Beiträge von Seaice

    Liebe User,


    Hach ich hatte gehofft, wir könnten einmal schneller sein als das HMRS! Aber alas, wollte ich erst noch eine Runde zocken (jaja, ihr habt schon richtig gehört)



    Die Mindestpostanzahl wird bei uns im Regelwerk zum Richtwert.

    Ein Post im Monat ist der Standardpost, mehr Posts sind Richtwert.

    Wenn ihr für 3+ Rollen also dauerhaft nicht sooo viel postet, würden wir das Fall zu Fall hinterfragen, aber so wie es derzeit aussieht, wird es dazu so schnell nicht kommen. Oder man passt ansonsten die Regeln halt nochmal an.


    Wie dem auch sei, werden wir in dem Zuge auch die Reservier-Regel rausschmeißen, denn ganz im Ernst, diese ist einfach nicht mehr notwendig und derzeit nur Mehrarbeit xD

    (Oder ein, ich trage die Reservierung eh nicht ein weil in 3 Stunden kommt der Steckbrief sowieso. Tatsache.)


    Bei Beschwerden,

    Nervt wen anders.


    LG

    Eure Mods


    Nachtrag:

    Achja, die Regel mit der halben Abwesenheit kicken wir entsprechend auch raus!

    [Antoinette] & Wayne | im Wohnzimmer


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    Antoinette hatte das Gefühl, dass ihre Wangen brannten, doch hoffte sie, dass sie nicht gerötet waren. Sie mochte es nicht, wenn ihr etwas ins Gesicht geschrieben stand oder gar, leicht durchschaubar zu sein. Aber das war sie wohl nicht. Sie hatte Wayne ziemlich vor den Kopf gestoßen, das war ihr nun klar und sie bereute es sofort. Warum konnte sie nicht einfach klar sagen, was Sache war? Was sie dachte, was sie empfand? Weil sie es nicht wusste oder weil sie es sich nicht eingestehen wollte? Oder aber, weil Offenherzigkeit und Vertrauen ihr fremd waren in ihrem sonst so oberflächlichen Leben. Das saß. Wahrheit schmerzte, nur war es nicht mehr nur ihre eigene Angelegenheit, wenn es so weit ging, dass sie andere mit ihrem Fehlverhalten verletzte. Wie hatte es nur so weit kommen können? Sie wollte sich so gerne erklären! 'Ich weiß, du hast Recht. Ich habe Panik bekommen, weil ich mir nicht sicher bin.' So oder ähnlich - es könnte so leicht sein! Antoinette öffnete ihre Lippen, musste sich nur einen Ruck geben, doch ihr Mund blieb stumm. Sie war es nicht gewohnt aus sich herauszugehen, kannte diese Situationen nicht, wusste weder wie sie sich verhalten noch was sie sagen sollte. Schreiben wäre vielleicht leichter, aber es wäre auch ganz schön feige, wo sie doch hier nun beisammen saßen - nach dem ganzen kuriosen nervenaufreibendem Abend. Es war frustrierend! Und vielleicht war es dieser Frust, der ihr den nötigen Ruck gab, vielleicht auch die erdrückende Stille, die sich im Raum ausgebreitet hatte. "Entschuldige dich nicht.", sagte sie schließlich, sich ihm zuwendend, "Ich danke dir für deine Offenheit, ich kenne das nicht von Menschen und war vielleicht... ein wenig überfordert?", versuchte sie in Worte zu fassen und als wäre ein Damm gelöst, sprach sie schnell weiter, bevor sie wieder ins Stocken geriet. "Ich verstehe mich oft selbst nicht so ganz. Ich... ach, ich weiß nicht! Was ich jedoch weiß ist, dass ich gerne mehr Zeit mit dir verbringen möchte. Es macht mich nervös und ich bin nicht so gut in sozialen Mustern, dann handle ich irrational wie eben und.. ach." Sie seufzte, nicht sicher ob sie nicht alles noch viel schlimmer machte als sowieso schon, "Wenn du mir das nachsehen kannst und du einverstanden bist, dann lass uns in Kontakt bleiben. Bitte.", schloss sie ungelenk und hatte das Gefühl nicht das gesagt zu haben was sie sagen wollte, gleichzeitig nur Schwachsinn gequatscht zu haben und für verrückt erklärt zu werden (dann würde sei vermutlich gleich einen Heulkrampf bekommen) und irgendwie nicht sicher was denn nun stimmte oder nicht oder was überhaupt in ihr vorging. Warum machte sie es sich nur so kompliziert?

    [Cinnamon] bei Leon & Seriza | im Wald


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    Cinnamon sah interessiert zwischen den beiden Halbwesen hin und her. "Ja, der heutige Tag ist wirklich außerordentlich.", stimmte sie Leon zu. Vielleicht hatte sie gestern tatsächlich einen Schritt in eine neue Richtung gewagt, mit etwas abgeschlossen... und nun begann etwas Neues? Philosophisch! Erst der erlernte Zauber, jetzt diese zauberhaften Wesen - einfach magisch. Na ob ihr das so gefiel? Sie war tatsächlich... interessiert! Und amüsiert, so wie Leon das kleine Mädchen hinterfragte. Man könnte fast schon sagen ein guter-Cop-böser-Cop Spiel (gab's damals bestimmt auch schon!), allerdings war Leon sicher nicht böse - aber ganz einwandfrei nun auch nicht. Achja! Wie dem auch sei. "Sie ist doch keine Taube.", meinte Cinnamon stirnrunzelnd, als sie sich das Mädchen genauer besah. Anderseits - Ahnung von Halbwesen hatte die Anglerin nicht wirklich, allerdings wünschte sie jetzt von tiefstem Herzen mal einem Fisch-Halbwesen zu begegnen. Das wäre einmal interessant! Ob Leon sie vielleicht mit jemanden bekannt machen konnte? Aber dies war eine andere Frage für eine andere Zeit. "Selphia...", wiederholte Cinnamon, während sie überlegte wo sich der Ort befand. Oder war es nicht eine Insel gewesen? "Das ist ganz schön weit weg... wie kommt es, dass du nach Trampoli gekommen bist?" Der Magie wegen vielleicht? Ob es solche in Selphia auch gab? Oder ein anderer Grund? Die weiteren Worte des Mädchens stimmten Cinna nachdenklich. Wenn sie nichts wusste, ob sie dann wohl auch ihre Eltern verloren hatte?

    [Max] & Bianca


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    Max beobachtete ihre Person, ihre Mimik und Gestik nach seinem Auftreten. Bianca gab durch und durch eine edle Dame ab, zu jedem Moment eine perfekte Fassade. Doch ob auch Bianca Seiten hatte, die sie niemanden sehen lassen wollte? Sicherlich. Er erinnerte sich an das Gespräch mit Sophia auf dem Ball - auf eine leichte Vermutung hin - doch auch Max hatte, auch wenn er es sich selbst kaum eingestehen wollte, Seiten, die er für sich behielt - Gedanken, die ihm seit seinem Tod beschäftigten, die zuvor nie zur Debatte standen. Erstaunt hob Max jedoch die Augenbrauen und sah interessiert aus, als Bianca den tatsächlichen Grund für ihren Besuch am Platz erwähnte. "Oh? Was ist es diesmal? Eine weitere Spendengala oder doch etwas Neues?", erkundigte er sich bei ihr, während er sich neben sie setzte, nachdem sie ihm Platz gemacht hatte. Wie stand Bianca nun wirklich zu ihm? Was dachte sie? Ekelte es sie vor seiner wiedergekehrten Existenz, dachte sie nun schlechter von ihm? Max gehörte nunmal zu den Personen, die viel auf die Meinung anderer gab - insbesondere von Menschen, die er selbst respektierte (was nicht viele waren). Und nach einem kurzen Moment der Stille, formulierte sie tatsächlich eine Frage - nicht ganz zu Ende, nein, aber das musste sie auch nicht. Max schwieg. Er hatte befürchtet hin und wieder Rede und Antwort stehen zu müssen, hatte es direkt danach sogar im Sturm erwartet, nur - der Sturm, er war ausgeblieben. Kaum einer wagte es nach den Geschehnissen zu fragen, zu sehr fürchteten sie sich, fürchteten sich vor dem Tod, der so viel reeller, so viel näher erschien, wenn die Toten plötzlich unter den Lebenden weilten. Er machte sich Gedanken darum, mehr als er zugeben würde. Nach außen hin wollte er das Leben weiter führen, das er zuvor gelebt hatte, denn er hatte es verdient, warum sonst sollte ihn eine höhere Macht zurückgeholt haben? Nur konnte er wirklich so tun als wäre nichts gewesen, wenn es doch eine Lüge war, die selbst ihm zusetzte und wenn doch alle ihn mit diesen Blicken bedachten, diesen skeptischen, angsterfüllten, herabwürdigenden Blicken. Er war noch immer der Erbe der Saint-Coquilles und man hatte ihn gefälligst mit Respekt zu behandeln. "Du hast bisher nicht gefragt.", stellte er nach einer Weile fest, den Blick auf den weiten Platz gerichtet. Ein Teil von ihm wollte es sich tatsächlich von der Seele reden, auch er war von derlei Gefühlen nicht gefeit, dennoch zögerte er. War es nun die eigene Sorge, Skepsis, mangelndes Vertrauen, das ihn nicht sofort antworten ließ?

    iiiiich hab keine Ahnung, noch nie einen RF gespielt :'DD (#bestRFMod)


    daher bin ich nur gespannt auf die Charakter Designs - weil die sind in RF einfach mega gut!

    [Max] kommt an -> geht zu Bianca



    Ein neuer Tag, ein neues Glück. Rosalind ging es wieder besser, er lebte immer noch (hooray), nur von seiner Cousine Electra wusste er noch nicht Recht was er halten sollte. Aber das würde sich auch noch zeigen, sicherlich. Max hatte sich für heute vorgenommen, einmal die edlen Hallen seines zu Hauses zu verlassen und regte einen Spaziergang an. Man musste sich schon so manches mal unter den Bürgerlichen zeigen, damit sie nicht vergaßen, wer es besser hatte als sie. Und wer war er denn, dass er diesen Leuten ein so perfektes Abbild wie er selbst vorenthalten wollte? Max fand es also durchaus großzügig von ihm, sich durch Trampoli zu bewegen und tatsächlich lud der Tag auch sehr dazu ein. Es war friedlich... noch immer. Der junge Erbe traute dem Frieden noch immer nicht, geschuldet seinem, nun, einstigen Aufenthalts im Jenseits. Ob das ein Grund war, warum er eher selten die Villa verließ? Nicht, das Max so etwas zugeben würde nein. Nicht einmal sich selbst gegenüber. Heute jedoch, da hatte er sich einen Ruck gegeben, denn der Himmel strahlte in einem hellen blau und der Schnee glitzerte im Sonnenlicht. Und wer strahlte ihm da noch entgegen? Nun, strahlen wäre vielleicht übertrieben gesagt, doch Max erblickte am Rand des Brunnens seine werte Cousine Bianca sitzen, die ihre Umgebung zu betrachten schien. Bianca hatte eine scharfe Zunge, doch sie teilten sich viele Ansichten, daher war er ihr, wie seinen anderen Verwandten im Hause, sehr zugetan (bis auf, wie gesagt, Electra, die er noch nicht recht einzuordnen wusste.) "Werte Cousine.", grüßte Max die blauhaarige Adelige, als er zu ihr herantrat, "Wie ich sehe, hat dich das heutige Wetter auch nach draußen geführt? Ist dir meine Gesellschaft genehm?" Die zweite Frage war tatsächlich ernst gemeint und man sah ihm das auch an. Nicht das Max je glauben würde, wahrhaftig zu stören, doch respektierte er es, wenn seine Cousinen oder seine Schwester ein wenig Freiraum benötigten. Es gebat der Etikette sich einer Dame niemals aufzudrängen.

    [Antoinette] & Wayne | im Wohnzimmer



    Ah... sie hatte es nicht unterbinden können, oder? Antoinette presste die Lippen aufeinander. In ihrem Köpflein rauschte es. Die Situation war unangenehm geworden, nicht wegen Wayne (oder vielleicht doch, wer konnte das schon sagen?, doch glaubte sie das es vielmehr an ihr selbst lag, denn das tat es, was hatte sie auch so... so... ausfallend werden müssen? Höflichkeit war ihr doch ein wichtiger Wert. Und doch war es, dass sie nicht aus hatte können. Auch, wenn sie es meist überspielte, so war die Belgierin ungelenk in sozialen Konstrukten und wenn man nur zu zweit war, sich so direkt auf die andere Person einließ, sich offen gab.. da hatte sie kurz ihre besonnene Art verloren. "Désolé.", murmelte sie leise und atmete einmal kurz tief durch, um auszuholen, "Tut mir leid, ich... es liegt nicht an dir. Ich bin manchmal...." Sie wagte einen vorsichtigen Blick in seine Richtung, wollte ihren Satz noch beenden, sich erklären, doch ihr fielen keine Worte zum Gebrauch ein. Sie kannte ihre Schwächen, zumindest einige davon, sie konnte auch manchmal sagen, woher es womöglich rührte, aber oft waren es nur Vermutungen, gleich einem Bauchgefühl, das sachte in die richtige Richtung wies, aber es genau zu erklären? Nein, da wusste sie wahrlich nicht, wie sie es in Worte fassen sollte. War es einfach, war es kompliziert? Machte sie es nur so? Ein leises Seufzen war zu hören. Irgendwie wollte sie ihm zumindest noch eine Antwort auf seine Frage geben. "Alors... Mein Alltag ist so gleich und der Tag so anders als sonst, ich-," Sie überlegte kurz, bevor sie erneut etwas falsches sagte. Sie hatte sich gerne daran zurück erinnert? Ja. Ja und Nein. Ja, weil es eine schöne Erinnerung war, nein, gerade weil es eine schöne Erinnerung war und die Tatsache, das es einen Tag nunmal nur ein einziges mal in seiner einen Form gab und nie wieder kommen würde, beschattet mit der Sorge, dass vielleicht auch ein ähnlicher Tag nicht wieder kommen würde, da war das Nein auch einer gewissen Wehmut geschuldet. "Ich wünschte mir einfach mehr solcher Tage. Daher konnte ich ihn nicht vergessen.", beendete sie schlussendlich schlicht. Nur, war noch nicht geklärt, ob der Tag eine solche Besonderheit für sie darstellte, aufgrund seiner erfrischenden Andersartigkeit oder an der Bekanntschaft die nun, Monate später, bei ihr im Wohnzimmer verweilte. Beides vermutlich - doch was war der ausschlaggebende Punkt? Gab es ihn - oder spielte er überhaupt eine Rolle? Sollte sie es gut sein lassen - oder gerade diesen Grund doch weiter hinterfragen?

    [Cinnamon] mit Leon & Seriza | im Wald


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    Leon stimmte zu sie zu begleiten, auch wenn die Antwort auf ihre Frage wo er überhaupt wohnte unterbrochen wurde, als der Mann mirnichtsdirnichts jemanden aus den Busch fischte. (Eigentlich eine interessante Wortwahl - etwas herausfischen, obwohl es sich doch gar nicht auf Fische oder das Angeln bezog!) So schnell hatte Cinnamon gar nicht folgen können. Die Instinkte eines Halbwesens? Hm, ob sie diese Fragestellung nun immer im Hinterkopf behalten würde? Tatsächlich handelte es sich bei Leon's Fang um ein weiteres Halbwesen - und etwas wie dieses Mädchen hatte Cinnamon noch nicht gesehen. Auch nicht in Trampoli, wo sich doch sonst alles tummelte. Sie trat an die beiden heran. Bei der Antwort des Kindes hob Cinnamon eine Augenbraue - es klang ganz so wie Candy stets geklungen hatte, wenn sie etwas ausgefressen hatte. Aber man wollte ja niemanden etwas unterstellen. "Sooo...? Jemanden wie dich oder dich habe ich hier auch noch nicht gesehen. Woher kommst du denn?" Ein wenig neugierig war die Fischerin ja schon, sie schien so gar nicht hierher zu passen. Wenn sie hier leben würde, wäre sie ihr sicherlich schon längst einmal aufgefallen, oder? Cinnamon verschränkte die Arme vor der Brust und legte den Kopf leicht schief. "Verlaufen hast du dich aber nicht, oder?"

    [Max] geht


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    Dem Lumpenmädchen hatte es wohl tatsächlich die Sprache verschlagen! Die Freundin des Tollpatsches wiederholte den Namen - offenbar Elettra - und Max warf noch einen zweiten, kurzen Blick auf die Magd, konnte jedoch keinen Bezug zum blauen Geblüt feststellen. Und offenbar fiel den beiden Bäuerinnen auch nichts besseres mehr ein - erst Recht nicht, wie sie ihren Fehler wieder gutmachen konnten. Selbst mit Demut und Scham konnte man heute nicht mehr rechnen - was war nur aus dem Klassenbild geworden? Max schnaubte und stand auf. "Ich merke mir das.", meinte er drohend zu den beiden, ehe er erhobenen Hauptes diese heruntergekommene Taverne verließ~


    Geht »

    [Antoinette] & Wayne | Wohnzimmer


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    Nun, obwohl Antoinette auf eine Antwort in dieser Richtung insgeheim gehofft hatte, so wusste sie jetzt nicht ganz Recht damit umzugehen und wandte so beschämt den Blick ab. Ihretwegen...? Er hatte keine Ahnung was ihr das bedeutete. Sie hatte keine engen Freunde hier in Riverport, die die sie gehabt hatte, hatte sie in ihrer Heimat zurückgelassen. Zumeist waren es nur oberflächliche Bekanntschaften und ihre Mitbewohnerin Felicia stand ihr wohl hier am Nächsten und doch nicht nahe genug. Das jemand etwas um ihretwillen tat, war ihr so fremd, wie es ihr gut tat es zu hören. Sie öffnete ihre Lippen um etwas darauf zu erwidern und doch kam kein Wort heraus. Denn da war noch etwas anderes in ihr und als sie nachhorchte, wusste sie, dass es Angst war. Eine Angst von der Sorte, die darum bangte sich jemanden zu öffnen und Vertrauen aufzubauen, weil das Risiko enttäuscht zu werden zu groß erscheint, als das man dieses Risiko eingehen wollte. Es lag ganz einfach daran, dass Wayne ihr das Gefühl gab, die Person sehen zu wollen, die sie war und nicht die, die sie vorgab zu sein. Antoinette war um ihr äußeres Erscheinungsbild sehr bemüht - sie gewann Selbstsicherheit daraus sich so zu präsentieren, wie sie wollte und all die Fehler zu verstecken, die sie in sich trug. Niemand wollte Fehler sehen. Niemand interessierte sich für dich, wenn du nur eine oberflächliche Bekanntschaft bist. Von einem 'Wie geht es dir' wurde ganz einfach ein 'Gut' erwartet - und wer wollte Fremden auch etwas anderes mitteilen? Das ging niemanden etwas an - man musste es mit sich selbst aushandeln, wenn man niemanden hatte, dem man sich anvertrauen konnte. So war es nunmal, so machte es jeder und so war sie es gewohnt. War es da verwunderlich, dass ein Hauch von Panik die junge Dame ergriff, als dieser Mann in ihrem Wohnzimmer, dieser wohlbekannte Fremde, auf eine Verbindung zu ihr hoffte? Er hätte womöglich sogar in ihren Augen gelesen, was in ihr vorging, doch sie hielt den Blick abgewandt. Das Risiko, dass er womöglich tatsächlich etwas erkennen konnte, was sie nicht bewusst zeigen wollte, war ihr zu hoch gewesen. Sie hatte es selbst zu verantworten, denn sie hatte nachgefragt. Sie hatte nachgefragt in der Hoffnung ebendas zu hören, was er gesagt hatte, aber sie hatte nicht weitergedacht. Sie hatte die Antwort vielleicht erhofft, aber tatsächlich nicht erwartet. Weshalb auch? Es ergab ja auch keinen Sinn. Jetzt sah Antoinette sich mit sich selbst konfrontiert - in ihr zur gleichen Zeit Freude wie Angst. Es gab so vieles was sie antworten wollte. Sie wollte sagen, dass er sich von nichts und niemanden belächeln lassen musste, dass sie ihn in der Hinsicht genau verstand, dass sie dies gut vergleichen konnte und das sie wusste, was er damit ausdrücken wollte. Sie wünschte sie könnte es sagen. Doch sie hatte es nicht. Stattdessen stieß sie sich von ihm ab. "Wie kannst du das sagen? Wie kommst du dazu? Du kennst mich doch gar nicht! Was weißt du schon von mir? Ich war bis heute nicht mehr in Sternbach - wieso hast du mich nicht vergessen?" So wie alle es taten. Aber sollte die eigentliche Frage nicht lauten: Warum hatte sie ihn nicht vergessen?

    [Cinnamon] & Leon (& Seriza) im Wald


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    Cinnamon hob skeptisch eine Augenbraue, als Leon andeutete, dass er womöglich tatsächlich in die Jägermeisterin verliebt wäre. In ihrem Gesicht war für einen Augenblick kurz der Ekel abzulesen, als sie im Kopf unfreiwillig folgendes Szenario durchspielte: Wenn ihre Schwester Candy tatsächlich - bei allen Runeys bewahre! - Gefühle für diesen Rotzbengel von Marco hatte und ihn irgendwann heiraten sollte (ausgeschlossen, das ihre süße kleine Schwester einmal heiraten sollte, aber gut!) und gleichzeitig Marco's Mutter mit Leon zusammenkommen würde, dann... dann... wäre Leon ihr Schwiegerpapa?! Die Vorstellung des Halbwesens als neuen Vater war so grotesk, dass man den leicht angewiderten Gesichtsausdruck wohl nachvollziehen konnte - na, hoffentlich bemerkte Leon ihre Mimik nicht. Oder konnte Gedanken lesen. Sie schüttelte die Vorstellung von sich und schmunzelte viel mehr bei dem Gedanken, dass er die menschliche Form tatsächlich aus dem Grund bevorzugte, weil er in dieser mehr quasseln konnte. Er war wirklich unverbesserlich! Das Lächeln verging ihr jedoch bei der viel zu schnell getroffenen, dennoch ernsten Aussage über Kanno. Ob er Recht hatte? Vielleicht. Sehr wahrscheinlich sogar. Irgendwie war ihr der Gedanke unangenehm. Was würde Trampoli tun, wenn er einmal nicht mehr da war? Was würde sie tun? Sie wusste es nicht so genau. Trotz allem hatte sie noch immer gemischte Gefühle ihrem Großvater gegenüber. "Ich lebe ganz gerne.", meinte sie gedankenlos, nicht direkt an Leon gerichtet. Sie seufzte und stand schließlich auf. "Ich glaube ich gehe zurück nach Hause. Kommst du mit nach Trampoli oder bleibst du hier im Wald?" Sie runzelte die Stirn, während sie ihn fragte, "Warte, ich weiß tatsächlich nicht mal wo du wohnst. Und ich glaubte dich zu kennen!", fügte sie theatralisch hinzu. Ganz genau wusste sie es nicht - was war wohl der übliche Lebensraum für Schakale? In dem Moment hörte sie ein lautes Rascheln nicht unweit entfernt. Sie blickte instinktiv in die Richtung aus der das Geräusch kam, konnte aber nichts genaueres ausmachen. Naja, Cinnamon hatte ja auch die Aura eines Steines. Sie blickte zurück zu Leon. Zum einen wartete sie noch auf eine Antwort, zum anderen würde er mit seinen tierischen Instinkten schon aufhorchen, sollte es gefährlich werden - oder?

    na klar

    davon ausgehend das du am Steckbrief nichts geändert haben willst, trage ich dich gleich ein, damit ich hier nicht 2x reinklicken muss 8D

    [Antoinette] & Wayne | Wohnzimmer



    Ah, was tat sie hier eigentlich? Saß mit einem fremden Mann in ihrem Apartment und bot ihm Tee an. Aber war 'fremd' wirklich das richtige Wort? Der Logik nach vielleicht, aber dem Gefühl nach hatte sie keinerlei Bedenken in seiner Gesellschaft. l'arrét, so ganz stimmte das nun auch nicht. Eigentlich überschlugen sich ihre Gedanken nahezu, doch die Ursache dessen schien wiederum ein anderer zu sein. Seine Höflichkeit verblüffte sie geradezu, wobei nein, vielmehr das er diese in einer bescheidenen Ehrlichkeit darbrachte - eine entwaffnende Ehrlichkeit. Sie sagte nichts weiter dazu. Es tat ihr leid, ihm Umstände bereitet zu haben, aber für ihn schien es nicht so, daher wollte sie es auch nicht weiter ansprechen. Es tat ihr ebenso leid, sich seit ihrer ersten Begegnung nicht mehr gemeldet zu haben, aber - nunja - das hatte er genauso wenig. Das dämpfte ihr schlechtes Gewissen ein klein wenig, also sprach sie auch das nicht an und ließ ihn stattdessen weiter gewähren. Nur, dass er sie daraufhin so schlicht und ergreifend nach ihrem Befinden fragte, damit hatte sie nicht gerechnet. Es war so banal, so einfallslos, dass es sie tatsächlich amüsierte. Und sie stand ihm die Frage zu, denn Antoinette spürte erneut, dass er sie nicht der Floskel halber fragte, sondern weil er es ernst meinte und eine ehrliche Antwort erhoffte. Dieses ehrliche Interesse war es, welches eine seltsame Wärme in ihr auslöste. Wer tat so etwas, einem fast unbekannten Mädchen gegenüber? Woher dieses Interesse? Antoinette bemerkte es nicht ganz, doch sie freute sich darüber - in einer Gegenwart, die so schnelllebig und so oberflächlich war, war ein Verhalten wie das von Wayne in ihren Augen außerordentlich. Das gefiel ihr an ihm. Und damit war er doch kein Fremder mehr, oder? "Wie es mir geht?", wiederholte sie seine Frage mit einem Schmunzeln, "Nun, bis gerade vorhin ganz fürchterlich, aber jetzt? Gerade jetzt fühle ich mich sehr gut.", erwiderte sie ehrlich. Im Gegenzug zur lauten Party und der Kälte durch Nacht und Wasser, war sie nun in frischen, trockenen Klamotten, in ihrer warmen Wohnung umgeben von einer freundlichen Person, die sie in den letzten Stunden nicht aus den Augen gelassen hatte. Ja, nun fühlte sie sich wirklich wohl. Warum konnte es nicht immer so sein? Daher wollte sie ihre Aussage lediglich auf die Gegenwart beziehen, denn wenn sie seine Frage genereller nahm, müsste sie auch genereller antworten und das hätte sie in diesem Moment verstimmt. Bereit so offen mit ihm zu reden, dass war sie dann doch noch nicht. Sie bemerkte seinen Blick und als sie es tat und nachfragen wollte, da passierte ihm ein Missgeschick. Ein erschreckter Laut entfuhr ihr, mehr vor Schreck, als das wirklich etwas passiert wäre, doch es war ihr dennoch peinlich. Daher erhob sie sich schnell von der Couch um zwei Tücher aus der Küche zu holen. "Hier, nimm." Eines davon reichte sie Wayne für seine Hose, mit dem anderen wischte sie kurz über das Sofa. "Ca ne fait rien. In den See zu fallen ist da ein weitaus größeres Missgeschick.", befand sie, ehe sie sich wieder neben ihn setzte. Eine Welle der Stille legte sich über sie, ehe Antoientte die gläserne Ruhe durchbrach. Sie legte ihren Kopf leicht schief, als sie zu ihm sah und schließlich fragte: "Wayne, du bist eine dreiviertel Stunde nachts bis hierher gefahren für eine Frau, die du vor einem halben Jahr einmal gesehen hast und zudem deine Partystimmung ruiniert hat. Warum?" War es seltsam oder aufmerksam? Sie wusste es nicht. Ihr war nur klar, dass sie für eine derart direkte Frage ihren ganzen Mut zusammenkratzen musste, doch es interessierte sie, was der Cowboy darauf antworten würde.