Die Taverne

  • Collette & Julia in Cocos Zimmer <3


    [IMG:https://t00.deviantart.net/ZAWEfxyWdowOJeCRTodSElQ5Hr8=/fit-in/150x150/filters:no_upscale():origin()/pre00/acd1/th/pre/f/2014/315/3/8/7_by_princesslettuce-d862be0.png]


    Die Blonde bot sogar ihre Hilfe im Badehaus an und zu gerne hätte Julia das Angebot auch angenommen, aber das konnte sie unmöglich! "Keine Sorge, ich bin ja nicht allein im Badehaus. Melody und Persia übernehmen bestimmt die schweren Aufgaben für mich, wenn sie erfahren was passiert ist. Aber sollte ich doch etwas brauchen, komme ich darauf zurück." Ein dankbares und erleichtertes Lächeln zierte ihre Lippen. Coco war wirklich eine gute Freundin. Vielleicht sogar mittlerweile die beste die Julia hatte. Mit Melody hatte sie in letzter Zeit aber auch wenig Kontakt gehabt. Nach einem peinlichen Moment zwischen den beiden jungen Frauen bot die Blonde ihr ein paar frische Klamotten an. Neugierig sah Julia sich in der Kommode ihrer Freundin um. Süße Kleider mit viel Spitze und niedlichen Verzierungen fand sie vor. Überraschenderweise gefiel ihr einiges davon. Coco hatte an sich keinen schlechten Geschmack! Nur tragen konnte die Graugrünhaarige nicht alles davon, da ihr die vielen bunten Farben, die die Bäckerstochter trug, ihr nicht wirklich standen. Sie nahm ein einfaches Kleid aus der Kommode und betrachtete es. Das war perfekt und sie würde es später gewaschen und gebügelt zurückbringen. Hoffentlich ohne Brandflecken. Zudem bekam die Badehausbewohnerin noch Unterwäsche überreicht, die sie dankend annahm. "Sie ist wirklich hübsch! Ich werde dir welche zurück geben.", versprach sie. Bis zu Cocos Besuch hatte sie schließlich ein bisschen freie Zeit übrig und da konnte sie sicher etwas passendes finden. Nachdem Julia alles angezogen hatte betrachtete sie sich noch einmal und sah zu ihrer Heilerkollegin. "Danke für die Sachen und das Bad und die Hilfe. Du hast wirklich ein hübsches Zimmer und auch sehr hübsche Kleider." Das war ernst gemeint. Coco hatte mittlerweile ihren Pyjama angezogen. Verspielt mit Rüschen und Spitze. Die Bäckerin sah so süß darin aus. "Dein Pyjama steht dir sehr gut. Er passt zu dir." Wieder lächelte Julia, ehe ihr etwas ganz anderes einfiel. "Bevor ich gehe hab ich aber noch eine Frage: Soll ich dir nicht helfen die Küche aufzuräumen? Schließlich ist das ganze Chaos meine Schuld." Ein wenig schlecht fühlte sie sich ja schon immer noch deswegen.

  • [IMG:https://orig00.deviantart.net/ddbd/f/2015/058/0/8/normal_by_nijurah-d8joqgi.png][Collette] & Julia in ihrem Zimmer


    Collette kam mit so vielen tollen Komplimenten zunächst gar nicht klar. Erneut legte sich ein rosa Schimmer auf ihre Wangen und nervös fummelte sie mit ihren Fingern am Stoff ihres Pyjamas. „Aaah, danke, das freut mich von dir zu hören!“ Schließlich sah die Bäckerstochter ja doch etwas zu Julia auf, weil sie viel schönere Kleider hatte und sie konnte den Augenblick gar nicht mehr erwarten in den Schrank der Badehausbesitzerin zu gucken! Collette wedelte mit ihren Armen von links nach rechts um Julia zu verdeutlichen, dass sie ihr nicht helfen brauchte. „Nein! Ich mach das dann morgen oder so. Du sollst dich doch ausruhen, ich bekomm das schon hin. Vielleicht hat es inzwischen ja auch wer anders aufgeräumt...“ Hoffte sie zumindest. Glücklich legte sie ihre Arme um ihre Freundin um sie zum Abschied nochmals zu Umarmen. „Das war ein toller Tag! Nicht weil du dich verletzt hast!! Also.. ich meine das Baden und so und.. das Backen! Das war schön! Das mit dem Feuer eher weniger..“


  • Collette & Julia in Cocos Zimmer <3 // Julia geht ~> Das Badehaus


    [IMG:https://t00.deviantart.net/ZAW…incesslettuce-d862be0.png]


    Energisch lehnte die Bäckerstochter ihr Angebot ab. Dabei wäre Julia gern eine Hilfe gewesen. Aber womöglich hatte Collette recht und es war besser, wenn sie sich ausruhte. "Okay, dann überlasse ich das Aufräumen dir. Danke nochmal für alles." Noch bevor Julia selbst dazu kam ihre Freundin in den Arm zu nehmen, hatte diese das bereits erledigt. Ebenso glücklich wie die Blonde, legte die Graugrünhaarige ihre Arme um Coco. "Ja, du hast den Tag für mich trotz des Unfalls noch gerettet.", versicherte sie noch einmal, ehe sie sich von ihrer Heilerkollegin löste und ihre Sachen zusammenpackte. Mit einer letzten kurzen Umarmung und einem kurzen Winken verabschiedete sie sich von von Coco und verließ dann die Taverne.


    geht ~> Das Badehaus

  • [IMG:https://orig00.deviantart.net/ddbd/f/2015/058/0/8/normal_by_nijurah-d8joqgi.png][Collette] verlässt die Taverne


    Die jungen Frauen lösten die Umarmung und auch wenn Julia nicht einmal einen Meter von ihr entfernt stand, winkte sie ihr zum Abschied und bemerkte eine Schwere auf ihrem Herzen. Collette fand es ja immer schade wenn ein toller Tag sein Ende fand und man sich von seinen Freunden verabschieden musste aber irgendwie hatte sie das Gefühl, dass es bei Julia etwas Anderes war. Aber was? Die Bäckerstochter seufzte und während sie so in der Tür ihres Zimmers stand, überlegte sie, ob sie nicht doch kurz in die Küche huschen und das Chaos beseitigen sollte. Aber je länger sie dort stand und über die vergangenen Stunden nachdachte und ihr dabei immer wieder der wunderschöne Körper von Julia ins Gedächtnis kam, desto weniger Lust hatte sie darauf und daher drehte sie sich herum, schloss die Tür und hüpfte glücklich in ihr weiches Bett. Von dort aus guckte sie aus dem einzigen Fenster in ihrem Zimmer, entdeckte leicht schimmernde Sterne am Himmel und mit einem Lächeln auf den Lippen zog sie sich die Decke über den Kopf.


    Es waren bereits einige Tage vergangen, Collette war öfters an der kalten aber frischen Luft gewesen und sehnte sich den Schnee herbei. Auch wenn sie den Sommer liebte, so mochte sie den Winter mit all seinen Eigenarten ebenso. Weil sie ja auch mit Julia ausgemacht hatte, dass sie gemeinsam etwas im Schnee unternahmen! Und weil sie sich mit eben jener heute verabredet hatte, weil es zum Winterball der reichen Leute gehen sollte, Coco würde sich den Namen dieser Familie nie merken können, sammelte die Bäckerstochter alle möglichen Kleider in ihrer Kommode zusammen, die auch nur irgendwie passen könnten. Eine Maske hatte sie aber kein passendes Kleid, ihrer Meinung nach. Julia musste ihr unbedingt helfen! Sie stopfte alles in eine kleine Tasche, schlüpfte in ihren neuen Wintermantel, den sie zusammen gekauft hatten, und verließ ihr Zuhause.

  • [An einem Tisch mit Daria]


    [IMG:http://i46.tinypic.com/2911b0h.png]


    Interessant. Es gab also tatsächlich noch Menschen, die einen guten Verteidigungszauber zu schätzen wissen. Ein Lächeln huschte über die Lippen des alten Mannes. Ein zufriedenes nahezu seliges Lächeln. Daria war wirklich ein gutes Kind. Der Magiermeister war stolz darauf ihr Lehrmeister zu sein. Eine so fleißige Schülerin mit der nötigen Ernsthaftigkeit gab es nicht bei jedem Besuch im Runenachiv soviel war sicher. So nickte Kanno bedächtig und grübelte kurz darüber nach welcher Zauber für die blonde Elfe wohl geeignet wäre. Die Auswahl war groß. Erst recht wenn sich seine Schülerin zwischen der Arkanen Magie und der Schattenmagie nicht entscheiden konnte. Er verstand ihren Zweifel. Auch er war in seinen jüngeren Jahren gewillt einfach alle Art von Magie zu erlerenen und er hatte es auch geschafft. Es hatte Jahre in Anspruch genommen. Sogar Jahrzehnte aber nun war er hier. Alt. Weißhaarig aber all das Wissen befand sich in seinem Kopf. All das Magiewissen des Runenarchivs. Vielleicht hatte er aus diesem Grund so oft Kopfschmerzen. Vielleicht drückte all das Wissen auf die notwendige Blutzufuhr. Kanno lachte leise auf. Was für ein Schwachsinn aber wenn Wissen greifbar wäre, wäre es wohl durchaus möglich. So kratzte sich der Bartträger am Kinn und durchforstete seinen Kopf nach dem passenden Zauberspruch für das Elfenmädchen und tatsächlich kam ihm bald einer in den Sinn, der ihr hoffentlich auf ihrer Reise nützlich sein würde. Wortlos streckte Kanno seine Hand nach Daria aus und ergriff die ihre. Er schloss seine Augen, ging tief in sich und murmelte in fremden Zungen einige unaussprechliche Worte in seinen Bart. Er spürte es wie die Magie sich in seinem Körper bündelte. Immer größer wurde und nahezu drohte in in tausend Teile zu zerfetzen aber Kanno konnte damit umgehen. Wenn nicht er wer dann? Er leitete die Kraft weiter. Über seine Arme strömte die gebündelte Kraft in Richtung der Elfe und ergriff von ihr Besitz, durchflutete ihren gesamten Körper, ihren Geist, begleitet vom Flüstern des alten Mannes, der ihr gegenüber saß. Plötzlich erstarb das Gemurmel des Magiermeistern und mit dem Gemurmel auch die Kraft, die er an das Elfenmädchen gesendet hatte. Doch sie war stärker geworden, beherbergte nun das Wissen eines neuen Zaubers in ihrem blonden Köpfchen. Sachte entließ Kanno seine Schülerin aus seiner Hand und rutschte wieder zurück auf seinen Platz bevor er sich räusperte. "Ich hoffe er wird dir gute Dienste leisten auf deiner Reise. Pass gut auf dich auf, Daria." Ein fast schon liebevolles Lächeln huschte über die Lippen des Alten ehe er einen Angestellten herbei rief und die Kosten für das Essen beglich. Für seines sowie auch für Darias.


  • [IMG:https://orig00.deviantart.net/fd79/f/2015/058/e/1/happy_by_nijurah-d8jory7.png][Daria] verlässt die Taverne


    Daria spürte die Aufregung und Anspannung in ihrem Körper, Kanno schien zu überlegen und diese Sekunden kamen ihr wie eine halbe Ewigkeit vor. Ihr Herz klopfte schneller, sie hoffte so sehr dass ihre Worte die Richtigen für ihn waren und es einen passenden Zauber gab, der sie in den nächsten Tagen unterstützen würde. Ihr Meister ergriff ihre Hand, der Blick der Elfe wanderte von ihren Händen in das Gesicht des Magiers und tat es ihm gleich. Sie schloss ihre blauen Augen und mit einem Mal fühlte sie sich leicht, die Anspannung war fort und alles was kam und blieb war die unheimlich starke Kraft, die Kanno ihr schickte und zu traute. Daria atmete langsam und gleichmäßig weiter, konzentrierte sich auf die Magie, die in ihr herrschte, und lauschte den fremden Worten des großartigen Magiers. Dieser entzog ihr seine warme und raue Hand einen Augenblick später, doch die Künstlerin blieb zunächst ruhig sitzen, versuchte den neuen Zauber zu verinnerlichen. Und als sie spürte wie die Kraft der Magie ihren Körper erfüllte und sich sicher war, dass ihr dieser Zauber egal in welchen Situationen helfen würde, legte sie ihre Hand auf ihre Brust und öffnete lächelnd die Augen. „Danke, Meister Kanno. Das wird er sicherlich.“, sprach das Elflein. Sie war stolz auf sich, es war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung getan und schon bald wollte sie ihre neue Kraft austesten. Jedoch nur wenn es sein musste und nicht zum Spaß. Daria bedankte sich erneut, diesesmal für das Begleichen der Rechnung und erhob sich von ihrem Stuhl. „Ich freue mich auf meinen nächsten Besuch bei Ihnen.. bis dahin.“ Damit verabschiedete sich die junge Frau. Jetzt musste sie packen, alles vorbereiten, ob James schon auf sie wartete?

  • « von der Farm


    [Tori] | Ihr Zimmer


    [IMG:http://fs5.directupload.net/images/151121/ivlm4grb.png]


    Auf dem Weg zurück zur Taverne waren bereits die ersten Flocken vom Himmel gefallen, weswegen die junge Maid sich sputete in das sichere Heim zurückzukehren. So ging sie also zur Vordertür herein, was ein Fehler war, denn die Taverne war gut besucht bei der Kälte und der Wirt mochte es nicht, wenn Einkäufe durch die Besucher getragen wurden. Üblicherweise benutzte Tori daher auch den Hintereingang der Taverne, doch der eisige Wind hatte sie diesmal direkt herein getragen. Als sie sich durch die Tischreihen schlängelte erblickte sie den alten Magiermeister aus dem Runenarchiv, was sie überraschte. Hatte sie ihn jemals außerhalb seiner Hallen gesehen? Er sah erschöpft aus und Tori fragte sich was ihn wohl seine Nerven gekostet hatte. Die Magd grüßte ihn kurz, wollte ihn aber nicht weiter behelligen, zumal sie sowieso noch ihre Einkäufe in die Küche bringen musste. Dort abgeliefert zog sich Tori in ihr Zimmer zurück, nicht jedoch ohne sich einige Zutaten von dort mitzunehmen. Immerhin hatte sie ein neues Alchemiebuch erworben! Und sie war gewillt es auf Herz und Nieren zu prüfen.

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • Gaius vor Toris Zimmer


    Brrr. Es war so unglaublich kalt! Gaius atmete erleichtert den letzten Schwall kalter Luft aus welche er von draußen noch ins Gebäude hinein gebracht hatte, als er endlich die Taverne erreichte. Man, er hätte sich definitiv wärmer anziehen sollen. Klar, er war kein Mensch und Zwerge waren etwas robuster gebaut als diese, dementsprechend waren sie auch etwas mehr Hitze- und Kälteresistent, doch.. ja, so komplett immun waren sie definitiv nicht. Das musste der Schwarzhaarige mal wieder feststellen, als sein Körper einfach nicht zu zittern aufhören wollte und das obwohl er schon seit einigen Sekunden in dem wirklich warmen Raum stand. "Hmm..", entkam es dem Schmied nachdenklich, sein Blick schweifte hinter sich. Okay, hauptsächlich war er fast erfroren, weil er seine dünne Jacke dem Blondschopf auf seinem Rücken übergezogen hatte, aber auch der kleine Junge, der inzwischen schon eingeschlafen war, verzog vor Kälte das in den Stoff gekuschelte Gesicht. Was der Junge wohl alles hinter sich hatte, so erschöpft wie er war..? Der Einäugige sah sich in der großen Eingangshalle um, konnte aber weder Jemanden sehen, der das Kind auf seinem Rücken erkannte, noch Tori, wegen welcher er eigentlich überhaupt erst das Haus verlassen hatte. Was sollte er jetzt machen? Er hatte Tori zwar nach ihrem letzten Treffen bis nach Hause eskortiert, sogar in ihrem Zimmer war er kurz gewesen, doch.. um ehrlich zu sein.. sah für ihn alles, was nach der Treppe folgte, ziemlich gleich aus. Sollte er also nun einfach so sein Glück versuchen..? Wer wusste überhaupt, ob die Dame auch wirklich da war? Und was sollte er mit dem kleinen Mann auf seinem Rücken machen? Ihn aufwecken..? Der Zwerg warf erneut einen Blick auf den Jungen, entschied sich dann jedoch gegen letzteren Einfall. Der Blondschopf hatte nicht viel gesagt, doch Gaius hatte genug verstanden um zu wissen, dass er sich vollkommen verirrt hatte, zumindest solange, bis er zufällig vorbeigekommen war und den frierenden Kelsey kurzerhand mitgenommen hatte. "Es wird ihr schon nichts ausmachen, denke ich..", murmelte er leise in sich hinein, als er die Treppen hinauf ging und beschloss es einfach einmal zu versuchen. Selbst wenn Tori nicht da sein würde, so könnte er doch zumindest in ihr Zimmer gehen und den schlafenden Jungen in ihr Bett bugsieren. Vielleicht würde das ein wenig merkwürdig rüberkommen, sollte sie dann später noch auftauchen, doch sie würde diese Verletzung der Privatsphäre sicher verstehen, nicht? Außerdem brauchte er sowieso ihre Hilfe um herauszufinden was er jetzt tun sollte.. "Tori? Tori, bist du da?", rief er dann verständlich, aber für einen Ruf recht leise und sanft, während er ein paar Mal an der Tür klopfte, die er für die Pforte zu ihrem Zimmer hielt. Und hey, damit hatte er tatsächlich sogar Recht, gut gemacht..! Jetzt musste die Blonde nur noch auch da sein!

     

    So Lemon Boy and me, we just gotta get along together

    I’ll help him plant his seeds and we'll mow the lawn in bad weather

    It’s actually pretty easy being nice to a bitter boy like him

    So, I got myself a citrus friend


  • [Tori] und Gaius


    In ihrem Zimmer war es recht kühl, was hauptsächlich daran lag, dass Tori das Fenster sperrangelweit aufgemacht hatte. Dafür gab es immerhin einen guten Grund, denn die Maid versuchte gerade in höchster Konzentration einen Trunk zu brauen. Es gab kaum einen Ort, der dafür wirklich geeignet war, in der Küche war immer viel los und stets den Uhrenturm aufzusuchen, war doch ein wenig umständlich, ganz davon abgesehen das sie dann ziemlich, ziemlich oft nach draußen gehen musste. Am liebsten wäre Tori direkt dort eingezogen, denn der Turm lag meist ruhig da und gleichzeitig fand man dort alles, was man brauchte. Anders als in der Taverne, wo die Männer bis in die Nacht tranken und feierten und der Lärm stets in ihr Zimmer drang, sodass sie nie ein Auge zu bekam, bis nich der letzte Trunkenbold aus dem Lokal gewankt war. Aber sie wohnte hier nun einmal und war dennoch froh, überhaupt ein Dach über den Kopf zu besitzen. Und da sie hier lebte, war es nicht verwunderlich, das sie hier auch lernte und übte, denn die Alchemie, zu ihrer eigenen Überraschung, hatte es ihr wirklich angetan. Und das war der Grund warum das Fenster weit offen und zwei Eimer Wasser in Reichweite standen, während Tori, über Buch und Kessel brütend, mitten im Raum stand, ehe es klopfte.

    Zuerst registrierte sie das Geräusch gar nicht. Wer auch, sollte hier anklopfen? Wenn man etwas von ihr brauchte und Arbeit hate, dann wurde laut danach gebrüllt, um sich den Weg zu sparen. Aber das Klopfen war zweifellos echt und vorsichtigen Schrittes schlich sie daher zu Tür, das dicke Buch noch in der Hand und notfalls als Verteidigung benutzend. "G-Gaius!", rief sie überrascht auf, als sie in der Gestalt ihren Freund erblickte, der sich herein geschlichten hatte. “W-Was machst du hier?", fragte sie verwirrt, ehe sie erkannte, das er etwas - oder jemanden? - auf den Rücken trug. Als sie ihn hereinbat, sah sie das es sich um ein Kind handelte - und zur zweiten Überraschung des Tages kannte sie dieses Kind. Sie hatte Nathalie einst bei einer Verletzung geholfen und hatte sich dabei schrecklich dumm angestellt. Ob er sich daran erinnerte? Er war auf jeden Fall ganz schön gewachsen. "D-Das ist.. Kelsey, o-oder?", erkundigte sie sich, die Fragezeichen deutlich in ihr Gesicht geschrieben. Ob sie den Namen richtig behalten hatte? "W-Was.. i-ist etwas passiert?", fügte sie bang hinzu In diesem Ort wusste man ja nie... das wusste sie nur zu gut. Noch ehe sie weiter fragen oder sich für die Unordnung (die kaum vorhanden war) entschuldigen wollte, fing es im Kessel kräftig an zu brodeln, was iher Aufmerksamkeit kurz vor Gaius und Kelsey weglenkte. Sie rührte dreimal kräftig links herum und gab anschließend einige Kräuter hinzu, woraufhin sich die Flüssigkeit leicht lila färbte. Nachdem ihr prüfender Blick abgeschlossen war, atmete sie erleichtert aus und sah dann entschuldigend zurück zu dem Schmied, auf dessen Erklärung sie sehr gespannt war. Oh, hoffentlich war wirklich nichts Schlimmes passiert!

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • Es war ein kleines Lächeln das sich auf Gaius Lippen bildete, als seine Bekanntschaft ihm die Tür öffnete - und dabei so unglaublich verblüfft wirkte, dass es dem Zwerg ein belustigtes Geräusch entlockte. Vorsichtig betrat der Einäugige nun den Raum, das Kind auf seinem Rücken schien noch immer zu schlafen - das war gut, oder? Und.. Moment mal, sah Toris Zimmer eigentlich immer so aus? Etwas irritiert blickte der Mann zu dem Kessel und den zwei Eimern voller Wasser, den Kräutern und .. all dem ganzen anderen Zeug. Bei.. was genau hatte er sie eigentlich gestört? "Ich.. gute Frage.", erwiderte er rasch, die Blonde vor ihm sprach nämlich gleich weiter. "Kelsey? Du kennst ih-" Okay, das würde wohl nix werden mit diesem Satz. Neugierig und ein wenig verdutzt folgte Gaius Blick den Schritten und Aktionen der Bebrillten, solange, bis der Trank sich lila färbte und sie erleichtert ausatmete. Ah! Plötzlich ging ihm ein Licht auf. "Alchemie? Ist sie das? Also.. sieht das so aus? Übst du gerade?" Fasziniert kam der Spitzohrige ein wenig näher und in seinen Worten schwang ein großer Hauch Begeisterung und Stolz mit. Er sollte ihrem Beispiel unbedingt folgen und mit der Magie ebenfalls weitermachen! Aber.. warte, das war kein Thema für jetzt gerade. Gaius erwischte sich selbst dabei zu sehr in Toris Leistungen abgedriftet zu sein und realisierte, dass es im Moment doch viel wichtigere Dinge gab. "Ich.. setze den Kleinen mal hier ab, okay?", fragte er seine Freundin, mit dem Kopf Richtung Bett deutend, wartete jedoch keine Antwort ab. Stattdessen legte er das Kind vorsichtig aufs Bett ab und deckte ihn daraufhin auch gleich zu. Kelsey selbst antwortete mit ein paar genüsslichen Geräuschen, die er machte, während er sich ins Kissen schmuste. Der Ältere gab bei dieser Reaktion ein kurzes Kichern von sich und wand sich dann wieder Tori zu. "Also.. Ich wollte eigentlich vorbei kommen um.. uhm.. äähh.. ah, ist nicht so wichtig.", etwas nervös - nervös? Verunsichert? Seit wann war der Schmied denn das..?! - räusperte er sich und wechselte dann abrupt das Thema, "Aber kein Grund zur Sorge, es ist nichts passiert. Ich habe .. Kelsey, oder? Also ich habe ihn unterwegs verloren durch die Gegend laufen sehen und als er mich gesehen hat hat er angefangen zu weinen und.. ich vermute mal er hat den Weg nach Hause nicht gefunden oder ist von dort weggelaufen, also habe ich ihn mitgenommen. Aber.. jetzt weiß ich nicht weiter. In der Taverne war zumindest noch keiner, der ihn erkannt hat.. oder sich gewundert hat warum ich ihr Kind entführe. Oh, aber wenn du ihn kennst.. weißt du dann vielleicht auch wo er wohnt? Wo wir ihn hinbringen können?"

     

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  • [Tori] mit Gaius & Kelsey | Tori's Zimmer


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    »I-Ich.. jaaah.«, entgegnete Tori langsam und ein Hauch von Rosa zeichnete sich auf ihren Wangen ab. Sie steckte viel Mühe hinein, das ja, aber sie wollte nicht das irgendjemand (Gaius), dachte es wäre etwas besonderes oder tolles oder besonders tolles. Aber verneinen was sie tat konnte sie nun auch nicht, immerhin war es geradezu offensichtlich. Da war die Maid froh das der kleine Junge für etwas Ablenkung sorgte. Tori setzte sich auf der anderen Seite auf das Bett, nachdem Gaius den Kleinen hingelegt und zugedeckt hatte. Sie betrachtete das friedliche Gesicht mit einem leichten Lächeln. Verwundert sah sie hoch, als Gaius ein wenig herumdruckste, da er in der Regel frei aus dem Bauch heraus sprach. Doch noch bevor sie vorsichtig nachhaken konnte, fragte er sie, ob sie wusste, wohin der Junge gehören möge. Zaghaft schüttelte sie den Kopf. »Ich hab... ihn n-nur einmal in der... der Klink angetroffen, a-als er sich am Fuß verletzt hatte.«, erklärte sie, »A-Aber... vielleicht w-weiß das Waisenhaus etwas...? I-Immerhin...« Immerhin gab es viele Kinder, die aufgrund des damaligen Monsterangriffs und den Untaten jenes dunklen Magiers keine Eltern mehr hatten. Tori vollendete den Satz nicht, doch legte sich Traurigkeit in ihren Blick, als sie wieder auf den schlafenden Jungen sah. Sie versuchte den Gedanken wieder abzuschütteln, wollte sich nicht ständig an das Unglück im Leben klammern und kam daher darauf zurück auf das, was der Schmied zuvor angedeutet hatte. »Sag... i-ich meine, also, wenn d-du willst. E-Es... war g-ganz bestimmt n-nichts unwichtiges!« Denn das war es nie, nicht wenn es von Gaius kam. Hinter seinen unbedarft gewählten Worten steckte oft so viel Klugheit, die auf dem ersten Blick nicht zu erkennen war. Und selbst wenn es nur die kleinen Worte waren, freute sich das Mädchen stets über sie und seine Gesellschaft. Warum das so war? Ja... das wusste sie auch nicht so genau.

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  • Gaius & Kelsey bei Tori


    Gaius wusste einen Augenblick lang nicht recht, was er tun sollte, als Tori ihren Satz unvollendet ließ. Ihr Blick, der plötzlich eine gewisse, irgendwie ansteckende Traurigkeit aufwies und sich dann zum Jungen auf dem Bett wandte, war ihm nicht entgangen. Auch sein Blick fiel auf das Kind. Gehörte es wirklich zum Waisenhaus..? Hatte sich deshalb niemand nach ihm umgesehen? Weil.. es niemanden gab, der ihn vermissen konnte? Oder diejenigen, die es hätten tun können, noch viele weiterer solcher Kinder hatten und sich deshalb herzlich wenig um ihn scherten? Man, das.. war wirklich irgendwie traurig. Umso überraschter war der Zwerg davon, das seine Bekannte plötzlich das Thema wechselte. Naja, was hieß wechseln? Sie brachte es zurück auf sein Gestammel von eben. Zuerst einmal verstand er gar nicht wirklich, was sie da von sich gab. Es dauerte ein paar Sekunden, bis er begriff, dass sie von ihm verlangte seine vorherigen Worte zu beenden. Auch wenn sie es nicht so sagte, so fühlte er sich jetzt automatisch in der Pflicht dazu. Gaius fühlte sich ein wenig überrumpelt. Eine normale Reaktion wenn man auf etwas angesprochen wurde, was man kurz vorher aus Gründen verworfen hatte, oder? Aber.. was waren die Gründe hierfür überhaupt gewesen? "H-hah? Haha, nein. E-es war eigentlich total.. u-uhm.." Man, wieso war er eigentlich gerade derjenige der ins Stottern kam? Wenn er es nicht besser wüsste, dann wäre er sich jetzt so vorgekommen als wolle er sich über die Blondine lustig machen. Gott, wieso war er eigentlich so nervös? Klar, er konnte nicht mit Menschen und sozialen Situationen umgehen - das war nichts neues! Aber so hatte er trotzdem noch nie reagiert. Er war immer ein wenig planlos gewesen, aber nie wirklich nervös. Nicht zu wissen, wie zu handeln war und davor Angst zu haben, zu handeln waren zwei komplett verschiedene paar Schuhe. Was war also das Problem? Hatte er irgendetwas falsches gegessen? - Das zumindest hätte ihm wahrscheinlich Elena als Lösungsvorschlag angeboten, hätte er ihr davon berichtet. Lag es also an ihm? Oder.. an.. Tori? War er in letzter Zeit nicht etwas öfter nervös um die Brillenträgerin herum geworden? Man, es lag sicher nur an in diesem blöden Kommentar dem ihm der alte Schmied an den Kopf geworfen hatte, als er versucht hatte leise und unbemerkt das Haus zu verlassen. 'Wieso er nur so spät dran sei seine Maid für den Ball zu laden und dass sie, wenn man einmal in Betracht zog, was für ein feines Essen das Adelshaus da anbot, auch ruhig Gaius als Dank heute Nacht etwas anderes anbieten konnte.' Urgh. Alte Menschen, nein - alte Männer konnten manchmal einfach so.. so.. verdammt!! sein. Allein der Gedanke an die komplett falschen Ideen des Meisters ließen ihn einen Hauch Scham verspüren. Was wenn Tori diese Aktion genauso sehen würde? Vielleicht.. bedeute eine Einladung zu so einem Event auch normalerweise genau das? Woher um Himmels Willen sollte Gaius das denn wissen?! Er wollte sie sicher nicht aus Versehen zu.. Ah?

    "...?" Der kleine Junge sah irritiert zu dem Zwerg hoch, der eigentlich von der Größe her so gar nicht wie ein Zwerg aussah. Vor allem nicht, da er erstmal vorbei an einen ziemlich langen Rücken und genauso langen Haaren musste, die genau vor ihm saßen. Ein Mädchen? "...!" Kelseys Kopf wand sich hastig im Raum um. Wo war er hier? Was war nochmal passiert? War er nicht vorhin noch im Wald herum geirrt? Nein, warte, der Mann mit dem einen Auge hatte ihn gefunden! Und hergebracht? Der Blauäugige sah wieder hoch zum Schmied und sah ihn verwirrt an. Aber wieso hatte er ihn denn nur hergebracht? Okay, zugegeben hätte er auch nicht gewusst, wohin er ihn denn sonst hätte bringen sollen - aber er war ein Kind und so weit dachte er eben nicht. Kelsey hatte den Impuls ein paar Tränen zu vergießen - allein die Anwesenheit zwei Erwachsener reichte als Grund dazu aus. Erwachsenen konnte man wirklich nicht vertrauen, sie waren so böse..! Bis ihm wieder einfiel, warum er überhaupt eingewilligt hatte auf den Rücken des Schwarzhaarigen zu steigen. Seine Ohren!! Sie waren lang und weich und.. sahen so aus wie die von einem seiner Freunde im Wald!! Oder wie Marcos, aber Marco kam ihm gerade nicht in den Sinn der der war ja auch noch klein und vor anderen Kindern fürchtete Kelsey sich ja auch nicht. Also hatte er da auch nicht so sehr drauf geachtet. Also fing Kelsey, so überraschend wie es auch war, diesmal nicht an zu weinen und zum Schock aller, die ihn kannten - was in diesem Raum selbstverständlich absolut Niemand war - stand er sogar plötzlich auf und lief mit einem Funkeln in den Augen zu dem großen Topf der auffällig im Raum stand. "Ahh...! So schön..", entkam es dem kleinen Wesen leise, aber mit einer immensen Portion Begeisterung, denn das hübsche lila des Gebräues war ihm sofort aufgefallen. Was das wohl war? Irgendein Saft oder so??

     

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  • [Tori] mit Gaius & Kelsey / ihr Zimmer


    Tori blinzelte verwirrt, als Gaius zu einer Antwort ansetzte und doch keine Antwort heraus bekam. Vielmehr noch - er stotterte. Fast wirkte es so, als hätten sie beide Platz getauscht und Tori wusste überhaupt nicht was sie machen sollte, außer ihn aus ihren verwunderten blauen Augen heraus anzusehen. Ob der Trank, der nur wenige Meter von ihnen entfernt stand, ein Fehlgebräu war und seine Ausdünstungen jetzt ihre Sinne vernebelten? War das möglich? Gewiss. Meister Arthur pflegte zu sagen, einen guten Trank richtig einzusetzen, sei schon schwierig genug, aber herauszufinden wie man mit einem misslungenem Trank umgehen sollte, war die geheime zweite Kunst der Alchemie. Wer weiß? Vielleicht scheiterte schon der Versuch ihn einfach wegzuschütteln, weil die Flüssigkeit mit der Berührung eines festen Materials in Flammen aufging. Es war stets eine Gradwanderung und das war der Grund warum Tori immerzu fleißig übte und Erfahrung sammelte. Dafür schaffte sie es mittlerweile sogar ein Feuerchen zu entzünden und in der Nähe von Feuer zu bleiben ohne das ihr Herz stehen blieb. Welch Überwindung es sie anfangs gekosktet hatte...! Aber es ging mit jedem Mal leichter und das erfüllte Tori insgeheim mit Stolz, auch wenn sie diesen nie nie nie preisgeben würde. Ob der Trank nun Schuld war oder nicht, ließ sich so nicht herausfinden. Fest stand jedoch, dass Gaius nervöse Ausstrahlung sie nicht ansteckte, sodern vielmehr das Gegenteil bewirkte, was schon merkwürdig genug war. Ob es ihm auch immer so ging? Wirkte er nur deswegen immer so ruhig auf sie, weil sie stets unsicher und nervös war? Sie legte den Kopf leicht schräg, während die Idee in ihr Gestalt annahm. Auf jeden Fall würde sie Gaius nicht zwingen etwas zu sagen, wenn er es nicht selbst wollte. Er war ihr immerhin auch stets nur mit Offenheit und Geduld entgegen gekommen, da war es nur klar, dass sie selbiges auch zurückggeben musste. "D-Du... musst nichts sagen, w-wenn du nicht willst!", sagte sie dann auch mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. Das hier war ihr Zimmer und mit Gaius hier fühlte sie sich so sicher wie seit Langem nicht mehr. "M-Möchtest... du etwas essen?", fragte sie stattdessen, weil sie wusste das der Zwerg einen großen Magen hatte und vielleicht würde ihn das ja auf andere Gedanken bringen. Noch ehe er jedoch zu einer Antwort kam, war der kleine Junge aufgewacht und hatte sich prompt unter der Bettdecke hervor geschlängelt. So schnell hatte Tori ihm gar nicht folgen können, da stand er schon direkt vor dem Kessel, dessen Inhalt noch sanft vor sich hinköchelte. Erschrocken sah die Maid zu Kelsey hin, wagte es jedoch nicht zu hektische Bewegungen zu machen um ihn nicht versehentlich zu erschrecken. "G-Geh... da b-bitte n-nicht so nah ran...", bat sie ihn, voller Sorge es könne gleich ein Unglück passieren.

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  • Gaius & Kelsey bei Tori


    Aaaah, er stellte sich gerade wirklich an, nicht? Wie schwer konnte es sein der Frau vor ihm eine einfache Frage zu stellen? Ja, genau - einfach. Es waren nicht einmal 10 Worte, keine zehn Sekunden, nichts weiter. Und trotzdem machte Gaius sich aufgrund der Worte seines Meisters verrückt - und Tori allem Anschein nach auch. Sein Verhalten gerade erschien ihm selbst schon so merkwürdig und dumm, dass er sich kaum vorzustellen vermag wie es der Alchemistin wohl damit gehen musste. Je länger der Zwerg der Blonden entgegen starrte, desto röter wurde sein Gesicht. Er war dem Kind, welches sich in seinen Augenwinkeln gerade aufrichtete, wirklich dankbar, denn nur dank dem Waisen konnte sich sein Blick gerade auf etwas anderes konzentrieren. Als Tori dann jedoch fragte, ob er etwas essen mochte, wanderten seine Iriden wieder reflexartig zu ihr. Nein, nicht wegen dem Essen - ich weiß, untypisch, aber er war gerade auch nicht wirklich hungrig, ob man's glaubt oder nicht. Sondern weil.. sie.. versuchte abzulenken? Hatte sie nicht eben erst zurück auf's Thema verwiesen? Oh, wollte sie ihn.. aus der Situation retten? Gaius entkam automatisch ein kleines Schmunzeln, dann lachte er kurz leise auf und schüttelte kurz lächelnd den Kopf. "Ja.. ja, gerne, wirklich. Aber ich hoffe, du möchtest mir nicht das andrehen, was gerade dort in dem Topf-", er hielt kurz in seiner Bewegung inne auf den Kessel zu zeigen, als sein Finger plötzlich an.. Kelsey? hingen blieb. Da hatte der Junge beim Aufstehen eben also hin gewollt. Das.. machte irgendwie Sinn. "..vor sich hin köchelt., beendete er schließlich seinen Satz und ließ die Hand in der Luft zurück auf das Bett sinken. Tori's Stimme hingegen hob sich wieder, als sie den verlorenen Jungen darum bat vorsichtig zu sein.

    "..!", überrascht schreckte der Junge auf, als er urplötzlich ermahnt wurde. "...??" Was wollte das große Mädchen mit den hübschen, saphirfarbenden Augen nur von ihm? Nicht nah rangehen? Aber er war doch schon ganz nah an dem Kessel! Wie sollte er denn jetzt wieder un-nah davon werden? Mal ganz davon abgesehen, dass er nicht weg von dem blubbernden Wasser wollte! Immerhin war buntes, blubberndes und glänzendes all das, was er liebte. Uuund sein Spezialgebiet! Worauf er ehrlich gesagt sogar ein wenig stolz war, denn Erwachsene mahnten immer vor solchen Dingen. Aber Erwachsenen konnte man ja sowieso nicht trauen, sie wussten ja gar nicht wie toll solche Dinge waren, pfft. Kelsey legte den Kopf ein wenig schief und blickte die Blonde vor ihm nachdenklich an. Aber Erwachsen war sie doch gar nicht.. oder? Hieß das, es gab doch andere Gründe für ihre Worte? Oh!! Das war ihr Blubberzeug und sie wollte sicher nicht mit ihm teilen!! Das musste es sein. Aber das war doch gemein! Und es machte keinen Sinn! Kelsey fühlte sich ein wenig von der Fremden verletzt. "Aber.. doch genug.. für uns alle..", murmelte er enthusiastisch, aber auch ein wenig beleidigt - ja, das war tatsächlich eine mögliche Kombination - und legte bei diesen Worten seine kleinen Hände an den Topf. Was würden seine Freunde an seiner Stelle jetzt tun? Candy würde sicher eine Hand voll Blubberzeug nehmen und es auf die Fremde werfen. Das war fair, weil ihr das Zeug doch sooo wichtig war, dass sie nicht teilen wollte - also sollte sie es ruhig auch haben, tha! Kelsey machte sich bereit seine Hände in die Flüssigkeit zu stecken, hielt dann jedoch kurz inne. Das wäre aber gemein, oder? Er wollte nicht gemein sein, also sollte er vielleicht doch nicht ein Beispiel an der Rothaarigen nehmen..?

    "Tori.. was genau ist die Wirkung deiner Kreation? Bitte sag mir dass der Trank weder giftig noch explosiv ist..", hauchte der Dunkelhaarige leise und mit der gewöhnlichen Ruhe zu seiner Freundin, während er sich daran machte vorsichtig aufzustehen, um den Jungen, der noch immer über dem Kessel hing nicht irgendwie zu erschrecken. Je nach Antwort musste er seine nächsten Aktionen nämlich neu überdenken. Wenn keine große Gefahr bestand, dann konnte er sich den Blonden noch schnell packen, vielleicht sogar schnell genug, um das Kind nicht übermütig reagieren zu lassen.

     

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  • [Tori] mit Gaius & Kelsey | Tori's Zimmer


    [IMG:http://fs5.directupload.net/images/151121/ivlm4grb.png]


    Ein zaghaftes, kaum sichtbares Lächeln umspielte für einen kurzen Moment Tori's Mundwinkel, als Gaius - eben ganz Gaius - dem Essen nicht abgeneigt war. Damit wollte sie keineswegs andeuten, dass der Zwerg ein Vielfraß war (auch wenn das nicht gelogen war), sondern sie erfreute sich schlichtweg an der Tatsache das Gaius so war, wie er eben war. Zerstreut, freundlich, kompliziert und geradlinig zugleich. Eine gewisse Wärme breitete sich dabei in der Maid aus und ließ sie fast den kleinen Jungen vergessen der - ohweh, ohweh! - schon halb über ihrem Kessel hing. Erschrocken sah sie zu Kelsey und ihre Augen wirkten so noch größer als sonst, tat die Brille ihr in dieser Hinsicht sowieso keinen Gefallen. Aber wie sollte sie das Kind nur von einer unbedarften Handlung abhalten...? Die Maid war nicht gerade bekannt dafür gut mit Kindern... oder allgemein anderen Leuten... umgehen zu können. Sie wollte sich dem Jungen auch nicht unbedarft nähern um ihn nicht zu erschrecken, war sie selbst doch schreckhaft genug. Als Gaius' sie fragte, was genau denn dort vor sich hinköchelte, erschien ihr die Situation erstmal nicht mehr ganz so schlimm zu sein. »E-Ein... Trank, der... n-nun... Verdauungsprobleme verursacht...«, erklärte sie. »Z-Zumindest soll er das, w-wenn er... gelingt.«, fügte sie hinzu. Sie wusste selbst nicht genau ob sich die Wirkung in Durchfall, Verstopfung oder Erbrechen zeigte, das Buch gab nur Andeutungen darüber, das es auch ein wenig von der Person abhing, die den Trank abbekam. Es klang relativ unspektakulär, aber irgendwo musste man ja anfangen. Und sollte das Kind tatsächlich in den Kessel fallen, wäre das Unheil - egal welches Gebräu dort brodelte - unvermeidbar! Er würde umfallen, die heiße Flüssigkeit verspritzen, eventuell Verbrennungen hinzufügen. Die Feuerstelle konnte außer Kontrolle geraten, Funken sprühen, Flammen ihr Zimmer erobern... Tori wurde ganz weiß bei diesen Vorstellungen. Sie war erstarrt und versuchte die Bilder nicht zu lebendig werden zu lassen, sondern... von sich fernzuhalten. Worin sie kläglich versagte. Quälend sah sie zu Gaius. Konnte er dieses Kind nicht aufhalten?!

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • Gaius & Kelsey bei Tori


    Ein Trank, der Verdauungsprobleme verursachen sollte also. Gaius sah die Bezopfte einen Augenblick lang planlos an, wusste ehrlich gesagt nicht viel mit der Information anzufangen und das, obwohl er doch derjenige war, der sie danach gefragt hatte. Was genau sollte er jetzt auch tun..? Hätte sie seine Befürchtungen bejaht, der Trank tatsächlich explosive oder giftige Komponenten gehabt - dann wäre das Ganze eventuell einfacher gewesen. Klar, er Trank könnte auch eine andere Wirkung haben als geplant und Verdauungsprobleme waren nichts Schönes, doch.. irgendwie klang das echt unspektakulär. Nicht die Alchemie an sich, nein! Sondern.. das Rettungsmanöver? Was sollte er dem kleinen Jungen da auch sagen? Mal abgesehen davon, dass er sowieso vielleicht erst zwei mal mit einem Kind gesprochen hatte, wie hielt man ihn davon ab.. das was auch immer Kelsey gerade vor hatte zu tun? Der Zwerg konnte natürlich auf's Ganze gehen und sich so schnell wie möglich zu dem Kind bewegen, es von Kessel wegziehen und damit ein Happy End auslösen. Aber genauso gut konnte er auch nicht schnell genug sein und damit das Unheil erst wirklich heraufbeschwören. Und reden? Mit dem Kind zu reden schien am einfachsten und logisch, doch was sollte er ihm nur sagen? Uff, irgendetwas musste er ja versuchen! Hoffentlich war Tori klar, dass er für nichts verantwortlich sein würde, sollte es nun schief gehen. Auch.. wenn seinetwegen der kleine Junge erst überhaupt hier aufgetaucht war. Okay, wohl doch seine Schuld. "Oh, aber sie wollte dir ja auch nichts davon wegnehmen! Der Trank ist bloß noch nicht fertig und er ist ihr genauso wichtig wie dir! Deshalb hat meine Freundin Tori hier natürlich Angst dass irgendetwas kaputt geht, aber wenn du noch ein bisschen wartest kannst du soviel davon haben wie du willst. Also komm rüber zu uns und wir machen irgendetwas lustiges zusammen spielen während wir warten." Ah, Hilfe, was sagte er da bloß? Mal abgesehen davon, dass es offensichtlich gelogen war - aber hey, das wusste Kelsey ja nicht unbedingt -, kam er sich beim Sprechen wirklich dämlich vor. War auch nur ein einziges Wort davon überzeugend? Verstand der Junge überhaupt all das, was er gesagt hatte? Gaius hatte keine Ahnung wie weit Kinder in diesem Alter bereits waren. Vielleicht hatte er ja auch kein Wort verstanden? Sprach nur bruchteilhaft ihre Sprache?

    "..???" Der kleine Blondschopf sah verwirrt auf als die zwei Erwachsenen im Raum mit ihm zu reden begannen. Okay, eher nur einer der Erwachsenen. Der, der ihn hergebracht hatte um genau zu sein. Es war ein wenig überraschend, dass der Mann nicht schrie oder ihn verfluchte - denn normalerweise wurden große Menschen immer schnell böse. Kelsey hatte bisher zwar nichts schlimmes gemacht! Aber das hielt große Menschen nun einmal nicht davon ab wegen jeder Kleinigkeit gleich wütend zu werden. Stattdessen vorgeschlagen zu bekommen, zu spielen und danach was vom Wunderglitzerzeug zu bekommen war.. ungewohnt. Verdutzt lauschte der Heranwachsende also der Stimme des Schmieds, hing dabei noch immer halb über dem Kessel. Und Gaius Plan hätte eventuell wahrlich funktionieren können - wäre der Blauäugige nicht zu überrascht vom Verhalten des Langohrigen gewesen. Und eben genau wegen dieser Unaufmerksamkeit verlor das Kind plötzlich den Halt. "Uah!!", entkam es ihm erschrocken, mühsam versuchte Kelsey sein Gewicht, welches nun vollkommen auf dem Kessel lag wieder auf den Boden zu verlegen, doch reichte seine Körperkontrolle einfach nicht aus. Der Junge fiel und zusammen mit ihm auch der Topf, glücklicherweise jedoch nicht in seine Richtung, da er hinter ihm gestanden hatte. Der Inhalt jedoch gelang sofort in Bewegung, spritze viel, spritzte weit und verteilte sich über den ganzen Raum und auch über die beiden anderen Anwesenden. Zumindest.. hätte das nun passieren müssen. "..." Der Grauhaarige stand wortlos da. Er stand wortlos da und blickte auf den Unfall vor ihn, der.. gerade herzlich wenig nach einem Unfall aussah. Nein, das was er da anblickte sah einfach nur.. merkwürdig und bizarr aus. Was.. waren das für merkwürdige.. Würfel? "Was.." Der Zwerg sah irritiert zu dem Kessel rüber, dessen Inhalt nur wenige Zentimeter weit gekommen war. Dann schielte er kurz rüber zu seinem linken Arm, den er aus irgendeinem Grund ausgestreckt vor sich hielt und dann zu den vielen kleinen, dunklen, schwarz-lilanen aber gleichzeitig auch durchsichtigen Würfeln die mitten im Raum herumschwebten. Und in ihnen der Zaubertrank. Welcher.. immer weniger wurde? Spielten ihm seine Augen da einen Streich - und das war bei diesem Anblick echt nicht weit hergeholt - oder.. stieg ebenfalls ein wenig Dampf aus diesen Würfeln? Moment, war er dafür verantwortlich? Aber.. das machte keinen Sinn, oder? Wie sollte er denn.. hätte er ein Schwert danach geworfen oder so, okay, aber.. das war doch etwas ganz anderes.. "Ah, pass auf!" Kaum hatte er eine Sekunde Zeit gehabt Tori zu warnen und mit der zuvor gehobenen Hand ein Stück weit nach hinten zu ziehen, lösten die Würfel sich schon wieder auf und befreiten dabei der Trank aus seinem Gefängnis. Bloß das dieser sich, anstatt wie zunächst vom Schicksal geplant wild, langsam und in einem kleinen, für Tori und den Zwerg ungefährlichen Radius ausbreitete. Der Dunkelhaarige sah hinunter auf die Überbleibsel und tat dies fast so, als erwartete er jeden Moment von dem Gebräu eine Erklärung zu bekommen. Nein, ehrlich. Erklärung. Jetzt. Irgendwer?!

     

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  • [Tori] mit Gaius und Kelsey / Toris Zimmer


    Es war vielleicht ein weing unfair, dass Tori ihre ganzen Hoffnungen den Kleinen aufzuhalten auf Gaius setzte, aber immerhin lebten sie noch zu einer Zeit, in dem Männer gern die Führung übernahmen. Und selbst wenn, wusste Tori schlichtweg nicht, was sie denn tun könnte, um diesen Jungen davon abzuhalten sich selbst oder andere zu verletzen. Als kleines Mädchen hatte sie oft auf ihren jüngeren Bruder Zavier aufpassen sollen, war aber stets gescheitert, denn Zavier war ihr sowieso immer eine Nasenlänge voraus gewesen. Aber das war eine andere Zeit gewesen zu glücklicheren Umständen.

    Gaius Plan, dem Jungen einfach gut zuzureden, schien - so hatte es zumindest den Anschein - tatsächlich Früchte zu tragen. Aber wenn das Unheil einmal vorprogrammiert war, dann war es so leicht nicht aufzuhelten. Kelsey verlor das Gleichgewicht, der Kessel stürzte um, Tori stieß einen erstickten Schrei aus und Gaius riss einen Arm nach vorne, um nach etwas zu greifen - Kelsey? - oder um zu schützen, wusste Tori nicht, denn sie hatte instinktiv die Augen zu gekniffen. Als sie jedoch nicht das Zischen einer dampfenden Flüssigkeit hörte, noch das Weinen eines verletzten Jungen, noch die Schmerzen von verbrannter Haut spürte, wagte Tori es nach einigen gequälten Atemzügen die Augen leicht zu öffnen, um zu erspähen, was denn passiert war. Sofort riss sie die Augen entsetzt auf und stolperte erschrocken einige kleine Schritte rückwärts. Vor ihr waren dunkle Würfel, die eine unheilvolle Aura ausstrahlten. Und in diesen Würfel war ihr Trank gefangen. Tori traute ihren Augen nicht recht, aber der Trank löste sich langsam auf ohne jemanden zu verletzen und die Überreste verteilten sich als eklige Masse auf dem Boden. Einige Momente rührte sich niemand in diesem Raum. Nicht Tori, die fassungslos, verängstigt und erstaunt zugleich das Gesehene verarbeitete. Nicht Kelsey, der offenbar zu verblüfft war um eine Regung zu zeigen. Nicht Gaius, der nicht ernst oder besorgt dreinblickte, sondern schlichtweg eine absolut verwirrte Miene aufgesetzt hatte. "Magie.", hauchte Tori, noch immer erstaunt und noch immer unsicher, ob sie nun Angst verspüren oder auch Erleichterung zeigen sollte. Die Maid mochte große Furcht vor Zaubern haben, aber das bedeutete nicht, dass sie sich in dem Themenfeld nicht bewandert war. Im Gegenteil hatte ihr Respekt vor der magischen Kunst dazu geführt, sich ausgiebig damit zu beschäftigen. Wobei Tori sich mit vielen Dingen ausgiebig beschäftigte, solange sie in einem Buch standen. Sie war so abgelenkt von dieser Tatsache, dass sie gar nicht bemerkte, wie verwirrt Gaius von seinem eigenen Handeln war. War ihm etwa nicht bewusst, welche Kraft er gerade eingesetzt hatte? Tori fiel auf, dass sie automatisch zurückgewichen war und schämte sich ein wenig deswegen. Langsam trat sie wieder einen Schritt auf ihren Freund zu. "D-Danke." , murmelte sie leise, den Blick gen Boden gerichtet. Trotz dieser unheilvollen Kraft war es ebendiese gewesen, die sie gerade vor großem Schaden bewahrt hatte. Gaius hatte sie erneut gerettet.

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  • Gaius & Tori


    Gaius starrte noch immer absolut konfus die inzwischen schon lange stillstehende Flüssigkeit vor ihm an, schien die Hoffnung aufs Erlangen einer sinnvollen Antwort durch eben jenes Handeln nicht zu verlieren, doch es passierte einfach nichts. Weder die Würfel kamen wieder, noch der Trank zeigte irgendeine Reaktion. Und auch er tat dies nicht, zumindest nicht bis er plötzlich Toris Stimme erhörte. "Huh?", war alles was dem Schmied entkam, sein Blick wandte sich nun jedoch endlich vom Unfall vor ihm ab. Stattdessen blickte er nun de Blonde an, welche.. merkwürdig weit weg von ihm stand. Klar, er hatte sie eben ein Stück nach hinten gezogen, doch musste sie sich deshalb nicht logischerweise fast neben ihm befinden? Als er einige Momente lang Zeit hatte darüber nachzudenken, fiel ihm die Antwort darauf relativ schnell ein. Wie denn auch nicht? Seine Freundin hatte sie doch bereits für ihn ausgesprochen: Magie. Sie war aufgrund von Magie zurückgewichen, hatte dem Einäugigen doch erzählt sie fürchtete sich davor. Und Magie war es, welche das Spektakel eben verursacht hatte. Und Toris daraufhin folgende Worte ließen keinen Zweifel daran, dass er de getätigt hatte. Und Gaius selbst wusste nicht was er davon halten sollte. Von jeweils beiden Dingen. "Schattenwürfel..",murmelte er leise und musste bei seinen eigenen Worten ein wenig lachen, "Das war es. Der Zauber den ich gelernt habe.. ich erinnere mich wieder daran." Ein Zauber, welcher den Gegner seiner Wahl in ein würfelförmiges Gefängnis steckte. Und sein Gegner war gerade eben wohl der unheilvolle Trank gewesen. Okay, das machte irgendwie Sinn. Aber.. dennoch. Der Zwerg war verwirrt. "Aber irgendetwas daran.. ist falsch. Sinn dieses Zaubers.. war es eigentlich.. uh.. urgh.." Ah, warum fühlte er sich auf einmal so komisch? Dem Dunkelhaarigen wurde schwummrig vor Augen, er hielt sich mit den Händen den plötzlich schmerzenden Bauch. Und keine paar Sekunden später konnte der Schmied auch nicht mehr wirklich auf den Beinen halten. Und ihm wurde auch schnell klar wieso. Es hatte ihn verwirrt, dass der Zauber an einem Objekt funktioniert hatte. Sinn des Zauber war gewesen, dem Gegner Lebenskraft zu entziehen während man ihn einsperrte. Und um Lebenskraft zu besitzen, musste ein Objekt doch leben, nicht? Aber diese Vermutung war dumm und naiv gewesen, was sich gerade mehr als bemerklich machte. Gaius hatte sich über den aufsteigenden Dampf gewundert, doch hatte sein Zauber dem kochenden Trank die Hitze entzogen. Ahh, kein Wunder, dass ihm auch plötzlich so verflucht heiß war. Und noch schlimmer: Es war ein Trank der Alchemie gewesen. Wenn Hitze eine Komponente der Lebenskraft des Elixirs darstellte, dann war seine Wirkung, sein Effekt wohl oder übel der andere. Und eben jenen hatte er dem Elixir entzogen. Und.. dabei selbst aufgenommen. Hatte Kanno ihm dementsprechend eine Warnung mitgegeben? Falls nein wäre sie wohl nett gewesen. "Ah.. das ist jetzt.. aber ziemlich.. blöd.", keuchte er am Boden liegend, konnte aber nicht anders als dabei zu grinsen und sich selbst ein wenig auszulachen. Was hatte er auch erwartet? Magie ohne Nebenwirkungen? Unachtsam damit umgehen zu können? Haha..

     

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  • [Tori] mit Gaius & Kelsey | Tori's Zimmer


    [IMG:http://fs5.directupload.net/images/151121/ivlm4grb.png]


    Es war der schmale Grad, der Bruchteil einer Sekunde, der eine Situation zum Kippen bringen konnte.

    Und Tori konnte nichts dagegen tun.

    Das Wort »Schattenwürfel« hallte noch in ihrem Kopf wider, als sie versuchte sich daran zu erinnern, ob sie schon einmal etwas in diese Richtung gelesen hatte, während Gaius gleichzeitig seine Erinnerungsbrocken herausholte, die Kanno ihm mitgegeben hatte. Denn etwas stimmte nicht. Etwas stimmte ganz und gar nicht, doch Tori bemerkte keine Anzeichen. Nichts. Wie konnte sie nur so blind für die Dinge in ihrer Umgebung sein? War sie denn niemals nützlich? "GAIUS!", rief sie er erschrocken seinen Namen, als der Zwerg schmerzerfüllt aufkeuchte und zu Boden ging. Das Mädchen ließ sich neben ihren Freund fallen. Das Kind im Raum - vermutlich verängstigt und nicht verstehend was gerade vor sich ging, wie auch, wenn sie es selbst nicht wussten - wurde von ihr ignoriert, denn Tori's ganze Aufmerksamkeit lag auf dem Schmied. Dem unbeholfenen, lebensfrohen, chaotischen Schmied, den sie so sehr lieben gelernt hatte. "GAIUS! GAIUS!", rief sie weiterhin seinen Namen, völlig in Panik verfallen. Unsanft schüttelte sie den am Boden liegenden Körper. Er musste bei ihr bleiben! Wen hatte sie denn sonst noch? Ein Teil von ihr schämte sich bereits jetzt für diesen selbstsüchtigen Gedanken, aber dieser Teil wurde verdrängt von der Sorge und der Angst, die in ihr wüteten. Sie war zwar keine Heilerin, aber hatte sie sich bei Nathalie während ihrer Zeit dort denn gar nichts abschauen können? Sonst war sie doch so klug! Aber was nützte Klugheit, wenn sie sich in schlichtweg unfähigen Händen befand? Das Mädchen schluchzte, wenngleich sie die Tränen mit aller Macht zurückhalten wollte. Gaius sollte sie nicht weinen sehen, nicht schon wieder und erst recht nicht, wenn er sich in erster Linie um sich selbst kümmern musste. Sie durfte ihn nicht zur Last fallen, sie musste etwas tun. "Gaius, kannst du mich hören? Was brauchst du?", fragte sie mit erstickter Stimme und tatsächlich ohne ein Stottern. Wenn er nicht reagierte, würde sie ihn zu Nathalie schleppen, koste was wolle. Sie musste es schaffen.

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  • Gaius & Tori


    Aaaah. Gaius Augenlider hoben sich langsam und bloß ein kleines Stück weit an. Warte, wieso musste er sie überhaupt erst anheben..? Seine Pupillen wanderten durch die Gegend, suchten in der lautlosen Umgebung nach einem Hinweis. Hah, wieso bewegte sich alles? Das Bild vor seinen Augen bebte. Der Zwerg suchte weiter, versuchte sich zu konzentrieren und begann aus der Ferne eine dünne Stimme zu hören. Wessen..? Oh, Toris. Ja, es war definitiv die Stimme der Blonden. Diese Stimme würde er zwischen tausend wieder erkennen. Als Gaius auffiel, dass diese schöne Stimme in ihrer pursten Form, völlig ohne jegliche Unterbrechung erklang, da bildete sich unbewusst ein sanftes Lächeln auf seinen Lippen. Haha, so sprach sie sonst nur wenn es um Bücher ging. Um Dinge die sie liebte. Oh, Moment mal.. wieso nochmal waren seine Augen zu gewesen? Die Iriden des Schmieds folgten dem Klang der Melodie und schlussendlich fand der Junge seine Freundin tatsächlich direkt über sich wieder. War er.. bewusst los geworden? Vor Schmerzen? Oh nein, halt. Schmerzen. In seiner Orientierungslosingkeit hatte er diese für ein paar Sekunden komplett ausgeblendet. Und als er realisierte, dass sie einmal da gewesen waren, da kamen sie auch sofort wieder. "Ah..", entkam es dem Mann mit großer Anstrengung, sein Gesicht verzog sich kurz und er merkte wie ihm der Schweiß von der Stirn tropfte. Hatte er jetzt etwa auch Fieber oder so bekommen..? Oder etwa sogar noch etwas Gravierenderes? Der junge Schmied musterte einen Augenblick lang die Frau vor ihm, lächelte dann und gab ein schwaches Lachen von sich: "H-hey.. ist.. alles ha..halb s-so wild, Tori.. Siehst d-du..?" Verflucht, er klang gerade alles andere als glaubwürdig, oder? Aber es.. es war wirklich nicht so wild. Vielleicht war es ernster als er behauptete, doch an dem Blick seines Gegenübers sah man an, dass sie es sich schlimmer ausmalte, als es tatsächlich sein müsste. "Da gab's schon.. schlimmeres, weißt du.." Gott, wie hatte er es eigentlich geschafft schon wieder eine Situation so eskalieren zu lassen..?!

     

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