Die Korallenbucht und die Strandbar "Lulucoco"

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    Der Name des Strandes, welcher westlich von Riverport und südlich des Nebelwaldes liegt, stammt von vielen tausenden Korallenarten die es vor der Küste gibt. Liegen, Strandkörbe und Sonnenschirme stehen hier zur freien Verfügung. Die nahgelegene Strandbar wird von den Familien Kawena und Pelekai betrieben, wo selbst die Töchter Shuka und Iuka den Familienbetrieb so gut unterstützen wie sie können. Hier stehen verschiedene Getränke und kleine Speisen für die Badegäste zur Verfügung, die entweder nach einer Verschnaufpause suchen oder sich einen schönen Abend mit Cocktails machen wollen. Zudem kann man hier private Surfstunden vom ältesten Sohn, Ludeus, nehmen und sich gegen Pfand ein Surfbrett ausleihen.


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    NPC's:


    Name: Calila Pelekai
    Calila Pelekai.png
    Altersstufe: Erwachsene
    Größe:1,65m
    Familie: Iuka [Tochter], Shuka [Tochter], Ludeus [Sohn], Alma [Tochter], Sharq [Sohn], Mithra [ältere Schwester], Tototala [Mutter]
    Herkunft: Lulucoco Town
    Info: Bis zuletzt lebte die recht große Familie in Lulucoco Town, wo sie bis dato eine Strandbar betrieben, welche Tototala in ihrer Jugend gemeinsam mit ihrem Ehemann eröffnete. Im Verlauf der letzten Jahre jedoch nahm die Zahl der Touristen stetig zu, und so wurden es auch immer mehr und mehr Bars, mit denen die Familie auf Dauer einfach nicht konkurrieren konnte. Mit einem gemeinschaftlichen Entschluss und einem lachenden und einem weinenden Auge machte sich die Familie somit auf den Weg in eine neue Stadt, in welcher sie ihre Bar erneut eröffnen konnten und zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Angst davor haben mussten, selbiges Szenario erneut durchleben zu müssen.
    Calila fiel der Umzug wohl am schwersten. Sie wusste, dass ihre Kinder, besonders die beiden jüngsten, einige Freunde hinter sich lassen mussten, und auch ihr fiel es nicht sonderlich leicht, die letzte Ruhestätte ihres verstorbenen Mannes zurück zu lassen. Da sie als aktuelles Mehr-oder-Weniger-Familienoberhaupt aber natürlich auch die Zukunft ihrer Kinder nicht aufs Spiel setzen durfte und ihnen natürlich ein schönes Leben bieten wollte, stimmte sie schließlich als Letzte dem Vorschlag ihrer Schwester zu.
    Job: Leitung [Strandbar 'Lulucoco']


    Name: Mithra Kawena
    Mithra Kawena.png
    Altersstufe: Erwachsene
    Größe:1,67m
    Familie: Iuka [Nichte], Shuka [Nichte], Ludeus [Neffe], Alma [Nichte], Sharq [Neffe], Calila [jüngere Schwester], Tototala [Mutter]
    Herkunft: Lulucoco Town
    Info: Bis zuletzt lebte die recht große Familie in Lulucoco Town, wo sie bis dato eine Strandbar betrieben, welche Tototala in ihrer Jugend gemeinsam mit ihrem Ehemann eröffnete. Im Verlauf der letzten Jahre jedoch nahm die Zahl der Touristen stetig zu, und so wurden es auch immer mehr und mehr Bars, mit denen die Familie auf Dauer einfach nicht konkurrieren konnte. Mit einem gemeinschaftlichen Entschluss und einem lachenden und einem weinenden Auge machte sich die Familie somit auf den Weg in eine neue Stadt, in welcher sie ihre Bar erneut eröffnen konnten und zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Angst davor haben mussten, selbiges Szenario erneut durchleben zu müssen.
    Mithra war als Buchhalterin die erste, der das damalige Problem aufgefallen war, und welche auch den Vorschlag machte, sich vielleicht etwas umzuorientieren. Natürlich beruhte diese sofortige Entscheidung ihrerseits keineswegs darauf, dass sie in ihrer Heimat immer ein wenig...Probleme mit den Männern hatte, und nun darauf hofft in Riverport endlich jemanden zu finden. Nicht selten ist sie deswegen auch eifersüchtig auf ihre jüngere und vorallem hübschere Schwester, welche inzwischen schon fünf Kinder in die Welt gesetzt hatte. Auch schon früher war Calila immer die begehrtere der beiden gewesen, weshalb der erste Sohn ihrer Schwester nicht lange auf sich warten ließ. Sie hingegen ist wohl eher zu einer zu ernsten und vielleicht auch etwas verbitterten Buchhalterin geworden.
    Job: Buchhalterin [Strandbar 'Lulucoco']


    Name: Tototala Kawena
    Tototala Kawena.png
    Altersstufe: Senior
    Größe: 1,57m
    Familie: Iuka [Enkelin], Shuka [Enkelin], Ludeus [Enkel], Alma [Enkelin], Sharq [Enkel], Calila [Tochter], Mithra [Tochter]
    Herkunft: Lulucoco Town
    Info: Bis zuletzt lebte die recht große Familie in Lulucoco Town, wo sie bis dato eine Strandbar betrieben, welche Tototala in ihrer Jugend gemeinsam mit ihrem Ehemann eröffnete. Im Verlauf der letzten Jahre jedoch nahm die Zahl der Touristen stetig zu, und so wurden es auch immer mehr und mehr Bars, mit denen die Familie auf Dauer einfach nicht konkurrieren konnte. Mit einem gemeinschaftlichen Entschluss und einem lachenden und einem weinenden Auge machte sich die Familie somit auf den Weg in eine neue Stadt, in welcher sie ihre Bar erneut eröffnen konnten und zumindest zum aktuellen Zeitpunkt keine Angst davor haben mussten, selbiges Szenario erneut durchleben zu müssen.
    Die alte Dame war die erste, die dem Vorschlag ihrer ältesten Tochter zustimmte, bedacht auf das Wohle und die Zukunft aller. Da sie in Riverport alle ein neues Leben beginnen würden, entschied sie sich nach der Schließung ihrer alten Strandbar dazu, alles Neue nun in die Hände ihrer Töchter zu legen und sich selbst mehr oder minder zur Ruhe zu setzen, auch wenn davon noch nicht sonderlich viel zu merken ist. Immer wieder hilft sie als Kellnerin aus oder setzt sich mit den beiden jüngsten der Familie in eine ruhige Ecke der Strandbar, um ihnen dort Geschichten zu erzählen. Nicht selten kommt es dann vor, dass sich einige Kinder der Gäste dazu gesellen. Sollte es jedoch irgendwo zu Problemen kommen ist sie diejenige, die das Wort wieder an sich reißt, und ihren Töchtern aus der Patsche hilft. Im Grunde ist also alles genau so wie früher.
    Job: Coole Oma [Strandbar 'Lulucoco']


  • ~Alex war nur kurz in seiner neuen Bude gewesen. Ihn störte es ein wenig, dass er mehr oder weniger mit einigen der anderen in seinem Alter zusammenwohnen musste, die er nicht einmal kannte. Okay, Sky kannte er, aber mit dem gleichaltrigen Jungen hatte er wenig zu tun, auch wenn sie zusammen im Buddelkasten gespielt hatten. Nein, lieber wieder raus aus der Enge des Hauses.
    Langsam und gedankenverloren hatte Alex die Straßen der neuen Stadt durchstreift und war hier und da stehen geblieben, um sich etwas genauer anzusehen. Zum Schreizeitplatz muss ich unbedingt noch einmal. meinte er vergnügt. ...mit Anna!!! Ein fast schon belustigtes Lächeln erschien auf seinem Gesicht, als er an den Besuch des Freizeitparks in Destiny Valley erinnerte. War das lustig gewesen. Okay, das Festsitzen in der Geisterbahn war eher ärgerlich gewesen, wobei er mit Anna einigen Spaß gehabt hatte. Vor allem durch das gegenseitige Necken. Lange hatte er sich nicht mehr so wohl gefühlt. Eigentlich war er der geborene Einzelgänger, vielleicht war es auch seinen Eltern verschuldet, aber trotzdem hatte ihm das richtig Spaß gemacht.
    Ungewollt oder nicht hatten seine Füße den Weg zu einer Bucht gefunden. Verwundert runzelte der Silberhaarige die Stirn. Was sollte er hier eigentlich? Es war Winter, der Wind war kalt und schwimmen gehörte sicherlich nicht zu seinen Hobbies. Aber wenn er schon mal hier war... Resigniert setzte er sich in den Sand und starrte auf das stahlgraue Meer. Wieder einmal hing er seinen Gedanken nach, wenigstens versuchte ihn hier niemand an seine Eltern zu erinnern. Mit einer Hand malte er irgendwelche abstrakte Bildchen in den Sand ohne darauf zu achten und wischte sie wieder weg. Es wurde doch kalt, also stand er nach einiger Zeit wieder auf und setzte sich einfach in einen der Strandkörbe, die am Strand standen. Zurück in die Stadt wollte er nicht, da würde er nur einigen unangenehmen Gesellen über den Weg laufen.
    Noch immer gefrustet saß er im Strandkorb und suchte seine schlechte Laune zu pflegen. Darin war er ja mittlerweise Weltmeister. Warum war er noch einmal hierher gezogen? Ach, ja, er wollte endlich Ruhe vor seinen Eltern haben, oder war doch etwas anderes der Grund gewesen. Anna! schoss ihm der Name wieder in den Sinn. Vielleicht sollte er sie suchen gehen.

  • Alice schlüpfte in ihre Handschuhe - gut, dass diese sich noch in ihren Jackentaschen befanden. Mittlerweile waren die Temperaturen ganz schön abgekühlt.. leider. Denn das weite Meer, welches sich vor ihr erstreckte, lud so herrlich zum Baden ein.. aber Eisbaden war nicht so ganz ihr Ding. Ihr Gesicht vergrub sie zum Teil hinter dem dicken Wollschal, den sie sich auf den Weg durch die Stadt noch umgebunden hatte. Eigentlich hatte Alice eher hinein in die Großstadt gewollt. In ein Einkaufszentrum, auf einen Marktplatz, einfach irgendwohin, wo viele Leute waren. Die sie vielleicht kennen lernen konnte.. oder darunter eventuell Simon entdecken, der sich herum trieb. War er überhaupt mitgekommen? Er hatte sich doch nicht dazu entschieden, in Destiny Valley zu bleiben! Niemals, das wäre ihm viel zu langweilig.. oder..? Betrübt trottete das Blondchen über den sandigen Boden. Der Wind pfeifte ihr um die Ohren, wirbelte einzelne Haarsträhnen durch die Luft. Das Meer.. ja, es erinnerte sie an die gemeinsamen Momente mit Simon. Damals, als noch alles gut war, als sie sich gerade erst kennen gelernt hatten.. und kaum ein paar Monate später, schlenderte das Mädchen allein und deprimiert von der gesamten Situation dem Ufer entlang. Sie hob seufzend den Blick, während sie sich vom Wasser entfernte. Lust auf nasse Füße hatte sie dann doch nicht. Und das ging ihr anscheinend nicht alle so in diesem Augenblick, als sie einen jungen Mann in einem der vielen blau-weißen Strandkörbe sitzen sah. "Noch so ein Verrückter, der sich bei diesem Winterwetter an den Strand traut.", meinte Alice mit einem leichten Grinsen auf den Lippen und beugte ihren Oberkörper ein wenig nach vorne, als sie vor dem silberhaarigen Fremden stand.

  • Gerade hatte sich Alex an die Einsamkeit und ruhe gewöhnt, als ein Gesicht vor ihm auftauchte. Entnervt betrachtete er das eingepackte Etwas. Irgendwie hatte er den Eindruck die Person zu kennen. Da war etwas das ihn stark an Katja erinnerte, also seine Mutter. Nein, das konnte nicht sein. Und doch er wusste, dass seine Mutter noch einmal ein Kind bekommen hatte, doch war es eine Schwester gewesen? Das war sich Alex nicht so sicher, auch nicht, ob es sich bei der Person vor ihm sich um eben dieses Geschwisterchen handelte. Das ist nur Einbildung, aber immerhin auch eine Bildung. schoss es dem Silberhaarigen durch den Sinn und er musste unwillkürlich lächeln. „Wenn du es so sehen willst.“ meinte er nur auf ihren Spruch. „Ich würde es eher als Aus-dem-Weg-gehen bezeichnen, aber jeder wie er will.“ Noch immer kam er nicht umhin, sich zu wundern, warum dieses Mädchen ihn ausgerechnet an seine Mutter erinnerte, er war aus Destiny Valley abgehauen um nicht mehr ihr über den Weg zu rennen und seinem Vater. Trotzdem war die Gesellschaft des Mädchens wohl um einiges angenehmer. Hätte er sich damals mehr dafür interessieren sollen? Jedenfalls würde er jetzt nicht dastehen und sich Fragen stellen, die er sich nicht beantworten konnte. „Allerdings wenn ich dich ansehen, wäre für dich wohl ein Café oder ein anderer warmer Ort besser als der kalte Strand.“ meinte er und musterte sie immer noch einmal.

  • "Ah, kenne ich zu gut." Ohne zu fragen ließ sich das Blondchen neben dem jungen Mann nieder und seufzte tief. "Mir geht es wohl genau so. Einsame Plätze haben manchmal eine so beruhigende Wirkung.. egal wie belastend eine Situation ist, hierbei bekommt man seinen Kopf frei und kann zumindest für einen kurzen Augenblick durchatmen." Geistesabwesend sah das Mädchen in die Ferne. Obwohl ich nicht in dieser Lage wäre, wenn ich doch damals meine Klappe gehalten hätte! 
    Alice kniff die Augen zusammen. Es war jetzt nicht der richtige Moment, so in Stille für sich zu sein. Immerhin saß jemand neben ihr, der sich bestimmt schon fragte, was falsch an diesem blonden Teenager war. "Meinst du? Oh ja, so ein heißer Kakao wäre aber mal genau das Richtige..", schwärmte sie grinsend. "Oder Glühwein.. gibt es hier einen Weihnachtsmarkt?" Das mit am schönsten an Weihnachten! "Weißt du das?" Alice hatte ja keine Ahnung, dass ihr gegenüber gar nicht aus Riverport war. Auch wenn sie irgendwie das Gefühl hatte, dass sie den Silberhaarigen kannte..

  • Ein nervendes Mädchen, noch nicht erwachsen, aber auch nicht mehr das kleine Kind. Alex fragte sich so nebenbei, ob Mädchen immer so waren. Musste dann die Frage aber verneinen, da Anna auch nerven konnte, aber nicht nervig war, also war dieses Mädchen wohl eher … mitteilungsbedürftig? Irgendwie beharkte es dem Silberhaarigen nicht wirklich, dass seine so angestrebte Ruhe wieder unterbrochen wurde. Wie Anna... schoss es ihm kurz in den Sinn, doch schnell vertrieb er den Gedanken wieder, nein, es musste sich auf das Wesen neben sich konzentrieren, Anna war jetzt erst einmal unwichtig.
    „Hm...“ machte er nur. Nein, seine üble Laune wollte er lieber nicht an lebendigen Wesen auslassen, das war unfair, und außerdem konnte... Wie heißt dieses Mädchen eigentlich? Erst jetzt fiel ihm auf, dass er nicht einmal wusste wie sie hieß. Er kannte ja nicht einmal den Namen seiner jüngsten Schwester. Doch schon war das Mädchen weiter geeilt. Verwundert starrte Alex aufs Meer. „Ich weiß nicht, ich habe keinen Weihnachtsmarkt gesehen, auf dem Weg hier her.“ meinte er ruhig und überlegte, wie er jetzt geschickt nach dem Namen des Mädchens fragte. Hatte sie eben von Glühwein geredet? Oh, ja, Glühwein wäre wirklich toll. Die Stadt hier war größer als Destiny Valley, daher kannte er auch nicht alle Ecken, aber sicherlich würde es hier irgendwo auch Glühwein geben. „Zur Not suchen wir einen Supermarkt und machen uns selber Glühwein.“ meinte er und grinste leicht, bei der Vorstellung die neue Küche einzuweihen. „Ich bin übringens Alex.“ stellte er sich vor und hoffte, dass er dieses Mädchen jetzt nicht den restlichen Tag an der Seite hatte. Wobei unangenehm war ihre Gesellschaft nicht. Ich werde weich, danke an Anna dafür, wenn ich sie wiedersehe. notierte er sich in Gedanken.

  • "Hmm.." Alice krammte in ihrer Jackentasche nach dem zusammen geknüllten Stadtplan, den sie bei der Anreise vom Busfahrer bekommen hatten. "Zwar habe ich einen Stadtplan aber natürlich keine Informationen zu irgendwelchen Veranstaltungen oder sonst irgendwas.. allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass es in dieser großen Stadt keinen Weihnachtsmarkt gibt! In meinem Dorf gab es sogar einen.. kleinen.. okay, der ist kaum der Rede wert." Ihr Blick flog über die kleine Karte. "Supermarkt wäre natürlich auch eine klasse Idee.", stimmte sie dem Jungen lachend zu, "Allerdings fehlt da doch dieses tolle Weihnachtsfeeling!" Jaja, Fest der Familie und so.. okay, vielleicht wäre das doch nicht so gut. Niedergeschlagen formte sie das Stück Papier wieder so einer Kugel und steckte es tief in ihre Tasche. In diesem Augenblick flog ihr ein Papierflugzeug vor die Füße. "..." Neugierig hob sie das Spielzeug auf, entfaltete es und bevor sie auch nur ein Wort davon laß, sah sie sich um. Wer oder was hatte es zu ihnen geschmissen? Gute Frage, denn weit und breit war.. niemand mehr. Nur ein paar Fußspuren.
    Der Teeni zuckte die Schultern und laß das Schriftstück. "Hey, eine Party!" Freudestrahlend sah sie zu Alex und grinste ihn breit an. Seine Freunde und Lust auf die Willkommensfeier hielt sich anscheinend in Grenzen. "Da gehen wir hin, okay? Du kommst mit! Ach ja, ich bin Alice, nett dich kennen zu lernen!" Du heißt ja wie mein Burder! Na hätte sie diese Worte mal ausgesprochen.. Überschwänglich klammerte sich das Mädchen an den Arm ihres neuen Bekannten. "Komm schooon, ich will da nicht allein aufkreuzen! Es ist auch noch eine Kostümparty, da will ich erst recht nicht ohne Begleitung hin!" Anscheinend war ihr neuer Bekannter nicht ganz so begeistert wie das junge Mädchen. Aber nichtsdestotrotz packte sie den Kerl und zog ihn mit zur Straße, wo sie ein Taxi anhielt. "Das wird bestimmt lustig!" Und mit diesen Worten stiegen die beiden ins Auto und ließen sich nach einem kurzen Abstecher bei Alice Zuhause (immerhin musste sie sich in ein Kostüm schmeißen) zur Party fahren.

  • Den ganzen Weg über hatte Tina die Hand von Gus gehalten; immerhin musste ja jemand führen. Es war eine ziemliche Strecke vom Café bis zum Strand, aber sie hatte ihm währenddessen einfach noch ein paar Orte beim Vorbeigehen gezeigt. »Hier sind wir«, meinte sie schließlich, als sie den Strand betraten. Die Brünette ließ seine Hand los, streckte sich und ließ sich nach hinten auf den Sand fallen. Tina war überrascht, als sie bemerkte, dass die Dämmerung schon einsetzte. Hatte sie wirklich den ganzen Tag im Café verbracht? Es kam ihr nicht so lange vor. "Die guten Sachen gehen immer so schnell vorbei", dachte sie , während sie das Rauschen des Meeres hörte und sie die ersten Sterne am Himmel erkannte. »Gusfata?«, sprach sie seinen Namen aus, ohne zu merken, dass es falsch war. »Warum hast du eigentlich keine Freundin?« Die Brünette fragte direkt nach - was brachte es denn, um den heißen Brei zu reden? »Interessierst du dich gar nicht für Frauen?«
    Sie stützte sich auf ihre Ellbogen, damit sie ihn besser ansehen konnte. Sie hatte keine Ahnung, was er von ihr dachte. Wahrscheinlich dachte er, jeder in Riverport wäre so verrückt wie sie und Felicia. »Keine Sorge, nicht jeder in Riverport ist so wie ich!« Sie lachte.

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  • Etwas perplex ließ sich der Braunhaarige von seiner neuen Bekanntschaft an der Hand durch die halbe Stadt und schließlich zur Korallenbucht ziehen. Dort angekommen ließ sie seine Hand los und Gusti musterte zuerst die Gegend, anschließend die junge Frau. Sein Blick musste etwas bedrückt wirken, aber eigentlich freute er sich innerlich, dass er jetzt nicht alleine war. Schließlich drang dann ein besonderes Wort an sein Ohr. Gusfata? Zuerst runzelte der Braunhaarige die Stirn, dann lächelte er und setzte sich zu Tina in den Sand. Das würde nicht leicht werden. Wie sollte er ihr erklären, dass er zu pubertären Zeiten ein beziehungsunfähiges Monster gewesen war und dass auch seine letzte Beziehung, in die er so viel Hoffnung gesetzt hatte, gescheitert war?
    Ein Seufzen, dann versuchte er ein paar Worte hervor zu bringen: "Weißt du, ich hatte schon ein paar Beziehungen...aber immer dann, wenn ich dachte: Das ist sie. Mit ihr möchte ich...alt - nein, das sag ich vielleicht besser nicht...glücklich werden...dann war Schluss....und...was ist mit dir?" Gusti überlegte kurz, ehe ihm auffiel, wie bescheuert es war, über Ex-Beziehungen zu sprechen. "Aber ist es nicht komisch, jetzt über gescheiterte Beziehungen zu reden?" Der junge Mann blickte der Brünetten liebevoll in die grünen Augen und verweilte eine Weile so. In ihren Augen sah er Hoffnung und Freiheit, ein lebensfrohes Gemüt und eine besondere Aura. Dieses Gefühl musste er einfach eine Zeit lang genießen. Nach einer gefühlten Ewigkeit löste sich Gusti aus dieser Blickstarre und legte sich in den Sand. Seine Haare waren mittlerweile so lang, dass er sie zu einem kleinen Zopf gebunden hatte und so drückte sich dieser ein Stück weit in den Sand.
    Zaghaft ergriff er nun ihre Hand und führte sie gen Himmel. "Siehst du diesen Stern dort? Er gehört zu dem Sternbild Pegasus. Noch ist es aber zu hell, um es ganz zu sehen."

  • Das, was Gusti über seine vergangenen Beziehungen erzählte, klang nicht gerade erbaulich. Scheinbar war es immer zum Scheitern verurteilt gewesen. Unwillkürlich fragte sie sich, was das Grund dafür war. Ob er sich ganz anderes in einer Beziehung benahm? Vielleicht sogar ein Monster war, der seine Freundin besitzen wollte? Tina sah den Brünetten an und schüttelte innerlich den Kopf. Nein, das war es bestimmt nicht. Sie konnte nicht glauben, dass er zu so etwas fähig war, aber vielleicht war sie wieder einmal zu naiv und vertrauensselig. »Hm, ich hatte noch nie eine Beziehung«, sagte sie. Es klang ein wenig seltsam - immerhin war sie schon 21. »Meine berufliche Laufbahn war mir immer wichtiger. Und mir war auch Freiheit wichtig. Ich will mich nicht einengen lassen und nach allem, was ich von Freunden hörte, war das bisher immer der Fall.« Ihre grünen Augen ruhten auf ihm. Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem sanften Lächeln. »Heute bin ich in meiner Karriere noch immer nicht wirklich weit. Ich führe ziemlich oft Minijobs aus und nehme das, was ich kriegen kann. Das Geld reicht, damit ich über die Runden kommen kann, aber ich habe meine Freiheit und das ist für mich unbezahlbar.« Kurz pausierte sie. »Es tut mir Leid, dass all deine Beziehungen gescheitert sind. Aber du findest bestimmt auch noch die Richtige. Manchmal kommt sie, wenn man am wenigsten damit rechnet..« Die Brünette glaubte nicht wirklich an diesen Satz, aber sie wollte Gusti aufmuntern, da sie es nicht mochte, wenn jemand in ihrer Nähe traurig war. Gerade wollte sie auf seine nächste Frage antworten, als sie Blickkontakt hielten. Als er aufhörte, war es für sie ziemlich seltsam, da sie sowas selbst nicht kannte und es auch nur aus Filmen oder Büchern kannte.
    "Manche haben dabei Gefühle, aber ich spüre nichts, außer die Freude daran, dass er an meiner Seite ist", dachte Tina. "Und ich diesen Abend daher nicht alleine verbringen muss." Vielleicht war sie ja nicht normal. Ein Freak eben. Oder zur Liebe unfähig. Es betrübte sie ein wenig, denn sie hätte gern Erfahrungen in dieser Richtung gesammelt. Aber sie sprach ihren Gedanken nicht aus. Beide hingen ihren eigenen Gedanken nach und schließlich nahm Gusti ihre Hand und zeigte ihr das Sternbild Pegasus. »Sieht es denn aus wie ein Pegasus?«, fragte Tina verwirrt nach. Sie hatte noch nie einen Pegasus aus Sternen am Himmel gesehen! Oder gar den großen Bären. Daher dachte sie immer, Sternbilder wäre ein Auswuchs der Fantasie. »Ich habe noch nie ein Sternbild gesehen. Ich dachte, sie existieren gar nicht«, meinte sie daher. Vermutlich würde Gustafa denken, sie habe absolut keine Ahnung vom Leben. Aber das stimmte nicht. Sie hatte es bisher nur anders verbracht.
    »Weißt du, deine Heimat Destiny Valley klingt so märchenhaft, dass so etwas doch gar nicht existieren kann. Und jetzt zeigst du mir das. Ist es wirklich real? Bist du real?« Sie wandte ihr Gesicht zu ihm und sie lächelte. »Denn wenn du es bist, dann weiß ich, dass ich doch noch an Dinge glauben kann, an deren Existenz ich bisher gezweifelt habe. Und das Märchen noch wahr sein können.« Sie sah wieder zum Firmament. Was er wohl von ihr dachte?

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  • Der Braunhaarige blickte etwas verwundert drein, als Tina erwähnte, dass sie noch nie in einer Beziehung war. Sie hatte noch nie einen Freund? Unweigerlich legten sich ein paar Fragen auf seine Zunge. War sie noch Jungfrau? Vielleicht sogar ungeküsst? Wie konnte eine hübsche und offene junge Frau noch nie einen Partner gehabt haben? "Noch nie? Darf ich fragen, wie alt du bist?", war schließlich aber die einzige Frage, die er heraus brachte. Der Rest wäre viel zu persönlich. So etwas fragt man doch nicht, wenn man das erste mal zusammen unterwegs ist.
    "Eine Beziehung engt einen nicht zwangsweise ein. Es gibt Partner, die sind sehr unabhängig und es gibt solche, die sehr klammern. Ich...bin übrigens irgendwas dazwischen." Der Blick des jungen Mannes ruhte erneut auf den Augen der hübschen Dame. Er versuchte, ein wenig in ihre Seele zu blicken, was ihm allerdings nicht besonders gut gelang. Einmal kurz seufzte Gusti, ehe er sich wieder mit dem Gesicht in Richtung des Sternenhimmels drehte. "Mit ein bisschen Fantasie erkennst du einige Sterne, die verbunden einen Pegasus ergeben. Nicht jeder kann sich unter ein paar leuchtenden Funkten und fiktiven Linien Bilder vorstellen. Wenn man von Anfang an nichts sieht, dann ist es schwer, dies zu lernen."
    Genau jetzt, wo die Sonne schon fast untergegangen war, wurden nicht nur immer mehr Sterne sondern auch einer der seltenen Kometenschauer sichtbar.
    "Schau dir den Himmel an. Das ist auch real, obwohl es so schön und unfassbar ist. Und genauso ist es mit Destiny Valley. Es tut gut, wenn man der Realität mal für einige Zeit entfliehen kann und sich einfach in eine Art Märchenwelt begibt, die einem doch das Gefühl lässt, nicht der eigenen Fantasie zu fest zu sitzen."
    Nun schwieg der Braunhaarige eine Weile. Er wollte die Situation genießen und hielt dabei immer noch Tinas Hand fest. Nach einer Weile summte er dann die Melodie von 'Hallelujah' vor sich hin, nur ganz leise und kaum hörbar.

  • »Noch nie«, bestätigte Tina seine Frage. »Ich bin jetzt 21. Und du?« Es interessierte sie wirklich, wie alt er war. Sie schätzte ihn ein paar Jahre älter als sie ein. Wahrscheinlich war er 23 oder schon 25 Jahre alt. Sie dachte über seine Aussage nach. »Naja, aber kommt es nicht zwangsweise dazu, wenn man eine Beziehung führt? Immerhin muss man dem Partner ja auch immer sagen, wo man ist und was man macht..« Tina stellte sich das ziemlich anstrengend vor. Das war ja beinahe ein Tagebuch in Kurzform. Oder so, wie manche ihren Facebook-Status hielten. Wer kannte sie nicht? Diese Tagebuch-Einträge, die keinen interessierten? Außerdem verbrachten die meisten Liebespaare ja beinahe Tag & Nacht miteinander - da kam es doch sicher zu Differenzen? Egal, wie sehr sie darüber nachdachte, sie verstand so etwas nicht. Aber gut, sie konnte auch nicht behaupten, ein Beziehungsexperte zu sein.
    »Fantasie..«, wiederholte sie nachdenklich dieses Wort. »Ich glaube nur an das, was wirklich existiert und nicht an das, was nur Hirngespinste sind.« Ob Gustafa ihr diese Aussage übel nahm? Aber das konnte sie sich einfach nicht vorstellen! Die Brünette ließ sich mit schlagkräftigen Argumenten auch gern vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht war sogar er es, der ihr eine völlig neue Welt zeigte? Man konnte ja nie wissen.
    Fast schon kitschig war es, als der Kometenschauer 'zufällig' genau dann kam, während sie mit Gusti hier am Strand war. Wäre das Film, hätte sie an dieser Stelle ausgemacht, weil das kein Zufall sein konnte. »Wenn man der Realität entflieht, bedeutet das doch nur, dass man nicht stark genug für sie ist, oder nicht?« Tina war kein Mädchen, das an Einhörner glaubte, sondern an die harten Fakten. Immer noch hielt Gusti ihre Hand und mittlerweile stellte sie sich die Frage, ob er es sogar genoss. »Findest du es nicht auch traurig, wenn jemanden etwas Schlimmes widerfährt und er deswegen aufhört, an diese Welt zu glauben?« Diese Welt war grausam. Aber das war zu ertragen, denn die Grünäugige wusste, dass es dafür so viele schöne Momente gab, die sie wieder erträglich machte. Sie wandte ihren Kopf zu ihm und sah ihn fordernd an. Sie wollte eine Antwort.
    »Welche Musik hörst du eigentlich so?«, fragte sie ihn, um dieses Gespräch wieder auf eine lockere Ebene zu bringen. Außerdem inspirierte das Gesumme von ihm ihr dazu. Kurz fragte sie sich, ob er ihr jemals etwas auf einem Instrument vorspielen würde. Immerhin war er ja Musiker.

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  • Aha, Tina war bisher also tatsächlich noch nie in einer Beziehung. Wie hielt sie es denn bloß aus so alleine? Ein paar Jahre niemanden zu haben ging ja noch, aber....wobei....wenn sie dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit noch gar nicht kannte, dann konnte sie es ja auch nicht vermissen. "Jetzt 23", meinte er und dachte angestrengt nach. Es ging ihm nicht ganz in den Kopf, dass diese Frau noch nie Liebe in diesem Sinne verspürt und empfangen hat.
    "Eine Beziehung bedeutet Verantwortung. Aber glaub mir, wenn man richtig verliebt ist oder den Menschen gar liebt, dann ist einem diese kleine Einschränkung alles wert. Es ist schön, sich ein Leben zu teilen. Leider wird nicht immer aus Verliebtheit Liebe und unter anderem deswegen scheitern so viele Beziehungen...oder wie in meinem letzten Fall....mangelndes Vertrauen..." Die letzten Worte flüsterte der Braunhaarige nur und drehte den Kopf ein bisschen von Tina weg. Auch wenn er sich mit der Trennung abgefunden hatte, machte es ihm doch noch immer etwas zu schaffen, dass Leila ihm nie ganz hatte vertrauen können. Er wusste, dass es nicht seine Schuld war, dennoch fragte er sich, was er noch hätte dafür tun können. Ach jetzt hör auf damit. Neben dir im Sand liegt vielleicht ein Neuanfang, also hör auf mit diesen negativen Gedanken! Etwas fester drückte er ihre Hand, achtete jedoch darauf, nicht zu fest zu zupacken. Schließlich wollte er ihr nicht weh tun, im Gegenteil: Er wollte nur nicht, dass sie jetzt ging.
    "Nicht unbedingt. Fantasie und die Träume, die mit ihnen verbunden sind geben uns Menschen die Kraft weiter zu machen. Du träumst doch schließlich auch davon, beruflich abgesichert zu sein, nicht wahr? Und du hast dir sicher auch schon vorgestellt, wie dein Traumberuf aussieht. Ich selbst wollte früher immer Astronomie oder Musik studieren. Das hat leider nicht funktioniert, trotz Abiturschnitt von 1,6. Es fehlte einfach das Geld. Trotzdem schaffe ich es, mir mit Gitarre und Gesang genug Geld zu verdienen, damit ich recht gut davon leben und mir auch mal was gönnen kann."
    Findest du es nicht auch traurig, wenn jemanden etwas Schlimmes widerfährt und er deswegen aufhört, an diese Welt zu glauben? Der Braunhaarige überlegte, wieder. "Ja sowas ist grausam. Man sitzt in einem tiefen Loch fest und nicht jeder schafft es, aus diesem Loch wieder heraus zu kommen. Dann muss man loslassen und nach vorne sehen. Man kann so einer Person zwar mit einer Leiter helfen, aber heraus klettern muss sie letztlich doch ganz alleine." Ich spreche schon wieder in Metaphern....
    Gusti lächelte ein bisschen und blickte Tina nun wieder in die Augen. Einen Moment verweilte er so, ehe er weiter sprach. "Ach eigentlich fast alles. Aber im Grunde genommen musiziere ich mittlerweile lieber selbst. Bei Gelegenheit kann ich dir gerne mal was vorspielen, wenn du magst." Sein Lächeln verwandelte sich in ein fröhliches aber nicht überzogenes Grinsen.

  • Wirklich viel älter war er nicht. Aber Tina gefiel das - sie mochte es nicht, die Ältere zu sein. So, wie Gustafa darüber sprach, klang es ziemlich schön. Nur der Grund, warum seine letzte Beziehung scheiterte, klang dafür nicht mehr so schön. »Naja, in einer Beziehung müssen eben beide Seiten was tun. Wenn es nur einseitig ist, dann hat die Beziehung nie wirklich existiert.« Sie fragte nicht weiter nach - sie wollte keine schlafenden Hunde wecken und außerdem ging es sie im Grunde nichts an. Sie sah ihn von der Seite her an. Er wirkte nachdenklich und ein wenig traurig. Er war wohl noch nicht ganz über sie hinweg. »Du.. Du hast sie sehr geliebt, hm?«, war alles, was sie sich dazu zu sagen wagte. "Ich habe doch keine Ahnung, was man in so einer Situation sagt!", dachte die Brünette verzweifelt. Aber sie wusste, wie man handelte. Also nahm sie ihn in den Arm. »Sie wird nicht die Letzte gewesen sein, für die du solche Gefühle empfunden hast. Und es hätte wohl einfach nicht sein sollen..«, sagte sie zu ihm mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Auch wenn er ein Fremder für sie war, war ihr diese Berührung so vertraut. Die Grünäugige sog seinen Geruch ein. Dabei wurde ihr ganz warm ums Herz, denn das fühlte sich so an, als würde sie hier einfach hingehören. "Ich will nicht, dass du traurig bist, wegen etwas, was schon längst in der Vergangenheit liegt."
    »Ja. Aber diese Träume sind real. Sie können Wirklichkeit werden«, erwiderte sie stur und drückte Gusti in den Sand, sodass sie jetzt über ihm war. Ihre Hände stützte sie im Sand neben seinem Kopf ab, während sich auch ihre Knie in den Sand gruben. Ihr kurzes Haar kitzelte sein Gesicht. »Wenn es mein Traum wäre, für immer mit dir hier zu sein, dann könnte dieser Traum wahr werden. Weil wir real sind. Wir können uns berühren und beieinander sein.« Ihre grünen Augen versanken in seinen. Sie wusste nicht, ob sie es ihm klar genug gemacht hatte, was sie meinte und verschränkte ihre Finger mit den seinen. »Fühlst du das? Das ist real. Wir sind real. Du und ich.« Schließlich lächelte sie ihn warm an.

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  • Der Braunhaarige schwieg und wurde ein bisschen rot, als Tina ihn so plötzlich in die Arme nahm. Er genoss die Nähe der Umarmung, die ihm gerade in diesem Moment einfach so unglaublich gut tat. Schade, dass er nun von ihr in den Sand gedrückt wurde. Wobei...so schlecht bzw. unangenehm war diese Position gar nicht. "Das stimmt. Aber Träume, die unerreichbar sind haben entweder nur Kinder oder Menschen, die die Realität nicht von der Fantasie trennen können. Eine gesunde Mischung aus Realität und Fantasie ist das beste, wie ich finde. Ich würde mich übrigens auch als so eine ausgeglichene Person beschreiben....und...."
    Gusti war gefangen in Tinas grünen Augen. Die Farbe war voller Hoffnung und das saftige Grün erinnerte ihn an seine Heimat: Die weiten Felder und Wiesen, die tiefen Wälder und alles andere wunderbare dort. Das Herz des jungen Mannes raste. Immer wieder kurzzeitig landete sein Blick auf ihren Lippen. Schließlich löste er seine Hände von den ihren und legte sie auf ihre Wangen. Vorsichtig führte er ihren Kopf näher zu sich und dann....schließlich an seinem Kopf vorbei. Fest nahm er sie in die Arme. Nein, nicht. Noch nicht...das wäre einfach viel zu penetrant. "Danke, dass du da bist", flüsterte er der Brünetten nun ins Ohr.
    Nach ein paar Minuten richtete sich Gusti wieder auf und schob Tina vorsichtig mit zurück in eine Sitzposition. Ein Lächeln zierte sein Gesicht und traf sie, ehe der Blick aufs Meer wanderte. Der Braunhaarige holte tief Luft. Hmm...mist....nein es war richtig so....oder hätte ich vielleicht doch...? Es war schon fast ein bisschen seltsam. Das alles hier...kam ihm so vertraut vor. So als würde er Tina schon seit Jahren kennen. War das nun gut oder schlecht? Was sie wohl über ihn dachte?

  • Tina's Augen weiteten sich, als seine Hände sich auf ihre Wangen legten. Sie war überrascht, da sie das nicht erwartet hatte - immerhin kannte sie so etwas gar nicht! - und diese Berührungen waren Neuland für sie. Mit einem sanften Druck lag sie nun auf ihm und Gustafa umarmte sie fest. Sie lächelte. Das war ihr vertraut und sie wusste, was sie tun musste. Sie nahm ihn auch fest in die Arme, sagte aber nichts zu seinen Worten. Sie hoffte, dass ein Lächeln ausreichen würde. Behutsam rückte er sie wieder in die Sitzposition. Ihre grünen Augen glitten zum Himmel. »Wir sollten langsam nach Hause«, sagte die Brünette zu ihm, während sie langsam aufstand und sich den Sand von ihrer Kleidung befreite. »Es war ein schöner Tag, Gus.« Sie drehte sich zum Meer. Sie liebte dieses Bild, diesen salzigen Geruch und das Rauschen des Meeres. Eine Weile sprach keiner von ihnen. Aber es war nicht unangenehm. Im Grunde konnte man mit ihm ziemlich gut schweigen oder empfand nur sie es so? Unsicher sah sie ihn von der Seite an. Unsicherheit war neu für Tina. Bisher war sie sich immer sicher bei den Dingen, die sie getan hatte. Warum also brachte dieser einfache Mann aus Destiny Valley ihr diese neuen Gefühle? Sie hatte absolut keine Ahnung. "Aber es ist zu spät, um einen Rückzieher zu machen. Und den würde ich auch nicht machen, selbst, wenn ich könnte. Der Tag mit Gus war toll und ich bin sicher, dass viele weitere folgen werden." Für einen winzigen Augenblick schloss sie die Augen und prägte sich dieses Gefühl ein. Ja, sie wollte mit Gus immer weiter voranschreiten. Sie wollte ihn kennen lernen und sie wollte mit ihm befreundet sein. Als sie ihre Augenlider wieder öffnete, lächelte die Braunhaarige. »Ich will wissen, wie du die Welt siehst. Es gibt so viel, was ich noch nicht kenne und ich will mit dir so viele neue Erfahrungen erschaffen.« Ob das zu kitschig und schmalzig war? Und wenn? War das nicht egal? So lange sie mit ihm hier war und er sie verstand, war es ihr egal. Eigentlich wollte sie noch nicht nach Hause, sondern noch viel mehr Zeit mit ihm verbringen, aber jeder Tag ging irgendwann zu Ende. "Wenigstens einmal will ich hören, wie er auf seiner Gitarre spielt."

    You got something I need
    In this world full of people
    there's one killing me
    And if we only die once
    I wanna die with you


  • ~Kommt an
    Anna wollte beim besten Willen nicht nach Hause gehen. Leider konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurück halten. Mit jedem Schritt wurde ihr bewusst, dass sie nicht weiter über das alles nachdenken wollte. Sie fühlte sich schrecklich. Ihre Haare mussten zerzaust sein und ihre Wimperntusche verschmiert. Das Meer hatte sie auf seltsame Weise immer beruhigt.
    Sie suchte sich einen ruhigen Platz – war nicht gerade schwer, da sowieso niemand in der Nähe war. Die Dunkelblonde zog ihre Beine an ihren Körper und starrte aufs Meer hinaus.
    „Wieso handel ich denn immer so dumm?“ Ach Annalein... Das liegt doch nicht immer an dir! „Halt die Klappe! Dich kann ich jetzt überhaupt nicht gebrauchen!“ Sei doch nicht so zickig! „Lass mich in Ruhe!“
    Sie konnte einfach nicht anders! Die Dunkelblonde wollte ihre Ruhe haben, vor allem und jedem. Am liebsten hätte sie jetzt eine schöne Flasche Gin gehabt. Die war schon immer ein guter Freund gewesen.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •


  • Als Dan mit seinem Surfbrett am Strand ankam schien das Wetter schon wieder umschlagen zu wollen, aber jetzt war er hier, also wollte er sich das ganze nicht entgehen lassen. Er warf seine überschüssigen Klamotten einfach in seine Sporttasche und machte sich auf dem Weg zum kühlen Nass. Die ersten paar Sekunden im eisigen Wasser waren schrecklich, aber nach ein paar Schwimmzügen und der steigenden Vorfreude auf seine liebste Sportart war es schon gar nicht mehr so schlimm. Ein paar Wellen später merkte der Student allerdings schon, dass er sich besser nicht mehr lange im Meer aufhielt. Es war einfach kein Hochsommer mehr. So blieb ihm schließlich nichts anderes mehr übrig als sich zurück zum Strand zu bewegen, wo er sich mit einem breiten Grinsen abtrocknete und ein paar trockene Klamotten aus der Tasche kramte, die er anziehen konnte.


  • Nur durch Zufall war Majo an den Strand gekommen, klopfte sich geistig allerdings selbst auf die Schulter. Nicht nur, dass kaum jemand hier war, nein, es wurde noch besser – niemand, den sie kannte und mit großer Wahrscheinlichkeit somit auch niemand, mit dem sie reden musste. Das würde ihr auch gerade noch fehlen, immerhin hatte sie nur ein ruhiges Plätzchen gesucht, um nicht dauerhaft angehimmelt beobachtet zu werden, sobald sie einen Ort betrat. Nun ja, auch ihr war klar, dass nicht jeder sie ansah, aber eine gewisse Anzahl an Blicken hatte sie schon oft genug bemerkt.
    Gerade war sie näher an das Meer getreten, als auch schon ein Fremder samt Surfbrett auf sie ihren Standort zugelaufen kam. Sie hob eine Augenbraue skeptisch in die Höhe, wenig später folgte auch einer ihrer Mundwinkel. Wie sie nun so dastand, erweckte sie ganz bestimmt keinen sympathischen Eindruck. „Wie ein begossener Pudel, der ein Stöckchen wiederbringt“, sagte sie und musterte ihn flüchtig, während er sich abtrocknete. Sie warf schwungvoll ihre blonde Lockenpracht zurück und stützte eine Hand auf ihre Hüfte, ihr Grinsen wurde breiter und noch immer nicht freundlicher.
    „Wie süß. Mehr oder weniger, Majo hatte eine gewisse Abneigung gegen Menschen, die… gegen Menschen eben. Natürlich gab es hier und da Ausnahmen, doch was sollte sie tun? Die ganze Welt umarmen und so tun als sei sie ein Gänseblümchen? Wie lächerlich das doch wäre. Diese ewigen Sonnenscheine, wie konnte man es nur solchen Gestalten aushalten? Und sie, eine würdevolle, stolze Hexe, soll zwielichtig sein? Wenigstens war sie kein Strahlekind. Pah!


  • Der Student liebte das Leben in einer Großstadt jetzt schon. Hier musste er nicht gefühlte Stunden auf den nächsten Bus warten, der einen an den gewünschten Platz brachte, sodass man in der Zeit eigentlich auch locker hinlaufen hätte können. Darren stieg aus und bekam sofort einen wunderschönen Ausblick geboten. Es war sehr lange hergewesen, seit er das letzte Mal an einem Meer gewesen war. So lief der Wuschelkopf den schmalen Weg zum Sandstrand hinunter und entdeckte sogleich zwei Personen, die anscheinend auch noch die letzten Sommertage hier genossen. Auch wenn man es nicht wirklich Sommer nennen konnte.. „Ist es nicht unhöflich, Menschen so zu beobachten?“, fragte der Musiker das fremde Mädchen. „Ich meine, du könntest auch einfach zu ihm gehen und ihm sagen, dass er ein hübscher Kerl ist, bevor du ihn hier nur beobachtest. Vorallem auf diese wenigen Meter.. nur so, nebenbei.“ Darren grinste den Lockenkopf an, ehe er zu dem Dunkelhaarigen schritt und bei ihm in die Hocke ging. „Das war bestimmt nicht billig oder?“, fragte Darren und klopfte einmal vorsichtig auf das nasse Surfbrett. „Surfst du schon lange?“