Das Badehaus



  • Auf die Antwort ihrer Schwester runzelte Margaret die Stirn. Eine richtige Familie hatte sie nicht mehr, Daria war alles was geblieben war. Ob dasselbe für Daria galt konnte sie so einfach nicht sagen, schließlich konnte sie nicht nachvollziehen was ihre jüngere Schwester während ihrer Abwesenheit getan hat und wem sie sich angetraut hatte. Natürlich würde die Elfin eine richtige Familie der Jüngeren gönnen, dachte sie zumindest. Vorerst. Das wohl keiner so leicht an ihr vorbeikommen würde, wenn jemand die Blonde Elfin neben ihr zu sich holen würde, war selbstverständlich klar. Die Person werde ich erst ausnehmen wie eine Weihnachtsgans. Dachte sich Meg etwas zweideutig und musste aufgrund ihrer eigenen Gedanken grinsen. Nach kurzer Zeit konnte sie sich aber wieder fassen und legte sanft einen Arm um die blauäugige Blondine neben sich "Also ich gaukle dir nichts vor, meine Gefühle für dich sind echt! So echt, dass ich dich nichtmal für irgendwelche exotischen Monster auf dem Markt verkaufen würde und das behaupte ich wirklich nur von dir!" Abermals grinsend lehnte sie ihre Stirn gegen die Schläfe ihrer Schwester. Irgendwie belustigte sie das Ganze, auch wenn sie sich durchaus im Klaren darüber war, dass sie wenn es um das Überlegung gehen würde, selbst ihre(n) Seelenverwandete(r) verkaufen würde, wenn für sie ein ordentlicher Gewinn herausspringen würde. Margaret war wohl irgendwie die Korrupte Stimme in Zeiten des Krieges. Langsam wendete sie sich dann wieder von der Seite ihrer Schwester ab und blickte sie noch ein wenig an. Sie war so rein und unschuldig, so brav. Das komplette Gegenteil von Meg. Manchmal wünschte sie sich tatsächlich ein wenig mehr wie ihre jüngere Schwester zu sein, aber dass würde sie niemals aussprechen. Denn schließlich hatte sie noch eine Vorbildsfunktion vor ihr zu erfüllen. "Also ich bin glücklich solange du bei mir bist. Du bist alles was ich brauche und schließlich bist du auch der einzige Grund warum ich immer hierher zurück komme. Deshalb darfst du mich nie verlassen, glaub mir ich werde dich finden. Du bist nicht gut genug im Versteckenspielen!" Lachend erhob sich die Blondine dann langsam aus dem warmen Wasser und merkte förmlich wie ihre Schultern qualmen mussten. "Wir sollten langsam rausgehen, sonst sehen wir wirklich bald ganz schrumplig aus." Immernoch mit einem breiten Grinsen auf den Lippen reichte sie ihrer Schwester eine Hand, als Hilfe um sich aus dem Wasser aufzurichten.

  • „An deinen Gefühlen zweifle ich auch keineswegs! Ich hoffe doch, du tust dies genauso wenig bei mir.“ Denn ihre Schwester war alles für sie, alles was von ihrer Familie übergeblieben war und alles was sie im Moment noch hatte. Auf ihren Kommentar über das exotische Monster lachte Daria und fuhr sich mit den Händen durch die langen feuchten Haare, damit diese auch alle aus ihrem Gesicht waren. „Wow.. ich muss dir ja wirklich viel bedeuten. Denn so ein exotisches Monster also..“ Ihr Lachen wurde zu einem Lächeln als ihre Schwester derart lieb und positiv über sie sprach und so gut es ging, nahm sie ihre große Schwester in den Arm. Es gab viele Geschwister die sich hassen und oft streiten. Aber Daria und Meg waren nicht so, sie liebten sich und waren immer für einander da. Egal was passieren würde. „Ich hab dich lieb!“ Auch die Künstlerin tat es der blonden Dame gleich und erhob sich aus dem heißen Wasser, merkte schon, wie ihre Finger leicht verschrumpelt waren und schüttelte diese, als ob sie die eklige Haut einfach abschütteln konnte. „Gute Idee.“, sagte die Magierin schwach lächelnd und zusammen hopsten die Elfen aus dem Becken. „Ich werde erstmal nachhause gehen und schlafen.. eine gute Mütze Schlaf, das brauch ich jetzt.“ Daria hatte sich bereits umgezogen, die feuchte Badebekleidung eingepackt. Während sie auf Margaret wartete, überlegte sie, was sie morgen unternehmen sollte. Die Lust auf ein neues gezeichnetes Bild war da aber noch hatte sie keine Idee für ein Motiv. „Komm, lass uns gehen, Schwesterherz!“ Fest umschloss sie die Hand ihrer großen Schwester und zusammen verließen sie das Badehaus.

    trotz jedem krach allem anlass zu flieh'n würde ich mich lieber mit dir streiten als wen ander's zu lieben

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    Noch immer innerlich aufgewühlt betrat Tabatha das Badehaus, stets um eine gelassene, neutrale Fassade bemüht, während in ihrem Inneren ein Sturm tobte. Sie zog sich geschwind um, nur um wenige Minuten später einen Fuß in das warme, wohltuende Wasser zu setzen und schließlich ihren gesamten Körper bis hin zu ihrem Halse darin zu versenken.

    Einen Augenblick lang genehmigte Tabatha sich, ihrer Angst, dem Unverständnis einen Raum zu gehen, nur ganz kurz, bevor sie diesen sie krank machenden kleinen Parasiten von einem Gedanken wieder wegschloss. Als dies geschehen war, atmete sie tief durch, nur um erneut festzustellen, dass sie sich völlig desillusioniert verhielt. Suspekt. Ihr Blick richtete sich auf das Wasser, das ihren Körper umspielte, und sie entdeckte schließlich auch ihr Spiegelbild. Sie fragte sich für den Bruchteil einer Sekunde, ob sie denn unbeobachtet sei, doch bevor sie dies überprüfen konnte, kniff sie sich selbst in die Wange. Nicht doll, dennoch eine deutliche Berührung. Sie lebte. Und was noch einprägender war - sie fühlte leichten Schmerz. Sie war aus Fleisch und Blut. »Wie konnte dies nur geschehen?«, fragte sie sich selbst leise. Und dennoch antwortete ihr niemand.

  • « Das Rathaus


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    Nachdem Carmen sich von ihr verabschiedet hatte, hatte Iris beschlossen nach Melody zu suchen. Viele Bewohner aus Trampoli kannte das Fräulein nicht, und nachdem sie sich so gut mit der Abenteurerin verstanden hatte, wollte sie jetzt nicht alleine sein. Als das Fräulein mit der Heterochromie die Tür zum Badehaus hinunterdrückte, konnte sie die Hexe jedoch nicht ausmachen. Iris legte leicht den Kopf schief und sah sich suchend um. Ob sie vielleicht einfach ein Bad nahm? Ja, das konnte sein! Ohne weiter darüber nachzudenken tapste das Fräulein in den Badebereich, nicht ohne sich vorher entsprechend zu kleiden. Sie bewegte sich leichtfüßig über den nassen Boden, voller Vorfreude auf das heiße Bad das sie in wenigen Augenblicken einfangen würde. Gerade als Iris den ersten Zeh in das dampfende Wasser stecken wollte, bemerkte sie eine Dame mit spitzen Ohren nicht unweit von ihr entfernt. »Was denn geschehen?«, platzte Iris mit einer Gegenfrage heraus, denn die Worte der Fremden hatte sie unweigerlich gehört. Die Dame musste wohl erschrocken sein, denn Iris hatte sich nicht in ihrem Sichtfeld, sondern hinter ihr befunden, als sie das Bad betreten hatte. Mit einem Blick voller Unschuld sah sie mit ihren unterschiedlichen Augen zu der Elfe, noch immer am Rand des Beckens stehend.

  • [Am Beckenrand] Sera(& Serena & Mist)


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    Sera war sich unschlüssig gewesen, wo sie nach ihrer Schwester suchen sollte. Als sie so durch Trampoli ging, fiel dem Mädchen ein, dass ihre Schwester es ja liebte mit Wasser zu spielen und sie vielleicht ins Badehaus gegangen sein könnte. Und wenn nicht würde die Kleine sich schnell wieder verkriechen und Niemand wüürde jemals wissen, dass sie dort gewesen war. Die schüchternere der beiden Zwillinge machte sich also auf den Weg und betrat das Badehaus. Glücklicherweise hatte sie noch ein kleines Taschengeld dabei und konnte die Eigentümer bezahlen. Da Sera keine Badesachen bei sich hatte, musste sie wohl auf ihre Unterwäsche zurückgreifen, aber das machte ihr nichts aus. Umgezogen,oder eher ausgezogen, lief Sera ins Gemeinschaftsbad und sah sich um. Es war nicht viel los, weswegen sie sich leicht einen Überblick verschaffen konnte. Sie trat an den Beckenrand heran und konnte erkennen, wie zwei Personen ein Wettschwimmen austrugen. Und in den Wassermassen entdeckte sie einen bekannten lila Haarschopf. Serena! Innerlich feuerte sie ihre Schwester an.


    [Im Becken] Mist &Serena(&Sera)



    Das warme Wasser schlug gegen die helle Haut der jugen Bäuerin, umschlang ihren Körper und hüllte sie vollendes ein. Rhytmisch bewegte sie ihre Arme und Beine in einem schnellen Tempo um Serena sicherlich zu überholen. Jedoch war das kleine Energiebündel noch um einiges jünger und vielleicht auch fitter als die junge Erwachsene. Mists wasserstoffblondes Haar klebte an ihrem Körper, während sie sich weiter nach vorne Kämpfte. Schlussendlich bekam sie den Beckenrand zu fassen und hielt an. Ihre Augen hielt die junge Frau geschlossen und atmete unregelmäßig, spuckte das Wasser aus, welches in ihre Mundhöhle gedrungen war. Für eine Weile blieb Mist so stehen, ehe sie die Augen öffnete und sich nach Serena umsah. War siie vor ihr angekommen?

    „Das Unmögliche zu schaffen, gelingt einem nur, wenn man es für möglich befindet.“

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  • Im Becken [Tabatha & Noire]

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    Eben noch hatte sie gedacht, dass ihr niemand antworten würde, und im nächsten Augenblick erklang ein leises Stimmchen hinter ihr, kaum zu venerhmen, da sie sich noch in ihrer eigenen Gedankenwelt befunden hatte. »Geschehen?«, wiederholte die noble Elfe irritiert, das Gesicht gerötet von der Hitze des Wassers, das ihren Körper umspielte. »Ich-«, begann sie, zögerlich, nicht wissend, wie sie sich selbst erklären sollte.

    Letztendlich aber stieß Tabatha einen kurzen Seufzer aus. »Nun, ich bin mir nicht sicher, inwiefern es sich herumgesprochen hat...« Sie machte eine vage Geste, um ihr Unwissen darzustellen, indem sie mit der Hand in Richtung des Ausgangs winkte. »Die...Rückkehr.« Sie wusste nicht, wie genau sie es bezeichnen sollte, weshalb sie zunächst keine Einzelheiten berichtete. Nun würde sie wohl auf die Reaktion der Fremden warten müssen.

  • Im Becken [Tabatha & Noire]


    Die Elfe reagierte glücklicherweise nicht abweisend, was Iris dazu bewog ebenfalls vorsichtig, ganz vorsichtig, erst einen Fuß und anschließend ihren ganzen kleinen Körper ins heiße Wasser zu bewegen. Sie schien mit ihren Worten auch etwas bestimmtes anzudeuten, wenngleich die Vampirin kein Gefühl dafür hatte Dinge, die nur indirekt angesprochen werden, richtig zu deuten. Iris hatte sich der Fremden gegenüber positioniert um sie direkt ansehen zu können, sofern es durch den Dampf des Wassers möglich war. Auf der Stelle schwamm sie ein wenig hin und her. »Die Rückkehr...«, wiederholte Iris und sah dabei ganz nachdenklich drein, so als wüsste sie genau worauf die Elfe hinauswollte. »Das klingt sehr dramatisch!«, fügte sie an und klang dabei gar ein wenig ehrfürchtig. »Aber... was ist denn zurückgekehrt?« Fragend legte das Mädchen den Kopf schief. Die Rückkehr der Jäger ins Dorf? Die Rückkehr verloren geglaubter Familie? Die Rückkehr eines schwarzen Magiers? Wobei, von letzterem hätte sie sicherlich gehört, immerhin war der böse Mann erst wieder aufgetaucht und das Dorf hatte sich mit aller Kraft verteidigen und ihn verscheuchen müssen! Oder wollte die Dame das etwas zurückkehrte, was sie verloren hatte? Aber nein... das machte keinen Sinn mit den Worten, die sie zuvor verlauten ließ. Inwieweit es sich herumgesprochen hat...

  • Im Becken [Tabatha & Noire]

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    Die Fremde schien tatsächlich nicht zu wissen, worum es sich handelte, und Tabatha hatte sich in eine missliche Lage gebracht. Was genau sollte sie nun tun? Ihr davon erzählen? Nüchtern betrachtet, handelte es sich bei Tabatha nun um eine Untote. Und dies sollte die Königin der Elfen sein! Welch Schande! Tabatha war sehr naturverbunden und wollte, dass zwischen allen Lebewesen Frieden herrschte, doch war sie der Meinung, dass niemand Gott spielen sollte. Der Tod war nichts, was man zu fürchten hatte, auch wenn ihr ihr Leben selbstverständlich lieb war und sie es unter allen Umständen auskosten wollte. Zwar war sie dankbar für ihre zweite Chance, doch auf der anderen Seite… Was verstorben war, sollte in Frieden ruhen. Diese Gedankenkette ließ ihr einen Schauer über den Rücken fahren. Womit hatte sie dies verdient? Diesen Fluch, diesen Segen? Ihren…Tod?

    Sie blickte das Mädchen an, direkt in ihre verschiedenfarbigen Augen. Wunderschön. »…ich.« Sie sprach diesen Wort zart aus, zaghaft, ein Hauch von Emotionen in ihrer sonst so ruhigen, neutralen Stimme. Warum erzählte sie ihr davon? Womöglich weil dies eine Fremde war, die keinerlei Verbindung zu ihr hatte. Und sie womöglich sowieso bald davon erfahren würde, immerhin sprach sich eine solche Neuigkeit rum. »Es ist eine komplizierte Geschichte«, gestand sie leise und wandte den Blick ab. »Möglicherweise erschreckend.«

  • [Iris Noire] & Tabatha | Im Becken



    Iris betrachtete mit ihren unterschiedlichen Augen die Fremde genau. Offenbar handelte es sich bei der Dame um eine sehr nachdenkliche Person, welche die Ruhe vorzog und sich nicht unnötig in andere Leute Angelegenheiten einmischen wollte und im Gegenzug das selbe von ihren Mitbürgern erwartete. Kurz zuckten die Mundwinkel der Vampirin und deuteten ein Lächeln an. Iris mochte das. Eine Person die wohlüberlegt an die Sachen heranging und überlegte, bevor sie sprach. Ob sie ein Geheimnis barg? Oh, ganz sicher tat sie das! Das silberhaarige Fräulein brannte innerlich darauf mehr zu erfahren, spannende Erzählungen waren ein Trost in dieser einsamen Welt!

    »Erschreckend.«, wiederholte Iris im Flüsterton und ihre Mimik war ganz und gar schockiert, so wie man es sich wohl wünschte, wenn man eine erschreckende Geschichte zu erzählen hatte. »Gruselig, ja fürchterlich gar?«, fuhr sie fort und nahm kurz die Hände vor den Mund, als hätte sie etwas unanständiges gesagt. Dabei war ihre Körperhaltung so kontrolliert, dass sie kaum Wasser aufspritzen ließ. Schade eigentlich! Iris hatte das heiße Wasser zu mögen gelernt. »Aber kompliziert, nein das mag ich so gar nicht.«, sagte sie ehrlich und so geradeheraus, wie sie es immer tat. »Aber ist es denn eine spannende Geschichte?«, hakte sie nach und ihre unterschiedlichen Augen leuchteten dabei auf. Iris gebot sich jedoch selbst ein wenig Einhalt. Leicht beschämt wandte sie den Blick ab und sah auf die dampfende Wasseroberfläche. »Verzeiht, ich wollte nicht zu aufdringlich werden! Wenn es etwas ist, dass Euch belastet müsst Ihr natürlich nicht darüber sprechen!« Sie lugte vorsichtig auf. In Wahrheit hoffte sie natürlich das Gegenteil. In dieser Hinsicht Zurückhaltung zu zeigen war unüblich für das Fräulein von der Walinsel und mit angebrachter Höflichkeit mit anderen Wesen zu reden erst recht. Üblicherweise sprach sie alles und jeden sehr direkt an ohne groß auf ihre Wortwahl zu achten. Die Fremde im Wasser brachte Iris jedoch dazu, ihr Verhalten ein klein wenig anzupassen. Das bedeutete nicht das Iris sich verstellte oder der Frau etwas vorspielte, bei aller Liebe nein. Aber war es nicht immer so, dass man sich instinktiv individuell auf die Persönlichkeiten einlässt, mit denen man es zu tun bekam? Das war ganz normal. Und die Fremde hatte Iris in jedem Fall neugierig gemacht - ein Grund sie nicht sofort vergraulen zu wollen, denn das passierte häufig schneller als gedacht.