Die Jägerhütte

  • 1907-leon-pngLeon & Cinnamon | im Wald


    Der Herzschlag des jungen Tieres wurde langsamer, ganz und gar ruhig und entspannt genoss er die sanften Berührungen des rothaarigen Mädchens. Das waren so diese wunderschönen Momente, deren Ende man nie herbei sehnte. Es liebte doch jeder am Kopf gekrault zu werden, egal ob Mensch oder Tier. Eine kleine Kopfmassage hatte noch keiner abgelehnt und wenn doch, war dieser jemand dumm und selbst Schuld! Leon bemerkte wie sich seine alte Bekanntschaft ebenso zu entspannen schien. Ihre Atmung wurde ruhiger, gleichmäßiger und als er zu ihr hinauf blinzelte entdeckte er einen zufriedenen Gesichtsausdruck. Es erstaunte ihn doch immer wieder was für eine Wirkung kleine Fellknäule auf Menschen haben konnten. Aber es machte ihn zudem glücklich. Da Cinnamon anscheinend mit geschlossenen Augen in ihre eigene Welt abtauchte, bemerkte sie wahrscheinlich gar nicht dass es sich bei ihrem neuen Freund längst nicht mehr um den flauschigen Schakal handelte. Ihre zarte Hand streichelte jetzt eine lange Haarmähne und trotzdem mochte Leon diese Berührung. Ein Kribbeln machte sich in seinem Bauch breit und als sich seine hellen Augen auf das Gesicht der Frau richteten, grinste er. „Du hast ein so wunderschönes Lächeln.“

  • [Cinnamon] & Leon | Im Wald



    Cinnamon war völlig in ihren Gedanken versunken, achtete auf das Gefühl des weichen Fells unter ihren Fingerspitzen und dem sanften Rauschen des Windes in den Baumkronen. Es war ein friedlicher Tag, einer der solchen, die einem nur selten vergönnt waren. Warum war ihr das zuvor nicht aufgefallen? Stattdessen hatte sie sich maßlos über sich selbst geärgert und sich in ihren Frust hineingesteigert. So verloren in ihren Gedanken, dauerte es einen Moment bis sie bemerkte, dass sich das Fell ihres flauschigen neuen Freundes mittlerweile ein wenig anders anfühlte. Und als sie eine nur allzu vertraute Stimme bemerkte, war ihr klar warum. Cinnamon erschrak fürchterlich als Leon sie plötzlich ansprach - und nicht nur das, er lag auch noch mit dem Kopf in ihrem Schoss - den Kopf, den sie gestreichelt hatte! Es riss sie vor Schreck, weil sie mit dieser plötzlichen Verwandlung sichtlich nicht gerechnet hatte. Aufspringen - ihr erster Instinkt - konnte sie nicht, da Leon ja zum Teil auf ihr lag und so wurde es eine Mischung aus auffahren, umfahren, stolpern und fallen? So sicher konnte man sich in dem Bruchteil der Sekunde nicht sein. Das Ende vom Lied war lediglich, dass Cinnamon im nächsten Moment einen Meter von ihrem ursprünglichen Platz entfernt kniete. "Du-du-du-du-du-du-du-d-u...!!!", stammelte der Rotschopf und deutete mit einem Finger auf den befreundeten Mann. "LEON?!?! Was... aber wie.. aber.. bei allen Fischen des Meeres!!", fluchte sie, während sie langsam versuchte runterzukommen. Erst da fielen ihr seine Worte wieder ein und die Fischerin wurde unwillkürlich rot. Allerdings war sie noch immer zu überrascht um darauf eine pfeffernde Antwort zurückgeben zu können.

  • 1907-leon-pngLeon & Cinnamon | im Wald


    Genau mit so einer Art der Reaktion hatte das junge Halbwesen gerechnet aber da es sich dabei um Cinnamon handelte, wurde alles nur noch witziger und so konnte er nicht anders als lauthals zu lachen. Es war schon immer eine lustige Situation wenn er sein tierisches Dasein auflöste und sich als Mensch präsentierte. „Schakal bitte, kein Fisch. Ich zappel ja nicht wie wild herum, wie du.“, entgegnete er dem Mädchen kopfschüttelnd, so gut es ging, da er jetzt so wie zuvor auf dem harten Waldboden lag. Nur eben mit dem Kopf auf dem Boden und dabei entdeckte er sogar eine kleine Ameise. „Bist du auf der Suche nach Essen oder was machst du hier, mittlerweile alleine im Wald? Hast du mit deiner Freundin einen Spaziergang gemacht und sie konnte dein Geplauder nicht mehr ertragen?“ Der langhaarige Kerl setzte sich auf und richtete seine Haarmähne etwas ehe er in die roten Augen des Fräuleins guckte. „Ich war ja eigentlich auf der Suche nach Ganesha aber da sie ihren Job einfach perfekt beherrscht, lässt sie sich ja gar nicht finden. Oder vielleicht pennt sie zuhause und hat mir deshalb nicht die Tür geöffnet..“, plauderte der Jäger fast schon mit sich selbst und streckte dabei seine Arme weit in die Luft um sich zu strecken.

  • [Cinnamon] & Leon | Im Wald



    Cinnamon pustete sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, ehe sie sich von ihrer abwehrenden, geschockten Position in den Schneidersitz begab und die Arme vor der Brust verschränkte. Sie war ein klein wenig beleidigt, obwohl sie wusste das Leon sie nur neckte. Oder gerade deshalb! "Sie musste eben wieder los, ich kau doch niemanden ein Ohr ab.", erklärte sie und überlegte kurz, ob das auch stimmte. Aber eigentlich war sie sich sicher - aber vielleicht rührte ihr Glauben auch nur daher, dass sie den Großteil ihrer Freizeit mit dem Angeln verbrachte und dabei unterhielt man sich tatsächlich nicht sonderlich viel. "Findest du es etwa seltsam mich im Wald statt am Meer zu sehen?", erkundigte sie sich rhetorisch. Bei seinen Worten fiel ihr allerdings ein, dass sie heute tatsächlich noch nicht so viel gegessen hatte - der Tag war seltsamerweise trotz allem schnell vergangen. Aber die Sonne neigte sich auch immer früher dem Horizont entgegen, was die Lichtzeit nur verkürzte und den Anschein kurzer Tage erweckte. "Vielleicht wäre Ganesha deine vierbeinige Form ja auch lieber gewesen.", gab sie zurück, ehe sie die Arme vor ihrer Brust schließlich löste, ihr Gewicht verlagerte und sich dann auf den Händen abstützte. "Seit wann bist du denn schon... so. Du hast mir nie etwas davon erzählt!"

  • 1907-leon-pngLeon & Cinnamon | im Wald


    Leon verschränkte die Arme vor seiner Brust und legte grübelnd den Kopf zur Seite. Ob Cinnamon jemand war der gerne ohne Punkt und Komma redete? Wahrscheinlich, wenn es das richtige Thema war. Fische zum Beispiel oder das große weite Meer. Irgendwie so etwas. Leon schmunzelte und nickte dann auch gleich. „Schon etwas. Außer du erzählst mir jetzt dass es an diesem Ort einen ganz besonderen Fisch gibt. In irgendeinem kleinen Teich hier in der Nähe.. wer weiß schon was dieser Wald alles bietet und beheimatet.“, sagte der Jäger und guckte aufmerksam um sich. Jede Menge Tiere gab es auf jeden Fall, das hörten seine guten Ohren. Und für manche Laute brauchte man auch kein wirkliches feines Gehör. „Das könnte natürlich sein, ich werde es beim nächsten Mal gleich ausprobieren. Also sobald ich sie gefunden habe. Oder sie mich.“ Leon stützte sich mit seinen Armen nach vorne und lächelte Cinnamon an. Hatte er das wirklich nie erwähnt? Oder hatte die Rothaarige es ganz einfach vergessen? Das Halbwesen war sich da selbst nicht mehr so sicher. Er erzählte doch viel wenn der Tag lang war und ein Geheimnis machte er da auch nicht daraus. „Seit immer.“, antwortete er. „Ich erinnere mich zumindest an keine Zeit an der ich noch nicht.. so war. Und hey, du hast ja auch nie gefragt warum ich diese Ohren und diesen Schwanz habe! Ich binde das ja auch nicht jedem sofort auf die Nase.“

  • [Cinnamon] & Leon | im Wald



    Cinnamon schmunzelte bei Leon's Aussage. "Ein besonderer Fisch? Weißt du da etwas mehr als ich? Ich bin ganz Ohr, darüber weiß ich nämlich nichts und wie du siehst, habe ich auch meine Angelausrüstung nicht dabei.", erwiderte sie mit einem sanften Lächeln. Der Schreck war mittlerweile verflogen, weswegen sie sich wieder mehr entspannte. "Was wolltest du denn von ihr?", erkundigte sie sich dann ein wenig neugierig. Sie wünschte, sie würde Ganesha ein wenig besser kennen - nachdem ihr Schwesterchen immerhin ein wenig von ihr angetan war. Das lag bestimmt an dem Rotzbengel von einem besten Freund, der ihr Sohn war. Naja. "Gute Argumentation.", entgegnete sie, ehe sie ihre Beine anzog und den Kopf auf ihren Knien ablegte. "Ich dachte mir, du bist einfach so. Ein wenig haariger als andere. Hab es nie hinterfragt und nicht erwartet, dass da mehr dahinter steckt.", erklärte sie ein wenig gedankenverloren, während sie Leon musterte. "Wie fühlt sich das an zwei Körper zu besitzen?", fragte sie dann interessiert. War nicht auch das eine Art von Magie?

  • 1914-darianormal-pngDaria | verlässt die Jägerhütte


    Ein langer Schlaf lag hinter der blonden Elfe. Leider hatte sie die vergangenen Stunden sitzend an ihrem Tisch verbracht, als sich ihre blauen Augen öffneten spürte sie sofort einen schrecklichen Schmerz in ihrem gesamten Rücken. Kein Wunder, ihr Kopf lag auf der Tischplatte und dabei war ihr Körper doch schon in sich zusammen gesunken und gekrümmt. Mit einem schmerzhaften Laut richtete sie sich auf und musste dabei ein Blatt Papier von ihrer Wange ziehen. Seit wann schlief sie denn hier am Tisch ein während sie zeichnete? Ihr Blick fiel auf das fast leere Stück Papier in ihrer Hand. Was wollte sie überhaupt malen? Das Mädchen erhob sich und stellte sich vor das Waschbecken, das sich unter einem kleinen Spiegel in ihrem Zimmer befand. Da klebte sogar etwas Farbe auf ihrer blassen Haut.. mit einem kleinen Tuch entfernte sie die Tinte und wusch sich dabei gleich noch das ganze Gesicht. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte, strich sie sich ihre blonden Strähnen aus dem Gesicht und band einen Teil davon zu einem Zopf an ihrem Hinterkopf zusammen. Noch halb verschlafen nahm sich die Elfin frische Kleidung aus ihrem Schrank und während sie ihren Körper darin einhüllte, fiel ihr müder Blick aus dem Fenster. Lag da.. Schnee? Ein begeistertes Glitzern breitete sich in dem Blau ihrer Augen aus und sofort kamen ihr tausend Ideen für neue Gemälde in den Kopf. Dabei dachte sie auch an James und ihr Herz klopfte schneller. Während sie noch für eine kurze Zeit an ihrem beschlagenem Fenster stand, die Hand auf der Brust, dachte sie an den jungen Mann und daran, was er wohl gerade machte. Wo er war, ob er überhaupt in der Stadt war oder vielleicht schon wieder auf großer Reise? Hm. Daria umhüllte ihre Gestalt in einem dicken braunen Mantel und packte ihre Künstlertasche zusammen. Mit allem was sie so brauchte. Ihr Ziel war klar, bei dem Gedanken an ein neues Bild war ihr sofort ein Ort eingefallen und diesen steuert sie nach Verlassen der Jägerhütte auch gleich an.



    1907-leon-pngLeon & Cinnamon | im Wald


    „Braucht man denn zum Angeln immer gleich eine volle Ausrüstung? Du hast Hände und Augen. Du musst nur schnell genug sein. Aber das macht einen guten Angler ja aus oder nicht?“, sagte das Halbwesen während sein Grinsen immer breiter wurde. Schließlich hob er nur kurz seine Schultern um Cinnamon zu zeigen, dass er keine Ahnung von irgendwelchen besonderen Fischen hatte. Es gab zwar hier und dort ein paar kleinere Seen innerhalb des Waldes aber ob sich darin wirklich Bewohner hausten? Leon bezweifelte dies. „Ganesha ist meine Meisterin und ich dachte dass es langsam wieder Zeit wäre sie zu besuchen damit sie mir etwas Neues lernen kann. Gerade für den Winter gibt es sicherlich ein paar gute Tipps, die sie mir geben kann. Sie ist wirklich fantastisch! In jederlei Hinsicht.“ Der Jäger verfiel fast ein bisschen ins Schwärmen aber das konnte man ihm ja nicht verübeln oder? Jeder mochte Ganesha, sie war fantastisch! Er beobachtete die Rothaarige dabei wie sie eine bequemere Pose einnahm und legte dann lächelnd seinen Kopf schief während er auf ihre Frage antwortete. „Eigentlich.. ganz normal. Ich weiß ja nicht wie es sich anfühlt wenn man nur eine Gestalt hat.“, erklärte er und richtete seine flauschigen Ohren auf. „Als Tier die Welt zu erkunden ist interessanter, ich nehme viele Dinge ganz anders und genauer wahr und das hilft mir, vorallem als Jäger. Die Schattenseite von meinem Dasein ist aber immer noch die Angst vor dem.. Anderssein den viele Menschen haben. Also uns gegenüber, ich bin ja schließlich nicht das einzige Halbwesen. In Schriften aus vergangener Zeit habe ich mal gelesen, dass wir sogar gejagt wurden. Als wären wir so schrecklich. Ich meine, wie kann man mich hassen?“ Leon lächelte sein süßestes Lächeln und legte seine flauschigen Ohren etwas an seinen Kopf, dabei legte er noch einen Dackelblick auf. Wäre er 20 Jahre jünger und hätte er gerade seine Mama nach einem Stück Schokolade gefragt, hätte er die Süßigkeit dafür ganz sicher bekommen. Das Halbwesen lachte nach ein paar Sekunden. „Nein ehrlich, ich finde es fantastisch so zu sein!“

  • [Cinnamon] & Leon | im Wald



    Cinnamon schmunzelte. "Du magst vielleicht einen Fisch ohne Angel fangen können, dazu bin ich aber nicht in der Lage. Vermutlich würde ich nur in den See fallen." Ja, diese Möglichkeit war sehr wahrscheinlich. Und wozu sonst hatte der Mensch Ausrüstung erfunden? Eben als Hilfestellung für die Dinge, die er mit eigenen Händen nicht mehr gebacken bekommt. "Klingt als wärst du in sie verliebt.", kommentierte der Rotschopf und musste sich ein Augenrollen verkneifen. Was für eine übertriebene Schwärmerei! Cinnamon hatte großen Respekt vor Ganesha, das ja, aber sie vergaß auch nie, dass Marco ihr Sohn war. Rotzbengel. "Bist du nicht manchmal darüber verwirrt, welcher Teil dann mehr 'Du' bist?", fragte sie neugierig, "Bist du lieber Mensch oder Tier?" Seine Worte über die Verfolgung stimmten die Anglerin jedoch nachdenklich. Warum nur waren Menschen so... so gewaltbereit? So unzufrieden, so voller Hass und Angst, weit mehr als die anderen zivilisierten Völker auf dieser Erde. Oder schien auch das nur so, aufgrund einer Außenperspektive? Cinnamon zupfte gedankenverloren ein wenig Gras aus ihrer Umgebung heraus. "Vielleicht wird es irgendwann besser. Magier hat man auch lange Zeit verfolgt wegen ihrer Fähigkeiten und an einigen Orten tut man es wohl immer noch. Aber kannst du dir Trampoli ohne meinen Opa vorstellen, der darum bemüht ist weitere Magier auszubilden?", meinte sie, "Du würdest dich sowieso aus jeder furchtbaren Situation herausreden, schätze ich."

  • 1907-leon-pngLeon & Cinnamon | im Wald


    Bei der Vorstellung wie Cinnamon angespannt und höchst konzentriert auf die Wasseroberfläche starrte und im nächsten Augenblick mit einem lauten Platschen in den See fiel musste das Halbwesen ja schon lachen. Wahrscheinlich würde es sich auch genauso abspielen, dass Leon sich erstmal wieder fangen müsste um den Rotschopf retten zu können. Aber hey, das waren doch die besten Freunde. Also die, die erstmal laut darüber lachten und einem dann halfen. „Bevor du auf tragische Art und Weise zu Tode kommst, benutz doch lieber deine Angel.“, sagte der langhaarige Kerl schmunzelnd und hob dann im nächsten Augenblick schon wieder grinsend seine Schultern. „Wer weiß. Vielleicht bin ich es ja.“ Dabei klangen seine Worte so ernst dass man nicht heraus hören konnte ob es sich dabei jetzt um die Wahrheit handelte oder er einfach ein bisschen flunkerte. Dass der gutaussehende Mann bereits in festen Händen war wusste Cinnamon ja noch nicht oder? Es sei denn diese großartige Neuigkeit hatte im Städtchen schon die Runde gemacht. Bei seiner nächsten Antwort musste Leon eigentlich nicht lange überlegen und doch ließ er sich bei seiner Antwort etwas Zeit. „Mensch. Das Leben eines Tieres hat seine Vorteile, das ist wahr und wie bereits erwähnt genieße ich auch jede Sekunde in dieser Gestalt aber.. als Schakal kann ich nicht quatschen.“, erklärte er lachend. Und wie langweilig wäre es wenn er die Leute um sich herum nicht mit seinen lustigen Erzählungen begeistern könnte? „Ohne deinen Opa wären wir längst tot.“ Der Jäger meinte das natürlich vollkommen ernst denn ohne den lieben Großvater hätte Astor alle schon um die Ecke gebracht und diejenigen, die schon auf der anderen Seite waren, auch dort gelassen. Dann hätte er Trampoli für sich alleine, dieser geschmacklose Mann mit seinem hässlichen Umhang und der unansehnlichen Fratze. Oder warum sonst trug er so eine Maske? War anscheinend einfach nur unsagbar hässlich der Typ. Leon nickte erneut und legte seine Hand an sein Kinn während sich langsam ein Grinsen auf seinen Lippen bildete. „Ja, wahrscheinlich schon.“, sagte er daraufhin. „Aber hey, wer kann, der kann.“

  • [Kommt an und geht wieder]


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    Seine Beine hatten Eric schließlich an eben jenen Ort geführt, wo diese wahnsinnige Elfe ihn hin geschafft hatte, nur um ihn anschließend sich selbst zu überlassen. Er hatte sich monatelang gefragt was es mit dieser Geschichte auf sich gehabt hatte aber war zu keinem Schluss gekommen. Seine fehlende Erinnerung war nicht gerade eine große Unterstützung. Er wollte Antworten auf Fragen, die ihn nicht einmal in den Sinn kamen. Er hatte keine Ahnung was passiert war, ob es mit seiner fehlenden Erinnerung zu tun hatte oder ob er die Blonde auf sonstige Art und Weise vor den Kopf gestoßen hatte. Er könnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wenn er an jenen Tag am See zurückdachte. Vielleicht sollte er auch Dorothy noch einmal aufsuchen um dem nachzugehen. Es bestand aber natürlich auch die Möglichkeit, dass diese Greta einfach verrückt war. Eric hatte ihr damals schon nicht getraut und ganz offensichtlich hatte er sich in der Blonden nicht getäuscht. Welches normale Wesen schlägt einem auch einfach so nieder um ihn dann gefesselt mit nach Hause zu schleppten? Als der Jäger den Kopf wieder hob musste er feststellen, dass er mittlerweile schon an der Hütte angekommen war. Es ging ihm noch immer nicht in den Kopf warum Ganesha sie dann bei sich wohnen lies. Sie würde doch nie Jemanden Unterschlupf gewähren, der üble Absichten hatte, oder? Tatsächlich kannte Eric seine Meisterin nicht gut genug um sich der Annahme hundertprozentig sicher zu sein und so hob er seine Hand um an der Tür zu klopfen. Stille. Keinerlei Schritte waren im Inneren zu hören aber da hier Elfen wohnten, wunderte es den jungen Mann nicht sonderlich. Diese Wesen waren doch dafür bekannt sich lautlos zu bewegen, zumal Ganesha selbst immerhin die Jägermeisterin war. Die Sekunden verstrichen, ehe Eric erneut an der Tür klopfte. Gemischte Gefühle kamen in ihm hoch. Ob er Greta wohl jemals wiedersehen würde um sie zur Rechenschaft zu ziehen? Eric biss die Zähne zusammen und schlug mit der Faust gegen die Holztür und drehte sich um, ehe er sich wieder ein paar Schritte von der Hütte entfernte. Ein letzter Blick über die Schulter ehe er den Ort hinter sich lies - nach wie vor mit ungeklärten Fragen. Vielleicht war es einfach Zeit das zu vergessen.

  • [Seriza] ~ in einem Busch in der Nähe von Leon & Cinnamon


    2031-b815ec0496dac0f2b08a8b81ff482143-pngSpazieren gehen war schon etwas nettes, auch, wenn laufen ziemlich anstrengend sein konnte. Zwar hatte sich die junge Drachendame bereits bei einem Rundflug um Trampoli einen groben Überblick über das Dorf verschafft, jedoch konnte sie nicht überall nachsehen, was sie finden konnte. Schließlich war es gar nicht so einfach als Drache einfach so mal mitten im Dorf oder aber im Wald zu landen. Zumindest nicht aus der Luft, da die Bäume doch recht dicht aneinander standen. Vielleicht hätte sie es irgendwie geschafft, jedoch war es das Risiko nicht wert, Spuren zu hinterlassen. Also musste sie laufen. Doch bereits bemerkte Seriza die Anstrengung. So ein menschlicher Körper fraß doch ordentlich Energie. Aber daran würde sich die Silberhaarige ebenfalls gewöhnen. Außerdem war die schöne Atmosphäre des Waldes es allemal wert. Zwar war Seriza nicht für die Ruhe nach Trampoli gekommen, aber die Natur war einfach zu schön, um sie zu ignorieren. Doch scheinbar war die Drachendame nicht die einzige welche sich hier im Wald herumtrieb, denn sie hörte Stimmen. Und tatsächlich entdeckte sie nur wenige Meter von sich entfernt zwei Personen: Eine rothaarige Frau und einen schakal-ähnlichen Mann. Ein Halbwesen? Über was sie wohl sprachen? Seriza schlich sich etwas näher heran, um zu lauschen. Warum sprach sie sie nicht einfach an? Neue Bekanntschaften waren doch ihr Ziel, oder nicht? Dennoch war Seriza die Stille und die Einsamkeit noch so gewohnt, dass sie sich versteckte. Doch als sie versuchte, sich weiter in die Büsche zu drücken, spürte sie ein Ziehen in ihren Flügeln. Einige Zweige hatten sich in ihnen verfangen und ließen sie nicht mehr los. Seriza wackelte, zog und bewegte sich, was ein lautes Rascheln ertönen ließ, welches die beiden Personen wohl schwer überhören konnten. Innerlich fluchte die die Silberhaarige. Warum musste das auch jetzt passieren. Noch immer versuchte sie sich zu befreien, doch das Ziehen und Stechen in ihren Flügeln, machten es Seriza nicht besonders leicht.

  • [Cinnamon] & Leon (& Seriza) im Wald


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    Cinnamon hob skeptisch eine Augenbraue, als Leon andeutete, dass er womöglich tatsächlich in die Jägermeisterin verliebt wäre. In ihrem Gesicht war für einen Augenblick kurz der Ekel abzulesen, als sie im Kopf unfreiwillig folgendes Szenario durchspielte: Wenn ihre Schwester Candy tatsächlich - bei allen Runeys bewahre! - Gefühle für diesen Rotzbengel von Marco hatte und ihn irgendwann heiraten sollte (ausgeschlossen, das ihre süße kleine Schwester einmal heiraten sollte, aber gut!) und gleichzeitig Marco's Mutter mit Leon zusammenkommen würde, dann... dann... wäre Leon ihr Schwiegerpapa?! Die Vorstellung des Halbwesens als neuen Vater war so grotesk, dass man den leicht angewiderten Gesichtsausdruck wohl nachvollziehen konnte - na, hoffentlich bemerkte Leon ihre Mimik nicht. Oder konnte Gedanken lesen. Sie schüttelte die Vorstellung von sich und schmunzelte viel mehr bei dem Gedanken, dass er die menschliche Form tatsächlich aus dem Grund bevorzugte, weil er in dieser mehr quasseln konnte. Er war wirklich unverbesserlich! Das Lächeln verging ihr jedoch bei der viel zu schnell getroffenen, dennoch ernsten Aussage über Kanno. Ob er Recht hatte? Vielleicht. Sehr wahrscheinlich sogar. Irgendwie war ihr der Gedanke unangenehm. Was würde Trampoli tun, wenn er einmal nicht mehr da war? Was würde sie tun? Sie wusste es nicht so genau. Trotz allem hatte sie noch immer gemischte Gefühle ihrem Großvater gegenüber. "Ich lebe ganz gerne.", meinte sie gedankenlos, nicht direkt an Leon gerichtet. Sie seufzte und stand schließlich auf. "Ich glaube ich gehe zurück nach Hause. Kommst du mit nach Trampoli oder bleibst du hier im Wald?" Sie runzelte die Stirn, während sie ihn fragte, "Warte, ich weiß tatsächlich nicht mal wo du wohnst. Und ich glaubte dich zu kennen!", fügte sie theatralisch hinzu. Ganz genau wusste sie es nicht - was war wohl der übliche Lebensraum für Schakale? In dem Moment hörte sie ein lautes Rascheln nicht unweit entfernt. Sie blickte instinktiv in die Richtung aus der das Geräusch kam, konnte aber nichts genaueres ausmachen. Naja, Cinnamon hatte ja auch die Aura eines Steines. Sie blickte zurück zu Leon. Zum einen wartete sie noch auf eine Antwort, zum anderen würde er mit seinen tierischen Instinkten schon aufhorchen, sollte es gefährlich werden - oder?

  • 1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | im Wald


    "Will ich wissen woran du gerade gedacht hast?", fragte der junge Kerl schmunzelnd als er das angewiderte Gesicht der rothaarigen Dame entdeckte. Was außer das übliche Angelthema schwirrte da in ihrem hübschen Köpfchen umher? War es vielleicht die Tatsache dass aufgrund seiner Aussage über Ganesha etwas Liebe in der Luft lag? Widerte Cinnamon das so sehr an? Hmmm, interessant. Leon beobachtete die Bewegungen der Anglerin. "Hm. Ja. Ganesha wird sicher nicht böse mit mir sein wenn ich zu einem späteren Zeitpunkt zurück komme." Das Halbwesen nickte daher auf ihre Frage und war gerade dabei sich ebenfalls vom schmutzigen Waldboden zu erheben als seine tierischen Ohren gar nicht weit entfernt von ihnen ein lautes Geräusch wahrnahmen. Wer war denn da auf die super tolle Idee gekommen sich an einen Menschen heran zu schleichen, der ganz offensichtlich wirklich gut hören konnte. Oder meinte dieser Jemand vielleicht seine Puschelohren waren nur ein niedliches Accessoires? Einen kurzen Augenblick später hüpfte Leon auf den Busch zu in dem er den Stalker vermutete und ertappte auch wirklich ein junges Mädchen mit.. Flügeln. Flügeln? "Hey, Cinnamon, siehst du, wir sind ganz viele Halbwesen hier!", rief er Kannos Enkelin zu und grinste dabei. Dann wand er sich mit fragendem Blick aber immernoch einem Grinsen auf den Lippen zurück zu dem fremden Wesen. "Kann man dir vielleicht helfen?" Das war eigentlich mehr rhetorisch gemeint, da jeder sehen konnte dass sich die hübschen Flügel im Dickicht verfangen hatten. Vorsichtig, damit er die Fremde nicht verletzte, zupfte er Äste und Blätter von ihr. "Blöde Idee dich hier zu verstecken. Ich hätte dich so oder so gehört, kleine Maus.", erwähnte er so nebenbei und schnippte ein Blatt von ihrem Kopf.

  • [Seriza] ~ bei Leon & Cinnamon im Wald


    2031-b815ec0496dac0f2b08a8b81ff482143-pngSoviel zum Thema unauffällig sein. Und wegen ihrer kläglichen Befreiungsversuche hatte Seriza auch nichts mehr vom Gespräch der beiden Personen mitbekommen. Verdammt. Völlig in ihren Gedanken vertieft, bemerkte Seriza nicht, wie sich das Halbwesen von seiner Gesprächspartnerin entfernte, nur um in den Busch zu hüpfen, in welchem die Silberhaarige fest hing. Umso mehr erschrak sie, als sie ihn rufen hörte. Völlig verwundert sah der Drache in Form eines Menschen den Mann vor sich an. Es kam selten vor, dass sich Menschen an sie anschleichen konnten aber vielleicht war dieser Zufall gar nicht so schlecht. Zumindest ließ sie das wie ein unschuldiges, kleines Mädchen wirken. Die Silberhaarige wollte gerade auf die Frage des Halbwesens antworten, welche wohl glücklicherweise rhetorisch war - wenn nicht hätte sie sich ernsthaft Sorgen um seine Sehfähigkeit oder aber mentale Gesundheit gemacht. -, als dieses begann, ihr aus dem Busch zu helfen, indem es die Zweige aus ihren Flügeln zog. "Danke." Antwortete Seriza höflich, jedoch hielt dieser höfliche Ton nicht lange, da seine folgenden Worte sie ihre Arme vor der Brust verschränken ließ. Wen nannte der hier 'kleine Maus'? Ihre innere Ventuswill zeigte sich in ihrem Gesichtsausdruck. Manchmal vergaß sie dann doch, dass sie im Körper eines Kindes steckte. Doch sie realisierte es schnell genug, um sich davon zu stoppen, die gedachten Worte auszusprechen. Stattdessen ließ die Silberhaarige ihre Hände wieder sinken, ehe sie den Kopf drehte, um ihre Flügel zu begutachten. Sie hatten ein paar kleinere Kratzer davongetragen, aber nichts weltbewegendes, "Ich wollte mich nicht verstecken." Log sie dann, bemüht, unschuldig zu klingen. "Ich wollte den Wald erkunden und bin hängen geblieben." Würde er ihr das abkaufen? "Danke für Ih-d-deine Hilfe!" Sie lächelte so unschuldig wie möglich. Es war schwer die Förmlichkeit abzulegen, aber Kinder kümmerten sich nicht um solche Dinge.

  • [Cinnamon] mit Leon & Seriza | im Wald


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    Leon stimmte zu sie zu begleiten, auch wenn die Antwort auf ihre Frage wo er überhaupt wohnte unterbrochen wurde, als der Mann mirnichtsdirnichts jemanden aus den Busch fischte. (Eigentlich eine interessante Wortwahl - etwas herausfischen, obwohl es sich doch gar nicht auf Fische oder das Angeln bezog!) So schnell hatte Cinnamon gar nicht folgen können. Die Instinkte eines Halbwesens? Hm, ob sie diese Fragestellung nun immer im Hinterkopf behalten würde? Tatsächlich handelte es sich bei Leon's Fang um ein weiteres Halbwesen - und etwas wie dieses Mädchen hatte Cinnamon noch nicht gesehen. Auch nicht in Trampoli, wo sich doch sonst alles tummelte. Sie trat an die beiden heran. Bei der Antwort des Kindes hob Cinnamon eine Augenbraue - es klang ganz so wie Candy stets geklungen hatte, wenn sie etwas ausgefressen hatte. Aber man wollte ja niemanden etwas unterstellen. "Sooo...? Jemanden wie dich oder dich habe ich hier auch noch nicht gesehen. Woher kommst du denn?" Ein wenig neugierig war die Fischerin ja schon, sie schien so gar nicht hierher zu passen. Wenn sie hier leben würde, wäre sie ihr sicherlich schon längst einmal aufgefallen, oder? Cinnamon verschränkte die Arme vor der Brust und legte den Kopf leicht schief. "Verlaufen hast du dich aber nicht, oder?"

  • 1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | im Wald


    "Du wolltest den Wald durchforsten und bist dabei zufällig in diesen Busch gestolpert der auch noch rein zufällig in der Nähe zweier Personen war, die man super gut belauschen konnte?", sagte das Halbwesen und betonte dabei jedes Wort übertrieben, hielt für einen Augenblick inne und nickte dann verständnisvoll. Natürlich glaubte er dem Mädchen diese Geschichte keineswegs aber im Grunde war es ihm auch total egal. "Das nächste Mal kannst du auch einfach nachfragen, wenn dich was interessiert. Lauschen ist wirklich unhöflich. Sowas machen nur die Dummen. Und alleine weil du so hübsche Flügelchen hast und von meiner Sorte bist, gehe ich davon aus dass du ein schlaues Mädchen bist." Der langhaarige Kerl kam sich für einen Moment vor wie der strenge Papa der Kleinen und musste schmunzeln. Dann strich er dem Fräulein über den Kopf und streckte seine Beine wieder durch. So stand er schließlich erneut neben Cinnamon. Er stemmte seinen Arm in die Seite und grinste. "Heute lernst du lauter neue Sachen kennen oder?" Seine Worte waren natürlich an die Rothaarige gerichtet wobei seine hellen Augen immer noch das beflügelte Wesen beobachteten. Seine flauschigen Ohren waren neugierig aufgerichtet und seinen Kopf legte er bei seiner nächsten Frage etwas schräg. "Das würde mich aber auch interessieren. Du bist sicher noch nicht lange in Trampoli oder? Versteckt hast du dich die letzten Jahre sicher nicht, ich hätte dich gefunden.", plauderte der Jäger und schmunzelte dabei, spielte er ganz sicher auf die Situation von vor wenigen Sekunden an. "Aber sag, kleine Maus, bist du ein Engel?" Welches Wesen trug sonst solche hübschen weißen Flügel an seinem Rücken? "Oder eine niedliche Taube?" Da ja sowieso klar war, dass die Fremde ein Halbwesen war, wollte er jetzt schon auch wissen was ihre andere Seite zu bieten hatte.

  • [Seriza] ~ bei Leon & Cinnamon im Wald


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    Die Art und Weise, wie das Halbwesen ihre Geschichte wiederholte machte es Seriza deutlich, dass man ihre Lüge durchschaut hatte. Als wenn sie nicht damit gerechnet hätte. Nicht mal sie selbst hätte sich diese billige Geschichte abgekauft, auch, wenn sie nicht komplett gelogen war. Das zeigte nur mal wieder, dass sie als Drache nicht unbedingt viel weiser war, als alle anderen. Nun war es daran, das einzig richtige zu tun. "Entschuldigung." Antwortete die Silberhaarige daher mit gesenktem Kopf. So einen ersten Eindruck wollte sie sicher nicht machen, aber nun war es passiert. Ihre aquamarinblauen Augen wanderten zu der Rothaarigen Frau, an welche der schakal-ähnliche Mann nun das Wort richtete. Schließlich stellte der Rotschopf dann die Frage, welche Seriza schlucken ließ. Was antwortete sie nun darauf? Auch der Mann schien sehr an der Antwort der Silberhaarigen interessiert zu sein. Sollte sie einfach die Wahrheit sagen? Wie hoch war die Chance, dass einer der beiden ihre Heimat kannte? "Selphia." Warum auch nochmal lügen und sich durchschauen lassen? "Ich bin neu hier und kenne mich noch nicht so gut aus." Erklärte sie dann. Ganz stimmte das zwar nicht, da sie bereits einmal über das Dorf geflogen und sich das wichtigste eingeprägt hatte, aber das konnten die beiden ja kaum erahnen. "Nein nein, verlaufen hab ich mich nicht. Ich schaue mir nur alles an." Erwiderte sie dann schnell auf die Frage der Rothaarigen. Seriza hoffte damit, dass die unangenehmen Themen damit ein Ende hatten, aber da wurde sie enttäuscht. Wenn sie geglaubt hatte, dass die erste Frage sie bereits in größte Verlegenheit gebracht habe, so würde diese weitere Frage nun ihr Ende sein. Welche Art Halbwesen sie war? Sie konnte ihm ja nicht einfach sagen, dass sie ein antiker Drache war! Was machte sie denn jetzt nur? Mitspielen und auf seine Vorschläge Engel oder Taube eingehen? "Ähm... ich weiß es nicht genau." Würde sie die beiden überzeugen können? "Ich habe diese Flügel zwar seit ich denken kann, aber was sie bedeuten weiß ich leider nicht. Das konnte mir auch niemand erklären." Sie sah dem anderen Halbwesen dabei in die Augen, um so authentisch wie möglich zu wirken.

  • [Cinnamon] bei Leon & Seriza | im Wald


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    Cinnamon sah interessiert zwischen den beiden Halbwesen hin und her. "Ja, der heutige Tag ist wirklich außerordentlich.", stimmte sie Leon zu. Vielleicht hatte sie gestern tatsächlich einen Schritt in eine neue Richtung gewagt, mit etwas abgeschlossen... und nun begann etwas Neues? Philosophisch! Erst der erlernte Zauber, jetzt diese zauberhaften Wesen - einfach magisch. Na ob ihr das so gefiel? Sie war tatsächlich... interessiert! Und amüsiert, so wie Leon das kleine Mädchen hinterfragte. Man könnte fast schon sagen ein guter-Cop-böser-Cop Spiel (gab's damals bestimmt auch schon!), allerdings war Leon sicher nicht böse - aber ganz einwandfrei nun auch nicht. Achja! Wie dem auch sei. "Sie ist doch keine Taube.", meinte Cinnamon stirnrunzelnd, als sie sich das Mädchen genauer besah. Anderseits - Ahnung von Halbwesen hatte die Anglerin nicht wirklich, allerdings wünschte sie jetzt von tiefstem Herzen mal einem Fisch-Halbwesen zu begegnen. Das wäre einmal interessant! Ob Leon sie vielleicht mit jemanden bekannt machen konnte? Aber dies war eine andere Frage für eine andere Zeit. "Selphia...", wiederholte Cinnamon, während sie überlegte wo sich der Ort befand. Oder war es nicht eine Insel gewesen? "Das ist ganz schön weit weg... wie kommt es, dass du nach Trampoli gekommen bist?" Der Magie wegen vielleicht? Ob es solche in Selphia auch gab? Oder ein anderer Grund? Die weiteren Worte des Mädchens stimmten Cinna nachdenklich. Wenn sie nichts wusste, ob sie dann wohl auch ihre Eltern verloren hatte?

  • 1907-leon-pngLeon, Seriza & Cinnamon | im Wald


    Der Name des Heimatortes des jungen Mädchens klang sehr fremd in den Ohren des Halbwesens. Da klingelte rein gar nichts und doch machte es ihn neugierig. Ob dort noch mehr Halbwesen lebten, die genauso waren wie die Kleine selbst? Viele süße Engelchen? Aber weshalb hatte sie ihre Heimat verlassen und Trampoli aufgesucht. Wurde sie gejagt, verbannt? Es brannten plötzlich viele Fragen und seine Neugierde war wirklich hoch, doch wollte er die Fremde nicht sofort damit löchern. Bei manch anderen hätte er das vielleicht getan aber das Mädchen schien etwas verloren und Leon hatte irgendwie das Gefühl sie beschützen zu müssen. Ihre hellen Augen funkelten sie so unschuldig an, sein Herz machte kurz einen Sprung und dann stellte Cinnamon eine der Fragen, die in seinem Kopf herumspukten. Na, wenigstens war dann nicht er der neugierige und böse Mann. Aber, als wäre Leon böse. Niemals. "Wir können dir auch gerne die Stadt zeigen, wenn du möchtest. Eigentlich waren wir gerade auf den Weg zurück. Wohin genau weiß ich jetzt allerdings auch nicht." Während er plauderte, wanderte sein Blick kurz zur rothaarigen jungen Frau an seiner Seite. Hatten sie ihr Ziel besprochen? War es überhaupt ein gemeinsames? Da war sich das Halbwesen nicht so sicher aber selbst wenn nicht würde er die Kleine auch alleine durch seine neue Heimat führen. Neu im Sinne von, hier war er ja nicht aufgewachsen aber es war ja trotzdem sein Zuhause. Als die Fremde dann jedoch meinte dass sie nicht genau wüsste woher ihre Flügelchen kamen und warum sie diese besaß, wurde der Jäger wieder misstrauisch. Ein Halbwesen das seine Gestalt nicht kannte? Unvorstellbar. Früher oder später verwandelte sich ein jedes Halbwesen in seine menschliche oder tierische Gestalt. Passierte das nicht vorallem im jungen, ungelernten Alter nicht auch einfach so? Lag er falsch? Was verheimlichte das Mädchen? Seine flauschigen Ohren richteten sich erneut auf und Leon ging in die Hocke, um mit ihr auf einer Augenhöhe zu sein. "Hast wohl auch keine Eltern mehr, die dir mehr erklären können, hm?" Eine Tatsache die er selbst nur zu gut kannte. Waren die Erinnerungen an seine Familie doch ziemlich schwach bis kaum vorhanden. Leon legte seinen Kopf etwas zur Seite und lächelte herzlich. "Na dann lass uns dir helfen, dass du deine zweite wahre Gestalt zu Gesicht bekommst. Als Halbwesen das nicht weiß was es eigentlich ist, muss man sich sicher verloren fühlen. Oder nicht?"

  • [Seriza] ~ bei Leon & Cinnamon im Wald

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    Die Konversation der beiden Erwachsenen war ja schon interessant zu verfolgen. Scheinbar war die Rothaarige ganz neu im Bereich Halbwesen und der schakal-ähnliche Mann schien ihr wohl ein wenig davon erklärt zu haben. Zumindest schloss Seriza darauf. Doch schon bald kam die nächste Frage. Mussten die einfachen Menschen denn immer so viel fragen? "Das ist es." Antwortete sie zuerst, ehe sie nochmal tief Luft holte, um die Frage zu beantworten. "Für einen Neuanfang. Ein neues Leben." Und das stimmte. Das war es, was sie sich am sehnlichsten wünschte und warum die hierher gekommen war.

    Das Angebot des Mannes brachte die Silberhaarige zum Lächeln. "Das wäre wirklich toll." Langsam fiel es ihr auch leichter, nicht mehr so förmlich zu sprechen. Seriza lächelte, als er nun in die Hocke ging, um mit ihr auf einer Augenhöhe zu sein. Er wusste auf jeden Fall, wie man andere Menschen mit Respekt behandelte, so viel stand fest. "Nein, schon lange nicht mehr." Waren ihre Eltern doch auch antike Drachen, welche bereits vor hunderten von Jahren das Zeitliche gesegnet hatten. "Ich kann mich ehrlich gesagt auch kaum noch an sie erinnern." Auch das stimmte leider. Über die Jahre waren die Erinnerungen an ihre Eltern immer mehr verblasst. Es war tragisch und Seriza hatte ein schlechtes Gewissen deswegen. Aber nun war sie in der gegenwart und das Hier und Jetzt war das Wichtigste. "Verloren..." Wiederholte sie leise. Er wusste gar nicht, wie sehr er damit ins Schwarze traf, auch wenn es einen anderen Grund hatte als den, den er annahm. "Ich ... Mein Name ist Seriza." Bis jetzt hatte sich die Silberhaarige noch gar nicht vorgestellt und wenn die drei noch etwas mehr Zeit miteinander verbringen würde, so wäre dies nun mehr als nur angebracht.