Der Wachposten

  • Die Mauer, welche die Stadt Trampoli von den umgebenden Monsterarealen abtrennt, entstand vor nicht allzu langer Zeit. Niemand weiß wer oder was die Monster damals in eine derartige Unruhe versetzt hatte aber dies hatte zur Folge, dass sie Trampoli angriffen und die damals ungeschützte Stadt in Schutt und Asche legten. Durch dieses tragische Ereignis wurde die Einwohnerzahl auf ein Minimum reduziert. Es dauerte lange den entstandenen Schaden wieder auszugleichen und die Stadt wieder aufzubauen und ihr ihren alten Glanz zu verleihen. Alle Dorfbewohner halfen zusammen und unterstützten sich gegenseitig. Um einem erneuten Angriff vorzubeugen, errichtete man die Mauer. Seit diesem Tag dient sie dazu, die Stadt vom Dämmerwald und deren Monstern abzugrenzen, damit sich das Ereignis nicht wiederholt. In die stabile Mauer ist eine ebenso schwer zu durchdringendes Tor eingearbeitet, welches dazu dient Händlern, Hilfsbedürftigen und anderen freundlichen Besuchern Einlass zu gewähren. Um das Tor zu öffnen muss auf der anderen Seite der Mauer ein gut ausgedachter Mechanismus in Gang gesetzt werden. Selbstverständlich ist die gewaltige Mauer nicht unbewacht. Brodik ist hier gemeinsam mit den Geschwistern Forte und Kiel für Ordnung und Sicherheit in Trampoli verantwortlich. Auch Camus zog hier ein, nachdem er dank Astor's fehlgeleitetem Ritual wieder mit einem Leben beschenkt wurde. Es muss selbstverständlich genauestens überprüft werden, wem Eintritt in die Stadt gewährt wird und wem nicht. Diese Penibilität ist von äußerster Wichtigkeit um den Frieden innerhlab der Stadtmauern zu wahren. Der kleinste Fehler könnte gewaltige Folgen nach sich ziehen. Selbstverständlich wurde dafür gesorgt, dass die drei Beschützer der Stadt auch ein Dach über den Kopf haben. Direkt an der Mauer, schließt ein kleines Häuschen an. Es ist nicht sonderlich schick eingerichtet aber jeder hat sein eigenes Zimmer, in welches er sich zurückziehen kann. Außerdem stehen Brodik, Forte und Kiel noch ein Gemeinschaftsraum sowie die nötigen Räumlichkeiten wie Küche usw. zur Verfügung. Es kommt ziemlich selten vor, dass sich alle drei gleichzeitig in ihrer Behausung aufhalten, da mindestens einer stehts auf der Mauer patrouilliert.


  • Immer wieder hatte Leo sich umgedreht um den Verbleib Jeremys zu hinterfragen doch der Magier war nicht wieder aufgetaucht. Das Gebrüll der Löwen war nach einigen Minuten des Fußmarsches verstummt doch der Schmied war sich nicht sicher ob das ein gutes Zeichen sein sollte. War das Gebrüll verstummt weil die Monster tot waren oder war das Gebrüll verstummt weil niemand mehr da war der sie in Aufregung versetzt hatte? Dem alten Mann entwich ein Seufzer. Jeremy du Volltrottel…
    Das Tröten eines Horns ertönte als die Gruppe Überlebender an den Mauern Tramplis angekommen waren. Die Rettung war in Sichtweite. Sie hatten es geschafft. Viel weiter hätten ihre Beine sie nicht mehr tragen können. Das Gewicht der Verletzten lastete schwer auf ihren Schultern. Die Menschen hatten Hunger und Durst. Ihre Wunden mussten versorgt werden bevor sie sich entzündeten. Hoffnung war in den Augen der Menschen zu sehen. Ein Anblick den man sich vor einigen Minuten nicht vorstellen hätte können. Ein Anblick der unerreichbar schien. Leo beschleunigte seine Schritte und die Überlebenden taten es ihm gleich. Der Schmied trat an den Wachposten heran um ihm die Situation zu schildern, welcher anschließend sofort die Tore öffnete um ihnen Einlass zu gewähren. In jüngster Zeit wurde Trampoli ebenfalls von Monstern überrannt und seitdem war die Stadt vom Wald durch eine Mauer getrennt, welche von den Überlebenden erbaut wurde. Am Tor waren stets Wachposten positioniert um etwaigen Hilfsbedürftigen Einlass zu gewähren und um einen Angriff durch Monster abzuwehren. Da sich die Anzahl der Einwohner von Trampoli sehr gering hält wurde den Überlebenden au Alvarna angeboten sich hier niederzulassen und sich ein neues Leben aufzubauen.

  • Lange hätten Lynns Beine sie wirklich nicht mehr getragen. Zum Glück wurde sie nicht ohmächtig, und sie war froh, endlich aus dem großen Wald zu sein. Er erscheinte ja schließlich undendlich lang zu sein, doch das stimmte nicht. "Danke, Mei... Ohne dich hätte ich das nie überlebt.", sagte Lynette zu ihrer
    neuen Freundin Mei. Lynn hatte Kopfschmerzen, und auch sonst tat ihr alles weh. Lynn sah sich am Wachposten um, und es hier wohl zu einer neuen Stadt ging. Lynette wird Alvarna sicher vermissen, keine Frage... Doch DIESEN Wald wird sie mit sicherheit niewieder durchqueren. Egal ob freiwillig, oder nicht! Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt... Als Lynette diesen Satz in den Gedanken hatte, musste sie trotz der miesen Laune, und der Schmerzen Grinsen: Die Hoffnung wäre also erst gestorben, wenn alle Einwohner Alvarnas tot wären... Und das wäre spät! Lynn lies Meis Schulter los, da sie dachte, nun alleine laufen zu können, doch zu früh gefreut. Sofort klammerte sie sich wieder an Mei, und wartete einfach. Sie wusste nicht auf was, und trotz tat sie es.

  • Endlich hatten sie eine neue Stadt ereicht. ,,Wow'' entwich es ihr ,,Ist das schön hier'' ,,Und natürlich ist es schön das wir aus dem Wald raus sind'' sagte sie schnell. Sie setzte sich auf einen Stein der da stand und sonnte sich. Sie stand wieder auf und ging auf zwei Mädchen zu und gesellte sich zu ihnen. ,,Habt ihr geglaubt das wir da wieder rauskommen ?'' fragte sie, und nickte zum Wald.

  • Endlich waren sie doch aus diesem Furchtbaren Wald draußen.
    Für die beiden Mädchen war es sehr Schwer gewesen so lang zu laufen, da Lynn verletzt war und Mei sie Stützen musste.
    Mei lächelte "Du musst dich nicht bedanken… Es war doch klar da wir alle zusammen halten mussten hätte das wohl jeder getan!" das Mädchen grinste Lynn an.
    Als ihre neue Freundin sich vorsichtig von Mei's Schulter lösen wollte kippte sie auch schon gleich wieder auf sie drauf.
    "Sobald wir Zeit haben gehen wir zu irgendeiner Klinik! Deine Wunden müssen geheilt werden." sie hoffte das es Lynn schnell besser ging.
    "Kopfschmerzen? Kein Wunder nach alle dem." sie guckte zu Lynn.
    "Wenigstens bin ich einfach so froh endlich aus diesem Wald raus zu sein!" sagte die Schwarzhaarige und schaute sich um.
    Dann lächelte sie erschöpft und verdreckt aber dennoch unglaublich Glücklich und sagte:" So wie ich sehe sind alle noch am leben!"


    Auf einmal kam ein Nett aussehendes Mädchen zu ihnen.
    "Oh ja wir waren schon verzweifelt!" sagte sie hastig und guckte zu Lynn.

  • Tief atmete Lara ein als sie den Wachtposten erblickte. Es war vorbei! Endlich. Voller Freude stammelte Lara nur: "Wir..wir haben es geschafft..wir haben es geschafft.." Azel hatte Recht. Sie waren noch am Leben. Gott sei Dank. Immer näher kamen sie nun diesem Ort. Er war voller Freude. Man merkte dass auch alle Anderen nun aufatmeten. Seufzter machten ihre Runden und auch Lara wollte nur mehr das Glück dieses Ortes genießen. "Wir sind endlich am Ziel."
    Die Bewohner des neuen Ortes, Trampoli, ließen sie hier leben. Die Großzügigkeit dieser Menschen überraschte Lara. Sie dachte daran, wie wunderschön dieser Ort ist. Diese Menschen waren wohl etwas besonderes.
    Lara spürte Schmerzen in ihren Beinen. Sie wusste dass diese heute so viel gelaufen waren, dass sie erst einmal ein paar Tage Ruhe brauchte. Hoffentlich fanden sie diese hier. Lara wandte sich an Azel. "Lass uns..uns wo hinsetzen." Sie zeigte auf einen sonnenbelichteten Stein. Dieser würde wohl groß für sie Beide sein. "Nur einen Moment..bitte."

  • "Hoffentlich gibt es hier auch eine Klinik, oder so...", murmelte Lynette. "... Wie der neue Ort wohl heißt?", fragte sie sich laut, und plötzlich ein kurzhaariges Mädchen, auf Mei und Lynn zukam. "Carmen...?" Lynn musterte das Mädchen, dass sich als Carmen vorstellte. Lynn drehte sich wieder kurz zu Mei, und sah sie traurig an. "Nicht alle haben es überlebt... Ich glaube... T-Tabatha ist... tot...", sagte sie leise.

  • Mei hörte zu was Lynn sagte doch dann blieb sie Stocksteif stehen.
    "W-was?! T-Tabatha ist T-tot?" Mei konnte es nicht Glauben. Sie hatte doch das nette Mädchen Grade erst kennengelernt und jetzt war sie schon…
    Mei guckte Traurig in die Runde konnte aber Tabatha nicht endecken.
    Dann guckte sie leicht nervös wieder zu Lynn und Carmen.

  • Ray war leicht perplex von der ganzen Situation. Er schaute sich um, das neue Dorf in welches sie flüchten konnten hatte relativ wenige Bewohner.
    Der silberhaarige Junge schaute sich um. Überall traurige Gesichter und beschlagene Menschen. Alle hatten etwas verloren.
    Und er? Er wusste es nicht. Er hatte ja nichts was er besaß. Traurig schaute er nach Personen die er vielleicht wiedererkennen konnte.
    Oder ihn wiedererkannten?

  • "Ich fürchte schon. Aber wir müssen damit Leben können, Mei. Hier sind ja schließlich neue Leute, und da werden wir auch Freunde finden.", sagte Lynette tapfer, und guckte nochmal die Fremde Carmen an.
    "Es sind bestimmt noch mehr ums Leben gekommen, aber die kennen wir halt nicht.", sagte Lynn zu Mei.
    "Habt... ihr euch eigentlich verletzt...?", fragte Lynn Mei und Carmen. Es juckte ihr an der Stirn, doch da war schon eine Wunde, voll mit Blut, wo Lynn nicht rein fassen konnte.

  • Post #12


    »Und wie ich das will!«, grinste der Arbeitslose, hüpfte ein wenig von Fuß zu Fuß, schlug mit dem Stock übend die Luft, wandte den Blick dabei nicht von den Ungeheuern ab. Das Motto jenen Momentes hieß auf jeden all " Jetzt oder nie!", immerhin war ungewiss, ob das Grüppchen je wieder die Chance bekommen würde, wirkungsvoll gegen die Bestien anzukommen! Für wenige Augenblicke sank man das Haupt, ein glasiger Blick bildete sich, dominierte kurzzeitig. Er... Er wollte doch ein Held sein, oder?! Doch ebenjener Tag hatte ihm einen auffälligen, schwarzen Strich durch die Rechnung gezogen, der Tag, an dem der Herr endlich einmal begriff, wie unglaublich nutzlos er war - Welch' eine große Last er doch für die tapferen Kämpfer war. Und jetzt... Jetzt bot sich jene Möglichkeit. Der Weg öffnete sich. Auch wenn es nur ein kleines bisschen war, so konnte der Möchtegernheld wenigstens versuchen sich zu verändern, ein wenig hilfreicher zu sein - Sei es auch nur ein kleiner, unmerkbarer Kratzer, den man einem der Löwen zufügte, sei es auch nur ein winzig kleiner Kratzer... Allerdings schaffte der Braunhaarige es nicht einmal soweit, nicht einmal einen Schritt konnte man tätigen - Die Ereignisse überschlugen sich wie so oft an jenem Tag. Zwei alte Greise, welche zwar die ganze Zeit über anwesend waren, sich jedoch nicht bemühten jenen Albtraum zu beenden, traten hervor, um nun das zu vollrichten, was sie vorher nicht wagten..? Einer von ihnen, wie es schien, war es der Schmied, ließ die Überlebenden versammeln, verließ mit dem Wanderzug das Gebiet in Richtung Lichtung, hinterließ den anderen Mann, der nun auf sich allein gestellt war.
    Die Zeit verstrich und mit ihrem langsamen Fortschreiten, verstummte auch das Gebrüll der beiden Ungetüme, sein Hallen verklung und nicht ein Anwesender würde wohl sagen können welchen Grund dies mit sich trug. Wenig. Ragunas Augenmerk glitt durch die Menge, die sich im Laufe des Tages radikal verkleinert hatte - Wie viele wohl ihr Leben ließen, die Augen schlossen und das für immer? Ein Blick genügte. Er reichte vollkommen, um sagen zu können, dass so manche Person Familie und Bekanntschaft verloren hatte, reicht um sagen zu können, dass ebenjene 24 Stunden schwarz wie die Nacht waren. Schnell wandte sich der junge Mann, ging sicher, dass Lucas noch in seiner Umgebung war, obgleich es doch sehr seltsam wäre wenn nicht, immerhin hatte das Blauauge den Gläubigen fast pausenlos verfolgt. Spielte das überhaupt noch eine Rolle? Statist "Ragunaman!", nein, nicht nur er, sie alle hatten irgendwo einen Teil zurückgelassen, genauso wie sie irgendwo allesamt einen Fehlversuch starteten - Fraglich, ob es in einer Parallelwelt anders über die Bühne glitt, ob es eine Dimension gab, in der das ganze Dorf unbeschadet aus dem schrecklichen Monsterangriff kam. Hmpf. Abermals widerwillig schüttelte der Herr sein Haupt, sein Gemüt betrübt, bei all den Gedanken, die er an einen hoffnungslosen, nicht existenten Weg verschwendete. /Wenigstens gibt es Überlebende.../ , sprach man sich schließlich selbst zu, bereit einen Schritt nach vorne zu nehmen, bereit in die neue Umwelt geworfen zu werden. Apropos neue Umwelt... Ein Zucken schlich sich von den kurzen Stelzen, genannt "Beine", über Hüft' und Brust, ehe das Braunhaar endgültig realisierte, dass der Trupp schon ein ganzes Stück hinter sich gebracht hatte und vor den Pforten einer anderen Stadt stand. »Seit wann sind wir...«, entkam rasch der Kehle, ließ den Herren mit ratlosem Ausdruck auf der Visage zurück. Wahrlich ein Blitzmerker, nicht wahr?

  • "Ja du hast recht." sagte Mei und versuchte tapfer zu gucken.
    "Ein bisschen verletzt bin ich schon. Einmal von dem Ork der dich angegriffen hat,also er hat mich zur Seite geschupst als ich dir helfen wollte, und sonst noch viele Schrammen und Wunden. Aber nix ernstes." sagte sie und guckte sich um.
    "Hoffentlich sind hier noch viele andere nette Leute." sagt Mei und Seufzt leicht.

  • Allem Anschein nach hatte Raguna ernsthaft vor seinen furchtbaren Plan in die Tat umzusetzen und es gab nichts, was Lucas dagegen hätte unternehmen können. Vielleicht sollte er sich einfach von dem Braunhaarigen entfernen und sich in Sicherheit begeben, damit die Löwen nur ihn zerfleischen und Lucas in Ruhe lassen würden. Aber zum Glück kam ihm einer der älteren Dorfbewohner zuvor und schaffte es mal wieder alle Anwesenden in Sicherheit zu bringen, vorerst zumindest. Lucas sollte dem Fremden später auf jeden Fall noch dafür danken. Aber er würde es sowieso wieder vergessen.


    Schließlich hatte die Gruppe einen Ausweg aus dem dunklen Wald gefunden, der sie an eine Art Wachposten geführt hatte. Der Blonde sah sich kurz um. Viele der Einwohner waren schwer verletzt, manche schienen sogar tot oder bewusstlos zu sein. Wahrlich kein schöner Anblick. Lucas selbst hatte nur einige Kratzer und wenige Risse in seiner Kleidung davongetragen und diese waren eigentlich auch nur von seinem Sturz gekommen. Es war ziemlich eindeutig zu sehen, wer sich von den Anwesenden ins Zeug gelegt hatte, und wer nicht. Der junge Herr befand sich eindeutig bei denen, die einfach nur feige rumgestanden hatten. Wieso konnte er also überleben, während einige tapferere Menschen ihr Leben lassen mussten? Das war nicht fair. Aber das gab dem Mann nur noch mehr Gründe, wieso er sich ab sofort mehr ins Zeug legen musste. Er musste immerhin etwas mit seinem geschenkten Leben anfangen.
    Das erste was er jetzt mit dieser neuen Erkenntnis machen würde, war nach Raguna zu suchen. Ohne ihn war der Möchtegern-Held doch verloren! Es dauerte auch nicht lange bis er den Braunhaarigen unweit von sich entdeckte. Es schien ihm relativ gut zu gehen. Erleichtert seufzte der Christ aus und ging dann auf ihn zu. »Wow«, begann er und stellte sich neben ihn. »Du bist echt unkaputtbar.«

  • Post #13


    Verdattert musterte er sein "Helferlein", blinzelte ein paar Mal und kehrte binnen weniger Sekunden zu seinem alten Ego zurück: Ein Zeigefinger stach in die Höhe, formte ein imaginäres Loch zwischen den flauschig aussehenden Wolken, während die andere Hand zur Fasut geballt an den eigenen Körper gehalten wurde. »Natürlich bin ich das!«, rief der Herr schließlich aus, legte den Kopf schief, wobei ein siegreiches Lächeln die Lippen umspielte. Falsch. Im Grunde war es nich, natürlich nicht, denn wer war schon unzerstörlich? Niemand. So auch Raguna, der - so gut es ging - mit der Linken über seinen eigenen Rücken fuhr, vor stechendem Schmerz einmal aufschrak. Und dabei hatte sich der Möchtegernheld noch nicht einmal wacker geschlagen, wurde er lediglich von einem schwächeren Luftzug fortgeweht und machte ungewollt Bekanntschaft mit einem Baumstumpf. Wahrlich heldenhaft! Allerdings hieß all dies nichts, vorerst konnte sich die Truppe in Sicherheit wiegen - Keine Bestie, kein Stein, der irgendeine hilflose Person anvisierte, nichts, noch nichts - und dies trug einzig dazu bei, dass der zuvor betrübte Arbeitslose sein Verhalten abänderte. Betrachtete man als fremder Beobaachter das Geschehen, ließe sich rein äußerlich das Massaker aus dem Film schneiden, immerhin schien für Außenstehende der Entschluss nützlicher zu werden bereits in Vergessenheit geraten zu sein. »Wie soll ich denn sonst andere beschützen?!« Abermals plusterte der Braunhaarige sich auf, schmückte sich unbemerkt mit den Federn anderer, drehte eine Runde um den blonden Gesprächspartner. Letzterer durfte nach der strengen Musterung nun auch noch einen weiteren, kräftigen Schlag auf die Rückseite aushalten, ein Schlag aus einer verwirrenden Art von Stolz entstanden. »Haha! Wenigstens kann ich dir in einer Sache zustimmen!«, begann Raguna wieder etwas übermütiger, versuchte dabei den schrecklichen Anblick, die Bilder verletzter, gar lebloser Körper zu vergessen und fasste seinem Gegenüber an die Schulter, klopfte ein wenig auf dieser. Neuanfang. Ob all dies einen erneuten Start ermöglichte? Sicherlich nicht. Verbindungen wurden teilweise endgültig gekappt, andere sind aus der Verzweiflung entstanden, gewachsen und wiederrum eine andere Gruppe blieb unverändert. Fraglich zu welchem Genre die Beziehung der beiden jungen Männer gezählt werden konnte oder war sie von Anfang an eine Klasse für sich? Erleichtertes Grinsen verwandelte sich in erfreutes Lachen, das kurzzeitig über einen mickrigen Bereich vor dem Wachposten hallte. Gewiss doch, niemand wusste wann und ob es ein Ende geben würde, befand man sich in guten Händen oder würden bald schon wieder Bestien über Dörfer herfallen und allerlei Lebewesen zerfleischen? Nein! Fort, fort mussten ebenjene pessimistischen Gedanken, fort von dem freudigen Lachen, welches ertönte, fort von all der Heiterkeit, die in der grauen Trauer erstrahlte! Aber alles verging. Früher oder später würden die ehemaligen Bewohner Alvernas von der Vergangenheit eingeholt werden, ein weiteres Mal von Monstern attackiert werden, so wie das hoffnungsvolle Gelächter durch die Finsternis erlosch, verklung. Das Blauauge rüttelte ein wenig an dem Blondchen, wechselte den Blick zwischen der neuen Bekanntschaft und der Ortschaft, »Was meinst du? Was für ein Platz das wohl ist?«

  • Zaid konnte kaum fassen, dass der Spuk für's Erste wirklich ein Ende haben sollte. Es war gewiss noch nicht vorbei, denn schließlich trieb der geheimnisvolle Mann namens Astor immer noch sein Unwesen. Der Blonde erschauderte kurz bei dem Gedanken, dass dieser die neue Stadt, an der sie nun angekommen waren, beobachtete. Er wird wiederkommen... und das wird sicher kein Spaß für alle Beteiligten. Bedrückt erkundigte er sich nach dem Ergehen seiner Bekannten und es kam raus: Sie waren die einzigen, die es aus dem Teufelsnest Alvarna geschafft hatten. Anders ausgedrückt, Ivan und Mana waren nicht mehr da. Schockzustand - da war die Hoffnung nach dem Überleben in diesem Höllenwald auf einen Schlag niedergestreckt. Zaid wusste nicht mehr, was er denken sollte. Nichtmal die Tatsache, dass Dorothy als Einzige überlebt hatte, konnte ihn trösten. Nein, er war zutiefst erschüttert und alles andere als ansprechbar. Selbst die Wunden und das Blut an seinem halben Oberkörper bemerkte der Blonde nicht mehr und trottete der Gruppe hinterher. Sein leerer Blick galt der Atmosphäre, die sich ihnen bot. Eine unscheinbar idyllische Ruhe strahlte diese Stadt aus. Am liebsten hätte er alles was Astor ihm an Leid zugefügt hatte, aus ihm herausgeprügelt, doch er war nicht da. Und was noch viel schlimmer für Zaid war... dieser Mistkerl war vermutlich auch noch stärker als er. Das war's dann wohl... hoffentlich sind die Beiden wenigstens zusammen in Frieden gestorben... Innerlich hatte er schon mit sich abgeschlossen, doch noch tiefer in seinem Herzen wusste er: Das Leben musste irgendwie weitergehen, sonst war diese ganze Flucht für die Katz. Anders gesehen war es aber auch zwecklos, hier rumzuhocken und ein schönes neues Leben anzufangen, wenn doch diese Gefahr über ihnen lauerte. Nein, so konnte es nicht weitergehen. Er fasste einen Entschluss und ging langsam auf Dorothy zu. "Dorothy, ich... ich werde für eine Weile weg gehen..." sagte er fest entschlossen mit einem ernsten Blick, ungeachtet dessen, dass seine Wunden eigentlich noch hätten behandelt werden müssen. Selbst wenn man ihn darauf aufmerksam machen würde, es wäre ihm wahrscheinlich eh egal gewesen.