Die Gaststätte "Kleine Rübe"

  • [ HALLOWEEN EVENT ]


    Am Eingang der hiesigen Gaststätte waren auf euch hübsch verzierte Kürbisse und kleine, noch freundliche Geister, die euch den Weg ins Innere zeigen. Im großen Saal wurde ein ebenso imposantes Buffet aufgebaut und serviert, an dem ihr wirklich alles findet. Von leckerem, sich übergebendem Kürbis über blutige Würtschenfinger bis hin zu süßen Pralinenspinnen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auf den toll verzierten Tischen könnt ihr aber nicht nur die beeindruckenden Speisen zu euch nehmen, auch die Getränkekarte verbirgt so einige Überraschungen. Wann sieht einen beim Cocktail trinken schon mal ein glitschiges Auge direkt aus dem Glas an? Nach einer ausgiebigen Feier mit gruseliger Musik und schaurigen Gästen ist aber auch zu später Geisterstunde auch einmal Ruhe angesagt. Wer möchte, kann diese in den Zimmern im oberen Stock suchen. Der Aufenthalt ist für diese Zeit sogar kostenlos!


    Gaststätte.png

  • Leila kommt an



    Ihre Auswahl an Kostümen war nicht sonderlich groß. Die Studentin war schließlich in einem der Kisten fündig geworden aber war sich ziemlich sicher, dass es eigentlich Alice gehörte. Wie genau es schließlich bei ihren Sachen gelandet war vermochte Leila nicht zu sagen. Es machte keinen Unterschied. Bestimmt würde ihre Halbschwester ihr nicht böse sein, richtig? Dazu gab es eine Vielzahl an anderen Gründen immerhin hatte sie sich nicht wirklich in regelmäßigen Abständen gemeldet. Irgendwann gar nicht mehr und es wurde immer schwerer den ersten Schritt zu tun. Sie war nicht gut in diesen Dingen - oder sie wurden einfach immer schwieriger. Wer vermochte das schon zu sagen. Vielleicht hatte sie sich einfach geändert, irgendwo Angst, dass sie den Anschluss verloren hatte durch dieses Jahr im Ausland. Sie lehnte sich gegen die Fensterscheibe im Bus und verpasste beinahe die richtige Haltestelle weil sie diesen und ähnlichen Gedanken nachhing. Als sie andere verkleidete Gestalten entdeckte riss Leila ihre Augen auf und erhob sich blitzschnell von ihrem Platz, verließ gerade noch rechtzeitig den anhaltenden Bus und folgte den übrigen verkleideten Menschen. Sie war bisher noch nie hier gewesen weshalb sie einfach hinter den Anderen her stapfte. Sie würde es schon irgendwie ans Ziel schaffen. Die Studentin hielt ihren Kopf gesenkt, holte wieder ihr Handy hervor und tippte eine Nachricht an Nick nur um sie im Anschluss wieder zu löschen. Sie knabberte an ihrer Unterlippe. Seit damals herrschte Funkstille zwischen ihnen. Wie also sollte sie ihm mitteilen, dass sie wieder zurück war? Gab es dafür überhaupt einen richtigen Weg oder sollte sie es nicht letztendlich einfach drauf ankommen lassen, dass sie sich über den Weg laufen. Ob das besser war, war allerdings fraglich. Ohne eine Nachricht abgeschickt zu haben folgte sie weiter der kleinen Menschenmenge. Ihr langes Kleid schleifte am Boden weil sie sich für falsche Schuhe entscheiden hatte, da sie erstens sowieso keine hohen Schuhe hatte und zweitens damit ganz sicher nicht heil auf der Party angekommen war. Ihr Magen knurrte. Wenn es schon nicht die dringend notwendige ablenkende Wirkung hatte, die sich Leila erhofft hatte würde sie sich zumindest etwas zu Essen organisieren.

    Es dauerte nicht lange und sie fand sich vor einer liebevoll dekorierten Gaststätte wieder. Der Blick ihrer grünen Augen wanderte über die Menschenmenge, die sich im Inneren angesammelt hatte. Keine bekannten Gesichter. Die Studentin war sich nicht sicher ob es erleichternd war oder ob sie sich nicht insgeheim erhofft hatte Jemanden zu treffen, der die Einsamkeit, die sie in sich spürte seit sie wieder zurück war, vertrieb. Leila schnappte sich einen eklig aussehenden Cupcakes und biss herzhaft hinein. Glücklicherweise schmeckte er nicht so wie er aussah. Sie bestellte sich noch einen Cocktail und war nicht verwundert darüber, dass in der rötlichen Flüssigkeit ein Augapfel schwamm und sie anstarrte als sie einen Schluck machen wollte.

  • [Rumi] ~ kommt an

    3405-rumi-akiyama-pngKostüm (in weiß)


    Die Rosahaarige musste nicht lange auf den Bus nach Sternbach warten. Ein wenig aufgeregt war Rumi ja schon, schließlich war sie schon länger nicht mehr auf einem Fest gewesen. Und dann auch noch für Halloween, einem ihrer liebsten Feste. Hoffentlich würde ihr zusammengebasteltes Kostüm seinen Zweck erfüllen. Als sie an der Bushaltestelle ausstieg, erblickte die Schülerin bereits die wunderschöne Deko, welche ihre Augen zum Leuchten brachte. Sie Luft war heruntergekühlt und ein bisschen bereute Rumi es, dass sie keine Jacke mitgenommen hatte. Aber vielleicht konnte sie ja irgendwo hinein gehen. Begeistert von all den Kleinigkeiten, welche die Veranstalter im Dorf verteilt hatten, lief Rumi durch die Wege Sternbachs. Ihr Weg führte sie schließlich zu Gasthof des kleinen Ortes, welchen sie eilig betrat. Innen war es sehr viel wärmer als draußen und Rumi seufzte erleichtert auf. Sie rieb sich die Arme, welche noch immer eine leichte Gänsehaut zeigten. Begeistert sah Rumi sich in dem Raum um, den sie soeben betreten hatte. Ein Buffet, so viel Deko, Menschen. Rumi wusste gar nicht, wo sie zuerst hinsehen oder gar hingehen sollte.

  • 1699-darren-png

    Darren | bei Rumi


    Mit dem Bus und so einigen anderen kunstvollen Gestalten kam er in dem kleinen Dorf unweit von Riverport entfernt an. Manche hatten sich ganz schön ins Zeug gelegt und saßen wohl längere Zeit an ihren Kostümen, wobei Darren sich ja beinahe schon etwas dämlich vorkam, dass er sich eigentlich gar keine Mühe gegeben und einfach reines Glück gehabt hatte. Aber wie auch immer, Hauptsache er hatte sich dem Anlass irgendwie passend gekleidet oder war dafür passend gekleidet worden und bekam das kostenlose Essen sowie die Getränke. Weil dazu konnte man nicht Nein sagen und so ein bisschen Kostüm dafür tragen, wenn das alles war, machte man den Spaß natürlich gleich mit. Zuerst war der Student etwas durch das Dorf geirrt aber hatte von ein paar verkleideten Geistern mitbekommen, dass die Gaststätte wohl der beste Anlaufpunkt für gutes Essen war und da er heute eigentlich noch nichts gegessen hatte, sollte er da wohl seinen ersten Stopp einlegen. Wo wollte er sich mit Rumi eigentlich treffen, hatten sie etwas ausgemacht? Der Student lief durch die für ein Dorf belebte Straße während es langsam begann zu dämmern. Passend zum Motto. Darren erwischte sich immer wieder dass er unbewusst Ausschau hielt. Dass er nach blonden Haaren suchte, nach diesen blauen Augen und kurz blieb er auch stehen als er an ihre letzte Begegnung dachte, an die Yumi selbst sich wahrscheinlich nicht einmal erinnern konnte. Wollte er wissen was passiert war? Davon abgesehen dass es ihn in ihren Augen wahrscheinlich sowieso ganz und gar nichts anging aber war es gut zu hören, dass mit ihrem Ex anscheinend wieder mehr lief? War das der Grund für all die Ablehnung? Oder war es mit ein Grund? Der verkleidete Zombie schüttelte den Kopf. Damit hatte Yumi auf jeden Fall recht, dass es keinen Sinn hatte. Es hatte keinen Sinn sich darüber Gedanken zu machen, sich irgendwelche Dinge auszumalen oder sie danach zu fragen. Eine Antwort bekam er sicher nicht.

    Der junge Kerl drückte die Tür auf, ließ erstmal einen Vampir an sich vorbei laufen und trat dann in die Gaststätte, steuerte auch gleich auf den großen Saal zu, in dem wohl das Buffet aufgebaut war, wenn man den Schildern glauben konnte. Gerade fragte er sich noch wie er dem Mädchen vom Strand hier überhaupt über den Weg laufen konnte, da fielen ihm auch schon die unverkennbaren Haare ins Auge. „Dachte es wird schwerer dich zu finden.“, sagte Darren nachdem er an Rumi heran getreten war und blieb neben ihr stehen, schenkte ihr ein Grinsen. „Aber beim Essen findet man sie alle.“ Ein Schmunzeln kam über seine Lippen ehe die beiden näher ans Buffet gingen um sich einen Überblick zu schaffen. „Es wurde sich auf jeden Fall Mühe gegeben..“, stellte er beim Anblick der vielen verschiedenen Speisen fest. Alle waren irgendwie dem Motto entsprechend verziert und dekoriert und so zusammen gestellt, dass man bei manchen Tellern zweimal überlegte ob man zugriff.




    3163-hinarpg-png

    Hina (& Alessa) | irgendwo in der Gaststätte


    Die jungen Mädchen hatten sich doch wieder etwas länger Zeit gelassen beim Aussuchen ihrer Kostüme. Aber so eine Entscheidung musste eben gut überlegt sein und der Vater ihrer besten Freundin hatte auch so viele wunderbare Klamotten und Accessoires, das sich keiner der beiden so schnell entscheiden konnte. Hina erwischte sich immer wieder dabei wie sie ihre Freundin einen Moment zu lange beobachtete, wie ihr Blick über den perfekten Körper der Anderen huschte. Ein Kribbeln hatte sich in ihrem Bauch bemerkbar gemacht, doch sie unterdrückte es. Versuchte ihr Herz zu beruhigen. Und es gelang ihr auch, denn sie beschäftigte sich erstmal mit sich selbst. Legte etwas Make-Up auf, zog sich dieses sexy Kostüm an und flocht sich die Haare ehe sie gemeinsam mit ihrer Besten ein Taxi rief, das sie auf dem schnellsten Weg in dieses Kuhkaff beförderte. „Ugh, dieser Gestank..“ Hina hielt sich die Hand vor ihre Nase und ihren Mund, verzog dabei angeekelt das Gesicht und schaute um sich nachdem die Schülerinnen aus dem Taxi gestiegen waren. „Da brauche ich wirklich viel Alkohol.“, sagte sie und kicherte, hakte sich bei ihrer Freundin ein und überwanden die letzten Treppenstufen zum Eingang der Gaststätte. Auf dem Weg hierher hatten die beiden natürlich noch etwas im Internet recherchiert, nicht dass sich diese Party am Arsch der Welt am Ende doch als Reinfall entpuppte. „Wehe mir kommt nachts eine Maus entgegen gelaufen.“ Zwar wirkte der Gasthof jetzt nicht wirklich schmuddelig oder herunter gekommen, eher das Gegenteil, es war überall wirklich hübsch dekoriert und sah auch sauber aus aber man konnte ja nie wissen. Da sie für diese ach so gruselige Nacht sogar ein Zimmer umsonst bekamen, klärte Hina das auch gleich nochmal an der Rezeption ab und kam mit dem Schlüssel in der Hand zu Alessa, wedelte damit in der Luft herum und grinste breit. „Ich habe uns natürlich das schönste und beste Zimmer besorgt..“ Plötzlich wurde Hina ganz warm als sie daran dachte, dass sie sich ein Doppelbett teilten. Eigentlich total blöd und unnötig, das hatten sie schon so oft gemacht, es war so normal. Doch nach letzter Nacht.. Würde so etwas vielleicht nochmal passieren? Das Mädchen umklammerte den Schlüssel, ihr Herz klopfte wie verrückt und sie strich sich eine verlorene Strähne hinters Ohr. „Ich.. ich schau mir das Zimmer mal schnell an, ja? Ob wir es überhaupt wagen können hier zu bleiben.. Geh du schon mal zum Buffet! Und sicher uns die besten Snacks..“ Das Mädchen hielt kurz inne, hob dann den Kopf und grinste ihre Freundin an ehe sie die Treppe nach oben nahm und Alessa kurz alleine ließ.

  • [Bei Rumi und Darren am Buffet] Alessa



    Der üble Mief, der den beiden Blondchen gleich als sie aus dem Taxi stiegen um die Nase wehte war nicht zu verachten. Ugh. Ein weiterer Grund warum Alessa wohl für immer ein Stadtkind bleiben würde. Immerhin stank es dort nicht konstant nach Kuhmist. Man mochte meinen, dass die Mädchen genug Parfum aufgetragen hatten um eben jene Gerüche zu übertünchen aber offensichtlich hätte nicht einmal ein ganzes Fläschchen des teuersten Parfums gereicht. Alessa verzog wie Hina das Gesicht und folgte ihrer Freundin in Richtung Gaststätte. Der Taxifahrer hatte sie gleich vor dem doch recht rustikal aussehendem Gebäude abgeladen. Prüfend wanderte der Blick der Schülerin über jenes Gebäude. War dieser rustikale Look nicht ohnehin irgendwie wieder modern? Der Grad zwischen alt und abgefuckt und rustikal war mittlerweile recht schmal geworden und auch wenn Alessa es nicht laut aussprach so musste sich die Blonde doch eingestehen, dass es irgendwie seinen Charme hatte - vor allem mit der kreativen Halloweendekoration. Die Augen des Mädchens erfreuten sich nicht sonderlich lange an eben jener, da sich zum wiederholten Male ihr Blick an ihre Freundin heftete. Ihr Outfit zeigte sie unglaublich viel Haut. Der wenige Stoff schmeichelte ihrem perfekten Körper. Als sie sich bei ihr einharkte - wie früher - wie immer eigentlich. spürte Alessa das ihr Herz um einige Takte schneller schlug. Sie bemerkte die Blicke der anderen Gäste als die Freundinnen die Gaststätte beraten. Blicke die den beiden Freundinnen nicht fremd waren - sie zeigten nun einmal gerne was sie hatten - genossen die Aufmerksamkeit und doch bemerkte Alessa das sich etwas verändert hatte. Das sie nicht wollte, dass Andere Hina mit diesen Blicken ansahen. Alessa wartete etwas abseits als ihre Freundin sich zur Rezeption aufmachte um die Schlüssel für ihr Zimmer schon einmal entgegen zu nehmen. Sie erwiderte das Lächeln, welches Hina ihr letztendlich schenkte und lies ihren Blick über dieses fantastische Mädchen gleiten. Ihr ohnehin schon sehr kurzer Rock war ein wenig hochgerutscht als sie sich gegen den Tresen an der Rezeption legte. Verdammt. So zu tun als wäre nichts würde ihr noch schwerer fallen als gedacht. Zurück zu kehren zu der einzigartigen Freundschaft die sie nun einmal hatten würde definitiv nicht einfach werden. Nicht nach den Küssen, die sie ausgetauscht hatten - den Berührungen in dieser Nacht. Aber es war besser so. Hina sprach es bestimmt nicht an weil sie es entweder im Rausch vergessen hatte oder weil es nichts gab worüber man sprechen musste - es war einfach nur ein Alkoholausrutschter. Es dauerte nicht lange und eben jene Person, welche für all das Chaos in ihrem Kopf verantwortlich war, kehrte wieder zu ihr zurück. In ihren Händen baumelten die Schlüssel zu ihrem Zimmer. Die Mundwinkel Alessas hoben sich und sie sah in die grauen Augen des Mädchens als sie aufgeregt in die Hände klatschte. "Aaaah - du bist einfach die Beste!" kam es über die Lippen des Blondchens. Sie gaben sich nicht mit weniger als dem Besten zufrieden. Genauso musste das sein. Sie hatte keine Ahnung wie sie das überstehen würde. Es war selbstverständlich für die beiden Freundinnen, dass sie sich ein Bett teilten - in all den Jahren war es unzählige Male passiert aber seit gestern war alles ein kleines bisschen anders. Sie würde kein Auge neben ihr zutun. Der Gedanke, dass sie neben ihr lag würde sie wach halten - ganz sicher. Ihr Herz klopfte alleine bei dieser Vorstellung ganz schnell und sie spürte ein Kribbeln in ihrem Bauch. Ihre Blicke trafen sich und automatisch legte sich ein Lächeln auf die Lippen Alessas. "Dein Wunsch ist mir Befehl!" Das Lächeln auf den Lippen des Mädchens wurde breiter und als Hina die Treppe hinauf eilte, drang erst einmal ein Seufzen aus der Kehle des Mädchens. Sie genoss ihre Anwesenheit - wie immer - natürlich tat sie das - Hina war ihre beste Freundin aber zum ersten Mal in all den Jahren wusste sie nicht so recht wie sie mit ihr umgehen sollte - wie sie wieder Ordnung in all das Chaos bringen sollte, das sie geschaffen hatten. Noch bevor sie sich in Richtung Essen aufmachte bestellte Alessa sich einen Drink, den sie beinahe in einem Zug leerte. Nüchtern war es fast unmöglich mit dieser neuen Situation umzugehen. Sie bekam auch den Gedanken mit ihr das Zimmer und auch das Bett zu teilen nicht mehr aus dem Kopf. In dem hohen Glas, welches mit einer blutähnlichen Flüssigkeit gefüllt war schwamm irgendetwas Undefinierbares - aber da offensichtlich nicht an Alkohol gespart wurde sah Alessa darüber hinweg. Es gehörte immerhin dazu, dass die Drinks und Snacks dezent unappetitlich aussahen - solange sie ihren Zweck erfüllen würden war das schon in Ordnung für die Schülerin. Das Mädchen wanderte an den aneinander gereihten Tischen entlang. Eigentlich nahm sie nur peripher war was für Köstlichkeiten hier präsentiert wurden. Gedankenverloren sog das Blondchen an dem Strohhalm in ihrem Drink und piesackte das darin schwimmende Ding, welches sich als Spinne herausstellte. Sie verzog das Gesicht. Glücklicherweise nur eine Attrappe aber dennoch nicht schön anzusehen. Gerade als das Blondchen weiter wanderte stieß sie gegen Jemanden und hob zögernd den Kopf als sich dieser Jemand schließlich nach ihr umdrehte. Eigentlich hatte sie bereits zu einem bissigen Kommentar angesetzt als sie in die braunen Augen einer ihr nicht gerade unbekannten Person sah. "Darren...?!" Ein leicht fragender Ton lag in diesem einen Wort, dass irritiert über ihre Lippen kam. Ihr Herz hatte einen kleinen Satz gemacht aber zugleich war es auf Grund der jüngsten Ereignisse doch irgendwie befremdlich ihm gegenüber zu stehen. Eigentlich hatte sie sich von eben jenen Studenten ablenken wollen - war nur deshalb mit Hina shoppen gegangen (nicht das die Freundinnen einen Grund brauchten) und der Rest der Geschichte war nun wirklich nicht unbekannt. Der Blick der Schülerin wanderte über den jungen Mann und schließlich wieder zurück zu den braunen Augen, die sie musterten. "Du bist also... tot? Das erklärt natürlich einiges..." Alessa hob eine Augenbraue und nahm einen Schluck von der bedenklich aussehenden Flüssigkeit in ihrem Glas. Ihre roten Augen funkelten vielleicht sogar ein bisschen provokant und dennoch blieb ein freches Grinsen auf den Lippen des Mädchens zurück. Vielleicht war das die Lösung. Eine willkommene Ablenkung. Vielleicht war das die einzige Möglichkeit die Freundschaft zu Hina zu erhalten. Indem sie sich auf Etwas oder besser gesagt Jemand anderen fokussierte. Alessa lehnte den Kopf etwas schräg um an dem gutaussehenden Studenten vorbei zu gucken und entdeckte ein Mädchen mit rosafarbenem Haar, das anscheinend die Begleitung ihrer willkommenen Ablenkung war. Wortlos wanderte ihr Blick über das Mädchen, welches in etwa in ihrem Alter sein musste und offensichtlich als eine Art Püppchen verkleidet war. Kurz wanderte ihr Blick zwischen den Beiden hin und her - als würde sie einschätzen in welcher Beziehung sie zueinander standen als sie dem Mädchen unverblümt in die Augen blickte. "Hi - ich bin Alessa..." Ein abwartender Ton lag in der Stimme der Schülerin beinahe so als würde noch etwas folgen aber stattdessen hoben sich ihre Mundwinkel zu einem zuckersüßen Lächeln.

  • [Rumi] ~ mit Darren & Alessa am Buffet

    3405-rumi-akiyama-png

    Nachdem sie eine Weile völlig begeistert im Eingang und damit etlichen Menschen im Weg gestanden hatte, zog es die Rosahaarige langsamen Schrittes zum Buffet. Zwischen all den Menschen war es schwierig, einen guten Blick auf all das schaurig gute Essen zu bekommen, aber irgendwie schaffte es Rumi, sich einen Weg durch die kostümierten Gestalten zu bahnen. Ein Glück war sie klein und wendig. Die Jugendliche ließ ihre vor Begeisterung glänzenden Augen über den ersten Tisch vor sich schweifen. Sie fand die verschiedensten Halloween-Leckereien, die schauriger und kreativer nicht sein konnten. Rumi strich sich eine ihrer rosafarbenen Strähnen, welche nicht von ihren Haarbändern gehalten wurde, aus dem Gesicht, während sie sich leicht nach vorne beugte, um einen besseren Blick auf das Essen zu bekommen. So bemerkte sie auch nicht die Person, welche sich ihr von hinten näherte. Die wohlbekannte Stimme des Studenten ließ Rumi hochschrecken und sich schlagartig umdrehen, was ihre Zöpfe schwingen ließ. "Darren!" Sie brauchte einem Moment, um durchzuatmen und sich von dem Schrecken zu erholen, welchen ihr der Schauspielstudent, welchen sie am Vormittag erst kennengelernt hatte, eingejagt hatte. "Ich hab dich gar nicht kommen hören. Das essen hat mich abgelenkt." Mit einem peinlich berührten Lachen begutachtete Rumi sein Kostüm. "Schaurig schick bist du aber." Ein Zombiekostüm. Einerseits klassisch, aber es hatte etwas originelles an sich. "Auf jeden Fall." Rumi wandte den Blick wieder kurz nach Hinten zum Buffet. "Es sieht wirklich gut aus, aber ich hatte noch keine Gelegenheit zu probieren." Erklärte sie lächelnd. "Bist du schon lange da?" Das Gedränge der Menschen, welche alle zum Buffet wollten, machte es nicht einfach, sich auf ein Gespräch zu konzentrieren aber Rumi gab sich große Mühe. Bis schließlich jemand in den Studenten hinein stolperte. Jemand, der ihn zu kennen schien und auch äußerst überrascht war, ihn hier zu sehen. Rumi betrachtete das hübsche Mädchen etwas genauer, während diese mit dem Brünetten sprach. Das helle blonde Haar, das weiße Engelskostüm mit kleinen Flügeln, welches sie so unschuldig wirken ließ, die tiefen roten Augen, welche den Studenten fixierten, die makellose, blasse Haut, welche augenscheinlich genauso gut gepflegt war, wie der Rest ihrer Erscheinung. Irgendwie kam sie Rumi bekannt vor, als hätte sie das Mädchen vorher schon einmal gesehen. Aus der Schule vielleicht? Das könnte sein, wenn sie so darüber nachdachte. Sie war eine der Cheerleaderinnen, oder? Doch Rumi blieb nicht viel Zeit, um darüber nachzugrübeln, denn die Blonde widmete sich nun ihr. Mit einem zuckersüßen Lächeln stellte sie sich vor. Diese Lächeln erwiderte die Rosahaarige mit Freuden. "Rumi, hi." Sie schien nett zu sein. "Du bist ja ziemlich beliebt." Diese Worte richtete sie an Darren und schenkte ihm ein neckisches Lächeln. Eigentlich war es kein Wunder, bei dem Charisma, das der Student besaß. "Oh, willst du auch was essen?" Fragte sie dann die Blonde und trat einen Schritt zur Seite, um die Sicht auf das Buffet ein wenig besser freizugeben.

  • 3163-hinarpg-png

    Hina | verlässt die Gaststätte


    Hina wirbelte aufgeregt den Zimmerschlüssel um ihren Finger, fragte sich auf dem Weg ins obere Geschoss ob die Spinnweben, die hier an jeder Ecke klebten und manchmal auch am Treppengeländer, wirklich nur Dekoration waren oder ob das sonst auch so wahr und diese Gaststätte einfach mal geputzt gehörte. Im Grunde konnte es ihr egal sein, jedoch war der Gedanke daran in solch einem ekelhaften Gebäude zu schlafen auch nicht besonders einladend. Das Mädchen hoffte einfach, dass die Zimmer nicht so überladen waren aber davon konnte sie sich ja selbst gleich ein Bild machen. Denn sie sperrte die Türe auf und war doch positiv überrascht. Es war ein bisschen dekoriert, hier hingen Kürbis-Lichterketten und dort lagen ein paar süße und schaurige Plüschtiere aber sonst wirkte das ganze doch recht nett. Hina warf sich kurz auf das große Bett. Dabei rutschte ihr Rock ein bisschen nach oben aber da sie alleine war, zupfte sie den auch nicht zurecht. Die Schülerin spürte Herzklopfen. Spürte ihr eigenes Herz ein bisschen eskalieren. Später am Abend, später in der Nacht, würde sie wahrscheinlich gemeinsam mit Alessa hier liegen. Sie würden lachen und über die anderen Besucher des Festes herziehen. Würden sich aneinander kuscheln weil es doch schon recht kühl war. Und dann? Konnte sie das überhaupt noch, war das nach dem, was am gestrigen Abend passiert war, überhaupt noch möglich? Einfach so? Wahrscheinlich wirkte für Außenstehende immer noch alles wie sonst. Sie scherzten, redeten, hielten Händchen, es war so wie immer. Aber die beiden Freundinnen wussten genau, das sich etwas verändert hatte und doch sprach es keiner an. Wie dumm das eigentlich war. Konnten sie sonst über alles reden, hörte es auf, wenn es um sie selbst ging? Wenn es um das ging, was sich vielleicht aus dieser Freundschaft entwickelt hatte? Ein leises und auch trauriges Seufzen verließ ihre Lippen und sie richtete sich wieder auf, fuhr sich mit den Fingern durch die langen Haare. Ob sie sie vielleicht mal wieder etwas kürzen lassen sollte? Kurz sah das Blondchen auf ihre Haarspitzen. Aber Alessa liebte ihre langen Haare, spielte sie doch immer wieder zu gerne damit. Ein zufriedenes Lächeln legte sich auf ihre Lippen und sie warf ihre Mähne über ihre Schultern, verließ das Zimmer und ließ den Schlüssel in ihrer kleinen Tasche verschwinden. Ihre Freundin wartete schon viel zu lange, wieso ließ sie sie überhaupt so lange warten. Gut gelaunt und doch ein bisschen durcheinander ging sie wieder nach unten in den großen Raum, in dem das Buffet und auch der kostenlose Alkohol auf sie wartete. Aufmerksam schaute Hina um sich, suchte ihre Beste und entdeckte sie schließlich. Hätte sie sich bereits ein Gläschen gegönnt, wäre dieses jetzt sicher klirrend auf dem Boden gefallen. Das war er doch oder? Das war doch dieser super tolle Kerl, von dem Alessa ihr vor geschwärmt hatte. Das Arschloch, das sie gar nicht verdient hatte. Ihr Kiefer knirschte während sie das kleine Grüppchen am Buffet beobachtete. Ihre Freundin wirkte glücklich. Freute sie sich so sehr diesen Studenten da wieder getroffen zu haben? Und wie sah er überhaupt aus, ein bisschen übertrieben oder? Eigentlich hätte sie sich jetzt um das rosahaarige Mädchen gekümmert, sie weggelockt damit ihre Beste den Kerl für sich hatte aber sie konnte es nicht. Hina war unfähig etwas zu tun. Hätte am liebsten Alessa selbst dort weggezogen weil sie nicht wollte, dass sie sich noch mehr für diesen Typen interessierte. Sie konnte das nicht mitansehen, wollte es auch gar nicht und vielleicht war ihre Freundin auch ganz froh darüber ihren Traumprinzen wieder begegnet zu sein und wollte jetzt nur noch bei ihm sein. Die Blonde presste ihre Lippen aufeinander, machte kehrt und verließ die Gaststätte mit eiligen Schritten. Irgendwo in diesem verdammten Kuhkaff gab es sicher noch etwas zu trinken. Ganz viel am besten.