Der Marktplatz

  • Vor dem Laden für exotische Güter] Beatrice & Eric

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    Ein leises Lachen verließ die Lippen des jungen Mannes als das noble Fräulein ihm einen Rat bezüglich seines Selbstbewusstseins ans Herz legte. Wirklich zuvorkommend von einer eigentlich Fremden. "Ich bin nur realistisch..." kommentierte Eric die Aussage der Anderen und meinte es eigentlich gar nicht so. Immerhin befand er sich nicht zwangsläufig in einer Lage, in der er ein Mädchen des Adels beeindrucken musste, oder doch? Genau genommen hatte er Sophia doch gerade erst wieder getroffen und die Sache zwischen ihnen war durchaus verquerer als das er sich darum Gedanken machen müsste mit welcher Art von materieller Gabe er bei ihr Eindruck schinden konnte. Das was sie brauchten war Zeit. Zeit und die Möglichkeit sich an das zu erinnern, was er vergessen hatte auch wenn die Hoffnung darauf eigentlich schon so gut wie gestorben war vor ihrem Treffen. Eric fühlte sich fast schon schuldig als das Fräulein sich mit einem entsetzten Gesichtsausdruck in seine Richtung drehte als die nicht wirklich Ernst gemeinten Vorschläge wie man ein Mädchen des Adels beeindruckte über seine Lippen gekommen waren. Er sie um Hilfe bat, die er doch eigentlich gar nicht brauchte. Zumindest nicht diese Art von Hilfe und die Silberhaarige wirkte jetzt nicht wie eine Zauberin, die auf magische Art und Weise seine Erinnerungen zurückbringen konnte. Der Blick seiner dunkelbraunen Augen wanderte über das hübsche Gesicht seines Gegenübers. Die Namenlose wirkte ernsthaft verstimmt durch seine Vorschläge und der junge Jäger hatte Mühe sich das Lachen zu verkneifen als sie schließlich in die Trickkiste griff um ihm einen Tipp zu geben. "Aber das wäre doch eine romantische Geste. Davon hört man doch immer in den Liedern der Barden..." Er verteidigte seinen Vorschlag, den die Fremde fast schon verspottete. Eric folgte der Bewegung der jungen Frau mit seinen Augen, inspizierte ebenfalls zum wiederholten Male das Schaufenster und die zahlreichen Einzelstücke, die dort in der Auslage waren. "Habt ihr auch einen Tipp für jemanden der sich an Nichts aus der Vergangenheit erinnert...?" harkte der junge Mann schließlich nach - fast schon beiläufig als würde er nur über das Wetter reden und damit war ihr die Aufmerksamkeit des hübschen Mädchens wieder gesichert. Nun drang ein ehrliches Lachen aus seiner Kehle. "Macht euch nicht die Mühe. Ich befinde mich nicht in der misslichen Lage ein passendes Geschenk für meine adelige Geliebte zu finden..." Mit diesen Worten löste Eric die Situation schließlich auf und versteckte sein Lachen ein kleines bisschen hinter seiner flachen Hand. Entschuldigend hob er schließlich auch die zweite Hand weil er fast schon befürchtete die Silberhaarige mit dieser Aktion ein wenig verärgert zu haben. "Aber ich halte mir euren teuren Rat selbstverständlich in Ehren..." Ein fast schon schelmisches Grinsen erschien auf seinen Lippen.

  • 4047-beatrice-pngBeatrice & Eric | vor dem Laden für exotische Güter


    „Ach wirklich?“ Die Prinzessin schüttelte ihren Kopf. Selten hörte sie den Liedern der Barden zu, meist waren es irgendwelche Nichtskönner die meinten nur weil sie ein Instrument spielen und einigermaßen gut singen konnten, gehörte ihnen die Welt und die gesamte Aufmerksamkeit der Menschen. Selten hatte sie eines dieser Wesen getroffen die sie wirklich beeindruckt hatte. „Barden singen doch nur von ausgedachten Szenarien. Als ob sie die Geschichten wirklich erlebt hätten. Das ist alles deren Masche, damit man hin und weg ist und ganz viele Taler in ihren Beutel steckte.“, vermutete sie und war davon auch eigentlich sehr überzeugt. „Menschen lassen sich von solchen Geschichten mehr beeindrucken als von Gesängen über Mittagessen.“ Das Mädchen schmunzelte, warf ihr silbernes Haar über ihre Schulter nachdem es hervor gerutscht war und schien doch weitaus mehr interesssiert an den Waren in der Auslage als zunächst gedacht. Vielleicht suchte sie auch nach etwas aus ihrer Heimat. Wenn man hier schon exotische Güter verkaufte, Dinge aus fernen Ländern, konnte es ja gut sein, dass auch etwas aus ihrem Königreich hier zu finden war. Obwohl sie den Handel auch nicht ganz mitverfolgte, erledigte das doch eher ihr Vater. Mit gehobenen Augenbrauen drehte sie ihren Kopf herum, beäugte den jungen Mann als dieser sprach. Etwas von verlorenen Erinnerungen erzählte. „Zu viel Met?“, fragte sie nach und seufzte. „Manche Menschen haben ihren Konsum nicht unter Kontrolle.“ Jetzt sprach sie von Menschen die gerne mal über den Durst tranken, die sich deshalb meist nicht mehr an irgendwelche Situationen erinnerten, aber irgendwie konnte man ihre Worte auch auf sie selbst ummünzen. In einer anderen Art und Weise, da sie selbst auch das Geld ihrer Eltern aus dem Fenster war. Für neue Kleider, für Schmuck aber warum auch nicht? Sie war immerhin eine Prinzessin. „Oder wie darf ich das verstehen?“ Bevor sie noch mehr Vermutungen aufstellte fragte sie der Höflichkeit wegen nach, ließ den Namenlosen dabei nicht aus den Augen und war dann doch enttäuscht als dieser erklärte dass es da keine Adelsdame gab, die er beeindrucken musste. „Ich hätte schwören können.“, seufzte das junge Fräulein und legte enttäuscht ihre Hand an ihre Wange. „Sie kamen mir doch so bekannt vor. Erst neulich sah ich einen jungen Mann Ihrer Statur in der Villa.“ Das stimmte zwar nicht so ganz, zumindest was das Aussehen des Jungen anging, aber vielleicht konnte sie so ja doch noch ein paar Details aus ihm heraus kitzeln. „Aber ich habe mich wohl geirrt.. Ist es ja doch selten dass sich der Adel mit den normalen Bürgern derart die Zeit vertreibt.“ Bestimmt wusste er auch ohne dass sie ihre Worte näher ausführte was genau sie meinte und sie schenkte ihm ein süßes Lächeln als er meinte, er wolle sich ihren Rat gut merken. „Ich hoffe doch!“, erwiderte sie und kicherte. „Ich verrate diese guten Tipps nicht jeden.“ Beatrice legte ihren Finger an ihren blass geschminkten Mund. „Wie ist Ihr Name?“, fragte sie schließlich, war es eigentlich gewohnt dass man sich ihr gleich vorstellte aber sie vergaß dann doch, dass sie nicht länger in ihrem Königreich war. Hier kannte man das Mädchen nicht. Wirklich anstrengend.

  • [Vor dem Laden für exotische Güter] Beatrice & Eric

    Eric lauschte den Ansichten der definitiv wohlhabenden Lady, welche, so musste sich der Jäger gestehen, doch sehr verbittert waren für das junge Alter seines Gegenübers. Dennoch kostete es den Dunkelhaarigen ein Schmunzeln. "Vielleicht solltet ihr ein bisschen an eurem Vertrauen in die Menschheit arbeiten..“ kam es schließlich über seine Lippen. Ganz bewusst hatte er eine ähnliche Wortwahl wie sie zuvor getroffen. Die Silberhaarige schien überzeugt von ihrer Meinung und gehörte wohl definitiv zu der Sorte Mensch, die nicht sonderlich leicht von ihrem Standpunkt abkamen selbst wenn man gute Einwände hatte. Eric war jedoch nicht hier um seine neue Bekanntschaft von ihrer Meinung abzubringen. Genau genommen war es ihm einerlei welche Lebensphilosophie dieses Mädchen vertrat. Wahrscheinlich unterschieden sie Welten. "Ich glaube ich fände Gesänge über das Mittagessen auch sehr ansprechend..." gab Eric schließlich zu bedenken und hörte im nächsten Moment seinen Magen knurren. Vielleicht wäre es doch vernünftiger gewesen als Erstes in der Bäckerei vorbei zu schauen. Entschuldigend lächelte er seine neueste Bekanntschaft an. Wahrscheinlich war es in Adelskreisen auch unhöflich so niedere Bedürfnisse wie Hunger zu empfinden. Der Blick des jungen Jägers folgte der eleganten Bewegung des Fräuleins. Sie war wirklich eine Schönheit, die aus der breiten Masse hervorstach soviel war sicher. Manchmal hatte es den Anschein als wäre der Adel schon von einer völlig anderen Aura umgeben als das gemeine Volk. Seine Aussage bezüglich seiner mangelnden Erinnerung wurde seitens der jungen Frau auch anders als gedacht aufgefasst, was ihm einen amüsierten Laut entlockte. "Oh sprecht ihr da etwa aus Erfahrung...?" kam es Eric gespielt überrascht über die Lippen. Er bezog sich keineswegs auf den Konsum von Alkohol aber gewiss hatte sein Gegenüber was Konsum anging so ihre eigenen Erfahrungen gemacht zumal sie wahrscheinlich auf nichts verzichten musste. Wahrscheinlich würde er sein vorlautes Mundwerk noch bereuen aber der junge Jäger hatte nicht vor seinen Gegenüber anders zu behandeln nur weil blaues Blut in ihren Adern floss. "Nein... ich sprach von einer Amnesie..." erklärte er schließlich und war sich zugleich sicher, dass der 'Scherz' den er sich erlaubt hatte nun keineswegs mehr die Wirkung hatte, die er ursprünglich hätte haben sollen als er ihn noch nicht näher erläutern hatte müssen. Anscheinend war das noble Fräulein fast schon enttäuscht als Eric ihr versicherte, dass er kein Interesse am Adel hatte - zumindest nicht so weit das er das Bedürfnis hatte sich mit einer Fremden darüber auszutauschen. "Vielleicht habe ich ja einen bösen Zwilling..." gab Eric schließlich zu bedenken und fuhr sich übers Kinn als versuche er sich an sein zweites Ich zu erinnern. "...oder ich bin der böse Part. man weiß ja nie..." Er lies es wie einen Scherz klingen - war es im Grunde auch aber tatsächlich hatte der junge Mann sich dieses Szenario schon öfter durch den Kopf gehen lassen. Nicht wirklich ob er ein böser Zwilling war aber viel mehr ob es etwas Dunkles in seiner Vergangenheit gab, dass ihn stehts verfolgte und nach wie vor Teil von ihm war. Es konnte durchaus sein, dass die Fremde ihn in der Villa gesehen hatte oder viel mehr vor der Villa als er Sophia nach Hause gebracht hatte aber so schnell wollte der Dunkelhaarige dann doch nicht mit der Sprache herausrücken. "Lebt ihr auch in der Villa? Ich habe euch hier noch nie gesehen..." stellte der Jäger schließlich fest. Wieder eine Tochter von einem der Saint de Coquilles? Die Familie war schließlich dafür bekannt, dass gefühlt alle paar Jahre ein neuer Vetter auftauchte. "Klingt als wärt ihr einem Skandal auf der Spur..." fügte Eric den Worten der Anderen schließlich hinzu. Sie machte ganz klar einen Unterschied zwischen Adel und gewöhnlichen Bürgern aber das wunderte ihn nicht wirklich. Es war schon die Art und Weise, wie sie auf das Volk herabblickte - als wäre sie etwas Besseres. Er war überrascht als so etwas wie ein Kichern über ihre Lippen kam - wieviel davon echt war und wieviel lediglich Show vermochte der junge Mann nicht zu sagen - dafür kannte er seinen Gegenüber zu wenig. "Oh wie unhöflich von mir. Ich bin Eric..." Er deutete eine Verbeugung an und als er den tiefsten Punkt dieser Geste erreicht hatte sah er die Dame durch seine dunkelbraunen Augen an. War es ihm überhaupt gestattet sich nach ihrem Namen zu erkundigen oder gehörte sich das nicht? Der Adel und seine Sitten waren ihm immer schon ein Rätsel.

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