Die Taverne

  • Gaius & Tori


    Ein Versuch der Erklärung war es, der nun von Tori folgte. Wobei, konnte man diesen wirklich als solchen Bezeichnen? Als einen Versuch? Als eine Erklärung? Gaius verstand oft nicht, was aus einer Situation, aus einer Aktion abzuleiten war. Und so war es nicht verwunderlich, dass auch Toris Antwort ihn im Dunkeln ließ. Nicht, in jener Dunkelheit, welche ihn ihrer Meinung nach zu verschlingen drohte, lediglich jener, welche ihre Absichten und ihre Motivation für ihn unerklärlich ließ. Es war erneut dieser scheinheilige Gedanke, welcher sich in seinen Verstand schlich, diese Frage danach, was er bloß getan, was er bloß angerichtet hatte. In was für einen Bann er die Magd bloß gezogen hatte - ob dies nicht tatsächlich das Schlimmste war, was er je verursacht hatte. Uns beruhigen, huh..? Es frustrierte ihn ein wenig, in einer nicht bemerkbaren Art und Weise, diese Unwissenheit. Das ständige nicht Verstehen. Was er verstand, war, dass Tori nicht von ihm abließ, bei ihm blieb - trotz aller anderen Optionen, die möglicherweise im Raum gestanden hatten. Oder war dies bloß eine Scharade, eine aufgestellte Fassade, die ihrerseits gerade aufrecht zu erhalten galt? Würde sie verschwinden? Er sie gerade, am heutigen Tage, zum aller letzten Mal erblicken? Fürchtete sie sich in Wahrheit, war von ihm angewidert, versuchte bloß eine heile Welt vorzugaukeln, in der Angst, was passieren würde, täte sie dies nicht? Um die eigene Sicherheit zu gewährleisten und dann, später, klammheimlich zu verschwinden? Es war ironisch, dieses Misstrauen, dieser kurze Funke, der sich durch seinen Verstand bahnte - war es denn nun dieser, der ihn im Augenblick selbst anwiderte. Er war nur kurz gewesen, hatte nicht mal eine volle Sekunde angedauert - und dennoch. Wie konnte er dieser Frau auch nur jemals ansatzweise Misstrauen schenken? Ihre Absichten in Frage stellen? Doch es machte keinen Sinn, tat dies schon lange nicht mehr. Aber hatte es das nicht auch vor wenigen Stunden getan, kurz, bevor die beiden sich ihrer eigentlichen Gefühle bewusst geworden waren? Dies schien mit einem Mal so lange her, wie viel war eigentlich seither geschehen? Wie schnell hatte sich das Blatt mit einem Mal gewendet? War es überhaupt sinnvoll, nach einer Sinnhaftigkeit zu suchen, wo doch keine zu finden war? Es war ein kleines Schmunzeln, was über Gaius Lippen kam - unbewusst, fast schon überraschend. "Okay..", hörte er sich selbst sagen, noch ehe er eigentlich entschieden hatte, dass es denn tatsächlich so war. Okay? War es okay, dass sie sie beide zu beruhigen versuchte? Möglicherweise war dies die einfachste, die naheliegendste Antwort - dass es okay war, in jenem Moment zu verweilen. In jenem Moment, in welchem Tori ihn in den Armen hielt, bei ihm war, in jenem er ihren Duft so klar aufnehmen konnte, ihre unendliche Wärme so klar spürte. Wenn er keine Antwort wusste, konnte es dann wirklich so verkehrt sein, im hier und jetzt zu bleiben? Hier, wo die Bebrillte ihn und auch sich selbst zu beruhigen gedachte? Auch, wenn sein Hirn zu hinterfragen versuchte, was es zu bedeuten hatte, dass auch die Blonde nach Beruhigung suchte, mit ihren Worten eine Suche nach dieser preisgab. Gedanken, die zu verdrängen galten, um den Moment nicht zu verscheuchen, ihn nicht mit groben Armen von sich zu stoßen. Sie sprach weiter und erneut, da machten ihre Worte doch so wenig Sinn. Sinnlosigkeit in ihrer Entschuldigung - wieso entschuldigte sie sich bloß? Hatte Tori ihm je Unrecht getan? Je etwas Falsches? Es blieb nicht einmal bei einer Einzigen und eine Bitte folgte, jene, zu vergessen. Zu vergessen.. ja, was genau? Gaius Gedanken kreisten umher, er war sich nicht einmal mehr sicher, worüber sie sprachen. Was Tori genau meinte. Die Problematik schien mit einem Mal so fern und gleichzeitig so nah, dass sie von allen Seiten, von allen Ecken des Raumes zu spüren war. Zu vergessen.. war dies denn jemals so einfach? War dies denn jemals so schwer? Ihm war schwindelig und er konnte nicht sagen, wieso. Sinnhaftigkeit war etwas, was er nicht erlangen würde und etwas, wonach er am heutigen Tage gewiss auch nicht mehr strebte. Ruhe hatte sie versprochen - würde sie dieses Versprechen auch einhalten können? Gaius schloss sein Auge, auch dann, als Tori schon längst seine Hand ergriffen hatte und auch dann, als ihre zarten Finger über sein Gesicht streiften. Er lehnte seinen Kopf stattdessen an den ihren, tat dies erst dann, als er ihren Blick getroffen hatte und vergrub seinen Kopf in ihren langen, sanften Haaren, welche noch immer ungewohnt wild an ihr herunter hingen. "Ich weiß nicht... was du meinst..", gab er dann zu, vielleicht mehr Fragen aufwerfend, als beantwortend, "..aber es ist mir auch egal, solange du hier, bei mir bist." Warme Worte, verstrickt hinter einer egoistischen Aussage. Hatte es wirklich keine Bedeutung? War es tatsächlich egal? Gewiss nicht, doch er hatte sich entschieden. Sie wollte beruhigen und der Schmied war nicht der Mann, der ihr dabei ihm Wege stehen wollte. Er ließ sich bloß auf sie, auf sie ganz allein ein, schob alles andere für den Moment beiseite. War die Welt denn auch von Bedeutung, wenn die seine ihr gerade mit solch Engstirnigkeit festhielt, nicht daran denkend, ihn jemals los zulassen? Waren es nicht die seinen Vorfahren gewesen, die die Welt für sich allein haben wollten? Wer wäre dann also verwundert, wenn er es ihnen bei der eigenen gleich tat? War denn jemals etwas anderes von Bedeutung gewesen, als Tori? Eine Frage, über die er niemals nachdenken hätte müssen.

  • [Tori] & Gaius



    Ihr Herz pochte nach wie vor schnell und nervös in ihrer Brust, als sie schließlich die leise Antwort ihres Freundes vernahm. Okay. Okay? Eine Zustimmung auf ihre Frage? Oder etwa der Beginn einer Verkündigung, die er machen wollte, ein Entschluss auf den sie womöglich nicht vorbereitet war...? Voll Unsicherheit drehte sie langsam den Kopf so zu ihm, damit sie in sein Gesicht blicken konnte. Sie musste es sehen, was sich in seiner Mimik abspielte, doch selten war ihr diese so rätselhaft vorgekommen wie in diesem Moment.

    "Gaius...?", flüsterte sie. Ein Flehen um eine Erklärung. Er hatte das Auge geschlossen, lehnte seinen Kopf schließlich an den ihren, vergrub sein Gesicht in ihren Haaren. Tori atmete hörbar aus. Egal was in seinem Kopf gerade geschah, er stieß sie nicht weg. Er stieß sie nicht weg. Die darauffolgenden Worte ergaben längst keinen Sinn mehr für die junge Maid. Er wusste nicht was sie meinte? Aber...wie? Normalerweise würde sie in einer solchen Situation den Kern auf den Punkt bringen, eine Klärung anstreben, denn wie wenn nicht so konnte Verständnis gewonnen werden? Doch diesmal ließ sie nicht ihren Kopf entscheiden, sondern ihr Herz, welches ihr riet, nicht nachzubohren, keine Fragen zu stellen. Nicht jetzt. Nun musste sie eben einmal auch Unwissenheit akzeptieren. Gerade würde wohl sowieso nichts dabei rumkommen und gerade war ihr höchstes Ziel, dass es Gaius wieder besser ging. Sie schluckte. Dann wurden ihre Augen groß, als er seinen Satz zu Ende sprach.

    Es war nicht so, als hätte Gaius nie freundliche Worte des Lobes oder der Aufmunterung an sie verloren. Eher im Gegenteil war er der Einzige, der ihre verschiedenen Seiten anerkannte und anscheinend sogar zu schätzen wusste. Selbst die Fehlerhaften und jene, die Tori nicht wahrnahm. Doch in einem Moment wie diesem, in der die Angst, er möge sie von sich stoßen übermächtig gewesen war - nun zu hören er seie froh um ihre Anwesenheit, löste unsagbare Erleichterung in ihr auch und führte ihr die Furcht, die ihre Seele besetzt hatte, umso stärker vor Augen. "Natürlich.", wisperte sie, "Natürlich bin ich hier." Sie drückte seine Hand einmal fest. "Und du - du hast versprochen, du bleibst.", erinnerte sie ihn. Dabei lehnte sie ihren Oberkörper leicht zurück, sodass er von seiner verharrenden Position abweichen musste, um ihm so ins Gesicht blicken zu können. Keine Ausflüchte. Versprochen, nicht wahr?

  • Kiel bei Brodik und Barrett an einem der Tische

    Mit einem beherzten Seufzen ließ Kiel sich auf einen Stuhl an dem nächstbesten freien Tisch fallen. Froh darüber, endlich die Aufgabe erfüllt zu haben und den restlichen Tag zu entspannen. Dieser Ausflug hatte ihm mehr abverlangt, als ihm lieb war. Daher kam es dem Blondschopf nur allzu gelegen, dass Barrett sich um das Bier kümmerte. Dankend nahm er den Krug entgegen, prostete seinen Gefährten zu und nahm einen großen Schluck. Kühl und prickelnd rann es seine Kehle hinab und er schloss kurz die Augen. Der erste Schluck war immer am besten! Besonders viel Alkohol vertrug er auch nicht - leider. Ungern gab er das gegenüber sich selbst zu, noch viel weniger vor anderen. Aber es war besser lieber etwas weniger zu trinken, als am Ende völlig betrunken durch die Gegend zu torkeln. Auch wenn ihm das manchmal dennoch passierte. Denn was Kiel noch viel weniger leiden konnte, als betrunken und am Ende peinlich zu sein, war es, wenn sich jemand darüber amüsierte, dass er nur wenig trank und wie ein Schwächling dargestellt wurde. Für so etwas war er dann doch zu stolz.

    Barrett erkundigte sich nach dem Elefanten für den sie alle die Mission angenommen hatten. Während Kiel noch die Stirn darüber runzelte, weshalb man an soetwas nicht gerade Ungefährlichem teilnahm und den Sinn dafür nicht einmal vorher wusste, war Brodik schon dabei eine Antwort zu formulieren.

    Er lauschte, nickte zur Bestätigung. “Nicht zu vergessen die Menge an Futter und Wasser, die wir ständig besorgen müssen.”, ergänzte der Blondschopf schließlich noch und beendete den Satz mit einem leisen Stöhnen. “Du hast ja keine Ahnung wieviel so ein Elefant täglich in sich hinein schaufelt.” Hinzu kam noch, dass Forté schon ewig weg war und sie somit eine Hilfe weniger hatten. Zumindest fühlte es sich wie eine Ewigkeit an. Die Erwähnung ihres Namens verursachte einen unangenehmen Stich in seinem Herzen und die Sehnsucht wurde lauter. Es war schon eine ganze Weile her, dass Kiel so lange ohne seine Schwester auskommen musste. Und auch wenn er sie des Öfteren mal verfluchte, vermisste er sie doch sehr. Müde fuhr er sich durch die Haare und nahm noch einen Schluck aus seinem Bierkrug. “Hoffen wir einfach mal, dass der Trank bald fertig ist und helfen wird.” Ein Versuch seine Gedanken wieder auf das Gespräch zu lenken. Doch sein Kopf schweifte doch wieder zu Forté und nach einigen Minuten verspürte er den Drang seinen Gedanken etwas Luft zu verschaffen:” Sagt mal … habt ihr in letzter Zeit was von meiner Schwester gehört..?”, die Frage kam wohl dennoch etwas zögerlicher über seine Lippen, als gewollt. Er schätze Barrett nicht so ein, als würde er sich viel aus anderen Leuten machen, aber vielleicht hatte er ja dennoch etwas aufgeschnappt? Seine Hoffnung lang hier eigentlich mehr bei Brodik. Immerhin standen die beiden sich doch recht nahe - zu seinem Erstaunen. Aber das war eine andere Sache.

  • Gaius & Tori


    Natürlich. Natürlich würde sie bleiben. Sie sprach diese Worte so, als sei es selbstverständlich, auch, wenn sie ihre Worte nur leise, ganz, ganz leise über die Lippen brachte. War es denn so? So wirklich ganz und gar selbstverständlich? Er hatte seine Worte gesprochen, ohne groß zu überlegen - so, wie er es nun einmal an sich hatte, so, wie er es so oft tat. Erst im Nachhinein fiel es ihm auf, die tiefere Bedeutung, diese Aussage, die er eigentlich getroffen hatte. Alles war egal, solange sie hier, bei ihm war. Hatte er ihr somit eine Frage aufgeworfen, die es ihrerseits zu beantworten galt? Diese Bestätigung, dass sie wirklich an seiner Seite war, auch bleiben würde? Und das, das gerade - war die Antwort gewesen? Dass sie es wirklich, wirklich tun würde? Ein positives Gefühl, welches Gaius nicht beschreiben konnte machte sich in seinem Körper breit, es war keine Wärme, kein Glück per se, doch diese Antwort gab ihm mit Sicherheit etwas, was er wollte. Was genau dies war, wusste er nicht - doch diese Worte zu hören? Würde das nicht jeder tun, von dieser einen, wichtigen Person, die man doch so sehr.. liebte? Aber war es denn auch wirklich solch eine Art von Bestätigung gewesen - eine, die besagte, dass er sie niemals missen, sie niemals von seiner Seite weichen würde? Der Schmied öffnete das Auge, als Tori in Bewegung kam. Nicht ganz, denn auch sie bewegte sich nur mader, ein kleines Stück, ein kleines bisschen, nach hinten, sodass er nun automatisch in ihr Gesicht blickte. Ihre nächsten Worte irritierten. Er brauchte einige Sekunden, um sie in irgendeiner Weise aufzunehmen. Er hatte versprochen, dass er bleiben würde? War dies eine an ihn gerichtete Erinnerung? Wieso hatte sie sich dabei zurückgezogen? War dies eine Mahnung? Eine Anklage? Eine Warnung? Sich an sein Wort zu halten? Befürchtete sie, dass er es nicht tun würde? Dementsprechend also - verschwinden? Sie allein lassen? Doch das machte keinen Sinn, nicht? Warum sollte er denn verschwinden? Ah. Hatte er vor wenigen Stunden nicht noch gezögert, kurz, bevor er diesen Schwur gesprochen hatte? Weil er sich nicht sicher gewesen war, ob er ihn tatsächlich halten konnte? Hatte er nicht sogar mit dem Gedanken gespielt es wirklich zu tun? Zu verschwinden? Also war sie doch begründet, diese Sorge. Wie auch immer ihre Worte gemeint gewesen waren - sie machten mit absoluter Gewissheit Sinn und es war nur logisch, sie erneut zu thematisieren. Aber es war schwierig, darauf zu antworten. Es war anstrengend, oh, es war wirklich, wirklich anstrengend. Darüber nachzudenken, diese Frage wahrheitsgetreu zu beantworten, sich vorher ihrer Tragweite bewusst zu werden und sie durchzukauen, zu durchdenken - es war gerade wirklich, wirklich schwierig. Gaius bevorzugte leichte Frage - eben jene, wo er nicht über eine Antwort nachdenken musste. Wo er bereits eine Idee, eine Grundlage zu hatte oder aber einfach aus Gefühl heraus drauf antworten konnte. War es also nicht fast schon ein wenig genau gerade jetzt so etwas von ihm abzuverlangen? Der Mann war müde, wirklich müde - dabei hatte er doch eben erst noch geschlafen. Sein Kopf kreiste noch immer so, wie seine Gedanken. In welcher Stadt befanden sie sich gerade eigentlich? In welchem Ort? Es war nicht die seine Schmiede, soviel konnte er sagen - aber ansonsten? Er erinnerte sich nicht ganz. Wie lange war es nun her, dass sie getanzt hatten? Die Bilder in seinem Kopf schienen verschwommen, weit, weit weg. "Mhm..", brachte er schließlich mühsam hervor, nicht in der Lage, seine Position gerade besser auszudrücken, in irgendwelche verständlicheren Worte zu fassen. Es war sinnig nachzuhacken, aber er hatte bereits sein Wort gegeben. Und Gaius war doch ein Zwerg, der zu seinem Wort stand. Oder war er das etwa nicht? Nein, das stimmte nicht - Worte hatten für ihn Bedeutung, genauso wie Taten - und einen Schwur, ein Versprechen - ein solches würde er niemals brechen. Aber was, wenn seine damaligen Sorten sich in eine Realität wandeln würden? Er konnte sich nicht mehr genau daran erinnern, was seine Sorgen gewesen waren, sie waren so verschwommen wie der Rest seines Innenlebens, genauso verschwommen wie es die seine Umgebung war, aber das Gefühl, dass ihm sagte, unter egal welchen Umständen zu bleiben - es blieb ungut, fühlte sich falsch, fühlte sich dreckig an. Es musste einen Grund für diese Gefühle geben, aber dem Einäugigen fehlte die Kraft und der Wille, sie gerade willentlich zu betrachten, zu untersuchen, ihnen auf den Grund zu gehen. Wäre es dennoch nicht egoistisch von ihm an seinen Worten, seinem Versprechen festzuhalten, selbst dann noch, wenn seine Sorgen sich in die Tat umsetzen sollten? Wäre es dann nicht logischer, sein Versprechen zu brechen? Zu verschwinden? Aber er war doch ein Mann, der zu seinem Wort stand? Aber würde zu seinem Wort zu stehen, egal welche Konsequenzen dies hatte, vor allem dies für Tori haben könnte, wiederum nicht ein Beweis dafür, was für eine furchtbare Idee es wäre, mit der Magd zusammen zu kommen? Zusammen zu bleiben? Selbst dann, wenn sie von seiner Präsenz Schaden erleiden würde? Egal welche Option - sie schien falsch, kompliziert, unlogisch. Machte er dann noch einen gewichtigen Unterschied, für welche von jenen er sich entschied? Entscheidungen waren anstrengend, wieso dann nicht einfach mit dem Gefühl gehen? "Das hab' ich..", sprach er dann also, um Tori zu zusprechen, ihr im Falle womöglicher Sorgen eine Bestätigung zu geben, dass er seine gesprochenen Worte nicht so einfach vergessen würde.

  • [Tori] & Gaius



    Die Verzweiflung manifestierte sich in ihrem Inneren, je länger Tori Gaius ansah. Der Zwerg schien ihr regelrecht zu entgleiten. Hatte sie im ersten Moment noch geglaubt, sein Zustand sei nicht von dauerhafter Natur, so zweifelte sie nun daran. Es war mehr als die Trauer und der Schmerz einer Vergangenheit. Der Schmied schien wie blockiert, völlig apathisch. Handelte es sich um ein verdrängtes Trauma, welches ihn nun einnahm? Oder hatte eine Magie ihre Krallen in seinen Geist geschlagen? Sprich mit mir, flehte sie innerlich, brachte die Worte jedoch nicht über ihre Lippen. Sie wünschte, er könne ihr einfach sagen was los war, wie sie ihm helfen könnte. Doch nichts war gerade einfach. Und sie wagte nicht, es mit dieser Aufforderung vielleicht noch schlimmer zu machen. Sollte sie ihn zur Klinik schleppen? Doch es war kein körperliches Leiden, welches ihn plagte. Also zu Kanno? Oder ihrem Lehrer Arthur? Doch was konnte sie ihnen erzählen? War es überhaupt in Gaius Sinne? Ja, konnte sie nicht einmal selbst für ihren Freund sorgen? Panik stieg in ihr hoch. Am liebsten hätte sie Gaius einmal fest geschüttelt, so als ob sie seinen Schmerz damit mit abschütteln konnte. Tori war nicht der Typ für impulsive Aktionen, verkroch sich bei Problemen doch auch lieber selbst.

    Tori drückte seine Hand. Gaius sah sie an und sah doch irgendwie nicht. Seine Bestätigung ihrer Worte klang halbherzig, so, als sagte er nur das, was sie hören wollte. Es verletzte sie mehr als sie sich eingestehen wollte und doch bemühte sie sich um eine ernste Miene. Keine Tränen. Wenn sie jetzt auch noch anfing zu weinen, brauchten sie jemanden, der sie beide rettete. Das würde nicht gut enden.

    "Gaius.", begann sie mit der festesten Stimme, die ihr möglich war. Sag mir was du brauchst. Sie ahnte, dass diese Worte an ihm abperlen, sie lediglich der Unverständnis begegnen würden. Tori schluckte. "Ich liebe dich und wenn du auch nur daran denkst, mich ohne ein Wort zu verlassen, dann... dann..." Ihre Stimme brach. Letzten Endes schossen ihr die Tränen doch in die Augen. Daraufhin stand die Maid abrupt auf. Konnte sie sich nicht einmal zusammen reißen? Wenn er sie doch gerade brauchte? Ah, nicht. Um ihr Weinen zu verschleiern, ging sie zum Feuer, welches noch immer brannte, nahm den Eintopf herunter und setzte heißes Wasser auf. Warum war sie nicht schon weiter in ihrer Lehre der Alchemie, um einen passenden Trank zuzubereiten? Aber dafür müsste sie wissen, was genau ihm fehlte. Und es war naiv zu glauben, dass es für alle Probleme eine einfache, schnelle Lösung gab. So funktionierte das Leben nicht. Einige Dinge brauchten Zeit, Fürsorge und Geduld. Tori versuchte sich ein wenig zu sammeln, ehe sie sich wieder neben den Zwerg setzte und erneut nach seiner Hand griff. "Will-Willst du, dass wir nach o-oben gehen? In mein Zimmer?", sprach sie schließlich mit einer Ruhe, die der Stille von Sternen glich, "O-Oder willst du zu dir n-nach Hause, in die Schmiede? S-Soll ich dich be-begleiten? Oder... oder willst d-du Z-Zeit für dich?" Letzteres würde sie akzeptieren müssen, auch wenn sie vor Sorge wohl kein Auge zumachen würde. Hörte er sie überhaupt? Sie hatte es mit einer detaillierten Herangehensweise versucht, in der Hoffnung es könnte ihm Klarheit bringen. Wenn er nach wie vor apathisch und wortlos wie ein Geist hier saß, würde sie wohl versuchen ihn einfach ins Bett zu ziehen. Oder war doch auf fremde Hilfe angewiesen. Tori war ein wenig blass geworden, trotz der Wärme, die die Küche der Taverne ausfüllte. Im Schein des Feuers wohl kaum zu erkennen. Der Kettel mit dem heißen Wasser fing an zu pfeifen, weil er fertig war, doch die Magd ignorierte das Geräusch. Vielleicht hörte sie es auch gar nicht, weil ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Gestalt an ihrer Seite gerichtet war.

  • Kiel, Brodik und Barrett an einem der Tische


    Es war ein Traum endlich wieder einfach nur zu sitzen und die Beine auszustrecken. Das kühle Getränk war gerade eine wahre Wohltat und er schloss einen Moment zufrieden seine Augen. Als Brodik wegen der Bezahlung jammerte machte er eine wegwerfende Handbewegung. "Dann halt die Nächste, weil ich glaube ich stehe so bald nicht mehr auf" sagte er dann ächzend und überlegte ob es nicht vielleicht auch nett wäre etwas zu essen, allerdings sollte er noch etwas warten bis die ekelerregenden Bilder der Spinnen wenigstens so halbwegs aus seinem Hinterkopf verschwunden waren.

    Er schaute zu Brodik und Kiel während diese die Geschichte der Elefantendame in dem Wachposten erzählten. Sein Blick verdunkelte sich einen Augenblick als der Wächter den Monsterangriff erwähnte, er versuchte das Gefühl aber schnell wieder abzuschütteln. Er runzelte die Stirn. "Warum bringt ihr sie nicht einfach... keine Ahnung... zur Farm oder so? Die dürften doch genug Platz für so nen Tier haben" er trank einen Schluck, mit einer Kopfbewegung zu Kiel hin fügte er hinzu: "Und werden vielleicht auch genug Futter haben. Weil ich kann mir gut vorstellen wie viel so ein Ungetüm braucht." Andererseits waren Frauen was Tiere anging ja ein bisschen eigen, vermutlich hatten die Beiden schon genug Auseinandersetzungen mit ihr gehabt was die Unterbringung eines solchen Tieres anging. Am Ende wahr es wohl einfacher den Kopf einzuziehen und einfach mit zu spielen. "Schwester? Forte?" er schüttelte den Kopf. Er kannte die Wächterin tendenziell nur vom Sehen und das war nicht in letzter Zeit gewesen. "Ne, sorry. Wäre mir allerdings nichtmal sicher ob ich sie ohne Rüstung und das ganze Klinkklonk erkennen würde..."

    "Come on, little lady, give us a smile"
    No, I ain't got nothin' to smile about
    I got no one to smile for, I waited a while for
    A moment to say I don't owe you a goddamn thing

    Nightmare - Halsey

  • Gaius & Tori


    Ah. Das alles war wirklich, wirklich anstrengend. Und mit jeder Minute, nein jeder Sekunde, die verging, schien dieser Fakt für Gaius offensichtlicher zu werden und er war sich nicht sicher, ob es das auch für Tori wurde. Nicht, dass er gerade allzu viele Gedanken an Tori verschwenden konnte - also, doch, das tat er und wie er es tat, war sie doch eine der wenigen Dinge, die zentral in seinem Verstand hausten. Aber es war eine innere Fixierung, Konzentration, die er ihr gegenüber teilte und nur herzlich wenig, was mit der Außenwelt, der jetzigen, vor ihm sitzenden Tori und ihren gezeigten Emotionen, ihren Aktionen und Mimiken zu tun hatte. Es war noch immer alles verschwommen, alles fühlte sich wie in einem Traum an, bloß, dass dies keinem normalen, angenehmen Traum glich. Es war auch kein Alptraum, schien irgendwie fast eine abstruse, merkwürdige Kombination aus beiden zu sein, etwas, was sich irgendwo in jener Mitte befand, unergründlich, aber gleichzeitig auch da. Passend war es, dass sich auch der Griff um seine Hand fern, kaum vorhanden anfühlte - etwas, was mit der Logik eines Traumes übereinstimmte. Der Schmied versuchte sich auf das zarte, runde Gesicht seiner Freundin zu konzentrieren, sich an irgendetwas daran festzuhalten, nicht physisch, aber sich zu ankern, doch gelingen tat ihm das nur wenig. Er hörte was sie sagte, hörte ihre Worte, doch registrieren, wirklich ankommen - auch das tat herzlich wenig. Wenn er eine Frage diesbezüglich hätte beantworten müssen, so hätte er berichten können, dass sie gesprochen hatte, womöglich seinen Namen ausgesprochen - doch was hatte sich noch in ihren Worten befunden? Sie hallten in seinem Kopf mehrfach nach und dennoch kamen sie nicht an. Sie stand plötzlich auf, die Frau, eine Aktion, die ihn ein wenig irritierte, wenn dies in seinem momentanen Zustand denn überhaupt so möglich war. Die Option des Zwergs, sich auf das Gesicht der Bebrillten zu konzentrieren, verschwand somit schnell und er wusste nicht, was sie gerade stattdessen nun machte oder ob sie sich überhaupt noch im selben Raum befand, aber es kümmerte ihn auch nicht wirklich. Nicht sehr, zumindest. Nun nichts mehr vor sich habend wurde Gaius die Aussicht, die vielen Gegenstände, die sich im Raum befanden und die er alle in ihrer verworrenen Form nicht wahrnehmen konnte, zuviel, zu irritierend. Es war ätzend. Der Einäugige ließ den Kopf sinken, stütze ihn auf seiner Hand ab und schloss das Auge. Er vernahm Schritte, Tori schien wieder zurück gekehrt zu sein, auch wenn er gar nicht einschätzen konnte, wie lange sie denn überhaupt verschwunden gewesen war. Sie fing an zu reden, sie sprach und noch immer kamen bloß Fetzen bei ihm an, um die er sich nicht genug scherte, nicht genug Mühe aufbringen wollte, um sie in einen Kontext, in gewisse Logik zu packen und zu verstehen. Die Schmiede. Sie sagte irgendwas von der Schmiede und er hatte absolut keine Ahnung, aus welchem Grund sie diese gerade aufbringen würde, was sie damit hätte sagen wollen. Wollte sie dass er ging? Das machte Sinn, nicht? Wie lange war er schon hier? Drängte er sich denn nicht furchtbar auf? Tori musste ihn schon lange satt haben, war er nicht furchtbar anstrengend? Hatte sie nicht eben erst einen Teil seiner Vergangenheit erfahren? Er hatte sehen können, gemerkt, dass er ein mulmiges Gefühl in ihr ausgelöst hatte. Er wusste nicht, woran er es erkannt hatte, war er doch schlecht mit dem Deuten anderer Lebewesen - doch er hatte es, dieses eine Mal, mit Sicherheit - erkannt. Hah.. er war genervt. Er war so furchtbar und tierisch genervt. Ihre ersten Worte waren noch immer nicht ganz bei ihm angekommen und trotzdem sprach sie weiter. Erwartete sie eine Antwort von ihm? Wieso erwartete sie soviel? Zwang ihm soviel ab? Es war mühselig. Wirklich, wirklich anstrengend. Was an seiner bisherigen Verhaltensweise hatte in ihr die Annahme erweckt, dass sie ihn so zumüllen konnte? Dass er ihr groß antworten würde? Gaius, der noch immer in derselben Position verharrte, entkam ein kleines, für ihn untypisch klingendes Lachen. Es machte wenig Sinn zu lachen, erst Recht aus Toris Perspektive - aber es war irgendwie doch amüsant, belustigend? Sie sprach von Verlassen, dass er es ja nicht wagen sollte, der Inhalt ihrer Aussagen widersprach sich. Wieso bewegte sie sich so viel? Forderte soviel von ihm ab? Er war müde, so unheimlich erschöpft und müde und sie ließ einfach nicht ab, beharrte darauf, dass er reagierte, in irgendeiner Weise. Er wollte schlafen, sich hinlegen - hatte sich an ihre Schulter lehnen wollen, für eine Weile, von ihm aus auch für immer, wollte ein wenig Ruhe haben, an Toris Seite. Doch sie schien nicht zu begreifen und es nervte ihn, nervte ihn so sehr, dass ihm diese Vorstellung inzwischen wieder missfiel und er sogar etwas wütend darüber, dass sie, nach ihrem plötzlichen Verschwinden, wieder aufgetaucht war. Wieso? Um ihn weiter zu quälen? Zu sagen, dass er sie niemals verlassen sollte, eine Unsicherheit, die er ausgesprochen hatte, für welche es jedoch nie Andeutungen gegeben hatte? War er nicht derjenige gewesen, der bisher immer da gewesen war, wenn sie ihn gebraucht hatte? Sein Leben für sie riskiert? Während sie nicht einmal in der Lage war, ihn zu finden, gerade, wo er doch genau vor ihr saß? Sie tat das alles, nur um ihm zu sagen, dass sie ihn liebte? Sie - ... eh? Gaius öffnete sein Auge, begann sich zu regen, hob diffus seinen Kopf an, suchte die Höhe, die er brauchte, um dieselbe, wie Toris zu haben und als er diese gefunden hatte, suchte seine Pupille, ein wenig um sich herspringend, das Gesicht der Frau, ihre eigenen Augen, bis es ihm sie zu finden gelang. Verblüffung lag in seinen Augen, sein Mund war ein Stück weit geöffnet, wortlos und seine Mimik bis auf diese beiden Kuriositäten noch immer absolut empathielos. Ihre Fragen waren nie bei ihm angekommen, waren nie beantwortet worden. Es hatte lange gedauert, bis ihr erster Satz es überhaupt getan hatte und nun war es eine andere Art von Verwirrung, die sich in die bisherige mischte, zusammen mit ihr aber gleichzeitig auch ein Hauch von Klarheit. "Du.. liebst.. mich?", wiederholte er ihre Worte, jedes einzelne von ihnen betont, sein Auge fokussierte sich auf die Toris, ein wenig wie ein wildes Tier, welches auf der Lauer lag und jede Muskelbewegung, jede Reaktion seines Gegenübers bedächtig abwartete. Er wirkte noch immer anders, als er es für gewöhnlich tat, wahrscheinlich, doch schien er gerade ein Stück weit mehr im hier und jetzt zu sein. Er suchte nach einer Bestätigung Toris, eindringlich. Es mochte komisch wirken, seine Reaktion - immerhin waren sie nun seit kurzer Zeit zusammen, ein Paar, nicht? War er es nicht gewesen, der sie gefragt hatte, ob das hier, das zwischen ihnen, Liebe war? Es war irgendwo offensichtlich, dass beide starke Dinge füreinander empfanden, doch.. es war etwas anderes, wenn die Maid es so direkt aussprach. Zum aller ersten Mal. Ihm sagte, dass sie ihn liebte. "Ich glaube nicht, dass das schon jemals irgendwer zuvor getan hat.." Eine nüchterne Aussage, ein Fakt, den der Schmied aussprach, so makaber es im ersten Moment auch wirken mochte. Wer hätte dies denn auch tun sollen. Leo? Der Mann, der ihn als Kind aufgenommen und großgezogen hatte? Nein, für ihn waren die Bewohner der Schmiede bloß billige Hilfskräfte. Seine Mitbewohner? Wie viele Worte hatte er mit jenen bisher denn überhaupt gewechselt? Seine Eltern, vor ihrem Tod? Mit Nichten. Absurd, absolut lächerlich. Es hatte Niemanden gegeben, Niemanden, der sich bisher auch nur ansatzweise für ihn interessiert hatte. Und nun sprach hier Jemand von Liebe? In seinem Auge war zu erkennen, dass er diese Aussage ein wenig anzweifelte, es ihm schwer fiel, diese bedeutenden Worte als das hinzunehmen, was sie waren. Hatte Tori selbst überhaupt realisiert, was sie da gesagt hatte? "...Warum?", fragte er schließlich, leise, bedächtig. Nicht, um Tori zu beleidigen, um die junge Dame zu verletzten. Auch, wenn in seinem Blick ein Hauch von Misstrauen zu erkennen war, so konnte man gleichzeitig auch den kleinen Jungen in diesen erkennen, der zu verstehen versuchte, von der Abstrusität dieser Aussage absolut verwirrt. Seine Pupille huschte minimal zur Seite. Wollte er ihr glauben? Es war gut möglich. Aber wie konnte er, wenn er es einfach nicht verstand? Wenn sie nicht erklärte? Wieso? Weshalb? Wieso liebte sie ihn? Diesen Mann, der bis vor wenigen Sekunden noch so unglaublich genervt von ihr gewesen, so schlecht von ihr gedacht hatte? Hatte sie gestottert? Hatte sie nicht, oder? Also musste diese Aussage wichtig, die Wahrheit gewesen sein? Oder hatte sie es doch? Er konnte sich nicht erinnern, der Versuch allein, darüber nachzudenken, ließ das starke Gefühl der verschwommenen Welt zurückkehren, löste in ihm aus, dass er kurz das Gesicht verzog, so, als ob er einen leichten Schmerz verspürt hatte, weshalb er sich wieder auf die Frau vor sich konzentrierte. Er brauchte eine Antwort. Musste es wissen. Würden die Dinge dann mehr Sinn ergeben? Würden sie es weniger tun? Würde sie ihn hassen, allein deshalb, weil er zweifelte? Aber würde das die Worte dann nicht wiederum als Lüge entlarven? Wieso? Wieso liebte sie ihn? Sie sollte es ihm sagen. Jetzt, sofort.

  • [Tori] & Gaius | Küche




    Schweigen. Stille. Nichts.

    Gaius sagte kein Wort. Nicht auf ihr Geständnis, nicht auf ihre Fragen. Keine Reaktion. Sie wartete, wartete, wartete. Ihr Herz klopfte wie verrückt in ihrer Brust, es war die blanke Verzweiflung die sich darin widerspiegelte. Das Gefühl etwas tun zu sollen, zu müssen, wissen zu müssen, was zu tun war. Die Erwartung an sich selbst ihm zu helfen, so wie er ihr immer geholfen hatte - wie er immer gewusst hatte, was das richtige war um sie aus dem Dunklen herauszuziehen. Und sie? Sie konnte es ihm nicht gleichtun? Es ihm nicht im Gleichen zurückgeben? Was für eine Beziehung sollte das sein, in dem die Partner einander nicht ebenbürtig waren? Aber so war es schon immer gewesen bei ihnen, nicht wahr? Er war so viel größer als sie, so viel heller, so viel stärker - und ihn jetzt so zu sehen, an ihrem Küchentisch, ein Häufchen Elend, welches alles von sich abschottete. Es zerriss ihr das Herz. Sein Leid war ihr Leid und so wahr diese Behauptung sein mochte, so blasphemisch war sie doch gleichermaßen, wo sie doch nicht wusste, woran er so sehr litt. Eine Lüge nichts mehr. Sie war eine verdammte Heuchlerin.

    Der Kettel. Der hohe Ton aus dem Teekessel lies einfach nicht nach und Gaius schwieg noch immer. Tori hielt es nicht länger aus, sie stand erneut auf um den Kettel vom Feuer zu nehmen und schenkte, mehr aus Routine als das sie es wirklich vorhatte, ihnen beiden jeweils einen Becher heiß dampfendes Gebräu ein. Beide stellte sie zu schnell auf dem Tisch ab, weil sie ihre Gefühle nicht ganz zurückhalten konnte. Ihre wilden, verletzten, verzweifelten, impulsiven Gefühle. Der Tee schwappte etwas über, aber es kümmerte sie nicht. Es war das Lachen. Das Lachen, dass sie an ihm doch sonst so sehr liebte, dass so vollkommen falsch klang. Entsetzen hatte sich in ihren zarten Gesichtszügen breit gemacht. Wer war das noch, der da vor ihr saß?

    Gaius., gab sie sich selbst zur Antwort. Egal was los war, das war immer noch Gaius, der Mann der ihr alles bedeutete. Nur weil sie zuvor nicht alle Seiten von ihm kannte, nur weil sie nun neue Facetten kennen lernte und mochten sie ihr auch erstmal noch so fremd vorkommen - es war immer noch Gaius der da auf dem Stuhl vor ihr saß. Verletzt, verwirrt, verloren und doch derselbe. Sie setzte sich wieder neben ihn, ganz dicht, gerade so dass sie sich noch nicht berührten. Und dann - dann sprach er. 'Du liebst mich?'

    Sie schwieg. Tori schwieg und sah ihn einfach nur an. Es hätte als Hohn gemeint sein können - als würde er sie für ihre leeren Worte verspotten, sie als das enttarnen was sie war: Eine Heuchlerin, die es mit nichts ernst meinte. Aber da war kein Hohn. Kein Spott. Alles was sie in seiner Stimme hörte, war Verwirrung, als könne er nicht verstehen, wie so etwas nur möglich sein konnte. Eine neue Verletzlichkeit an ihm, der dort saß, wie ein verlorener Junge, von allen verlassen. Und am liebsten würde sie ihn fest in den Arm nehmen, doch sie spürte das es gerade nicht das war, was er brauchte.

    Und er sagte es ihr. Warum? Sie verstand nicht woher es kam - dieser Unglauben, diese Irritation. Doch sie kannte es gut - zu gut. Wie sehr hatte sie sich vor genau der selben Frage gefunden? Wie häufig nagte der Selbstzweifel an ihr, wie oft verlangte es ihr Herz nach einer Bestätigung einer Wahrheit, die sie sonst nicht glauben konnte? Es war ein Stich zu hören, dass es wohl das erste Mal für ihn sein musste. Warum?

    Tori öffnete den Mund. Sie war nicht gut im Sprechen. Obwohl sie so gerne mit Worten hantierte, viel es ihr stets schwer, die richtigen im richtigen Moment auf ihre Zunge zu legen. Sie hörte lieber zu - gerne zu. Weswegen ihr auch so verzweifelt daran gelegen war, den Zwerg zu einer Antwort, einem Hinweis, irgendetwas zu animieren, mit dem sie arbeiten konnte. Die Stille hatte sie ihn die Sackgasse gedrängt. Doch auf Zuhören kam es jetzt nicht an.

    "Ich liebe dich-,", begann sie, ihre Stimme wie ein Wispern und doch klar und deutlich in der Stille. Tori konnte nichts dafür - sie spürte direkt, wie sich ihre Wangen rot verfärbten. Sie konnte ihn nicht direkt ansehen, sondern blickte stattdessen einige Zentimeter tiefer auf Höhe seiner Brust. Ihre Finger nestelten nervös herum, als wären sie sich der Wahrheit gewahr, der sie sich nun selbst stellen würde. "Für alles was du bist. Für deinen unerschütterlichen Optimismus. Für dein Lachen. Deinen Humor. Dafür das du nicht aufgibst und Herausforderungen angehst, so schwierig oder unmöglich sie auch erscheinen mögen. Für die Fähigkeit, die Dinge auch differenziert zu betrachten. Das du deine Meinung lautstark vertreten kannst ohne dich zu kümmern was andere davon halten. Dass du das Richtige tust, ganz gleich wie stark die Konsequenzen sein mögen - weil du deinem Herzen folgst und nicht auf deinen eigenen Vorteil bedacht bist." Ein kurzes Zögern, ehe sie fortfuhr, "Weil du für mich da bist. Vom ersten Tag unserer Begegnung wolltest du mir helfen ohne etwas dafür zu erwarten. Mir. Du hast dein eigenes Leben riskiert um ein Mädchen vor einem Monster zu bewahren, dass du kaum kanntest. Du bist unfassbar mutig und schaffst es sogar mir, der ängstlichen kleinen Magd, ein wenig Mut mitzugeben. Du bist das aufrichtigste und liebenswürdigste Wesen das ich kenne. Du hast mich immer wieder aus den Tiefen rausgezogen und für all das was du tust und was du bist und was du für mich bist liebe ich dich und dieses Gefühl ist so unfassbar stark, dass ich es kaum in Worte fassen kann, so viel stärker als alles was ich bisher erlebt habe und auch wenn es mir wahnsinnige Angst einhaucht würde ich es mit nichts in der Welt tauschen wollen, weil es mir so viel zurückgibt. Weil du, in all deiner wunderbaren, chaotischen, liebenswerten Art und Weise, dadurch ein Teil von mir bist und ich wünschte du könntest nur für einen Augenblick sehen wie ich dich sehe, denn mir scheint auch wenn Worte so viel ausdrücken können, werden sie der Wahrheit nie auch nur annähernd nahe kommen." Stille. Schweigen. Herzklopfen. Worte, so viele Worte gesprochen und doch hatte sie das Gefühl es nicht auf den Punkt gebracht zu haben, nicht genug gesagt zu haben, dass es nicht ganz das ist, was diese Liebe zu ihm wirklich ausmacht. Ihr blieb die Hoffnung, dass der Funke ausreichen würde ihm die Antwort auf seine Frage, die so berechtigt und so sehr nachvollziehbar war, nur im Hauche zu vermitteln

  • Kiel, Barrett und Brodik an einem der Tische


    Brodik trank noch einen Schluck von seinem Bier, während Kiel ihn ergänzte. Ja, das Futter für das Elefantenmonster war auch nicht ohne. Deshalb nickte der lausige Wächter bekräftigend. Ganz zu schweigen davon, dass dem Monster gefühlt immer langweiliger wurde. Brodik nahm sie mittlerweile schon auf Patrouille mit und ließ sie einfache Aufgaben erledigen, wie umgefallene Baumstämme zu transportieren. Manchmal hatte er das Gefühl, dass sie das gerne tat. Vielleicht verstand das Monster etwas von Dankbarkeit? Auszuschließen war es jedenfalls nicht. Als Barrett den Vorschlag machte, dass sie den Elefanten ja einfach auf die Farm bringen konnten, lachte Brodik freudlos und auch ein bisschen hohl auf. "Hab ich tatsächlich schon versucht, aber sie weigern sich ein so großes Monster unterzubringen. Das sei im Moment nicht sicher.", erklärte er und beschrieb damit die letzte Konversation, die er mit den Farmhelfern geführt hatte. "Aber sie unterstützen uns mit dem Futter. Das muss man ihnen lassen.", gestand er. So hatten sie also wenigstens nur noch das Unterbringungsproblem. "Jetzt haben wir ja auch eine Lösung für die ganzen Herausforderungen, die so ein Monster mit sich bringt. Zumindest sofern der Zauber oder Trank oder was auch immer funktioniert." Auch wenn sein letzter Satz ein wenig Skepsis enthielt, war er doch zuversichtlich. So nah waren sie bisher noch nie an einer Lösung gewesen und er war hoffnungsvoll, dass es dieses Mal funktionieren würde. Während er ein paar große Schlucke von seinem Bier trank, stellte Kiel auch schon die nächste Frage und verwundert stellte Brodik den leeren Humpen ab und sah auf den jungen Mann. Barrett antwortete als erstes auf seine Frage, wobei Brodik kein Grinsen bei seinen Worten übers Gesicht huschte. Ihm war es ähnlich ergangen, als er Forte das erste Mal ohne ihre Rüstung gesehen hatte. Kurz überlegte er wann und wo er sie das letzte Mal gesehen hatte und ihm kam der Ball wieder in Erinnerung. Fragend legte er den Kopf bei der Erinnerung schief, dann schüttelte er den Kopf und damit auch seine Gedanken beiseite. "Ich habe ewig nichts von ihr gehört. Es wundert mich aber, dass sie sich nicht bei dir gemeldet hat. Vielleicht solltest du Bade mal fragen." Auch wenn er versuchte gleichgültig zu klingen, waren die letzten Worte doch ein wenig mit Spott über seine Lippen gekommen. Trotzdem. Auf dem Ball hatten sich die zwei ja gut verstanden...

    "Ich hol mal noch ne Runde und was zu essen. Geht auf mich.", verkündete er dann, stand auf und ging an die Theke.

  • Kiel bei Brodik und Barrett


    Barretts Idee den Elefanten auf der Farm unterzubringen, war ansich keine allzu schlechte Idee. Jedoch hatten sie das schon versucht, wie Brodik sogleich erklärte. Kiel nickte daher nur bestätigend und sah dem Schaum in seinem Bierkrug dabei zu, wie dieser sich immer mehr verflüchtigt und eigentlich schon kaum mehr vorhanden war. Er war den Menschen, die auf der Farm lebten nicht böse wegen der Ablehnung, auch wenn es schade war. Immerhin barg es einige Gefahren ein so großes Tier unterzubringen. Insbesondere, wenn man eh schon alle Hände voll mit allerallei anderem Vieh hatte und sich noch dazu um das Feld gekümmert werden musste. Das Angebot beim Futter zu helfen, hatten die Wächter nur zu gerne dankend angenommen. Jede Hilfe war eine Entlastung, auch wenn sie kleiner war als eigentlich erhofft. Das war auch etwas, was Kiel an den Bewohnern dieses Ortes schätzte: Ehrliche Leute, die aber gerne halfen wo sie konnten. Die Adelsfamilie mal ausgenommen - weder das eine noch das andere traf wohl eher weniger auf diese Leute zu. So dachte er jedenfalls - keine Ahnung, ob er alle damit in eine Klischéeschublade steckte.

    Wieder nickte der Blondschopf, als der Hüne den Trank für den Elefanten ansprach. "Das hoffe ich stark. Wenn unsere ganze Mühe umsonst war, wäre das mehr als ärgerlich. Aber Meister Arthur weiß schon was er tut!", versuchte er die Situation etwas aufzuheitern, auch wenn doch ein wenig Zweifel in seinem eigenen Kopf blieben. Vermutlich lag es an seinem fehlendem Verständnis für Alchemie und allem, was damit in zusammenhang stand.

    Kiel musste auf Grund Barretts Aussage bezüglich Forté ein wenig schmunzeln. Tatsächlich war das ein guter Punkt. Seine Schwester legte ihre Rüstung wirklich nur sehr selten ab. Vor allem wenn sie in der Stadt unterwegs war. Kannte man sie nur flüchtig, würde man sie vermutlich ohne Rüstung glatt übersehen. Aber gut bei Barrett hatte er eh nicht allzu viel Hoffnung gehabt, dass er etwas wusste. Immerhin kannte er Forté kaum und Kiel war sich sicher, dass, wenn er selbst schon keine Info von ihr bekommen hatte, er erst recht nichts wissen konnte. Jedenfalls würde ihn das mehr als kränken, wenn dem nicht so wäre.

    Doch auch Brodik hatte leider keine erhoffte Antwort parat. Kiel musterte seine Züge etwas hoffnungsvoll, als er den Kopf nachdenklich wiegte, aber sein Herz sank etwas bei der Mitteilung, dass er sie ebenfalls ewig nicht gesehen hatte. Seufzend nickte Kiel. Mal wieder. "Vielleicht sollte ich das wirklich tun und ihn fragen.." etwas nachdenklich sah Kiel erneut in seinen Bierkrug nachdem er einen Schluck genommen hatte. War es ein Vertrauensbruch seiner Schwester gegenüber? Sollte er nicht darauf vertrauen, dass sie wusste, was sie tat? Warum sie nichts gesagt hatte? Aber seine Sorgen um sie wurden auch nicht weniger nur weil er hier saß und wartete - auf was auch immer.

    Letztendlich riss Brodik ihn aus seinen trüben Gedanken, als er aufstand und verkündete Essen für alle zu besorgen. Ein guter Plan! Kiel rief ihm noch ein "Danke!" hinterher. Viel mehr Bier würde er allerdings nicht vertragen, das wusste er. Aber vielleicht half das Essen, auch wenn es wohl nichts daran änderte, dass er bereits fast einen ganzen Krug auf leerem Magen getrunken hatte. Naja.

    Der Tag neigte sich ja eh dem Ende zu. Inzwischen war es dunkel draußen und ein Abendmahl dringend nötig.

    Brodik kam mit drei Krügen und einem Kellner zurück, der die Essensbestellung der drei aufnahm. Irgendwie hatte Kiel so gar keine Ahnung was er mit dem Rest des Tages, bzw dem, was davon noch übrig bleiben würde, uns vor allem dem morgen Tag anfangen sollte. Eventuell war es eine dumme Frage, die sich daraufhin auf seiner Zunge bildete, aber Kiel stellte sie dennoch einfach: "Wisst ihr schon, was ihr morgen so macht. Ich bin irgendwie noch etwas planlos…" Patrouille laufen, schon klar, aber seine Schicht würde auch nicht den kompletten Tag füllen. Eigentlich fiel ihm immer irgendwas ein, aber vielleicht drückte Fortés unbegründete Abwesenheit auch etwas seine Motivation sich zu amüsieren.

  • 4047-beatrice-pngBeatrice & Eric | an einem der Tische


    „Nun ja..“, begann die Adelige während der Blick ihrer eisblauen Augen auf und ab wanderte. Ihn ganz genau abtastete als suchte sie nach etwas, vielleicht tat sie das auch irgendwie, immerhin war es nie verkehrt aufmerksam zu sein wenn es um fremde Menschen ging, denen man auf der Straße über dem Weg lief. „Du bist immerhin ein doch recht ansehnlicher Mann und deinen braunen Rehaugen sind bestimmt schon einige Damen verfallen..“ Beatrice ordnete ihre Haarsträhne wieder zurecht, strich sie hinter ihr Ohr und verschränkte die schlanken Arme vor der Brust. Den Anderen ließ sie aber keine Sekunde aus den Augen. Weil sie gerade über Vertrauen sprachen, die Dame eben aufmerksam war damit sie kein Messer in den Rücken bekam, als Teil des Adels musste man da eben besonders aufpassen, oder aber weil der Typ schön anzusehen war, seine braunen Augen dem eines treuen Hundes ähnelten, den genauen Grund behielt sie natürlich für sich. Genießen und schweigen, so war das. „Ach..“, begann die Prinzessin und hob ihre schmalen Schultern, neigte dabei den Kopf etwas. „Es könnte auch alles Teil eines perfiden Plans sein.“ Sie hob ihren schlanken Finger, legte ihn an die rosigen Lippen und grinste. Als sprachen sie gerade über ein geheimes Thema, das niemand sonst mitbekommen sollte. „Bei dem den anderen mit Met abfüllen dazu gehört.“ Ihre Stimme war leiser geworden, zweifelnd sah sie ihre neueste Bekanntschaft an als ob sie längst hinter seine Fassade geschaut hätte. Doch eigentlich machte sie sich nur einen Spaß aus dieser Unterhaltung, was ihm ja wohl genauso klar war. Da sie schließlich auch noch gemeinsam lachten. Beatrice hatte zudem auch noch überhaupt keine Ahnung wie der Met der bekanntesten Familie der Stadt schmeckte und eigentlich war das Gesöff sowieo nicht ganz das ihre.. nur manchmal widmete sie sich dem Tropfen, wenn er besonders gemacht war, mit extra viel Honig. „Oh, traut ihr mir das etwa nicht zu?“ Beatrice richtete sich unbewusst ein bisschen mehr auf. Natürlich hatte sie generell eine sehr gute Haltung, einen geraden Rücken, angespannt, denn so hatte man es gelernt. „Mit Sicherheit hätte ich nach einmal Fingerschnipsen jemanden an meiner Seite der mir nicht von dieser weicht und auf mich achtet, sich noch auf eine schmutzige Pfützen legt damit ich nicht darüber laufen muss aber mich zu unterschätzen ist der falsche Weg.“ Sie warf ihre silbernen Haare über ihre Schulter. Sie glänzten im Sonnenlicht. Ihre Hand ließ sie für eine Sekunde in ihrem Nacken. Als er nach ihrer Heimat fragte. Woher sie kam. Beatrice öffnete ihren Mund und hielt dann schließlich doch inne. Als müsste sie überlegten wie ihr Heimatkönigreich hieß. Doch mehr noch überlegte sie ob es nicht zu riskant war den Namen zu nennen. Was wenn er mehr wusste? „Von weit her. Es war eine furchtbar lange Fahrt.. ich habe viel geschlafen und mich erholt, die Landschaft hatte sich geändert.. die Pferde waren wirklich erschöpft.“, erzählte das Mädchen und wandt ihren Blick ab, schaute sich um und schließlich setzten sie sich auch in Bewegung als Eric ihr versicherte dass er sie zum besten Gasthof Trampolis führen würde. „Ich sollte mir schon mal eine Strafe zurecht legen.. falls du mich belügst.“ Der Weg führte sie durch ein Stück ihres neuen Zuhauses bis hin zu einem älteren Gebäude aber das waren hier alle. In die Jahre gekommen. Als gäbe sich keiner Mühe sie instand zu halten. Beatrice schüttelte kaum merklich den Kopf. Das gab es nicht in ihrer Heimat. Dort kümmerte man sich um alle Häuser. Egal um welche, egal was anstand. Vielleicht ein weiterer Grund warum die hiesige Adelsfamilie derart in Reichtum schwamm? Weil sie sich einen Dreck für das Dorf interessierten? „Sicher dass du mich nicht entführen willst?“ Die Adelsdame wirkte für einen Augenblick etwas irritiert als sie die Taverne betraten, ihre ein spezieller Duft in die Nase stieg, der sich jedoch recht schnell als Geruch verschiedenster Köstlichkeiten entpuppte. „Und jetzt musst du mir nur noch beweisen dass du Geschmack hast..“ Gemeinsam mit dem jungen Mann nahm sie Platz, bemühte sich jedoch nicht darum eine der handgeschriebenen Karten zu nehmen. Viel mehr bettete sie ihren Kopf auf ihre Hände und lächelte den Anderen herausfordernd an. „Bestelle du für mich mit.“, forderte sie und warf einen Blick über ihre Schulter, bekam die neugierigen Blicke der anderen Besucher natürlich mit. War es so selten dass sich Menschen wie sie hierher verirrten? Menschen erster Klasse. „Seit wann lebst du hier?“

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