Beiträge von Seaice

    ~ von der Bushaltestelle


    [Gabriel] mit Marie & Clive



    Von der Tankstelle aus gab es zwei Wege um in das Dorf zu gelangen. Der eine führte über die Hauptstraße und da sie alle drei keine Eile hatten, schlugen sie stattdessen den Feldweg über die Windmühlen ein. Am Wegesrand waren zahlreiche geschnitzte Kürbisse, die sie bereits angrinsten und willkommen hießen. Keiner von den dreien hatte etwas von den Festlichkeiten im Dorf mitbekommen oder, naja, zumindest Gabriel nicht. Er ahnte auch noch nichts, blieb erst stehen, als sie vor einem Schild standen. Mit Kreide war dort beschrieben "Maisfeld-Labyrinth." "Das ist ja was.", meinte Gabriel, während er mit der Hand auf das Schild zeigte. Sie wollten zwar eigentlich auf einen Bauernhof, aber so ein kleiner Abstecher, was sprach schon dagegen? Und auch Getreide war ein interessantes Studienfach!! Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, drehte er sich zu seinen Mitschülern um. "Naaa, traut ihr euch? Oder wollen wir weiter Richtung Dorf?"

    [Cinnamon] & Joe | vor der Bühne



    Cinnamon war so von dem Kampfgeschehen eingenommen, dass sie überhaupt nicht bemerkte, wie Joe ihre Hand fest drückte. Gefolgt verfolgte sie das Geschehen der beiden Kämpfer, konnte kaum glauben was sie da sah. So ein Gefecht hatte sie noch nie miterlebt! Die Schlachten von Trampoli gegen Monster oder den dunklen Magier Astor sahen lächerlich dagegen auf - in diesem Dorf wusste ja kaum jemand, wie man ein Schwer richtig herum hielt. Auch ihre Zauberkraft kam ihr in diesem Moment schwach vor Angesichts der Combos, die hier angewandt wurden. Ja, sie konnte ihre eigene Magie noch nicht einmal richtig beherrschen. Ob sie es mit dem richtigen Training schaffen würde, ihren Zauber und ihren Speer ebenso kunstvoll zu bewegen, wie die Krieger dort oben auf der Bühne? Die Fischerin mochte vergessen haben, dass es sich bei diesem Kampf um reine Show handelte. Doch minderte das wirklich ihr Talent?

    'Knacks' - Als der Speer entzwei brach, riss sich der Rotschopf schließlich von Joe los, betrachtete entsetzt den vermeintlichen Ausgang des Kampfes und tippelte nervös von einem Fuß auf den anderen. Das war's! Ihr hart verdientes Gold! Doch halt! Noch war der Kampf nicht ausgestanden. Gerade als die Kriegerin mit ihrer Axt zum Schlag ausholte, hatte der Speerträger die zweite Axt, die sich noch immer hinter ihm befunden hatte, geschnappt und ihren Angriff so abgeblockt. Einen Moment länger und es wäre zu spät gewesen! Axt schlug auf Axt, doch was die reine Muskelkraft anbelangte, war ihr der bullige Krieger um ein Vielfaches überlegen. Die Kämpferin konnte den Widerstand unmöglich halten, auch war sie so sehr in die Verteidigung gerückt und darauf fokussiert standhaft zu bleiben, dass sie nicht in der Lage war die Konzentration für ihr Feuer noch einmal aufzubringen. Sie hatte bereits viel einstecken müssen. Der ehemalige Speerträger ließ schließlich ab mit dem Ziel auszuweichen und die kleinere Kämpferin so ins Straucheln zu bringen, was ihm dank der Gunst der Überraschung auch gelang. Sicher nahm er ihr so die zweite Axt ab, hielt sie in die Höhe und die Klinge der anderen an ihren Hals. Nun gab es keinen Ausweg mehr. Es war vorbei. Da ertönten auch helle Glocken, die das Ende des Gefechtes verkündeten und der Moderator betrat erneut die Bühne. Ein Moment der Stille hatte sich über den Platz gelegt, ehe das Publikum in tosenden Beifall ausbrach. 'Was für ein Kampf! Was für ein Schauspiel! Wer hätte diese Wendungen erwartet? ...' Cinnamon hörte gar nicht mehr genau zu, das Bühnenspektakel hatte ihr den letzten Nerv gekostet. "Ich bin fix und fertig...", murmelte sie an Joe gewandt. Vermutlich wäre sie blass um die Nase gewesen, doch der Met wirkte dem ganz positiv entgegen. Tatsächlich fehlten der Anglerin die Worte, sie musste das erst einmal verdauen und sacken lassen, während das Publikum noch immer grölte. Die Wette hatte sie in der Zwischenzeit total vergessen.

    [Antoinette] & Wayne | Küche



    Schweigend liefen sie nebeneinander her, von der Bushaltestelle bis hierhin zur Ranch. Wie lange war es her, dass sie das letzte Mal hier gewesen war? Antoinette hatte auf dem kurzen Weg kein Wort hervorgebracht, wusste nicht recht, wie sie anfangen sollte. Es war ihre Schüchternheit, die in solchen Momenten wieder hervortrat, obwohl sie doch stets der Meinung war, diese mittlerweile zum größten Teil abgelegt zu haben. Von wegen. Sie hatte gelernt selbstsicher aufzutreten, sich bewusst zu zeigen wer sie war - oder eher, wie sie gesehen werden wollte - aber von Selbstbewusstsein konnte nicht die Rede sein. Ein Glück gab es auf dem Spaziergang durch das Dorf genug, was sie von der Stille ablenkte, denn überall in Sternbach war bereits herbstlich dekoriert. Nicht, dass Stille etwas verwerfliches wäre, im Gegenteil. Mit guten Freunden kann man auch schweigen. Doch das Verhältnis zu Wayne war noch so zart, flüchtig wie der Flügelschlag eines Schmetterlings, dass sie kaum einschätzen konnte, wann die Stille angenehm und wann sie bedrückend wurde. Dazu war sie in seiner Gegenwart noch zu nervös, nein, er machte sie nervös.

    Sie folgte ihm schließlich bis in das große Bauernhaus hinein. Es roch nach Holz, Eingemachten und getrockneten Früchten. Auch der Geruch von Tieren hatte sich bisweilen in den Räumen verfangen. Es war ungewohnt, aber nicht unangenehm - es war das Haus, in dem er lebte. "Ist deine Familie hier?", erkundigte sie sich, schon halb in Panik vor einem Kennenlernen, als Wayne die Kuchenform in der Küche abstellte und ihr bedeutete, dass sie sich setzen konnte. Antoinette erkannte ihre eigene Unsicherheit in seinem Gesicht wieder und das war der Moment, in dem sie selbst ein weniger ruhiger wurde. Ihm ergeht es genauso wie mir., stellte sie fest und ein kleines Lächeln umspielte ihre Mundwinkel dabei. "Gern.", erwiderte sie daher, "Darf ich zuvor jedoch um eine Tasse Tee bitten?" Sie würde auch einem anderen Getränk nicht Nein sagen, sollte es etwas hausgemachtes geben. Etwas zu trinken gab ihr stets das Gefühl wo anzukommen und das war es, was sie dem offensichtlichen Anschein nach gerade brauchte.

    [Cinnamon] & Joe



    Der restliche Funken Vernunft in ihr, ermahnte Cinnamon dazu, dass sie einen Fehler beging, langsam mal aufpassen sollte und sich besser nicht im Eifer des Gefechts selbst verlieren. Letzteres war allerdings längst geschehen, dafür hatten der Met, Joe und die Atmosphäre des Festes in ihrer Kombination gesorgt. So schlug die rothaarige Anglerin auf den zweiten Deal mit Joe per Handschlag ein, ehe sie nun ebenfalls genauso gebannt wie ihr Kumpane, dass Duell verfolgte. Cinnamon war fasziniert davon, wie sich die Axtträgerin im Kampf gegen den Speerkerl behaupten konnte. Sie agierte weitaus wendiger als ihr Kontrahent mit der langen Waffe, obwohl beide Äxte zusammen sicher schwerer sein mussten - oder etwa nicht? Wie viele Muskeln besaß die Frau dann bitte? Nichtsdestotrotz unterlag sie scheinbar, denn der Speerkämpfer hatte sie niedergestreckt und hielt die Waffe drohend über ihren Körper gebeugt. Cinnamon sog scharf die Luft ein. Dabei vergaß sie völlig, dass sie ja gewettet hatte und es sich offenbar zu ihren Gunsten ausspielte - das konnte sie Joe dann gleich unter die Nase reiben. Gerade als der Sieg sicher schien, drehte die Frau sich auf dem Boden und schleuderte in der Bewegung eine der Äxte auf ihren Gegner. Sie warf tatsächlich ihre Waffe weg! Der Speerkämpfer musste dem ausweichen, was ihr die Gelegenheit verschaffte nach hinten weg aufzustehen und so wieder auf die Beine zukommen. Wow!! Cinnamon hatte Joe unbewusst am Arm gepackt und schüttelte ihn unsanft, so, als wolle sie sagen: Schau mal hin, das ist so spannend!! Aber ihm selbst erging es wohl ähnlich und ehrlich gesagt, registrierte die Anglerin gar nicht was sie da tat, so sehr war sie in dem Schauspiel versunken. Cinna hörte, wie sich die Gegner anschrien, sich gegenseitig anstachelten, so das Publikum mit sich zogen, ehe sie erneut in die Angriffsphase übergingen, in der Zeit und Raum keine Rolle mehr spielte. Die Frau besaß jetzt jedoch nur noch eine Waffe - die zweite Axt befand sich hinter ihrem Gegner, scheinbar völlig außer Reichweite. Als sie auf den Speerträger zustürmte, geschah etwas, welches sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätte. Die Axt wurde von heißem Feuer ummantelt, ohne das sie sich auch nur eine Haarspitze verbrannte. Doch ihren Gegner schien das wenig zu beeindrucken. Sie sah nicht, was der Kerl machte um das Feuer abzuwehren, doch Cinnamon spürte deutlich den kräftigen Windstoß, der durch die Zuschauermenge ging. "Magie!!", japste sie, Joe erneut heftig schüttelnd. Beinahe hätte es ihren eigenen Hut weggeweht. Diese Leute wussten wirklich, wie man ihr Publikum in Atem hält!


    [Doug] bei Dylas, Kohaku und Iris Noire



    Aus Kohaku war kein anständiges Wort herauszubringen, so sehr wurde sie von Schluchzern gebeutelt. Doug wusste nicht recht, was er anstellen konnte, um das Mädchen zu beruhigen - weil er auch überhaupt nicht wusste, was sie so in Aufregung versetzt hatte. Von Dylas war offenbar auch keine Hilfe zu erwarten. Vermutlich war er genauso ratlos wie Doug selbst, doch das wollte der Zwerg nicht einsehen und glaubte viel eher, dass das Pferdgesicht wie üblich einfach unfähig war. Das kannte er ja schon! Erst als zweimal die Worte 'gefressen' an seine spitzen Ohren gelangten, zählte der Zwerg eins und eins zusammen. "Wieso willst du sie fressen?! Bist du ein Monster oder was?!" Das Iris Noire eigentlich das genaue Gegenteil gesprochen hatte, auf das kam er nicht - zuhören war eben noch nie seine Stärke gewesen. Und zusammenzählen an dieser Stelle auch nicht. Denn das die in dunklen Gewändern gehüllte Gestalt unschuldig und seiner grünhaarigen Freundin überreagiert hatte, war für seinen Kopf weitaus abwegiger, als die Idee, die mysteriöse Figur wollte das Mädchen ganz einfach fressen. Im ernst, was hättet ihr denn geglaubt, insbesondere wenn eure Gehirnleistung gerade mal den mäßigen Durchschnitt erreicht? "Bleib dicht hinter mir.", flüsterte er daher nur Kohaku zu und stellte sich brüsk vor sie, die Hände zu Fäusten geballt, bereit jederzeit zuzuschlagen. Er hatte auch immer noch seinen Zauber in der Hinterhand! Doug gab Dylas dabei jedoch noch einen Hieb mit den Ellenbogen, der die klare Aussage: 'Mach du auch mal was!' enthielt - hoffentlich besaß sein Geselle mehr als nur drei Gehirnzellen um die Botschaft auch zu verstehen. Doch lautete die Frage nicht viel mehr: Wie würde die umhüllte Gestallt reagieren in Anbetracht nun drei Gegnern - bzw. zwei, weil Kohaku war ja das Opfer und kein Gegner in der Hinsicht - bzw. vielleicht auch nur einen, er selbst, denn auf Dylas konnte man sich nicht verlassen, aber das musste sie ja nicht wissen - gegenüber gestellt zu sein?!

    [Cinnamon] & Joe | vor der Showbühne



    Cinnamon nahm einen Schluck von ihrem Met, der sich schon wieder auf beängstigende Weise leerte, während sie Joe's fortfahrenden Mutmaßungen lauschte. Tatsächlich klopfte ihr Herz kurz schneller, denn diesmal klang es, als würde er wirklich nahe ran kommen, vielleicht einen wunden Punkt treffen bis-- 'auch auf der Suche nach einem Seelenverwandten?' Fast hätte sie sich verschluckt - aber nur fast. Vielleicht war sie schon zu sehr angeheitert oder ihr Hirn wurde doch langsam träge, sodass ihr diese Reaktion nicht passierte. "Was soll hier heißn 'auch', hm??", murmelte sie, die Wangen hatten langsam einen zarten Rotton bekommen - doch noch war ihr Blick (einigermaßen) klar und sie stand fest verwurzelt auf beiden Beinen! Vermutlich hatte Joe ihre leise Entgegnung unter dem Tosen und Johlen des Publikums gar nicht mehr vernommen. Auch recht. Was interessierte sie sich auch für seine Liebesgeschichten?! "Dann setz ich auf den bulligen Speerträger da.", Selbstverständlich setzte Cinnamon dagegen - alles andere wäre ja langweilig. Ehrlich gesagt war die bezopfte Fischerin davon ausgegangen, sie würden um ein paar weitere Becher Met wetten, doch schon hatte ihr neuer Kumpel einen kleinen Sack von Gold an den Wettbetreiber überreicht. Moment, was?! Der Wetteintreiber nahm die Münzen dankend entgegen, wobei Cinnamon die genauen Worte nicht hörte. Wetten? Das war eine schlechte Idee, sehr schlecht sogar. Nein, das konnte sie sich nicht leisten. Vermutlich schauten sie am Ende, auf welchen Kopf mehr gesetzt wurde und ließen den Kampf dann zu jenen Gunsten enden! Weshalb sie dem Zirkus Betrug unterstellte, wusste sie selbst nicht so genau, vielleicht versetzte sie der Alkohol ja in Verschwörungslaune? "Bist du blöd?", brüllte sie zu Joe, ihr Tonfall laut, um die Massen und das Getose, welches die Kämpfer*innen anfeuerte zu übertönen. "Ach, scheiß drauf. Ich setz auf die Gegenseite!", diese Worte galten dem Mann, der die Einsätze bereits von Joe entgegen genommen hatte und Cinnamon drückte ihm ebenfalls ein kleines Säcklein Gold in die Hand. "Damit es ausgeglichen bleibt.", brummte sie zur Verteidigung, obwohl niemand nach einem Grund gefragt hatte. Wenn Kanno das sehen würde, er wäre enttäuscht, aber hey, es konnte ja nicht jeder so astrein und fehlerlossein wie der alte Knacker. (Obwohl sie ein paar seiner Fehler mittlerweile ja kennen gelernt hatte, aber das ist eine andere Geschichte.) "Der Verlierer von uns gibt übrigens den nächsten Met aus.", erklärte sie noch und ihr war klar, dass Joe das sicher nicht ausschlagen würde.

    [Marlin]



    "Aha.", brummte Marlin nur, die Hände tief in den Jackentaschen vergraben und sich ansonsten schon längst wieder von dem Mädel abgewandt. Wirklich viel von ihrem Geplapper war ihm nicht hängen geblieben, nach dem Wort 'Wein' hatte er das Zuhören ganz einfach eingestellt. Ein nerviges Anhängsel war in der Tat nur mit einer Flasche Wein zu ertragen, aber Marlin war in Wahrheit nie der große Weintrinker gewesen. Wie dem auch sei - seine Aufmerksamkeit wurde erst wieder forciert, als ein junger Kerl auftauchte. (Für dich sind probably alle jünger als du selbst, Marlin.) Ach, lässt sich der Bauer also auch mal blicken., dachte er, In der Zwischenzeit hätte ich das Gemüse hier nicht nur klauen, sondern glatt noch zubereiten können. Nur, dass Marlin ein furchtbarer Koch war und sich eher von Instant Food statt - was auch immer, Nährstoffe, Vitamine, gesund - ernährte. Hey, man lebte immerhin nur einmal. Und nach seiner Lebensweise vermutlich eher kürzer als länger, aber was soll's. Klar, ich treib mich aus Langeweile hier am Arsch der Heide rum. Hach, wenn Menschen Gedanken lesen könnten, hätte dieser schwarzhaarige Kapuzenträger sicherlich ein Problem. "Ich bin auf der Suche nach Arbeit.", sagte er schließlich zu dem Bauern, Kaya dabei vollkommen ignorierend. Seine Stimme behielt dabei einen sachlichen Tonfall bei - ein bisschen zusammenreißen, das bekam er noch hin. "Brauche ein wenig Geld. Hab sowas auch schon öfters gemacht.", fügte er hinzu und deutete mit einer knappen Kopfbewegung zu den Feldern. Er fand solch Arbeit zwar beschissen, aber was tat man nicht alles, um schnell von der alten Ex wieder weg zukommen. Oder so. Haha. "Die da gehört übrigens nicht zu mir.", ergänzte Marlin noch und deutete mit dem Daumen in die Richtung der Studentin, ohne dabei auch nur in ihre Richtung zu blicken.

    [Tori] & Gaius | Küche



    'Hilf mir'. Tori hatte für einen Moment die Augen geschlossen, während sie da so stand, die Hände hinter sich, die Stuhllehne umklammert. Wie dumm diese Aussage gewesen war. Natürlich, die Wortwahl ist selbstverständlich, Hilfe anbieten, jemanden zu helfen, bei den kleinen Aufgaben des Alltags. Doch sie kannte das eigentlich gar nicht - sie wollte die Sachen selbst erledigen, auf sich selbst gestellt sein, beweisen, dass sie es konnte. Ganz genau weil sie der Ansicht war, die Hilfe ihrer Mitmenschen viel zu häufig bereits in Anspruch genommen zu haben - ebenso wie ihr Mitleid. Sie war eine Last für Andere, konnte nichts zur Gesellschaft beitragen. Allein, das sie noch lebte, verdankte sie so viel mutigeren Wesen. Und Gaius. Wie häufig hatte er ihr geholfen, ja, sie förmlich gerettet, wie oft hatte er sie ermutigt, sie aufgebaut, ihr aus der Patsche geholfen? 'Hilf mir.' war da eine närrische Aufforderung gewesen - in diesem Zusammenhang völlig unbrauchbar, völlig nichtig. Als sie die Augen aufschlug, sah sie es in seinem Blick, in dem grauen Auge ebenso wie im Rest seiner Gesichtszüge. War ein Monster eingefallen? Was war die Gefahr? Doch es gab keine. Nur jene, die in ihren eigenen Abgründen lauerten, die Ängste, die sie nicht mehr sehen wolle. Aber irgendwo - da war es auch schön. Das er ihr so viel von der allgegenwärtigen Furcht nehmen konnte, dass sie in einer solch friedlichen Situation über ihre Lippen gepurzelt kamen - als wäre es das Normalste auf der Welt. Hilf mir, mit der Lage klar zu kommen. Hilf mir, beim Kochen. "J-Ja, du hast R-Recht.", erwiderte die Maid schließlich auf sein Nachfragen hin. Ich war nur kurz ganz woanders. Gaius hatte das Messer mittlerweile auf die Theke gelegt, als sie ihm herantrat. "I-Ich hol das Ge-Gemüse gleich aus dem Garten.", Welcher sich, genau genommen, im Hinterhof befand, von dem sie gekommen waren, aber hey. Viel war es auch nicht, was sie dort anbauten, immerhin wurde das meiste von der Farm bezogen und die Taverne war so oder so eher eine Trunkenbude. Als sie hier jedoch ankam, hatte es eine kleine, verkommene Ecke gegeben, von Unkraut überwuchert, welche sie Stück für Stück freigelegt und schließlich aufgebaut hatte. Niemand hatte je etwas dagegen gesagt, also hatte sie sich dem einfach weiterhin angenommen. Während ihrer Worte, war Tori bereits in die Vorratskammer gegangen, um sich im Tonbecher die ungefähre Menge an Linsen abzufüllen. "Die werden wohl ein wenig brauchen.", meinte sie zu ihm, als sie zurück in der Küche war. "E-Ehrlich gesagt... das Schwierigste für mich i-ist sowieso d-das F-F-Feuer z-zu entz-zünden...", erklärte sie mit leiser Stimme und presste dabei kurz die Lippen aufeinander. Ihr Blick gelangte zu der offenen Feuerstelle, in dem einige Scheite bereits drin lagen. Nicht umsonst machte sie sich selbst zu Essen meist nur etwas Kaltes. Auch um sich in der Alchemie zu üben, musste sie sich jedes Mal überwinden und sie hatte eine unwillkürliche Vorliebe für jene Tränke entwickelt, die nicht erst in der Hitze brodeln mussten. Was sollte sie auch machen? Sie versuchte es und es gelang ihr auch, wenn sie sich dazu zwang, doch zuvor musste sie jedes mal den Drang wegzulaufen niederringen. Man könnte meinen, es würde besser werden, von Mal zu Mal, als könnte sie sich schließlich ganz einfach daran gewöhnen, doch bisher war nichts dergleichen eingetreten.

    [Cedric] & Kyle


    Wie lange standen sie schon hier, auf dem Dach, standen tatsächlich, aufbruchsbereit, drauf und dran diesen unseligen Ort endlich zu verlassen? Wie viel Zeit war verstrichen, in der letztendlich doch nichts geschehen war? Weil er sich nicht in der Lage fand, auch nur einen der Aufforderungen seines Gegenübers nachzukommen, weil sich alles in ihm sträubte, in die Realität zurück zu kehren, vor der er schon lange schon weglief? Doch dieser Ort war nicht zur Flucht geeignet, sondern ein Gefängnis, in das er sich selbst nur allzu bereitwillig begeben hatte. Nicht im vollem Bewusstsein, nein, und doch mit einer ganz bestimmten Absicht dahinter. Für ihn gab es kein Versteck, doch sich das einzugestehen, war ganz und gar fürchterlich, ein Grauen, welchem er nicht entgegen treten wollte - auf keinen Fall. Ohne Kyle würde er hier oben wohl versauern. Nein, ohne Kyle wärst du längst nicht mehr hier oben, sondern--. 'Okay' Irritiert sah Cedric auf, horchte den Worten des Anderen, die gerade rechtzeitig kamen. Es dauerte ein wenig, bis dessen Inhalt auch wirklich ankam, doch die Unruhe in ihm wich so ein wenig zurück. Das klang gut, ja. Es war schwer zu sagen, ob er dem Punk vertraute, denn das hier war keine Frage des Vertrauens. Es war das Ding absoluter Notwendigkeit. Die Tatsache, alles was er konnte in jene fremden Hände zu legen, um das restliche Häufchen seines Vermögens darauf zu setzen, sich selbst halbwegs am Laufen zu halten. Irgendwie. So war er froh um Kyle's Vorschlag, froh darum, nicht weiter Fragen gestellt zu bekommen, auf die er keine Antwort wusste - und das, obwohl die Fragen stets simpel, stets einfach gewesen waren. Doch nichts war mehr einfach. Also nickte er bloß, eine unbestimmte Geste seiner Zustimmung. Kyle machte einen Schritt auf ihn zu, ehe er fortfuhr. In Cedric stieg das Bedürfnis hoch, sich zu entschuldigen, doch er war sich ziemlich sicher - ausnahmsweise - dass es nicht das war, was dieser hören wollte. Ced traute seiner Stimme jedoch nicht, weswegen er einfach erneut ein kaum merkliches Nicken zum Besten gab - nicht sicher, ob Kyle es überhaupt sah. Der hatte sich nämlich bereits passend hingestellt. Den letzten Kommentar seinerseits hörte er so gar nicht mehr richtig und es war ihm auch einerlei. Cedric tat wie ihm gehießen, schlang die Arme um den Halbrussen und ließ sich dabei hochziehen. Er neigte den Kopf leicht zur Seite, weg vom Gesicht des Punks und hatte die Lippen fest aufeinander gepresst. Kein letzter Blick galt dem von Sternen besetzten Nachthimmel, ehe sie sich aufmachten, die 16 Stockwerke jenes verfluchten Turmes wieder hinab zu steigen - sicher, Schritt und Schritt und nicht, wie vom Schicksal fast gesponnen, im freien Fall.

    [Gabriel] mit Marie & Clive | im Bus nach Sternbach~


    Gabriel war ziemlich zappelig, da er seine Vorfreude auf den Ausflug mit seinen neuen Freunden kaum zügeln konnte. "Guten Moooorgen Marie!", rief er ihr entgegen und kam auf sie zu. Von weitem kam auch schon Clive angerannt, dem Gabriel bereits mit einem Winken begrüßte. "Gerade noch rechtzeitig! Wenn wir den Bus verpasst hätten, hättest du dich einer Challenge stellen müssen.", scherzte er mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. Tatsächlich lag es nur an der eigenen Aufregung Gabriel's, dass er pünktlich war, denn jene war sonst definitiv nicht die Stärke des Latinos. Seine regelmäßiges zu Spät kommen in der Klasse, schob er gut und gerne auf seine südamerikanischen Gene und das ganz ohne rot zu werden. "Los geht's, los geht's.", meinte er, während er hinter den beiden anderen in den Bus trottete und sich ein Ticket zog. Schon fuhr der Bus ab und trug sie erst durch die Stadt, ehe es über Land ging Richtung Sternbach~

    [Antoinette] & Wayne



    "Merci.", sagte sie mit einem sanften Lächeln, als er ihr die große Kuchenbox abnahm. "Daher ist es ja nur ein Kuchen geworden, eine Torte wäre Arbeit, ein Kuchen geht fast von selbst.", erwiderte sie, während sie sich in Bewegung setzten. Zuvor zuppelte Antoinette jedoch noch an ihren Klamotten herum, da das jetzige Outfit einfach total ungewohnt für sie war - das würde am heutigen Tage wohl noch häufiger passieren. Ehrlich gesagt, hätte sie auch eine Torte gemacht, nur die Zeit war ihr ausgegangen. Backen war für sie keine Arbeit - es war Leidenschaft. Und hatte bei ihr den angenehmen Nebeneffekt, sich selbst zu beruhigen, wenn sie zappelig wurde oder sie einfach ihre innere Unruhe nicht loswurde. Das Dekorieren der Kuchen und Torten war ihr dabei das Liebste und für sie fast schon eine meditative Tätigkeit, weil sie sich ganz und gar auf das Backstück vor sich konzentrieren musste. "Ich hoffe sehr, es schmeckt." Vor allem der Großmáma! Die Nervosität kam mit einem Schlag zurück. Was, wenn seine Familie sie nicht mochte? Wie wollte er sie überhaupt vorstellen? Als seine Freundin? Waren sie das schon? Ihr Herz war ganz flatterhaft, also konzentrierte sie sich einfach auf dem Weg der vor ihnen lag. Für die schöne Landschaft um sich herum, hatte sie diesmal allerdings keinen Blick. "Ich freue mich auch sehr, wieder hier zu sein.", erwiderte sie lediglich und meinte es auch so. Sie war tatsächlich gespannt darauf, den Hof wieder zu sehen, auch wenn sie ihre Scheu vor Tieren gewiss noch nicht abgelegt hatte.


    ~ zum Hof.

    [Max] & Maerwen



    Maerwen verstand es, sich in Höflichkeit auszudrücken - nicht minder wurde erwartet von einer Zofe in ihrem Hause - und doch entging Max nicht die unterschwellige Ablehnung, die sie ihm nicht offen, aber durchaus offensichtlich entgegenbrachte. Sie besaß Stolz und ein hohes Maß an Selbstwert, beides Attribute, die ihm an Dienerschaft ganz und gar nicht gefielen. Was ließ Electra ihr alles durchgehen? Vielleicht sollte er sich wirklich einmal näher mit seiner werten, einfachen Cousine beschäftigen. Ihre Erkältung und das Geplänkel über Trampoli's Klima kommentierte der junge Herr daher auch gar nicht weiter, da es ihn nicht weniger interessieren könnte. "Dem will ich zustimmen.", gestand Max der Zofe zu und das Lächeln hätte nicht leichter über seine Lippen gehen können. Auch wenn er Maerwen nicht bereitwillig Geltung ihrer Aussage verschaffen wollte, gab es schlichtweg nichts dagegen einzuwenden - was er mit einer näheren Unterredung mit Electra machte, war immer noch ihm überlassen (finds grad so schad, dass sie nicht gespielt wird ;; ). "Womöglich freut sie sich über ein Andenken des Festes? Du hast doch sicherlich eine Vorstellung, was ihr Interesse wecken würde, nicht wahr?", wollte er von Maerwen wissen. Es fiel ihm zugegebenermaßen schwer, derartige Höflichkeit gegenüber einer Dienerin anzuwenden - nutzte er doch im Regelfall den Befehlston. Die netten Floskeln gepaart mit dem weiterhin verwendeten Du - selbstverständlich, alles andere wäre ja noch schöner - verwanden ungewohnte Anwendung, die ihm ein wenig zuwider war, aber er ließ sich nichts davon anmerken. So, wie sich die bisherige Konversation mit der Zofe abgespielt hatte, fühlte er sich im Zugzwang auch so fortzufahren - hoffentlich machte er sich so nicht noch zum Gespött der anderen Dienerschaft!


    [Cinnamon] & Joe | vor der Showbühne



    Bei seinen fischigen Anspielungen - die tatsächlich echt nicht schlecht waren - dachte Cinnamon, nun käme etwas wie "größte Anglerin aller Zeiten", was schon näher dran läge als der erste Versuch, aber auch das war nicht ihr Lebenstraum. Sie angelte sehr gerne, aber es war ein Hobby für sie um auch ein wenig die Zeit zu vergessen und sich einfach im Moment fallen zu lassen. Ihr Ausgleich zu allem anderen sozusagen. Auch dem bezopften Rotschopf fiel der Unterschied zwischen Speerträgerin und Speerkämpferin hier nicht auf - vielleicht, weil sie sich auch überhaupt nicht als große Kriegerin sah. Sie hatte sich die Waffe geholt, um sich im Notfall verteidigen zu können - denn alle Nase mal ein Angriff gehörte im Leben von Trampoli einfach dazu. Damals hatte sie ja auch noch keinen Zauber beherrscht... wobei beherrschen in ihrer Lage auch ein wenig zu viel gesagt war. Sie hatte die Magie in ihr immerhin erst einmal freisetzen können. Bevor sie sich weiter in Gedanken verlor, schüttelte sie Joe gegenüber nur ein weiteres Mal den Kopf. "Wieder daneben." Besagter Speer - dessen Stumpfheit ihr nach wie vor nicht aufgefallen war - hatte sie mittlerweile provisorisch an ihrem Rücken befestigt, damit er ihr - und auch anderen hier - nicht im Weg umging (sie wollte niemanden versehentlich aufspießen). Ansonsten wären ihr mit Met und Fischsemmel ja die Hände ausgegangen - obwohl Letztere fast schon gänzlich verputzt war. "Einen Versuch kriegste noch." Das war vielleicht ein bisschen gemein, denn eigentlich hatte Cinnamon gar kein übergroßes Lebensziel - oder es für sich zumindest noch nicht definiert. Sie war bisher halt doch eine ziemliche Tagträumerin gewesen und machte sich erst seit einer Weile nähere Gedanken über die mögliche Zukunft, aber eigentlich deprimierte sie dieses Grübeln darüber eher. Der Größte oder der Beste von irgendwas zu werden, stand ihr jedenfalls nicht in dem Sinn - es klang ein wenig wie der Wunsch eines Kindes, auch wenn sie das Joe gegenüber niemals so aussprechen würde. Ehrlich gesagt, bewunderte sie die Leidenschaft, mit der der schlaksige Kerl darüber sprach, sehr. "Klar." Sich weiter vorzudrängeln, dagegen hatte sie nichts, obwohl sie mit ihrem großen Hut, dann wohl eher die Sicht für andere versperrte - hups. Denn eine kleine Frau war Cinnamon nun nicht unbedingt, auch wenn Joe sie nichtsdestotrotz überragte. 'Meine lieben Freunde und gut Gemeinte', hörte sie von der Bühne her, 'Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid! Werdet Zeuge eines Spektakels, wie ihr es noch nie gesehen habt! Zu meiner Linken die blutige Thorés, bewaffnet mit zwei Äxten, die an Durchschlagkraft seines Gleichen suchen!' Jubel und Zurrufe erbebten. 'Zu meiner Rechten der furchterregende Argules, dessen Speer noch immer sein Ziel fand und vernichtete!' Erneuter Applaus erschallte über dem Platz. 'Wer wird gewinnen? Wetten werden gern entgegengenommen! Und ohne weitere Umschweife, erkläre ich den Kampf für eröffnet!' Der Moderator suchte zügig das Weite, denn schon schlugen die beiden Kämpfer*innen aufeinander ein. Beide trugen schauerliche Masken, mit spitzen Zähnen und Hörnern auf dem Kopf und trugen dazu kunstvolle Kostüme, die sie jedoch nicht beim Kampf einschränkten. Soweit Cinnamon erkennen konnte, wurde auf Rüstung und Schild weitgehenst verzichtet, was sie überraschend fand, wenn man bedachte, mit welch brutaler Kraft, diese zwei aufeinander einschlugen. Nachdem ein Speerträger - dessen Namen sie längst wieder vergessen hatte - dabei war, begann Cinnamon ebenjenen genauer zu beobachten. Sie bewegten sich dabei jedoch so schnell, dass die Anglerin ganz mit Zusehen beschäftigt war und dahingehend gar keinen Kommentar mehr dazu ablieferte.

    Ich melde mich auch für die nächsten zwei Wochen ab c:


    Wir fahren ja am Sonntag nach Dänemark für eine Woche und ich hab die ganze Woche iwie prokrastiniert... help. Muss noch alles sauber kriegen und packen und aah. Die zweite Woche geht's dann eine Meeeenge Leute in Norddeutschland besuchen hihi - bin dann ab 07.09. wieder da!


    Und wehe ich hab dann nicht mit all meinen 48590345 Charakteren was zu posten !!!

    [Cinnamon] & Joe | vor der Showbühne



    "Die anderen Dinge?", wiederholte Cinnamon verwirrt, während sie nebeneinander herliefen. Sein Selbstbewusstsein im Kriegerdasein suchte auf jeden Fall seines gleichen, doch was er mit anderen Dingen meinte, darauf kam die Brillenträgerin gerade nicht. Ob es etwas mit seiner tragischen Vergangenheit, ja den Abenteuer, der Freundschaft und der Liebe zu tun hatte?! Ah, wie's aussah konnte sie ihn doch nicht so einfach mit dem Teaser davonkommen lassen! Doch zuerst würde sie sich seine Weissagung über sie anhören, bereits gespannt mit welcher Aussage er sie zum schmunzeln bringen würde, denn sicher war sie sich nur darin, dass er ganz bestimmt falsch lag. Und behielt damit recht. Cinnamon konnte nicht anders und musste laut und hell auflachen, als Joe ihren Traum mit 'alle Bücher in der Bibliothek lesen' definierte. "Da kennst du mich aber noch schlecht mein Lieber.", entgegnete sie, nachdem sie sich wieder ein wenig eingekriegt hatte. "Weiter weg könntest du nicht liegen. Nur weil ich im Archiv wohne, heißt das nicht, dass ich ein Bücherwurm bin.", klärte sie ihn noch immer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen auf. Cinnamon las durchaus hin und wieder das ein oder andere Buch, aber es kam doch eher selten vor. Nicht, weil sie nicht gerne las, nur gab es genug andere Dinge, die sie ganz einfach viel lieber tat und es hatte nun wirklich keine Priorität in ihrem Leben. Da hatte Joe seinen Treffer ordentlich versenkt. "Du hast wohl noch nie richtig guten Fisch gegessen.", entgegnete sie, als ihr Kumpane über ihre Wahl förmlich die Augen verdrehte. Davon ließ sich die Anglerin jedoch nicht beirren. Er lenkte jedoch schnell ein, sobald er erneut seinen Blick auf den Met geworfen hatte - ein Grund mehr um schnell etwas zwischen die Zähne zu bekommen, bevor das Trinken weiterging! Hm, vielleicht wäre Fleisch da dann doch eine bessere Grundlage gewesen... zu spät. Schon waren sie mit ordentlichen Fischsemmeln und einem Nachschub an Met beglückt. "Versuch's nochmal mit einer Weissagung, vielleicht liegst du dieses mal ja richtig.", sagte Cinnamon nebenher, mehr um ihn dadurch ein wenig aufziehen zu können. Da jedoch hörte sie nicht unweit entfernt einen Aufruf näher zu treten. Der Rotschopf drehte sich zu dem Spektakel um. "Sieht so aus, als gäbe es da vorne gleich was zu sehen.", meinte sie und bugsierte Joe schon in die Richtung. Tatsächlich wurde ein Showkampf angepriesen! "Da kannst du dir gleich was abschauen.", fügte sie grinsend hinzu, obwohl sie im nächsten Moment nicht ganz sicher war, ob hier mit Waffen oder mit Magie gekämpft wurde. Oder gar mit beiden in Kombination?



    [Doug] & Dylas & ... Kohaku?!



    "Ist recht.", entgegnete Doug mit einem Grinsen zu Dylas. Der Zwerg musste sich eingestehen, obwohl es nervig war zu kochen oder auch nur dabei zu helfen, war es auch einfach schön das in Gesellschaft zu tun - und weitaus günstiger als sich die Gesellschaft bei teurem Essen im Gasthof oder in der Taverne zuzulegen. Alles in allem, fand Doug den Deal also nicht allzu schlecht. "Hey, das heißt aber nicht, dass ich damit falsch liege - stimmt's?!", verteidigte sich der Rotschopf mit einem Schmunzeln, als Dylas die Vorsehung des Karottenkuchens nicht zählen lassen wollte. Von wegen! Auch Doug lies die Hand sinken, als das Kanickel die seine zurückzog - (das war ihm doch nicht etwa unangenehm gewesen? waaaas?) - und war erstaunt darüber, dass das Halbwesen ihm gegenüber, tatsächlich die freundlichen Worte eines Lobes über ihn verlor, anstatt zu schimpfen. "Das sind ja ganz neue Töne, mein Fr---" Er kam nicht dazu, den Satz zu Ende auszusprechen, da sich ein regelrechter Überfall ereignete. Seinen gerufenen Namen hätte er mit seinen guten Ohren eigentlich hören müssen, aber er war ja doch gerade sehr mit seinen nicht vorhandenen hellseherischen Fähigkeiten beschäftigt gewesen. Kaum hatte er das Rufen verloren und sich zu der Stimme umgedreht, musste er sich noch einmal umdrehen, denn jemand statt in Null Komma Nichts hinter ihm. Ein Jemand, den er tatsächlich kannte, aber schon ewig nicht mehr gesehen hatte. "Kohaku?!", rief er erstaunt aus und blickte zu dem kurz gewachsenen Mädchen herunter. Der Hauch eines Rotschimmers war kurz auf seinen Wangen erkennbar, weil er ganz vergessen hatte, wie niedlich die Kleine gewesen war. Es verpuffte jedoch sofort, als Doug erkannte, dass die Grünhaarige ihm nicht in heller Freude entgegen gerannt, sondern zu einem wimmernden, weinenden Häuflein zusammengesunken war. Der Zwerg warf einen kurzen, fragenden Blick hoch zu Dylas. Was sollte ihr denn auf einem Fest wie diesem denn geschehen sein? Nun... so gesehen, wäre es nicht das erste Mal, dass er erlebte, das Feierlichkeiten im Chaos endeten, aber alles in allem schien das hier noch nicht den Anschein zu haben. Vielleicht hatte sie sich auch nur an einem der Monster verschreckt, die hier gehalten wurden? "Hey hey, jetzt mal ganz ruhig, was ist denn los?", fragte Doug sie schließlich. Der Zwerg war so auf das Mädchen fokussiert, dass er die dunkle Gestalt, vor derer sie weggelaufen war, nicht ausmachte. Ob Dylas in der Zwischenzeit etwas aufgefallen war?

    [Antoinette] & Wayne | kommt an

    aber mit kurzer Bluse es ist immerhin fucking Sommer



    Der Bus schlängelte sich eine halbe Ewigkeit durch die einsamen Landstraßen, raus aus der Stadt, rein in die weite Unbekannte. Obwohl der jungen Dame die in dem fast leeren Bus saß, ebenjene Unbekannte doch schon relativ vertraut war. Ihrer kleinen Größe zum Trotz wirkte sie recht voll beladen - es mochte an der großen Kuchenform liegen, die sie auf ihrem Schoß abgestellt hatte oder aber der überdimensionalen Handtasche, die mit ihrer ungewöhnlichen Form auffiel. Dabei hatte sie jene ganz bewusst gewählt, denn so passten die Pralinen samt gut platzierter Kühlakkus hinein! Dem Anlass angemessen hatte sich die zierliche Frau ausnahmsweise auch für kein üppiges Kleid entschieden - was jedoch dazu führte, dass sie sich nicht so selbstsicher fühlte wie üblich. Korrektur! Unsicherheit war der Dame große Schwäche, doch mit ihrer selbst gewählten Mode, gelang es ihr sich zumindest selbstbewusster zu geben, als sie sich eigentlich fühlte. Aber sie hatte ein Versprechen gemacht und war gewillt es zu halten, wenn auch nur dieses eine Mal. Auch aus diesem Grund hatte sie nicht die Schuhe gewählt, die eigentlich zu dem Outfit passen, sondern ein flacheres, dezenteres Paar - Schnürstiefel wollte sie sich bei den Temperaturen dann doch nicht antun, wenngleich sie auch damit geliebäugelt hatte. Im Bus war es tatsächlich klimatisiert, während es die kurvigen Straßen Richtung Sternbach ging. Kaum kam das kleine Dorf in Sichtweite begann das Herz der Dame schneller zu schlagen, als wüsste es genau, dass es der Begegnung nicht gewachsen war und sich dennoch schier darauf freute. Schließlich hielten sie in der Nähe der Tankstelle, mit der einzigen Bushaltestelle im gesamten Örtlein - und er wartete bereits.

    "Hi.", begrüßte Antoinette den jungen Mann der dort stand schüchtern, während der Bus wieder Gas gab. Sie wusste überhaupt nicht recht wie sie sich plötzlich ihm gegenüber verhalten sollte. Wann war es nur kompliziert geworden - oder machte sie es nur dazu? Wäre es zu viel ihn zur Begrüßung zu küssen? Aber eine Umarmung sei doch gewiss das Mindeste? Ein wenig war sie froh, dass ihr die Entscheidung abgenommen wurde - immerhin hielt sie noch den Behälter mit den Kuchen mit beiden Händen fest und damit umarmte und küsste es sich bekanntlich eher umständlich. "Ich hab noch was mitgebracht.", erklärte sie daher überflüssigerweise, als ob das nicht offensichtlich wäre. Aber hey, es war ein Anfang! Irgendwie würde der Tag schon werden, o-oder nicht?!

    [Marlin] & Kaya | auf der Suche nach dem Bauern



    "Hast du noch nie 'ne Farm gesehen oder was?", brummte er, als das Mädel freimütig erzählte, was sie hier suchte. Gemüsefelder waren ja auch so spannend. Aber so war das mit den Stadtkindern - sofern sie denn aus Riverport kam - die waren auch der Ansicht, Kühe seien lila. "Musst du nicht zurück in die Schule oder so?", entgegnete er, ohne auf ihre Gegenfrage einzugehen. Sofern sie den Besitzer auch nicht kannte, war sie nutzlos für ihn. Marlin würdigte ihr keinen weiteren Blick, sondern wandte sich zum Gehen weiterhin auf der Suche nach dem Kerl, den dieser Hof wohl gehören musste. Verwaist war er sicher nicht, dafür waren die Felder doch viel zu gut gepflegt. Ob hier viele Leute arbeiteten?

    [Cinnamon] & Joe



    Cinnamon hatte sich schon auf eine originelle Geschichte seitens ihres Kumpanen gefreut, doch er lenkte - natürlich - vom Thema ab. Die Fischerin war schon drauf und dran, darauf zu bestehen, ihn nicht in seine Ausflüchte zu lassen, doch Joe war derart bestimmt in seinen Reden, dass die Brillenträgerin sich mit einem Schmunzeln zufrieden gab. Sein Gegenvorschlag überraschte sie jedoch. "Was, willst du wissen, ob du tatsächlich zum großen Krieger geboren bist?", entgegnete sie leicht spöttisch, jedoch keinesfalls böswillig. Damit überging sie jedoch nur ihre eigene Unsicherheit beim Thema Zukunft - nämlich, dass sie sich in ihrer Richtung oder die Fußstapfen vor ihr, auf die sie zu blicken hatte, nicht besonders wohl fühlte. Aber das wollte sie dem schlaksigen Kerl sicher nicht auf die Nase binden. Über Ängste und Sorgen zu reden, nein, dafür kannten sie sich dann wahrlich noch nicht lang genug! Oder waren betrunken genug... "Stärken wir uns besser davor, ich hab Hunger.", erklärte sie daher um nun selbst abzulenken und hakte sich dreist bei Joe unter, um ihn so in eine andere Richtung als der Wahrsagerzelte zu bugsieren. Hunger hatte sie eigentlich nicht wirklich, aber wenn sie mit dem Trinken mithalten wollte, brauchte sie auf jeden Fall eine gute Grundlage. "Ich hab Lust auf gebratenen Fisch!" Der Duft der ihnen entgegenströmte war tatsächlich himmlisch und niemand dürfte es wundern, dass die Anglerin eine Vorliebe für Fischgerichte hatte. Da musste Joe jetzt durch, ob er wollte oder nicht!


    [Doug] & Dylas



    Dylas war schon am Weitergehen, als Doug ihn nochmal aufhielt. "Hey, du musst mir schon die Gelegenheit geben mich als großer Hellseher zu beweisen!", meinte er, da das Kanickel ihm einfach den Rücken zugekehrt hatte. Sowas! Der Zwerg griff nach der rechten Hand seines Gefährten und machte einige, hoffentlich eindrucksvoll klingende "Hmmh"-s und "Oooh"-s und "Aaah"-s. "Ich sehe...", begann der Rotschopf dramatisch, als er mit seiner Hand über die Handinnenfläche von Dylas fuhr - no homo und so. "Das du einen neuen Freund gefunden hast, den du häufig zum Essen einladen wirst. Außerdem wird auch Karottenkuchen weiterhin deinen Weg kreuzen." Zufrieden mit sich, machte Doug einen Schritt zurück, stemmte die Hände in die Hüften und grinste das Pferdegesicht an. "Na, überzeugt?", meinte der Zwerg, "Für ein bisschen mehr Drama ist der Griiiiimm bestimmt auch nicht weit weg.", lachte er, ohne es wirklich ernst damit zu meinen.

    Oooh Anne, die Idee ist toll! Auch... wenn ich keine Ahnung von den Spielen habe, will ichs trotzdem mal versuchen!


    1)

    Lieblingsgeschenke

    - Kuchen (!!)

    - Kakako oder Tee

    - Edelsteine

    - Kräuter


    ungeliebte Geschenke

    - Kaffee

    - Eier oder Kuhmilch

    - Schmuck

    - Alkohol


    2)

    Ein Haus mitten im Wald!! heartpink


    ich würde mich gerne hoch in den Bergen aufhalten oder bei Getreidefeldern


    3)

    ein paar mal, definitiv ein paar mal reicht, werd net zu aufdringlich, Anwärter*in!

    ... ziehe nicht umsonst alleine und einsam mitten in den Wald


    4)
    Dazu kenn ich die bestehenden Spielfiguren ehrlich gesagt zu schlecht xD Vielleicht wäre ich gerne die Exzentrische oder eben die seltsame Hexe aus dem Wald XD



    Falls es ingame ein Hängematten-Feature gibt, gäb's das bei mir, da kann sich dier Spieler*in dann ausruhen oder so xD