Das Runenarchiv

  • [Irgendwo zwischen den Bücherregalen] Dylas & Dolce


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    Ihr Gegenüber schien irritiert. Keine Seltenheit in Bezug auf ihre Person. Menschen reagierten für gewöhnlich auf diese Art aber es interessierte die Rosahaarige kaum bis gar nicht. Dolce hatte sich noch nie sonderlich viel Gedanken darum gemacht wie sie auf Andere wirkte. Für sie gab es wesentlich wichtigere Dinge und auf ihrer imaginären Prioritätenliste stand die Wirkung auf Andere ganz weit unten. Vielleicht war dieser Punkt auch gar nicht vorhanden. Dies war natürlich auch im Bereich des Möglichen. Das schon länger keiner von Beiden ein Wort gesagt hatte fiel der Elfe erst auf als sie das Starren ihres Gegenübers bemerkte. Seine Augen durchbohrten sie förmlich aber Dolce war es gewohnt von Anderen angestarrt zu werden. Meist nahm sie die Blicke gar nicht erst war, da sie mit sich selbst beschäftigt war oder etwas anderes ihre Aufmerksamkeit erforderte. Selbstverständlich blieb ihr in diesem Falle der Blick des Langhaarigen nicht verborgen. Wie auch? Sie befanden sich in einem nicht sonderlich produktivem Gespräch, wie Dolce fand. Eigentlich wäre es ihr ohnehin am liebsten gewesen, dass sie diese sinnlose Konversation beendeten aber im nächsten Moment hatte Dylas wieder ihre Aufmerksamkeit. Sein Interesse an Halbwesen machte ihn interessant. Besagtes Interesse gepaart mit dieser undefinierbaren Aura, sie sie bisher nicht zuordnen konnte. Konnte es sein...? Die Rosahaarige näherte sich dem Anderen ein kleines Stück ohne Rücksicht auf dessen Privatsphäre. Sie sah ihn die hellen Augen ihres Gegenübers ehe sie für einen Moment ihre Augen schloss um sich besser auf seine Aura zu konzentrieren. Es waren nicht nur magische Fähigkeiten. Irgendetwas war anders an Dylas. Plötzlich schlug Dolce ihre Augen wieder auf. Ihre Blicke kreuzten sich erneut. Er wirkte aufgewühlt, man merkte es an seinem Tonfall. Er versuchte von seiner Selbst abzulenken, oder? Soziale Kompetenz war nicht Dolces Stärke. (Welche Überraschung) Sie hätte sich großartig Gedanken darum machen können das Thema sachte und mit Vorsicht anzusprechen aber so war sie nicht. Sie hätte sich langsam antesten können aber so war sie nicht. Sie hätte es einfach bleiben lassen können aber... so war sie nicht und so hörte Dolce sich schließlich fragen oder viel mehr feststellen. "Du... bist ein Halbwesen?!" War es eine Frage oder eine Feststellung? Ihr Tonfall vermochte es nicht zu verraten, so war dieser winzige Satz ihr gleich unbeeindruckt von den Lippen gegangen wie jeder einzelne zuvor. In ihren Augen konnte man aber ein winziges und kaum merkbares Funkeln erkennen, dass von Interesse zeugte. "Nein..." antwortete Dolce dem Anderen schließlich und machte eine kurze Pause ehe sie fortfuhr. "...danke dafür..." Kurz hatte sie zu Boden gesehen, ihren Blick von ihm abgewandt. Sie war niemand der hohe Töne spuckte, viel zu sagen hatte, sein Herz auf der Zunge trug aber sie wusste was sich gehörte auch wenn Dolce Höflichkeitsfloskeln eher hinten anstellte wider der Erwartung an jemanden mit ihrer Herkunft aber diese hatte die Elfe schließlich abgelegt und die damit verbundenen Pflichten ebenfalls. Sie hatte allerdings kein Interesse daran diesen Teil des Gesprächs weiter auszubauen, da sie lediglich auf die Reaktion des Anderen bezüglich ihrer Aussage wartete.

  • Dylas und Dolce | Irgendwo zwischen den Bücherregalen

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    "Du kannst Schattenmagie?!" entgegnetet das Halbwesen der doch schon sehr komischen Frau. "Guck, das macht nicht immer Sinn, und ich bin doch nicht direkt ein Halbwesen, nur weil ich darüber lese." Diese Aussage beendete Dylas doch dann sehr plötzlich, da er sich innerlich fragte, oder las man nur Bücher von Sachen, die man kannte, konnte oder gerne können möchte? Weiter fragte er sich, war er eigentlich komisch, weil er sich über sowas Gedanken machte und bei ihm stimmt es ja sogar er war zumindest eigentlich ein Halbwesen. Aber muss man das groß rum erzählen, fragte Dylas sich selber. Auf seine weitere Frage bekam er zu seiner Verwunderung eine Antwort und ein 'Danke', wirklich diese komische und irgendwie weltfremde Person hatte 'Danke' gesagt. Vielleicht hatte Dylas diese egoistische und emotionslose Frau einfach vollkommen falsch eingeschätzt, hätte er sie doch nicht anlügen sollen? Sollte er ihr doch sagen, dass er ein Halbwesen ist. Aber was ist, wenn sie dann noch komisch wird. Er konnte sich und seine Fähigkeiten ja nicht mal wirklich kontrollieren. Da Dylas nicht wirklich wusste, was er machen sollte, ob er vielleicht doch über seine Fähigkeit reden sollte, auch wenn diese nie wirklich was positives in seinem Leben darstellte. Oder er bleib einfach weiter so wie er es meistens machte stur. Erstmal nahm sich das Halbwesen sein Buch wieder, da er es immer noch interessant fand und ging wieder einen Schritt von Dolce weg, da diese nun ihm doch viel zu nah gekommen war und das Dylas nicht wirklich angenehm war. Dabei sollte auch betrachtet werden, dass die Beiden meisten nicht reden sondern eher nur den jeweils Anderen anstarren, zumindest tut Dylas das so. Er wurde einfach nicht wirklich aus dieser Frau schlau, auch wenn ihr letztliches Handeln ihn schon gewundert hatte. "Warum willst du eigentlich wissen, ob ich ein Halbwesen bin?" fragte Dylas, nachdem der die Rosahaarige eine halbe Ewigkeit nur angeguckt hatte oder sich eher von ihn anstarren lassen hatte. Aber sein Tonfall war dieses Mal ganz ruhig und eher schon sachlich, nachdem er eben der Dame gegenüber schon fast lautstark und auch eher aggressiv reagiert hatte. Er war sehr gespannt auf die Antwort der Anderen und jetzt starrte er sie erstmal nur an. Dabei war er weiter am Überleben, ob und wenn ja, wann er die Wahrheit über seine Fähigkeiten sagen würde.

  • Kross und Odette zwischen den Regalen


    „Das äh...“ noch ein wenig erschöpft von seinem Gefühlsausbruch versuchte Kross die richtigen Worte zu finden. „War das nicht so, dass es hier in der Nähe irgendwo...äh...Welche gibt?“

    Sehr gut du stammelnder Trottel, so werden deine Kompetenzen mit Sicherheit wahrgenommen. Du bist ja soooooo klug Kross. Ein wenig hilflos blickte er Odette an. „Ich weis es ganz sicher. Es liegt mir auf der Zunge...irgendwas mit W...“ Er runzelte die Stirn und versuchte nachzudenken. Sin Blick wanderte von Odette zu den Regalen und zu Decke. Es wäre gut, wenn er auch liefern könnte was er angab zu wissen. Ihm wurde vor Verlegenheit etwas heiß. Moment heiß? Natürlich! „WÜSTE!“ rief er laut, als hätte er die Entdeckung des Jahrhunderts gemacht, bis ihm einfiel dass sie sich immer noch in einer Bücherei befanden. Der Zimmermann räusperte sich etwas beschämt und fuhr fort: „Wir können so eine, ich würde sie jetzt nicht unbedingt Kreatur nennen, in der Wüste finden.“

    Your existence is not impossible, but it's also not very likely.


    If you see something
    say nothing
    and drink to forget

  • 2302-daria2-pngDaria | verlässt das Runenarchiv


    Die jungen Frauen hatten sich ins Innere des Runenarchivs vorgekämpft. Es bot so viel, so viele Bücher, so viel Wissen. Daria war jedes Mal aufs Neue verblüfft und fasziniert. Es war ein so großes Werk, ein Lebenswerk. Über Jahre, Jahrzehnte! Wahrscheinlich sogar noch mehr. Die dünnen Finger der Elfe strichen über die alten Buchrücken mancher Bücher, die sie ansprachen, deren Titel mehr verriet. Doch versuchte sie sich auch zurück zu halten. Ein jedes Schriftstück mit ihren Fingern anzutatschen, das gehörte sich auch nicht, lagen diese Bücher wahrscheinlich schon in unzähligen Händen, die nicht immer achtsam damit umgingen. Das machte Daria traurig, dass manche dieses Wissen nicht schätzten war etwas, das sie nie verstehen würde. "Oh nein.." In ihrer Umhängetasche suchte die Magierin nach etwas, Hatte sie es verloren? Das konnte nicht wahr sein. Sie wurde nervös, kramte zwischen ihren Malutensilien, doch nirgendwo war es. Ein Seufzen kam ihr über die Lippen ehe sie sich Xiao Pai zuwand und diese mit trauriger Miene ansah. "Tut mir leid, Xiao, ich muss nochmal nachhause. Ich hab etwas vergessen.. ich komme aber wieder." Daria winkte dem Mädchen und machte sich auf dem Weg nach draußen und verließ diesen Ort.

  • Odette und Kross zwischen den Regalen


    2874-odette-jpgIn der Wüste! Darauf wäre sie nie und nimmer gekommen. Umso glücklicher war sie über die Aussage des komischen Kautzes. Am liebsten hätte sie ihn geküsst! Oder zumindest umarmt. Aber sie widerstand diesem Bedürfnis gekonnt. "Ausgezeichnet. Dann wissen wir ja wo wir hin müssen. Aber vorher müssen wir noch abklären was eine Fondantschildkröte ist... nicht dass wir zweimal gehen müssen.", erklärte sie und in ihren Augen war der Dank zu sehen, den sie gegenüber Kross empfand. "Oh! Und bevor ich es vergesse: Ich bin Odette. Ich glaube ich hab mich nie so richtig vorgestellt.", gab sie zu und hielt dem Kautz die Hand hin. Nachdem sie sich vorgestellt hatten, sah sie sich im Runenarchiv um. Irgendwo musste doch Kanno zu finden sein. Der Meister wusste doch alles. Er konnte ihnen sicher auch mit der Schildkröte weiterhelfen. "Lass uns den Meister des Archivs finden. Er kann uns bei unserer Suche sicher weiterhelfen.", mutmaßte die Köchin und ging durch die Bibliothek auf der Suche nach Kanno. Sie wollte nicht durch die Bücherreihen nach ihm rufen, weil sie die anderen nicht in ihren Recherchen stören wollte. Aber sie brauchten die Hilfe. Oder wusste der Schwarzhaarige etwa auch mehr über Fondantschildkröten?

  • [Kanno] dreht eine Runde


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    Kanno legte die Feder beiseite, mit der er bis eben, Notizen auf einer Pergamentrolle niedergeschrieben hatte. Wie viele Stunden mochten wohl wieder vergangen sein? Seinen alten Knochen zufolge wohl eindeutig zu viele. Der alte Mann griff nach seinem Gehstock. Er musste sich ein wenig die Beine vertreten, so lange vor dem Schreibtisch zu sitzen, war nicht gut für ihn, das wusste er und tat es trotzdem Tag um Tag. Gleichzeitig spürte er, auch ohne hinzusehen, das es heute ungewöhnlich gesellig im sonst oft leeren Runenarchiv war. Auch wenn es sich nicht um Magieinteressierte handeln mochte, schadete ein Blick nach Recht und Ordnung nicht. Bei seinem Gang durch die Reihen erbickte er tatsächlich zwei seiner Schüler, deren Fortschritt er sich gerne einmal ansehen würde... sowie Odette und Kross, die zwar nicht zu den Zauberlehrlingen gehörten, doch jemand der so lange in Trampoli lebte wie Kanno, kannte ihre Namen dennoch. Dabei gelang ein seltsames Wort an seine Ohren. Fondantschildkröte. Der alte Mann seufzte. Ob nun auch langsam sein Gehör nachließ? Bisher hatte er sich darauf noch immer verlassen können. "Hm.", machte der Magiermeister, während er sich weiter durch die Bücherreihen bewegte, stets begleitet mit dem leisen Klonk seines Gehstockes auf dem hölzernen Boden.

  • [Irgendwo zwischen den Bücherregalen] Dylas & Dolce


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    Eine einfache Aussage oder war es doch eine Feststellung? Dolce konnte es nicht mit Sicherheit sagen aber als der Andere fortfuhr erschien ihr Ersteres eher im Bereich des Möglichen. Er hatte seine Stimme erhoben. Für einen ruhigen Ort wie das Runenarchiv erschien sein Tonfall fast schon unpassend. Offensichtlich hatte die rosahaarige Elfe ihren Gegenüber verärgert aber ihr war nicht bewusst warum dem so war aber seine Mimik wie auch seine Gestik sprachen dafür. "Ja..." antwortete sie knapp auch wenn die Frage des Anderen wahrscheinlich vielmehr rhetorisch gemeint war. Schattenmagie war immerhin doch ein sehr verpönter Zweig der Magie - von Vielen als grausam bezeichnet. Natürlich zielte jede Art der Magie darauf ab dem Gegner Schaden zuzufügen oder sich vor Angriffen zu schützen aber die Art und Weise wie das bei der Schattenmagie passierte war Einigen zuwider und so entschieden sich die Meisten gezielt gegen diese Form der Magie. Seit jeher wusste Dolce jedoch das es diese Art der Magie sein sollte, die ihre Aufmerksamkeit wert war. Vielleicht weil sie selbst diese Dunkelheit in ihr spürte wie auch Astor es damals gespürt hatte - vielleicht hatte er sie deshalb ausgewählt - sie deshalb zu seiner Marionette gemacht. Vielleicht hatte er auf eine bestimmte Typen abgezielt, vielleicht waren bestimmte Wesen anfälliger um manipuliert zu werden als andere. "...ich beherrsche die Schattenmagie." fuhr Dolce schließlich fort und drückte das Buch etwas an sich. Offenbar war diese Unterhaltung wieder zu Ende, wenn man denn überhaupt von einer Unterhaltung sprechen konnte so wortkarg wie die Beiden waren. Die Elfe wollte sich wie auch der Andere wieder von ihm entfernen, da er offensichtlich nicht bereit war über das Thema Halbwesen zu sprechen als er schließlich doch noch einmal die Stimme erhob. Sein Tonfall war nun weniger scharf, sogar relativ ruhig wenn man bedachte wie er zuvor mit ihr gesprochen hatte. Er griff nach dem Buch über Halbwesen und sah sie an, wartete auf die Antwort auf seine Frage. Tatsächlich war sie gar nicht so leicht zu beantworten. Es auf ein einfaches Gefühl zu schieben schien der Elfe irgendwie irrational. Sie war niemand der einem einfachen Gefühl traute aber dennoch hatte dieses Feingefühl ihr schon oft geholfen. Vielleicht lag es aber auch daran das die Rosahaarige eine Beobachterin war. Sie beobachtete ihre Umgebung und vielleicht brachte Dolce so viele Dinge in Erfahrung die Anderen verborgen blieben. "Es ist deine Aura..." kam es schließlich über die Lippen des Elfenädchens als sie ihren Blick über die Bücherregale gleiten lies und schließlich wieder den Anderen in die Augen sah. "...es ist schwer zu beschreiben aber ich habe es schon bei unserer ersten Begegnung gespürt aber ich weiß nicht was es ist..." meinte Dolce schließlich ehrlich. Sie hatte es noch bei keinem Anderen gespürt aber genau genommen hatte sie bisher auch kein Halbwesen kennengelernt. Eine Zeit lang hatte sie sogar geglaubt das Einzige in Trampoli zu sein aber schon seit damals hatte sie vermutet, dass diese Aura die von Dylas ausging genau das hatte sein können. Vielleicht spürten Halbwesen die Aura eines Anderen. Vielleicht war es aber auch nur Wunschdenken jemanden zu begegnen, der die Verwandlung besser beherrschte als sie...

  • Dylas und Dolce | Irgendwo zwischen den Bücherregalen

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    Dylas war verwirrt dieses zarte, kleine, elfenähnliche Mädchen kann Schattenmagie oder nein beherrscht sie sogar? Als Dylas sie dann ruhiger gefragt hatte, was eigentlich los war, bekam er, vielleicht sogar zum ersten mal, eine richtige, eine ordentliche Antwort, mit der er nicht gerechnet hatte. Diese Dame hatte es jetzt zum zweiten Mal geschafft Dylas zu verwundern, wobei er viel eher erwartete, dass sie nur wieder schnippisch auf seine dieses mal doch nett gestellte Frage antwortet. Das Halbwesen war zum ersten Mal etwas baff und wusste nicht wie und was er schnell und kontern sollte. Aber vielleicht sollte er auch nicht kontern, sondern wie andere untereinander 'normal' mit ihr reden. "Hmm du spürst bei mir also eine Aura" sagte Dylas fragend, aber doch irgendwie mit einem Unterton, der nicht aggressiv, sondern eher nett wirkte. Weiter bot er der Rosahaarigen dann an "Sollen wir vielleicht ein wenig mehr reden, ich bin werde dir vermutlich auch ordentliche Antworten geben, also solange du auch nett bleibst. Dafür sollten wir aber an einen anderen ruhigen Ort." sagte der Langhaarige, dabei zeigte das Halbwesen in Richtung des Ausganges. Ihm war jetzt erst wirklich aufgefallen, dass die Beiden schon sehr angeregt und laut redeten, was den Drang raus zugehen nur noch mehr verstärkte. Aber eventuell schlug Dolce sein Angebot ja auch aus, was Dylas allerdings nicht erwartet. Deshalb begann er darüber nachzudenken, ob er später noch mal zurück kommen würde um weiter in diesem Buch zu lesen, was er hier lassen sollte. Als Dylas sein Buch schon wieder an den eigentlich Ort zurückgeräumt hatte und dabei Dolce gespannt zuhörte, fragte er noch: "Wenn wir uns jetzt eh schon gegenseitig interessante Sachen über einander erzählen, würde ich noch gerne erfahren, gibt es noch was, was man über dich wissen sollte?" Ob er nach dieser Antwort immer noch mit ihr mitgehen würde wusste Dylas noch nicht, da er zwar auch ein wenig geübt war im Kampf, aber wenn die andere schon Magie beherrscht vielleicht schlummert in ihn dann noch mehr. Aber vielleicht entwickelte sich ja nachdem Dylas jetzt ein Gespräch begonnen hatte ein richtiges Gespräch, wobei es ihn selbst verwundert, dass er mit einer doch noch sehr fremden Frau so ein Gespräch begonnen hatte.

  • [Irgendwo zwischen den Regalen] Dylas & Dolce —-> gehen




    Es schien den Anderen zu überraschen dass er mit seiner rein rhetorischen Frage direkt ins Schwarze getroffen hatte. Was genau so unglaubwürdig daran war dass sie sich mit Schattenmagie auseinandersetzte und dieser auch mächtig war konnte Dolce sich nicht zusammenreimen. Es war ja nicht so als hätte der Andere es hier mit einem zarten, zerbrechlichen Pflänzchen zu tun. Dolce sah vielleicht so aus aber sie war schon seit jeher eine sehr willensstarke Person und sie hatte schon oft genug unter Beweis gestellt, dass sie niemanden brauchte der sie beschützte. Die Elfe konnte sehr gut auf sich selbst aufpassen. Offenbar hatte Dylas seine Zunge verschluckt denn es kam länger kein Wort über seine Lippen. Anscheinend verblüffte es ihn noch immer das Dolce sich mit Schattenmagie beschäftigte oder aber etwas Anderes beschäftigte den Langhaarigen. „Für Nettigkeiten habe ich nicht viel übrig. Sie sind überflüssig, rauben einem nur die Zeit, die man für etwas Anderes nutzen könnte...“ kam es schließlich über die Lippen der Hutträgerin und sie sah ihren Gegenüber direkt dabei an. Wie gewohnt verzog Dolce dabei keine Miene und stellte das Buch wieder zurück ins Regal. „Ich bin jedoch der Meinung, dass es den anderen Anwesenden gegenüber unfair ist sich hier weiterhin so laut zu unterhalten...“ Auch wenn es aus ihren Worten vielleicht nicht hervorging so war es für die Elfe doch klar, dass sie den Anderen begleiten würde. Vielleicht konnte sie dadurch herausfinden ob er ebenfalls ein Halbwesen war und wenn dem so war würde er ihr vielleicht zeigen wie es ihm möglich war diese Seite an sich zu kontrollieren. Dolce machte bereits die ersten Schritte in Richtung Ausgang als sie über ihre Schulter sah und darauf wartete, dass er ihr folgte schließlich war es doch seine Idee gewesen den Ort zu wechseln und nun trödelte er. Die Menschen hier lebten wirklich so als wären sie unsterblich und hätten ewig Zeit aber sie schienen alle nicht zu begreifen das auch ihr Leben begrenzt war. „Da gibt es gewiss einige Dinge die man wissen sollte aber das hier ist weder der richtige Ort noch der richtige Zeitpunkt um darüber zu reden...“ Dolce hütete ihre Geheimnisse gut. Sie war niemand der einem dahergelaufenen Fremden ihre Lebensgeschichte erzählte und würde es wahrscheinlich auch nie werden und so verließen die Beiden das Runenarchiv hintereinander ohne zu wissen wohin sie ihre Beine tragen würden. Ob jemals der Zeitpunkt kommen würde war fraglich - eher unwahrscheinlich aber es war wahrscheinlich nicht sehr ratsam dem Anderen dies mitzuteilen wenn sie selbst Informationen von ihm haben wollte in Bezug auf sein vermeintliches Halbwesendasein.

  • Dylas und Dolce | Irgendwo zwischen den Bücherregalen | Gehen


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    Also Dolce ihm antwortet, merkte er, dass er sich nicht gut ausgedrückt hatte. Denn ob sie nett ist fand er doch nicht so wichtig, er wollte nur nicht mit einer Wand reden, die dann wieder ein paar Wörter sagt und von ihm irgendwas forderte, was sie wissen wollte. Aber solange sie ihm normal antwortet, war Dylas zufrieden. Trotzdem kontere der Langhaarige: "Andere anzustarren raubt auch nur Zeit, wenn man mit dem auch einfach reden könnte". Nach dieser Aussage fühlt sich Dylas schon besser, da er ihr aufgezeigt hatte, wie sinnlos ihr Verhalten war, auch wenn es sich genauso verhalten hatte. Als Dolce dann eingewilligt hatte zu gehen und die Begründung gewählt hatte, über die Dylas nachgedacht hatte, war er schon froh und antwortet ihr: "Also da bin ich mit dir einer Meinung, was unsere Lautstärke angeht." Nachdem Dylas dann alles weggeräumt hatte, wollte Dolce ihm auch nicht mehr über sich erzählen, vielleicht weil sie erst von ihm eine Antwort erwartete. Das Halbwesen wollte trotzdem nicht locker lassen und bohrte deshalb etwas genauer nach: "Also erfahre ich das, wenn ich mit dir mitkomme?" Mit dieser Frage bewegte er sich in Richtung des Ausganges, wobei die Rosahaarige es ihm gleich tat. Als sie nun endlich ungestört waren, wollte Dylas erstmal wissen, was der Plan nun war. Er fragte die Kleinere: "Sollen wir dann gucken, wohin es uns unser Gespräch treibt oder sollen kennst du einen guten Ort, wo man relativ ungestört reden kann?" Um diese Entscheidung etwas zu beschleunigen, überlegte auch das Halbwesen selber, wohin es die beiden verschlagen könnte. Ein Ort außerhalb der Stadt kam für Dylas erstmal nicht in Erwägung, da er ja nicht vor allzu langer Zeit an genauso einem Ort war. Vielleicht konnten die Beiden einfach entspannt sich in die Taverne in eine stillere Ecke setzen und dort in Ruhe reden. Gedacht gesagt: "Wir könnten auch einfach gemütlich zur Taverne gehen und uns dort dann einen guten Platz suchen." Nachdem er diesen Vorschlag ausgesprochen hatte, änderte sich nichts an dem Weg der Beiden, da sie bereits instinktiv in diese Richtung gegangen waren. Währenddessen die Beiden gemütlich zu der Taverne gingen, überlegte Dylas weiter, was er so alles erzählen sollte. Eigentlich wollte er ja nicht viel erzählen, aber er wollte etwas mehr über seine Gegenüber lernen und erfahren, aber dafür musste er ihr vermutlich etwas über sich erzählen. Dieses war ein Zwiespalt in dem sich der Halbwesen nun befand, aber vielleicht half ihm das reden auch.


    Gehen zur Taverne