Beiträge von Seaice

    <- [Antoinette] von zu Hause.

    [Outfit- nur in kurzärmlig, weil angeblich soll es in DE diese Woche 40° bekommen?!]




    Selbstbewusstsein nach außen tragend und ganz als würde sie schlichtweg hierher gehören, betrat Antoinette die Spielhalle. Sie hatte die Anlage bereits von Öfteren von draußen erblickt, hatte sie jedoch noch nie betreten - zumindest nicht in dieser Stadt. Spielautomaten waren ihr heimliches Laster und sie kannte sich selbst gut genug um zu wissen: Wenn sie einmal anfing, hörte sie so schnell nicht auf und Münze um Münze verschwand in den beliebten Maschinen. Da mal als Pâtissière allerdings nun kein Vermögen verdiente und Antoinette zumeist ganz gut in ihrer Selbstdisziplin war, war sie immer erfolgreich um das Freizeitzentrum herum gegangen. Heute jedoch hatte sie sich dieses Ziel ganz bewusst ausgesucht. Sie würde nicht behaupten, dass es an einem gewissen Cowboy lag, denn das wäre ja vollkommen überzogen! Oder daran dachte, was es mit ihr machte, wenn er sie so durchdringend mit seinen tiefblauen Augen ansah. Nein, nein ganz und gar nicht! Die kleine Belgierin schüttelte wie zur Bestätigung den Kopf. Zielstrebig wollte sie zu einem der Arcade Automaten gehen - Sugar Rush sah doch sehr süß aus! - da wurde ihr Blick von etwas anderem angezogen. Da? Was war das? Dieses superniedliche Kuscheltier musste sie haben! Nein, vielmehr noch: Sie musste das arme Wesen aus seinem Gefängnis befreien! Niemanden der sie ansah, würde abstreiten, dass dieses kleine Ding zu ihr gehörte. Antoinette wurde für ihren doch sehr puppenhaften Modestil durchaus auch auf der Straße blöd angemacht, da machte es auch nichts mehr, wenn sie für ihre Zuneigung zu Plüschtieren belächelt wurde. Schon war die erste Münze eingeworfen und dann noch eine. Sie würde nicht aufgeben, bis sie an ihr Ziel gelangte!

    [Max] & Bianca



    Max musste unwillkürlich auflachen, es war ein warmer, freundlicher Klang, der die triste Stimmung, in der sie beide geraten waren, für den Moment vertrieb. Bianca kam ihm mit einer derart einfachen Antwort, die so gar nicht zu den kontroversen Fragen passen wollte, denen sie sich gerade gestellt hatten. Gleichzeitig steckte so viel Wahrheit in diesen Worten, dass ein kleiner Stich dennoch spürbar war - doch er ließ sich verdrängen. Der junge Erbe war seiner Cousine dankbar für die Auflockerung. Sie hatten sich lange genug mit tristen Gedanken beschäftigt, dabei war der Tag so schön - auch wenn er sich nun langsam dem Ende zuneigte. "Eine gute Idee. Ich sollte mir auch wieder etwas schneidern lassen.", befand er auf ihre Aussage hin. Eine Weile gingen sie schweigend am Strand entlang. Die untergehende Sonne spiegelte sich auf dem Meer und die Umgebung wurde in ein sanftes Orange gehüllt. "Wir sollten uns wohl bald auf den Weg nach Hause machen.", meinte Max schließlich in die Stille hinein. "Ich danke dir sehr für den heutigen Tag, werte Cousine. Ich habe ihn sehr genossen. Vielleicht sollten wir so etwas bei Zeiten wiederholen.", fügte er hinzu, der Blick auf dem Weg vor ihm gerichtet.

    [Cinnamon] mit Leon & Seriza | am Ufer


    Cinnamon konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als Leon seinen Kommentar zum Beeren-probieren (oder auch nicht-probieren) abgab. "Es enttäuscht mich ja ein bisschen, das ihr Halbwesen keinen Instinkt dafür habt." Das wäre wirklich sehr praktisch gewesen. "Ich bin nur ein Mensch, kein Gespür liegt in unserer Natur.", legte sie mit einem Schulterzucken nach. Langsam entspannte sich der Rotschopf etwas, Monsterareal hin oder her, aber noch waren sie ja nichts Schlimmen begegnet. Leon's üblem Hunger einmal abgesehen. Hoffentlich freute sie sich da nicht zu früh! Seriza schlug sich auf die Seite des Schakals, aber Cinnamon winkte nur ab. Sie war ja nicht mit der Idee gekommen unbekannte Beeren zu essen. Und Hunger hatte sie auch noch nicht. "Die Kleine mag Fisch. Gefällt mir.", bemerkte Cinnamon. Während sie am Ufer entlang gingen, zweckentfremdete die Fischerin ihren Speer mehr als einen Gehstock. Nicht, das sie es nötig hätte, aber irgendwie hatte er auch was von einem Wanderstab. "Wir könnten alles über die Insel in Erfahrung bringen und dann Führungen anbieten. Was haltet ihr von der Idee?", sprach sie aus, was ihr dabei durch den Kopf geisterte. "Und ich hab keine Angst vor dem Wald.", fügte sie mit einer Schnute hinzu. "Wir drei sind immerhin im Wald aufeinander gestoßen, oder etwa nicht?" Cinnamon mochte Wälder durchaus. Nur der Gedanke an giftige Pflanzen, Fallen und Monstern bereitete ihr Unbehagen. Und allen voran: "Ich habe da nur mehr Angst, dass wir uns verlaufen. Stellt euch das mal vor. Dann stecken wir vielleicht auf ewig dort fest..." Und was dann? Müssten sie dann ihre eigene Zivilisation aufbauen, ein Vater-Mutter-Kind-Spiel? Cinnamon warf einen kurzen Seitenblick auf Leon und erschauderte. Bloß nicht!

    [Cedric] & Tara | unter einer Brücke (da wo die Obdachlosen halt hingehören)


    Cedric betrachtete Tara, die zwischendurch ein wenig gedankenverloren wirkte. Ob er sie mit seinen Worten an etwas erinnern hatte? Jedem suchten seine eigenen Geister heim - er konnte das nur zu gut nachvollziehen. Vielleicht sollten sie beide einer Selbsthilfegruppe beitreten, dann hätten sie einen Grund um sich über die Themen auszutauschen, über die keiner reden will, aber gleichzeitig jeder sich losreden wollte. Vielleicht interpretierte er aber auch zu viel in ihren Blick hinein. Etwas mehr Leichtigkeit täte zumindest ihm gut und er interessierte sich dafür, wie es Tara ergangen war. Nur war Cedric schlichtweg kein guter Gesprächspartner. "Das höre ich selten.", bemerkte er daher schlicht auf ihre Zustimmung, welche ihn eigentlich ein wenig an der Vermutung bestärkte, dass sie irgendwie im selben Boot saßen. Und wenn es nur ein Gefühl war. Das reichte jedoch aus um sich über ihre Gesellschaft zu freuen. Wie sagte man so schön: Geteiltes Leid war halbes Leid, doch da er daran nicht glaubte, war es nur gut, dass sie ihr Leid nicht offen aussprachen. Wäre ja auch seltsam, so nach der ersten Begegnung nach langer Zeit. Leichtigkeit, versuchte er sich zurückzuerinnern. Klar. Als ob das immer so leicht wäre. Über Tara's Reaktion dem Instrument gegenüber musste er schmunzeln. "Gut, Chance vertan. Die Geige bleibt bei mir.", erwiderte er mit einem leichten Lächeln. "Das holen wir dann aber nach, in Ordnung? Ich will dich wieder spielen hören." Das meinte er ernst. Cedric bückte sich um die wenigen Münzen, die sich in seinen Geigenkoffer verirrt hatten aufzusammeln und zählte sie kurz. "Noch ein Lied und ich könnte dich von meinem Obdachlosengeld auf einen Kaffee einladen. Was hältst du davon? Du darfst dir auch einen Titel wünschen.", schlug er vor und sah dabei in ihre Richtung. Er hoffte, sie hatte weiter nichts vor, denn er wollte Tara nur ungern wieder gehen lassen. Reiner Selbstschutz? Vielleicht. Eine willkommene Abwechslung wäre es allemal und er stand schon lange genug in der Kälte.

    [Tori] & Gaius


    Noch immer saßen die beiden auf dem Boden in der Küche der Taverne, die noch so ruhig dalag. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis es wieder Abend würde und die Leute auf der Suche nach Speis und Trank in die Schänke taumeln würden. Spätestens dann, würden sie auseinander gehen - oder zusammen woanders hin? Doch noch - noch war es ruhig hier und die Situation lediglich für die beiden gemacht. Tori versank ein wenig in Verlegenheit, als Gaius voller Euphorie auf ihr zaghaftes Schulterzucken reagierte. "Das... ich... aber...", stotterte sie unbeholfen, weil sie gar nicht wusste, wo sie anfangen sollte. Alles was er sagte, ließ sie sich zurückerinnern - an Zeiten die weniger friedlich gewesen waren, wenn der derzeitige Friede auch bröckelig und unsicher war. An eine Zeit, in der sie sich nicht vor die Tür gewagt hatte. Zumindest das hatte sie überwunden. Es ließ sie sich auch an den Zeitpunkt zurückerinnern, als Gaius sie zum ersten Mal geküsst hatte. Inmitten von so vielen Leuten, auf einem Fest. Einem Fest mit denselben Leuten genauso überlaufen, wie es wohl der Ball gestern (lawl) gewesen war. Und sie wäre wirklich freiwillig in ein solches Desaster an Leuten gegangen? Gerade konnte sie sich das nicht vorstellen. Sie gehörten auch nicht auf eine derartige Feier, weder Gaius noch sie. Wobei sie viel gegeben hätte den Schmied auf einem Ball zu sehen. Und da war er wieder - der Traum eines Mädchens mit ihrem Liebsten zu tanzen, ohne Angst, ohne Panik, ohne die Blicke Fremder auf sich zu spüren. Dieser Traum war es gewesen, der sie dazu verleitet hatte, überhaupt darüber nachzudenken. Diese Sehnsucht in ihr nach Frieden und Freude, danach nicht seltsam oder aussätzig zu sein, darum, keine Angst haben zu müssen, sich zu zeigen und nach draußen zu begeben. Unter Leute. Unter Fremde. Ein alberner Traum. So wie es Träume von dummen Mädchen nunmal waren. "E-Es war... nur ein Traum...", sagte sie daher zu ihm, in ebendiesen Worten, leise und mit einem traurigen Blick in den Augen. "I-Ich weiß es nicht.", fügte sie hinzu, denn sie wusste wirklich nicht, ob sie gestern Ja gesagt hätte oder nicht. Beides war gleichermaßen möglich. Aber wie könnte sie das jetzt noch wissen, wo sich die Situation so doch nie ergeben hatte? Dadurch, das es nie Realität sein würde, würde eine "Was-wäre-wenn-"-Hypothese die wahre Antwort nur verfälschen. All diese Gedanken spielten sich in dem Bruchteil einer Sekunde in ihrem Köpfchen ab und verleiteten sie schließlich zu einem unbedarften Glucksen. "I-Ich glaube... ich k-kann nichtmal t-tanzen.", erwiderte sie schließlich, was inbesondere die Frage, ob sie Bälle mochte, beantworten sollte. Sie war nie auf einem gewesen. Ein feiner Ball war Angelegenheit des Adels, nicht des niederen Volkes. Es gab natürlich auch bürgerliche Feste an denen getanzt wurde, nur wer würde einen feinen Ball mit einem einfachen Fest vergleichen wollen? Was hatte ein Schreibtisch mit einem Raben gemeinsam? Es war diesselbe Frage - gleichermaßen unnütz. In Alvarna hatte sie die Feste meistens gemieden, sich lieber versteckt. Sie hatte nie getanzt. Und nachdem die gestrige Chance verstrichen war, würde es wohl keine Gelegenheit mehr geben. Daher war ihre unbedarfte Frage gekommen - ob sie es für sich nachholen könnten. Für ein Gefühl der Teilhabe statt der Ausgrenzung. Ein Wunsch ihrerseits um aufzuholen, was sie verpasst hatte. Sie hatte sie so unbedarft gestellt, weil sie nicht darüber nachgedacht hatte - und jetzt wo die Gedanken durch ihren Kopf gekreist waren, war das Ergebnis mehr als ernüchternd. Aber sie würde damit klarkommen. Sie war für ein ausgelassenes Leben nicht gemacht, das konnte sie akzeptieren. "Nichts... ist passiert. I-Ich h-hatte es nicht durchdacht...", versuchte sie abzuwiegeln, abzulenken vielleicht, ihm eine Antwort zu geben ohne eine Antwort zu geben. Sie versuchte ein Lächeln, aber es wollte ihr nicht richtig gelingen. Nur einmal...

    [Max] & Bianca



    Max legte den Kopf leicht schräg, als Bianca ihm riet, sich in Akzeptanz zu üben. "Den eigenen Tod akzeptieren? Wirklich Bianca?" Er überlegte kurz, ehe er fortfuhr. Es war ein heikles Thema, dem man tatsächlich mit Ehrlichkeit begegnen musste, um voranzukommen. "Es fällt mir so schwer, weil es so unbegreiflich ist.", meinte er langsam. Über die Tatsachen zu sprechen, war eine Sache. Aber dieses Gefühl in Worte zu packen ein Ding der Unmöglichkeit. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen - wie? Jedes Mal wenn er es versuchte, entglitt es ihm ein Stück mehr. Und um auf Bianca's vorherige Worte zurückzukehren: Wie sollte er so auch herausfinden, wie er zu sich selbst stand? Es war ein Stück Geschichte, das über das eigene Begreifen herausging - und das er dann wohl nie würde erreichen können. Würde ihm also immer ein Stück seiner Selbst dadurch fehlen? Ein fehlendes Stück, das dadurch Unsicherheit schuf. Ein Gefühl das er zwar überspielen, aber nicht leugnen konnte. Das hätte dann im Endeffekt tatsächlich eine Auswirkung darauf, wie Andere ihn sahen. Im Grunde war es also ein ewiger Kreis, aus dem es keinen Ausweg gab. Welch deprimierende Vorstellung. Bianca hatte in der Hinsicht recht: Es würde ihn stets hinunterziehen. Wie erheiternd. Er brauchte eine andere Lösung. Eine Ablenkung vielleicht? Sollte er an anderer Stelle anknüpfen, als da wo es unfreiwillig geendet hatte? Aber wie? Und wo? "Werte Cousine, wie gehst du mit dem Gefühl der Leere um?" Max fragte sie um Rat, wenngleich diese Frage durchaus sehr direkt war. In den Adelskreisen üblicherweise zu direkt, sodass es nicht den Gepflogenheiten entsprach. Man redete üblicherweise drumherum und nicht in die Mitte hinein. Er und Bianca hatten aber an diesen Nachmittag bereits so viele gesellschaftliche Kriterien über Board geworfen, das es nun - in seinen Augen - auf eine mehr auch nicht mehr ankam. Er würde schon sehen, wie Bianca darauf reagieren würde. Über Tabatha gab er keinen Kommentar ab, da er nicht wusste, wie genau es um die Beziehung zwischen der Magd und seiner Cousine derzeit stand. Er hatte die Elfe jedenfalls schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Wie sie wohl damit umgegangen war? Das Bianca viel von ihr hielt, bedeutete immerhin etwas. Aber solange sie untertauchte, konnte er sie bedauerlicherweise nicht näher befragen. "Ah, so pflichtbewusst. Ganz im Sinne der Familie.", bemerkte er auf ihres letzten Kommentares hin. Sie hatte ja so recht - Max tat gut daran, sich daran zu erinnern.

    [Cinnamon] mit Leon & Seriza



    Die Überfahrt behagte Cinnamon wenig, was daran lag das sie - und sie wollte es kaum zugeben - eine furchtbar schlechte Schwimmerin war. Daher angelte sie auch so selten von einem Boot aus. Wenn es kenterte, wäre sie der zappelnde Fisch im Wasser und würde wirken wie ein Fisch an Land. Sie atmete daher beruhigt aus, als das seltsame Grüppchen endlich Land anlegte. Schon auf dem ersten Blick erkannte sie, dass die Flora und Fauna ein wenig anders war, weniger vertraut - und dabei lag die Pluvia Insel nicht einmal so weit von Trampoli entfernt. Noch bevor Cinna sich genauer umsehen konnte, war Leon bei ihr um einen Blick in ihren Beutel zu werfen. Aber nichts da! Sie hatte tatsächlich etwas Essen eingepackt, aber das war eine Notration, weswegen sie ihm das verschwieg. Stattdessen fragte sie: "Wie kannst du schon wieder Hunger haben? Das hättest du dir überlegen müssen, bevor wir in das Boot geklettert sind." Wirklich böse klang der Rotschopf dabei jedoch nicht, dafür war sie zu interessiert an ihrer neuen Umgebung. Hatte die Abenteuerlust sie also schlussendlich doch gepackt? Sie folgte den beiden Halbwesen und studierte die Beeren, die sie gefunden hatten, ebenfalls. "Meine kleine Schwester wüsste das bestimmt.", überlegte sie. "Probier doch mal, dann wissen wir es. Finde, die sieht gut aus." Das fand Cinnamon tatsächlich, aber ihr Wissen war weniger auf Pflanzen, sondern eher auf die Dinge im Meer fokusiert. "Notfalls angle ich uns etwas!" Sie hatte zwar ihre Angel nicht mit, aber ein paar Köder. Eine Angel ließe sich sicher improvisieren. "Wollen wir am Meer entlang?", schlug sie vor. Das wäre ihr lieber, als direkt in den Dschungel hineinzuspazieren. Das Meer war ihr vertraut. Anderseits... der Gedanke über ihren Zauber Wurzelgeflecht ging ihr durch den Kopf. Sicher gab es nirgendswo ein größeres Geflecht an Wurzeln als mitten im Dschungel der Pluvia Insel. Wäre das also vielleicht eine Chance für sie...?

    <~ Kommen vom Platz des Volkes


    [Max] & Bianca


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    Max hatte Bianca seinen Arm angeboten und so spazierten sie gemeinsamen Schrittes durch das Dorf. Dabei waren sie in einem gemütlichen Tempo unterwegs, denn anders als die meisten Dorfbewohner konnten sie sich die Zeit ganz einfach nehmen und mussten nicht abgehetzt von A nach B rennen. Bianca hatte dem Narzissten dabei einen Denkanstoß gegeben, auf die er eingehen wollte. "Wie ich zu mir selbst stehe? Oder wie andere mich sehen? Nur um die Ausgangslage klarzustellen.", hakte er mit einem Stirnrunzeln nach. Meinte sie das wirklich so, wie sie gesagt hatte? Der Gedanke verwunderte ihn - immerhin sollten die Leute doch gar nicht erst sehen, wie er zu sich selbst stand. Niemand. Selbst seine Familie nicht. War es nicht das, was sie von Kleinauf gelernt hatten zu verbergen - ihren wahren Kern? Vielleicht verstand er daher nicht Recht mit der Frage, so wie sie Bianca nun formuliert hatte, umzugehen. Aber - nur rein hypothetisch gedacht - wie... stand er zu sich selbst? Er war so lange vor all den Wahrheiten davon gelaufen, das er womöglich sogar vergessen hatte, zu sich selbst ehrlich zu sein. Die ganze Lügerei, die ihm zudem leicht von den Lippen ging, halfen da nicht. Er war mit sich Selbst nicht im Reinen - zumindest das konnte er seit seiner Wiederkehr zugeben. Doch was genau ihm fehlte oder wie er es lösen konnte, das wusste er nicht. Aber konnte Bianca ihm da helfen? Wenn er raten müsste - und meistens riet er richtig - gab es wohl selbst Punkte an ihr, die sie leugnete oder mit denen sie sich nicht auseinandersetzen wollte. Ihre weitere Frage, war da leichter zu beantworten, wenngleich Max sich viel Zeit ließ um die Worte schließlich auszusprechen. "Nein.", sagte er mit fester Stimme, "Das, was geschehen ist, kann ich nicht akzeptieren. Und ich weiß nicht, ob ich es jemals kann." In dieser Aussage war er sich sicher. Alles was passiert war, hätte so nicht passieren dürfen. In erster Linie hätte er nicht sterben dürfen. Aber das würde wohl jeder von sich behaupten. Und eine Rückkehr aus dem Totenreich, nun, das ist moralisch schon auch etwas zweifelhaft. All das war inakzeptabel, ließ sich aber nicht ändern. (Gut, er könnte sich wieder umbringen gehen, aber die Ambitionen dazu waren per se nicht existent. Siehe Punkt eins der Dinge, die sowieso gar nicht erst passiert hätten sollen.). Ihre dritte Frage überging er, denn der Frage, ob er sich selbst akzeptierte, der wollte er sich gerade im Moment nun nicht wirklich stellen. Konnte er sich noch akzeptieren, wenn er die Geschehnisse nicht akzeptieren konnte? War das dann überhaupt möglich? Und hatte Bianca womöglich Recht mit dem, was sie als Idee hineinzuckerte - das dies der Grund war, weil er sich dem auch nicht stellen konnte, das er sich unbemerkt anders verhielt, verhärteter, zurückhaltender, vorsichtiger - und die Leute ihn daher anders behandelten, weil er sich tatsächlich anders verhielt? Aber... "Hat diese Gemeinschaft überhaupt schon einen der Wiedergekehrten so wieder aufgenommen?", fragte er stattdessen. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, sich mit den anderen Leuten, die sein Problem des zweiten Lebens teilten, auseinanderzusetzen und mit ihnen zu sprechen. Erfahrungen auszutauschen. Aber dann hätte er sich auf deren Niveau herunter lassen müssen und da war ihm sein Stolz - der gute, alte Stolz, denn der hatte sich nicht geändert - im Weg gewesen. Hatte er diese Chance also verpasst? "Ist es genehm, wenn ich diese letzte Frage von dir auch an dich zurückgebe?", fragte er sie höflich, doch die Ansicht von Bianca über sich selbst, die würde ihn tatsächlich doch sehr interessieren.

    [Pandora] mit Sue & Rick in der Eingangshalle


    Pandora verstand nicht recht, was vor sich ging. In erster Linie war sie ziemlich beleidigt, weil ihre Mama nicht auf sie und ihre äußerst wichtigen Fragen einging, sondern ihre Aufmerksamkeit weiter dem Fremden galt. Und dann sprach sie auch noch vor ihr über sie - hallo? Panda war ja nicht blöd! Trotzig verschränkte das kleine Gör die Arme vor der Brust, schon bereit loszuzetern, ehe die Worte langsam durchsickerten und ihre Miene sich aufklärte. War der Mann da etwa von einem Amt oder sowas? Schule? Der Bibliothek? (Von dort war sie immerhin gerade ohne Strafe zu erhalten ausgebüchst - aber... so schnell... das konnte unmöglich sein! Oder?!) Pandora warf dem werten Herrn Dunstan nun einen genaueren Blick zu, nicht mehr feindselig, sondern - ja konnte es sein? - nervös? Er sah gar nicht aus, als wäre er irgendwie ein hohes Tier oder gefährlich (haha.), er trug keinen Anzug mit Aktenkoffer in der Hand wie man das in Filmen so sah (und Filme logen nicht, das war ja klar), aber warum sonst sollte ihre Mutter sich - naja - so verhalten? Sue war das einzige Indiz an das sich Panda stets orientierte. Mit ängstlicher Miene (so schwer das auch zuzugeben war), wandte sie sich an die Asiatin. "Mama, ich hab nichts angezündet, ehrlich!", rief sie und das war tatsächlich das Erste was ihr dazu einfiel, immerhin war es das Letzte was sie ihrer Mama (mehr oder weniger) geschrieben hatte. War vielleicht doch keine so gute Idee gewesen. Shit. "Was will er von uns? Ich hab wirklich nichts angestellt!", beschwor sie, auch wenn das in ihrem Fall vermutlich noch nicht einmal die Wahrheit gewesen war. Aber... etwas Schlimmes hatte sie noch nie gemacht!! Ihre Mama... wollte sie doch nicht ernsthaft weggeben? Pandora entgleisten jegliche Gesichtszüge, aber weinen, nein, so weit war sie noch nicht! Das... das konnte so nicht stimmen! Egal was es war, sie konnte das sich wieder gerade biegen. Und Mama konnte doch sowieso alles bezahlen? Was war denn nun das Problem?! Sicher nicht sie, das war ausgeschlossen. Es fehlte nicht viel und Pandora hätte sich an die Asiatin geschmissen, sie festgehalten und geschüttelt, bis sie alles erklärte, aber das halbblinde Mädchen war kein Kind für schnelle Annäherungen und vielleicht, irgendwie, wurde sie durch die Anwesenheit des Gerichtsvollstreckers (ein schlaues Wort, fand sie, wobei sie nicht wusste ob das stimmte) ein wenig gehemmt. War sie etwa... eingeschüchtert? Als - als ob. Aber vielleicht klammerte sie sich doch noch an ihre Mutter - entweder das oder sie suchte doch noch nach etwas, um um sich zu werfen.

    Zitat

    Ich bin raus

    raus aus allem

    raus aus Afrika Deutschland

    ich wandre lieber aus!

    Eigentlich wollte ich im April ja noch ganz aktiv sein, aber ich bin gerade emotional am durchdrehen :'DD

    und im Mai wird das sicher nicht besser - ich kann erst sagen wie es weitergeht, wenn ich in Peru angekommen bin...


    Gut, für April hab ich schon überall gepostet wo ich dran bin und den Chara wo ich noch nich dran bin, krieg ich bestimmt auch noch unter (gut das nur noch 1 post vonnöten ist derzeit haha),

    für Mai also bitte nicht austragen


    und ich sag's eiskalt vorneweg

    ich ziehe meine Chara's der Modarbeit vor

    ich mache auf jeden Fall die nächsten 2,5 Monate nichts mehr - sorry - dafür haben wir noch meinen Mitmod Death XIII , bitte die nächste Zeit an sie wenden. Oder als nächste Instanz unsere Admins.


    Ich kann noch nicht sagen ob ich gleich viel, weniger oder vlt auch wieder mehr Zeit fürs Forum haben werde - das wird sich zeigen. Komme ich nicht zurande, muss man mich halt zwangsentmodden.

    Sollte ich selbst meine Rollen verlieren (DAS WIRD NICHT PASSIEREN!!! D: ) - schachtl und sabbl wissen meinen Wunsch für meinen ältesten Charakter XD (und den meinte ich ernst.)


    Wie dem auch sei, gerade dreh ich durch, aber hoffen wir mal, dass es auch wieder besser wird!

    Man sieht sich im RS oder auch nicht

    Spiel sie und erinner uns spätestens am Wochenende dran auch einzutragen 😅


    Viel Spaß💗 schön das Lily wieder gespielt wird!

    [Tori] & Gaius


    Tori betrachtete Gaius und wie er sich langsam aufrichtete, ihr so wieder näher kam. So wie es sein sollte. Ah, was dachte sie nur? Dieser Zwerg mit seinen Gesten und Worten, er brachte sie so völlig aus dem Konzept. Was sollte sie nur machen, wenn er sie wirklich irgendwann verlassen würde? Darüber wollte sie jetzt nicht nachdenken. Und sowieso - er gehörte ihr ja nicht, sie hatte nicht das Recht Ansprüche zu stellen. So sah sie ihn nur an, schweigend, während er sich unbeholfen erklärte. Ein flüchtiges Lächeln zauberte sich dabei kurz auf die Lippen der Maid. Im Nachhinein betrachtet hatte Tori überhaupt nichts gegen 'den ganzen Ärger' den Gaius ihr eingebrockt hatte, einzuwenden. Ja, ihr Trank war ruiniert worden, sie hätten beinahe ein Kind verletzt und der Zwerg hatte auf sie gekotzt - aber er hatte es so auch geschafft einen Zauber einzusetzen, den er zuvor noch nicht angewandt hatte und, viel wichtiger noch, das hier war passiert. Was auch immer das hier genau war, sie wusste es nicht. Als sie jedoch direkt darauf angesprochen wurde, ob sie wirklich (und die Betonung lag auf wirklich) mit ihm hingegangen wollen würde, wurde sie nur erneut rot. Hätte sie gestern auch schon so einfach ja gesagt? Sie, inmitten so vieler, fremder Gesichter, die sie alle abfällig musterten? Sie, in eine Gesellschaft, in der sie sich nicht korrekt zu verhalten wusste? Ah, sie war so durcheinander, sie wusste überhaupt nichts zu antworten! Aber wen interessierte heute noch, was gestern war? Nun.. sie... immer, zumindest mit dieser einen Ausnahme, die gerade hier passiert war - was auch immer gerade hier passiert war. Sie war derart verlegen und beschämt, das sie auf die Frage von Gaius nur mit den Schultern zucken konnte. Aber wie sollte sie darauf nur ein Wort heraus bringen? Dazu war sie... vielleicht zu nervös? Wieder? Trotz allem? Aber doch nun in einem völlig anderen Zusammenhang. Aber was für eine Frage - so nah wie sie sich soeben gewesen waren, den flüchtigen Kuss den sie geteilt hatten - wie könnte da die Antwort auf die Einladung zu einem Ball jemals Nein lauten?

    [Cedric] & Tara - unter einer Brücke vorm Zoo


    Tara. Dieses Mädchen war der Beweis dafür, dass jemand in kürzester Zeit die verschiedensten Reaktionen in einem hervorrufen konnte. Ihr warmes Lächeln entging ihm nicht und es erfüllte ihn mit einer angenehmen Zufriedenheit, dass jemand nicht nur den Melodien gelauscht, sondern sie zudem als positiv wahrgenommen hatte. Ein weiterer Beweis dafür, dass Musik zusammen brachte - selbst in den unerwartesten Momenten. "Ich bin hier, weil-,", begann er auf ihre Frage eingehend, stockte jedoch, weil die Antwort nicht so leicht über die Lippen kommen wollte. Ja, warum genau war er hier? Mal ganz davon abgesehen, was alles passiert war, was machte er nun hier? Doch er kam nicht dazu seine Erwiderung zu überdenken, denn Tara stellte in der Zwischenzeit ihre ganz eigene Idee auf. Diese traf Cedric so unüberwartet, dass er sich daran verschluckte. Vielleicht hätte es auch ein Lachen werden sollen, nur hatten seine Gesichtsmuskeln vergessen wie so etwas ging. Er hustete kurz und dann holte er das mit dem Lachen tatsächlich nach. Nur kurz und leise, ja, aber ehrlich. Ein seltsamer Klang in seinen Ohren, ein Klang der auch viel zu schnell wieder verschwand. Aber es hatte gut getan - auch wenn er sich ein solches nicht eingestehen wollte. "Meine Güte nein, ich bin nicht obdachlos.", stellte er schließlich klar. Dabei lächelte er, wenn es auch die Traurigkeit in seinen Augen nicht zu verbergen mochte. "Ich musste einfach den Kopf frei kriegen.", fügte er anschließend als Erklärung hinzu. Es war ein wenig vage und doch traf es am besten den Grund, warum er (wie ein Obdachloser) unter einer Brücke stand und spielte. In der WG war er erstickt. Cedric ließ den Blick über seine Geige wandern, als Tara erzählte, dass sie wieder angefangen hatte. Aus irgendeinem Grund freute ihn das. Vielleicht weil sie sich darüber kenenn gelernt hatten? Oder weil es stets wunderbar war, wenn Leute sich so der Musik hingezogen fühlten? Gleichzeitig stimmten ihre Worte ihn ein wenig nachdenklich. "Wir haben stets die Angewohnheit, uns mit den Dingen zu beschäftigen, die uns schlecht tun, anstatt uns den Dingen zu widmen, von denen wir wissen, dass sie uns gut tun. Oder?" Woran das wohl lag? Ein seelisches selbstverletztendes Verhalten - oder ging es nur ihm so? Cedric suchte ihren Blick, bemerkte jedoch, dass sie sich seine Violine besah. Seine Mundwinkel zuckten kurz. Was sie wohl dachte? Er hatte keine Ahnung. "Willst... du sie antesten?", fragte er vorsichtig bei ihr nach, sich selbst nicht ganz sicher worauf er hinauswollte. Tara Spielen zu hören wäre sicherlich schön, wenngleich er sein Instrument natürlich nur ungerne aus der Hand gab. Hmmm. "Ich muss dich allerdings warnen, es handelt sich hierbei um eine Guarneri und ich habe Sue versprochen, sie in Ehren zu halten."

    [Tori] & Gaius


    Tori lauschte ihrem Herzschlag, ihren beiden, ehe sie spürte, wie der Zwerg, auf dem sie lag, sanft und langsam den festen Griff um sie löste. Kurz hatte sie das Gefühl den Halt zu verlieren, zu fallen gar, aber das war Unsinn. Dennoch sah sie erstaunt auf. Da war ein Teil in ihr, der den Moment niemals vorbeiziehen lassen wollte - der ihn am liebsten ewig festgehalten hätte. Es hatte so gut getan, sie waren sich so nah gewesen wie noch nie - in vielerlei Hinsicht - und die Maid fürchtete dieses Gefühl wieder zu verlieren, wenn sie sich voneinander lösten. Ah, konnte sie sich diese Hoffnung leisten? Das schon alles irgendwie gut werden würde? Sie verstand so wenig - von Gaius, aber auch von sich selbst. Als der Zwerg die Stimme erhob, blinzelte sie kurz verwirrt. "Oh.", meinte sie langsam, nach einer kleinen Weile, als sie seine Worte schlussendlich aufgenommen hatte. Hatte sie richtig gehört? Plötzlich fühlte sie sich verlegen - zum einen geschmeichelt, denn offenbar hatte diese Intension ihn überhaupt her geführt, zum anderen war sie peinlich berührt, denn der Ball war längst geschehen. Sie war sich nicht sicher, ob Gaius dies bewusst oder ob er vielleicht ein wenig durcheinander war...? "A-Aber Gaius-,", wandt Tori schließlich ein, während sie sich aufrichtete und langsam vom Körper des Zwerges gleiten ließ (warum klingt das so falsch), sodass sie nun neben ihm auf dem Boden saß. "D-Der Ball... hat bereits z-zur gestrigen Nacht stattgefunden.", sagte sie vorsichtig. Noch immer wollte es nicht recht zu ihr durchsickern - Gaius... hatte sie auf den Ball einladen wollen? Sie beide auf einem Ball für die feine Gesellschaft? Was für ein abwegiger Gedanke! Sie hätten sie sicherlich blamiert, bestimmt war es besser so. Trotzdem verspürte Tori einen leichten Stich in ihrer Brust, wie bei einem Verlust - den verloren hatte sie nun den Traum, diese Idee, einmal unbeschwert mit ihm tanzen zu können. Tori lief rot an, als sie verunsichert fragte: "W-Wir k-könnten das a-aber... nach-holen... v-vielleicht?"

    [Max] & Bianca


    Max hörte die Bitterkeit in ihrer Stimme, als sie ihm antwortete. Darunter lag viel mehr verborgen, als es in erster Linie den Anschein hatte, das bemerkte er. Doch er hakte nicht weiter nach. Er wollte nicht, nicht jetzt. Gerade im Augenblick war es ihm so viel mehr wert einfach den Moment zu genießen. Die Tatsache das jemand ernsthaft mit ihm sprach, ihn umarmte, berührte, in seiner Nähe haben wollte. Ein Gefühl der Teilhabe, welches er verloren hatte. Es hatte einen Augenblick gedauert, ehe er loslassen, sich darauf einlassen konnte. "Brauchen wir sie oder haben wir uns nur längst zu sehr an sie gewöhnt?" Oder war es letztendlich das Gleiche? War es die Gewohnheit, die Anerzogenheit, die Fähigkeit oder die Sucht nach Vertrautem, eine Mischung aus alledem gar? Max wusste es nicht mit Sicherheit, er wusste nur, das er diese Welt und ihre Menschen nicht aushalten würde, wenn er auch nach außen hin - was, er selbst sein müsste? Und wer bist du überhaupt? Was sind die Toten noch, doch nicht mehr als eine verblassende Erinnerung?, flüsterte ein leiser Gedanke in ihm. Aber er war nicht tot, nicht mehr. Max versuchte dies dagegen zu halten, wollte sich an den spärlichen Trost, den Bianca ihm gerade ermöglicht hatte, zurückerinnern, auch wenn sie sich längst von ihm gelöst hatte. Max nahm ihr Gesicht in seine Hände um die Tränen aufzufangen, die sie vergossen hatte und gab ihr anschließend einen flüchtigen Kuss auf die Stirn. Nun schien dies wieder in Ordnung zu sein - zumindest das hatte all die Gefühlsaufregung gebracht: die unüberwindbare Mauer zwischen ihnen schien nun plötzlich nicht mehr ganz so unüberwindbar zu sein. Mehr nun ein Graben, wie ein jener, der stets zwischen Menschen und insbesonderer ihrer Familie hing, welcher aber nicht weiter ungewöhnlich war. Menschen bauten Mauern, nur warum sie das taten, darum durften sich die Philosophen scheren. "Wollen wir ein Stück gehen?", schlug Max vor, in dem Versuch die Angespanntheit etwas zu lockern. Tatsächlich schoss ihm bei ihrer Diskussion eine Frage durch den Kopf, die er sich in seinem alten Leben nie gestellt hätte. Doch selbst im hypothetischen Sinne fürchtete er Bianca zu beleidigen und er wollte nicht das bisschen, was sie gerade erreicht hatten, unbedacht wieder zerstören. Wie seltsam auch, dass an einem sonnigen Tag wie diesen, gedankliche Wolken von derart düsterer Qualität über ihnen hingen.

    [Cinnamon] mit Leon & Seriza - Richtung Pluvia-Insel


    Der Rotschopf zog eine Schnute, als Leon den Kommentar über eine mögliche Ork-Freundschaft abgab. Nein danke, diesen Monstern wollte sie lieber nicht alleine begegnen. Über seine poetischen Gründe musste sie glatt die Augen verdrehen. "Du hast Todeswunsch auf der Liste vergessen." War diesen beiden das Risiko tatsächlich wert? Waren Halbwesen wirklich so anders, oder lag es schlichtweg an ihrem Charakter? Cinnamon zögerte. Sie hatte die Monsterareale seit ihrer Kindheit gemieden, soweit es ging. War sie dadurch so sehr zu einem Angsthasen mutiert? Ansonsten zögerte sie doch auch nicht, handelte stattdessen immer frei Schnauze. Leichtfertig. Exzentrisch. Irgendwie fühlte Cinnamon sich in ihrem Stolz verletzt, da die zwei - und Seriza von all denjenigen noch ein Kind! - sich keinerlei Sorgen zu machen schienen. Machte sie doch sonst auch nicht. War sie so überrumpelt gewesen, dass sie sich auch deswegen zum Teil in eine andere Richtung bewegt hatte? Der Rotschopf hielt die Arme vor der Brust verschränkt, seltsam angestachelt von dem Ganzen. "Na gut, ich komme mit. Aber ich hole noch meine Tasche!", beharrte sie, "Leon erzählt Unsinn. Ich kann nicht zaubern - wie du sehr wohl weißt.", Bei den letzten Worten wandte sie sich direkt an ihren tierischen Freund. Wie kam er dazu, so etwas zu behaupten? Gut, der alte Mann hatte ihr schlussendlich tatsächlich schon einen Zauber beigebracht, aber sie war bisher nicht adzu in der Lage gewesen, das Ganze auch in der Praxis umzusetzen. Und woher sollte Leon davon wissen? Im Wald hatte sie darüber ja kein Wort verloren. Na, vermutlich zog er sie nur wieder auf. Cinnamon stapfte Richtung Runenarchiv und rief einmal kurz zurück "Wehe ihr seit weg, bevor ich wieder da bin!" Und rannte schließlich los. In ihrer Tasche befand sich primär ihre Anglerausrüstung, die sie zu großen Teilen auf dem Zimmer ließ und stattdessen praktischere Dinge wie ein Seil und ein Messer reinstopfte. Aber wurde es nicht langsam dunkel? Cinnamon achtete nicht weiter darauf, immerhin wollte sie nicht kneifen, schnappte sich noch ihren Speer (mit dem sie nicht ganz so viel geübt hatte, wie von Forte aufgetragen), ehe sie zurück zum Strand ging. "Also, worauf warten wir?", meinte sie, wobei sie aufgeweckter klang, als ihr zu Mute war und schmiss ihre Tasche und den Speer in eines der Boote, während sie auf die anderen zwei wartete.


    -- setzen zur Pluvia-Insel über