Der Nebelwald

  • Nördlich der Korallenbucht und westlich von Riverport erstreckt sich der Nebelwald. Lange Zeit mieden die Bewohner von Riverport dieses Fleckchen Erde. Eine Legende besagt, dass Niemand, der sich zu weit in den Wald vorgewagt hatte wieder zurückgekehrt war und die verlorenen Seelen nun auf ewig dazu verdammt sind im Wald umher zu irren. Von außerhalb des Waldes soll man angeblich ihre Schreie der Verzweiflung hören können. Diejenigen allerdings, die keine Angst vor dem Nebelwald hatten, stellten sich der Herausforderung und erkannten das wahre Gesicht des sagenumwobenen Waldes. Aufgrund des vielen Niederschlages in früheren Jahren wurde der Wald zu einem sumpfigen und modrigen Gebiet in dem immer viel Nebel herrscht. Die angeblichen Schreie, die die Bewohner der Stadt hörten, gehörten zu den seltenen Vogelarten die sich hier ansiedelten. Im Inneren des Waldes, versteckt und selten besucht, lebt die sagenumwobene Hexenprinzessin. Gefürchtet und verehrt haust sie in einem Schloss, das viele finden wollen, doch wenige haben es bis heute geschafft.


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  • Vor sich hin singend betrat Licorice den Nebelwald und begrüßte auf diese Weise die vielen Vögel, die ihr mit ihren Stimmen zu antworten schienen. Auch wenn sie heute frei hatte, zog es sie doch wieder hierher. Aber dieser Wald war einfach ein so schöner Ort voller Leben und Artenvielfalt. Und solange es hell war, hatte die Brünette auch kein Problem damit, sich hier aufzuhalten.
    Fröhlich spazierte sie auf einem kleinen Trampelpfad, nicht sehr tief im Wald und beobachtete ihre Umgebung. Auch nutzte sie direkt einmal die Gelegenheit, um zu prüfen ob wiedermal irgendein Idiot seinen Müll hierhin geworfen hatte. Wenn dies hier in Riverport auch nicht allzu oft vorkam, war es dennoch schon das ein oder andere Mal passiert. Licorice konnte nicht verstehen, warum manche Menschen ihre Umwelt so unnötig verschmutzen und schon gar nicht, wenn rund um einen Mülleimer verteilt zerknüllte Papiertücher, Coladosen und Chipstüten verteilt liegen. Die Brünette seufzte und lächelte dann wieder. Von solchen Gedanken wollte sie sich heute absolut nicht den Tag versauen lassen. Also setzte sie sich auf einen Baumstumpf und beobachtete, wie ein paar kleine Singvögel ihre Jungen zu füttern schienen. Dabei sang sie wieder leise vor sich hin.

  • Iris betrat den Wald mit einem Schaudern, denn sie hörte einen dieser mysteriösen Rufe, doch sie sah den seltenen Vogel, der ihn austieß. ,, Hallo, na du kleiner Vogel? Du kannst aber laut rufen. Hast du denn noch keine Freundin gefunden? So ein hübscher wie du bekommt sucher noch ein Mädchen ab, mein Junge.", sagte Iris zu dem Vogelmännchen, das neben ihr auf einem Ast saß und fügte noch hinzu, ,,An sonsten kannst du immer vorbei kommen, ich bin single." Die Blonde lachte. Der kleine Vogel zwitscherte, als würde er mitlachen und verschwand dann im Wald. ,,Tschüss, mein Süßer.", sagte Iris und ging schmunzelnd weiter. Nach einiger Zeit hatte die Buchautorin langsam Hunger und nahm ein Brot aus ihrer Tasche. Sie wickelte es aus dem Papier und wollte dieses in einen etwas entfernten Mülleimer werfen. Sie ging ein Stück näher heran, sagte:,,Die junge Sportlerin Iris Duvessa hat den Ball. Sie zielt auf den Mülleimer uuuund... der Ball ging daneben! So ein Pech für die riverporter Basketballmannschaft!" Iris rannte hin, um die Alufolienkugel in den Mülleimer zu werfen. Nie würde sie es sich verzeihen wenn der Wald verschmutzt werden würde. Sie setzte sich auf die Bank neben dem Mülleimer und aß ihr Brot. Schon komisch... hier im Wald an diesem Pfad steht eine Bank, obwohl hier nie jemand herkommt... aber, mir solls nur Recht sein, solange sie die Tiere nicht stört. Insgeheim liebte die Blonde die Natur und die Tiere und würde alles für ihren Schutz tun, daher kommen auch immerwieder Naturschützer in ihren Büchern vor. Als sie fertig gegessen hatte und weiter ging, begegnete sie nach einer Weile einer braunhaarigen jungen Frau, die auf einem Baumstumpf saß. ,, Oh, hallo! Ich hätte nicht gedacht, dass sich nochjemand in diesem Wald rumtreibt, obwohl es doch so viele negative Gerüchte über diesen Wald gibt. Also ich liebe es hier. Mein Bruder Mistel und ich haben uns hier immer vor unserer Stiefmutter versteckt und hier gespielt. Wenn sie diesen Wald abholzen würden, ich epwürde mich an einen Baum ketten. Ich hab hier so viele ausnahmsweise mal gute Erinnerungen an meine Kindheit.",plapperte Iris bei ihrer Begrüßung auf die Braunhaarige ein, ,,Oh, tut mir Leid, ich rede natürlich mal wieder so viel, Verzeihung." Iris reichte der Braunhaarigen die Hand und fügte hinzu:,, Iris Duvessa, Buchautorin. Vielleicht haben sie schonmal eins gelesen. Oh, tut mir Leid, das ist mein Standardspruch, tut mir Leid." Iris kicherte ein wenig und sah die Braunhaarige an. Vermutlich denkt sie jetzt, ich währe eine tratschende Nervensäge, aber es sprudelt einfach immer so aus mier heraus.


  • Gedankenverloren summte Licorice einige Lieder vor sich hin, als sie plötzlich eine Stimme vernahm, die definitiv keinem Vogel gehörte und eindeutig auch keinem der selteneren Vogelarten. Die Braunhaarige wandte sich in Richtung der fremdartigen Stimme - vermutlich eine Frauenstimme. Bevor sie selbst etwas sagen konnte, wurde sie auch schon zugeplappert.
    Ein bisschen überfordert versuchte die junge Frau, ihrer plötzlich aufgetauchten Gesprächspartnerin zu folgen, was sich allerdings als relativ schwierig zu erweisen schien. Schließlich schien die Fremde ihren Redewasserfall bemerkt zu haben und stellte sich nun auch endlich entschuldigend vor. Eine Buchautorin war sie, so viel konnte Licorice behalten. "Licorice Defèvre ist mein Name. Ich freue mich immer, eine Naturfreundin zu treffen", meinte sie dann freundlich lächelnd.
    "Und keine Sorge, solange ich hier als Naturschützerin arbeite, wird dieser Wald auch garantiert nicht abgeholzt. Das verspreche ich." Der Wald war voller Leben und birgt noch immer viele Geheimnisse: neue Vogelarten, seltene Pflanzen und noch einiges mehr, was die Brünette vor Holzfällern und Architekten beschützen wollte und auch musste. Schließlich liebte sie die Natur und außerdem wollte sie ihre Eltern nicht enttäuschen. "Und was führt Sie hierher in den Nebelwald? Die meisten Leute meiden den Wald, weil sie Angst vor seinen Geheimnissen haben."

  • ,,Ach, ich habe überhaupt keine Angst hier! Als ich klein war habe ich hier immer mit meinem Bruder gespielt. Ich habe mir nochnie was aus diesen Gerüchten gemacht. Naja, ich bin wegen dem Buch hier, das ich gerade schreibe und an der einen Stelle geht es um diesen Wald. Ich besuche immer wenn es möglich ist die Orte um die es in meinen Büchern geht.", erklärte Iris Licorice. Iris sah sich die Brünette et genauer an. Licorice hatte schöne grüne Augen und man sah ihr an, dass sie den Nebelwald mit all seinen Bewohnern über alles liebte. ,, Sie scheinen diesen Wald sehr zu lieben. Genau wie ich.", meinte Iris. Licorice Defèvre schien ziemlich nett zu sein.


  • "Soetwas höre ich immer gerne", meinte Licorice lächelnd. "Nunja, ich arbeite ja quasi hier. Und ja ich liebe diesen Wald, zumindest am Tag." Neugierig blickte die Brünette ihr Gegenüber an und musterte sie ein bisschen. Sie hatte lange blonde Haare und violette Augen, eine sehr seltene Augenfarbe wie die junge Frau gedanklich feststellte.
    "Worum geht es denn in dem Buch, wenn ich fragen darf?", fragte sie schließlich und wippte auf ihren Füßen ein bisschen auf und ab, während sie die Blondine erwartungsvoll und mit leuchtenden Augen ansah. Sie hatte selbst noch nie mit einem Autor oder einer Autorin gesprochen, abgesehen von dem bzw. der ein oder anderen Reporterin oder Reporter. Daher regte sich eine gewisse Neugierde in ihr.

  • ,,Im Grunde genommen ist es ein Krimi. Es ist bald fertig. Wenn sie wollen kann ich ihnen ja eins von den ersten gedruckten Exemplaren leihen oder schenken wenn sie wollen, aber wenn sie es kaufen wolken, gehen sie in die Buchhandlung. Ich schreibe die Bücher nicht, um damit Geld zu machen, sondern damit sich die Menschen die es lesen freuen. Früher war nämlich das Lesen und Geschichten schreiben mein einziger Azsweg aus dem Altagsleben, als ich mich bereits um Mistel kümmerte. Und sipo ist duese Keidenschaft und Berufung entstanden", plapperte Iris wieder drauf los, und als ihr das auffiel, sagte sie noch:,, Oh, Entschuldigung, ich rede vermutlich wieder viel zu viel. Aber das ist bei mir wie beim schreiben, da sprudeln die Worte wie ein Wasserfall aus mir heraus." Verlegen blickte Iris herum. Ihr gefiel es, einfach im Wald zu sein und sich zu unterhalten. Und Licorice war eine wirklich angenehme Gesprächspartnerin.


  • "Oh liebend gerne!", antwortete Licorice. Sie las zwar nicht sehr viel, aber für Krimis und Detektivgeschichten war sie immer offen.
    Die Blondine ihr gegenüber beteuerte, zu viel zu reden. "Ach was, ist doch in Ordnung. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es nicht gewohnt bin, dass Fremde so offen und viel mit mir reden. Aber das macht nichts, ich freue mich, dass ich mich mit jemandem unterhalten kann. Schließlich sind die meisten Bewohner vor einiger Zeit in den Urlaub gefolgen und seitdem ist es hier extrem ruhig. Am liebsten wäre ich ja mitgegangen, aber...nun ich kann den Wald nicht einfach aus den Augen lassen. Ich muss aufpassen, dass hier niemand seinen Müll liegen lässt." Schulterzuckend blickte die Brünette ihr Gegenüber an. Ob sie ihr dann wohl eine Ausgabe signieren würde?

  • ,, Ja, ich auch, aber das wäre bei mir nicht geganfpgen weil mein kleiner Bruder über die Ferien bei einem Freund ist und er währe vor mir zurück gekommen. Wenn ich ehrlich sein soll glaube ich, denen die mitgeflogen sind ist irgendwas passiert, schließlich sind sie schon ziemlich lange weg... ach, da kommt die Buchautorin durch! Es ist sicher alles gut... hoffe ich." Die letzten Worte murmelte Iris nurnoch. Das war doch absurd, natürlich war nichts passiert! Da merkte man die fantasievolle Buchautorin in Iris aufblitzen. Da fiel Iris wieder ein, weshalb sie eigentlich im Nebelwald war: sie wollte sich um ihr Buch kümmern. ,, Entschuldigung, ich mache mir nur erstmal ein paar Notizen.",sagte Iris abwesend, als sie in ihrer Tasche kramte, ihren Block und einen Stift rausholte und begann, etwas auf den Block zu kritzeln. Schnell steckte sie ihn jedoch wieder weg, um nicht unhöflich zu sein. ,,Aber dadurch, dass fast alle im Urlaub sind, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass jemand seinen Müll rumschmeißt.",meinte die Blonde und schmunzelte. Ich denke, uch werde ab jetzt wieder öfter diesen Wald besuchen.,dachte Iris während sie ihre Gesprächspartnerin ansah. Was sie wohl gerade denkt?


  • "Ach was ruhig Blut. Die machen sich einfach nur einen schönen Urlaub, nichts weiter", antwortete Licorice. Insgeheim machte sie sich aber doch ein bisschen Sorgen, auch wenn sie die Teilnehmer dieser Reise alle nicht besonders gut kannte. Aber Flugzeuge sind ja schließlich die sichersten Verkehrsmittel überhaupt und selbst im Notfall sind die Piloten dafür aus gebildet worden, um einer drohenden Gefahr zu trotzen und die Passagiere sicher zurück auf den Boden zu bringen.
    Etwas irritier beobachtete die Brünette nun, wie ihr Gegenüber einen Notizblock zückte und anfing, darauf etwas mit einem Stift zu kritzeln. "Das stimmt natürlich auffallend. Aber ein bisschen langweilig ist es ja schon, wenn kaum Leute hier unterwegs sind." Ich hoffe, die anderen kommen bald wieder...so sehr ich die Natur auch liebe, aber nur alle Jubeljahre mal jemanden zu treffen, macht schon ein bisschen einsam. Na wenigstens habe ich jetzt einen angenehmen Gesprächspartner.

  • Iris setzte sich ins Gras neben den Baumstumpf, auf dem ihre Gesprächspartnerin saß. Die Blonde schloss die Augen und lauschte den schönen Gesängen der Vögel. ,,Ich wünschte, ich könnte auch so schön singen wie die ganzen Vögel hier...", murmelte Iris vor sich hin. Ich könte den gaaanzen Tag hier bleiben!, dachte Iris und streckte sich. ,,Ja, sie haben wohl recht. Den Reisenden ist sicher nichts passiert.", stimmte Iris ihrer Gesprächspartnerin zu, war aber immernoch nicht ganz überzeugt. Irgendwie wollte sie der Brünette nicht ganz glauben. Ach, dass liegt sicher nur an meinem Beruf... ,, Berufskrankheit" halt..., versuchte Iris sich selbst umzustimmen. Hastig stand Iris wieder auf, weil sie irgend etwas piekte. Die Blonde schaute hinter sich. Auf dem Boden lag ein Tannenzapfen. ,, Hehe, wie peinlich...", murmelte Iris, als sie sich den Dreck abwischte. Eigentlich war Iris ein Typ von Mensch, die immer schnell fertig sein wollen, immer auf dem Sprung, solche, die nie trödeln und faulenzen eben. Doch heute ließ auch sie sich etwas Zeit. Wieso auch nicht. Wie geht's wohl Mistel? Ob er Spaß hat?, überlegte Iris auf einmal. ,, Haben sue eigentlich Geschwister? ", fragte sie plötzlich ihre Gesprächspartnerin. Die Frage jam ganz spontan, ohne vorher darüber nachzudenken.


  • Kaum im Wald angekommen, wurde Klaus bewusst, dass sein Wunsch in Erfüllung gegangen war. Zwar hatte er mit Ruhe nicht gleich einen einsamen Wald im Nirgendwo gemeint, durch den er stapfen konnte, doch er war sich sicher, hier keinen schreienden Kindern oder einem schreienden Mädchen zu begegnen, das sich selbst als Reiswein bezeichnete.
    Die leichte Brise war erfrischend und er selbst empfand es tatsächlich als äußerst entspannend, hier zu sein, wenn er sich auch keine Stunden hier aufhalten wollte. Dafür war ihm seine Zeit zu kostbar, doch immerhin lernte er die Umgebung langsam kennen – und zwar nicht nur die Einkaufszentren und Spielplätze, wobei er besonders letztere dringend meiden müsste. Und meiden würde.
    Der einzig negative Aspekt an diesem Wald war der, dass es eindeutig zu viele Insekten gab, die ihn nervten. Klaus war kein Fan von Insekten. Sie konnten existieren, aber weit weg von ihm, wenn möglich. Das galt auch für Spinnen, nervige Viecher, die die Frauen dauernd zum Schreien brachten. Hatte er schon oft genug mitbekommen. Er stieß einen leisen Seufzer aus und blieb stehen, atmete tief durch und spürte, wie sein Kopf klarer und er selbst ein wenig entspannter wurde. Seine Hand legte er sich kurz in den Nacken und schloss für wenige Sekunden lang die Augen, ganz entspannt, ganz ruhig. Es war wirklich still um ihn herum…


  • Was zum... Seit sie das Restaurant verlassen hatte, war ihr Blick stets auf den Boden gesenkt, mit ihren Händen in den Taschen ihrer Lederjacke und so gedankenverloren, wie sie gewesen war, bemerkte sie nicht, als sie beinahe über einen größeren Ast stolperte. Sue hatte kein bisschen darauf geachtet, wo sie eigentlich lang ging, was in Destiny Valley wahrscheinlich nie ein Problem gewesen wäre. Doch auch wenn sie schon einige Zeit in Riverport lebte, so hatte sie das Gefühl gehabt, die meiste Zeit hätten sie alle auf der verdammten Insel verbracht. Demnach kannte sie sich nur in der Ecke aus, wo sich das Plaza und die Bar befanden. Selbst den Strand hatte sie noch nicht bewusst, obwohl sie gerne ihre Zeit dort verbrachte, egal ob im Winter oder im Sommer. Nun... zumindestens hatte sie jetzt Zeit um sich ein einsames, verlassenes Plätzchen im Wald zu suchen und dort nachzudenken, da sie die Sache mit Rick irgendwie nicht ganz los ließ. Blöd nur, dass sie gerade Boots mit Absätzen trug, aber sie hatte den kleinen Ausflug in den Wald auch nicht zum heutigen Tage mit eingeplant. Vorsichtig bahnte sie sich ihren Weg durch Büsche, über verstreute Äste und moosbewachsene Steine. Suiren war zwar verdammt gut darin in Absätzen zu laufen, doch dieser Boden raubte ihr den letzten Nerv, denn aus irgendeinem Grund konnte sie keinen Pfad oder ähnliches finden, was vielleicht aber auch nur daran lag, dass sie einfach kein Glück hatte. Somit bemerkte sie auch den Schwarzhaarigen nicht, der einige Meter weiter vor ihr stand, bis sie schließlich in seinen Rücken lief und dabei einige Schritte nach hinten stolperte. "Aua...", murmelte sie und rieb sich dabei mit zusammengezogenen Augenbrauen die Stirn. "Wer zum Teufel steht einfach so mitten in einem Wald rum und... macht nichts?" Es konnte sicherlich kein Zufall sein, dass sich eine andere Person genau wie sie, am selben Tag, zur selben Uhrzeit in dem selben scheiß Wald verlaufen hat. Okay, eigentlich war ihre Frage irgendwie dämlich gewesen, aber mal ehrlich... eine Antwort wollte sie schon darauf haben.


  • Gerade noch stand Klaus da und genoss die Stille um sich herum, als schon im nächsten Augenblick etwas – oder eher jemand – gegen ihn prallte. Er vernahm eine weibliche Stimme, bevor er sich langsam zu ihr umdrehte und eine schwarzhaarige Frau erkannte. Er hob eine Augenbraue in die Höhe und musterte sie kurz, bevor er ihr in die Augen blickte. „So wie es den Anschein hat – ich.“ Er musste tatsächlich leicht grinsen, allerdings diesmal gar nicht so unfreundlich. Vielleicht einfach, weil sie nicht so aussah, als würde sie dauerhaft irgendeinen Mist reden. Oder sich selbst nach Alkohol benennen. Wenn sie sich gleich mit Bourbon vorstellte, nahm er alles zurück.
    „Und wer läuft durch den Wald, ohne aufzupassen, wo er – oder in diesem Fall sie – hinrennt?“ Er sah sie ein wenig skeptisch an. Es schien ein Wunder zu sein, dass sie nicht gegen einen Baum gelaufen oder über eine Wurzel gestolpert war, die kamen nämlich öfter vor als Menschen, die dazwischen standen. Und dennoch lief sie ausgerechnet in ihn hinein. Immerhin war keiner von ihnen hingefallen oder gar verletzt, das hätte nur Probleme gegeben, denn dann hätte er auf jeden Fall eine Weile im Krankenhaus verbringen dürfen und er konnte sich deutlich bessere Dinge vorstellen. (Und ja, das sagte er ausgerechnet dann, wenn er nichts tuend im Wald stand. Das waren sehr viel bessere Dinge. Mehr oder weniger.)
    „Ich hoffe, es ist nichts Schlimmeres passiert“, fügte er schließlich noch hinzu, Manieren wollten nicht vergessen werden. Er war auch einfach besser gelaunt, jetzt, wo er ein wenig Ruhe und frische Luft um sich hatte. Zumal die Frau auch einfach erwachsener aussah als dieses Mädchen aus der Bar, aber das dürfte auch nicht sonderlich schwer sein. Er hatte zwölfjährige Bälger gesehen, die sich erwachsener verhielten als Sakura.


  • "So wie es den Anschein hat – ich", wiederholte sie seine eigenen Worte, während ein leichtes Grinsen ihre Lippen umspielte. Danach gönnte sie sich eine kleine Verschnaufpause, da sie, auch wenn ihr Lauftempo eigentlich wie immer gewesen war, irgendwie erschöpft war, was aber auch an dem unebenen Weg liegen könnte... Oder einfach daran, dass sie sich im Restaurant vorhin vollgefressen hatte. Oder war es die Wirkung des Alkohols, den sie zu sich genommen hatte? Nun... zumindestens merkte sie nichts davon, also müsste alles in Ordnung sein. Als sich der Fremde vergewisserte, das auch nichts passiert ist, checkte Sue sich selbst noch einmal ab, durchfuhr ihre polangen Haare grob und tat so, als würde sie ihre Arme vorsichtig abtasten. Ihr Blick wanderte hoch zu dem Schwarzhaarigen, woraufhin sie ihre Lippen schürzte und den Kopf schief legte. "Ach, außer meinen super teuren Gucci Stiefeln geht es mir gut", sagte sie schließlich schulterzuckend und begutachtete ihre Schuhe für einen Moment. Als ein Moment der Stille herrschte, wusste sie nicht Recht, wie ihr Gegenüber ihre Aussage auffasste, weshalb sie beschloss ihn aufzuklären. "Also... dsa war ein Scherz, weißt du? Ich könnte mir jeder Zeit ein neues Paar leisten." Sie musste sich definitiv noch an den Umzug gewöhnen. In Destiny Valley kannte sie jeder und jeder wusste, dass sie in der größten Villa dort gelebt hatte. Und zumindestens ihre Freunde wussten, dass ihr so ziemlich alles egal war, da sie sich alles kaufen konnte, was sie wollte. "Aber hey, es sieht wohl so aus, als würden zwei Idioten zur selben Zeit an den selben Ort gehen, nur um ein wenig allein zu sein, hm?" Auch wenn sie sich ein wenig Zeit für sich gewünscht hatte, so freute sie sich doch, einen Fremden zu treffen und sich... irgendwie mit ihm zu unterhalten. Sie war wahrscheinlich einer der extrovertiertesten Menschen die sie kannte und bei zu lange dauernder Einsamkeit wurde sie immer verrückt.


  • Klaus wartete sogar einigermaßen geduldig auf ihre Antwort, musste allerdings bereits ein wenig lächeln als sie ihn zitierte. Sie wirkte sympathisch auf ihn, eine angenehme Gesprächspartnerin, alleine, weil sie nicht wirkte, als hätte sie hier im Wald spontan ein paar Pilze gesammelt und verspeist. Er konnte sich vorstellen, dass das wirklich einige taten. Furchtbar dumme Leute. Und da konnte ihm wohl auch niemand widersprechen.
    „Deine Gucci-Stiefel“, wiederholte er, warf einen kurzen Blick nach unten und besah sie sich. „Solange du das Geld hast, ist es ja in Ordnung.“ Er hätte auch nicht angeboten, ihr neue zu kaufen, schließlich war sie in ihn hinein gelaufen, doch das schien nun kein Problem mehr darzustellen, umso besser. „Geld ist ein nützliches Gut, nicht wahr? Ein Leben im Luxus führen zu können… Der Neid macht es noch besser, findest du nicht auch?“ Er hatte spontan entschieden, sie zu duzen, ein Sie wäre in dieser Situation unpassend gewesen.
    Er nickte auf ihren letzten Kommentar hin. „Ja. Und jetzt sind wir zu zweit allein, soweit das denn möglich ist. Es freut mich, dich kennenzulernen.“ Er grinste tatsächlich ein wenig und hielt seine Hand hin, „mein Name ist Klaus von Rosengold.“ Und obwohl er seinen Namen mochte, war ihm deutlich bewusst, dass er gerade ein wenig lächerlich wirkte. Da stand ein Mann mitten im Wald und stellte sich so vor, kurz nachdem sie sich über Gucci-Stiefel unterhalten hatten.
    Klaus war nicht der Typ Mann, der sich über jede neue Bekanntschaft freute und auch jetzt machte er keine Luftsprünge, doch es war immer noch verhältnismäßig ruhig und er hätte schlechtere Gesellschaft haben können. Deutlich schlechtere. Also sollte er vielleicht sogar dankbar sein, dass es nur diese Frau war.


  • Die Schwarzhaarige beschloss ihren Gegenüber ausreden zu lassen, wofür sie normalerweise nie die Geduld hatte, da es ab und zu passierte, dass sie dazwischen redete, doch als er ihr seinen Namen nannte, hielt sie sich schnell die Hand vor den Mund und biss sich auf die Zunge um sich ein Lachen zu verkneifen, was ihr für den ersten Moment gelang. Jedoch war es einer dieser Situationen, in denen man nicht aufhören konnte über die lustige Sache nachzudenken und sie prustete los. "Oh... oh scheiße... Klaus... v-von Rosen..gold...", versuchte sie unter Tränen rauszubringen und anstatt seine Hand zu nehmen, stützte sich bei ihm mit ihrer linken Hand ab um sich auszulachen, ohne dabei nach hinten zu kippen. Glücklicherweise dauerte es nicht allzu lange, bis sie sich beruhigt hatte. "Wow, tut mir echt leid, aber man, dein Namen ist verdammt lustig, das musst du zugeben!" Dass sie eher taktlos war und über die dümmsten Sachen lachte, war ihr allerdings klar, doch wenn sich jemand mit ihr abgab, dann musste derjenige dies auch leider ertragen. Es war ihr sowieso völlig egal, was andere von ihr dachten, selbst wenn es Komplimente waren. Ihr Selbstbewusstsein hatte sie noch nie aus den Worten anderer geschöpft, weshalb sie auch gut ohne Komplimente leben konnte. "Suiren! Also... das ist mein Name." Langsam schlich sich die Frage in ihren Kopf, ob er ihren Namen nicht genau so komisch finden würde, schließlich war es ein asiatischer und so etwas hörte man nicht gerade oft hier. "Aber um auf das Geld zurück zu kommen... Ich glaube ich wäre ohne Geld eine komplett andere Person. Hatte alles was ich immer wollte, nie mangelte es bei uns an materiellen Gegenständen. Jedoch kümmere ich mich wenig um den Neid anderer, zumal da ich meinen Freunden ebenfalls alles kaufe, was sie wollen, schließlich sollten meine Lieblinge auch wunschlos glücklich sein~", erzählte sie ihm und wusste dabei natürlich, dass Geschenke von ihr ihre Freunde nicht komplett glücklich machten, doch etwas, was man sich schon immer gewünscht hat, war schon mal ein kleiner Schritt in diese Richtung, nicht? "Und du? Betreibst du ein erfolgreiches Unternehmen oder hast du Papis Vermögen geerbt?" Ihr Blick auf seine Kleidung verriet eindeutig, dass diese Klamotten mehr gekostet haben, als sich die meisten Durchschnittsbürger leisten konnten, mit Mode kannte sich Sue schließlich aus.


  • Klaus hob zugegebenermaßen etwas irritiert die Augenbrauen in die Höhe. Natürlich konnte er nachvollziehen, wenn man seinen Namen milde belächelte, schließlich hörte man einen derartigen nicht jeden Tag, doch dass seine Gesprächspartnerin sich so gehen ließ und so sehr lachte, dass sie zu weinen schien, gab ihm zu denken. Vielleicht hatte sie etwas zu tief ins Glas geschaut? Klaus konnte es sich nicht vorstellen, das würde er wohl bemerken, allein am penetranten Alkoholgeruch, der ihm glücklicherweise nicht in die Nase drang.
    „Nun“, gab er zu, „zum Teil schon, ja. Allerdings scheinst du es besonders lustig zu finden.“ Er runzelte skeptisch die Stirn, hörte ihr allerdings zu. Sie erwähnte ihren Namen, eine Information, die nicht ganz unpraktisch zu erfahren war.
    Suiren. Ein ungewöhnlicher Name, zumindest hatte er ihn noch nie gehört. Zumindest hieß sie nicht Valentina und nannte sich ‚Vodka‘. Vielleicht hätte Klaus sich dann gefragt, was in dem Whiskey gewesen wäre, den er getrunken hatte. Oder ob er Medikamente untergejubelt bekommen hatte, irgendwelche Drogen. Das in Kombination mit Alkohol war sicherlich nicht sonderlich gesund.
    Als sie auf ihr ursprüngliches Thema – das Geld – zurückfiel, zog er die Augenbrauen erneut zusammen. Sagte sie, dass sie sich Freundschaften erkaufte? Er hielt es nicht für sonderlich normal, die Freunde mit Geschenken zu überschütten, nur, weil sie es konnte. Da fragte er sich, was sie für Freunde hatte, wenn die sich ohne schlechtes Gewissen von ihr verwöhnen ließen. Vielleicht finanzierte sie ihnen das Leben? Hatten sie keinen Stolz? Klaus konnte nicht umhin, so zu denken, er hielt nicht besonders viel davon, Geld und Geschenke in Übermaßen anzunehmen. Er brauchte es nicht, doch ihre Freunde wahrscheinlich viel eher – konnten sie ihr noch widersprechen, ohne den Verlust des Geldes zu befürchten?
    Nichts davon sprach er aus, es ging ihn letztlich nichts an, doch sie sprach über ihre Freunde, als wären es Tiere. Klaus hatte nicht viele Freunde, darauf legte er es allerdings auch nicht an. Er musste Menschen respektieren und darauf vertrauen können, dass sie vollkommen überzogene Geschenke ablehnen würden, um sicher zu sein, dass sie ehrlich ihm gegenüber waren. Taktvoll und höflich, aber ehrlich. „Ich habe geerbt“, bestätigte er, „allerdings arbeite ich zusätzlich. Ich halte nichts davon, sich auf bloßem Erbe auszuruhen, ich habe noch vor, eine eigene Firma zu eröffnen, vielleicht in eine andere zu investieren. Vielleicht werde ich Aktionär.“ Er schien kurz nachdenklich, machte dann eine ausholende Geste mit der Hand. „Es gibt viele Möglichkeiten, aber ein Erbe scheint kein besonders anspruchsvoller Beruf zu sein. Das kann jeder, es gehört lediglich Glück dazu.“


  • ~ Mit der Kapuze seines Mantels tief ins Gesicht gezogen, fuhr der Dunkelhaarige durch die unebene Straße des Waldes, welche durch den Regen vollkommen durchnässt und noch wirrer als sonst wirkte, jedoch auch die sonst so auffälligen, ohrenbetäubenden Geräusche seines Motorrades verschluckte. Wohin genau er fuhr, das wusste er nicht. Zum einen, wegen seines, oft erwähnten, beschissenen Orientierungsinns und zum anderen, aufgrund der Tatsache, dass er einem Gerücht nachgehen wollte, von welchem er sich relativ unsicher war, ob es stimmte. Natürlich, man konnte einen gewissen Wahrheitsgrad in Erwägung ziehen - es wäre nicht einmal wirklich unwahrscheinlich gewesen, sie hier anzutreffen, doch eine Frage würde in diesem Falle noch offen stehen: Was hatte sie hier verloren? Eine laune der Natur? Langeweile? Irgendein perfider Plan? Möglich. Sogar ein wenig erfreulich. Rick gab ein kurzes, durch die Geräuschkulisse fast lautloses Zischen von sich, als er über einen dicken Ast fuhr und das laute Knacken für einen Moment seinen Aufenthaltsort hätte preisgeben können. War es auffällig? Er war sich nicht sicher. Wusste nicht, wie weit die Fähigkeiten der gesuchten Dame reichten. Oder inwieweit sie sich für solch banale Dinge überhaupt zu interessieren hatte. Gott, er wusste ja nicht einmal, ob sie hier, an diesem Ort, überhaupt existierte! Es war ein Glücksspiel. Sollte er falsch kalkuliert haben, so musste er sich eine neue Route zusammensuchen. Das könnte lästig werden. Aber wer wäre er denn, wenn er sich von solchen Gegebenheiten aufhalten lassen würde? Außerdem, wenn es um Glück ging - dann konnte der Mann meist nur gewinnen. Es sollte teilweise verboten werden, so unverschämt viel Glück zu haben. Er wurde ja Lotto spielen, wenn sein Kontostand ihm nicht vollkommen egal gewesen wäre. "Shit..", murmelte er dann jedoch leise, als der Schutz des flauschigen Stoffes einen Moment nicht gereicht hatte und ein paar verlorene, saure Regentropfen in seine Streifschusswunde fielen, sie zum Brennen brachten und die ruhende Wunde wieder zum Bluten anregten. Er fuhr noch ein paar Minuten länger, bevor er unter einem Baum, groß genug, um sein Gefährt von den Wettergegebenheiten zu schützen, zum Stehen kam und von diesem abstieg. Seufzend wischte der Amerikaner sich das Blut aus dem Gesicht, ignorierte den Schmerz, welchen die unschöne Wunde verursachte. Vielleicht hätte er ein wenig vorsichtiger sein sollen, denn der Name seiner Verletzung gab ihr alle Ehre. Gestreift war gut. Ein bisschen weiter nach rechts und er hätte sich von seinem linken Auge verabschieden können. Wobei, ihm war es im Endeffekt ja besser als Cedric ergangen. Ja, definitiv. Er kicherte leise in sich hinein, der Gedanke zwang ihm ein Grinsen auf. Gemächlich schritt der Arzt durch die Fauna, ziellos, zeitlos. Nebenbei zog er sein Handy raus, suchte in ihm nach einer bestimmten Nummer, die zwischen all den anderen ziemlich verloren schien. Es war fast schon traurig - wie einfach man an all die Daten anderer kam. Die Leute sprachen zu viel, zu wenig und zu unbedacht. Es hing gänzlich von der Situation ab. Informationen zu bekommen, war viel zu einfach, wenn man es nur wollte, wenn man wusste wie und wenn man aufmerksam war. Der Blauäugige grinste breit, als er die gewünschte Nummer fand und überlegte einen Moment lang, was er schreiben wollte. Nicht, dass er das zu machen brauchte. Er wusste von Anfang an ganz genau, welche Worte er wählen würde - in beiden Fällen. Ob er das Gerücht der plötzlich aufgetauchten Person bewahrheiten würde, oder nicht. Aber leider konnte er den Text nicht verfassen oder gar abschicken, bis sich die Blonde zeigen würde. Oder eben mit Abwesenheit gänzen. "Huh?", entkam es ihm deshalb, als er tatsächlich eine Hütte im Wald fand. Was nichts heißen musste - es aber konnte. Langsam, aber nicht vorsichtig schritt er auf das hölzerne Gebäude zu, kam kurz vor diesem zum Stehen. War das die Hütte der Hexenprinzessin? Oder einfach bloß eine ganz gewöhnliche, uninteressante Waldresidenz? Die Frau musste ja nicht einmal Zuhause sein. Und bei Gott, erfreut über Menschenbesuch, würde sie gewiss nicht unbedingt sein. Schließlich konnte sie sich ja leisten, ein vorschnelles Urteil zu fällen. Magische Kräfte waren schon ein unfaires Spiel. Doch das machte Rick Hexen nicht zuwider. Irgendwie, ja, belustigte es ihn. Man konnte auch in einem unfairem Duel gewinnen. Auch wenn er gerade definitiv nicht auf ein Duel hoffte. Das wäre absurd, lebensmüde - verdammt dämlich. Ein paar Sekunden blieb der Junge ruhig, wortlos, klanglos im Wald stehen, blickte kurz nach Oben, zum Himmel, ließ die Regentropfen in sein Gesicht fallen. Dann wand er seinen Blick wieder geradeaus, der Kopf jedoch leicht zur Seite geneigt. "Sherry?", fragte er dann, nicht laut, nicht leise, in einem vollkommen gewöhnlichem Tonfall. Fragte nach der launischen Natur, welche er nie persönlich getroffen hatte. Okay, er war mal in ihr altes Schloß eingebrochen, zusammen mit Suiren, aber das war eine andere Geschichte. Eine die vielleicht unerwähnt bleiben sollte, schließlich wurde man ja nicht erwischt. Obwohl, vielleicht wusste sie ja davon? Die Möglichkeit schloss Rick zumindest nicht aus. Doch wen interessierte das schon? Gerade galt es, nicht die Missgunst eines Hexe zu erlangen, noch ehe man sich dieser präsentieren konnte.


    Well you look like yourself - But you're somebody else, only it ain't on the surface

     Well you talk like yourself - No, I hear someone else though - Now you're making me nervous..~

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  • "Ha! Da wären wir ja zwei!", erwiderte sie, als Klaus ihr davon erzählte, wie es zu seinem Vermögen gekommen ist. Amir war doch auch Erbe, oder nicht? Irgendwie schien es so, als wären die ganzen Reichen dieser Stadt nur Erben, zumindestens kannte sie keinen anderen, der sich seinen Reichtum ganz alleine erkämpft hatte. Als er jedoch anfing, über Firmen und Aktien zu reden, driftete die Schwarzhaarige leicht ab, da sie sich ehrlich gesagt kein Stück für diese Dinge interessierte. "Äh, ja. Genau. Aktien und so, keine Ahnung wofür das alles gut ist. Auf jeden Fall arbeite ich auch nebenbei, als Eventplanerin! Also, wenn du mal heiratest oder so, dann weißt du ja, wen du rufen musst.", sagte sie mit einem Grinsen, während sie ihm leicht mit dem Ellenbogen in die Seite piekste. Wobei sie sich nicht vorstellen konnte, wie er jemanden heiratete. "Oh Gott, bei dem ganzen Gerede von Geschenken für Freunden fällt mir ein, dass ich noch Wichtel- und Weihnachtsgeschenke kaufen muss!!" Scheiße, wie konnte sie das bloß vergessen? "Okay, bestimmt musst du auch noch etwas erledigen und selbst wenn nicht, hilf mir wenigstens irgendwie den Weg aus diesem Wald zu finden!" Mit ihrer linken Hand griff sie nach Klaus' Ärmel und zog ihn mit sich, sodass sie ihn zwang mitzugehen. Ihr taten die Leute eigentlich immer leid, mit denen sie etwas unternahm. Aber nur eigentlich.


    (Sorry dass das ganze so abrupt ist :'D wenn dir das nicht so passt, sag einfach bescheid~)