald feststellen wird. Normal sah sie nicht aus, aber auch nicht wirklich verwundet, zumindest bis jetzt...

  • Iris hatte nicht so viele Skrupel bei der Idee, die Räume einzelnd zu durchsuchen. "Zur Not können wir sagen, dass wir glaubten, die Klinik sie leer." Immerhin würden sie so nicht lügen müssen. Denn bis vor kurzem wohnte hier wirklich keiner. Gerade waren sie an der nächsten Tür angelangt, als eine Faust unvermittelt hart in Iris linke Gesichtshälfte krachte. Leicht benommen ging sie zu Boden und der Mann mit ihr, wie sie merkte, als er unsanft auf ihr landete. "Autsch!" brachte die Grauhaarige mühsam heraus und befühlte die Stelle, an der seine Faust ihn berührt hatte. Dann sah sie zu dem Mann. Erfreulich registrierte sie, dass er die selbe Haarfarbe hatte wie sie, allerdings sagten ihre Worte nicht viel. "Welchen Rest? Den Rest meiner Sippe?" fragte sie überrascht und schaute unentwegt den Fremden an, wobei sie immerhin wusste, wo der Kerl wohnte. "Glaube mir, den Rest meiner Sippe willst du genauso wenig kennenlernen, wie jeder andere hier in Trampoli, außer du gibst ihnen freiwillig eine Blutspende." Wieder betastete sie ihre Blessur. "AHHHH!" schrie sie auf. "Na toll, da hast du mich aber wundervoll erwischt. Was ist mit dir eigentlich los, dass du auf rechtschaffende Bürger der Stadt einschlägst?" fragte sie schließlich, ehe sie den Kerl von sich stieß aufstand und ihr Gesicht in der nächsten spiegelnden Oberfläche betrachtete.