Die Jägerhütte

  • Bevor man den steinigen Bergpfad erklimmen kann schlendert man an der Jagdhütte vorbei. Schon von außen betrachtete wird klar wobei es sich bei diesem Gebäude handelt, da die diversen Zielscheiben und anderwärtigen Zielobjekte, welche im Garten des Grundstückes platziert sind, von Pfeilen durchbohrt sind. Hier erlernen wissbegierige Neulinge das Handwerk des Jägers. Von Spurenlesen bis hin zur Perfektion im Bogenschießen. Ganesha wird hier die Interessenten in die Kunst des Jägerdaseins einweihen. Der Wald, welcher an das Grundstück anschließt eignet sich perfekt zum Üben. Die Waldbewohner haben in diesem Stückchen Natur die einen oder anderen Spuren hinterlassen und eben diese dienen den zukünftigen Jägern als Lernmaterial. Im Rahmen des Spurenlesens lernen die zukünftigen Jäger auch das Bauen von Fallen indem sie sich die Materialien zu Nutze machen die ihnen die Natur schenkt.
    Der kleine Garten des Grundstückes dient als Trainingsplatz. Eine Vielzahl an Zielobjekten stehen den Nutzern zur Verfügung um an ihnen ihre Fähigkeiten im Bogenschießen zu verbessern.
    Neben der Jägerin Ganesha und ihrem Sohn Marco wohnen hier auch Daria und Margaret. Die Beiden sind entfernte Verwandte der Jägerin und nach dem Unglück, welches über Alvarna hereinbrach bei ihr untergekommen. Auch der Elf Jake bat hier um Zuflucht, nachdem ein Ritual des dunklen Magiers Astors ihn von den Toten zurückkehren ließ.
    Oftmals ist Ganesha [NPC] sehr beschäftigt und schleicht im Wald herum um neue Fährten zu lesen oder Fallen zu bauen, aber ihr könnt natürlich euer Glück versuchen und nach ihr rufen. [PN an einen Moderator schicken, der gerade online ist!]


    Jäger: 
    Menschen, die im Einklang mit der Natur leben, können Fährten lesen und sich, sobald sie genug Erfahrung gesammelt haben, fast 'unsichtbar' in den Wäldern bewegen, auch sind sie gute Fallensteller. Mit Pfeil und Bogen können sie am Besten umgehen.


    • Stufe 1: Du kannst die Fährten von Menschen, Monstern und Tieren spüren und ihnen folgen.
    • Stufe 2: Die Möglichkeit, jedem Lebewesen Fallen zu stellen, eröffnet sich dir.
    • Stufe 3: Werde zum Waldläufer; du kannst dich sehr schnell und lautlos bewegen.
  • ~Margaret wacht auf~
    Träume hatten etwas Grausames an sich... sobald man die Augen aufschlug, entglitten sie einem. Und es gab keinen Weg, wieder zu ihnen zurückzukehren.... keine Möglichkeit, den Traum fortzusetzen. Alles was blieb, war die Erinnerung. Und selbst die verblasste mit der Zeit. Im Moment sah sie das Gesicht ihrer Schwester noch klar vor sich. Winter. Schnee. Die Burg, die sie zusammen gebaut hatten. In ihrem Traum war Daria immer noch ein Kind gewesen, als wäre sie nie älter gewordenen... als wäre die Zeit damals, als sie von einander getrennt wurden, einfach stehen geblieben.
    Seltsam. Sie hatte schon so lange nicht mehr von ihrer Schwester geträumt. Margaret beschloss, dass es besser wäre, die Bilder so schnell wie möglich aus ihrem Kopf zu streichen. Wer hing schon gerne schmerzhaften Erinnerungen nach?
    Ein nächtlicher Streifzug wäre wohl das Beste, um auf andere Gedanken zu kommen.
    ~Margaret macht sich auf den Weg~

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    ~Margaret und Daria kommen an.


    Darias inzwischen nur noch leichtbetrunkene Schwester, führte Daria zu einem Ort. Diesen Ort wird Daria zukünftig ihr "zu Hause" nennen können, Daria war recht gespannt auf die Hütte, auch wenn die Meisten Hütten klein waren, musste es ja hier nicht der Fall sein. "Klein, aber fein!", heißt es doch immer wieder. Es war inzwischen dunkler geworden, und von rötlichem Abendrot, wurde es zu dunkler Nacht. Der Weg wurde felsiger, und selbst in der Dunkelheit erkannte die jüngere Elfin einen steinigen Pass in kurzer Distanz. „Müssen wir den Pass da überqueren?“, fragte sie die ebenfalls blonde Margaret. Inzwischen war sie wohl fast nüchtern, und wusste wohl wohin sie Daria diesmal führte, denn beim Uhrenturm warens ie wohl ganz daneben gewesen... Aufjedenfall tat die frische Luft gut, aber es war gleichzeitig ziemlich kalt und rau, Wolken bildeten sich am Himmel und verdeckten den Mond. - Ein wundervoller Moment! Am liebsten würde Daria ihn festhalten, allerdings hat sie nichts zum notieren dabei... Sie konnte nicht verstehen, wie manche Leute sich vor einer solchen Nacht sogar fürchten konnten! Darias vorherige Frage an ihrer Schwester erledigte sich, den vor dem steinigen Pfad, stand eine von außen recht bequem ausschauende Hütte. Daria wurde aufgeregt. „Ist das dein Wohnort?“ Darias Augen glänzten förmlich, als sie die Hütte ansah. Nicht lange dannach, entdeckte Daria auch den Garten. Zielscheiben, von Pfeilen durchbohrt fehlten da auch nicht. Wahrscheinlich für die Leute, die den Beruf Waldläufer ausüben! Ob Ganesha auch Menschen trainiert? Daria bewunderte Ganesha ein wenig, Daria würde in solch einem Beruf wahrscheinlich nicht weit kommen, vor allem im Thema lautlos sein. Andernseits müsste sie stärker werden, vielelicht sollte sie sich irgendwann an einem Beruf versuchen. „Oh, tut mir leid.“ Daria entschuldigte sich plötzlich, schließlich versank sie eben wieder in ihrer ständigen Tagträumerei und vergaß dabei beinahe das eigentliche Vorhaben der Schwestern. - Sich die Jägerhütte ansehen. Daria schritt mit Meg auf den Eingang der Hütte zu. „Braucht man einen Schlüssel? Ist vielleicht ein Schlüssel unter einem Teppich versteckt? Oder einfach die Tür aufmachen?“ Eigentlich schwer vorstellbar. Sie wartete einfach die Antwort ihrer Schwester ab.


    Daria hatte aber wie immer kaum Geduld, also drückte sie auf die Türklinke der Jagdhütte. Tatsächlich öffnete sie sich wirklich!
    Im Inneren sah es garnicht schäbig oder sowas aus! Eher... gemütlich? Irgendwie nostalgisch. An Darias damaliges zu Hause,
    als sie noch nicht von Margaret getrennt wurde, errinert sie sich garnicht mehr. Aber wie auch? Sie war noch ein ziemlich kleines Mädchen. Sie setzte sich auf einen Hocker, der zufällig da stand. Die Beiden Elfenschwestern ruhten sich etwas aus, vielleicht war Margaret noch etwas vom Alkohol benebelt...
    „Hey, Schwester! Ich hab noch ganz schön viel Tatendrang... Also geh ich mal weiter raus, einverstanden? Du kannst dich solange ausruhen, ich komme bald wieder!“, es war etwas schwer für Daria, sich wieder von Margaret zu verabschieden, aber diesmal war es ja nicht für lange. Sie wollte
    Margaret nur entspannen lassen... Also verabschiedete sie sich noch schnell mit einem „Bis nacher!“, und spazierte wieder die Tür hinaus.
    Jetzt stand sie da. Hm... Wohin jetzt? Vielleicht etwas essen? Es war immernoch etwas dunkel, aber sehen konnte sie noch etwas. Nur doof dass so viel Licht in der Nähe dieses Pfades war. Also ging Daria wieder den Pfad runter, und entfernte sich von der Jägerhütte. Wahrscheinlich zur Taverne oder sonst wo... ~

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    RF RS: Daria & Rosalind HM RS: Yumi HM F RS: Soul
    Wenn meine zentrierte Schrift im RPG meinen PP schwer fallen sollte, bitte melden. :>

  • ~Kommt von der Pluvia-Insel~
    Es war stockdunkel als der Mann vor der Jägerhütte auftauchte. Die Lichter waren schon längst erloschen und die Bewohner der Hütte hatten sich schon längst aufs Ohr gelegt um für den nächsten Tag Kraft zu schöpfen. Bei diesem Gebäude war höchste Vorsicht geboten. Bestimmt hatten sie einige Fallen um das Gebäude aufgestellt, schließlich war die Herrin des Hauses berühmt und berüchtigt wegen ihrer Kunst Fallen zu bauen. Doch der Eindringling war kein normaler Eindringling und so würden ein paar lächerliche Fallen ihn nicht an seinem Plan hindern. Für den Doppelgänger war es ein leichtes sich an den Fallen vorbei zu schleichen und unbemerkt in die Hütte einzudringen. Das Zimmer seines Opfers war ebenfalls bald gefunden und nach wie vor schliefen alle in der Hütte seelenruhig. Ahnten nichts. Die Gestalt handelte im Dunklen. Lautlos und unbemerkt. Schritt für Schritt näherte sich der Doppelgänger des Mannes dem Bett Darias. Seelenruhig lag sie in ihrem Bettchen. Eingehüllt in eine warme Decke. Ein zufriedenes Lächeln auf ihren schmalen Lippen. Ein herzerwärmender Anblick. Doch die dunkle Gestalt kümmerte sich nicht darum. Für sie war dieses Elfenmädchen nur Mittel zum Zweck. Ohne Daria aufzuwecken schnappte sich der Eindringling den nächstbesten harten Gegenstand und donnerte ihn gegen den Kopf des Mädchens woraufhin diese das Bewusstsein verlor. Ohne Gegenwehr mochte er seine Opfer am liebsten. Mit einem dreckigen Grinsen auf den Lippen schleppte er das regungslose Elfenmädchen aus der Hütte und brachte sie ebenfalls an den Ort wo alles begann.
    ~Verlässt die Jägerhütte in Richtung Pluvia-Insel~

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    ~Daria kommt an.


    (Bevor Daria entführt wird~)


    Nachdem sie und Collette von der Farm gingen, war es wirklich schon seehr spät. Also meinte Collette zu gehen, und Daria wollte einfach nur zu ihrer Bleibe. Sie war froh, mal wieder etwas >>zu Hause<< nennen zu können. Wie vorhin, ging die Tür ruckzuck auf. Und dort legte sich Daria einfach auf das nächstbeste Bett, dass sie sah. Tief und fest schlief die Elfe, als plötzlich irgendetwas verdammt hartes gegen ihren Kopf prallte, wachte sie kurz erschrocken auf, aber kaum bekam sie das mit, verlor sie auch schon das Bewusstsein. Wahrscheinlich blutete sie am Kopf, aber jetzt konnte sie auch nichts mehr tun. Bewusstlos wurde sie gerade verschleppt! Ob die anderen in der Jägerhütte nichts merkten? Sicher hatte dieser Verschlepper irgendwelche Spuren hinterlassen... Nun war es wohl doch ein Nachteil, dass sich die Eingangstür so leicht zu öffnen ließ. Oh, aber was war mit Ganesha? Sie war sicher auch schon schlafen oder so. Und sie war doch eine echte Jägerin! Ist dieser dreckige Entführer einfach an vielen Fallen vorbeigehuscht, ins Haus eingedrungen, und Daria entführt, und das alles unbemerkt?


    ~Pluvia Insel (Event)


    (Minipost >_<)

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    RF RS: Daria & Rosalind HM RS: Yumi HM F RS: Soul
    Wenn meine zentrierte Schrift im RPG meinen PP schwer fallen sollte, bitte melden. :>

  • • Margaret wacht auf •


    Müdigkeit zeichnete das Gesicht der Elfe. Sonnenstrahlen drangen durch die Fensterscheiben der Holzfenster und trafen direkt in das Gesicht der blonden Elfe. Total überfordert mit der plötzlichen Helligkeit in ihrem Gesicht, drehte Meg dem Fenster ihren Rücken zu, presste das Kissen auf ihr Gesicht und brummte übermüdet. „Wie spät ist es?” So wirklich wusste es die Elfe nicht und um ehrlich zu sein Interessierte es sie auch kaum. Margaret war ein Nachtmensch und hasste es vor 12 Uhr Mittags auf den Beinen zu sein, dennoch blieb ihr im Moment leider nichts anderes übrig. Mit verstrubbelter Haarmähne richtete sie sich auf - die Augen immernoch ein wenig zusammen gekniffen. Erst jetzt machten sich Kopfschmerzen bemerkbar. Hatte sie getrunken letzte Nacht? Wenn ja, konnte sie sich nicht daran erinnern. Erst jetzt stellte sie fest, dass Darias Bett leer war. Das Bett ihrer Schwester. „Daria?!”, rief Meg durch die Hütte und wartete wenige Sekunden. Keine Reaktion. „Hmpf, sich aus dem Staub machen ohne mich zu wecken. Typisch.”, beschwerte sich die Blondine mit finsterer Mine und beleidigter Tonlage. Nun musste sie allein um die Häuser ziehen, mal wieder. Ungewöhnlich schnell hatte sich Meg nach einigen Minuten gerichtet. „Tschüss!”, rief sie noch, während sie die Holztür öffnete und dann lautstark zuknallte. Man konnte ja nie wissen ob vielleicht Ganesha in der Jägerhütte war. Die Elfe lies sich ja auch kaum zeigen und wenn dann nur kurz.


    • Margaret verlässt die Jägerhütte •


  • Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten die beiden Kinder mit dem Ast auf den Schultern die Jägerhütte. Am besten wäre es wohl, wenn sie sich dort um den Ast kümmerten, wo Ganesha sich um die geschossenen Tiere kümmerte. Doch zuerst mussten sie den Ast durchs Haus schaffen. Mit dem Ellenbogen drückte der junge Elf die Türklinke herunter und stemmte die Tür auf. „Mama?“, rief er ins Haus hinein, doch er bekam keine Antwort. Sicher war sie schon wieder auf der Jagd... Egal, musste er ihr Candy wohl ein andermal vorstellen. „Wir müssen da hinten hin!“, kommandierte der blonde Elf und lotste seine neue Freundin durch das Haus in den hintersten Raum. Hoffentlich machten ihr die toten Tiere keine Angst, die vermutlich in dem Arbeitszimmer seiner Mutter warten würden. „Erschreck dich nicht“, warnte er sie deshalb bevor er die Tür aufstieß und sie gemeinsam mit dem Ast eintraten.


  • Unsicher folgte Candy ihrem Freund bis zur Jägerhütte. Waren sie wirklich am richtigen Ort...? So recht gefiel ihr die Hütte nicht, denn wo sie auch hinsah, stachen ihre tote Tiere ins Auge. Und sie liebte Tiere! Außerdem hatte sie schon öfters in Wäldern scheue Tiere streicheln und füttern können, weshalb sie nicht verstehen konnte, wie jemand diese wundervollen Lebewesen einfach töten konnte. Sie beschloss ihn einfach zu fragen. "Warum... sind hier so viele tote Tiere?" Natürlich wollte sie auch nicht unhöflich wirken, doch so etwas war ihr einfach völlig neu. In der Mitte des Raumes legten sie gemeinsam den Ast ab. Als die Rothaarige beschloss sich erneut umzusehen, entdeckte sie dabei auch einige Werkezeuge mit denen man sicher das Schwert machen konnte. "Müssen wir jetzt einfach mit einem Messer schnitzen?" Sie legte ihren Kopf schräg zur Seite und sah Marco an. Es klang ziemlich simpel, doch sicher musste man noch weitere Sachen beachten und speziellere Werkzeuge benutzen, aber den schwierigen Teil überließ sie ihm.


  • Den Worten und den Blicken der Rothaarigen nach zu urteilen schienen ihr die toten Tiere wirklich nicht besonders zu gefallen. „Meine Mama ist Jägerin.“, begann Marco zu erklären. „Meine Mama jagt die Tiere und tötet sie, damit wir was zu essen bekommen!“ Das musste Candy doch einleuchten, oder? Oder war sie Vegetarierin? Bestimmt nicht. „Das ist das Gesetzt der Natur sagt sie. Töten und getötet werden. Irgendwann werde ich auch mal so ein guter Jäger wie sie!“ Immerhin musste ja jemand in ihre Fußstapfen treten, warum also nicht ihr eigener Sohn. Kurz sah er sich um, aber das Messer nach dem er suchte fand er nicht. „Als ich meins gemacht hab hab ich so ein komisches, schwarzes Messer benutzt.“, erzählte er, während er eine Schublade nach der anderen durchsuchte. „Ich hab es! Hast du schonmal was geschnitzt?“ Candy wirkte nicht wie jemand der Erfahrungen mit sowas hatte, aber man konnte ja nie wissen. Trotzdem reichte er ihr das Messer. „Willst du es mal versuchen?“


  • Nach Marcos kurzer Erklärung schien sie es besser zu verstehen. "Stimmt, das Fleisch brauchen wir zum Essen!" Das Fleisch, das sie zu Hause aß kam ja auch nicht aus heiterem Himmel, also musste irgendjemand ein Tier dafür erlegt haben. Wahrscheinlich lag ihre Reaktion einfach nur daran, weil es so komisch war die ganzen toten Tiere zu sehen, an sowas war sie schließlich nicht gewöhnt. "Jäger?" Darüber stutzte die Rothaarige ein wenig. In ihrer Vorstellung würde etwas wie Krieger viel besser zu ihm passen, doch es war ja sein Wunsch und was auch immer er machen würde, sie war sich sicher, dass er gut darin sein würde. "Okay, dann viel Glück damit!", ermutigte sie ihn mit einem Lächeln und widmete sich wieder dem zukünftigen Holzschwert. Auf seine Frage hin schüttelte das Mädchen den Kopf. "Nein, aber will es gerne ausprobieren!" Der Blonde reichte ihr das Messer und eifrig begann sie damit, die äußere Rinde wegzubekommen. Da sie leider viel zu schnell da mit war, rutschte sie ab und zog mit dem Messer eine lange, horizontale Linie über ihre linke Hand und sofort fing es an heftig zu bluten, da die Wunde ziemlich tief saß. "Huh?" Verwirrt sah sie auf ihre blutende Hand, da sie den Schmerz im ersten Moment gar nicht spürte, doch nach einigen Sekunden setzte ein brennendes Stechen ein. "Aua, aua, aua!!" Sie biss ihre Zähne zusammen und verkrampfte ihren ganzen Körper, doch trotzdem kullerten einige Tränen über ihre Wangen. Eigentlich wäre sie damit sofort zu Cinnamon gerannt, doch sie hoffte wenigstens, dass Marco wüsste, was zu tun wäre.


  • Marco stellte sich vor den Tisch und hüpfte einmal hoch, sodass er auf der Kante sitzen konnte. Er beobachtete Candys Arbeit ganz genau und es sah wirklich nicht übel aus dafür, dass sie zum ersten Mal schnitzte. Doch dann rutschte sie ab und schnitt sich in die Hand. Sofort hüpfte der Elfenjunge von der Tischplatte. „Zeig mal her...“, sprach er, als das Mädchen zu weinen begann. Behutsam nahm er ihre Hand in seine. Er musste seine Mutter so oft verarzten, wenn sie sich mal wieder im Wald verletzt hatte oder ein Tier oder Monster sie angegriffen hatte, dass er schon ein Händchen für solche Dinge entwickelt hatte. Genau beäugte er die Schnittwunde. „Ist nicht schlimm, ist nur oberflächlich. Das wird auch nicht lange bluten. Warte kurz.“ Schnell flitzte er aus der Tür und ins Bad, wo seine Mutter inzwischen allerlei Medikamente angesammelt hatte. Aus dem Schränkchen griff er eine Salbe, so ein komisches Zeug zum Desinfizieren und einen Verband bevor er das Zimmer verließ und kurz in die Küche verschwand um einen Eisbeutel zu holen. (Kühlschrank im RF ftw :D ) Zurück im Arbeitszimmer griff er erneut vorsichtig nach Candys Hand. „Das kann jetzt ein bisschen brennen...“, warnte der Blondschopf sie vor, ehe er sanft begann die Wunde zu desinfizieren. „Schön die Zähne zusammen beißen, ja?“ Er wartete noch einige Sekunden und trug dann die Salbe auf ehe er begann ihre Hand mit einem Verband zu umwickeln. „Halt das Eis drauf, dann ist es gleich besser!“, versprach er und reichte ihr das in ein Tuch gewickelte Eis. „Ich schnitz für dich weiter, ja?“


  • Sie nickte langsam, ehe er ins Badezimmer verschwand um die nötigen Sachen für die Wunde zu holen. In der Zwischenzeit saß Candy nur auf dem Boden und weinte, jedoch liefen dabei nur die Tränen und sie machte keinerlei Geräusche, außer vielleicht ein Schluchzen hier und da. Ihre Hand hatte sie auf ihre Hose gelegt damit sie den Holzboden nicht vollblutet, denn Blut ließ sich nicht wirklich aus Holz entfernen. Schon nach kurzer Zeit kehrte der Elf zurück und kümmerte sich um die Wunde. Ein kurzes Zischen entfuhr der Rothaarigen als das Desinfektionsmittel ihre Wunde berührte, doch sie versuchte mit den Gedanken wo anders zu sein und den Schmerz zu ignorieren. Das würde sicher eine wunderbare Narbe werden. "Danke", murmelte sie und wischte sich die letzten Tränen weg und befolgte Marcos Rat. Das Eis hielt sie nur locker drauf, da selbst die kleinste Berührung weh tat. "Ich hoffe ich kann mit dem Schwert auch einhändig kämpfen." Sie hatte sich neben ihn gesetzt und sah ihm beim Schnitzen zu. Sie versuchte ihre Laune nicht sinken zu lassen, es war ja nur eine Verletzung, das würde schon schnell genug heilen!


  • Wie ihr gehießen kühlte sie die Wunde mit dem Eis und setzte sich neben ihn auf den Boden um ihm bei seiner Arbeit zu beobachten. Hoffentlich wurde es auch wirklich schnell besser! Besonders vorsichtig, er hatte so etwas zwar schon oft gemacht aber er wollte es Candy trotzdem nicht unbedingt gleichtun, fuhr er mit dem Messer immer wieder am Ast entlang und befreite ihn somit von einer Schicht nach der anderen. „Ganz bestimmt!“, antwortete er nickend ohne dabei den Blick vom Ast abzuwenden. Er war gerade ganz und gar in seinem Element. Immer weiter und weiter schnitzte er und langsam wurde aus dem Stück Baum tatsächlich etwas, was einem Schwert immer ähnlicher wurde. „Sieht doch schon gut aus, oder? Nicht mehr lange und dann haben wir beide Schwerter!“ Begeistert fuchtelte ihr mit dem schwertähnlichen Stock vor der Nase herum. „Wie geht es deiner Hand?“


  • Die erste Zeit über blieb Candy stumm, da sie sich eher auf den Schmerz konzentrierte, auch wenn das nicht wirklich half. Sie versuchte sich einfach abzulenken und sah Marco genau zu wie er langsam und mit Präzision das Messer über den Ast gleiten ließ, ganz anders als sie es getan hatte. Naja, wenigstens würde sie jetzt eine lustige Geschichte für ihre Narbe später haben, der Schmerz würde ja nicht ewig andauern und im Endeffekt würde sie auch darüber lachen können. "Meiner Hand geht es gut", antwortete sie ihm lächelnd und betrachtete das halbfertige Schwert. "Ich hoffe wir können schon bald kämpfen! Es ist ja nur meine linke Hand... Ich brauche doch nur meine rechte, oder nicht?" Das Mädchen legte ihren Kopf schief und hoffte auf eine positive Antwort. Vielleicht war sie auch einfach nur zu ungeduldig und neugierig, doch so war sie schon immer gewesen.


  • Der Elfenjunge war erleichtert, als Candy sagte dass es ihrer Hand schon besser ging. Er hätte es ihr wohl besser erklären müssen... Aber nun war es zu spät um die Verletzung rückgängig zu machen. Marco bemerkte, wie genau sie seine Bewegungen beobachtete. Es war ganz anders als sonst, wenn er so etwas allein machte. Großen Spaß machte es ihm mit der Rothaarigen zu spielen und er war schon unheimlich gespannt auf ihren ersten Kampf gegeneinander. Aber er hatte so viel Übung, wie sollte er da schon verlieren? Trotzdem musste er etwas Rücksicht nehmen, schließlich war sie verletzt. „Hmm...Also ich kämpfe mit rechts, weil...ich weiß nicht, ich mache alles mit rechts.“ Unwissend zuckte er mit den Schultern. Gab es da Regeln? „Machs einfach so wie es am besten geht!“ Immerhin war das auch sein Motto. Während dem Gespräch hatte er immer weiter geritzt. „Gleich ist der erste Teil fertig!“, sagte er stolz und nach einigen weiteren abgeschälten Holzspänen präsentierte er ihr die Holzklinge stolz. „Jetzt brauchen wir nur noch zwei rechteckige Holzstücke als Griff und Lederbänder.“ Der Elf drückte Candy das Schwertstück in ihre gesunde Hand und machte sich erneut daran, das Zimmer seiner Mama zu durchsuchen, was diesesmal allerdings recht schnell ging. „Wenn du jetzt die Holzstücke so da dran hältst, dass unten noch ein Stück raus guckt, musst du noch Lederbänder drum herum wickeln. Dann wird es fest und du kannst es vernünftig festhalten! Oh, und wenn du willst kannst du in die Bänder noch Federn oder so was einbauen.“ Er selbst hatte es zwar nicht getan, aber einem Mädchen würde es so doch sicher besser gefallen, oder?


  • Wenn Marco meinte, dass er einhändig kämpfte, dann sollte Candy es ja auch hinkriegen und glücklicherweise war sie ebenfalls Rechtshänderin. Zwar würde ihr die linke Hand ein wenig im Weg stehen, doch das würde sie noch lange nicht davon abhalten, wenigstens einen kleinen Kampf mit dem Blonden zu wagen. Und falls es nicht funktionieren sollte, könnte er ihr ja immer noch ein paar Grundregeln, falls es sowas überhaupt gab, erklären oder Tipps zum Schwertkampf geben. Staunend nahm sie das fast fertige Holzschwert in die rechte Hand und betrachtete es. "Das sieht fast genau so aus wie deins!" Er musste wirklich geübt darin sein! Auf seinen letzten Vorschlag hin nickte sie eifrig. "Dann können wir ja schon mal nach draußen gehen und da das Schwert mit den Federn zuende 'bauen'!" Mit diesen Worten stand die Rothaarige auf und befand sich schon in wenigen Sekunden vor der Haustür und die Suche nach ein paar Federn war auch ziemlich leicht. Sie hob ein paar Schlichte, in weiß, beige und braun auf und gab sie Marco. Andere Vögel gab es hier ja sowieso nicht zu sehen, also konnte man nichts extravaganes erwarten. "Die da sind doch gut!"


  • Strahlend betrachtete seine neue Freundin die Holzwaffe und auch seine Idee mit den Federn schien ihr zu gefallen. Sofort sprang sie auf und lief aus dem Haus, dicht gefolgt von Marco der von ihrem Enthusiasmus ein wenig überrascht war. Der blonde Elf schaffte es gerade noch so schnellgenug die Lederbänder mitzunehmen ohne sie aus den Augen zu verlieren. Er blieb dicht bei der Tür stehen, während sein Blick an Candy haftete, die auf dem Boden nach Federn suchte. Kurz glitt sein Blick hinauf in den Himmel. Die Sonne wanderte schon wieder gen Westen, die Zeit war unheimlich schnell vergangen! Bald würde es sicher schon wieder beginnen allmählich dunkel zu werden. Aber egal, der Tag war zu spaßig um sich jetzt darüber Gedanken zu machen. Als er seinen Blick wieder auf die Rothaarige richtete war diese auch schon wieder auf dem Weg zu ihm um ihm ihre Fundstücke zu zeigen. „Ja, die sind echt gut!“ Marco nahm ihr die Federn ab, mit ihrer Hand wäre es bestimmt nicht so einfach das Leder straff um das Holz zu wickeln. Es dauerte nur einen kurzen Augenblick ehe Leder und Federn mit dem Holz verbunden waren und der Elf Candy das endgültig fertiger Schwert wieder überreichen konnte.


  • Voller Vorfreude sah das Mädchen Marco dabei zu, wie er die hellen Federn mit den Bändern an das Holz befestigte. Sie bedankte sich und nahm ihr neues Schwert und musterte es erneut. Irgendwie fand sie, dass kleine Details - wie die Federn in diesem Fall - verschiedene Gegenstände viel schöner aussehen ließen! Vorsichtig und leicht piekste sie Marcos Bauch, da sie noch keine Ahnung hatte, wie scharf die Spitze eigentlich war. Es war vielleicht kein großes, glänzendes Schwert aus Metall, doch es war sicher nicht ungefährlich. "Hiyaaah!" Candy holte aus und zielte auf sein Gesicht, hielt jedoch direkt vor seine Nase inne. "Das Schwert ist total cool", rief sie schließlich begeistert und umarmte den Elfenjungen als erneutes Dankeschön. In heimlichen Gedanken überlegte sich die Rothaarige schonmal, wie sie sich bei ihm revangieren könnte. Nur leider wusste sie nicht viel über den Jungen, aber Kekse und anderes Gebäck mochte doch sicher jeder, oder nicht? Vielleicht hatten sie in der Taverne irgendwas Süßes was sie ihm dann kaufen könnte!


  • Ihre Freude sprang direkt auf ihn über und das leichte piksen in den Bauch kitzelte mehr als alles andere. Doch dann holte sie einmal aus und das übergroße Holzmesser näherte sich blitzschnell seinem Gesicht. „Wuaaah, pass auf! Das könnte ins Auge gehen!“ Schnell machte er einen Schritt zurück, doch ehe er sich versah hatte sich ihm seine neue Freundin schon um den Hals geworfen. Als sie von ihm abließ zückte er sein eigenes Schwert und streckte es in ihre Richtung aus. „Und jetzt kämpfen wir! Aber ich glaub da sollen wir lieber wo anders hin gehen, ich weiß nicht ob meine Mama das so gut finden würde, wenn ich gegen ein Mädchen kämpfe...“


  • "Ah, tut mir leid!" Schnell entschuldigte sie sich für ihre Herumfuchtelrei, schließlich hätte das wortwörtlich ins Auge gehen und ein Unfall pro Tag reichte ja wohl. Durch die ganze Freude auf ihr Schwert hatte sie sogar den Schmerz ihrer Hand vergessen, Candy musste nur aufpassen, dass sie die Wunde nicht schlimmer machte. "Was wäre denn so schlimm daran, wenn du gegen ein Mädchen kämpfen würdest?" Fragwürdig zog sie eine Augenbraue in die Höhe und wusste nun wirklich nicht, was er damit meinte.