Das Krankenhaus "St. Ulrich"

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    Das moderne Krankenhaus und seine Mitarbeiter kümmern sich 24/7 professionell und gleichermaßen liebevoll um ihre Patienten. Aufgrund neuester Gerätschaften und Verfahren kann in kürzester Zeit eine genaue Diagnose gestellt und diese sofort behandelt werden, sodass der Aufenthalt möglichst kurz gehalten wird. Schließlich will Niemand mehr Zeit als notwendig leidend in einer Klinik verbringen. Natürlich stehen auch für kleinere Verletzungen und Wehwehchen Ärzte und Pflegepersonal in der Notaufnahme zur Verfügung, die diese entsprechend und mit großer Fürsorge behandeln.


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    baby, can't you see?

    that your past is your past

    oh babe, you've got a hold of me

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  • Felicia und Raegar kommen an
    [Auf dem Weg zum Krankenhaus]


    Der Braunhaarige hatte es tatsächlich geschafft die sonst so quirlige Blondine einen Moment inne halten zu lassen. Sie wirkte etwas irritiert davon wie Raegar die Geschichte und ein zweifelhafter Gesichtsausdruck war bei der jungen Frau erkennbar. Der junge Mann schien es tatsächlich geschafft zu haben dass Felicia darüber nachdachte. Überzeugt hatte er sie vielleicht nicht von dem was er sagte aber zumindest war sie skeptisch und wusste nicht was sie glauben sollte. Er war kurz erleichtert dass er scheinbar, genau wie Felicia das Talent hatte solche Situationen realistisch rüberzubringen. Auch hatte Raegar gemerkt das die junge Frau ihn während seiner schauspielerischen Darbietung einige Male skeptisch, sowie genauestens Musterte. In diesem Momenten war Raegars Anspannung besonders hoch gewesen, denn er hoffte dass er die Blonde ebenso reinlegen konnte, wie sie es mit ihm getan hatte. Vermutlich würde alle die etwas von dem Drama auf dem Marktplatz mitbekommen hatten die beiden für verrückt erklären und wer weiß was sie sonst noch reden würden. Daher fand der Braunhaarige es ganz gut dass sich nur wenige Leute hier herumtrieben. Wenn man sie als verrückt beschimpfen würde, hätte der junge Mann es einfach ignoriert. Zugegeben glaubte nicht mal er selbst daran normal zu sein. Aber ein Paar Verrücktheiten hier und dort konnte sowieso nicht schaden, der Meinung war er jedenfalls. Sie machten das Leben lustiger, verliehen einem das passenden Gegenstück zum manchmal tristen Alltag. Felicia hatte noch immer kein Wort über die Lippen gebracht und schien der Grübelei verfallen zu sein. Einmal erwischte er sie dabei wie die junge Frau sich zaghaft an den Hinterkopf fasste. Im ersten Moment überforderte ihn diese Geste der Blondine, er war sich nicht sicher wie er sie deuten sollte. Zudem verwarf er der Gedanken und beschloss nicht weiter darüber nachzudenken, vermutlich hatte er sie in Verlegenheit gebracht und sie wusste nicht wie sie handeln sollte. Bei weitem war der Braunhaarige kein Schauspieltalent, so dachte er jedenfalls, aber das würde sich sowieso innerhalb der nächsten Sekunden zeigen denn Feli begann Worte mit ihren Lippen zu formen. Sie wollte tatsächlich mit ihm gemeinsam den Doktor aufsuchen. Die Situation überforderte Raegar im ersten Augenblick. Er hatte keine Ahnung welchen Arzt er aufsuchen sollte und was dann geschehen würde. Dann beschloss der Braunhaarige das es zu spät sei die ganze Sache jetzt enden zu lassen, außerdem fand er Felicia lustig und ihre Anwesenheit wusste er auch zu schätzen. Er konnte jetzt noch mit Felicia zu einem Doktor gehen und dann würde sie ihn wahrscheinlich für verrückt halten und beschließen ihn nicht mehr sehn zu wollen oder er konnte ihr jetzt mitteilen das es nur ein Spaß war, was jedoch das selbe Ende haben würde. In seine Rolle hineinversetzt begann Raegar sich langsam umzudrehen. "Ja das sollten wir. Heißt das du erinnerst dich an mich?", den zweiten Teil des Satzes stammelte Raegar um sich überrascht wirken zu lassen. Nun konnte der Braunhaarige ein schelmisches Grinsen auf dem Gesicht der Blondine ausmachen, mit dem er überfordert war.Hatte auch sie einen Plan? Wieso begann sie plötzlich zu grinsen?.Er würde sich wohl oder übel von dem überraschen lassen was in dem Kopf der jungen Frau vorging. "Fällt dir den überhaupt noch ein welcher Arzt dich immer behandelt hat Liebling? Ich weiß noch wie er mir immer Mut machte während wir gemeinsam im Wartezimmer saßen", begann er zu erzählen. " Das wird schon wieder Raegar, sie wird sich an dich erinnern, gib nicht auf! Das waren die Worte die der Arzt mir immer mitgab. Jedes mal wieder!", fuhr er fort. "Und seitdem habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Also lass uns gehen, natürlich nur wenn du dich bereit dazu fühlst okay? ", mit diesen Worten ließ er das Gespräch enden nahm die junge Frau an der Hand setzte sich mit ihr vom Markplatz kommen auf den Weg zu Klinik in Bewegung. Der Weg bis das Krankenhaus in Sicht kam dauerte eine Weile und ab hier, wo die Klinik in Sicht würde es auch noch eine Weile dauern bis sie den Eingang erreicht hätten. Der Braunhaarige hoffte nun auf eine Antwort der Blondine auf seine vorherigen Fragen.


  • Die Blonde stockte für einen Moment. Raegar hatte gerade tatsächlich zugestimmt sie zum Arzt zu begleiten. Für den Hauch einer Sekunde zweifelte die junge Frau an ihrer Theorie, dass es sich hierbei lediglich um einen Trick des Anderen handelte und schien seinen Worten Glauben zu schenken. Selbst wenn es der Wahrheit entsprach würde Felicia es leugnen, sie konnte es nicht akzeptieren. Ihr ganzes Leben konnte sich nicht um eine einzige Lüge handeln. Felicia schüttelte den Kopf. Die Worte Raegars machten sich noch verrrückt. Das grenzte doch schon an Gehirnwäsche was er hier mit ihr trieb. Die junge Frau raufte sich die Haare und biss sich auf die Lippen. Das was der Braunhaarige konnte, konnte sie schon lange. Dieses Spiel würde weiter gespielt werden bis ein Sieger hervorging. Dieser Sieger würde Felicia heißen. Sie freute sich schon auf das Gesicht des Anderen, wenn er schließlich vor einem Doktor stand und seine Lüge gestehen musste. Nur schwer konnte die Blondine sich ein schelmisches Grinsen verkneifen. Vorfreude war ganz eindeutig die schönste Freude. Wahrscheinlich würde Raegar schon eher einknicken und die Wahrheit gestehen. "Ich erinnere mich an dich. Ich erinnere mich aber nicht an uns..." Felicia senkte ihren Kopf um ihre Betroffenheit zu verdeutlichen. Eigentlich entsprachen diese Worte der Wahrheit schließlich erinnerte sie sich daran diesen jungen Mann schon einmal irgendwo gesehen zu haben. Man konnte sie im Nachhinein also nicht als Lügnerin abstempeln. Ihn allerdings schon. Die Blonde selbst würde ihn nicht verurteilen. Das Gegenteil wäre eher der Fall. Sie würde ihre Bewunderung für sein Schauspieltalent ausdrücken und es wäre ihre eine Freude auf einem Menschen getroffen zu sein, der ihr an Verrücktheit das Wasser reichen konnte. So einen Menschen traf man im Leben nur ganz selten und daher sollte man sich diese Menschen bewahren. "Ich merk mir Namen nicht so gut...", gestand Felicia schließlich. Auch dies entsprach der Wahrheit. Sie versuchte sich eher das Gesicht einzuprägen und erst später, nach unbestimmter Zeit, schaffte sie es auch sich den passenden Namen dazu zu merken. Manchmal empfand die Blonde den Namen aber dermaßen unpassend und so kam es schon mal vor das bestimmte Leute von ihr einfach unabsichtlicherweise einen anderen Namen zugeordnet bekamen, sehr zum Leidwesen der Anderen. Raegar erzählte von seinen vermeintlichen Gesprächen mit dem Arzt und auch wenn es wie eine Szene aus einer billigen Soap klang, erwischte sich Felicia dabei wie sie sich ebenfalls nach einer kitschigen Liebesszene dieser Art sehnte. Ohnehin erging es allen Menschen auf der Welt so. Ständig waren sie auf der Suche nach Liebe, Akzeptanz und Zuneigung. War die Menschheit denn so verkümmert, dass sie darauf angewiesen waren was andere Menschen von ihnen hielten. Während die Blonde über Dinge dieser Art nachdachte hatte der junge Mann nach ihrer Hand gegriffen und ihr von der Mauer aufgeholfen Ein kurzes Zucken ihrerseits folgte. Die Blondine hatte einfach nicht mit einer Berührung seitens des Anderen gerechnet. Jemand der sie nicht so gut kannte, hätte vielleicht glauben können das der jungen Frau die Berührung unangenehm war doch dem war keineswegs so. Felicia war schließlich auch jemand der nicht davor zurückschreckte ihren Gegenüber an der Hand zu nehmen. Schließlich nahm Feli die Hand Raegars entgegen und erhob sich von der kalten Mauer. Vorsichtig klopfte sie sich mit der freien Hand den Schnee von ihrem Kleid. Während sie sich auf dem Weg ins Krankenhaus machten begann es zu schneien. Die Blonde streckte ihre beiden Hände nach oben und genoss den Anblick der weißen Pracht, welche langsam vom Himmel fiel. Sie drehte sich ein paar mal im Kreis als würde sie versuchen mit den Schneeflocken zu tanzen. Ihr Herz schlug einen Takt schneller. Sie hatte sich schon so sehr auf den Schnee gefreut und nun war es endlich soweit und die Stadt wurde in ein wunderschönes Weiß gehüllt. Es waren sehr große Flocken und es machte den Anschein das ihnen die Schneepracht ihnen eine Zeit lang erhalten bleiben würde. Die Blonde lächelte und sah wieder zu Raegar. "Schau wie wunderschöööön...." Vereinzelte Schneeflocken benetzten die Haare der Blonden, sowie auch ihre Klmotten. Felicia wusste das es unzählige Menschen denen es nicht recht war, dass es schneite doch sie freute sich. Es war einfach kein richtiger Winter wenn er ohne Schnee vorüber ging. Selbst wenn Felicia also Recht behalten würde und der Andere nur auf ihr Spiel eingestiegen war, war sie doch glücklich dieses schöne Ereignis mit jemanden teilen zu können. "Da du ja ein so gutes Verhältnis zu dem Arzt hattest, weißt du ja bestimmt an wen wir uns wenden müssen oder?" , hakte die Blonde schließlich nach und war gespannt wie ihr Möchtegernpartner reagieren würde. Felicia war darauf bedacht jede kleinste Gefühlsregung in seinem Gesicht wahrzunehmen. Sie würde als menschlicher Lügendetektor funktionieren.


  • Raegar konnte sichtlich sehen das die Blondine, welche er an der Hand hielt, sehr aufgebracht war. Zahlreiche Gesten unterstrichen die Theorie des Braunhaarigen nur noch. Sie raufte sich die Haare, biss sich auf die Lippen und schüttelte auch zahlreiche Male verwirrt den Kopf- gerade so als versuchte sie durch das schütteln den Kopf klar zu bekommen und Wahrheit von Lüge zu trennen. Scheinbar schien der jungen Dame dieses Kunststück auch zu gelingen, denn aus ihrer verzweifelten Körpersprache wurde ein siegessicheres grinsen - hatte sie ihn nun durchschaut? All das würde zunehmend klarer werden, da sie immer näher an die Klinik heranschritten. Allmählich wurde auch Raegar ein bisschen angespannter sie würde ihn bestimmt bald danach Fragen mit welchem Arzt er gesprochen hatte, wie lange sie ihre Amnesie schon hatte. Das waren die Fragen die Raegar zur Verzweiflung bringen würden und seine Geschichte auffliegen lassen. Er musste sich eine Wendung einfallen lassen, eine die nicht so vorhersehbar oder auffällig war wie den Arzt zu bestechen. Zudem wollte er eh nicht so weit gehen, es wäre das reinste Psychospiel wenn er das täte. Also beschloss er sich eine bessere Variante einfallen zu lassen und wenn er diese nicht fand - Naja dann würde er die Niederlage wohl in Kauf nehmen. Aber noch war es nicht so weit, er würde sie bis zum Krankenhaus begleiten und vorm Eingang noch kurz Zeit schinden, denn er brauchte einen Plan. Seine wilden Übertreibungen würden im Krankenhaus ans Licht kommen, denn vermutlich wurde Felicia nie wegen einer retrograden Amnesie eingeliefert. Weshalb Raegar sich dennoch dazu verleiten lies in das Krankenhaus zu kommen, obwohl er diese Orte eigentlich ganz und gar nicht mochte, hing vermutlich damit zusammen dass er die Gesellschaft von Felicia mochte. Natürlich war es auch die Neugierde zu sehen was in der Pflegeeinrichtung passieren würde. Einer Niederlage konnte der Braunhaarige in keinem Fall entkommen, aber immerhin hatte er dann nicht vorher klein beigegeben. Es begann plötzlich zu schneien und ein kindliches Funkeln stand in Felicias Augen. Die Blondine schien nun mit den Schneeflocken zu tanzen und diese auch mit ihr. Ein paar der weißen Eiskristalle landeten auf ihren Haaren und reflektierten vereinzelte Sonnenstrahlen. Raegar fand es niedlich wie sie sich mit den herunterregnenden Flocken amüsierte, Felicia war eine wahre Frohnatur. "Ja du hast Recht es ist wunderschön", den zweiten Teil ihrer Frage, bezüglich des Arztes an den sie sich wenden sollten beschloss Raegar nicht zu beantworten - noch nicht. Sie standen nun vor den sensorgesteuerten Türen der Klinik und Raegar hätte es fast nicht bemerkt. "Schatz? Wartest du noch eine Sekunde auf mich? Falls du es nicht mehr weißt, ich mag Krankenhäuser nicht sonderlich", drückte er vorsichtig aus. In Wahrheit hasste er Krankenhäuser, irgendetwas wiederstrebte ihm an solchen Gebäuden. Natürlich wusste der junge Mann auch dass diese Einrichtungen dringend von Nöten waren und das gesamte Personal in der Klinik darauf bestrebt war den Menschen zu helfen und diese zu heilen, egal was ihnen fehlte. Dennoch war dieser Ort befremdlich für ihn, egal wie sehr er von der Notwendigkeit von Krankenhäusern überzeugt war. Raegar stoppte abrupt vor den Türen und begann die Hand der Blondine fester zu umklammern. Er würde mit ihr hineingehen, es kostete ihn nur ein wenig Überwindung. Sein Blick schweifte zu seiner Begleitung. "Es tut mir Leid", entschuldigte sich Raegar als er bemerkte dass seine Hand ihre fester umschloss. Er lockerte den Griff und machte zwei Schritte nach vorne. Die elektrischen Türen öffneten sich nach rechts und links. Der junge Mann warf seiner blonden Begleitung noch einen letzten Blick zu und dann betrat er mit ihr die Klinik ohne ein weiteres Wort.


  • Der Braunhaarige beobachtete die Blonde. Er verfolgte ihre Gestik und studierte förmlich ihre Mimik. Felicia hatte Mühe und Not sich trotz dieses Wissens halbwegs normal zu verhalten wobei dies für ihre Verhältnisse sowieso ziemlich ungewöhnlich gewesen wäre. Die junge Frau verhielt sich niemals oder nur selten der Norm entsprechend und erntete aufgrund dieser Tatsache so manche urteilenden Blicke aufgrund ihres Verhaltens. Sie hatte gelernt damit umzugehen und es störte sie auch nicht weiter. Es widerstrebte der Blondine sich der Masse anzupassen nur um den verurteilenden Blicken zu entkommen. Wahrscheinlich war ihre Persönlichkeit Schuld daran warum sie bei diesem Spielchen hier mitmachte. Anderen Erwachsenene wäre es bestimmt schon längst zu blöd oder zu kindisch geworden und sie hätten das Weite gesucht. Felicia jedoch bevorzugte Menschen wie den Braunhaarigen, Menschen denen es egal war anders zu sein. Sie hatte dieses Spinnennetz zu spinnen begonnen und der Andere war darauf eingestiegen. Die Blonde hielt an diesem Gedanken fest. Ihre Begleitung wollte doch nur das sie auf seine Geschichte hereinfiel um sie dann auszulachen. Mit ihr nicht. Sie lies sich nicht an der Nase herumführen. Ihr Möchtegernpartner war ziemlich gut in seiner Rolle und so hatte die Blonde kurzzeitig wirklich Zweifel an ihrer Realität gehabt, doch nun war sie wieder drauf und dran die kleine Lügengeschichte des Anderen aufzudecken. Bald schon würde er sich in den Lügen verstricken und sich selbst als Lügner entlarven. Bei diesem Gedanken hätte Feli normalerweise schmunzeln müssen, doch sie durfte sich keinen Fehler mehr erlauben. Sie musste den Anderen in dem Glauben lassen, dass sie seine Geschichte angenommen hatte. Vielleicht würde Raegar dann unvorsichtiger werden und wenn er es am wenigsten erwartete würde die Falle zuschnappen. Selbstverständlich blieb es nicht unbemerkt das Raegar der Frage der Blondine auswich, sie unbeantwortet lies oder so tat als hätte Felicia die Frage niemals gestellt. Spätestens nun hätte sie herausgefunden, dass der Andere lediglich eine Show abzog. Das Ignorieren ihrer Frage machte alles so offensichtlich. Mit diesem Wissen näherten sich Felicia und Raegar dem Krankenhaus. Vor dem Eingang hielten sie noch einmal kurz an und als der junge Mann zum Wort ansetzte glaubte die Blonde schon zu wissen was er ihr mitteilen wollte doch sie vermochte sich zu irren. Felicia hatte eine Beichte erwartet doch ihre Begleitung setzte lediglich noch eines drauf als er ihr von seinem Unwohlsein gegenüber Krankenhäusern erzählte. Sie konnte es teilweise gut nachvollziehen weil man mit diesem Gebäude immer eine Art Negativität verband aber schlussendlich wurden sie doch gemacht um Menschen zu helfen. "Warum magst du sie nicht?", hakte die Blonde nach und sah ihren Möchtegernpartner durchdringend an. "Krankenhäuser haben doch etwas Gutes an sich. Hier wird Menschen geholfen, die sonst möglicherweise sterben würden..." Nahezu andächtig sah die junge Frau an dem mehrstöckigen Gebäude nach oben. Vielleicht hatte Raegar keine guten Erfahrungen mit Krankenhäusern gemacht. Meistens basierte ja die Angst vor Ärzten und Krankenhäusern auf einem traumatischen Ereigniss in der Kindheit oder einer negativen Erfahrung im Laufe des Erwachsenendaseins. Die Hand des Braunhaarigen festigte sich und drückte Felicias Hand ein Stück fester. Nun konnte die Blondine nicht länger unterscheiden ob er tatsächlich eine Abneigung gegenüber diesem Gebäude hegte oder ob es lediglich zu seinem Plan gehörte um mehr Zeit zu gewinnen. Sein Gesichtsausdruck war so glaubwürdig und seine Worte schienen so ehrlich, dass die Blonde sich förmlich schlecht vorkam als sich der Gedanke, dass es sich dabei lediglich um einen Trick handelte, kurz in ihrem blonden Köpfchen breit machte. "Ist schon in Ordnung. Du bist ja nicht alleine." Ein ehrliches und sanftes Lächeln legte sich auf die Lippen der jungen Frau als sie zu dem Größeren aufsah. Es war ihr allerdigns nicht bewusst ob es nun Felicia war die so handelte oder ob es die Möchtegernfreundin von Raegar war. Der Braunhaarige schien durch diese Tat etwas ruhiger zu werden und so konnten sie das Krankenhaus schließlich betreten. Die warme Luft strömte den Beiden entgegen als sie über die Türschwelle traten. Felicias Haare wehten in der Luft wie einem dieser billigen Fotoshootings. Intuitiv schloss die junge Frau die Augen, da die warme Luft diese förmlcih austrocknete. Als sie ihre Augen wieder öffnete erblickte sie eine gigantsiche Menschenmasse im Eingangsbereich. Nun festigte sich der Griff der Blonden um die Hand des Anderen. "Lass meine Hand bloß nicht los. Ich bin komplett orientierungslos." Durch diese Aussage vermittelte sie gleichzeitig die Wahrheit und gleichzeitg stellte Felicia sicher, dass der Andere nicht abhauen konnte um sich sicher aus der Affäre zu ziehen. Mit großen Augen musterte die Blonde die Stationsübersicht, welche den Patienten als eine Art Orientierungshilfe dienen sollte. Eigentlich wusste die Blonde nicht wonach sie eigentlich Ausschau halten sollte aber nun war es sowieso an Raegar den weiteren Schritt zu tun, schließlich hatte Felicia ja Amnesie und somit konnte man doch wohl schlecht von ihr verlangen sich in diesem gigantischen Gebäude zurecht zu finden. "Wo gehts denn lang, Schatz?" Die junge Frau wandte sich nun ihrer Begleitung zu und bemühte sich so hilflos wie nur irgendwie möglich auszusehen.


  • Raegar hatte nicht mit dieser Reaktion der Blondine gerechnet, nachdem er ihre Hand fester umklammert hatte. Sie sprach ihm Mut, ja in gewisser Weise war sie sein Ruhepol in diesem Augenblick. Obwohl der Braunhaarige sie ja erst seit heute kannte, hatten die beiden wohl schon mehr verrückte Dinge getan wie spießige und langweilige Menschen in ihrem ganzen Leben. Denn allein diese Geschichte bis zu diesem Punkt weiterzuspinnen war in gewisser Weise schon verrückt. Raegar hatte das Krankenhaus nun also mit seiner Schauspielfreundin betreten, es war die Hölle los, etliche Menschenmassen, jeder von ihnen war Krank oder verletzt. Manche hatten ein Bein gebrochen, andere einen Arm und widerum anderen sah man äußerlich kaum etwas an. Er musste sich erst zurechtfinden, was momentan etwas schwierig war. Er beschloss Feli zuerst auf die Fragen zu antworten, welche sie ihm noch draußen vor dem Krankenhaus gestellt hatte. "Naja ich weiß auch nicht, Krankenhäuser besitzen einen negativen Beigeschmack wenn du mich fragst", er fuhr fort "Aber ja du hast recht, ohne diese Einrichtungen würde es vielen Menschen schlechter gehen oder sie würde nicht überleben, hier überwiegt der positive Aspekt wohl", er lächelte die Blondine an. Dem jungen Mann war es keineswegs leichtgefallen das Krankenhaus zu betreten, er vermied diese Orte sofern es nicht wirklich von Nöten war. Bei Arztpraxen verhielt er sich kein bisschen anders, wodurch er vermutlich alles viel schlimmer machte. Raegar war einer dieser Menschen die erst zum Arzt gingen wenn es schon zu spät war, verbeugende Maßnahmen konnte der Doktor bei ihm also ohnehin schon vergessen. Der Hausarzt war nicht sonderlich begeistert von Raegars Vorgehensweise in dieser Angelegeheit. Oftmals wurde der Alte auch einfach nur wütend, verfiel in fast schon cholerische Zustände. Wenn der Braunhaarige also zum Arzt ging war eine Moralpredigt praktischerweise schon vorprogrammiert, meist bekam dann auch die halbe Arztpraxis das ganze mit, da der Doktor ihn am eine seines Aufenthalts in der Praxis genervt und innerlich kochend nach draußen verwies. Natürlich wusste der Braunhaarige das der alte Quacksalber recht hatte, aber dennoch wollte er sein Verhalten nicht ändern. Oft kam er dadurch nämlich auch ohne Praxisbesuch und Medikamente aus. Sein Körper hatte ja auch genügend Abwehrkräfte, also wieso sich nicht auf die natürlichen Heilkräfte verlassen. In gewisser Weise fand er es auch amüsant den Doktor ein wenig zu reizen, meistens war Raegar dann nicht in der Position um ihn reizen zu dürfen aber er tat es dennoch. Auf die Frage hin die sie ihm schon vor einiger Zeit gestellt hatte, was den Arzt anging der sich um die Amnesie der Blondine kümmern würde wusste er sich noch keinen Rat, einen Arzt bestechen, einfach abhauen oder jetzt mit der Wahrheit rausrücken. Nein, keiner dieser Auswege kam in Frage, der zweite schon garnicht denn jetzt hatte seine langjährige Beziehung die ja auf Amnesie basierte seine Hand fester umklammert. Raegar sah sie zuerst ein wenig hilflos an, da er nicht wusste wieso, es konnte alles mögliche sein, aber dann rückte die Blondine mit der Sprache raus. Sie war Orientierungslos in dem großen Gebäude das sich auschließlich zur Pflege von Kranken hier befand. Nun fragte Felicia ihn auch noch wo es langgehen sollte - er hatte keine Ahnung. Aber das brachte dem jungen Mann auch gleichzeitig die Lösung näher. Er warf eine kurzen Blick zur Rezeption - Dort befand sich eine junge Braunhaarige Frau, die allerdings noch nicht das typische Klischee der Angestellten an der Krankenhausanmeldung erfüllte. Vermutlich arbeitete die Frau noch nicht lange hier und das sah Raegar als seine Chance. "Wir müssen zu Doktor Best, er hat sich damals um deine Amnesie gekümmert, aber ich kann nirgendwo seinen Namen eine Station zugeordnet sehen, wir müssen wohl zur Rezeption.", Raegar begann seinen nächsten Satz "Früher jedenfalls leitete er die Station 3", er sah seine Begleitung an und sprach dann weiter. "Lass meine Hand nicht los in Ordnung, wir müssen jetzt durch zur Anmeldung.". Aufgrund der Menschenmassen würde sich dies jedoch zu einem langwierigen Prozess entwickeln, Raegar beschloss also noch ein bisschen zu tricksen. Er würde das ganze Krankenhaus vermutlich in Aufruhr versetzen und die beiden würden sich wohl schnell im ganzen Krankenhaus rumsprechen, aber das störte den Braunhaarigen nur noch wenig. "Spiel mit Okay!", flüsterte er Felicia leise zu und nahm sie auf den Arm. "Hilfe! ICH MUSS SCHNELL DURCH MEINE FRAU IST SCHWANGER!", rief Raegar mit all seiner Glaubwürdigkeit die er aufbringen konnte. Zahllose verdutze Geischter blickten in seine Richtung und rasch bildeten die Leute eine freien Gang, den das angeblich schwangere Paar passieren konnte. Die beiden waren also schnell an der Rezeption angelangt und baten die überforderte neue Mitarbeiterin um Hilfe. In dem Stress den sie hatte, realisierte sie garnicht, zu gunsten der beiden, weshalb diese vor ihr standen. "Wir müssen zu Dr. Best, wegen der Amnesie meiner Freundin, arbeitet der noch hier?", sagte er so leise es ging, sodass die Patienten hinter ihnen nichts mitbekamen. Wie von Raegar erhofft war sie auch noch nicht lange genug mit an Board des Krankenhauses um zu wissen das es diesen Arzt garnicht gab. Die Dame antwortete ihm gestresst "Dritter Stock Doktor River, der andere arbeitet nicht mehr hier " . Noch immer trug er Felicia auf den Armen und verschwand im Treppenhaus, dort setzte er die KOnditorin ab. "So das hätten wir geschafft", ein grinsen konnte sich der junge Mann an dieser Stelle nicht verkneifen. Das diese absurde Aktion tatsächlich geklappt hatte war ein Wunder und das er nicht aufgefallen war mit seiner idiotischen Frage nach einem sogenannten Doktor Best noch ein viel größeres. Er sah nun wieder zu seiner verwirrten Begleitung "Na hat doch geklappt und nun müssen wir in den dritten Stock, Doktor Best arbeitet hier wohl nicht mehr", sagte er mit einem hauch von Trauer in seiner Stimme. "Aber deine Akte haben sie sicherlich noch da, wir sollten unser Glück versuchen. Bist du bereit? ", fragte er Felicia und nahm sie an der Hand.


  • Felicia konnte die Meinung des Anderen sehr gut nachvollziehen. In irgendeiner Weise hatte er ja Recht. Mit Krankenhäusern verband man meistens Krankheit, Verletzungen oder aber auch Tod und für sehr viele Menschen gewichteten diese Dinge mehr als Gesundheit und Heilung. Negative Dinge behielt man leider Gottes eher in Erinnerung. Der Geruch, welcher in dieser Einrichtung vorherrschte, war auch nicht gerade angenehm und rief in vielen Menschen unangenehme Erinnerungen hervor, welche sie möglicherweise in ihrer Kindheit erlebt hatten. Die Blonde selbst gehörte zu den Menschen, welche mit medizinischen Einrichtungen dieser Art eigentlich keine Probleme hatte und so war es für sie ein Leichtes Raegar etwas von ihrer Ruhe zu vermitteln. Selbst wenn die Beiden hier nur ihr Spielchen trieben so war es doch schön den Anderen mit ihren Worten zu beruhigen auch wenn Felicia eigentlich alles andere als ein Ruhepol war. Die junge Frau erwiederte das Lächeln ihres Gegenübers und festigte ihren Griff um seine Hand auf eine sanfte Art und Weise. Sie hoffte durch diese Geste sein Unwohlsein zu vertreiben. Schon bald erklärte der Braunhaarige Felicia zu welchem Arzt sie mussten und wo er zu finden war. Als der Name des Arztes an das Ohr der Blonden drang musste sie sich ein Grinsen verkneifen und zu ihrer eigenen Überraschung gelang ihr dies sogar ziemlich gut. Dieser Name schrie förmlich danach, dass er erfunden war. Sie hätte den Anderen für einfallsreicher gehalten aber scheinbar griff er auf den Namen des nächstbesten Werbearztes zurück. Nach und nach verlor die Geschichte ihres Möchtegernpartners an Glaubwürdigkeit aber Feli war gespannt darauf wie der Andere sein Spinnennetz weiterspinnen würden und so lies sie seine Aussage fürs erste unkommentiert, da sie dieses Spielchen nicht vorzeitig abbrechen wollte. Sie musste Raegar weiterhin in dem Glauben lassen, dass sie ihre Realität nach wie vor anzweifelte. Felicia musste allerdings zugeben, dass die Geschichte des anderen dermaßen interessant klang und sie aufgrund dieser Tatsache noch nicht alles kaputt machen wollte. Immerhin hatte sie bisher in ihrem ganzen Leben noch niemanden getroffen mit dem sie solche verrückten Sachen machen konnte ohne das sie dafür verurteilt wurde. Ehe die Blondine länger darüber nachdenken konnte hatte der Andere ihr etwas zugeflüstert, doch Felicia hatte keine Ahnung was er damit meinte darum warf sie ihm einen fragenden Blick zu. Im nächsten Moment fand sie sich allerdings in seinen Armen wieder. Intuitiv hatte sie ihre Hände in seinen Nacken gelegt um sich besser festhalten zu können. Raegar trug sie mit einer Leichtigkeit durch die Menschenmasse als wäre die Blondine federleicht. Sie wog jetzt nicht besonders viel aber dennoch hatte sie in den Armen Raegars das Gefühl regelrecht durch die Lüfte zu schweben und so zierte ihre Lippen ein sanftes Lächeln, während sie in den Armen des Anderen lag. Mit der Ausrede das die Blonde schwanger sei schaffte er sich einen freien Weg und bei genau diesen Worten faste sich Felicia an den Bauch um die Worte des Braunhaarigen zu verstärken. Tief in ihrem Inneren hoffte die junge Frau allerdings, dass sie nicht wie eine Schwangere aussah denn snst müsste sie ihre Nascherein schleunigst einstellen. Es war atemberaubend mit welcher Leichtigkeit er sich selbst und die Konditorin durch die Menschenmasse lenkte um sich durch diese kleine Notlüge bis zur Information durchzuschlagen. Raegar erkundigte sich bei der Informationsdame nach einem besagten Dr. Best und wenn Felicia es nicht mit eigenen Worten gehört hätte,, hätte sie es auf keinen Fall glauben können. Laut der Aussage der Dame gab es tatsächlich einma einen Dr. Best. Die Überraschung war der jungen Frau ins Gesicht geschrieben und sie war sprachlos. Erneut begann sie den Worten Raegars Glauben zu schenken. Die Unbekannte hätte doch sonst gesagt, dass es hier keinen Dr. Best gab oder nicht? Ungläubig sah sie zu ihrem Möchtegernpartner doch dieser bedankte sich gerade für die Information seitens der Angestellten und machte wieder kehrt. Im Treppenhaus setzte der junge Mann Feli schließlich wieder ab und grinste sie beinahe siegessicher an. "Schwanger jaaaa? Seltsam, davon weiß ich aber nix." Die Blondine musste ebenfalls grinsen. "Hab ich das etwa auch vergessen?" Felicia funkelte ihren Gegenüber an während sie ihre Hände in die Hüften gestemmt hatte doch aus ihrem ernsten Blick wurde ganz schnell wieder ein freundliches Lächeln. Unfassbar, dass die Leute ihm dies tatsächlich abgekauft hatten. Eines musste die Blonde ihrem Gegenüber lassen, er war gut, er war wirklich gut. Erneut war sie erstaunt von seinen Schauspielkünsten und sie fragte sich doch tatsächlich wie er es schaffen konnte die Angestellte auf diese Art und Weise zu beeinflussen. Hatte sie ein geheimes Zeichen zwischen den Beiden etwa übersehen? Gab es etwa tatsächlich einmal einen Arzt namens Dr. Best? Erneut schaffte Raegar nur Chaos in dem Kopf der Blonden, sorgte für Verwirrung. Das Schauspieltalent nahm seine Möchtegernfreundin an der Hand und gemeinsam setzten sie den ersten Fuß auf die Stufe. "Wer als erster oben ist hat gewooooooonnen." Die junge Frau streckte Raegar die Zunge heraus, entriss sich seiner Hand und sprintete die Stufen nach oben. Felicia war gespannt was sie im dritten Stock erwarten würde. Die Wahrheit? Ein weiterer Schachzug des Braunhaarigen? Die Blondine war gespannt.


  • Raegar konnte seinen Plan erfolgreich umsetzen. Verwirrte Gesichter, schimpfende Besucher, ungeduldige Kinder, all das hörte der Braunhaarige als er sich durch die Menschenmassen bahnte. Einigen hatte sein plötzlich Drama mit der Schwangerschaft wohl nicht gefallen und sie hatten keinerlei Verständnis aufbringen können. Vermutlich zählten sie zu den Menschen die ihn durchschaut hatten, seinen und gezwungenermaßen Felicias Bluff. Eigentlich war es ja ein leichtes die List des jungen Mannes zu durchschauen denn Felicia hatte weder einen runden Bauch noch fand man sonstige Anzeichen einer Schwangerschaft an ihrem Körper. Der Körper seiner Mitstreiterin in dieser kleinen Notlüge bewies sogar eher das Gegenteil, die Blondine hatte einen sehr schlanken Körper, was das gelingen seiner Notlüge umso unglaubwürdiger machte. Er schüttelte noch einmal bedenklich den Kopf und grinste kurz - zu kurz das die erfudene Mutter es merken konnte. Das war auch Raegars Glück denn sonst hätte er sich verraten können. Ach das wäre auch nicht schlimm gewesen ,dachte er bei sich. Denn spätestens wenn sie das dritte Stockwerk erreicht hatten würde er die Wahrheit nur noch wenige Momente herauszögern können, bis sie den Doktor sprechen konnten jedenfalls. Jetzt sah er wieder zu der 'werdenden Mutter', diese grinste ihn neckisch an und spielte auf ihre Anmesie an indem sie ihn fragte ob sie auch vergessen habe das sie schwanger sei. "Ach von der Schwangerschaft weiß ich auch nichts, die Anmesie scheint uns wohl beide getroffen zu haben", gab er ihr ebenfalls grinsend zurück. Er fand die Blondine sympathisch noch mehr als zuvor schon, er hatte ihr erzählt sie habe ihr Gedächtnis verloren aber trotzdem blieb die Humorvolle Seite der quirligen Konditorin nicht auf der Strecke. Raegar mochte die Blondine und dabei verbrachten sie erst wenige Stunden miteinander. Irgendwas an seiner Begeleitung war auch anders wie an den meisten Menschen in der Stadt, er würde die Menschen hier nicht verallgemeinernd als langweilig bezeichnen wollen, aber in gewisser Weise waren einige von ihnen das, aber vielleicht würden ja die neuen Bewohner frischen Wind in die Stadt bringen. Aber Raegar konnte diese schlecht einschätzen dar er noch keinen einzigen von diesen zu Gesicht bekommen hatte. Der Braunhaarige wandte sich nun wieder Felicia zu, welche ihn zur Treppe zerrte. Auf der ersten Stufe setzte sie sich hin und er setzte sich neben sie. "Was ist los willst du....", noch ehe der Braunhaarige überhaupt weitersprechen konnte machte Feli einen Satz aufwärts, zeigte ihm die Zunge und rief ihm eine Herausforderung zu. Raegar hatte nicht vor diese auch noch zu verlieren, da er jeden Moment wegen der Sache mit der Amnesie auffliegen würde. Ein Wettrennen durch das Treppenhaus, na schön. Der junge Mann richtete sich ebenfalss sprungartig auf und nahm jeweils zwei Stufen auf einmal. Durch seine größe hatte Raegar einen gewissen Vorteil gegenüber seinen Herausfordererin. Rasch hatte er sie eingeholt und er zeigte auch ihr die Zungen. "Wir sehn uns dann oben", sagte er noch knapp und hastete an ihr vorbei. Stufe für Stufe gelangte er weiter noch oben, die Blondine immer knapp hinter sich. Er las die Schilder auf dem Weg nach oben, 1. OG., 2. OG. und zu guter letzt 3. OG.. Der Braunhaarige nahm gerade die letzte Stufe bevor er die Stationstür erreichen würde. Gerade beim nehmen dieser Stufe passierte dem Braunhaarigen natürliche was am wenigsten hätte passieren sollen, er stolperte über die letzte Stufe und knickte danach um. Das stolpern war nicht das Problem des jungen Mannes, aber das umknicken tat ziemlich weh. Allerdings rappelte Raeger sich schnell wieder auf und hinkte die letzten Schritte zur Tür. "Na klasse" sagte er kurz und begann danach die Treppen zu beschimpfen. In gewisser Weise war es eine Macke von ihm da die Treppe ja nun absolut nichts dafür konnte, aber dennoch tat er es. Verdammte Scheiße, fluchte er innerlich und fasste sich kurz an den Knöchel. Seine Begleitung hatte natürlich alles mitbekommen, vermutlich würde sie über seine Tollpatschigkeit lachen. Der Könochel schmerzte immer noch ein wenig, aber der Braunhaarige vermutete das er sich nur eine Prellung zugezogen hat. Mit diesem Gedanken ging er weiter und öffnete die Tür. "Da wären wir Station 3 Doktor River, komm schon Schatz ich hab gewonnen". rief er Feli neckisch zu. Jetzt musste der Braunhaarige sich überlegen wie er weitermachen sollte, wenn sie zu diesem besagten Doktor River gingen. Er beschloss die Sachen spontan anzugehen sobald sie ihm bevorstanden.

  • Während des Fluges kümmerte sich die junge Rettungssanitäterin ausreichend um die verletzten Menschen. Soweit die Verbands- und Pflegematerialien ausreichten Es war kurz nach Mitternacht, als der Helikopter auf dem Klinikdach landete und sich sofort Schwestern, Pfleger und Ärzte um die Überlebenden versammelten.
    Es verstrichen einige lange Stunden. Lily wurde zur Beobachtung und Überwachung nach einigen Untersuchungen auf eine Station für schwangere Frauen gebracht. Der Rest, Sanjay, Dirk, Anna und Simon, landeten auf einer unfallchirurgischen Station. Während Anna mit Bettruhe und gekühltem Beim ein Einzelzimmer genießen konnte, teilten sich die Männer eines. Sanjay und Dirk waren ans Bett gebunden, mit kühlen Umschlägen und weichen Lagerungen. Simon wurde eine schützende Schiene angelegt, die seinen Arm still hielt. „Ruht euch aus.“, sagte die Nachtschwester während sie Sanjay das Kissen am Bein richtete, „auch wenn es schwer ist. Aber eure Freunde werden bald nach kommen. Wenn ihr etwas braucht, drückt einfach den roten Knopf.“ Damit verließ die Pflegerin das Zimmer.


  • Ein Einzelzimmer was ein Traum! Anna war überglücklich wieder zurück zu sein und den Luxus eines Einzelzimmers genießen zu können, schließlich hatten das die anderen nicht bekommen. Sie hielt es für ausgeprägte Ironie, dass gerade sie – eine Krankenschwester dieser Klinik, hier eingeliefert worden war. Doch nun würde ihr Aufenthalt aus circa 1-2 Wochen im Bett liegen bestehen. „Ich hoffe Amy kam auch gut an...“, sie blickte zum Fenster hinaus und hoffte, dass sie bald Gesellschaft finden würde. Jedoch war es sehr spät in Riverport und Anna beschloss, sich erst einmal Ruhe zu gönnen und zu schlafen.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •


  • Lily war nicht zufrieden mit der aktuellen Situation. Klar, sie war gerettet, aber was war mit ihrer Familie? Die ersten Nächte im Krankenhaus hatte Lily aus Protest nachts immer auf den roten Knopf gedrückt, da sie gefälligst wissen wollte wie es um Danny und ihre Töchter stand. Doch nähere Informationen hatten die Ärzte auch nicht und irgendwann gab Lily es auf. Immerhin in einer Sache war sie nun beruhigt: ihrem kleinen Krümel ging es gut. Sie hatte die Untersuchungen eher passiv über sich ergehen lassen, es war ja auch nicht das erste mal. Ganz hingehört hatte die Schwangere daher nicht immer, lediglich der Satz »ihnen und ihren Kindern geht es soweit gut, wir behalten sie lediglich noch zur Untersuchung hier.« war in ihrem Kopf hängen geblieben. Ein Lächeln huschte ihr über die Lippen. Kindern. Sie war sich nicht sicher ob sie sich verhört hatte oder ob sie tatsächlich Zwillinge austrug. Wichtig war erstmal, diese gesund zur Welt zu bringen, aber das würde noch ein bisschen dauern. Wobei.. wenn man sich ihren runden Bauch so ansah..


  • Nach einer kurzen warmen Dusche und Klamottenwechsel huschte Danny in das nächste Taxi zum direkten Weg ins Krankenhaus. An der Info erkundigte er sich nach Station und Zimmernummer seiner ehemaligen Verlobten, bedankte sich und lief die Treppen nach oben. Flüchtig begrüßte er die Krankenschwestern, die auf dem Flur und in ihrem Zimmerchen herumwuselten und klopfte anschließend an die Zimmertüre, hinter der sich Lily befinden sollte. „Lily?“, fragte er leise, als er den Raum betrat und atmete erleichtert auf, als die blonde Frau gesund und munter auf dem Bett saß. „Hey..“ Danny schritt zu ihrem Bett und griff nach ihrer Hand, die er vorsichtig drückte. „Wie geht es dir? Und.. wie geht es.. dem Kind?“




    Hastig stürmte der junge Erbe in den Eingangsbereich der Klinik. Die Frau hinter den Tresen an der Information schrie er schon beinahe an um an die Zimmernummer seines Freundes zu kommen. Als er die nötigen Nummern hatte, lief Amir los, als ginge es um Leben oder Tod. Dass das ganze etwas übertrieben war, bemerkte er im ersten Augenblick nicht mal. Erst als er völlig aus der Puste vor dem Zimmer seines Butlers zum Stehen kam, überlegte er sich, warum er es kaum noch erwarten konnte, Sanjay zu sehen. Er wusste doch, dass es ihm den Umständen entsprechend gut ging. Amir klopfte einmal an die Tür, riss diese auf und suchte unter Leuten die in diesem Raum lagen seinen besten Freund. Welchen er im Bett am Fenster liegen sah. Stumm stellte er sich an sein Bett und sah von seinem Bein in seine Augen. „Alles okay?“


  • Lily sah überrascht zur Tür, als es klopfte. Da sie das Gefühl hatte, dass die Krankenschwestern aus unerfindlichen Gründen eher einen Bogen um sie machten, erwartete sie von den Weibern keinen unnötigen Besuch. Ihr Gesicht hellte sich auch sofort auf, als sie stattdessen den Vater ihrer Kinder im Raum stehen sah. "Danny!", reif sie erleichtert aus und setzte sich prompt in ihrem Krankenbett auf. "Du bist unversehrt!" Das Blondchen konnte nur mit Mühe ihre Tränen der Erleichterung unterdrücken. Sie erwiderte den Druck seiner Hand, als müsste sie sich so auch beweisen, dass er echt war und dies kein schöner Traum. Sie waren endlich runter von dieser scheißverdammten Insel. Ein Urlaub der in einem Horrortrip enden sollte. Und was hieß das nun über sie beide? Lily wusste es nicht, es schien im Moment jedoch auch nicht wichtig zu sein. "Ich hoffe du hast auch unsere wunderschönen Töchter heil nach Hause gebracht.", fügte sie mit einem Lächeln hinzu. "Dem Krümelchen geht's soweit gut, ich glaube die Ärtze waren sogar ein wenig überrascht, dass die Untersuchungen so positiv ausfielen." Die werdende Mutter strich liebevoll über ihren runden Bauch, "Aber ich lass mich nicht unterkriegen, weißt du doch." Sie sah etwas verlegen zu ihm auf.


  • „Natürlich, für wen hältst du mich? Sakura bekam am Hafen noch eine Untersuchung. Ihren Augen geht es besser.. sie wird auf den Fall wieder sehen können beziehungsweise kann es schon so gut wie wieder.“, erklärte der junge Vater und setzte sich anschließend an das Bettende, wand seinen Blick jedoch nicht von der Blonden. „Und Yumi geht es auch gut. Sie.. sprach nur nicht viel. Aber wer kann es ihr übel nehmen.“ Als Lily ihm versicherte, dass es dem ungeborenen Kind in ihrem Bauch an Nichts fehlte, wich all der sorgenvolle Blick sofort aus seinem Gesicht. „Oh Gott sei Dank..“, erwiderte der Lockenkopf lächelnd ehe er seine Hand auf ihren Oberschenkel legte. „Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Dass es euch beiden gut geht. Ich wüsste nicht.. was ich machen würde wenn.. naja..“ Danny wand den Blick von ihr. Eigentlich sollte er dies gar nicht ansprechen. Die Erlebnisse auf der Insel sollten kein Thema mehr sein aber.. irgendwie.. konnte er nicht anders.


  • Es fühlte sich an, als würde er auf Wolken schweben, so weich war das Bett. So lange Zeit hatten sie auf dieser elenden Insel verbracht und jetzt war er hier. Wie ein Traum bei dem man Angst hatte aufzuwachen. Nur dass es kein Traum war. Er war wirklich wieder Zuhause, zumindest mehr oder weniger. Nur zwei Sachen gab es, die ihm fehlten um sich wieder heimisch zu fühlen. Seine Arbeit...und Amir. Sein Blick glitt hinauf zur Uhr, welche über der Tür hing. Die Uhr zeigte kurz nach vier. Das Schiff musste doch schon längst angekommen sein, oder? Den ganzen Tag wartete er auf eine Nachricht von seinem Herren, dass es ihm gut ging. Sanjay seufzte und warf gerade einen Blick aus dem Fenster, als er laute Schritte auf dem Gang vernahm. Sofort horchte er auf. Natürlich konnte es auch Besuch für jemand anderes oder ein gehetzter Arzt sein. Kaum klopfte es an der Tür wurde diese auch schon aufgerissen und der weißhaarige Prinz stand in der Tür. Augenblicklich schlich sich ein Lächeln auf Sanjays Gesicht, während er abwartete, bis Amir zu ihm heran getreten war. „Nunja, immerhin sehe ich besser aus als ihr!“ Der Butler lachte kurz als er die dreckige Kleidung des Prinzen musterte. „Ihr hättet wenigstens nach Hause fahren und euch neu einkleiden können, was sollen die Leute denken wenn sie euch sehen? Setzt euch.“, bot er ihm an und wies mit einem Nicken auf die beiden Stühle in der Ecke hin.


  • "Für einen verantwortungsbewussten und liebevollen Vater.", stimmte sie ihn milde. "Da bin ich froh." Lily entspannte sich als sie hörte, dass es ihren Töchtern gutging. Vor allem um Sakura ihre Augen hatte sie sich Sorgen gemacht, gefolgt von lebenslänglichen Vorwürfen, die man sich als Mutter in derartigen Situationen eben so macht. Danny erging es nicht anders. "Hey, komm.", meinte sie leise und hätte ihn am liebsten umarmt, aber irgendwie war das in der Position gerade schwierig, zumal sie ja mit einer Kugel zu kämpfen hatte, "Alles vorbei und alles irgendwie gut gegangen. Freuen... wir uns einfach auf unser gemeinsames Kind! Was meinst du?" Ihre Stimme klang unerwartet hoffnungsvoll. "Ich will hier raus.", fügte sie anschließend seufzend hinzu, "Die Krankenschwestern hier machen mich wahnsinnig..."


  • Erst jetzt sah Amir an sich herunter und bemerkte, wie schäbig seine Kleider eigentlich aussahen. Zerfetzt, zerrissen und von oben bis unten voller Dreck. „Als würde es mich interessieren, was diese Leute von mir denken..“, murmelte der Erbe und sah auf den Boden. Es war immerhin niemand von seinen Geschäftspartnern. Der junge Prinz holte sich einen der Stühle und stellte ihn direkt neben Sanjays Bett. „Wieso bist du überhaupt in einem dieser Zimmer? Hast du nicht gesagt, dass du zu mir gehörst? Eigentlich solltest du ein Zimmer für dich haben. Das.. besser ist.“ Amir wand den Blick wieder zu seinem besten Freund und ignoriert die Mitpatienten einfach.. so gut er konnte. „Was haben die Ärzte gesagt?“, erkundigte sich der Inder ungewohnt besorgt. „Um was handelt es sich?“




    „Ja.. unser gemeinsames Kind.“, wiederholte der Lockenkopf leise und konnte nicht anders als das Gesicht der blonden Frau mit seinen Fingern leicht anzuheben und ihr einen sanften Kuss auf die Lippen zu drücken. Als Lily sich über den Aufenthalt in der Klinik beschwerte, lachte der junge Vater leise. „Wieso wundert mich das nicht?“ Lily war noch nie jemand gewesen, der sich an Vorschriften halten wollte. „Wenn es dir und vorallem dem oder der Kleinen in deinem Bauch gut geht, gibt es doch eigentlich keinen Grund mehr, dich hier zu behalten oder?“ Danny erhob sich von ihrem Krankenbett, hielt ihre Hand wieder fest. „Lass uns.. doch gehen..?“


  • Ihr Mutterherz flatterte, als Danny ihr einen Kuss auf den Mund hauchte. Ob sie je wieder so glücklich werden würden wie einst? Ob sie alles vergessen könnten, was zwischen ihnen vorgefallen war? Lily wusste es nicht, wollte ihr Glück jedoch für einen Moment behalten. Sie lächelte und ergriff erneut mit Freuden die Hand ihres Ex, um sich aufhelfen zu lassen. "Liebend gern!", erwiderte sie und so türmten die werden Eltern aus dem Krankenhaus.


    » Lass du sie ankommen.


  • „Das sollte es aber, und das wisst ihr auch.“ Der Butler gab ein leises Seufzen von sich und schüttelte kaum merklich den Kopf. Er wartete einen Moment, als sich Amir einen der Stühle ans Bett heran zog, ehe er weitersprach. „Ich bin völlig zufrieden mit diesem Zimmer, es reicht mir vollkommen. Solange ich ein weiches Bett habe bin ich zufrieden!“ Wie fast immer zierte ein Lächeln das Gesicht des Dunkelhäutigen. „Außerdem ist ein wenig Gesellschaft gar nicht so übel, aber das sage ich euch ja nicht zum ersten Mal.“ Aber dieses Thema konnte warten bis er wieder fit war und nach Hause zurück kehren konnte. „Muskelzerrung im Oberschenkel, könnte auch ein Anriss sein, unser Urlaub war da nicht unbedingt die beste Heilung für...“ Sanjays eben noch so fröhlicher Blick wich einem nachdenklichen und er sah aus dem Fenster, damit Amir nicht bemerkte wie sehr ihm diese Verletzung zusetzte. Er würde die nächsten Wochen kaum arbeiten können. Aber wie hätte er auf der Insel sein Bein auch ruhig halten und kühlen sollen? Eis gab es dort nicht, nur brennende Hitze. Und jeder musste seinen Teil dazu beitragen damit sie es alle schaffen konnten, wie hätte er sich also ausruhen sollen? Es war doch einfach zum Mäuse melken. „Einen Monat bin ich sicher noch außer Gefecht. Ich darf in ein paar Tagen zwar nach Hause, aber es ist mir nicht erlaubt zu laufen, nur das allernötigste.“ Der Weißhaarige biss sich auf die Lippe. Wie sollte er sich so nur um das ganze Haus kümmern? Essen kochen? Die Wäsche machen?


  • Still lauschte er der Diagnose die sein bester Freund vom Arzt bekommen hatte. Eigentlich war er ziemlich erleichtert, dass es sich nur um eine Zerrung hielt. Es hätte immerhin etwas viel Schlimmeres sein können. Ein Bruch oder so etwas.. das wäre wohl weitaus schmerzhafter gewesen. „Du wirst auch nicht viel laufen, wenn du wieder zuhause bist.“ Amir verschränkte seine Arme und lehnte sich zurück, während sein Blick weiterhin auf seinem Butler ruhte. „Dafür werde ich schon sorgen. Da werde wohl ich das Kochen und Putzen in den nächsten Wochen übernehmen.“ Aber der Erbe wusste ganz genau, dass das in einem Chaos enden würde. „Oder.. wir finden schon eine Lösung.“, fügte er noch hinzu und seufzte anschließend. „Ich bin einfach nur froh, dass es dir gut geht. Du machst dir immer viel zu viele Gedanken um deine Mitmenschen.. beziehungsweise um mich, das ist nicht gut.“ Amir sah es doch schon kommen, wie Sanjay durch die Villa humpelte nur um irgendwelche kleinen Arbeiten zu erledigen. „Die nächsten Wochen werde ich mich mal um dich kümmern.“