Der Baggersee

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    [IMG:http://fc03.deviantart.net/fs70/f/2015/060/2/a/harvest_moon_boy___matze_by_princesslettuce-d8jz8g2.png]Eigentlich hätte sich Matze auf den Weg nach Hause gemacht, es war bald an der Zeit dass Alessa von der Schule nach Hause kommen musste, allerdings rief sie ihn kurz bevor er Zuhause war von der Telefonzelle bei der Schule aus auf dem Handy an und teilte ihrem Papa mit, dass sie noch mit zu einer Freundin gehen würde. Nagut, warum nicht. Es freute ihn ja, dass sie kleine so viele Freunde zu haben schien. Kurzfristig hatte er auf halbem Wege kehrt gemacht um einfach ein wenig durch die Stadt zu laufen, da er eh nichts besseres zu tun hatte, außer natürlich auf einen möglichen Anruf von Amy zu warten, schließlich hatte sie kaum etwas im Krankenhaus dabei. Und Morgen würde er sowieso mit einer Pizza vorbei kommen, das hatte er sich bereits vorgenommen.
    Aus einem seltsamen Grund – vermutlich wollte ihm das Schicksal mal wieder eins auswischen – hatte er den Weg richtung Wald eingeschlagen. Er wohnte zwar nun schon eine ganze Weile hier, aber den Wald hatte er bisher dennoch nicht besucht. Und irgendwie schaffte er es mit seinem Glück tatsächlich auch direkt vom Weg abzukommen und sich zu verlaufen. Das Handynetz war hier auch nicht das beste und das GPS versagte sowieso, also nahm er sich vor die ganze Zeit ausschließlich in eine Richtung zu laufen, sodass er früher oder später irgendwo ankommen musste. Nach einer guten Stunde Fußweg begann er langsam immer lauter werdende Stimmen zu hören, er war also wieder auf dem Weg in die Zivilisation. Halleluja! Allerdings war diese Freude nur von sehr, sehr kurzer Dauer, als er das Gestrüpp des Waldes verließ und plötzlich vor einer doch sehr bekannten Person stand. Die Frisur und der Kleidungsstil hatte sich zwar leicht verändert, dennoch hätte er sie selbst in tiefster nacht sofort wiedererkannt. „Kate?!?“ Die braunen Haare, die roten Augen (die ihn damals so sehr in ihren Bann gezogen hatten), die Sommersprossen – sogar die Kette, die er ihr einst zum Geburtstag geschenkt hatte trug sie noch. Warum zur Hölle das? Hatte ihr Prinz William etwa erlaubt ein Geschenk von ihrem Ex-Freund weiterhin zu tragen? „Was tust du hier?“ Als ob sein Leben nicht schon verflucht genug wäre.


  • In Gedanken versunken schreckte die Brünette auf, als sie plötzlich wackelndes Laub vernahm. War das etwa ein Tier? Sie hatte nichts dabei, um sich zu verteidigen. Geschockt sprang sie auf und sah in die Richtung des Geräusches, nur um den nächsten Schock zu bekommen. Als Kate in die so vertrauten, blauen Augen blickte, rutschte ihr das Herz in die Hose und hämmerte geradezu in ihrer Brust. Nie hätte sie sich erträumt, dass sie ihn so schnell nach ihrer Ankunft wieder sehen würde. Ihr Gefühlen fuhren mit einem Mal Achterbahn. Irgendwo klopfte ihr Herz und ihre Wangen röteten sich ein wenig. Andererseits brodelte wieder die Wut in ihr auf. Der Vater, der ihr das Kind weggenommen hatte. Es gab immer zwei Seiten einer Geschichte. Er hatte mit Sicherheit überall herum geplaudert, dass sie sich nicht für ihr Kind interessieren würde. Doch das war eine glatte Lüge! Jedoch hatte sie ihn auch schrecklich vermisst. War das eine sogenannte Hass-Liebe?
    „Matze...“, fast tonlos kam ihr sein Name über die Lippen. Mit einem Mal fühlte sich alles so kalt an. Er machte nicht gerade den Eindruck, als wäre er froh sie zu sehen. Nun gut, sie stand ihm nach wie vor mit gemischten Gefühlen gegenüber. Was sie hier tat? Der Blonde hörte sich ziemlich gereizt an. Sie konnte doch machen was sie wollte oder nicht?!
    Sie musste jetzt stark sein! Schließlich war sie mit einem Ziel hierher gekommen und das würde sie auch ohne Umwege verfolgen. Kate atmete kurz aus. „Ist es nicht offensichtlich?“, sie blickte ihm fest in die Augen. Sie war jetzt nicht mehr das kleine Schulmädchen von damals, die nicht wusste, was sie wollte. Die auch ohne Mann zurecht kam. Sie brauchte keinen Will und keinen Matze mehr. Sie wollte ihre Kinder haben. Vor allem Alessa. Ran mied sie so oder so, aber das würde sie auch noch hinbekommen.
    „Ich will meine Kinder wiedersehen.“, die Überzeugung und der Wille, ihre Tochter wiederzusehen war ihr dabei ins Gesicht geschrieben. „Du hast doch nicht im Ernst gedacht, du könntest dich mit Alessa einfach aus dem Staub machen und ich lasse das einfach so zu.“, mit jeden Wort wurde Kate wütender. Natürlich hatte sie auch Mist gebaut, aber sie ließ sich doch nicht einfach ihre Tochter wegnehmen. Am liebsten hätte sie Matze – während sie auf alles zurück sah, eine deftige Ohrfeige verpasst. Doch sie wusste genau, das sie dann auf komplett Taube Ohren stoßen würde und ihren kleinen Engel erst recht nicht wiedersehen würde.

    • "Ich bin keine Puppe, die man aus einem verstaubten Regal holt, wenn Jemand gerade nicht da ist, und wenn dieser Jemand wieder zurückkehrt, achtlos ins Regal gestellt wird und wieder von allen... gehasst wird." •

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    [IMG:http://fc03.deviantart.net/fs70/f/2015/060/2/a/harvest_moon_boy___matze_by_princesslettuce-d8jz8g2.png]Warum hatte er nicht einfach kehrt gemacht und war wieder in den Wald verschwunden? Sich erneut zu verlaufen wäre sicherlich angenehmer, als die Anwesenheit einer gewissen Person, geschweige denn ein Gespräch mit eben dieser. Tatsächlich schien ihr dieses plötzliche Aufeinandertreffen jedoch mehr die Sprache verschlagen zu haben als ihm, was schon wirklich schwer war. Es war auch nicht zu übersehen wie ihre Wangen leicht die Farben änderten, allerdings wusste er nicht genau, welcher Ursache dies war. Er kannte sie zwar wirklich gut, aber so oft wie sie ihn schon hinters Licht geführt hatte konnte er sich bei Kate bei nichts sicher sein. Immerhin war das Glück diesmal auf seiner Seite, denn auch wenn er nicht im geringsten wusste, wie seine Ex-Freundin und Fast-Verlobte von ihm dachte, so konnte er von sich getrost behaupten, dass er rein garnichts mehr für sie empfand. Allerhöchstens etwas Verachtung, wobei es wohl eher die Gleichgültigkeit ihr gegenüber war, welche ihm nicht den Hals zuschnürten. „Deine Kinder?“, wiederholte er mir fester Stimme. Sollte er ihr von der Geschichte erzählen, die Cedric von Rick erfahren hatte und die ganz sicher falsch war, nur um sie leiden zu sehen? Nein, so gerne er auch würde, das könnte er nicht. Früher, ja, da hätte ihm das nichts ausgemacht, aber in den letzten Jahren hatte er sich doch grundlegend verändert. „Ran ist nicht in der Stadt. Niemand weiß, wo sie ist.“, sprach er wahrheitsgemäß. „Und Alessa braucht keine Mutter, die Jahre später plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Du bist doch diejenige gewesen, die einfach spurlos verschwunden ist!“, warf er ihr vor, wobei er wirklich froh über diesen Zustand gewesen war. Alessa hätte sonst eine wirklich unangenehme Kindheit gehabt, welche ihr somit erspart geblieben war. „Aber ich kann dir versichern, ihr geht es bestens und sie ist zu einer umwerfenden Schülerin herangewachsen.“ Die vermutlich nicht einmal den Namen ihrer Mutter kennt. Wie gerne hätte er Kate diese Tatsache ins Gesicht geklatscht, aber dafür war er einfach ein zu freundlicher Mensch. Selbst nach alldem, was sie ihm damals angetan hatte. Während es ihr anzusehen war, wie sie immer wütender wurde, so blieb er völlig locker und gelassen. Kate konnte ihn nicht mehr aufregen, egal was sie tat und wie sie meinte ihn behandeln zu müssen. Ihre ständigen Affären hatten sein Selbstvertrauen so ziehmlich verschwinden lassen, aber dank Pierre hatte er es nach und nach geschafft sich dieses wieder aufzubauen. Inzwischen gab er nichts mehr auf die Meinungen anderer und es gab wirklich nur noch sehr wenige Menschen die es schafften, seine Gefühle zu verletzen. Zum Glück kannten sie seine sensible Art und achteten auch immer genügend darauf. Nur Pierre...naja, vielmehr seine seltsame Abwesenheit, machte ihm wirklich zu schaffen, aber auch dies war in den letzten Wochen und Monaten glücklicherweise etwas abgeklommen, da er so viel Zeit mit Amy, Anna, Jean und dem bis vor kurzem Ungeborenen verbracht hatte, welche ihn alle samt auf Trab gehalten hatten.


  • Erstaunt hob Kate eine Augenbraue, als Matze Ran ansprach. Sonst hatte ihn ihre ältere Tochter auch nicht großartig interessiert. „Selbst wenn Ran nicht hier ist, so kann ich meine Tochter suchen.“, gab sie schon fast patzig zurück. Sie hatte ein Recht darauf, ihre Kinder zu sehen. „Was blieb mir denn bitte anderes übrig? Du hast mir meine Tochter ja entzogen und mich dargestellt als hätte ich Alessa damals entführt! Mir Zeit für mich zu nehmen, war somit doch das intelligenteste oder etwa nicht? Wobei, das kann dir egal sein.“, sie verschränkte die Arme vor der Brust. Matze hingegen leierte das ganze so herunter als wäre es ihm so oder so gleichgültig. So konnte es ihm doch auch egal sein, dass sie Alessa wiedersehen wollte oder nicht?
    „Matze, du weißt genauso gut wie ich, wie sehr ich Alessa liebe. Wie kannst du nur so egoistisch sein?! Sie gehört ebenso zu meinem Leben, wie zu deinem!“, diese Gleichgültigkeit sollte die Brünette wohl noch mehr in Rage versetzen oder nicht? Sie sollte sich beruhigen. Aufregen würde hier nicht helfen. Ihr verbohrtes Verhältnis stand der ganzen Sache einfach im Weg.
    „Ich habe verdammt nochmal ein Recht darauf meine Tochter zu sehen und ich lasse es nicht zu, dass du mir dabei im Weg stehst.“, ihr Blick war kühl. Sie war und würde immer Alessas Mutter sein. Daran konnte auch Matze nichts ändern.

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    [IMG:http://fc03.deviantart.net/fs70/f/2015/060/2/a/harvest_moon_boy___matze_by_princesslettuce-d8jz8g2.png]„Was soll ich getan haben? Du hast dich ja nur noch für deinen blonden Schönling interessiet, nachdem ich endlich gemerkt hab wie scheiße du mich behandelt hast und endlich die Notbremse gezogen hab. Du hast erst wieder an sie gedacht, du gemerkt hast dass doch was fehlt und anstatt dich normal zu melden gehst du zu Jean, die gerade Babysitterin gemacht hat, und entführst sie einfach! Ich meine, geht’s noch? Selbst wenn du ihre leibliche Mutter bist, das war Kindesentführung, sei froh dass ich dich nicht angezeigt habe!“ Er verstand diese Frau einfach nicht. Was war in ihrem Leben bloß schief gelaufen dass sie so wenig Ahnung vom Leben haben kann? „Ah, und jetzt ist dir eingefallen dass sie es sie ja auch noch gibt und da dachtest du dir, du kommst einfach mal vorbei, ja? Sie muss dir ja viel bedeuten wenn es so viele Jahre dauert bis du dich dazu entscheidest sie zu besuchen!“ Jetzt hatte sie Brünette es doch wieder geschafft ihn in Rage zu reden. Dabei hatte er sich doch eben noch so gut geschlagen. „Vergiss es. Such dir von mir aus einen Anwalt oder so, mir egal. Weder ich, noch Alessa, haben interesse an deiner Gesellschaft.“ Nachdem sie so lange keine Interesse an ihrer Tochter gezeigt hatte, bräuchte er keine Angst vor einen Anwalt oder einem Gerichtsverfahren haben. Es würde so oder so zu seinen Gunsten ausgehen. „Lass mich raten, du bist nur hier weil dein Prinz dich weggeworfen hat, oder? Und jetzt suchst du jemand anders, an den du dich klammern kannst, und da sind dir nur deine Kinder eingefallen.“ Die eine Augenbraue hochgezogen, die Arme vor der Brust verschränkt, stand er vor, verzog keine Miene. Das Stück Mauer, welches eben schon zu bröckeln begonnen hatte, war schnell wieder geflickt worden. „Außerdem hab ich keine Zeit lange mit dir zu diskutieren. Ich muss nach Hause, falls Amy anruft und was braucht.“ Sollte sie sich bei diesem Satz ruhig denken was sie wollte, sie dachte ja sowieso nur schlechtes von ihm, nicht dass ihn das irgendwie interessieren würde. Das einzige, was gerade interessant war, war die Frage wann sie wieder einen Abflug machen würde.


  • „Ach lass Will doch da raus. Immer dieses ganze Drama um Will! Das ist eine miese Lüge und Unterstellung die du da machst!!“, kaum hatte sie sich einigermaßen beruhigt, fegte Matze den Sturm in ihre geradezu wieder auf. „Jetzt bin ich also die böse? Du warst doch kein Stück besser! Hattest auch nicht den Mann in der Hose, zu sagen das du weg ziehst! Zudem bin ich NICHT auf Besuch hier. Nur zu deiner Information. Ich wohne jetzt in Riverport.“, was bildete er sich denn ein?! Er hatte nicht das Recht, so mit ihr zu reden! „Du hast doch keine Ahnung, was Alessa will. Du kannst sie vielleicht jetzt noch von mir fernhalten, aber wenn sie älter wird hast du mit Sicherheit keine Gewalt darüber zu entscheiden, was sie zu tun und zu lassen hat! Sie hat auch das Recht darauf mich zu sehen! Woher willst du denn bitteschön wissen, dass sie mich nicht sehen möchte? Du hättest Alessa mir damals auch einfach geben können, anstatt sie an Jean abzuschieben, nur um dich mit Pierre zu treffen!“, Pierre. Gott, wie sehr Kate ihn hasste. Er hatte sich immer zwischen die beiden gedrängt. Matze sollte klar werden, dass er nicht Unschuldig an der Situation war!
    Ein abwertendes Lachen huschte aus ihrer Kehle. „Ich bin hier, um mich um meine Kinder zu kümmern. Ich weiß, dass ich bisher keine gute Mutter war. Will kann machen was er will – es interessiert mich nicht. Wie schon gesagt, ich bin für meine Kinder hier. Weder für dich oder sonst jemanden. Du kannst nach wie vor von mir halten was du willst. Es ist mir gleich.“, der Wind spielte mit ihren Haaren. Sie war nicht mehr so schwach und würde sich von allen beeinflussen lassen! Sollte der Blonde doch denken, was er wollte! Seine Meinung ging ihr am Allerwertesten vorbei! Kate wusste nicht, was er mit seinem letzten Satz bezwecken wollte. War Amy jetzt sein Betthäschen und nicht mehr das von Pierre sondern sein eigenes? „Wenn du so wenig Zeit hast, was machst du dann bitte hier? Wir könnten auch eine Erwachsene Lösung für das ganze finden, doch du verhältst dich wie ein bockiges Kind.“, sie hob erneut die Augenbraue. Die Sache mit Amy ignorierte sie gekonnt. Sie konnte genauso ekelhaft werden wie er.

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    „Das ist weder eine Lüge noch eine Unterstellung, das ist eine Tatsache.“ Kaum war Kate für wenige Minuten wieder ein sein leben getreten wünschte er sie schon wieder zur Hölle. „Wieso sollte ich dir sagen wohin ich ziehe? Außerdem warst du verschwunden, wie hätte ich das also machen sollen?“ Da kam sie wieder auf ihrem Loch gekrochen und erlaubte sich allen ernstes einfach über ihn zu urteilen ohne zu wissen, was in all der Zeit überhaupt passiert war. Aber das war ja typisch für Kate. Sie sah schon immer nur das, was sie sehen wollte, und was sie in ein gutes Licht rückte, während er natürlich wie immer Schuld an allem war. „Ach, meinst du? Nur falls dus vergessen hast, ich habe sie aufgezogen. Alleine. Weil Frau Mutter ja nicht in Reichweite war. Wärst du nur einmal auf normalem Wege zu mir gekommen hätte ich garantiert nichts dagegen gesagt, ich habe schließlich bereits zwei Kinder, die ohne Mutter aufwachsen mussten und eigentlich habe ich mir das so für Alessa nicht gewünscht, im Gegenteil.“ Vergiss es Junge. Du schaffst es nie und nimmer in Anwesenheit dieser Person die Ruhe zu bewahren. „Glaubst du ich habe mit ihr nicht über sowas gesprochen? Sie interessiert sich nicht für dich. Kann gut sein, dass sich das in ein paar Jahren ändert, aber solange sie dich nicht kennen lernen will sehe ich keinen Grund dafür dich ihr aufzuzwingen.“ Wie konnte man nur so ein Brett vor dem Kopf haben? Dachte sie wirklich, sie taucht hier einfach auf und jeder würde sie, nach all dem was sie sich geleistet hatte, mit offenen Armen empfangen? Wie naiv konnte man eigentlich sein! „Ich habe sie nicht abgeschoben, aber auch ich brauch mal eine Auszeit und du warst ja mit deinem Lover beschäftigt. Du hast ja keine Ahnung wie anstrengend es ist sich alleine um ein Kind zu kümmern. Du hast Ran ja damals einfach wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen.“ So wie Alessa auch. Bisher hatte der Blonde sich noch recht gut unter Kontrolle, lediglich seine Stimme war etwas lauter geworden und sein Gesichtsausdruck hatte sich verändert. Aber als die Brünette Pierre indirekt dafür verantwortlich machte – es warihm nichts neues, dass sie ihn nicht mochte, schließlich hatte er sie von Anfang an durchschaut gehabt – platze ihm der Kragen. „Wag es nicht schlecht über Pierre zu sprechen. Er hat sich mehr um Alessa gekümmert als du es je getan hättest.“ Seine Stimme war nicht nur lauter, sondern auch eindeutig wütender geworden. Was erlaubte sie sich eigentlich? Sie wusste nichts über Pierre!
    „Ach, Will ist jetzt auch uninteressant geworden, ja? Naja, wundert mich bei dir nicht. Dir ist ja nie jemand gut genug.“ Inzwischen war er zwar froh darüber, dass er damals noch gerade so die Notbremse gezogen hatte, ehe sie ihn komplett seelisch verkrüppelt hatte, dennoch interließ ihr Anblick immer noch einen Stich in seinem Herzen. Nicht, weil er noch etwas für sie empfand, sondern weil ihn noch niemals jemand so respektlos behandelt hatte wie sie. „Du wohnst hier?“ Lediglich ein Seufzen entglitt seinen Lippen. Was hatte er schon erwartet? Inzwischen war er doch daran gewöhnt, dass ihm das Leben hin und wieder einen Stein – oder auch einen Felsen – auf den Weg warf. „Das bockige Kind hier bist du. Denkst du kannst einfach in das Leben anderer stolpern und dir nehmen was du willst? Vergiss es Kate. Ich habe mir hier ein neues Leben aufgebaut, und das lasse ich mir von dir nicht schon wieder kaputt machen. Das hast du schon einmal geschafft.“ Unterdessen war seine Atmung wieder etwas ruhiger und seine Stimme wieder leiser geworden. Er wusste, dass es keinen Sinn hatte mit ihr darüber zu diskutieren. Hatte es noch nie. Sollte sie unternehmen was sie wollte, um Alessa zu sehen. Solange die kleine Blonde dies nicht wollte, konnte Kate machen was sie lustig war. Und ganz ehrlich? Er würde gerade einen weiteren Spaziergang durch den Wald mit anschließendem Verlaufen sehr begrüßen. Sollte die Brünette doch von ihm denken was sie wollte, das ging ihm sowieso am Allerwertesten vorbei. Tonlos, ohne ein Wort des Abschieds, wandte er um und latschte wieder los in den Wald hinein.


  • Und da behauptete der Blondschopf er sei ein unschuldiges Lamm – natürlich hatte er es nicht gesagt, aber alles was er sagte hörte sich ja geradezu danach an. Vielleicht ging Kate auch ein wenig falsch an die Sache ran? Anstatt Feuer mit Feuer zu bekämpfen? Denn, wenn sie ehrlich war, so wie sie sich gerade mit Matze unterhielt hörten sie sich genauso an, wie früher. Dieselben Dummköpfe, die sie damals waren. Er hatte mit seinen Aussagen ja auch irgendwo recht. Vielleicht sollte sie wirklich aufhören, sich so stur zu verhalten. Auch wenn sie es ungern zugab. Manchmal musste einem die Wahrheit eben ekelhaft serviert werden. Die Rotäugige seufzte. Sie ließ Matzes Standpauke über sich ergehen – natürlich bemerkte sie, dass er zwischen drin ziemlich wütend geworden war. Vor allem was Pierre betraf. Zwischen den beiden lief es wohl auch nicht mehr so prickelnd wie es schien. Innerlich freute sich Kate darüber natürlich wie ein Honigkuchenpferd. Gut so. Sie mochte ihn einfach nicht. Dieser dämliche blonde Franzose mit seinem dämlichen Bart! Was hatte Amy damals nur dazu geritten, mit ihm auszugehen? Während sie in ihre innerlichen Hasstiraden vertieft war, setzte der Blauäugige zum gehen an. Moment mal?! Was sollte das denn jetzt? Sie hatte sich noch nicht zu der ganzen Sache geäußert! Da konnte er böse sein, wie er wollte, aber Kate würde ihm noch antworten! Er ging einfach in den Wald hinein. Sprachlos sah die Brünette ihm hinterher. Das würde sie nicht auf sich sitzen lassen!
    „Hey!“, sie sprang ihm regelrecht hinterher. „Warte!“, sie hatte ihn Sanft am Arm gepackt. Vermutlich würde er einfach weiter gehen, doch Kate musste das noch loswerden. Sie atmete kurz aus. Sie war hierher gekommen, um mit ihrer Vergangenheit abzuschließen und eine richtige Mutter für ihre Kinder zu sein.
    „Es tut mir wirklich Leid. Ob du es mir nun glaubst oder nicht. Ich war egoistisch und hab mich damals wirklich ekelhaft Verhalten und dir weh getan. Einfach abzuhauen war unreif, das weiß ich. Es wäre einfach schön, meine Tochter wiederzusehen. Ich will dir auch gar nichts wegnehmen. Das ist mein voller Ernst. Ich weiß, dass das was ich getan habe nicht zu entschuldigen ist aber kann ich dir denn nicht wenigstens beweisen, dass ich es besser machen möchte?“, sie blickte ihm fest in die Augen. Er musste einfach merken, dass es ihr ernst war. Kate würde Matze nicht einfach wieder gehen lassen.

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    [IMG:http://fc03.deviantart.net/fs70/f/2015/060/2/a/harvest_moon_boy___matze_by_princesslettuce-d8jz8g2.png]Fast schon hatte er geglaubt, dieser Person entkommen zu sein, aber zu früh gerfeut. Er hörte, wie sie ihre Stimme erhob und ihm hinterher rief, ehe er ihren vorsichtigen Griff an seinem Arm spürte. Hätte sie sich nicht direkt mit ihren nächsten Worten entschuldigt, so hätte er ihr wohl direkt ins Gesicht gesagt, dass sie sich aus seinem und dem Leben ihrer Tochter verpissen wollte. Vermutlich war es ganz gut, dass er nicht dazu kam diese Worte an sie zu richten, sonst wäre der Streit nur noch mehr ausgeartet. Schweigend, aber ohne sich dabei in ihre Richtung zu wenden, lauschte er ihren doch recht ehrlich klingenden Worten. Kate schien es ernst zu meinen, oder sie wusste einfach immernoch genau, wie sie ihn am besten manipulieren konnte. Sie waren schließlich lange genug zusammen gewesen, als dass sie seine Schwächen kannte. Und er war einfach zu gutherzig, um solch einen Versuch einer Entschuldigung zu ignorieren. „...“ Letztlich wandte er sich doch zu ihr um. Mit der Hoffnung, aus ihrem Blick lesen zu können ob sie es wirklich ernst meinte oder ihn nur als Mittel zum Zweck nutzen wollte, erwiederte er diesen. So nah war er der Brünetten schon lange nicht mehr gewesen, seit dem Aus ihrer Beziehung hatte er immer versucht, soviel Abstand wie möglich zu wahren, ihm war ja immerhin bewusst, dass sie genau wusste wie sie mit ihm umzuspringen hatte. „Du meinst es wirklich ernst, ja?“, fragte er nocheinmal nach, ohne aber auf eine für ihn informative Antwort zu hoffen, es war lediglich ein Versuch die Zeit etwas hinaus zu zögern. Auch schon damals war er aus ihren Worten und ihren Gesten nicht schlau geworden. „...ich red bei Gelegenheit mal mit Alessa darüber. Aber wenn sie nicht will, dann musst du das akzeptieren, okay? Ansonsten...meld ich mich bei dir.“ Es war ihm verdammt unangenehm, ihr dieses Versprechen zu geben. Er wusste, dass er es früher oder später bereuen würde, aber jetzt konnte er sich einfach nicht wehren. Der Blonde zögerte einen Augenblick, ehe er sein Handy aus der Tasche zog, die Kontaktliste aufrief und es ihr reichte, damit sie sich einspeichern konnte. „Ich hab deine Nummer nicht mehr, mein altes Handy ist beim Flugzeugabsturz abgesoffen.“ Wusste sie überhaupt davon? Bestimmt nicht. Kate gehörte nicht zu der Art Mensch, die regelmäßig Nachrichten schauten oder Zeitung lesen.


  • Hatten ihre Worte etwas bei ihm bewirkt? Wenigstens ein bisschen? Er musste doch sehen wie ernst es ihm war. Schließlich hatte sie sich – zu ihrer eigenen Schande, nie wirklich aufrichtig bei ihm entschuldigt. Da musste er doch sehen, dass sie nicht mehr der Kindskopf von damals war und es ernst meinte. Sonst wäre sie doch auch nicht zurück gekehrt. Gefühlte Stunden vergingen, ehe Matze eine Regung machte. Schon fast hätte Kate den Glauben daran aufgegeben an ihn heran zu kommen, bis er sich schließlich umwandte und seine saphirblauen Augen – die sie immer so geliebt hatte, in ihre rubinroten blickten. Sie nickte nur kurz zur Bestätigung. Er schien wohl mehr los werden zu wollen und innerlich machte sich die Brünette schon bereit, erneut ekelhafte Worte von ihm an den Kopf zu bekommen. Doch Anstatt erneut eine Standpauke von ihrem Ex-Freund zu bekommen, glühte ein kleiner Hoffnungsschimmer in ihr auf. Er würde tatsächlich mit Alessa darüber sprechen! Irgendwo verpürte sie ein Bedürfnis, ihn zu umarmen, doch Kate wusste, dass das nicht der richtige Zeitpunkt war. Stattdessen grinste sie über beide Wangen wie ein Honigkuchenpferd und stieß ein von Glücksgefühlen übermanntes: „Vielen Dank!“ aus. Natürlich konnte es auch sein, dass ihre Tochter sie nicht sehen wollte. Aber sie war sich sicher, dass Alessa ja sagen würde. Sie wusste es einfach.
    Über seine nächsten Worte war die Brünette dann doch etwas baff. „Flugzeugabsturz?“, wiederholte sie fast tonlos. Sie schüttelte schnell den Kopf. „Natürlich hier, meine Nummer: 0176xxxxxxxxxx“, sollte sie ihn nun auch nach seiner Fragen? Sie sollte ihn am besten nicht bedrängen, schließlich hatte er es Gewissermaßen in der Hand, ob sie ihre Tochter wiedersehen würde. Die Sache mit dem Absturz ließ sie aber doch nicht los. „Was für ein Flugzeugabsturz denn..? Ist jemand dabei umgekommen? Ich bin noch nicht sehr lange in der Stadt, erst seit ein paar Tagen…“, vielleicht konnten Matze und Kate irgendwann mal gewissermaßen zur Normlität zurückkehren.

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    [IMG:http://fc03.deviantart.net/fs70/f/2015/060/2/a/harvest_moon_boy___matze_by_princesslettuce-d8jz8g2.png]Tonlos nickte er, als Kates Gesicht von einer auf die andere Sekunde komplett entspannte, und er für einen Augenblick sicher war, dass sie ihm gleich um den Hals fallen würde. Was sie glücklicherweise nicht tat. Warum musste er bloß immer zu freundlich zu allen sein...so war er doch früher auch nicht. Irgendwie hatte er es tatsächlich verlernt, zu etwas 'Nein' zu sagen. Möglicherweise lag es daran, dass er andere nicht verletzen wollte, weil er genau wusste wie schmerzhaft das sein konnte. Schweigend wartete er darauf, dass Kate ihre Nummer eingespeichert und ihm sein Handy wieder gereicht hatte. Ganz kurz hatte er schon darüber nachgedacht, irgendwann im Laufe der nächsten Tage ausversehen ihre Nummer zu löschen, aber vermutlich würde er sich direkt danach unheimlich schlecht deswegen fühlen und außerdem, wenn Kate hier jetzt wirklich wohnte, könnte er ihr nicht für Immer aus dem Weg gehen. Früher oder später würde sie dann gewiss vor seiner Haustüre stehen, eine Adresse heraus zu finden war immerhin nicht besonders schwer. Und wenn sich die Brünette etwas in den Kopf setzte, dann hielt sie daran fest, soviel wusste er. Sonst wäre sie nicht so lange Will hinterher gelaufen. Aber egal, das interessierte ihn nicht mehr. Wenn er den Blonden nicht so sehr hassen würde, wäre er ihm schon beinahe dankbar dafür, dass er ihn vor weiteren Schäden seitens Kate bewahrt hatte. Eigentlich hatte sich der Blonde erhofft, dass er sich nach der Handynummer-Geschichte schnell aus dem Staub machen konnte, allerdings sprang Kate unglücklicherweise auf die Flugzeug-Geschichte an. Hätte er doch bloß gesagt, er hätte es verloren. „Ach, nicht so wichtig. Wir hatten vor fast 2 Jahren einen Urlaub geschenkt bekommen und das Flugzeug musste im Meer notlanden.“ Hoffentlich reichte ihr die Aussage. So wie er das zusammen gefasst hatte, klang es immerhin nicht ganz so dramatisch. „Du, weißt du, ich muss jetzt echt los.“ Bestimmt bemerkte Kate, dass er so schnell wie möglich von hier weg wollte, aber konnte sie es ihm verübeln? Gewiss nicht.


  • Matze machte nun wirklich den Anschein, als wolle er sie loswerden. Diesen Wunsch sollte sie ihm bestenfalls auch gewähren. Schließlich war er gerade ein ganzes Stück auf sie zugekommen. Das sollte sie nicht gleich wieder kaputt machen, indem sie ihn bedrängte. „Oh, wie schrecklich...“, sie blickte auf den Boden. „Dann sollte ich dich wohl gehen lassen. War... war schön dich wiederzusehen Matze! Auf bald..!“, sie lächelte ihn an. Sie fühlte sich in seiner Anwesenheit plötzlich irgendwie schrecklich. Aber Andererseits auch erleichtert. „Ich denke ich gehe dann auch mal...“

    → verlässt den See

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  • Ihre kleinen Beine trugen das Mädchen schließlich ganz rasch wieder in den Nebelwald, wo sie die Hexe das erste Mal getroffen hatte. Nun war viel Zeit vergangen und Alessa wagte einen neuen Versuch. Dieses Mal hatte nicht ihr Freundin Choco bei sich. Nun war die Schülerin auf sich allein gestellt aber das war nicht weiter schlimm. Alessa konnte das schaffen. Sie ließ keine Angst zu. Sie war ein tapferes Mädchen. Das Blondchen ballte ihre Hände zu Fäusten und wanderte immer weiter durch den Wald bis sie schließlich an einer Lichtung ankam. Ein See. Neugierig sah sich Alessa um. Der Grund ihres Kommen war in den Hintergrund gerückt. Nun gab es Wichtigeres zu tun. Schnellen Schrittes hastete die Kleine über die Lichtung. Ihr Kleid wehte im Wind. Ihre beiden Zöpfchen taten es dem Kleid gleich. Mit ausgebreiteten Armen tanzte Alessa über die Lichtung und genoss die Sonnenstrahlen der Frühlingssonne. Sie fühlte sich so beschwingt und glücklich und hopste über das saftige Grün der Wiese bis sie schließlich am Ufer des Sees angekommen war. Mit großen Augen sah sie das Glitzern der Sonne im See und grinste über das ganze Gesicht. Alessa erblickte ihr Spiegelbild im Wasser und hockte sich hin um sich genau zu betrachten. Sie schnitt einige Grimassen und kicherte. So9 beschäftigte Alessa sich eine Zeit lang bevor sie sich einen flachen Stein vom Ufer angelte und diesen versuchte über das Wasser hopsen zu lassen. Ihr Papa hatte es ihr einmal beigebracht aber bisher hatte sie es noch nie geschafft. der Stein war immer gleich untergegangen. Die ersten Versuche des Blondchens endeten nicht anders aber beim zehnten Versuch hopste der Stein doch tatsächlich zwei Mal über das Wasser bevor er unterging. Aufgeregt hüpfte das Mädchen auf und ab und klatschte begeistert in die Hände. Vielleicht hatte Papa Danny ihr doch etwas von seiner Magie abgegeben? Das wäre einfach super galaktisch. Das würde Alessa ihm ganz bestimmt niemals vergessen! Alessa hockte sich wieder hin, hilet ein Auge zum Zielen geschlossen und knabberte sich auf der Unterlippe herum bevor sie schließlich ausholte und den Stein über das Wasser hopsen lies. Dieses Mal schaffte er sogar vier Hopser. Das war wirklich unglaublich. Das musste das Blondchen mit dem Rosafaible unbedingt ihrem Papa erzählen. Er würde es ihr ganz bestimmt niiiiemals glauben. Sie würde es ihm aber beweisen.

  • [IMG:https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=120x120:format=png/path/s804ddaff65002008/image/i1c799323d759a9ec/version/1491595329/image.png]



    Zugegebenermaßen hatte Alma sich schon etwas ängstlich gefühlt, während sie allein durch die Straßen Riverports gewandert war. In ihrer Heimat hatte es weitaus weniger Verkehr gegeben, die große Stadt war eine ganz neue Erfahrung. Umso glücklicher war das Mädchen, als sie nach kurzer Zeit einen Wald entdeckte, an dessen Rand Windmühlen standen und wo es nichts als Gras und Bäume und Natur gab! Die Windmühlen hatte Alma sich genauer ansehen wollen, und als sie sie erreichte, konnte sie von dort aus einen See erkennen, der von Bäumen umgeben war. Ihre Mutter würde es wahrscheinlich nicht gutheißen, wenn sie allein in den Wald gehen würde, aber der See lag ja direkt am Eingang, das wäre bestimmt in Ordnung. Aufgeregt lief die Kleine, so schnell sie es mit ihren kurzen Beinen vermochte, auf den See zu. Die Begeisterung für alles, was mit Wasser zu tun hatte, teilte sie mit ihren Brüdern. Beim Näherkommen erkannte sie eine kleine Gestalt, die am Ufer stand und sich im Wasser zu betrachten schien. Alma bremste etwas ab und beobachtete das andere Kind beim Näherkommen genau. Konnte das vielleicht eine neue Freundin sein? Alma wünschte sich nichts so sehr, wie eine Freundin. Sie mochte es natürlich, mit ihrem Bruder Sharq zu spielen, aber manchmal waren Jungs auch wirklich doof.
    Das Mädchen am See hatte zwei blonde Zöpfe und war ganz in rosa gekleidet. Sie schien in Almas Alter zu sein. Mittlerweile hatte sie begonnen, Steine ins Wasser zu werfen. Für einen Moment wurde Alma nicht schlau daraus, aber beim Näherkommen sah sie, wie einer der Steine ein paar Mal über die Oberfläche hüpfte. Dieses Spiel kannte sie! Aufgeregt lief sie die letzten Meter zu dem fremden Mädchen hinüber, dem es gerade gelungen war, einen Stein vier Mal hüpfen zu lassen. "Wow, cool!", rief Alma begeistert aus. Sie hoffte, das Mädchen nicht erschreckt zu haben. Die Blonde hatte sich nun zu ihr gedreht. "Hallo, ich heiße Alma. Ich bin neu hier.", erklärte sie. "Darf ich mitspielen?"



  • Aufgeregt beobachtete Alessa das Schauspiel. Sie konnte ihre Aufregung kaum zurückhalten und zappelte nervös herum. Ein breites Grinsen war ihr ins Gesicht gezeichnet und ihre roten Äuglein funkelten vor Begeisterung wie zwei Rubine. Das Blondchen versuchte es immer wieder aufs Neue und freute sich wie ein Honigkuchenpferd, wenn ein Stein einmal mehr über die Wasseroberfläche hüpfte als sein Vorgänger. Die Rosafanatikerin war so auf ihr Spiel konzentriert, dass sie das fremde Mädchen neben sich erst bemerkte, als sie Alessa ansprach. Deswegen schreckte die Blonde leicht zusammen aber freute sich im nächsten Moment auch über ihre neue Bekanntschaft. Alma war also ihr Name. Nein den hatte die Schülerin tatsächlich noch nicht gehört aber bereits in ihrem nächsten Satz erklärte der Lockenkopf, dass sie neu in der Stadt war. "Ich bin Alessa. Ich war hier auch einmal neu aber ich denke mittlerweile bin ich schon nicht mehr neu." Wie lang war es nun schon her, dass sie mit ihrem Papa und ihren Brüdern in die Stadt gezogen war? Es war so viel passiert in dieser Zeit also musste es schon lange her sein. Zu Hause würde das Mädchen ihren Papa noch einmal fragen. Man musste schließlich wissen wie lange man schon hier wohnte oder? Man musste wissen ob man noch neu oder längst nicht mehr neu war. Wann war diese Grenze überschritten? War man an einem Tag noch neu und am nächsten dann plötzlich nicht mehr? Alessa schüttelte diesen Gedanken beiseite, weil er ihr Kopfschmerzen bereitete und sie viel lieber noch mehr über das andere Mädchen wissen wollte. "Wo hast du vorher gewohnt?" In Destiny Valley bestimmt nicht. Sonst hätte das Blondchen die Andere bestimmt einmal kennengelernt oder war es das selbe Phänomen wie bei ihrer Mama? Hatte sie ihr Gedächtnis verloren? Manchmal musste das Mädchen mit dem Rosafaible oft lange lange darüber nachdenken wie es möglich war die eigene Mama fast zu vergessen. Ihr Papa sagte immer, dass sie noch zu klein gewesen war aber konnte man sich nicht an die Dinge erinnern die man als Baby erlebt hatte. Neugierig musterte Alessa den Neuankömmling und entdeckte schließlich den wunderschönen Kopfschmuck des anderen Mädchens. "Oh wow das sieht aber schön aus. Wie eine Krone aus Blumen!" Ohne Berührungsängste zu haben fasste das Blondchen Almas Kopfschmuck an. Sie war ein wenig enttäuscht als sie feststellte, dass es lediglich Kunstblumen waren aber gleichzeitig auch wieder begeistert davon, dass sie so echt aussahen. "Klar kannst du mitspielen! Und danach machen wir echte Blumenkrone für uns Beide!" Alessa deutete auf die Wiese, von welcher der See umgeben war. Auf ihr blühten die unterschiedlichsten und schönsten Blumen auf der ganzen Welt. Da war sich Matzes Tochter sicher.


  • Halva hatte Tigure von einem Ort erzählt, der außerhalb der Badesasion recht ruhig und angenehm sein soll. Das klang perfekt für den Einzelgänger. Der Baggersee verkörperte zwei Dinge die der Weißhaarige genoss. Wasser und Ungestörtheit. Er liebte es wenn das einzige Geräusch, das man hörte, die Fische waren, welche gerade an der Oberfläche nach Futter schnappten, welches der Junge gerne ins Wasser warf. Somit machte er sich auf dem Weg zu diesem besonderen Ort und war schon sehr gespannt. Welche Farbe das Wasser wohl haben würde? Welche Fischarten er entdecken würde? Ob das Wasser wohl schon warm genug war, sodass er Barfuß im flachen Ufer laufen konnte? So viele Fragen die Tigure sich stellte. Doch kaum war der Enkel von Halva am Baggersee angekommen, wurde er enttäuscht. Er war nicht allein. Am Rande des Sees waren zwei Mädchen in seinem Alter. Die eine Blond und sehr Mädchenhaft gekleidet, die Andere mit schwarzen Locken und einem Naturverbundenerem Kleidungsstil. Doch von der Anwesenheit der beiden wollte der Inder sich nicht seinen Spaß verderben lassen und somit stellte er sich weiter abseits von den Mädchen ebenfalls ans Ufer und genoss die Sonnenstrahlen auf seinem Körper. Er zog seine Schuhe aus, krempelte die Hose hoch und ging Knie tief in das Wasser. Die Temperatur war kühl, jedoch auszuhalten. Aus seiner Hosentasche kramte er einen kleinen Beutel, mit speziellem Futter für die Fische die es laut seinem Opa hier geben sollte. Mit viel Abstand warf er etwas davon aufs Wasser und wartete darauf, dass sie zum Festmahl erschienen.


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




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    Das blonde Mädchen wirkte sehr nett und Alma beschloss, dass sie ihre Freundin werden sollte. Ihre großen grünen Augen leuchteten bei dieser Vorstellung auf. In ihrem Heimatdorf hatte es keine Mädchen in ihrem Alter gegeben, sodass sie immer nur mit den Jungen hatte spielen müssen, die sie oft geärgert hatten. Alessa hieß sie also. Alma kicherte. "Oh, dann fangen unsere Namen gleich an. ALma und ALessa. Hihi.", stellte sie fest. Wenn das nicht ein Zeichen war! "Ich komme aus Lulucoco Town, das ist ganz weit weg, und da ist es ganz warm.", erklärte sie. "Vielleicht kennst du meine Mama! Sie hat am Strand eine Bar eröffnet, da gab es vor kurzem ein großes Fest. Ich war aber nicht da, ich war krank.", erzählte sie mit einem Anflug von Traurigkeit. Auf dem Fest waren bestimmt viele andere Kinder gewesen. Als Alessa ihren Haarschmuck bewunderte, lächelte Alma stolz. "Die hab ich von meiner Oma. In Lulucoco Town tragen viele Mädchen solchen Schmuck.", erklärte sie. Dann senkte sie den Kopf und suchte den Boden eilig nach geeigneten Steinen für das Hopsespiel ab. Schließlich wurde sie fündig und hob den Stein auf. "Kannst du echte Blumenkronen machen?", fragte sie Alessa bewundernd. Von den Jungen aus Lulucoco Town hatte sie wohl gelernt, wie man Steine übers Wasser hopsen ließ, wie man im Wald eine Bude baute und sogar, wie man Fische fing, aber wie man eine Blumenkrone herstellte, wusste die Kleine nicht. Ihre grünen Augen funkelten aufgeregt. Eine Freundin zu haben musste so cool sein! Sie drehte sich in Richtung des Sees. Gerade wollte sie ihren Stein werfen, da zögerte sie abrupt. "Guck mal Alessa, da hinten im Wasser ist jemand.", stellte sie aufgeregt fest und zeigte in die Richtung des kleinen weißhaarigen Menschen, den sie erspäht hatte. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte, ihn besser zu erkennen. "Ich glaube das ist ein Junge. Kennst du den vielleicht?", fragte sie das Blondchen.


  • Sofort erwiderte Alessa das mädchenhafte Gekicher der Anderen, als diese feststellte, dass ihre Namen sich gar nicht so unähnlich waren. Das Mädchen war wirklich süß und das Blondchen musste sich eingestehen, dass sie Alma ein wenig für ihre Lockenpracht beneidete. Sie sah wirklich prinzessinenhaft aus und das obwohl sie kein goldenes Haar wie Alessa selbst hatte. Wahrscheinlich lag es an diesem ganz wundervollen Blumenschmuck im Haar der Anderen. Mit funkelnden Äuglein begutachtete Matzes Tochter diesen. Wirklich ganz wundertol und einzigartig. Aufmerksam lauschte die Blonde den Worten der Anderen. Sie kam also von weit her und der Name der Stadt hörte sich sehr lustig an, so dass Alessa ein kurzes Kichern nicht unterdrücken konnte. Dennoch war sie gespannt wie dieser Ort wohl war. War es in Lulucoco Town ganz anders als hier? Ihr Papa hatte Alessa oft von anderen Ländern erzählt und dass es dort ganz andere Tiere als hier gab und die Menschen auch völlig anders waren. Nachdenklich und interessiert mustere Alessa schließlich ihre neue Bekanntschaft. So anders kam sie der Schülerin gar nicht vor. Hatte ihr Papa sie etwa angelogen? Nein. Auch in der Schule hatte sie schon von anderen Ländern und anderen Bräuchen gehört aber so wirklich konnte sich das Mädchen darunter nichts vorstellen. "Ist es da denn immer warm? Gibt es da keinen Schnee?" Mit großen Augen blickte Alessa ihre neue Freundin an und wartete gespannt auf ihre Antwort. "Hast du dann überhaupt schon einmal einen Schneemann gebaut oder einen Schneeengel gemacht?" Nun schien das Blonchen beinahe bestürzt und konnte es kaum mehr erwarten, dass Alma sie diesbezüglich aufklärte, sofern sie ihr einmal die Gelegenheit zur Antwort gab. Alessas Augen funkelten wie zwei Edelsteine als Alma ihr berichtete, dass ihre Mama die wundervolle Strandparty gegeben hatte. "Oh ja! Ich war da! Es war so lustig und man durfte sich etwas wünschen! Bestimmt erfüllt sich der Wunsch bald! Aber ich darf niemandem verraten war ich mir gewünscht habe, weil es sonst nicht in Erfüllung geht!" Erhobenen Hauptes verkündete Alessa diese Regel, die sie von Papa Danny gelernt hatte. Alessa war ganz stolz, dass sie das wusste und Alma an ihrem Wissen nun teilhaben lassen konnte. Ganz bestimmt kannte sie diese Regel noch nicht und hätte ihren Wunsch vielleicht ausgeplaudert und so hätte die gute Fee ihren Wunsch niemals erfüllt.
    Eifrig nickte Alessa als die Dunkelhaarige sich erkundigte, ob sie denn Blumenkronen machen konnte. "Ja! Mein Papa hat es mir beigebracht! Es ist nicht so schwer, du wirst sehn!" Ein breites Grinsen legte sich auf die Lippen der Blonden und sie konnte es nun kaum noch abwarten, Alma an der Hand zu nehmen und mit ihr auf die Blumenwiese zu laufen und die schönsten und buntesten Blumen zu pflücken um sie zu eine wunderschönen Krone zu flechten. Doch ehe derartiges passierte, entdeckte Alma einen Jungen, der etwas abseits von ihnen stand. Er hatte weißes Haar und stand knietief im Wasser. Als Alma sich nach ihm erkundigte schüttelte Alessa nur den Kopf. Eigentlich hatte das Mädchen geglaubt mittlerweile alle Kinder in ihrem Alter zu kennen aber nach und nach lernte sie immer Neue kennen und das war einfach großartig. Ein freudiges Lächeln zierte das Gesicht des Blondchens und sie schnappte sich Alma und die beiden Mädchen näherten sich lachend dem unbekannten Jungen. Bereits von Weitem winkten sie ihm zu auch wenn er sehr konzentriert ins Wasser starrte. "Hallooooo? Wer bist du? Möchtest du gemeinsam etwas spielen?!" Alessa strahlte wie die Sonne selbst und war gespannt auf noch mehr neue Bekanntschaften.


  • Wie wunderschön es doch war, wenn ein Fisch nach dem anderen, die Wasseroberfläche besuchte um sich ein Häppchen zu schnappen. So viele Musterungen und glänzende, bunte Schuppen waren zu erkennen. Tigure war begeistert. Er hatte schon lange nicht mehr so eine Vielfalt an Fischen gesehen und dabei war er nur an einem Baggersee. Ein graues, drückendes Gefühl legte sich auf den Weißhaarigen. Er vermisst seine Heimat so sehr, das Meer, die frische Luft, das Geräusch der Wellen und vor allem seine flossigen Freunde. Plötzlich wurde er aus seinen deprimierenden Gedanken gerissen und erschrak sich vor einem lauten "HALLO!". Er versuchte sich zu halten, jedoch wurde sein Gleichgewicht gestört. *platsch* Und schon war es um ihn geschehen. Tigure lag im Wasser und war von oben bis unten wie ein Pudel begossen. Sofort setzte er seinen genervten Blick auf, der noch einmal getoppt wurde, da er einen Frosch auf den Kopf hatte der von ihm runter in seine Arme sprang. Es musste so lächerlich ausgesehen haben, dass der Inder ganz rot wurde. Starr versuchte er die Mädchen nicht anzusehen, die bestimmt gleich begannen ihn auszulachen. So war es doch schon immer gewesen. Kinder waren einfach zu grausam um seine Freunde zu werden. Vorsichtig beäugte er den kleinen grünen Kamerad in seiner Hand. Er sah so süß und unschuldig aus, sodass Tigure nicht anders konnte als ihn zu streicheln. Ziemlich leise gab er ein "Hallo..." von sich, dies war aber vermutlich eher an den Frosch, als an die Mädchen gerichtet, die er immer noch nicht ansehen konnte.


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    Alma war nicht entgangen, wie Alessa ihre Blumenkrone bestaunte. Sie lächelte stolz. Vielleicht hätte sie Alessa das Schmuckstück auch tragen lassen, jedoch hatte die Blondine bereits eine pinke Cappie auf dem Kopf. Sie lächelte versonnen. Wenn sie wieder zuhause wäre, würde sie ihre Oma fragen, wo sie die Blumenkrone herhatte, und dann könnte sie ihrer neuen Freundin auch eine schenken. Sie würden nicht nur Namensschwestern, sondern auch Blumenkronenschwestern sein! Aber das sollte eine Überraschung werden. Alma wurde ganz aufgeregt bei dem Gedanken.
    "Nein, da gibt es keinen Schnee. Wir haben Weihnachten immer am Strand gefeiert.", erklärte sie auf Alessas Frage hin. Diese Vorstellung musste für sie wohl sehr komisch sein. "Ja, dieses Jahr habe ich das erste Mal richtigen Schnee gesehen, also hier in Riverport. Mein Bruder und ich haben ganz viel draußen gespielt, das war toll. Aber sooooo kalt...", erzählte sie. Für Sharq und sie war der Schnee wirklich aufregend gewesen. Zum Glück war wenigstens er daheim geblieben, und nicht wie Ludeus, Iuka und Shuka in die Berge gefahren! Andernfalls hätte Alma sich wohl schrecklich gelangweilt. Alessas Erzählung vom Strandfest trübte Almas Laune jedoch ein wenig. Sie wäre so gern dabei gewesen! "Erzählst du mir, was du dir gewünscht hast, wenn es in Erfüllung gegangen ist?", fragte sie neugierig.
    Alessa schien der seltsame Junge weiter entfernt im Wasser genauso neugierig zu machen, wie sie, und so näherten sich die beiden Mädchen ihm. Alessa begrüßte ihn und auch Alma schenkte ihm ein fröhliches Lächeln. Der Junge erschrak jedoch so sehr, dass er ins Wasser fiel. Alma atmete erschrocken ein, aber ihm schien nichts passiert zu sein. Er sah sie allerdings nicht einmal an, als er ein kaum hörbares 'Hallo' von sich gab. Er tat Alma schrecklich leid, so elend, wie er gerade aussah. Entschlossen machte sie einen Schritt auf ihn zu und streckte ihm ihre kleine Hand entgegen. "Komm, ich helfe dir hoch! Wir wollten dich nicht erschrecken, entschuldigung!", sagte sie. Erneut musterte sie ihn. Irgendwie kam er ihr bekannt vor, aber sie wusste nicht recht, woher. Man konnte ihr genau ansehen, wie es in ihrem Kopf arbeitete. Endlich fiel es ihr ein. Er sah genauso aus wie der Enkel von diesem Einsiedler aus Lulucoco Town! Alma hatte ihn nur wenige Male gesehen, als sie sich mit ihrem Bruder in der Nähe des Hauses des alten Mannes herumgetrieben hatte. Sie hatten sich aber nicht getraut, sich ihm zu zeigen oder sich bemerkbar zu machen. Im Dorf erzählte man sich allerlei seltsame Geschichten über den alten Einzelgänger. Aber aus der Nähe betrachtet sah der Junge eigentlich ganz normal aus. Alma entschloss sich, noch ein bisschen abzuwarten, bevor sie ihn auf seine Herkunft ansprach. Nicht, dass sie ihn noch mehr einschüchterte!