Das Riverport Plaza

  • [Simon] kommt mit Alice an


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    Bei ihrem "Halt die Klappe" hätte er ihr den Hals umdrehen können, aber gleichzeitig war er auch froh gewesen, dass sich seine Befürchtungen nicht bewahrheitet hatten. Zwar wusste Simon immer noch nicht, was genau los war, aber.. Wenn sie sich von ihm trennen wollen würde, hätte sie es ihm gesagt. Und dass sie ihn nicht verlassen würde (jedenfalls.. nicht jetzt) war alles, was er wissen musste. Auf dem Weg zum Plaza hatte er überlegt, Alice anzubieten, sie auf seinem Rücken zu tragen, aber die Angst davor, dass sie sich wieder übergeben musste, hatte ihn davon abgehalten. Stattdessen hatte Simon einfach nach ihrer Hand gegriffen und sie so fest mit der seinen umschlossen, wie er nur konnte. Er würde sie auf gar keinen Fall weglaufen lassen. "Wo möchtest du hin..?", fragte der Zwilling schließlich, als beide an dem beliebten Einkaufsplatz angekommen waren und sah sich kurz um. Es war nicht ganz so viel los wie sonst, was sicher an dem Fest im Park lag. Kostenloses Essen ließ sich wohl niemand gerne entgehen. Wieso hatte er sich eigentlich nichts genommen..? "Wir könnten irgendwas zum kochen später kaufen. Ich hab mega Bock auf Nudeln mit Zucchinisoße." Ein Blick zu Alice und Simon kam sich instant dumm vor. Irgendwas in ihrem Blick sagte ihm, dass das, was er eben von sich gegeben hatte einfach nur falsch gewesen war. Sehr, sehr falsch. "Aber.. ich hab echt Hunger.." Der Alkohol auf nüchternen Magen war wohl nicht die beste Idee gewesen.

  • 1495-alice-pngAlice & Simon | irgendwo im Plaza


    Alice sagte nichts, sie antwortete ihrem Freund auch nicht als dieser fragte wo sie denn hin wollte. Alles was sie gerade spürte war sein fester Händedruck, der ihr Halt gab, sie fühlte sich plötzlich so leer bei dem Gedanken an.. das was kam. Oder auch nicht kam, diese Ungewissheit war so unerträglich und Simon hatte einfach keine Ahnung. Aber bald.. würde sich das ändern. Oder? Ihre Hände zitterten, Nervosität machte sich in ihr breit und während er mal wieder nur über Essen redete, passendes Thema bei Jemanden der gerade gekotzt hatte, schüttelte Alice kurz den Kopf. „Nimm dir mit was du willst..“, antwortete sie ihm schließlich nach ihrem langen Schweigen. „Ich hab grad kein Hunger.“ Während der wenigen Worte guckte sich die Blonde um, suchte nach einem Drogeriemarkt und wie sollte sie das Thema jetzt ansprechen? „Dann geh du in den Supermarkt, kauf dein Zeug, bring mir Schokolade mit und ich hol derweil bei dm den Schwangerschaftstest okay?“ Ja, so war das am besten. Alice entzog ihm seine Hand und hatte kurz das Gefühl von weichen Knien. Es war eigentlich ja nicht der erste Test in ihrem Leben, den sie da kaufen wollte, aber niemals hatte sich alles so.. ernst und.. echt angefühlt. „Wir treffen uns dann wieder hier?“, sagte die Blonde noch, ging schon ein paar Schritte vor und... konnte er nicht doch einfach mitkommen?

  • [Simon] mit Alice im dm

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    Sie hatte also keinen Hunger? Na gut, dann.. gingen sie eben was anderes einkaufen. Auch wenn er echt ziemlichen Hunger hatte und.. Oh, also doch Supermarkt? Simon nickte, während Alice sprach. Ja, klar, Schokolade würde er ihr mitbringen, wieso auch nicht? "Willst du lieber weiße-" Simon war drauf und dran gewesen, seine Freundin mitten im Satz zu unterbrechen, als sie plötzlich dieses eine Wort aussprach und ihm jegliche Gedanken und Gesichtszüge entglitten. "......." "Oh. Mein. Gott." Er war so dumm gewesen. Das ständige Übergeben, ihre zickigen Antworten, ihr seltsames Verhalten.. Und alles, woran er gedacht hatte, war, dass sie ihn verlassen könnte. In dem Kopf des Zwillings spielten sich tausend Dinge gleichzeitig ab- vor allem die Male, in denen er seine Freundin eigentlich regelrecht hierzu gezwungen hatte. Was er ihr im Krankenhaus angetan hatte. Was, wenn er sein Ziel jetzt erreicht.. und Alice Leben zerstört hatte? Sie hatte das nicht gewollt, oder? Und ihm war es egal gewesen. Wieso also dachte er jetzt daran, was er ihr vielleicht angetan hatte? In ihm machten sich langsam aber sicher Schuldgefühle breit, obwohl diese das letzte waren, was er fühlen wollte.. "Ich muss keine Schuldgefühle haben.." Richtig. Er hatte nur von seinem Recht Gebrauch gemacht. Alice gehörte ihm und er durfte mit ihr machen, was auch immer er wollte. Er musste sich deswegen nicht schlecht fühlen. ...Oder? "Warte", hörte der Zwilling sich schließlich sagen und griff wieder nach ihrer Hand. "Ich kann.. mir auch dort irgendwas zu essen holen." Alice tat ihm leid, das war nicht zu verleugnen. Wahrscheinlich, weil sie so traurig aussah. Sie war ja doch noch ein ganzes Stück jünger als er und wenn man in ihre roten Augen sah, konnte man genau erkennen, wie sehr sie das alles mitnahm. Genau einen Augenblick lang empfand Simon noch Mitleid mit Alice, bevor er Gefallen an ihrem verzweifelten Gesichtsausdruck fand. Es ging einfach nicht anders, er hatte lange genug menschlich reagiert und der Gedanke daran, dass er es möglicherweise geschafft hatte, ihr Leben zu ruinieren und sie für immer an ihn zu binden lößte nichts, als kranke Euphorie in ihm aus. Natürlich war es schlimm, was er getan hatte. Schlimm und unmenschlich und genau das war das tolle an dem ganzen. Hand in Hand liefen sie also in den Laden und Simon musste wahnsinnig aufpassen, nicht die ganze Zeit zu grinsen. Auf dem Weg zu dem Regal mit den Schwangerschaftstests schnappte Simon sich noch zwei Schokoriegel und ließ am Regal angekommen Alice Hand schließlich wieder los, nur um sich hinter sie zu stellen und sie zu umarmen. Dabei konnte er nicht anders, als eine Hand "versehntlich" auf ihren Bauch zu legen- und endlich seinem Bedürfnis zu grinsen nachzugeben. "Nimm am besten gleich zwei.. Damit wir uns ganz sicher sein können", murmelte er und versuchte dabei genau so angespannt und traurig zu klingen, wie seine Freundin aussah. "Oder du siehst das Ergebnis gleich mehrmals und heulst dann doppelt so viel. Komm schon, tu mir den Gefallen."

  • 1495-alice-pngAlice & Simon | vor dem Drogeriemarkt


    Alice hatte seine angefangene Worte gar nicht mehr gehört, beinahe hatte sie schon das Gefühl zu laufen. Weg zu laufen, vor ihm? Wohl eher vor dem Ergebnis.. auch wenn das gar nicht möglich war. Erstens wusste sie noch gar nichts und zweitens.. konnte sie sowieso nichts ändern. Das Mädchen bemerkte Tränen, ihre Sicht wurde unklar und während sie sich mit dem Handrücken über die feuchten Augen wischte, spürte sie erneut die Hand ihres Freundes, die sie fest hielt. Sie drehte sich herum und oh Wunder, Simon schien es endlich verstanden zu haben. Das war ja jetzt wirklich nicht mehr allzu schwer. Seinen Gesichtsausdruck konnte die Blonde nicht deuten, wollte sie auch gar nicht weiter, dafür hatte sie jetzt keine Nerven. Es reichte ihr schon das Gefühlschaos in ihr. Wortlos ging das junge Paar in besagten Drogeriemarkt, Alice fühlte sich ein Stück weit sicherer, stärker, als Simon und sie vor dem gesuchten Regal stehen blieben und von hinten seine Arme um das Mädchen schloss. Ihr war warm und doch spürte sie eine gewisse Kälte, die sie aber zu verdrängen versuchte und nahm schließlich das billigste Päckchen, das sie finden konnte. „Ich bin alt genug um Striche zählen zu können.“, erwiderte Alice und blieb weiterhin stehen, auch wenn sie den Test schon in der Hand hatte. „Wenn du mehrere Versuche brauchst, bitte, nimm noch welche mit. Soviel kann ich aber gar nicht trinken.“ Ein bisschen wartete die Schülerin noch, dann befreite sie sich aus seinem Griff, nahm aber dennoch seine Hand und zog ihn mit zur Kasse. Den komischen Blick der alten Kassiererin ignorierte sie vollkommen, bezahlte den Test sowie Simons Snacks und gemeinsam verließen sie den Laden wieder. „Willst du dann noch was anderes zu essen kaufen? So wie ich ich kenne reicht dir das doch eh niemals und daheim darf ich mir dann wieder anhören, dass du halb stirbst vor Hunger.“, sagte die junge Frau während sie das kleine Päckchen in ihre Tasche packte und versuchte ihre Nervosität und Angst und alles andere, das sie gerade fühlte, irgendwie zu verdrängen und verstecken.

  • [Simon] und Alice -> Gehen


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    Klar reagierte sie wieder genervt, selbst wenn er versuchte, nett zu sein. Oder jedenfalls so tat. Simons Gesichtsausdruck verfinsterte sich wieder und er sprach kein Wort, bis sie den Laden verlassen hatte. Draußen angekommen sah er sich kurz um, ignorierte Alice Kommentar zu seinem immer noch bestehenden Hungergefühl und drückt sie dann, als er sich sicher war, das niemand hinsah mit einer Hand um ihren Hals an die Wand neben dem Drogeriemarkt. "Benimm dich", zischte er, während er mit vor Wut funkelnden Augen in das Gesicht seiner Freundin sah und ließ sie erst wieder los, als er der Meinung war, genug Eindruck hinterlassen zu haben. "Selbst wenn du schwanger sein solltest, gibt dir das nicht das Recht, dich mir ständig so zu widersetzen. Hast du das verstanden?" Hoffentlich hatte ihn keiner gesehen.. Aber es war sowieso immer noch relativ wenig los und der Blondschopf fühlte sich sicher, als er den Augenkontakt zu Alice abbrach und aus den Augenwinkeln kurz nach links und rechts sah. Die Angst in den Augen seiner Freundin nahm er nicht mehr wahr, als er sie am Handgelenk packte und in die Richtung seines Zuhauses zog. Es tat so gut, seinen Gefühlen wieder freien Lauf zu lassen. Wieso hatte er jemals damit aufgehört? Alice war eben doch noch ein kleines Kind, das er erziehen musste. Da kam er bei aller Liebe nicht drum herum...


    -> Gehen

  • 950-harvest-moon-girl-cylie-by-princesslettuce-d8kmfo6-pngCylie | verlässt das Plaza


    Cylie schlürfte genüsslich an ihrem Eiskaffee und während sie ihren Arm so hob, fiel ihr grüner Blick auf ihre neue Armbanduhr. Dabei wäre das Getränk in ihrem Mund beinahe auf der alten Dame gelandet, die gerade vor ihnen vorbei humpelte. Sicher hatte sie Probleme mit ihrer Hüfte.. „Oh verdammt, meine Vorlesung!“ ...war wahrscheinlich nur halb so interessant wie das Gespräch in diesem Augenblick aber heute wurde jeder Student für das Praxissemester einem neuen Fachbereich innerhalb der Klinik von Riverport zu geteilt und das wollte sie dann doch wissen. „Heute sollte ich mal eine zuverlässige Studentin sein und nicht das tun was die Gesellschaft von den Studenten denkt. Daher, entschuldige dass ich so überstürzt abhaue, aber die Uni wartet und ich komme einfach mal wieder her ja? Dann führen wir unser Gespräch vor. Ich weiß ja, wo ich dich finde.“ Der Zwilling grinste, dann schmiss sie den leeren Pappbecher in ihrer Hand in den Mülleimer gleich neben der Bank, nahm wieder die tonnenschweren Lehrbücher auf ihre Arme und eilte davon, warf Ford dabei aber nochmals einen netten Blick zu. Sie hätte ja gewunken aber das Risiko all die dicken Schriftstücke zu verlieren war einfach zu groß..

  • [Iuka] kommt an


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    Im entspannten Tempo näherte sich Iuka dem Einkaufszentrum, dass prachtvoll in der Mitte der Stadt stand. Der Sommer näherte sich immer schneller und auch wenn der Kleiderschrank der Schülerin schon fast zu Platzen drohte, musste sie immerhin den neusten Trends folgen und sich,ansehen, was ihr neues Zuhause zu bieten hatte. Ihres ersten Eindrucks zu Folge, waren die alten Sachen, welche sie noch aus ihrer Heimat mitbrachte nicht unbedingt alltagstauglich. Geschweige denn, dass sie hier das ganze Jahr mit luftigen - vielleicht auch knappen - Oberteilen rumlaufen konnte, war es wohl so oder so allerhöchste Zeit, sich nach schicken Kleidern umzusehen. Ein schneller Blick auf ihr Handy, gefolgt von der Enttäuschung, dass sie keine neue Nachricht hatte, brachte die Südländerin etwas zum Schmollen. Aber heute war nicht der Tag, um Trübsal zu blasen, sondern sich endlich mal ein wenig Zeit für sich selber zu gönnen. Zur Korrektur richtete sie nochmal ihren Rucksack auf den Schultern, ehe sie sich schnell zum Haupteingang begab.

  • Chase & Iuka | ankommend

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    Chase' Kopfschmerzen waren zu großen Teilen verschwunden und er atmete erleichtert auf als er endlich in die Nähe des Einkaufszentrums gelangte. Essen. Kaffee. Heute Abend wohl wieder mehr Alkohol, so, wie er sich selbst kannte. Aber es wäre keine gute Idee, damit jetzt schon anzufangen. Das würde später folgen, hoffentlich mit Begleitung.

    Direkt am Haupteingang des Plazas erblickte er ein Mädchen seines Alters – langes, violettes Haar und gebräunte Haut. Chase fuhr sich mit einer Hand durch das Haar, musterte sie und obwohl er noch immer völlig fertig war von letzter Nacht, munterte ihn dieser Anblick auf. Oh, und wie er das tat. Mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen kam er ihr näher, lässiger Gang, so, als ob er alle Zeit der Welt hätte. »Hey«, sprach er sie an. Sie war wohl alleine. Perfekt für ihn. Vielleicht würde er sie sogar dazu überreden können, ihn … nun ja, kennenzulernen. »Ich wollte einen Kaffee trinken gehen, möchtest du vielleicht mitkommen?« Es war immer noch die eine simple Anmache, die oftmals Wirkung zeigte. Zumal er aktuell wirklich zumindest einen Kaffee brauchte. Er würde sich geben, wie er war: Charmant. Und nicht erwähnen, dass er eigentlich gar kein allzu netter Kerl war. Das musste sie für den Moment gar nicht mitbekommen, immerhin waren sie am hellichten Tag in einem Einkaufszentrum. Und sie wäre sicherlich ein perfekter Zeitvertreib... »Ich bin übrigens Chase«, stellte er sich anschließend vor und grinste erneut, während er ihr in diese doch recht hübschen Augen blickte. Pink. Lila? Schwer zu sagen. Aber er würde sie wohl hoffentlich noch länger betrachten können, denn dieses Mädchen war eine Augenweide.

  • [Iuka & Chase] kommt an


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    Noch kurz bevor Iuka die Chance dazu hatte, sich ihre Kopfhörer in die Ohren zu stecken, konnte sie eine sanfte Stimme neben sich wahrnehmen. Auch wenn ihr diese nicht bekannt war, hielt sie inne und drehte ihren Kopf in die Richtung, aus der die Stimme ertönte. Sofort erblickte sie den jungen Mann, der ihr ein freundliches Lächeln schenkte. Fast schon instinktiv lächelte Iuka zurück, dennoch ließ sie sich ein wenig Zeit, um den Fremden vor sich zu mustern. Er wirkte freundlich und hatte einen ausgesprochen guten Sinn für Kleidung. Die Südländerin konnte sich nicht daran erinnern, den Mann schonmal gesehen zu haben, gerade wenn er so gut aussah, wäre er ihr sicher im Gedächtnis geblieben. "Hey.", entgegnete die Schülerin also ebenso knapp auf seine erste Ansprache, während sie sich ihr Grinsen allerdings nicht verkneifen konnte. "Du lässt auch nichts anbrennen, oder?" Der Fremde, welcher sich im Folgenden als Chase vorstellte, wirkte durchaus selbstbewusst. Iuka konnte ein stückweit sich selber in ihm erkennen. Das wird sicher eine interessante Begegnung. "Heute ist dein Glückstag. Ich habe frei und gerade nichts zu tun, gegen einen Kaffee spricht also nichts." Ob es tatsächlich nur bei dem Kaffee bleiben würde, sollte sich später herausstellen. "Iuka. Freut mich." Die ganzen Formalien zur Seite gelegt, hakte sich die temperamentvolle Südländerin schnell bei ihm ein und warf ihm ein breites Grinsen zu, während sie ihn bereits sanft in Richtung des Einkaufszentrum zog. "Sag mal, bist du neu hier? Ich kann mich nicht daran erinnern, dich hier vorher gesehen zu haben." Etwas provokant, aber eher mehr aus Komfortsgründen, steckte die Schülerin die Kopfhörer in ihren Ausschnitt und folgte dem Schritttempo ihres Gegenübers.

  • Chase & Iuka | im Einkaufszentrum

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    Iuka, so stellte das Mädchen sich vor, hatte die Kopfhörer aus ihren Ohren genommen und antwortete ihm, schien nichts dagegen zu haben, einen Kaffee mit ihm zu trinken. Er folgte ihren Händen mit seinen Augen kurz, während sie ihre Kopfhörer in ihrem Ausschnitt versteckte und konnte somit einen … angenehmen Blick erhaschen. Gleichzeitig kam er nicht umhin, zu bemerken, dass das eine clevere Idee war, sie dort aufzubewahren. Dort stören sie wahrscheinlich nicht wirklich. Interessant.

    Er ließ zu, dass sie sich bei ihm einhakte und ihn in Richtung des Eingans zog. »Ja, genau«, antwortete er. »Du kommst wohl rum, um direkt ein neues Gesicht zu bemerken, hm?« Er erwiderte ihr Grinsen. »Andererseits würde ich es wohl auch direkt bemerken, würde eine Schönheit wie du hierher ziehen.« Was konnte man auch sonst von Chase erwarten? Ein lockerer Flirt, solange sie keine genauen Dinge von ihm wissen oder gar etwas Ernstes von ihm wollte, war schließlich alles okay. Und sie war die perfekte Ablenkung von den Resten seines Katers.

    Er nickte in die Richtung eines nett aussehenden Kaffees. »Wie wäre es dort?« Aber natürlich konnte sie entscheiden, er kannte sich hier ja auch nicht aus. Und wenn sie zufrieden war, gab es gute Chancen, dass er es später auch sein würde...

  • [Iuka & Chase] im Einkaufszentrum


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    Es blieb der Lilahaarigen nicht verborgen, dass sein Blick ihren Händen folgte und die Körpersprache verriet manchmal mehr, als zehntausende Worte. Um nicht zu Schmunzeln befeuchtete die Schülerin kurz ihre Lippen und blieb jedoch mit ihrem Blick stur auf den Augen ihres Gegenübers gerichtet. Zwar war es für ein junges Mädchen wohl kein sehr ratsames Verhalten, was Iuka an den Tag legte, dennoch vertrieb es ihr die Langeweile und bot sich zudem als gute Gelegenheit, um die Gesichter dieses Dorfes kennenzulernen - vielleicht sogar mehr als nur das -. Auf das Kommentar ihres Gegenübers konnte Iuka ihr Grinsen schon gar nicht mehr verkneifen und verspielt hob sie eine Augenbraue, während sie ihren Blick nicht von ihm abwendete. "Ich hoffe doch, dass es ein Kompliment ist? In Wirklichkeit habe ich nur einen Nebenjob, bei dem man viele Gesichter sieht. Deins war aber bisher nicht dabei. Daran hätte ich mich erinnert." Durchaus gereizt, wohin ihre Fliterei führen könnte, gab sich die Südländerin als offener Mensch zu verstehen. "Oh wirklich?", kam es dann fast schon unkontrolliert ironisch aus dem Mund der Lilahaarigen. "Na dann ist es ja fast ein Glückstag für uns beide, dass wir einander getroffen haben, habe ich Recht?" Zum ersten Mal folgte ihr Blick nun der Richtung, die Chase eben andeutete und nur wenige Meter entfernt von ihnen, stand ein kleines, aber gemütliches Kaffee, dass sicherlich auch einige ruhige Stellen zu bieten hatte. "Sieht bequem aus. Von mir aus, gerne. Ich war noch nie dort, aber wir können uns ja dann zusammen von der Qualität überzeugen." Mit einem schnellen Augenzwinkern zog sie Chase auch schon mit sich und näherte sich der kleinen aber feinen Einrichtung.

  • Chase & Iuka | in einem Café

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    Chase musste grinsen. Verschmitzt, ein wenig schief, und überraschend freundlich. Nun, für Iuka wohl nicht überraschend, immerhin kannte sie ihn gar nicht. »Das denke ich auch.« Sie ging auf sein Spiel mit ein, was durchaus gut war, immerhin würde es für sie beide Amüsement und … vielleicht mehr bringen.

    Sie stimmte seinem Vorschlag zu und Chase deutete mit einer vagen Handbewegung an irgendeinen Tisch, in dessen Umfeld nicht allzu viele Gäste waren. Es war glücklicherweise nicht vollkommen leer, sonst wäre es wohl unangenehm geworden, zumal das kein gutes Zeichen für ein Café wäre. Als die Bedienung kam, bestellte er sich einen Espresso, einfach, um richtig wach zu werden. »Ich lade dich ein«, sagte er zu Iuka. Er war kein Gentleman, aber hoffte dadurch einfach, ihre Sympathie noch weiter zu gewinnen. Chase war nicht mehr Mensch für irgendwelche Prinzipien, er war egoistisch und dachte normalerweise immer als erstes an sich selbst.

    »Also, Iuka«, er lächelte sie an, »was machst du denn so in deiner Freizeit? Party? Sport?« Hoffentlich irgendetwas, worüber sie sich unterhalten könnten.

  • [Iuka & Chase] im Einkaufszentrum


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    Ehe sich die Südländerin versah, saß sie bereits an einem Tisch mit ihrer neuen Bekanntschaft und gab auch schon ihre Bestellung auf. Für sie reichte ein Café au lait, immerhin konnte sie dort überprüfen, wie zuvorkommend Chase wirklich war, wenn sich 'ausversehen' ein wenig Milchrest über ihren Lippen anstaute. Ihren Ellbogen legte sie dabei auf den Tisch ab, nicht, um ihren Kopf darauf abzustützen, sondern eher um ihre Finger sanft an ihre zarten Wangen anzulegen, in der Hoffnung, dass er sich die Schülerin wirklich nochmal genau ansah. Wahrscheinlich war ihr Benehmen nicht die feine englische Art, aber Chase machte auch nicht den Eindruck, als ob er auf genau das aus war. Nocheinmal musterte sie ihren Gegenüber genau, während er ihr so gegenüber saß. Er sah wirklich nicht schlecht aus, eigentlich kam er sogar relativ nah an ihren Typ, aber er schien verstanden zu haben, wie man bei Frauen gut ankommt und was man ihnen zu sagen hat. "Erstmal herzlichen Dank für die Einladung. Ich weiß nicht, womit ich die Ehre verdient habe?" Oder wie ich mich später revanchieren kann. Ein schelmisches Grinsen formte sich auf ihren Lippen. Sie war sich durchaus bewusst wie geschwollen ihre Worte klangen, dennoch, wollte sie ein wenig mit ihm spielen. "Nun ja, ich bin eigentlich immer überall. Aber mit Sport kann man nichts falsch machen. Immerhin muss man ja in Form bleiben und ein gewisses Maß an Ausdauer aufbringen." Das ihre Worte in alle möglichen Richtungen gedeutet werden konnten, war ihr bewusst. Was genau ihr Gesprächspartner machte, war durchaus ihm überlassen. Das Iuka Familie und einen Nebenjob und ihre Schule zu machen hatte, verschwieg sie. Für sie erschien es nicht wichtig und sie schätzte Chase so ein, als ob es ihn nicht wirklich interessieren würde. Da die Familie für sie ein ernstes Thema war und sie nicht wusste, wie genau sie mit dem jungen Erwachsenen am Ende des Tages stehen würde, behielt sie diese Information über sich. "Aber ich fände es viel interessanter, wenn du mir ein bisschen mehr über dich erzählen würdest? Immerhin haben wir uns noch nie gesehen und du bist mir noch nie begegnet. Da muss doch sicherlich eine interessante Geschichte hinter stecken!"

  • Chase bei Iuka im Café | geht



    Eine interessante Geschichte? Chase stieß amüsiert die Luft aus. Als ob. Er hob die Hand und winkte ab. “Ich bin umgezogen, weil Riverport mir besser gefiel, als mein alter Wohnort. Mehr nicht.” Er zuckte mit den Schultern. Mehr brauchte Iuka nicht wissen, auch wenn sie noch so reizend vor ihm saß und ihm mit ihren langen Wimpern entgegen blinzelte. Die ihre zugegeben sehr hübschen Augen sehr gut zur Geltung brachten. Sie war definitiv nicht von schlechten Eltern und das wusste sie offenbar auch. Er musterte den Rand ihrer Lippen und dachte dabei über ihre Antwort bezüglich des Themas Sport nach. Ein Schmunzeln zog seine Mundwinkel ein Stückchen nach oben. “Mit Sport kann man tatsächlich nie was falsch machen. Da gebe ich dir Recht.”

    Der Kellner brachte ihnen ihre Bestellung, doch Chase schenkte der Bedienung keinerlei Beachtung. Er nahm lediglich sofort die Tasse in die Hand, nachdem diese auf dem kleinen Tisch abgestellt wurde, und leerte den Inhalt in einem Zug. War ja schließlich auch nicht viel drin. Grad wollte er Iuka fragen, was sie denn sonst noch so gerne neben Café au lait trank, als das Handy in seiner Hosentasche vibrierte. Mit einer fließenden Handbewegung zog er es heraus. Hatte ihm jemand geschrieben? Nicht ganz. Es war eine Erinnerung daran, dass er noch seinen Kram für das Schullandheim zusammenpacken musste, was auf seiner Ich-freu-mich-drauf-Skala von 1 bis 10 bei -1000 lag. Jedoch hatte seine Mutter darauf bestanden, dass er dort mitfuhr. Und mal wieder hatte sie ihr ständiges Druckmittel benutzt: Geh hin, oder zu kannst wieder nach Kastagnette ziehen. Er rollte mit den Augen und steckte das Handy wieder zurück. So eine Scheiße. Gerade hatte er begonnen sich zu amüsieren. Typisch. “Hey Iuka, mir ist was dazwischen gekommen. Ich muss los.” Chase erhob sich, legte einen Geldschein auf den Tisch, der den Preis ihrer beider Getränke nicht mehr als nötig deckte, und hielt dann aber noch kurz inne. Ob sie auf die selbe Schule ging wie er? Oder bei diesem dämlichen Ausflug mit von der Partie war? “Eventuell sieht man sich ja schon sehr bald wieder. Würde mich freuen dich noch näher kennenzulernen. Vielleicht ergibt sich ja sogar eine Gelegenheit mal gemeinsam Sport zu treiben.” Er grinste sie an, verbeugte sich anschließend theatralisch und verließ gleich darauf das Café ohne sich noch einmal umzudrehen.



    >> Chase verlässt das Riverport Plaza in Richtung Königstraße 2

  • [Iuka & Chase] im Einkaufszentrum -> geht


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    Chase schien es ihr ganz offensichtlich nicht einfach machen zu wollen, aber das Spiel konnte sie genauso spielen. "Verstehe.", gab sie ihm als knappe Antwort entgegen, während sie es sich in ihrem Hinterkopf bereits zur Aufgabe gemacht hat, mehr über ihre Begleitung herauszufinden. Es musste ja nicht ausarten, aber fremde Personen waren für die Schülerin immer besonders interessant. "Da scheinen wir ganz offensichtlich etwas gemeinsam zu haben. Das sollten wir eigentlich ausnutzen!" Natürlich bot es sich gut an, neue Freundschaften zu schließen, um bei morgendlichen Sportaktivitäten nicht alleine zu sein. Wahrscheinlich wäre es auch ein Grund weniger für ihre Geschwister, sich Sorgen um sie zu machen.
    In dem Moment, in welchem Iuka ihren Mund öffnete, um zu sprechen, kam ihr das Handy in die Quere. Die Südländerin war zwar dankbar für die Technologie des 21. Jahrhunderts, trotzdem konnte gerade kein unpassender Moment gewesen sein, um die Beiden zu unterbrechen. Etwas verwundert auf Chase' Aussage, dass er jetzt gehen müsste, nickte sie ihm dennoch entgegen und schenkte ihm ein freundliches Lächeln. "Kein Ding! Irgendwann komme ich auf den Angebot auf jeden Fall zurück!" Noch kurz zwinkerte sie dem Jungen zu, ehe er sich auch schon auf seinen Weg machte. Erst viel zu spät bemerkte Iuka, dass er für beide Getränke gezahlt hatte, bevor er gegangen war. Nun fühlte sich die Lilahaarige doch ein wenig unwohl, sich nicht zumindest bei ihm bedankt zu haben. Ein weiterer Grund, um sich auf jeden Fall wiederzutreffen.

    Ein kurzer Blick auf ihr Handy verriet Iuka, dass es wohl auch höchste Zeit war zu gehen und ihre Sachen für den anstehenden Ausflug zu packen.Demnach trank sie nur schnell ihr Getränk auf und legte noch ein wenig Trinkgeld für die Bedienung dazu, ehe sie das Lokal und das Einkaufszentrum verließ.

    --> geht

  • [Antoinette] | Antoinette's Confiserie


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    Sommer war vorbei, der Winter auch und im ersten Quartal des neuen Jahres, da war irgendwie nie viel los. Sehr zum Bedauern ihrer Finanzen. Vermutlich waren die meisten Leute noch so gesättigt von Weihnachtsplätzchen, Kuchen und Pralinen, dass viele erstmal eine Pause benötigten. Darüber hinaus der Neujahrsvorsatz schlechthin: Abnehmen! Furchtbar, wie sie fand, immerhin gaben die Leute damit auch ihren zauberhaften Werken die Schuld an der nicht vorhandenen Wunschfigur. Und das war natürlich ein Frevel solchesgleichen! Nachdem also nicht viel los war, nutzte Antoinette die Jahreszeit zumeist um ein paar neue Rezepte auszuprobieren und etwas zu experimentieren. Sie liebte das! Meistens fehlte ihr nur leider die Zeit dazu. So hatte sich die junge Belgierin also in den hinteren Teil des Ladens zurückgezogen - ihre Zuckerstube - und stand mit umgebundener Schürze grübelnd vor ausgebreiteten Schüsseln, Zutaten und einem Rezeptbuch. Sollte sich tatsächlich ein Kunde in den Laden verirren, so würde sie die helle Klingel schon hören - vorausgesetzt, sie war nicht zu sehr in ihren Gedanken versunken.

  • [Wayne] ~ in Antoinettes Confiserie

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    Nachdem er mit Colin nachhause gegangen war, ging Wayne in sein Schlafzimmer. Vor dem inneren Auge ließ der den Sternenhimmel noch einmal Revue passieren, ehe schließlich einschlief. Am nächsten Morgen fand er einen Zettel auf dem Küchentisch vor. Seine Oma hatte ihm die Nachricht hinterlassen, er solle doch bitte ein paar Besorgungen in Riverport machen. Scheinbar hatte der Dorfladen nicht mehr alles, was der Haushalt benötigte. Es bereitete dem Cowboy keine Umstände mit dem Bus in die Nachbarstadt zu fahren und nur eine Stunde später befand er sich bereits vor dem großen Kaufhaus der Stadt Riverport, dem Riverport Plaza. Wayne arbeitete seinen Einkaufszettel ab und verstaute seine Einkäufe in den mitgebrachten Stoffbeuteln. Es dauerte länger als erwartet, jedoch war Wayne auch selten hier und kannte die Menschenmassen, welche sich hier tümmelten nicht wirklich. In Sternbach war alles so viel ruhiger als hier. Ein Glück, dass er auf dem Land lebte. Nachdem der Blonde den Einkauf erledigt hatte, war er schon drauf und dran den Heimweg anzutreten, als sein Blick auf einen kleinen Laden fiel, welcher allem Anschein nach süße Köstlichkeiten vertrieb. Seine Oma würde sich bestimmt über ein kleines Geschenk freuen, genauso wie Bob und Colin. Also betrat der Blonde den Laden, ein kleines Glöckchen ertönte dabei. Im Inneren war niemand zu sehen, also begnügte sich der Cowboy zunächst damit, die ausgestellten Süßigkeiten zu betrachten. Er hatte es nicht eilig.

  • [Antoinette] & Wayne | Antoinette's Confiserie



    200 g Kakaomasse, 100 g Zucker, 150 ml Milch... Antoinette war völlig in Gedanken versunken, als die Glocke ihres Ladens ertönte. 150 g Mehl. Mehl.... Glocke? Oh! Die junge Dame schrak völlig von ihrem Rezeptbuch und den Zutaten hoch, als sie sich des Klingeln schließlich gewahr wurde. Genau zum falschen Zeitpunkt, denn sie hatte ja gerade nach dem Mehl gegriffen, ganz instinktiv, ganz ohne nachzudenken, denn in ihrer Zuckerstube musste sie zumeist nicht lange überlegen, sondern einfach nur handeln - genau das liebte sie an ihrer Tätigkeit ja gerade so sehr. Nun wurde es ihr jedoch zum Verhängnis, denn das Hochschrecken zeitgleich mit dem Griff nach dem Mehl war keine glückliche Kombination gewesen. Der Mehlbeutel fiel, sie wollte ihn noch fangen - unerfolgreich - und so, war alles das dabei herauskam eine große, weiße Staubwolke, die sie ganz und gar umhüllte. Merde! "Komme gleich!", rief sie noch nach draußen in den Laden, nicht das die frohe Kundschaft sofort wieder das Weite suchte (oder ihren Laden bestahl, obligatorische Überwachungskameras hin oder her). Das hätte sie aber besser nicht tun sollen, denn durch ihren Ausruf atmete sie einiges von der Mehlwolke ein und bekam daraufhin - oh Gott bewahre! - einen ganz fürchterlichen Hustanfall. Dabei galt es doch keine Zeit zu verlieren, oh weh! Nachdem sich der Nebel einigermaßen gelichtet und der Husten sich irgendwie unter Kontrolle bringen ließ, versuchte Antoinette sich notdürftig - mehr schlecht als recht - vom weißen Staub zu befreien. Ein Glück trug sie eine Schürze, die den Großteil ihres Kleides beschützt hatte! Ja Antoinette, nur du kommst auf die Idee im feinen Kleide in die Küche zu gehen - aber was sollte sie auch machen? Sich etwas anderes zum Anziehen besorgen? Bei aller Liebe! Nunja, zumindest das Gesicht war nun vom Mehl befreit, also wagte sie sich in ihren Laden - so sah man zumindest, dass sie hier hart arbeitete und all ihre kunstvollen Delikatessen mit viel Liebe und Handwerk zubereitet waren. Als sie jedoch sah, wer sich in ihren Laden verirrt hatte - ja, verirrt war wohl das Treffenste aller Worte dafür - wünschte sie sich fast schon ein wenig Mehl in ihr Gesicht zurück, um den roten Schimmer, der sich auf ihren Wangen abzeichnete zu verstecken. Kurz erwägte sie, einmal mit den Händen über ihre - noch von Mehl besuhlte - Schürze zu gehen und sich damit ins Gesicht zu fassen (Pandemien hin oder her), da begegnete ihr auch schon sein Blick. Das tiefe Blau, dem sie doch so gar nicht ausweichen konnte. Blieb nur zu hoffen, dass das Mehl doch ausreichte - in ihren Haaren hing es bestimmt auch noch. Ohjemine! Warum musste es ausgerechnet er sein, der sie zu Gesicht bekam, wenn ihr ein solch seltenes Malheur passierte? "Wayne..." Sein Name war nur ein Hauch auf ihren Lippen, sodass sie selbst kaum bemerkte, wie sie ihn ausgesprochen hatte. Ja, Wayne war hier, ausgerechnet, wo sie sich doch noch so gar nicht sicher war, wie sie ihm nun gegenüberstand oder wie sie ihn hatte das nächste Mal wiedersehen wollen (das ob stand außer Frage). Jedenfalls hatte sie sich nicht ausgemalt, dabei einmal von oben bis unten in Mehl getaucht worden zu sein, sicher nicht! Welch erbärmliche, peinliche Aufmachung - ihr musste schnell etwas einfallen, wie sie sich erklären konnte und dabei gleichzeitig ihre Würde zu bewahren. (Welche Würde? Sie war ein Mehlmonster! Ein Mehlmonster!) "Was tust du hier...?" Moment - die Frage war so nicht gedacht gewesen. Was war das überhaupt für eine Frage? Eigentlich eine berechtigte, aber irgendwie auch wieder nicht - Kunden kamen ständig in ihren Laden um einzukaufen (außer nach Neujahr, also... jetzt), wobei es sich bei Wayne ja nun nicht um irgendeinen Kunden handelte. Oder doch? Oder doch nicht? Oder wie auch immer. War er mit der Absicht hergekommen um sie zu besuchen? Erneut spürte sie die Hitze in ihren Wangen aufsteigen. Was war nur der stärkere Grund dafür - Verlegenheit oder pure Peinlichkeit? "Also das... ich..." Sie klopfte sich ein wenig ungelenk die Hände an der Schürze ab, was mal so überhaupt nichts brachte, "Also.. normalerweise passiert mir das nicht, bien?" Wen versuchte sie nun zu überzeugen - ihn oder doch viel mehr sich selbst? Wieso musste ihr ein derartiges Missgeschick auch ausgerechnet dann passieren, wenn ein gewisser Cowboy sich endlich mal dazu entschlossen hatte ihren Laden aufzusuchen? Nicht, dass sie schon lange darauf hoffte, er würde hier einmal einkaufen, oft genug hatte sie es ihm ja schon angeboten. Oder gar nicht so oft? Wie dem auch sei, eine Schande war es allemal. Er hatte sich auch keinen blöderen Augenblick aussuchen können, was fiel ihm denn ein? Und wie schaffte sie sich nun elegant aus der Affäre? Ein Loch, was sich unter ihr auftun würde, ja, das käme ihr nun wirklich gerade Recht. Man wird ja wohl noch hoffen dürfen.

  • [Wayne] ~ mit Antoinette in ihrer Confiserie

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    Seine Augen hatten sich Zeit gelassen über die ganzen süßen Leckereien zu schweifen. Normalerweise würde er sich von der Stimme, welche ihm zurief, dass die Person gleich zu ihm kommen würde, ehe sie in Husten ausbrach, nicht stören lassen, doch kam sie ihm so unglaublich bekannt vor, dass ihm für einen kurzen Moment das Herz stehen blieb. Kurz darauf zeigte sich die Besitzerin der Stimme ihm auch und dann traf es ihn. Schokolade, Confiserie, Antoinette. Natürlich! Wie war ihm dieser Gedanke denn nicht schon früher gekommen? Nun stand er ihr also wieder gegenüber, jedoch hatten sie sich diese Begegnung wohl beide anders vorgestellt. Antoinette war von oben bis unten mit Mehl bedeckt, nur ihr Gesicht war weites gehend frei und in ein seichtes Rot getaucht. Wayne konnte es ihr nicht verübeln. Die Art und Weise in der die Belgierin seinen Namen aussprach, es war als versetzte es ihm einen Stromschlag. Plötzlich wusste er gar nicht mehr so recht, was er sagen sollte. "Antoinette..." War das einzige, das ihm über die Lippen kam. Instinktiv, vielleicht auch etwas fragend, aber vor allem fasziniert. Es mochte lächerlich klingen aber ihr Erscheinungsbild zeigte ihm nur, wie hart sie doch arbeiten musste, um diesen Laden am laufen zu halten. Und auch bei einem solchen Missgeschick machte sie weiter, wagte es, sich vor ihre Kunden zu stellen und ihnen zu zeigen, was diese Arbeit eigentlich bedeutete. Sie war eine so faszinierende und starke Persönlichkeit. Als ihre Frage an sein Ohr drang war nun Wayne an der Reihe, verlegen zu erröten. "Naja... ich wollte meiner Familie eine Freude machen und dachte, ich bringe ihnen etwas Süßes mit." Erklärte er. Er hatte ja nicht wissen können, dass er ausgerechnet in Antoinettes Confiserie landen würde. Sie hatte ihn zwar bereits öfter eingeladen, hier her zu kommen, jedoch war sie nicht die einzigem die ein solches Geschäft hier führte und sie hatte ihm nie die genaue Adresse gegeben. Wayne suchte ihre Augen, ein verlegenes Lächeln auf den Lippen. Ihre Erklärungsversuche für ihr mehliges Auftreten ließen den Cowboy nur mit dem Kopf schütteln. "Keine Sorge, jedem passiert mal ein Missgeschick." Erwiderte er lächelnd. "Soll ich dir beim sauber machen helfen?" Bot er ihr an. Er würde definitiv nicht nein dazu sagen, etwas Zeit mit ihr zu verbringen. Vielleicht konnte er dann auch seine Gedanken zu ihr ordnen.

  • [Antoinette] & Wayne | Antoinette's Confiserie



    Seine Antwort klang nachvollziehbar, wenngleich Antoinette die Informationen nur so halb aufnehmen konnte. "Oh, natürlich..." Seine Familie - nicht für sie. Es war reiner Zufall, dass er ausgerechnet in ihren Laden gestolpert war. Aber was hätte es auch anderes sein sollen? Und wieso dachte sie überhaupt auf diese Weise darüber nach?! Das machte doch überhaupt keinen Sinn! AB-SUR-DE! Sie schüttelte sich kurz, um sich zu fassen und tat dabei so, als würde sie ein wenig Mehl von sich stäuben. Am liebsten hätte sie kurz die Flucht ergriffen, sich per Zauberhand umgezogen und sich ihm neu und elegant wie immer präsentiert. Außerdem - reine Nebensache - die Zeit zurückgedreht. Antoinette war jedoch keine Zauberkünstlerin, jedenfalls nicht, sofern es über Zuckerwerke hinausging. Als er ihr seine Hilfe anbot, erwiderte sie schneller als beabsichtigt. "No, auf gar keinen Fall!" Das kam zu schnell. Sie wollte ihn nicht kränken, dennoch ließ ihr Stolz es nicht zu, dass er das Massaker in ihrer heiligen Stätte erblickte. Sie biss sich auf die Unterlippe, die Lippen verzogen sich dann jedoch zu einem leichten Lächeln. Tranquille. Ruhig. Was machte sie sich nur schon wieder so viele Gedanken? Der reinste Aufstand in ihrem Kopf! Es war Wayne, der vor ihr stand, kein Gesundheitsprüfer oder Gourmettester. Wayne, der ihr über die Farm geholfen und aus dem See gezogen hatte - auch da hatte sie nicht die beste Figur abgegeben. Wayne, den sie in ihrer Wohnung zurück gewiesen hatte und der trotzdem bei ihr geblieben war. Sie lächelte und beim Anblick seines hübschen Gesichtes, den blonden Locken und den blauen Augen, kam die Ruhe über sie. Endlich fing sie sich! "Bien, wenn du möchtest, gestatte ich dir ausnahmsweise den Zutritt zu meiner heiligen Arbeitsstätte. Sauber mache ich aber selbst! D'accord?" Sie wollte ihn nicht unnötig lange im Geschäft warten lassen, weswegen sie sich zu diesem Angebot entschloss. Normalerweise würde sie das auch einfach nach hinten verlagern und sich zuerst um den Kunden kümmern, aber Wayne hatte sie ja längst ertappt und ihr seine Hilfe angeboten. Außerdem musste sie sich eingestehen, jetzt wo er sich schonmal in ihren Laden verirrt hatte, wollte sie nicht, dass er sofort wieder ging. Nicht, dass sie das zugeben würde.