Das Krankenhaus "St. Ulrich"

  • [Kathy] ~ geht


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    Die Behandlung war nun endlich vorbei. Katharina freute sich darauf, endlich nachhause zu kommen. Auch wenn Anna ihr riet, sich von Ria begleiten zu lassen, lehnte Kathy ab. "Ich komme ab jetzt klar. Ich werde über die Feiertage meine Familie besuchen." Erklärte sie. Anna erklärte ihr noch, dass sie täglich den Verband wechseln lassen musste und verabschiedete sich dann. "Einen schönen Tag noch." Die Studentin drehte sich zu Ria. "Danke, dass du mir geholfen hast. Ich wünsche dir noch schöne Feiertage." Sie verabschiedete sich von Ria und verließ das Krankenhaus. Mit dem Bus fuhr sie zurück zu ihrem Wohnheim.


    Krankenhaus >> Hirtenweg 1

  • Ria verlässt dann auch die Klinik


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    Sie hörte weiterhin gut zu und wäre auch bereit gewesen diese Kathy wie gesagt zu begleiten. Doch das wurde von Kathy abgelehnt, wo sie sich für Kathy freute mit der Familie dann was zu machen. Schließlich stehen die Feiertage vor der Tür und selbst ohne die, die Familie noch am besten bestimmt helfen könnte alles zu verarbeiten was Kathy in diesen Wald erlebte. Ria hatte dann nur genickt und lächelt und beschließt dann auch diesen Ort zu verlassen. Nicht das wieder jemand sie nach ihrem Befinden fragen tut. Ria geht es sehr gut außer das sie langsam Müde geworden war und sich nach einer Dusche oder Bad sehnen tut. Sie hatte sich im Spiegel gesehen, als sie noch schnell hier im Krankenhaus auf die Toilette gelangen war und hatte den Rest vom Tee in den Abfluss gekippt und sich die Hände und ein wenig das Gesicht gewaschen. So sieht sie hoffe nicht so fertig aus, wenn sie mit den Bus zu sich nach Hause fahren und auch schauen wie sie die Feiertage genau verbringt.



    "Warum verlangen die Menschen nur immer nach Kräften, die das Ende der Welt bedeuten könnten?"
    Ist aus Tales of Xillia.

  • [IMG:http://fs1.directupload.net/images/171109/7f4lqsb6.png]Colin und Tony


    Als wäre Colin wegen des Schulschwänzens nicht ohnehin schon nervös genug gewesen, musste er zu seinem Bedauern feststellen, dass sein gesetztes Vertrauen in Tony vielleicht nicht so angebracht war. Beide hatten sie sich sehr angestrengt, um so schnell wie möglich die Spielhalle zu erreichen, hatten kräftig in die Pedale getreten. Dabei ließ Colin Tony die Führung, selbstverständlich. Immerhin schien der Junge so selbstbewusst, er wusste ganz sicher, was er tat. Die Enttäuschung beziehungsweise Verwirrung der beiden Jungen war selbstverständlich groß als sie vor einem riesigen Gebäude stand, dass garantiert nicht die Spielhalle war. Schon allein beim Anblick, überkam Colin ein leichtes Schaudern. Krankenhäuser verhießen nie etwas Gutes. Als Tony ihm gestand, dass sie sich wohl verfahren hatten und ihn dann auch noch nach dem Weg fragt, war Colin ganz entgeistert. Mit offenem Mund starrte er seinen neuen Freund an, bevor ihm endlich wieder Wörter aus dem Mund kamen:"Ich? Ich bin doch aus Sternbach! Ich kenne mich hier doch überhaupt nicht aus!" Ach, wären sie doch nur in der Schule geblieben!


  • [IMG:http://fc05.deviantart.net/fs70/f/2014/317/2/2/tony_by_princesslettuce-d86azhw.png]

    "Sternbach? Kann man da was cooles machen?" Fragte der Spitzbube spitzbübisch. Er drehte sich mit seinem Fahrrad in Richtung des nervösen Rothaarigen, dessen Stress ihm im Gesicht geschrieben stand. Tony hingegen setzte nur ein lässiges Grinsen auf und zwinkerte seinem neuen Freund zu. "Komm lass uns da hin fahren, du fährst voraus und ich folge dir ganz brav!" Bereit weiter zu fahren, zog Tony seine Hose hoch und trauerte noch kurz den womöglich heißen Krankenschwestern hinterher, von denen er nun keine 'Awwwww's bekommen würde. Er schwang sich aufs Rad und wartete auf seinen Freund.


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




  • [IMG:http://fs1.directupload.net/images/171109/7f4lqsb6.png]Colin und Tony


    Tony's Frage war wirklich nicht leicht für Colin zu beantworten. Denn einerseits fand der schüchterne Junge schon, dass man in Sternbach richtig coole Sachen machen konnte. Zum Beispiel auf der Farm, wo er wohnte. Andererseits wusste er nicht wirklich, ob das auch in die Kategorie "Cool" bei dem selbstbewussten Stadtjungen fallen sollte. Aber wie es aussah war sein neuer Freund gar nicht so scharf auf eine Antwort, sondern es zog ihn bereits weiter."Du willst mit dem Fahrrad nach Sternbach? Da werden wir aber lange brauchen" , zweifelte Colin an dem Vorhaben der Beiden.

    Aber hatte er denn wirklich eine Wahl? So setzte er sich wieder auf sein quietschrosa Fahrrad und nickte zögerlich in die Richtung, in die fahren mussten. Mit den Füßen trat er in die Pedale und schon ging die Reise los.


  • 1677-cylie-pngCylie & Nick | im Wartebereich der Notaufnahme


    Das von Nick gerufene Taxi war in wenigen Minuten vorort, der Fahrer war zwar etwas weniger davon begeistert eine nach seiner Aussage hin halb verblutende Dame mitzunehmen aber nach etwas Überredungskunst des schwarzhaarigen Studenten, kamen sie endlich an der hiesigen Klinik an. „Natürlich war das alles geplant.“, sagte das Mädchen noch in Bezug auf seine vorhin gesagten Worte, dass sie sich an Halloween sogar um echtes Blut gekümmert hatte. Ihre Hand brannte vor Schmerzen, da hatten sich einige Glasscherben wohl etwas tiefer in ihre Haut verirrt. Sonderlich klug war dieser Auftritt nicht gewesen, hoffentlich war einfach keiner im Dienst, den sie kannte. Das dürfte sie sich sonst monatelang noch anhören. Zielstrebig führte Cylie ihren Kindheitsfreund mit in die Notaufnahme, sie kannte die Klinik und ihre verschiedenen Abteilungen schon ziemlich gut und das war doch auch von Vorteil, da man sich in einem so großen Krankenhaus doch schnell mal verlaufen konnte. „Warte kurz, ich bin gleich wieder da.“, sagte sie lächelnd zu Nick, hielt ihren Arm immer noch dicht an ihrer Brust damit auch kein bisschen Blut zu erkennen war und stellte sich bei der Dame in weiß an der Anmeldung vor. Es dauerte wirklich nicht lange bis die Brünette wieder zurück war und sich im Wartebereich neben dem Studenten auf einem Stuhl nieder ließ. Sie seufzte, sah erst nach unten und wand ihre grünen Augen dann in seine Richtung. „Danke dass du mitgekommen bist. Obwohl das hier vielleicht nicht ganz der passende Ort für eine Halloweenfeier ist.“ Für Cylie war es nicht selbstverständlich, dass er sie begleitet hatte. Er hätte auch einfach zuhause warten können, wo er doch gemeint hatte, das Blut nicht das ist, worauf er scharf war. Sicher war dann auch ein Krankenhaus an sich nicht wirklich prickelnd für ihn. „Ich schulde dir was. Ganz egal was.“ Der Zwilling lächelte und bewunderte die hellen blauen Augen des Mannes. „Auch wenn es nur ein Shot in der nächsten Bar ist.“, fügte sie lachend hinzu und lehnte sich nach hinten. Obwohl das bei weitem nicht ausreichte! „Hoffentlich kommen deine Mitbewohner nicht gerade jetzt nachhause. Am Ende rufen sie noch die Polizei oder sind beeindruckt davon was du alles für ein bisschen Halloween auf die Beine stellst.“

  • Cylie und Nick im Wartebereich


    1078-nick-summer-pngEr grinste bei ihrer Aussage, dass sie das alles geplant hatte. Immerhin konnte sie dieses schreckliche Ereignis mit Humor nehmen. Als sie die Klinik schließlich betreten hatten, wartete er brav darauf, dass Cylie sich angemeldet hatte. Er suchte sich währenddessen einen der vielen leeren Wartestühle aus, auf den er sich ganz einfach niederließ. Schon wenig Augenblicke später gesellte sich seine Halloweenverabredung wieder zu ihm. Als sie sich bedankte, zauberte sich wie von selbst ein leichtes Schmunzeln auf seine Lippen, dem kurz darauf eine nach oben gezogene Augenbraue folgte. "Ach quatsch! Ich stell mir einfach vor, dass bald gruselige Zombies über den Flur wandern und schon ist es die passende Location für ein Halloweenfest.", kommentierte er mit einem Grinsen. Als sie dann auch noch sagte, dass sie ihm etwas schuldete, verwandelte sich das liebe Lächeln auf seinen Lippen wieder in ein schelmisches Grinsen. "Ganz egal was?", wiederholte er ihre gesagten Worte und in seiner Stimme schwang eine Menge Zweideutigkeit und Schalk mit. "Da nehm ich doch nicht so was einfaches wie einen Shot.", ergänzte er vergnügt und lachte dann kurz auf. "War nur ein Spaß. Du bist mir überhaupt nichts schuldig. Immerhin hast du zugestimmt den Abend mit mir zu verbringen. Bei mir. Also bin ich auch dafür verantwortlich. Dann bin wohl eher ich dir was schuldig.", stellte er fest, während er die Worte aussprach. Obwohl eigentlich ja niemand irgendjemand was schuldig war. Das war ein blödes Missgeschick gewesen und er war einfach heilfroh, dass nicht noch schlimmeres passiert war. So wie das Auftauchen eines echten Geistes, der sie in die Tiefen des Nirwanas verschleppte. Bei dem Gedanken dass einer seiner Mitbewohner jetzt nach Hause kam, musste er auflachen. "Ich fände das fantastisch! Da hat morgen jeder was zu erzählen.", lachte er. Bevor die beiden die Unterhaltung weiterführen konnten wurde Cylie schon aufgerufen. "Ich warte am Besten hier. Oder soll ich mitkommen und dein gesundes Patschehändchen halten?", fragte er, als die hübsche Brünette aufstand. "Ich würde das überstehen.", fügte er noch schnell hinzu.

  • 1677-cylie-pngCylie & Nick | im Wartebereich der Notaufnahme


    Als ihre Verabredung etwas von gruseligen Zombies erzählte, schmunzelte die junge Studentin und hob für einen Augenblick ihre Arme nach vorne, ließ sie aber ein bisschen schlaff und machte damit die bekannte Haltung der genannten Monster nach. „Perfekter Ort für unsere lieben Freunde, der Keller ist hier sowieso voller Leichten.“ Das war ja wirklich die Wahrheit, auch wenn es sich vielleicht eher nach einem Spaß seitens der Medizinerin anhörte. Bei ihrer kurzen Darstellung vergaß sie allerdings dass der provisorische Verband an ihrer Hand voller roter Blutflecken war und verdeckte sogleich ihre verletzte Hand wieder als ihr dies nach einem Blick durch ihre grünen Augen hindurch aufgefallen war. Die zweideutige Antwort des Studenten ließ sie ihre Augenbrauen anheben. Was wohl kommen würde, was wünschte sich denn ein Mann wie Nick? Cylie wartete gespannt auf die Forderung, doch es kam nichts, er winkte lediglich ab und das Mädchen lächelte. „Okay, so kommen wir irgendwie nicht weiter.“, erwiderte die angehende Ärztin schmunzelnd. „Dann einigen wir uns doch darauf, dass wir uns nach diesem Abend einfach nochmal treffen und dafür sorgen dass es nicht ganz so blutig endet. Dann auch ohne Gläser.“ Der Name der Brünetten hallte durch das Wartezimmer der Notaufnahme und sie erhob sich, blieb jedoch noch kurz bei Nick stehen. Der Zwilling schüttelte lächelnd den Kopf und legte ihre gesunde Hand auf seine Schulter. „Nein, schon okay, ich schaffe das.“, sagte die Grünäugige grinsend. „Ich will nicht dass du noch ohnmächtig wirst. Ärzte mögen es gar nicht wenn sie plötzlich noch mehr Arbeit als eh schon haben.“ Und sie wusste da wovon sie sprach. Cylie ließ den Schwarzhaarigen also alleine sitzen und verschwand in eines der Behandlungszimmer. Tatsächlich traf sie auf einen bekannten Arzt, plauderte mit diesem und erzählte genau was passiert war. Dass dieser von einem netten Date sprach und mehrere Andeutungen machte, das ignorierte das Mädchen und wartete nur darauf dass er sich um ihre verletzte Hand kümmerte, was er nach dem kurzen Plausch ja auch tat. „Jaja, keine Gläser mehr für mich, ich versteh schon.“, rief sie dem jungen Arzt nach, ging zurück zu Nick und seufzte. Ihre Hand war frisch verbunden, es war nichts mehr von irgendwelchen Blutflecken zu sehen und mit einem schwachen Grinsen auf den Lippen, sah sie auf den Studenten hinab. „Ich weiß nicht was schwieriger war. Ihm zu erklären was passiert ist oder ihm klar zu machen dass das hier alles kein richtiges Date war.“

  • Cylie und Nick im Wartebereich


    1078-nick-summer-pngAls Cylie erwähnte, dass der ganze Keller hier voller Leichen war, musste er schmunzeln. Das wollte er zu gerne sehen. Es klang zwar im ersten Moment wie ein Witz, aber die Tatsache, dass sie sich in einem Krankenhaus befanden durfte nicht außer Acht gelassen werden. "Dann sollten wir dort einen Abstecher machen, sobald du versorgt bist.", lachte der Schwarzhaarige. Natürlich meinte er das nicht ernst, aber für Halloween wäre das Ganze zumindest passend gewesen. Und dann konnte er sich ganz männlich an sie klammern, wenn er in den Tiefen des Leichenkellers Angst bekam. Als er ihr erklärt hatte, dass sie ihm nichts schuldig war, schlug sie stattdessen vor, dass sie sich ja einfach wiedersehen konnten. "Das ist eine tolle Idee! Wir finden sicher einen gefahrenlosen, glasfreien Ort für dich.", schmunzelte er und sah in ihr hübsches Gesicht. Ihre Augen stachen unter den brünetten Strähnen in einem so strahlenden Grün hervor, dass er sie für einen Moment anstarrte. Bezaubernd. Sein Lächeln wurde weicher und er wand den Blick wieder ab. Dann wurde sie aufgerufen und er ließ sie ziehen. Sie hatte recht. Nachher kippte er um und sie hätten noch viel mehr Arbeit als vorher. Während er auf Cylie wartete, beschäftigte er sich mit seinem Handy, beantwortete Nachrichten und schrieb neue. 'Ich vermisse dich...', schrieb er an Leila, die ihm noch immer nicht geantwortet hatte. Er seufzte... was war nur los? Nach einer Weile verschränkte er die Arme, starrte ins Leere und dachte über vieles nach. Als er Cylie von weitem wieder sah, sprang er auf und sofort zauberte sich wieder ein Lächeln auf seine Lippen. "Was?", er tat total übertrieben überrascht. "Das war gar kein richtiges Date?" Sein Blick wurde für einen kurzen Moment gespielt traurig, bevor er wieder schmunzelte. "Na komm! Am besten bringe ich dich erst mal nach Hause und dann können wir uns in Ruhe überlegen wann wir uns wieder treffen."


    verlassen das Krankenhaus ~>

  • [Shuka] ~ in der Notaufnahme

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    Ihr Bewusstsein schwankte. Sie hatte kurzzeitig das Gefühl, es wieder zu erlangen, nur um dann wieder in die Finsternis abzudriften. Warum fühlte sie sich so schwach? Das einzig Gute war wohl, dass sie zu schwach war, um nachzudenken. Es mag eine Weile gedauert haben, doch für Shuka fühlte es sich an wie ein einziger Atemzug, bis sie die Augen wieder öffnen konnte. Es war nicht einfach, sie fühlte sich als hätte alle Kraft ihren Körper verlassen und hätte Gewichte hinterlassen, die sie nach unten zogen. "Ugh.." Ein leiser Laut kam über die Lippen der Lilahaarigen. Zu mehr war sie gerade nicht in der Lage. Wo... war sie eigentlich? Sie lag weich... zu weich. War sie nicht noch eben in der Innenstadt gewesen? Mit ihrer Oma und Lucus? Langsam kamen die Erinnerungen wieder. Und damit auch der Schmerz an ihrem Kopf, die Stelle mit der sie auf dem harten Boden aufgekommen war. Was war denn genau passiert? Sie erinnerte sich daran, dass ihre Oma Hilfe mit den Einkäufen brauchte und Lucus missverständlicherweise für Shukas Freund gehalten hatte. Und dann...? Irgendwann war sie gefallen. Die Geschehnisse dazwischen waren verschwommen. Vielleicht war das auch besser so. Shuka versuchte ein weiteres Mal die Augen zu öffnen und erblickte eine kahle Decke. Wo genau war sie? "W-wo...?" Ihre Stimme versagte, sie konnte die Frage nicht vollenden. "W-was ist...?" Sie hatte so viele Fragen, doch ihre Kraftlosigkeit gepaart mit dem Stechen hinter ihrer Stirn verhinderten, dass sie jene stellte. Alles, was sie wusste, war, dass sie nicht mehr in der Innenstadt war und in einem Bett lag. Alles andere musste ihr jemand anderes erklären.

  • [In der Notaufnahme] Calila & Shuka -> nach Hause


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    Etwa zeitgleich mit der Rettung trudelte Calila ebenfalls im Krankenhaus ein. Sie hatte sich den Lieferwagen von der Strandbar ausgeliehen um möglichst rasch bei ihrem Baby zu sein, welches genau genommen gar kein Baby mehr war aber für die exotische Schönheit waren alle ihre Kinder ihre Babys und würden es wahrscheinlich auch immer bleiben. Die Dunkelhaarige hatte jegliche Verkehrsregeln missachtet und war mit Vollgas durch die Stadt gerast. Es grenzte ein Wunder, dass niemand sie aufgehalten hatte aber Calila hätte sich gar nicht aufhalten lassen aber das war eine andere Geschichte. Sie hatte gar nicht darauf geachtet ob es überhaupt erlaubt war an dieser Stelle zu parken aber das war der Mutter gerade nicht wichtig. Im Moment war es nur wichtig so schnell wie möglich bei ihrer Kleinen zu sein. Wie von der Tarantel gestochen hechtete die Frau durch das Krankenhaus und gerade als sie in der Notaufnahme angekommen war, sah sie bereits von Weitem ihre Mutter, die den Anschein machte als würde sie selbst jeden Moment zusammenbrechen und ihre Kleine, welche auf einer Liege gerade durch die Tür geschoben wurde. Schnell hatte Calila zu den Beiden aufgeschlossen: Tränen standen in ihren Augen aber der Notarzt versuchte die mehrfache Mutter so gut es in dieser Situation eben möglich war zu beruhigen. Eine Infusion tropfte über einen Venenweg am Arm ihrer Tochter und offenbar hatte sie sich am Hinterkopf verletzt, da ein provisorischer Verband dort angebracht war. Nachdem der ganze bürokratische Kram erledigt war kümmerte man sich um ihr Mädchen, während Calila mit ihrer Mutter vor der Koje wartete. Tototala selbst schilderte der Krankenschwester den Unfallhergang. Das ganze Geschehen schien die alte Dame nach wie vor sehr zu betreffen und so entschloss Calila in einem Moment der Ruhe ihre Schwester zu informieren damit sie Tototala abholen konnte. Calila kannte ihre Mutter gut genug um zu wissen das sie jetzt ein wenig Ruhe brauchte und die würde sie hier im Krankenhaus ganz gewiss nicht finden. Während die Dunkelhaarige dies organisierte wurden an ihrer Tochter einige Untersuchungen durchgeführt. Im Rahmen dieser Untersuchungen war sie wieder zu sich gekommen. Eine nett aussehende Krankenschwester erklärte ihr was vorgefallen war und das sie wohl noch ein paar Untersuchungen machen müssten um Folgen des Sturzes auszuschließen. Calila ließ es sich nicht nehmen gleich mit ihrer Kleinen zu sprachen. Sie griff nach der Hand ihrer Tochter und drückte sie zärtlich, während sie ihr eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht strich. In ihren Augen spiegelte sich Sorge aber sie versuchte stark zu sein. "Wie geht es dir?" fragte sie schließlich und ein leichtes Lächeln erschien auf den roten Lippen der Mutter. "Hast du Schmerzen?" Wahrscheinlich hatte die Krankenschwester sie längst danach gefragt aber die mütterliche Fürsorge verlangte es von ihr, dass sie sich ebenfalls diesbezüglich erkundigte.

    Nach einer Reihe von Untersuchungen, welche glücklicherweise alle unauffällig gewesen waren verkündete man Mutter und Tochter das es sich wohl um eine leichte Gehirnerschütterung handle sie aber wieder nach Hause gehen könnte. Man händigte ihnen ein Rezept für Schmerztabletten aus und gab ihnen Anweisungen wie man sich dabei zu verhalten hatte. Der Grund für den Sturz war wohl eine Panikattacke oder die Folge einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme hatte der Arzt noch gemeint und das Mädchen noch einmal ermahnt sie solle im Sommer darauf achten genug zu trinken bevor dies noch einmal passiert.


  • Cylie und Nick in einem Zimmer


    2390-nick-summer-pngBeruhigend redete Cylie auf ihn ein, während er damit beschäftigt war seinen Magen in Zaum zu halten. "Es tut mir leid... ehrlich.", erklärte er immer und immer wieder, während sich die Brünette liebevoll um ihn kümmerte, einen Krankenwagen rief und dafür sorgte, dass es ihm ein bisschen besser ging. Er fühlte sich furchbar. Und das nicht nur weil ihm schlecht war, sondern auch weil er Cylies Boden ruiniert hatte und ihr eine Menge Arbeit machte. Sein Kopf tat so schrecklich weh, dass es ihm die Sinne vernebelte und er gar nicht richtig wahr nahm, wie er in den Krankenwagen getragen wurde. Irgendeine fremde Stimme stellte ihm einige Fragen. Dämliche Fragen wie er fand. Was ging den schon der Mädchennamen seiner Mutter an? Nach kurzem Murren und gutem Zureden von Cylie antwortete der Schwarzhaarige aber und erklärte dann schließlich, dass er einfach nur müde war und schlafen wollte. Wieso wollte ihn denn nur niemand schlafen lassen? Im Krankenhaus ging es ziemlich schnell voran. Er wurde durch Türen geschoben, ihm wurden Fragen gestellt und schließlich wurde sein Kopf behandelt, während er sich immer wieder bei Cylie entschuldigte und bedankte, die ständig an seiner Seite blieb. "Es wäre schön, wenn unsere Partyabende nicht immer im Krankenhaus enden würden...", sagte er schließlich, als er irgendwann in einem Zimmer lag. Die Brünette war noch immer bei ihm. "Ich weiß gar nicht wie ich das je wieder gut machen kann. Da bin ich dir wohl mehr als eine Pizza schuldig." Er sah sie an. Mittlerweile war sein Kopf nicht mehr ganz so schrecklich benebelt und er fühlte sich einfach nur noch schlapp und endlos müde, aber auch endlos dankbar.

  • 1677-cylie-pngCylie & Nick | in einem Patientenzimmer


    Glücklicherweise kannte die Studentin die jungen Sanitäter, die Nick ins Krankenhaus befördern sollten, aus einigen Schichten aus der Notaufnahme sodass sie gar nicht große Überzeugungsarbeit leisten musste und mit ihm Rettungswagen fahren zu dürfen. Cylie erklärte zudem noch einmal im Groben was passiert war, ließ natürlich einige pikante Details aus und half etwas mit, wobei es ihr Dank des Alkohols in ihrem Blut auch nicht sonderlich gut ging, sodass sie sich auf halber Strecke einfach hingesetzt hatte. Die Zeit in der Notaufnahme bekam sie auch nur zur Hälfte mit, war aber in den wichtigen Momentan an Nicks Seite und half ihm dabei gewisse Fragen zu beantworten. Der berauschende Alkohol zeigte im Moment mehr seine Wirkung bei ihm, sein Körper schien geschwächt und auch sonst sah er einfach nicht gut aus. Cylie fühlte sich fast schuldig, dass sie soviel von ihm verlangt hatte und auch nicht aufgehört hatte ihn zum trinken zu zwingen. Das Spiel war schließlich ihre Idee gewesen. Damit er Ablenkung hatte. Von Leila und all der blöden Zeit, die hinter ihm lag. Und jetzt waren sie wieder im Krankenhaus gelandet. Es war fast so als wollte sie etwas davon abhalten sich näher zu kommen. „Frag mal, ich muss das meinen Kollegen erklären..“, sprach das Mädchen seufzend und rollte übertrieben ihre grünen Augen, schmunzelte dann aber und setzte sich auf das Patientenbett, in dem Nick es sich einigermaßen bequem gemacht hatte. Der Dunkelhaarige war in einem Einzelzimmer untergekommen da es momentan anscheinend recht wenige Patienten auf dieser Station gab. Man hatte gesagt dass der Student wenigstens einige Stunden oder Tage zur Überwachung hier bleiben musste. Man wusste nie ob bei solchen Verletzungen noch mehr dahinter steckte und anscheinend wollten die Ärzte einfach auf Nummer sicher gehen. Cylie war froh dass ihr bester Freund in er Notaufnahme einen der guten Ärzte erwischt hatte. „Du musst gar nichts wieder gut machen..“ Der Zwilling rutschte näher an ihn heran und legte ihre Hand auf seine. „Das ist doch selbstverständlich.“, erwiderte die Studentin mit einem Lächeln, strich mit ihrem Zeigefinger über die kalte Haut seiner Hand. Ihr Blick fiel auf die Nadel in seinem Unterarm, über die er Flüssigkeit bekam, die er in seinem Zustand wirklich gebrauchen konnte. „Ich hätte dich ja schlecht liegen lassen können. Was sage ich der Polizei wenn dich mal jemand umgebracht hat und man dein Blut in meinem Zimmer findet? Das lässt sich schlecht erklären...“ Cylie streckte ihm die Zunge heraus und lachte dann.

  • Cylie und Nick in einem Patientenzimmer


    2390-nick-summer-pngEr musste schmunzelte als sie erwähnte, dass sie das ihren Kollegen erklären musste. "Ich hab tatsächlich ein bisschen Mitleid mit dir.", gestand er, denn schon wieder kamen die beiden zusammen hier an und einer von ihnen blutete. Langsam aber sicher konnten Außenstehende das Gefühl bekommen, dass sie versuchten sich gegenseitig zu ermorden, oder perverse Fetische besaßen. Dabei war es einfach nur Pech. Immer wenn sie versuchten einander näher zu kommen, dann... passierte etwas schreckliches. Unweigerlich tauchte das Bild der Eisfrau in seinen Gedanken auf und er hätte sich selbst Ohrfeigen können. Als ob. Aber vielleicht hing es doch zusammen? Er wollte nicht weiter darüber nachdenken und konzentrierte sich stattdessen auf seine beste Freundin, die sich gerade auf sein Bett setzte. Sie sah trotz des ganzen Stresses und Aufregung noch immer hübsch aus. Er hingegen sah so aus wie sein Mageninhalt auf Cylies Fußboden. Sie lehnte seine Wiedergutmachung ab und legte ihre Hand auf seine. Er genoss das Gefühl ihrer weichen Haut und genoss den Klang ihrer Stimme, die ihn auch sogleich wieder neckte. "Jaja... Das ist also der Grund, wieso du netterweise den Krankenwagen gerufen hast. So langsam wird es auffällig, dass wir versuchen uns gegenseitig umzubringen. Von Mal zu Mal werden die Verletzungen schlimmer mit denen wir hier aufkreuzen." Er lachte und sah sie an. Auf seinen Lippen lag ein Lächeln. Sie war so liebevoll und fürsorglich und doch war es ihm nicht vergönnt ihr näher zu kommen. Erneut tauchte das Gesicht der Eisfrau in seinen Gedanken auf und ein Schauer jagte ihm über den Rücken. "Langsam werd ich wohl verrückt vor lauter Schlafmanel.", murmelte er und gähnte einmal herzlich. "So gerne ich dich hier habe... aber ich glaube so langsam mach ich schlapp..."

  • 1677-cylie-pngCylie | verlässt das Krankenhaus


    Nickend legte die junge Studentin ihre Hand an ihre Brust, war froh dass der andere Mitgefühl zeigte, auch wenn sie die ganze Sache natürlich nicht ganz ernst gemeint hatte. Es war ihr eigentlich egal, was ihre momentanen Kollegen davon hielten, auch wenn sie die nächsten Tage bestimmt einige Fragen und dumme Sprüche zu hören bekam. Aber so war das eben wenn man mit einem hübschen Kerl in der Notaufnahme erschien, der eine große Platzwunde hatte und auch noch etwas zu tief ins Glas geschaut hatte. Wenn man dann auch noch an besagten Ort arbeitete, brachte einen das manchmal schon in merkwürdige Situationen.. aber solange man da darüber stand. Und Cylie war jetzt auch kein Mensch, der sich davon irgendwie einschüchtern ließ. „Aber wirklich. Irgendwann werden sie Fragen stellen.. schlimme Fragen, nervende Fragen, die nichts mehr mit dem Mädchennamen deiner Mutter zu tun haben..“, erwiderte die Medizinerin darauf und seufzte einmal tief als würde ihr das ganze wirklich auf die Nerven gehen. Aber dem war natürlich nicht so. Auch wenn dieser dämliche Vorfall etwas ganz besonderes gestört und ruiniert hatte, so war es ihr einfach nur wichtig, dass es ihm gut ging und ihm geholfen wurde. Sie war in ihrem Zustand nicht in der Lage gewesen, seine Wunde ordentlich zu versorgen. Die hellen Augen des Mannes waren glasig, er wirkte müde und erschöpft. Cylie lächelte und beugte sich über ihn, drückte sanft ihre Lippen auf die Stirn ihres besten Freundes. „Schlaf ist jetzt auch sehr wichtig..“, sagte das Mädchen zu Nick und irgendwie auch zu sich selbst. Etwas schwankend richtete sie sich wieder auf und räusperte sich. „Du meldest dich, ja? Ansonsten besuche ich dich morgen sobald ich ausgeschlafen habe.. außer du willst mein hübsches Gesicht nicht sehen aber dann bin ich mehr als beleidigt..“ Der Zwilling zog noch einen Schmollmund, winkte ihm und verließ das Patientenzimmer. An der Tür gelehnt blieb sie kurz stehen, atmete tief durch und taumelte dann aus dem Krankenhaus hinaus, winkte ein Taxi heran und ließ sich nachhause bringen.

  • Nick in einem Patientenzimmer


    2390-nick-summer-pngGlücklicherweise hatte Cylie Verständnis für seine Situation und genehmigte ihm den Schlaf. Als sie seine Stirn küsste, wünschte er sich fast sie würde länger bleiben. Er drückte ihre Hand noch einmal mit seiner, dann versprach er sich zu melden und sah ihr nach, wie sie das Zimmer verließ. Er blieb mit einem seltsamen Gefühl zurück und gleichzeitig war er viel zu müde, um weiter darüber nachzudenken. Seine Augen waren zu schwer, um sie noch länger offen zu halten und so machte er das Licht an seinem Bett aus und war auch sofort eingeschlafen. Er träumte von der Eisfrau, die mit ihrem süffisanten Lachen in der Ecke von Cylies Zimmer lauerte und sie beobachtete und als sie auf das Mädchen zuschwebte, protestierte Nick, schrie sie an zu verschwinden und dann, bevor die Eisfrau ihre kalten Finger um seinen Hals schließen konnte, wachte er auf. Ein böser Traum. Die Eisfrau hatte hiermit nichts zu tun. Es war lediglich der Alkohol gewesen, der in seinem Blut herumgeisterte. Nichts mystisches hatte sich eingemischt. Das musste er verstehen. Dennoch beruhigten ihn die Gedanken nur halb. Es war noch viel zu früh zum Aufstehen. Sein Kopf dröhnte, sein Magen rumorte, weshalb er die Augen wieder schloss und es tatsächlich schaffte nochmal einzuschlafen. Überraschenderweise wurde er nicht von den Schwestern am frühen morgen geweckt, sondern wachte irgendwann am Vormittag einfach auf. Neben ihm stand noch sein Frühstück, auf das er aber überhaupt keinen Appetit hatte. Er trank stattdessen ein großes Glas Wasser und zückte sein Handy, das Cylie ihm bereitgelegt hatte. Sie dachte wirklich an alles. Schnell waren ein paar Nachrichten getippt und er legte sich zurück, um an die Decke starren zu können.

  • 1495-alice-pngAlice | bei Nick in einem Patientenzimmer


    Sobald sich die automatische Tür des Krankenhauses öffnete, schob das Mädchen ihr Hände in die hintere Hosentasche und schob sich die dünne Kapuze vom Kopf. Es regnete immer noch etwas, wobei es mehr nieselte, was ja fast schon wieder angenehm war. Alice strich sich die feuchten Haarsträhnen ihres Ponys aus dem Gesicht hinters Ohr, suchte dann anhand der unzähligen, teils wirklich verwirrenden Schilder die Station auf die sie Nick geschickt hatten und dachte während der kurzen Aufzugfahrt daran, dass sie selbst in einigen Monaten Patientin hier sein würde. Es war noch so unwirklich. Fast wie ein Traum. Vielleicht wünschte sie sich in manchen Augenblicken auch, dass es lediglich ein böser Traum war und sie bald aufwachte. Dass Simon friedlich neben ihr schlief und sie weiter ihre Freiheit genießen konnte aber dem war nicht so, sie musste sich damit abfinden und sie konnte auch nicht voller Überzeugung sagen, dass sie unglücklich war. Nein, das war sie nicht. Nicht komplett. Es wuchs ein gesundes Baby in ihr heran und sonst hatte sie doch.. einen lieben Freund, ein paar wenige Freunde, die für sie da waren.. und einer davon wusste immer noch nicht, dass sie schwanger genau. Aber jetzt war doch auch der falsche Zeitpunkt um ihm diese frohe Botschaft zu überbringen.. oder?! Zögernd blieb das Blondchen vor der Zimmertür stehen. Verdammt. Sie hatte es komplett vergessen. Alice hatte überhaupt nicht daran gedacht, Nick bescheid zu sagen. Weil sie Rücksicht nehmen wollte, die Trennung mit Leila war so belastend für ihn, er war nur noch ein Häufchen Elend gewesen. Dann war er sooft mit seiner Kommilitonin unterwegs gewesen, Simon hatte sie beschäftigt. Es war sich einfach nicht ausgegangen und so etwas per Nachricht mitzuteilen war nun wirklich beschissen. Aber es war jetzt so, daran konnte die Schülerin nichts mehr ändern und nachdem sie geklopft und kurz gewartet hatte, trat sie schließlich in das Krankenzimmer. Ob sie sich mit Cedric vorher hätte treffen sollen oder direkt hier im Zimmer, war ja auch egal und vielleicht konnte sie die Zeit zu zweit kurz nutzen für dieses wichtige Gespräch. Aber so wie Nick aussah, sollte sie das eher verschieben. „Nick.. was machst du nur?“ Das schwangere Mädchen näherte sich dem Krankenbett ihres Freundes, setzte sich auf die freie Fläche neben ihn und sah mit Sorgen in den roten Augen auf den frischen Verband an seinem Kopf. „Wie geht’s dir? Cedric sollte auch gleich kommen, er wollte noch ein paar Sachen holen..“

  • Alice & Nick in einem Patientenzimmer


    2390-nick-summer-pngVisite, einige Untersuchungen am Kopf, mehrfach die Frage ob er etwas brauchte oder ihm was weh tat und dann endlich wieder Ruhe. Man hatte ihm sogar genehmigt sich zu duschen, wobei er seinen Kopf und die Haare leider auslassen musste, aber immerhin. Das Krankenhaus stellte einem sogar alles. Das Personal hier war wirklich freundlich und obwohl er selbst an seiner Verletzung Schuld war, machte ihm niemand einen Vorwurf. Er schämte sich fast ein bisschen, dass er so viel getrunken und hierher gekommen war. Die Schwestern beruhigten ihn dann immer mit einem Abwinken und der Aussage, dass sie schon viel schlimmeres erlebt hatten. Er saß gerade an seinem Handy, als es an der Tür klopfte und er den Kopf in die Richtung hob. Sein fragender Gesichtsausdruck wandelte sich sofort zu einem breiten und glücklichen Lächeln, als er Alice sah. "Alice! Es ist so schön dich zu sehen.", entgegnete er ihr freudestrahlend und setzte sich in seinem Bett auf, wobei er ihr ein wenig Platz machte. Draußen nieselte oder regnete es, denn die Klamotten der Blondine waren angefeuchtet, ebenso wie ihre Haare. "Mir geht's ganz okay, er kann sich ruhig Zeit lassen.", erklärte er schnell und lächelte nun etwas entschuldigend. "Hatte einen kleinen Unfall und bin dank dem lieben Alkohol voll gegen den Nachttisch geknallt. Das ist auch schon alles. Ich bin auch nur zur Sicherheit ein paar Tage da, um ne Gehirnerschütterung auszuschließen oder irgendwie so.", erklärte er und griff mit beiden Händen nach der Hand seiner besten Freundin. "Es ist wirklich schön dich mal wieder zu sehen. Sorry, dass es unter diesen Umständen sein musste..." Tatsächlich konnte er sich überhaupt nicht erinnern wie viele Monate sie sich jetzt schon verpasst hatten. Er hatte schon fast geglaubt, dass es komisch werden würde sie wiederzusehen, aber es war wie immer. "Wie geht's dir? Was gibt's neues? Brauchst du ein Handtuch? Deine Haare sind ja ganz nass." Er strubbelte ihr durch den nassen Pony und grinste dann frech.

  • 1495-alice-pngAlice & Nick | in einem Patientenzimmer


    Alice hatte zugegeben etwas Angst verspürt als sie das Zimmer betreten hatten. Zuviele Monate waren bereits vergangen, sie hatte sich bis auf ein paar Nachrichten hier und da nicht gemeldet, Nick genauso wenig. Das Mädchen fühlte sich schlecht und ihr wurde sogar etwas flau im Magen. Jedoch war ihre Sorge unbegründet, denn sobald seine tollen blauen Augen sie entdeckt hatten, strahlte der junge Mann über beide Ohren und das steckte auch das Blondchen selbst an. Es war das Gefühl wie immer. Als hätten sie sich am gestrigen Tag erst voneinander verabschiedet. In einem Moment, in dem er noch keinen dicken Verband am Kopf hatte.. „Es freut mich auch, dich zu sehen.. es ist so ewig her.“, erwiderte das schwangere Mädchen, ein Lächeln malte sich auf ihre rosa Lippen. Ihr Blick wanderte über sein bekanntes Gesicht, heftete sich kurz an seine Verletzung und wartete auf eine Erklärung, auf die sie im nächsten Augenblick schon lachen musste. Auch wenn es vielleicht etwas fies war. „Wieso wundert mich das jetzt nicht? Du bist manchmal so ein Tollpatsch, Nick. Also wirklich..“ Das Blondchen schüttelte ihren Kopf und sah im nächsten Moment auf ihre Hand, die Nick liebevoll umgriff, als würde sie gleich wieder weglaufen. „Besser so als gar nicht.. oder?“, sagte sie darauf und hob lächelnd ihre Schultern, hielt dann die Luft an als Nick fragte was es in ihrem Leben so Neues gab. Nun ja, schon recht viel, aber ob das jetzt hier an diesem Ort etwas zu suchen hatte? Am Ende bekam er noch Kopfschmerzen weil er sich so aufregte und es passierte etwas und das Mädchen war schuld. Auch wenn sie das schon gewohnt war, an etwas Schuld zu sein. Das war nichts Neues. „Nein, nein, das ist nur Wasser, nicht so schlimm.. es regnet etwas.“ Ja, vielleicht konnten sie die nächsten Minuten bis Cedric kam auch einfach über das scheußliche Wetter plaudern. Es brachte sie etwas aus dem Konzept als sie die kalten Finger des Studenten an ihrer Stirn spürte, wie er ihr durch die blonden Haare wuschelte und fast wäre sie ein Stückchen zurück gewichen, hätte er sie nicht im nächsten Augenblick schon zurück gezogen. Sekunden der Stille brachen über den beiden herein, die Schülerin haderte mit sich selbst. Wollte es ihm sagen, ihn mit ins Boot holen, er war ein wichtiger Teil in seinem Leben und hatte es ihm schon viel zu lange verschwiegen. Aber sollte es sich jetzt nicht um ihn drehen, er war im Krankenhaus und verletzt. War das jetzt der passende Augenblick und gab es diesen Zeitpunkt überhaupt? „Ich bin schwanger.“, platzte es plötzlich aus ihr heraus, durchbrach damit die Stille und merkte wie Nervosität sich in ihr breit machte. Alice hatte weiter ihren Blick von ihm abgewandt. Hatte ja gut funktioniert dieses fröhliche über das Wetter plaudern. „Aber es.. geht mir gut.“ Klang vielleicht wenig überzeugend weil es auch nur zur Hälfte stimme aber Alice könnte ihrem besten Freund auch nie etwas vormachen, weshalb sie es auch erst gar nicht versuchte überzeugend zu klingen.

  • Alice & Nick in einem Patientenzimmer


    2390-nick-summer-png"Tja... der Tag musste kommen, an dem ich es übertreibe. Jetzt ist er da gewesen und ich sollte vernünftiger werden.", erwiderte auf ihre Worte, dass er ein Tollpatsch war. Dabei grinste er natürlich breit, um zu verdeutlichen, dass es wohl noch eine Weile dauern würde, bis er sich wirklich dazu entschied vernünftiger zu werden. Als sie anmerkte, dass sie sich besser so trafen als gar nicht, nickte er zustimmend. "Da hast du wirklich recht.", gab er zu und sah ihr in die roten Augen, die ihn schon immer fasziniert hatten. Es gab eine Zeit, vor vielen Monaten, wo er sich nur zu gern darin verlor und es hatte sich kaum etwas daran geändert. Vielleicht schlug sein Herz nicht mehr ganz so schnell dabei. Seltsam. Als er ihr wie selbstverständlich durch die Haare strubbelte herrschte kurz Schweigen. Zwar hatte sie gesagt, dass ihr das bisschen Wasser nichts ausmachte, aber irgendetwas schien sie zu beschäftigen. Hatte er etwas falsch gemacht? Womöglich war er mit der plötzlichen Berührung nach der langen Zeit doch ein wenig zu weit gegangen. Gerade als er Luft holte, um sich dafür zu entschuldigen, kamen der Blondine Worte über die Lippen. Sein Atem stoppte, ging weder ein noch aus und für einen Moment war er aus dem Konzept gekommen. Hatte er sie richtig verstanden? Noch bevor er sein Gehör hinterfragen konnte, sprach sie weiter und versuchte ihm zu versichern, dass es ihr gut ging. Halbherzig, wie Nick fand. Ihre Worte waren kaum zu hören, geschweige denn ihre Überzeugung darüber. Ihm waren alle Gesichtszüge entgleist und indem er die ganze eingeatmete Luft aus seinen Lungen entließ, entspannte er auch seine Mimik wieder. Seine Kiefer pressten aufeinander. Wieso war er wütend? Müsste er sich nicht freuen? Sollte er sich freuen? Freute sie sich? "Von ihm?", fragte er, wollte nicht mal seinen Namen in den Mund nehmen und hoffte fast, dass Alice den Kopf schüttelte, dass sie einen anderen hatte. Aber war dem Schwarzhaarigen wirklich ein One-Night-Stand lieber als Simon? Vermutlich. Der Typ war einfach ein rotes Tuch für ihn. "Entschuldige... ich wollte dir nichts unterstellen ich bin nur... also... ich... ich weiß einfach nicht was ich jetzt sagen soll." Er fand keine Worte um sich zu erklären aber auch keine die hier in dieser Situation angemessen erschienen. "Ich mein nur, dass das einfach plötzlich kommt und ich nicht wusste, dass ihr diesen Schritt machen wollt und... es überfordert mich einfach ein bisschen. Ist ein 'herzlichen Glückwunsch' angebracht, oder ist es gar kein Glück? Ich... Bitte... Sag mir bitte einfach was ich sagen soll.", bat er und seine Worte klangen ein wenig verzweifelt und vielleicht sogar ein wenig wütend. Alice erwartete ein Kind. Von Simon. Hätte es schlimmer werden können für seine beste Freundin? Vermutlich nicht. Zumindest nicht in Nicks Augen. Die zuvor normale Situation hatte sich ziemlich schnell zugespitzt und tatsächlich war da der Gedanke in seinem Kopf, dass sie besser nicht hierher gekommen wäre.