• "Ja das ist echt schön. Die ganze Villa ist rießengroß als ich sie das allererste mal geshen habe dachte ich, ich würde mich nie auskennen und mich ewig verlaufen. Aber wenn man ein paar mal herum gegangen ist dann merkt man sich das schon." Cecilia biss sich auf die Unterlippe. Wieso war sie so nervös? Denn wenn sie nervös war schwaffelte sie immer irgendwelches undwichtiges Zeug was keinen Menschen interessierte. Aber wenigstens enstand so keine Stille zwischen den beiden. Als Ceci sah wie Azel in sein Brot biss musste auch sie feststehlen das sie langsam Hunger bekam. Sie hatte heute nich garnichts gegessen und ihr Magen zog sich zusammen als sie das leckere Brot sah. "Was hältst du davon wenn wir noch ein bißchen arbeiten und wir dann etwas kochen?" Sie ging zurück zum Unkaraut und machte sich wieder an die Arbeit.

  • Azel machte sich auch wieder an die Arbeit. ''Wenn du möchtest kannst du auch ein Brot haben'' sagte er freundlich.''Wow in einer Villa zu wohnen. Das muss cool sein''dachte er. Nun war Azels Eimer fast voll, also ging er zu der Stelle, wo Cecilia auch immer hinging. Dann kam er wieder. ''Musst du eigentlich für diese reichen Dödel sag ich jetzt mal arbeiten''fragte Azel. Er mochte solche reichen Menschen nicht so gerne, denn die meisten wirken leicht arrogant.

  • "Ja bitte, das ist lieb von dir." Ich hab eigentlich auch gar keine große Lust zum kochen... Sie lehrte ihren, schon wieder vollen Eimer aus, und betrachtete ihre Arbeit. Der Garten sah schon viel ordentlicher aus. Arbeit lohnt sich eben.. Ceci war schon erschöpft udn wischte sich mit dem Handrücken die Stirn ab. Kurz stütze sie sich am Spaten ab,Garten arbiet war echt kien zuckerschlecken, doch sie hatte eh schon verschlafen also musste sie ausgeruht sein. "Ja, ich arbeite für ihn und er lässt mich bei sich wohnen.", antwortete sie auf Azels Frage. "Aber er ist ganz nett.", fügte sie noch hinzu, sie wollte nicht das Azel dachte Jasper wäre ein böser oder unhöflicher Mensch weil er reich war.

  • ''Achso na dann gehts dir ja hier ganz gut oder'' lachte Azel. Zwar konnte er das noch nicht so glauben, aber wenn Cecilia das sagte musste ja was wahres dahinterstecken. Dann sah sich Azel den Garten an. ''Ha! Geht doch viel schneller als wenn man alleine arbeiten muss.'' sagte er fröhlich. ''Ach ja! Möchtest du auch ein Brot'' fragte Azel. Dann biss er von seinem Brot ab.

  • "Ja kannst du mir eins geben?", antwortete sie höflich. "Ja zum Glück. Danke das du mir geholfen hast." Cecilia lächelte Azel schüchternd an. "Wie kommt es eigentlich das du hier vorbeigekommen bist?" Das interessierte Ceci nun wirklich. Es kammen nicht so oft Leute vorbei, Jasper Saint Coquilles hatte bewusste das rießige Gebäude abseits des Trubels gebaut damit man in der großen Villa auch mal seine Ruhe hatte. Die, die vorbei kamen beachteten Cecilia meistens nicht sondern nur die Villa. Der Garten nimmt langsam wirklich an Form an.. Ceci freute sich das Azel ihr half und jetzt alles so langsam an Form annahm. Der Garten wird sicher wieder genau so schön wie früher, ich darf nur dann wieder nicht vergessen was ich zu tun habe..

  • ''Klar kann ich dir eins geben'' sagte Azel. Er nahm eines der Brote aus seiner Tasche und gab es Cecilia. ''Oh wieso ich hier bin. Ich wollte mich nur mal in Trampoli umsehen. Und als ich dann hier vorbeikam, hatte ich dich ja getroffen'' sagte Azel. Dann sah er, das er beim arbeiten ziemlich schmutzig geworden war. Doch der blauhaarige lies sich das einfach nicht anmerken. ''Wieso mag dieser Jasper keinen Trubel.''fragte Azel neugierig.

  • Das Brot welches Azel ihr gab, schmeckte einfach herrlich. Schnell hatte Ceci schon die hälfte des Brotes gegessen. "Was ist da eigentlich drinnen? Das schmeckt total lecker." Um noch ein bißchen länger das Brot genießen zu können biss sie nocheinmal ab und kaute diesmal langsamer. "Puh.. Wahrscheinlcih weil die Familie Saint Coquilles reich und "berühmt" ist? Da wollen die halt auch mal ihre Ruhe haben. Würd ich mal sagen.." So genau konnte sie das auch nicht beantworten, sie konnte ja schließlich nicht Gedanken lesen. Das wollte sie ehrlich gesagt auch gar nicht können dann würde sie wahrscheinlich auch sachen erfahren die sie gar nicht wissen wollte.

  • ''Was auf dem Brot ist. Schinken, Käse, Gurken, Salat'' sagte Azel. Er hatte zwei verschiedene Arten von Broten mit. ''Stimmt wenn man so reich ist, sollte man wirklich dem Trubel aus dem Weg gehen. Sonst steht irgendwann ein Penner vor deren Haustür'' lachte Azel. Zwar fand er Armut nicht sehr witzig, doch bei dem Gedanken, das so einer bei der Villa an die Tür klingelt musste er einfach lachen. ''Würdest du das nicht komisch finden, wenn du die Tür aufmachst und dich plötzlich jemand fragt, ob du ihm Geld gibst'' fragte Azel grinsent.

  • "Oh, dieses Brot ist wirklich SEHR gut." Mh.. Ist zwar nur ein einfaches Brot aber trozdem schmeckt es SUPER... Sie lehrte den nächsten Eimer aus und versuchte weiter in diesem rießigen Garten ordnung zu schaffen. "ICh glaub ich hätte wirklich Panik wenn ein Obdachloser herkommt und fragt ob ich ihm Geld geben kann. Ich würde mich wohl SEHR undwohl fühlen...!" Und das war Cecis voller Ernst, es war sicher kein gutes Gefühl wenn jeder einen um Geld anbettelte. Man wusste ja auch nie ob das ein netter oder ein fießer Obdachloset war, da musste man immer sehr aufpassen.

  • Azel musste lachen, bei dem Gedanken an Cecilias Gesichtsausdruck, wenn irgend so ein Penner vor ihrer Haustür steht. Er musste grinsen. ''Hey bei dir könnte ich mir vorstellen, das du dem Obdachlosen eins überbrätst'' lachte Azel. Er fand das nur zu komisch, und aufhören zu lachen wollte der blauhaarige auch nicht. ''Hey magst du eigentlich das Meer'' fragte Azel nun. Dann sah er auf seine Uhr. ''Oh so spät schon. Ich muss weiter, sonst schaff ich meine geplante Route nicht. Ich geb dir mal meine Nummer, dann kannst du mich gerne anrufen'' sagte Azel und drückte Cecilia ein Stück Papier mit seiner Nummer in die Hand. ''Dann man sieht sich bye'' sagte er und verlies die Villa.


    ~Azel verlässt die Villa~

  • #6 - {Chlorica & Vishnal}


    Schnellen Schrittes entfernte man sich mit dem ausgeleerten Eimer von dem blauhaarigen Tollpatsch, kopfschüttelnd, enttäuscht. Natürlich. Noch immer hallten die Vorwürfe wieder, kamen zurück, grüßten, verschwanden und kreuzten ein weiteres Mal den Weg mit den Gedanken der Braunäugigen. Warum musste sie ihm auch eine derart "wichtige" Aufgabe anvertrauen? Ihm, der Person, die vermutlich noch nicht einmal wusste, wie es einen Mopp in den Händen zu liegen galt. Schrecklich. Schrecklich dumm von der Angestellten, welche sich mit gemischten Gefühlen fortbegab, um neues, frisches Wasser zu schöpfen - Fraglich was der Herr dabei nur falsch machen konnte, oder etwa nicht? Dementsprechend zornig, immerhin war die Wut auf das Gegenüber noch lange nicht verstummt, trampelte sie im wahrsten Sinne des Wortes mittels eines Elefantenganges über den einst glänzenden Grunde, der nun nur so vor Dreck - Obwohl es nichts weiteres als eine Flüssigkeit war - strotzte. Das Ziel? Ebenjenes Gebiet, welches Herz des riesigen Anwesens und prächtige Fassade verknüpfte, im Grunde suchte man lediglich einen Miniatur-Brunnen, der sich noch innerhalb der Baut befand, auf, um dort gewünschtes "Objekt" zu besorgen. Und noch immer verstand die Hellhaarige nicht, wie wenig Geschick Vishnal besitzen musste, um genau diese unglaublich simple Aufgabe zu vermasseln und all den hart errungenen Erfolg in eine unterdrückende Niederlage zu verwandeln... Dieser junge Mann brauchte unbedingt eine Lehre! Genau, irgendwann wäre Chlorica zu ihrem allerliebsten Arbeitgeber gegangen und hätte darum gebeten, dem Blauäugigen einen Lehrer in Sachen Geschicklichkeit und Eleganz zu beschaffen! Und wenn ebenjene Bitte nicht erhört werden würde, hätte die Dame sich wohl selbst dazu niedergelassen - Irgendwie mussten die ganzen zerbrochenen Teller, sowie die zerstörten Tee-Services schließlich ein Ende nehmen, nicht?
    Am angepeilten Ort eingetroffen stellte man zunächst den luftleichten Behälter ab und betrachtete im direkten Anschluss ebenjene Wasserstelle. Wieder winkte jene Frage, geboren aus mehr oder minder gewollter Unverständnis. Je öfter, intensiver, sie darüber nachdachte, desto irrealer erschien es dem Fräulein, hielt sie all dies schon bald für einen einzigen Scherz - Genau, eine einzige Lüge, die dadurch entstand, dass Vishie ihr die Aktion mit den dreckigen Schuhen heimzahlen wollte... Oh, biestig dieser Mann! Allerdings... Nein. Seufzend schüttelte die Angestellte ihr Haupt, war ihr doch bewusst, dass ihr Mitarbeiter eindeutig zu naiv für derartige Listigkeit war. Armer Vishnal, hatte wohl das Pech und erwischte eine schnell ungemütlich werdende Kollegin. Armes, armes Wesen. Doch verkündete dies großartige Unschuld für das bedrohte Lämmchen? Als ob! Mit einer deutlich ansehbaren Kraft knallten die beiden Zahnreihen der Dame aufeinander, fletschend, imaginäres Knurren erfüllte den halboffenen Raum, der sich in Richtung Freiheit ausweitete. Was der Tollpatsch wohl gerade machte? Hoffentlich, ja wirklich, hoffentlich hatte er nicht noch mehr angestellt, ansonsten wäre seine Mitbewohnerin früher oder später als Verbrecherin bekannt geworden... Hoffentlich stand Gott dem Unschuldslamm bei.


    Nachdem die kühle Flüssigkeit ihren Weg in den großen, nun eindeutig schwereren Eimer fand, hievte die Braunäugige diesen in die Höhe, versuchte es zumindest, war das Bisschen an Wasser viel zu schwer, als dass eine zierliche Maid wie sie - Genau genommen gehörte sie noch nicht einmal der Gruppe der Spargeltarzane an - ihn alleine hätte transportieren können... Hach, wo war bloß der Retter in der Not, ein nobler Prinz, wenn man ihn mehr als alles andere benötigte?! Märchen. Dämliche Märchen. Ob sie an derartige Geschichten glaubte? Mitnichten! Ein solcher Zufall war doch nicht möglich, wieso sollte ein Herr königlicher Herkunft dort aufkreuzen, um sich eine holde Dame zur Frau zu nehmen? Gut, allzu unwahrscheinlich erschien dieser Fall dann nicht, schließlich hielt man sich in einer sicherlich berühmteren Villa auf, in der ein bekanntes Adelsgeschlecht hauste. Aber ein Traumprinz? Nie im Leben! Ablehnend wandte sich das Haupt von Rechts nach Links und wieder zurück, ehe ein kurzes Zusammenzucken dazu führte, dass so mancher Tropfen den ohnehin schon nassen Grunde traf. Rötlich, ja fast schon orange schimmernde Strähnen huschten an der Hellhaarigen vorbei. Zusammengebunden mit einer addretten Schleife. Cecilia. Zweifelsohne handelte es sich bei dem Schatten um die Elfin. Überrascht blickte Chlorica der Gestalt hinterher, welche sich bereits so fortbewegte, wie es nur die Grünäugige tat. Wer überhaupt war dieses Mädchen? Cecilia. Selbstverständlich, der Name des Mädchens war der Angestellten bewusst, ebenso wie die Tatsache, dass diese genau wie Vishnal oder Chlorica selbst in diesem Anwesen beruflich tätig war. Eine Elfe. Richtig, ein spitzöhriges Lebewesen war sie auch noch! - Sprach man ebenjenen Gestalten nicht unendlich Jugend zu? Wie das wohl war? Die Lilahaarige seufzte erneut leise auf, richtete das Augenmerk auf das stillgelegene Wasser, welches in dem Eimer vor sich hin plätscherte. Sie wusste nichts über die andere Mitbewohnerin. Genauso wenig, wie sie über ihren Herren, Jasper, kannte. Alverna. Ja, sie kamen aus Alverna, wenn das Fräulein da richtig lag. Und sie kamen mit der halben Stadt, zumindest mit dem, was von dieser noch übrig war. Mehr nicht. Genau genommen hatte die feine Nase noch nie wirklichen Kontakt mit den neuern Anwohnern gehabt, die Elfin lebte mit ihr und Vishnal in ein und demselben Gebäude und die De Saint-Coquilles waren nicht mehr als diejenigen, die ihnen ein Haus spendeten. Gesprochen hatte sie mit den Neulingen jedoch noch nicht, kein offenes Gespräch - Fraglich, wie sie es überhaupt in den Dienst geschafft hatte, nicht wahr?
    Dies allerdings schien von eher niedriger Relevanz, ertönte binnen weniger Sekunden ein lautes Geräusch, welches die Hellhaarige rasch aus ihren tiefen Gedanken riss, auf dass diese schnellst- und bestmöglich - Man musste ja auf die Flüssigkeit Acht nehmen - zum Ort des Geschehens eilte... Und was die Dame da sah, ließ ihr Gemüt jedenfalls nicht erheitern, im Gegenteil, eher stieg das Ganze noch weiter in einen unendlich großen Raum des Negativen. Die Elfin schien altertümliche Schlittschuhe zu besitzen, sodass sie ungalanterweise über den feuchten Boden schlidderte. Umgeben von wahnsinnigen Vollidioten! »Unmöglich! Das seid ihr!«, beschwerte man sich, stellte den gefüllten Behälter vor des Blauhaarigens Füße und entließ einen übertriebenen Seufzer. Allerdings schien Cecilia davon wenig beeindruckt, wandte sich mit einer auffälligen Röte im Gesicht ab und verließ den Flur in Richtung Garten. Immerhin eine Person, die eventuellen Arbeitswillen besaß! Apropos Arbeitswillen... Skeptisch blickte Chlorica den blauäugigen Herren - neben dem sie sich irgendwann in dem Tumult platziert hatte - an, hob abermals mahnend den Finger. »... Und du kannst noch nicht einmal wischen!« Eher wirkte es so, als hätte der Mann sogar noch daran teilgehabt... Vergnügen. Was für einen Blödsinn die beiden Herrschaften da wohl anstellten?! Schrecklich! Aber immerhin... Ein kräftiger Atemzug erfolgte. Immerhin herrschte noch ein einigermaßen annehmbarer Geruch - Das war doch das Wichtigste, nicht wahr?

  • So stand Vishnal also da, nichts Böses ahnend, während er auf das Eintreffen seiner Kollegin wartete. Einige Male wischte er mit dem langsam trocknenden Mopp über den immer noch nassen Boden, um ein wenig Zeit totzuschlagen. Was allerdings nicht funktionierte. Die Zeit verging trotz seiner jämmerlichen Versuche nicht schneller, eher langsamer. Ob Chlorica jemals wiederkommen würde? Es stand in den Sternen geschrieben. Der Blauhaarige konnte derzeit jedoch keine Sterne sehen und sie schon gar nicht lesen. Vielleicht würde er heute Nacht mal durch das Teleskop auf dem Dachboden zum Sternenhimmel gucken, wenn die Lilahaarige bis dahin noch nicht angekommen war. Aber ob der Blauhaarige es schaffen würde, so lange zu warten? Zugegeben, die geduldigste Person war er nicht. Sicherlich ließ sich daran jedoch arbeiten. Also warum nicht jetzt damit anfangen?
    Vor Langeweile umkommen würde er an dieser Stelle aber zum Glück nicht, denn glücklicherweise bekam er bald Gesellschaft von einer neuen Bediensteten, mit der er noch nicht viel zu tun hatte. Nun, das ließ sich ändern! Doch gerade als Vishnal der Fremden einen schönen Tag wünschen und sich zur Begrüßung verbeugen wollte, geriet die Rothaarige ins Taumeln. »Oh, pass auf, der Boden könnte ein wenig nass sein«, warnte der Herr sie freundlicherweise - leider zu spät. Schon war die Dame hingefallen und rutschte geradewegs unter dem Putzutensil in der Hand des Blauhaarigen durch - Eine wirklich beeindruckende Leistung! Hätte der Butler in der Jury gesessen, hätte er ihr dafür neun von zehn Punkten gegeben. Leider ging es hierbei nicht um irgendeinen Wettbewerb, sondern um Leben und Tod. Die Elfe hätte sich ernsthaft verletzt haben können! Schnell - nein, eher langsam (er wollte ja nicht auch noch hinfallen) - ging er zu dem geschundenen Mädchen hin und suchte ihren Körper und ihr Gesicht vorsichtig nach Verletzungen ab. »Das tut mir wirklich leid, ich hätte dich vielleicht vorher warnen sollen. Geht es dir gut? Dein Gesicht ist ganz rot, hoffentlich sind da beim Aufprall keine Adern geplatzt, das wäre wirklich unglücklich. Ich weiß noch nicht mal, ob wir hier in der Stadt einen Arzt haben! Oh nein, das wäre alles nicht passiert wenn ich ein bisschen aufgepasst hätte und…« Das Ende des Satzes verwandelte sich dann eher in ein unverständliches Murmeln, von dem man nicht wusste, was es heißen sollte. Während der Mann tief in Gedanken versunken mit sich selbst sprach, hatte die junge Frau sich selbst aufgeholfen und war auch schon in einem anderen Zimmer verschwunden. Anscheinend hatte sie wenigstens noch die Kraft sich zu bewegen, da konnte es ihr doch gar nicht so schlecht gehen. »Oh«, sagte Vishnal als er ihr Verschwinden nach kurzer Zeit bemerkt hatte. »Und weg ist sie.« Allerdings konnte er ihr gar nicht lange nachtrauern, denn da kam schon die andere Frau zurück. Wie schnell die Zeit doch verging, wenn man nicht alleine war. Freudig spazierte der Bedienstete zurück zu Chlorica, welche einen mit Wasser gefüllten Eimer mitgebracht hatte. Nun konnte er endlich seiner Arbeit nachgehen. Hurrah! »Hey, ich kann wischen!«, protestierte der Mann daraufhin und griff zu dem Wischmopp. »Es ist nur.. dass ich... ein wenig ungeschickt bin. « Ungelogen. Aber er würde ihr beweisen, dass er zumindest so eine simple Aufgabe wie das Reinigen des Bodens nach wenigen Anläufen hinbekommen konnte. Das sollte ja keine Herausforderung werden. Energisch stopfte der Herr den Mopp in das frische Wasser, bevor er anfing, ihn über den Boden zu wischen. Dabei ging er ziemlich schnell und gründlich vor, er wollte seine Kollegin immerhin beeindrucken. Und simple Hausarbeiten zu beherrschen war schon ziemlich erstaunlich, da konnte niemand etwas gegen sagen. Dieses Mal schaffte er es sogar, den Eimer nicht umzuschmeißen, indem er ihm sorgfältig aus dem Weg ging. Natürlich blieb die Stelle um den Eimer herum dadurch dreckig, aber das war immer noch besser, als wenn der ganze Flur wieder dreckig geworden wäre. Außerdem war Chlorica ja auch noch anwesend und es würde ihr bestimmt nichts ausmachen, ein wenig mitzuhelfen. »Hast du eigentlich schon irgendwelche Pläne für heute Nachmittag?«, fragte er daraufhin, um die Stille ein bisschen weniger unangenehm zu machen.

  • Ceci hatte wohl einen etwas komischen Gesichtsausdruck gehabt, den Azel konnte einfach nicht aufhören zu lachen. Azel steckte sie mit seinem Lachen irgendwie an und schon lachte sie mit ihm. Am Anfang hörte sich ihr LAchen eher noch nach ein paar komischen Glucksern an die nur mit Müh und Not aus ihrem Mund drangen, es war wahrscheinlich das Problem das die Elfe nicht mehr wusste wann sie das letzte mal so richitg herzhaft gelacht hatte. Eine kleine Ewigkeit... "Das Meer? Ja ich liebe das Meer, ich schwimme total gerne." Das Meer, ein tief blauer Himmel auf Erden. So wunderschön mit all den Fischen... Aber auch ein See war etwas wundervolles, auch wenn es da leider keien Korallenriffe gab.. Man konnte aber darüber hinweg sehen denn es gab Seerosen, die rosa Blüten die lieblich auf den grünen Blättern herumtänzelten. Meistens zu einer großen Kolonie zusammen geschlossen, die Seerosen, mit festem Anker am Grunde verwurzelt... Wenn Ceci an Wasser dachte wurde sie wirklich zur Philosophien. Azel Stimme rieß sie aus ihren Gedanken er drückte ihr einen Zettel in die Hand und sagt er müsse gehen weil er sonst seine Route nicht mehr schaffe. "Ok, bis später. Vielen Dank nochmal, dass su mir bei der Arbeit geholfen hast!!" Die letzten worte musste sie schon fast schreien den Azel verließ eilig die Villa und sie wollte sich unbedingt bei ihm dafür Bedanken.


    Nachdem sie noch ein paar mal hin und her gelaufen war, und immer wieder ihren Kübel auslehrte, war der Garten vom Unkraut befreit. Puh, das war anstrengend.. Morgen habe ich sicher einen ordentlichen Muskelkater.. Sie ging zu der Scheibtruhe und hiefte sie vorsichtig hoch. Man ist die schwer.. Die ziehrliche Elfe spante ihre Muskeln an und schob sie vor sich hin, Zentimeter für Zentimeter. Bis sie an einem etwas abgelegenehm Ort ankam, den man vom Zaun aus nicht sah. Dort lehrte sie die Scheibtruhe aus, schob diese wieder zum Lagerhäuschen zurück. Dann holte sie eine Gießkanne und erledigte auch noch diese Arbeit. Sie wollte das alles wieder blühte und strahlte, es sollte keines von den Pflänzchen den Kopf hängen lassen.. Sie schleppte die große Gießkanne hin und her, und immer wieder kam ein Schwall Wasser aus der Kanne geflossen. Endlich fertig.. Ceci war schon ganz schön müde. Sie schaute auf die Uhr und sah das es nich garnicht spät war.Was mach ich den jetzt?? Ich könnte vielleicht noch ein bißchen schwimmen gehen? Ja das war eine gute Idee, in den letzten Tagen war es noch warm gewesen, im späten Herbst und im Winter hatte sie eh keine Chance mehr schwimmen zu gehen dann wäre das Wasser viel zu kalt. Sie ging in ihr Zimmer, sah Vishnal und Clorica, und wurde augendblicklich wieder rot. Ihr war es noch immer peinlich das die zwei gesehen hatten wie ihr das Mischgeschick, schön ausgedrückt, passiert war. Sie duschte sich nocheinmal, um den Dreck auf ihrem Körper loszuwerden und putze sich auch den Dreck unter den Fingernägeln weg. Sie schmiss ihre dreckigen Klamotten in die Waschmaschine, und zog sich ein neues Kleid an. Es war mit einem Blumenmuster übersäht, das Kleid reichte ihr fast bis zu den Knien, dann zog sie noch eine schwarze Leggins und Stiefletten an. Sie packte ihren Bikini und ein Handtuch in ihre Tasche und machte sich auf den Weg zum Badehaus~

  • #7 - {Chlorica & Vishnal}


    Mit einem Seufzen, das den dünnen Lippen entkam, näherte sich die Hellhaarige ihrem Kollegen, welcher tatsächlich glaubte, dass man ihm irgendwelche unglaubwürdigen Ausreden glaubte. Gewiss doch, der Herr lag in jedem Falle richtig, als er behauptete, sein Geschick hielte sich in Grenzen. Fraglich jedoch um welche Art von Grenzen es sich hierbei handelte... Obgleich die Dame persönllich vermutete, dass die zur Trennung gedachten, nicht existenten Linien sein Talent wirklich sehr eingrenzen mussten - Nun, nicht jeder schaffte es innerhalb eines Tages so eine große Menge an Mist zu bauen und hin und wieder die Dinge eher zu verschlimmern, als sie zu verbessern. Wer wusste schon, ob der Blauhaarige nicht schon wieder eines dieser überteuerten Teesets zerstört hatte. Konzentrierten Blickes beäugte die Angestellte ihr Gegenüber, das sogleich den ausgetrockneten Wischmopp in das frische, lebensspendende Wasser drückte, um für seine Schulden aufzukommen. Arme Menschen. Wie viel Leid sie dank ihrer Tollpatschkeit wohl ertragen mussten? Bei der Braunäugigen wäre es auf jeden Fall eine unglaublich lachhafte Summe gewesen, ja, wahrlich ein Berg, dessen Spitze die flauschigen Wolken zerriss und über jeden strahlenden Stern hinausreichte und - Kurz und knapp gesagt, hätten ebenjene Person ein Leben voller harter Arbeit "genießen" dürfen, harte Arbeit, die gleichermaßen einem Albtraum entsprach, jedoch nicht an Sklaverei grenzte... Oder besser: Eine "ausgeklügelte" Idee von Notlüge, die sich da in den Gedanken des Fräuleins widerfand und sich hoffentlich niemals in Form begeben würde. Letztlich aber nickte sie nur schweigend mit dem Haupte und riss fast zeitgleich dem Blauhaar das gute Stück aus den Händen. »Ein... wenig..?«, wiederholte man leicht zaghaft, ließ das inzwischen wieder entspannte Augenmerk auf dem Relief, den Spuren, an denen festzumachen war, dass es sich bei dem Stiel um Holz handelte, ruhen - Dabei ein inneres, übertrieben aufgetragenes Prusten und Lachen unterdrückend. Ein wenig unbeholfen? Nein, nein, das war Vishnal sicherlich nicht. Nicht einmal ein durchschnittliches Maß an dieser Eigenschaft besaß er. Meister. Richtig. Vielleicht - ein verdatteter Blick traf auf die eindeutig höher gelegenen Augen, den Fenstern zur Seele - war er ja der Herr aller anwesender Tollpatschigkeit? Selbstverständlich! Immerhin wäre dies eine plausible Erklärung für seine Unbeholfenheit gewesen, die Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet der Butler die einzige Person in Chloricas Umfeld mit derart vielen Unfällen war. Abermals musterte man seinen Gesprächspartner so ausgiebig wie es nur möglich war, ehe die Interesse der erwachsenen Dame auf das bisherige Zwischenergebnis all der Müh' Vishies gezogen wurde. Weder wirklich sauber, glänzend, noch sonderlich trocken. »Wie ich bereits sagte... Du kannst es nicht« Es war in der Tat ein Wunder, dass der Zorn der Hellhaariggen sich bereits gelegt hatte, wäre sie doch lieber weiter auf ihn losgegangen und hätte ihn ihretwegen sogar durch die gesamte Mansion gejagt - Mit ihr als Kollegin hatte er es keinesfalls einfach, wie es schien. Kurz auf die Aussprache jener eventuell verletztenden Worte - lag es doch im Auge des Betrachters, ob sie nun tiefe Narben hinterließen oder lediglich einen simplen Kratzer - fand der Mopp auf ein weiteres seinen Weg in die Dreckspfoten des Blauäugigen, woraufhin die penible Dame sich noch einmal bemühte, die Finger ihres Gegenübers so zu setzen, dass allein der Anblick wenigstens schon erträglicher wurde... Zugegeben, ein wenig ulkig wirkte es für sie schon und dies trotz der Tatsache, dass die Haltung des Bediensteten eine vollkommen gewöhnliche und korrekte Art bildete. Nun, wie hieß es so schön im Volksmunde...? "Das Auge isst mit"? Mit dem einzigen Unterschied, dass jenes Sinnesorgan nun nicht irgendwelche (außer)irdischen Gerichte betrachten musste, sondern einen gänzlich normalen Griff.
    »Pläne...«, nuschelte sie schließlich, wandte sich zugleich von dem Anderen ab, ihn den unmerksamen Rücken zeigend. Ob sie nennenswerte Pläne besaß? Ja, eine wirklich gute Frage, wie die Angestellte fand. Genau genommen hatte die Braunäugige tatsächlich etwas vor, doch diese Vorstellung wurde rasch zerstört, mit dem nett gemeinten Eingriff Vishnals, welcher sich vollkommen wandte und mehr dem Untergang näher brachte, als einem längeren Leben. Und schnell stürmte sie das bisschen an Wegstrecke hinüber zu dem Mann, rückte ihm mahnend auf die Pelle - Ach, wie schön wäre es bloß gewesen, hätten Blicke eine Seele aus ihrer nutzlosen Hülle verjagen können..! Ein gesamter Tag - oder besser: ein gesamter Resttag - war es, der blitzartig zu Staub zerfiel und vom Winde verweht, sich noch nicht einmal auf höfliche Art und Weise verabschiedete! »... Sollte dies Chaos jemals beseitigt werden können, ja« Skeptisch linste sie über die Schulter, sichergehend, dass nicht noch mehr Unsinn veranstaltet wurde. Schließlich war niemand begeistert, wenn sein Haus nach der Heimkehr in Schutt und Asche lag, obgleich es noch nicht einmal brannte - Das Ausmaß des Schadens bei einer derartig riesigen Villa unberechenbar!

  • Wie gemein! Da gab Vishnal sich schon so viel Mühe und wurde trotzdem nicht anerkannt. Natürlich stimmte es, der Herr hatte immer noch viel zu lernen, aber Chlorica hätte ihn ja zumindest anlügen können! Ein kleines erlogenes Lob hätte dem Selbstbewusstsein des Blauhaarigen bestimmt ein wenig geholfen, aber nein, seine Kollegin musste ihn ja direkt mit der knallharten Wahrheit konfrontieren. Ein enttäuschtes Seufzen ließ der Butler der Saint Coquilles von sich hören. »Dann.. muss ich wohl noch ein wenig lernen«, gab er sich geschlagen, während er weiter ein wenig deprimiert mit dem Wischmopp über den Boden wischte. So gut wie Chlorica würde er wohl nie werden, aber dafür hatte er andere Talente, wie zum Beispiel das Klavier spielen. Das brachte der Familie nur leider nichts, da das Haus mit Musik nicht saubergemacht werden konnte. Was Vishnal übrigens sehr schade fand. Mit Musik wirkte alles viel leichter!
    Auf seine Frage bekam der Mann bald auch eine Antwort. Zunächst nachdenklich gab die Dame ihm Auskunft und erzählte ihm, dass sie in der Tat Pläne für den Tag hätte. Jedoch zweifelte sie daran, dass sie heute noch dazu kommen würde, diesen Plänen nachzugehen. »Oh, ich bin mir sicher, dass wir das heute noch hinbekommen!«, entgegnete Vishnal ihr. Sie hatten schon mit schlimmerem Chaos zu kämpfen gehabt und auch das hatten sie irgendwie hinbekommen, ohne den ganzen Tag dafür zu opfern. Das hier sollte also kein großes Problem darstellen. »Darf ich auch fragen, was für Dinge du vorhast zu tun?« Oh Mann, hoffentlich kam er nicht zu aufdringlich rüber! Er wollte doch nur Interesse an dem Leben der Lilahaarigen zeigen, er wollte sie in keinster Weise verschrecken. Hoffentlich wusste Chlorica das. Und wenn nicht, hoffte der Herr dass sie zumindest bei dieser Angelegenheit lügen würde.
    Jedenfalls sollte Vishnal sich vielleicht auch ein wenig darum bemühen, dass sie einen freien Nachmittag haben würden. Dieses Chaos musste immer noch beseitigt werden und so wie es momentan aussah, würde das trotz seiner aufmunternden Rede wohl noch ziemlich lange dauern, wenn er nicht bald anfing schneller und gründlicher zu putzen. Langsam begann auch der Tollpatsch das schnelle Ende dieser Arbeit anzuzweifeln. Es würde wohl wirklich noch eine Weile dauern, wenn ihm nicht irgendjemand unter die Arme griff. Naja, so einen ganzen Nachmittag mit Putzen zu verbringen war doch auch mal ganz nett, nicht?

  • #8 - {Chlorica & Vishnal}


    Starr blickte die Braunäugige ihr Gegenüber an, weigerte sich zu dieser Zeit das Augenmerk von diesem abzuwenden und irgendetwas anderes in Augenschein zu nehmen - Nein, stattdessen ruhte der misstrauische Blick stets auf der Visage des Anderen, welche sich noch immer nicht bemühte, auf die mickrigen Zwerge inmitten jener Gesellschaft Acht zu nehmen und sich zu bücken. Zögerlich glitt die eigene Hand zum zugehörigen Nacken, durchschnitt sanft, aber zugleich auf die eigene Art und Weise schnell die empfindlich scheinende Luft, um den Zielort zu erreichen, immerhin gab es keine andere Alternative, nicht wahr? Dort angekommen, spannten sich der Finger Muskeln an, bohrten sich ein kleines Stück weit in die dünne Fleischschicht, trafen auf harte Knochen und versuchten verzweifelt, eine gewisse Anspannung zu lösen - Nun, es war auf Dauer wahrlich nicht sonderlich angenehm permanent hinaufblicken zu müssen, um dem Gesprächspartner in die Fenster zur Seele schauen zu können. Schrecklich waren diese Größenunterschiede heutzutage! Und man konnte noch nicht einmal wirklich etwas dagegen unternehmen! Meuterei! Einziger Unterschied ergab sich jedoch darin, dass Chlorica keinerlei Kenntnisse des Kapitänsseins besaß und generell gesehen auch keinen richtigen Untergebenen hatte, der sie somit hätte hintergehen können... Aber das spielte ja keine relevante Rolle! Wichtig war immerhin, dass ebenjene Differenz eine unglaubliche Zumutung darstellte, nicht wahr? Glücklicherweise ließ sich diese Ungerechtigkeit recht einfach ausbügeln - Hört man da die Frage nach den verwendeten Mitteln und Werkzeugen? Worte. Schlicht und ergreifend. Worte. Simple Sätze, kürzer als ein Augenblick als solcher. Es war eine Schande was für ein Kinderspiel sich da darbot, wenn man versuchte den Blauhaarigen irgendwie einzuschüchtern, die Gefühle in tausend Teile zerbersten zu lassen. Allerdings war dem Herren gleichermaßen ein gewisses Glück gehörig, denn dies bildete ganz bestimmt nicht ihr strahlendes Ziel. Und einen weinenden Jammerlappen, der sich in einer dunklen, einsamen Ecke verkroch, in Selbstmitleid versank... Nein, solch einen Mitarbeiter wollte die Angestellte nur ungern erleben. Zumindest, wenn dieser kein falsches Wörtchen von sich gab, wer wusste schon, wie schnell sich anstrebenswerte Ziele hätten wenden können... »Solltest du«, entgegnete sie Vishnal schroff, als ebenjener den fantastischen Vorschlag äußerte, er solle noch etwas lernen, um hilfreicher sein zu können - Und insgeheim erfüllte sich ein winziger Traum, verschwindend mickriger Hoffnungsschimmer, der sich da dem realen Leben mühsam näherte. Andererseits verkörperte der tollpatschige Mann auch teilweise... sein nicht vorhandenes Geschick, was bedeutete, dass dies mitnichten ein leicht zu erreichendes Ziel war.
    Zur gleichen Zeit löste sich die Hand vom Nacken, sank so langsam - oder schnell, war es doch Ansichtssache - wie ein gewöhnliches Schiffswrack, bis die ursprüngliche Position wieder erreicht wurde, wenngleich man so nur wenige Momente verharrte. Blasses, unmerkbares Lächeln war gewonnen, umspielte die Lippen der jungen Dame, tänzelte - Und trotz dessen schien es nur eine kurze Strecke gewesen zu sein, um welche sich die Mundwinkel in die Höhe begaben. Jener Narr glaubte doch tatsächlich, dass das Chaos noch innerhalb des derzeitigen Tages wegzuräumen war. Lächerlich. Und gleichermaßen ein gern gesehener Optimismus. Vielleicht hätte gerade die feine Nase ein Stück diesen Kuchens gebrauchen können, anstatt immer nur mit pessimistischer oder vollkommen gleichgültiger Ansicht am Rande zu stehen, den Beobachter zu spielen, solange wie die eigene Ehre nicht von Außen verletzt wurde. »Wie du meinst..« Leises Nuscheln. Fraglich, ob die drei Wörter ihren Weg in die durchschnittlich großen Lauscher Vishies fanden oder ob sie nicht irgendwo von reiner Luft im Keim erstickten. Aber immerhin, sie waren in den Raum - oder besser: Flur - geworfen, ob sie verhallten oder erhört wurden, sie existierten - Und dies, gewiss doch, nicht nur in schweigenden Gedanken. Letztlich keimte jedoch auch ein gewisses Maß an Einsicht auf, schwank der Geist doch schon kapitulierend das weiße Fähnchen. Helfen. Wohl oder übel musste die Angestellte ihrem Kollegen helfen, ansonsten wär Schmutz und Dreck drei Tage später immer noch vorhanden - Es sei denn der Tollpatsch legte sich mächtig ins Zeug, gab alles bis kein Fünkchen an Willen und Stärke mehr vorhanden war. Wie ungern das Fräulein dies nur tat! Konsequent? Vermutlich war ebenjene Eigenschaft im "regen" Eifer des Gefechts entschwunden, auf dass tatsächlich Bereitschaft gezeigt wurde - Fehlte lediglich noch ein weiteres Putzwerkzeug. Doch dafür existierten ja mehrere Aufbewahrungsräume im Inneren der imposanten Villa, nicht wahr? Drum drehte sich die Langhaarige um die eigene Achse - zumindest waren es 180° - und machte sich auf, um dem nächstgelegensten Lager an Werkzeugen einen Besuch abzustatten, wenn da nicht die vorerst letzte Frage des Blauäugigen gewesen wär'. Allerdings bot diese keine nennenswerte Herausforderung, winkte man zunächst mit einer raschen Handbewegung ab, versuchte dem Anderen deutlich zu machen, dass die Antwort im Laufe der Zeit schon folgen würde, und verschwand hinter einer Ecke.


    Dass die Hellhaarige sich tatsächlich dazu herabließ und sich selbst eine Strafe auferlegte, nachdem er, Vishnal, doch derjenige war, der all die Müh' der Dame zerspringen ließ, Ergebnisse ausradierte. Widerwilliges Seufzen. Ein Augenblick des Verharrens folgte. Weg. Das war es wonach sie sich sehnte. Wenigstens einmal an jenem lieben, langen Tag, der sich bereits seinem Ende zu nähern schien, verlangte man nach frischer Naturluft, nach einer etwas anderen Umgebung, immerhin galt es selbstgesetzte Pflichten zu erfüllen. Ein schrecklich gutgläubiges Opfer, welches sie dem unbarmherzigen Gott doch schenkte! Hoffentlich brachten ihre "Reinigungskünste" auch etwas und trugen zu einem früheren Schlussstrich bei. Und hoffentlich kooperierte auch der Blauäugige. Ach, wie gern hätte man sich doch in die verpestete Freiheit begeben! Zumal es schließlich noch neue Bewohner gab, wie sich rasch jene Nachricht im ganzen Dorf verteilte - Cecilia, sowie die De Saint-Coquilles waren immerhin nicht mehr als ein winziger Bruchteil der neuen Nachbarschaft. Andererseits... Vielleicht war es wirklich eine bessere Idee, würde die leicht reizbare Dame im Hause verharren und von den Neulingen fernbleiben. Vielleicht entpuppte sich diese Entscheidung ja wirklich als die angenehmere für beide Parteien... Nein! Schnellen Schrittes hastete man zur angepeilten Kammer, entwendete ihr ein weiteres Exemplar aus der Familie der französischen Mopps und eilte im Schneckentempo zurück zum Ausgangspunkt, richtete sich neben dem Blauhaar auf, nachdem in besagter Kammer eine verzweifelte Suche nach dem bereits gefundenen Objekt über die Bühne glitt - Gut möglich, dass das Lager nun nicht viel hübscher als der Gang, auf dem sie sich befanden, aussah. Schande über die penible Ader! »Was denkst du denn?« Spielerisches Grinsen huschte über das Gesicht der Erwachsenen, sollte wenigstens Gesprächsstoff existieren, solange die Angestellten sich um die Reinigung des Flurs kümmerten.

  • Ohne zu Zögern bestätigte Chlorica ihm seine Aussage. Nun, man konnte ihr zumindest nicht nachsagen, dass sie eine Lügnerin war. Aber ob das unbedingt eine gute Eigenschaft war, darüber ließ sich streiten. »Hey, du könntest mir ja lehren, wie man richtig putzt!«, schlug der Blauhaarige dann nach einer kurzen Pause vor. Genau, wenn es ihr nicht gefiel, wie Vishnal beim Arbeiten vorging, sollte sie ihm doch zeigen wie er seine Fehler berichtigen könnte! Aber dafür bräuchte sie erst mal selbst einen Wischmopp, den sie auch gleich daraufhin holte. Die an sie gerichtete Frage ignorierte sie dabei. Obwohl sie auch nicht vollständig ignoriert wurde. Eine rasche Handbewegung der Lilahaarigen symbolisierte, dass sie die Frage mitbekommen, aber derzeit Wichtigeres zu tun hatte. Na dann!
    Lustlos wischte der Butler weiter über den langsam sauber werdenden Boden, woraufhin er wieder aufblickte, zu der anderen Seite des Ganges hinüber sah. Tatsächlich waren sie schon ein wenig weiter gekommen, wenn auch nicht viel. Wenn sich alle ins Zeug legten, würden sie heute auf jeden Fall damit fertig werden und hätten danach noch etwas Freizeit. Hurrah! Allerdings lag das noch in der Zukunft, momentan hatten die beiden Putzkräfte immer noch mit dem verschmutzten Boden zu kämpfen.
    Und da war Chlorica auch schon wieder zurück, bereit selbst ein bisschen behilflich zu sein. Ach, sie war zu gütig! Half sie dem Tollpatsch doch tatsächlich bei dem Schlamassel, das er selbst angerichtet hatte! Ein erleichtertes Lächeln erschien im Gesicht des Blauhaarigen. Jetzt war ihnen der Sieg gegen den Schmutz gesichert. Jedoch weigerte die Dame sich immer noch, eine direkte Antwort auf seine Frage zu geben und entgegnete stattdessen mit einer Gegenfrage. Oh, wie geheimnisvoll. »Ah, ich bin leider nicht so gut im Raten, aber.. hm...«Großzügig wie Chlorica war, würde sie ihre Freizeit bestimmt damit verbringen, Spenden für verhungernde Kinder in Afrika zu sammeln oder verlorene Tiere im Wald zu ihrer Familie zurückzubringen. Aber ob es wirklich so eine gute Idee gewesen wäre, diese Gedanken laut auszusprechen? Was wenn sie etwas ganz anderes geplant hatte und dann ein schlechtes Gewissen bekam, weil sie nichts Hilfreiches mit ihrer Zeit anstellte? Nein, das wollte Vishnal nicht erreichen. Also musste eine andere Antwort her. »Ich weiß nicht, vielleicht gehst du in eines der Monsterareale?« Das würde nicht wirklich zu ihr passen, aber diese Frau steckte sowieso schon voller Überraschungen, also wäre es nicht ganz so unwahrscheinlich. »Kannst du kämpfen, Chlorica? Mit Waffen?« Und so wendete sich das Blatt. Jetzt war der Mann wieder derjenige, der die Fragen stellte. Und vermutlich würde er auch darauf keine richtige Antwort bekommen. Ein Teufelskreis!

  • #9 - {Chlorica & Vishnal}


    Flink glitt die junge Dame mit dem Wischmopp in den eigenen Fängen über den Boden, welcher bereits ein wenig Schönheit von sich gab, auf schnelle Besserung verhoffen ließ. Der Blick schwiff einmal umher, nahm das bisherige Ergebnis in Augenschein, um es wenige Sekunden darauf mit seinem nicht vorhandenen Mundwerk bewerten zu können. Nicht viel, nicht wenig. Vielleicht gerade so um das Mittelmaß herum. Wenigstens waren sie vorangekommen, oder etwa nicht? Dies jedenfalls bedeutete, dass Chlorica schon bald ihren öfters verschobenen Plänen nachgehen durfte - Und das wiederrum veranlasste die recht stille Angestellte dazu innerlich ein kleines Freudentänzchen zu halten. Doch Freude war vergänglich, wie alles, das auf jener grausamen Welt geboren war, auf ihr hauste. Und welch' einen Grund besaß sie, um nun zu verfliegen? Eine Erinnerung. Düster. Zunächst ausgeblendet, ignoriert, verjagt. Mitten, in dem verfrühten Endspurt, nahm die Geschwindigkeit des Ganges ab bis jedwede Bewegungen ihr provisorisches Ende vorfanden, ein leises Ächzen ertönte ebenfalls. Irritiert, fast schon ein wenig mechanisch - wenn man einmal davon absah, dass an Roboter zu ihrer Zeit noch kein einziger Gedanke verschwendet wurde - betrachtete die Braunäugige ihren Mitarbeiter. Sie sollte den Versuch wagen und sich an die schwierige, fast schon unmöglich scheinende Aufgabe machen, ihm etwas beizubringen? Oh nein. Nein, nein, nein! Hätte das Fräulein jenen Gedanken doch bloß nicht wieder aufgegriffen - Nein, das würde kein gutes Ende finden. Sicherlich nicht. Ein in all dem Schweigen ihrerseits auffälliges Geräusch zog all die existente Aufmerksamkeit auf sich: Der hölzerne Stil des Mopps machte Bekanntschaft mit dem frisch gewischten Boden, rollte wenige Zentimeter von unseren Protagonisten weg und traf auf die hohe Wand. Entgeistert starrte die Hellhaarige drein, das Augenmerk befand sich irgendwo im Brustbereich des Blauauges. Als ob dem Jungen noch zu helfen war! Sicherlich, wenige Augenblicke zuvor hieß es noch, dass es eine Lehrkraft für Geschick aufzutreiben galt - Allerdings... Nun, man hatte keinesfalls mit ihr selbst gerechnet. Vielleicht war sie... Zweifellos! Eine Ausrede musste her! Ausgeklügelt! Überzeugend! Richtig, sie musste so täuschend echt wirken, dass sie fast schon wieder gelogen zu sein schien!
    Glücklicherweise war diese verwerfliche Aktion nicht von Nöten, immerhin existierte da noch ebenjenes Gespräch, die durchlöchernden Fragen des Anderen, auf die Chlorica bis dato noch nicht eingegangen war - Ein Tapetenwechsel schien wirklich wie angegossen! Irgendwann... Ja, irgendwann hätte sich die feine Nase bei ihrem gnädigen Schicksal für jene Großzügigkeit bedankt. Allerdings folgte daraufhin der nächste Schock: Monsterareal. Hatte der Tollpatsch von Butler etwa wirklich dieses hübsche Wörtchen in den Mund genommen und sogleich in die Freiheit entlassen? Und dann auch noch in einem Zusammenhang mit ihr? Trotzig schüttelte die Braunäugige ihr Haupt, während aus verwirrter Miene eine sanfte Wut geboren wurde. Was für einen Bild hatte der Herr bloß von der Angestellten? Schrecklich! Und vor allem unglaublich passend! Obgleich die Herrin an sich nicht sonderlich begeistert von der Antwort gab, wäre dies wohl eine fast schon perfekte Antwort gewesen - Selbstverständlich wenn man von dem Runenarchiv, dem Heim dutzender, ach nein, tausender Bücher, einmal absah... Vermutlich wäre man tatsächlich aus reiner Laune hinaus in die von Biestern besudelten Gebiete gegangen und hätte diese Wesen in Grund und Boden gestampft! Ohne eine Waffe..? Richtig! Ein falscher Laut, der von den Angreifern losging, und schon wären sie von einem unglaublichen Redeschwall, bestehend aus Vorwürfen, Beleidigungen und Ähnlichem, niedergedrückt worden! Andererseits war dies auch wieder ein klitzekleines bisschen übertrieben - Oder auch nicht. Je nach dem Bild der verwilderten Tiere. »Monster... areale?«, wiederholte man dementsprechend ungläubig, während zur etwa selben Zeit der zuvor gefallene Wischmopp aufgesammelt wurde. Weiteres Wischen. »Warum sollte ich...« Entschlossen verneinte man jene Aussage mittels verschiedener Gesten und Mimiken, um der eigentlichen Gewohnheit, einem stillen Schweigen, wieder treu zu werden. Allerdings wurde auch diese Ruhe mit der Zeit gebrochen! Abermals ein nicht bejahendes Schütteln des Kopfes. Kämpfen? Mit jenen riesigen, blutrünstigen Viechern? Zählten Worte zu Waffen? Oder galt ein simpler Mopp, anstelle eines beeindruckenden Schwertes, als Werkzeug, mit dem diese Kreaturen hätten erlegt werden können? »... Vielleicht...« Murmelnd entkam ihr dieses Wort, zögerlich, ehe das Besenartige wieder über den Grunde blitzte. Sie konnte nicht kämpfen. Lediglich ein paar Dinge zusammenmischen, um eine Art Parfüm herzustellen. Mehr nicht. Doch war dies von außerordentlicher Nutzlosigkeit in einem hitzigen Gefecht, in dem es eventuell sogar um Leben und Tod ging. Vishnal jedoch musste von jener harten, am Ego kratzenden Wahrheit nicht erfahren. Nein, warum auch? Was hätte es dem Pianisten denn gebracht? Nichts. Natürlich nichts.
    Mittlerweile war ein wenig Zeit ins Land gezogen, einige Minuten wenn man genau sein wollte, und in ebenjener Zeit der äußerst "gesprächigen" Zweisamkeit brachte man jegliche Arten von Dreck, die auf dem Flure lasteten, wortwörtlich um die Ecke. Stolzes Grinsen - oder besser: unterdrückter Stolz - bildete sich im Gesicht der Dame ab, nachdem der behaarte Holzstab an die Wand angelehnt wurde. Fertig. Endlich! Und das Ergebnis konnte sich sogar sehen lassen! Das Augenmerk huschte binnen kurzer Sekunden zu dem Blauhaarigen. Überrascht war sie. Ja, wirklich. Überrascht, dass keine weiteren Unfälle über die Bühne glitten und alles glatt, geschmeidig verlief. Vielleicht gab es ja doch etwas wie Karma - Was auch immer einer der beiden Gutes vollbracht haben soll... »Was hälst du von einem Ausflug?«, nuschelte sie schließlich, blickte gen glänzenden Boden. Fraglich, welches Ziel sie hatten, spielte jene winzige Information doch eine recht wichtige Rolle in dem großen Stück. Natur! Raus aus dem riesigen Gebäude! Hinein in die erfrischende Außenwelt! Und schon befand man sich unmittelbar hinter dem Rücken des jungen Mannes und schob diesen an den Schulterblättern vor sich herum - Raus, raus aus der Villa. »Geh voran« Ein wahrlich halbherziger, harscher Befehl, der kurz vor dem Tor, der Haustür, in die Lauscher des Ungeschickten drang. Aber er würde sicherlich wissen, was die Langhaarige von ihm verlangte, war es doch nichts anderes als eine schroffere Form von »Geh' einfach irgendwohin und ich laufe dir hinterher!«


    » Nicht einmal Gott weiß es [Der Polisee]

  • ~Gaius, Rosalind und Cecilia kommen an
    Sie gingen den langen Kiesweg auf die Villa zu. Ceci drehte sich zum Garten um und sah das die Blumen jetzt wieder strahlten. Ihr Magen knurrte, sie hatte großen Hunger. Ein einziges Brot fühlte halt nicht den Magen für den ganzen Tag. Sie sah Vishnal und Chlorica, murmelte ein:"Hallo.", und verschwand in der Villa. Sie ging in die Küche, es war ja nicht schlimm das Rosalind nicht kochen konnte. "Gaius kannst du den kochen?", fragte sie ihn. Wenn alle zwei nicht kochen konnten dann würde ceci ein leichtes Gericht wählen müssen, wenn Gaius wenigstens ein bißchen Ahnung vom Kochen hatte, was Ceci jedoch stark bezweifelte, dann konnte sie etwas anderes kochen. Sie öffnete den Kühlschrank um sich einen einen Überblick zu beschaffen was sie den an Lebensmittel zur Verfügung hatten.

  • Gaius sah verlegen zur Seite und kratzte sich nur unwohl am Kopf. "Kochen? Nein...",murmelte er leise. "Ich...kann ich wirklich Kochen das endet immer in einem Unfall.",fügte er hinzu und sah zu Cecilia. Hunger hatte er zwar keinen aber wen die beiden Damen was essen wollten würde er ihnen den Wunsch sicherlich nicht unterschlagen.