Der Walnuss-Wald

  • Verlässt man Sternbach in Richtung Norden dauert es nur wenige Minuten bis man von unzähligen Bäumen umgeben ist und man sich im sogenannten Walnuss-Wald befindet. Folgt man dem Pfad, lässt sich hier ein beruhigender Spaziergang neben wunderschönen Blumen und zum Klang von singenden Vögeln genießen. Kommt man jedoch von ihm ab und verirrt sich in den Tiefen des Waldes kann es auch vorkommen, dass man sich vor einer alten Villa wiederfindet. Nicht viele wissen von ihrer Existenz, da sie auf den ersten Blick unbewohnt scheint, aber schon lange gehen im Dorf Gerüchte um, was mit dem damaligen Besitzer passiert sei. Niemand kennt jedoch die wahre Geschichte, die sich hier vor mehr als 20 Jahren abgespielt hatte, als eine junge Frau namens Patricia mit ihrem reichen, arroganten Ehemann Ricardo hier einzog. Er ließ die Villa bauen, mit der Absicht den Wald mehr und mehr zu beseitigen und das Dorf mit ein paar Geschäften zu erweitern. Dazu sollte es jedoch nie kommen, da er eines Nachts von einer Geschäftsreise unerwarteter Weise zurückkam und seine Frau mit Jolene, der Ehegattin eines Ranchers im eigenen Ehebett erwischte. Als er begriff, dass Patricia ihn nur seines Geldes wegen geheiratet hatte und eine andere liebte, verfiel er in Rage und ging auf die beiden Frauen los. Es entwickelte sich ein schrecklicher Kampf zwischen ihnen, bei dem fast alle Möbelstücke und Gegenstände des Zimmers zerstört wurden und auch wenn es Zwei gegen Einen waren, schaffte Ricardo es seiner Frau den Hals mit einer Vasenscherbe aufzuschneiden und überwältigte dank seiner Stärke schließlich Jolene und erwürgte sie auf brutale Art und Weise. Mit ihrer letzten Kraft raffte Patricia sich auf um den Mörder ihrer Geliebten von ihr zu schubsen. Nach wenigen Sekunden lag sie wieder am Boden, wo sie schlussendlich ohnmächtig wurde und verblutete. Ihre Tat hatte den Mann aber zum Stolpern gebracht - er fiel rückwärts aus der Tür, krachte gegen das Geländer, welches daraufhin zerbrach und ihn aus dem zweiten Stock fallen ließ. Als sein Körper auf den kalten Boden der Eingangshalle prallte, zerbrach seine Wirbelsäule in tausend Teile und auch er verließ die Welt der Lebenden. Die Leichen ließen sich aus einem mysteriösen Grund nicht mehr finden, doch der Groll, die Eifersucht und der Hass hielten die Geister an diesem Ort gefangen, wo sie sich heutzutage immer noch bekriegen.

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  • Nachdem Kathy den Busfahrer bezahlt hatte, setzte sie sich auf einen Sitz in der Mitte des Busses und sah aus dem Fenster. Es war vollkommen wahnwitzig, was sie da tat, schließlich ging die Sonne allmählich unter und bald wäre alles in völlige Schwärze gehüllt. Jedoch war es nun zu spät, um sich umzuentscheiden, denn der kleine Bus setzte sich in Bewegung. Die Blondine sah einfach weiter aus dem Fenster, während das rote Licht der Abendsonne ihr Haut kitzelte. Langsam und mit jeder weiteren Haltestelle verblasste das warme Licht und der Himmel strahlte nur noch in einem leichten grau-blau. "Hier ist Endstation!" Rief der Busfahrer laut zu ihr hinter und Kathy schreckte hoch. Sie stand schnell auf und stieg aus dem Bus aus, welcher kurz darauf weg fuhr. Die Studentin ich um und fand sich in einem Dorf wieder. Das war also Sternbach? Ohne weiter darüber nachzudenken lief die Blondine in irgendeine Richtung los und sah sich ein wenig um. Irgendwann kam sie am nördlichen Ende des Dorfes an, aber anstatt zu stoppen und umzukehren, wie es ein jeder geistig gesunde Mensch tun würde, schließlich färbte der Himmel sich schon schwarz, lief Katharina weiter gen Norden. Und irgendwann kam sie an einen Wald. Ganz. Schlechte. Idee. Alle Alarmglocken klingelten in ihrem Kopf, schließlich hatte Kathy genug Horrorspiele gespielt. Aber sie war im Moment einfach nicht Herr ihrer Sinne. Sie fühlte sich merkwürdig leer und bekam keinen klaren Gedanken zusammen. Die Blondine lief weiter und betrat den Weg, welcher durch den Wad führte,. Bereits nach einigen Minuten war die Nacht vollends herein gebrochen und Kathy sah kaum noch etwas. Die Schwärze umhüllte sie und das Licht der Sterne kam durch die dichten Blätter kaum zu ihr durch. Dennoch hielt sie nicht an, um ihr Handy aus der Tasche zu holen und die Taschenlampenfunktion zu nutzen, sondern lief einfach weiter. Ihr Kopf und ihr Herz waren leer. Es war so, als wäre sie nur eine Hülle ihrer selbst. Kathy kannte dieses Gefühl nicht, aber sie konnte auch nicht darüber nachdenken. Es dominierte jedes ihrer Gefühle und zog sie immer tiefer in den Wald hinein. Jedoch nicht auf dem vorgegebenen Weg, denn ohne es zu bemerken bog sie ab. Nicht zu selten verfang sich ihr langes blondes Haar in den Ästen und sie musste es los reißen, verspürte jedoch kaum etwas dabei. Es war so, als würde jemand oder etwas sie leiten und tiefer in den Wald hinein ziehen, sie locken und dort auf sie warten. Plötzlich aber trat Katharina ins Leere und stürzte einen kleinen Abhang hinunter. Sie schrie auf, war plötzlich wieder bei klarem Verstand und hielt sich mit schmerzverzerrten Gesicht den Knöchel des linken Fußes. Sie sah sich um, konnte jedoch kaum etwas erkennen. Mit ihrem Handy könnte sie ... Moment! Wo war ihre Handtasche? Panisch suchte Kathy mit den Händen den Waldboden ab, als sie den weichen Stoff zu fassen bekam. Hektisch und mit zitternden Händen öffnete Kathy den Reißverschluss und zückte ihr Mobiltelefon. Sofort aktivierte sie die Taschenlampe und helles Licht umhüllt Jetzt konnte die Studentin auch erkennen, was da vor ihr lag. Es war eine Villa. Langsam erhob Kathy sich vom Waldboden und lief an der mauer der Villa entlang. Sie sah alt und verlassen aus, aber das konnte schließlich täuschen. Außerdem war es spät und ihr war kalt. Drinnen gab es vielleicht Decken. Sie suchte weiter die Außenmauer nach dem Eingang ab, als sie a die große hölzerne Eingangstür kam. Sie hatte keine Klingel sondern nur einen Ring um zu klopfen. Unsicher sah Katharina sich nach beiden Seiten um, ehe sie die Hand danach ausstreckte. Auf halben Wege zögerte sie jedoch und wurde unsicherer. Was könnte da drinnen auf sie warten? Ob es wirklich leer stand? Ob es so war, wie in ihren Videospielen? Oder war es die alte Villa aus Resident Evil 1? Ach Quatsch! Dachte sich die Studentin und wollte wieder nach vorne greifen, jedoch wollte ihr Körper ihr nicht gehorchen. Verdammt, es ist nur ein Haus. Ein altes, gruseligen.. Haus.. Sie versuchte sich zusammen zu reißen und schaffte es nach dem Ring zu greifen. Doch das Klopfen kostete sie ebenfalls wieder eine menge Überwindung. Doch schließlich hämmerte der hölzerne Ring laut gegen die Eingangstür.

  • "Uh, Jolene, siehst du das?" Zwei geisterhafte Gestalten schwebten auf dem Außenbalkon im zweiten Stock und beobachteten die blonde, junge Frau aus der Ferne. Ihre Erscheinung ließ sich in dem weißen Nebel kaum erkennen, doch sie verschwanden sowieso zurück in das Haus, als die Fremde sich der Villa näherte. "Ein bisschen Unterhaltung für uns~." Doch die Frauen waren nicht die einzige, die den Besuch bemerkten, nein, auch Ricardo, der eigentliche Hausherr spürte die Anwesenheit einer vierten Person. Manch einer hätte jetzt erwartet, dass die Tür urplötzlich aufspringen würde um Katharina einen Schrecken einzujagen, aber nein, stattdessen öffnete sich die riesige Doppeltür langsam, gefolgt von einem lauten Quietschen, was ein Zeichen der eingerosteten Schlösser war. Direkt danach ertönte ein wiederhallendes Kichern in der Eingangshalle... oder war das nur der Wind? Patricia und Jolene beobachteten das folgende Geschehen belustigt, während Ricardo einige Zimmer weiter, in der Küche, ein Ei in einer Bratpfanne brutzeln ließ. Sollte der Gast der Villa dem Geräusch und Geruch folgen, so würde sie jedoch niemanden vorfinden. Gut, dass sich Geister aussuchen konnten, ob sie für die Lebenden sichtbar erscheinen wollten oder nicht.

  • [Kathy] ~ in der Villa


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    Kathy hatte die Hand gerade vom Klopfring gelöst, als sich die Eingangstür knarrend öffnete und ihr Einblick in das heruntergekommene Gebäude bot. Vorsichtig trat die Blondine ein und sah sich nach links und rechts um. Es war niemand zu sehen, doch wer hatte ihr dann die Tür geöffnet? "Hallo?" Rief sie in die Stille der Villa, als ein Kichern ertönte,es hallte an den Wänden wider. Was war das? War das der Wind? Ein Kind? Oder wurde sie einfach nur paranoid? Da hörte sie ein Geräusch. Ein seltsam vertrautes Geräusch und ein Geruch stieg ihr in die Nase, welchen sie unter tausenden Wiedererkennen würde. Spiegelei! Hier lebte also doch jemand und kochte gerade! Kathy schloss die Tür hinter sich und lief dann in die Richtung, aus der das Geräusch und der Geruch kamen. Das Wasser lief ihr schon im Mund zusammen. Während die Blondine lief, erkannte sie, dass alles schwer heruntergekommen war, die Möbel verschoben und zerstört, als hätte ein schrecklicher Kampf stattgefunden. Und augenblicklich, als sie die erkannte, rutschte ihr das Herz wieder in die Hose. Sie kam an eine Tür, das Geräusch des bruzzelnden Eis nun laut und deutlich hörbar. "Entschuldigen Sie, dass ich hier einfach herein platze, aber ich habe ..." Sie verstummte, als sie den Raum betrat und freies Sichtfeld auf das Innere hatte. Die Küche war leer! Das Herz der jungen Studentin setzte einen Schlag aus. Erlaubte sich der Bewohner dieser Villa einen Spaß mit ihr? "Hallo?" Rief sie wieder in die Leere. "Wenn Sie mir Angst machen wollten, dann raten Sie mal, Sie haben es geschafft. Könnten Sie nun bitte raus kommen?" Es musste sich schließlich jemand hier aufhalten. Wer hätte Kathy sonst die Tür geöffnet und das Ei gebraten. Aber hier war nichts! Fand sich hier vielleicht die Pfanne mit dem Ei oder hatte der Koch diese mit sich genommen? Und lauerte irgendwo hier um sie ihr über den Kopf zu ziehen? Die Blondine schüttelte heftig den Kopf. Verdammt nochmal, dass hier war nur eine alte Villa. Es war gruselig as fuck, aber wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass hier ein Irrer rumlief? Wie hoch war die Wahrscheinlichkeit gewesen, dass sich in den Bergen eine Frau vor der Tür der Gemeinschaftshütte aufhängte? Das Blut gefror Katharina in den Adern und sie hatte das Gefühl, bald völlig den Verstand zu verlieren, wenn das so weiter ging.

  • "Angst? Du weißt gar nicht, was wirkliche Angst überhaupt ist!" Die männliche Stimmer ertönte wie aus dem Nichts und hallte in allen vier Ecken des riesigen Raumes wieder. "Glaubst du, es ist so einfach hier rauszukommen?!" Die lauten Worte ließen alles für einen kurzen Moment beben und ein eiskalter Windzug fuhr durch die Küche. Oh, zu gerne würde Ricardo diesen Ort verlassen können, aus diesem Gefängnis rauszukommen war sein einziger Wunsch. Eine Sekunde später fing das Spiegelei plötzlich Flammen, welche plötzlich bis an die Decke loderten und sich immer weiter im Zimmer ausbreiteten. "Verschwinde und komm nie wieder, sonst werde ich persönlich dafür sorgen, dass du beim nächsten Mal nicht mehr lebend hier rauskommst!" Töpfe und Pfannen fielen aus den Regalen, Teller und Gläser brachen in tausend kleine Teile als sie auf dem Boden landeten und wenn Katharina sich jetzt nicht beeilen würde, dann standen die Chancen ziemlich hoch, dass sie wie die anderen Geister hier, mitten im Nirgendwo verenden und als Geist keine Ruhe finden würde.

  • EVENT-POST


    Auch der Wald außerhalb Sternbachs wurde für das kleine Fest hergerichtet. Ein paar Meter im Inneren findet man einen kurzen Sinnespfad, der die nackten Füße der Besucher durch und über die verschiedensten Materialien führt. Nach dieser besonderen Erfahrung schlängelt sich der Waldweg weiter durch die Laub- und Nadelbäume. Kleine Schilder erklären die Entstehungsgeschichte von Sternbach, seinen Bauernhöfen und deren Bewohnern. Sollte es bereits dunkel sein, erleuchten kleine Öllampen den Weg. Hier und da findet ihr eine kleine Ansammlung von Stühlen und Bänken damit man sich mit anderen Gästen unterhalten kann. Bleibt aber immer auf dem Weg!

  • [Kathy] ~ irgendwo im Wald


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    Die laute Stimme der unsichtbaren Person hallte durch die ganze Küche. Es fühlte sich an, als würden die Schallwellen sie durchdringen und in Stücke reißen, als seine scharfen Worte auf ihre Ohren traf und die Blondine zum erzittern brachte. Die scharfe Botschaft, sie wisse gar nicht was wirklich Angst sei, hallte in ihren Ohren nach, als er bereits wieder sprach. Alles erzitterte ehrfürchtig unter dieser mächtigen und kalten Stimme und Kathy konnte seine Worte erst gar nicht realisieren, bis sie ein eiskalter Windzug traf und ihr blondes Haar schmerzhaft aus ihrem Gesicht riss. Wie war das? Ob sie dachte, es sei so einfach hier herauszukommen? Wie meinte er das? Das war doch jetzt nicht so wie in ihren Horrorgames, dass alle Türen verschlossen waren? Nein, sie musste träumen. Das alles hier konnte nicht real sein. Das musste ein schlimmer Alptraum sein! Jedoch wurde der Studentin schmerzhaft bewusst, dass dies sehr wohl echt war. Der beißende Gestank von Rauch und Qualm stieg ihr in die Nase und Panisch drehte sich die Blondine in die Richtung der Küchenzeile. Dort stand bereits alles in Flammen und es breitete sich weiter aus. Noch ein letztes Mal hörte sie die boshafte Stimme des Geistes, der ihr riet, zu verschwinden, dann rannte sie los. Blöderweise verbreitete sich dieses Feuer unnatürlich schnell und als Kathy gerade die Tür der Küche erreichte, fiel irgendetwas, sie konnte nicht genau sagen, was das brennende Objekt war, von der Wand und traf sie am Arm. Ihr Hemdärmel fing Feuer und panisch klopfte sie gegen ein Kissen, welches auf dem Boden des Flures lag. Sie konnte das Feuer zwar löschen, jedoch wies ihr Arm eindeutige Verletzungen auf. Es brannte höllisch und Kathy dachte schon, sie würde ihren Unterarm verlieren, jedoch musste sie hier raus! Das Feuer aus der Küche rückte nach und bedrohte die Studentin weiter. Diese nahm ihre Beine in die Hand und stürmte zur Eingangstür, durch die sie gekommen war. Draußen war es noch immer stockfinster, jedoch interessierte das die Blondine kein bisschen. Sie versuchte den Abhang, den sie zuvor herunter gestürzt war, hinauf zu rennen, jedoch rutschte sie relativ schnell ab und landete jedesmal wieder unten vor der Villa. Sie musste einen anderen Weg finden! Katharina sah sich in der Dunkelheit um, jedoch sah sie noch immer kaum die Hand vor Augen. Zumal sie ihren rechten Unterarm auch gar nicht sehen wollte. Er musste sicher schrecklich aussehen. Kathy lief den kleinen Weg entlang, welcher wahrscheinlich einmal zur Villa führen sollte, jedoch nun voller Laub und Pflanzen war. Ihre Schritte beschleunigten sich wieder, jedoch war Kathy einfach nicht in der Lage den Weg wiederzufinden. Kathy lief weiter und weiter, jedoch sah alles um sie herum gleich aus und die Blondine wusste einfach nicht, wo es lang ging. Wo zur Hölle war sie?! Jedoch kam aufgeben nicht in Frage, so rannte sie weiter. Plötzlich stolperte Kathy und fiel wieder zu Boden. Tränen formten sich in ihren Augenwinkeln, als sie wieder aufstand und wankend weiter ging, versuchte weiter zu rennen, jedoch kaum noch Kraft übrig hatte. Sollte sie einfach warten, bis der tag anbrach? Aber wie lange sollte dies noch dauern? Konnte sie das riskieren? In diesem Wald ging gewaltig etwas schief und Katharina wollte einfach nur hier raus.

  • [Kommen vom Dorfplatz an] Cedric & Noita


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    Der Moment war vorbei. Der Moment war auf Grund ihrer Handlungen vorbei. Vielleicht war es besser so. Die vielen Menschen um sie herum waren ihr irgendwie unangenehm. Nicht etwa weil sie sich schämte was zwischen ihr und Cedric war oder nicht war sondern einfach weil die vielen Stimmen und das Schulter an Schulter stehen mit Fremden die Hexe irgenwie zu erdrücken schienen. Dieser Moment hatte ihr Angst gemacht. Keine Angst im herkömmlichen Sinne sondern er hatte sie nervös gemacht. Seine Nähe brachte alle Sicherungen zum durchbrennen und nichts schien mehr Bedeutung zu haben außer das Hier. Cedric hatte der Schwarzhaarigen versichert, dass es keinen Grund gab sich zu entschuldigen und doch zierte sein Hemd ein riesiger Schokoladenfleck, der durch sie verursacht worden war. Natürlich gab es da einen Grund sich zu entschuldigen. Der Blonde war einfach zu höflich. Noita konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass er jemals etwas unhöfliches sagen konnte, jemals böse Worte in den Mund nahm oder böse Gedanken dachte. Auch wenn er manchmal von einer Traurigkeit umschattet zu sein schien so gab er sich immer irgendwo Mühe sie zu verbergen oder sie seinen Mitmenschen zuliebe hinter einem sanften Lächeln zu verstecken. Cedric war wirklich unglaublich. Hatte Noita sich deshalb in ihn verliebt? Nein. Es gab so viele Gründe. Wortlos sah die junge Hexe ihre Begleitung an. Vernahm den Klang seiner Stimme, seinen einzigartigen Duft, die kleinen Fältchen in seinem Gesicht wenn er lächelte. Da war so viel mehr als nur das. Er hatte ihre Hand ergriffen und Noita war wieder im siebten Himmel. Sie konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass es sich irgendwann einmal normal oder gar selbstverständlich anfühlen könnte, wenn er ihre Hand nahm. Seine Hände waren so warm und weich. Noita hatte das Gefühl als würde seine Wärme auf sie überströmen und nicht nur das. Mit ihrer Hand in der seinen hatte sie das Gefühl als wären sie unbesiegbar, als könnte niemand ihnen etwas anhaben, niemand sie trennen. Welch beglückendes Gefühl. Mit weit aufgerissenen Augen lies sie sich von ihm durch die Menschenmasse führen. Ihr Blick war aber lediglich auf eine einzige Person gerichtet und Noita konnte einfach nicht anders als zu lächeln.

    Irgendwann hatte sich die Menschenmasse gelichtet und die Beiden konnten wieder nebeneinander her gehen. Obwohl keine 'Gefahr' mehr bestand einander zu verlieren lies keiner von Beiden die Hand des jeweils Anderen los. Es fühlte sich zu gut und zu richtig an. Zumindest für das schwarzhaarige Hexenmädchen. Als sie sich von den Menschenmassen entfernt hatten fühlte sich Noita gleich um ein gewaltiges Stück wohler. Nun raste ihr Herz lediglich noch wegen der Person neben ihr. Auf eine positive und sehr schöne Art und Weise. Das war das erste Mal in ihrem Leben, dass Noita so für eine Person empfand. Alles war so neu und aufregend. Ein einmaliges Gefühl. Es wurden immer weniger Menschen aber auf Grund der Beschilderung wusste die Teenagerin, dass sie noch etwas erwarten würde. Walnuss- Wald. Was für ein süßer Name. Ob es einen Grund hatte warum man ihm diesen Namen gegeben hatte? Normalerweise gab es doch immer einen Grund dafür, warum man etwas einen bestimmten Namen gab. Noita....Hexe. Wahrscheinlich dachte ihre Mutter wirklich, dass sie einmal eine richtige Hexe werden würde aber die Enttäuschung war wohl zu groß. Das Mädchen schüttelte den Gedanken ab und wandte sich wieder an den Menschen zu ihrer Nächsten - Ced. Einen Augenblick musterte das Mädchen sein Profil, doch als er sich ihr ebenfalls zu wandte fühlte sie sich beinahe ertappt, so dass sie ihre eigenen Worte verschluckte. "Du..." Warum war es so schwer das auszusprechen was man sich dachte? 'Du hast mir gefehlt' ' Ich habe dich vermisst' 'Ich habe mich in dich verliebt' Warum war es nur so schwer. In Gedanken hatte sie diese Worte schon so oft ausgesprochen also warum war es so schwer? Wovor hatte das Mädchen Angst? Vor Ablehnung? Davor glücklich zu sein? Davor das dieses Glück eines Tages schwinden konnte? Wahrscheinlich aber war es das nicht trotzdem wert? "Du musst uns dann einmal besuchen kommen! Majo hat mir schon Bilder gezeigt. Es sieht großartig aus." Ein Grinsen legte sich auf die Lippen des Mädchens während sie von dem kleinen Häuschen berichtete. Nach einer Wegstrecke hatten Cedric und Noita schließlich den Wald erreicht. Er wirkte freundlich aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass es noch hell war. Schließlich betraten die Zwei den Wald. Hier war die Atmosphäre ganz anders. Die Natur wirkte beruhigend auf das Mädchen auch wenn ihr Herz nach wie vor vor Aufregung pochte. Noita schloss die Augen und lauschte den Geräuschen des Waldes. Vögel zwitscherten, die Blätter rauschten im Wind. Es war wirklich herrlich. Hier konnte sie viel ungezwungener sein. "Es ist so viel schöner hier - das war eine fantastische Idee." Die Teenagerin lächelte den Blonden an und blickte qwieder nach vorne während sie ihre Schritte ein wenig beschleunigte und Cedric mit sich zog. "Was es hier wohl zu entdecken gibt..."

  • [Cedric] & Noita [« vom Dorfplatz ]


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    Cedric fühlte sich fast wie in einer anderen Welt. Der Ort, die ganze Umgebung wirkte fremdartig, die Straßen waren eng und geschwungen, die Häuser unterschiedlich und märchenhaft. Sternbach lockte mit seinem Fest viele Besucher zu sich, Unbekannte, die den Ort wohl in den nächsten Jahren nicht mehr betreten würden. Inmitten dieser Fremde konnte auch er jemand anderes sein - jemand, der von seinen unnötigen Sorgen abließ, jemand, der Mut bewies, jemand, der nach Glück suchte und sich nicht von seinen Schatten davon abhalten ließ. Mit Noita war das vielleicht sogar möglich.

    Die Menge lichtete sich, die Stände wurden weniger und sie schlenderten in einem Teil des Ortes entlang, der nicht zwingend für das Fest ausgestattet war. Cedric störte sich nicht daran. Noch immer hielt er Noitas Hand, als wäre es das Natürlichste auf der Welt - nur, war es das nun mal nicht, nicht für ihn. Er hatte gehandelt ohne darüber nachzudenken, was mochte Noita bloß davon halten? Doch sie hatte nicht die kleinsten Anstalten gemacht, sich ihm zu entziehen - also hielt er sie weiterhin, auch wenn es längst keinen Grund mehr dazu gab. Musste es denn immer einen Grund geben? Wohl kaum, oder? Es freute ihn - das war Grund genug. Wenn Noita ihm auch nur dieses kleine bisschen Nähe schenkte, so wollte er es als Geschenk annehmen und genießen, solange er konnte.

    Als die Häuser schließlich immer weniger wurden und die Bäume immer mehr, wusste er das er den richtigen Weg eingeschlagen hatte. Er wandte sich zu seiner Begleitung um, ihre rot schimmernden Augen suchten längst die seinen. 'Du.' Er sah viele Dinge unausgesprochen in ihrem Blick. Ihm ging es genauso. Je stärker er nach den passenden Worten suchte, die im Ansatz erklären sollten was in ihm vorging, desto mehr entflohen sie ihm. Als sie ihren Satz zu Ende brachte, wusste er das es sich nicht um eines der Dinge handelte, die sie tief in ihrem Herzen trug, aber das war okay. Er war ja nicht anders! Es nistete eine Zuversicht in ihm zuflüsterte, dass dies nicht auf ewig so sein würde, doch woher er diese nahm, wusste er nicht. In diesem Moment war das nicht wichtig. Viel lieber nahm er die Einladung an, die sie ihm anbot. Es war doch etwas sehr persönliches, jemanden zu sich nach Hause einzuladen, immerhin verstellte man sich im eigenen Heim niemals, zeigte seine Persönlichkeit auch mit Dingen, die einen umgaben. Dazu fiel ihm ihr Geschenk ein, dass sie ihm einst gemacht hatte, die Schneekugel und das Buch. Er lächelte in sich hinein bei der Erinnerung daran, ehe er seiner Antwort noch etwas hinzufügte. "Ich bin gespannt darauf deine Cousine einmal kennen zu lernen. Ist sie dir denn ähnlich?" Ungut für ihn, dass er nicht wusste, dass Majo bereits seine Bekanntschaft gemacht hatte - während er auf der Intensivstation bewusstlos gelegen hatte. Kurz stutzte er, ehe er fortfuhr: "Darf ich fragen wie du eigentlich mit Nachnamen heißt?" Er wusste auch nicht wie er jetzt darauf kam, womöglich über den Gedanken an ihre Verwandtschaft. Es war auch gar nicht wichtig, aber es interessierte ihn trotzdem - alles was mit Noita zu tun hatte, interessierte ihn. Ihr Name klang so außergewöhnlich, wie sie selbst auf ihn schien - ob ihr Nachname ebenso dazu passen würde? Sicherlich.

    Die kopfsteingepflasterte Straße führte schließlich in einen Waldweg. Ein Schild wies darauf hin auf den Wegen zu bleiben und das es keinen Winterdienst gab - nun, darüber mussten sie sich im Sommer glücklicherweise keine Gedanken machen. Auch war der Hinweis angebracht, dass sich das Dorf während der Zeit des Festes auch für den anliegenden Wald einige Gedanken gemacht hatte. Noita ließ sich davon prompt fesseln und zog ihn voran, in das Grüne hinein. Er war erleichtert, dass sie Gefallen hieran fand. "Du magst Menschenmassen nicht besonders, oder?" Cedric sah sie fragend an, ehe er den Blick kurz abwandte und ihr schließlich sein Zugeständnis machte. "Ich ehrlich gesagt auch nicht." Er folgte ihr tiefer in den Wald hinein, indem sich zwischen den Blättern der Bäume das helle Sonnenlicht brach. Überall waren kleine Schildchen aufgestellt, die eine Erzählung oder eine Geschichte über Sternbach bereit hielten. Am Weg entlang waren Öllampen und Lampions an den Ästen angebracht. "Nachts leuchten sie bestimmt schön." Cedric wurde langsamer, blieb schließlich stehen, sodass Noita sich zu ihm umdrehen musste. Er wollte diesen Anblick mit ihr teilen, unbedingt. Cedric sah ihr fest in die Augen. "Möchtest du solange mit mir bleiben?", fragte er geradeheraus. Er konnte nicht anders. Er wusste, es war idiotisch das jetzt schon zu fragen, wo die Sonne noch hell vom Himmel brannte. Sie hatten sich gerade erst getroffen. Womöglich hatte sie später noch etwas vor und er brachte sie noch in Bredouille. Oder er setzte sie mit seiner Bitte unter Druck, Zeit mit ihm verbringen zu müssen, mehr als ihre Intension bei ihrer Nachricht an ihn gewesen war. Es war kurzsichtig und unausgereift. Egal. All das mochte stimmen, aber viel wichtiger war ihm jetzt, dass sie einfach wusste, dass er gern bei ihr war, Zeit mit ihr verbringen wollte, heute, morgen, immer.

  • [Irgendwo im Wädchen] Cedric & Noita


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    Die Beiden folgten dem Weg immer weiter und gerieten so tiefer und tiefer in den Wald. Man konnte das Dörfchen nun gar nicht mehr erkennen wenn man sich umdrehte, da überall nur Grün war. Soweit das Auge reichte waren nur Bäume, Büsche, Moos und Gras. Wirklich herrlich. Noita fühlte sich wie...Zuhause. Vielleicht lag es daran, dass sie die größte Zeit ihrer Kindheit im Wald verbracht hatte. Gemeinsam mit ihrer Cousine. Viele Menschen hatten Angst im Wald aber nicht so die junge Hexe. Für sie war es eine vertraute Umgebung. Sie hatte stehts eher Menschenmassen gefürchtet und die Ruhe geschätzt. Es kostete das Mädchen Energie unter zahlreichen Menschen zu sein. Sie gewann in der Natur ihre Kraft, konnte ihre Energietanks so wieder aufladen. So war es schon immer gewesen. Das Bedeutete nicht etwa, dass sie die Anwesenheit von Menschen nicht genießen konnte. Nein. Es wurde ihr nur manchmal zu viel und sie musste sich wieder zurückziehen. Lange Zeit hatte sich das Mädchen darum bemüht gegen ihre Natur anzukämpfen aber mittlerweile hatte sie es akzeptiert. So war sie nun einmal. Auch wenn sie ab und an von Majo zu einer Party mitgeschleppt wurde so musste die Schwarzhaarige nun einmal ab und an nach draußen gehen um wieder durchatmen zu können.

    "Oh du kennst Majo schon aber du warst wohl nicht bei Bewusstsein..." Noita machte eine kleine Pause bevor sie weiter sprach. Es war nicht ihr liebstes Thema aber sie wollte Ced nicht noch mehr Informationen vorenthalten als notwendig. "Wir haben dich damals am Strand gefunden und dich später auf der Intensivstation besucht..." Okay. Das entsprach nicht wirklich der Wahrheit aber es würde sich gewiss etwas merkwürdig anhören wenn sie dem Blondschopf davon erzählen würde, dass sie sich verkleidet hatten um sich zu ihm zu schmuggeln. Dieser Tag hatte sie zugleich näher zusammengeschweißt und doch ein großes Loch in ihrem Herzen hinterlassen. Damals hatte Cedric ihren Namen in den Mund genommen. Den Namen des unbekannten Mädchens. Er hatte ihn mit so viel Sehnsucht in der Stimme ausgesprochen, dass es für Noita beinahe klar sein musste, dass sie seine Freundin war. Aber bisher war viel Zeit vergangen. Wie gerne hätte sich die Tochter der Hexenprinzessin nach ihr erkundigt aber es ging sie eigentlich nichts an. Vielleicht würde er ihr irgendwann selbst von ihr berichten aber vielleicht auch nicht. Es gab eine Ran in ihrer WG aber bisher hatte Noita sie noch nie gesehen. Es fühlte sich so an als wäre sie vom Erdboden verschluckt worden. Ob es seine Ran war? War sie einfach verschwunden? Noita blickte zu Ced auf. Wirkte er deshalb manchmal so unsagbar traurig? So viele Fragen und sie wagte wie immer keine davon auszusprechen aus Angst davor, dass er sich wieder von ihr entfernen würde. Aus diesem Grund ging Noita einfach ohne zu zögern auf seine nächste Frage ein und musste tatsächlich darüber grinsen. "...van Lichtenstein." Die Schwarzhaarige wartete etwas bevor sie sich nach Cedrics Familie erkundigte. Sie stoppte in ihrer Bewegung und nahezu automatisch drehte sich der Blonde zu ihr. Es kostete sie etwas Überwindung aber schließlich brach es doch aus ihr heraus. Es war leichter als gewisse andere Fragen, die ihr im Kopf herumschwirrten. Deshalb purzelten die Worte schließlich über ihre Lippen. "Erzähl mir von dir..." Noita schnappte sich auch die zweite Hand des Anderen und drückte sie ganz fest bevor sie ihn mit großen, interessierten Augen anblickte. "...ich...möchte alles wissen!" Langsam entließ Noita die zweite Hand Cedrics wieder, so dass sie ihren Weg fortsetzen konnten, der immer tiefer in den Wald führte. Sie taten nur wenige Schritte bevor das Mädchen auf die nächste Frage des Blonden antwortete. "Nein. Manchmal fühle ich mich dann irgendwie... erdrückt oder eingesperrt." Die junge Hexe blickte zu Boden, auf ihre Füße, die über den Waldweg spazierten. Was würde er mit dieser Information anfangen. Nur wenige Menschen wussten davon. Eigentlich wusste nur eine Person davon. Nun waren es zwei. Ihre Cousine und nun auch er. Würde er sie als seltsam abstempeln. Als Ced ihr schließlich versicherte, dass auch er sich in Menschenmassen nicht wohl fühlte fiel dem Mädchen ein Stein vom Herzen. Überrascht blickte sie ihn an und musste dann einfach lächeln. "Mit dir fühle ich mich wohl. Es fühlt sich so leicht an..." Mit diesen Worten wandte sich Noita wieder ab und blickte nach vorne. Unbewusst drückte sie eine Hand ein kleines bisschen fester. Es fühlte sich leicht und unbeschwert an. Als wäre er immer schon an ihrer Seite gewesen. Lediglich die Angst ihn zu verlieren hielt sie davon ab ihr Inneres völlig offen zu legen. Ob sie diese Angst jemals überwinden konnte?

    Als ihre Begleitung schließlich die zahlreichen Lampions und Laternen ansprach, fielen sie auch dem Teenagermädchen auf. Staunend legte sie den Kopf in den Nacken und bestaunte die Dekoration. Allein die Vorstellung wie schön es Abends oder in der Nacht aussehen würde beflügelte die Schwarzhaarige. Unbewusst wurde auch sie langsamer als sich die Schritte Cedrics verlangsamten. Schließlich hielt er an und da es nicht länger voran ging wandte sich Noita mit einem fragenden Blick zu ihm um. Seine blauen Augen hatten die ihren gefangen genommen und auch wenn sie es gewollt hätte, Noita hätte sich nicht mehr von ihm befreien können. Das blau seiner Augen war so einnehmend. Sie war vollkommen darin versunken, drohte sich zu verlieren. Schließlich stellte er ihr eine Frage und die junge Hexe musste sich bemühen ihr zu folgen, weil sie immer noch bewundernd in seine Augen blickte. Ihre Augen begannen zu funkeln als er die Frage schließlich gestellt hatte und sie lächelte ein strahlendes Lächeln. "Ich... ich würde mich freuen diesen Anblick mit dir zu teilen!" Ein leichter Rotschimmer zierte die schmalen Wangen des Mädchens während sie seinen Blick nach wie vor Stand hielt. Wie romantisch es hier sein musste wenn es dunkel war und lediglich das Licht der Lampions und der Laternen diesen Ort erhellte. "Es sieht bestimmt wunderschön aus. Ich kann es schon vor mir sehen!" Noita schloss die Augen und vor ihrem inneren Augen saßen sie Beide hier auf einer hölzernen Bank unter dem schummrigen Licht. Ganz nah beieinander. Die Finger ineinander verschränkt, Schulter an Schulter.

  • [Cedric] & Noita


    [IMG:http://orig15.deviantart.net/032a/f/2015/067/f/e/harvest_moon_boy___cedric_by_princesslettuce-d8knkxv.png]


    In seinem Inneren brannte das reinste Glück, als Noita ihn so anstrahlte, wie sie es gerade tat. Die Freude umgab sie von den Zehenspitzen über ihr Lächeln bis in ihre Augen, als sie seine Einladung für den Abend annahm. Er konnte es plötzlich kaum erwarten, bis die Sonne sich verabschiedete und die Sterne die jungen Leute grüßen würden. Cedric musste dem Drang widerstehen, seine Temperatur zu prüfen. Diese innere Hitze war doch nicht normal, oder? So lange hatte er sich hinter einer Mauer aus Eis und Schnee versteckt gehalten, dass er sich an dieses Gefühl kaum erinnern konnte. Er wagte es nicht es zu benennen. Noita war einfach in sein Leben getreten, wie die Sommersonne, die den Winter zum schmelzen brachte. Unfassbar. Beinahe hätte er den Kopf geschüttelt, so ungläubig erschien es ihm. Wer weiß, vielleicht halluzinierte er ja tatsächlich? Nein. Das hier entsprach der Wirklichkeit, er wusste es. Unmerklich drückte er ihre Hand ein wenig fester, als Dank für ihre Antwort. Dennoch war seine Geste immer noch sanft, gerade da sie ihm erzählt hatte, dass sie sich im Menschengetümmel oft erdrückt, gar eingesperrt fühlte. Unbewusst kam ihm das Bild eines hübschen Vogels in den Sinn, gleich dem, den sie zusammen gepflegt hatten. Standen diese Wesen nicht für Freiheit? Ein Vogel sollte frei seines Weges zwischen den Bäumen umherflattern und nicht eingesperrt in einem goldenen Käfig seine Lebtage verbringen. Er verstand ihre Gefühle in dieser Hinsicht sehr gut.

    Ihr Zuspruch zu ihm irritierte ihn dennoch. Sie fühlte sich wohl und leicht und das ausgerechnet in seiner Gegenwart? "Das ist schon seltsam...", sagte er mehr zu sich selbst. Ihre Aussage ehrte ihn, verunsicherte ihn jedoch auch, auch wenn ihm das nicht anzumerken war. Was, wenn sie ein gänzlich falsches Bild von ihm hatte? Er fühlte sich ja nur allzuoft nicht einmal wohl mit sich selbst, wie konnte sie es da sein? Anderseits - bei ihr war alles anders, war er auch anders? Ein Lächeln von ihr und er vergaß all seinen Kummer. Verrückt. "Fräulein van Lichtenstein...", wiederholte er mit einem leichten Lächeln Er genoss den Klang ihres Namens auf seiner Zunge. Ob sie etwa adelig war? Er kam nicht dazu sie zu fragen. Sein Lächeln verschwand bei ihren nächsten Worten.

    Noita erklärte ihm, dass er Majo kannte, mehr noch, was sie gesehen hatte. Sie standen sich noch immer gegenüber, hatten keine Anstalten gemacht den stillen Waldweg weiter entlang zu spazieren. Cedric wandte den Blick ab. Er wusste, er konnte dem Blick ihrer einzigartigen roten Augen jetzt nicht standhalten. Er glaubte ihr ohne zu Hinterfragen, immerhin war er doch dabei gewesen, oder? Unbewusst entzog er ihr seine Hand, es war, als wollte sein Innerstes einen unsichtbaren Raum um ihn herum erschaffen. Seine Gedanken überschlugen sich. Natürlich. Er hatte nicht einmal die Frage gestellt, wer ihn denn gefunden und den Notarzt gerufen hatte. Er hatte die Antwort längst gekannt, er hatte es nur verdrängt. In jenen Stunden war alles nur ein einziges Durcheinander gewesen. Einbildung, Wirklichkeit, Träume, Erinnerungen - es hatte sich nicht unterscheiden lassen, es war ihm unmöglich gewesen dies zu tun. Als Noita ihm also davon erzählte, hier im Jetzt, war es ihm wie neu und alt zugleich. Er wusste das es stimmte, verschwommene Bilder waren da, nur als sie es sagte, erschien es ihm dennoch, als hörte er zum ersten mal davon. Langsam richtete er seine blauen Augen wieder auf das Mädchen, das ihm so viel bedeutete. "Wie kannst du bei mir bleiben wollen?", brach es aus ihm hervor, leise und voller Zweifel. Angst hielt sein Herz umklammert, ungeachtet der Zusprache die sie ihm unlängst zugestanden hatte. Ängste waren nunmal nicht rational. "Ich habe dir nichts als Kummer bereitet. Ich kann dir noch nicht einmal versprechen, dass ich dir das in Zukunft ersparen kann!" Cedric hielt den Blick leicht gesenkt, er fürchtete sich davor was sich in ihren Augen möglicherweise widerspiegeln könnte. Er fühlte sich verletzlich. Wie konnte er guten Gewissens mit Noita zusammen sein, wenn er ihr nur Unglück brachte? Das war die Frage, die ihn immer wieder davon abgehalten hatte, ihr zu schreiben, nach ihr zu sehen, obwohl es nichts gab, das er lieber wollte.

  • [Irgendwo im Wäldchen] Cedric & Noita


    &key=e8f95098cb9d8606d0b79603f94f70790fa2c86b745ad316050cd9b6aedf428e-aHR0cDovL29yaWcwMi5kZXZpYW50YXJ0Lm5ldC9lNjFhL2YvMjAxNS8xNTIvOS9jL2hhcnZlc3RfbW9vbl9naXJsX19fbm9pdGFfYnlfcHJpbmNlc3NsZXR0dWNlLWQ4bW9rM3IucG5n


    Seltsam. Ja. Das war das Wort, dass sie wahrscheinlich am Besten beschrieb. Die Aussage des Blondschopfes war zutreffender als er vielleicht erahnen mochte. Seltsam beschrieb ihr Leben, ihr Handeln und ihr ganzes Dasein. Immer wieder blitzte eine einzige Frage vor dem Inneren des Mädchens auf. Mit welchem Wort vermochte Ced ihr Dasein als Hexe beschreiben? Grotesk? Absurd? Merkwürdig? Irgendwie tauchten nur negative Adjektive im Köpfchen des Mädchens auf, die ganz schnell wieder bewusst von ihr vertrieben wurden. Mit gesenktem Kopf und einem leichten Lächeln auf den Lippen stimmte sie Cedric zu. "Ja, manchmal bin ich wohl seltsam..." In Zeitlupe hob die Teenagerhexe ihren Kopf wieder an und sah zu ihrem Begleiter. In dieses makellose Gesicht. Diese Lippen. Sie formten ohne zu zögern ihren Namen. Er klang so schön mit dem Klang seiner Stimme. Unweigerlich musste Noita lächeln doch mit seinem Lächeln erstarb auch das ihre. Hatte sie etwas Falsches gesagt? So musste es sein, denn mit einem Mal schien eine regelrecht unheimliche Düsterheit das Herz ihres Begleiters befangen zu haben. Sie konnte es in seinen Augen sehen, Augen , die sich im nächsten Moment von ihr abwandten, wie auch er sich ein Stückchen von ihr abzuwenden schien. Alles in der Schwarzhaarigen schrie laut: Nein! Wende dich nicht ab! Nein! Lass sie nicht los! Lass meine Hand nicht los....bitte...!!! Noitas Lippen blieben stumm. Ihr Herz schmerzte, als die Wärme seiner Hand verschwand. Was hatte sie getan? Sie hatte alles kaputt gemacht. Einen Moment öffneten sich die Lippen des Hexenmädchens bevor sie sich wieder schlossen ohne einen Mucks hervor zu bringen. Er erinnerte sich nicht? Er hatte es also vergessen? Diese Minuten, Stunden des Bangens. Diese so einprägsame Zeit. Natürlich. Er war in einem Schockzustand gewesen, hatte viel Blut verloren. Wahrscheinlich hatte er Traum und Wirklichkeit kaum noch unterscheiden können. Oh nein. Mit so vermeintlich belanglosen Worten hatte sie ihre schöne gemeinsame Zeit mit einem Schlag zerstört. Beklommenheit macht sich im Inneren der jungen Hexe breit. Könnte sie doch nur die Zeit zurückspulen - die Vergangenheit ändern. Die Sehnsucht danach war so groß das sie beinahe Überhand gewann aber Noita versuchte diesen Wunsch so gut wie nur irgendwie möglich zu unterdrücken. Diese Kraft, die irgendwo in ihr schlummerte war gefährlich. Sie musste sie irgendwie unter Verschluss halten bevor sie wieder ungebändigt ausbrach und noch mehr Schaden anrichtete. Noita musste vorsichtig mit ihren Wünschen sein. Sie wollte ihr Leben doch ohne den Einsatz von Magie meistern. Sie wollte doch nicht merkwürdig, grotesk und absurd sein. Sie wollte einfach diejenige sein die er in ihr sah. Sie wollte dieses Mädchen sein, dass vielleicht etwas seltsam aber nicht übernatürlich war. Sie wollte die Person sein, der er sein Lächeln schenkte. Gerade als die Tochter der Hexenprinzessin befürchtet hatte ihn endgültig verloren zu haben, hob Ced seinen Kopf an und blickte ihr wieder in die Augen. Er war hier vor ihr und doch schien er so weit entfernt als sie seine Hand nicht mehr hielt. Eine unnatürliche Kälte war auf ihrer Handfläche zu spüren. Sie sehnte sich nach ihm. Nach seiner Wärme. Als seine Worte ihre Ohren erreichten sah sie ihn lediglich mit weit aufgerissenen Augen an. Noch nie war sie auch nur annähernd auf die Idee gekommen, dass er solche Gedanken hegte. Er glaubte ernsthaft das er ihr nur Kummer bereitet hatte? Wie kam er nur darauf? DAS war grotesk und absurd - noch mehr als sie es selbst war. Als Ced zu Ende gesprochen hatte schüttelte Noita so fest sie nur konnte ihren Kopf und sah ihren Gegenüber schließlich tief in die Augen. "Das ist doch nicht wahr! Wie kannst du so etwas glauben?!" Eine ungewohnte Kraft steckte in der Stimme der jungen Hexe während sie dem Anderen mehrfach versicherte, dass dem ganz sicher nicht so war. "Niemand kann einem vor dem Kummer und dem Leid auf der Welt bewahren. Das ist nicht möglich aber..." Einen Moment stockte das Mädchen, flüchtete vor seinem Blick. Errötete aber suchte dann erneut den Blickkontakt mit dem Blonden. "...man kann es gemeinsam durchstehen." Eine einzelne Träne kullerte über die Wange des jungen Mädchens, bevor sie sich in die Arme des Anderen flüchtete. Noita hatte ihre Hände fest um ihn geschlungen und sich selbst an die Wärme seines Körpers geklammert. Ihr Kopf an seinem Herzen...

  • [Cedric] & Noita


    [IMG:http://orig15.deviantart.net/032a/f/2015/067/f/e/harvest_moon_boy___cedric_by_princesslettuce-d8knkxv.png]


    Verloren. Cedric hatte in diesem Moment jeglichen Halt verloren und er bemerkte es erst, als Noitas Stimme zu ihm durchdrang. Seltsam? Sie war nicht seltsam - er war es. Er war verkorkst und einsam und unfähig, seinen Gefühlen einen Raum zu geben. Manchmal erschien es ihm dennoch, als hielten sie sich gegenseitig einen Spiegel hin. Auch wenn es absurd klingen musste, doch war es wirklich möglich, dass sie die Fehler des anderen stets bei sich selbst suchten? Der Gedanke war aberwitzig - doch Schein und Sein klafften oftmals weit auseinander. »Ich möchte alles über dich wissen!« Sie hatte recht. Womöglich konnte er dann wirklich annehmen, dass sie ihn akzeptierte wie er war. Es erschien ihm so unlogisch, so weit von der Wirklichkeit entfernt und doch hoffte er auf diese Möglichkeit. Vielleicht war auch er dann endlich in der Lage, sie nicht durch seine unbedarften, undurchdachten Worte zu verletzen. Er schloss für einen Moment die Augen. Was hatte er nur getan? In seinen Ohren rauschte es. Er hatte das Gefühl von allen abgeschnitten zu sein und das, obwohl er dafür verantwortlich war. Es fühlte sich an, als wäre um ihn herum nur Wasser, dunkles, blaues Wasser, das ihn nicht entkommen ließ. Dabei müsste er nur die Hand ausstrecken, sich entschuldigen. Stattdessen drohte er in sich zu ertrinken.

    Noita klang aufgebracht. Sie warf ihm Worte an den Kopf, die lediglich verzerrt an sein Ohr drangen. Warum nahm sie sein abartiges Wesen immer noch in Schutz? Wie kam sie dazu? Sie war ja wirklich seltsam - und er liebte sie dafür. Sein Inneres zog sich schmerzhaft zusammen bei dem Gedanken. Er durfte ihr nicht noch mehr Schwierigkeiten bereiten. Meine Güte, konnte er sich nicht mal einen Nachmittag lang zusammenreißen ohne in Selbstmitleid zu versinken? Es war erbärmlich. Und als er sah, wie Tränen ihre einzigartigen roten Augen benetzten, zerbrach es ihm das Herz.

    Er hatte das zu verantworten. Das Wissen darüber hatte zur Folge, dass er sich nur weiter zurückzog. Cedric fühlte sich fast schon seiner eigenen Worte bestätigt, eben jenen, die Noita so vehement abgestritten hatte. Aber sah sie nicht, wie grausam er zu ihr war? Nein. Wohl nicht. Was ging nur in diesem Mädchen vor, dass sie so handeln ließ? Er konnte sich ja nicht einmal selbst in die Augen sehen, aber sie... sie sah nicht das, was er sah. Also, was sah sie in ihm? Plötzlich spürte er ihren zierlichen, warmen Körper an dem seinen und er wusste nicht, wann sie zu einer Umarmung angesetzt hatte. Allein, dass sie ihm nicht den Rücken zukehrte, war ihm ein Rätsel. Warum tat sie das? Ja... warum nur... Cedric gab sich ihrer Wärme hin. Es fühlte sich an, als würde sie ihn zurück an die Oberfläche bringen, zurück an Luft und Leben. Langsam erwiderte er die Umarmung, umgriff mit dem einen Arm ihren kleinen Körper, während die andere sich ihrem Gesicht näherte. Sanft strich er mit dem Daumen ihre Träne weg. "Es tut mir leid.", hauchte er und wieder: "Es tut mir leid." Sehnsuchtsvoll vergrub er sein Gesicht in ihren Haaren, zog sie instinktiv näher an sich. Der Geruch des Waldes vermischte sich mit ihrem Duft, der ihn beruhigte und gleichzeitig sein Herz um so vieles schneller schlagen ließ. Wie war das - seltsam, nicht wahr? Sie machte ihn wahnsinnig, brachte seine hellsten wie dunkelsten Seiten zum Vorschein. Verrückt. "Es tut mir leid.", murmelte er zum wiederholten Male, als dann ein kaum hörbares "Danke.", seiner Kehle entkam. Eine Weile verharrten sie so, keiner von beiden wollte sich lösen. Er hatte schon ihre Hand losgelassen, niemals würde er sie jetzt gehen lassen, sofern sie es nicht von sich aus wollte. Ihre Worte, die zuvor nur dumpf an sein Ohr gedrungen waren, wiederholten sich nun gestochen scharf in seinem Kopf. "Ich brauche dich.", flüsterte er in ihr Haar hinein. Die Wahrheit entfleuchte ihm ohne das er sie aufhalten konnte, ja er unternahm noch nicht einmal den Versuch darin. Ihre Nähe verursachte bei ihm Gänsehaut. »Ich möchte alles über dich wissen!« "Ich bin kein einfacher Mensch. Ich bin ein Schwarzseher, bin nicht offen oder gesellig. Ich bin nicht mutig und nicht stark.", erklärte er mit leiser Stimme. Immer noch hielt er sie fest, sie hielt ihn. »Man kann es gemeinsam durchstehen.« Er fürchtete sich diese Frage zu stellen, gerade jetzt. "Willst du trotzdem mit mir an deiner Seite weiter gehen?"

  • [Irgendwo im Wäldchen] Cedric & Noita


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    Sie hatte ihr Gesicht in seinem Hemd vergraben. Ihre Stirn ruhte auf seinem Brustbein, während sich ihre Fingern an seinem Rücken festkrallten. In ihrem Kopf tobte ein Sturm. Ihre Gedanken liefen förmlich Amok und ihr Herz schlug passend im Takt dazu. Was hatte sie getan. Warum weinte sie eigentlich? Es würde ihn lediglich in seiner unsinnigen Aussage bestätigen. Er bereitete ihr keinen Kummer. Es bereitete der jungen Hexe viel mehr Kummer, dass er so über sich selbst sprach - so wenig von sich selbst hielt. Ced hatte so ein verzerrtes Selbstbild. Was war nur in seiner Vergangenheit passiert, dass er so geworden war? Es schmälerte nicht die Gefühle der Schwarzhaarigen für ihn - sie hatte sich schließlich genau in diesen Menschen verliebt aber... was war nur passiert? Wie viel Leid hatte er ertagen müssen, dass er nun glaubte jedem an deiner Seite in den Abgrund zu stürzen. Noita vergoss einige Tränen - nicht ihretwillen - viel mehr seinetwillen. In ihr kam der Wunsch auf, dass sie an seiner Seite gewesen wäre, wenn ihm diese unbekannten aber scheinbar sehr einschneidenden Dinge passierten. Es war war nicht mehr möglich aber vielleicht aber auch wirklich nur vielleicht hätte sie ihn dann etwas von dieser Last nehmen können. Langsam und behutsam legte Ced seinen Arm um ihren Körper, während die andere Hand zärtlich ihre Tränen zur Seite strich, Als dies getan war zog der Blonde sie wieder näher an sich und vergrub sein Gesicht in ihren Haaren während er immer wieder Worte der Entschuldigung flüsterte. Noita schüttelte ihren Kopf. Es war nicht nötig sich zu entschuldigen. Wofür? Cedric hatte nichts falsch gemacht - oder? Zumindest nichts wovon das Mädchen wusste und so war es in ihrer Welt auch nicht existent. Cedric wollte sich von seinen Entschuldigungen nicht abbringen lassen aber am Ende folgte mit schwacher Stimme ein einziges Wort - Danke. Ein leichtes Lächeln huschte über die Lippen des Hexenmädchens. "Danke dir..." ...dafür dass ich dich kennen lernen durfte, du deine Zeit für mich aufopferst, du mir dein Lächeln schenkst...danke für dich. Noita war für so vieles dankbar und so drückte sie den Blonden ein kleines bisschen fester an sich um ihrer Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen. Es war so ein wundervoller Moment. Er hätte unendlich sein können. Das Licht der schon bald untergehenden Sonne - seine Nähe. All das war fast schon zu schön um wahr zu sein. Noch vor einem Jahr hätte Noita sich das niemals vorstellen können, dass sie hier gemeinsam mit ihm sein würde - Arm in Arm. Das Mädchen war unendlich glücklich. Es war schwer in Worte zu fassen, was in ihrem Körper gerade gefühlstechnisch vor sich ging aber das musste sie auch nicht. Noita genoss es einfach nur unheimlich. Alles war so...perfekt? Mit leiser und sanfter Stimme sprach Ced weiter. Bei seinen nächsten Worten frohlockte das kleine Herz der Hexe noch mehr. Jemand brauchte sie. Es beruhte auch auf Gegenseitigkeit, was die jüngsten Ereignisse zeigten aber..jemand brauchte tatsächlich auch einmal sie. Beinahe stiegen dem schwarzhaarigen Mädchen erneut die Tränen in die Augen. Tränen der Freude. Diese Worte aus seinem Mund bedeuteten ihr unendlich viel. Nach wie vor hielten die Beiden einander fest, dachten auch gar nicht daran sich gegenseitig los zu lassen. Stumm lauschte das Mädchen seinen Worten bis er fertig war. Er hatte zahlreiche schlechte Eigenschaften aufgezählt. Noita nahm an das war die Antwort auf ihre Bitte und möglicherweise hätte es sie abschrecken sollen aber stattdessen lächelte das Mädchen beinahe seelig. "Ich bin manchmal kompliziert, tollpatschig, überemotional, hab meinen Kopf in den Wolken und mag es lieber allein zu sein als mit anderen feiern zu gehen." Noita lächelte und löste sich etwas von dem Blonden. Ihre Augen glänzten während sie Cedric tief in die seinen blickte. Wie herrlich absurd. Normalerweise gab man sich doch Mühe seine schlechten Eigenschaften vor dem Anderen zu verbergen oder?Es war aber ein gutes Gefühl und damit nahm sie das Gesicht ihrs Ggenübers in ihre Hände und blickte ihn einfach nur an. Sie hatte das Gefühl völlig offen sein zu können und für nichts abgeurteilt zu werden. "Nicht trotzdem... genau deshalb..." Noita lächelte erneut. Ihre Wangen waren etwas gerötet als sie den Abstand zwischen sich und Ced wieder verringerte. Sie hatte sich auf die Zehenspitzen gestellt um auf gleicher Höhe zu sein und lehnte ihre Stirn an die seine. Ihre Nasenspitzen berührten sich und ein glückliches Lächeln lag auf den Lippen des Hexenmädchens.

  • [Cedric] & Noita


    [IMG:<a%20href=%22https://deref-web-02.de/mail/client/vSeANGzC8y4/dereferrer/?redirectUrl=http%3A%2F%2Forig15.deviantart.net%2F032a%2Ff%2F2015%2F067%2Ff%2Fe%2Fharvest_moon_boy___cedric_by_princesslettuce-d8knkxv.png%22></a>http://orig15.deviantart.net/032a/f/2015/067/f/e/harvest_moon_boy___cedric_by_princesslettuce-d8knkxv.png]



    Er hatte all seine Hoffnungen in ihre Hände gelegt – und es dabei noch nicht einmal selbst bemerkt. Erst viel später sollte Cedric sich an diesen Moment zurückerinnern und dabei selig lächeln. Er wollte ihr erzählen, wer er war – mit Worten wie auch mit Taten. Sie schreckte nicht davor zurück. Und das war für ihn das Erstaunliche. Sie blieb. Sie blieb in seinen Armen und es fühlte sich einfach perfekt an. Gleichzeitig gab sie ihm den Halt, den er gerade mehr denn je brauchte. Ihm dämmerte nur langsam, dass die Wahrheit um diese Worte viel größer war, als er es selbst im ersten Moment geahnt hatte. Ob das so richtig war? Oder lief er nur Gefahr zu ertrinken, sich selbst zu vergessen, sobald sie sich von ihm abwandte? Es wäre ja nicht das erste mal in seinem Leben. Doch wenn sie so vor ihm stand, konnte er nicht anders, als ihr alles zu geben, was er besaß. Der Wunsch bei ihr zu sein, war so viel größer, so viel stärker geworden, als die Angst davor enttäuscht und verlassen zu werden. Er glaubte an sie, mit jeder Faser seines Körpers. Sie gab ihm so viel, dass er häufig nur mit Staunen zusehen konnte. Und sie gab ihm eine Antwort. Es war, als würden ihre sanften Worte, einen Stein gleich einem riesigen Felsbrocken von seinen Schultern nehmen. Sie leugnete ihre Schwächen nicht und in seinen Augen machte sie das nur noch stärker, noch strahlender. Es waren keine Makel an ihr, sondern die perfekte Vollendung ihres Wesens, dass er doch so sehr schätzen gelernt hatte. Es waren Aspekte, die Noita nunmal zu Noita machten und er würde niemals auch nur einen davon ändern wollen. Die Tatsache, dass sie sich gegenseitig ihrer Schwächen statt ihrer Stärken anpriesen, zeigte viel von dem Charakter der beiden. Gleichzeitig war es ein so befreiendes Gefühl zu wissen, dass ihn der andere dennoch akzeptierte, mochte, liebte. Es war ein Zeichen von Vertrauen und Cedric fand keine Worte der Dankbarkeit, noch musste er etwas sagen, denn er wusste auch so, zumindest gerade jetzt, dass sie ebenso fühlen musste. Vielleicht waren sie wirklich seltsam – aber solange sie es zu zweit waren, fand Cedric zum ersten mal seit langer Zeit nichts Schlechtes darin.

    Noita löste sich langsam aus ihrer Stellung, blieb jedoch in seinen Armen. Cedric blickte auf dieses wunderbare Wesen vor ihm herab. In ihren Augen spiegelten sich noch die soeben vergossenen Tränen, doch ein Lächeln zierte ihren Mund. Hatte er das zu verantworten? Die Trauer, wie die Freude in ihrem Gesicht? Er konnte darüber nur den Kopf schütteln. Sie verzieh ihm seine Fehler, ein größeres Geschenk gab es nicht. Er hatte das nicht verdient, sie nicht verdient. Trotzdem war sie hier, half ihm, tröstete ihn, sorgte für ein merkwürdig warmes Gefühl in seinem Inneren. Unwillkürlich kamen ihm Nick’s Worte in den Sinn – dass er durchaus Glück verdient hätte. Er lächelte in sich hinein. Vielleicht sollte er endlich mal an sich arbeiten, damit er dieses auch annehmen konnte? Ihre Finger, die sanft sein Gesicht berührten, ließen den Gedanken entgleiten, sofort richteten sich all seine Sinne wieder auf Noita. Die Spitzen ihrer Finger sorgten für ein elektrisierendes, prickelndes Gefühl auf seiner Haut. Sein Herz brannte in seiner Brust, als sie ihn näher an sich heranzog. Sie besaß ihn vollkommen. Ihre Worte hinterließen ein schmerzendes Glücksgefühl in seiner Seele. Machte das überhaupt Sinn? Nicht trotzdem – genau deshalb. „Du bist unglaublich.“, hauchte er. Sie war es. Unglaublich in jeder Bewegung, in jedem Blick, den sie ihm schenkte. Unglaublich in all den gütigen Worten, all der Zeit, die sie ihm zugestand. Er kam sich so einfach vor in ihrer Gegenwart und dennoch widmete sie ausgerechnet ihm eine solche Aufmerksamkeit. Unglaublich, verrückt, seltsam - Cedric musste sich irgendwann eingestehen, dass es kein passendes Wort dafür gab. Er konnte dem nicht mit Logik entgegentreten.

    Ihre Stirn lehnte sich an die seine, ihre Nasenspitze kitzelte ihn. Sie war nah, so nah das es an ein Wunder grenzte, dass er überhaupt noch auf beiden Beinen stehen konnte. Sanft nahm er ihre Hand in die seine, während der andere Arm nach wie vor ihren zierlichen Körper umfasst hielt. Seine Augen spiegelten sich in ihren, er musste Acht geben sich nicht darin zu verlieren. Langsam setzte er zu Wort an. „Darf ich dich küssen?“, fragte er mit leiser Stimme. Er konnte nicht anders. Alles in ihm verlangte nach ihr, vermutlich hätte es keiner Worte bedarft. Doch er wollte sie um Erlaubnis bitten, wollte sie nicht überrumpeln, wollte ihr nicht zu viel von sich zumuten. Wer hätte gedacht, dass es je so schwierig sein könnte, sich selbst zurück zu halten? Eigentlich war er gut in der Selbstkontrolle – nicht jedoch wenn Noita auch nur in der Nähe war. Geschweige denn in einer Situation wie jetzt. Dennoch wartete er. Sie sollte die Möglichkeit besitzen abzulehnen, auch wenn sein Herz drohte in seiner Brust zu zerspringen, wenn er auch nur einen Augenblick länger ausharren musste.

  • [Irgendwo im Wäldchen] Cedric & Noita


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    Seine Worte kitzelten auf ihrer Haut - so nah waren sich die Beiden. Eine Gänsehaut jagte über den Körper des Mädchens. Ihre Sinne waren lediglich auf diese Person direkt vor ihr fokussiert. Alles Andere war plötzlich so vollkommen unwichtig geworden. All die Zweifel und all die Fragen hatten sich in Luft aufgelöst. Sie würden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder kommen aber im Moment war das so unwichtig. Nun zählte nur der Augenblick. Dieser einmalige und perfekte Augenblick. Sie roten Augen des Mädchens blickten in die blauen Augen des Blonden. Das Licht brach sich in ihnen und sie konnte sich kaum an ihnen satt sehen. Sie konnte sich kaum an ihm satt sehen. Seine Haut war so weich und seine Nähe so unglaublich berauschend. Würde dieser Moment doch nur nie vergehen. Noita hätte sich auf ewig in ihm verlieren können - sie hätte absolut nichts dagegen gehabt. All der Schmerz und das Leid auf der Welt schien vergessen wenn sie bei ihm war. Sie hatte das Gefühl, dass alles gut werden konnte. Das hier mit ihm fühlte sich an als hätte es nie etwas Anderes in ihrem Leben gegeben - so vertraut und doch so besonders. Alles war neu und aufregend aber zugleich fühlte sich die Schwarzhaarige so wohl bei ihm als wären sie schon Jahre zusammen und als würde absolut Nichts zwischen ihnen stehen - als wäre er ihr bester Freund und Partner. Jetzt in diesem Augenblick fühlte es sich so als würden ihre Herzen im Einklang schlagen und beinahe so als wollte sie dies überprüfen wanderte eine ihrer Hände an seine Brust und ruhte dort - einen Moment schloss Noita die Augen und konzentrierte sich nur auf seinen Herzschlag. Wortlos hatte Cedric nach der anderen Hand gegriffen und sie zärtlich umfasst. Das war der Moment in dem auch die junge Hexe wieder die Augen geöffnet hatte und ihn direkt ansah. Zögerlich öffneten sich die Lippen des jungen Mannes und er stellte schließlich die Frage ob er sie küssen durfte. Unweigerlich heftete sich der Blick des Mädchens an die Lippen Cedrics und lies davon nicht mehr ab. Eine derart direkte Frage hätte sie von den Blonden gar nicht erwartet. Er war wirklich ein Gentleman und Noita konnte nicht anders als ihm mit einem Lächeln zu antworten und ohne weiter zu zögern näherte sie sich seinen Lippen. Erst berührten ihre Lippen die seinen nur ganz leicht als wollte das Mädchen testen ob seine Frage wirklich ernst gemeint war. Noita betrachtete für den Hauch einer Sekunde wieder seine sanften Züge. Die junge Hexe schloss die Augen. Sanft legte sie ihre Lippen erneut auf die seinen. Ihr Herz schlug zum zerbersten schnell und ihre Wangen glühten. Er schmeckte so süß - sie konnte gar nicht genug von dem Geschmack seiner Lippen bekommen. Unbewusst verstärkte das Mädchen den Druck ihrer Lippen auf seinen. Es war so wunderschön. Ceds Lippen waren so sanft und weich. Noita hatte sie vollkommen in dem Gefühl verloren, hatte ohnehin jeglichen Halt verloren. Es fühlte sich an wie Fliegen. Diese Leichtigkeit - diese Unbeschwertheit. Tatsächlich fühlte es sich so an als würde seine Nähe ihr Flügel verleihen und das tat so unheimlich gut. Langsam lösten sich ihre Lippen von den seinen doch sie verharrte nach wie vor in ihrer Position. Es lag vielleicht ein Zentimeter zwischen ihren Lippen. Sie spürte seinen Atem und konnte nicht anders ihre Lippen erneut auf seine zu pressen. Dieser Kuss war zärtlich - doch intensiver als zuvor. Das Hexenmädchen wollte sich gar nicht mehr von Ced lösen. Ihr Herz überschlug sich förmlich vor Freude und Nervosität. Die Schwarzhaarige wurde von so viel Gefühl überrollte, dass sie fürchten musste nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Langsam schob sich ihre Hand an dem Hemd des Blonden hoch und legte sich in seinen Nacken um ihn sanft etwas zu ihr zu ziehen. Noita konnte nicht anders als zu Lächeln. Jedes Mal wenn sich ihre Lippen für wenige Sekunden voneinander lösten musste sie einfach Lächeln. Es fühlte sich wie ein Traum an - ein Traum aus dem Noita niemals erwachen wollte. "Wow..." hauchte Noita schließlich gegen die Lippen des jungen Mannes. Sie strahlte über das ganze Gesicht. So Etwas war doch viel magischer als jeder Zauber...

  • [Cedric] & Noita


    [IMG:http://orig15.deviantart.net/032a/f/2015/067/f/e/harvest_moon_boy___cedric_by_princesslettuce-d8knkxv.png]


    Die Zeit in der das Herz auch nur einmal schlug, konnte eine Ewigkeit andauern. Cedric wusste auch später noch, dass er sie gefragt hatte, es war ihm wichtig gewesen. Doch nur in diesem einen Augenblick, indem er ihre Antwort erwartet hatte - er hatte nicht atmen können. Mehr noch hielt nicht nur er die Luft an, es schien, als würde die ganze Umgebung nach Atem schöpfen. Aber vielleicht, ja, vielleicht war es wirklich nur die Zeit die für einen Moment lang vergessen hatte, ihren Lauf zu nehmen. Dieses Zögern der Zeit jedoch, dieser kleine Aussetzer, er riss Cedric beinahe den Boden unter den Füßen weg, führte dazu, dass er sich fragte - und was, wenn das alles nur ein Traum war? Sie war so wunderschön, so engelsgleich, es wäre denkbar dass sie nicht der Realität angehörte. Cedric senkte die Lider, betrachtete nunmehr ihre Lippen. Wenn er es sich doch einfach selbst bewies? Die Versuchung brannte in seinen Adern. Er schloss die Augen. Er versuchte Herr zu werden über die Sturm in seinem Kopf, die Flut in seinem Herzen. Dann schließlich sprang die Zeit voran. Ein Hauch. Eine sanfte Berührung. Nur ein Augenblick. Sie entfernte sich wieder von ihm. Cedric bemühte sich darum beherrscht auszuatmen, das in Wallung geratene Blut wieder zu beruhigen. Noch während er versuchte einen klaren Gedanken zu fassen, spürte er ihre Lippen wieder auf den seinen, immer noch sanft, immer noch zärtlich, doch weitaus deutlicher als zu vor. Sein Mund öffnete sich ein wenig, als er den Kuss erwiderte, ebenso sanft, ebenso vorsichtig. So kostbar, dass man fürchten musste, es mit nur einer falschen Rührung zu zerstören. Die Spitzen seiner Finger tasteten nach ihren Wangen, hielten ihr Gesicht ohne das sie ihren Kuss unterbrachen. Wie auch? Sie waren nunmehr eins, nicht zwei. Cedrics inneres Wesen brach in sich zusammen - und alles aus ihm heraus. Es war gleich einem Staudamm, den er über die Jahre hinweg erbaut hatte, ein Schutzwall der ihn vor Schaden bewahren sollte. Gleichzeitig hatte er jeglichen Kummer, all die Sorgen und Ängste, sorgfältig zusammengetragen, eingepackt und aufbewahrt. Nein mehr noch, sie als Teil der Mauer verwendet, die soeben dabei war einzustürzen. Er hatte Angst davor gehabt. Wie die Furcht des Dorfes, dass sie womöglich einer Sturmflut zum Opfer fallen würden - nur beim näheren Hinsehen stellte sich heraus, dass das Dorf längst leer war. Cedric fühlte sich leicht, unfassbar leicht. In Bildern gesprochen hatte er so viel Kraft in die Erhaltung des Damms hinein gesteckt, dass er nicht einmal gemerkt hatte, wie müde und erledigt er davon gewesen war. Und er sollte sich fürchten vor dem Ungewissen, dem Zerstörten, dem neuen Anblick, doch er tat es nicht. Noita war bei ihm. Das genügte. Ihre Lippen lösten sich voneinander. Cedric sah in ihre wunderschönen roten Augen, sah sie einfach nur an und konnte nicht glauben, dass sich dieses bezaubernde Geschöpf von ihm küssen ließ. Es war unfassbar, wie stark seine Empfindungen ihr gegenüber waren. Er konnte es kaum glauben, hatte nie geglaubt, dass er je wieder derartige Gefühle entwickeln könnte. Und doch stand er hier mit ihr im Wald und sie umfasste mit leichten Händen seinen Nacken und zog ihn wieder zu sich. Jede ihrer Berührungen hinterließ ein heißes, wohliges, wenngleich unsichtbares Mal auf seiner Haut und sein Körper würde sich jedes einzelne genau einprägen. Sie küsste ihn wieder und niemals, niemals hätte er anders gekonnt. Seine Fingerspitzen verfingen sich in ihrem glänzendem schwarzen Haar. Er war ihr absolut ergeben. Der Kuss war fordernder, intensiver, doch nicht weniger zärtlich. Zeit war irrelevant. Er fragte sich nur, wie er ihr jemals wieder widerstehen sollte, je von ihr ablassen könnte. Die Sehnsucht nach Liebe, die ihm so lange gefehlt hatte, friss ihn förmlich auf. Er musste Acht geben, den Druck nicht zu groß werden zu lassen. Doch sie verdrehte ihm schier den Kopf - da war es schwer auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Ihre Nähe tat so gut, dass er nur mit Mühe das Brennen hinter seinen Lidern wegblinzeln konnte. Mit einem Seufzen löste er sich schließlich langsam. "Ich muss aufpassen, dass ich nicht sterbe.", meinte er langsam, sah sie dabei durchdringend an. Cedric ergriff ihre Hand. "Du bringst mein Herz so sehr zum schlagen, dass ich fürchte, der Platz in meiner Brust ist bald nicht mehr ausreichend.", erklärte er seine Aussage mit einem leichten Lächeln, welches nichtsdestotrotz von einem Hauch Unsicherheit durchzogen wurde. Ihre zarte Hand, die er ergriffen hatte, führte er sorgsam an seine linke Brust, ganz als wolle er sagen: Siehst du? Was machst du nur mit mir?

  • [Irgendwo im Wäldchen] Cedric & Noita


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    Es war schwer sich von seinen Lippen zu lösen aber sie konnten nicht für immer hier bleiben, oder? Schade eigentlich. So fühlte sich gerade alles so perfekt an, dass die Schwarzhaarige nichts daran ändern würde. Keine klitzekleine Kleinigkeit. Alles war genau so wie sie es sich immer gewünscht hatte. Sie in seinen Armen . Ihre Lippen aufeinander gepresst und keine unnötigen Gedanken darüber warum es nicht so sein konnte. Das hier war real. Sie Beide waren real obwohl es sich so fantastisch anfühlte. Das Mädchen spürte seine Arme um ihren Körper geschlungen. Sie fühlte sich sonderbar beschützt doch wovor genau? Seine Fingerspitzen fuhren durch ihr Haar und zum wiederholten Male jagte ein Schauer über ihren Rücken. Er raubte ihr alle Sinne. Lies sie nicht mehr rational denken, wenn sie es überhaupt jemals gekonnt hatte. Etwa eine Sekunde nach dem sie sich langsam voneinander lösten hatte das Mädchen bereits wieder Sehnsucht nach seiner Nähe obwohl er doch noch immer ganz nah war. Noch immer spürte sie den Druck seiner Lippen auf den ihren und sie widerstand der Versuchung darüber zu streichen. Es war wirklich passiert. Sofort suchten ihre Augen die seinen um sich an sie zu heften, ihre Schönheit abzufotografieren und sie in ihrem Köpfchen abzuspeichern, dass Noita sie später vor dem inneren Auge sehen konnte. Der Gedanke irgendwann wieder getrennte Wege gehen zu müssen schmerzte bereits jetzt aber noch war es nicht weit und so versank sie wieder ganz bewusst in seinen Augen und ließ sich von ihrem Herzklopfen leiten. Seine Worte irritierten die junge Hexe erst aber als er sich erklärte schlich sich eine Röte in ihre Wangen und die Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzten wie wild zum Schlag ihres Herzens. Er konnte sich wirklich ausdrücken - wusste immer die passenden Worte und sie selbst tat sich so furchtbar schwer ihre Gefühle und Empfindungen in Worte zu fassen oder viel mehr sie auszusprechen. Könnte sie doch jedes Mal dem Anderen einen Brief in die Hand drücken. Alles wäre so viel leichter. Sie würde die richtigen Worte wählen können und nicht mit sich selbst kämpfen um ihnen Laute zu verleihen. Wie konnte etwas so offensichtliches so schwer sein? War es die Angst verletzt zu werden? Aber Ced würde ihr niemals mit Absicht weh tun, oder? Nein. Diese Augen würden niemals lügen. Noita lächelte geschmeichelt und rang nach den richtigen Worten, während sie zärtlich mit ihrer freien Hand über seinen Nacken, seinen Rücken strich. Sie verharrte in ihrer Bewegung als der Blonde ihre Hand ergriff und sie an sein Herz führte. Tatsächlich. Sein Herzschlag. So schnell. Und das nur ihretwegen? Einen Moment hatte sie auch ihren Blick gesenkt, als könnte sie somit sichergehen, dass ihr Gefühl in ihrer Hand sie nicht betrog. So rasch wie sie ihren Blick abgewandt hatte, hatten ihre Augen wieder die seinen gefunden.Wortlos nahm sie auch Ceds Hand und legte sie an die Stelle ihres Herzen. Ein vielsagender Blick Noitas folgte. "Also... ich fange gerade richtig zu leben an." Ein schüchternes Lächeln. Ein unsicherer Blick. Sie fühlte sich als würde sie nackt vor ihm stehen. Als könnte Cedric nun ihr Innerstes sehen. Beschämt versuchte sie den Blickkontakt zu halten auch wenn sie sich vor Scham am allerliebsten versteckt hätte. "Du bist ein ganz besonderer Mensch für mich.... Ich bin so froh dich kennengelernt zu haben an jenem Tag." Ein Lächeln zierte die Lippen des Mädchens als sie ihn anstrahlte. Zum selben Augenblick wurde das Licht der Laternen entfacht. Zahlreiche Lampions erhellten den Wald mit ihren Licht. Es war doch noch gar nicht so dunkel also warum? Wie viel Zeit war bereits vergangen? Die Zeit raste in seiner Nähe dabei wünschte sich das Hexenmädchen eher das Gegenteil. Sie sollte stehen bleiben. Dann konnten sie auf ewig so verweilen. Ihren besonderen Moment genießen. Noita legte ihren Kopf in den Nacken und betrachtete die bunten Lichter über ihnen. Es sah wirklich wunderschön aus aber warum jetzt schon? Im Dunklen sah es wahrscheinlich noch viel besser aus aber die Sonne war doch gerade erst beim Untergehen. Naja im Spätsommer ging das schon mal schnell und sie freute sich natürlich auch so. Es machte den Moment noch viel besonderer wenn das überhaupt möglich war. Eigentlich brauchte es nur ihn um einen Moment besonders zu machen.

  • [Cedric] & Noita


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    Cedric folgte ihrem Blick zu ihrer Hand auf seiner Brust. Er gab ihr sinnbildlich sein Herz, offenbarte ihr all seine Gefühle in dieser einfachen Geste. Kein Verstecken mehr, kein Zögern. Ob er es beibehalten konnte? Er wünschte es sich - um ihretwillen. Sie sollte nicht ausbaden müssen, wenn ihn der Mut verließ. Cedric sah auf, als sie ebenfalls seine Hand ergriff und sie an sich heranzog. Die Worte, die sie sprach, berührten sein Herz und unbemerkt stahl sich ein Lächeln in sein Gesicht. Er spürte es. Das sanfte Bumm-Bumm in ihrer Brust. Noita sprühte stets so von positiver Lebensfreude, dass ihn ihre Worte nichtsdestotrotz mit Staunen erfüllten. Es war eine Charakterstärke, die er immer schon an ihr bewundert hatte. Als erneut ihre zarte Stimmer ertönte, schüttelte Cedric leicht den Kopf. Nicht, weil er diese Worte ablehnte, sondern vielmehr weil er nicht glauben konnte, dass dies hier wirklich geschah. Sie war froh, ihn zu kennen. Ihn, den ewigen Pessimisten, den Dauer-Grübler. Das solche Worte nochmal an ihn gerichtet waren, ja, das er nicht komplett überflüssig war, sondern von jemanden gemocht wurde, es nahm einen unglaubliche Last von seinen Schultern dies zu hören. "Ich bin sehr... dankbar dafür.", sagte er nach einer Weile. Damit meinte er alles. Das sie in sein Leben getreten war, so unverhofft. Das sie gerne mit ihm zusammen war, Zeit mit ihm verbrachte. Ihre Worte, die ihn stets aufrüttelten und Trost spendeten. Die Hand, die gerade noch ihr Herz berührt hatte, suchte jetzt die ihre, um sie miteinander zu verschlingen. "Ich will dich glücklich machen.", meinte er ernst. Er wollte es aus vollster Seele. Es gab nur so viel an ihm, dass ihn zum Scheitern bringen konnte. Er hatte ja auch bereits einiges vermasselt, wie viel konnte er sich da noch erlauben? Daher wollte er, dass sie das wusste. Auch wenn für ihn klar war, das Bemühungen alleine nicht ausreichen würden. Für den Moment wollte er jedoch einfach mit Noita im Wald verweilen und die Gegenwart genießen. Er verstand ihre Worte nun besser - auch er fühlte sich so viel lebendiger, dank ihr. Er hatte so lange nicht mehr daran geglaubt, dass dieses Leben überhaupt lebenswert war, doch nun hatte er wieder Hoffnung. Als die Lampions schließlich zu leuchten begannen, wurde auch Cedric darauf aufmerksam. Es würde wohl nicht mehr lange dauern, bis die Sterne sich über den Himmel gießen würden. Noch brach allerdings die tief stehende Sonne durch das Dach der Blätter und bedeckte so mit warmen Licht die Wege im Wald. "Möchtest du dich weiter umsehen...?", fragte er vorsichtig nach. Sicherlich hatte das Dorf noch die ein oder andere Überraschung im Wald versteckt. Doch alleine einen Ort mit schönem Ausblick für sie beide zu finden, erschien ihm erstrebenswert.

  • [Irgendwo im Wäldchen] Cedric & Noita


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    Dieses Lächeln. Dieses Lächeln war eines der vielen Dinge warum Noita so empfand wie sie nun einmal ganz offensichtlich empfand. Er schenkte es nur ihr und allein diese Tatsache ehrte sie. Dieses Lächeln war gerade nur für sie und sie würde es wie einen Schatz in ihrer Erinnerung bewahren. Mit verliebten Augen sah Noita den Blonden an, der seine Hand mit der ihren verschlang. Er hatte sie fest im Griff und damit auch das Herz der Schwarzhaarigen. Dieser Mensch bedeutete ihr so unheimlich viel und das obwohl es noch so viel gab, dass sie nicht über ihn wusste, obwohl es noch so viel an ihm zu entdecken und zu lieben gab. Noita blinzelte und lächelte ihren Gegenüber an. "Das machst du doch bereits in dem du mit mir hier bist." Die junge Hexe drückte Cedrics Hand etwas fester und nickte schließlich als er den Vorschlag machte weiter zu ziehen und so entstand wieder etwas Abstand zwischen den Beiden. Ihre Hände blieben ineinander verflochten als wäre es das Selbstverständlichste der Welt und doch war es für das Hexenmädchen etwas sehr Besonderes - etwas Einzigartiges. Langsam setzten die Zwei ihren Weg fort. Ihre Schritte trugen sie tiefer und tiefer in den Wald hinein. Um sie herum waren überall Lichter. Sie verliehen der Situation noch einen Hauch zusätzlicher Schönheit. Noita kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Je dunkler es wurde desto schöner strahlten die zahlreichen Lichter um sie herum. Was für ein wundervoller Tag. Die Schwarzhaarige war so froh über ihren Schatten gesprungen zu sein. Plötzlich erschienen ihre Zweifel ihr unsinnig und irreal. Eine einzige Tat hatte dazu geführt, dass sie nun so viel Glück empfand. Wie viel Zeit hatte Noita verschwendet in der sie gezögert hatte. Das Mädchen senkte den Kopf und vernahm schließlich ein kleines Schildchen, welches auf eine Art Sinnespfad hin deutete. Interessant. So etwas hatte Noita noch nie gemacht aber da sie mit ihrer Cousine früher ohnehin im Wald gewohnt hatten, hatte sie es irgendwie auf eine andere Art und Weise doch schon kennengelernt. "Wollen wir das mal versuchen?" fragte das Mädchen ihre Begleitung und entließ für einen Moment Cedrics Hand um sich ihrer Sandalen zu entledigen. Abwartend und mit einem Lächeln auf den Lippen hüpfte das Mädchen schon einmal voran und schloss die Augen, während sie über den Sinnespfad marschierte. Ihre Füße entdeckten die unterschiedlichsten Untergründe. Es fühlte sich wunderbar an. Es war beinahe so als wäre sie in ihre Kindheit zurück versetzt , als würde sie gemeinsam mit Majo barfuß durch den Wald toben. Ein herrliches Gefühl. Noita sog die gute Luft des Waldes ein und atmete sie wieder aus bevor sie sich zu Ced umdrehte und darauf wartete, dass auch er sich seiner Schuhe entledigt hatte. Es war einfach unglaublich. Sie fühlte sich der Natur gerade so unheimlich nah. Tatsächlich glaubte sie, dass es die richtige Entscheidung war mit ihrer Cousine in dieses kleine Dörflein zu ziehen. Es würde ihr gut tun von dem Stress der Großstadt loszukommen aber was würde es mit Cedric und ihr machen? Die junge Hexe öffnete die Augen und blickte den Blondschopf an. Würden sie trotzdem...ja was genau? Zusammen sein? Zeit miteinander verbringen? Das Mädchen schluckte und bemerkte erst nun wie ungewohnt still sie gerade war. "Meine Cousine und ich waren früher oft gemeinsam im Wald. Es fühlt sich ein bisschen an wie damals...." meinte die Schwarzhaarige schließlich und streckte ihrer Begleitung die Hand entgegen um mit ihm gemeinsam den Sinnespfad mit allen Sinnen zu erleben.