Die Klinik

  • (Ich hab's voll verpeilt, dass ihr ja schon gepostet habt, sorry!)


    Und wieder war hinter dieser Tür nicht der, nach dem die Mädchen suchten. "Verflucht!" murmelte Anette in sich hinein. "Es kann doch nicht so schwer sein, hier jemanden zu finden. So groß ist die Klinik nun auch wieder nicht! Oder haben wir uns doch geirrt und er ist gar nicht hier?" mürrisch lehnte sich das Mädchen gegen die Wand neben der Tür und schlug einige Male leicht mit dem Hinterkopf gegen die Wand. "Ich hab keine Lust mehr hier durch die Klinik zu irren, wir finden ihn ja eh nicht." Schon sehr entmutigt und mit einem Seufzer ging Anette einen Schritt von der Wand weg und sah sich im Gang um. Als die Mädchen hier angekommen sind war es noch sehr ruhig und auch nach Dylas' Ankunft war hier nicht viel los, doch Anette vernahm Stimmen. Es hörte sich fast so an als wären hier paar Leute angekommen. Doch um nachzusehen hatte sie gerade nicht die Muse. Viele Gedanken schwirrten durch ihr Köpfchen, viele neue Ideen kamen ihr, nur waren es zu viele um eine mit ihren Mitmenschen zu teilen. "Ach ja, Dylas! Du hast recht, ich habe bei dieser Aussage von vorhin wirklich alle Männer in einen Topf geworfen. Es war mir gar nicht so bewusst. Aber ich habe bisher noch keinen Mann getroffen, der eben nicht so ist. Nimm es nicht persönlich." meinte das Mädchen mit einem beschämten Grinsen.

  • Warum war Mei nur so scharf drauf in die Kasern zu gehen? "Ähm... Wenn du so unbedingt willst." wirklich begeistert war Lynn nicht, aber im Grunde war es ihr auch mehr oder weniger egal. Sie humpelte aus dem Wartezimmer und wartete auf Mei. Doch die Geduld nahm schnell ein Ende, und sie zog Mei aus dem Wartezimmer.
    ~Lynette und Mei gehen in die Kaserne~
    (Ich lasse sie ankommen :3)

  • Noch immer ruhte sein Blick auf den erbärmlichen Gestalten, welche im Behandlungszimmer verarztet wurden. Diese vernahmen den rustikalen Auftritt der Blonden offenbar nicht allzu sehr, denn es folgte eine kaum spürbare Reaktion bis auf Verwunderung. Wenn hier niemand ist verschwende ich meine Zeit... dachte sich Dylas als sie feststellen mussten, dass auch hier keiner der Gesuchten ist. "Pscht, natürlich würde ich sie am liebsten verjagen!" flüsterte er Iris zu, die ja schon auf ihre schroffe Art aufmerksam gemacht hatte. "Aber dazu bin ich noch denkbar ungeeignet. Und selbst wenn sie im Wald verhungern, dann ist es nur Teil der Evolution!" Wer einer brennenden Stadt voller Monster entfliehen konnte, der würde auch in der Wildnis überleben, so dachte Dylas es sich. Wenn er so darüber nachdachte, gab es hinter der Klinik doch eh eine große Waldfläche die nicht von Monstern besetzt war... Hätten sie sich mal da hin verzogen... Jedenfalls war eines klar, er musste trainieren gehen, irgendwann. Ob mit oder ohne Begleitung. Während die Beiden schon fast aufgeben wollten und Anette ihn erneut ansprach, hatte Dylas beinahe vergessen, worum es überhaupt ging. "Ist mir egal, was für Männer du so triffst. Scheinen jedenfalls Penner zu sein." erwiderte der Grauhaarige ihrer späten Erkenntnis. Vielleicht sollte er die Einwohner Trampolis mal mehr unter die Lupe nehmen, wenn wirklich jeder so ist wie sie sagt. "Wie auch immer, wollen wir jetzt hier rumstehen bis zufällig ein Patient in den Eimer kackt weil er es nicht bis zur Toilette schafft, oder suchen wir jetzt weiter? Mir reicht's." Eigentlich dürfte ja kein Zimmer mehr übrig sein, schließlich hatten sie schon so gut wie alles abgeklappert. Seine Intuition hatte diesem Gebäude sowieso schon grünes Licht gegeben, hier würde Dylas auf Dauer wirklich bloß seine Zeit vergeuden.


    (Schäm dich XD)

  • Über Dylas Kommentar konnte Iris nur den Kopf schütteln. "Jaja, ungeeignet." meinte sie nur leise. "Wohl eher alleine, weil keiner wirklich auf deiner Seite steht. Vorschlag: Schmeiß die Leute aus deinem Heim, wenn du sie nicht willst, mit denen hier musst du dich ja nicht wirklich abgeben, oder?" Dann sah sie auf und zu Annette. "Hey so schnell gibst du schon auf? Ich dachte, wir wollten dem Kerl eine Lektion erteilen?" Und schon stand die Grauhaarige wieder im Flur. Hier roch es nicht so stark nach Blut und es ging ihr sofort besser. Kurz sah sie in die Richtung aus der sie gekommen waren und dann in die andere Richtung. Außer einer Treppen und einem weiteren Zimmer war nichts zu sehen. "Ich frage mich gerade..." nuschelte sie in ihren nicht vorhandenen Bart und ging nicht auf die letzte Tür zu, von der sie wusste, dass er wahrscheinlich nur ein leeres Zimmer enthalten würde, sondern auf die Treppe zu. Zwei Stufen stieg sie hoch und lauschte dann nach oben. Vernahm sie da nicht einige Stimmen? Vorsichtig stieg sie eine weitere Stufe hoch, bleib stehen und lauschte wieder.

  • "Oh, hörst du jemanden, Iris?" rief Anette Iris zu als sie bemerkte, dass das Mädchen auf der Treppe stand und nach irgendetwas lauschte. Flink eilte sie zu ihr und stieg ebenfalls auf die Treppe. Aber Anette vernahm keine Stimmen von oben. "Bist du sicher, dass du was hörst? Ich höre zwar auch jemanden, aber das scheint nicht von da oben zu kommen. Vielleicht sind das nur die Leute die wir in den anderen Räumen getroffen haben ..." Um sicher zu sein, dass sie sich nicht doch irrt, stieg die blonde noch ein paar Stufen höher. Diese waren sehr alt und knarrten jedes Mal, wenn Anette eine Stufe betrat oder sich anderweitig bewegte. verfluchte alte Stufen! Da hört man ja nur das knarren. Schließlich blieb sie auf einer der oberen Stufen ruhig stehen um diese nicht zum knarren zu bringen und lauschte. "Tatsächlich, ich höre auch jemanden." murmelte sie. Die Stimmen waren nur sehr leise, aber sie kamen von oben, somit war es so gut wie ausgeschlossen, dass es die Leute aus den unteren Räumen waren. Bevor eine weitere Handlung ihrerseits erfolgte, drehte Anette sich zu Iris um, "Stimmt, ich wollte den Jungen auch von der fliegenden Insel überzeugen. Ich habe wohl zu voreilig aufgegeben ..." Mit neuer Hoffnung stürmte sie trampelnd die Treppe hinauf, man hörte ein fürchterliches Knarren. Irgendwie hatte es ihr das Knarren angetan, so stürmte die trampelnd wieder nach unten. Unten angekommen ging es mit energischem Schritte wieder nach oben. "Thihihi." hörte man sie nur kichern. Noch sehr begeistert drehte sich das Mädchen oben um und rief zu den anderen beiden nach unten: "Na kommt ihr beiden, schlagt keine Wurzeln."

  • ~
    Dank Kohaku unter seinem Arm schaffte der junge Mann es. Kross legte auf den letzten Metern zur Klinik nochmal an Tempo zu, wofür sich sein Körper gleich wieder rächte: Kaum war die Tür der Klinik nur noch eine Armlänge entfernt, überkam ihm wieder das Schwindelgefühl und er sackte an der Wand schabend vor der Klinik zusammen. Die bleiche Hand auf das noch bleichere Gesicht gepresst saß er da und zitterte. Es war doch nur noch dieser kleine Weg zur Tür hinein, warum musste jetzt gerade alles zusammenbrechen. Vorsichtig spähte er durch die Lücken die seine Finger ihm ließen. Die Welt um ihn herum verlor an Farbe, Lauten und Bewegung. Sich selbst nahm er schon lange nicht mehr war und jetzt, mit einem Blick auf seinen grünhaarigen Schutzengel, verabschiedete sich sein gesamtes Bewusstsein endgültig. Er registrierte weder sie noch die Wand hinter ihm, noch den Boden unter ihm, einfach gar nichts. Plötzlich war es dunkel und Kross ließ den Kopf hängen.

  • Endlich hatten die beiden es in die Klinik geschafft. Der Fremde, den sie stüzte, hatte auf den Weg hier her nochmal ziemlich Gas gegeben. Kohaku fand es nicht wirklich schlau, doch er würde wohl wissen was er tat. Er hatte sicher schon viel erlebt, also wahrscheinlich auch viel Lebenserfahrung. Zumindest schätzte die Grünhaarige ihn so ein.
    Kohaku mochte die Klinik eigentlich nicht. Lauter kranke Menschen, viele welche gerade auf dem Weg in den Tod sind. Kohaku schauderte. Sie wollte gar nicht wissen wie viele Menschen hier shcon gestorben waren. Naja, vielleicht haben sie ja viele und vor allem gute Ärzte, doch trotzdem bezweifelte sie, dass hier noch nie jemand sein Leben gelassen hatte. Gerade als sie diesen Gedankengang beendete spürte sie plötzlich wie ihr Arm schwerer wurde. Bevor sie etwas tun konnte klappte der Mann, welchen sie die ganze Zeit stüzte, zusammen. Und damit riss er sie beinahe auch auf den Boden. Als sie wieder ihr Gleichgewicht erlang hat, wurde ihr bewusst, dass sie nun etwas tun musste. Schnell rannte sie herum, irgendwo musste hier doch jemand sein! Es war ganz anders als vorhin, als sie ihn entdeckt hatte. Nun wusste sie was sie tun musste, und nun hatte sie auch den Ernst der Lage erkannt. "Hallo?", rief sie. "Ich brauche einen Arzt!" Sie hoffte dass sie jemand gehört hatte, denn sie hatte wirklich Angst um den Fremden.

  • Iris' Vorschläge waren Luft für den Silberhaarigen. Glaubte sie wirklich er würde auf irgendwelche Kompromisse eingehen um ein friedliches Beisammenleben zu gewährleisten? Sofern man die Gefahr von Astor als friedlich bezeichnen konnte. "Da sie die Stadt bedrohen bleibt mir nichts anderes übrig, als mich mit ihnen abzugeben. Meine vermeindlichen Mitbewohner werden auf jeden Fall rausgeschmissen!" Aber eins nach dem anderen dachte Dylas sich. Zuerst einmal folgte er Anette und Iris unauffällig auf der Suche nach einer ihm noch fremden Person. Eine Lektion erteilen? Dylas saugte jedes Wort auf, das die Beiden sprachen, konnte mit diesen Schnipseln aber nichts anfangen. Lieber verkniff er sich die Frage, worum es ihnen überhaupt geht, als dass er seine Neugierde offenbarte. Ohnehin blieb ihm keine Zeit zum Fragen, denn sie schenkten ihre Aufmerksamkeit nun dem oberen Geschoss. Ihr Beiden... wiederholte der Silberhaarige nochmal in seinem Inneren. Dachte sie wirklich er wäre ihnen zugehörig? Nein das musste eine Täuschung sein. Unbeirrt steckte er die Hände in die Taschen, seufzte einmal ausgiebig und ging langsam die Treppen hoch. "Kann es sein, dass du ziemlich wankelmütig bist?" fragte er die seltsam auftretende Anette schließlich, da seine inneren Fragen allmählich Überhand nahmen. "Ich meine, gerade eben noch hast du schnell die Lust am Weitersuchen verloren und jetzt motivierst du dich an einem einfachen Treppengang..." Man könnte es natürlich auch als Stimmungsschwankungen oder Shizophrenie bezeichnen, aber so weit wollte Dylas es nicht kommen lassen. Inzwischen waren sie im ersten Stockwerk angekommen. Die Anzahl der Zimmer ließ sich leicht an den Fingern ablesen, so wenige waren es. Die leicht angebrochene Dunkelheit machte diesen Ort nur gespenstischer, allen voran das Getuschel im Hintergrund. "Dann sucht mal schön weiter. Ich mach' erstmal ne Pause." Seinen Worten ließ er Taten folgen, denn nicht weit entfernt befand sich eine Bank, die nur darum bettelte, besetzt zu werden. Sein Frühstück war die letzte Mahlzeit also wurde es langsam Zeit, etwas zu essen. Zu diesem Anlass packte er ein paar Früchte aus der Tasche und begann zu futtern.

  • Kurzerhand warf Iris Dylas einen bösen Blick zu. Wahrscheinlich hatte er noch nichts von Lauschen gehört, aber irgendwie störte das die Vampirin nicht groß. Viel eher überlegte sie krampfhaft, wie sei das junge neugierige Mädchen zähmen konnte, wahrscheinlich gar nicht. Von vorsichtigem Treppensteigen hatte sie auch nichts gehört. Ihr Übermut und ihre Schnelligkeit könnten ihr noch zum Hindernis werden. Gerade wollte Iris Annette belehren, als ein Schrei den Korridor entlang hallte und Iris zusammenzucken ließ. Wenn die Ärztin oder der Arzt da oben war, könnte es ziemlichen Ärger geben, wenn man sie auf der Treppe erwischte. "Komm schnell zurück, Annette." sagte Iris sofort. "Wir sollten lieber warten, bis die Gefahr vorüber ist, bevor wir etwas unternehmen. Außerdem sehen wir rechtzeitig, wenn unser Objekt die Treppe herunterkommt." Damit sprang sei die Treppe wieder runter und sah Dylas an. "Ich bin nur vorsichtig und habe keine Angst, aber was versteht jemand wie du schon von Vampiren." Eingeschanppt drehte sie Dylas dan Rücken zu. Jetzt konnte er sich mal darüber Gedanken machen, wen er eben etwas angemacht hatte.

  • Etwas verwirrt sah Anette die beiden an. Hatte sie es mit ihrem Treppengang doch etwas übertrieben? Nein, sicherlich nicht. "Dylas, ich finde nicht, dass..." fing sie an und war etwas entsetzt, dass der junge Mann am oberen Ende der Treppe an ihr vorbei ging und zielstrebig auf eine Bank zusteuerte. Wie gemein von ihm...! dachte sich das Mädchen empört. Schließlich hat er sie nicht mal angesehen, als sie anfing zu reden. Da musste sich Anette rächen! Tief holte die Blonde Luft und rief dem Jungen hinterher: "Dylas, ich finde nicht, dass ich wankelmütig bin! Ich erfreue mich nunmal sehr schnell an mir unbekannten Dingen. Das war schon immer so und bisher hat es weder mich noch jemand anderen behindert! Aber vielleicht verstehst du das ja gar nicht, so kaltherzig wie du scheinst!" eh sie ihm noch weiter irgendwelche Dinge an den Kopf wirft unterbrach Anette die einseitige Kommunikation. "Guten Appettit ..." fügte das blonde Mädchen noch hinzu und stieg provokant lautstark die Treppe wieder hinab. Doch sofort musste sie darüber grübeln, ob es jetzt nicht vielleicht doch etwas zu hart ausgedrückt war. "E-Entschul..." unterbrach sie sich selbst "Ach, er hört mich hier unten eh nicht." murmelte sie mit sinkender Lautstärke. Dann ging Anettes Aufmerksamkeit ganz zu Iris. Die Grauhaarige könnte schon recht haben, dass es besser ist unten zu warten. Um nicht alles Gesagte zu wiederholen, nickte Anette Iris mit einem Lächeln zu und meinte kurz und knapp: "Da hast du wohl recht. Lass uns hier unten warten." Gleich neben der Treppe stand ebenfalls eine kleine Bank auf die sich das blonde Mädchen sacken lies und einen Seufzer von sich gab. Auch wenn es so aussah als hätte sie ihr Motivation wieder verloren, war dies nicht der Fall. Das ganze Treppen hoch- und runtergerenne hat sie nur ziemlich außer Puste gebracht. Ihr Blick schweifte durch den Gang ... Schließlich blieb der Blick an ihrer Begleiterin hängen, "findest du ich bin anstrengend?" brach es etwas bedrückt aus Anette heraus.

  • Ohne sich umzudrehen und nur mit der Hand winkend sagte Barrett Alicia auf Wiedersehen. "Lass dich mal im Gasthof blicken!" Dann öffnete er die Tür, hielt jedoch kurz inne. "Werd einfach schnell gesund, ja?" Mit diesem Worten schloss er hinter sich die Tür.
    Barrett wollte zunächst nach Hause gehen, doch der Gang durch den er gekommen war stand nun voller Patienten und Ärzte. Der Junge hatte nicht wirklich Lust durch eine solche Menschenmenge zu gehen, also ging er in die andere Richtung. Kaum war er ein wenig gelaufen, erkannte er einen bekannten violetten Schopf im blassen Sonnenlicht schimmern. "Sophia?!", dachte er aufgeregt und seine Schritte wurden schneller. Er hatte das Mädchen schon lange nicht mehr gesehen. Wo war sie die ganze Zeit gewesen? Vorsichtig legte ihr der Junge seine Hand auf die Schulter und sagte leise "Hi", doch nur um dann verdutzt zu gucken. Sophia schlief! "Hey!", sagte Barrett etwas lauter und schüttelte Sophia schwach.
    Mit Alicia konnte er gerade nichts unternehmen, also musste Sophia herhalten! Sie war immer noch eine gute Freundin und er hatte seit dem Abenteuer keine ruhige Minute gehabt um mit ihr zu reden. Natürlich auch um sich für Alicias Verhalten zu entschuldigen und sich nochmals für Sophias Hilfe bedanken. Sophia öffnete langsam die Lider, während Barrett in ihre Augen sah.

  • Schreiende Menschen, ein brennender Wald, unzählige Monster. Sophia selbst stand in mitten von all dem. Das seltsame war nur, sie konnte sich nicht bewegen, die Leute hatten irgendwie keine Gesichter. Niemand schenkte ihr Beachtung, obwohl sie doch um Hilfe schrie. Aber halt, es kam auch kein Laut aus ihrer Kehle!
    Plötzlich vernahm sie eine männliche Stimme, die irgenwo weit weg zu sein schien. Sie war irgendwie vertraut, doch alle Menschen waren auf einmal fort. Ganz allein stand sie nn dort im brennenden Wald. Irritiert zogen sich Sophias Augenbrauen zusammen. Jemand berührte ihre Schulter. Wieder diese Stimme. Ein schütteln ging durch ihre Gliedmaßen und alles verschwamm um sie herum, wurde schließlich weiß.
    Langsam schlug die junge Dame ihre Lieder zurück und sah direkt in ein grünliches Augenpaar. Sie blinzelte ein paar Mal und mussterte dann das dazugehörige Gesicht. Es war Barrett, alles andere nur ein Traum. Zum Glück. "Oh, hey...", murmelte sie nur zur Begrüßung. Ein erleichterter Seufzer trat über die schmalen Lippen der Adelstochter. Anscheinend würde es noch eine Weile dauern bis sie das Erlebte vollständig verarbeitet hatte. Sie schenkte Barrett kurz ein zaghaftes Lächeln, sah sich dann im Raum um. So viele Menschen? Achja, sie waren in die Klinik gegangen. Wie es wohl Alicia ging? Aber eigentlich war eher die Frage: Warum dachte sie darüber nach? Interessieren tat es sie nicht sonderlich. Ein kurzer Blick an sich selbst hinunter ließ sie sich daran erinnern, dass das nicht mehr das dreckige Kleid von diesem grausamen Ereignis war. Da fiel Sophia auch der kurzzeitige Abstecher in ihr neues zu Hause ein, wo sie ein Bad genommen und ihre Kleider gewechselt hatte. Trotzdem fühlte sie sich immer noch etwas erschöpft. Vermutlich war das auch der Grund gewesen, warum sie nun hier auf der Bank, nach der Rückkehr in die Klinik, eingeschlafen war.
    Was Barrett hier wohl macht? Bestimmt war er bei Alicia. Da fragte sie ihn doch lieber nach seinem Wohlbefinden:"Geht's dir gut soweit?" Fragend musterte sie ihn.


    (es ist schon viel zu spät um gute Posts zu schreiben x_X )

  • Abwesend grüßte sie ihn und seufzte kurz darauf. War es ihr unangenehm ihn hier zu sehen? Sie wusste doch genau, dass er Alicia besucht hatte, was hätte er auch anderes an einem Ort wie diesem tun sollen? Doch bevor er sich zu einer geeigneten Frage diesbezüglich durchringen konnte, fragte sie ihn direkt, wie es ihm ging. "Gut soweit, danke!", sagte er grinsend und zeigte durch kreisense Bewegungen seines angewinkelten Armes, dass alle Wunden verheilt waren und er nun wieder voll einsatzbereit war. "Bei dir alles okay?", fragte er direkt nach. Seine Frage war nicht auf ihr körperliches Wohlbefinden abgezielt, sah er doch, dass Sophia ebenfalls wieder wohlauf war. Vielmehr wollte er wissen, wie es ihr psychisch ging. Sophia hatte seines Wissens nach vor der vergangenen Schlacht noch nie gegen etwas Lebendiges gekämpft und auch das Leid der Dorfbewohner konnte nicht spurlos an ihr vorbei gegangen sein. Er kannte Sophia gut genug um zu wissen, dass sie ein herzlicher Mensch war, dem jedes Schicksal nahe ging und kein eiskalter Killer, dem es egal war, wie viele Menschen starben.
    Barrett schaute sich suchend um, sah mit stechendem Blick Sophia dann wieder in die Augen. "W-was-was machst du eigentlich hier? Wolltest du Alicia besuchen?! Aber wieso schläfst du dann?" Mit einem fragenden Blick abschließend, setzte er sich auf den freien Platz neben Sophia und lehnte sich zurück, wobei er sich mit seinen Armen abstützte. Sein Blick wich nicht von der jungen Frau.

  • In der Klinik ging es so hektisch zu, dass Kohakus Anfrage erstmal ignoriert wurde. Erst einige Minuten später, ging man auf sie ein. Ein Arzt folgte ihr nach draußen und rief sich eilig noch 2 Helfer und eine Liege hinzu um Kross hereinzutragen. Dann ging alles eigentlich relativ schnell. Man brachte Kross ins Behandlungszimmer, Kohaku durfte natürlich 'zur Seite stehen', und diagnostizierte diverse Rippenbrüche. Trotzdem konnten sie nicht mehr machen als die Wunde zu säubern, Salben aufzutragen, ihn zu verbinden, neu anzuziehen und dann in einen ruhigen, kleinen Raum zu bringen, indem er jetzt wohl mindestens ein paar Tage fristen musste.
    Kross war während der ganzen Prozedur nicht einmal aufgewacht, aber der Arzt meinte nur schulterzuckend, er würde wieder zu Bewusstsein kommen. Monsterangriffe waren hier gang und gebe, deshalb handelten alle schon ziemlich rutiniert und ließen sich von kleinen Dingen wie Ohnmacht oder Koma nicht beeindrucken. Der Arzt händigte ihr zum Abschied noch Kross Kleidung aus. Dabei fiel das dünne Büchelchen achtlos auf den Boden. Es wäre Kross unglaublich peinlich zu wissen, jemand fremdes könnte in seinen Gedanken, Zeichnungen und Gedichten lesen. Zum Glück war er gerade zu ohnmächtig um es mitzubekommen.

  • Gerade hatte Dylas sich auf die kalte Bank gesetzt und sich eine Mahlzeit genehmigt, durfte er sich eine Standpauke von Anette anhören. Völlig entrüstet musterte er die aufgelöste Blondine vor sich und verstand ihre aufgebrachte Ansprache nicht. Jedoch schwieg er und so bekam sie die Gelegenheit, wieder zu Iris zu gehen. Ich scheine kaltherzig? Wie naiv. Ich dachte ich BIN es! Wenn man sich aber näher mit ihm befasst hätte, wüsste man aber, dass es ihm nicht zu verübeln war. Da sie aber ein Mitbewohner Trampolis war, lag es ihm fern ihren Groll auf sich zu ziehen. Aus diesem Grund ließ er auch das Essen liegen und folgte ihr unauffällig. Natürlich entging ihm auch nicht ihre halbe Entschuldigung nicht und er blieb stehen, um dieses Wort sacken zu lassen. Wofür entschuldigt sie sich denn...? Mit gesenktem Blick setzte er sich auf die Bank zurück, zeitgleich wie Anette sich auf die untere Bank setzte. Und genauso zeitgleich grübelte er über diese Situation zuvor nach. Bin ich wirklich so kaltherzig? Es wurde ruhiger im Korridor und noch immer wollten die Beiden hoch kommen. Beharrlich wie Dylas aber war, kümmerte ihn das - noch - nicht sonderlich, daher ließ er sich die restlichen Köstlichkeiten auch nicht verderben. Überschattet von der kleinen Auseinandersetzung mit Anette verzehrte er also genüsslich die letzten Reste und wartete anschließend auf den Anschluss.


    ( McFly : Ich hab deinen Post nicht so richtig verstanden, also musste ich ihn leider mehr oder weniger überspringen, verzeihung)

  • Barrett schien es anscheinend schon wieder richtig gut zu gehen. Mit einem amüsierten Lächeln auf den Lippen, sah sie ihm bei seiner Beweisvorführung zu. Dann gab er die Frage an sie zurück. Eigentlich war das klar gewesen - mehr oder weniger. Trotzdem wusste Sophia nicht recht, wie sie darauf reagieren sollte. Das Lächeln verschwand wieder und sie sah für einen Augenblick nachdenklich auf den gefliesten Boden. Wollte er jetzt eine allgemeine Antwort, oder zielten seine Worte eher speziell auf ihr körperliches oder seelisches Befinden ab? Ersteres schien eher unwahrscheinlich. Immerhin war alles ganz offensichtlich verheilt, zumal Sophia ja nur ein paar blaue Flecken und Schrammen davongetragen hatte. Nichts erwähnenswertes also im Gegensatz zu anderen Leuten. Dann fiel ihr auf, dass sie ihm immer noch nicht geantwortet hatte. Schnell brachte die junge Dame ein "es geht..." über ihre Lippen. Das traf es wohl recht gut.
    Etwas verwundert sah sie Barrett jedoch an, als er sich ein wenig stockend erkundigte, was sie hier eigentlich wollte. Gute Frage. Ein bestimmtes Ziel hatte sie nicht gehabt, als ihre Füße den Weg zur Klinik einschlugen. Ein Achselzucken folgte. Alicia hatte sie bestimmt nicht besuchen wollen. Zumindest nicht so extrem dringend, dass sie dafür nocheinmal in das Haus, was zur Zeit voller Elend war, ging. "Weiß nicht genau ..." Eine kurze Pause entstand. " Ich kenn mich ja hier nicht wirklich aus, in der Villa wollte ich auch vorerst nicht bleiben und der Weg zur Klinik war der Einzige, bei dem ich nicht Gefahr gelaufen wäre mich zu verirren." Ein wenig peinlich berührt lächelte sie zaghaft. "Als ich dann hier saß, wurde ich plötzlich so müde ... ", erklärte sie Barrett letztendlich noch die vorherige Situation. Wie das denn so war, fragte man natürlich auch zurück, obwohl Sophia das ja eigentlich nicht fragen wollte, oder brauchte - je nach dem. Sie kannte die Antwort sowieso schon. "Und du warst bei Alicia nehm ich an?", entgegnete sie ihm etwas trocken.

  • Normalerweise hätte Barrett auf seine Frage nach Sophias Wohlbefinden ein "Gut" erwartet, doch sie gab ihm nur ein "geht so...". Leicht beunruhigt und zögerlich legte er seine Hand auf ihre Schulter. "Wenn du es nicht mehr aushältst... ich bin da!", nach diesen gut gemeinten Worten schenkte er ihr ein unsicheres Lächeln. Doch bald würde er all das gerächt haben, was sie ihr angetan hatten... und ihm... und Alicia... ihnen allen!
    Gespannt hörte ihr der Junge weiter zu, wobei er die Erklärungen des Mädchens mit Argwohn aufnahm und antwortete dann zunächst auf ihre Frage, Alicia betreffend. "Ja, war ich. Sie ist wieder wach!" Ein 'Wollen wir nochmal zusammen hingehen?' sparte er sich, denn ihm war der trockene Unterton ins Sophias Stimme aufgefallen. In der Schlacht und nachher im Krankenhaus hatten die beiden harmoniert, wahrscheinlich nur seinetwegen. Dass die beiden nicht gleich Freunde wurden war ihm klar; schön wäre es dennoch, denn er mochte beide Mädchen sehr gerne.
    "...wie auch immer!", sagte er schnell um von dem Thema abzulenken, hatte er doch erfahren, was er wissen wollte. "Wie wäre es, wenn wir uns zusammen die Stadt ein bisschen ansehen? Ich bin zwar die letzten Tage schon rumgewandert, aber zu zweit ist es bestimmt viel..." Barrett stutzte. Wollte er gerade 'lustiger' sagen? Pff, er hasste es wenn Menschen lustig waren! "...interessanter!", beendete er schließlich seinen Satz und erhob sich auffordernd von der Bank. "Du siehst aus als könntest du ein wenig Abwechslung gebrauchen - und sorge dich nicht um Alicia, die kann das Bett erst mal nicht verlassen!", fügte er grinsend hinzu.

  • ~Lynette, Mei und Azel kamen an~
    Lynn führte die anderen recht schnell hierher, denn sie war ja nun schon einige Male in dieser Klinik. Sie war so hell weiß, dass es schon fast erschreckend war. Kann es nicht mal wenigstens eine normalen Farbe haben?, dachte die Rosahaarige. Sie ging mit Mei und Azel in das Wartezimmer. "Es könnte vielleicht etwas dauern.", sagte sie, da sie Stimmen hörte. "Aber ich hoffe ihr habt Geduld.", fügte sie schnell hinzu, und plazierte sich auf einen der blauen Stühle. Wenigstens gibt es hier auch noch was anderes außer weiß. Sie war erleichtert. Interessiert musterte sie die farbenprächtigen Bilder, die an der Wand hingen. Doch Lynette konnte beim besten Willen nicht entziffern, was auf diesen Bildern, für Gegenstände sein könnten.
    Es war einfach nur bunt. Nicht's weiter. Es gab - wie in fast jeder Klinik - Eine kleine Ecke, in der Kinder spielen konnten.

  • Azel schüttelte sich einmal, als er die Klinik betrat. ''Ich hoffe das ich hier schnell wieder weg kann'' dachte der blauhaarige. Dann setzte er sich auch hin. ''Wie lange könnte das denn dauern?'' fragte er neugierig. Dann sah er auf die Bilder. Sie waren so quietschbunt, das man nichts außer bunte Flecken erkennen konnte. ''Na toll... Nicht mal was ordentliches anzuschauen. Die Bilder kann man ja nicht entziffern'' überlegte Azel. Dann starte er an die Decke. ''Schneeweiß... schrecklich''

  • "Ach, unterschiedlich.", entgegnete Lynette lässig. Sie lies ihren Arm über die Stullehne hängen, und schaute aus dem Fenster, dass ebenfalls weiße Fensterrahmen besaß. Beim ersten Mal war sie auch angespannt, soch nun fand sie es überhaupt nicht mehr schlimm. In Alverna war sie ja auch einige Male in der Klinik, und einmal die Ärztin Nathalie nicht kam. Einmal wurde sie auch von Lara verarztet...