Beiträge von Bienl-Chan

    Sky und Noita in einer dunklen Seitengasse in einem Café


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    „Hey!“, protestierte Sky leicht als Noita ihn sanft boxte wegen seiner Bemerkung. Dieses Mal hatte er das echt nicht verdient. Immerhin versuchte er gerade wirklich etwas Sinnvolles zu sagen und das ganze Gespräch nicht wieder ins Lächerliche zu ziehen. Es war irgendwie ein schönes Gefühl, dass sich Noita ihm ein wenig anvertraute. Das zeigte, dass sich bei ihnen doch einiges getan hatte, seitdem sie sich doch eher zufällig in seiner Küche kennengelernt hatten. Sky hoffte, dass er ihr auch zumindest ein wenig helfen konnte mit seinen Worten. Selbstverständlich konnte er nicht die ganze Situation bereinigen. Das war etwas, dass die Cousinen alleine schaffen mussten. Aber vielleicht konnte er zumindest einen Schubs in die richtige Richtung geben. Und so wenig er Maja mochte…es war wichtig, dass man sich mit seiner Familie gut verstand. Vor allem schien es so, als hätte Noita außer der kratzbürstigen Blonden nicht viele andere Angehörige. Lange schaffte es der Student aber nicht ernst zu bleiben. Wenn er mit der Schwarzhaarigen unterwegs war, schien er nicht anders zu können als blöd zu grinsen. Auch wenn er es manchmal mit irgendeinem blöden Kommentar zu kaschieren versuchte. „Du brauchst dich nicht zu entschuldigen“, meinte er sanft. Wenn sie nicht weiter darüber reden wollte, dann war das für ihn vollkommen in Ordnung. Er hatte gesagt, dass er heute für sie da sein würde und dabei war es ihm egal, wie seine Unterstützung aussehen sollte. Ob sie jetzt einen Ratschlag oder Ablenkung wollte…er war für beides zu haben. Aber vor allem wollte er jetzt unbedingt den Kuchen probieren, den sie so lange angeteasert hatte. Er hatte sich eingeredet, Noita den ersten Bissen zu lassen und noch ein wenig abzuwarten. Aber in Wirklichkeit war er vielleicht auch ein wenig Anblick abgelenkt, der sich ihm gerade anbot: Die Schwarzhaarige biss so genüsslich von dem Kuchen ab, dass Sky fast schon neidisch auf die süße Mehlspeise wurde. Als Noita dann wieder ihre Augen öffnete, versuchte Sky sich nicht anmerken zu lassen, dass er sie nicht aus den Augen gelassen hatte und nahm nun seinerseits den ersten Bissen. Als der Kuchen fast schon in seinem Mund schmolz und ein süßes Gefühl hinterließ konnte er nicht anders als ein Kompliment auszusprechen. Es war niedlich wie verlegen Noita wegen ihres Ausrufs wurde, aber der Student zog sie ausnahmsweise nicht auf, sondern nahm einfach einen weiteren Bissen. Er wollte sie nicht ständig verlegen machen, aber vielleicht musste er an diesem Vorhaben noch arbeiten. Denn seine nächsten Worte sorgten dafür, dass die Röte fast gar nicht die Gelegenheit hatte Noitas Gesicht zu verlassen. Doch dieses Mal gesellte sich Sky hinzu und war ebenfalls ein wenig verlegen. Hoffentlich interpretierte die Schwarzhaarige nicht zu viel hinein. Oder noch viel schlimmer: Setzte zu einem Korb für den Braunhaarigen an, weil sie das Kompliment missverstand. Er versuchte also so neutral wie möglich dreinzusehen. Das fiel ihm aber schwer, als Noita endlich ihre Zunge wiedergefunden hatte und meinte, dass sie nicht perfekt war. Dann halt perfekt für mich, hätte er am liebsten gesagt, doch dieses Mal war sein Mund nicht schneller als sein Verstand. Glücklicherweise, sonst wäre das hier verdammt peinlich geworden. „Ich wünschte sie wären alle so langweilige Spießer wie ich, aber mein bester Freund und seine Ex könnten wohl eine ganze Seifenoper mit ihrem Drama füllen“, antworte er ein wenig theatralisch. Er war richtig froh, dass sein Gegenüber anscheinend ähnlich dachte, was Drama anbelangte. „Mir kann es auch gestohlen bleiben.“ Seine Trennung von Juliet war da beispielsweise dramatisch genug. Mehr brauchte er für das restliche Jahr nicht. „Abgemacht“, sagte er auf die Aussage, dass sie einfach ihre eigenen Insider kreierten. Das klang gut. Er wollte gerade wieder ein Stück von seinem Kuchen auf seine Gabel aufspießen, da wurde ein anderes Besteck in die Luft gehalten und eine Aufforderung ausgesprochen, die ihn ein wenig überraschte. „Ich denke meine Diät hält es aus, wenn ich einen Bissen nehme. Muss ich halt eine Liegestütze mehr machen.“ Als ob er das wirklich tat. Er beugte sich ein wenig über den Tisch und öffnete den Mund, damit er Noitas Kuchen probieren konnte. Nachdem er gekostet hatte, nickte er leicht. „Du hast Recht, der ist auch sehr gut. Willst du von meinem auch probieren?“

    Eunice und Reinhard


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    Eunice wusste, dass es nicht in Ordnung war jemanden beim Essen zu beobachten. So gerne sie also sehen wollte, wie der Wächter den ersten Bissen von dem Sandwich nahm, sie musste sich zusammenreißen. Wenn sie ihn mit ihren neugierigen Blicken irritierte, würde sie sowieso nicht seine echte Emotion ablesen können. Es war also am Besten, wenn sie ihren Kopf senkte und ihre Augen auf den Korb richtete, wobei sie ihre Hände damit beschäftigte, dass sie ihre Schürze neu richtete. Erst als ein Lob für sie ausgesprochen wurde, hob sie ihren Kopf wieder empor, damit Reinhard auch bloß ihre Freude über seine freundlichen Worte sehen konnte. Ein wenig Röte kroch in ihr Gesicht, als ihr Gegenüber bemerkte, dass sich doch noch einiges in dem Korb befand. "Ich tendiere dazu übergroße Mengen zu machen", gestand sie. "Aber nachdem hier so viele Männer arbeiten, dachte ich, ich nehme dennoch alles mit!" Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Wächter wirklich lange brauchen würden bis sie all diese Sandwiches verputzt haben. Ein Stück war wahrscheinlich nur eine Zwischenmahlzeit für sie. Natürlich fiel ihr auf, dass Reinhard ein wenig Soße im Gesicht hatte, aber bevor sie etwas dazu sagen konnte, sprach der Wächter weiter. Und dabei sagte er wieder so nette Sachen, dass Eunice die Unterhaltung nicht mit diesem Hinweis ruinieren wollte. Sie schüttelte ihren Kopf, wobei die zahlreichen Zöpfe hin und her wippten. "Mir ist schon klar, dass ich nicht sofort etwas kochen soll. Leider muss ich viel öfter bei der Ausschenke helfen als in der Küche. Aber jetzt, wo ich weiß, dass Sie gerne eine richtige Mahlzeit von mir hätten, werde ich das schon schaffen. Und ich kann auch etwas Leichtes kochen, um das Training nicht zu sabotieren", plapperte sie wild drauf los. Ihre Eltern würden schon nichts dagegen haben, wenn sie Reinhard etwas kochte. Vor allem ihre Mutter würde sich wahrscheinlich darüber freuen. Sie versuchte zu Eunices Leidwesen nach wie vor ihre Tochter zu verkuppeln.

    Eunice war auch ganz gespannt auf die Antwort des Wächters, als sie ihn nach seiner Leidenschaft fragte. Dabei war sie zugegeben ein wenig enttäuscht als er das Training und seine Arbeit nannte. Es war zwar schön, wenn man seinen Beruf wirklich gern ausführte, doch irgendwie war es für Eunice auch schade, wenn man abgesehen davon nicht viel anderes mochte. Ein leichtes Stirnrunzeln erschien auf ihrem Gesicht, doch ihr Ausdruck glättete sich sofort wieder, als dem Wächter einfiel, dass er sich ja eigentlich auf den Weg machen musste. "Stimmt, Sie müssen gehen." Sie stand selbst auf und war dann ein wenig überrascht als Reinhard in seiner Bewegung erstarrte. "Ich?", fragte sie ganz überrascht nach. Der Ausdruck der Verwirrung wich dann aber ein freudiges Lächeln. "Ich spaziere gern noch ein wenig mit. Ich muss ja sowieso in die Stadt zurück. Aber Sie sollten vielleicht davor noch einmal ihr Gesicht abwischen", sagte sie nun und deutete auf ihren Mundwinkel.



    Sky und Noita unterwegs


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    Eigentlich war Sky in überhaupt keiner Position sich gegenüber Noita negativ zu Majo zu äußern. Natürlich war die blonde Cousine keine Unbekannte für ihn und er konnte nicht sagen, dass er sie auch nur ansatzweise so sympathisch fand wie ihre schwarzhaarige Verwandte. Es war ihm fast ein Rätsel, wie diese beiden Personen miteinander verwandt sein konnten. Vor allem, da es ihn so zu Noita zog während er Majo am liebsten für immer aus dem Weg gehen wollte. Er hatte aber sehr wohl registriert, dass seiner Begleitung etwas an ihrer Cousine lag. Musste so sein, sonst würde man ja nicht zusammen wohnen. Das würde ja andernfalls in Mord und Totschlag enden. Er musste sich aber zusammenreißen, wenn er keine Minuspunkte bei Noita sammeln wollte. Die würde es wahrscheinlich nicht so gut finden, wenn er ständig Cousinen-Bashing betrieb. Auch wenn es zeitweise in seinen Augen durchaus angebracht war. Vielleicht konnte er es aber auch nicht so gut verstehen, weil er selbst nicht das allerbeste Verhältnis zu seinen Familienmitgliedern hatte. Mit seinen Eltern tauschte er sich höchstens einmal im Monat aus und bei seinen Cousins zweiten Grades hatte er nicht einmal eine Ahnung, ob er sie auf Social Media hatte. Wahrscheinlich schon. Vielleicht sollte er mal fragen, wie es bei ihnen so lief. Aber jetzt musste er sich sowieso mal auf seine Verabredung im Hier und Jetzt konzentrieren. Und Bonuspunkte sammeln, indem er sich wegen des Streits erkundigte und ein paar weniger nette Worte über Maja runterschluckte. Er hatte mit einer simplen Antwort auf seine Frage gerechnet. Vielleicht einen kleinen Rant darüber, dass Maja sich zu oft an der Kleidung ihrer Cousine vergriff. Doch stattdessen wurde ihm eine Frage gestellt, die ihm so gar nicht klar machte, was das Problem zwischen den beiden Frauen war. Und ob sie überhaupt mit dieser Sache zusammenhing. "Sehr philosophisch von dir.", erwiderte er kurz, um ein wenig Zeit zu gewinnen, während er darüber nachdachte. "Aber ja, wenn es einen nicht umbeachtlichen Einfluss hat, würde ich es auf jeden Fall wissen wollte.", antwortete er dann ernst. Bei ihrer nächsten Aussage, konnte er sich das Grinsen nicht verkneifen. "Jetzt wo du es sagst...ihr seid wirklich sehr verschieden.", zog er sie ein wenig auf. Nur ein bisschen, es handelte sich ja nach wie vor um ein ernstes Thema. Da Noita noch immer ein wenig vage blieb, weswegen genau es die Meinungsverschiedenheit gegeben hatte, war Sky sich unsicher, wie er ihr jetzt genau helfen konnte. Er konnte ihr ja jetzt nicht unbedingt einen speziellen Tipp geben und es fühlte sich auch nicht richtig an jetzt etwas Nichts-sagendes von sich zu geben. Er schenkte ihr also einfach nur ein aufmunterndes Lächeln und entschied sich dafür, das Thema zu wechseln. Vielleicht war auch Abwechslung genau das, was sie im Moment nötig hatte. Und dafür stand er gerne bereit. Ein netter Bonus war dann auch noch der Kuchen, den er in diesem süßen Café probieren durfte. Ganz Gentlemanlike hatte er gewartet, dass Noita den ersten Biss nahm, brauchte aber selbst nicht viel länger um dann ebenfalls davon zu probieren. Und er musste gestehen, dass der Kuchen genauso gut schmeckte wie er aussah. "Boah, da kann man sich fast reinlegen.", murmelte er anerkennend bevor er sich schon den nächsten Bissen in den Mund stopfte. Dieser Bissen blieb ihm fast im Hals stecken, als er wegen Noita's Frage ziemlich lachen musste. Seine Retourkutsche nahm die Schwarzhaarige ziemlich gelassen. "Ist auch besser so. So wie du bist, ist es perfekt.", sprach er aus und merkte erst danach, dass es ziemlich idiotisch klang. Um seine Verlegenheit nicht deutlich zu machen, nahm er einen ganz langsamen Schluck von seinem Kaffee. Noita tat ihm jedoch den Gefallen und schnitt dann ein anderes Thema an. "Also die Stadt selbst hat sie überhaupt nicht verändert. Und meine Freunde sehen noch so aus wie früher. Aber es gibt da dennoch ein paar Geschichten, die man wohl verpasst hat. Man merkt es, wenn man bei den Insidern als einziger nicht mitlachen kann.", antwortete er ehrlich. "Aber das braucht wahrscheinlich nur ein wenig Zeit und dann weiß man Bescheid, welche Dramen man in der Zwischenzeit verpasst hat."

    Eunice und Reinhard


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    Es war vielleicht ein wenig unbedacht von Eunice gewesen, dass sie sich einfach so auf den Weg gemacht hatte. Ohne Ankündigung oder irgendetwas stand sie jetzt vor Ren und hat sich so indirekt als Gast eingeladen. Tatsächlich hatte das rundliche Mädchen aber nur gute Absichten gehabt als sie sich ausgestattet mit dem Fressalien-Korb Richtung Wachposten aufgemacht hatte. Ihr war es gar nicht in den Sinn gekommen, dass sie vielleicht zu einer ungelegenen Zeit angekommen war. Dieser Gedanke ging ihr erst durch den Kopf, als es im Grunde schon zu spät war. Sie war deswegen unglaublich erleichtert, als man ihr versicherte, dass sie gerade nicht störte. Erneut dachte sie nicht daran, dass es vielleicht nur aus Höflichkeit gesagt wurde. Erleichtert atmete sie aus und schenkte Ren ein Lächeln. Es war gut zu wissen, dass sie sich die ganze Arbeit nicht umsonst angetan hatte. Und damit meinte sie nicht die Zubereitung des Essens. Sie hatte kein Problem damit ihre guten Speisen selbst zu vernichten. Aber es war ein ziemlicher Aufwand gewesen den Korb zu schleppen und es hätte sie schon ein wenig geärgert, wenn das umsonst gewesen wäre. Gemeinsam gingen sie in die Küche, wo sich Eunice neugierig ein wenig umsah. Küchen verrieten sehr viel über die Bewohner des Hauses, zumindest war das ihre Meinung. Sie selbst mochte Küchen, die stark benutzt aussahen, weil dann wusste sie, dass sie es vielleicht mit einer Person zu tun hatte, die genauso wie sie gern kochte. Nachdem sie sich ein wenig umgesehen hatte, musste sie dann ihren Blick doch auf den Wächter richten, der sich gerade den Inhalt des Korbs ansah. Sie musste ja wissen, ob ihm gefiel, was er da erblickte. Ihre Brust schwellte ein bisschen an vor Stolz als sie gefragt wurde, ob sie das alles gemacht hatte. "Ja. Ich hab ein wenig Übung darin große Portionen zuzubereiten, weil ich in der Taverne gern aushelfe.", erklärte sie. Natürlich hatte es schon ein paar Stunden in Anspruch genommen, aber sie war doch sehr schnell fertig gewesen damit. Ihre Augen glänzten freudig als sie feststellte, dass ihr Essen gut ankam. Es gab für sie wirklich kein schöneres Lob! "Das verstehe ich nur zu gut. Wenn mir etwas schmeckt, esse ich manchmal über den Hunger hinaus.", gestand sie ein wenig verlegen. Es war ja nicht so als ob sie es leugnen konnte. Als sie gefragt wurde, ob es sich beim Kochen um ihr Hobby handelte, musste sie kurz überlegen. Dabei legte sie ihren Kopf leicht schief, was ihre Zöpfe zum Wippen brachte. "Ich weiß nicht, ob Hobby als Bezeichnung ausreicht. Ich liebe es!", antwortete sie dann. "Habt ihr auch so etwas, dass euch absolut begeistert?"

    Maerwen und Rosalind


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    Maerwen hätte sich sehr wohl über sich selbst geärgert, wäre ihre aufgefallen, dass sie in dem Überraschungsmoment alle Benimmregeln vergessen hatte. Denn egal wie sehr man von einer Situation überrumpelt wurde, man musste dennoch stets die perfekte Hauszofe bleiben. Doch glücklicherweise ratterte es viel zu sehr im Kopf der Dunkelelfe, als dass sie ihren Fauxpas bemerkt hätte. Sie hatte mit dem Anblick, der sich ihr bot, selbstverständlich nicht gerechnet und auch sonst überlegte sie gerade, ob sie irgendetwas falsch gemacht hatte, indem sie einfach so gegangen war. Sie hatte zwar nicht damit rechnen können, dass Rosalind einfach so aufstand, aber vielleicht sollte sie es sich für das nächste Mal merken, dass man die Patientin am besten an ihr Bett kettete. Wobei letzterer Gedanke ein wenig zynisch gemeint war. "Die hätte ich auch besorgen können.", erwiderte sie auf die Erklärung hin und konnte dabei einen tadelnden Unterton nicht verkneifen. Die Blauhaarige wäre wahrscheinlich nicht erfroren, wenn sie die paar Minuten auf Maerwen gewartet hätte. Sie kam natürlich der Adeligen sogleich zur Hilfe und verfrachtete sie wieder ins Bett. Dort wurde das Kissen einmal von ihr aufgeschüttelt, bevor sie sich umdrehte und aus einem der Schränke eine weitere Decke holte. Diese wurde gemeinsam mit der Tasse Tee ans Bett der Kranken gebracht. "Das ist selbstverständlich.", murmelte sie ein wenig unwirsch und versuchte so nicht zu zeigen, wie sehr sie sich über die Dankbarkeit von Rosalind freute. Nicht jede Herrin war so freundlich zu den Bediensteten und sah nicht alles als selbstverständlich an. "Eigentlich sollte ich froh sein, dass ich Lady Electra habe. Vielleicht solltet ihr auch einmal über eine Zofe nachdenken. Oder generell aufstocken. Wenn ihr mir erlaubt so frei zu sprechen."


    (bin nicht besser :'D)

    Eunice und Reinhard


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    In ihrem Kopf hatte sich Eunice tatsächlich schon überlegt, ob man als Wächter wirklich gut ausgeprägte Sinne haben musste, um diesen Beruf wirklich ausüben zu können. Oder zumindest musste man gute Instinkte haben. Das wäre in ihrer kleinen Welt ein vollkommen logischer Grund gewesen, wieso der braunhaarige Mann wohl einfach spüren musste, dass sich jemand vor dem kleinen Wachhaus befand. Die tatsächlich Erklärung war zwar nicht weniger logisch, aber bei weitem nicht so spannend, weswegen Eunice kurz ihre Mundwinkel senken ließ, nur um dann genau diese zu einem großen "O" auseinander zu ziehen, als ihr ein Gedanke kam. "Ich störe dann hoffentlich nicht. Also, ich hab gar keine Ahnung, ob diese Patrouile immer auf die Sekunde genau stattfinden muss." Sie runzelte ihre Stirn und ihre Bäckchen plusterten sich fast noch ein wenig mehr auf, als sie nachdachte und zu der Erkenntnis kam, dass sie über den Schutz von Trampoli eigentlich überhaupt keine Ahnung hatte. Alles was sie wusste, war, dass sie sich darüber keine Sorgen machen musste. Sie war beim besten Willen keine Kriegerin und deswegen unglaublich dankbar, dass es so mutige Leute wie die Wächter gab, die auf sie alle aufpassten. Sie konnte also nur ihren Teil dazu beitragen, indem sie die wichtigen Dorfbewohner verköstigte. So hatte wohl dann jeder seine Rolle zu spielen und sie war nicht ganz so unnütz. Als der Mann sich von Schicksal auf Zufall ausbesserte, schüttelte Eunice kurz den Kopf und lächelte ihn dann an. "Schon okay, ich glaube an Schicksal.", sagte sie so unbefangen als ginge es gerade um ihren Glauben. Sie war sich noch ein bisschen unsicher, was der Mann von ihrem Geschenk hielt. Vielleicht hatte sie die Wächter doch komplett falsch eingeschätzt und sie kochten selber total gerne? Oder er hatte vielleicht irgendeine Unverträglichkeit, Eunice hatte das Gefühl als passierte das immer häufiger... Sie versuchte sich auf jeden Fall so gut es ging zu erklären, auch wenn sie das mit ihrer doch recht unbeholfenen Art machte. Als ihr Gegenüber noch einmal fragte, was drinnen war, nickte sie ganz heftig mit dem Kopf, so dass ihre Zöpfe wippten. "Genau, Sandwiches und kleine Teigtaschen...etwas, was man gut mit der Hand essen kann, wenn man unterwegs ist." Sie freute sich, dass er anscheinend nun doch Freude darüber hatte und war auch erleichtert darüber, dass er ihr den Korb abnahm. Sie hatte wohl doch ein bisschen zu viel gepackt. Sie ging ihm nach in die Küche, wo sie sich mit einem wohligen Seufzer hinsetzte. "Oh, dann herzlich Willkommen in Trampoli, Ren. Mein Name ist Eunice.", stellte sie sich mit einem Lächeln vor. Sie kannte nicht jeden Bewohner Trampolis so gut, deswegen war ihr gar nicht aufgefallen, dass er ein Zugezogener war. "Sieh die Speisen dann einfach als Vorschusslorbeeren.", erwiderte sie gutmütig.



    Maerwen und Rosalind


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    Maerwen hatte nicht vorgehabt lange zu brauchen. Es war eine wichtige Eigenschaft als Dienstpersonal schnell zu sein. Denn die Adeligen waren in der Regel nicht unbedingt mit einem dicken Geduldsfaden ausgestattet. Das Meiste musste sofort passieren. Die Dunkelelfe hatte da stets Glück gehabt, dass ihre Herrin nicht diese Mentalität vererbt worden war. Electra war sehr geduldig, aber vor allem war sie nicht komplett hilflos und auf die Pflege der Dienerschaft angewiesen. Das war zwar für die pflichtbewusste Maerwen oft ein Ärgernis, aber irgendwie schätzte sie das doch auch an ihrer Herrin und Freundin. Es war einfach erfrischend zu wissen, dass nicht jeder, der mit dem goldenen Löffel im Mund geboren war, dies auch irgendwie als selbstverständlich ansah. Zumindest wirkte es auf sie so. Die Dienerin hatte auch das Gefühl, dass Rosalin glücklicherweise eher ihrer entfernten Verwandten glich als ihrem unsäglich nervigen Bruder. Da konnte man eigentlich nur drei Kreuze machen. Wegen dieser Einschätzung half Maerwen ihr auch gern und eilte rasch zur Küche um ihr ein wohltuendes Getränk zu besorgen. Vielleicht ging es ihr dann auch ein wenig besser. In der Küche wurde sie dann aber ein wenig aufgehalten. Manche vom Personal hatten wieder in ihren Augen eine nicht zufriedenstellende Arbeit geleistet, weswegen sie von ihr eine Strafpredigt bekamen. Sie war unter den Kollegen nicht wirklich beliebt, aber das machte ihr nichts aus. Sie verbrachte ja sowieso die meiste Zeit mit Electra und diese reichte ihr als Gesellschaft. Nachdem das Teewasser mit einem Pfeifen im Kessel ankündigte, heiß genug zu sein, goss Maerwen das Wasser in eine Tasse, wo sich bereits ein Kräutertee befand, der vor allem bei Hals- und Magenbeschwerden wahre Wunder wirken konnte. Mit diesem ging sie dann von der Küche wieder den Stock hinauf, wo sich die Zimmer der Familie befand. Sie machte vorsichtig die Tür zu Rosalinds Zimmer auf und ließ dann bei dem sich ihr bietenden Anblick doch fast die Tasse fallen. "Was ist passiert?", fragte sie entgeistert, als sie die Blauhaarige auf dem Boden liegen sah. Schnell stellte sie die Tasse ab und eilte Rosalind zur Hilfe. "Hast du dir weh getan?"

    Sky und Noita unterwegs


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    Es war wirklich seltsam, aber Sky freute sich jedes Mal unheimlich darüber, wenn er es geschafft hatte Noita zum Lächeln zu bringen. Sei es, weil er offenbar die richtigen Worte gefunden hatte oder weil er irgendetwas gesagt oder getan hatte, dass sie lustig fand. Egal, was für eine Art von Lächeln es war, er hatte sie alle gern. Und fühlte sich gleichzeitig wie ein Vollidiot, weil er so versessen darauf war jemanden glücklich zu machen, den er im Grunde gar nicht einmal so gut kannte. Vielleicht würde sich das aber auch mit dem heutigen Tag ändern. Er glaubte zwar nicht, dass sie innerhalb eines Treffens ihre tiefsten Geheimnisse miteinander austauschten, aber man würde wohl doch das eine oder andere wieder über die Person erfahren mit der man unterwegs war. Dabei konnte es natürlich auch passieren, dass man nicht so schöne Sachen erfuhr. Vorlieben oder Abneigungen von Noita, die ihn vielleicht dann doch ein kleines bisschen abturnten. Aber im Moment blieb er bei der Behauptung, dass er so schnell nicht von ihr enttäuscht werden konnte. Selbst dann nicht, sollte sie nur diese seichten Teenieromanzen schauen. Oder Thor und Loki nur als Marvelhelden identifizieren. Wobei nein, so eine Person war sie nicht. Sie mochte vielleicht noch nicht so viel von der Erde gesehen haben wie er, aber deswegen war sie noch lange nicht weltfremd. In ihren Augen lag auch immer eine gewisse Reife. Was er auch an ihr schätzte war ihre Ehrlichkeit. Sie schien keine Probleme damit zu haben das zu sagen, was ihr gerade so durch den Kopf schwirrte. Was wirklich eine erfrischende Abwechslung war zu all den fake Personen, die seine Generation sonst so hervorgebracht hatte. "Streit mit deiner Cousine..." Man konnte es sicher in seinem Gesicht ablesen, wie wenig er von Noita's blonder Verwandtschaft hielt. Das hatte sich auch nicht geändert obwohl man sich jetzt eine Zeit lang nicht mehr gesehen hatte. Vielleicht konnte Sky auch ein wenig nachtragend sein. Diese Furie hatte es aber auch nicht anders verdient. Sie hatte mit allen Mitteln versucht sich unbeliebt bei ihm zu machen. Aber der Student wusste auch, dass Noita eigentlich eine gute Beziehung zu Majo hatte und deswegen wahrscheinlich von diesem Streit mitgenommen war. Deswegen versuchte er seine negativen Gefühle beiseite zu schieben und setzte stattdessen eine mitfühlende Miene auf. "Ich hoffe, es war nichts allzu Ernstes?" Er wusste ja nicht wie oft es zwischen den beiden Frauen vorkamen, dass sie miteinander stritten.

    Nach diesem Thema ging es aber auch darum, wo sie eigentlich hingehen wollten. Etwas, wo Sky selbstverständlich vollstes Vertrauen in Noita hatte, aber er musste sie dennoch ein wenig aufziehen. Und vielleicht erfuhr er so schon einmal die Richtung in die es ging. Doch da hatte er Noita falsch eingeschätzt, denn die ließ sich nicht auf einen kleinen Teaser ein, weswegen er spielerisch die Hände über den Kopf warf und dabei theatralisch seufzte. "Ich und meine große Klappe immer. Aber gut, ich bin schon ruhig." Damit sah er wieder auf seine Begleitung und ertappte sich wieder einmal dabei, wie er sich fast in ihren Augen verlor. Diese waren aber auch viel zu groß, verdammt noch einmal! Es war als konnte man da fast alles ablesen...Es war also ganz gut, dass sie abrupt den Weg verließen auf dem sie unterwegs waren und in eine kleine Seitengasse einbogen, wo sich ihr Ziel befand. Sobald er sich auf seinen Platz gesetzt hatte, sah er sich ebenfalls ein wenig um. Noita schien zu glauben, dass ein halber Kuchen zu wenig für Sky war, woraufhin er nur mit den Schultern zuckte. Es war ja nicht so als könnte man zur Not keinen weiteren nachbestellen. Aber die Schwarzhaarige war sich wohl sehr sicher, dass die Nachspeise hier Lust auf mehr machte. "Du hast Recht, als wäre man auf einmal an einem anderen Ort.", stimmte Sky ihr zu und ließ dabei seinen Blick weiter wandern. Bei der Kellnerin bestellte er einen Cafe au lait und wartete dann geduldig auf die Bestellung. Und er musste zugeben, dass beide Kuchenstücke sehr gut aussahen. "Um meine Figur?", echote der Braunhaarige überrascht die Frage von Noita und musste dann lauthals lachen. "Ich dachte über so etwas macht eher ihr euch Gedanken.", erwiderte er mit einem Grinsen und meinte damit die weibliche Schöpfung. Auf die Frage hin, was er bis jetzt so gemacht hatte, zuckte er mit den Schultern. "Gar nicht einmal so viel. Irgendwie hab ich das Gefühl ich hol gerade nur das auf, was ich in meiner Abwesenheit verpasst habe." Sie musste ja nicht wissen, dass er sich auch erst vor kurzem von seiner langjährigen Freundin getrennt hatte.


    Eunice und Reinhard


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    Eunice hasste es, dass sie schnell aus der Puste geriet. Es war kein sehr damenhafter Anblick, wenn sie zum Keuchen und Luft schnappen anfing und ihr dabei vielleicht sogar der Schweiß über das Gesicht perlte. In solchen Momenten schüttelte ihre Mutter gerne enttäuscht den Kopf und murmelte etwas darüber, dass sie wohl lange auf einen Schwiegersohn warten konnte. Ihre Tochter nahm ihr aber solche Bemerkungen nicht übel. Sie wusste ja, dass es nicht ganz so ernst gemeint war und ihre Eltern sie trotzdem lieb hatten. Außerdem konnte nicht jeder Bewohner Trampolis eine athletische Figur haben. Das wäre ja wohl surreal. Und um sich selbst ein wenig Kondition anzutrainieren war sie einfach schlichtweg zu bequem. Die Pfannen zu bedienen war so viel leichter als beim Training ein paar Kilos purzeln zu lassen. Dennoch versuchte Eunice zumindest ein bisschen vorzeigetauglich zu sein und fuhr sich deswegen mit ihrer Schürze über das Gesicht. Eben jenes Stück Stoff ließ sie abrupt fallen als sie eine männliche Stimme hörte. "Oh, entschuldigung!", murmelte sie und ging einen Schritt zurück. Der Mann sah in seiner Kleidung sehr imposant aus, deswegen ging sie einfach davon aus, dass es sich hier um eine der von ihr gesuchten Personen handelte. "Ich hatte noch gar nicht geklopft, habt ihr so etwas wie einen siebten Sinn?", fragte sie und runzelte dabei die Stirn als würde sie ernsthaft über diese Möglichkeit nachdenken. Selbstverständlich handelte es sich im Grunde nur um einen großen Zufall. Als der Mann sie wegen des Korbs fragte, fing ihr Gesicht sofort zum Strahlen an. "Ich hab etwas zu viel gekocht und hab deswegen so Art Lunchpakete für euch zubereitet. Als Dankeschön, dass ihr euch so gut um die Stadt kümmert!", erklärte sie und hob mit einem Schnaufen den schweren Korb auf.

    Maerwen und Rosalind (Geht schnell zur Küche)


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    Maerwen war zugegeben ein wenig überrascht über die netten Worte der Adelstochter. Es war nicht so als würde sie der Blauhaarigen widersprechen wollen, ganz im Gegenteil. Sie war auch der Meinung, dass die Adeligen ein viel schlechteres Leben hätten, wenn da nicht so fleißige Bedienstete um sie herum wären, die ihnen wirklich jeden Wunsch von den Lippen ablesen konnten. Sie war aber dennoch überrumpelt, dass Rosalind sich dessen bewusst war. Bislang hatte die Dunkelelfe geglaubt, dass nur Electra mit dieser Einsicht gesegnet war und die anderen Saint-De-Coquilles mit einer gewissen Selbstverständlichkeit ihren Luxus hinnahmen. So war Maerwen es auch überhaupt nicht gewohnt, dass man ein Wort des Lobes in ihre Richtung aussprach. Bei dem Personal war es meistens so: Nicht geschimpft war genug des Lobes. Diese für sie neue Situationen sorgte auch dafür, dass sie ein wenig verlegen auf ihre Schürze sah, bevor sie mit ernsten Blick wieder aufsah. "Ich tue nur meine Pflicht, Lady Rosalind.", versuchte sie die lieben Worte ein wenig abzuwehren. Da war es ihr sogar ausnahmsweise einmal angenehmer über den Bruder der Bettlägrigen zu sprechen. Auch wenn sie ansonsten jede Erwähnung dieses Ekelpakets vermied. Es fiel ihr deswegen auch nicht leicht nette Worte über ihn zu verlieren und atmete deswegen kaum hörbar aus, als Rosalind meinte, dass sie nicht ihren Dank ausrichten musste. Das hieß also glücklicherweise für sie, dass sie ihn nicht suchen musste. Auf eine weitere Konversation mit ihm war sie sowieso nicht erpicht gewesen. Aber Rosalind war sie gern weiter noch behilflich, vor allem lenkte sie das gerade ein wenig ab von der Situation, die sie vorhin erleben hatte müssen. Wenn sie jetzt nichts zu tun hatte, musste sie wohl oder übel zu Electra zurückkehren und das wollte sie nicht. Als sie also gebeten wurde der jungen Frau ein wenig Tee zu bringen, nickte sie eifrig. "Sehr gerne! Ich bin gleich wieder da, ruhen Sie sich vielleicht in der Zwischenzeit etwas aus." , meinte sie und huschte schnell aus dem Zimmer, um sich zur Küche zu begeben.

    Eunice kommt an von der Taverne


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    Schnaufend schleppte sich Eunice zu dem kleinen Häuschen, dass sich direkt an der Stadtgrenze befand. In ihren Händen trug sie einen riesigen Korb über den sie ein Tuch gelegt hatte, um den Inhalt von neugierigen Augen und eventuellen Regentropfen zu schützen. Aber das Wetter war eigentlich ganz nett und so kam sie unversehrt mit ihrem Paket bei dem Wachhaus an. Sie war sicher keine Person, die man oft hier in der Gegend zu sehen bekam. Ganz im Gegenteil sie mied eigentlich die Stadtgrenze aus Angst, dass sie vielleicht die Wächter dort stören konnte oder Monster hinter der Mauer sah, die gruselig waren. Aber sie hatte sich die letzten Tage ein wenig in der Taverne verschanzt, wo ihr dann vor lauter Langeweile eine Idee gekommen war: Sie war so dankbar für alles, was die Wächter für die Stadt machte, wieso also revanchierte sie sich nicht einmal mit etwas, dass sie gut konnte? Und so hatte sie sich in die Küche begeben und hatte den ganzen Tag gewerkt. Sie hatte ein kleines Essenspaket zusammengestellt, damit die Männer und Frauen nach ihrer Patrouille nicht auch noch kochen mussten. Sie hoffte, dass sie ihnen damit wirklich eine Freude machen konnte. Das Zubereiten selbst hatte sie ja gern gemacht, aber den Korb bis zum Häuschen zu schleppen, war dann doch anstrengender gewesen als gedacht. Sie stellte also den Korb vor der Tür ab und wischte sich mit der Schürze einmal über das Gesicht. Sie musste erst eine kleine Pause machen, bevor sie anklopfte.

    Sky und Noita unterwegs


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    Irgendwie war es schon seltsam, dass Sky im Moment am liebsten mit Noita Zeit verbrachte. Es war ja nicht so als würde es ihn im Grunde an Alternativen mangeln. Er hatte einen großen Freundeskreis und vor ein paar Jahren waren er und Alex noch durch dick und dünn gemeinsam gegangen. Und dennoch hatte er sich jetzt sicher schon eine gewisse Zeit lang nicht mehr bei seinem besten Freund gemeldet. Dabei war es nicht so, dass er keine Lust auf ihn hatte oder ihn nicht mehr sehen wollte. Nein, es gab nur eben gerade eine Person, die ihm gerade wichtiger war. Oder zumindest, die er unbedingt hatte wieder sehen wollen, mit ihr reden und lachen wollte. Und das war eben die schwarzhaarige junge Frau vor ihm. Er versuchte auch gar nicht mehr so viel darüber nachzudenken, warum er sich von ihr so angezogen fühlte. Er akzeptierte es einfach für den Moment und versuchte einfach jedes Treffen zu genießen. Bislang hatte es zwischen ihnen keinen Stress oder irgendein sinnloses Drama gewesen und er hoffte, dass sie heute wieder einen entspannten Tag gemeinsam verbrachten. Und dabei wollte er natürlich wieder mehr von ihr erfahren. So einfach war das. Ein klein bisschen durfte er sie ja schon kennen lernen und ist bis jetzt sehr angetan von ihr. Er wollte sie wegen ihren Sorgen nicht auslachen, aber das war zum Beispiel ein Charakterzug an ihr, den er wirklich sehr gerne hatte. Es gab so selten noch Leute, die sich wirklich so um die Bedürfnisse anderer sorgten. Er wusste aber auch, dass es hieß, dass man bei Noita aufpassen musste, dass sie ihr eigenen Wünsche nicht vergisst. Aber das war kein Problem für den Studenten. Ihm war es jetzt schon wichtig, dass es ihr gut ging und sie glücklich war. Deswegen war er auch froh, dass sie dieses Mal nicht so melancholisch war, wie er sie schon einmal angetroffen hatte. Auch bei ihren nächsten Worten hoffte er, dass sie sie nicht so ernst nahm, doch durch ihr Lächeln schien sie es wohl eher scherzhaft zu meinen. "Als könntest du mich enttäuschen.", erwiderte er also und zwinkerte dabei, damit Noita klar war, dass er die ganze Unterhaltung eher auf die leichte Schulter nahm. Es ging hier ja nicht um irgendeine hochoffizielle Stadtführung. Er wollte einfach nur Zeit mit ihr verbringen und dabei vielleicht auch Orte entdecken, die ihr eben wichtig sind. Er signalisierte ihr, dass er bereit war loszugehen und gemeinsam gingen sie dann durch die Innenstadt. Sie waren noch gar nicht weit gekommen, da hatte Noita schon die richtig tiefgehenden Fragen ausgegraben, die dafür sorgten, dass Sky über seine Antwort ein wenig länger nachdenken musste. Er hätte natürlich wieder eine halbernste Antwort geben können, aber irgendwie war es ihm wichtig dieses Mal komplett ehrlich zu sein. Ihr zu erzählen, was er sich wirklich dachte. Schließlich würde er sich dasselbe von der Rothaarigen wünschen. Er blickte ihr dabei direkt in die Augen und für einen Moment glaubte er sich in dem außergewöhnlichen Rot zu verlieren. Keine Ahnung was passiert wäre, wenn Noita diesen Kontakt nicht unterbrochen hätte. Sie fing an zu sprechen, machte dann aber eine Pause, die Sky ziemlich lange vorkam. Er war gespannt darauf, was sie sagen wollte. Über ihre Worte war er dann ziemlich glücklich. Er musste sich sogar zusammenreißen nicht wie ein Vollidiot zu grinsen. "Das ist schön.", wollte er sagen. Es wäre recht unverbindlich, aber vielleicht genug um ihr zu zeigen, dass er sich wirklich über ihre Aussage freute. Aber da kam ihm Noita dann auch schon wieder zuvor, indem sie noch etwas hinzufügte, was er mit einer hochgezogenen Augenbraue quittierte. "Ach ja Gehen wir etwa zu einem Comicbuchladen oder auf den Friedhof Welches Geheimnis offenbarst du mir denn?", neckte er sie ein wenig. Ihm war natürlich aufgefallen, dass in der Stadt ein paar Leute mehr unterwegs waren. Ihm störte das nicht, da er viel größere Menschenmassen von den Metropolen Europas gewohnt war. Aber Noita schien es nicht so zu gefallen und so spürte er einen Druck auf seinen Oberarm und er wurde in eine andere Richtung gezogen als er eigentlich gerade gehen wollte. Verwundert starrte er Noita an, die ihn in irgendeine Gasse gezogen hatte. Vielleicht war ihr Geheimnis ja, dass sie Serienkillerin ist, wer wusste das schon. "Oh, verstehe.", murmelte er und sah sich in der kleinen Gasse ein wenig um bevor sie vor einem Cafe standen. Er hätte hier nie so einen Ort vermutet. Es konnten sich nicht viele Leute hierher verirren. Es wirkte aber sehr gemütlich und vor allem vertraut. "Den Kuchen? Aber nur wenn du dir einen mit mir teilst.", sagte er lächelnd.

    Maerwen und Rosalind


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    Es war eine gute Idee gewesen, dass sie sich dazu entschieden hatte bei Lady Rosalind vorbeizusehen. Diese wirkt zwar so, als hatte sie bis eben noch geschlafen, aber es schadete sicher nicht, wenn jemand mal nach dem Rechten bei ihr nachsah. Und auch, wenn die Dunkelelfe es wohl niemals zugeben würde: Sie konnte sich im Moment noch nicht überwinden zu Electra zurückzukehren. Einerseits war sie noch richtig wütend auf ihre Herrin und ihre Handlungen. Andererseits war da aber auch diese Angst, dass die Adelige den Mann noch immer nicht aus ihrem Zimmer entfernt hatte. Das war ein Anblick, den sie lieber noch vermeiden wollte. Sie konnte ansonsten nicht für die Gesundheit des Wächters garantieren. Es war also gut, wenn sie sich mit anderen Aufgaben ablenkte und dabei profitierte Rosalind auch noch davon, indem sie eine persönliche Dienerin bei sich hatte, die ihr ein wenig zur Seite stehen würde. Wenn sie das denn überhaupt wollte. Es konnte auch genauso sein, dass diese gleich nach der Überreichung des Geschenks wieder weiterschlafen wollte. Maerwen hielt es auch für eine gute Idee ein wenig mehr Präsenz bei den anderen adeligen Herrschaften in der Villa zu zeigen. Sie war zwar die Zofe von Lady Electra, aber diese schien langsam immer unabhängiger zu werden. Es tat weh, aber war wohl der Lauf der Dinge, die nicht einmal Maerwen anhalten konnte. "Das ist doch selbstverständlich", erwiderte sie auf die Danksagung der Blauhaarigen und man konnte anhand ihrer ernsten Miene erkennen, dass sie es auch wirklich so meinte. Es war tatsächlich ihre Pflicht nach dem Rechten zu sehen und dafür zu sorgen, dass es jedem hier im Haus gut geht. Auch wenn diese Person sich mit einer Erkältung herumplagen musste. Maerwen freute sich ein kleines bisschen, dass sie von Max den Auftrag bekommen hatte das Geschenk zu überreichen. Damit konnte sie sicher die Laune von Rosalind heben, die ja auch mit dieser netten Geste überhaupt nicht gerechnet hatte. "Ihr Bruder hat einen guten Geschmack, denken Sie nicht auch?", fragte sie höflich nach, nachdem sich Rosalind das Geschenk genau ansehen konnte. Sie hielt zwar nicht viel von diesem hochnäsigen Snob, aber er schien zumindest wissen, wie er anderen eine Freude machen konnte. "Ich habe ihn bislang noch nicht wiedergesehen, kann sein, dass er noch unterwegs ist. Soll ich ihm etwas ausrichten, falls er wiederkommt?" Sie konnte sich nicht vorstellen, dass die Adelige schon die Kraft hatte ihr Bett zu verlassen. "Kann ich sonst noch irgendwie behilflich sein?"

    Maerwen beim Boten, dann bei Rosalind


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    Maerwen hatte wirklich keine Zeit verschwendet und war von Electra's Zimmer nach unten gelaufen, um den Boten zu sagen, dass er einen Heiler von der Klinik besorgen sollte. Der Bote tat zwar wie geheißen, aber nicht bevor er sie darüber informierte, dass es nicht der erste Gang zur Klinik am heutigen Tage war. Offenbar hatte es noch eine adelige Dame erwischt, der es nicht so gut ging. Zähneknirschend nahm Maerwen das zur Kenntnis. Das hieß, dass Electra vielleicht wirklich keine Show vorhin abgezogen hatte und stattdessen eine Krankheit in der Villa herumging. Das sorgte natürlich dafür, dass die Dunkelelfe ein schlechtes Gewissen bekam. Sie selbst wollte eigentlich so schnell wie möglich zu ihrer Herrin zurück, vor allem weil sie ja diesen arroganten Wächter noch hinausbegleiten musste. Sie hatte nicht die Hoffnung, dass Electra selbst die Kraft dazu hatte. Aber aus irgendeinem Grund fühlte sich Maerwen jetzt auch bemüßigt bei Rosalind vorbeizusehen. Sie hatte nicht wie ihre Cousine das Glück so eine tüchtige Zofe zu besitzen und außerdem hatte Maerwen ja noch etwas für sie. Sie klopfte an der Tür von Rosalind und wartete natürlich gehorsam darauf, dass sie hereingebeten wurde. Im Zimmer verbeugte sie sich auch noch einmal. "Lady Rosalind, ich hoffe es geht ihnen schon etwas besser.", sagte sie zur Begrüßung und ging dann ein paar Schritte auf sie zu. "Ich will sie gar nicht zu lange belästigen, aber ihr Bruder hat etwas für sie auf dem Fest gekauft und ich dachte, vielleicht macht es ihnen jetzt Freude." Sie legte auf den Schoß der Blauhaarigen das Schmückstück ab, das eine Haarspange in Form von Blumen, welches offenbar auf magische Weise die Farbe wechseln konnte war, eingehüllt in einem weichen Tuch.

    Eunice kommt an


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    Eunice hatte ein wenig getrödelt auf den Weg nach Hause. Sie wusste nicht warum genau, aber irgendwie hatte sie keine Lust auf die Taverne. Dort wartete eigentlich niemand auf sie und sie musste sich wieder alleine beschäftigen. Natürlich hatte sie dort ihre Eltern, aber die waren meistens zu beschäftigt mit sich selbst, als dass sie großartig etwas mit ihr unternahmen. Außerdem hatten sie ja den Betrieb zu führen, weswegen die eigene Tochter ab und zu zu kurz kam. Eigentlich konnte das rundliche Mädchen das normalerweise ganz gut verstehen. Irgendwoher musste ja das Geld kommen und meist kam es nicht von allein auf jemandem zu. Aber sie wünschte sich trotzdem, dass Rita und Turner manchmal auch noch Zeit für andere Sachen hatten. So war sie sich sicher, dass der Markt, wo sie gerade gewesen war, sicher den Geschmack ihrer Familie getroffen hätte. Aber man konnte wohl auch niemandem zu seinem Glück zwingen. Mit einem Seufzen öffnete sie also die Tür und sah sich um. Es war schon spät, aber noch waren nicht die üblichen Verdächtigen in der Taverne zu finden. Wahrscheinlich waren die meisten wie sie auf dem Jahrmarkt gewesen. Eunice entschied sich schnell noch in die Küche zu gehen und etwas für sich zu kochen bevor sie auf ihr Zimmer verschwand.

    3364-grey-pngSunnyboy Grey und Alma // Grey geht


    Eigentlich war ja Grey derjenige, der den Abend für beendet erklärt hatte. Zumindest in seinen Gedanken hatte er das so ausgesprochen. Aber er war nicht dazugekommen, dass er das jetzt auch noch Alma so kommunizierte. Und so hatte die Dunkelhaarige einen Vorteil, als sie ihm sagte, dass er nun nach Hause gehen konnte. Grey war doch etwas baff, dass sie es ihm so offen sagte. Sie war dabei nicht wirklich unhöflich oder so. Ganz im Gegenteil sie wirkte eigentlich noch sehr freundlich, aber hatte scheinbar eingesehen, dass es sowieso keinen Sinn mehr hatte. Es ärgerte Grey aber doch ein bisschen, dass sie für die Beide entschieden hatte, dass das nun das Ende ihrer gemeinsamen Zeit war. Als "Macho" wäre es seine Aufgabe gewesen. Aber er musste sich ja natürlich zuerst über ihre Oma aufregen, die die gemütliche Situation zwischen ihnen zerstört hatte. Er hätte diese alte Frau sofort wieder vergessen sollen. Auf Alma's Verabschiedung hin, versuchte er wieder cool zu werden. Er zuckte einfach mit den Schultern und ging langsam Richtung Ausgang. Er murmelte etwas vor sich hin, aber man konnte nicht wirklich sagen, was er genau gesprochen hatte. Es klang schon nach einer Verabschiedung, aber Alma hatte es wahrscheinlich gar nicht mehr gehört.

    Eunice, Aria und Orland // Geht


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    Die zwei Kinder schienen sich langsam anzunähern. Zumindest war das der Eindruck, den Eunice langsam gewann. Es wurde sich schon viel weniger angegiftet. Außerdem schien man langsam zu vergessen, dass die Erwachsene auch noch bei ihnen stand, aber das wertete Eunice jetzt auch noch als Gewinn. Es war immer besser, wenn Kinder unter sich waren und miteinander etwas unternahmen. Sie selbst war ja auf den kleinen Jungen auch nur zugegangen, weil er so alleine gewirkt hatte. Aber das hatte sich ja jetzt mit dem Mädchen geändert. "Oh, sie kann dir sicher zeigen, wie man zum Waisenhaus kommt! Ich selbst weiß es ja nicht.", antwortete Eunice ganz enthusiastisch anstelle der Rothaarigen. Wenn man die Beiden jetzt miteinander verkuppelte, konnte sie sich sicher sein, dass es ihnen gut ging, wenn sie nun langsam den Platz verließ. Und wer weiß, vielleicht wurde aus den Beiden noch richtige Freunde? Die pummelige Wirtstochter wussten von ihrer eigenen Kindheit, dass man manchmal ein wenig Anlauf brauchte um sich für jemandem zu erwärmen. Aber hier schien es ja passiert zu sein. "Ich werde mich dann mal auf den Weg machen, aber ihr könnt mich gern mal in der Taverne besuchen...also wenn ihr mal älter seid.", sagte sie fröhlich und ging dann langsam weg. Sie hatte für heute genug und wollte sich daheim ein wenig ausruhen.

    Maerwen, Electra und Ren, läuft los


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    Am liebsten wollte Maerwen umdrehen und gehen. Sie konnte sich vielleicht in der Küche nützlich machen oder eines der Bäder putzen. Sie hatte schon immer Ruhe und Gelassenheit in der Reinigung von Räumen gefunden. Und irgendwie hatte sie gerade jetzt ein wenig Entspannung notwendig. Denn so wie sie gerade verärgert aus ihrer Nase schnaubte, war sie alles andere als entspannt. Aber aus irgendeinen lächerlichen Grund konnte sie sich nicht einfach so zurückziehen. Nein, sie wollte Electra nicht so einfach davonkommen lassen. Sie war ansonsten sehr gnädig mit ihrer Herrin und ließ ihr vieles durchgehen. Doch dieses Mal konnte sie das nicht. Die Adelige sollte wissen, dass sie sich nicht ihres Standes gemäß verhalten hatte. Aber was viel wichtiger war: Sie hatte Maerwen gekränkt. Wieso das so war, konnte die Dunkelelfe selbst nicht genau sagen. Das war wohl etwas, dass sie noch ein wenig in ihrem Inneren erforschen musste. Aber das hob sie sich für später auf. Jetzt musste sie ihre Aufmerksamkeit auf das Paar vor sie richten. Vor allem dem Mann ließ sie nicht aus den Augen. Er war ihr sehr suspekt, dieser Wächter. Vor allem hätte er längst gehen sollen, so etwas tat man doch eigentlich als anständige Person. Aber es schien fast so als wollte er Electra nicht mit ihr alleine lassen und diese Erkenntnis machte sie fast noch wütender. Ein bisschen Mitleid hatte Maerwen aber schon mit ihrer Freundin. Diese wirkte nämlich ziemlich verzweifelt. Und auch wenn ein schlechtes Gewissen angebracht war, so musste die Zofe sich ziemlich zusammenreißen, um ihre grimmige Miene zu bewahren. Sie konnte vor allem nicht vor dem Wächter jetzt so tun als wäre das alles halb so schlimm. Electra hatte eben eine Reputation, die sie sich durch einen Herrenbesuch nicht zerstören durfte. Tatsächlich machte sich Bestürzung in ihrem Gesicht breit als die blauhaarige Frau auf einmal zusammenbrach. "Electra.", keuchte sie überrascht und vergaß dabei komplett auf den Titel, den sie normalerweise benutzte. Sie wollte eigentlich zu Electra gehen, doch Ren kam ihr zuvor und befahl ihr dann noch einen Heiler aufsuchen. Für einen kurzen Moment verdunkelte sich ihre Miene und sie wollte am liebsten Wiederworte geben. Der Wächter wäre sicher schneller bei einem Heiler als sie selbst. Doch jetzt war sicher nicht der geeignete Zeitpunkt, um zu streiten. "Ich werde es einen Boten in Auftrag geben, die sind ganz schnell in der Klinik.", sagte sie mit ernstem Blick und eilte dann auch schon aus der Tür. Allzu lange würde sie ihn nicht wieder mit ihr allein lassen. Schon gar nicht wenn sie bewusstlos war!

    Sky und Noita bei der Haltestelle


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    Das Leben war doch ein wenig seltsam. Gerade eben hatte Sky noch mit einer Trennung zu kämpfen, musste sich wahrscheinlich von einer Person verabschieden, die bis jetzt eigentlich eine sehr wichtige Rolle für ihn gespielt hatte. Stattdessen hatte er aber eine neue Person kennen gelernt. Jemand, der vielleicht diese Lücke schnell wieder auffüllen konnte. Damit war nicht gemeint, dass der Student von einer Beziehung in die nächste springen wollte. Nein, das war garantiert nicht seine Absicht. Vor allem hatte er die letzten Jahre nicht unbedingt mit seinen Qualitäten als Freund brilliert. Das wollte man wohl so schnell nicht wieder einer Frau antun. Er hatte dieses Treffen mit Noita also nicht aus dem Grund ausgemacht, weil er romantische Absichten hatte. Nun, zumindest keine konkreten. Nein, er wollte die Schwarzhaarige einfach sehen, weil er die letzten Treffen mit ihr genossen hatte. Sie sorgte dafür, dass er sich wohl fühlte. Und dieses Gefühl brauchte er gerade dringend. Er hatte sie eine Weile gemustert, bevor er sich zu erkennen gegeben hatte. Manche hielten das vielleicht für creepy, aber er war neugierig darauf wie sie war, wenn sie glaubte allein zu sein. Kurz ging ihm durch den Kopf, dass sie ein wenig besorgt wirkte. Oder war sie eher genervt? Hatte sie eigentlich keine Lust auf dieses Treffen? Die Unsicherheit schlich langsam durch seinen Körper, doch er vergaß sie gleich wieder, als sich Noita seiner Anwesenheit bewusst wurde und ihn anlächelte. Nein, dieses Lächeln wirkte nicht so als würde sie nicht hier sein wollen. Und irgendwie freute ihn diese Erkenntnis ungemein. Vielleicht gab er ihr genauso ein wohliges Gefühl wie sie ihm. Sein Grinsen wurde fast noch breiter als sie aufstand und ihm gegenüber stand. Ihre Freude war irgendwie ansteckend. Sky musste laut lachen, als Noita ihre Bedenken äußerte, ob sie als Stadtführerin geeignet war. Er wollte sie nicht auslachen, auf keinen Fall. Aber irgendwie wäre ihre Sorge wirklich niedlich. Vor allem, weil sie die Situation vollkommen falsch eingeschätzt hatte. "Ich will doch keine 08-15-Stadtführung von dir.", klärte er sie mit seinem typischen schiefen Grinsen auf. "Ich möchte die Stadt aus deinen Augen sehen. Deine Lieblingsplätze und so.", führte er es noch ein wenig aus. Er hoffte er konnte ihr mit dieser Erklärung ein wenig Druck nehmen. Oder baute mehr damit auf. Frauen waren bei solche Sachen manchmal echt schwer einzuschätzen. "Hmm..." Bei ihrer nächsten Frage musste er kurz ein wenig nachdenken. Er blickte kurz Richtung Himmel, als könnte er dort all die Länder sehen, die er noch bereisen wollte. "Irgendwann möchte ich schon wieder woanders hin..." Langsam wanderte sein Blick wieder zu Noita, blickte ernst in ihre roten Augen. "Aber im Moment ist Riverport glaub ich genau der Ort, wo ich gerade sein muss."