Das Riverport Plaza

  • [Ran] auf dem Weg zur Bar


    Entspannt atmete sie aus, nachdem sie ein gutes Angebot finden konnte, welches nicht zu tief in ihre Taschen griff. Nach Hause schleppen würde sie das Teil natürlich nicht. Wofür gab es sonst die Lieferoption bei den großen Elektronikketten? Sicher würde sie nicht das große Paket in den Kofferraum ihres kleinen Autos hieven, auch wenn es Fahrstühle gab, die einem den Großteil der Arbeit abnahmen. Außerdem hatte sie nach dem ganzen Rumgelaufe richtig Lust auf einen Drink. Schließlich war es schon später Nachmittag und sie hatte sonst nichts anderes mehr zu tun. Da konnte sie sich das Paket auch an die Haustür liefern lassen, anstatt es spazieren zu fahren. Soll doch der Lieferant die ganzen Treppen steigen mit dem Teil. Nach einem erfolgreichen Einkauf machte sie sich also auf den Weg zur Tiefgarage, um den Rest ihres Tages noch weiter genießen zu können. Vielleicht war ja sogar ihr freundlicher Kollege da. Oder ein armer verzweifelter Idiot, der ihr ein paar Drinks bezahlte. Who knew.

  • Yuri & Dirk nach dem Cupcakedisaster


    Aaah, was für ein angenehmes Wetter! Es war einer dieser Frühlingstage, die einfach perfekt waren. Nicht zu warm, nicht zu kalt - naja, es wurde langsam ehrlich gesagter kälter und die Rosahaarige konnte kaum abwarten an ihrem heißen Tee zu schlürfen, da sie heut morgen keine Jacke mitgenommen hatte... aber!! Der Tag und das Wetter waren perfekt, okay!! Für ihre verpeilte Art konnten ja beide nichts! Yuri folgte Dirk, der die beiden Küchlein trug zu einem der mehreren, einzeln herumstehenden Tischen und setzte sich auf den noch übrig gebliebenen, freien Platz. Rasch und ungeduldig griff sie nach ihrer Portion, die sie schnell zu ihrer Seite des Tisches zog, um sofort mit dem verspeisen davon anzufangen, als Dirk das Wort erhob. Ein wenig verdutzt, die Gabel mit dem ersten Bissen noch im Mund, sah die Lachshaarige von ihrem Dessert auf und kaute dann noch weiter, während der Postbote wohl versuchte ein Gespräch zu starten. Dass er dabei pure Unbeholfenheit ausstrahlte, fiel der jungen Frau gar nicht auf - immerhin hatten die sich mehr als ein Jahr lang nicht mehr gesehen! Da war das selbstverständlich schon ein wenig schwierig direkt ein Gesprächsthema zu finden. Trotzdem entkam ihr ein kleines, belustigtes Kichern auf die Worte des Mannes hin: "Ohje, gut dass du das nicht gemacht hast!", sagte sie dann und gab der getroffenen Aussage ungewollt einen dramatischen Effekt, da sie eine Pause machte um das Stück mit einem Schluck Erdbeertee runterzuschlucken, "Die Schneiderei ist nämlich seit gut sechs Monaten geschlossen." Der Becher in ihrer Hand gesellte sich zu dem nicht mehr ganz so halben Cupcake und sie sah ein wenig zur Seite, versuchte sich offensichtlich an etwas zu erinnern. "Ja, doch. Sechs Monate müssten es nun sein. Ich bin tatsächlich selbst erst letzte Woche aus Polen zurückgekommen. Mein Papa hatte einen Autounfall gehabt..", ihr Blick hatte sich beim Sprechen wieder zurück zu Dirk und bei diesem einen Wort dann kurz abweichend auf ihren Tee fixiert, ihre Stimme war kurzzeitig leiser geworden - doch sie schien sich schnell wieder zu fangen und sah mit einem kleinen Lächeln wieder zu ihrem Gegenüber hinauf, "Aber ihm geht es jetzt gut!! Ich bin nur zu ihm geflogen, weil mein anderer Papa bereits im sechsten Monat schwanger gewesen ist und sich nicht gut um ihn kümmern konnte und dann wollte ich natürlich noch eine Weile bleiben, da ich meine kleine Schwester kennenlernen wollte.. Aber ich denke ich mache in ein paar Tagen wieder auf. Zum Glück konnte ich von Polen aus einige Aufträge erledigen. Oh! Wenn du möchtest kannst du gerne zur kleinen Wiedereröffnungsfeier kommen!!" Als sie ihre letzten Worte ausgesprochen hatte, waren ihre Augen schon wieder dabei wie zwei Diamanten zu funkeln. Ahhh!! Sie stellte sich das Ganze so toll vor!! Hoffentlich würden viele Menschen kommen - immerhin hatte sie sich schon tolle Pläne für die Dekoration und tolle Rezepte für Kekse, Kuchen und Hauptgerichte rausgesucht! Dass sie zuvor einige, für außenstehende Personen wahrscheinlich fragwürdige oder zumindest verwirrende Informationen in die Runde geworfen hatte, darauf fixierte sie sich gerade natürlich überhaupt nicht. Immerhin konnte Dirk ja auch nachfragen wenn etwas unklar war!

  • [Antoinette] & Wayne | Zuckerstube



    Zu retten? Antoinette schätzte die Idee mit einem schmunzeln, während ihre Aufmerksamkeit noch auf die Küche gerichtet war. "Nonon, mit minderwertiger Ware arbeite ich nicht.", erklärte sie, nachdem sie den Herd ausgeschaltet und den Topf von der Platte gezogen hatte. Danach drehte sie sich wieder zu Wayne um, mit der Hüfte gegen die Küchenzeile gelehnt und suchte seinen Blick. Noch immer lag ein Rotschimmer auf ihren sonst blassen Wangen. Er war noch immer hier. Natürlich, wohin sollte er auch so plötzlich verschwinden? Dennoch erfüllte sie allein diese Tatsache mit einem Erstaunen, welches ihr Herz beflügelte. Antoinette nahm einen tiefen Atemzug, ließ ihn kontrolliert entweichen. Sie brauchte einen klaren Kopf! Aber das war in seiner Anwesenheit gerade unmöglich. Gleichzeitig wollte sie ihn nicht so einfach vor die Tür setzen, absolument hors de question! Am Ende dachte er noch, er hätte etwas falsch gemacht und machte sich Vorwürfe - sie kannte diesen Mann mittlerweile gut genug um zu wissen, dass diese Wahrscheinlichkeit bestand. Antoinette ergriff seine Hand, zog den Körper des Blondschopfs ein wenig zu sich. "Ich will nicht das du gehst.", sagte sie leise und senkte dabei ein wenig den Kopf. Er war aber auch groß! "Aber-", fuhr sie fort, wieder zu ihm hochblickend, "Was hältst du davon, ich mach das hier fertig und komme die Tage mal wieder nach Sternbach...?" Ihr Herz pochte fest, als sie den Vorschlag machte. Sie hatte Angst zurück gewiesen zu werden, die Sorge davon, er könne ihren Vorschlag ablehnen. Natürlich könnte sie ihn auch fragen, ob er es nochmal auf einen zweiten Versuch der Pralinen-Aktion ankommen lassen wollte, aber... irgendwie konnte sie gedanklich da jetzt gar nicht mehr anknüpfen. Wie auch? Wie sollte sie sich auf Erklärungen zur Schokolade besinnen können, wenn sie die ganze Zeit an das Gefühl seiner Lippen auf den ihren denken musste? Nein. Sie brauchte ein wenig Zeit für sich, um ihre Gedanken und Gefühle einordnen zu können und... sie würde sich auch sehr freuen, der Farm einen erneuten Besuch abstatten zu können. Auch wenn sie allein die Idee auch total nervös machte! Was Wayne wohle dazu sagte...?

  • [Wayne] ~ mit Antoinette in der Zuckerstube -> geht

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    Der Cowboy nickte verstehend. Natürlich würde sie nicht mit angebrannter Schokolade arbeiten. Ein wenig weiter hätte er schon denken können, doch Wayne schob es einfach mal auf sein Herz, dass noch immer rasend schnell schlug. Verbessert wurde dieser Zustand auch nicht dadurch, dass die Belgierin sich schließlich zu ihm umdrehte und ihn ansah. Ihr schönes Gesicht, leicht gerötet um die zarten Wangen, spiegelte seines nahezu perfekt wieder. Ihm war noch immer ganz warm und das nicht nur ums Herz. Wayne sah sie einfach nur an. Mehr brauchte er gar nicht, um auf Wolke Sieben zu schweben. Antoinettes bloße Anwesenheit verbunden mit den Erinnerungen an das, was soeben zwischen ihnen geschehen warm beflügelten den Blonden. Er fühlte sich leicht, schwerelos, als könnte ihn nichts und niemand mehr aufhalten. Die Worte der schönen Belgierin holten ihn dann jedoch wieder in die Realität zurück. Sie wollte nicht, dass er ging. Aber. Natürlich. Doch Wayne verstand. Sie brauchte Zeit für sich, einen Moment der Ruhe um ihre Gedanken zu ordnen. Und das respektierte er. Außerdem würde ihm etwas frische Luft sicher nicht schaden. "Das ist eine sehr gute Idee." Er lächelte sie an. Kurz überlegte er, was er nun tun sollte, wie er sich nun verabschieden sollte. Doch dann, fast automatisch, näherte er sich der Belgierin und presste sanft seine Lippen gegen ihre Wange. Dann nahm er Abstand und lächelte sie an. "Ich freue mich schon, dich wiederzusehen." Mit diesen Worten verließ er Antoinettes Backstube, nahm seinen Einkaufsbeutel hinter der Theke an sich und mit einem letzten Blick zurück verließ er die Confiserie. Es dauerte nicht lange, bis auch die Türen des Plazas sich hinter ihm schlossen und die frische Brise seine erhitze Haut traf. Wayne legte eine Hand auf sein Herz und atmete tief durch. Es war wie im Traum. Doch nun überkam ihn die Angst, jeden Moment aufzuwachen und festzustellen, dass es tatsächlich nur ein Traum war. Ein schrecklich schöner Traum. Er versuchte die Gedanken abzuschütteln, während er auf den nächsten Bus nach Sternbach wartete.


    Riverport Plaza >> Starling Ranch (Sternbach)

  • [Antoinette] verlässt das Plaza~



    Antoinette atmete erleichtert aus, als Wayne sich verständnisvoll zeigte. Genauso schaffte er es nochmal, ihr Herz schneller zum schlagen zu bringen, mit diesem sanften, zaghaften Abschiedskuss auf ihrer Wange. Eine übliche Geste in ihrer Heimat, doch weil es von ihm kam und weil sie jetzt kam, war dieser Kuss gerade doch so viel mehr. Mit einer Sehnsucht blickte Antoinette dem Blondschopf hinterher, als er ihre Backstube verließ. Für den Moment kehrte Stille ein, ein Augenblick in dem Antoinette gar nichts tat, einfach nur dort stehen blieb, wo sie war. In ihrem Köpflein jedoch, da rasten die Gedanken nur so. War er wirklich hier gewesen? Hatten sie sich wirklich geküsst? War das zwischen ihnen, diese Chemie, also so viel mehr als nur Freundschaft? Es musste so sein. Und dann hatte sie auch noch bereitwillig gesagt, die Tage zu ihm zu Besuch zu kommen. Die Tage! Sie erinnerte sich an ihr Versprechen, das nächste mal in Hosen und flachen Schuhen auf den Hof seiner Familie zu kommen. Mon Dieu! Wo sollte sie die Tage denn passende Sachen herbekommen? Okay... sie dachte schon wieder viel zu viel über unwichtige Dinge nach. Antoinette nahm einen tiefen Atemzug. Danach begann sie sauber zu machen und dann das, was ihr stets bei der Stressbewältigung half: Backen! Oder in dem Fall: Die Pralinen für Wayne's Großmutter richtig machen. Und für Wayne machte sie gleich noch welche mit...

    So kam es, dass die Sonne bereits untergegangen war - und immerhin befanden sie sich mitten im Hochsommer! - als sie die Confiserie hinter sich zuschloss. Die kleine Dame hatte wie so oft vollkommen die Zeit vergessen und freute sich nun, hundemüde ins Bett zu fallen.


    ~ nach Hause