Beiträge von Bienl-Chan

    Eunice, Eric und Dorothy


    1173-eunice-jpg

    Eunice war sich zunächst nicht sicher, ob die Frage ihr galt, doch Dorothy hatte doch recht eindeutig auf Fern gedeutet. Es war ein wenig eigenartig hier zu stehen und einer Konversation zu lauschen, wo man nur die eine Hälfte hören konnte. Aber Eunice war ein geduldiger Mensch und so wartete sie einfach ab, dass Dorothy ihre Unterhaltung mit ihrem Plüschtier wieder beendete. Bis es jedoch so weit war, schienen die Beiden nicht mehr alleine zu sein. Dorothy als Tochter des Priesters sah sich wohl in der Pflicht nachzusehen, wer da an der Tür geklopft hatte. Das rundliche Mädchen blieb dabei stehen und wartete gespannt. Scheinbar kannte Dorothy den jungen Mann, der sich vor der Tür stand. Er sah ein wenig zerstreut aus, was wohl bei beiden Mädchen Sorgenfalten herbeirief. Eunice versuchte sich zunächst noch im Hintergrund zu halten, da sie das vertraute Gespräch der Beiden nicht sabotieren wollte. Aber als der Mann - Dorothy nannte ihn Eric - wieder gehen wollte, ging die Wirtstochter ein paar Schritte nach vor. "Quatsch, du störst doch nicht. Vor allem ist doch hier in der Kapelle jeder willkommen", plapperte sie und blickte dabei vielsagend zu Dorothy, als würde sie von ihr nun eine Zustimmung erwarten. Als er meinte, dass er Kopfschmerzen hatte, zog Eunice eine mitleidige Miene. "Kopfschmerzen sind trotzdem nie schön. Vielleicht solltest du dich kurz mal ausruhen?"

    Carrie kommt an


    1044-carrie-moretz-pngNormalerweise war Carrie beim Einkaufen immer ganz in ihre Gedanken versunken. Sie inspizierte alles immer ganz genau und überlegte im Kopf schon einmal, was für ein Gericht sie aus den frischen Zutaten zaubern konnte. Doch heute schien sie nicht ganz bei der Sache zu sein, sonst wäre ihr nicht die blonde Dame ins Auge gefallen, die genauso wie sie gerade die Früchte begutachtete. Die Fremde schenkte Carrie ein Lächeln, welches sie sofort erwiderte. Es war immer wieder schön, wenn Leute ein wenig Freundlichkeit zeigten. "Wirklich tolles Obst, nicht?", ließ sie verlautbaren. Sie wusste zwar nicht, ob die Blonde für ein Gespräch offen war, aber man konnte es ja zumindest versuchen.

    Carrie kommt an


    1044-carrie-moretz-png Carrie hatte sich nach der Feier am See wieder mehr ihrer Arbeit in der Gaststätte gewidmet. Sie musste mal wieder feststellen, dass es überhaupt nicht einfach war Arbeit und Privatleben in ein Gleichgewicht zu bringen. Entweder sie vernachlässigte das Eine oder das Andere. Im Moment war sie wieder die total engagierte Wirtin und dachte nicht daran den Kontakt zu neu gewonnen Bekanntschaften aufrecht zu halten. Heute war Markttag. Die blonde Frau kaufte zwar lieber ihre Produkte in Sternbach von den Farmern, die sie schon ihr Leben lang kannte, aber manchmal brauchte sie für ihre Gerichte auf der Speisekarte besondere Zutaten, die sie nur in Riverport kaufen konnte. Sie schlenderte die Verkaufsstände entlang und achtete dabei auf die Qualität der Produkte und inspizierte alles ganz genau.

    Eunice und Dorothy


    1173-eunice-jpg

    Nachdem ihre erste Überraschung bezüglich Fern vorüber war, fand Eunice es mittlerweile gar nicht mehr so komisch, dass Dorothy von ihm sprach, als wäre er lebendig. Irgendwie war es schon fast süß, wie sie fast vor Stolz platzte. Jeder hatte wohl so eine Eigenheiten, nicht wahr? Auf die Nachfrage von Dorothy, nickte Eunice noch einmal bekräftigend mit dem Kopf und ließ dabei ihre Zöpfe ein wenig wippen. "Genau, viele Leute, sehr nobel, extrem leckeres Essen...", warf sie noch mit ein paar Stichwörtern herum, als könnte sie so den Kopf der Grünhaarigen mit Ideen füllen. Zunächst fand Eunice es komisch, dass Dorothy sie fragte, ob sie auf diesem Ball Spaß hatte. Hatte sie denn nicht zugehört? Es gab tolles Essen! Aber als Eunice registrierte, wie die Grünhaarige Fern noch mehr an sich drückte (wäre er wirklich lebendig, würde der arme Kerl es schwer mit dem Atmen haben!) wurde ihr wieder bewusst mit wem sie sprach. "Naja, es war schon sehr voll...und nicht jeder hat mit mir gesprochen, weil...naja...ich bin weder adelig noch..." Sie blickte an sich herunter und hoffte, dass Dorothy wusste auf was sie hinauswollte. "Ich bin alleine hin, aber ich hab dann dort gleich eine Freundin von mir getroffen." Dorothy wirkte ein wenig niedergeschlagen und Eunice wollte sie am liebsten an sich drücken und ein wenig aufmuntern. Doch bevor sie irgendetwas machen konnte, klopfte es an der Tür. Seltsam, wieso marschierte die Person nicht einfach rein? Die Kapelle stand doch jedem offen. "Erwartest du jemanden?", fragte sie Dorothy, auch wenn sie die Antwort schon ahnte.

    1089-sky-mitchell-pngSky, Majo und Noita


    Sky versuchte so unbefangen wie möglich zu wirken, doch dem jungen Studenten war natürlich sehr wohl klar, welche Wirkung er mit seinem nackten Oberkörper erzielte. Ihm war zwar Grips im Kopf um einiges wichtiger als ein gut gebauter Körper, aber es schadete ja nicht, wenn man beides hatte. Er genoss es richtig, als er Noita's Reaktion bemerkte (wie konnte man auch diesen Hustenanfall ignorieren?), versuchte aber das selbstgefällige Lächeln zu unterdrücken. Das tat er vor allem, um nicht erneut den Zorn von Majo auf sich zu ziehen, die immerhin Sky keines zweiten Blickes würdigte. Scheint so, als wären hier die Fronten zumindest für den Anfang geklärt. "Alles okay?",, fragte er Noita mit sorgenvoller Miene und versuchte den Abstand zwischen ihnen zu verringern. Bevor er jedoch ihr auf den Rücken klopfen konnte, war der Hustenanfall vorüber und ihm wurde ein Löffel vor das Gesicht gehalten. Er nahm der Schwarzhaarigen das Besteck ab und kostete vorsichtig. Fast verschluckte er sich dabei, als Majo sich mal wieder zu Wort meldete und dabei offenbarte, dass wohl eher sie die Suppe zubereitet hatte. Suppenfee...wohl eher Hexe..., dachte Sky gehässig, doch er behielt sich jeglichen Kommentar für sich und gab für die Suppe einen hochgehobenen Daumen. "Dann hole ich mir zuerst den Pullover, dann können wir essen.",, sagte er und verließ dann die Küche um sich das Kleidungsstück zu holen. Es passte ihm nicht wirklich sehr gut, scheinbar war es wohl ein Frauenpullover, um die Schultern war er ein wenig eng. Aber für den restlichen Abend sollte er es tun. Er ging wieder in die Küche zurück und setzte sich an den Tisch, wo die zwei Damen schon auf ihn warteten. "Na, dann...Bon Appetit!",

    1089-sky-mitchell-pngSky, Majo und Noita


    Sky ließ sich tatsächlich viel Zeit beim Duschen. Das war anfangs gar nicht beabsichtigt gewesen. Er hatte es wirklich niedlich gefunden, wie er Noita wieder ein klein wenig aus der Fassung hatte bringen können und wollte eigentlich so schnell wie möglich wieder zu ihr. Doch das heiße Wasser, dass aus dem Duschhahn kam, war für ihn solch eine Wohltat, dass er wohl ein wenig die Zeit aus den Augen verloren hatte. Er stieg aus der Dusche und holte sich ein Handtuch, aus dem Schrank, dem ihn Noita vorher genannt hatte. Seine Haare würden wohl schnell trocken und mittlerweile fühlte er sich eigentlich recht aufgewärmt. Er würde sich wohl keine Lungenentzündung holen. Er zog die Jogginghose an, die ihm gegeben wurde und legte sich das Handtuch über die Schultern. Ein kleines Lächeln zierte seine Lippen bei dem Gedanken, dass er jetzt oben ohne zu Noita rausgehen würde. Er öffnete die Tür des Badezimmers und blieb dann im Flur kurz stehen, als er etwas hörte. Zwei Stimmen genauer gesagt. Nicht doch...! Ein leises Stöhnen entwich ihm, als Sky klar wurde, dass es aus und vorbei mit der trauten Zweisamkeit war. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn Majo sich noch ein wenig mehr Zeit gelassen hätte, bei was auch immer sie nach der Party getan hatte. Dennoch wusste der Student wie man gute Miene zu bösen Spiel machte und folgte den Stimmen in die Küche, wo er sich von Majo's Anwesenheit nicht beirren ließ."Na, ihr. Ich hoffe ich störe nicht bei eurem Plausch.", grüßte er in die Runde und versuchte einen Blick in den Kessel zu werfen. "Das riecht aber gut!" Ihm wurde erst jetzt klar, dass er eigentlich einen ziemlichen Hunger hatte.

    Maerwen und Electra und ein Schnösel



    jkkaqp.png

    Maerwen zählte sich eigentlich zu den klügeren Geschöpfen auf dieser Erde. Vor allem in solchen Situationen wie diesen, wo sie vor so einem komischen Kauz stand, war sie sich ihrer überlegenen Intelligenz bewusst. Wie konnte es ihr also passieren, dass sie innerhalb von wenigen Minuten ihre gesamte Tarnung auffliegen ließ? Ihr lief es kalt über den Rücken als der blonde Schnösel den Namen wiederholte und dabei wohl seine eigenen Schlüsse zog. Doch dann traf sie glücklicherweise ein Geistesblitz. "Spreche ich so undeutlich? Ich sagte Elettra.", sagte sie mit einem Augenrollen und sagte den Namen betont langsam. Als der garstige Mann dann ihre allerbeste Freundin einfach weiter beleidigte, blitzte Wut in Maerwen's Augen auf. Wie konnte er es wagen ihre wunderbare, anmutige Electra als einfältig zu bezeichnen. Ihr lagen schon einige Kommentare auf der Zunge, aber sie wollte der Blauhaarigen den Vortritt lassen. Nicht, dass das ganze noch zu einer Schlägerei ausartete.

    1089-sky-mitchell-pngSky und Noita


    "Mit "wir" meinst du dich und Majo, oder? Habt ihr vorher auch schon zusammen gewohnt?" , fragte Sky nach als Noita ihm erklärte, dass sie erst vor kurzem nach Sternbach (oder in das Haus?) gezogen war. Sky tat sich noch ein wenig schwer sich vorzustellen, wie man freiwillig mit der blonden Zicke zusammen wohnen wollte. Aber Majo schien ja bei ihrer Cousine ein ganz anderer Mensch zu werden. Vielleicht war sie ja schizophren oder so? Armes Ding...Viel konnte Sky auf dem Weg zu Noita nicht sagen, da seine Zähne durch die Kälte unentwegt am klappern waren. Er hatte gar nicht das Gefühl gehabt, dass ihm so kalt war, aber jetzt, wo auch das Lagerfeuer ihm nicht einmal ein wenig wärmen konnte, spürte er die nasse Kleidung an seinem Körper immer mehr. Jede Sekunde im Freien war für ihn schon eine Zumutung, aber das wollte er Noita nicht spüren lassen. Wie das wirken würde! Als wäre er ein absoluter Waschlappen, der nicht einmal einen kurzen Sprung in den See aushielt. Mit Noita's Jacke versuchte er das Zittern ein klein wenig zu kaschieren, doch die Schwarzhaarige war so aufmerksam, dass ihr das wohl nicht entging. Verdammt! "S-s-super", bibberte er und versuchte sich an einem Lächeln. Sky war furchtbar erleichtert als sie vor dem Haus stehen blieben, doch Noita schien den Schlüssel nicht zu finden. Hoffentlich hatte sie ihn nicht verloren! Sky verschränkte seine Arme und versuchte geduldig zu bleiben. Wirklich helfen konnte er ja nicht, zumindest fiel ihm nicht ein, wie. Er war ein wenig überrascht als sie ihm plötzlich in seine Jackentasche griff...warte! Ihre Jackentasche! Ein wohliger Seufzer entkam Sky's Lippen als sie in das Haus eintraten und er gleich bemerkte, dass Noita und ihre Cousine beim Heizen nicht sparten. Er bewegte sich nicht viel im Raum, da seine nasse Kleidung tropfte und es wohl besser war, wenn sich nur an einer Stelle eine Pfütze bildete. Von seinem Platz aus, konnte er eine Küche und ein Bad sehen. So wirklich unordentlich fand er es gar nicht. Und Kartons sah er auch nicht viele. Aber vielleicht hatten sie zuerst das Erdgeschoß eingeräumt und sich die Zimmer noch aufgespart. Als Noita wieder kam, nahm er gleich eine graue Jogginghose entgegen, die er persönlich wohl nie angezogen hätte. Er hob eine Augenbraue, als sie ihm erklärte, dass sie für seinen Oberkörper keine Bekleidung gefunden hatte. Er war zwar noch nicht duschen, aber wie Noita gerade verlegen herum stammelte, sorgte gleich dafür, dass ihm wärmer wurde. "Also, wenn du mich oben ohne sehen möchtest, musst du es doch nur sagen.", scherzte er und zwinkerte ihr zu, während er Richtung Bad verschwand. In der Tür blieb er dann für einen kurzen Moment stehen, als ihm noch etwas einfiel "Sind die Handtücher für die Gäste schon im Bad? Nicht, dass ich erst nach dem Duschen drauf komme, dass ich nichts zum abtrocknen habe..."

    Carrie und Amy, Carrie geht


    1044-carrie-moretz-png Carrie und Amy verbrachten noch die restliche Feier miteinander, saßen auf den gemütlichen Sitzsäcken, tranken ein wenig und plauderten dabei. Carrie freute sich darüber, dass sie anscheinend kein hoffnungsloser Fall war und sie war sehr interessiert an Amy's Mutterschaft. Ein eigenes Kind zu haben war etwas, dass sie auch gern früher als später hätte. Durch das Geplauder verging die Zeit so schnell, dass sie es gar nicht bemerkten, wie sich langsam alles leerte. Als Amy sich dann zu entschuldigen versuchte, schüttelte Carrie vehement den Kopf! "Du hast mich von überhaupt nichts abgehalten. Im Gegenteil! Ich hätte niemals gedacht, dass ich mich so amüsieren würde." Sie stand auf und glättete ihr Kleid ein wenig, das sich durch das lange Sitzen in Falten gelegt hatte. Amy schenkte sie dann ein freundliches, wenn auch müdes Lächeln. "Ich werde dann mal aufbrechen. Aber ich würde mich freuen, wenn ich dich mal bei mir im Gasthaus sehen würde." Sie hob flüchtig die Hand und ging dann langsam nach Hause.


    1098-colin-mackenzie-pngColin geht wieder nach Hause


    Colin verbrachte den ganzen Tag im Park und war ganz verzaubert von dem, was ihm so über dem Weg lief. Normalerweise war der pflichtbewusste junge Mann immer pünktlich zu Hause, doch an dem heutigen Tag hatte er es irgendwie geschafft die Zeit zu übersehen. Als es immer dunkler und dadurch auch immer kühler wurde, erschrak Colin ein klein wenig. Er versuchte in der Nähe des Parks eine Bushaltestelle zu finden, mit der er direkt nach Sternbach fahren konnte. Hoffentlich würde er daheim nicht geschimpft bekommen von seinem Onkel oder seiner Oma!

    Eunice und Dorothy


    1173-eunice-jpg

    Das Mädchen war viel gesprächiger als Eunice erwartet hatte. Dorothy umgab irgendwie eine eigenartige Aura...aber das rundliche Mädchen freute sich, dass ihr Besuch in der Kapelle wenigstens den Erfolg brachte, dass sie sich mit dem anderen Mädchen gut unterhalten konnte. Als Dorothy ihre Gedanken noch einmal zusammenfasste, nickte Eunice bekräftigend. "Genau, das meine ich! Alleine zu sein hat natürlich auch seine gute Seiten, aber wie du selber sagst...manchmal wenn man in keiner guten Verfassung oder einsam ist, dann kann es schon recht traurig werden." Auf ihrem Gesicht erschien ein müdes Lächeln. Irgendetwas an dem, was Eunice als nächstes sagte musste falsch gewesen sein. Zumindest hatte sie das Gefühl, dass das grünhaarige Mädchen sich wieder ein wenig zurückzog. Sie war aber auch ein seltsames Ding! Aber hier in Trampoli hatte Eunice schon oft Leute getroffen mit....sagen wir mal interessanten Persönlichkeiten. Sie hätte gern gewusst über was Dorothy nachdachte, doch als sie das Gespräch auf ihr Plüschtier lenkte, schien die Tochter des Priesters sich wieder um einiges wohler zu fühlen. Ja, Eunice konnte richtig sehen, dass ihr Fern einiges bedeutete und scheinbar für ihr Wohlbefinden sorgte. So wie ihr Essen wichtig war! "Na, dann hat Fern aber Glück dich zu haben!" Für einen kurzen Moment fragte sie sich, ob Fern so etwas wie Dorothy's Unterbewusstsein war. Aber solche Überlegungen waren für die unbeschwerte Eunice zu tiefsinnig. "Ich war auch noch nicht wirklich außerhalb von Trampoli. Ich muss wie du meinen Eltern oft helfen. Aber in letzter Zeit versuche ich mehr zu unternehmen. Ich war zum Beispiel auf den Maskenball der Saint-De-Coquille!"

    Maerwen und Electra kommen von der Villa



    jkkaqp.png

    Allein vom Geruch der Taverne wurde Maerwen schlecht. Sie war kein Freund von Alkohol, er sorgt nur dafür, dass man unbesonnen und töricht wurde. Und wenn sie sich so umblickte, hatte sie das Gefühl als ob genug Leute hier im Raum angetrunken waren. Widerlich. Ihre Mundwinkel zogen sich nach unten und ihre Augen verengten sich. Die Dunkelelfe musste sich zusammenreißen gemeinsam mit Electra nicht gleich wieder hinaus zu marschieren. Aber ihre Herrin schien sogar Gefallen an dem Anbieten zu haben. Wie konnte sie nur so eigen manchmal sein? "Warte...!", platzte es aus ihr, doch Electra machte sich schon mit ihrer Zofe im Schlepptau auf den Weg zur Theke. Instinktiv wollte Maerwen einmal mit einem nassen Fetzen über die Tischfläche fahren, als sie sich genauer ansah. Diesen Drang widerstehend, versuchte sie einfach nicht die Theke zu berühren, was gar nicht mal so einfach war. Zu ihrem Leidwesen bestellte die Blauhaarige für die Beiden Met. Maerwen roch zunächst einmal daran und verzog leicht das Gesicht. Hoffentlich schmeckte es besser! Auf den Vorschlag von Electra sich hinzusetzen, nickte Maerwen und konnte dann das bevorstehende Unglück nicht retten. "Electra!" Glücklicherweise verzichtete Maerwen ausnahmsweise mal auf den Titel ihrer Herrin. Sie stellte ihren Krug ab und eilte zu ihrer Freundin, die es sich auf einem Schoß bequem gemacht hatte. Sie wollte Electra schon beinahe eine Standpauke halten, doch dann sah sie in das unzufriedene Gesicht von dem Mann, in dessen Schoß sie gelandet war. Für einen Moment kam er Maerwen deplatziert vor in dieser Taverne. Aber das waren sie wohl auch. Es war zwar klar, dass er nicht sehr glücklich über den Vorfall war, aber er sprach mit einem Ton, der Maerwen missfiel. "Besser das, als die Nase zu weit hoch zu haben.", murmelte sie als sie ihrer Lady wieder auf die Beine half. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen den Schnösel (seine Kleider verrieten ihn da!) mit einem bösen Blick zu beachten

    1089-sky-mitchell-pngSky und Noita (gehen)


    “Fuck, sorry!„ ,platzte es aus Sky heraus als er er seine Stirn rieb, die leicht schmerzhaft pulsierte. Was war er nur für ein Idiot! Sky wusste gar nicht, was mehr schmerzte: Die Kopfnuss oder die Tatsache, dass er gerade mit seiner Niesattacke dafür gesorgt hatte, dass ein Kuss mit Noita in weite Ferne gerückt war. Verdammt, aber auch! Kurz vor diesem blöden Zusammenprall war sich Sky für einen Moment sicher gewesen, dass es die richtige Entscheidung von ihm war sein Glück bei Noita zu versuchen. Er hatte sich eingebildet, dass es schlussendlich auch bei ihr Klick gemacht hatte und...Seine Hand strich immer noch über sein Gesicht, als er plötzlich ein helles Lachen hörte. Konnte es denn wirklich sein? Mit großen Augen blickte er Noita an. Das Knistern zwischen ihnen war verschwunden, aber damit hatte Sky schon gerechnet. Aber statt einer Standpauke oder einem verärgerten Gesichtsausdruck, sah er in ein fröhliches Gesicht, dass ihn sogar neckte.“Oh, glaub mir...wenn du tatsächlich aus dem selben Genpool wie Majo entstammst, halte ich dich keinesfalls für wehrlos!„ , erwiderte er dann und musste dann tatsächlich auch lachen. Die Kopfnuss hatte nicht nur für eine lustige Atmosphäre gesorgt, sie half dem Braunhaarigen auch dabei wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Was hatte er gerade vorgehabt?! Er mochte zwar Noita, sehr, aber hatte er wirklich sie küssen wollen? Wo er sie gerade erst einen Tag kannte? Und noch dazu immer noch in einer Beziehung war? Verdammt, das klang eigentlich so gar nicht nach ihm. Ein Frösteln überkam ihn und er spürte wie sich etwas um seine Schultern legte. Es war die Jacke seiner Begleitung. Dankbar lächelte er Noita an und zog die Jacke ein wenig enger um sich. Es war vielleicht nicht die beste Idee, sie so sehr an seine nasse Kleidung zu drücken, aber er hoffte, dass sie für ein bisschen Wärme sorgen würde. So wie das Feuer. Und Noita. Denn auch wenn er vielleicht nicht unbedingt mehr den Drang verspürte das Mädchen zu vernaschen, sorgte ihre Hand auf seiner Stirn für ein wohliges Gefühl und er musste sich sehr zusammenreißen um einen Seufzer zu unterdrücken. Sie musterte ihn sorgenvoll und so fühlte Sky sich verpflichtet, sie zu beschwichtigen:“Es ist zwar arschkalt, aber mir geht es ansonsten gut.„ Er schenkte ihr ein Lächeln. Ihr Vorschlag sich bei ihr zuhause zu wärmen, hörte sich in Sky's Ohren wirklich verlockend an. Auch wenn er sich für einen kurzen Moment fragte, welche Klamotten er bekommen würde. Vielleicht hatte sie ja einen Bruder, oder so? Eigentlich wusste er ja wirklich noch nicht viel über Noita. “Das hört sich nach einer guten Idee an. Die Party ist ja eh schon so gut wie vorbei.„ , antwortete er ihr und stand auf, wobei er die Jacke wieder ganz fest um sich zog. “Na, dann lass uns gehen.„ , sagte er und folgte Noita dann. Er würde dann bei ihr Alex schreiben, dass er gegangen war.

    1089-sky-mitchell-pngSky und Noita


    Sky war wenig angetan von Noita’s Erklärung über das Nachhausekommen. Er hatte es ja eigentlich als Scherz gesagt und auch wirklich so gemeint. Riverport - und er zählte Sternbach jetzt einfach mal dazu - war für ihn noch immer ein Kaff. Jetzt noch viel mehr, wo er einige Metropolen dieser Welt gesehen hatte. Er wollte also eigentlich ihre Aussage verneinen: Nein, Zuhause fehlt sich nicht gut an. Doch dann dachte er daran, wie viel Spaß er doch irgendwie heute gehabt hatte. Und das lag zu einem Großteil an dem Mädchen neben ihn, die sich selbst als Langweilerin bezeichnete. Er musste ihr das echt noch austreiben! Für einen kurzen Augenblick hatte Sky Angst, dass er mit seinen Worten irgendetwas falsch gemacht hatte. Denn Noita starrte ihn an wie ein Reh die Scheinwerfer eines Autos. Ungläubig und ein kleines bisschen verloren. Sky überlegte, ob er noch etwas sagen sollte, nachdem Noita schwieg, doch er wandte sich schlussendlich doch ab und ging Richtung Lagerfeuer. Vielleicht war es besser, wenn er einfach so tat, als hätte er diese Worte nicht ausgesprochen.

    Als sie sich am Feuer wärmten, dauerte es selbstverständlich nicht lange bis Noita’s Cousine Thema wurde. Der Student konnte ja eigentlich noch immer nicht glauben, dass die Beiden miteinander verwandt waren. Sie sahen sich nicht nur optisch überhaupt nicht ähnlich, sondern vom Charakter her waren sie auch wie Engel und Teufel. Also bei Noita musste sich noch zeigen, ob sie wirklich dieses brave Mädchen war, aber bei Majo war sich Sky absolut sicher, dass es sich um Luzifer persönlich handelte. Auf Noita’s Entschuldigung sollte Sky wohl so etwas wie eine Vergebung aussprechen. Doch erstens war der Braunhaarige viel zu abgelenkt von dem Schauspiel seiner neuen Bekanntschaft, dass ihm ein Schmunzeln entlockte. Und zweitens, hatte er nicht wirklich die Absicht Majo so schnell zu vergeben. Das blonde Gör hat etwas geschafft, dass nur wenigen zuvor geglückt ist: Sie hat Sky vor seinen Freunden lächerlich gemacht und so seinen Stolz verletzt. Das war unverzeihlich!

    Doch im Moment war Majo vergessen und Sky befand sich in einem Zustand, den er selber nicht genau benennen konnte. Er blickte in die roten Augen, die einem so viel sagten. Im Moment war es Neugierde, was ihm entgegenblickte. Auf ihre Frage hin, schüttelte Sky nur lächelnd den Kopf, wobei sein Haar in nassen Strähnen sich leicht mitbewegte. Auf diese Frage konnte sie leider keine Antwort erwarten, sonst war der ganze Zauber zerstört. Sky war vielleicht schon ewig lange mit seiner Freundin zusammen, aber er wusste sehr wohl noch wie man die Spannung vor einem Kuss aufbaute. Himmel, sein bester Freund war Alex! Irgendetwas musste er ja sich bei seinem Kumpel über die Jahre abgeschaut haben. Er antwortete auch nicht auf ihr Plädoyer, was ihre Cousine anbelangte. Majo, wer? War zwar süß, wie sich Noita für sie einsetzte, aber Sky hatte jetzt anderes im Kopf. Er näherte sich ihr langsam, hielt den Augenkontakt stand und versuchte ihr so zu signalisieren, was er nun vorhatte. Irgendwie hatte Sky erwartet, dass bei Noita nun langsam der Groschen fallen würde. Er war schon so nah bei ihr, normalerweise sollte sie jetzt die Augen schließen und sich auf das freuen, was nun folgte. Er war schon so, so nah dran Noita zu küssen, als sie wieder ihren Mund aufmachte. “Hm?„, entkam es ihm und er hielt inne. Die Aussage irritierte ihn. Seine Stirn legte sich in Runzeln als er Noita fragend ansah. Sie lächelte ihn an und ihr Augenausdruck war so unschuldig. Sie hatte es nicht gecheckt, oder? Plötzlich war sich Sky in seinem Vorhaben nicht mehr so sicher. Das, was sie zwar gerade über ihn gesagt hatte, ließ ihn in dem Glauben, dass sie vielleicht auch mehr an ihm interessiert war. Aber wieso hatte sie sich dann keinen Millimeter in seine Richtung bewegt? “Ach, scheiß drauf…„ , murmelte er und begab sich wieder Richtung Noita’s Lippen. Dieser Kuss sollte jetzt sein…es war…war…Kurz bevor sich ihre Lippen trafen, merkte Sky ein merkwürdiges Kitzeln in der Nase. Auch wenn sie nun beim Feuer saßen, schien sich die nasse Kleidung an seinem Leib endlich bemerkbar zu machen. In einem höchst ungünstigen Moment musste Sky niesen und krachte dabei mit seinem Kopf gegen Noita’s, die ihm leider viel zu nah war.

    Carrie und Amy


    1044-carrie-moretz-pngEigentlich hätte es für Carrie klar sein müssen, dass ihre kund gegebene Verwunderung nicht einfach so ignoriert werden würde. Aber es war ihr doch ein wenig unangenehm jetzt erklären zu müssen. Denn dafür musste sie ja ihre eigene Unsicherheit zugeben, was ihren Kleidungsstil betraf. Aber es schien so als machte sie der Alkohol ein wenig mutiger. "Achso, na wenn dein Freund dir hilft! Ich wollte eben sagen, dass du sehr schick angezogen bist. Vielleicht hat dein Freund ja auch mal Lust mir zu helfen? Ich bin ja ein hoffnungsloser Fall." Bei diesen Worten lächelte sie schief. Das Gespräch zwischen den beiden verstummte ein wenig und Carrie nutzte den Moment um sich ein wenig umzusehen. Langsam schien die Party ein Ende zu finden. Zumindest waren es schon viel weniger Gäste als noch vor ein paar Stunden. Die Blonde hätte niemals gedacht, dass sie zu denjenigen gehören würde, die bis zum Schluss blieben. Sie setzte sich auf den Sitzsack nieder und stieß einen wohligen Seufzer aus. So angenehm... Amy's Worte machten sie dann aufmerksam."Du hast eine Tochter? Das wusste ich nicht." Gleich danach bereute sie diese Wortwahl. Sie kannte Amy erst seit heute, wieso sollte sie das also wissen? "Ich bin mir sicher, dass deine Tochter dich so sieht. So lange du sie liebst und dein Bestes gibst...Kinder spüren das und wissen es auch zu schätzen."


    1089-sky-mitchell-pngSky und Noita


    Auf ihre Frage, ob es denn so offensichtlich war, dass sie noch nicht oft Alkohol getrunken hatte, zuckte Sky zunächst mit den Schultern, sein Grinsen noch immer deutlich sichtbar. Es war süß, dass sie die Situation ein wenig verlegen machte, denn ehrlich gesagt, war daran ja überhaupt nichts Schlimmes. Ganz im Gegenteil. Sky fand es ziemlich unattraktiv, wenn Frauen betrunken waren und sich somit nicht unter Kontrolle hatten. Es reichte durchaus, wenn er und seine Freunde sich die Kante gaben. Auf die nächste Offenbarung hin, zog er eine Augenbraue hoch. "Ah, bon? Gut zu wissen..." Er erläuterte dabei nicht weiter, ob diese Information jetzt nützlich war, da er so eine Schwachstelle von Noita kannte, die er ausnutzen konnte oder ob er dadurch vielmehr darauf schauen konnte, dass sie es nicht übertrieb und es ihr gut ging. Sky runzelte verwirrt die Stirn als Noita meinte, dass sie wohl eine Langweilerin war, weil sie keinen Alkohol vertrug. War das ihr Ernst? Er wollte eigentlich schon darauf etwas erwidern, doch dann fügte sie noch etwas hinzu, was ihn wieder zum Lachen brachte. "Ja, wer hätte gedacht, dass ich nur an einem Tag daheim so viel Action habe wie in einem ganzen Jahr im Ausland." , scherzte er bevor sein Miene jedoch komplett ernst wurde. "Aber nenn dich bitte nie wieder Langweilerin. Denn du bist alles anderes als langweilig, Noita." Er hielt kurz den Augenkontakt mit ihr aufrecht, bevor er sich mit einem Schaudern von ihr abwand und Richtung Feuer marschierte. Sein Gewand war noch immer klatschnass und fühlte sich unglaublich schwer an, genauso wie sein Schädel. Er war also erleichtert als sie es endlich zum Feuer schafften und sich einen Platz sichern konnten. Mit einem zufriedenen Seufzen streckte er seine Hände aus und genoss das Gefühl als die Wärme sich langsam auf seinen Handflächen spürbar machte. Für einen kurzen Moment hatte Sky Alex, Noita, die Furie und alles um sich herum vergessen. Er überlegte schon sein nasses Hemd auszuziehen, doch da meldete sich Noita wieder. Er blickte in das Feuer, während sie ihre Frage stellte und musste ein Schmunzeln unterdrücken. "Ganz ehrlich, deine Cousine sprengt jede Skala. Und das leider nicht unbedingt positiv gemeint." , mit diesen Worten drehten er sich zu Noita um. Sie blickte ihn mit diesen besonderen Funkeln in den Augen an, die eine Gesichtshälfte war vom Feuer in einen besonderen Schein getaucht. Er hatte sie schon vorher ganz süß gefunden, aber jetzt im Moment...Sky hatte keine Ahnung, woran es lag: Der Alkohol, das romantische Knistern oder vielleicht auch einfach seine lange Durststrecke (wann hatte er das letzte Mal Juliet gesehen?). Aber er wusste genau was er jetzt zu tun hatte. Und sollte ihn Majo jetzt nicht wieder aus heiterem Himmel in das Wasser schmeißen (er war sich sicher, dass sie daran Schuld war!), dann würde er wohl jetzt ihre Cousine küssen. "Ich glaub ich weiß, wie du mir bei meinem Trauma helfen kannst." , sagte er leise verringerte bei jedem Wort die Entfernung zwischen ihm und Noita.

    Carrie und Amy


    1044-carrie-moretz-pngCarrie wusste, dass ihr Standpunkt wohl für manche Leute ein wenig sonderbar und altmodisch klingen musste. Vor allem wenn sie es mit einem so hippen Stadtmenschen wie Amy zu tun hatte. Aber zu ihrer Überraschung schien die blonde Frau sie wenigstens ein bisschen zu verstehen. Oder hielt sie zumindest nicht für eine komplette Irre. "Danke.", sagte sie daher kurz und knapp und lächelte dabei erleichtert. Es war nett mit jemanden zu reden, der sie zumindest ein bisschen zu verstehen schien."Oh, das überrascht mich jetzt ein bisschen.", platzte es aus Carrie verwundert heraus, nachdem Amy zugab, dass sie sich auch nicht wirklich mit Mode auskannte. Sie sah wirklich stylisch aus im Gegensatz zu Carrie, die gern in alte Klamotten von ihrer Mutter schlüpfte. Aber vielleicht half ihr Freund ihr bei Modefragen aus? Das könnte dann auch ihren guten Geschmack erklären. Als Amy ihr das Kompliment machte, errötete sie ein bisschen. "Da muss ich wohl meinen Eltern danken. Sie haben mich zu dem Menschen erzogen, der ich heute bin.", versuchte sie bescheiden das Lob ein wenig abzuschwächen. "Es macht mir unglaublich viel Spaß. Manchmal ein wenig zu sehr, dann verliere ich mich in der Arbeit. Aber du bist natürlich jederzeit willkommen!", sagte sie und erwiderte das Lächeln. Auf Amy's Vorschlag sich endlich weiter zu begeben, nickte sie nur und nahm ebenfalls ihr Glas in die Hand während sie mit ihrer neuen Bekanntschaft weiter ging.


    1089-sky-mitchell-pngSky und Noita


    Scheinbar war Sky an dem heutigen Abend doch noch ein wenig das Glück hold! Nur wenige Sekunden nachdem Alex sich durch die Menge kämpfte, schien Majo ihm folgen zu wollen. Für den Braunhaarigen war das wahrlich kein Verlust. Er hatte heute schon genug von der Blonden gehabt, auch wenn es ihm ein wenig leid tat, dass sein bester Freund sie wohl noch immer am Hals hatte. Aber besser es traf Alex als ihn. Das Glas jedoch, welches Majo ihrer Cousine in die Hand gedrückt hatte, erinnerte den jungen Studenten daran, dass er zwar komplett nass war, aber seine Kehle durchaus wieder ein wenig Flüssigkeit vertragen konnte. Leider konnte er im Moment die Flasche nicht erblicken. Wer hatte sie denn als Letztes gehabt? War er es gewesen? War sie mit ihm untergegangen? Er griff sich kurz an den Kopf, der sich ein wenig schwer anfühlte. Vielleicht brauchte er doch kein weiteres Getränk mehr. Er konnte sich gar nicht weiter auf die Getränkesituation konzentrieren, denn da hatte er schon wieder Noita's Aufmerksamkeit ganz für sich. Die Arme schien ein wenig bedrückt zu sein, dass ihre Cousine heute keine Zeit mit ihr verbringen wollte. Unverständlich für Sky. "Tja..." , artikulierte er sich mit einem breiten Grinsen und beobachtete wie Noita fast schon ein wenig skeptisch den Becher in ihrer Hand musterte. Ein heiseres Lachen entkam seinem Mund als sie nach einer Kostprobe das Gesicht verzog. Wie süß, als ob das Zeug wirklich so hart war! "Du trinkst wohl nicht oft Alkohol, was?" , konterte ihre Frage mit einer Gegenfrage. Er beobachtete aufmerksam wie sie ihre Lippen mit ihrem Ärmel abtrocknete und war für einen Moment versucht die restlichen Tropfen wegzuküssen..."Hmm?" Eine leichte Berührung und Noita's besorgte Frage ließ Sky an sich herunterschauen. Er sah noch immer wie ein nasser Hund aus. Aber kalt war ihm gar nicht mal so sehr, scheinbar wärmte ihn der Alkohol. Doch das musste er Noita natürlich nicht sagen. "Eine gute Idee, ich will mir ja nicht den Tod holen." , meinte er und ging schon einmal ein paar Schritte um schon einmal vom Steg runterzukommen. "Mach ich. Auch wenn ich nicht weiß, ob irgendetwas mich von diesem Trauma heilen kann." Er stimmte in ihr Lachen ein.

    Eunice und Dorothy


    1173-eunice-jpgEunice lauschte aufmerksam den Worten von dem grünhaarigen Mädchen und nickte schlussendlich zustimmend."Da hast du natürlich Recht. Die Götter sind allgegenwärtig und ich brauche nicht unbedingt die Messe um meinen Glauben auszuüben." Sie hielt kurz inne und fuhr gedankenverloren über eine der hölzernen Bänke. "Aber ab und zu ist es ganz nett, wenn man nicht dabei alleine ist." , fügte sie dann leise hinzu und merkte dabei gar nicht, wie deprimierend es sich anhörte. Dabei war es gar nicht so gemeint! Eunice wünschte sich nur ab und zu, dass ihre Eltern mehr Engagement zeigten und nicht nur in der Bar herumhockten. Und ihre Freunde...nun, die konnten wohl auch nicht so viel mit dem Ganzen anfangen. "Mich freut es auch sehr! Ich hab dich hier schon öfter gesehen und jetzt hab ich endlich einen Namen zu dem Gesicht." , sagte Eunice aufgeregt. Ihr war das Mädchen wirklich sehr sympathisch. Auch wenn es vielleicht ein ganz kleines bisschen irritierend war, dass sie über Fern sprach als wäre er ein richtiges Wesen. Aber so hatte wohl jeder seine Eigenarten, oder? Über Eunice konnte man wohl auch die eine oder andere Sachen sagen. "Naja, was du sagst ergibt irgendwie Sinn. Unternimmst du denn auch viel, damit du Fern bei seinem Wunsch hilfst?"

    Jack und Yuri


    Jack war ein wenig erleichtert als er merkte, dass sich die Stimmung zwischen Yuri und ihm wieder um einiges gebessert hatte. Sie konnte immerhin auch wieder unbeschwert mit ihm lachen. Außerdem war er froh, dass sie genauso wie er scheinbar Hunger hatte. War jetzt auch wenig verwunderlich, immerhin waren sie schon den ganzen Tag unterwegs gewesen und zumindest Jack hatte schon seit der Früh nichts mehr zu sich genommen. Eine Unart, die er sich mal langsam austreiben sollte. Immerhin gehören regelmäßige Mahlzeiten zu einem gesunden Lebensstil und den wollte Jack ja eigentlich pflegen. Eigentlich. Überrascht merkte der Lilahaarige wie Yuri’s Hand nach seiner Griff und sich mit ihm einen Weg durch die Menschenmenge bahnte. Also, es war jetzt nicht wirklich viel los, aber für so eine kleine Veranstaltung waren doch einige Personen hier versammelt. Und die Meisten wirkten so verdammt jung…War das hier vielleicht eine Studentenparty? Das Buffet selbst sah genauso aus, wie Jack es befürchtet hatte: Geplündert und unordentlich. Die Lebensmittel, die am beliebtesten waren, waren schon längst vergriffen. „Wie wahr“, erwiderte er auf Yuri’s Witz und verzog seinen Mund zu einem schiefen Grinsen. Seufzend griff Jack dann nach einem Teller und machte sich eine kleine Fingerfood-Platte. Mal sehen, ob er damit seinen Hunger wirklich stillen konnte. Er war gerade im Begriff sich etwas Käse aufzuladen, als ihn ein schrilles Geräusch irritierte. „Was…?!“ Bevor er seine Verwunderung noch weiter ausführen konnte, spürte er wie jemand hinter seinem Rücken Deckung suchte. Nicht jemand, Yuri. Mit hochgezogenen Augenbrauen drehte er seinen Kopf zur Seite und versuchte seine Begleitung so zu erblicken. Umdrehen würde er sich niemals wagen, immerhin bat sie ihn so nett darum. „Wer hat dich noch nicht gesehen?“ Nachdem er die Frage stellte versuchte er sich einen Überblick über die Menschenmenge zu verschaffen. Niemand da, den er kannte. „Vor wem hast du Angst?“