Der Strand

  • Der Strand ist im Sommer ein vielbesuchter Ort. Zahlreiche Einwohner Trampolis besuchen ihn um sich ein wenig im Wasser abzukühlen, außergewöhnlichen Muscheln zu suchen oder ihre neueste Bademode zu präsentieren. Sollte man allerdings den Mut aufbringen und sich ins Meer wagen, ist es durchaus vorteilhaft sich eher mehr am Rande aufzuhalten, da die Chancen auf gefährliche Monster zu treffen mit jedem Schritt ins tiefe Wasser steigen. Der Sandstrand ist in den kälteren Monaten etwas weniger belebt als in den warmen Monaten des Jahres. Zu dieser Zeit eignet er sich also perfekt für diejenigen, die sich nach Ruhe sehnen und Zeit zum Nachdenken brauchen. An diesem Ort befindet sich außerdem ein öffentlich zugängliches Strandhaus, in welchem man all jene Dinge findet, die man zum Angeln und Schwimmen benötigt. Direkt neben dem kleinen Strandhaus befindet sich eine kleine Anlaufstelle für diverse Boote und etwaige Handelsschiffe. An der Anlaufstelle stehen einige Ruderboote zur Verfügung, für diejenigen, die es wagen das tosende Meer zu überqueren um auf der Pluvia-Insel wieder an Land zu gehen. Die Überfahrt ist keineswegs ungefährlich, denn in den Tiefen des Meeres lauern einige sehr gefährliche Monster, die nur darauf warten, ahnungslose Abenteurer in die Tiefe zu reißen. Am Strand findet man auch zwei kleine Häuschen. In einem der beiden bescheidenen Hütten wohnt Dylas. Sie ist klein und lediglich mit dem Allernötigsten eingerichtet. Die andere Hütte wird von dem Geschwisterpaar Carmen und Carlos bewohnt. Auch ihr Zuhause ist sehr bescheiden und lediglich mit rustikalen aber dennoch liebevollen Möbeln eingerichtet. Auch wenn es in dem kleinen Häuschen kaum möglich scheint, haben Beide ein eigenes Zimmer. Die sonstigen Räumlichkeiten werden von Beiden genutzt.



    Folgende Monster können auch bis zum Strand vordringen:


    Flugfische - Fondschildkröte

  • ~Carmen kommt an~
    Sie fand es schön hier, aber trotzdem war sie traurig weil, sie hatte grade eine neue Bekanntschaft geschlossen und jetzt wohnten sie sehr weit auseinander. ,,Ist es schön hier'' murmelte sie vor sich hin während sie weiter ging. Sie sah drei Hütten die am Bootsteg standen. Sie ging hin und sah das Namen drauf waren, sie ging die Namen durch bis sie ihren fand. Ihre kleine Hütte stand direkt an einer kleinen Düne mit Palme. Sie ging in die Hütte und sah sich um. In einer Ecke stand ihr Bett und daneben war ein schön geschnitzter Nachtisch der aussah wie ein Boot, darauf stand eine kleine Lampe. In einer anderen Ecke stand ein Schrank der schön nach frischen Holz roch. Daneben stand ein Spiegel der einen Rand aus Holz hatte. ,,so einen habbe ich ja noch nie gesehen'' staunte sie. Sie schaute sich um und indeckte einen zweiten Raum der durch eine Leinenwand verschlossen war. Sie ging hinein und sah sich um sie entdeckte eine Küche und einen Tisch. Dann sah sie eine Trennwand und ging hinter sie. Da war ein Schreibtisch und ein Ledersessel. Sie ging wieder in den anderen Raum und ließ sich ins Bett plumpsen.


    ~Carmen schläft ein~

  • ~Dylas erwacht nach langem Schlaf.
    Eine harte Nacht zierte das Gesicht des Silberhaarigen. Es war eine der wenigen Nächte nach dem großen, aber kurzen Monsterangriff, der sein Leben veränderte. Er streckte sich einmal ausgiebig und sah aus dem Fenster. Nichts zu sehen außer die Weiten des Meeres. Und wieder bricht ein trostloser Tag an... Er wusste nicht, was er überhaupt noch machen könnte. Es wirkte alles so sinnlos. Mit mühsamen und emotionslosen Schritten machte er sich auf zum Briefkasten in der Hoffnung, dieser würde ihm etwas neues geben. Und tatsächlich fand er Erstaunliches vor. Ein Brief von Wolkanon? Natürlich konnte er nicht anders als diesen sofort zu öffnen, schließlich kam es nicht oft vor, dass sich jemand bei ihm abseits der Stadt meldete. Auch nicht als seine Eltern noch lebten. Nach wenigen Augenblicken jedoch sollte sich herausstellen, dass dieser Brief alles andere als erfreulich sein dürfte. Es handelte sich bei diesem Brief offensichtlich um einen Appell an die Einwohner Trampolis, sich um die Überlebenden aus Alvarna zu kümmern. Dylas sollte gleich zwei davon bei sich aufnehmen. "Ich glaub ich spinne!! Ohne mich zu fragen, schleust dieser Mistkerl einfach jemanden bei mir ein!??!" Um der Sache auf den Grund zu gehen, machte er sich natürlich zum Rummel am Wachposten auf. Dies konnte er schließlich unmöglich auf sich sitzen lassen.
    Dylas verlässt den Strand in Richtung Wachposten~

  • Doug und Kohaku kommen an.~


    Kohaku begann schneller zu gehen als sie den Strand erblickte. Dann sah sie sich immer wieder um, mit der Angst sie würde zu schnell gehen, nur um sicher zu gehen dass Doug immer noch hinter ihr war. Erst jetzt fiel ihr ein dass Doug und sie auch miteinander reden hätten können, wäre sie nicht die ganze Zeit vorgelaufen. Sie blieb stehen und drehte sie um. "Wir sind da.", rief sie nach hinten und wartete dass Doug nachkam. Währenddessen sah sie sich ein wenig am Strand um. Er war leer, sie waren wohl die einzigen hier. Hm, wahrscheinlich waren alle in der Taverne. Kohaku fragte nun, was Margaret und Daria nun machten, aber eigentlich ging es sie ja nichts an. Aber sie war nun mal neugierig. Dann kam auch Doug und sie wandte sich ihm wieder zu.

  • "Ja", sagte Doug und sah sich den Strand an. Er war menschenleer und er genoss die Ruhe. Er hatte keine Lust, ruhelose Menschen um sich herum zu haben, die nach ›Spaß‹ und ›Abenteuer‹ drängten. Wie er es selbst gesagt hatte - er hatte davon genug in seinem Leben. Lächelnd besah sich der Rothaarige den Strand. "Es ist wunderschön hier", stellte er fest. "Es ist schade, dass ich bisher so selten hier war." Er sah Kohaku nach, wie sie herumlief. Im Gegensatz zu ihm wirkte sie lebendiger. Fröhlicher. Liebenswerter. Sie erstrahlt hell in diesen dunklen Zeiten, dachte er innerlich grinsend und ließ sich auf den Sand fallen. Ob der Monsterangriff immer noch beschäftigte? Hatte sie damals jemanden verloren? Kurz nach dem Drama hatte Doug sich von allen anderen isoliert. Er wollte niemanden hören oder sehen. Damals hatte den Rotschopf das Leben und diese Grausamkeit einfach nur angewidert.
    "Wo wohnst du eigentlich, Kohaku?", fragte er das Mädchen. Der Ladenbesitzer kannte von ihr ja nur ihren Namen. Gott, was hatte sie dazu geritten, mit ihm hierher zu gehen? Jeder andere aus diesem gottverdammten Dorf kannte sie besser als er!

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  • Es war wirklich angenehm Doug neben sich stehen zu haben, viel besser als die ganze Zeit vor ihm zu sein. Sie betrachtete ihn nochmal. Er war etwas größer als sie, deshalb musste sie zu ihm hinaufschauen um ihn ins Gesicht zu sehen. Dieses sah etwas verspannt aus, aber dies legte sich in Kohakus Augen gleich wieder als er zu reden begann.
    "Ja, du hast Recht!" Sie lachte ihn an. "Ja, wunderschön. Ich komme leider auch viel zu selten hier her." Ihre Augen wanderten zu dem glitzerndem Meer. Es war wirklich rießig. Wie lange würde man wohl brauchen um es zu überqueren? Als sie sich wieder zu Doug umdrehte schien dieser etwas in Gedanken versunken zu sein. Kohaku legte den Kopf schief. Hatte sie etwas falsch gemacht? Die Grünhaarige wollte gerade etwas sagen, da stellte Doug schon seine Frage. "Wo ich wohne? Ich wohne am großem Baum, ganz in der Nähe von hier." Kohaku hoffte nun dass er nicht genauer nachfragen würde, denn sie war nicht gerade heiß darauf jedem zu erzählen dass sie ein Schmetterling war. Denn momentan war nicht der beste Moment zu erwähnen dass sie eigentlich auch soetwas ähnliches wie ein Monster war. Zu oft hatte sie sich ausgemalt was passieren könnte wenn jemand, der schlechte Erfahrungen mit Monstern gemacht hatte, dies erfahren könnte. Andererseit würde ein guter Freund es früher oder späte sowieso erfahren. Außerdem war sie ja eigentlich ein Mensch, nur mit einer besonderen Eigenschaft. Wie eine Elfe. Meine Güte, diesmal war sie ziemlich abwesend gewesen. Warum hatte sie sich da bloß solche Sorgen gemacht?

  • Doug lies den weichen Sand durch seine Hand rieseln. Wieso waren an so einem wunderschönen Ort so wenig Menschen? Der Rothaarige hatte das noch nie verstanden, aber er beschwerte sich auch nicht. Immerhin konnte er so im Stillen die Landschaft genießen, ohne dass irgendwelche Gestalten meinten, ihm auf die Nerven zu gehen. Er sah Kohaku überrascht an, als sie erzählte, dass sie am großen Baum wohnen würde. "Dort wohnst du? Fühlst du dich da nicht manchmal einsam?" Der Ladenbesitzer genoss zwar sehr gern die Stille, doch konnte er es sich einfach nicht mehr vorstellen, ohne Rosetta und Danny dort zu leben. Seltsam, irgendwie brauchte er den Trubel, den die Beiden regelmäßig mit sich brachten. Er betrachtete ihre grauen Augen. Die Grünhaarige war wirklich ein sonderbares Ding und irgendwie fiel es ihm bei ihr sehr viel schwerer, ein Gesprächsthema zu finden als mit Daria. Woran das wohl lag..?

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  • "Einsam? Nein, eigentlich fühle ich mich nie einsam. Ich habe ja ganz viele Pfanzen um mich. Da bin ich sicher nicht einsam." Kohaku war sich nicht sicher wie es war mit einem Menschen zusammen wohnen, aber sie dachte nicht dass es einen großen Unterschied machen würde ob sie jetzt mit ihren Blumen oder einem Menschen redete. Obwohl, eine Sache war schon etwas anders. Denn die Pflanzen antworteten ihr nie.
    Als Kohakus Blick am Boden seine Runden machte entdeckte sie einen flachen Stein. Die Grünhaarige lächelte. Sie ging zu dem Stein und hob ihn auf. Dann drehte sie sich zu Doug um. "Sieh genau zu!" Dann holte das Mädchen weit aus und warf den Stein mit ihrer gesamten Kraft ins Meer. Die Kreise die er mit sich zog waren zuerst klein, wurden aber immer größer. "Sieht das nicht toll aus?" Sie lachte. "Probier du es doch auch mal!" Ihr Blick wanderte wieder auf den Boden. Steine waren hier zwar nicht selten, aber er musste schon die richtige Form haben. Schnell fand sie auch noch einen Stein, er war zwar ziemlich klein, aber Kohaku hoffte dennoch dass zumindest ein paar Kreise entehen würden. Den Stein drückte sie ihm in die Hand. "Los!"

  • Doug nickte. "Du denkst ziemlich positiv, Kohaku." Wenn der Rothaarige dort hätte leben müssen, er hätte es als einsam empfunden. Die Geräusche im Wald und diese Stille - er hätte es nicht ausgehalten. Der Tod seiner Eltern hätte ihn schlimmer verfolgt als je zuvor. "Ich könnte dort nicht leben", fügte er deshalb leise hinzu. Aber die Grünhaarige hörte ihm schon gar nicht mehr zu, worüber sich der Rotschopf ärgerte. Kann sie nicht einmal stehen bleiben und mit einem reden?, fragte er sich selbst und sah zu, wie sie im Sand einen glatten, flachen Stein fand und ihn auf das Wasser warf. Er hüpfte und hinterließ keine Ringe, wo der Stein das Wasser berührte. Wie kleine Wellen, grinste der Ladenbesitzer. "Ja, es sieht schön aus. Aber das soll ein Wurf gewesen sein? Kohaku, das kannst du doch besser!"
    Doch statt es noch einmal versuchen, drückte sie ihm einen Stein in die Hand und forderte ihn auf, es selbst zu versuchen. Doug seufzte. "Na gut", murmelte er und warf den Stein ebenfalls hinaus aufs Meer. Er hüpfte weiter als der Stein von Kohaku, aber er war ja auch stärker als sie und außerdem war er ein Elf, während sie ein zerbrechlicher Mensch war. "Ha! Das war weiter als deiner", grinste er trotzdem. Es fühlte sich gut an, diesen kleinen Sieg auszukosten. Er sah sein Gegenüber mit den unergründlichen grauen Augen und fragte: "Kohaku, von wem hast du das gelernt? Oder hast du dir das selbst beigebracht?" Er hoffte, so mehr über das Menschenmädchen zu erfahren.

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  • Positiv denken? Kohaku wusste im ersten Moment nicht was er meinte. Dann verstand sie dass es für Doug wohl eine ziemlich Belastung sein müsste dort zu wohnen. Warum wohl? Dies bestätigte sich als der Rothaarige sagte, dass er sich dort nicht wohlfühlen würde. Sie verstand es nicht, doch ihr Bauch sagte ihr dass sie nicht weiter nachfragen sollte.
    Es war gut Doug etwas fröhlicher zu sehen. Das Gehirn der Grünhaarigen war zwar etwas sprunghaft, aber manchmal hatte es eben auch etwas gutes. Nun war Doug dran. Er warf und - der Stein war viel schneller als der von ihr selbst. In Windeseile überholte er die Stelle an der Kohaku's Stein den Geist aufgegeben hatte und ging sogar noch weiter hinaus. Kohaku staunte nicht schlecht. "Wow, war das weit!", rief sie lachend. Er muss wohl ziemlich stark sein.. "Ja, diese Runde geht eindeutig an dich." Kohaku war zwar schon etwas enttäuscht dass Doug sie mit Leichtigkeit geschlagen hatte, aber traurig war sie deshalb überhaupt nicht. Es freute sie einfach dass sie mit Doug hier war und genoss die Zeit. Zwar kannten sie sich nicht besonders gut, aber sie wusste nun dass er hier nicht zu schlagen war.
    "Woher ich das kann?" Kohaku überlegte kurz, genau kann sie sich nicht mehr erinnern. Aber mit einer Sicherheit in ihrer Stimme begann sie zu sprechen. "Ich war ganz klein, als ich es zum ersten mal sah. Ich habe zwei kleine Kinder beobachtet, als ich wieder einmal allein am Strand war. Als sie dann weg waren, hab ich es auch versucht." Kohaku zuckte lächelnd mit den Schultern. "Ist leider keine große Geschichte."

  • Kohaku staunte nicht schlecht, als sein Stein den ihren überholte. Doug stimmte in ihr Lachen mit ein. "Leichtigkeit! Ich bin ja schließlich ein Elf." Nach kurzem Überlegen erzählte die Grünhaarige die Geschichte. Der Rothaarige war etwas enttäuscht, aber nicht sehr. Immerhin hatte er so etwas über sie erfahren. "Warst du früher oft allein?", bohrte er deshalb nach. Er wollte nicht, dass es wie ein Verhör klang. "Tut mir Leid. Ich will dich nicht aushorchen." Der Elf ging am Meer entlang und genoss es, wie das kühle Wasser seine Füße erreichte. "Es ist eines meiner Lieblingsorte", erzählte er ihr lächelnd. "Ich war früher mit meinen Eltern hier.." Seit dem Vorfall sprach er so gut wie nie über sie, aber er fühlte sich in ihrer Nähe einfach so wohl, dass er ihr von ihnen erzählen wollte. Jedenfalls das, was er im Augenblick konnte. Die guten Erinnerungen. Er spürte, dass Kohaku durchaus eine wertvolle Freundin werden konnte. Ähnlich wie Daria. "Du bist so klein, gehst aber trotzdem mit einer Leichtigkeit durch das Leben", grinste der Ladenbesitzer. Wahrscheinlich wurde sie oft für ihre Größe geneckt - wobei Doug selbst nicht gerade das war, was man ›groß‹ nennen konnte für einen Kerl.

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  • Ja, da hatte er Recht. Für einen Elf ist es wirklich ein Kinderspiel. Als Kohaku ihre "Geschichte" erzählte wirkte er etwas enttäuscht. Tja, sie hatte leider nichts zu Spannendes zu erzählen. Zumindest würde ihr auf der Stelle nichts einfallen was vielleicht beeindruckend war. Trotzdem fragte er weiter, was die Grünhaarige freute. Hier war jemand der wirklich interessiert an anderen Leuten war. "Ja, ich war immer allein." Diesmal überlegte sie nicht lange, und ohne ihr Lächeln zu verlieren sprach sie weiter. "Meine Eltern haben mich sehr früh verlassen. Sie hinterließen mir genug um mir ein Leben aufzubauen, und obwohl ich erst sieben Jahre alt war hatte ich keine Probleme mit dem Geld auszukommen." Sie lachte leise. Eigentlich war es nichts Schönes was sie berichtete, aber Kohaku war nicht traurig darüber. Die Jahre in denen sie weinend im Bett gelegen war waren schon lange vorbei. Sie hatte es schon lange überwunden dass sie ihren Eltern so egal gewesen war. Warum Doug sich nun entschuldigte verstand sie nicht. Er hatte doch nichts falsches gesagt. Zumindest wäre ihr Nichts aufgefallen. Dann erzählte Doug etwas von seinen Eltern. "Haben deine Eltern und du viel unternommen, also als du noch klein warst?" Da fiel ihr auf dass sie Doug's Eltern auch nur mehr in Erinnerung hatte als sie noch ein kleines Mädchen war. Hmm..waren sie auf Geschäftsreise? Muss wohl so sein, etwas anderes würde ihr momentan auch nicht einfallen.
    'Du bist so klein, gehst aber trotzdem mit einer Leichtigkeit durch das Leben.. Irgendwie war es seltsam, wie er es sagte. Sie lächelte immer noch, aber in ihrem Gehirn ratterte es. "M-M-Moment..klein?!" Pah, da hatte er Kohaku wohl ganz am falschem Fuß erwischt. zwar ärgerte es sie kaum, aber das "klein" konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. "Ich bin doch nicht klein!", rief sie nochmal und blies ihre Backen zu Pausbacken auf. Einen Moment später musste sie lachen. Es störte sie nicht wirklich, aber sie wollte mit der gespielten Beleidigkeit einfach mal Doug's Reaktion testen. "Entschuldigung..", begann sie immer noch leicht kichernd. Dann sah sie ihm direkt in die Augen. "Ich freue mich dass du das sagst.
    Einige Sekunden verstrichen und Kohaku brannte eine eine Frage auf der Zunge. Vielleicht war es etwas unhöflich, aber sie wollte sich nun nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen sonder endlich erfahren was geschehen war. Mit unschuldiger Stimme begann sie zu reden. "Sag mal..wo sind denn deine Eltern jetzt?"

  • Immer allein zu sein; was für ein trauriges Schicksal, dachte Doug und war entsetzt, als er die Geschichte von Kohaku hörte. Wie konnten Eltern nur so herzlos und ihre eigene Tochter so früh sich selbst zu überlassen?! War das eigene Kind für die Eltern nicht alles? Und obwohl sie kleiner war als er, war sie mental viel größer als er. Seine Eltern hatten ihn erst vor einem Jahr verlassen, während sie schon 10 Jahre oder mehr ohne ihre Eltern war. "Erinnerst.. du dich noch an sie?", fragte der Rothaarige. Er fand es unwahrscheinlich, denn die menschlichen Erinnerungen waren brüchig und mit der Zeit wurden die Erinnerungen immer blasser, bis der Mensch sie vollends vergaßen. Außerdem war die Grünhaarige damals noch sehr jung gewesen und dass sie sich an die Zeiten erinnerte, bevor sie sieben Jahre alt war - unwahrscheinlich. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen, hm? Er fand es traurig, dass Kohaku nie so etwas wie Familie kennengelernt hatte. Ein Platz, an dem man zurückkehren konnte und wo es Menschen gab, die einen immer freundlich empfingen, egal was man getan hatte. Kurz umarmte der Rotschopf die Kleine - freundschaftlich. Für ihn, der immer Liebe und Geborgenheit vertraut waren, waren Einsamkeit bis vor einem Jahr vollkommen fremd.
    "So etwas ist doch schrecklich, Kohaku!", brachte er schließlich heraus und löste sich von ihr. Seine Hände ruhten auf ihren Schultern. "Du solltest deswegen nicht lächeln, sondern traurig sein." Noch einmal umarmte er sie, bevor er sie gänzlich losließ. "Ich begreife das nicht..!" Aber es brachte nichts, nach dem ›Warum‹ zu fragen. Was geschehen war, war geschehen und es ließ sich leider nicht rückgängig machen. "Tut dir nicht manchmal das Herz weh, wenn du daran denkst, wie einsam du doch bist..?" Es war eigentlich eher eine rhetorische Frage. Der Ladenbesitzer erwartete keine Antwort von ihr. Oder eher: Er kannte sie schon.
    Schließlich fragte die Grauäugige, ob er früher einmal viel mit seinen Eltern unternommen hatte. "Ja", sagte der Rotschopf und setzte sich wieder in Bewegung. Er mochte es, mit ihr spazieren zu gehen, auch wenn er sie nicht verstehen konnte. Aber wahrscheinlich machte das der Unterschied, dass sie nun mal keine Elfe war. "Meine Eltern waren Menschen, die mich innig geliebt haben. Sie haben mir viele Sachen beigebracht und ohne sie wäre ich eben nicht der Kerl, der ich heute bin. Sie waren großartige Menschen." Auch dem Menschenmädchen musste es aufgefallen sein, dass er in der Vergangenheit sprach, aber Doug verlor kein weiteres Wort darüber.
    Die Grünhaarige musste immer zwei Schritte machen, wenn er einen machte. "Ja, du bist klein", wiederholte er grinsend und wuschelte ihr durch die Haare. "Ein kleiner Mensch. Fast wie ein Kind. Man könnte mich für deinen Vater halten - jedenfalls von Weitem." Es sah zu komisch aus, wie sie ihre Backen aufblähte und er lachte. Sie war im inneren wirklich noch ein Kind! Immer noch lachend schubste er Kohaku ins Wasser, sodass sie nass wurde. "Es sieht so lustig aus, wie du dich aufregst! Herrlich!" Die Atmosphäre war wieder lockerer geworden und der Rothaarige genoss es. Er konnte nicht sagen, dass er ein Meister der ernsten Gespräch war, doch dann fragte ihn Kohaku etwas, was beinahe sein Herz stehen lassen blieb. "Sie..", begann er, doch der Ladenbesitzer wusste fast im gleichen Augenblick, dass er es nicht aussprechen konnte. Dafür war es noch zu früh und Kohaku würde es ohnehin nicht verstehen. Daher besann er sich anders und setzte erneut an. "Ich will darüber nicht reden, Koha.." Mit diesen Worten, ging er weiter. Er wartete nicht auf die Kleine - nicht, nachdem sie mit so einem Thema angefangen hatte.

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  • Doug schien es wirklich traurig zu finden, dass Kohakus Eltern fort waren. Zumindest deutete Kohaku seine Reaktion so, aber mit seiner nächsten Frage bestätigte sich das sowieso. Die Art, so wie er sprach, die hatte sich ein wenig verändert. Eine Antwort, welche den Elf auch freuen würde, konnte die Grünhaarige ihm nicht geben. Fakt war: Sie konnte sich überhaupt nicht mehr erinnern. Sogar ihre Gesichter waren verschleiert wenn Kohaku an sie dachte. Das Einzige an das sie sich erinnerte waren ihre Stimmen. Deswegen schüttelte sie den Kopf. "Nur an ihre Stimmen." Doug sah nachdenklich aus, doch dann umarmte er sie. Huh? Sein Körper war ganz warm, als würde er glühen. Es war so angenehm ihn zu spüren. Doch Kohaku fragte sich mehr wieso er das tat. War es Mitleid? Sie war es gewohnt allein zu sein, deshalb war es für sie nicht schlimm. Der Anfang war zwar schwer, und bis sie es überwunden hatte verging viel Zeit, aber jetzt stand sie hier, also ging es ihr gut. Sie konnte einfach nicht traurig sein. Aber Doug..er war wohl anders groß geworden. "Weißt du..dank meiner Eltern bin ich groß und stark geworden. Ohne sie wäre ich immer noch klein und schwach. Darum danke ich ihnen, denn sie haben mich zu einer starken, jungen Frau gemacht." Sie lächelte, um ihn nochmal zu zeigen dass es ihr gut ging.
    Als er dann über seine Familie sprach wurde er ganz anders. Man merkte wirklich dass er seine Eltern liebte, und sie ihn, wie sich aus dem was er sagte schließen ließ. Auch seine Eltern hatte ihn gut erzogen, ihm viel beigebracht und ihm gezeigt wie das Leben ist. Vielleicht war es eine andere Art als die, die Kohaku bekommen hat, aber es war wahrscheinlich auch die Schönere.
    Wieder sagte Doug ihr dass sie klein war. Klein sein hatte viele Vorteile, man war viel flinker und kommt in jedes Versteck. Große Menschen und Elfen mussten sie schon bemühen. Wenn Doug sich in einer kleinen Höhle vor einem Monster verstecken wollte, müsste er sich viel kleiner machen als Kohaku. Kaum hatte sie dies fertig überdacht schubste er sie ins Wasser. Ungeschickte wie sie war verlor sie das Gleichgewicht und wurde klatschnass. "Hey!", rief sie spielerisch. Die Atmosphäre war wirklich herrlich, doch dann zerstörte die Grünhaarige alles, wie sie leider erst zu spät bemerkte. Mal wieder. Doug wirkte plötzlich ziemlich geknickt. Es war wirklich erdrückend. 'Ich will nicht darüber reden.. Doug ging plötzlich viel schneller und ging ohne auf sie zu warten ging er immer weiter. Sie lief ihm nach. Sie verstand zwar nicht warum, aber es gab einen Grund warum er ihr das nicht erzählen wollte. Kohaku wusste dass sie schuld war dass er nun so ging. Hätte sie doch nicht einfach unbedacht gesagt was sie dachte! Als sie dann leicht keuchend mit ihm wieder auf gleicher Höhe war sagte sie zunächst nichts. Seine Miene konnte sie nicht genau deuten, aber glücklich war er nicht. Schuldbewusst starrte sie auf den Boden. "Entschuldigung..ich hätte nicht fragen sollen..", sagte sie ganz leise, gerade so dass er es hören konnte. Sie sah ihn an. Hatte sie es damit kaputt gemacht?

  • ~Carmen und Persia kommen an~
    Carmen hatte extra aufgepasst das der Elf und die Grünhaarige sie nicht entdecken. Sie ging vorraus und Pia hinterher. Sie gingen zum Strandhaus wo es Angeln gab, aber da war niemand. Trotzdem nahm sich Carmen eine Angel und legte Münzen auf die Theke. ,,Komm" sagte sie zu Pia. ,,Soll ich dir erst mein Haus zeigen oder wollen wir erstmal Angeln ?" fragte sie.

  • Pia ging durch den feinen Sand und lächelte als sie das Meer sah. Ihre Haare wehten im samften Wind und das Meer rauschte in ihren Ohren.
    "Ich würde gerne erstmal dein Haus sehen." sagte sie und guckte sich kurz um. Weiter weg saßen da noch dieser Rothaarige Junge und das junge Mädchen mit den Grünen Haaren. Sonst war aber kein Mensch zu sehen. Pia fragte sich ob Carmen Grade an diesen Rothaarigen dachte. Oder ob sie ihn gerne mal treffen würde. Aber jetzt wollte sie nicht über sowas nachdenken und grinste wieder zu Carmen die schon langsam zum Haus ging.
    Das Mädchen guckte noch einmal zum Meer ~Es ist hier wirklich wundervoll!~ dachte sich die Rosahaarige und tapste durch den Sand in Richtung Haus.

  • ,,Ok, dann komm" forderte sie Pia auf.


    ~Im Haus angekommen~


    ,,Hier ist es schön oder ?" fragte sie.
    ,,Hinter dem Leinentuch ist die Küche und das Bad und hinter dem Teiler ist meine kleine "Oase"!".
    Sie ließ sich auf den Ledersessel plumpsen.

  • Persia ging Carmen hinterher und trat dann in das Haus.
    "Es ist wirklich schön! Es passt wirklich Total zu diesem Strand!" sagte sie und schaute sich etwas um.
    Sie ging kurz in die Küche, dann guckte sie kurz ins Badezimmer rein. Als sie dann wieder in dem Zimmer ankam wo Carmen drin war ging sie zu einem Stuhl und setzte sich auch hin.
    "Wie sieht denn diese 'Oase' aus?" Fragte das Mädchen grinsend und Strich ihr Jäckchen glatt.

  • ,,Naja, diese Oase sieht aus wie ein Nest aus vielen Kissen mit einem Ledersessel in der mitte der am Fenster steht und wenn ich aus dem Fenster gucke sehe ich die Düne" sagte sie und lachte.

  • "Klingt wirklich schön! Einfach gemütlich!" sagte Persia lachend und stand wieder auf. Sie dachte an kalte Wintertage wo Carmen sich in ihrer Oase verkricht und einen Warmen Kakao schlürft. ~Das wäre wirklich sehr gemütlich! Ich würde wahrscheinlich den ganzen Winter dort verbringen.~ Persia grinste bei diesem Gedanken. ~Naja ich kann mich aber auch in den Heißen Quellen entspannen. Oder einfach ins Badehaus gehen und dort ein paar Bahnen schwimmen.~.
    Das Mädchen guckte sich Noch einmal und ging auch kurz in Carmen's Oase. Dann ging sie wieder in das Zimmer wo sie schon am Anfang waren.