Die Rivermountains

  • [An der Bar] Darren & Yumi




    Ihre Mundwinkel hoben sich kurz als er mit einem Grinsen auf den Lippen ihre Aussagen hinterfragte. Neugierde blitzte im Braun seiner Augen auf als er sich ein wenig in ihre Richtung lehnte, den Abstand zwischen ihnen verringerte. Ein Laut der Belustigung verließ die Lippen der Blonden als ihre Augen die seinen fanden und sie ihn für den Hauch einer Sekunde einfach nur ansah als könnte er in einem einzigen Blick ihre Antwort ablesen aber das war natürlich nicht möglich aber dennoch hatte sie bereits vermutet, dass er es sich die Antwort schon denken konnte aber vielleicht konnte er sie doch nicht so leicht durchschauen wie er es geglaubt hatte. Sie war nicht sicher ob er überhaupt eine Antwort auf seine Frage haben wollte oder ob er sie nur stellte um ihr etwas zu entgegnen. Einen Moment lies sie sich seine Worte durch den Kopf gehen. Er lies sie scherzhaft klingen, präsentierte sie mit einem Grinsen auf den Lippen. Er war einfach ein Schauspieler durch und durch. Ob sie jemals erfahren würde, wer der echte Darren war? Ob sie je differenzieren können würde was Ernst und lediglich Spiel war? Vielleicht nicht aber im Grunde war sie es, die dieses Spiel begonnen hatte, den Stein ins Rollen gebracht hatte. "Manchmal ist das keine Frage des Wollens..." entgegnete die Blonde dem anderen Studenten und sah ihn dabei direkt in die Augen. Entsprach das der Wahrheit? Konnte sie schon gar nicht mehr anders weil sie es sich einfach angewohnt hatte das kalte Miststück zu sein, als welches sie sich präsentierte oder war das nur eine billige Ausrede weil sie im Grunde feige war? Als Psychologin müsste ihre das eigentlich bewusst sein, müsste sie sich perfekt selbst reflektieren können aber so lief das Leben nicht. Es verlief nicht immer nur nach Lehrbuch. Vielleicht hatte sie die Vorlesung bei der dies thematisiert wurde auch einfach nur ausfallen lassen, vermeintlich wichtigeres zu tun oder einfach nur keine Lust darauf gehabt. Sie musste lachen als Darren die Vermutung hatte, dass sie sich davor fürchtete, dass sie ihn sonst nicht mehr loswerden konnte. Das war tatsächlich eines der wenigen Dinge, die ihr keine Angst machten. Bisher hatte sie es geschafft jeden von sich zu stoßen wenn sie es denn gewollt hatte. Sie war ziemlich gut darin andere Menschen abzuschütteln. Was ihr tatsächlich Angst machte war eine ganz andere Sache. Es war der Fakt, dass ihr der Lockenkopf nicht egal war auch wenn sie es gerne so gehandhabt hätte, so wie immer. Sie suchte unweigerlich nach Ausreden, nach Begründungen, suchte nach Schlupflöchern dem zu entkommen, was sich in ihr abspielte, wenn er sie ansah, wenn seine Stimme an ihr Ohr drang, er sie berührte. Die Psychologiestudentin schüttelte lediglich den Kopf und wandte ihren Blick ab. Ihr Haar glitt über ihre Schulter bei der Bewegung und sie nahm einen Schluck des Getränks und lies ihren Blick zur Bühne gleiten auf der wenige Minuten zuvor noch der Mann neben ihr gestanden hatte, mit rauer und zugleich sanfter Stimme gefühlvolle Lieder gesungen hatte, die wahrscheinlich das Herz jedes Mädchens zum schmelzen gebracht hätten aber in ihr zugleich eine Panik aufsteigen hatte lassen, die sie nur mit einer doch sehr großen Menge an Alkohol hatte bändigen können. Der Alkohol in ihrem Blut. Sie spürte ihn schon längst. Dieses berauschende Gefühl. Sie hatte es vermisst. "Ich erwarte deinen Bericht dazu und werde mich bemühen ihn nicht mit einem....'Ich hab es dir ja gesagt' zu kommentieren..." Belustigt funkelten die hellblauen Augen der jungen Frau als sie ihren Blick wieder auf ihn richtete, den Ball flach hielt, unkompliziert. Irgendwann würde er es verstehen. Sie konnte einfach nicht anders. Irgendwann würde er von ihr ablassen, verstehen dass sie nicht bereit war mehr von sich zu geben auch wenn er sie mit seinen Gefühlen bombardierte, sie in die Ecke trieb. Er ging auf die Leichtigkeit ihrer Worte ein, mimte den Schauspieler und seine Aussage verlor an Ernsthaftigkeit. Der geschockte Blick, die Theatralik dahinter. Dadurch gewann die Aussage eine gänzlich neue Bedeutung. War es ernst gemeint oder nur Teil eines Schauspiels? Diese Unsicherheit führte dazu, dass sie überhaupt noch hier war, ihn nicht einfach stehen hatte lassen. Vielleicht war er sich dessen bewusst, vielleicht auch nicht. Vielleicht wusste Darren ganz genau wie er Yumi zu handhaben hatte um das Maß an Nähe und Distanz zu wahren, dass sie durchaus brauchte. "Ist das so?" fragte sie nicht nur ihn sondern im Grunde auch sich selbst. Die Blonde war sich unsicher ob sie mit seiner Aussage, dass man mit der Wahrheit leichter an sein Ziel kam konform ging. Sie war eigentlich auch eher für die Wahrheit aber einfach weil sie schonungslos war und die meisten Menschen eher abschreckte aber ob man dadurch leichter an sein Ziel kam war fraglich. Sein Blick war abgewandt, sein Kopf in den Nacken gelegt und sie erwischte sich dabei wie sie sein Profil musterte, ihn einfach nur ansah. Er schloss seine Augen, schien den Moment zu genießen, vielleicht auch die Wirkung des Alkohols. Es war ihre Berührung, die ihn wieder die Augen öffnen, seinen Blick auf sie richten lies. Ein Schmunzeln lag auf seinen Lippen als er sich schließlich doch dazu breit schlagen lies ihr ein Autogramm zu geben, nachdem er sie zögernd gemustert hatte. Offenbar waren seine Autogramme ansonsten an Bedingungen geknüpft und so hob Yumi fragend eine Augenbraue, erwiderte aber sein Schmunzeln als er sich von ihrem Antlitz offenbar breitschlagen lies. Vielleicht war Yumi ein wenig enttäuscht, dass er daraus kein Spielchen machte, wo sie Beide ja gerade dafür bekannt waren. Sie nahm den letzten Schluck des Drinks, ehe sie das leere Glas auf die Theke stellte, während Darren an seinem Autogramm arbeitete, welches er im nächsten Moment in ihre Richtung schob. Wortlos griff sie nach der Serviette, welche als Autogrammkarte missbraucht wurde. Drei einfache Worte, sie sie aufforderten zu Handeln, die nichts aber gleichzeitig doch etwas bedeuteten weil sie sich selbst eine Grenze gezogen hatte. Bis zu jenen Abend und nicht weiter und doch standen sie jetzt wieder hier. Sie sah auf, sah in die braunen Augen ihres Gegenübers, sah seine Hand, die darauf wartete, dass sie ihre hineinlegte und noch ehe sie über die Konsequenzen nachdenken konnte, was der Alkohol in ihrem Blut nicht zuließ, sah sie sich seine Hand ergreifen. Was sollte schon passieren.


    [Abseits des Festes auf einer Bank] Tara & Noita



    Wie lange hockte sie nun schon da? Zeit spielte keine Rolle mehr. Nichts spielte mehr eine Rolle. Sie wollte einfach hier verweilen bis der Schmerz nachließ aber er würde nicht nachlassen. Er würde zu ihrem Begleiter werden. Sie schlang ihre Arme fester um ihre Beine. Versteckte ihr Gesicht vor den Menschen, die ohnehin nicht da waren und selbst wenn welche da gewesen wären sie wären nicht von Bedeutung. Immer wieder hörte sie ihm diese Worte sagen. Immer wieder hörte sie sein Geständnis als wolle ihr Kopf sie nur noch mehr quäle in dem er diese Erinnerung immer und immer wieder abspielte, Sie wusste nicht was mehr schmerzte. Der Betrug? Die Tatsache, dass seine Liebe einer anderen Person galt? Nein. Weder noch. Es schmerzte ihn dort stehen zu lassen obwohl sie doch am allerliebsten einfach in seiner Umarmung verweilt wäre, sich voller Hoffnung an dieses zerbrechliche Gebilde klammern, was sie einst Beziehung nannten. Ihre Gedanken rasten unentwegt um diesen ganzen Abend. Warum fiel es ihr nicht leichter ihn aus ihrem Leben zu wissen? Im Grunde hatte ihr Verstand ihr in der Zeit des Schweigens immer wieder gesagt, dass sie einfach nicht genug für ihn war, dass sie nicht ausreichte aber sie hatte ihr Herz längst an ihn verloren gehabt. nach wie vor war es hoffnungslos verloren. Es fühlte sich an als wäre es ihr aus der Brust gerissen worden und würde sich nun in seinen Händen befinden. Sie wollte es nicht glauben, wollte nicht wahrhaben was heute passiert war. Sie wünschte sich nichts sehnlicher als aus diesem schrecklichen Alptraum aufzuwachen. Unentwegt flossen die Tränen über ihre Wangen, während ihre Fingernägel sich im Stoff ihres weiten Rockes festkrallten aus Sorge sie könnte sonst den Halt verlieren, wo sie ihn doch in Wirklichkeit längst verloren hatte. Sie sah sein Gesicht nach wie vor vor ihrem inneren Auge egal wie krampfhaft sie die Augen versuchte davor zu verschließen, versuchte die Bilder zu vergessen. Sie sah das Blau seiner Augen, misste das Lächeln auf seinen Lippen. Warum konnte sie nicht einfach wütend sein, warum nur verstand sie es sogar ein Stück weit, dass es ihm nicht genug war? Sie war so naiv gewesen zu glauben jemand wie er könnte sich in sie verlieben. Sie war so furchtbar naiv gewesen. Sie wünschte sich er wäre ihr hinterher gelaufen, wäre ihr nachgekommen, hätte sie aufgehalten aber mit jeder Sekunde, die verstrich verlor das Mädchen die Hoffnung an diesen sehnlichen Wunsch. Sie waren erst wenige Sekunden, vielleicht waren es schon Minuten, voneinander getrennt und sie vermisste ihn so sehnlichst. Wie sollte sie das ertragen? Wie sollte sie es ertragen ihn nicht mehr zu sehen, nicht mehr zu spüren? Noita presste ihre Lippen fest aufeinander um ihr Schluchzen zu unterdrücken war es war ihr nicht möglich, so wenig wie es möglich war die Tränen für sich zu behalten. Eine zarte Stimme, wahrscheinlich bedacht sie nicht zu erschrecken, lies Noita doch zusammenzucken. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass sie angesprochen werden würde. Sie wollte nicht angesprochen werden, wollte einfach nur für sich sein. Allein sein mit ihrem Schmerz, denn niemand außer ihm konnte diesen Schmerz jetzt von ihr nehmen, diese Situation weniger schlimm gestalten. Sie wollte niemanden um sich haben und doch war sie zu schwach um diesen Wunsch in Worte zu fassen, sogar zu schwach um ihren Kopf zu heben. All das kostete einfach so unendlich viel Kraft und diese Kraft hatte sie heute nicht mehr - nicht nach alldem. Die Person, welcher die Stimme gehörte näherte sich langsam, sie hörte es an den Schritten im Gras. Noita konnte die Stimme nicht zuordnen, kannte das Mädchen zu dem sie gehörte wahrscheinlich nicht. Sie wusste nicht ob sie lachen sollte als die Fremde sich danach erkundigte ob alles in Ordnung sei. Schließlich schaffte die Schwarzhaarige ihren Kopf ein Stück weit zu heben, ihren verheulten Blick auf die Person zu werfen, die unweit von ihr zum Stillstand kam. Ihr Blick wirkte besorgt. wenig verwunderlich. Wahrscheinlich sah sie einfach elendig aus. Ein weiterer Grund warum sie nicht gesehen werden wollte. Die Schülerin strich sich das Haar aus dem Gesicht, versuchte sich zusammenzureißen, was ihr nicht sonderlich gut gelang, da immer wieder stumme Tränen über ihre Wangen flossen. Sie presste ihre Lippen aufeinander, wandte sich von dem Mädchen ab um ihre Tränen beiseite zu wischen um den Blick ihrer roten Augen im nächsten Moment wieder auf sie zu richten. Was antwortete man auf diese Frage in einem Moment wie diesem, einer völlig Fremden gegenüber? Die Antwort war einfach: Ja alles in Ordnung. Wenn man nicht völlig aufgelöst war und sich zu einem sozialen Lächeln aufraffen konnte funktionierte das im Normalfall ganz gut. In diesem Fall wahrscheinlich eher weniger. Noita schüttelte den Kopf, wich dem Blick des Mädchens wieder aus. "N-nein, eigentlich... eigentlich ist nichts in Ordnung..." mühevoll presste das Mädchen diese Worte über ihre Lippen - ehrliche Worte, die nicht weniger Kraft kosteten als eine Lüge. Ob sie alleine sein wollte? Ja und nein. Sie wollte alleine sein, nicht darüber sprechen aber gleichzeitig machte ihr nichts mehr Angst. Die Stille. Sie war Segen und Fluch zugleich. Wie laut würden ihre Gedanken dann werden, wenn sie alleine war? Sie hatte Angst davor aber das konnte sie einer Fremden nicht sagen. Sie hob ihren Kopf sachte an, sah das Mädchen nun erst richtig an, deren Blick wirklich besorgt schien. Ihr Blick wanderte in die Richtung aus der sie gekommen war. Er war ihr nicht hinterher gekommen - natürlich nicht. Und doch war sie enttäuscht und wischte sich wieder eine Träne beiseite, die sich ihren Weg über die Wange der jungen Hexe bahnte.

  • Majo & Alex | Alex an der Bar


    3055-alex-genervt-by-minnotaurus-d9owte3-pngDass Majo keine Ahnung von Alkohol hatte wunderte ihn nicht. Sie schien nicht oft zu trinken und auch dann eher etwas einfaches zu bevorzugen. Im Laufe des Gesprächs bestätigte sich diese Vermutung. Bier passte aber überhaupt nicht zu ihrem Erscheinungsbild. Er hätte eher auf Met oder Wein getippt. Wobei er bei ihr ohnehin mit seinem Latein am Ende war. Es wäre wohl besser, wenn er nicht weiter darüber nachdachte. Sein Kopf schmerzte ohnehin noch von den vergangenen Ereignissen und dem Geschehenen. Übernatürliches... das war einfach nichts, was sich mit seinem Weltbild vereinigen ließ. Wie er in diese absurde Situation gekommen war, in der er jetzt mit Stäbchen in der Hand neben einer Hexe saß, wusste er tatsächlich nicht. Wieso hatte ihn sein erster Eindruck von der Blondine nur nicht davon abgehalten sich ihr weiter zu nähern? Er hatte das Gefühl, dass das einiges verhindert hätte. Während Alex in seinen asiatischen Nudeln herumstocherte ergriff Majo schließlich wieder das Wort. Er lauschte, aber war sich nicht sicher, ob er das, was sie da gerade erzählte, wirklich aufnahm. Es war absurd. Völliger Wahnsinn. Er wusste nicht wie er sich zu ihren Erzählungen äußern sollte. Erwartete sie eine Antwort? Eine Reaktion? Er konnte es nicht sagen. Sie sah sich um, während er immer noch gedankenverloren in seinem Essen herumstocherte. Hexen erbten Kräfte und an heidnischen Festen sind die Grenzen zwischen den Welten dünn. Er schnaubte amüsiert bei seinen Gedanken. Was war nur in den letzten Stunden geschehen? Er überlegte sich ein paar passende Worte für Majo, doch ehe er sie in seinem Kopf geordnet bzw. zurechtgelegt hatte, sprang diese fluchend auf und entschuldigte sich. "Okay...", murmelte der Silberhaarige, doch er bezweifelte, dass die Hexe es noch gehört hatte. Der Zettel mit ihrer Nummer landete in seiner Hosentasche. Er war nicht ganz bei der Sache. In einem Zug trank er seinen Cocktail aus. Ein paar der Nudeln, die er extra gekauft hatte, fanden tatsächlich noch ihren Weg in seinen Mund. Dann warf er den Rest in einen der Mülleimer. Er brauchte Alkohol. Schnaps, um die Gedanken zu betäuben und den Tag zu verdrängen. Oder am besten zu vergessen. Wie viel er dafür wohl trinken musste? Ob er Majo nicht einfach fragen konnte, ob sie ihn das Ganze vergessen ließ? Wahrscheinlich würde sie ihn eher in einen Frosch verwandeln. Trotzdem suchte er die Menge nach ihr ab, aber konnte sie nicht auf Anhieb entdecken. War ja eigentlich auch egal. Hauptsache er bekam ein frisches Getränk. Seine Füße trugen ihn zurück an die Bar vor der sich eine beachtliche Menge an Teenagerinnen versammelt hatte. Gab es hier etwa Alkohol für Minderjährige? Wohl kaum. Es brauchte einen Moment bis er verstand, dass die Mädchen einen Typen an der Theke anhimmelten. Ein junger Kerl mit braunen Locken und einem schiefen Grinsen. Charismatisch, charmant, gutaussehend. Gerade hatte er noch auf der Bühne gespielt und doch hatte Alex ihn nicht weiter beachtet und daher auch nicht erkannt. Jetzt, wo er allerdings wieder neben einer ganz bestimmten Blondine stand, konnte sich Alex wieder an ihn erinnern. Für einen Moment waren ihm die Gesichtszüge entgleist. Von überrascht zu zornig, dann hatte er sich schon wieder im Griff. Nur, weil heute seine kleine heile Binärwelt zusammengebrochen war, musste er ja noch lange nicht das Gesicht verlieren. Womöglich wäre es besser gewesen einfach umzudrehen, auf das Pfand zu verzichten und den Rest des Abends zu Hause zu verbringen. Aber er war hier her gekommen um sich etwas zu trinken zu holen und es gab keinen Grund darauf zu verzichten, nur weil ihm der Weg blockiert wurde. Mit gleichgültiger Miene schritt Alex auf die Bar zu. Erst beim Näherkommen fiel ihm auf, dass Yumi und Darren Händchen hielten. Der Anblick versetzte ihm einen schmerzlichen Stich und doch ließ er sich nichts anmerken. Er durfte ihnen nicht zu viel Beachtung schenken. Durfte ihr nicht zu viel Beachtung schenken. Musste sich zurückhalten den Mund zu öffnen. Es gab keinen Grund etwas zu ihr zu sagen. Oder zu ihm. Sie konnten ihm egal sein. Sie MUSSTEN ihm egal sein. "Dark Star.", gab Alex schließlich seine Bestellung auf, als er direkt vor dem Barkeeper oder Getränkemischer stand. Yumi war schuld daran, dass er heute so viel Scheiß erlebt hatte. Wäre sie nicht gewesen, wäre er nie in den Wald gegangen. Wäre sie bloß nicht in seinem Kopf herum gegeistert. Dann wäre jetzt noch alles in bester Ordnung...



    Yumi, Cylie und Nick in der Nähe der Bühne auf Sitzsäcken


    2390-nick-summer-pngIrgendwie musste er Yumi ja schon recht geben. Mit Sakura konnte man ja eigentlich gar nicht streiten. Eigentlich. Aber er wusste trotzdem nicht, wie sie reagieren würde, wenn sie von der Trennung hörte. Womöglich würde sie noch versuchen das ganze irgendwie zu retten. War es denn zu retten? Hatte er es zu früh beendet? Wie würde es wohl werden, wenn er Leila wieder begegnen würde? Ein Gedanke, den er bis jetzt noch überhaupt nicht gefasst hatte. Er zuckte nur mit den Schultern, lauschte Yumis Worten und zuckte noch einmal mit einem gezwungenen Grinsen auf den Lippen mit den Schultern, als sie ihn nach Kanada fragte. Dann verschwand sie und zugegebenermaßen war Nick darüber etwas froh. Ihr Blick und ihre Fragen hatten ihn ein wenig aus dem Konzept gebracht. Sie brachten ihn dazu sich mit der Situation auseinanderzusetzen und das versuchte er gerade so gut es ging zu vermeiden. "Alles wieder gut.", beruhigte er schließlich Cylie die sich besorgt zu ihm gewandt hatte. Er nahm sich noch ein Stück seiner Sternchenpizza und spülte sie mit einem großen Schluck seines Drinks hinunter. Was machte er ihr schon vor? Es war nicht gut. Aber es würde sicher schnell besser werden. Er genoss das Gefühl ihrer freundschaftlichen Berührung. "Ach! Mach dir nichts draus! Du kannst da ja echt nichts dafür. Und ich kann ja wohl nicht für den Rest meines Lebens Kanada und alles was damit zu tun hat, vermeiden." Ein schwaches Lächeln zierte seine Lippen bei dem Gedanken. "Denk mal an den Ahornsirup! Nie wieder Pfannkuchen mit Ahornsirup? Oh nein! Ich muss mich Kanada stellen." Sein Grinsen war etwas ehrlicher geworden, während er versuchte die blöde Stimmung mit einem dummen Scherz wieder etwas aufzuheitern. "Lass uns nicht weiter drüber nachdenken. Willst du tanzen? Oder noch nen Drink?" Es sollte Cylie an nichts fehlen. Schließlich war sie einer der Gründe, wieso er sich wieder nach draußen traute und nicht nur den ganzen Tag in seinem Bett verbrachte.

  • Sky und Alex


    2394-sky-mitchell-pngIrgendwie hatte Sky sich den Abend ja etwas interessanter vorgestellt. Er schlenderte planlos durch die Menschenmenge und hatte bis jetzt nur wenige Gesichter entdeckt, die ihm bekannt waren. Und die Meisten davon schienen nicht an einem Gespräch mit ihm interessiert zu sein. So ein Mist, aber auch. Sein bester Freund Alex wurde noch immer von dieser wahnsinnigen Blonden belagert, also machte er nach wie vor einen riesengroßen Bogen um den Silberhaarigen. Zwischendurch hatte der Student dann zumindest mal die Bar aufgesucht und hatte sich ein Getränk gegönnt, damit er zumindest irgendetwas tat. Vielleicht waren es dann mit der Zeit auch drei, vier Becher, die er schnell ausgetrunken hatte. Die schnelle Zufuhrs des Alkohols machte seinen Kopf ein wenig leichter und die Atmosphäre wirkte auf ihn gleich viel entspannter. Es war ja eigentlich gar nicht so schlimm, dass er Solo unterwegs war, redete er sich dann schon ein. So konnte er immerhin die Musik genießen und wer weiß, was der Abend noch brachte. Mit seinem mittlerweile fünften Mischgetränk war Sky bereits in der Menschenmenge wieder abgetaucht. Er schunkelte ein klein wenig zu der Musik und wollte gerade einen weiteren Schluck nehmen, da rannte jemand in ihn hinein, wodurch er durch den Stoß aus Schreck seinen Becher fallen ließ. Verärgert drehte er sich zu der Person, die ihm da gerade einen weiteren Gang zur Bar beschert hatte und blickte in zwei verheulte und doch sehr bekannte Augen, die die wütenden Linien auf seiner Stirn gleich verblassen ließen. „Du?“ Irgendwie klang es mehr nach einer Frage, als nach einer Feststellung. Als fehlte irgendwie noch etwas in seinem Satz. Wollte er damit wissen, wieso sie hier war? Oder warum ausgerechnet sie jetzt in ihm hineingelaufen war? War es Schicksal oder Zufall? Er registrierte ein wenig zu spät, dass sie überhaupt nicht glücklich wirkte, erst als sie ihre wunderschönen Augen bereits wieder von ihm abgewandt hatte. Sky wollte sie fragen, was los war, ob es irgendwelche Probleme gab. Doch irgendwie wollte seine Stimme nicht. Ein letztes Mal sah Noita noch einmal zu ihm hoch bevor sie sich von ihm entfernte als wäre der Teufel hinter ihr los. Der Braunhaarige blickte ihr lange nach, unfähig sich irgendwie zu bewegen. Erst Sekunden später merkte er wie sein Arm seltsam in der Luft ausgestreckt war, als wäre er gerade im Begriff gewesen, Noita an sich zu ziehen und sie zu trösten. Aber war das überhaupt seine Aufgabe? Er kannte sie ja kaum. Von daher hatte er ja auch überhaupt keine Ahnung, weswegen sie so heulte. Wahrscheinlich war es wegen irgendetwas, dass er sowieso nicht wissen wollte. Sein Blick fiel auf den Becher im Gras und ihm schoss durch den Kopf, dass er Nachschub brauchte. Vielleicht traf er Noita später noch einmal wenn sie sich beruhigt hatte. Frauen hatten ja manchmal diese melodramatischen Schübe und dann ging es ihnen wieder gut. Das kannte er von Juliet. Sky machte sich also auf dem Weg zur Bar, als ihm dort ein silberner Schopf auffiel, der nur einer Person gehören konnte. „Alex, mensch!“ Er stieß einen Seufzer der Erleichterung aus als er zu seinem besten Freund ging. „Endlich bist du diese Furie losgeworden, dachte ich komm mit dir heute gar nicht mehr in ein Gespräch.“ Er deutete dem Barkeeper, dass er gern dasselbe Getränk wie sein Freund hätte.

  • [Tara] bei Noita abseits vom Fest


    Irgendwie hatte die Schwarzhaarige die Illusion gehabt, dass sich die Unsicherheiten in ihrem Kopf zurückziehen würden, als sie die Entscheidung getroffen hatte, auf das fremde Schluchzen zuzugehen und nachzufragen. Diese Illusion stellte sich jedoch ziemlich schnell als falsch heraus. Nicht nur, dass sie sich nicht zurückgezogen hatten, sie hatten auch an Volumen zugenommen, fragten sie ständig, was sie eigentlich hier machte, warum sie diese Entscheidung, die vor ein paar Sekunden noch so plausibel erschienen hatte, überhaupt getroffen hatte. Als das fremde Mädchen dann vorsichtig den Kopf hob und ihr tränenüberströmtes Gesicht zum Vorschein kam, zog sich ihr Herz kurz zusammen. Menschen so leiden zu sehen war wirklich nichts Schönes, und sie selbst hatte schließlich schon genug schmerzhafte Erlebnisse hinter sich, weswegen sie sich nachts in den Schlaf geweint hatte, dass sie nicht anders konnte, als mit der Fremden mitzufühlen. In diesen Momenten hatte sie sich nichts Sehnlicheres gewünscht, als von jemandem gehört zu werden, der sich um sie kümmern würde, aber vielleicht ging es nicht jedem so. Nichtsdestotrotz stand sie jetzt trotzdem hier, fühlte sich wie angewurzelt, auch wenn sie immer noch unsicher war. Langsam und mit so viel Abstand wie möglich nahm sie ebenfalls auf der Bank Platz. Als die Schwarzhaarige auf ihre Frage mit der offensichtlichen Aussage antwortete, dass nichts in Ordnung war, besserte sich dieser Zustand nicht. Sie hatte nichts darüber gesagt, ob sie alleine sein wollte, oder nicht, was Tara nur noch mehr hemmte. Aus Reflex hätte sie fast noch mal gesagt, dass sie sie auch alleine lassen könnte, aber sich nochmal zu wiederholen, nur um sich selbst zu beruhigen, würde jetzt sicher nichts bringen. Immerhin war der Fremden ihre momentane Unsicherheit vermutlich recht egal, auch, wenn sie sich damit die ganze Zeit beschäftigte. Noch ein bisschen, nahm sie sich vor. Wenigstens ein bisschen sollte ich es versuchen. Vielleicht ergab sich ja noch eine klare Reaktion, die sie zum Gehen bringen würde, aber fürs Erste versuchte sie, ihre eigenen Komplexe zu ignorieren und sich für die Umstände der Fremden zu interessieren. "Ist... irgendwas auf der Party passiert?" Der Schülerin fiel auf, wie die Schwarzhaarige in die Nähe des Events schaute. Wartete sie vielleicht auf jemanden? Oder hatte ihr vielleicht jemand weh getan, sie begrapscht? Sowas passierte ja bekanntlich recht oft auf Feiern mit viel Alkohol.

  • [Abseits des Festes auf einer Bank] Tara & Noita




    Ihre Wangen waren von einem leichten, roten Schimmer geziert. Es war ihr unangenehm sich hier vor einer völlig Fremden so derartig aufgelöst zu präsentieren aber Noita hatte auch nicht die Kraft die Tränen und das Schluchzen zu unterdrücken und im Moment hatte die Schülerin ohnehin nicht den Kopf sich über derartig banale Dinge Gedanken zu machen. Immer wieder wenn sie glaubte, dass es ihr gelungen war das Salzwasser zu bändigen, da erschienen neue Bilder vor ihrem Inneren, Bilder von ihm und mit ihnen auch wieder die Tränen, die ihre Wangen hinunter kullerte, die immer wieder weggewischt wurden nur um neuen Platz zu machen. Sie vermied es das Mädchen anzusehen und als die Hoffnung, dass er ihr vielleicht doch folgen würde in ihr erloschen war, senkte das Hexenmädchen den Kopf wieder, wandte ihn von den letzten Verkaufsständen ab, die man von ihrer Position aus noch sehen konnte. Noita fand sich zusammengekauert in der Position von vorhin wieder, nur dass sie ihren Kopf nicht völlig verbarg sondern nur die Hälfte davon. Ihre roten Augen waren halb geschlossen und ihre nassen Wimpern bildeten einen Schleier über ihr Blickfeld. Es interessierte sie auch ohnehin nicht sonderlich was um sie herum passierte obwohl Noita eigentlich kein Ich-bezogener Mensch war aber im Moment war es einfach nicht möglich, den Schmerz in ihr hinunterzuschlucken und etwas oder jemand Anderem Beachtung zu schenken. Zu einem anderen Zeitpunkt hätte sie sich dafür geschellt aber sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. Ihre Gedanken drehten sich einfach nur im Kreis und im Mittelpunkt eben genannten Kreises stand nur eine einzige Person. Ced. Seinen Namen alleine zu denken schmerzte unbeschreiblich und das Mädchen biss sich auf die Unterlippe um ihn nicht aus reiner Sehnsucht auszusprechen. Die Fremde hatte in der Zwischenzeit neben Noita auf der Holzbank Platz genommen. Wäre die Schwarzhaarige aufmerksamer gewesen, wäre ihr vielleicht aufgefallen, dass das Mädchen selbst mit der Situation zu kämpfen hatte, dass sie sich vielleicht in einer Art und Weise hilflos fühlte im Angesicht der Tatsache, dass direkt vor ihrer Nase ein Mensch heulte und sich in keinster Weise zu beruhigen schien. Eine Weile schwieg sie einfach nur und auch Noita war es nicht wirklich möglich Smalltalk zu führen, sich zu ihrer Situation zu äußern. Die Schülerin fürchtete sich vor der Tatsache das Geschehene auszusprechen. Doch eigentlich... wovor hatte sie noch Angst. Sie hatte ihn doch ohnehin schon verloren - nicht erst seit heute - nicht erst seit dem Zeitpunkt als er es ihr gesagt hatte. Es war die Stimme des anderen Mädchens, dass Noita daran erinnerte, dass sie nicht alleine war. Beinahe hatte sie es tatsächlich vergessen, sich in ihren Gedanken rettungslos verloren. Noita neigte leicht ihren Kopf, sah in die verschieden farbigen Augen der Anderen - eine Tatsache, die ihr gerade erst aufgefallen war. Sie räusperte sich, da sich ihre Kehle etwas trocken anfühlte. "J-ja... aber eigentlich... auch nicht..." Ihre Stimme brach beinahe nach jeden Wort. Noita senkte schließlich wieder ihr Haupt und lehnte ihren Kopf gegen ihre angezogenen Knie. "Der Mensch den ich li-liebe... er liebt... eine Andere..." Sie verspürte wieder diesen Stich im Herzen als sie es aussprach. Es war die Realität. Sie musste sich daran gewöhnen es auszusprechen. Vielleicht aber auch nur vielleicht würde sie es irgendwann verstehen, nicht nur ihr Kopf sondern auch ihr Herz. Vielleicht würde der Schmerz irgendwann so weniger werden und dennoch war Noita irgendwo froh, dass sie es nicht so vielen Menschen erzählt hatte - damals - als sie noch glücklich war.

  • 1677-cylie-pngCylie & Nick | in der Nähe der Bühne auf Sitzsäcken


    Das war Nick. Jemand, der sich nichts anmerken ließ, der seine Sorgen überspielte. Mit falschem Lachen und ein paar witzigen Sprüchen, die er komischerweise immer parat hatte. Ob er sich das im Vornherein schon zurecht legte, für alle Fälle? Die grünen Augen musterten den jungen Studenten, der beschwichtigend die Hand hob und seinen Drink mit einem großen Zug leerte. „Jaja, der gute Ahornsirup..“, erwiderte der Zwilling, lächelte schwach, war immer noch besorgt über den Zustand ihres besten Freundes. Und darüber, dass alle ihre Snacks bereits aufgegessen waren, das war ebenfalls ein großer Sorgenfaktor und als der Schwarzhaarige versuchte das Thema wieder etwas angenehmer zu gestalten, hopste die angehende Ärztin auf ihre Beine und grinste ihn breit an. „Ich bin gleich wieder da!“ Cylie legte für einen Moment ihre Hand auf seine dunklen Haare, zerzauste die eh schon wilde Frisur und kicherte ehe sie sich aufmachte um Nachschub zu besorgen. Es endete damit dass sie mit einem gut beladenen Tablett zurück kam und dies auf dem kleinen Tischchen vor ihnen abstellte. „Puh!“ Das Mädchen legte ihre Hände auf Höhe ihrer schmalen Taille an den Rücken und lehnte sich ein Stück zurück, wollte damit andeuten, wie unglaublich schwer sie gerade getragen hatte, und ließ sich dann geschafft auf den Sitzsack fallen. Auf dem Tisch türmten sich die Bestellungen der Studentin schon fast und sie zeigte mit flachen Händen auf ihre Beute als würde sie ein besonderes Objekt präsentieren wollen. Zwischen einigen Shots und zwei Longdrinks, standen kleine Schüsselchen gefüllt mit Sternchenchips, Schokoladenstückchen die glitzerten und schwarz-weißen Skittles. Ein Traum. Cylie reichte ihrem Mitbewohner ein kleines Gläschen und schaute ihn erwartungsvoll an. „Gut, mein Lieber, wir spielen jetzt ein Spiel.“, begann die Brünette und grinste. „Nein, wir sind jetzt nicht in Saw.. kein gruseliges Püppchen auf einem Dreirad..“, fügte sie lachend hinzu, da sie diesen Horrorfilm vor kurzem erst gemeinsam angeschaut hatten. Dabei hatte sie sich manchmal sogar an ihn heran gekuschelt, vielleicht zu nah, aber Nick hatte das ja nichts ausgemacht.. oder? Das hätte er ihr schon gesagt! „Wir genießen jetzt unser Singleleben und sagen bei jedem Shot eine Sache, die dieses Dasein so schön macht.“ Die Medizinerin legte kurz ihren Finger an ihr Kinn, schaute in den dunklen Himmel und danach in die dunkelblauen Augen ihres Freundes, die im Glanz der Lichter genauso schön funkelten wie die Sterne am Firmament. Cylie lächelte, räusperte sich und hob ihren Shot an. „Wir können soviel Süßigkeiten und Fast-Food essen wie wir wollen. Ohne dass hinter uns jemand steht der meckert weil wir uns so ungesund ernähren. Niemand der zuhause mit Salat auf uns wartet...“, sagte sie schmunzelnd und leerte das Glas in einem Zug.




    3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | auf dem Weg zur Bergspitze


    „Keine Frage des Wollens also..“, wiederholte er ihre Worte während er gefangen im Blick ihrer blauen Augen war. Eine interessante Aussage ihrerseits. „So sicher wäre ich mir da nicht. Schließlich bestimmst du mit deinem eigenen Verhalten, mit deiner Reaktion, mit deinen Worten doch genau den Verlauf der Geschichte. Man wird nicht als böser Mensch geboren, das entscheiden wir schon selbst..“ Darren befreite sich von ihr, drehte seinen Kopf zur Seite und beobachtete das rege Tummeln auf dem Platz vor der Bühne. Manche Besucher tanzten, andere plauderten miteinander und andere schienen schon ein bisschen zu angetrunken für alles. Auch der Schauspieler bemerkte den Alkohol in seinem Blut, sein Herz hatte gute Arbeit zu leisten, sein Kopf hatte da gefühlt schon etwas nachgegeben. „Schließlich wissen wir was wir mit unseren Worten und Taten anrichten können, meistens jedenfalls, und jemanden mit Absicht zu verletzen oder andere Dinge zu tun... Machte einen in vielen Momenten ja schon zu einem Arschloch. „Gibt sicher Ausnahmen, manchmal will man wahrscheinlich gar nicht böse sein, macht es nicht mit Absicht.. aber dann sollte man selbst wissen ob man mit diesem Stempel leben will oder es versucht besser zu machen.“ Sein Philosopieren fand ein Ende als er sich wieder an Yumi wand und diese anlächelte. Vielleicht gab es Menschen, die sich gerne als Arschloch betiteln ließen, nein eigentlich gab es diese auf jeden Fall, aber Darren konnte nichts Positives daran finden. Schließlich endete das Leben nicht immer wie im Film, in dem man damit eine Reihe an Liebhabern gewann und am Ende noch das Herz des beliebtesten Mädchens der Schule. Ein Schmunzeln kam über seine Lippen als sie seiner Aussage mit einer Frage entgegnete. „Außer du bist eine gute Lügnerin..“, sagte der Musiker und hob seine Augenbrauen neugierig an. „Lügen bringen einen in den meisten Fällen doch nur in Schwierigkeiten.“ Der junge Kerl hob seine breiten Schultern. Das musste jeder für sich selbst wissen, jeder Mensch konnte darüber entscheiden wie er durchs Leben schritt. Ob ehrlich oder nicht, ob mit einem Gerüst voller Lügengeschichten. Darüber hatte kein anderer zu entscheiden. Generell. Yumi nahm die beschriftete Serviette in die Hand und er konnte sogar so etwas wie Aufregung in sich spüren, kleine Schmetterlinge die in seinem Bauch herumflogen und bei denen er sich nicht sicher war, ob das alles gut so war, ob das überhaupt einen Sinn so hatte. Seine braunen Augen richteten sich gespannt auf die blonde Studentin, ob sie diesen Schritt gehen würde? Schließlich kannte er ihre Einstellung, ihre Meinung zu alledem. Sicher war er sich nicht, auch wenn es doch nichts zu bedeuten hatte. Damit ging sie keinerlei Verpflichtungen ein.. aber wer wusste schon was sie darüber dachte? Was sie sich ausmalte? Darrens Blick wanderte auf seine offene Hand, die darauf wartete, dass Yumi eine Entscheidung traf und erst als sie ihre zarten Finger spürte, die Wärme die davon ausging, lächelte der Lockenkopf und schloss seine Hand um ihre. „Worauf lässt du dich da nur ein?“ Mit einem Grinsen auf den Lippen führte er die angehende Psychologin fort von der Bar, die Serviette, die mit den drei einfachen Worten beschriftet waren, fiel zu Boden, landete vor den Füßen eines anderen Besuchers, doch darauf hatte er gar nicht weiter geachtet. Die Livemusik rückte mit jedem Schritt weiter in den Hintergrund, wurde leiser sowie die Stimmen der vielen Menschen. Es wurde stiller. Mit jedem Meter den sie weiter in die Höhe stiegen. Ein schmaler, schwach beleuchteter Pfad führte durch die Wälder hinauf auf die Spitze des Berges. Darren hielt weiter ihre Hand, natürlich zur Sicherheit, denn es war teils schon sehr rutschig und die Äste und Steine die manchmal im Weg lagen.. nicht dass sich die Blonde noch verletzte. Eine frische Windböe wehte um ihre Köpfe, der Student atmete tief ein, es war nur ein Grund warum er es hier oben liebte. Es wurde kühler hier oben und sein Pullover lag noch immer im Rucksack auf der Bank, auf der er vorher mit Noita geredet hatte. Sehr gut! „Ja, tut mir leid, meinen Lieblingsort erreicht man auch ohne über Absperrbänder zu klettern...“, sagte er leicht schmunzelnd in ihre Richtung und drückte ihrer Hand etwas fester.

  • [Auf dem Weg zur Bergspitze] Darren & Yumi



    Ihre Mundwinkel hoben sich. Vielleicht hatte er Recht. Vielleicht war es ihre eigene Entscheidung. Vielleicht wollte sie auch genau dieses kaltherzige Miststück sein, als welches sie oft genug bezeichnet wurde. Sie müsste es besser wissen. Sie müsste auf andere Bewältigungsstrategien zurückgreifen können aber es war nicht so leicht wie das Lehrbuch es beschrieb. Das Leben spielte nach keinen Regeln. Sie gab Alex längst nicht mehr die Schuld, dass sie so geworden war. Ja sie hatte sich selbst entschieden so zu werden, da hatte Darren Recht. Sie traf Entscheidungen bewusst um es sich vermeintlich leichter zu machen. „Vielleicht...“ Sie strich sich eine lose Strähne hinters Ohr und lies ihren Blick in die Ferne gleiten, ehe sie ihre Hände vor der Brust verschränkte. „...aber wir alle haben unsere Gründe warum wir so sind wie wir sind und oft kommt man aus seinem Verhaltensmuster nicht mehr raus, ob man will oder nicht...“ Es spielte keine Rolle, dass sie es nicht wollte. Meistens zumindest. Dieses Gespräch hatte eine ungewohnte Ernsthaftigkeit angenommen. So war es zwischen ihnen immer schon gewesen. Das Pendeln zwischen Spaß und Ernst. Ein schwieriges Unterfangen und doch kehrten sie immer wieder dazu zurück. „Es ist okay. Ich kann mit diesem Stempel leben...“ Sie zuckte mit den Schultern. Es war ihr egal welche Schimpfworte man für sie übrig hatte. Manchmal wurden Menschen verletzt und es war leichter einer Person die Schuld dafür zu geben. Einem Arschloch. Sie konnte es den Menschen nicht verdenken. Auch sie hatte damals lange Zeit Alex die Schuld für das Scheitern ihrer Beziehung gegeben aber der Fakt war, dass sie es Beide vermasselt hatten, nicht gut füreinander waren. Und dennoch war da diese verdammte Anziehung zwischen ihnen, die sie immer wieder aufeinandertreffen lies. Ein Lächeln erschien auf den schmalen Lippen des Studenten als sich ihre Blicke trafen. Man konnte meinen sie hätten gerade nicht über ein doch sehr ernstes Thema gesprochen. Hier. Zwischen Tür und Angel. Mitten auf einem Fest, welches dafür da war sich zu amüsieren. Tat sie das? Amüsierte sie sich? Ihre hellen Augen verloren sich in den seinen. Sie genoss seine Gesellschaft ansonsten wäre sie längst über alle Berge aber die Tatsache, dass gefühlstechnisch bei ihm mehr da sein könnte als bei ihr engte die Blonde ein und sie wünschte sich, dass sie ihn einfach von sich stoßen könnte aber er lies sich nicht so leicht vertreiben wie vermutet. In ihrem Gespräch über Arschlöcher - ging es da nicht tatsächlich einfach um sie? Menschen mit Worten verletzen - sie nutzte jede Chance ihn auf Abstand zu halten, ihn klar zu machen, dass sie nicht mehr wollte als diese flüchtige Nähe, aber zugleich konnte sie ihn nicht unbeachtet lassen. Er lächelte dieses unbeschwerte Lächeln als wäre alles in Ordnung. Vielleicht der Alkohol, der die Stimme in seinem Kopf, die ihn warnte, verstummen lies. Es ging ihr doch im Grunde ähnlich. Der Alkohol in ihrem Blut lies sie nicht darüber nachdenken was vernünftig war und was nicht. Sie wollte einfach nur diesen Abend genießen. Er schmunzelte als ihre Frage an sein Ohr drang. Ein Grübchen schien auf seinem Gesicht und eine dunkle Strähne fiel ihm ins Gesicht als er sie mit erhobener Augenbraue musterte als ob ein Blick genügte um herauszufinden ob Yumi eine gute Lügnerin. „Lügen sind oft leichter...“ Sie waren so unterschiedlich. Immer wieder wurde ihr diese Tatsache bewusst - mit jedem Aufeinandertreffen mehr. „Schwierigkeiten sind doch irgendwie... aufregend.“ Ein schelmisches Schmunzeln erschien auf den Lippen der angehenden Psychologin und sie funkelte ihren Gegenüber durch ihre hellblauen Augen an.

    Im Nachhinein wusste sie nicht mehr warum sie seine Hand ergriffen hatte, vielleicht weil sie nicht wollte, dass dieses Treffen endete, weil sie gespannt war seinen Lieblingsort zu sehen oder einfach weil der Alkohol sie leitete, schwach machte. Ein Lächeln erschien auf den Lippen des Mannes als er ihre Hand umschloss. Er wirkte irgendwie erleichtert. Einen Moment verlor sie sich in der Wärme seines Blickes ehe sie eine bekannte Stimme hinter sich vernahm. Sie hielt den Atem an und vielleicht setzte auch ihr Herz einen Takt aus. Sie wurde von dem Lockenkopf davon gezogen und die Serviette in ihrer Hand glitt aus eben jener zu Boden, vor die Füße eines gewissen Silberhaarigen. Yumi sah über ihre Schulter, sah ihn und ihr Blick verharrte einige Momente auf seiner Rückensansicht. Alex. Ihr Herz schlug wieder schneller und unweigerlich dachte sie an ihre letzte gemeinsame Nacht, die Stunden, die sie gemeinsam verbracht hatten. Sie spürte seine leidenschaftlichen Küssen auf ihrer Haut, auf ihren Lippen. Es war ein Fehler gewesen. Aber ein verdammt guter Fehler und Menschen waren schließlich dafür gemacht Fehler zu machen - immer und immer wieder. Sie hatte nicht erwartet, dass er bleiben würde aber auch nicht damit ihn so bald wieder zu sehen. Die Blonde spürte die Wärme von Darrens Hand, die sie fortzog aber ihr Blick verweilt auf dem Silberhaarigen und wandte sich erst ab als sie in der Menschenmenge verschwunden war. Sie verfluchte sich für das Gefühl, was in ihr zurückblieb, wenn sie aufeinander trafen. Dieser Scheißkerl. Die Frage des Schauspielstudenten hallte in ihrem Kopf wider aber er hatte seinen Blick nach vorne gerichtet, hatte anscheinend keine Antwort erwartet oder ihre Lippen waren zu lange stumm geblieben. Worauf lies sie sich da ein? Eine gute Frage. Sie wusste es selbst nicht aber sie befand sich schon längst mittendrin. Nach und nach entfernten sich die Beiden. Von dem Fest, folgten dem Pfad an Lichtern in Richtung Bergspitze. Seine Hand hatte ihre fest umschlossen, lies sie nicht los und von außen betrachtete wirkten sie bestimmt wie eines der eng umschlungenen Pärchen, die ebenfalls den Weg in Richtung Bergspitze angetreten waren. Darum ging es also eigentlich bei diesem Fest. Romantik. Ein Schauer lief ihr über den Rücken aber sie folgte ihm bereitwillig, da ihre Gedanken ganz weit weg waren und sich nicht damit befassen konnte was das zu bedeuten hatte. Eine kühle Brise wehte ihr um die Ohren und holte die junge Frau wieder ins Hier und jetzt zurück. Ihr blondes Haar wurde etwas durcheinander gewirbelt und im nächsten Moment drang die tiefe Stimme Darrens an ihr Ohr. Unweigerlich musste sie kurz schmunzeln. „Wirklich? Das ist ja langweilig...“

  • [Tara] bei Noita abseits vom Fest


    Ihre Annahme bestätigte sich. Es war also tatsächlich etwas auf der Party geschehen, aber es lief nicht so ganz ab, wie sie vermutet hatte. Als die Schwarzhaarige den Grund ihres Zustandes erklärte, weiteten sich ihre Augen und Mund ein wenig. Au weia, dachte sie sich nur. In dieser Situation hatte sie sich schließlich auch einmal befunden. Wie aus Reflex musste sie sich an den Moment erinnern, als sie nach einer langen Phase des Liebeskummers das Foto von sich und Simon auf dem Weihnachtsmarkt von ihrem Handy gelöscht hatte und mit der Situation endlich abgeschlossen hatte. Doch dieses Mädchen stand noch ganz am Anfang einer anscheinend unerwiderten Liebe. Vielleicht ist es ja auch ganz anders... Ein kurzer Gedanke kam ihr in den Kopf, der ihr riet, die Situation der Schwarzhaarigen nicht so sehr mit ihrer zu vergleichen. Tara fühlte sich zwar durch diese kleine Gemeinsamkeit ihr gegenüber noch empathischer, als zuvor, aber letztendlich wusste sie, dass sie ihrem Hang zu viel in Situationen reinzuinterpretieren eigentlich nicht nachgeben sollte, so sehr ihre Gefühle sie dazu anleiteten. Immerhin hatte sie außer diesem einen Satz noch nichts Genaues von den Umständen der Fremden erfahren und innerlich wollte die Hobby-Soziophobikerin immer noch bereit für ein 'Ich will jetzt eigentlich alleine sein' sein. Dennoch - vielleicht war es gar nicht so unklug dem Mädchen das Gefühl zu geben, man verstand sie? Selbst wenn sie in diesem Moment nur eine bedeutungslose Fremde war. Schließlich war die Schwarzhaarige war immer noch entschlossen dazu, es zu versuchen. Utopische Vorstellungen, dass sie die Stimmung des Mädchens zum Positiven wenden konnte, hatte sie sowieso nicht, aber vielleicht konnte sie ja wenigstens ein bisschen runterkommen? Ein Versuch war es auf jeden Fall wert. "Das Gefühl kenne ich...", sagte sie daher kleinlaut. "Wenn man seine Gefühle so sehr auf diesen einen Menschen konzentriert, und dann werden sie nicht erwidert. Das ist unglaublich niederschmetternd" Ihre eigene Stimme brach ein wenig, während sie diesen Satz aussprach. Die Nervosität und der zusammengezogene Knoten in ihrer Brust machten ihre Kehle trockener, als sie es erwartet hatte und sie räusperte sich, etwas irritiert von ihrer eigenen Körperreaktion, während sie selbst auf ihre Knie starrte.

  • 3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | Bergspitze


    War es das? Wirklich? Vielleicht war das aber gar nicht so schlecht. Man sollte generell nicht darauf hören was andere Menschen über einen dachten, was sie sich in ihrem Kopf zusammensponnen, was für eine Rolle man in deren Leben einnahm. Doch gehörte ein gesundes Selbstbewusstsein dazu. Oder aber man war es Leid, war zu verletzt und hörte einfach nicht mehr hin. Blendete die Welt um sich herum aus und kümmerte sich letztendlich nur noch um sich selbst. Auf welche Seite gehörte das Blondchen wohl? Die sanften Gitarrenklänge im Hintergrund drangen an sein Ohr, seine dunklen Augen ruhten im Gesicht der jungen Studentin als könnte er darin eine Antwort finden. Eine Antwort auf soviele Fragen die er hatte, bei denen er sich nicht einmal sicher war ob er jemals eine Antwort bekommen würde. Oder ob er die überhaupt haben wollte. Ihre Hand in seiner, es war ein wunderbares Gefühl. Fast so als gehörte sie dorthin und doch war sein Herz ganz schwer. Weil er wusste dass es falsch war so zu fühlen, vielleicht sollte er es eigentlich sein, der einen Schlussstrich zog. An etwas, was doch noch gar nicht richtig begonnen hatte oder? Etwas war ins Rollen gekommen aber war es gut? Machte das Sinn? Darren drehte seinen Kopf kurz zur Seite, den starren Blick der angehenden Psychologin zurück an die Bar konnte er dabei gar nicht ignorieren, auch wenn er es vielleicht lieber hätte tun sollen, und seine Schritte wurden langsamer. Erneut fielen ihm die silbernen Haare auf, die er auch vorher schon in der Menge gesehen hatte, war es Zufall, dass dieser Kerl, der im gleichen Wohnheim wie sie wohnten, schon wieder auf der Bildfläche aufgetaucht war? Vielleicht war es aber auch nur Einbildung, vielleicht beobachtete Yumi jemand ganz anderen, doch von wem konnte sie ihre Augen nicht abwenden? Der Musiker biss sich auf die Unterlippe, es konnte ihm ja egal sein wem sie da hinterher schaute. Ihr nächster One-Night-Stand vielleicht, jemanden den sie sich vorhin ausgesucht hatte und den sie ansteuern würde, sobald sie ihr kleines Spielchen an der Spitze des Berges beendet hatten. Das konnte ihm wirklich egal sein, alles, ihre heimlichen Gedanken dazu, ihre Taten. Doch warum war es das nicht? „Widerspricht sich das nicht?“, fragte er schließlich und bezog seine Worte auf ihre vorherige Aussage. Um die eigentlich angenehme Stille zu durchbrechen, um seinen Kopf mehr zum Schweigen zu bringen und sich nicht weiter darum zu kümmern. „Diese bösen Schwierigkeiten die das leichte Leben so behindern können.. sollen dann auch noch aufregend sein?“ Er sah mit einem Grinsen in ihre Richtung, nachdem er sich vorhin wieder auf den Weg vor ihnen konzentriert hatte. „Aber jaja, ich versteh schon, du liebst halt die Gefahr.“ Ein Schmunzeln folgte und die Wälder um sie herum lichteten sich langsam, vereinzelt hörte man Kichern von jungen Pärchen, die ebenfalls die Spitze erklimmen wollten, doch Darren ließ sich von dieser romantischen Stimmung gar nicht erreichen. Deswegen hatte er Yumi nicht hierher gebracht. Es ging hier ja nicht um irgendwelche Gefühle, gar nie nicht, es war lediglich etwas worüber sie damals am Hafen gesprochen hatten. Worauf er jetzt reagierte, da sie sich ja eh schon in der Nähe befunden hatten. So ein Zufall. „Ugh ja, tut mir leid, das nächste Mal besorg ich ein paar Bären und Wölfe damit der werten Dame nicht zu langweilig ist.“, erwiderte der Lockenkopf mit einem gespielten und übertriebenen Augenrollen in ihre Richtung. Mit einem Mal blieb er stehen, sein Kopf war gerade aus gerichtet, etwas angehoben, auf seinen Lippen lag ein zufriedenes Lächeln. Ja, das war er, das schönste Fleckchen in dieser Gegend. Allein für diesen Anblick, der sich ihnen bot, nirgends konnte man die Sterne so hell erblicken wie hier, nirgends war es so ruhig wie an diesem Ort, allein dafür waren die anstrengenden letzten Meter wert gewesen. Sein Herz schlug ein paar Takte schneller bei dem Gedanken, dass er diesen Moment mit Yumi teilte. Es mochte für manch andere wahrscheinlich nichts besonderes sein, ein bisschen kindisch, aber gab man doch etwas über sich Preis in solchen Augenblicken. Jetzt kannten sie einander die Plätze, die eigentlich nur für sie bestimmt waren. Zu denen sie sich zurück zogen, wenn es zu laut wurde. Um sie herum oder in ihnen drin. Der Student ließ ihre Hand los und versteckte sie in seinen Hosentaschen, genoss den Wind der seine Locken aufwirbelte und schloss für den Moment seine Augen. Da sie sich etwas abseits hingestellt hatten, war auch kein Geräusch der anderen Besucher zu hören. Nur die Stille der Natur. Darren sank auf den Boden, lehnte sich mit den ausgestreckten Armen nach hinten und musterte den schlanken Körper der jungen Frau, die neben ihm stand. „Wurdest.. du schon mal so von einem Menschen verletzt und hattest das Gefühl dass es nie wieder gut wird?“

  • [Bergspitze] Darren & Yumi



    Er war es der letztendlich die Stille durchbrach, die eingekehrt war als sie das Fest, den Trubel. zurückgelassen hatten um für sich zu sein. Es war keine unangenehme Stille gewesen und doch war Yumi dem Anderen irgendwo dankbar dafür, dass er dadurch ihre Gedanken vertrieb, die sich ohnehin nur im Kreis drehten und zu keinem Ergebnis geführt hätten. Ein Grinsen hatte sich auf seine Lippen gelegt während er sich zu ihr umgedreht hatte. Im schummrigen Licht des spärlich beleuchteten Weges konnte man sein Gesicht nur schemenhaft erkennen aber sie kannte es mittlerweile gut genug um es auch so vor sich zu sehen, im Schutze der Dunkelheit. Die vereinzelten Bartstoppel, das kantige Kinn, die warmen Augen, die sie amüsiert musterten als erwarte er gar keine Antwort auf ihre Frage. Er fuhr fort und Yumis Mundwinkel hoben sich ein Stück, während ihre Augen ihn anfunkelten. "Gratuliere, Darren. Du hast mich wohl durchschaut..." War dem so? Fühlte sie sich zur Gefahr hingezogen? Sie übte ihren Reiz auf die Blonde aus, das war richtig. Sie spielte mit dem Feuer. Auch das stimmte. Sie selbst hatte nie ernsthaft darüber nachgedacht, war kein Mensch der sich unnötig viele Gedanken machte für gewöhnlich weil sie einfach handelte oft bevor sie nachdachte was es für Folgen haben könnte und damit stieß sie Viele vor den Kopf weil sie damit nicht umzugehen wussten. Wie oft hatte sie sich deshalb in unmögliche Situationen gebracht, war zwischen Fronten geraten und hatte Drama provoziert. Nicht nur einmal das war richtig. Als Yumi schließlich ihren Kopf wieder ein Stück anhob musste sie feststellen, dass sie den Wald wohl langsam aber sicher hinter sich gebracht hatten. Die Bäume lichteten sich, standen nicht mehr so dicht nebeneinander. Man hörte die Stimmen jener Besucher, die wohl zum rummachen hier herauf gekommen waren. Der perfekte Ort für Teenager, wo sie sich näher kommen konnten ohne das ihre biederen Eltern dazwischenfunkten. Wahrscheinlich war sie früher ähnlich gewesen. Ganz sicher sogar. Sie konnte ihnen nicht einmal einen Vorwurf machen. Bereitwillig folgte sie dem Lockenkopf, lies sich von ihm an der Hand führen, lies dieses Stück Nähe zu, genoss es auch irgendwo und spürte ein leichtes Ziehen in ihrer Brust als er sich von ihr zurückzog, da sie angekommen waren. Völlige Stille umgab die Beiden, die Stimmen der anderen Besucher waren weit weg, so dass man sie nicht mehr hören konnte. Es fühlte sich fast so an als wären sie die Einzigen, die nun hier waren und die Ruhe genossen. Das Herz der angehenden Psychologin klopfte einige Takte schneller, da der Aufstieg nicht ganz spurlos an ihr vorbei gegangen war. Die sportlichste war die junge Frau tatsächlich eher nicht auch wenn ihr Körperbau vielleicht darauf schließen lies. Wobei sie für ihr Leben gerne tanzte aber das war auch schon das Einzige was sie an Sport trieb. Der Blick der Studentin wanderte zu ihrer Begleitung. Genüsslich hatte Darren die Augen geschlossen und schien die Stille zu genießen, ehe er sich am Boden neben ihr setzte und sich in das Gras zurückfallen lies. Ehe Yumi es ihm gleich tat holte sie sich eine selbst gedrehte Zigarette heraus und steckte sie sich an. Ihre Lippen hielten den Glimmstängel gefangen während sie ihn hinter vorgehaltener entzündete, was erst beim zweiten Mal funktionierte, da es ziemlich windig war. Als sie den ersten Zug getätigt hatte lies sie sich neben Darren ins Gras fallen, lies die Frage, welche er an sie gerichtet hatte erst sacken, ehe sie den Rauch der Zigarette in die Luft blies. Ihre hellblauen Augen richteten sich auf den mit Sternen besetzten Himmel. es war unglaublich. Sie erstrahlten hier so unfassbar hell, wie sie es noch nie zuvor irgendwo gesehen hatte. Es fiel ihr fast schon schwer sich von diesem Anblick kurz abzuwenden um das Profil ihres Begleiters zu mustern. "Geht das Fragespiel wieder weiter?"Ein leichtes Schmunzeln zierte die Lippen der Blondine ehe sie einen weiteren Zug vom Glimmstängel nahm. Ein süßlicher unverkennbarer Duft umhüllte die beiden Studenten. Yumi schloss die Augen für einen Moment ehe sie sie wieder öffnete und ihren Blick auf die Sterne über ihnen richtete. "Ich bin nicht so wie ich bin weil mich jemand so unfassbar verletzt hat, dass ich niemanden mehr vertrauen kann. Ich bin so weil ich es so will..." stellte sie schließlich klar. Ihre Stimme war ruhig obwohl sie es durchaus satt hatte, dass man immer gleich versuchte sie zu analysieren oder ihr Verhalten zu erklären. "Natürlich wurde auch ich schon verletzt und hatte das Gefühl es würde niemals besser werden aber der Fakt ist... es wurde besser. Man lernt damit umzugehen. Mehr oder weniger gut..." Sie nahm einen erneuten Zug und machte eine kurze Sprechpause. "Was ist mit dir?" Zeitgleich hielt Yumi dem Anderen mit einem fragenden Blick den Glimmstängel hin, was nicht ganz klar machte ob sich ihre Frage nun auf das Zeug in ihrer Hand bezog oder ob sie den Ball an ihn zurück spielte. Unweigerlich musste Yumi bei seiner Frage an eine ganz bestimmte Person denken aber ihr Blick haftete stattdessen an dem Mann neben ihr. Sie musterte sein Profil, wendete sich nicht ab.

  • 3060-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | Bergspitze


    Seine Schritte wurden langsamer, nicht nur weil der Weg schmaler wurde und unebener und er keine Lust hatte hinzufallen, auch wenn es ihn nicht weiter gewundert hätte. Schließlich spielte auch der Alkohol in seinem Blut mit ihm, mit seinem Gleichgewichtssinn. Die frische, dünner werdende Luft hier oben, ließ ihn das Gift in seinen Nerven mehr spüren. Doch er hatte Yumi an seiner Hand und da es ihr wahrscheinlich ähnlich ging, hatten sie beide eine gute Menge getrunken, stützten sie sich unterbewusst anscheinend gegenseitig. Darren musste leise schmunzeln als sie über einen kleinen Felsen stiegen. Da blieb er für den Moment stehen, verbeugte sich ein kleines Stückchen vor Yumi als ihre leisen Glückwünsche an sein Ohr drangen. „Das Geheimnis ist gelüftet. Das nächste Mal brauche ich wohl eine größere Herausforderung, etwas schwierigeres. Es sollte ja alles aufregend bleiben. Oder nicht?“ Seine letzten Worte, sein dezentes Sticheln in ihre Richtung untermalte er mit einem breiten Grinsen und ließ sich dann vom offenen Himmel und seinen unzähligen Sternen leiten als sie den dicht gewordenen Wald endlich verlassen konnten. Es war schnell ein verlassenes Plätzchen gefunden, auch wenn er kein Mensch war der sich gerne von seinen Mitmenschen fern hielt und jeden Kontakt scheute, so war es im gerade in diesem Augenblick doch lieber alleine mit Yumi zu sein. Deswegen war er ja auch mit ihr hierher gekommen. Ein frischer Windzug wehte über die jungen Menschen hinfort, seine Locken waren dabei nur noch mehr durcheinander geraten wie sie meist eh schon waren und der Student hob seine Augenlider wieder etwas an als er das Knistern ihres Feuerzeuges vernahm. „Hat es je aufgehört? Das war doch nur eine kleine kreative Pause..“, erwiderte der Musiker dabei mit einem leisen Schmunzeln und kam mit seinem Oberkörper wieder etwas nach vorne nachdem er sich zuvor nach hinten gelehnt hatte. Er musterte ihre weichen Lippen, die sich sanft um die Zigarette in ihren Fingern legte. „Ich weiß..“ Der Blick seiner braunen Augen folgte dem hellen Rauch aus ihren Lungen, der sich im dunklen Nachthimmel auch schnell verflüchtigte. Dort verweilte er auch, beobachtete weiter die funkelnden Sterne am Firmament während er auf ihre Worte Antwort gab. „Das hattest du mir doch bereits gesagt. Du bist gerne das Arschloch.. meine Frage war auch nicht wirklich dazu da, um dich wieder mit diesem Thema zu nerven.“ Es war rein aus Interesse, ohne großen Hintergedanken, weil es etwas war, das man doch sooft hörte. Egal ob es sich um Liebeskummer drehte, zerbrochene Freundschaften. Leider bekam man solche Dinge viel zu oft mit. Außerdem musste er Yumi doch glauben schenken, wenn sie weiter davon redete, dass sie einfach diese kalte Persönlichkeit hatte, die andere Menschen immer wieder von sich stieß. Darren selbst hatte das ja schon das ein oder andere Mal selbst schon erlebt. Mit ihren gut gewählten Worten, die immer wieder Distanz aufbauten und sich oftmals mit ihren Taten nicht so ganz einig waren. Der Musiker drehte sich etwas zu ihr und lächelte etwas während er ihre blauen Augen musterte. „Aber interessant dass du es immer wieder erwähnst.. als hätte ich in ein Wespennest gestochen.“ Aber es war nicht weiter seine Absicht irgendwas über das Mädchen herauszufinden oder besser, irgendwelche Vermutungen aufzustellen. Schließlich hatte sie ja mehr als deutlich erwähnt dass sie es einfach liebte so zu sein wie sie war und ihre Mitmenschen nicht von sich weg schubste da sie kein Vertrauen mehr in diese hatte. Oder? „Es bleibt einem eh nichts anderes über. Wir können nicht unser Leben damit verschwenden in der Vergangenheit zu leben und weiter zu trauern oder uns Gedanken über Dinge machen, die in der Gegenwart nichts mehr zu suchen haben.“, sagte der Bartträger darauf, wies ihr Angebot mit der Zigarette mit einer Handbewegung ab und lächelte. Aus dem Alter, in dem man Dinge machte, die man eigentlich nicht wollte und sich so verbog, um den anderen zu gefallen, waren sie ja schon längst raus. Egal ob es ein richtiges Angebot war und Yumi ihm nur die Möglichkeit geben wollte, es zu kosten, Darren war daran nicht interessiert. Fand er doch andere Möglichkeiten in seinem Leben um mit Stress umzugehen. „Als meine damalige Freundin sich von mir getrennt hat. Da dachte ich dass ich mit diesem Schmerz nie umgehen könnte. Es war wenige Tage vor meiner Weltreise. Sie hat gemeint sie könne mir nicht vertrauen, wenn ich so weit weg bin und andere Menschen treffe. Es tut wirklich weh von der Person, die man.. wirklich liebt, zu hören dass sie einem kein Vertrauen schenkt..“ Darren senkte seinen Kopf wieder, legte seine verschränkten Arme auf die etwas herangezogenen Knie und lächelte erneut. „Dadurch war die erste Zeit meiner Reise nicht ganz so schön aber wie du sagtest, man lernt damit zu leben. Und man lernt es zu vergessen. Was bleibt ist eine schöne Erinnerungen aber manche Menschen verdienen es nicht mit ins Hier und Jetzt zu kommen.“, fügte er dem hinzu, wusste selbst nicht so recht ob er das erzählte weil er der Blonden eine wahre Antwort geben und sie etwas an seinem Leben teilhaben lassen wollte oder aber weil der Alkohol sein Gehirn doch etwas vernebelte und das Gift aus ihm sprach. Seine Mundwinkel hoben sich weiter und mit einem breiten Grinsen und einem Schulternzucken sah er wieder zu ihr. „Die nächtlichen Heulattacken mit einem Becher Eis in der Hand, helfen beim Vergessen aber auch ganz gut.“

  • [Bergspitze] Darren & Yumi



    Natürlich blieb ihr nicht verborgen auf was oder besser gesagt wen er mit seinen Worten anspielte und er machte auch kein Geheimnis daraus als er sie mit einem breiten Grinsen musterte und eine kleine Verbeugung andeutete als sie ihn für seinen Scharfsinn beglückwünschte. Sie spürte wie der Alkohol ihre Sinne vernebelte, sie seine Hand drückte weil er sie ein Stück weit stützte und sie ihn. Der Weg war schmal und stellenweise holprig aber wahrscheinlich war es gerade der Alkohol in ihrem Blut, der die Beiden nicht darüber nachdenken lies, dass es in ihrem Zustand vielleicht auch nicht gerade ungefährlich war den Berg zu erklimmen. Schlussendlich hatten es die beiden Studenten doch geschafft und hatten sogar ein ruhiges Plätzchen ergattert. Gedankenverloren sah sie in den Himmel, genoss den Anblick der abertausenden kleinen Lichter, die das Himmelszelt spickten. Ihre Mundwinkel hoben sich. Ein schönes Fleckchen Erde, abseits der Menschenmasse. Eine ungewohnte Stille, die man nicht an vielen Orten genießen konnte. Darren richtete sich ein Stück auf und ihre Blicke trafen sich während Yumi einen kräftigen Zug von der Zigarette nahm. Es war dunkel aber durch das Licht der Sterne und des Mondes konnte sie den Mann neben ihr gut erkennen - auch hier abseits der Lichter, die den Aufstieg gesäumt hatten um den Besuchern den Weg zur Bergspitze zu leuchten. Auch auf ihren Lippen bildete sich ein Grinsen. Eine interessante Frage. Wahrscheinlich lautete die Antwort 'nein' sowie auch auf die Frage ob ihre Spielchen jemals aufgehört hatten, die sie miteinander trieben. Der Tanz wischen Ernst und Spaß, den sie schon seit ihrer ersten Begegnung tanzten. "Dann bin ich ja gespannt wie es weitergeht..." kommentierte Yumi schließlich die Aussage des Lockenkopfs, der ihr ein schelmisches Lächeln schenkte, während sein Blick auf ihr ruhte. Sie wusste nicht so recht ob seine Frage wirklich keinen Hintergedanken hatte aber es spielte auch keine weitere Rolle. Sie hatte ihm ihren Standpunkt klar gemacht. Was der angehende Schauspieler daraus machte war ganz allein seine Angelegenheit. Sollte er nur glauben, dass sie ein armes verletztes Mädchen war, dass sich nur hinter einer harten Schale versteckte. Er war erwachsen, traf seine eigenen Entscheidungen und wenn er sich die Zähne an ihrer harten Schale aus biss war es in seiner eigenen Verantwortung. Ein stummes Lachen drang aus der Kehle der Blonden als er sich zu ihr drehte und seiner Aussage noch etwas hinzufügte. "Ich will nur sichergehen, dass du es auch verstehst..." Ihre hellblauen Augen suchten die seinen, verharrten, ehe sie sich wieder abwendete und einen weiteren Zug von ihrem Glimmstängel nahm, dessen Wirkung auch langsam aber sicher spürbar war. Ihr Herz klopfte um einige Takte schneller aber gleichzeitig fühlte die Blonde sich so ruhig. Sie liebte dieses Gefühl der Leichtigkeit, das Gefühl das der Moment langsamer als für gewöhnlich verstrich. Sie schloss ihre Augen und ein Lächeln zierte die Lippen der jungen Frau. Die Mischung mit Alkohol war das Beste. Der schlanke Körper der jungen Frau sank zurück ins Gras und ihre hellblauen Augen waren erneut auf den Sternenhimmel gerichtet , ehe sie sich ein Stück weit in die Richtung ihres Begleiters drehte. "Meinst du wirklich wir alleine entscheiden darüber was in der Vergangenheit zu bleiben hat und was mit in unsere Gegenwart kommt?" Unweigerlich dachte die Blonde dabei an eine ganz bestimmte Person. Wahrscheinlich sprach der Rausch aus ihr, da sich sonst wohl kaum auf so emotionale Gesprächsthemen eingelassen hätte oder schob sie es einfach nur darauf, weil es leichter war? Wahrscheinlich würde sie sich morgen nur noch schemenhaft an diese Begegnung erinnern, es würden Bruchstücke fehlen. Die kalte Luft hier oben schien die Wirkung des Alkohols zu verstärken. Vielleicht war es keine gute Idee gewesen sich daraufhin noch etwas zu gönnen aber Yumi war noch nie für ihre weisen Entscheidungen bekannt gewesen. Sie lauschte den Klang seiner tiefen Stimme, wie er von sich erzählte, seiner Vergangenheit. Es klang ehrlich, Nicht nach einer Geschichte, nicht nach einem Schauspiel. Sie musterte sein Profil, als er erzählte, die Bewegungen seiner Lippen, den leichten Schatten in seinem Gesicht durch die vereinzelten Bartstoppel. "Bist du denn ein Mensch dem man vertrauen kann, Darren?" kam es schließlich über die Lippen der angehenden Psychologin, während sie ihn nicht aus den Augen lies. Sie war gespannt auf seine Antwort, hatte sich tatsächlich unbewusst ernsthaftes Interesse an seiner Person entwickelt oder war es lediglich Teil einer einfachen Konversation, vielleicht etwas in der Art wie Höflichkeit? So oder so war es untypisch für die Blonde aber jetzt war es ihr ohnehin nicht möglich sich darüber sonderlich den Kopf zu zerbrechen. "Ich meine ich vertraue mir nicht..." Selbst wenn sie jemals eine Beziehung hätte, sich darauf einlassen würde, könnte sie die Vergangenheit, welche nach wie vor auch Gegenwart für sie war, hinter sich lassen? Wäre die Anziehung zwischen Alex und ihr auf einmal weg? Würden sie nicht wieder im Bett landen? Wir konnte man darauf vertrauen, dass es nicht wieder und wieder und wieder passieren würde? Ihre Gedankensprünge ließen es nicht zu, dass sie weiter darüber nachdachte und stattdessen erwiderte sie das Lächeln des Anderen und unweigerlich haftete ihr Blick auf seinen Lippen. "Wo hat es dir am allerbesten gefallen?" fragte Yumi schließlich ohne ihren Blick abzuwenden. Langsam erhob sie sich stattdessen und verringerte damit den Abstand zwischen sich und dem Dunkelhaarigen. Er zuckte mit den Schultern als er über seinen Liebeskummer oder viel mehr über das Vergessen sprach und dennoch zierte ein breites Grinsen seine Lippen. Ohne Umschweife legte die junge Frau ihre Hand in seinen Nacken und zog Darren an sich heran. Ihr Mund suchte den seinen und als ihre Lippen seine Lippen berührten, einen flüchtigen Kuss darauf hauchten schlug ihr Herz einige Takte schneller. Sie löste sich im nächsten Moment jedoch schon wieder von ihm. Ihre Augen hafteten an seinen als ein leises Lachen ihre Lippen verließ. "Sorry... es sah aus als würdest du Trost brauchen..." Mit diesen Worten lies sich die Blonde wieder zurück ins Gras fallen.