• [IMG:http://i47.tinypic.com/2ztkg90.png]


    "Hnghh....!" Wütend ballte das Halbwesen seine Fäuste zusammen als Doug ihm die beleidigenden Worte an den Kopf warf. Was dachte er eigentlich wer er war? Nur ein dummer Zwerg mit noch dümmeren Sprüchen und wahrscheinlich würde er sich nicht einmal trauen sich mit nur irgendwem zu prügeln. Wie hieß es doch so schon? Hunde die bellen, beißen nicht. Mal gucken ob das auch in diesem Fall stimmte, denn als Dylas mitbekam, wie er sich gerade mit seinem Fisch einfach aus dem Staub machen wollte, rannte er sofort auf ihn zu und riss ihm den Fisch wieder aus der Hand. "Nur weil der Fisch dein dreckiges Gesicht getroffen hat, heißt das noch lange nicht, dass du ihn auch behalten kannst!" Seine Stimme wurde lauter und mit zusammengezogenen Augenbrauen blickte er auf den Rotschopf nieder. "Ich wette, dass du nicht einmal einen mickrigen Guppy fangen könntest. Wobei du wahrscheinlich auch keine Ahnung hast, wie man eine Angel überhaupt richtig benutzt." Zwar konnte er keinen Karottenkuchen selber backen, doch wenigstens kam er von alleine an Grundnahrungsmittel.

  • Der Kaninchen-Typ ließ sich aber auch wirklich mit allem auf die Palme bringen. Zu Schade, dass es Doug allmählich etwas langweilig wurde, außerdem wollte er jetzt nach Hause und essHey! Wie gewonnen, so zerronnen. Kaum, dass der Rotschopf den Weg in Richtung Zuhause eingeschlagen hatte, wurde ihm der Fisch auch schon wieder entrissen. Was für eine Unverschämtheit! „Das ist aber nicht nett von dir!“, tadelte ihn der Zwerg und wedelte mit dem Zeigefinger herum. „lch hab zwar noch nie geangelt, aber einen Guppy könnte ich bestimmt fangen!” Selbstsicher, wie immer, zuckte er unbeeindruckt mit den Schultern. „Ob ich mir so eine jämmerliche Arbeit aber antun wollte, darüber müsste ich erst noch nachdenken. Aber die Zeit um darüber nachzudenken ist mir zu kostbar. Wenn du mich jetzt also entschuldigen würdest, meine Zeit möchte sinnvoller genutzt werden als mit dir!” Er erhob kurz die Hand zum Gruße und setzte seinen Weg, den er eben schon eingeschlagen hatte, fort. Wenn Dylas ihn nicht erneut davon abhalten würde, hieß es.


    Doug geht (eventuell)~

  • [IMG:http://i47.tinypic.com/2ztkg90.png]"Als ob du überhaupt nachdenken kannst!", rief er dem Rotschopf noch hinterher, als sich dieser völlig lässig aus dem Staub machte, aber wenigstens ohne Fisch. Pff, als könnte so ein Amateur wie er die Angel überhaupt richtig auswerfen... Ugh! Allein wenn Dylas nur über seine Visage, dummen Worte und Verhalten dachte, wurde er so wütend. Wie war ein Mensch überhaupt in der Lage so nervig zu sein wie Doug? Schnaubend packte das Halbwesen seine Sachen und machte sich auf den Heimweg. Die Lust auf das Angeln war ihm schließlich längst vergangen.


    Dylas geht~

  • [Dorothy] am Seeufer, vermutlich fürs Leben traumatisiert nix neues also


    [IMG:http://hm-heaven.de/images/rf2Dorothy.png]


    Dorothy konnte gar nicht richtig realisieren, was um sie herum geschah. Im einen Moment war sie im Wasser, wo ihr gerade von Eric herausgeholfen wurde, und im Nächsten hatte sie eine boshaft wirkende Greta, die sie bedrohte. Was war passiert? War sie weggetreten durch den Schock den ihr das Wasser bereitet hatte? Auf jeden Fall hatte die Heilerin keine Ahnung was den Gefühlsumschwung der eigentlich freundlich wirkende Elfe herbeigeführt hatte. Und auch erst jetzt bemerkte sie Eric der…bewusstlos war? Ehe das Mädchen panisch werden konnte oder zur Hilfe eilen oder sonst was, spürte sie plötzlich einen scharfen Schmerz auf ihrer Wange und hörte die bedrohenden Worte der Elfe. Gelähmt vor Angst und Schock konnte das ohnehin zart besaitete Mädchen nichts anderes tun als sich eingeschüchtert zusammenzukauernt und abzuwarten, bis die „Gefahr“ vorüber war. Die Grünhaarige spürte, wie Tränen in ihren Augen brannten. Sie hatte in letzter Zeit einfach kein Glück. Immer wenn es so aussah, als würde etwas daherkommen, das ihre Stimmung heben konnte, kam wieder etwas, das sie nur noch weiter zurückwarf. Warum traute sie sich eigentlich überhaupt noch aus dem Haus? Dort hatte es nichts gegeben, was sie verletzten konnte. Was sollte sie jetzt bloß tun? Sie würde sich so gerne in ihrem Bett verkriechen und nie wieder hervor kommen, aber sie zitterte so stark und war immer noch zusammengerollt am Boden. Da bezweifelte sie stark, dass sie den Weg zur Kapelle beschreiten konnte. Also blieb die Grünhaarige einfach dort am See sitzen und hoffte, dass sie sich vielleicht bald genug zusammenreißen konnte, um wieder einmal zu fliehen. Dorothy wusste gar nicht, wie lange sie hier eigentlich saß. Bemerkte nicht einmal, wie es langsam dunkler wurde. Wirklich beruhigen konnte sie sich nicht, merkte nichteinmal wie ihre Glieder langsam schwerer wurden. Nach Hause zurückzukehren war jetzt wohl undenkbar und obwohl sie versuchte sich wach zu halten, schlief sie dennoch direkt am Seeufer ein~

    and we're definitely going to hell
    but we'll have all the best stories to tell

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  • [Margaret] kommt an und sieht Dorothy, macht sich auf den Weg zur Klinik


    [IMG:http://i47.tinypic.com/2z4cl04.png]Nur wenige Stunden Schlaf hatte die blonde Elfe letzten Abend gehabt, aber zur Hölle es waren vermutlich die besten paar Stunden Schlaf die sie in den letzten Monaten gehabt hatte! Gleich nachdem sie vom Grundstück der Villa weit genug entfernt war, machte sie sich auf zum Marktplatz, um den Ring zu verkaufen. Es war besser, sie würde jegliche Beweise des letzten Abends verschwinden lassen und gleich den Profit einsacken. Klar, den blutenden Schuh hatte sie in der Villa zurückgelassen, da sie ihn... anderweitig benutzt hatte, aber das würde wohl kaum zu ihr zurückführen. Als sie am Polisee ankam, betrachtete sie noch einmal still ihre Hand. Das Adrenalin des gestrigen Abends war schon abgeklungen, und mittlerweile schmerzte wirklich ihr ganzes Handgelenk. Ich hoffe der Scheißkerl erblindet, dachte sie genervt. Auch wenn sie sich vor körperlichen Blessuren nicht fürchtete, so wollte sie ihren Körper doch immer so fit wie möglich halten. Man konnte ja nie wissen wann sie sich verteidigen, oder jemand anderem etwas antun wollte. Wenns nicht besser wird, muss ich in die Klinik... Was für 'ne Zeitverschwendung. Ein paar Pflänzchen zusammen mixen und sie auf die Wunde verteilen... sollte sie das nicht auch können? Bei ihrem abenteuerlustigem Lebensstil würde sich so ein Wissen sicher als nützlich erweisen... Bevor sie den Gedanken jedoch weiterführen konnte, blickte sie auf und bemerkte eine schlafende Person am Seeufer. Die Silhouette, ihre Kleidung kam ihr sehr bekannt vor. Das ist doch... die Göre, die dabei war als ich meine Harfe gesucht habe! Ha! Dass die sich nochmal hierher zurücktraut! Den Hass, den die Erinnerung an diesen Bastard Eric hervorrief, schwand nur wenige Sekunden später der Lust, das stille Mädchen zu ärgern. Ihren Erinnerungen zufolge hatte das Mädel ja nicht gerade viel von sich Preis gegeben, aber vielleicht könnte sie ihr ja heute ein paar interessante Reaktionen entlocken. Nach so einem erfolgreichen Abend hatte sie sich etwas Spaß verdient! Nun gut, eigentlich war sie der Meinung, dass sie immer Spaß verdiente, aber das war jetzt nicht so wichtig. Mit einem bösen Grinsen ging sie auf das schlafende Mädchen zu, und kickte sie in die Seite. "Hey, wach auf, Mädchen!", rief sie zu ihr, wobei eigentlich 'Hey, unterhalte mich!' passender gewesen wäre. "Was machst du denn schon wieder hier? Und wo ist dein dieberischer Kumpel? Hatte er keine Lust auf dich?"


    Doch das Mädchen wollte einfach nicht aufwachen! Gute Güte, wie tief konnte ein Mensch denn schlafen, dass er noch nicht mal von einem Tritt aufwachte? Auf der Straße hätte ich dir keine fünf Minuten gegeben. Naja, aber wenn man bedachte, dass die zurückhaltende Frau auch schon während ihrer Wachphasen den Eindruck machte, als würde sie schlafen, machte es vermutlich Sinn, dass ihr eigentlicher Schlaf noch viel fester war. Tja, und was mach ich jetzt? Mir ist langweilig! Heute wollte ihr aber auch niemand die Laune erhellen! Wenigstens hatte sie noch den recht großen Sack voller Goldstücke an ihrem Leib. Sein Klingeln verschaffte ihr zumindest ein moderates Maß an Zufriedenheit. Ihre Hände nachdenklich in die Hüfte gestemmt, musste sie kurz aufzucken, als ein stechender Schmerz durch ihr linkes Handgelenk pochte. Wenn sie doch wenigstens das Gesicht der Wache gesehen hätte, dann wäre es ja schon fast eine Überlegung wert noch einmal dort hin zu gehen und ihm aufzulauern. Ah, aber das war auch zu umständlich. Und an der Villa hatte sie nach ihrem erfolgreichen Beutezug fürs Erste sowieso kein Interesse mehr. Es wäre wohl am einfachsten, wenn sie einfach auf Rosalind sauer war. Immerhin hatte sie die Wachen auf sie gehetzt! Und sie kam häufiger aus dem Palast raus, also noch mehr Möglichkeiten, sie zu triezen. Ja, so sollte sie es handhaben! Doch jetzt... hatte sie erst einmal nichts zu tun. Besser ich geh zur Klinik, wenn ich eh schon nichts zu tun habe. Wenn die reiche Göre mir noch die Wachen auf den Hals hetzt, sollte ich lieber beide Hände zur Verfügung haben. Klar, hatte sie ihr Gesicht nicht vor ihr gezeigt, und so würde sie definitiv die Unschuldslamm-Nummer nicht aufgeben, aber so wie der blauhaarige Einfaltspinsel geredet hatte, war sie der festen Überzeugung gewesen, dass sie ihre Identität erkannt hatte. Immer noch ein wenig enttäuscht darüber, dass Dorothy nicht aufwachen wollte, machte sie sich also auf den Weg zur Klinik. Vielleicht konnte sie sich bei Gelegenheit ja auch ein paar Tipps holen, wie sie sich selbst verarzten konnte. Irgendwelche Kräuter würde sie ja bestimmt selbst aufsammeln können.

  • [IMG:https://orig00.deviantart.net/499d/f/2015/058/5/a/sad_by_nijurah-d8jory4.png]Daria & James | am Ufer


    Es war ruhig. Den nächtlichen Spaziergang über redeten die beiden jungen Menschen nicht, eher genossen sie die kühle Nacht und den Ausblick, der sich ihnen bot als sie den Polisee erreicht hatten. Es war zwar ein bisschen anstrengend gewesen, den weiten Weg in den für sie wirklich hohen Schuhen zugehen aber es war jeder Meter und jeder kleine Schmerz wert gewesen. Fliegende kleine Lichter spiegelten sich im Wasser, Grillen zirpten und der volle Mond tauchte den See und seine Umgebung in wunderschönes fast schon mystisches Licht. „Hier draußen ist es deutlich angenehmer.“ Und auch wenn immer noch kühle Temperaturen herrschten, Daria war nicht wirklich kalt. Ihr war warm, ihre Wangen waren rot. An James' Seite war das einfach so. Oder hatte es ganz einfach mit dem weiten Aufstieg zum See zu tun? Das Mädchen hob ihr Kleid noch ein Stück nach oben als sie näher an das Ufer heran traten. Beide konnten von Glück sprechen dass es nicht geregnet hatte, sonst wären ihre besonderen Garderoben bestimmt schon voll mit Matsch.

  • So wirklich konnte sich James den plötzlichen Gefühlsumschwung der hübschen Elfe noch immer nicht erklären, aber die frische Luft schien ihnen beiden sehr gut zu tun. Auch wenn es, der Tageszeit entsprechend, bereits etwas kühl geworden war, so legten sie beide den Weg bis zum See, weit weg von all dem Trubel, doch mit Leichtigkeit zurück. Die Sterne standen bereits am Himmel und leuchteten heller, umso weiter sich die beide dem See näherten. Inzwischen kannte James das Gefühl, welches Daria verspürte, wenn sie etwas so sehr beeindruckte, dass es von ihr gemalt werden musste. Hätte er das Talent dazu, dann wäre für dies für ihn einer dieser Momente, der für die Ewigkeit festgehalten werden müsste. „Wie Recht du hast.“‚ stimmte er Daria ohne zu zögern zu. Abgesehen von der schlechten Luft in der Villa gehörten sie beide einfach zu den Personen, die sich draußen viel wohler fühlten. James folgte ihr bis ans Ufer, achtete jedoch darauf immer einen Schritt hinter ihr zu bleiben. Er würde die seltsame Stimmung gerne ansprechen, wusste jedoch noch nicht wie genau er das am besten anstellen sollte, ohne Daria dadurch vielleicht in eine unangenehme Situation zu bringen. Mehrfach versuchte er seine Stimme zu erheben, schloss seinen Mund jedoch wieder, da er einfach nicht die richtigen Worte fand. „Daria, sag, was war eben los? Habe ich irgendetwas falsches gesagt?" Der Gedanke bedrückte ihn einfach zu sehr, als dass er ihn einfach totschweigen konnte. Auch wenn er sicher eine bessere Ausdrucksweise hätte wählen können, die weniger direkt war. Vorsichtig griff er mit seiner linken Hand, welche ihn stets an das erste Zusammentreffen mit Daria erinnern sollte, nach der Hand der Elfe, mit der sie nicht den Rock des Kleides anhob, und versuchte ihr so zu signalisieren, dass ihn der Gedanke, dass er etwas falsch gemacht hatte, einfach nicht mehr los ließ und ihm ihre Antwort wirklich wichtig war. „lch mag es nicht, dich traurig zu sehen. Insbesondere, wenn ich die Schuld dafür trage.”

  • DariaSad.pngDaria & James | am Ufer


    Die junge Elfe starrte auf das funkelnde Wasser, auf die Spiegelungen der Lichter. Des Mondes und lächelte dabei etwas, weil es einfach so schön war. Doch das Lächeln verschwand als James zum Reden ansetzte. Nicht etwa weil sie es nicht mochte, wenn er sprach, ganz und gar nicht, sie liebte es ihm zuzuhören, aber gerade eben schmerzte ihr Herz und dass der Hutträger dachte er wäre das Problem, belastete die Künstlerin noch mehr. „Nein, es.. so ist das nicht, es ist..“ Trotz des kühlen Metalls, das sie an ihrer Hand spürte, war ihr ganz warm. Seine Hand war warm und weich und sie fühlte sich wohl so. Für diesen einen Moment und als sich die Blicke der jungen Menschen trafen bemerkte Daria Tränen in ihren Augen. Schnell guckte das Elflein wieder fort, wischte mit ihrer anderen Hand, der Stoff ihres Kleides war ihr jetzt doch egal, über ihre Augen und atmete dann tief aus. „James, denk nicht so. Du bist nicht Schuld, für nichts. Es ist lediglich.. mein Kopf an allem Schuld. Oder mein Herz.“ Dieses spürte die Magierin auch, es klopfte schnell und laut. „Es tut mir leid, der Ball hätte nicht so enden sollen. Ich hätte nicht.. ich weiß nicht, was ist mit mir los?“ Die junge Frau legte ihre Hand auf ihre Brust. „Ich dachte nur wir.. dass da etwas Besonderes ist. Zwischen uns und dann sagtest du diese Worte und wahrscheinlich habe ich mir einfach nur alles eingebildet. Entschuldige. Ich wollte dich nicht in diese Situation bringen.“ Daria kam sich albern vor, sie redete wirres Zeug und war irgendwie überfordert.

  • Wein1226-james-pngte sie etwa? Irgendetwas lief heute Abend ganz und gar nicht so, wie es sich der Hutträger erhofft hatte. Was war denn los, dass Daria auf einmal so seltsam geworden war? Schweigend drückte er die Hand der Blonden und wartete darauf, dass sie ihre Gedanken endlich aussprach und James etwas Klarheit verschaffte. Etwas unbeholfen versuchte Daria dann auch, ihre Gefühle in Worte zu fassen, auch wenn der junge Händler zugegeben nur zur Hälfte verstand was sie ihm damit sagen wollte. Vielleicht, weil er noch nie in einer Lage wie der jetzigen war. Vielleicht, weil er selbst diese Gefühle nicht nachvollziehen konnte. Vielleicht, weil er Angst hatte ihre Worte falsch zu verstehen und mehr hinein zu interpretieren, als damit gemeint war. Oder vielleicht, weil das gerade einfach zu irreal auf ihn wirkte. Jedenfalls stand er im ersten Moment einfach nur da, starrte Daria an und wusste selbst nicht vor und nicht zurück. Er öffnete seinen Mund um zum Sprechen anzusetzen, aber es kamen keine Worte heraus. Daria hatte ihn in eine der seltenen Situationen gebracht, in der der sonst so redselige Händler einfach sprachlos war. Aber würde er noch länger hier so verharren und die hübsche Elfe einfach nur ansehen, würde sie bestimmt nur noch trauriger werden. Nicht dass sie dachte, sie habe James mit ihren Worten abgeschreckt. Es war nur einfach… eine vollkommen neue Situation für ihn, mit der er nicht umgehen konnte. Ganz langsam ließ er ihre Hand los und zog Daria anschließend in eine innige Umarmung. Er wusste einfach nicht, wie er sich sonst Ausdruck verleihen sollte, wenn er schon keine Worte mehr fand. Da war ganz sicher etwas Besonderes zwischen ihnen. Die gemeinsame Reise hatte dies mehr als deutlich gemacht. Er wusste einfach nur nicht damit umzugehen. „Du musst dich für nichts entschuldigen!“ Das zumindest war eine Sache, die für ihn ganz klar war.

  • blush_by_nijurah-d8jorya.pngDaria & James | am Ufer


    Die Stille war so unerträglich, die Stille zerriss sie fast, Daria stand dort am Ufer, James vor ihr und er sagte einfach nichts. Er sagte nichts, kein Wort, wieso sagte er nichts? Die junge Frau wurde unsicher, hatte sie ihn verschreckt und vielleicht die falschen Dinge gesagt? Zu viel gesagt? „James..“, flüsterte die Elfe in die Nacht hinein, mit der Hoffnung dass endlich etwas geschah. Sollte sie vielleicht besser gehen? Brauchte er Zeit? Aber nein, plötzlich zog der Hutträger das Mädchen an sich heran, drückte sie ganz fest an seinen Körper und für einen Augenblick blieb ihr die Luft weg. Daria spürte die angenehme Wärme die von ihm ausging, sie schloss ihre Augen und erwiderte die Umarmung. Hatte er verstanden was die Magierin sagen wollte? Wobei sie sich ja selbst nicht mal wirklich verstand. „Aber ich.. habe den schönen Abend ruiniert und das wollte ich nicht.“, flüsterte sie, ganz leise mit der Angst, diesen Moment zu zerstören. Tat sie das nicht auch irgendwie? Eigentlich wollte sie das nicht, die Blonde wollte so bei ihm bleiben, ihm so nah sein, aber etwas hielt sie davon ab sich vollkommen fallen zu lassen. Die Elfin löste die Umarmung, ihre Hände griffen nach seinen und ihr Blick wanderte hinauf zu seinen Augen, die im Mondlicht sogar etwas glänzten. So wunderschön.. „Vielleicht ist es besser, wenn ich nachhause gehe. Eine Mütze Schlaf wäre ganz gut..“ Und vielleicht auch etwas Abstand zu James.. damit sie ihre Gefühle ordnen konnte und er auch? Wenn da Gefühle waren, schließlich hatte er nichts gesagt aber.. getan. War die Umarmung seine Antwort? Oder dachte sie wieder zu viel und interpretierte zu viel in seine Handlungen? Aber es hatte sich so.. echt angefühlt, so.. liebevoll.

  • [Jake] und Cecilia kommen von der Jägerhütte aus an


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    Auf dem Weg zum Polisee unterhalten sich die beiden Elfen weiter und Jake ist erstaunt, wie gut sich das anfühlt. "Na ja, wenn ich nichts angle oder erlege und somit nichts verkaufe, habe ich logischerweise kein Geld für Nahrung. Sagen wir mal so, bisher bekam ich dann unverhofft immer noch etwas Essbares und ich denke mal, dass es auch so weitergehen wird." Man soll ja positiv denken nicht wahr? Wenn er schon sonst kein Glück hat, aber satt ist Jake bisher dann doch immer noch geworden. Als Cecilia jedoch sagte, dass sie gern mit Menschen arbeitet, kann Jake sich ein angewidertes Gesicht nicht verkneifen. Menschen, irgendwie war ihm ja klar, dass es einen Haken geben muss. Da lobt er sich direkt wieder seine Jobs, die er zu jeder Zeit allein ausüben kann und wo er nicht gezwungen ist, mit Menschen zu arbeiten. "Solange dir dein Beruf Spaß macht, hast du alles richtig gemacht. Das mit deinem Vater tut mir leid, es ist immer schwer sich neu zu finden wenn man jemand so nahestehendes verloren hat." Seine Worte waren voller Ehrlichkeit, wusste Jake nur zu gut, wie sich das anfühlt. Und er wusste auch, dass Alkohol dafür zwar nie eine Lösung ist, es aber teilweise einfach macht, gewissen Dinge zu verdrängen. In seinen Gedanken versunken kickt Jake einen kleinen Stein aus dem Weg, bevor er sich wieder dem Gedanken an Alkohol zuwendet. So zieht er mit einem feierlichen Grinsen die Flasche Schnaps aus seiner Jacke und nimmt einen Schluck, hält sie auch Cecilia hin. "Falls du auch möchtest, die ist mir so zugeflogen, kann man sagen." Nachdem er die Flasche wieder verstaut hat, erreichen die beiden den Polisee. Jake war schon ewig nicht mehr hier gewesen, schon fast bewundernswert das er den Weg gefunden hat. "Es gibt hier so viele Orte, so viele Möglichkeiten. Lass uns mal schauen, wo wir uns niederlassen können." So laufen beide am See entlang und erkunden die Umgebung, als Jake in der Ferne ein Pärchen sieht, dass sich gerade umarmt. "Ok, die sollten wir wohl eher nicht stören. Wollen wir uns einfach auf eine der Inseln zurück ziehen? Da beißen die Fische bestimmt ganz besonders gut."

  • [Cecilia] bei Jake


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    Cecilia runzelte die Stirn während sie Jake so zuhörte. Es musste wirklich ein hartes Leben sein, sich so versorgen zu müssen und jeden Tag ohne einen genauen Plan in die Unwissenheit stürmen. Auch wenn der Rotschopf über die letzten Jahre hinweg an Selbstbewusstsein gewonnen hatte, sah sie sich dennoch nicht dazu in der Lage ein solches Leben zu führen. Dafür schätzte sie die Organisation und die Routine viel zu sehr, auch, wenn sie als Kind der Gedanke an ein Abenteuer immer gereizt hatte. Vielleicht war es auch genau das, was Jake in ihren Augen so interessant machte? "Es ist bestimmt schwierig für dich. Falls du mal in Hungersnot sein solltest, dann darfst du immer bei mir vorbeischauen. Ich wäre die Letzte, die jemand hungerndes alleine stehen lassen würde. Außerdem bin ich mir sicher, dass deine Anwesenheit wesentlich angenehmen ist, als die, die der Eine oder Andere während der Kriegszeit erfahren musste." Die Elfe war besonders erstaunt, wie offen sie doch heute war und wie einfach es sich herausstellte für sie mit ihrer neuen Bekanntschaft zu reden. Sein angewidertes Gesicht, als sie ihre Arbeit erwähnte entging ihr nicht. Leider war das junge Mädchen nur nicht dazu in der Lage, es richtig zu deuten. "Ist alles in Ordnung?", fragte sie daraufhin stumm nach, ehe sie die Konversation wieder da aufnahm, wo die beiden aufgehört hatten. "Danke für die aufmunternden Worte. Es war tatsächlich nicht einfach, aber das Sterben ist eben ein Teil des Lebens und Abschied nehmen zu müssen erfordert auch ein gewisses Maß an Reife, was in diesen Zeiten sicherlich nicht schlecht ist." Auch wenn es im Moment relativ ruhig schien war die Elfe fast schon überzeugt, dass es nicht von längerer Dauer sein konnte. Etwas erschrocken blickte Cecilia auf die Flasche Schnapps die der Silberhaarige mir nichts dir nichts einfach aus seiner Tasche hervorholte. Zwar hatte sie bereits getrunken, aber Alkohol fiel bei der Elfe wohl nicht unter die Genußmittel, alleine schon aufgrund ihrer starken Unverträglichkeit. Perplex blinzelte sie ein wenig, wollte aber auch nicht unhöflich sein und entgegnete Jake daher ein vorsichtiges "Vielleicht werde ich später darauf zurückkommen." Fast schon am Polisee angekommen musterte Cecilia die Gegend. Es war wirklich schön hier und es wirkte so friedlich, dass sie alles erstmal einige Sekunden auf sich wirken lassen musste. "Du hast Recht, ich denke, hier sollte es genügend Möglichkeiten geben ein nettes Plätzchen für uns zu finden!" Erfreut blickte sie abermals durch die Gegend und ihr fiel fast zeitgleich mit dem Kommentar de Silberhaarigen das Pärchen auf. Wie schön, dass sich noch zwei gefunden haben. "Gerne. Es ist schön zu sehen, dass sich Leute noch lieben können in einer Zeit, von der man annehmen könnte, dass sie voller Hass ist." Fast schon brach die hoffnungslose Romantikerin in ihr aus, jedoch konnte sich der Rotschopf gerade noch zurücknehmen. "Du kennst dich mit Fischen besser aus, also lasse ich dir den Vortritt!"

  • [Iris Noire] von der Walinsel



    Als Iris Noire die Ranke von der Walinsel hinunter kletterte, kam sie am Polisee heraus, so wie sie es meistens tat. Es war ihr lieber hier anstatt am Uhrenturm ins Dorf zu gehen, ganz davon abgessehen, dass sie in diesem Falle oben in den Lüften die halbe Walinsel umrunden hätte müssen, um zur anderen Ranke zu gelangen. Am Polisee hielt sich das junge Fräulein zumeist jedoch nicht lange auf. Natur hatte sie hoch oben ebenso und wenn sie herabstieg, dann wollte sie zumeist unter die Leute, wollte etwas abhaben von dem regen Treiben, der den Einwohnern Trampolis stets zu eigen war. Heute jedoch nicht. Heute nämlich ging ein starker Wind von der Nordseite her und wühlte die Gewässer des Polisees auf, sodass seine Wellen in lautem Rauschen an das Seeufer abprallten und so die Aufmerksamkeit des Fräuleins auf sich zogen. Das silberhaarige Mädchen ging sodann nicht ins Dorf, sondern setzte sich an den Rand des Sees, dessen Oberfläche zu unruhig war um hindurch blicken zu können. Wie die Seelen der Menschen. Ein merkwürdiger Vergleich, aber nicht weniger zutreffend. Und während Iris dort saß und die Zeit verstrich, überkam sie eine derartige Traurigkeit, dass das Mädchen anfing zu weinen. Sie war alleine. Sie war einsam. Sie hatte nichts und niemanden in dieser Welt und konnte doch nicht fort von diesem Ort, von dieser Insel. Die Gefühle schmerzten in ihrem kleinen Herzen und die Tränen rannen entlos aus den unterschiedlichen Augen von Iris Noire.

  • [Jake] und Cecilia auf dem Weg zur Insel


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    Hat sie mich gerade wirklich nochmal zu sich eingeladen? Etwas irritiert über diese Nähe freut Jake sich über ihr Angebot und wer weiß, vielleicht kommt ja mal der Tag wo er ihre Hilfe bräuchte und wäre es nicht schön, wieder jemanden zu haben auf den man sich verlassen kann? Viel zu lange war Jake nun abgeschieden und allein und eine Bekannte zu haben, würde ihm wahrscheinlich sehr gut tun. Im Schritt bleibt er stehen und streckt sich ausgiebig, um kurz etwas Zeit zu gewinnen, bevor er ihr darauf antworten kann. "Keine Ahnung warum ich das jetzt sage, aber ja. Ich würde gern mal probieren, was du so kochst." Leicht errötet blickt Jake ihr bei den Worten nicht ins Gesicht, er starrt auf seine zerschlissenen Schuhe und kommt sich vor wie ein kleiner Junge. Gedanken an Cammy kochen hoch und umgeben sein Herz mit Traurigkeit, jedoch versucht er diese direkt wieder abzuwürgen. Er musste endlich einen Weg finden, damit abzuschließen und wer weiß, vielleicht beginnt er damit ja gleich heute. "Ja, alles ok, wirklich. Es ist nur dieses Wort, diese Rasse... Menschen." Ein Schaudern läuft wieder seinen Rücken runter, aber dieses Mal kann er sich etwas besser in Zaun halten. "Ich hasse Abschiede, sie sind immer so endgültig und nehmen einen Sicherheit. Je weniger Kontakte man hat, desto weniger kann es zu Abschieden kommen." Was für eine Logik, was für ein Sinn, Jake denkt tatsächlich das es eine Logik in der Aussage gibt. Das sie aber dann doch etwas unpassend kommt, wenn man gerade ein liebendes Pärchen entdeckt, fällt ihm dann aber nicht mehr auf. "Liebe in einer Zeit voller Hass? Aber machen denn genau diese Bindungen und Gefühle einen erst so richtig angreifbar und schüren den Hass, wenn sie misslingen?" Er kann einfach nicht anders, er muss sagen wie er darüber denkt. Hätte er sich damals nicht auf die rosahaarige eingelassen, wäre er niemals so tief verletzt worden und dann wäre sein Leben bestimmt um Einiges leichter. Ja, so muss es einfach sein. Langsam schreitet er voran und zieht den beiden ein Ruderboot ran, damit sie sich auf den Weg zur Insel machen können. Jake hilft Cecilia ins Boot und steigt dann selbst hinterher, nachdem er ihr seine Angel gegeben hat. Er setzt sich ihr gegenüber und beginnt mit sanften Schüben das Boot in Bewegung zu setzen. "Kannst du eigentlich schwimmen, falls wir kentern? Wenn nicht, sag es bitte gleich, nicht das ich zuerst die Angel retten will." Mit dem Versuch eines Witzes erhofft Jake sich, dass der doch traurig wirkende Blick von ihrem Gesicht verschwindet.

  • So verunsichert wie in diesem Moment hatte er Daria noch nie gesehen. Zwar erwiderte sie die Umarmung, dennoch hatte er das Gefühl, dass es nicht die Antwort war, die sie sich erhofft hatte. Wie auch, wenn er keine Worte hervorbrachte. „Was? Du hast überhaupt nichts ruiniert. Ganz und gar nicht! Im Gegenteil, der Abend war wunderschön..." Und wenn jemand etwas ruiniert hatte, dann war das ganz sicher seine Schuld und nicht ihre. Er war es gewesen, der mit seinen unüberlegten Worten dafür gesorgt hatte, dass Daria sich nicht mehr wohl gefühlt hatte. Etwas wiederwillig ließ er die junge Elfe die Umarmung lösen, er selbst hätte den Moment gerne noch etwas länger ausgekostet und sie dabei in seinen Armen gehalten. Und als sie sich dann auch noch von ihm verabschieden wollte, festigte sich der Kloß in seinem Hals nur noch mehr. Nein, er wollte nicht, dass sie ging! Es war so schön hier, die kühle Luft, der sternenklare Himmel...und Daria. „D-darf ich dich zumindest noch nach Hause begleiten? Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich jemanden wie dich alleine im Dunkeln Heim gehen lasse, insbesondere nach einem solchen Fest. Man kann ja nie wissen, was sich noch für Gestalten herumtreiben!" Außerdem wollte er den Abend nicht so schnell enden lassen und eventuell würde sich diese merkwürdige Situation ja noch etwas aufkiaren. Und er hatte zudem ein wenig Angst, dass er Daria vielleicht so schnell nicht Wiedersehen würde. Wer wusste schon, was er mit seinem unbedachten Gerede in ihr angerichtet hatte. Etwas zögerlich reichte derjunge Händler der hübschen Elfe seine Hand, auf dass diese sein Angebot annehmen würde.

  • Iris Noir & Brodik

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    Der Wachposten ~>

    Der Grauhaarige schlenderte mit seiner Kriegsaxt den Weg zum Polisee entlang. Er hatte gehofft auf dem Weg auf Iris zu treffen, aber die schöne junge Frau war weder am schwarzen Brett zu finden gewesen, noch sonst irgendwo in der Stadt. Vielleicht genoss sie also die Atmosphäre am Polisee? Es war ein letzter Versuch, ansonsten würde der lausige Wächter die Suche einstellen und darauf warten, dass sie zurückkam. Und wenn sie nicht zurückkam, dann hatte sie es vermutlich auch allein geschafft. Wer es schaffte in einer Höhle, Wand an Wand, mit einem Haufen Monstern zu schlafen, der schaffte es sicher auch alleine sich einen anderes zu Hause zu suchen. Brodik sah sich am Ufer um, konnte Iris aber nicht entdecken. Er seufzte. Einmal, nur einmal, würde er nachfragen, dann würde er gehen. Und dort, am Ufer saß ein Mädchen mit silbernem Haar. Brodik trat näher an sie heran, unwissend, dass sie gerade weinte, und räusperte sich kurz. "Entschuldige bitte, aber ich suche ein blondes Mädchen, ungefähr so groß und sie trägt vermutlich weiße Klamotten und hat zwei unterschiedlich gefärbte Augen.", versuchte der lausige Wächter seine Bekanntschaft zu beschreiben und hoffte, dass wenigstens das letzte Merkmal die Suche einschränken würde, denn blond und 'so groß' waren wirklich schlechte Beschreibungsmerkmale, denn sie trafen auf viele junge Frauen zu.

  • [Cecilia] bei Jake


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    Cecilia entging der leichte Scham ihres Gegenübers nicht. Ob sie es wohl übertrieben hatte? Manchmal konnte die Elfe ihre eigene Freude, neue Leute kennenzulernen, gerade Elfen, einfach nicht in Grenzen halten, was eine leichte Aufdringlichkeit mit sich zog. Für einen Moment hoffte sie wirklich, dass Jake nicht glaubte, dass sie etwas Böses im Schilde führte. Keineswegs! Der Rotschopf würde nicht mal im Traum daran denken jemanden zu verletzten, dementsprechend freute sie sich über die Antwort ihrer Begleitung umso mehr. "Vielleicht bin ich ja doch gar nicht so eine schlechte Gesellschaft wie anfangs angenommen.", murmelte Cecilia fast schon ein wenig in sich hinein. "Es wäre schon, wenn du mal vorbeisehen könntest. Meine Tür steht immer für dich offen. Meine Küche hingegen nur so lange, wie der Vorrat reicht." Als die Elfe das Kichern begann hob sie ihre zierlichen Finger vor ihren Mund, um ihr Lächeln etwas zu verstecken. Sich so offen zu zeigen, war ihr dann doch etwas unangenehm. Mit dem abwertenden Kommentar über die Menschen jedoch änderte sie ihre Miene langsam. Ihre Hand landete dabei wieder neben sie und ihre Mundwinkel zogen sich auch etwas nach unten, bis sie einen neutralen, fast besorgten, Gesichtsausdruck annahm. Es war nicht unüblich auf Elfen zu treffen, welche die Menschen nicht leiden könnten. Verständlich wenn man sich die Geschichte ansah, die Elfen und Menschen miteinander teilten. Jede Abneigung könnte sich wohl auf Verbrechen der Vergangenheit zurückführen lassen. Der Rotschopf war bei dem Ganzen wohl ein Außenseiter. Sie hegte weder negative Gefühle den Menschen gegenüber, als auch ihrer eigenen Rasse. Selbstverständlich war es wichtig nicht zu vergessen, was passiert war, aber sie sah wenig Sinn in dem verteufeln einer Rasse aufgrund von Fehlern. "Nun ja, wenn es nicht für einen Menschen gewesen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich jetzt nicht hier..", antwortete Cecilia ehrlich, dennoch kleinlich. Es war schwer zu übersehen, dass Jake eine gewisse Traurigkeit in sich trug. Die Elfe wollte ihm keineswegs zu nahe treten und entschloss sich daher, noch, nicht nachzuhaken. "Aber es ist doch auch nicht unwahrscheinlich, dass man irgendwann jemanden an seiner Seite hat, der einen nicht verlässt." Die Ewigkeit war wohl ein Begriff, den Lebewesen aller Art niemals begreifen werden, aber man könnte ja für seine eigene, kleine Ewigkeit für immer beieinander sein. "Zumindest denke ich, dass es irgendwo da draußen für jeden irgendjemanden gibt, mit dem man seine eigene Ewigkeit erleben kann.", rechtfertigte sie sich noch, bevor sie sich entschloss lieber still zu sein, ihre Wortwahl war schon peinlich genug. "Dann sollte man es gar nicht so weit kommen lassen." Cecilia pausierte kurz, bevor sie weiter sprach. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Beziehungen aller Art nicht immer nur schön sein können, aber das ist kein Grund warum man sie abstoßen sollte, man muss daran arbeiten. Wenn ein Licht in einem Haus kaputt geht, dann kauft man sich ja auch kein neues Haus, sondern man repariert das Licht. Beziehungen sind Arbeit und daher ist es wichtig, dass beide Partner wissen, worauf man sich einlässt und willig sind, an ihren Problemen zu arbeiten." Gerade wo sie selber noch daran dachte, nicht zu viel wirres Zeug vor sich her zu reden, passierte genau das, was sie befürchtete. Etwas peinlich berührt, presste sie kurz ihre Lippen aufeinander und hoffte, dass Jake ihre Konversation nicht zu peinlich wurde. Dankend nahm sich Jakes Hilfe an und stieg ins Boot, für einige Sekunden genoss sie die Stille und das sanfte Hin- und Her schwingen des Bootes. Erst durch seinen Witz blickte sie auf und kicherte wieder etwas in ihre Hand hinein. "Nun ja, ich konnte es mal... Ich bin mir nicht so sicher, ob ich mich selber retten könnte. Aber ich kann dich verstehen, so eine Angel ist essentiell für deinen Lebensunterhalt.", spaßend ging sie auf ihn ein und versuchte ihre Zähne dabei irgendwie durch ihren Mund zu verstecken, was ihr wohl nicht allzu gut gelang.

  • [Jake] mit Cecilia im Boot


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    Ohne die Menschen wäre sie nun nicht hier. Der Gedanke streift in seinen Kopf und verursacht einen leichten Stich. Das natürlich nicht alle Menschen schlecht sind, dessen ist sich Jake bewusst, jedoch kommt er selten in die Situation, sich mit dem Gedanken auseinander setzen zu müssen. "Wenn das so ist, dann haben sie zur Abwechslung mal was Gutes getan." Leicht mit den Schultern zuckend tut er das Thema damit erstmal ab, würde er doch gern über... ja. Freundlicheres reden? Die Liebe, ja die Liebe, die kennt er auch. Voll in den Arsch hat sie ihm getreten, jedoch sieht er in den Augen von Cecilia eine so offene Freude als sie davon erzählt, dass Jake es für besser befindet, wenn er ihr zuliebe etwas offener dem gegenüber wird. Zumal sie ja Recht hat. "Es stimmt schon, die Zeiten und die Momente die man da gemeinsam haben kann, sind einfach unersetzlich und man sollte dafür kämpfen. Aber wenn man das Risiko nicht mehr eingehen will lebt man eben allein weiter und schaut, ob sich etwas ergeben könnte." Der Elf kratzt sich leicht am Hinterkopf, während er überlegt, was er noch sagen könnte. Am Ende jedoch besinnt er sich darauf, einfach nichts weiter dazu zu sagen, denn dann würde sie ihn bestimmt nach seinen Erfahrungen dazu fragen und Jake würde sich nicht überwinden können, davon zu sprechen. Also lässt er es einfach bleiben. Er traut seinen Ohren kaum als er hört, dass Cecilia nicht sicher wäre, ob sie sich selbst retten könnte und muss leicht schmunzeln. "Die Angel kann ich mir schon irgendwie neu besorgen, dich aber werde ich wohl nicht einfach ersetzen können. Also geben wir uns einfach Mühe, dass wir heil ankommen, ohne Fischfutter zu werden. So weit ist es ja auch nicht mehr." stellt er leiser werdend fest, während er weiter das Boot durch den See treibt. "Gut ist ja das ich nun weiß, dass ich heute definitiv etwas essen werde. Die Frage bleibt nur noch, was es wohl sein wird." Nun kann er sich doch ein Grinsen nicht mehr verkneifen.

  • [Cecilia] bei Jake


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    Jake gab der Elfe weiterhin deutlich zu verstehen, dass sich an seinem Menschenbild wohl auch in näherer Zukunft nicht viel ändern würde, aber wer war sie auch schon, um das zu verurteilen? Neben der Vergangenheit, über die jedes Kind aufgeklärt wird, konnte er natürlich auch seine eigenen schlechten Erfahrungen gesammelt haben und das musste sie in Betracht ziehen. "Mein Vater war ein Mensch und er hat mich nie als etwas außergewöhnliches behandelt, nur weil ich eine Elfe war." Cecilia wollte ihre Begleitung auf keinen Fall beleidigen oder anfangen ein, für ihn, unangenehmes Gespräch zu führen aber dennoch hielt sie es für wichtig, ihm ihre Hintergründe kurz zu erklären. "Ich weiß noch als ich in der Schule war und mich Kinder wegen meiner Ohren gehänselt haben. Bis zu dem damaligen Zeitpunkt war es mir nie aufgefallen, dass sie sonderlich anders waren und ich verstand die Welt nicht mehr. Als ich Zuhause meinem Vater davon berichtete, war er auch ziemlich überrascht und wusste nicht genau wohin mit sich selber." Bei dem Gedanken an die Vergangenheit musste Cecilia lächeln. Ihr Vater war schon so tolerant, dass ihm Unterschiede gar nicht mehr auffielen. "Es tut mir leid, ich sollte nicht über sowas reden." Gab Cecilia offen zu, bevor sie versuchte das Thema zu wechseln.
    "Ich glaube, dass man gar nicht so schnell aufgeben darf. Natürlich kann ich nicht für alle sprechen, aber ich selber treffe manchmal Entscheidungen aus einer Laune heraus und erst im Nachhinein beginne ich sie zu bereuen. Das Leben zu bestreiten ist einfach zu zweit, auch wenn diese Zweisamkeit manchmal Probleme bereiten kann. Man muss sich diesen bewusst werden und darüber reden. Wenn man eine gewisse Zeit miteinander verbracht hat, dann ist es wohl schwieriger wieder alleine zu sein, als zusammen zu sein." Cecilia ließ ihre Hand aus dem Boot hängen und strich mit ihren Fingerspitzen über das klare Wasser unter ihnen. "Hast du etwa andere Erfahrungen gemacht, die dem nicht entsprechen?", fragte sie offen, ohne ihn jedoch dabei anzusehen. So groß war ihr Selbstbewusstsein nun wohl doch nicht.
    Auf Jakes Worte zuckte sie nur schnell mit der Hand zurück und ihre Augen weiteten sich, während sie sich wieder ihrem Gesprächspartner zuwendete. "S-Seefutter?", erschrocken über potentielle Monster im Wasser zog sie sich schnell zusammen und rückte in die Mitte des Bootes, nur um auf Nummer sicher zu gehen. "Da wir beide keinen Fisch mögen würde ich sagen, dass das nicht auf den Teller kommt. Aber wir werden sicherlich was finden. In meiner Küche ist momentan genug, wir sehen einfach, worauf du Lust hast, immerhin bist du mein Gast." Ihre Worte purzelten schnell aus ihrem Mund, wahrscheinlich, weil sie noch etwas nervös war und sich vor Seemonstern fürchtete.

  • [Jake] und Cecilia auf der Insel


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    "Dabei sind doch die Ohren das Beste an uns." Sie machen die Elfen eben einfach so unverkennbar anders und leisten sehr gute Dienste, wenn man sie einsetzen kann. Seine Ohren haben Jake schon oft Beute gebracht und ihn im Notfall frühzeitig gewarnt, um nichts auf der Welt würde er darauf verzichten wollen. Das sie einen aber auch optisch eben prägen und als Spottbasis genutzt worden sind, ja das kennt Jake auch. "Dein Papa hat bestimmt sein bestes gegeben, um für dich da zu sein. Das ist so viel wert." antwortet er noch knapp und schließt den Gedankengang damit ab. Der Wind kitzelt ihm an den Ohren und ein Schweißtropfen läuft die Wirbelsäule hinunter, war es doch anstrengender als gedacht, mit dem Boot über zu setzen. "Sagen wir es mal so, ich kenne beide Seiten. Der enorme Höhenflug, die pure Leidenschaft und dann der unendliche Fall und die tiefe Dunkelheit." Jake lässt die Ruder los und fischt die Schnapsflasche wieder aus seiner Jacke heraus. Das er heute so viel Sprechen würde hätte er nicht gedacht und seine Kehle wurde nun doch immer trockener. So setzt er geschwind an und nimmt einen Schluck, fragt Cecilia dieses Mal jedoch nicht, ob sie auch möchte. Sicher verstaut er die Flasche wieder und rudert die letzten Meter zur Insel. "Es gibt im Wasser natürlich nicht nur Fische, ich denke mal das hier schon noch andere Kreaturen schwimmen, a ber keine Angst, wie werden ihnen nicht nah genug kommen. Außerdem sind wir schon da." Jake steuert das Boot an einen kleinen Steg und steigt vorsichtig aus, um das Boot mit dem vorhandenen Tau fest zu zurren. Erst als das erledigt ist, reicht er Cecilia die Hand und hilft ihr von Board. "Mal sehen, was wir hier alles so finden werden. Wollen wir?"