Der Marktplatz

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    Neben dem Park befindet sich gleich der Marktplatz an dem jeden Samstag und Dienstag Bauern und Händler ihre Stände aufschlagen. Viele Menschen tummeln sich dann auf dem Platz um die besten und begehrtesten Produkte der Umgebung zu ergattern. Das Angebot reicht von Früchten und Gemüse bis hin zu Käse, Fisch und Imbiss-Ständen für den kleinen Snack zwischendurch. Das wilde und bunte Getummel, aber besonders die Vielfalt und das weitreichende Angebot locken viele Bewohner schon früh auf den Marktplatz.


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    NPC's:
    Name: Won Huang
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    Altersstufe: Erwachsener
    Größe: 1,73m
    Herkunft: Mineraltown
    Info: Won ist ein merkwürdiger Händler, der zum Teil wirklich seltsame Dinge verkauft. Ob sie ihr Geld wert sind müsst ihr selbst entscheiden, aber denkt vor einem Kauf lieber einmal mehr darüber nach ob er euch nicht übers Ohr hauen will.
    Job: Händler [Marktplatz]


    Name: Vesta Thomas
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    Altersstufe: Erwachsene
    Größe: 1,82m
    Familie: Tara [Nichte]
    Herkunft: Vergissmeinnicht-Tal
    Info: Vesta wirkt vielleicht auf den ersten Blick ziemlich grob, dennoch ist sie eine herzensgute Frau die vielleicht ab und an etwas übertreibt. Auf dem Markt verkauft sie ihr selbst angebautes Gemüse.
    Job: Händlerin [Marktplatz]

  • Spätabends, im Bus war es deutlich ruhiger geworden, kam der Reisebus auf dem hell beleuchteten Marktplatz zum Stehen. "Wir sind da! Diese Stadt wird eure neue Heimat!", brüllte Howard glücklich durch den gesamten Bus, sodass jeder der auch nur in geringster Weise geschlafen hatte wieder aufgewacht war. Der dicke Busfahrer öffnete zischend die Türen und trottete nach draußen, um dort die Koffer und Taschen auszuräumen. Zudem legte er auf jedes Gepäckstück eine kleine Stadtkarte und eine Liste mit den Wohnadressen, sodass jeder Bewohner sein neues Zuhause fand. Die Preise für Bus und Taxi dorthin wurde natürlich übernommen.
    Nun war es also soweit: eine neue Stadt, ein neuer Lebensabschnitt. Zeit, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und einen Schlussstrich zu ziehen. Oder?

  • [Ich hoffe das ist okay wenn ich das so schreibe]


    ~Dirk (noch im [zweiten] Bus)~


    Als der Bus durch die Straßen der neuen Stadt fuhr, war Dirk eingeschlafen, sein Kopf hämmerte bei jedem Steinchen über das der Bus fuhr gegen die Scheibe und ein Sabberfaden lief aus seinem Mund, doch er schlief, tief und fest. Nachdem er in Destiny Valley doch tatsächlich in den falschen Bus gestiegen war und er sich auf dem Weg nach Moskau befand, war der junge Mann ziemlich geschafft.


    Er saß also im Bus in Destiny Valley, hatte gar nicht realisiert, dass Minuten später ein zweiter Bus angefahren kam, in den die anderen dann eingestiegen waren. Er bekam auch kaum mit, dass der Bus ziemlich leer war als er mit einem Ruck losfuhr. Der junge Mann war einfach in Gedanken, an das Dorf das er zu diesem Zeitpunkt verlassen hatte. Der Bus hatte währenddessen einige Stopps gemacht und er füllte sich langsam. Dirk fühlte wie eine Frau ihm auf die Schulter tippte. "Entschuldigung, wissen Sie vielleicht, wann der Bus in Moskau ankommt?" Intuitiv schüttelte Dirk den Kopf ohne die Frau weiter zu beachten und widmete sich wieder seinen Gedanken. Nach einigen Minuten wurden seine Augen größer und er ahnte Böses. Was hat die gerade gesagt?? Hektisch schaute er sich im Bus um, lauter fremde Leute, niemand aus Destiny Valley. Schlagartig fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Er wandte sich zur Frau um die ihn gerade angesprochen hatte. "E-Entschuldigung sagten sie g..gerade Moskau??" Perplex nickte sie langsam. "D-das kann nicht sein sie.. sie müssen sich irren, dieser Bus fährt niemals nach Moskau." - "Doch doch. Hier steht's." sagte die Frau verwundert und hielt ihre Busfahrkarte hoch. Panik machte sich in Dirks Körper breit. "Ist alles in Ordnung mit Ihnen?" fragte die Frau besorgt, doch Dirk ignorierte sie, da er sich im Moment kein Stück rühren konnte. Ruckartig sprang er auf als der Bus an der nächsten Haltestelle hielt. Mit einem Affenzahn hastete er aus dem Bus heraus. Fragende Blicke von den Insassen des Gefährts, doch der Braunhaarige war viel zu sehr durch den Wind. Er suchte den Fahrplan nach Destiny Valley ab, doch welcher Bus fährt schon in so ein ausgestorbenes Kaff. JA GENAU, WELCHER BUS, AUSSER DIESER BUS DER UNBEDINGT ÜBER DESTINY VALLEY NACH MOSKAU MUSS! brüllte Dirk innerlich in sich hinein. Er wollte schreien, doch er konnte nicht, weil er überlegen musste was er tun sollte aber wie sollte er überlegen nach solch einem Schock? Also entschied er sich doch zu schreien. Er ließ ein animalisches Geräusch aus seiner Kehle dringen und trat zusätzlich noch gegen eine Laterne, hüpfte daraufhin auf einem Bein und hielt sich den Fuß, da die Laterne doch stärker war. Die Leute an der Haltestelle wandten verlegen die Blicke ab, als wäre Dirk ein Verrückter. So sah er vermutlich auch gerade aus. [...]


    Nach einigen Umwegen, welche einen 5km langen Fußmarsch in der Winterkälte beinhalteten, war er schließlich wieder in Destiny Valley. "Jetzt bin ich doch wieder hier..." murmelte er als er wieder vor dem großen mittlerweile leerem Haus stand. Hatte er sich doch vorher dazu gezwungen sich nie wieder umzudrehen stand er letztendlich wieder in seiner Ausgangsposition. Es war mittlerweile 5Uhr morgens und Dirk war einfach nur müde, in den Gasthof wollte und konnte er nicht mehr also legte er sich auf die Bank, deckte sich mit einer Decke, die er auf dem Rückweg gekauft hatte, zu und versuchte etwas zu schlafen. Nach 5 Minuten schlug er allerdings wieder seine Augen auf. Sein Magen grummelte in den letzten Stunden hatte er sich eigentlich nur von Schokolade ernährt. Er seufzte und starrte in den klaren Nachthimmel und fing an die Sterne zu zählen bis er schließlich eindämmerte.
    Nach einigen Stunden mehr oder weniger, eher weniger, erholsamen Schlaf hörte er ein Motorengeräusch. Er fuhr hoch und erblickte einen Bus. Schnell stand er auf und torkelte zum Fahrzeug. "Bus? Wo..Wohin?" fragte er den Busfahrer noch im Halbschlaf. Langsam begannen seine Gedanken klarer zu werden. "Äh. Guten Morgen, wo fährt dieser Bus hin?". Der Busfahrer lächelte freundlich und sagte ihm dass dies der Bus sei, der die Bewohner Destiny Valleys in die neue Stadt bringen sollte. Erleichtert atmete der junge Mann auf, holte seinen Rucksack und ließ sich in den gepolsterten Sitz fallen. [...]


    Nun ist der junge Mann in seiner neuen Heimat angekommen. Wer hätte gedacht, dass es so eine schreckliche Hinfahrt sein würde. Es kann ja nur besser werden. dachte er sich, mehr oder minder optimistisch, nachdem er sich den Sabber-faden vom Mund gewischt hatte und sich langsam dem Ausgang des Busses näherte. Er stieg also aus und versuchte sich zu orientieren. Prompt drehte er wieder um und ging zum Busfahrer. Noch ehe er ein Wort sagen konnte drückte ihm dieser eine Karte der Stadt und seine neue Adresse in die Hand. So stand er nun also auf dem Marktplatz der Großstadt. Dumpf nahm er die Geräuschkulisse der Autos und Menschen um und auf dem Platz war. Er fühlte nur wie der ganze Stress und die Anspannung von ihm abfiel. Wie in Trance winkte er ein Taxi zu sich heran und gab dem Fahrer geistesabwesend seine Adresse.
    Das letzte Fahrzeug in das er für die Reise in sein neues zu Hause stieg sollte also dieses Taxi sein. Mit einem zufriedenen abwesenden Grinsen auf den Lippen näherte Dirk sich seinem neuen Heim.

  • Sky war alles andere als erfreut darüber, alleine hier herumzuirren. Doch im Haus wäre ihm bestimmt die Decke auf den Kopf gefallen, nein, da lief er lieber etwas einsam durch die Gegend. Dank des Stadtplanes hatte er irgendwie ohne sich zu verlaufen, sogar den Marktplatz gefunden. Eigentlich hatter er gehofft, hier irgendwen oder irgendwas zu finden, doch er wurde bitter enttäuscht. Außer dass er einen Zettel mit irgendeiner Party in die Hand gedrückt bekam, war das Leben hier mehr oder weniger eingeschlafen. Wenigstens nervt mich hier auch niemand, dass ich wieder alles in den Griff bekomme. Es war nicht unbedingt die Tatsache, in eine Stadt zu ziehen, die ihn hierher gebracht hatte, sondern die Tatsache, endlich vor dummen Ratschlägen seine Ruhe zu haben. Er wollte sein Leben leben und seine Fehler machen, auch wenn sein Herz noch immer an Juliet hing.
    Wieder blickte er auf den Flyer, doch irgendwie war ihm nicht nach Verkleiden zumute. Wahrscheinlich würde er nur miesgelaunt sein und die letzte Party – ausgerechnet auch noch die Halloweenparty – war nicht so toll gewesen. Er hatte nicht nur seine Freundin vermisst, sondern auch nicht so viel Spaß gehabt, wie mancher dachte. Es fehlte damals eben einiges. Roberto war ihm auch nicht der Freund gewesen, den er brauchte, der meinte ja nur, er solle sich eine andere Braut nehmen, doch ein Aufreißer war Sky noch nie gewesen. Daher hatte er den Umzug hierher auch willkommen geheißen, was sogar seine Mutter irgendwie verstanden hatte. Sein Vater schien das ganze eher für einen Scherz zu halten, bis er dann auf den gepackten Koffern saß, war diesem klar geworden, dass sein Sohn erwachsen geworden war. Doch er vermisste auch seine Eltern, die Wärme und die Liebe. Er war jetzt auf sich selbst gestellt und irgenwie war das für ihn viel zu neu, als dass er Vorfreude empfinden würde. Wenn nur July hier wäre. schoss es ihn durch den Sinn und er seufzte leise, als er über den leeren Platz schlenderte.

  • ~Bepackt mit Cello, einem riesen Kleid und einem Franz-Kostüm stürzte die junge Frau auf den Marktplatz und blieb erstmal verwirrt stehen. Sie sah sich, leicht gehetzt um und fand eine eher geduckt gehende Person, die sie an jemanden erinnerte. Mit hochgezogenen Augenbrauen ging sie langsam näher, bis sie sich sicher war. "SKY!" rief sie aus, stürzte auf ihren Freund zu und sprang ihn samt Gepäck um den Hals. "Oh mein Gott, ich wollte dich suchen gehen! Ich hab von der Feier gelesen und habe mich gefragt ob du nicht vielleicht auch hinwillst und dann hab ich dieses Kleid gesehen und dachte nur, dass es perfekt ist und ich... es tut mir leid, dass ich so lange weg war. Ich weiß nichtmal wie lange. Irgendwie habe ich wohl geschlafen und ich kann mich an so gut wie gar nichts erinnern und ich weiß gar nicht, ob du mich noch überhaupt..." sie hielt bei diesem Gedanken geschockt inne. "Ich war doch nicht so lange weg, dass du dich... ich meine... das soll nicht unvertrauensvoll klingen, aber... dass du dir eine andere gesucht hast, weil ich einfach so lange weg war?" sie wich ein Stück zurück und sah Sky mit großen Augen an. In ihrem Innern herrschte ein ziemlicher Aufruhr, aber sie versuchte nichts nach Außen hin dringen zu lassen. "Ich... entschuldige, dass ich dich so angesprungen habe, ich wollte nicht... ich." Juliet ließ den Blick sinken und sah sich dann heimlich nach einem anderen Mädchen um, welches sie gleich ansprang, weil sie ihren Freund angesprungen hatte.

  • Irgendwie war Sky nach nichts zumute. Immer wieder sah er gedankenverloren auf den Flyer und musste sogar leicht lächeln, als er sich vorstellte, wie seine Mutter ihn dazu zwang, zu dieser Party zu gehen. Doch ebenso schnell verschwand das Lächeln wieder, es gab keinen Grund, warum er lächeln sollte. Plötzlich wurde er jedoch beinahe umgerannt. „Ju-Juliet.“ stotterte er benommen, ehe sie ihm schon fast die Ohren abkaute. Irgendwie brachte das den Brünetten wieder zum Lächeln. Irgendwie verstand er nichts und doch fast alles und beinahe hätte er vor Glück einfach gelacht, allerdings war ihm danach nicht so ganz. „Hol mal Luft, Juliet, und mach langsam. Du hast mich gesucht, und was ist mit der Party und mit...“ Er deutete auf das Gepäck in Juliets Hand, mit dem er überhaupt nichts anfangen konnte. Wobei er sagen musste, dass sie wundervoll aussah. „Ich habe dich irgendwie vermisst, es war nicht gerade leicht, auch wenn ich verstehe, dass du Zeit brauchtest, nachdem...“ Ja, er hatte das Versprechen gebrochen, sich nie im Leben zu besaufen und das auch noch mit dem Typen, der seine Mutter in den Suizid getrieben und ihn krankenhausreif geprügelt hatte. Irgendwie musste er in dem Moment dann doch feststellen, dass nicht jeder Freund ein wahrer Freund war und Roberto war alles andere als gut für ihn. Auch ein Grund, warum er sich lange nicht darum bempht hatte, Juliets Nähe zu suchen. Jetzt stand sie mit einem wundervollen Kleid, einem Cello und noch etwas in der Hand vor ihm und redete so durcheinander, dass er nicht wusste, was genau sie jetzt von ihm wollte.

  • With or Without You


    Sky bremste Juliet in ihrem irren Gefasel aus und sie versuchte ihre Gedanken zu sortieren. Noch bevor sie sich so weit gefangen hatte um sich zu erklären, sprach er auch schon weiter und es klang nicht so, als ob er sich eine andere geangelt hätte. Sie atmete etwas auf und winkte ab. "Ich hab so lange geschlafen, dass mir vieles sowieso nur noch dunstig im Kopf umherschwirrt. Also was auch immer war: vergeben und vergessen. Wir sind doch jetzt hier! In einer neuen Stadt und können komplett neu anfangen! Naja zumindest so weit, wie es einem möglich ist in einer WG mit lauter anderen Mädels aus Destiny Valley, aber ich meine... ich will versuchen nicht mehr als alten Sachen hinterher zu trauern. Meine Eltern waren scheiße und das werde ich nicht ausmerzen können, aber die ganze Zeit nur drüber nachzudenken was sie alles nicht getan haben bringt mich auch nicht weiter. Zickig kann ich auch ohne diesen Hintergedanken sein" erklärte die Blonde und sah zu Sky hoch. "Vielleicht kann man hier ja heilen" fügte sie dann leise hinzu und schwieg einen Moment. Bis ihr einfiel, dass er ihr Gebrabbel von vorher ja nicht wirklich verstehen konnte. Sie atmete nochmal tief durch und versuchte ihre Gedanken zu sortieren.
    "Aaalso. Ich wollte dich suchen kommen und ich dachte, dass der Marktplatz eine gute Idee sei, weil Marktplätze ja auch gerne so Infodinger haben. Und ich war in diesem Plaza. Das Einkaufszentrum von hier und habe mir ein Cello gekauft... ich würde es mir gerne beibringen... naja und da hat mir so eine Tussi die Flyer von der Feier gegeben uuund dann habe ich den Kostümverleih gesehen. Da hing dieses Sissikleid" sie hielt es ihm vor die Nase "Und die Filme laufen ja immer an Weihnachten, also warum nicht? Naja dann habe ich noch das Franzkostüm eingepackt, in der Hoffnung, dass du mitkommst wenn ich dich erstmal gefunden habe. Ich hab sogar eine Sissiperücke. Weil Frisieren ist mir doch zu blöd." Bei den letzten Worten zog sie sich besagte Perücke schief über den Kopf und musste wohl aussehen wie ein überfahrenes Eichhörnchen. Sie sah sich auf dem Platz um, ein kleines Cafe hatte geöffnet. "Äh... also... ich würde gerne zu der Feier gehen... mit dir. Für normales Reden bin ich momentan sowieso zu aufgedreht. Und ich möchte die anderen jetzt mit diesem Kleid überraschen. Vielleicht lassen die uns ja in dem Cafe auf dem WC die Kostüme anziehen..." Sie sah ihren Gegenüber mit großen Glubschaugen von unten an. Jetzt nur noch ein kleiner Lidaufschlag...


  • ~Raegar kommt an~
    Der Braunhaarige war von seinem Haus aus mit dem Bus hergefahren. Innerhalb von Riverport gab es eine gute Busverbindung, man konnte fast zu jeder Uhrzeit ins Stadtzentrum gelagen und auch wieder zurück. Eine der praktischen Eingenschaften des Stadtlebens, so fand er. An der Bushaltestelle angekommen verließ er diesen sobald die hintere Tür ein zischen von sich gab, raus aus dem stickigen Bus hinaus an die frische Luft. Der junge Mann ging auf den Marktplatz es herrschte überwiegend stille und der ganze Platz war wie ausgestorben, verständlich da Raegar sich an einem der Tage herbegeben hatte an dem kein einziger Händler seinen Stand errichtet hatte. Die Tage an denen auf dem Marktplatz reges treiben herrschte begrenzte sich auf Dienstags und Freitags. Der junge Mann war froh an einem eher wenig überlaufenen Tag hier eingetroffen zu sein, da er sich in dem ganzen Gedrängel und durcheinander nicht sonderlich wohlfühlte. Die Luft war trotz das es Mittag war noch relativ frisch und Raegar konnte seinen Atemn vor sich sehen. Mit gemütlichen Schritten schlenderte der Braunhaarige in die Mitte des Dorfplatzes und sah sich dort kurz um. Vielleicht würde der junge Mann auch noch in ein Cafe gehen oder sich eine sonstige Mahlzeit gönnen, da er bisher noch nichts gegessen hatte aus einem mickrigen Stück Toast. Und wer weiß vielleicht würde er ja noch das ein oder andere bekannte Gesicht sehen während seinem Stadtaufenthalt. Während Raegar sich durch den Kopf gehen ließ was er denn nun am besten machen könnte, setzte er sich auf eine niedrige Mauer und ließ seinen Blick über den leeren Platz schweifen.


  • ~Felicia kommt vom Cafe~
    Die junge Frau war durch die Straßen spaziert. Nach wie vor waren ihre Hände bepackt. In der einen Hand trug sie die Kuchenstücke und in der anderen den Chai Latte. Sie war auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen wo sie die Leckerbissen vertilgen konnte. Felicia war sich jetzt im nachhinein nicht mehr ganz sicher warum sie sich eigentlich für zwei Kuchenstücke entschieden hatte da sie schlussendlich eh nur einen schaffen würde. Zwei Stücke waren selbst für einen Kuchenfanatiker wie sie es war zu viel des Guten. Das zweite Stück für morgen aufzuheben war eine idiotische Idee da es dann einiges an Geschmack verloren hatte und nicht mehr so köstlich war wie eben heute. Vermutlich lag es daran das die Blondine niemals für etwas entscheiden konnte und um es sich nicht noch schwieriger zu machen hatte sie einfach beide Stücke gekauft ohne genauer darüber nachzudenken. Die Beine der jungen Frau hatten sie auf den Marktplatz geführt. Die Anzahl an Menschen beschränkte sich auf ein liebäugelndes Pärchen unweit von ihr entfernt und vereinzelte Leute die über den marktplatz hetzten. Einige von ihnen waren mit einem schwarzen Aktenkoffer bewaffnet und wieder andere trugen Arbeitsklamotten. Vermutlich eilten die Meisten von der Pause zurück auf die Arbeit. Irgendwie war es ein gutes Gefühl seinen freien tag genießen zu können während Andere sich abschufteten. Felicia entdeckte ein ihr bekanntes Gesicht. Sie hatte den jungen mann, welcher am Rande des Marktplatzes auf einer niedrigen Mauer saß, schon einmal irgendwo gesehen. Somit war sich die Blondine schon einmal sicher das es sich bei der besagten Person nicht um den Neuzuwachs in der Stadt handelte, von dem Tina gesprochen hatte. Mit dem Augenblick als Feli den jungen Mann erblickt hatte kam ihr eine blendende Idee. Sie beschleunigte ihre Schritte und näherte sich dem Brünetten. Wenn dieser sich an ihren Namen erinnerte könnte die Situation etwas peinlich ausfallen aber die Blonde konnte mit peinlichen Situationen gut umgehen da sie praktisch ständig Begegnungen dieser Art hatte. "Hallo. Du siehst hungrig aus. Wie wärs wenn wir uns diese Kuchenstücke teilen?" Mit einem herzlichen Lächeln auf den Lippen streckte sie dem jungen Mann das Pappteller entgegen auf dem zwei Kuchenstücke mit Plastikgabeln lagen und einfach nur köstlich aussahen. Felicias Plan bestand darin so die Hälfte von dem Schokokuchen und die Hälfte von dem Apfelkuchen abzubekommen. Das war der perfekte Plan und da sie die "Gastgeberin" war machte sie die Regeln. Schließlich nahm die Blondine neben ihm Platz und stellte auch ihren Chai Latte neben sich auf die Mauer.

  • Sky fühlte sich leicht überrumpelt, doch erst einmal ließ er sich nichts anmerken. Okay ihre Eltern waren zuweilen echt dramatisch, mit ihren Hang alles schlechter zu machen, als es war. Und sicherlich hatte Juliet nicht die ideale Kindheit gehabt, aber dafür konnte sie doch nichts. Nun war es an dem Braunhaarigen sich zu entschuldigen. „Ich hab doch auch Fehler gemacht, Juliet.“ murmelt er leise. Er war alles andere als der Musterknabe, für den ihn so viel hielten, auch er hatte seine Ecken und Kanten und war nicht rundgeschliffen. Im nächsten Moment schon erzählte sie von einer Party. Aber irgendwie war das nicht nach Skys Geschmack. Nicht die Party, die wäre sicherlich großartig, aber das Wort „Sissikleid“ sagte ihm schon, was Juliet für ihn in petto hatte.
    „Das ist nicht dein ernst, oder? Ich soll Kaiser Franz spielen, oder habe ich das jetzt falsch verstanden?“ entgeistert sah er seine Freundin an. Damit machte sie doch sicher nur einen Witz, oder? Doch in Blick in ihr Gesicht, sagte ihm, dass sie sich genau das vorstellte. Soeben war ihm die Lust auf Party vergangen. „Niemals ziehe ich das an.“ sagte er stur und weigerte sich vehement dagegen auch nur daran zu denken, wie affig er in dm Kostüm aussehen würde. Leider hatte er nicht mit dem gerechnet, was Juliet dann tat. Sie setzte ihren Dackelblick auf. Verdammt, nein, dass ist unfair. schoss es Sky in den Sinn, bevor er sich seufzen hörte. Anprobieren war ja nicht das Problem, den Wunsch konnte er der Freundin nicht verwehren. Also nahm er ihr das Kostüm ab und ließ sich extra viel Zeit mit dem Umziehen. Denn je länger er jetzt brauchte um so weniger Zeit musste er auf der Party verbringen. Endlich trat er aus der Toilette hervor und sah etwas Verlegen zu Juliet.

  • Sky war offensichtlich noch weniger begeistert von ihrer Kostümidee, als Juliet sich gedacht hatte. "Oh komm schon, als was würdest du schon gehen? Es ist doch nur so ne kleine Feier bei der alle verkleidet sind. Und so schlimm ist das Kostüm doch nun wirklich nicht!" versuchte sie ihn zu überreden, aber offensichtlich funktionierte ihr Hundeblick noch perfekt. Er schnappte sich seine Kleidungsstücke und verschwand in dem Café um sich umzuziehen. Juliet folgte ihm grinsend und zog sich ebenfalls um, doch als sie wieder nach draußen kam war er nicht da. Sie runzelte die Stirn und sah irritiert wieder nach innen. Himmel. Ich habe mich in dieses Kleid samt Corsage gezwängt, meine Haare unter die Perücke gezwängt UND geschminkt und bin früher fertig als er. Missmutig tappte sie mit ihrem rechten Fuß auf und verschränkte die Arme vor der Brust. "Verdammt, das ist doch nicht sein ernst! Ich seh super aus und er kommt nicht in die Gänge!" grummelte sie mittlerweile entnervt vor sich hin. Schnaubend betrat sie das Café wieder und setzte sich an einen Tisch. Was mit einem Sissikleid nun wirklich nicht einfach war. Als sie endlich saß wurde sie von allen Ecken betrachtet. Sie ignorierte die verwirrten und neugierigen Blicke und ließ sich von der Bedienung einfach irgendein "Überraschen Sie mich Stück Kuchen" und einen Kaffee bringen. Als das kam, war von ihrem Freund immer noch nichts zu sehen, also aß sie eben alleine. Schlecht gelaunt starrte sie gerade aus und überschlug die Beine. Erst auf die eine Seite und dann auf die andere. Wie oft sie das machte wusste sie nicht, aber irgendwann stand Sky vor ihr. "Na super und wohin wollen wir jetzt gehen? Meinst du die Feier ist noch im Gange oder was?" fragte sie schnippisch und sah ihn anklagend von unten an. Es tat ihr ein bisschen leid ihn so unter Druck zu setzen, aber leider nur ein bisschen. Sie bezahlte bei der Bedienung, welche unruhig neben ihr hin und her wippte. "Wenn du keine Lust hast sag es einfach und verkriech dich nicht stundenlang auf dem Klo" maulte sie noch und stand auf. Dabei kippte ihr Stuhl einfach um. Leise fluchend hob sie ihn wieder auf und verließ hocherhobenen Kopfes das Café.


  • Raegar saß nach wie vor auf der niedrigen Mauer am Marktplatz. Im Großen und Ganzen tümmelten sich die selben Menschen wie zuvor auf dem Platz, bis auf junge Frau die von weitem auf den Marktplatz zukam. Zuerst wusste er nicht wer die Person war die über den Platz spazierte und sich genau umsah, es hätte ja auch durchaus einer der Neuankömmlinge aus diesem kleinen Dorf sein können, dessen Besuch den Bewohnern von Riverport angekündigt wurde. Als die Person jedoch mit schneller werdenden Schritten näher kam und offensichtlich in seine Richtung lief erkannte er die Person, es war definitiv keiner der Neuankömmlinge. Der Braunhaarige kannte die Frau, welche beide Hände mit Kuchen bepackt hatte, allerdings nur vom sehen und ihr Name war ihm ein Rätsel. Mit einem Hallo wurde er von der Blondhaarigen angesprochen, es würde eine komische Situation entstehen, wenn sie ihn nun mit dem Namen ansprechen würde und er gestehen musste das er ihren garnicht kannte. Aber solange dies nicht geschah gab es für Raegar keinen Grund zur Sorge. Die nächste Satz der Frau machte den jungen Mann ein wenig perplex, sie sprach ihn darauf an ob er den Kuchen mit ihr teilen möchte, da er ziemlich hungrig aussehen würde. In der Tat war er sehr hungrig, aber der Braunhaarige hätte nie vermutet dass ihm das so sehr anzusehen war. Ein mickriges Toast ist eben keine ordentliche Mahlzeit, dachte er sich und sein Bauch begann leise zu knurren. Nun betrachtete der junge Mann die zwei Kuchenstücke, sie sahen fantastisch aus. Die Blondine hatte zwei Stücke dabei, ein Stück Apfel- und ein Stück Schokokuchen. Raegar liebte diese beiden Sorten, welche die Blondhaarige mit sich trug, er war nur froh das sie die Entscheidung treffen musste wer welches Kuchenstück bekam, denn er hätte sich vermutlich nicht entscheiden können. Raegar grüßte die Frau die sich mittlerweile neben ihm niedergelassen hatte ebenfalls. "Hallo,und ja liebend gern du kommst gerade zur rechten Zeit", er war überrascht von der Höflichkeit der Blondine und das sie bereit war mit ihm den Kuchen zu teilen. "Ich wusste gar nicht das man mir meinen Hunger so sehr ansieht", gab er der Frau erstaunt zurück. Diese antwortete ihm nicht sofort darauf und streckte ihm den Pappteller, mit der Plastikgabel darauf entgegen. Ihr herzliches Lächeln welches sie dabei auf den Lippen hatte bewegte den Braunhaarigen dazu ebenfalls zu lächeln. Dankbar nahm Raegar diesen in die Hand und wandte sein Gesicht zu der Person deren Namen ihm entfallen war. "Danke" , sagte er zu allererst bevor er weitersprach "Also du hast den Kuchen mitgebracht und du wolltest ihn auch mit mir teilen, somit entscheidest du auch wer welche Stück bekommt". Sie war sozusagen seine Lebensretterin, da er wirklich tierischen Hunger hatte. Mit großen Augen wartete der junge Mann ihre Entscheidung ab, was die Wahl der beiden köstlichen Kuchenstücke anging.


  • Noch hatte der junge Mann sie nicht mit dem Namen angesprochen also bestand für die Blonde noch Hoffnung, dass er ihren auch nicht kannte und sie sich nicht blamieren musste indem sie anfing gedanklich nach passenden Namen zu suchen um durch Zufall den richtigen zu nennen was ein Ding der Unmöglichkeit war. Warum machte sich die junge Frau über soetwas überhaupt Gedanken? Irgendwie würde sie seinen Namen schon herausbekommen oder nicht? So schwer konnte das ja nicht sein. Vielleicht ergab es sich ja im Gespräch und dann würde niemals ans Licht kommen, dass Felicia ein miserables Namensgedächtnis hatte. Einen Moment schien der junge Mann mit der Situation überfordert zu sein. Wer konnte es ihm verdenken schließlich war gerade eine ihm beinahe unbekannte Person auf ihn zugekommen und hatte ihm angeboten ihren Kuchen mit ihm zu teilen. Bestimmt passierte das nicht täglich. Beim Anblick der Kuchenstücke knurrte dem Namenlosen der Magen und seine Augen begannen förmlich zu leuchten. Die Blondine musste sich ein Grinsen verkneifen, was ihr allerdings nicht vollkommen gelang. Eigentlich hatte sie nur geblufft. Wie hätte man ihm auch ansehen sollen, dasss er hungrig sei? Das war doch ein Ding der Unmöglichkeit. Ob sie es ihm auch sagen oder sich weiter über die Verwirrung des Anderen amüsieren sollte? "Nein, ich hab nur zuviel gekauft weil ich mich nicht entscheiden konnte und weil du der erste bist der mir über den Weg lief hast du das Glüch auch ein wenig von dem Kuchen abzubekommen.", klärte Felicia schließlich die Situation obwohl ihr der Gedanke die Gefühle der Menschen zu erahnen viel zauberhafter vorkam. Die Blondine liebte es so vor sich her zu träumen. Es verlieh dem Alltag fast schon ein wenig Magie. Nachdem die junge Frau dem Unbekannten das Pappteller förmlich aufgezwungen hatte, schnappte sie sich eine der beiden Plastikgabeln und nahm mir nix dir nix einen Happen von beiden Kuchenstücken. "Ist doch ganz klar. Jeder nimmt ein bisschen von jedem Stück, so kommt man in den Genuss von wundervollem, fruchtigen Apfel und süßer, zarter Schokolade." Die Augen der Blonden strahlten und man konnte ihre Liebe zu allerlei Süßem regelrecht spüren. Es war ein wahres Wunder, dass Felicia nicht zunahm, bei den zahlreichen Süßspeisen die sie vertilgte. Viele Frauen beneideten sie darum und vermuteten, dass die Blonde sehr viel Sport betrieb um sich fit zu halten doch dem war nicht so. Felicia war vermutlich die unsportlichste Person in ganz Riverport. Bisher hatte die junge Frau einfach nichts gefunden, dass ihr Spaß machte. Sie wollte ihre Freizeit immerhin nicht damit verschwenden unlustige Dinge zu tun und sich selbst an die körperlichen Grenzen zu treiben. Jeder wie er meinte.
    Der Geschmack des Kuchens machte sich in ihrem Mund breit und die Blonde begann zu schwärmen. "Oooooh sie sind sooo lecker. Schnell. Probier sie." Blitzschnell hatte sich die junge Frau die andere Gabel geschnappt und ein Stückchen vom Schokokuchen darauf geladen. Nun hielt die es dem verduzt blickenden jungen Mann hin und erwartete von ihm, dass er seinen Mund öffnete, wie es kleine Kinder taten wenn man sie fütterte. Dies war wieder ein Beispiel dafür das die Blondine sich nicht der Norm entsprechend verhalten konnte. Immer hob sie sich davon ab und brachte sich sellbst und andere Menschen in komische Situationen. Aber so war sie nun mal und die junge Frau dachte nicht daran sich zu ändern. Es war doch schön wenn man anders war oder nicht?


  • Während die Blondine wieder die Kontrolle über die Kuchenstücke übernahm, indem sie sich eine der Plastikgabeln, welche auf dem Teller lagen, schnappte versuchte Raegar auf den Namen der jungen Frau zu kommen. Er ging im Kopf alles durch was er über sie wusste, oder glaubte zu wissen. Die Frau die den Kuchgen bei sich trug war definitiv nicht neu in Riverport, das wusste er. Der braunhaarige Mann war der Blondine auch schon öfter über den Weg gelaufen aber ihr Name fiel ihm zurzeit nicht ein. Hatte er ihn überhaupt jemals gekannt? Er war sich nicht sicher. Seine Gedankengänge wurden durch die Stimme der Dame unterbrochen. Sie sagte ihm das sie nur geblufft hatte und sie ihm seinen Hunger garnicht angesehen sondern nur jemanden gesucht mit dem sie denn Kuchen teilen konnte, da sie ihn nicht allein geschafft hätte. Dennoch war es ein glücklicher Zufall für Raegar denn er war wirklich hungrig. Sie schlug vor das jeder die hälfte eines Kuchenstückes bekam, der Vorschlag war besser als Raegar sich erhofft hatte, denn auch er wollte in den Genuss beider Kuchenstücke kommen. Dankbar nahm Raegar die Gabel von dem Teller, während sein Gegenüber ihm noch mehr Lust auf den Kuchen machte, indem sie ihn mit Worten umschrieb die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen ließen. Der Braunhaarige mochte die Art der Blondine, auch wenn diese ein wenig quirlig und verpeilt war, so war es das was der junge Mann liebenswert an ihr fand. Und wie er es erwartet hatte ließ die Quirligkeit der jungen Frau auch nicht lange auf sich warten. Nachdem sie ein Happen der Kuchenstücke probiert hatte forderte sie ihn auf schnell ein Stück zu probieren. "Danke", sagte Raegar lächelnd und nahm sich die Gabel und nahm sich ein Stück des Apfelkuchens. Der Apfelkuchen war köstlich, die Blondine hatte nicht übertrieben was die Beschreibung der Kuchenstücke anging. Ein schmunzeln legte sich auf Raegars Lippen, der Kuchen füllte seinen Magen und der Geschmack war einfach nur fantastisch. Der Braunhaarige lud sich auch noch ein Stück Schokotorte auf die Gabel und vertilgte es. " Der Kuchen ist ja wirklich fantastisch, wo hast du den Kuchen denn her?". Jetzt kam ihm jedoch auch wieder in den Sinn das er den Namen der jungen Frau noch garnicht kannte, er war sich zwar unsicher ob er nachfragen sollte, da es eventuell peinlich für ihn werden könnte aber den Gedanken verwarf er schnell wieder und er beschloss sich nachzufragen. "Ähm also das klingt jetzt vielleicht komisch aber könntest du mir sagen wie du heißt? Ich habe dich schon öfter in Riverport gesehen aber ich glaube nicht das wir uns richtig kennen. Ich bin Raegar freut mich dich kennen zu lernen", teilte er ihr mit einem leichten lächeln mit. Er hoffte das sie ihn auch nur vom Sehen her kannte und ihm diese Bemerkung nicht übel nehmen würde, was bei ihrer Quirligkeit und Frohantur eher unwahrscheinlich schien.


  • Mit einem Lächeln auf den Lippen schnappte sich der junge Mann schließlich die Gabel und probierte von dem Kuchen. Es freute die Blonde den verzückten Ausdruck auf seinem Gesicht zu sehen als sich der köstliche Geschmack der Süßspeise sich in seinem Mund ausbreitete. Genau dieser Gesichtsausdruck machte ihren Beruf so besonders, nahezu einzigartig. Vielleicht war Felicia ja die Einzige die so dachte aber dies war ihr egal. Klar gäbe es noch eine Vielzahl an anderen Berufen, die einem auch mehr Geld einbrachten aber für die Blonde war Geld eher zweitrangig. Klar, man brauchte es zum Leben aber warum sollte sie einen Job machen, der ihr nicht gefiel nur um mehr Geld zu haben? Für Felicia war es wesentlich wichtiger, dass es ihr Spaß machte und das sie meistens mit Freude zur Arbeit ging. Okay das war vielleicht zu viel verlangt da die Blondine so ihre Schwierigkeiten mit dem Aufstehen früh morgens hatte aber im Grunde war sie zufrieden wenn sie dann schließlich auf der Arbeit war. "Ja, er schmeckt wunderbar. Wunderbar ist noch gar kein Ausdruck. Es muss erst ein Wort erfunden werden, dass dieser Köstlichkeit gerecht wird.", schwärmte Felicia und genoss jeden Bissen so als wäre es der letzte ihres Lebens. Menschen, die auch die kleinen Dinge des Lebens zu schätzen wussten und denen man damit auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, waren der Blondine von Anfang an sympatisch. So auch ihr Gegenüber. "Er ist aus dem Cafe in dem ich arbeite. Wahrscheinlich hat ihn eine Kollegin von mir gemacht, da ich heute frei habe.", erzählte Felicia stolz und es sah beinahe so aus als würde sie mit den Worten, die über die Lippen des Braunhaarigen kamen wachsen, dabei hatte sie diesen Kuchen nicht mal selbst hergestellt. Vielleicht war die junge Frau einfach stolz in einem Job zu arbeiten in dem man seine Kreativität ausleben konnte. Sie liebte es von Kunden bestellte Torten zu backen und diese dann auf die außergewöhnlichste Art zu verzieren. Dennoch hielt sich die Blonde etwas zurück schließlich wollte sie den jungen Mann nicht langweilen oder gar verscheuchen auch wenn es so schien als würde er auch Interesse heucheln selbst wenn seinerseits keine besteht. Er wirkte wie eine freundliche Seele, die niemanden mit Absicht verletzen würde. Als der Namenlose sich schließlich nach ihrem namen erkundigte senkte die junge Frau den Kopf. Sie hatte sich also doch nicht geirrt. Die beiden kannten sich nicht oder zumindest nur vom Sehen her. Was bedeutete: Sie war keine absolute Niete was die Merkfähigkeit anging. Beinahe wären Felicia Freudentränen in die Augen gestiegen aber sie beschloss ein Späßchen darauß zu machen und so verharrte sie in ihrer Position. Der Kopf war nach wie vor gesenkt und ihr Blick auf ihren Schoß gerichtet. " Du erinnerst dich nicht mehr?", fragte Felicia mit gespielt betrübter Stimme. Vielleicht würde sie es noch schaffen falsche Tränen zu weinen. "Es war eine so bedeutsame Nacht für mich!" Die junge Frau krallte sich mit beiden Händen in ihrem Kleid fest und sah den Braunhaarigen mit tränengefüllten Augen an. Eine vereizelte Träne kullerte schließlich auch über ihre Wange. Die Blonde schluchzte. Sie war gerade selbst von ihrem Schauspieltalent überzeugt. Möglicherweise solte sie eine Umschulung zur Schauspielerin machen. Als sie den irritierten Blick des Braunhaarigen, welcher sich als Raegar vorgestellt hatte, schaffte Felicia es nicht mehr ihre Rolle zu spielen und herzhaftes Lachen verlies ihre Lippen. Mit eienr Hand wischte sie sich die Tränen aus den Augen und grinste den jungen Mann an. " Es tut mir Leid. Ich konnte nicht anders. Mein Name ist Felicia." Die Chance, dass Raegar jetz aufstand und das Weite suchte war ziemlich hoch. Möglicherweise hatte sie ihn mit diesem Auftritt verscheucht aber Felicia bereute es nicht. Wenn man mit ihrer Art und Weise nicht klar kam, konnte man ihr gut und gerne aus dem Weg gehen.


  • Raegar hatte den Kuchen ja selbst gekostet und wusste das er schlicht weg fantastisch schmeckte aber dennoch hatte der junge Mann gerade das Gefühl das die Blondine sich ein wenig zu sehr in diese Sache hereinsteigerte. Sie begann Floskeln loszulassen als würde sie gerade in diesem Moment über verschiedene Kuchenarten dichten, wahrhaftig eine Frau der Poesie. In gewisser Weise amüsierte Raegar die Übertreibung des jungen Dame, andererseits musste er jedoch zugeben das die beiden Kuchenstücke verdammt köstlich waren. Nun konnte Raegar den Stolz seines Gegenüber nachvollziehen, denn sie arbeitete in dem Cafe wo man diesen Kuchen herstellte und so wie er eben erfahren hatte arbeitete sie dort selbst als Konditorin. Es war vermutlich der beste Kuchen den man in der umliegenden Umgebung finden konnte und somit war ihr Stolz durchaus berechtigt, auch wenn der heutige Kuchen nicht von ihr stammte. Aber den Kuchen den die Blondine zubereitete würde wohl kaum schlechter sein als dieser, vermutlich sogar noch besser, da sie ihrem Beruf mit aller Liebe und Hingabe nachging. Das würde jeder merken, denn so wie sie darüber sprach machte ihr das Backen Spaß, ja es erfüllte sie in gewisser Hinsicht. Der Braunhaarige fand es bewunderswert wenn jemand seine Tätigkeit mit solcher Hingabe ausführte, alles andere wäre aber auch unsinnig, wie er fand, war brachte es einem denn einer Tätigkeit auszuüben wenn man schon jeden Tag mit einem üblen Gefühl aufstand? Und das alles nur des Geldes wegen. Diese Menschen konnte er nicht verstehen und letztendlich hatten sie sich jeden Tag gequält und wurden von dem Geld doch nicht glücklicher, wie die Blondine gegenüber von ihm es war. Jedoch wartete der Braunhaarige noch immer auf die Antwort der jungen Frau, ob sie seinen Namen kannte. Die Blondine begann mit fünf Worten die meist nichts gutes verhießen. "Du erinnerst dich nicht mehr?", gefolgt von "Es war so eine bedeutsame Nacht für mich!", die Reaktion der Blondine auf seine Frage von vorhin ließ ihn irritiert aus der Wäsche gucken. Zudem krallte sie sich währenddessen an ihrem Kleid fest und Tränen flossen über ihre Wangen. Raegar war kurz davor reiß aus zu nehmen und sich die nächstbeste Ausrede einfallen zu lassen. Er wusste nicht wovon die junge Dame sprach, oder welche Anforderungen sie ihm nun noch stellen würde, nachdem sie diese Dinge erwähnt hatte. Jedoch konnte er kaum glauben das er sich nicht daran erinnerte, eventuell war die Blondine auch nur eine gute Schauspielerin und sie wusste seinen Namen auch garnicht. Der Braunhaarige beschloss also sich auf das Spielchen einzulassen. Dochg noch ehe er dazu kam begann die junge Frau zu kichern und ihm zu gestehen das es alles nur ein Scherz war, und das ihr Name Felicia lautet. Aus dem irritierten Blick ließ Raegar einen traurigen Gesichtsausdruck entstehen. "Und ich dachte echt du erinnerst dich wirklich daran Feli, ich war nur zu schüchtern dich zu Fragen.", gab er enbenfalls mit betrübter Stimme zurück. "Ich war damals doch nur Zigaretten holen und als ich zurück kam, hattest du dir den Kopf angeschlagen weil du im Bad ausgerutscht bist. Macht dir deine Amnesie immer noch so zu schaffen?", fragte er Felicia. Und ohne auf ihre Antwort zu warten dramatisierte er noch mehr "Ich bin froh das du dich immerhin an deine Arbeitsstelle im Cafe erinner kannst. Weiß der Doktor davon das du dich immer nocht nicht an alles erinnerst? Vielleicht sollten wir ihn aufsuchen und mit ihm über unsere Beziehung sprechen, bevor du dein Gedächtnis verloren hast.", er stand auf und nahm die Blondine an der Hand. "Kommst du mit Schatz? Ich sorge mich um dich wir sollten wirklich zum Arzt gehen.", vermutlich hatte Raegar etwas zu dick aufgetragen aber wenn Felicia auf diese Situation anspielte so hatte er kein Problem damit die Geschichte weiterzuspinnen. Er ließ die Hand der Blondine dann wieder los und kehrte ihr langsam den Rücken zu. "Erinnerst du dich denn wieder an die anderen Personen aus Riverport? An alle außer an mich?", er versuchte so traurig zu klingen wie möglich. Er wartete nun gespannt auf die Antwort der Blondine und flüsterte noch leise "Dann soll es wohl nicht sein... Daran kann der Doktor wohl auch nichts ändern", dramatisch wankte er ein paar Schritte nach vorn um dann letztendlich doch stehen zu bleiben. Raegar war auf die Reaktion von Felicia gespannt und konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Zum Glück konnte die Blondine das nicht sehen da er dieser immer noch den Rücken zuwandte.


  • Das schockierte Gesicht des Anderen verschwand schnell wieder aber er hatee scheinbar beschlossen noch länger hier zu verweilen. Felicia war froh, dass sie noch eine Weile die Gesellschaft Reagars genießen durfte. Er schien nett zu sein und die Blondine brauchte sowieso eine Beschäftigung für den Nachmittag und da war die Anwesenheit des Braunhaarigen nicht die schlechteste Wahl. Eigentlich hätte Felicia ihr Spiel noch gerne weitergespielt aber sie wollte Raegar nicht erschrecken und vertreiben und so gestand sie ihm, dass sie lediglich ihr Späßchen mit ihm trieb. Wenn sie so weitermachte würde sie ansonsten noch in einer Klappsmühle landen. Man brauchte nur an den Falschen geraten, der das Leben zu ernst nahm. Ein Hauch von Panik war in Felicia aufgekommen. In einer Irrenanstalt würden sie sie bestimmt niemals wieder gehen lassen. Sie hatte einen an der Klatsche und sie stand da zu aber wollte dies um nichts auf der Welt ändern. Die junge Frau war stolz darauf sich von der Mehrheit abzugrenzen. Sie war gerne ein wenig anders. Das Wort 'normal' war für sie persönlich ziemlich negativ behaftet. Aus diesem Grund wollte sie auch um nicht auf der Welt damit in Verindung gebracht werden. Felicia kannte Mittel und Wege wie sie das verhindern konnte.
    Alles was nach ihrer Beichte passierte hätte die Blondine niemals erahnen können. Ihr Gegenüber war besser als sie selbst. Er war ein wahrer Meister in dem was er hier tat. Möglicherweise stand die Blondine gerade einem Schauspieler gegenüber. Sie wusste es schließlich nicht, zuzutrauen war es Raegar. Das Können brachte er auf jeden Fall mit und er war auch ganz schön anzusehen, so wie man es von Schauspielern eben kannte. Auf jeden Fall schaffte der Braunhaarige es, dass Felicia ihm für den Hauch einer Sekunde glaubte oder zumindest an der Realität zu zweifeln begann. Wie konnte sich die Blondine sicher sein, dass er nicht die Wahrheit sprach. Auch in Filmen gab es immer wieder solche Geschichten und diese waren bestimmt nicht an den Haaren herbeigezogen oder? Mit großen Augen sah sie zu Raegar hoch, welcher in der Zwischenzeit aufgestanden war. Felicia beobachtete den Braunhaarigen aufs Genaueste. Irgendwie musste er sich verraten. Seine Geschichte war zu glaubwürdig und es fiel der jungen Frau schwer weiterhin darauf zu beharren, dass er nur ein Spielchen spielte. Irgendwann griff der Andere nach ihrer Hand. Hatte er ebenfalls diese Angewohnheit wie sie sie hatte oder entsprach seine Geschichte der Wahrheit? Es hatte der Blondine die Sprache verschlagen und das schaffte bei Gott nicht jeder. Für gewöhnlich musste man sie in ihrem Redefluss stoppen aber plötzlich kam kein Wort mehr über ihre Lippen. Es war unfassbar wie realistisch man dieses Netz spinnen konnte ohne lachen zu müssen. Was wenn e war war? Unbewusst fasste sich Feli an den Hinterkopf. Wenn seine Geschichte stimmte dann musste sich an ihren Hinterkopf doch eine Narbe befinden oder nicht? Bisher war der Blonden niemals eine aufgefallen aber um ehrlich zu sein hatte sie auch nicht sonderlich darauf geachtet. Soetwas konnte man doch auch gut übersehen zumal sie sich unter den Haaren befinden musste. "Vielleicht sollten wir zum Doktor gehen...gemeinsam." Felicia wählte ihre Worte mit Bedacht. Wenn diese ganze Geschichte eine Lüge war, würde ihr Gegenüber spätestens vor der Arztpraxis kehrt machen und seine Lüge gestehen. Die Blondine hakte sich bei dem Braunhaarigen ein und zog ihn mit sich. Im laufe des Weges oder am Ziel würde die Wahrheit ans Licht kommen und Felicia hatte nicht vor es dem jungen Mann leicht zu machen. Ein schlemisches aber zufriedes Grinsen schlich sich auf ihre Lippen.


  • Als der junge Butler den Marktplatz erreichte, hatten einige der Händler bereits ihre Stände geschlossen, doch zum Glück kannte er die meisten bereits so gut, dass sie ihm dennoch etwas verkauften. "Dass mir das bloß nie wieder passiert..." Noch immer hatte er ein schlechtes Gewissen, dass er seine Arbeit vernachlässigt hatte, auch wenn Amir ihm das vermutlich nicht einmal übel nehmen und darüber lachen würde. Nichts desto trotz war es ihm ungemein peinlich, als Bediensteter gehörte sich so etwas einfach nicht. Mit dem Korb in der Hand schlenderte er von Stand zu Stand um frischen Fisch, Obst und allerlei anderer Dinge zu kaufen. Schließlich machte er bei einen Händler halt, den er noch nie hier gesehen hatte. Er verkaufte allerlei Sorten Käse, auch solche, von denen er noch nie zuvor gehört hatte. Sofort schlug das Herz des jungen Mannes höher, schließlich war er nicht nur Butler sondern auch leidenschaftlicher Koch (wovon sein Butler-Dasein natürlich profitierte).


  • Eigentlich wusste die Blonde gar nicht was genau sie auf den Marktplatz lockte, aber schließlich war sie eben hier und wenn sie schon mal da war, dann konnte sie sich doch auch noch ein wenig umsehen, oder? Der Platz war voller Stände, einige hatten schon geschlossen, aber die wenigen die noch geöffnet hatten sahen trotz allem ziemlich vielversprechend aus. Da die Blonde sich zuvor etwas aus dem Kühlschrank genommen hatte nahm sie sich also jetzt vor ihn wieder etwas aufzufüllen. An einem Stand fand sie frisches Obst, dass tatsächlich noch frisch war, obwohl es schon den ganzen Tag hier herum lag. In den normalen Supermärkten sah es dann immer mal wieder schon schlecht aus, aber die Bananen, Äpfel und Trauben hier waren rundum perfekt. Als nächstes fiel Amy ein Käsestand auf, der alle möglichen Sorten Käse aus aller Welt anbot. Klang ja ziemlich vielversprechend, aber sie kannte sich kein Stück damit aus. Zu ihrem Glück stand ein nett aussehender Kerl neben ihr. Er sah so aus, als ob er mehr Ahnung von den fremdklingenden Namen hatte als sie (was ja aber auch keine Kunst war). "Entschuldigung. Kennen sie sich mit Käse aus? Was würden sie denn empfehlen?" Die Blonde lächelte den Fremden an. Im Gegensatz zum Standbesitzer schien er gerade Zeit zu haben, weshalb es doch nicht unhöflich war zu fragen, oder?


  • Sehr interessiert daran, seinem Herren mal etwas neues vorsetzen zu können, studierte er genauestens die fremden Käsesorten. Manche trugen Titel, die er weder lesen, noch aussprechen konnte, andere wieder herum waren zwar aus Deutschland, darunter auch sehr seltsame Exponate wie Bierkäse, aber kennen tat er sie trotzdem nicht. Auch verschiedene Frischkäse Sorten hatten sie im Angebot, Cranberry Frischkäse und Meerrettich Frischkäse zum Beispiel. Was sollte er zuerst probieren? Während er über den vielen verschiedenen Sorten grübelte bemerkte er nicht, wie sich eine hübsche junge Frau zu ihm gesellte. Erst, als sie ihn ansprach, schreckte er aus seinen Gedanken. „Nun...um ehrlich zu sein sind diese Sorten mir auch recht neu, tut mir Leid. Aber ich denke Empfehlungen könnte ich selbst dann nicht aussprechen, schließlich hat jeder einen eigenen Geschmack. Wenn ich ihnen etwas empfehlen würde, dann wäre es, einfach etwas aus zu probieren.“ Vermutlich würde er das selbe tun. „Mein Name ist übrigens Sanjay, freut mich jemanden kennen zu lernen der ebenfalls Interesse an ungewöhnlichem Essen hat!“, stellte er sich schmunzelnd vor. Immerhin gebot es sowohl seine Erziehung, als auch sein stand als Butler sich höflich vorzustellen. Außerdem war ihm die junge Dame wirklich sympatisch.