Der Dorfplatz

  • [Gabriel] mit Marie | kommen an



    Damit war es beschlossene Sache. Noch vor dem Gasthaus teilten sie ihre Sandwiches und Empanadas und gestärkt nach dem Abenteuer im Labyrinth sowie mit einem neuen Ziel vor Augen, spazierten sie daraufhin zum Dorfplatz. Weit war es ja nicht. Gabriel mochte dieses Dorf irgendwie. Es wirkte so viel entspannter als Riverport! "Als was willst du dich verkleiden?", fragte der junge Latino, während seine Augen über den kleinen Platz wanderten. Hier gab es aber viel! "Oder machst du es ganz davon abhängig, was wir so finden?", fügte er mit einem Grinsen im Gesicht hinzu. Falls sie überhaupt etwas fanden. Sie konnten ja schlecht die Anwohner beklauen? Aber leihen - ja, leihen! Wenn sie liebt fragten? Hmmm.

    Gabriel hob schließlich einen Mini-Totenkopf vom Boden auf und steckte ihn behelfsmäßig auf ein Holzstück, um sich daraus ein 'Mikrofon' zu bauen. Dann begann er: "Zu unserer Linken finden sie eine Riesenladung von Kürbissen und ihre Schnitzer am Werk. Als wandelnder Kürbis oder Vogelscheuche geben wir bestimmt ein gutes Bild ab, kommen aber nicht sauber aus der ganzen Sache heraus." Er drehte sich weiter Richtung Mitte zur Snackbar. Doch dort blieben seine Augen nicht hängen, sondern stattdessen am Schild daneben, welches zu den Toiletten zeigte. "Oder aber wir suchen die hiesige Latrine auf, um uns mit Klopapier einzudecken. Das Ergebnis wäre ein Mumienkostüm, welches sicher einzigartig wäre!" Vorausgesetzt es gab genug Toilettenpapier für dieses Vorhaben. War es nicht meistens auf derartigen Festen so, dass es meistens sowieso komplett fehlte? Uuuugh. Sein Blick wanderte schnell weiter. "Alternativ zu unserer Rechten - ein magisches Zelt mit magischen Inhalten?" Er stutzte. "Ehrlich gesagt Marie, keine Ahnung was dadrin ist.", unterbrach er seine kleine Showrede. "Kostümverleih ja wohl kaum, sonst hätten sie sich mit dem Gratis Essen ja selbst ins Aus geschossen. Kam dir schon eine Idee?" Damit ließ er sein improvisiertes Totenschädel-Mikrofon sinken - der Knochen hielt tatsächlich erstaunlich gut am Holzstück fest - und drehte sich zu seiner Mitschülerin um.

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    Hina & Chase | vor dem Gruselkabinett


    Mit ihren Fingern strich sie sich über die Lippen, versuchte damit vielleicht ein bisschen das Chaos in ihrem Gesicht zu beseitigen und hob letztendlich doch ihre schmalen Schultern und näherte sich Chase wieder. „Das gehört zu meinem Kostüm..“, erklärte das Mädchen und schloss seinen Zipper wieder bis oben, grinste in das Gesicht des hübschen Mannes. „Schließlich ist der Teufel doch für unartige Dinge bekannt. Oder nicht?“ Sie biss sich auf die Unterlippe und warf einen Blick über ihre Schultern, da sie schon ein bisschen voraus gegangen war. War immer noch damit beschäftigt ihr Kostüm wieder ein bisschen zu richten. Das Make-Up hatte sie längst aufgegeben, sich nochmal mit dem Handrücken über die Lippen gewischt um die Reste zu beseitigen und gab sich damit dann auch zufrieden. „Von diesen spontanen... Treffen bekomme ich nie genug.“, seufzte das Mädchen ebenso zufrieden und strahlte mit einem zweideutigen Grinsen im Gesicht in die Richtung des jungen Mannes, der ein bisschen fertig und erschöpft wirkte, zumindest ausgehend von dem was sie in diesem spärlichen Licht des Gruselkabinetts sehen konnte. Aber das minderte rein gar nicht die Schönheit des Schülers, der nach wie vor einfach nur heiß aussah. Der restliche Weg führte sie ebenso durch kaum beleuchtete Flure, vorbei an billigen Horrorelementen, die vielleicht andere erschreckten aber in diesem Moment war Hina davon nicht zu beeindrucken. Hing sie mit ihren Gedanken eher noch an einer ganz anderen Sache fest und konnte sich dadurch ein Grinsen auch nicht verkneifen. Die Jugendliche warf ihre hellen Haare über die Schultern als sie es schließlich wieder nach draußen geschafft hatten. „Hm, Chase..“, sagte das Mädchen und blieb stehen, ihr Blick wanderte kurz über den doch noch recht gut besuchten Dorfplatz ehe sie ihr Handy hervor holte und den Namen ihrer besten Freundin auf dem Display erkannte. Verdammt.. irgendwie hatte sie Alessa total vergessen. Chase war wirklich eine gute Ablenkung. Und wie gut er darin war. Sie hob ihren Kopf ein Stückchen und blinzelte zu ihm auf, kümmerte sich dann aber doch um eine Antwort für ihre Freundin und hielt ihm danach ihr Handy hin. „Belassen wir es bei Zufällen oder....?“ Es war doch selten dass sie nach der Nummer eines Mannes fragte, schlug sich das männliche Geschlecht ja eher darum dass sie an ihre Handynummer kamen. Damit sie sie belästigen und nerven konnten, mit dämlichen Nachrichten oder Dickpics aber diesmal fragte ganz einfach sie. Weil Chase doch ein ganz netter Junge war. Und sich um Hina kümmerte. Für ihre Höhepunkte sorgte und das war doch recht löblich oder?

  • Benjamin bei Alessa in der Kinoecke

    Zum einen freute es Ben, dass Alessa gerne seine Pfannkuchen probieren wollte, aber zum anderen machte ihn das auch etwas nervös, was wohl nicht zuletzt an der Art und Weise lag wie sie ihm dies mitteilte. Ein Lächeln zeichnete sich auf seinen Lippen ab, als das hübsche Mädchen vor ihm kicherte. “Von mir aus gerne. Ich hoffe nur, dass du danach am Ende nicht nie wieder Pfannkuchen ist, weil du was ganz anderes erwartet hast.”, er lachte, überspielte damit etwas, dass er seine eigenen Worte durchaus ernster gemeint hatte, als es wohl schien. Ben enttäuschte andere Leute wirklich nur sehr ungern und machte sich im Zuge dessen selbst auch unwillkürlich gerne zu viel Druck, wenn es darum ging die Erwartungen eines anderen zu erfüllen. Dessen war der Schüler sich bewusst, aber abstellen konnte man es dennoch nicht so einfach.

    Das Popcorn hatte Ben fast vergessen, nein er hatte es vergessen. Viel mehr fiel es ihm erst ein, als Alessa in die Richtung, wo man jenes Knabberzeug noch abgreifen konnte, steuerte, bevor man sich einen der Filme zu Gemüte führte. Der ernste Gesichtsausdruck, den Alessa bei der Frage nach der Sorte des Popcorns aufsetzte, verunsicherte Ben erneut. Gab es eine falsche und eine richtige Antwort? Würde er jetzt in einem schlechteren Licht für sie dastehen, wenn er nicht ihren Geschmack traf? “Ähm”, war also zunächst alles, was ihm dazu von der Zunge rutschte. Schnell warf er jedoch eine genauere Erläuterung hinterher. “Ich mag das Süße sehr gern, aber such dir das aus, worauf du Lust hast.” Eine diplomatische Antwort, oder? Wenn auch nicht besonders souverän.

    Die Kinoecke war wirklich sehr liebevoll hergerichtet worden - ebenso wie der Rest des Dorfplatzes für dieses Fest. Die teils bunt gemusterten, teils einfarbigen Kissen, auf denen auch Ben und Alessa Platz genommen hatten, gaben dem ganzen eine sehr heimelige Atmosphäre, die der verkleidete Vampir genoss. Benjamin lauschte aufmerksam, als seine hübsche Begleitung seine Frage beantwortet, während sein Blick die Umgebung erkundete. Seltsamerweise rutschte das Thema schnell wieder zu den Pfannkuchen und er schmunzelte. Alessa schien wirklich ganz heiß darauf zu sein seine zu probieren. Aber doch vermutlich nur, weil sie glaubte er würde sie genauso gut hinbekommen, wie sein Vater, oder? Jedenfalls war Ben sich da mehr als sicher und die leise kleine Angst davor, dass sie total enttäuscht von dem sein würde, was dann auf ihrem Teller lag, kehrte zurück. Doch er versuchte sich stumm Mut zuzureden, denn immerhin hatte sie ja ‘üben’ gesagt. Und man konnte ja nur besser werden, wenn man übte, nicht wahr? “Vielleicht mache ich das wirklich mal. Dann meckert meine Oma immerhin nicht wie denn ihre Küche schon wieder aussieht.”, antwortete er schließlich, grinste dabei und kam dann gar nicht drum herum in ihr Lachen mit einzufallen, als sie das Frühstück im Bett erwähnte. “Na klar, und anschließend trage ich dich in deiner Sänfte durchs Haus.” eine durchaus sarkastische Bemerkung, von denen ihm nicht allzu oft welche über die Lippen kamen. Aber wenn man ab und an etwas herumalberte, tat das gut. Auch wenn sich die beiden erst vor ein paar Minuten erst wieder getroffen hatten, hatte der Lockenkopf schneller das Gefühl von einem vertrauten Menschen gewonnen, als es für ihn üblich war. Und auch wenn sie beide um einiges älter waren, als bei ihrer letzten Begegnung und sich stark verändert hatten, war die Wellenlänge wohl dennoch die gleiche geblieben. Und diese kleine Erkenntnis wärmte sein Herz. Benjamin musterte für einen Augenblick die schönen Gesichtszüge der Schülerin, dachte dann wieder an ihren Vater und die Tatsache, dass sie oft ganz allein war. Seine Eltern sah er zwar auch nicht oft, aber er hatte ja noch Charlie und seine Großeltern. Ob sie sich oft einsam fühlte? Vielleicht hatte sie ihn deshalb indirekt zum Pfannkuchen üben zu sich eingeladen? Plötzlich empfand er Mitleid mit Alessa. “Hör mal … “, er wandte den Blick ab und sah wieder auf das Glas in seiner Hand. “Also, naja, ich dachte mir, dass du gerne wieder häufiger Charlie und mich besuchen kommen kannst. Wenn du möchtest.” Sein Blick glitt wieder in ihre faszinierenden roten Augen. “Wenn nicht - auch ok.”, ein ehrliches Lächeln. “Dann komm ich nur mal vorbei, um deine Küche einzusauen.”, er grinste und versuchte damit die lockere Stimmung beizubehalten.


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    Chase mit Hina vor dem Gruselkabinett

    Chase sah Hina mit verschränkten Armen dabei zu, wie sie ihr Kostüm versuchte nach und nach wieder in die richtige Position zu bringen und ihre goldenen Haare zu ordnen. Dabei huschte ihm der Wunsch ihren schönen Körper auch mal gänzlich ohne den Stoff betrachten zu können durch den Kopf, welcher ihm ein leichtes Grinsen auf die Lippen trieb. Eben jenes wurde allerdings bei Hinas Kommentar bezüglich unartiger Teufelchen breiter und er stieß amüsiert die Luft aus. “Richtig. Ich weiß schon, warum mich deine Kostümwahl nicht wirklich wundert.” Dann schloss er wieder zu ihr auf folgte ihr weiter den Weg des Gruselkabinetts entlang. “Vielleicht wäre Rotkäppchen auch nicht schlecht gewesen. Immerhin bist du vom Gruselweg abgekommen.”, kommentierte er die etwas dämlichen Pfeile auf dem Boden, die wohl dazu da waren, damit auch jeder Idiot in dem schwachen Licht raffte wo es lang ging und nicht hinter irgendwelchen Kulissen entlang stolperte. Bei Hinas Aussage bezüglich ihrer spontanen Treffen kehrte Chase’ Grinsen zurück, wobei diesmal etwas Arroganz darin lag. “So?” Gespielt fragend hob er eine Augenbraue. Seine Hand fand den Weg zum Rocksaum an ihrer Rückseite, welchen er noch ein wenig zurecht zupfte und sich ihr dabei wieder etwas näherte. “Ich muss gestehen, dass du mir mit diesen Spontanitäten durchaus den Tag versüßt.”, gab er schließlich mit einer etwas gedämpften Stimme zurück. Dann löste er sich wieder von Hina, musterte sie aber dennoch ab und zu aus dem Augenwinkel. Eigentlich schlief er selten ein zweites oder drittes Mal mit irgendwelchen Mädchen, was nicht unbedingt daran lag, dass er die meisten kaum bis gar nicht wieder traf. Zwar flirtete Chase nur zu gerne, aber dennoch hatte er nicht bei jeder sofort Lust Intimitäten auszutauschen. Hina konnte sich also durchaus geehrt fühlen. Nicht nur ihre Schönheit zog ihn an. Er mochte auch ihre direkte unverblümte Art und nicht zu vergessen den Sarkasmus, den sie wohl gerne an den Tag legte.

    Dem weiteren Verlauf des Weges verfolgten die beiden Teenager recht stumm. Jeder hing irgendwie seinen eigenen Gedanken nach und Chase war zudem etwas geschafft von der jüngsten Aktivität, die er aber keineswegs bereute. Ganz im Gegenteil. Irgendwann endete der Weg und der Ausgang kam in Sicht an der sich eine kleine Spendenbox befand, falls es einem doch so toll gefallen hätte, die Chase gekonnt ignorierte. Bei sowas warfen doch eh nur Muttis, die froh waren ihre Bälger mal anders beschäftigen zu können, ein paar Münzen hinein.

    Wieder draußen angekommen blieb Hina nach einige Schritten stehen und er tat es ihr gleich. Etwas verwundert hob er eine Augenbraue, als sie zunächst seinen Namen sagte, aber im nächsten Moment etwas abwesend auf ihrem Handy umher tippte. Anschließend hielt sie ihm jedoch eben jenes entgegen und er verstand worauf sie hinaus wollte. Für einen kurzen Moment sah er abwechselnd in ihre Augen und wieder zurück zu ihrem Smartphone, während das Schmunzeln auf seinem Gesicht langsam immer breiter wurde. “Darf ich mich jetzt geschmeichelt fühlen, dass du um meine Nummer bittest?”, entgegnete er etwas amüsiert, meinte es aber auch ernster, als er selbst gedacht hätte. Tatsächlich überraschte und freute ihn die Geste gleichermaßen, da er doch gewillt war es nicht nur bei spontanen Treffen zu belassen. Deshalb nahm er ihr Handy entgegen und tippte seine Nummer sowie seinen Vornamen ein und betätigte den Speicher-Button. Anschließend reichte er es ihr zurück. Kurz überlegte er auch ihre Nummer in seinem Handy einzuspeichern, aber verwarf den Gedanken schnell wieder. Hina würde sich schon irgendwann melden - immerhin hatte sie direkt danach gefragt. Und selbst wenn nicht war Chase Gentleman genug es bei spontanen Treffen zu belassen, wenn sie ihre Meinung doch noch änderte.

    “Und? War dir das genug Spaß an Halloween für den heutigen Abend? Oder hast du vor noch etwas zu bleiben?” Ein Grinsen zierte seine Gesichtszüge.

    “Ich werd mir jetzt noch was zu trinken holen. Körperliche Aktivitäten machen schließlich durstig. Und weil ich schöne Teufelchen besonders gerne mag, bring ich denen auch was mit, wenn Bedarf besteht.” Chase fixierte Hina, musterte ihr Gesicht und ließ es ihr offen, ob sie nun gehen wollte oder nicht. Er selbst würde vermutlich auch bald nach Hause gehen, aber bei kostenlosen Getränken nahm er gerne noch das ein oder andere mit. Diese Gelegenheit musste man schließlich ausnutzen.

  • [In der Kinoecke] Ben & Alessa


    Ben schien irgendwie ein wenig nervös. Unbewusst wanderte der Blick des Blondchens über sein Gesicht und ein Stück weit erkannte sie den Jungen von damals in ihm wieder. Er schien nicht mehr ganz so ängstlich wie damals als Kind aber das war wohl auch nicht sonderlich schwer. Er hatte auch nicht mehr seine kleine Kuschelrobbe mit sich aber das war in dem Alter wohl auch nicht verwunderlich. Wie war noch gleich ihr Name gewesen? Egal. Es spielte jetzt auch gerade keine Rolle. Sie sah immer noch den unsicheren Jungen vor sich, der aber zugleich wahrscheinlich der netteste Junge war den sie je kennenlernen durfte. In ihrem Alter gab es oft Kerle, die das Gefühl hatten sie müssten besonders cool sein oder besonders mutig oder was auch immer. Sie waren Angeber. Sie waren nicht ehrlich und es war auf die Dauer irgendwie ermüdend sich mit solchen Menschen abzugeben. Letztendlich sah sich die Schülerin deshalb öfters bei den Älteren um weil sie das Gefühl hatte als wären die Jungs in ihrem Alter alle nur Vollidioten. Nicht das es diese bei den älteren Kandidaten nicht auch gab. Unweigerlich dachte sie an einen ganz bestimmten Studenten und schüttelte daraufhin unbewusst den Kopf, widmete sich aber im nächsten Moment schon wieder dem Brillenträger vor sich, der an dem heutigen Tag als Vampir sein Unwesen trieb. Er lächelte. Überspielte damit wahrscheinlich seine Unsicherheit - nicht sonderlich gut aber er gab sich Mühe. Offensichtlich waren es große Fußstapfen, in die er treten wollte und davor hatte Ben wohl etwas Respekt. Sie stimmte in das Lachen des Anderen mit ein. "Danach wäre es wahrscheinlich ohnehin besser nie mehr etwas zu essen weil ich dann rolle..." Alessa sah es schon bildlich vor sich. Berge von Pfannkuchen in den unterschiedlichsten Variationen. Wahrscheinlich war Ben auch noch der Typ Mensch, der sich nicht so schnell zufrieden geben würde bis sie nicht perfekt waren. Das Blondchen griff nach dem süßen Popcorn und nahm es mit sich. "Richtige Antwort..." Ihre Lippen formten ein Schmunzeln als sie ihn über ihre Schulter hinweg ansah als hätte es wirklich eine falsche Antwort gegeben. Irgendwie war seine unsichere Art irgendwie süß. Die Beiden ließen sich auf den Kissen nieder und schon bald waren die sagenumwobenen Pfannkuchen schon wieder ein Thema - vielleicht nicht zuletzt um von anderen Themen, die vielleicht weniger leicht waren abzulenken. Das war es doch worauf Alessa aus war. Eine kleine Ablenkung von den weniger schönen Erlebnissen an diesem Abend. Auch wenn er sich dessen vielleicht nicht bewusst war und es auch nicht zwangsläufig die Ablenkung war an die das Blondchen als Erstes gedacht hätte so war es doch irgendwie schön. Sein Lachen wirkte ehrlich und nach und nach schien auch die Unsicherheit zu schwinden, die doch irgendwo ein stetiger Begleiter des Brillenträgers zu sein schien. aber so ging es doch irgendwie Jeden, oder? Selbst ihr. Alessa hatte gelernt es zu überspielen - hatte sich ein stabiles Selbstvertrauen aufgebaut mit dem sie nicht immer sparte aber trotzdem war auch sie manchmal unsicher. Als Ben schließlich doch in ihrer Einladung einwilligte zierte ein Lächeln die geschminkten Lippen des Mädchens. Eben jenes Lächeln wurde zu einem Grinsen als er fortfuhr. Tatsächlich hätte sie nicht mit einer derartigen Aussage gerechnet und doch musste die Schülerin lachen. "Das klingt ganz nach meinem Geschmack." Bekräftigend nickte das Blondchen und schnappte sich ein Hand voll Popcorn um sie folgend in ihren Mund zu schieben. "Dich behalt ich..." versicherte Alessa dem Anderen auf seinen Vorschlag hin und schenkte ihm ein breites Lächeln. Alessas Blick wanderte zu den wenigen anderen Menschen, die es sich ebenfalls auf den ausgelegten Kissen gemütlich gemacht hatten. Meist Pärchen, die ohnehin mehr mit sich selbst beschäftigt waren als mit dem Film, der dort abgespielt wurde. Als Ben wieder zum Wort ansetzte, sah sie ihn wieder an aber er entzog sich dem Blick des Mädchens, suchte offensichtlich noch nach den richtigen Worten. Abwartend ruhte ihr Blick auf dem Lockenkopf als dieser schließlich mit der Sprache heraus rückte. Sie lächelte als er doch wieder aufsah - sie ansah - zurückruderte aber zugleich ihr die Entscheidung offen lies. "Die Einladung nehme ich sehr gerne an." Alessa griff nach ihrer Handtasche und holte ihr Handy hervor um es dem Anderen zu reichen. Sie entdeckte vorher noch die Nachrichten ihrer besten Freundin und hob kurz überrascht die Augenbrauen als sie ihren Namen am Display sah, kurz die Nachrichten überflog, die doch irgendwie einen bitteren Beigeschmack hinterließen. Sie verließ den Chatverlauf wieder und drückte Ben ihr Smartphone in die Hände. "Wenn du schon nicht nach meiner Nummer fragst muss das wohl ich übernehmen..." Alessa rollte mit den Augen aber musste im nächsten Moment schon wieder lachen, löste damit ihr kleines aber nicht ernst gemeintes Schauspiel wieder auf und nahm ihr Handy dankend wieder entgegen als Ben seine Nummer eingetippt hatte um anschließend kurz ihrer Freundin zu antworten nur um es anschließend wieder in ihrer Tasche verschwinden zu lassen aber nicht um vorher kurz Ben anzurufen damit auch dieser ihre Nummer hatte. "Ich bin... nicht einsam, okay?" kam es schließlich über die Lippen der Blonden während sie ihren Blick gesenkt hielt. "Ich hab mich daran gewöhnt, dass er immer im Ausland ist..." Eine Lüge und wahrscheinlich würde er sie auch durchschauen. Egal wie viel Zeit vergangen war.

  • [Brian] ~ mit Charlene bei den Kürbisschnitzern

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    Ein erleichtertes Seufzen kam ihm über die Lippen. Zumindest ließ sich diese Kürbispampe leicht wieder entfernen. "Na wenigstens etwas." Murmelte er, eher zu sich selbst als zu Charlie. Dankend nahm er die Küchenrolle an und begann sich das Gröbste von dem samtigen Stoff zu wischen. Ein Fleck blieb übrig, ein Fall für die Waschmaschine. Aber der Rothaarige vertraute der Jugendlichen, wenn sie sagte, dass man Kürbis leicht wieder rausbekam. Cahrlies Kürbis sah super aus, wohingegen sein eigener noch lange nicht fertig war. "Das werden wir dann sehen." Antwortete er leicht amüsiert. Einerseits gefiehl ihm dieses Missgeschick ganz und gar nicht, jedoch glich das Potential seines noch nicht vollendeten Kürbisses das wieder aus. Fleißig höhlte er den Rest aus, um dann mit dem Schneiden anzufangen. Mit dem Messer in der Hand blieb er ruhig, denn er musste sich konzentrieren. Doch das war es auch ert. Denn das Ergebnis, wenn auch etwas schief, konnte sich sehen lassen. "Sieht so aus als wäre ich ein Naturtalent. Wobei Deiner noch ein wenig sauberer aussieht." Er lächelte und betrachtete sein erstes Kürbiskunstwerk. Dann sah er wieder zu der Brünetten hinüber. "Und was machen wir jetzt mit ihnen?" Fragte er dann. Nahmen sie sie mich nachhause oder wurden sie zum Teil der Deko?

  • Benjamin bei Alessa in der Kinoecke

    Ob es nun bei der Frage nach dem Popcorn tatsächlich eine richtige und eine falsche Antwort gab, konnte Ben auch nach Alessas Aussage die richtige Wahl getroffen zu haben, nicht sagen. Ironie und Ernst waren für ihn manchmal nicht so gut zu unterscheiden. Insbesondere dann, wenn er die andere Person nicht, oder in diesem nicht mehr, richtig kannte. Sofern man wusste wie bestimmte Menschen tickten, wie sie redeten - ja einfach um ihre Persönlichkeit wusste - war das einfacher. Folglich lächelte Ben nur, nahm ihre Antwort eben so hin. Das war schon manchmal ziemlich praktisch an dieser Mimik: Es war eine sehr universell einsetzbare Antwort auf die unterschiedlichsten Fragen, Aussagen und Taten.

    Auf jeden Fall schmeckte das süße Popcorn ziemlich gut, weshalb Ben gerne das ein oder andere mal in die Tüte griff und sich ein paar der kleinen Maiskügelchen in den Mund schob. Er lachte etwas verlegen, als Alessa anmerkte ihn behalten zu wollen. Das klang so nach … Beziehung und daher irgendwie schräg. Vielleicht war das aber auch nur für ihn so? Kurz fragte er sich, ob Alessa eigentlich zu den Mädchen gehörte, die da etwas … offener waren. Immerhin war sie bildschön, zeigte offenbar gerne ihre schlanken Beine, wie er durch den kurzen Rock ihres Kleides schlussfolgerte, aber er schob den Gedanken schnell wieder bei Seite. Schubladendenken war nie eine gute Idee und Ben gab sich immer viel Mühe dies zu vermeiden. So also auch in diesem Moment. Bisher wirkte sie auf den Teenager nämlich eher sehr liebenswürdig, wenn auch sehr selbstbewusst. Aber das eine schloss das andere ja auch wieder nicht aus?

    Erst als Alessa ihm ihr Smartphone hinhielt, unterbrach sie seine abschweifenden Gedanken. Kurz musterte er sie perplex, brachte dann ein etwas kleinlautes “Oh… ja.” über die Lippen. Natürlich, die Handynummer. Wie sollten weitere Treffen auch sonst funktionieren? Natürlich war der verbale Vorwurf seiner Kindheitsfreundin nur gespielt vorgetragen, das erkannte er jedenfalls, aber dennoch kam er sich gerade etwas dämlich vor. Benjamin nahm ihr also das Handy ab, tippte seine Nummer ein und reichte es ihr wieder. Anschließend spürte er kurz darauf sein eigenes in der Hosentasche vibrieren. Er holte es hervor, um gleich darauf ihre Nummer in seine Kontaktliste einzupflegen.

    Die Leichtigkeit des Gespräches verflog jedoch wieder etwas. Zwar drückte Alessa mit Worten aus, dass sie nicht einsam wäre und sich daran gewöhnt hätte allein zu sein, doch alles andere vermittelte etwas ganz anderes. Schweigend musterte Ben sie eingehend und das Mitleid war zurück. Das Mitleid, dass sein Gegenüber offenbar nicht wollte. Es war deutlich zu spüren, dass sie ihre Gefühle dahingehend gerne in den Hintergrund drängte, nicht traurig sein wollte sondern stark. Oder es satt hatte die Einsamkeit ihre Gedanken bestimmen zu lassen, weil sie eh nichts daran ändern konnte. Ben verspürte den Drang sie zu umarmen, ihr mit körperlicher Nähe halt zu geben, wusste aber nicht, ob sie das überhaupt wollte und zögerte. “Es ist einfach sich daran zu gewöhnen, aber schwierig damit umzugehen.” Sagte er schließlich und schenkte ihr ein Lächeln. “Hast du schon mal überlegt dir ein Haustier zuzulegen? Das soll helfen. Also falls du noch keines hast?” Eine kurze Pause entstand in er das inzwischen leere Glas zwischen den Fingern umher drehte. “Ich weiß wir kennen uns noch gar nicht so lang - naja jedenfalls bezogen auf uns aktuell - aber wenn du Gesellschaft brauchst, kannst du mich gern jederzeit anrufen. Oder schreiben.” War es seltsam das anzubieten? Hoffentlich würde sie sich jetzt nicht bedrängt fühlen. Aber er meinte seine Aussage durchaus ernst und wollte gerne für sie da sein, auch wenn sie nur jemanden brauchte, dem sie am Telefon das Ohr abkauen konnte. In diesem Moment fragte er sich welche Rolle Hina spielte - wenn sie denn eine spielte. Alessa hatte erwähnt, dass die beiden sich fast jeden Tag sahen. Aber angesichts der seltsame Reaktion auf die Frage nach ihr, wollte Ben das Thema lieber nicht schon wieder von sich aus aufgreifen.

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    Hina & Chase | verlassen den Dorfplatz


    Das Mädchen strich sich eine lange blonde Strähne hinter ihre Ohren und blinzelte zu ihrer jüngsten Bettgeschichte. „Das schreibe ich auf meine Liste..“, erwiderte Hina und kicherte. „Vielleicht kaufe ich mir auch ein Kostüm dafür. Nur für dich.“ Das Blondchen zwinkerte dem Anderen zu. Für Kostüme und Verkleidungen brauchte man ja nicht unbedingt so etwas wie Halloween oder Fasching. Vielleicht stand Chase ja sowieso auf Rollenspielchen und bei dem Gedanken daran biss sie auf ihre Unterlippe, spielte etwas mit einer ihrer langen Haarsträhnen. Die Berührung des Mannes löste ein Kribbeln in ihr aus, das sich in ihrem Körper ausbreitete. Zwar wollte er vielleicht nur ihren kurzen Rock noch etwas richten aber dennoch berührte er die nackte Haut an ihrem Po, weshalb sie auch kurz ihren Atem an hielt. Fast schon enttäuscht war, dass es bei dieser flüchtigen Berührung blieb aber bereit für ein, zwei Schritte weiter, war sie sowieso noch nicht. Und Chase bestimmt auch nicht. Oder? In der Dunkelheit drehte sie ihren Kopf in seine Richtung. „Naja, hätte mich auch sehr gewundert, wenn nicht.“, entgegnete die Jugendliche mit einer guten Portion Selbstbewusstsein. Bis jetzt hatte sie noch nie etwas Schlechtes über ihre.. Fähigkeiten gehört. Und selbst wenn so etwas mal die Runde machen würde, könnte man sie damit gar nicht unter buttern. Weil sie es anders wusste und dann doch nur der Neid aus den Anderen sprach, wenn so etwas passieren würde. Hina warf ihre Mähe über die Schultern und als sie den Ausgang gefunden hatten, man endlich wieder etwas mehr sehen konnte, bekam für einen Moment ihr Smartphone mehr Aufmerksamkeit als der blonde Schönling. Es gab ein paar Nachrichten zu beantworten und auch das schnelle Herzklopfen zu ignorieren, als sie an ihre beste Freundin dachte. Als sie ihr antwortete. Ein merkwürdiges Gefühl legte sich auf ihr Herz. Es fühlte sich dumpf an, irgendwie konnte Hina das gar nicht recht beschreiben. War es richtig Alessa das jetzt zu erzählen? Sie presste ihre Lippen aufeinander und lenkte sich damit ab, dass sie ihm ihr Handy vor die Nase hielt. „Du darfst dich geehrt fühlen.“, antwortete das junge Mädchen und war ihm dabei auch noch ein bisschen näher gekommen. Ihre Stimme war beinahe ein Flüstern aber doch noch etwas lauter weil sie nicht wollte, dass sie in der Geräuschkulisse unter gingen. Natürlich schlug Chase diese Gelegenheit nicht ab, das hätte sie ihm auch wirklich übel genommen. Es wäre ja auch ein großer Verlust für ihn gewesen. Bevor sie ihr Handy wieder wegsteckte, bekam sie nochmal Nachrichten und antwortete diesen auch während er dem Anderen zu hörte. Multitasking konnte sie. „Hmm..“, kam es ihr zunächst nur über die Lippen während sie ihr Smartphone letztendlich wieder in ihrer Tasche verschwinden ließ und ihr Blick über den Dorfplatz wanderte. Ihr Bilck blieb an einem ganz bestimmten Tisch hängen. Dort, wo die kostenlosen Getränke lagerten. „Da sagt das schöne Teufelchen bestimmt nicht nein.“ Hina funkelte ihn durch ihre grauen Augen hindurch an und schaute schließlich auf seinen hübschen Hintern als er sich aufmachte um eine Runde Getränke zu besorgen. Hoffentlich doch alkoholische Getränke aber da hatte sie dann doch keine Zweifel. Während das Mädchen wartete, suchte sie nach der Ecke in der Alessa sich befand und als sie das kleine Schild entdeckte auf dem auf die Horrorfilme hingewiesen wurde, schluckte sie. Sollte sie vielleicht.. hin gehen? Hallo sagen, schließlich kannte sie Ben ja auch und es waren wirklich unendlich viele Jahre vergangen, seit sie den kleinen Lockenkopf zuletzt gesehen hatte. Aber vielleicht hielt sie gerade das auch davon ab. Natürlich hielt sie nur das davon ab. Nicht etwa die Tatsache, dass sie immer noch nicht recht wusste wie sie mit Alessa umgehen sollte. Auch wenn sie es seit diesem Abend ja schon irgendwie geschafften hatten aber auch nicht wirklich.. perfekt. Die Entscheidung wurde ihr aber so oder so gleich abgenommen als Chase mit einigen Drinks zurück kam, ihr die reichte und sie so die nächsten Minuten und vielleicht auch länger damit beschäftigt waren, sich dem Alkohol zu widmen. Immer wieder flüsterte sie ihm etwas ins Ohr und sie berührten sich wahrscheinlich auch häufiger als es wirklich sein musste aber genau das genoss die junge Schülerin und biss sich schließlich auf die Lippen nachdem sie den letzten Drink geleert hatte und zu ihm hinauf schaute. „Wir sollten langsam gehen..“, schlug die Jugendliche vor und stellte das leere Glas dann auch gleich irgendwo ab, drehte sich herum und schaute über ihre Schulter. „Es sei denn du willst mich noch nachhause tragen..“ Eine Anspielung darauf dass sie schon gut viel gebechert hatten und sich ihre Welt vielleicht ein kleines bisschen drehte. Hina kicherte und gemeinsam mit ihrem Betthasen verließ sie den Dorfplatz.

  • [Charlene] & Brian | bei den Kürbisschnitzern



    Ein Glück machte Brian kein Fass aus dem Dreck. Dann hätte sie ihn aber auch nicht mehr ernst nehmen können. Stattdessen werkelte er fleißig weiter und beendete, was er angefangen hatte. "Gut gemacht, mein junger Padawan.", meinte sie und verstellte dabei ihre Stimme, um sie, nun, einfach ein wenig epischer klingen zu lassen. Wie in Star Wars eben. "Also ich taufe meinen James und nehme ihn mit nach Hause.", erklärte sie. Der würde sich ganz fantastisch vor ihrer Haustüre oder im Garten machen! Genau genommen würde er sich ganz einsam fühlen, wenn er da ganz alleine herum stand. Vielleicht sollte sie noch einen zweiten machen. Ob Ben sich ebenfalls ins Zeug gelegt hatte? Für heute hatte sie aber erst einmal genug von Kürbissen. "Du kannst ihn aber auch hier lassen. Sternbach freut sich.", meinte sie und fügte dann mit einem Grinsen hinzu, "Oder du gibst ihn mir mit. Damit der arme James nicht so alleine ist." Mit diesen Worten schmiss sie das Messer - ja, schmiss - in die Kiste auf der 'Gebrauchtes' drauf stand. Klirr. Charlie ließ den Blick über den Dorfplatz schweifen. Es war nicht mehr so viel los wie noch am Nachmittag, an dem auch ganze Familien mit Kindern gekommen waren. Dafür hatte es jetzt einen gruseligeren Touch - schon cool. Teilnahmslos holte sie kurz ihr Handy hervor, schrieb ihrem Bruder und hielt es dann Brian unter die Nase, damit er seine Nummer einspeichern konnte. Charlie war nicht nur offen, sondern auch kontaktfreudig. "Hast du sonst noch große Pläne, so an deinem ersten Abend in der Gegend?" Dabei streckte sie sich einmal, um ihre Muskeln von der steifen Sitzposition der Kürbisschnitzer zu lockern und wandte sich erst dann wieder zu Brian.

  • Iveine | mit Cheryl und Julius beim Bastelstand


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    Ivy war gerade noch völlig damit beschäftigt, sich für eines der bunten Papiere zu entscheiden, als Cheryl und Julius ihr die gebastelten Kronen unter die Nase hielten. "Oh, die sind beide sooo toll!", war das erste, was dem Mädchen einfiel und sie hüpfte ein bisschen vor Aufregung und Freude. Vor allem die von Julius gefiel ihr. Rosa und Lila waren schließlich Ivys Lieblingsfarben und wenn sie ehrlich zu sich war, hätte sie am liebsten direkt nach der pinken Krone gegriffen, sie aufgesetzt und Julius zum Sieger erklärt. Aber sie wollte Cheryls Gefühle wirklich nicht verletzten... Sie waren doch jetzt Freundinnen, oder? Und sowas tat man als Freundin nicht. "Ich mag beide gerne", meinte Ivy deshalb, nachdem sie ein paar Sekunden lang so getan hatte, als ob sie angestrengt nachdenken würde. "Kann ich beide aufsetzen? Ich kann mich einfach nicht entscheiden!" Ohne eine Antwort abzuwarten griff das kleine Blondchen nach den Papierkronen und packte sie sich übereinander auf den Kopf. "Ich bin eine Doppelprinzessin!", rief sie daraufhin und machte einen Knicks zur Demonstration. "Um meine neue Kronen zu feiern sollten wir was machen. Hmm, aber was?" Hoffentlich hielten die Kronen gut und gingen nicht beim spielen gleich wieder kaputt. Vielleicht gab es hier ja was, das man spielen konnte, ohne sich zu sehr zu bewegen? Nicht, dass sie am Ende hinfiel oder so. Diesmal wirklich angestrengt am Überlegen sah Ivy sich um. Kürbisschnitzen vielleicht? Oder das Labyrinth! Oh, am liebsten würde sie niemals wieder nach Hause fahren.


    Mia | mit Marlin bei der Kürbisladung


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    Mia traute ihren Ohren kaum, als sie hörte, dass Marlin tatsächlich auf das einging, was sie eben von sich gegeben hatte. Aufgeregt und voller Vorfreude grinste sie ihn an, versuchte nicht mal, sich aus seinem Griff zu befreien. "Ja!" Ja, das war genau das, was sie wollte! Es war das, was sie sich immer gewünscht hatte. Sie würde seins sein, es würde nur sie beide geben. Sie würde ihm vielleicht nicht wichtig werden, aber sie würde ihm Spaß machen. Und dann würde er nicht mehr gehen, richtig? Es war doch völlig egal, aus welchen Gründen er bei ihr blieb- Hauptsache, er blieb. Und schließlich war er damals doch wegen Tara gegangen, oder? Tara hatte keinen Spaß gemacht, nie, und schon gar nicht als nerviges, schreiendes Baby. Sie konnte verstehen, dass Marlin die Flucht ergriffen hatte. Aber jetzt war alles anders. Jetzt konnten sie tun, was immer sie wollten. Und sie würde anders sein, als damals. Sie würde alles für ihn tun. "Egal, was." Mia malte sich bereits vor ihrem geistigen Auge aus, wie ihr gemeinsames Leben wohl aussehen würde. Es trübte ihre Stimmung ein wenig, dass sie sich außer von dem Sex, den sie haben würden, kaum von etwas wirkliche Vorstellungen machen konnte... Aber das lag bestimmt einfach nur daran, dass sie unkreativ war! Es würde ganz toll werden. Es würde perf- "Dann such dir einen anderen Mann." Ihr Blick wechselte zu purer Fassungslosigkeit. Nein, das konnte er nicht abschlagen! Mias Herz krampfte sich zusammen, genau auf die gleiche Art, wie heute morgen. "Nein...", entfuhr es ihr; die Verwirrung und Trauer in ihrer Stimme überrasche sie selbst ein wenig. Damit hatte sie nicht gerechnet. "Bleib stehen." Die junge Frau hatte ihre verzweifelte Bitte viel zu leise ausgesprochen, als dass er sie hätte hören können. Sowieso vergrößerte sich der Abstand zwischen ihnen immer weiter und Mias Beine ließen nicht zu, dass sie etwas an der Situation änderte. Ihr war außerdem schon wieder schlecht. Und kalt. Sie wäre Marlin so gerne nachgelaufen, hätte sich an seinen Arm gekrallt und versucht, ihn aufzuhalten, aber... Was hätte sie sagen sollen? Ihr Kopf war leer. Sie schaffte es einfach nicht, ihn bei sich zu behalten. Es war vollkommen bedeutungslos, was sie ihm erzählte. "..." Mia sah noch eine Weile lang auf die Stelle, an der Marlin in der Menge verschwunden war, bevor sie zitternd die Arme um ihren Körper schlang und den Festplatz ebenfalls verließ.

    --> Geht

  • [Brian] ~ bei Charlene

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    Das imposante Lob der Brünetten gefiehl ihm. Es schmeichelte seinem Ego. Zu hören, dass Charlie ihrem Kürbis den Namen James gab und verkündete, ihn mit Nachhause zu nehmen, brachte ihn zu Schmunzeln. Er würde dies wohl eher nicht tun. In seinem kleinen Wohnheimzimmer würde das arme Ding ja nur vor sich hin gammeln. Charlies Angebot, seinen Kürbis in Sternbach zu lassen, klang deshalb wie die beste Option. Doch dann fügte sie noch etwas hinzu, dass ihn überzeugte. "Sehr wohl. Dann gebe ich meine wunderschöne Jessie in deine Obhut, sodass sie James Gesellschaft leisten kann." Verkündete der Rothaarige. "Ich hoffe doch sehr, er weiß diese schiefe Schönheit zu schätzen." Fügte er an. Natürlich aus Spaß, doch vielleicht auch mit einem Hauch Ernst? Wer wusste das schon. Brian ließ seinen Blick über den Platz schweifen ehe er Charlene antwortete. "Einen wirklichen Plan habe ich nicht, nein. Ich wollte den Abend einfach auf mich zukommen lassen." Erläuterte der Student. "Aber ich würde mir schon gerne noch etwas mehr von diesem Fest ansehen. Möchtest du mir dein Dorf zeigen?" Fragte er dann, ehe er sich selbst erhob. Sein Blick glitt wieder zu dem Kürbisfleck auf seinem Jackett. Aber wenn er Charlie vertrauen konnte, dass sollte dieser bei der nächsten Wäsche problemlos verschwinden. Auch wenn es ihm nicht gefiehl, mit einem solchen Fleck auf dem Kostüm herum zu laufen, so würde er sich davon ganz sicher nicht den Abend vermiesen lassen.

  • [Charlene] & Brian | schlendern



    Charlie hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass Brian ihr den (misshandelten) Kürbis überreichen würde, aber sie freute sich darüber. Zwei von diesen Gestalten machten immerhin mehr her, als nur einer! Nur beide gleichzeitig nehmen würde eine Jonglierarbeit werden. "Cool, danke!", sagte sie mit einem Grinsen, ließ Jessie, den Kürbis, jedoch solange noch der Obhut ihres Schöpfers, solange sie sich noch auf den Fest herumtrieben. "Sie bekommt einen Ehrenplatz, zusammen mit James, ich schwöre!", versicherte sie ihm. Zusammen verließen sie die Ecke der Kürbisschnitzer und Charlie winkte Emma zum Abschied. Auf dem Dorf kannte sich halt jeder. "So viel gibt's hier nun auch nicht.", meinte sie, während sie über den Platz schlenderten, "Klar noch ein bisschen was zum Gruseln" Obwohl Charlie gerade nicht die Muse hatte sich einen Film anzuschauen und Brian hatte sich ja bereits bei einem Kürbisfleck ins Hemd gemacht, da wollte sie nicht wissen, wie er sich im Gruselkabinett anstellte. Sie schmunzelte bei dem Gedanken. "Und halt ein paar Spiele. Oh!" Die zwei kamen gerade am Snacktisch vorbei und Charlie erwarb zwei Pechskekse. Im Gegensatz zu den Glückskeksen waren sie schwarz und beinhalteten vermutlich eine wenig aufbauende Botschaft. "Wenn du richtig Hunger hast, gibt's ein Buffet im Gaststüble.", meinte sie nebenbei, während sie ihren Keks aufbrach und direkt vertilgte, während sie den kleinen Zettel aufrollte. "'Heulen bringt auch nichts. Dich will niemand trösten.'", las sie vor. "Ha! Ich tröste mich einfach selbst damit. Was steht auf deinem?", fragte sie ihn und musterte ihn neugierig.



    [Marlin] geht~



    Es verfolgte ihn. Ihr Blick. Dieses Glitzern der Freude, als sie sich am Gewinnen wähnte. Die Fassungslosigkeit, die dem Platz gemacht hatte. Etwas Kaputtes war in ihren Augen zu sehen gewesen, doch Marlin war nicht darin verweilt. Hatte alles daran gesetzt, eben das nicht zu tun - und war stattdessen gegangen. Gemütlichen Schrittes, die Hände in den Jackentaschen vergraben. Er musste sich nicht durch die Menge schälen, sie gingen ihm sowieso aus dem Weg, als spürten sie die Ablehnung, die von ihm ausging. Hass. Wut. Nichts, womit sich eine feiernde Meute die gute Stimmung vermiesen lassen wollte.

    In den Seitenstraßen wurde es ruhiger. Einige Betrunkene und das ein oder andere Pärchen hatten sich dorthin zurückgezogen, doch nach wie vor spielte sich das Meiste in der Dorfmitte ab. Was für ein Kaff.

    Marlin blieb stehen.

    Sie folgte ihm nicht.

    Er atmete hörbar aus. Sie folgte ihm nicht. Die Anspannung fiel mit einem Moment von ihm ab. Freiheit.

    Also: Warum wütete dann noch immer der Zorn in ihm?

    Er hatte doch bekommen was er wollte, oder nicht? Sie war gegangen. Weg. Genau das was er bezweckt hatte. Wieso also fühlte er den Frust nicht von ihm weichen? Darüber hinaus: Er wusste, wäre Mia ihm gefolgt, es wäre nicht anders gewesen. Er hätte sie dafür verflucht, beleidigt und sich womöglich nicht länger zurück gehalten. Damit sie bekam, was sie wollte. Doch ihm war klar, dass auch dann seine Wut nicht abgeflaut wäre. Diese Auseinandersetzung hatte er für sich gewonnen und doch fühlte er sich nun wie der Verlierer. Es ergab keinen Sinn. Offen gestanden, nichts ergab mit Mia einen Sinn. Das hatte ja einst den Reiz mit ihr ausgemacht. Jetzt war er nur noch gereizt. Von niemand anderem als sich selbst. Es war lange her, dass Marlin sich in einer derartigen Situation wiederfand. Als wäre ein Teil von ihm enttäuscht, weil sie ihm nicht hinterher gelaufen war. Wie ein Hündchen, welches stets seinem Herrchen folgte. Gefiel ihm diese Vorstellung etwa?

    Bullshit. Er spielte, er provozierte, er kontrollierte. Frei von allen Regeln. Es war ihm nie darum gegangen, sich aufzuschwingen - er kannte die Gefahr von Herrschaft und Macht und wollte nichts mit ihr zu tun haben. Wenn es sich vermeiden ließ zumindest. Marlin sah sich nicht über allen Dingen, sondern außerhalb. Darum blieb für ihn auch nichts von Dauer. Es konnte gar nicht funktionieren. Auch Mia war einst so gewesen. Ein Wirbelwind, der tat was er wollte, der nur nach den eigenen Regeln spielte. Deswegen erst, hatte das so lange gehalten, wie es gehalten hatte. Länger als üblich, für ihn.

    Sie hatte sich verändert. Von dem Wirbelwind war kaum noch etwas übrig und er wusste, wäre das der Fall, es wäre sofort zum Scheitern verurteilt. Diese Zeit war abgelaufen. Zum Scheitern verurteilt ist es so oder so, dachte er grimmig. Es handelte sich immerhin nach wie vor um Mia. Doch es lag nun eine Ergebenheit in ihrem Wesen, die zuvor nicht existiert hatte. Er hatte es nicht auf dem ersten Blick erkannt, als sie sich - erst gestern? - im Supermarkt zufällig begegnet waren. Die Erinnerung an diese Frau hatte die Wirklichkeit überschattet - was normal war, im ersten Moment. Nun jedoch musste er diesen Eindruck revidieren. Eine Unterwürfigkeit war ihr zu eigen, die das Potenzial hatte, das Schlechteste in ihm herauszuholen. War es reine Verzweiflung, die jene Eigenschaft in ihr nährte? Nein... doch was steckte noch dahinter?

    Wollte er es überhaupt wissen?

    Wollte er das wirklich riskieren?

    Sie waren besser dran ohne einander. So viel stand fest. Doch ah, die Welt war kein süßer Ponyhof und Dunkelheit doch so verlockend. Vernunft war alles, was dagegen stand. Doch die Menschheit war keine vernunftbegabte Spezies, nicht wahr?

    Missmutig und doch nun auch gleichzeitig begierig, setzte Marlin seinen Weg durch die schmalen Straßen fort um sich schließlich auf den Weg zurück nach Riverport zu machen.

    Er würde ganz einfach abwarten und zusehen, was als nächstes passierte.