Die Klinik

  • Gerade als Anette sich wieder zur Tür drehte und sie öffnen wollte, hörte sie ein knallen und Iris' Schrei. Erschrocken lies sie die Türklinke los und drehte sich um. Die blonde konnte ihren Augen nicht trauen als die Iris am Boden sah und der Typ neben ihr sah auch nicht gerade vertrauenserweckend aus. "He, was tust du da?!" fuhr sie den unbekannten an, der Dinge von sich gab die sie nicht verstand. Schnell eilte sie zu Iris und versuchte ihr auf zu helfen, "hast du dir weh getan?" fragte sie besorgt. Nun gut, die Frage war eher eine rhetorische Frage, da die Wange von Iris nicht darauf schließen lässt, dass sie keine Schnerzen hat. Glück im Unglück war allerdings, dass sie sich in der Klinik befanden. Falls das Mädchen also doch ernsthaft verletzt wäre, könnte man ihr hier sicher schnell helfen. Ihr Blick schwankte nun wieder zu dem Unbekannten, sie musterte ihn von oben bis unten. Irgendwie sah er schon ein wenig unheimlich aus und was hatte eigentlich die plötzliche Attacke zu bedeuten? Ob die beiden sich kannten? Um den Jungen nicht noch zusätzlich zu reizen, nahm sie einen tiefen Atemzug um erst mal runterzukommen, damit sie ihn nicht gleich wieder anschrie. Schließlich fragte sie mit ruhiger Stimme, "wer bist du überhaupt und was sollte das?" Dabei musste Anette sich sehr bemühen ruhig zu bleiben, sehr gern hätte sie ihm jetzt lautstark an den Kopf geworfen wie unverschämt er doch sei. Sie fixierte ihn mit ihren Augen um bei einer möglichen weiteren Attacke schnell reagieren zu können und wartete erst einmal die Reaktion des Jungen ab.

  • Super, der Schlag hat gesessen! Eine Beule zierte allmählich das Gesicht der Unbekannten, die davon allerdings wenig beeindruckt schien. Bis auf einen kleinen Schmerzschrei war nichts zu sehen. Anscheinend konnte Dylas es sich immer noch nicht abgewöhnen, Frauen sanfter anzugehen als Männer. "Rechtschaffene Bürger der Stadt? Dass ich nicht lache! Ich hab' dich noch nie hier gesehen!" Für einen Moment hätte er sich selbst ohrfeigen können, so dämlich klang diese Aussage eigentlich. Zumindest in Anbetracht der Tatsache, dass er sich kaum in der Stadt blicken lässt. "Ich rede von den Mistkerlen, die hier unsere Stadt mit ihrer Präsenz verpesten wollen. Sie müssen augenblicklich verschwinden!" Scheinbar wusste weder die Fremde noch Anette etwas von dem was er sprach, was ihre fragenden Gesichter verrieten. Allmählich wurde die Situation peinlich, äußerlich ließ Dylas sich aber nichts anmerken und zupfte sich die Kleidung zurecht. Seine beholfene Haltung verfiel jedoch gleich wieder, als Anette nach seiner Person fragte. "Wie? Ich bin Dylas..." Ein weiterer Beweis dafür, dass er kaum in der Stadt unterwegs war - Sie kannte ihn nicht mal! "Ich lebe am Strand und..." Er schüttelte den Kopf und bremste sich selbst. "Ach ist auch egal. Scheinbar habe ich mich geirrt." Anschließend richtete er sich wieder an die Verwundete, welche sich in einem Spiegel begutachtete. "Du wohnst also auch in Trampoli?" Der Silberhaarige stalkte eigentlich die Einwohner nach Strich und Faden, diese Person war ihm aber vollkommen fremd. Und wieder etwas, das Wolkanon hinter seinem Rücken verabschiedet hatte... Nicht, dass er sich als Oberhaupt der Stadt sah, aber er fühlte und fühlt sich immer noch ungerecht behandelt.

  • Iris sah sich die Beule genau an, ehe sie entschied, dass das nicht weiter schlimme war. Wer Nahe an einem Monsterareal lebte, den schreckte eine Beule nicht sonderlich ab. "Es geht schon, Annette." sagte sie ruhig, bevor sie sich zu Dylas wandte. "Wenn die Flüchtlinge nicht unsere Stadt 'verpesten' würden, dann würdest du demnächst wohl keine medizinische Versorgung erhalten." sagte der Vampir und sah Dylas durchdringend an. Sie mochte den Typen nicht sonderlich und das sollte etwas heißen. "Ich bin Iris und wohne seit Jahren auf der Walinsel. Aber da kommt so jemand wie du wohl nie hin." Ein Lächeln erschien auf dem Gesicht. Noch einer, der ihr zwar bekannt vorkam, aber der sie nicht kannte. Und wer begab sich schon in ein Monsterareal, wenn er oder sie es nicht unbedingt musste? Allerdings hatten Iris und Annette hier noch einige Geschäfte zu erledigen, weswegen sie nun dem Grauhaarigen keine Beachtung mehr schenkte, sondern schnurstracks zur nächsten Tür ging. "Annette, wollten wir einem dieser Neulinge nicht eine Lektion in Hinsicht auf Magie und Physik geben? Du kannst uns gerne helfen, Dylas, ich muss jemanden davon überzeugen, dass es eine Insel im Himmel gibt." Damit öffnete sie die Tür, vor der sie mittlerweile stand, doch der Raum war ebenfalls leer. "Es müsste doch einen einfacheren Weg geben, als hier so zu suchen." sagte Iris genervt. Dann holte sie tief Luft und rief in ihrer unnachahmlichen Art. "TOMATENSAFT!" Vielleicht war ja irgendwer zu Hause in dieser sonst so vereinsamten Klinik.

  • Durch den ganzen Trubel zwischen den beiden hatte Anette fast vergessen sich vorzustellen; selbstverständlich holte sie dies schnell nach. "Hallo Dylas, mein Name ist Anette. Schön dich kennen zu lernen." vorbildlich sagte sie ihre Begrüßung kerzengerade und mit einem breiten Grinsen auf. Eigentlich war ihr gerade nicht danach zu grinsen, aber es schadet ja nicht einen freundlichen Eindruck zu machen. Als Iris sich zu einer Tür begab schaute Anette ihr angespannt nach. Ob sie wohl hinter dieser Tür fündig werden? Doch nein, auch in diesem Raum war niemand. Ein wenig genervt stampfte Anette mit dem Fuß auf dem Boden und fluchte etwas vor sich hin. Was genau die von sich gab, wusste sie auch nicht, sie fluchte eben einfach; wie ein kleiner Kobold. Als Iris "Tomatensaft" schrie zuckte das Mädchen zusammen und stand wie angewurzelt da. "Tomatensaft? Wie kommst du den darauf?" fragte sie verwundert. Na ja, wenn sie jetzt was Schwung in die Bude bringen will, mache ich auch mit. Das wollte ich eh schon immer mal tun. kichernd hielt sie sich die Hand vor den Mund. Anschließend holte Anette tief Luft und schrie lautstark "BANAAAAAAANENSAAAAFT!" Es wäre ganz schön peinlich, wenn genau jetzt jemand aus einem der Zimmer kommen würde. Und was sollte Dylas jetzt von den beiden Mädchen denken? Etwas peinlich berührt und mit roten Wangen drehte sie sich zu dem Jungen. "Sag nix, als Mädchen tut man manchmal Dinge, die ihr Jungs nicht versteht." Schließlich wandte sie sich wieder an Iris, "auf geht's, die nächste Tür wartet schon auf ihr Öffnen."

  • Inzwischen kam dem Grauhaarigen schon die Frage, was er noch hier bei den Beiden machte. Weder die Eine noch die Andere entpuppte sich als Neuling also waren sie nicht Teil seiner sich selbst gestellten Mission... ohnehin waren ihm diese Förmlichkeiten zuwider. Gut, jetzt wusste er zumindest wie sie hießen, was bei Anette aber nichts neues war. Und ebenso wusste er jetzt, dass Iris ein Mädchen war, das gerne diskutierte. Darauf ließ Dylas sich natürlich nicht ein, warum auch? Sie hätte genauso gut einer Wand sagen können, welche Vorteile es haben kann, ein paar neue Dorfbewohner willkommen zu heißen. Dafür war er momentan viel zu besessen davon sie für alles verantwortlich zu machen und sie zu vertreiben. Walinsel also... welcher Wahnsinnige lebt schon in einem von Monstern verseuchten Gebiet? Das Mädchen muss verrückt sein! Den Satz hätte er auch laut gesagt, wären die Beiden nicht schon längst mit was anderem beschäftigt gewesen. "Ich wäre für eine generelle Lektion, dass diese Person überhaupt hier ist..." murmelte er erneut bösartig vor sich hin und kratzte sich am Kopf. Gerade eben sprach er noch seinen Hass den Neuen gegenüber und trotzdem schlug sie ihm sowas vor? Naja, was hatte er momentan auch groß zu tun... vielleicht war die Person mit etwas Glück ja leicht aus dem Weg zu räumen. Während er sich in seinen mordlüsternen Gedanken schweifen ließ, staunte er anschließend nicht schlecht als plötzlich beide aufschrien. Sein Blick danach war übrigens unbezahlbar. Man hätte tausendfach deuten können, was dieser Gesichtsausdruck verraten sollte, doch Dylas wusste es selbst nicht. Ach du Schande... "Äh ja... ich glaube nicht, dass ihr dadurch schneller findet, was ihr sucht." Als Anette gleich darauf versuchte, sich zu erklären, verstand er schon was sie sagen wollte. "Mädchen sind anstrengend, willst du das damit sagen?" Über diese Aussage musste er lachen, weil er für diese Erkenntnis nicht lange brauchte. Er konnte sich schon langsam fast damit anfreunden, alleine am Strand zu wohnen, da hatte er dieses Problem nicht. "Naja egal. Viele Räume gibt's hier nicht, da wird schon noch der richtige kommen." Eher grund- und antrieblos ging jetzt auch Dylas von Tür zu Tür, ehe ihm eine offene in's Auge sprang. Und Voilà, er war sogar besetzt! Mit einer kurzen Handbewegung versuchte er Iris und Anette zu sich zu lotsen. Sie würden schon eher wissen, ob das der richtige Raum war.

  • Strinrunzelnd betrachtete Iris den leeren Gang vor sich. So würden sie noch Stunden suchen. Und selbst ihr Ruf blieb unbeantwortet. Allerdings hatte sie nicht damit gerechnet, dass Annette so auf ihren Ruf antwortete. Kiechernd sah sie zu dem Mädchen. "Tomatensaft ist meine Leidenschaft, neben Tomatensuppe." sagte sie ungerührt und machte sich auf den Weg zur nächsten Tür. Wie groß war diese Klinik denn eigentlich?
    Doch dann wandte sie sich an der Tür erneut an Dylas. "Och, da wäre ich mir nicht so sicher. Immerhin hat das Wesen, welches wir suchen, zwie Ohren. Also sollte es uns gehört haben." klärte sie den Mann auf, der an einer geöffneten Tür stand. Die Vampirin sah seine wedelnde Hand und seufzte. "Komm, Annette, anscheinend hat der Grauhaarige gefunden, was wir suchen." meinte sie leise zur Freundin, ehe sie sich auf den Grauhaarigen zubewegte. Forschend versuchte Iris über seine Schulter zu sehen. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße war ihr das selbst auf Zehenspitzen nicht möglich.

  • "Thihi, das leuchtet mir ein. Schließlich baust du ja auch Tomaten an." antwortete Anette kichernd. Auch sie bemerkte Dylas' Handbewegung als er die Tür öffnete und ging geraden Schrittes auf die beiden zu. Bevor sie in den Raum hineinsah, wendete sich das noch einmal an den jungen Mann, "Mädchen sind nicht anstrengend, ihr Jungs wisst einfach nur nicht mit ihnen umzugehen. Natürlich ist das Ansichtssache, aber du kannst nicht alle Mädchen in einen Topf werfen. Das wäre ziemlich egoistisch." auch wenn diese Anschuldigung ziemlich grob klang, war es nicht die Absicht von Anette dem Jungen das toternst an den Kopf zu werfen. "Nimm es nicht persönlich, aber ich mag es nicht, wenn jemand so gleichgültige Aussagen macht." fügte sie noch hinzu und warf dem Jungen ein kleines Lächeln zu. Schließlich trat sie auch näher an die offene Tür heran und wollte sehen wer sich darin befand. Eilig drängte sie sich an den beiden anderen vorbei, so dass sie geradewegs in den Raum stolperte. "Hoppla." brach es instinktiv aus ihr heraus als sie sich gerade noch vor einem Sturz rettete. "Haha, ich fall wortwörtlich mal wieder mit der Tür ins Haus." stotterte das Mädchen und von der peinlichen Situation abzulenken. Schnell drehte sie sich aber wieder in Richtung Raum und musterte sie Menschen. Unsicher flüsterte sie Iris kurz darauf ins Ohr. "Ist er das? Ich bin mir nicht sicher."

  • Er gab es also zu. Zum ersten Mal in ihrem Leben, gab Barrett zu, dass er schwach war! Oh, dass fühlte sich gut an. Diese Überlegenheit. Schließlich umarmte er sie.
    Cia stutzte. Barrett konnte in der Tat nett und einfühlsam sein. Wie... ungewohnt.
    „Du kannst also verstehen, wenn ich böse bin? Ach so ist das.“, sagte sie monoton, als sie ihn wieder herausfordernd ansah. Die Röte hatte sich aus ihrem Gesicht verzogen und das einzige was noch darauf zu sehen war, war ein leicht schelmisches Lächeln. Sein Atem so nah an ihrem Gesicht zehrte an Alicia. Das ganze war unglaublich anziehend. Dann fuhr er ihr auch noch am Hals entlang. In der Rosahaarigen kribbelte es, sie verspürte ein leichtes Verlangen nach dem Braunhaarigen, wenn es schon so mit ihr umging. So zärtlich und andererseits heiß. Sie öffnete ihrem Mund so, dass er ein paar Zähne von ihr sah und lächelte ungläubig.
    „Aber Barrylein... Das weißt du doch ganz genau... nicht wahr?“, damit packte sie ihn an der Jacke und zog ihn zu sich. Sodass ihr Gesicht direkt an seinem war und die beiden den Atem des anderen spürten. „Weißt du...“, hauchte sie „Es macht unglaublich viel Spaß, mein Lieber...“, daraufhin kicherte sie verführerisch „...Dich auch einmal auf den Arm zu nehmen Barrett“, sie zwinkerte noch, ehe sie ihm einen sanften Kuss auf die Lippen drückte. „Ich hoffe das war dir eine kleine Lehre 'barry-boy'“, dachte sie letztlich grinsend.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • Das Geschwätz von Tomaten und Ähnlichem beachtete Dylas nicht weiter, schließlich war er nicht in dieses Thema angebunden und fokussierte sich auf das Zimmer. "Ja wenn der Sinn darin bestand, Aufmerksamkeit zu erregen hast du das definitiv geschafft." lobte er Iris auf leicht ironische Art, wie man es von ihm gewohnt war. Anschließend musste er sich der Meinung Anettes stellen, was ihm eigentlich nicht gefiel. Sie hatte eindeutig zuviel in seine kurze Aussage hinein interpretiert. "Du sagst wir wissen nicht mit euch umzugehen? Jetzt schmeißt du Jungs genauso in einen Topf..." konterte er ihre Anschuldigungen lässig und fühlte sich keineswegs persönlich angegriffen. Schließlich trafen ihre Vermutungen nicht in's Schwarze. Sein Problem war eher, dass er mit Mädchen noch keine Erfahrungen gemacht hatte, daher kann er schlecht beurteilen, ob das auch auf ihn zutreffen könnte. Als sie dann endlich an der Tür hinter ihm standen, oder zumindest Iris, folgte etwas das sogar die Story mit dem Tomatengeschwätz überbot! Denn obwohl sie sich unauffällig nähern wollten, stürmte Anette stattdessen das Zimmer regelrecht, ohne - zu Dylas' Leidwesen - hinzufallen. Auf ihre Frage hin wagte er einen Blick in das verhältnismäßig gut gefüllte Zimmer, erkannte jedoch niemanden der Insassen als Dorfbewohner wieder. Der Schluss fiel also nicht schwer, dass es sich hierbei um überlebende Opfer handelte. Sie scheinen sich erholt zu haben... Mist. Alleine werde ich nicht mit sovielen fertig. Gut für's Erste waren es nur zwei aber sowohl Iris als auch Anette unterstützten den Plan von Wolkanon, also würde es später 4 zu 1 stehen. Nein, Dylas hielt sich erstmal zurück und wartete darauf, dass Iris die Frage von Anette beantwortete. Als Zwischenfrequenz sah man ihm dennoch deutlich an, wie angewidert er war.

  • Iris mischte sich nicht in die Streiterei zwischen Dylas und Annette ein. Zwar gefiel ihr die Streiterei auch nicht. Noch immer war sie am überlegen, wie sie nun am besten ins Zimmer sehen konnte, doch da stürmte schon Annette an ihr und Dylas vorbei und landete mitten im Zimmer. Nun brauchte Iris wenigstens nicht mehr versuchen über Dylas' Schulter zu schauen, sondern stellte sich bequem neben ihn. Kopfschüttelnd betrachtete sie Annette, bevor sie sich in dem Zimmer umsah, doch irgendwie kam ihr keiner der Leute wirklich bekannt vor. "Nein, hier ist er nicht." sagte sie kurz und knapp. Oder doch? Nein, dem Typen fehlte das Kopftuch, das Bandage. Die Grauhaarige sah einige der Menschen an, die sie mit offenen Mund anstarrten. "Mund zu, die Fliegen kommen rein." sagte sie kurz und bündig, obwohl sie durchaus daran gewohnt war, angestarrt zu werden, doch es gab Menschen, die musste man daran erinnern, dass sie nicht im Zoo waren. Dann beugte sie sich zu Dylas. "Und was willst du jetzt tun, diese Leute wieder den Monstern ausliefern? Sie in den Wald jagen und verhungern lassen?" Noch immer verstand sie den Ärger von ihm nicht. "Jag doch einfach nur die fort, die bei dir wohnen sollen, ich hätte auf der Walinsel noch Platz. Sag ihnen das ruhig, vielleicht benehmen sie sich dann anständig und lassen dich in Ruhe." Mit einem Lächeln wandte sie wieder zu Annette. "Nein, hier ist er nicht wirklich." sagte sie mit Nachdruck und wandte sich von den Flüchtlingen ab. Ein unendlicher Gestank von Blut hing in dem Zimmer und der Vampir hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Es war eindeutig, dass hier viele Wunden verarztet worden waren.

  • "Das weißt du doch genau...", flüsterte sie ihm ins Ohr. Barrett durchfuhr ein leichtes Schütteln, doch er wollte nicht sagen woran er gerade dachte, nachher würde sie noch beleidigt sein. Plötzlich zog sie ihn zu sich und redete davon dass es Spaß machen würde... auf seinen Wangen zeichnete sich nun eine dezente Röte ab und ihr erotisches Kichern schickte ihm erneut einen Schauer über den Rücken. Alicia wollte doch nicht etwa...?! Doch bevor Barrett diesen Gedanken beenden konnte, kam schon die Auflösung. "Ha-ha", machte Barrett gekünstelt und verdrehte die Augen, während sein Gesicht rasch die alte Farbe wieder gewann. Doch statt sich nun aufzuregen, blieb der braunhaarige Junge gelassen, sicher trug dazu auch Alicias Kuss einen Teil hinzu. Er war einfach nur froh, dass er die junge Frau wieder sehen konnte und dass alles zwischen ihnen gut war - so zumindest hoffte er es. Ihren zärtlichen Kuss weitete er zu einem leidenschaftlichen Kuss mit Zunge aus und legte danach seine Hand auf ihre Stirn, während er seinen Blick nicht von ihren Augen wendete.
    "Alicia... vertrau mir...", sagte er lächelnd, "...ich werde dich ab sofort immer beschützen, mit meinem Leben!" Wie bei einem Schwur legte er seine andere Hand aufs Herz, was ehrlich gesagt ziemlich schräg aussah. "Aber jetzt solltest du dich noch etwas ausruhen, ich bin eh schon zu lange hier", fügte er darauf hinzu, nahm seine Hände von ihr weg und stand auf. "Achja und die Schulden... die zahl ich dir zurück, sobald du hier raus bist." Ein kurzes Grinsen huschte über sein Gesicht. "Zinsen inklusive!"

  • ~Lynette und Mei kamen an~
    Lynn humpelte in die Klinik. "Komm, ins Wartezimmer...", sagte sie zu Mei. Sie wusste schon wo es lang ging. Also setzte sie sich mit Mei ins Wartezimmer. "So. Nun heißt es abwarten.", sagte sie. Sie atmete etwas schneller, wegen der Aufregung.

  • Mei folge Lynn ins Wartezimmer. Dann setzte sie sich. "Wann kommt die Ärtzin?", fragte sie etwas ungeduldig. Dann sah sie Lynn an und schaute etwas traurig. "Geht es dir besser? Hast du immernoch große Schmerzen?", fragte sie etwas sorgend.

  • "Ach nur Geduld..." Lynn fuchtelte mit ihren Fingern. Ob die Ärztin überhaupt da ist?, fragte sie sich. "Ich habe gehört, manche Leute haben shon ewig gewartet. Ich einmal auch. Das war so lange, dass ich dann wieder gegangen bin. Damals hatte ich auch eine Verletzung an den Beinen... So ein blöder Silberwolf war das...", erzählte Lynette, damit Mei vielleicht ein bisschen Unterhaltung hatte.

  • Gott war das süß, wie rot dieser Volldiot werden konnte wenn sie mit ihm spielte. Jetzt sah Alicia wenigstens das seine Gefühle echt waren. Sein Blick in ihre Augen... den würde sie wohl nicht so schnell vergessen... so liebevoll.
    „Wenn dann werde wohl ich dich beschützen müssen, Barrett“, lächelte sie neckisch. „...Denn du weißt ja, auch wenn ich hier liege... Hab ich dich beschützt“, zwinkerte sie noch.
    Als Cia ihn so musterte, wie er vor ihr stand flatterte ihr Herz. Sie hatte sich wohl... in dieses Egoistische Arschgesicht verliebt. Ob sie es nun wollte oder nicht.
    „Barrett.. geh doch nicht wieder! Bleib bei mir! Bitte!“, flehte sie etwas. Sie versuchte einen seiner Arme zu ergreifen, leider erfolglos. Jetzt musste die junge Frau aufpassen, dass sie nicht auch noch aus dem Bett fiel.
    „...Ich freu mich schon darauf...“, grinste sie leicht keuchend, da ihr ihre Wunde einen leichten Stich verpasst hatte. Sie war wohl verheilt, aber dennoch nicht ganz fit.
    Das nervte die Rosahaarige jetzt. Sie würde so gerne aufstehen und zu ihrem Braunhaarigen Begleiter gehen. Doch das wurde ihr leider verwehrt.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

  • "Boah, das nervt. Mann muss hier ja total lange warten", sagte sie genervt und stand auf. "Wieso muss man so lange warten? Hier sind nicht mal so viele Leute." Dann ging sie zum Fenster und überlegte. "Was wohl gerade Azel macht?", fragte sie sich und ging wieder zu Lynn. "Sollen wir irgendwohin gehen? Hier müssen wir ja noch total lange warten.", sagte sie wieder genervt. "Wenn wir noch länger hier bleiben, dann... dann schrei ich noch." Dann setzte sie sich wieder hin und schaute wieder aus dem Fenster. "Lynn? Was denkst du? Brauchst du noch lange diese Krücken?", fragte sie Lynette. Sie wollte schließlich mit Azel zusammen sein, mit ihm reisen und mit Lynn wieder etwas zusammen machen. Diese Krücken würden schließlich beide nerven und man könnte nicht so viel mit Krücken machen.

  • "Hmm... Lass uns mal überlegen...! Vielleicht in die Kaserne?", fragte sie Lynette. "Dort lebt Azel... Ich hoffe er ist dort..." Sofort stand sie auf und rannte zum Fenster. "Irgendwo ist die Kaserne... Ach! Dort ist sie ja...", dann zeigte sie mit ihrem Finger auf die Kaserne. "Wenn du möchtest können wir dahin gehen...!" "Bitte! Bitte! Bitte...!" Sie ging zu Lynn und grinste sie dann an. "Und? Sollen wir dahin gehen?", fragte sie Lynn fröhlich und ging wieder zum Fenster und schaute raus. "Der Weg... Der ist ja nicht so lang." Dann schaute sie Lynn wieder an und hatte ein breites grinsen im Mund. "Und?"