Beiträge von Karamell

    ich hab wohl doch überschätzt, wie Freizeit mir im Moment bleibt... jetzt stehen leider erstmal Umzug & Klausuren an, also könnt ihr die Reservierung wieder entfernen .__.

    Meine Abwesenheit macht sich nun wohl schon länger bemerkbar... Bei mir geht es privat zur Zeit leider drunter und drüber, aber wenn es sich bessern sollte, bin ich wieder da :3~

    Mich bitte auch bei den anderen beiden austragen... ich schaff es im Moment einfach nicht mehr, auch wenn es nur zwei Posts im Monat wären. Falls sich meine Situation demnächst entspannt, komme ich natürlich wieder :3~

    [Neo] bei Lishette - geht


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    Natürlich entging Neo Lishettes Reaktion auf seinen nackten Oberkörper nicht. Ihre Fassungslosigkeit ließ ihn langsam daran zweifeln, ob diese Szene wirklich real war oder ob er nur träumte. So... unerfahren? verklemmt? prüde? konnte man doch gar nicht sein! Er ersparrte ihr eine spöttische Antwort auf ihre Entschuldigung und begann, seine Dreads etwas auszuwringen, soweit es denn möglich war. Kurz darauf war die hübsche Blondine auch schon mit hochrotem Kopf davongestürmt, mit der Anweisung an ihn, er solle warten. Als sie wieder auftauchte, erwartete er sie mit verschränkten Armen, hochgezogenen Augenbrauen und an die Tischplatte gelehnt. Sie hielt ein T-Shirt in der Hand, das ihm etwas zu groß für so ein zierliches Persönchen, wie sie es war, erschien, und gab es ihm. Mit einem skeptischen Blick betrachtete er das Kleidungsstück für einen Moment, dann zog er es sich über den Kopf. Gut, es war ein wenig eng und bedeckte nicht einmal seinen Bauchnabel, aber er wollte Lishette nicht erneut in Verlegenheit bringen, indem er sich unmittelbar vor ihr erneut entkleidete. Und es war ja lieb gemeint. So wie eigentlich alles was sie tat. Neo zwang sich zu einem Lächeln. Er hatte sie nun schon so sehr geärgert, da musste es auch einmal gut sein. "Danke... ich bring dir das dann später wieder vorbei.", sagte er. Dann sah er sich kurz in der Küche um. Nach kurzer Zeit entdeckte er, was er suchte: Notizzettel und Kugelschreiber, vermutlich für Einkaufslisten oder so etwas. Mit einemm kurzen Blick auf die immer noch verunsicherte Lishette wandte er sich ab und schrieb seine Handynummer auf den Zettel, den er der Blondine sogleich hinhielt. "Hey, falls du mich noch nicht total unerträglich findest, kannst du dich melden.", murmelte er. "Ansonsten... mach's gut, Lishette. Lass dich nicht so doll ärgern." Ein seltsames Gefühl drängte sich dem jungen Mann auf, als er sich verabschiedete. War er... traurig? Er runzelte die Stirn. Was die Gesellschaft einer hübschen Frau so mit einem anstellt. Interessant. Er schenkte der Blondine noch ein kurzes Lächeln, dann ging er zur Tür hinaus.~

    [Neo] und Lishette in der Küche


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    Lishette sah immer noch aus, als sei dies die unangenehmste Situation, in der sie sich je befunden hatte. Ihr Gesicht war so rot, es war fast besorgniserregend. Sie war so beschämt, dass sie es nicht einmal schaffte, ihm in die Augen zu sehen. Neo sah sie abwartend und etwas besorgt an, während sie vor sich hinstammelte. So langsam war auch er mit seinem Latein am Ende. Die Blonde schien sich keinerlei Sorgen um sich selbst zu machen, sondern nur um ihn, und das, obwohl ihm die Hauptschuld an der misslichen Lage zuzuweisen war. Bei ihrem letzten Vorschlag huschte ein Lächeln über seine Lippen. Soso, jetzt will sie mich auch noch duschen sehen, wie? Mit der Kraft all seiner Selbstbeherrschung verkniff er sich einen Kommentar, der wahrscheinlich dazu geführt hätte, dass Lishette auf der Stelle in Ohnmacht gefallen wäre. Für einen Moment kniff er die Lippen zusammen, dann versuchte er sich - mehr oder weniger erfolgreich - an einem aufmunternden Lächeln. "Ach, das geht schon klar. Ich bin hart im Nehmen. Wäre nur gut wenn ich die Sachen irgendwie auswringen könnte.", antwortete er. Er könnte Darren mit diesem vermaledeiten Rohrbruch wohl auch nicht zu lange warten lassen. "Du erlaubst?", fragte er mit einem Kopfnicken in Richtung des Waschbeckens, das sich am anderen Ende des Raumes befand. Ohne eine Antwort wirklich abzuwarten, ging er hinüber und entledigte sich dabei seiner Jacke, die er sogleich nach besten Kräften auswrang. Als kein Wasser das Kleidungsstück mehr verlassen wollte, legte er es zur Seite und wandte sich wieder nach seiner Begleiterin um. "Du solltest dich aber lieber umziehen. Also, im Ernst. Wenn du dich meinetwegen erkältest, naja..." Er zog sich sein Shirt über den Kopf, sodass er oberkörperfrei vor ihr stand. "Ich wäre untröstlich.", beendete er seine Aussage mit einem schiefen Grinsen. Er konnte es einfach nicht lassen.

    [Bob], Hina und Ben auf dem Weg zu den Ponys


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    Bestürzt machte Bob einen Schritt zurück, als ihm beim Anblick der Miene des kleinen Mädchens bewusst wurde, dass er die Kinder wohl sehr erschreckt haben musste. "Oh... oh, entschuldigung.", stammelte er. Für einen Moment befürchtete er, die beiden würden vor ihm weglaufen, glücklicherweise geschah dies jedoch nicht. Das Mädchen rang sich jedoch schließlich zu einer Antwort durch, auch wenn sie dabei noch sehr schüchtern klang. Verlegen kratzte sich Bob am Kopf, während er ihr zuhörte. Irgendwie jagte er Menschen immer Angst ein, egal, wie sehr er sich Mühe gab, nett zu sein. Als die Kleine jedoch begann, darüber zu reden, wie wenige Tiere es in der Stadt gab, verflog seine Beklemmung und es kam Mitleid bei ihm auf. Genau, wie er gedacht hatte! "Oh, das klingt ja furchtbar.", begann er. "Ich könnte mir ein Leben ohne die Ranch und die Pferde gar nicht vorstellen.", erklärte er nachdenklich. Vor seinem inneren Auge zog wieder ein Bild der Stadt auf, das in seiner Vorstellung wahrscheilich noch schlimmer war, als er es in der Realität empfunden hatte. Der aufgeregt abwartende Blick des Mädchens, mit dem sie ihn immer noch betrachtete, holte ihn schließlich ins hier und jetzt zurück. "Oh, tut mir leid. Reiten könnt ihr natürlich, dafür ist das Fest ja auch da.", antwortete er schließlich lachend. "Kommt, wir gehen mal hinüber zu den Ponys, dann könnt ihr euch jeder eins aussuchen." Zufrieden setzte er sich in Bewegung. "Also, wenn ihr beide wollt. Wenn ihr Angst habt, müsst ihr natürlich nicht. Aber ich verspreche euch, es macht Spaß.", fügte er mit einem Blick auf den kleinen Jungen, der noch immer nichts gesagt hatte, hinzu.

    Jessy kommt an, kauft sich etwas zu essen und entdeckt einen alten Freund


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    Warum Jessy die lange Fahrt in dieses seltsame Kaff in der Nähe Riverports, in dem sie noch nie zuvor gewesen war, auf sich genommen hatte, erschien ihr bereits rätselhaft, als sie den Bus verließ und augenblicklich diesen typischen Landgeruch nach Tieren und Langeweile verspürte. Ach ja, richtig, es war die Aussicht auf Essen. Ihr Weg führte schnell zum Dorfplatz, den man an diesem Tag wohl kaum verfehlen konnte, und an dem sie schnell fündig wurde. Nachdem sie ein paar Stände begutachtet hatte, kaufte sie eine Portion niedlicher, winzigkleiner Pfannkuchen. Kaum hatte sie das noch warme Gebäck in der Hand, besserte sich ihre Laune merklich. Wenn ich schon direkt in das nächste Fest hineingestolpern muss, kann ich ja wenigstens versuchen, etwas daraus zu machen und neue Bekanntscha- Ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sie eine alte Bekanntschaft erspähte, deren Anblick ihre Augen groß und ihre Hände zu Fäusten werden ließ. Da saß er, der furchtbare Mann, der sie bestohlen hatte. Er saß allein auf einer Bank und beobachtete die Leute. Wahrscheinlich suchte er nach einem Opfer, das Schwein. Jessy blieb stehen und starrte ihn an, während ihr die Gedanken durch den Kopf rannten. Der Dorfplatz war voll, hier könnte er sich nicht so einfach aus dem Staub machen. Sollte sie es darauf ankommen lassen oder direkt die Polizei verständigen? Angespannt kniff sie die Augen zusammen. Neben dem Dieb sah sie, angelehnt an der Bank, zwei Krücken stehen. War das nur eine Tarnung? Hm. Nein, um die Polizei zu rufen, war ihre Frutration ein wenig zu groß und ihre Vernunft zu klein. Schnurstracks überquerte sie den Platz, lief von hinten an seine Bank heran und setzte sich direkt neben ihn, ohne ihm eine Chance zu geben, überhaupt zu reagieren. "Hallo Schnucki,", begrüßte sie ihn mit einem eiskalten Lächeln. "Du hast noch was, was mir gehört, meine ich.", flötete sie.

    Jessy erst in ihrem Zimmer, geht


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    Als Jessy langsam wieder zu Bewusstsein kam, durchflutete bereits taghelles Licht den Raum. "Mmmmmrrmmmmmm....", machte sie unwillig. Die Helligkeit schmerzte in ihren Augen. Mit halb zugekniffenen Augen tastete sie nach ihrem Handy, das ihr verriet, dass sie fast bis mittags geschlafen hatte. Ich bin so eine verantwortungsvolle Erwachsene, die ihr Leben im Griff hat. Schmollend zog sie sich die Decke über den Kopf, drehte sich um und nickte wieder ein.

    Eine Dreiviertelstunde später wachte sie erneut auf. Ein leichter Kopfschmerz hatte begonnen, sich bei ihr bemerkbar zu machen. Und das von zwei Bier. Ich werde wohl wirklich langsam alt. Ächzend setzte sie sich auf. Ihr Blick fiel auf ihren Arm, auf dem etwas verwischt eine Zahlenfolge stand. Ludeus' Nummer. Bei dem Gedanken an die vorherige Nacht errötete sie. Himmel, was hab ich da wieder angestellt. Dennoch zückte sie ihr Handy und speicherte sie ein. Man konnte ja nie wissen. Schreiben würde sie ihm allerdings vorerst nicht. Sie hatte sich bei der Verabschiedung schon seltsam geng verhalten, da musste ihm sie ja nicht noch Anlass zu weiteren Befürchtungen geben, dass sie in den Aktivitäten der letzten Nacht mehr als ein unverfängliches Vergnügen gesehen hätte. Außerdem überkam sie ein furchtbares Schamgefühl, sobald sie an die letzten Minuten ihrer Verabredung dachte.

    Mit der Hilfe all ihrer Überwindungskraft rappelte sie sich schließlich auf und tapste ins Badezimmer hinüber. Ein Blick in den Spiegel verriet ihr, dass sie offenbar mit dem Arm im Gesicht geschlafen hatte, denn Ludeus' Nummer stand spiegelverkehrt auf ihrer Wange. Sie seufzte und lächelte sich selbst resigniert zu. Dann zog sie sich aus und hüpfte in die Dusche.

    Fertig geduscht fühlte sie sich gleich ein wenig besser. Nicht nur körperlich, auch schienen gewisse Erinnerungen nun bereits etwas weiter entfernt. Sie föhnte und kämmte sich die Haare und richtete sich einigermaßen her, dann zog sie sich an, schmiss ihr Portemonnaie, ihr Handy und ihren Schlüssel in eine Handtasche und verließ das Haus auf der Suche nach einem anständigen Frühstück.~

    Neo erst im Pool, dann drinnen mit Lishette


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    Neos Plan, Lishette aus der Reserve zu locken, den er nun schon seit Mitte des Urlaubs verfolgte, war wohl fürs Erste gescheitert. Statt ihn zu beschimpfen, dafür, dass er sie in voller Montur in den Pool geworfen hatte, oder wenigstens zu lachen, begann sie nur wieder, sich zu entschuldigen und nach seinem Befinden zu erkunden. Fast machte sie den Eindruck, als würde sie in der nächsten Sekunde in Tränen ausbrechen. Oh Gott, bloß das nicht. Eilig kletterte er aus dem Pool und zog dann auch die durchnässte Lishette aus dem Wasser. "Hey... ähm... keine Sorge, alles wird gut... also ist gut... ähm..." Ein wenig unbeholfen tätschelte er ihren Rücken. Mit weinenden Frauen umzugehen gehörte nicht gerade zu Neos Spezialitäten. Dieses Unglück müsste um jeden Preis abgewendet werden. "Komm, wir gehen rein, du kannst dir was anderes anziehen... oder so.", schlug er schließlich vor. Gleich würde sie vermutlich anfangen zu frieren. Wäre seine Jacke nicht auch durchnässt, hätte er sie ihr über die Schultern gelegt, aber das wäre wohl im Moment eher kontraproduktiv gewesen. Und doch, sie wirkte so aufgelöst, irgendetwas musste er ja tun. Er kaute auf seiner Unterlippe herum, bevor er kurzentschlossen seinen Arm um ihre Schultern legte, sie so ermutigend, wie es nur irgend ging, ansah und begann, gemeinsam mit ihr zurück zum Haus zu laufen. "Cheryl, wir kommen gleich wieder! Mach keinen Unfug, bleib weg vom Wasser... Ähm... iss die Wassermelone!", rief er dem kleinen Mädchen, das das Geschehen aufgeregt beobachtet hatte, über die Schulter hinweg zu. Wie war er, der am liebsten seine Ruhe hatte, nur wieder in so eine Situation geraten?

    Drinnen angekommen blieb er ratlos auf der Fußmatte stehen. Er wollte Lishette nicht noch näher an einen Nervenzusammenbruch bringen, indem er den Boden volltropfte. Seine angestrengten Überlegungen, wie er sie aufheitern könnte, wurden jedoch von einem Vibrieren in seiner Hosentasche unterbrochen. Wenigsten schien sein Handy überlebt zu haben. Ein Blick auf den Bildschirm ließ ihn aufstöhnen. Rohrbuch, auch das noch. Herrlicher Tag. Eilig tippte er eine Antwort an Darren, bevor er sich wieder Lishette zuwandte.

    Jessy erst mit Ludeus vor dem Haus, dann in ihrem Zimmer


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    Jessy konnte schon sehen, wie ihr Gerede Ludeus irritierte, und sie hätte sich selbst ohrfeigen können. Sie hätte sich einfach verabschieden und nach drinnen verschwinden sollen, aber nein, das ging ja nicht. Dass er sie dann jedoch küsste, überrascht und überrumpelte sie ein wenig, aber es half, ihre Aufregung ein wenig zu dämpfen. "O-okay...", flüsterte sie, als er sich wieder von ihr löste. Wortlos beobachtete sie, wie er begann, etwas auf ihren Arm zu schreiben - seine Telefonnummer? Vielleicht war ja doch nicht alles verloren. "Jetzt, wo ich mich sowieso schon um Kopf und Kragen geredet habe...", begann sie erneut zögerlich, "...also, du brauchst keine Angst haben dass ich dich jetzt stalke und durch deinen Vorgarten krabble oder so. Also, im Ernst. Ich habe im Moment in etwa so viel Lust auf irgendwelche Verpflichtungen wie du wahrscheinlich auch." Das wollte sie wenigstens einmal ausgesprochen haben. Dieses Mal wich sie seinem Blick nicht aus. Immer noch etwas unbeholfen lächelte sie ihn an. "Ich hatte auch einen sehr schönen Abend. Danke." Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, schlang die Arme um ihn und küsste ihn. Inniger als bei einem flüchtigen Abschiedskuss, aber nicht zu aufdringlich. Als sie schließlich ihre Lippen von seinen löste, war ihre Beklemmung beinahe verschwunden. "Gute Nacht, Herr Pelekai.", flüsterte sie sanft, dann ließ sie von ihm ab, drehte sich um und lief die Stufen zur Haustür hinauf. Bevor sie aufschloss, drehte sie sich noch einmal um und grinste den jungen Mann mit einem kleinen Augenzwinkern zu, dann verschwand sie im Haus.


    Kaum war die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen, da schlug sie die Hände vors Gesicht. "Oh Gott... Warum bin ich eigentlich so seltsam?", murmelte sie mit einem leicht verzweifelten Unterton. Kopfschüttelnd ging sie die Treppe herunter, wobei sie sich sicherheitshalber am Geländer festhielt. Unten angekommen machte sie sich nicht einmal mehr die Mühe, zu duschen. Sie ging lediglich in ihr Zimmer, entledigte sich ihrer Hose und ihres BHs und ließ sich mit dem Gesicht zuerst auf die Matratze fallen, wo sie nach wenigen Augenblicken einschlief.~

    Jessy und Ludeus kommen an und bleiben vor dem Haus stehen


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    << Der alte Hafen


    Beim Hafen angekommen half Ludeus der immer noch leicht angetrunkenen Jessy aus dem Boot. Versonnen lächelnd sah sie ihn an, während er den Arm um sie legte. Normalerweise verhielten sich solche Männer wie er, denen ihre Freiheit über alles ging, weniger gentlemanlike, aber an Ludeus' Verhalten fand sie nichts auszusetzen. In ihn würde sich bestimmt das ein oder andere naive Mädchen verlieben. Sie könnte es niemandem verdenken. "Ach Ludeus, mit dir verlaufe ich mich doch gern.", seufzte sie theatralisch und klimperte mit den Wimpern. Der Hafen sah auch bei Nacht sehr hübsch und verträumt aus, und Jessy hätte ihn sich wohl auch noch länger angesehen, wenn nicht langsam auch die Müdigkeit bei ihr eingesetzt hätte. So verließen die beiden den Hafen und machten sich auf den Weg zurück zu ihrem Haus.


    Der Weg kam Jessy länger vor, als sie ihn in Erinnerung hatte, aber sie gab sich alle Mühe, keine Müdigkeit zu zeigen. Als sie schließlich in den Pappelbrink einbogen, machte ihr Herz einen kleinen Sprung vor Erleichterung. Ihr Bett - bzw. die Matratze, auf der sie momentan noch schlafen musste - schien sie förmlich zu rufen. Vor der Einfahrt angekommen löste sie sich aus Ludeus' Griff und blieb ein wenig unschlüssig stehen. Was folgte nun? Der Fitnesstrainerin konnte man ihre Verunsicherung deutlich ansehen. Unter normalen Umständen hätte sie wahrscheinlich einfach abgewartet, was Ludeus nun tun würde, aber der Alkohol riet ihr, ihm sämtliche Gedanken zu schildern, die ihr nun durch den Kopf gingen. Sie atmete hörbar ein. "Also... Was machen wir jetzt?", begann sie, seinem Blick ausweichend. "Also, emm, ich habe sowas noch nie gemacht. Also ich meine nicht Sex, ich meine... du weißt schon, sowas." Toll, da war der ganze Abend nicht peinlich und jetzt ruinierst du alles. Unsicher lächelnd begann sie, eine ihrer Haarsträhnen um ihren Finger zu wickeln. "Gehst du jetzt einfach? Oder müssen wir noch darüber reden was wir sind oder so?" Sie konnte bereits spüren, wie sie morgen an diese Sätze denken und sich in ihrem Kissen vergraben würde. "Oh Gott sorry, hör mir einfach nicht zu, ich bin betrunken.", seufzte sie, sich innerlich bereits selbst verfluchend. Hallo, ich bin Jessy, ich bin eine selbstbewusste, erwachsene Frau. Nicht.

    Jessy und Ludeus erst am Strand, dann auf und davon~


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    Ludeus zeigte sich von all ihren Versuchen unbeeindruckt, mehr noch, er schien sich köstlich zu amüsieren. Jessy wusste nicht recht, ob sie lachen oder weinen sollte. "Auch eine Dame muss manchmal... zu drastischen Maßnahmen greifen!", presste sie hervor, während sie erfolglos mit ihm rangelte. Ludeus ging seinerseits nun wieder dazu über, sie an sich zu ziehen und, nun ja, unsittlich zu berühren. Jessy spürte augenblicklich, wie sich bei ihr ein Kribbeln in gewissen Körperregionen ausbreitete, aber bevor sie irgendetwas tun konnte, hatte Ludeus sie auf dem Boden abgesetzt und überreichte ihr ihren BH, den sie mit einem weiteren gespielten bösen Blick annahm. Bei seinem nächsten Kommentar schüttelte sie nur grinsend den Kopf, was er aber wahrscheinlich nicht sehen konnte, da sie gerade ihr T-Shirt aufhob. Fertig angezogen drehte sie sich zu ihm um und beobachtete, wie er das Boot wieder löste. Sie schmunzelte immer noch. Ludeus war wirklich ein bemerkenswerter Mann, in jeder Hinsicht. Sie folgte ihm zum Boot, in das er ihr wieder hineinhalf (was in Anbetracht ihres Zustandes wahrscheinlich auch gut so war) und nahm darin Platz. "Nun denn Mylord, so lasset uns dieser geschändeten Insel Lebewohl sagen.", sagte sie mit dem snobistischen Gesichtsausdruck, den sie zustande bekam, bevor sie wieder zu kichern begann. Du verhälst dich bestimmt auch noch wie ein alberner kleiner Teenager, wenn du 50 bist. Grinsend lehnte sich Jessy zurück und betrachtete die Sterne, während Ludeus begann, von der Insel wegzurudern. "Wusstest du, dass es viele von den Sternen, die wir am Himmel sehen können, gar nicht mehr gibt?", fragte sie nachdenklich. "Die sind schon erloschen, aber wir sehen sie immer noch, weil sie so weit weg sind, dass das Licht immer noch auf dem Weg zu uns ist. Das hab ich mal gelesen und jetzt denke ich immer daran, wenn ich Sterne sehe."


    >> der alte Hafen

    Jessy und Ludeus am Strand


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    Jessy war vollkommen darauf konzentriert, nicht umzufallen, während sie in ihren Schlübber und ihre Hose schlüpfte. Gerade hatte sie beide Füße wieder auf dem Boden abgesetzt und mit ein paar Ruderbewegungen mit den Armen das Gleichgewicht wiedererlangt, da schnappte ihr Ludeus ihren BH, den sie gerade hatte aufheben wollen, vor der Nase weg. "Maaaaaann! Das ist nicht nett!", schmollte sie und verschränkte wie ein kleines Kind die Arme vor der Brust. Als er ihr ihn hinhielt und sie danach griff, zog er ihn wieder weg und grinste dabei schelmisch. Sie schürzte die Lippen und sah ihn böse an, wobei sie sich ihr Grinsen aber nicht wirklich verkneifen konnte. "Behandelt man so eine Dame?", fragte sie mit gespielter Entrüstung, bevor sie an ihn herantrat und wieder nach ihrer Unterwäsche griff, die er nun so hoch hielt, dass sie nicht herankam. "Mann!" Sie hüpfte hoch und versuchte, danach zu greifen, während sie mit dem anderen Arm ihre Brüste festhielt. Natürlich ohne Erfolg. Ludeus schien sich währenddessen köstlich zu amüsieren. Für einen Moment sah sie ihn schmollend an und trat einen Schritt zurück, dann ging sie zur nächsten Attacke über: sie sprang ihn an, mit Anlauf, in der Hoffnung, ihn damit zu Fall zu bringen. Natürlich war Ludeus aber so stark und männlich, dass auch dieser Plan scheiterte und Jessy sich schließlich mit den Beinen an seiner Hüfte und mit einem Arm an seiner Schulter festklammerte, während sie mit der anderen Hand immer noch klägliche Versuche unternahm, ihren BH zu erhaschen. Wie eine wahre Lady, Jessy. Beeindruckend.

    Im See mit Tigure und Alessa


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    Alessa reagierte weitaus ärgerlicher als sie selbst auf die patzige Antwort des fremden Jungen. Alma sah sie verwundert von der Seite an. Natürlich war der Junge nicht sehr nett gewesen, aber sie selbst wäre nie auf die Idee gekommen, ihm so angriffslustig zu begegnen. Die Jungen daheim in Lulucoco Town hatten sie oft ein wenig geärgert, aber sie hatte immer gedacht, das sei ihre Schuld gewesen, und hatte umso mehr versucht, nett zu ihnen zu sein. Alessa war dagegen sehr mutig und das beeindruckte Alma.

    Der fremde Junge reagierte auf ihre Frage sehr verwundert, und wenn Alma recht überlegte, war das ja auch keine Überraschung. Sie hatte ja noch nie mit ihm geredet. Aber vielleicht würde er ja gleich freundlicher werden, wenn sie ihm erklärte, dass sie die gleiche Heimat hatten! "Ich komme auch aus Lulucoco Town, meine Mama war die Besitzerin der Strandbar, falls du davon mal gehört hast.", erklärte sie. Ein wenig errötend fügte sie hinzu: "Mein Bruder Sharq und ich haben einmal in der Nähe vom Haus deines Großvaters gespielt und dich von Weitem gesehen." Dies war zugegebenermaßen ein wenig geflunkert, denn die beiden Kinder waren nicht zufällig dort gewesen, sondern aus Neugierde. Es war ein richtiges kleines Abenteuer gewesen. Sie hatten unbedingt den Enkel dieses Einsiedlers, den alle im Dorf für verrückt hielten, sehen wollen. Alma hoffte, dass er sie nicht fragen würde, warum sie ihn nicht gefragt hatten, ob er mit ihnen spielen wollte, denn das würde sie in Erklärungsnot bringen. Es war wirklich nicht nett gewesen. Der fremde Junge war bestimmt sehr einsam gewesen.

    Sie hätte gern weiter mit Alessa über ihre Geschwister gesprochen, aber irgendwie war ihr das in der Gegenwart des Jungen unangenehm. Hoffentlich würde ihr die neue Freundin das nicht übelnehmen! Sie sah sie entschuldigend an und hoffte, dass sie sie verstehen würde.

    Bob erst im Farmhaus, dann bei Hina und Ben


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    Bob überprüfte sein Aussehen noch ein letztes Mal im Spiegel, nachdem er sich umgezogen hatte. Er trug nun ein kariertes Hemd, dessen Ärmel die auffälligen Tattoos an seinen Oberarmen verbarg. Seine Großmutter hatte ihm dazu geraten, denn er sollte ja 'Reitschüer anwerben, keine Mitglieder für eine Motorradgang'. Leider war sie nun verschwunden und er konnte sie nicht mehr nach ihrer Meinung fragen. Er fand, dass er aussah wie ein richtiger Farmer. Vielleicht könnte er so ein paar Stadtkinder für das Landleben begeistern? Bob war noch nicht oft in Riverport gewesen, er hatte sich in der Stadt nie wohlgefühlt. Und gerade als Kind musste es dort doch schrecklich langweilig sein.

    Als Bob das Farmhaus verließ, musste er zu seiner Enttäuschung feststellen, dass der Hof noch nicht mit neugierigen Besuchern gefüllt war. Er runzelte die Stirn. Naja, das ändert sich bestimmt noch. Wir haben hier immerhin einen Zesel! Kaum hatte er den Gedanken zu Ende gebracht, da klang die helle Stimme eines kleinen Mädchens an sein Ohr. Und wirklich, vor einem der Ställe entdeckte er zwei kleine Kinder. Das kleine, blonde Mädchen hüpfte auf und ab und schien hellauf begeistert von den Tieren zu sein. Bob begann, sich ihnen zu nähern. "Hallo ihr zwei! Gefallen euch die Pferde?", fragte er fröhlich, als er sich unmittelbar hinter ihnen befand.

    Jessy und Ludeus am Strand


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    Jessy stimmte in Ludeus' Lachen mit ein. Seine Art und sein Humor gefielen ihr immer besser. Dieser Kerl schien wirklich alles zu haben, nicht nur, dass er gut aussah, er wusste auch, wie man eine Frau um den Finger wickelte. "So so. Es war angenehm, mit Ihnen zu... verkehren, Herr Pelekai.", gab sie schmunzelnd zurück. In einem Zug leerte sie ihr Bier, dessen Wirkung sie schon langsam wieder spüren konnte. Nicht, dass du ihn gleich nochmal anspringst. Sie lächelte zufrieden in sich hinein, immer noch an seinen muskulösen Oberarm angelehnt. Es war so ein schöner Abend. Und ein schöner Ort. Und ein schöner Mann. Sie hatte mittlerweile jegliches Zeitgefühl verloren, lediglich die Tatsache, dass es immer noch dunkel war, ließ darauf schließen, dass sie sich noch nicht in den Morgenstunden befanden. Das Meer sah zu dieser Zeit irgendwie unheimlich aus. Was sich wohl für Tiere darin verbargen? Nachdenklich kaute sie auf ihrer Unterlippe herum. Vielleicht lauerte da draußen ja ein riesiger Oktopus, der sie verspeisen würde, sobald sie die Insel verließen. Oder ein Hai. Oder ein Killerwal. Oder das Monster von Loch Ness, das wäre wohl genauso wahrscheinlich. Himmel, Jessy, du bist doch kein kleines Kind mehr. Seufzend setzte sie sich wieder aufrecht hin und schlang die Arme um ihre Knie. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sich ihre Gliedmaßen irgendwie kalt anfühlten. Vielleicht wurde es nun wirklich langsam Zeit, sich anzuziehen und zurückzufahren. "Ich friere ein bisschen, ich glaube, ich ziehe mich mal an.", erklärte sie, dann rappelte sie sich auf und fiel dabei fast wieder hin, was sie jedoch vermeiden konnte, indem sie sich haltsuchend an seiner Schulter festhielt. "Whooops....", gab sie kichernd von sich. "Du merkst schon, ich vertrage nichts. Also gib mir besser keinen Alkohol mehr. Oder vielleicht doch. Je nachdem." Nachdem sie ihr Gleichgewicht wiedergefunden hatte, machte sie zwei Schritte nach vorn und positionierte sich dadurch direkt in sein Sichtfeld. "So, Herr Pelekai, präge dir diesen Anblick gut ein.", sagte sie grinsend und fuhr mit den Händen lasziv an ihrem nackten Körper hinunter, bevor sie erneut in das obligatorische, angetrunkene Gekicher ausbrach. Dann hob sie ihre Kleidung vom Boden auf, schüttelte den Sand heraus, so gut es eben ging, und begann, sich anzuziehen.