Beiträge von Bienl-Chan

    3364-grey-pngSunnyboy Grey und Alma


    Ein bisschen nervös war Grey im Moment schon, auch wenn er das natürlich niemals zugeben würde. Aber auch wenn er im Moment den coolen Unnahbaren spielte, war er in seiner Heimatstadt keineswegs der Schwarm der Mädchen gewesen. Nein, vielmehr waren es seine Kumpels, die ständig von irgendwelchen Eroberungen erzählen konnten, denen er ein kleines bisschen neidisch lauschte. Aber wie man sah, konnte er nun seinen Ruf hier in der neuen Stadt ändern, was ja vielleicht auch etwas Positives an Riverport war. Hier war er der interessante Fremde, eine neue Person und so etwas brachte ja immer fette Bonuspunkte. Zumindest wenn man all diesen Filmen glauben konnte. Noch konnte er seine Chancen bei Alma nicht ganz einschätzen, dafür fehlte ihm auch das notwendige Gespür. Aber der Sex on the Beach und auch wie sie neben ihm saß: Eines war sicher, sie fand ihn auf keinen Fall uninteressant. Und er konnte es auch nicht leugnen, dass er eine gewisse Sympathie verspürte, auch wenn er natürlich sein Bestes gab, es sich nicht anmerken zu lassen. Aber wenn er das Mädchen überhaupt nicht hätte ausstehen können, wäre er wahrscheinlich gar nicht mit ihr hierher gekommen. Alma konnte sich also ziemlich geehrt fühlen, auch wenn sie sich dieser besonderen Situation wahrscheinlich nicht einmal bewusst war. "Ach, du musst wirklich hier arbeiten?", kam es überrascht aus ihm heraus. Er hatte irgendwie gedacht, dass ihre Eltern diesen Laden führten und sie die Rebellin war, die sich einfach an den Flaschen bediente, wenn ihr danach war. Aber zu sehr konnte er auf diese Situation nicht eingehen, denn Alma schien noch stärker als zuvor ihr Interesse an ihm zu zeigen und berührte ihn sogar. Das Ganze war echt sehr aufregend, auch wenn Grey noch immer sein Pokerface oben ließ. Einzig sein Adamsapfel zuckte leicht. "Es gibt auch noch andere Dinge, die ich zu wertschätzen weiß.", murmelte er heiser und lehnte sich ebenfalls nach vorn und sah ihr dabei tief in die Augen.



    Eunice und Orland


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    Eunice hatte sich schon die ein oder andere Speise gegönnt, als sie eine Stimme vernahm, die sich offensichtlich an sie richtete. Noch etwas von dem Klebereis um den Mund, drehte sie sich erstaunt um und musste zunächst einmal ihren Kopf nach unten richten, um die Person zu entdecken, der offensichtlich eine Frage hatte. Es war ein kleiner Junge gewesen, der irgendwie ein wenig verloren wirkte, auch wenn sein Gesichtsausdruck nicht unbedingt ängstlich wirkte, sondern eher genervt. Eunice sah auch schnell seine spitzen Ohren und konnte daraus schließen, dass es sich hier um einen Elfen handelte. Natürlich wunderte sie sich, dass er ganz alleine hier unterwegs war, aber wenn sie darüber nachdachte, war es für Trampoli wahrscheinlich gar nicht einmal so untypisch, dass die Kinder alleine unterwegs waren. Auch wenn es nämlich hin und wieder zu gefährlichen Situationen gekommen war, war es hier doch im Grunde sehr friedlich und man konnte davon ausgehen, dass die Jüngsten wussten, dass sie sich nicht in den Monsterarealen aufhalten sollten. „Oh, ich war selber noch gar nicht dort, aber ich glaube ich bin vorhin bei einem Wolly vorbeigekommen. Ich helfe dir gern.“ Mit diesen Worten wischte sie sich ihre Hände an ihrer Schürze ab und lächelte den kleinen Jungen freundlich an.

    Maerwen und Max


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    Es war Maerwen wichtig zu zeigen, dass bei der Suche nach einem Geschenk für Electra sehr wohl auch die Meinung von Max zählte. Selbst wenn sie nicht viel von ihm als Person hielt, sollte es ja doch eine persönliche Note von ihm besitzen. Außerdem wusste sie mittlerweile, dass es den Adeligen oft einfach nur darum ging, anerkannt zu werden. Um ihretwillen und nicht nur wegen ihres Namens. Sie hoffte also mit ihrer Geste ein wenig das Wohlwollen des blonden Mannes zu gewinnen, auch wenn man wohl auf den ersten Blick denken könnte, dass ihr das im Grunde egal sei. Aber er war ja doch ein Verwandter ihrer geliebten Herrin und so konnte sie es sich nicht mit ihm verscherzen. Vor allem nicht, wenn er im Haus weit aus mehr das Sagen hatte als Electra. Diese war ja auch nur ein Gast hier in Trampoli und so mussten sich Herrin und Dienerin von ihrer besten Seite zeigen, wenn sie die Gastfreundschaft der hiesigen Saint-De-Coquilles nicht überstrapazieren wollten. Gemeinsam gingen sie also zu den Schmuckständen, wobei Maerwen darauf bedacht war, dass sie stets einen Schritt hinter Max ging. Es schickte sich nicht auf gleicher Höhe wie die Adeligen zu gehen. Das zeigte nur Respektlosigkeit und von dieser hatte die Dunkelelfe wohl schon genug an den Tag gelegt. Vielleicht ging ihre Taktik sogar auf, denn Max stellte ihr eine Frage. Keine Aufforderung oder Beleidigung. Sondern es wirkte wirklich wie ein ernsthaftes Interesse an ihr und Electra. „Ich kam damals zu ihrer Mutter Beatrix, da ich eine Festanstellung suchte. Ich bin zugegeben keine besonders gute Köchin und so wurde ich zunächst Dienstmädchen und später dann Zofe von Lady Electra.“ Sie musste ja nicht erwähnen, dass es nach und nach immer weniger Personal gab in der Villa und sie im Grunde das Mädchen für Alles wurde. Sie selber begutachtete den Schmuck aus der Distanz und überlegte, was gut passen könnte. „Ein grüner Stein könnte gut zu ihren Haaren passen.“, überlegte sie laut.


    Sky, Juliet und Alice


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    Sky war erleichtert, dass er offenbar mit seinen Worten zu Alice durchdringen konnte. Ihre Situation wirkte in seinen Augen ja fast schon katastrophal und er konnte es sich überhaupt nicht vorstellen, dass sie alleine damit klar kommen konnte. Er war sowieso der Meinung, dass man sich nicht zurückziehen sollte, wenn man gerade eine schwierige Phase hatte. Ihm zumindest half es stets, wenn er mit Alex oder einem seiner anderen Freunde über seine Probleme reden konnte. Da bekam man einen klaren Kopf. Ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht, als er auf seine Kenntnisse bezüglich junger Menschen angesprochen wurde. „Babys essen, schlafen und stinken. Was muss man da schon großartig wissen?“, zog er sie ein wenig auf. Natürlich wusste er, dass bei so einem kleinen Wesen viel mehr dahinter steckte und es mit einer frischen Windel und Milch nicht getan war. Aber er hatte das Gefühl, als musste er ein wenig mehr Humor in dieses Gespräch bringen und ihr nicht jetzt schon den Teufel an den Wand malen. Alice würde schon bald genug dem Ernst des Lebens begegnen. Für einen kurzen Moment legte er ihr eine Hand auf die Schulter, um seinen nächsten Worten noch etwas Ausdruck zu verleihen. „Du kannst dich wirklich jederzeit bei mir melden, glaub mir.“ Sky wäre viel lieber bei diesem Thema geblieben als nun über Juliet zu sprechen. Er wusste, dass er in dieser Beziehung versagt hatte. Ziemlich. Es war ihm also unangenehm ausgerechnet mit der Schwester seiner Freundin darüber zu sprechen. Der Student war doch im Grunde keine schlechte Person, überhaupt nicht. Aber er hatte hier einfach ein paar falsche Entscheidungen getroffen, beziehungsweise überhaupt nicht gehandelt. Und ihm war klar, dass er eines Tages dafür den Preis zahlen musste, aber er war noch nicht bereit. Sky war zwar ein guter Kerl, aber auch ziemlich feig. In seinen Gedanken versunken, bemerkte er gar nicht, wie er langsam die Aufmerksamkeit von Alice verlor und diese sich etwas hinter ihm zuwandte. Von ihrer Aufforderung irritiert, drehte er sich um und blickte dann in die Augen seiner Freundin. „Juliet?“ Hatte er nun so viel über sie nachgedacht, dass er sie nun herbei fantasierte? Aber nein, Alice schien sie ja auch zu sehen. Die junge Blonde flüsterte ihm noch einmal etwas, bevor sie aufstand und zu ihrer Schwester rannte, um sie zu umarmen. Sky blieb währenddessen sitzen. Seine Beine hatten ihm irgendwie den Dienst versagt, eigentlich wusste er ja, dass er jetzt auch aufstehen sollte, um zu den beiden Schwestern zu gehen. Stattdessen sah er sie nur mit großen Augen an. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bevor er den Kopf schüttelte und sich langsam wieder besann. Dann stand er auf und ging auf Juliet zu. Ein kurzes Räuspern. „Schön dich zu sehen.“ Fast wollte er ein „Fremde“ hinzufügen, aber er war sich fast sicher, dass seine Freundin das nicht lustig gefunden hätte.

    Eunice kommt an


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    Schon von Weitem konnte Eunice das geschäftige Treiben auf dem Platz des Volkes wahrnehmen. Das rundliche Mädchen war schon ganz aufgeregt, es hatte für sie schon seit Ewigkeiten gefühlt kein großes Fest mehr gegeben. Als sie aufgewacht war, hatte sie feststellen müssen, dass ihre Eltern bereits vor ihr schon gegangen waren. Es war wirklich gemein, wie wenig Rita und Turner sich um ihre einzige Tochter kümmerten. Aber glücklicherweise war Eunice nicht davon abhängig, dass die Beiden sie an der Hand führten und so machte sie sich alleine auf den Weg. Wer weiß, vielleicht traf sie alte Freunde von ihr auf dem Fest. Das war sicher nicht unmöglich. Bei den Festlichkeiten angekommen hieß es zunächst einmal sich zu entscheiden, wo sie denn hingehen möchte. Es war so viel los, dass es gar nicht einmal so einfach war. Aber in solchen Situationen vertraute Eunice einfach ihrem liebsten Körperteil: Ihrem Bauch. Und der sagte ihr, dass es bei den Ständen weiter hinten kostbare Leckereien zum Essen gab. Zumindest wenn sie den Gerüchen glauben wollte, die sie bereits in der Nase hatte. Es dauerte also nicht lange, da stand die Grünhaarige bereits bei einem der Standbesitzer und bestellte sich die erste Mahlzeit von einigen, die noch kommen werden.

    3364-grey-pngSunnyboy Grey und Alma


    Grey hatte normalerweise ein ziemliches Talent dafür andere Leute auf die Palme zu bringen. Er war zwar nicht von Grunde auf bösartig, aber es war irgendwie eine gewisse Genugtuung für ihn andere zu ärgern. Es war irgendwie besser als wenn er geärgert wurde, so zumindest seine Logik. Aber Alma schien sich von seinen schnippischen Aussagen überhaupt nicht beirren zu lassen, was wiederum ihn irritierte. Er wollte ja nicht, dass sie ihn sofort wieder rauswarf, aber es war schon irgendwie seltsam, dass sie sich überhaupt nicht von ihm ärgern ließ. Der blonde Schüler war sich noch nicht ganz sicher, was er von Alma halten sollte. Er hatte in dieser miefigen Bar, wo sich kennen gelernt hatten, zuerst gedacht, dass sie nur eine dieser typischen hohlen Tussis war. Aber diesen Eindruck hatte er mittlerweile schon nicht mehr. Ganz im Gegenteil, langsam war er tatsächlich schon gespannt, was der Abend noch so mit sich brachte. Er war schon gespannt, welches Getränk sie für ihn vorschlagen sollte. Das würde ja dann auch wieder ein kleines bisschen über ihren Charakter verhalten. Als dann ihre Antwort kam, hob er fragend eine Augenbraue, ein schiefes Grinsen auf dem Gesicht. Ihm war sehr wohl die Zweideutigkeit dieser Aussage bewusst und er war sich auch ziemlich sicher, dass sie ihm mit diesem Vorschlag provozieren wollte. Er war schon fast ein bisschen enttäuscht, als sie einen halben Rückzieher machte. "Ach, Sex on the Beach klingt doch nicht schlecht." Er wollte gerne kokett klingen, aber wusste nicht, ob es ihn geglückt war. Es kam nicht so oft vor, dass er es mit Flirten versuchte. Während Alma die Cocktails zubereitete, setzte sich Grey auf die Couch und versuchte dabei eine sehr lässige Position zu schaffen. "Auf neue Bekanntschaften.", fügte er seinen eigenen Toast hinzu und nahm einen kräftigen Schluck. "Mhm, ich seh schon, dass du weißt wie man einen guten Drink mischt."

    Sky und Alice


    2394-sky-mitchell-pngEs war irgendwie ganz seltsam Alice so zu sehen. Er konnte sich noch dunkel an das kleine Mädchen erinnern, dass sie noch vor ein paar Jahren gewesen war. Wie sie ihm gerade einmal bis zum Bauchnabel reichte. Und jetzt saß sie da und strich über ihren Bauch, in dem ein kleiner Mensch heranwuchs. Er konnte jetzt zwar nichts über die geistige Reife von ihr sagen, aber es kam ihm dennoch irgendwie zu bald vor. Viel zu bald. Vor allem schien sie gerade nicht auf jemanden bauen zu können, was die Situation für sie garantiert nicht leichter machte. Sky konnte sich kaum vorstellen, wie es war, mit solch einer Herausforderung konfrontiert zu werden und sich auf niemanden stützen zu können. Vielleicht war es ja auch überhaupt kein Zufall gewesen, dass sie sich an dem heutigen Tag im Park getroffen hatten. Vielleicht sollte es so sein, damit er zumindest für einen kurzen Moment ihre Unterstützung sein konnte. Aber sein Angebot über ihre Sorgen zu reden wurde von dem blonden Mädchen abgelehnt. Wobei er bei ihrer weiteren Bemerkung das Gefühl hatte, dass sie es vielleicht einfach ablehnte, weil sie es nicht gewohnt war, jemandem zu helfen. Was war nur bei ihr falsch gelaufen? Hatte sie denn wirklich niemanden, der sich um sie kümmerte? "Das ist nicht gut.", sagte er trocken und mit einem Stirnrunzeln. "Jeder braucht mal eine Schulter zum Anlehnen und wo man sich ausheulen kann. Deswegen mein Angebot bleibt bestehen.", fügte er mit einem kleinen Lächeln hinzu. Doch anscheinend wollte sie nicht wirklich über dieses Thema im Moment reden, denn es kämm dann gleich zu einem Wechsel, der für Sky nur unangenehm werden konnte. Er konnte wohl nur froh sein, dass sie die Fragen scherzhaft stellte und nicht gleich mit Gewalt drohte, so wie eine andere blonde Zicke, die er kürzlich kennen lernen durfte. Abwehrend hob er die Hände. "Ich würde niemals deine Schwester verletzen, glaub mir!", protestierte er schwach, bevor er sich mit einem Seufzen ein wenig zurücklehnte. "Wobei ich die Angst habe, dass ich es vielleicht doch irgendwie geschafft habe."

    Maerwen und Max


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    Maerwen war ziemlich überrascht von der Tatsache, dass Max noch immer sich dazu herabwürdigte und das Gespräch mit ihr weiterhin führte. Sie fand zwar nicht, dass sie eine unangenehme Gesprächspartnerin war, mal abgesehen davon, dass sie vielleicht sich nicht immer zu Smalltalk hinreißen ließ. Aber es konnte ja auch mal ganz erfrischend sein, wenn man mit jemandem sprach, der auf jegliche Ausschmückungen und unnötige Bemerkungen verzichtete. Sie hatte aber eigentlich gedacht, dass es für den Adeligen sicher unter seiner Würde war mit ihr, einer Dienerin, zu sprechen. Aber vielleicht war sie für den Blonden dennoch die bessere Gesellschaft als das restliche niedere Volk. Sie spürte wie die Abneigung wieder in ihr hochkochte. Sie konnte dem Snob echt nicht viel abgewinnen, auch wenn er den selben Nachnamen wie die Person teilte, die einen sehr großen Platz in ihrem Herzen hat. Tatsächlich überraschte Max sie dann doch, indem er eine Seite zeigte, die sie bei ihm nicht erwartet hatte. "Oh, ein Andenken wird sie sicher freuen." Sie blickte sich auf dem Platz um und überlegte angestrengt, über was sich Electra freuen könnte. Dabei fielen ihr Schmuckstände auf. Es war zwar vielleicht ein wenig Klischeehaft, aber sie wusste zumindest, dass es etwas war, was der Lady gefallen würde. "Wie wäre es mit einem kleinen Anhänger oder einer Brosche?", fragte sie Max und deutete auf die Händler auf der anderen Seite.


    Sky kommt und geht zu Alice


    2394-sky-mitchell-pngEs war ein wenig peinlich gewesen, dass er Alice mit ihrer älteren Schwester verwechselt hatte. Die noch dazu seine Freundin war. Denn in dem Moment als das Mädchen den Kopf hob konnte er ganz genau all die Unterschiede in ihrem Gesicht erkennen. Nun war es aber zu spät und er konnte die Worte nicht mehr zurücknehmen, die er gesprochen hatte. Vielleicht tat es ihm aber auch gut, dass er hier auf Alice gestoßen war. Mit ihr hatte er jetzt nicht so viel Vergangenheit und ein Gespräch zwischen ihnen konnte doch nur oberflächlich und belanglos werden. Normalerweise etwas, was ihn überhaupt nicht interessierte, aber im Moment klangt es wie Musik in seinen Ohren. Zu seiner Beruhigung schien die blonde Frau ihn auch nicht wirklich einordnen zu können. Zumindest ließ das große Fragezeichen in ihrem Gesicht darauf deuten. Womöglich hatte er also Glück und konnte sich galant aus diesem Fettnäpfchen retten. "Ja, die Brille kann so schnell doch nichts ersetzen, aber wenn man zu eitel ist..:" Er hob mit einem Grinsen die Schultern hoch und wartete immer noch geduldig, dass bei Alice der Groschen fiel. Er konnte es ihr aber nicht wirklich zu einem Vorwurf machen. Es musste Jahre her sein, dass sie sich das letzte Mal gesehen hatten und dass Sky sie schlussendlich dann doch erkannt hatte, lag wohl an seinem guten Gedächtnis, dass ihn immer nur kurzfristig im Stich ließ. Mittlerweile wusste sie scheinbar auch, wer nun vor ihr stand und stellte die Frage, die dem jungen Studenten seit diesem zufälligen Treffen durch den Kopf geflogen war. Erneut kam es zu einem Schulterzucken. "Du stellst Fragen..." Er konnte ihr tatsächlich keine genaue Zahl nennen. Aber es war wahrscheinlich auch nicht einmal so wichtig das exakte Datum zu wissen, an dem sie sich das letzte Mal gesehen hatten. Er setzte sich neben sie auf die Bank und wartete noch immer darauf, dass sie auf seine Frage antwortete. Was dann jedoch kam, sorgte dafür, dass er es sofort bereute, es sich hier bequem gemacht zu haben. Oberflächlicher Plausch von wegen! "Sonst ist alles in Ordnung?", echote er ihre Worte und starrte sie verständnislos an. Himmel, bei dem, was sie gerade aufgezählt hatte, war sein Problem mit Noita und Juliet ja überhaupt nichts dagegen. "Moment, willst du wirklich, dass ich jetzt etwas von mir erzähle?", versuchte er der Frage über seinen Beziehungsstatus auszuweichen. "Was du gerade erzählt hast...es klingt fast so, als bräuchtest du einen guten Zuhörer." Er lächelte sie mitfühlend an.

    Maerwen und Max


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    Maerwen war sich ziemlich sicher, dass Max nicht viel für die Bediensteten übrig hatte. Das ärgerte sie, obwohl sie eigentlich ebenfalls der Ansicht war, dass es eine bestimmte Hierarchie gab, die man einzuhalten hatte. Deswegen sagte sie auch immer zu Electra, dass sie eigentlich keine Freunde sein konnten, weil eine Adelige und eine Zofe waren nicht auf einer Ebene und durften auf diese Art nicht miteinander kommunizieren. Aber sie erwartete dennoch von den werten Herren und Damen, dass sie mit einem gewissen Respekt behandelt wurde. Sie und die anderen Diener machten die Schwerstarbeit, um den faulen Säcken das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Da konnte man schon ein wenig Dankbarkeit erwarten. Oder zumindest eine kleine Anerkennung. "Lady Electra ist leider sehr empfänglich für Erkältungen. Ich hatte gehofft, dass ihr das Klima hier in Trampoli besser tut.", antwortete sie und man konnte eine leichte Sorge in ihrer Stimme hören. Maerwen musste aufpassen, was sie gegenüber von Herrn Max sagte. Er mochte zwar wie ein eitler junger Mann wirken, der nur auf sich bedacht war, aber er schien sehr wohl auch die Stimmung um seine Umgebung gut einschätzen zu können. Und auch wenn die Dunkelelfe bei Electra ab und zu einen schärferen Ton ansetzte, konnte sie das natürlich nicht auf die gesamten Herrschaften anwenden. Sie versuchte ein unschuldiges Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, doch das Hochziehen der Mundwinkel tat ihr weh. "Nein, auf keinen Fall. Ich dachte nur, dass es sicher eine schöne Gelegenheit für Sie wäre mal etwas Zeit mit Lady Electra zu verbringen."


    3364-grey-pngSunnyboy Grey und Alma


    Es war wohl zu viel gewesen zu hoffen, dass es hier in diesem Kaff irgendwelche öffentlichen Verkehrsmittel gab. Wahrscheinlich musste Grey froh sein, dass die meisten Leute hier zumindest sich von den Pferdekutschen als fahrbaren Untersatz verabschiedet hatten. Im Moment war das aber nicht weiter relevant, denn die zwei Teenager mussten es zu Fuß in die Strandbar schaffen. Der Weg dorthin war sehr still, was wahrscheinlich auch an dem jungen Mann lag, der nicht unbedingt bekannt war für seine großartigen Social Skills. Er war sich noch immer ein wenig unsicher, ob es überhaupt eine gute Idee gewesen war mit dem fremden Mädchen hierher zu gehen. Auch wenn sie eigentlich gar nicht einmal soo übel wirkte. Aber Grey musste sich hier noch ein Image aufbauen, er konnte sich also keine falschen Entscheidungen leisten. Denn war der Ruf erst einmal ruiniert... Er blickte überrascht auf, als Alma mit ihren Worten signalisierte, dass sie endlich an ihrem Ziel angekommen waren. Das Gebäude machte von außen keinen üblen Eindruck, vielleicht überraschte es ihn auch noch von innen. Doch das konnte er nicht sofort sagen, denn im Inneren der Bar war es stockdunkel und der Junge konnte nicht einmal seine eigene Hand vor den Augen sehen. Diese Situation gefiel ihm überhaupt nicht und es passte ihm auch nicht, dass Alma ihn ein wenig neckte. "Könnt ihr euch etwa keinen Strom leisten?", murmelte er unwirsch und war ein klein wenig dankbar, dass er von seiner neuen Bekanntschaft geführt wurde. Bei seinem Glück wäre er sicher über irgendein Möbelstück gestolpert und hätte sich was gebrochen. Nachdem sie eine Weile im Dunkeln herumgeschlichen sind, wurde es auf einmal hell und sie befanden sich in einem Raum, der etwas kleiner war, als Grey erwartet hatte. Er ließ sich nicht zweimal bitten und ließ sich mit einem wohligen Seufzer auf das Sofa fallen. War ganz schön gemütlich nach diesem Fußmarsch. "Was ist denn das Getränk des Hauses?", fragte er zurück. Er wollte nicht zugeben, dass er von Alkohol eigentlich ziemlich wenig Ahnung hatte.

    Sorry Leute, bei mir ist gerade ein bisschen der Wurm drinnen. Hab zwar Urlaub, aber meine Muse ist fort, zumal es privat grad etwas holprig läuft. Ich versuche trotzdem zu posten, will aber momentan nichts versprechen.

    Maerwen und Max


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    Maerwen hatte die stille Hoffnung, dass sie sich das Spektakel alleine und damit auch in voller Ruhe anschauen konnte. Leider konnte sie bereits aus den Augenwinkel erkennen, wie jemand auf sie zusteuerte, wobei sie sich gerade noch so ein genervtes Augenrollen unterdrücken konnte. Wie konnte es nur sein, dass Menschen so furchtbar sozial waren und sich ständig unterhalten wollten?! Doch dieses Mal war es zumindest keine fremde Person, die scheinbar Interesse an der Gesellschaft der Dunkelelfe hatte. Auch wenn Maerwen sich noch nicht ganz sicher war, ob sie darüber glücklich sein sollte, dass sie die Person kannte. Sie selber versuchte Max so gut es ging in der Villa aus dem Weg zu gehen und glücklicherweise tat es ihr Electra auch gleich. Sie hatten schon mitbekommen, dass der Adelige einen gewissen Ruf unter dem Dienstpersonal hatte und der war nicht unbedingt positiv. Er schien kein Respekt und keine Achtung vor dem bürgerlichen Volk zu haben. Eine Haltung, die in Maerwen's Augen einfach nur bemitleidenswert war. Denn ganz ehrlich: Leute wie Max konnten sich doch kaum selber die Schuhe anziehen, geschweige denn sich ernähren. Wie konnte man sich da also für jemand besseren halten? "Guten Tag, werter Herr!", versuchte Maerwen ihn so höflich es ging zu begrüßen, auch wenn ihr Gesicht eindeutig zeigte, dass sie über diese Begegnung nicht sehr erfreut war. Ihr ist schon gar nicht der anklagende Ton entgangen, den Max ihr gegenüber an den Tag legte. Sie selber hatte diese unterschwelligen Botschaften perfektioniert, es war aber hart mal selber der Empfänger einer solcher zu sein. "Tatsächlich, hat mich Lady Electra hierher geschickt. Sie selber fühlt sich nicht so gut und wollte deswegen, dass ich ihr von der Veranstaltung berichte.", antwortete sie wahrheitsgemäß. "Hätte ich gewusst, dass Sie auch solch Unterhaltung zugeneigt sind, hätten sie ja diese Aufgabe übernehmen können." Sie wusste, dass diese Aussage ein klein wenig provokant war, aber sie konnte sie trotzdem nicht verkneifen.

    Sky kommt und geht zu Alice


    2394-sky-mitchell-pngSky war nicht ganz er selbst. Die Situation, in der er sich gerade befand, schien wohl seine Gehirnaktivität einzuschränken. Anders konnte er es sich nämlich nicht erklären, dass er sich nach dem Abschied von Noita und ihrer nervigen Cousine nun im Park von Riverport befand. Seine Füße hatten ihn unbewusst hierhergeführt, aber hatte er nicht eigentlich andere Pläne gehabt? Das Smartphone in seiner Hosentasche wog schwer und fühlte sich sogar heiß an. Eigentlich hätte er Juliet schreiben müssen, sie fragen sollen, wo sie sich am besten treffen konnten, um die Situation zwischen ihnen zu klären. Aber der Student war ein Feigling, wahrscheinlich schon immer gewesen. Er hatte keine besondere Lust darauf sich jetzt schon mit dem unvermeidlichen Untergang seiner Beziehung zu beschäftigen. Und wenn er sich ehrlich war, dann gab es für die Beiden nur noch diesen Ausweg. Sie hatten sich schon so lange nicht mehr persönlich getroffen und auch, was sie an Nachricht ausgetauscht hatten, konnte man wohl an einer Hand abzählen. Das war keine Liebe mehr zwischen ihnen. Keine Sehnsucht, keine Leidenschaft. Wieso aber fiel es ihm dann so verdammt schwer endlich einen Schlussstrich zu ziehen? Weil Juliet seine erste Liebe war? Glaubte er wirklich, dass man hier noch etwas retten konnte? Es schien ja doch ein wenig aussichtslos. Er ging ziellos den Pfad im Park entlang, vorbei an einem blonden Mädchen, dass ihr Gesicht hinter ihren Händen versteckte. Erneut brauchte er einen Moment, um dieses Bild verarbeiten zu können und so war er an dem Mädchen fast vorbeigegangen. Wenn man vom Teufel spricht... "Juliet?", sprach er die Blonde an, doch als diese dann ihren Kopf hob, bemerkte er sehr rasch seinen Fehler. Ach, verdammt, jetzt wusste er nicht einmal mehr, wie seine Freundin eigentlich aussah. Verlegen griff er sich auf den Kopf. "Sorry, ich brauche scheinbar bessere Kontaktlinsen." Zumindest hatte er das Mädchen der richtigen Familie zugeordnet, denn wenn er sich nicht täuschte (es war schon eine Ewigkeit her, als es sie das letzte Mal gesehen hatte!), handelte es sich zumindest um Juliets Halbschwester. "Na, alles klar bei dir?" Es schadete sicher nicht, wenn er ein wenig mit Alice plauderte.

    Eunice kommt an


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    Schnaufend öffnete Eunice die Tür zum Gasthof. Seltsamerweise wurde sie dabei nicht von lauten Gelächter und dem Geruch leckeren Essen begrüßt. Ganz im Gegenteil, der Raum vor ihr wirkte fast schon wie ausgestorben, abgesehen von ihrem Vater, der scheinbar einen Rausch ausschlafen musste. Und das mitten auf einem Tisch. Ein leises Seufzen entwich ihr. Es war leider nicht das erste Mal, dass sie Zeugin einer solchen Situation wurde. Sie ging langsam auf den schnarchenden Turner zu und stupste ihn sanft an. Nichts. Nada. Der war eiskalt ausgeknockt. Wo ist wohl der Rest? Irgendwie hatte das grünhaarige Mädchen das Gefühl, als hätte sie etwas verpasst. Sie hatte auf ihrem Nachhauseweg das Gefühl gehabt Musik zu hören. Vielleicht gab es ja irgendein Fest in Trampoli? Ein herzhaftes Gähnen unterbrach ihren Gedanken. Sie wollte zwar unbedingt erforschen, was los war, aber im Moment fehlte ihr die Energie dazu. Die letzten Tage waren so unglaublich anstrengend gewesen. Sie hatte so viel gemacht und dabei so wenig gegessen. Vielleicht war es am Besten, wenn sie sich einfach mal niederlegte. Eine gesunde Portion Schlaf war genau das was sie jetzt brauchte. Ihr Vater röchelte ein wenig, als wollte er ihr zustimmen. Eunice musste ein bisschen lachen, bevor sie die Treppen hinaufging und ihr Zimmer aufsuchte. Hoffentlich hatte ihr Vater am nächsten Tag dann nicht wieder solche höllischen Kopfschmerzen!

    Maerwen kommt an


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    Eigentlich hatte Maerwen nicht vorgehabt, die Villa so schnell wieder hinter sich zu lassen. Sie wollte doch nur die Küchenschabe weit genug wegtragen. Aber sie hatte dann bemerkt, dass ein wenig Aufregung um sie herum herrschte und natürlich war die Dunkelelfe neugierig gewesen, wieso so viele Bewohner ihr gemütliches Zuhause verließen. Hier in Trampoli passierte nicht so oft etwas. Doch dieses Mal schien es anders zu sein und das Treiben schien schon im vollen Gange zu sein als Maerwen auf dem Platz des Volkes angekommen war. Sie konnte viele Bewohner ausmachen, aber es waren auch viele fremde Leute hier. Es waren nicht die üblichen Händler mit ihren Markständen, sondern sie wirkten viel mehr wei Gaukler? Trödler? Man konnte es noch nicht so genau sagen. Fasziniert ging die Grünhaarige zwischen all den Zelten umher. War das etwa ein Elefant, der da gerade gemütlich an etwas Heu knabberte? Wehmütig dachte Maerwen an ihre Herrin. Ihr hätte das Spektakel hier sicher gefallen, doch leider war sie gerade nicht fit genug, um sich außer Haus zu bewegen. Da sie leider auch nicht wussten, ob ihre Krankheit ansteckend war, war es besser, wenn sich die Zofe nicht zu oft in ihrer Nähe aufhielt. Aber Maerwen konnte sich ja jetzt ein gutes Bild von der Situation machen und dann Elektra über alles erzählen. Das würde ihr sicher ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht zaubern.



    3364-grey-pngSunnyboy Grey und Alma


    Grey war sich sehr wohl bewusst, dass er mit seiner Art Alma provozierte. Eigentlich hatte er ja sogar damit gerechnet, dass sie ihn nach seiner blöden Frage einfach sitzen ließ. Ihrem Gesichtsausdruck zu urteilen war sie wohl auch kurz davor. Irgendwo tief in seinem Inneren regte sich eine Stimmte, die ihn fragte, ob er wirklich mit so einem Verhalten in Riverport starten wollte. Als missmutiges Ekelpaket, mit dem man am Besten keine fünf Sätze austauschte. So konnte man gewiss keine neuen Freunde finden und auf Dauer war es alleine doch nicht so prickelnd. Aber der junge Schüler war verletzt und er musste das einfach mit seinem gnadenlosen Rundumschlag kund tun. Dabei war es ihm egal, was jemand von ihm hielt. Auch das hübsche Mädchen, dass ihm gegenüber saß. Alma schien keine Oberzicke zu sein, zumindest ließ sie sich abgesehen von der kurzen Entgleisung ihrer Mimik nicht anmerken, dass Grey sie eventuell verärgert hatte. Im Gegenteil sie war sogar so selbstbewusst, dass sie ihm konterte. Damit hatte sie es soeben geschafft doch noch ein wenig mehr in seiner Achtung zu steigen. Das erste Mal seit er hier angekommen war, hoben sich seine Mundwinkel hoch und ließen den Anflug eines Lächelns zu. "Nein, das sind wir wohl beide nicht.", murmelte er und nahm ebenfalls einen Schluck. Es schien wohl keinen besonderen Ort hier in Riverport zu geben. Nicht, dass es den blonden Schüler gewundert hätte. In so einer versifften Stadt konnte man wohl alles nicht mehr als durchschnittlich finden. Dennoch verriert Alma dann etwas, das von großem Interesse für ihn war. "Ach, tatsächlich?" Gemeinsam mit seiner Frage zog er seine rechte Augenbraue hoch. Er wollte sich unbedingt ein wenig vollaufen lassen, hatte dafür aber nicht das Geld. Die Strandbar klang also ziemlich verlockend. "Du hast doch ncihts dagegen, wenn du mir eure Bar zeigst?" Sie würde auf keinen Fall Nein sagen. Hoffte er zumindest.

    Sky und Noita an der Tür


    2394-sky-mitchell-pngEs musste für die beiden Mädchen wohl ein wenig abrupt wirken, als Sky aufstand und seinen Abschied verkündete. Vor wenigen Minuten noch waren sie ganz gemütlich beisammen gesessen und haben Marshmallows gegessen. Das Feuer war auch noch immer am Lodern. Aber die Nachricht von Juliet... Er wollte jetzt nicht sagen, dass sie den Abend vermiest hatte. Das wäre wohl ein wenig dramatisch ausgedrückt. Aber dennoch hatte die unterschwellige Anschuldigung seiner Laune einen Dämpfer verpasst. Oder war es vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen, dass sich bei ihm meldete? Der Braunhaarige war sich zumindest sicher, dass er wohl Noita ein wenig enttäuscht hatte mit seiner Aussage. Auch etwas, was nicht seine Absicht war. Scheiße. Er folgte der Gastgeberin durch den Garten, während er das Handy in der Hosentasche wie ein schweres Gewicht spürte. Sollte er sich gleich bei Juliet melden? Oder noch warten? Wenn er sie jetzt anrief, würde sie vielleicht fragen, wo er sich gerade aufgehalten hatte. Und aus irgendeinem Grund wollte er das nicht unbedingt verraten. Wobei, er wusste genau wieso nicht. Sein Blick haftete an der Schwarzhaarigen, die sich vor dem Eingang zu ihm umdrehte. Er musste sich echt zusammenreißen, um ihr nicht dabei zu helfen ihre Haare aus diesem hübschen Gesicht zu verbannen. "Ich..." Ihre Frage erwischte ihn eiskalt. Es tat ihm wirklich Leid, dass er so schnell ging. Aber er konnte nicht länger hier sitzen, während seine Freundin (sort of) auf ihn wartete. Wobei er aber auch sicher war, dass jetzt nicht der geeignete Zeitpunkt war, um Noita zu erzählen, dass er in einer Beziehung war. Nicht, dass er bis jetzt jemals das Bedürfnis verspürt hatte es ihr zu sagen. Bis lang hatte er seinen Satz noch nicht beendet, doch Noita war scheinbar eh noch nicht fertig mit ihrem Part. Es wärmte sein Herz, dass sie den Abend genauso nett fand wie er selbst. Vor allem weil er es scheinbar geschafft hatte die traurigen Gedanken aus ihrem Kopf zu verbannen. "Ich fand es heute auch sehr nett und ich wäre gern länger geblieben, aber die Pflicht ruft." Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht und er zuckte mit den Schultern, als ob er damit sagen wollte, dass er leider nichts gegen seinen Abschied machen konnte. Am besten war es, wenn er jetzt einfach ging, doch seine Hand, die bereits auf der Türklinke lag, macht einen Rückzieher. Sein Gesicht wurde wieder ernst und er konnte nicht genau sagen, wieso er das machte, was als nächstes passierte. Ohne zu Zögern verlängerte er die Bewegung seiner Hand und platzierte sie sachte auf Noita's Wange. Das Mädchen war selbstverständlich überrascht über diese Geste, wobei ihr Gesichtsausdruck ihn ein kleines bisschen zum Schmunzeln brachte. "Das nächste Mal habe ich mehr Zeit für dich. Nur für dich." Damit meinte er Majo, die wohl noch immer mit der Katze kuschelte. Mit diesem Versprechen in der Luft fand er endlich die Kraft die Tür aufzumachen und machte sich auf die Angelegenheiten mit dem anderen Mädchen zu klären.


    Sky, Noita und Majo


    2394-sky-mitchell-pngGut, eine Karriere als Schauspieler konnte sich Sky wohl abschminken. Aber immerhin konnte er mit seiner überdramatisierten Geste Noita ein Grinsen auf das Gesicht zaubern und dass war ihm viel mehr wert als jeder Filmpreis auf dieser Welt. Den jeweils Anderen zu amüsieren schien wohl ein Talent von ihnen zu sein, denn nur Sekunden später war es Sky, der es sich nicht verkneifen konnte seine Belustigung zu zeigen als Noita sich ihre Zunge verbrannte. Dem Braunhaarigen gefiel zwar der Sternenhimmel, aber dennoch war sein Blick mehr fasziniert von dem, was sich doch ein bisschen näher bei ihm befand. Er war schon vielen Leuten begegnet, aber Noita war so unglaublich pur. Man konnte ihr fast jede Emotionen im Gesicht ablesen, so wie jetzt als sie in ihren Gedanken scheinbar ihren Wunsch äußerte. Das war das Einzige, was er nicht von ihr ablesen konnte. Was ihr Wunsch war. Und aus irgendeinem Grund interessierte er sich brennend dafür. Er wollte wissen, wonach sich ihr Herz sehnte. Er musste ihr also die Frage stellen, auch wenn er nicht wirklich überrascht war als sie ihm nicht die gewünschte Antwort gab. Sie wirkte verlegen, aber Sky war sich nicht ganz sicher, ob es an seiner Frage lag oder ob ihr ihr Wunsch vielleicht ein wenig unangenehm war. Schade, dass er ihn wohl nie erfahren sollte. "Nun, das wollen wir natürlich nicht riskieren.", erwiderte er also, bevor er langsam sein Marshmallow in den Mund nahm. Hmm, es schmeckte wirklich gut, auch wenn er sonst nicht so gerne Süßes aß. Er wollte noch etwas anderes hinzufügen, doch dann spürte er auf einmal ein Gewicht auf seinen Beinen. Mit einem fragenden Blick sah er zu seinem Schoß runter und entdeckte eine schwarze Katze. "Ach.", war die einzige Bemerkung, die er auf Noitas Aussage machte. Eigentlich war er ja nicht so der Katzenfreund, die verloren immer so viele Haare und dann war die ganze Kleidung damit voll. Aber sie sah irgendwie ganz niedlich aus. "Nein, eine Allergie habe ich nicht soweit ich weiß." Er blickte zu Majo, die zwar das Eine sagte, aber wahrscheinlich das Andere meinte. Bevor er jedoch mehr mit dem Tier sympathisieren konnte, schien diese doch eher zur Besitzerin zu wollen. Sky war vielleicht ein klein wenig enttäuscht, doch ein Vibrieren in seiner Tasche lenkte ihn ab. Mit einem Stirnrunzeln las er die Nachricht. Juliet klang gar nicht amüsiert. Verdammt. Mit einem Räuspern stand Sky auf. "Ich glaube, ich muss dann mal los. Ich hab eure Zeit sowieso schon genug strapaziert." Dieses Mal richtete er sich mehr an Majo. Dennoch hatte er Noita nicht vergessen. "Begleitest du mich noch zur Tür?"

    Eunice und Dorothy an einem Tisch | Eunice geht


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    Es klang wirklich nett wie Dorothy über ihren Vater sprach. Man konnte richtig sehen, wie viel sie von dem Priester hielt und das fand Eunice richtig schön. "Ich kenne deinen Vater jetzt nicht so gut, weil ich nicht so oft in die Messen gehe wie ich sollte." Sie verzog dabei schuldbewusst ihr Gesicht. Sie musste Samstags Abends oft in der Bar aushelfen und hatte dann oft in der Früh nicht die Energie um aufzustehen, sondern schlief meist so lange bis sich ihr knurrender Magen bei ihr meldete. Sehr fromm war das natürlich nicht und vielleicht sollte das rundliche Mädchen ein wenig an ihrer Einstellung arbeiten. Aber es war einfach viel zu bequem in ihrem Bett, vor allem nach einer wirklich langen Schicht! "Aber er klingt nach einem wundervollen Mann und ich denke es ist schon gut so, dass du dir ein paar Dinge von ihm abschaust.", sagte sie dann noch mit einem Lächeln. Sie selber musste ein wenig überlegen, ob sie ihre Eltern auch so bewunderte wie Dorothy scheinbar Gordon. Es war jetzt nicht so, dass Eunice Rita und Turner nicht mochte, ganz im Gegenteil. Sie liebte ihre schrulligen Eltern über alles. Aber ging diese Liebe auch so weit, dass da ein wenig Bewunderung drinnen steckte? Eher nicht. Die Vorbildfunktion hatte das Ehepaar dann doch ein wenig verfehlt. Auch wenn Eunice ihnen das absolut nicht übel nahm. Nicht jeder konnte so gut sein wie der Priester. Dorothy sah an ihr vorbei und bekam ganz große Augen. Zunächst war die Grünhaarige verwirrt, vor allem da sie der Ausruf verwunderte. "Oh..." Nun drehte auch Eunice sich um und erkannte, dass sie scheinbar schon einige Monate Stunden hier gesessen hatten. "Kein Problem, mach dich auf den Weg. Wir werden uns sicher bald wieder sehen.", sagte sie ihr mit einem Lächeln. Als die Kapuzenträgerin verschwand, war auch für Eunice nicht mehr viel zu machen. Deswegen legte sie ebenfalls etwas Geld auf den Tisch und machte sich dann auf den Weg.