Der Platz des Volkes

  • [Rosalind] ~ kommt an

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    Die Adelstochter war ehrlich dankbar für Darias Geduld und Mitgefühl und so konnte sie es ihr natürlich nicht abschlagen, als diese sie bat, sie zum Fest der Magie zu begleiten. Immerhin hatte Rosalind der Elfe versichert, sie könne sich jederzeit an sie wenden, wenn sie etwas benötigte. Und wenn dieses etwas eine Begleitung zu den Festlichkeiten auf dem Platz des Volkes war, dann würde Rose dies nur zu gerne akzeptieren. Es tat ihr bestimmt gut unter Leute zu kommen, welche nicht im Anwesen ein- und ausgingen. Tatsächlich hatte die Blauhaarige bereits Wort von der Veranstaltung vernommen, jedoch war sie so beschäftigt mit allem anderen gewesen, mit Bianca und Max, dass sie kaum einen freien Gedanken dafür gehabt hatte. Doch nun, da Daria es angesprochen hatte, war die Neugier der jungen Frau wieder geweckt. Und so machten sie sich gemeinsam auf den Weg. Tatsächlich dauerte es auch nicht lange, bis sie die lauten Töne aus der Ferne hörten. Die Rufe der Händler, Musik, die Menschen, welche sich versammelt hatten. Und als die beiden Frauen am Ort des Geschehens angekommen waren, weitete Rosalind ihre grünen Augen. Sie war zwar schon oft auf Märkten gewesen aber so viele verschiedene Stände in einer so belebten Masse sah man nicht alle Tage. Es war gewaltig. Nicht unbedingt prunkvoll, doch das musste es auch nicht sein. Die Adelstochter wusste gar nicht, wo sie zuerst hinsehen sollte. Darum drehte sie sich zu Daria. "Wo möchtest du als erstes hin?" Lieber richtete sie sich nach der jungen Elfe, sollte diese bereits einen Plan haben. Rosalind selbst wusste nicht, wo sie hingehen und was sie unbedingt sehen wollte. Sie müsste all das erstmal auf sich wirken lassen. Doch Daria schien es sich anders überlegt zu haben. Sie meinte, dass sie etwas wichtiges vergessen hätte und verabschiedete sich kurzerhand von der Adeligen. Rose nahm es ihr nicht übel und so begann sie sich alleine umzusehen.


    [Illuminata] ~ bei den Händlern

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    Natürlich dachte die Pilotin laut in ihrer Not, natürlich rief sie ihr Begehren laut aus. Sie brauchte diese Teile! Und prompt war sie schon auch umringt von den verschiedensten Händlern, welche ihre Ware anpriesen. Ihr durch den Unfall angeschlagener Kopf hatte Mühe und Not alles zu verstehen. Doch egal wie viel sie auch anpriesen, nichts klang nützlich für ihr Luftschiff. Das durfte doch nicht wahr sein! Was waren denn das für Händler? Unfähige Nichtsnutze! Nicht ein passendes Teil schienen sie ihr anzubieten! Die Rothaarige zauste sich die Haare und wollte die Händler gerade zurechtweisen und ihnen sagen, wonach sie WIRKLICH suchte, als sie etwas an der Kleidung zupfte. Schnell, wahrscheinlich viel zu schnell, drehte sich die Pilotin um. Doch sie erblickte zunächst nichts. Verwirrt sah sie nach links und rechts, blinzelte mehrmals langsam. Spürte sie jetzt schon Geister? Doch dann wanderte ihr Blick nach unten. Oh. Dort stand ein kleines Mädchen und sobald Illuminatas Auge(n) [Monokel und so] es erblickt hatten, bot es ihr Blumen an. Blumen? BLUMEN? Wozu brauchte sie denn bitte Blumen?! Konnte man mit Blumen ein Luftschiff reparieren? Doch das unschuldige Gesicht des kleinen Mädchens schien der Rothaarigen unter die Haut zu gehen. Und ihr fester und entnervter Gesichtsausdruck weichte kurz auf. "Na schön, eine. Aber nur eine." Mit diesen Worten warf sie dem Mädchen eine Münze entgegen und ließ sich das Blümchen geben. Dann drehte sie sich wieder mit rasender Geschwindigkeit zu den Händlern. Wo war sie gewesen? Ahja, ihr Baby. "Teile, Luftschiff. Ich brauche Teile für ein Luftschiff." Erklärte sie außer Atem. Ob sie ihr nun endlich etwas vernünftiges anbieten würden? Ober aber würde man versuchen, Illuminata übers Ohr zu hauen?


    [Iris Noire] ~ bei Kohaku


    Die hysterische Reaktion des Mädchens ließ Iris kalt, sie war nicht einmal genervt davon, es war ihr gleichgültig. Obwohl es doch ein wenig interessant war, dass allein ihr dunkles Erscheinungsbild genug gewesen war, um ihr Gegenüber in Angst und Schrecken zu versetzen. Sah sie denn wirklich so blutrünstig aus? Dabei war ihr gar nicht so viel von ihren Vorfahren geblieben. Die Silberhaarige betrachtete das grünhaarige Mädchen eingehend, welche ihr noch immer nicht über den Weg zu trauen schien. An sich konnte Noire das egal sein, doch es gefiel ihr nicht, dass die Unbekannte eine solche Szene machte. Schließlich könnte sie noch andere Besucher auf sie aufmerksam machen. Und Iris hasste es, angestarrt zu werden. Die Vampirdame schüttelte den Kopf, als das Mädchen sich nochmal versichern wollte, dass sie es wirklich nicht auffressen wollte. "Ich habe keinen Hunger. Und außerdem ist an dir weder genug dran, noch siehst du sonderlich appetitlich aus." Antwortete sie nüchtern. Dabei fixierte Noire die Augen des Mädchens. Grau? Oder doch Silber? Unwichtig. Iris wickelte ihre dominante Hand in den schützenden Stoff ihres schwarzem Umhangs, ehe sie diese nach dem Mädchen ausstreckte. Es müsste nun wirklich nicht auf dem Boden sitzen. Dort würde die Kleine nur allen im Weg sein. "Komm schon." Die Aufforderung war trocken. Die Silberhaarige blickte sich ein wenig in der Menge um. "Was genau ist das hier eigentlich? Warum all das?" Zwar hatte sie mitbekommen, dass es sich um eine Art Kirmes oder Fest handelte, doch was genau das bedeutete und warum man all das hier aufzog, das war der Vampirdame ein Rätsel. Vielleicht würde die Grünhaarige ihr ja Antworten liefern.

  • (Mein täglich-was-schreiben-ziel von dem Monat, hab ich mal nicht erreicht orz)


    [Cinnamon] & Joe | beim zweiten Glas Met



    Wollte Joe sie etwa zu einem Trinkwettbewerb verleiten? Oh oh - wenn das mal nicht schief ging! Vermutlich eher für den Rotschopf mit Zöpfen, als den Rotschopf ohne - oder steckte hinter Joe's Angebereien nicht mehr? Nun, sie waren erst beim ersten Becher, eindeutig zu früh, um bereits Rückschlüsse ziehen zu können. Cinnamon genehmigte sich einen kräftigen Schluck Met, als auch Joe ankündigte, ihre Frage könne nur mit einer langen Geschichte beantwortet werden. "Ohooo?", machte Cinnamon und blinzelte dann kurz perplex, als Joe nah an ihr Gesicht nahkam. '... über Liebe.' Sie war jedoch bemüht darum, sich weiter nichts anmerken zu lassen und nippte stattdessen nochmal ruhigen Blutes an ihrem Met. Die Brillenträgerin wollte Joe auf gar keinem Fall irgendeine Vorlage geben - für sie war klar, dass Joe sie so verunsichern und auf den Arm nehmen wollte. Das würde sie ihm aber nicht gönnen! Cinna ahnte bereits, dass diese Masche von ihm eher ein Palaber war, jedoch machte es ihn auch zu einem witzigen Kameraden, weswegen sich Cinnamon davon auch gar nicht genervt fühlte. "Achso?", entgegnete sie mit hochgezogener Augenbraue und schnappte sich schließlich den Metbecher aus seiner Hand. "Ich hol die nächste Runde, währenddessen kannst du dir nämlich was Ordentliches ausdenken.", schlug sie mit einem breiten Grinsen vor und ließ ihn direkt stehen, um sich durch die Mengen zu kämpfen. Kurz Zeit später, kam sie mit wieder aufgefüllten Bechern zurück und hielt ihm sein Getränk auch wieder hin. "Jetzt bin ich aber gespannt auf die Geschichte.", erklärte sie, immer noch grinsend und nahm einen frischen Schluck.



    [Doug] & Dylas | Trinkbuden



    Doug überhörte Dylas ersten Kommentar ganz einfach. Er war ja schon dabei! "Teil dir den Met aber ein, ein zweiter ist nicht drin.", meinte Doug zu seinem Kamerad. Über seine Worte bezüglich Weissagungen dachte der Zwerg kurz nach. Das man etwas verändern konnte, wenn man über die Zukunft besser Bescheid wusste war ein interessanter Gedanke - wenn der Rotschopf sich selbst auch gut genug kannte um zu wissen, dass Veränderungen nicht gerade sein Steckenpferd waren. Also würde das ganze wohl sowieso nichts bringen. "Na, dann ist deine Zukunft ja leicht vorher zu sagen, das bekomme sogar ich hin!", entgegnete Doug grinsend. Nur in den Tag hineinleben? Das kannte er nur zu gut! Wer so lebte - also, er selbst auch - bei dem passierte auch nicht viel und das Leben würde wohl so weitergehen, wie gehabt. Und daran sah Doug nichts Schlechtes, im Gegenteil. Er fühlte sich wohl, so wie es war. Daher schüttelte er auch den Kopf, als Dylas ihm die Gegenfrage stellte. "Ne. Wenn was Schlimmes passiert, will ich's gar nicht so genau wissen und wenn was Gutes passiert, lass ich mich lieber überraschen.", meinte er und nahm dann einen Schluck von seinem Met, nachdem er mit dem Pferdegesicht angestoßen hatte. "Komm, lass uns 'ne Runde über den Platz drehen, die Becher geben wir danach zurück.", schlug er vor.

  • Dylas & Doug | Trinkbuden

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    "Wenn du meinst, dass du sogar meine Zukunft voraussagen kannst, dann machen doch mal!" Mit diesen eher provokativ gemeinten Worte nahm Dylas den Met in die linke Hand und streckte Doug seine rechte Hand entgegen, sodass dieser ihm aus der Hand lesen konnte. Dylas dachte eh, dass der Zwerg das nur so daher gesagt hatte, daher hielt er ihm schon sehr aufdringlich seine Hand hin, auch aus sich der Kleine bewegte, hielt er ihm weiter die Hand hin und fügte hinzu: "Willst du doch nicht?" Wobei das Halbwesen nun etwas über Doug echauffierte.

    Später meinte Doug noch, dass er sich lieber überraschen lassen wollte, was Dylas nicht ganz verstand, ihm war schon vieles schlimmes passiert, was er liebend gerne verhindert hätte, was allerdings für ihn nicht möglich war. Bei diesen Erinnerungen würde es Dylas schon anders um dein doch eigentlich sehr hartes Herz. Nachdem der Langhaarige nun schon gut den halben Met weg hatte, begannen die Beiden weiter über den Platz zu gehen um sich umzugucken.

  • [Raven] kommt auf den Markt und geht zu den Händlern

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    Als Raven die Schmiede verließ und ziellos durch Trampoli schlich, vernahm sie zunehmend lauter werdende Geräusche. Musik, Gelächter, hier und da einen Knall. Was war das bloß für ein buntes Treiben? Sie folgte den Geräuschen, bis sie den Platz des Volkes erreichte und von der schieren Masse an Ständen und Menschen übermannt wurde. Die Magische Kirmes! Die hatte sie ja völlig vergessen. Sie hatte sich fest vorgenommen, heute das Haus zu verlassen, sich unter die Menschen zu mischen und nicht mehr einsam zu sein. Dass ausgerechnet heute die Kirmes stattfand - sollte das nun ein glücklicher Zufall sein oder doch eher Unglück?

    Raven stapfte durch die Reihen und beobachtete die glücklichen und lachenden Menschen um sie herum. Als sie einen von leuchtenden Schwaden umgebenden magischen Waffenstand entdeckte, hielt sie inne und betrachtete die angebotene Ware. Sie hatte das Gefühl, dass hier viel getrickst wurde... Nur sehr wenige wirklich wertvolle Waren konnte sie ausmachen.

    Ihr Blick fiel auf Vishnal, der gerade nach einem blau schimmernden Messer greifen wollte. Mit etwas Abstand blieb sie stehen.

    "Fall nicht darauf rein. Der blaue Schimmer wurde nur mit einem Zauber daraufgelegt. Das Ding ist völlig wertlos. Nichts anderes, als ein stinknormales Küchenmesser..."

  • Maerwen und Max


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    Maerwen hatte die stille Hoffnung, dass sie sich das Spektakel alleine und damit auch in voller Ruhe anschauen konnte. Leider konnte sie bereits aus den Augenwinkel erkennen, wie jemand auf sie zusteuerte, wobei sie sich gerade noch so ein genervtes Augenrollen unterdrücken konnte. Wie konnte es nur sein, dass Menschen so furchtbar sozial waren und sich ständig unterhalten wollten?! Doch dieses Mal war es zumindest keine fremde Person, die scheinbar Interesse an der Gesellschaft der Dunkelelfe hatte. Auch wenn Maerwen sich noch nicht ganz sicher war, ob sie darüber glücklich sein sollte, dass sie die Person kannte. Sie selber versuchte Max so gut es ging in der Villa aus dem Weg zu gehen und glücklicherweise tat es ihr Electra auch gleich. Sie hatten schon mitbekommen, dass der Adelige einen gewissen Ruf unter dem Dienstpersonal hatte und der war nicht unbedingt positiv. Er schien kein Respekt und keine Achtung vor dem bürgerlichen Volk zu haben. Eine Haltung, die in Maerwen's Augen einfach nur bemitleidenswert war. Denn ganz ehrlich: Leute wie Max konnten sich doch kaum selber die Schuhe anziehen, geschweige denn sich ernähren. Wie konnte man sich da also für jemand besseren halten? "Guten Tag, werter Herr!", versuchte Maerwen ihn so höflich es ging zu begrüßen, auch wenn ihr Gesicht eindeutig zeigte, dass sie über diese Begegnung nicht sehr erfreut war. Ihr ist schon gar nicht der anklagende Ton entgangen, den Max ihr gegenüber an den Tag legte. Sie selber hatte diese unterschwelligen Botschaften perfektioniert, es war aber hart mal selber der Empfänger einer solcher zu sein. "Tatsächlich, hat mich Lady Electra hierher geschickt. Sie selber fühlt sich nicht so gut und wollte deswegen, dass ich ihr von der Veranstaltung berichte.", antwortete sie wahrheitsgemäß. "Hätte ich gewusst, dass Sie auch solch Unterhaltung zugeneigt sind, hätten sie ja diese Aufgabe übernehmen können." Sie wusste, dass diese Aussage ein klein wenig provokant war, aber sie konnte sie trotzdem nicht verkneifen.

  • [Kohaku] & Iris
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    "W-was?" Kohaku traute ihren Ohren kaum. "I-ich sehe nicht appetitlich aus?" Nicht? Frechheit! Das minzgrüne Haar, die rosigroten Wangen und die Haut so zart wie ein Pfirisch, der lange an einem Ast in der Sonne reifte. Wie - um alles in der Welt - konnte man das nicht appetitlich finden?! Doch bevor sie sich weiter darüber echauffieren konnte, neigte sich das fremde Wesen zu ihr herunter und streckte ihr die Hand entgegen. Kohaku starrte regelrecht auf den schwarzen Stoff, in welchem sie die Hand zuvor gewickelt hatte. "Ähhh", kam es ihr zögerlich über die Lippen. Sollte sie es wagen? Erst war sie erfreut, vielleicht sogar geschmeichelt, über diese, ja, freundliche Geste. Niemals hätte sie so etwas von dieser düsteren Gestalt erwartet. Haben ihr ihre sonst so scharfen Sinne einen Streich gespielt? Unschlüssig blickte sie auf den dunklen Stoff, der so schwarz war wie die Aura ihres Gegenübers. Handelte es sich nur um eine Nettigkeit? Eine Höflichkeit? Hatte sie nichts zu befürchten? Oder lauerte unter dem Umhang eine weitere Gefahr? War das alles ein Trick? Kohaku zögerte, lange. Schaute nach links, schaute rechts. Überall Menschen. Menschen in unmittelbarer Nähe. Es gab ihr ein Gefühl der Sicherheit, also die Art der Sicherheit, dass ihr schon irgendjemand helfen würde, falls es sich doch um einen gemeinen Trick handelte. Vorsichtig und ohne hinzusehen packte sie die Hand des vermeintlichen Monsters und ... es geschah nichts! Vorerst! Kohaku zog sich hoch. Urgh! Es war eigenartig wieder auf den eigenen Beinen zu stehen. Ihr war nicht bewusst, dass sich diese in der Zwischenzeit in Wackelpudding verwandelt hatten. "Ähhh", entfleuchte es ihr erneut, als sie versuchte einen Blick auf das Gesicht ihres Gegenübers zu werfen, das jedoch von der Kaputze ihres Umhangs verdeckt wurde. Diese gewöhnliche Frage aus dem Mund dieses ungewöhnlichen Wesens ... es irriterte Kohaku zunehmend. Und das, obwohl ebend nichts geschehen ist, als sie ihre Hand ergriffen hatte. "Keine Ahnung!", entfuhr es ihr spitz. Etwas hysterisch. "Ich kenne mich mit den Bräuchen der Menschen nicht aus! Äh ... ich meine ...", das hatte sie gar nicht sagen wollen, sie überlegte kurz und versuchte die Situation zu retten, indem sie sagte: "I-ich meine, ich komme nicht so oft raus ..."

    [Joe] & Cinnamon beim zweiten Glas Met

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    Er blickte ihr hinterher, lächelnd, obwohl er dachte: Ohoh! Diese Suppe hast du dir selbst eingebrockt! Und nun war es an der Zeit diese wieder auszulöffeln! Apropros Suppe! Aus allen Ecken und Enden roch es verführerisch, nach gebratenen Fleisch und geräucherten Fisch, nach Pilz- und Gemüsepfannen und Joe fragte sich, wie viel wohl in seinen Magen reinpassen würde, bis er platzte. Diese Frage beschäftigte ihn so sehr, dass er vergaß sich für Cinnamon eine interessante Geschichte auszudenken. Als sie mit den Met in den Händen zurückkehrte, er seinen Becher dankend entgegen nahm, tat er das, was er am besten konnte: gekonnt vom Thema ablenken. "Ich könnte dir jetzt eine lange, schnulzige Geschichte erzählen, aber", kurze Künstlerpause, "man soll nicht in der Vergangenheit schwelgen, wenn man sich frohen Mutes der Zukunft widmen kann! Und wo ginge das besser, als auf einem Fest wie diesem!" Er zwinkerte, um das Gesagte zu unterstreichen und deutete mit der freien Hand auf die Zelte der Wahrsager. "Vielleicht sollten wir uns vergewissern, dass die Zukunft es gut mit uns meint!" Er lächelte, prostete ihr zu, nahm einen Schluck und fügte dann noch hinzu: "Und danach sollten wir uns etwas zu essen holen, ich verhungere bald!" Oder lieber davor? Keine Ahnung, wie lange so eine Sitzung dauerte.

  • [Max] & Maerwen



    Max nahm die Begrüßung mit einem kaum merklichen Nicken an und lauschte der Entgegnung der Dienerin. "Verstehe. Es bedauert mich zu hören, dass es meiner werten Cousine nicht wohl bekommt." Vermutlich hat sie sich etwas von diesem bürgerlichen Pack eingefangen, wenn die Gerüchte stimmen und sie regelmäßig unter derengleichen verkehrt., dachte Max ohne das es seinem Lächeln einen Abbruch tat. Doch offenbar war ihm die Dunkelelfe abgeneigt gegenüber gestellt - anders konnte der junge Mann sich die spitze Aussage nicht erklären. Aufgabe übernehmen? Ich? Bitte was? Für ihn bestätigte sich dahingehend nur die Vermutung, wie Electra mit ihrer Dienerschaft umging - oder besser gesagt, nicht umging. Von Strenge konnte bei seiner entfernten Verwandten offenbar nicht die Rede sein, so wie sich das hier abzeichnete. "Ich meine mich gerade verhört zu haben. Dir wird doch der Auftrag meiner Cousine nicht zuwider sein?", sagte er freundlich, ohne die Stimme zu erheben.

  • [Vishnal] & Raven bei den Magiehändlern


    3065-vishnal-pngDie Verzauberung, welche die wässrigen Waffen in ihm ausgelöst hatten, wurde schnell von einer unerwarteten Bekanntschaft unterbrochen. "Raven", murmelte der Blauhaarige kurz überrascht. Der Tag, an dem sie sich bei der Farm getroffen hatte, war voller unerwarteter Ereignisse gewesen, die mit seinem Sturz in das eisige Wasser des Polisees geendet hatten. Einen kurzen Moment überlegte er, ob er die Rothaarige fragen sollte, wie es ihr nach diesem Ereignis erging, hatten sich ihre Wege doch so unerwartet getrennt, doch er entschied sich dagegen. Eine Dame, die man kaum kannte, hatte man schließlich nicht auszufragen, auch wenn sie sich sehr sympathisch gewesen waren. Er widmete sich wieder den Waffen. "Du hast nicht Unrecht, meine Liebe. Und dennoch zieht mich das Wasser immer wieder an..." Der Butler musste etwas schmunzeln bei der Ironie seines letzten Satzes. Ja, es zog ihn in der Tat immer zu sich, auch in seine innersten Tiefen. Ein Element mit so vielen Facetten und Temperamenten wie kein anderes - wie konnte diese stürmisch elegante Schönheit ihn nicht ergreifen? "Mach dir jedoch keine Sorgen um mich. Ich weiß bessere Dinge mit meinem Geld anzufangen", lächelte er höflich. Der Gedanke daran, dass er diesen Monat seiner Familie weniger Geld schicken konnte, nur weil er auf einem Markt voller Scharlatane ein hübsches Messer gesehen hatte, ließ ihn innerlich schaudern. "Ich hatte jedoch vor, hier nach einem Mahl zu suchen. Es wäre mir eine große Freude, wenn du mich dabei begleiten würdest", lud er sie ein. Sicher würden sich die beiden nicht wieder in einem Abenteuer verlieren, also hatte er sicher noch etwas Zeit, um während des Essens mit einer alten Bekanntschaft zu konversieren.

  • [Cinnamon] & Joe



    Cinnamon hatte sich schon auf eine originelle Geschichte seitens ihres Kumpanen gefreut, doch er lenkte - natürlich - vom Thema ab. Die Fischerin war schon drauf und dran, darauf zu bestehen, ihn nicht in seine Ausflüchte zu lassen, doch Joe war derart bestimmt in seinen Reden, dass die Brillenträgerin sich mit einem Schmunzeln zufrieden gab. Sein Gegenvorschlag überraschte sie jedoch. "Was, willst du wissen, ob du tatsächlich zum großen Krieger geboren bist?", entgegnete sie leicht spöttisch, jedoch keinesfalls böswillig. Damit überging sie jedoch nur ihre eigene Unsicherheit beim Thema Zukunft - nämlich, dass sie sich in ihrer Richtung oder die Fußstapfen vor ihr, auf die sie zu blicken hatte, nicht besonders wohl fühlte. Aber das wollte sie dem schlaksigen Kerl sicher nicht auf die Nase binden. Über Ängste und Sorgen zu reden, nein, dafür kannten sie sich dann wahrlich noch nicht lang genug! Oder waren betrunken genug... "Stärken wir uns besser davor, ich hab Hunger.", erklärte sie daher um nun selbst abzulenken und hakte sich dreist bei Joe unter, um ihn so in eine andere Richtung als der Wahrsagerzelte zu bugsieren. Hunger hatte sie eigentlich nicht wirklich, aber wenn sie mit dem Trinken mithalten wollte, brauchte sie auf jeden Fall eine gute Grundlage. "Ich hab Lust auf gebratenen Fisch!" Der Duft der ihnen entgegenströmte war tatsächlich himmlisch und niemand dürfte es wundern, dass die Anglerin eine Vorliebe für Fischgerichte hatte. Da musste Joe jetzt durch, ob er wollte oder nicht!


    [Doug] & Dylas



    Dylas war schon am Weitergehen, als Doug ihn nochmal aufhielt. "Hey, du musst mir schon die Gelegenheit geben mich als großer Hellseher zu beweisen!", meinte er, da das Kanickel ihm einfach den Rücken zugekehrt hatte. Sowas! Der Zwerg griff nach der rechten Hand seines Gefährten und machte einige, hoffentlich eindrucksvoll klingende "Hmmh"-s und "Oooh"-s und "Aaah"-s. "Ich sehe...", begann der Rotschopf dramatisch, als er mit seiner Hand über die Handinnenfläche von Dylas fuhr - no homo und so. "Das du einen neuen Freund gefunden hast, den du häufig zum Essen einladen wirst. Außerdem wird auch Karottenkuchen weiterhin deinen Weg kreuzen." Zufrieden mit sich, machte Doug einen Schritt zurück, stemmte die Hände in die Hüften und grinste das Pferdegesicht an. "Na, überzeugt?", meinte der Zwerg, "Für ein bisschen mehr Drama ist der Griiiiimm bestimmt auch nicht weit weg.", lachte er, ohne es wirklich ernst damit zu meinen.

  • [Iris Noire] ~ bei Kohaku


    Die Stimme der Grünhaarigen drang erneut an ihre Ohren, die Frage, welche sie mit sich trug, frei von Sinn. "Nein." Betonte Noire also nochmal ihre Aussage, dass sie ihr Gegenüber nicht appetitlich fand. Dieses schien geradezu empört darüber zu sein, was Iris ein wenig verwirrte. Sollte das nicht eigentlich eine gute Nachricht sein, welche ihr Gegenüber beruhigen sollte? Menschen waren höchst seltsame und sonderbare Wesen, deren Intelligenz wohl auch zu wünschen übrig ließ. Doch zumindest ergriff das junge Mädchen Noires vom dunklen Stoff geschützte Hand und ließ sich auf die Beine ziehen. Die Frage der Silberhaarigen wurde allerdings anders beantwortet als erwartet. Den Bräuchen der Menschen? Also war die Unbekannte gar keiner von ihnen? Das änderte natürlich etwas, wenn auch nicht viel. "Du bist also kein Mensch?" Fragte die Vampirdame. Erst jetzt fielen ihr die Fühler auf dem hellen Haupt des Mädchens auf. Zuvor hatte Noire gar nicht darauf geachtet, schließlich interessierte das Äußere der Grünhaarigen sie nicht sonderlich. Doch nun, wo sie etwas mehr darauf achtete, erkannte Iris die kleinen Details, welche ihr Gegenüber von einem gewöhnlichen Menschen unterschieden. Was sie wohl war? Ein Hybrid vielleicht? Die Silberhaarige würde es wohl bald herausfinden.

  • [Joe] & Cinnamon
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    Joe schmunzelte. Ob er wissen wollte, ob er tatsächlich zum großen Krieger geboren war. Cinnamon, oh Cinnamon. "Nein", lächelte er bescheiden. "Das weiß ich doch schon längst." Genügsam klopfte er sich auf die Schulter. "Jeder ist seines Glückes Schmied. In dieser Hinsicht gibt es keinen Zweifel", sagte er. "Mich interessieren eher die ... anderen Dinge." Er lächelte verschmitzt. "Und was ist mit dir? Was sind deine Pläne? Nein! Sag nichts! Lass mich raten ..." Er legte Zeigefinger und Daumen ans Kinn, um zu verdeutlichen, dass er angestrengt nachdachte. "Duuuu ...", brachte er schließlich wenige Sekunden später hervor und zeigte mit den Zeigefinger auf sie, "... willst jedes Buch in der Bibliothek lesen? Hab ich recht?" Er kannte Cinnamon nicht, nicht gut genug, um einschätzen zu können, ob sie jemand war, der sein gesamtes Leben verplante oder eher in den Moment hinein lebte. Aber wenn es etwas gab, was sie sich sehnlichst wünschte, dann würde Joe alles tun, um es aus ihr heraus zu kitzeln. Das interessierte ihn sehr und naja vielleicht machte sie ja ein weiteres Glas Met gefügiger ... äh gesprächiger. Doch Cinnamon schlug vor, erstmals ihren Hunger zu stillen. Ob sie wirklich Hunger hatte? Oder wollte sie jetzt gekonnt vom Thema Wahrsagerei ablenken? Joe hielt das alles ja für Humbug, aber er mochte Spielereien ... Und was hatten sie schon zu verlieren - außer ein paar goldenen Talern? Aber Cinnamon wollte lieber Fisch essen gehen. Fisch! "Fisch?", rutschte es ihm schließlich heraus. "Ich esse zwar Fisch, aber ... hast du das leckere Fleisch übersehen?", fragte er nörgelnd und doch folgte er ihr brav zu einem der Fischstände. "Hol dir ruhig was ... ich glaube, ich hole mir lieber etwas von dahinten." Bevor er jedoch ging, warf er noch einen Blick auf die Fischtheke. "Oh schau!", rief er schließlich aus und drückte sie an der rechten Schulter. "Die haben ja auch Met ..." Dann würde er doch noch einen Moment bleiben und naja, den einen kleinen Fisch konnte er schon essen. Danach wäre ja immer noch Platz für einen dieser köstlich aussehenden Fleischspieße. Oder dem leckeren Filet! Oder der Fleischpastete! Joe lief schon beim Gedanken daran das Wasser im Mund zusammen und das mit der Wahrsagerei hatte er schon fast vergessen.

    [Kohaku] & Iris / und Doug & Dylas
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    Oh nein! Oh nein! Warum!? Warum hatte sie sich verplappert?! Und der klägliche Versuch es zu retten, scheiterte genadenlos. Das sie gar kein normaler Mensch war sollte doch niemand wissen! Vor allem nicht dieses seltsame und bedrohlich aussehende Wesen, das sie wieder so anstarrte. Diese Augen, das rote, das grüne, dieser Blick, so tief, so eindringlich. Kohaku musste diesen Blick einfach erwidern. Bis sie schließlich bemerkte, dass diese Augen ihre roten Fühler fixierten. Oh nein! Automatisch bedeckten ihre Hände ihre Fühler. Manchmal vergaß Kohaku sogar, dass sie diese überhaupt besaß. "N-n-nein! I-i-ich bin ein r-richtiger Mensch!", rief sie hysterisch. Erneut brach in ihr Panik aus. Was machte sie denn jetzt?! Das Wesen hat ihre Tarnung durchschaut. Vielleicht sollte sie nicht so laut sein, um nicht noch mehr Aufmerksamkeit zu erwecken, aber ... "URGHWAAAAH!"
    Panisch blickte sie hin und her. Die Hände blieben felsenfest auf ihren Fühlern sitzen. Was sollte sie nur tun? Ihre Situation schien aussichtslos, als sie plötzlich - endlich - eine ihr bekannte Stimme hörte, oder eher, ein ihr vertrautes herzliches Lachen. "Hä?" Sie drehte den Kopf in die Richtung der Geräuschquelle, und entdeckte Menschen über Menschen. Als auf einmal ein Rotschopf in der Ferne auftauchte, schlug ihr Herz etwas schneller - nur diesmal nicht aus Panik. "DOUG!" Bei Ambrosia! Endlich! Sie konnte seine warme, rote Aura spüren, obwohl sie noch einige Meter trennte. "Doug", rief sie erneut, freudestrahlend, endlich jemand den sie kannte. Endlich jemand, der stark genug war, um sie vor der potentiellen Gefahr zu beschützen. Gesagt, getan. Kurzerhand und mit den Händen auf den Fühler rannte sie direkt zu Doug, beziehungsweise hinter Doug. Vermutlich - bevor er wusste wie ihm geschah - hockte die zierliche Gestalt hinter ihm. Wimmernd. Zitternd. Und doch versuchte sie, während sie sich hinter dem Rothaarigen versteckte, die Gestalt mit dem dunklen Umhang nicht aus den Augen zu lassen. Sodass Kohaku auch nicht bemerkte, dass Doug auch in Begleitung einer furchteinflössend aussehender Kreatur (Dylas) war. Also ... noch nicht.

  • Dylas & Doug | Trinkbuden

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    Bei der Weissagung merkte, dass der Kleine eigentlich nur wieder seinen Vorteil rausholen wollte. Aber das Schauspiel von Doug war schon ganz gut, sodass Dylas leicht anfangen musste du schmunzel, was er aber als es ihm auffiel sofort wieder abstellte. "Ach so ich soll dich also noch öfter zum Essen einladen? Aber dann sollte dir klar sein, dass du mindestens helfen musst." meinte das Halbwesen, "Das mit dem Karottenkuchen war jetzt ja keine große Voraussehung von dir." Dann nahm das Halbwesen seine Hand zurück und fuhr sich damit einmal durch die Haare. Dann sage er noch: "Das hast du zumindest fürs erste Mal schon mal ganz gut gemacht", währenddessen klopfte Dylas Doug freundschaftlich und bestärkend auf die Schulter.

  • [Cinnamon] & Joe | vor der Showbühne



    "Die anderen Dinge?", wiederholte Cinnamon verwirrt, während sie nebeneinander herliefen. Sein Selbstbewusstsein im Kriegerdasein suchte auf jeden Fall seines gleichen, doch was er mit anderen Dingen meinte, darauf kam die Brillenträgerin gerade nicht. Ob es etwas mit seiner tragischen Vergangenheit, ja den Abenteuer, der Freundschaft und der Liebe zu tun hatte?! Ah, wie's aussah konnte sie ihn doch nicht so einfach mit dem Teaser davonkommen lassen! Doch zuerst würde sie sich seine Weissagung über sie anhören, bereits gespannt mit welcher Aussage er sie zum schmunzeln bringen würde, denn sicher war sie sich nur darin, dass er ganz bestimmt falsch lag. Und behielt damit recht. Cinnamon konnte nicht anders und musste laut und hell auflachen, als Joe ihren Traum mit 'alle Bücher in der Bibliothek lesen' definierte. "Da kennst du mich aber noch schlecht mein Lieber.", entgegnete sie, nachdem sie sich wieder ein wenig eingekriegt hatte. "Weiter weg könntest du nicht liegen. Nur weil ich im Archiv wohne, heißt das nicht, dass ich ein Bücherwurm bin.", klärte sie ihn noch immer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen auf. Cinnamon las durchaus hin und wieder das ein oder andere Buch, aber es kam doch eher selten vor. Nicht, weil sie nicht gerne las, nur gab es genug andere Dinge, die sie ganz einfach viel lieber tat und es hatte nun wirklich keine Priorität in ihrem Leben. Da hatte Joe seinen Treffer ordentlich versenkt. "Du hast wohl noch nie richtig guten Fisch gegessen.", entgegnete sie, als ihr Kumpane über ihre Wahl förmlich die Augen verdrehte. Davon ließ sich die Anglerin jedoch nicht beirren. Er lenkte jedoch schnell ein, sobald er erneut seinen Blick auf den Met geworfen hatte - ein Grund mehr um schnell etwas zwischen die Zähne zu bekommen, bevor das Trinken weiterging! Hm, vielleicht wäre Fleisch da dann doch eine bessere Grundlage gewesen... zu spät. Schon waren sie mit ordentlichen Fischsemmeln und einem Nachschub an Met beglückt. "Versuch's nochmal mit einer Weissagung, vielleicht liegst du dieses mal ja richtig.", sagte Cinnamon nebenher, mehr um ihn dadurch ein wenig aufziehen zu können. Da jedoch hörte sie nicht unweit entfernt einen Aufruf näher zu treten. Der Rotschopf drehte sich zu dem Spektakel um. "Sieht so aus, als gäbe es da vorne gleich was zu sehen.", meinte sie und bugsierte Joe schon in die Richtung. Tatsächlich wurde ein Showkampf angepriesen! "Da kannst du dir gleich was abschauen.", fügte sie grinsend hinzu, obwohl sie im nächsten Moment nicht ganz sicher war, ob hier mit Waffen oder mit Magie gekämpft wurde. Oder gar mit beiden in Kombination?



    [Doug] & Dylas & ... Kohaku?!



    "Ist recht.", entgegnete Doug mit einem Grinsen zu Dylas. Der Zwerg musste sich eingestehen, obwohl es nervig war zu kochen oder auch nur dabei zu helfen, war es auch einfach schön das in Gesellschaft zu tun - und weitaus günstiger als sich die Gesellschaft bei teurem Essen im Gasthof oder in der Taverne zuzulegen. Alles in allem, fand Doug den Deal also nicht allzu schlecht. "Hey, das heißt aber nicht, dass ich damit falsch liege - stimmt's?!", verteidigte sich der Rotschopf mit einem Schmunzeln, als Dylas die Vorsehung des Karottenkuchens nicht zählen lassen wollte. Von wegen! Auch Doug lies die Hand sinken, als das Kanickel die seine zurückzog - (das war ihm doch nicht etwa unangenehm gewesen? waaaas?) - und war erstaunt darüber, dass das Halbwesen ihm gegenüber, tatsächlich die freundlichen Worte eines Lobes über ihn verlor, anstatt zu schimpfen. "Das sind ja ganz neue Töne, mein Fr---" Er kam nicht dazu, den Satz zu Ende auszusprechen, da sich ein regelrechter Überfall ereignete. Seinen gerufenen Namen hätte er mit seinen guten Ohren eigentlich hören müssen, aber er war ja doch gerade sehr mit seinen nicht vorhandenen hellseherischen Fähigkeiten beschäftigt gewesen. Kaum hatte er das Rufen verloren und sich zu der Stimme umgedreht, musste er sich noch einmal umdrehen, denn jemand statt in Null Komma Nichts hinter ihm. Ein Jemand, den er tatsächlich kannte, aber schon ewig nicht mehr gesehen hatte. "Kohaku?!", rief er erstaunt aus und blickte zu dem kurz gewachsenen Mädchen herunter. Der Hauch eines Rotschimmers war kurz auf seinen Wangen erkennbar, weil er ganz vergessen hatte, wie niedlich die Kleine gewesen war. Es verpuffte jedoch sofort, als Doug erkannte, dass die Grünhaarige ihm nicht in heller Freude entgegen gerannt, sondern zu einem wimmernden, weinenden Häuflein zusammengesunken war. Der Zwerg warf einen kurzen, fragenden Blick hoch zu Dylas. Was sollte ihr denn auf einem Fest wie diesem denn geschehen sein? Nun... so gesehen, wäre es nicht das erste Mal, dass er erlebte, das Feierlichkeiten im Chaos endeten, aber alles in allem schien das hier noch nicht den Anschein zu haben. Vielleicht hatte sie sich auch nur an einem der Monster verschreckt, die hier gehalten wurden? "Hey hey, jetzt mal ganz ruhig, was ist denn los?", fragte Doug sie schließlich. Der Zwerg war so auf das Mädchen fokussiert, dass er die dunkle Gestalt, vor derer sie weggelaufen war, nicht ausmachte. Ob Dylas in der Zwischenzeit etwas aufgefallen war?

  • Händler bei Illuminata


    Zufrieden zog die Kleine ab. Tatsächlich hatte Illuminata ihr eine Blume abgekauft, auch wenn sich ihr Fokus danach prompt wieder um andere Dinge drehte... wehe sie würde der lieben Pflanze nicht die Beachtung schenken, die sie verdient hatte! Mit ihrem Körbchen in der Hand zog sie weiter um das Fest und sprach hie und da die Leute an, derer eine Blume ein Lächeln ins Gesicht zaubern würde.

    Stattdessen bewegte sich nun ein hochgewachsener Mann mit Schnauzer auf Illuminata zu. Sein Bauch bezeichnete eine leichte Bierwampe, die er jedoch gut hinter seiner Weste versteckte. Passender Hut und Gehstock verliehen ihm das rechte Maß an Ernsthaftigkeit. "Ein Luftschiff, junge Dame?", wiederholte er den Ausruf, den er von ihr vernommen hatte. "Um was für ein Luftschiff handelt es sich hierbei denn? Modell, Größe? Ich hab bestimmt was passendes da." Seine Stimme klang ruhig und einvernehmlich und wurde prompt von einem Rufen des gegenüberliegenden Zeltes unterbrochen. "Fred, jeder hier weiß doch, dass deine Teile besser auf andere Maschinen passen." Hervor trat eine junge und ziemlich kleine Frau mit dicken blonden Zöpfen, ihr Gesicht mit Öl verschmiert, als hätte sie gerade wo nachjustiert. "Süße, schau lieber mal zu mir rüber, was Schiffe anbetrifft, hab ich 'nen guten Riecher." Dabei packte sie die Zange weg, die sie gerade noch in der Hand gehalten hatte. Fred's Gesicht verdüsterte sich. "Sehschiffe vielleicht! Junge Dame, wenn Sie wahre Qualität suchen, sind Sie bei mir sicherlich bestens aufgehoben.", legte er nach, wobei die blonde Frau nur mit den Augen rollte. Tja, Illuminata musste nun schon eher überlegen, wem sie mehr vertrauen schenkte.

  • [Rosalind] ~ bei Vishnal ( Belly )

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    Nachdem Daria verschwunden war, begann Rose alleine über den Platz zu spazieren. Es war wirklich viel los, als hätte das ganze Dorf nur auf dieses Festival gewartet. Die Belebtheit des Ortes war einerseits schön anzusehen, andererseits aber auch ein wenig zu viel für die Adelstochter. Als Rose an den Händlern vorbeispazierte, entdeckte sie jedoch ein bekanntes Gesicht. Es war Vishnal, welcher sich mit einer Frau unterhielt, die jedoch kurz darauf verschwand. Die Blauhaarige nutze diese Gelegenheit und trat an den zuverlässigen Butler heran. "Guten Tag, Vishnal." Begrüßte Rosalind ihn, ein kleines Lächeln auf den Lippen. Vishnal war immer zuverlässig und voller Leidenschaft bei der Arbeit. Die Adelstochter fand immer schon, dass ihre Familie zu harsch mit ihm umsprang, schließlich war der junge Butler einer der besten Angestellten, die sie hatten. "Ich hatte nicht erwartet, Euch hier zu treffen. Genießt Ihr Eure Mittagspause?" Aus reiner Gewohnheit war die Blauhaarige wieder in die Förmlichkeit gefallen, doch vielleicht war das auch besser so, schließlich kannte Vishnal sie nicht wirklich anders. Mit einem interessierten Blick betrachtete Rose die Waffe, welche der Butler sich zuvor noch angesehen hatte. Sie sah sehr interessant aus, das Wasser gab ihr einen mystischen Effekt. Rosalind wusste gar nicht, dass Vishnal sich für Magie interessierte. Aber woher auch?


    [Illuminata] ~ bei den Händlern

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    So schnell wie es gekommen war, war das kleine Mädchen auch wieder verschwunden. Sehr gut, so konnte sich Illuminata voll und ganz auf die Horde Händler um sie herum konzentrieren. Und tatsächlich wurden ihre verzweifelten Rufe erhört. Geleitet von Freundlichkeit, oder wohl eher von Geld, trat ein Mann auf sie zu, welcher verkündete, sicher genau das zu haben, wonach die Rothaarige suchte. Perfekt! Doch noch bevor die Pilotin ihm seine Fragen bezüglich ihres geliebten Luftschiffes beantworten konnte, mischte sich eine Frau ein, welche wohl ebenfalls das Geschäft gewittert hatte. Und da ging es auch schon los. Die beiden versuchten die Gunst und das Vertrauen der potentiellen Kundin zu bekommen und un war es an ihr, eine Entscheidung zu treffen. Der Mann hatte sie zuerst angesprochen und sofort technische Fragen gestellt, was sehr für ihn sprach. Die Frau hingegen hatte Einspruch erhoben und die Qualität der Teile ihres Vorredners in Frage gestellt. Und wenn sie damit Recht hatte, sprach das natürlich für sie. Schwierig, schwierig. Was sollte Illuminata da nur tun? Für ihr Baby musste es das Beste vom Besten sein und nicht weniger! Aber wer von den beiden würde am ehesten haben, wonach sie suchte? Vielleicht war es Voreingenommenheit, jedoch flüsterte ihr Instinkt ihr zu, sich der Frau zuzuwenden. Diese technischen Berufe waren von Männern dominiert und die junge Pilotin wusste ganz genau, wie schwierig es war, sich dort zu behaupten. Und so trat sie auf die kleine Frau zu, den Kopf zustimmend nickend. "Zeigt mir, was ihr im Angebot habt." Den Mann würdigte die Rothaarige keines Blickes mehr, denn ihre gesamte Aufmerksamkeit war nun bei der blonden Frau und dem Gedanken, ihr Luftschiff bald reparieren zu können.



    [Iris Noire] ~ bei Kohaku, Doug & Dylas


    Diese einfache Frage schien bereits zu viel für dieses nicht ganz menschliche Wesen zu sein. Noires Blick auf ihre Fühler ließ die Kleine in Panik ausbrechen. Ein wenig verblüfft, ja tatsächlich hatte man ihr eine Emotion entlockt!, sah die Vampirdame zu, wie das junge Ding seine Hände auf die Fühler auf ihrem Haupte presste und los lief, um sich nur weniger Meter entfernt hinter einem jungen Mann zu verstecken. Langsamen Schrittes, sie wusste nicht einmal wieso, folgte Iris dem Mädchen, bis sie schließlich zu ihr aufgeschlossen hatte. Noires verschiedenfarbige Iriden blickten hin und her zwischen dem jungen Mädchen und den beiden Kerlen. "Ich habe dir nur eine einfache Frage gestellt." Stellte die völlig in Schwarz gekleidete fest. Sie zog ihren schützenden Umhang etwas fester um sich. "Ich dachte, ich habe mich klar ausgedrückt, als ich sagte, dass ich nicht vorhabe, dich zu fressen." Fügte sie mit trockener Stimme an. Warum war Iris dem Mädchen überhaupt gefolgt? Sie hätte doch genauso gut einfach gehen können. Lag es daran, dass die Grünhaarige ihr Interesse weckte? Vielleicht, doch würde Noire das niemals zugeben. Ihr kühler Blick wandte sich von ihrer Gesprächspartnerin ab, welche sich immer noch hinter einem der jungen Männer versteckte, welcher zumindest jetzt die Anwesenheit der Vampirdame bemerkt haben musste, zu jenem Mann und seinem Begleiter. Iris fixierte sie mit den Augen, doch nicht in einer aggressiven oder angriffslustigen Art, sondern eher mit Interesse. Besonders die Ohren und der Schweif des anderen Mannes zogen Noires Aufmerksamkeit auf sich. Etwa ein Halbwesen?

  • Maerwen und Max


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    Maerwen war sich ziemlich sicher, dass Max nicht viel für die Bediensteten übrig hatte. Das ärgerte sie, obwohl sie eigentlich ebenfalls der Ansicht war, dass es eine bestimmte Hierarchie gab, die man einzuhalten hatte. Deswegen sagte sie auch immer zu Electra, dass sie eigentlich keine Freunde sein konnten, weil eine Adelige und eine Zofe waren nicht auf einer Ebene und durften auf diese Art nicht miteinander kommunizieren. Aber sie erwartete dennoch von den werten Herren und Damen, dass sie mit einem gewissen Respekt behandelt wurde. Sie und die anderen Diener machten die Schwerstarbeit, um den faulen Säcken das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Da konnte man schon ein wenig Dankbarkeit erwarten. Oder zumindest eine kleine Anerkennung. "Lady Electra ist leider sehr empfänglich für Erkältungen. Ich hatte gehofft, dass ihr das Klima hier in Trampoli besser tut.", antwortete sie und man konnte eine leichte Sorge in ihrer Stimme hören. Maerwen musste aufpassen, was sie gegenüber von Herrn Max sagte. Er mochte zwar wie ein eitler junger Mann wirken, der nur auf sich bedacht war, aber er schien sehr wohl auch die Stimmung um seine Umgebung gut einschätzen zu können. Und auch wenn die Dunkelelfe bei Electra ab und zu einen schärferen Ton ansetzte, konnte sie das natürlich nicht auf die gesamten Herrschaften anwenden. Sie versuchte ein unschuldiges Lächeln auf ihr Gesicht zu zaubern, doch das Hochziehen der Mundwinkel tat ihr weh. "Nein, auf keinen Fall. Ich dachte nur, dass es sicher eine schöne Gelegenheit für Sie wäre mal etwas Zeit mit Lady Electra zu verbringen."


  • [Joe] & Cinnamon auf dem Weg zur Bühne
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    Was? Joe bließ die Backen auf. Weiter weg könnte er nicht sein? Und das trotz seiner bemerkenswerten hellseherischen Fähigkeiten? Oh! Hatte er tatsächlich ein falsches Bild von der rothaarigen, bebrillten Speerträgerin. Oh, stimmt ja! Der unbrauchbare Speer! Er folgte ihr zu den Fischstände, nahm ihre Bestellung entgegen. "Ach Cinnamon, du hast natürlich recht, jetzt fällt es mir wie 'Schuppen' von den Augen!", sagte er und fuchtelte, um das Gesagte zu verbildlichen, mit dem Fisch vor ihrer Nase herum. "Du möchtest natürlich, wie soll es auch anders sein, die beste Speerträgerin aller Zeiten werden!" Eigentlich hatte er 'Speerkämpferin' sagen wollen, huch, anscheinend hatte er immer noch den stumpfen Speer vor Augen, seinen Fehler bemerkte er allerdings nicht. Noch nicht. Unbekümmert lief er weiter neben ihr her, nahm einen Bissen von der Fischsemmel, die gar nicht mal so schlecht schmeckte, und schaute dann in die Richtung, in die Cinnamon deutete. "Oh, ein Showkampf!" Aufgeregt versuchte er zu erkennen, um welche Art "Kampf" es sich handelte. Ein Schwerkampf? Ein Kampf auf Leben und Tod? "Vielleicht sollten wir etwas näher an die Bühne rangehen, damit du auch etwas siehst?", fragte er auf ihre Körpergröße bezogen und tippte sie neckend mit dem Ellenbogen an. Aber auch Joe war Feuer und Flamme den Kampf zu sehen!

    [Kohaku] hinter Doug mit Iris & Dylas
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    Die Hände auf dem Haupt, die Fühler fest auf ihrem Kopf gedrückt, hockte sie wimmernd hinter Doug, welcher sich erschrocken und vor allem besorgt zu ihr umdrehte. Welch' schönes Wiedersehen nach so langer Zeit! Er wollte wissen, was los war, doch anstatt ihm zu antworten, kamen aus Kohaku nur unverständliche Laute heraus. Nasse Augen, triefende Nase, und als plötzlich die Stimme ihres potentiellen Verfolgers erklang, zuckte sie merklich zusammen. Ihr stetiges Wimmern übertönte die Worte des Wesens, nur ein einziges Wort schaffte es an ihre Ohren zu gelangen: Fressen! "UHHWÄÄHH! Als hätte sie das Gespräch vor wenigen Minuten komplett vergessen, rief sie aus: "I-ich will aber nicht gefressen werden!" Die Augen zusammengekniffen fiel sie auf die Knie. Die zierliche Gestalt versteckte sich hinter Doug, der zwar schmächtig war, aber immerhin groß genug um Kohaku ein Gefühl der Sicherheit zu geben. Seine warme, rote Aura schien der dunklen, schwarzen Aura der Kaputzenträgerin zu trotzen. A-aber? Da war noch was ... Kohaku wagte einen Blick zu ihrer Seite und schlagartig verstummte ihr Gewimmer! OH GOTT! Was war das denn?! Ein grimmiges dreinschauendes Wesen stand da, furchteinflössend, schrecklich! Die kalte, eisblaue Aura, die von ihm ausging, ließ Kohaku das Blut in den Adern gefrieren. Oh Gott, wo war sie nur hier gelandet! "DOOOUG?!" HILF MIR!


  • Sophiabei Aria und in der Nähe der Handleserin


    Sophia bemerkte nicht sofort, dass die alte Wahrsagerin sie angesprochen hatte. Zu sehr hing sie ihren eigenen Gedanken nach, hob allerdings den Kopf, als sie das Gefühl überkam, dass sie jemand ansah. Erst, als sich ihr Blick mit dem der alten Frau kreuzte, bemerkte sie, dass deren Worte an sie gerichtet waren. “Oh, Verzeichung.”, entschuldigte sie ihre geistige Abwesenheit zugleich. Dennoch näherte sie sich ihr nicht sofort. Hatte sie tatsächlich Scheu? Wohl eher nicht vor der Frau sondern viel mehr vor der Sache ansich. Wollte sie tatsächlich wissen, was die Alte in ihrer Hand lesen konnte? Was wenn es unangenehme Dinge waren, die sie eigentlich lieber nicht hätte wissen wollen? Neugierde und Furcht rangen in ihr um Aufmerksamkeit.

    Plötzlich stolperte eine Person an sie heran und die Adelstochter taumelte, überrascht von dem unerwarteten Gewicht ein wenig zur Seite, fing sich jedoch schnell wieder. Ihr Blick glitt zu dem Menschen am Boden. Es handelte sich um ein junges Mädchen, welches sich offenbar weh getan hatte. “Ist alles in Ordnung mit dir?”, fragte diese sogleich besorgt nach. In einer geschmeidigen damenhaften Bewegung, ließ Sophia sich ein wenig auf die Augenhöhe des Mädchens hinab. “Du hast mich ganz schön erschreckt.”, kommentierte sie die Situation mit einem ehrlichen Lächeln. Sie blickte kurz auf, betrachtete die vielen Leute, die an ihnen vorbei schlenderten, um zu sehen, ob jemand nach der Kleinen Ausschau zu halten schien. Doch sie konnte nichts dergleichen erkennen. “Hast du deine Eltern in dem Gedränge verloren?”, sprach sie ihren Gedanken schließlich laut aus und stellte diesen sogleich als Frage. Bei dem Getümmel passierte das doch schneller, als man annehmen würde.


  • [Vishnal] bei Rosalind


    3065-vishnal-pngLeider schien Raven nicht unbedingt scharf darauf zu sein, noch weiter Zeit in seiner Gesellschaft zu verbringen, aber der Blauhaarige nahm ihr dies nicht übel. Schließlich schien sie schon bei ihrem ersten Treffen recht zurückhaltend gewesen zu sein, und ihn mit einer nun negativen Erfahrung zu verbinden half diesem Charakterzug wohl nicht gerade. Nicht wenige Sekunden begrüßte ihn ein Mitglied der Adelsfamilie, Rosalind, dessen Stimme ihn kurz zusammenzucken ließ, bevor er sich umdrehte und wieder ein wenig entspannte. Die Dame vor ihm war wohl eine der freundlichsten im ganzen Haus, also wäre wohl das Letzte, was er von ihr zu erwarten hatte, dass sie ihn ausschimpfen würde, weil er seine Zeit hier verschwendete. Trotzdem konnte er nicht umher, sich ein wenig ertappt zu fühlen. "Ich wünsche ebenfalls einen guten Tag, Fräulein Rosalind", grüßte er sie mit einer leichten Verbeugung. Er öffnete kurz seinen Mund, als er auf die nächste Frage der jungen Dame antworten wollte, erinnerte sich jedoch daran, dass er eigentlich keine Mittagspause hatte. Sein Blick bewegte sich durch die Masse. Der werte Herr Max war zwar nicht zu sehen, aber er hatte immer noch Bedenken, dass er jeden Moment aufkreuzen und ihn schelten würde. "'Genießen' wäre wohl zu viel des Guten", lächelte der Blauhaarige nun die junge Frau vor ihm an. Er wollte ihr nicht den Eindruck geben, dass er hier zu seinem Vergnügen faulenzte. "Ich hatte lediglich vor, mir eine Mahlzeit zu besorgen, jedoch bin ich noch nicht dazu gekommen, dieser Gelegenheit nachzugehen. Und wie steht es mit Euch? Gab es schon ein Stand, der Eures Blickes würdig war?" Schnell versuchte er das Gespräch wieder auf die Intentionen der Blauhaarigen zu lenken. Lieber ging er nicht besonders auf die Umstände ein, die ihn hierher geführt hatten.

  • [Max] & Maerwen



    Maerwen verstand es, sich in Höflichkeit auszudrücken - nicht minder wurde erwartet von einer Zofe in ihrem Hause - und doch entging Max nicht die unterschwellige Ablehnung, die sie ihm nicht offen, aber durchaus offensichtlich entgegenbrachte. Sie besaß Stolz und ein hohes Maß an Selbstwert, beides Attribute, die ihm an Dienerschaft ganz und gar nicht gefielen. Was ließ Electra ihr alles durchgehen? Vielleicht sollte er sich wirklich einmal näher mit seiner werten, einfachen Cousine beschäftigen. Ihre Erkältung und das Geplänkel über Trampoli's Klima kommentierte der junge Herr daher auch gar nicht weiter, da es ihn nicht weniger interessieren könnte. "Dem will ich zustimmen.", gestand Max der Zofe zu und das Lächeln hätte nicht leichter über seine Lippen gehen können. Auch wenn er Maerwen nicht bereitwillig Geltung ihrer Aussage verschaffen wollte, gab es schlichtweg nichts dagegen einzuwenden - was er mit einer näheren Unterredung mit Electra machte, war immer noch ihm überlassen (finds grad so schad, dass sie nicht gespielt wird ;; ). "Womöglich freut sie sich über ein Andenken des Festes? Du hast doch sicherlich eine Vorstellung, was ihr Interesse wecken würde, nicht wahr?", wollte er von Maerwen wissen. Es fiel ihm zugegebenermaßen schwer, derartige Höflichkeit gegenüber einer Dienerin anzuwenden - nutzte er doch im Regelfall den Befehlston. Die netten Floskeln gepaart mit dem weiterhin verwendeten Du - selbstverständlich, alles andere wäre ja noch schöner - verwanden ungewohnte Anwendung, die ihm ein wenig zuwider war, aber er ließ sich nichts davon anmerken. So, wie sich die bisherige Konversation mit der Zofe abgespielt hatte, fühlte er sich im Zugzwang auch so fortzufahren - hoffentlich machte er sich so nicht noch zum Gespött der anderen Dienerschaft!


    [Cinnamon] & Joe | vor der Showbühne



    Bei seinen fischigen Anspielungen - die tatsächlich echt nicht schlecht waren - dachte Cinnamon, nun käme etwas wie "größte Anglerin aller Zeiten", was schon näher dran läge als der erste Versuch, aber auch das war nicht ihr Lebenstraum. Sie angelte sehr gerne, aber es war ein Hobby für sie um auch ein wenig die Zeit zu vergessen und sich einfach im Moment fallen zu lassen. Ihr Ausgleich zu allem anderen sozusagen. Auch dem bezopften Rotschopf fiel der Unterschied zwischen Speerträgerin und Speerkämpferin hier nicht auf - vielleicht, weil sie sich auch überhaupt nicht als große Kriegerin sah. Sie hatte sich die Waffe geholt, um sich im Notfall verteidigen zu können - denn alle Nase mal ein Angriff gehörte im Leben von Trampoli einfach dazu. Damals hatte sie ja auch noch keinen Zauber beherrscht... wobei beherrschen in ihrer Lage auch ein wenig zu viel gesagt war. Sie hatte die Magie in ihr immerhin erst einmal freisetzen können. Bevor sie sich weiter in Gedanken verlor, schüttelte sie Joe gegenüber nur ein weiteres Mal den Kopf. "Wieder daneben." Besagter Speer - dessen Stumpfheit ihr nach wie vor nicht aufgefallen war - hatte sie mittlerweile provisorisch an ihrem Rücken befestigt, damit er ihr - und auch anderen hier - nicht im Weg umging (sie wollte niemanden versehentlich aufspießen). Ansonsten wären ihr mit Met und Fischsemmel ja die Hände ausgegangen - obwohl Letztere fast schon gänzlich verputzt war. "Einen Versuch kriegste noch." Das war vielleicht ein bisschen gemein, denn eigentlich hatte Cinnamon gar kein übergroßes Lebensziel - oder es für sich zumindest noch nicht definiert. Sie war bisher halt doch eine ziemliche Tagträumerin gewesen und machte sich erst seit einer Weile nähere Gedanken über die mögliche Zukunft, aber eigentlich deprimierte sie dieses Grübeln darüber eher. Der Größte oder der Beste von irgendwas zu werden, stand ihr jedenfalls nicht in dem Sinn - es klang ein wenig wie der Wunsch eines Kindes, auch wenn sie das Joe gegenüber niemals so aussprechen würde. Ehrlich gesagt, bewunderte sie die Leidenschaft, mit der der schlaksige Kerl darüber sprach, sehr. "Klar." Sich weiter vorzudrängeln, dagegen hatte sie nichts, obwohl sie mit ihrem großen Hut, dann wohl eher die Sicht für andere versperrte - hups. Denn eine kleine Frau war Cinnamon nun nicht unbedingt, auch wenn Joe sie nichtsdestotrotz überragte. 'Meine lieben Freunde und gut Gemeinte', hörte sie von der Bühne her, 'Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid! Werdet Zeuge eines Spektakels, wie ihr es noch nie gesehen habt! Zu meiner Linken die blutige Thorés, bewaffnet mit zwei Äxten, die an Durchschlagkraft seines Gleichen suchen!' Jubel und Zurrufe erbebten. 'Zu meiner Rechten der furchterregende Argules, dessen Speer noch immer sein Ziel fand und vernichtete!' Erneuter Applaus erschallte über dem Platz. 'Wer wird gewinnen? Wetten werden gern entgegengenommen! Und ohne weitere Umschweife, erkläre ich den Kampf für eröffnet!' Der Moderator suchte zügig das Weite, denn schon schlugen die beiden Kämpfer*innen aufeinander ein. Beide trugen schauerliche Masken, mit spitzen Zähnen und Hörnern auf dem Kopf und trugen dazu kunstvolle Kostüme, die sie jedoch nicht beim Kampf einschränkten. Soweit Cinnamon erkennen konnte, wurde auf Rüstung und Schild weitgehenst verzichtet, was sie überraschend fand, wenn man bedachte, mit welch brutaler Kraft, diese zwei aufeinander einschlugen. Nachdem ein Speerträger - dessen Namen sie längst wieder vergessen hatte - dabei war, begann Cinnamon ebenjenen genauer zu beobachten. Sie bewegten sich dabei jedoch so schnell, dass die Anglerin ganz mit Zusehen beschäftigt war und dahingehend gar keinen Kommentar mehr dazu ablieferte.