Der See an der Mondlichtung

  • Der namensgebende Sternbach ist der Ursprung des Sees im Nordosten des Dorfes, welcher direkt an den Wald grenzt. Hier ist genügend Platz um ein paar Runden zu schwimmen oder mit einem der verfügbaren Boote in die Mitte des Sees zu fahren und zu entspannen. Auch ein kleiner Lagerfeuerplatz befindet sich in der Nähe des Ufers. Möchte man aber richtig grillen, so kann man auch die Grillhütte gleich nebenan benutzen, die zum freien Gebrauch zur Verfügung steht. Da man hier umgeben von Bäumen ist, wurde vor wenigen Jahren ein kleines aber feines Baumhaus gebaut, in welchem Kinder ihre Freizeit genießen und ein Abenteuer erleben können. Ausgestattet mit Matratzen bietet es sich auch perfekt für eine kleine Übernachtungsparty an. Im Dorf erzählt man sich, dass im See die Göttin der Ernte leben soll. Angeblich zeigt sie sich den Menschen, sollte man die richtige Opfergabe dabei haben, aber ob dies der Wahrheit entspricht weiß niemand, noch hat sich diese Erntegöttin Niemandem gezeigt.


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  • Vielleicht lag es am vergangenen Urlaub, dass der Schwarzhaarige schließlich in Sternbach am See landete, aber es schien ihm im Moment der beste Ort um mal wieder abzuschalten. Schade war nur, dass er weder Joe noch Kurt dazu animieren konnte, dass sie mit ihm kamen. Stattdessen war er jetzt hier alleine mit einem Rucksack gefüllt mit Getränken und Essen für den ganzen Tag. Beim Gewicht des Gepäckstücks war schon klar, dass er zu viel dabei hatte, aber besser zu viel, als zu wenig. Die vielen Bäume die den Weg zum See umrahmten thronten hoch in den Himmel und der Anblick bot bereits von weitem ein malerisches Bild. "Na dann mal los.", murmelte Dan fröhlich grinsend vor sich hin und machte die ersten Schritte um den See. Er hatte sich vorgenommen ihn heute einmal zu umrunden.


  • Wusstet ihr schon von Sakuras neustem Talent? Nein? Sie übte sich jetzt in Abstrakte Kunst! Doch eins fehlte ihr dabei noch. Die richtige Muse, Inspiration, ein Ort der in ihr das Gefühl von Ruhe und doch Kraft weckte. So entschloss sie sich einen Ausflug in den Ort Sternbach zu unternehmen. Gewappnet mit einer Staffelei, einer Leinwand, Farbpalette und mehreren Pinseln machte sie sich also auf den Weg zum See an der Mondlichtung. Der See glitzerte und blitzte wunderschön an so einem sonnigen Tag wie diesen. Dies, der Geruch des Wassers und der herbe Duft der Bäume die um den See lagen, waren perfekt um Inspiration zu schöpfen.
    Sake stellte sich nah ans Ufer hin und baute ihre Staffelei auf. Mit Daumen und Zeigefingern versuchte sie den See einzufangen und fuchtelte dabei komisch vor ihrem Gesicht rum, um professionell zu wirken. Dann schwang sie den Pinsel und begann zu malen. Eifrig wie sie war, haute sie die Klekse in diversen Größen auf die Oberfläche. Da ihre Kunst ja abstrakt war, erkannte man sowie so nicht viel von einem See, trotzdem musterte sie immer wieder die Natur und wirkte dabei, als würde sie diese genau abmalen.


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




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    [IMG:http://orig12.deviantart.net/87fa/f/2014/261/1/6/harvest_moon_boy___louis_cooper_by_princesslettuce-d7eftyd.png]

    ~kommt schwitzend am See an~


    Und warum musste sie auch seine Nachrichten lesen, wenn er gerade Pipi machen war…?

    Da wurde er EINMAL von einem Mädchen angeschrieben und ausgerechnet seine Mutter bekam es mit… Seine Mutter die ihm schon seit Jahren ans Herz legte, er solle sich doch endlich eine Freundin suchen.


    Louis war nämlich nach der Übernachtungsparty mit Sakura… und ihrer SEHR seltsamen Nachricht… erst einmal zu seiner Mutter geflüchtet, um wieder etwas Energie in seinem Safe Space zu sammeln. Es war wirklich herrlich! Er wurde bekocht, konnte eine Woche lang durchzocken und ging ab und zu sogar mit seiner Schwester raus!


    Doch alles änderte sich, als sein Handy piepste, während er gerade auf dem Klo war… und da er eigentlich NIE angeschrieben wurde, war die Neugierde seiner Mutter – die natürlich auch seinen Entsperrungscode kannte - sofort geweckt.


    Schon als er aus dem Badezimmer trat und man die Klospülung immer noch rauschen hörte, stand sie mit einem breiten, vielsagenden Grinsen und einem gepackten Rucksack vor der Tür.

    „Mama…? Was…?“, das Muttersöhnchen wusste sofort, dass dies nichts Gutes zu verheißen hatte.

    „Louis, du kleiner Schlingel!“, trällerte die blonde Hausfrau mit der Dauerwelle entzückt und kniff ihrem Sohnemann ordentlich in die Wange. „Du hast mir ja gar nicht erzählt, dass du eine Freeeundin hast!“


    Und mit diesen Worten wurde Louis mitsamt dem gepackten Rucksack vor die Tür gesetzt, zusammen mit etlichen Tipps, wie er bei dem Mädchen landen konnte (sei ja höflich und bring ihr ein Geschenk mit, hörst du?!?). Auch langes betteln und rütteln an der Haustür – die gleich nach seinem Verlassen abgeschlossen wurde – hatte die Meinung seiner Mutter, ihn doch noch für ein paar Tage zu beherbergen, nicht ändern können und so blieb ihm nichts anderes übrig, als den nächsten Bus nach Sternbach zu nehmen.

    Mies gelaunt und mit einem mulmigen Gefühl betrat Gegenwart-Louis das Seegelände und wurde sogleich von einem Schwarm Mücken überfallen. Fluchend öffnete er seinen Rucksack und duschte sich in Anti-Mückenspray, welches seine Mama Gott sei Dank nicht vergessen hatte einzupacken. Und wieder fluchte er, weil er jetzt sehr seltsam roch… aber wenigstens ließen ihn die Mücken in Ruhe.


    Er kramte auch nochmal nach seinem Handy, um sich die Whatsapp Nachricht von Sakura zum ungefähr zehnten Mal an diesem Tag durchzulesen.




    Bock auf See? Ich geh schon mal vor!


    Hieß es da einfach nur.


    Und deswegen machte seine Mutter so einen Aufstand!!

    Wenigstens musste er nicht lange suchen, bis er Sakura an dem doch recht Menschenleeren See (oh Wunder, wenn es hier noch nicht einmal Empfang gibt!!) entdeckte.


    Entschlossen ging er auf sie zu.


    Sag einfach Hallo, sag einfach Hallo…, wiederholte er wie ein Mantra in seinem Kopf. Sag einfach Hallo, sag einfach Hallo…



    „SAG EINFACH HALLO!“, ups, das kam etwas lauter und ausführlicher raus, als es der Nerd geplant hatte und wie erstarrt glubschte er das Mädchen mit großen Rehaugen an.

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/c…incesslettuce-d8mjjqw.png]

    Hier ein Pinselstrich und da ein Pinselstrich und TADAAAAA fertig war das Bild vom See (klick). Es war ein Meisterwerk, ein prachtvolles Gemälde, welches so vieles ausdrückte, das man gar nicht in Worte fassen konnte! Einfach Perfekt. Einfach Hallo! Einfach Hallo? Hatte da gerade Jemand mit ihr geredet? Sakura drehte sich um und sah voller Begeisterung ihren lang verschollenen Kerkerkrieger Louis! "SAG EINFACH HALLO LOUIS! Wie gehts dir?" Rief sie und umarmte ihn stürmisch. Dann knuddelte sie ihn indem sie ihn hin und her bog. War er größer geworden? Hatte er eine neue Brille? Und wo war sein Zauberstab? So viele fragen schossen Sake in den Kopf, dann fiel ihr wieder ihr tolles Bild ein. Fröhlich hoppste sie zur Leinwand. "Guck maaaal, hab ich ganz alleine gemacht! Erkennst du es?" Stellte sie es stolz vor und wippte dabei vor und zurück während ihre Arme sich hinter ihrem Rücken versteckten. Es war schön den brünetten Jungen wieder zu sehn. Aber ohne seine Mutter, die sich heimlich Sakes Nummer geschnappt hat, hätte das wohl nie funktioniert! "Deine Mutter ist so eine liebe Frau! Letztens als wir wieder telefonier haben, hat sie erzählt wie du damals mit 9 Jahren gestolpert bist und dein Kopf in nem Topf stecken geblieben is. Wir haben so gelacht!" Seine Mutter war echt witzig. Sie hatte immer die besten Geschichten parat.


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    Sakura nahm dem Jungen mit dem inzwischen tomatenroten Gesicht den seltsamen Gruß natürlich nicht böse, sie erwiderte ihn sogar, was Louis sofort wieder etwas entspannte. Er hatte an ihrem vorherigen Treffen schon bemerkt, dass ihm die Blonde wirklich, WIRKLICH sympathisch war und irgendwie war er für einen kurzen Moment ziemlich glücklich, dass ihn seine Mutter mehr oder weniger gezwungen hatte, sich mit ihr zu treffen.
    Zumindest war er glücklich, bis ihn das Mädchen ihn in eine innige Umarmung zog.
    Eindeutig. zu. viel. Körperkontakt.
    Louis erstarrte sofort zur Salzsäule und es war ein Wunder, dass Sake ihn in diesem Zustand überhaupt hin und her biegen konnte! Der Braunhaarige (JA OK SIE SIND BRAUN ICH GEBS ZU) spürte wie sich der zierliche Körper des Mädchens an seinen drückte, roch ihren Duft – ob Sake wohl Parfüm trug? Er kannte sich damit nicht aus… - und fühlte natürlich auch ganz deutlich ihre Brüste an seinem Oberkörper.

    „Brüste…“, stammelte der Junge wie benommen, als ihn Sake schon längst wieder los gelassen hatte und eigentlich ein Kommentar zu ihrem „Kunstwerk“ verlangte. „Ääääh, ich m-meine…“, angestrengt versuchte Louis den imaginären Abdruck, den Sakes Brüste auf seinem Shirt und indirekt auch auf seiner Haut hinterlassen hatten, zu ignorieren und sich zu konzentrieren. „… den See natürlich!“

    Was hätte sie hier auch sonst malen sollen…?

    Allerdings hatte er in Wirklichkeit keine Ahnung und war froh, dass Sake so vor sich hin plapperte und er nicht viel zur Konversation beitragen musste und sich GANZ um ein Problem kümmern konnte, was sich gerade unterhalb seiner Gürtellinie abspielte.

    „Jaaah, ich liebe meine Mami auch…“, was für eine Steilvorlage – danke Sakura! Als Sakura anfing von seiner Mutter zu schwärmen, war sein Problem behoben und Louis hatte den Kopf wieder frei um sich dem bis jetzt sehr einseitigen Gespräch zu widmen.
    Moment?
    Worum ging es?

    „SIE HAT WAS GEMACHT???“, platzte es dem Jungen heraus, viel lauter, feuchter und entsetzter als geplant. ABERAberwas…? Woher…?“

    Ihm war zwar bewusst, dass sich seine Mutter nichts mehr wünschte als Enkelkinder, aber einfach sein Telefon nach Nummern von Mädchen durchsuchen, DAS würde sie nicht wagen, oder?

  • Sakes Augen funkelten wie zwei kleine Diamanten als Louis erkannte was die gemalt hatte. Die Brüstung des Stegs am See! Da hatte sich die Blondine wohl umsonst Sorgen gemacht, dass man es nicht erkennen konnte! Louis' Mutter wär bestimmt auch stolz auf sie gewesen. Nach Sakuras Geschichte von seiner Mutter, wurde Louis aufeinmal so laut. Freute er sich etwa so arg, dass sie kontakt haben? "Na, sie hat mit mir telefoniert! Hast du Tomaten auf den Ohren?" Um sicher zu gehen, sah die Studentin selbst noch einmal nach. Keine roten Früchte zu sehen. Dafür bemerkte Sake jedoch, wie niedlich Louis Ohren leicht abstanden und ein kleines Muttermal die Stelle dahinter zierte. "Ach, wir haben über so vieles geredet! Besonders über deine Grundschulzeit. Du warst so ein süßer kleiner Racker! Demnächst wollte sie mir sogar Kinderfotos zeigen."

    Der Blick der jungen Frau schwankte zum See, dessen Oberfläche blitzte wie ein Sommergewitter, kraftvoll aber beruhigend. "Hast du zufällig Schwimmkleidung dabei?" Fragte sie den Brillenträger und zog ihr Shirt aus. Darunter befand sich ein kirschroter Bikini mit einem kleinen accessoires in der Mitte. Die Träger waren um den Hals geschnürrt und hinten zu einer Schleife gebunden. Sake liebte diesen Bikini, er passte farblich gut zu ihr und vorallem, wegen des kleinen Schmuckstücks in der Mitte. Es war ein kleines Vögelchen, eventuell auch ein großes Vögelchen nur in klein, aus vielen Glitzersteinen gelegt. Als nächstes zog sie ihre Hose aus und zeigt damit das passende Unterteil ihres Bikinis. "Sieht hübsch aus, stimmts?" Entgegnete sie Louis und drehte sich einmal im Kreis und nocheinmal und nocheinmal, bis sie einen kleinen Drehwurm hatte.


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  • hmangryhmtumbleweedhmtumbleweed


    Sie hatten tatsächlich miteinander telefoniert…

    Als Louis diese Information empfing, wurde sein Körper aller Lebensenergie beraubt und er sackte in eine sonderbare, rückradlose Haltung zusammen.

    Wie unfassbar P.E.I.N.L.I.C.H.!

    Wie konnte ihm seine Mutter das nur antun?

    Wusste sie nicht, wie sehr er dieses Mädchen mochte? (nein, natürlich nicht, du redest ja nicht mit ihr darüber…)
    Und verstand sie nicht, wie sehr er hoffte, dass sie ihn auch wenigstens ein bisschen leiden konnte und ihn nicht nur wegen irgendetwas ausnutze, wie etliche Mädchen vor ihr? (NEIN NATÜRLICH WEIß SIE DAS NICHT; DU REDEST JA NICHT MIR IHR!)
    Aber sie wusste auf jeden Fall, dass ihm sowieso alles peinlich war, auch wenn es sich nur um eine Kleinigkeit handelte, also warum tat sie dann so etwas?
    Mürrisch glubschte er Sake hinter seiner Hornbrille an und reagierte noch nicht einmal darauf, als sie seinem Gesicht wieder gefährlich nahe kam.
    Er war einfach nur endtäuscht von seiner Mutter und auch wenn Sakura nichts dafür konnte, so brachte er gerade beim besten Willen keine gute Miene zu Stande.

    „Kinderfotos…“, keuchte er abwertend und vor lauter Wut stiegen ihm sogar ein paar Tränen in die Augen. Am besten ging er einfach wieder, in diesem Zustand wollte er sich mit niemanden unterhalten – schon gar nicht mit Sake! Nicht dass er von Wut geblendet, noch etwas sagen würde, was er später bereuen würde.
    Der Dunkelhaarige beachtete Sakura in ihrem Bikini nicht weiter und drehte sich abrupt mit dem Rücken zu ihr.
    „Nein, ich hab keine Badesachen dabei und es ist wohl sowieso besser, wenn ich jetzt wieder gehe…“, die Worte kamen härter raus, als Louis sie klingen lassen wollte, wie so oft, wenn er nicht Herr seiner Gefühle war.
    Er würde sich jetzt erst einmal wieder in seinem Zimmer verkriechen und seiner Mutter eine seeehr lange Mail schreiben…

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    Huch? Wieso drehte sich Louis weg? War schwimmen so eine schlechte Idee? Vielleicht konnte er ja nicht schwimmen? Sake hatte Angst dass sie unsensibel gewirkt hatte. Vorsichtig beugte sie sich hinter Louis nach vorne und blickte von unten zu ihm herrauf. Dabei fiel ihr auf, wie seine Augen sich langsam befeuchteten. "H-hab ich was falsches gesagt? Oder liegt es an meinem Bikini? Gefällt er dir nicht? Wenn du nicht schwimmen kannst, kann ich es dir beibringen, das muss dir nicht peinlich sein. Keine Angst, es gibt keine Haie in dem See. Deine Mutter hat echt nichts schlimmes erzählt, ich hab dich echt gern Louis! Quallen gibt es auch nicht! Glaub ich zumindestens. Vermutlich nur ein paar Fische, aber die sind ganz lieb! Wenn dir das Wasser zu kalt ist, kann ichs vortesten! Und du kannst auch in deiner Unterwäsche schwimmen, außer es ist dir zu unangenehm, mich stört es nicht. Du bist auch nicht dick, falls du dir deshalb Gedanken machst. Oder wir gehen einfach wo anders hin? Und... und... bitte wein nicht." Die Worte sprudeln nur so aus der überforderten Blondine, doch irgendwas musste doch dabei gewesen sein, das gepasst hat. Sie machte sich große Sorgen um Louis, weshalb sie ihn letztendlich einfach aus dem Affekt heraus umarmte. "Es tut mir Leid." Flüsterte sie während sie Louis im Arm hielt und wusste nicht mehr, was sie noch weiteres tun sollte.


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  • (AAAAH ;____; Sake ♥)


    hmexclamation  hmnothing  hmnothing


    Louis stand eine ganze Weile wie angewurzelt da, bereit zum gehen und bereit Sakura einfach stehen zu lassen, so wie er es schon oft gemacht hatte, wenn ihm die Situation über den Kopf wuchs.

    Kein Wunder hast du keine Freunde… flüsterte die gemeine, kleine Stimme in seinem Kopf.

    Doch irgendetwas hielt ihn auch vom weglaufen ab. Vielleicht weil er irgendwie doch tief in seinem Inneren wusste, dass es nicht sooo schlimm war, dass Sake mit seiner Mutter Kontakt hatte… Vielleicht war es aber auch einfach eine Trotzreaktion gegenüber seiner Mutter – eigentlich wollte Louis ihr nämlich beweisen, dass er auch ohne ihre Hilfe zu einer Beziehung im Stande war – rein freundschaftlich verstand sich!
    Oder vielleicht war der kleine Nerd auch nur mal wieder zu einer Säule erstarrt - er konnte den Grund gerade selbst nicht so richtig erörtern, warum er nicht einfach ging…


    Sakura wusste den Grund für seinen plötzlichen Stimmungswechsel wohl auch nicht so genau, denn sie fing plötzlich an, auf ihn einzuplappern und sich sogar zu entschuldigen! Hatte sich schon jemals ein Mädchen bei ihm entschuldigt?
     „…“, schweigend glubschte der Braunhaarige seine Freundin - oder was auch immer - während ihres Redeschwalls an, hörte aufmerksam zu und verstand trotzdem nur die Hälfte, während seine Augen immer feuchter wurden und seine Wut über sich selbst, nicht einfach gehen zu können, immer größer.

    „…Sakura hör zu, ich…“, und er hätte ihr so gerne gesagt, dass es nicht an ihr lag, oder an ihrem Bikini, oder an Quallen, Haien und Fischen (wobei er vor allem große Angst hatte…und schwimmen konnte er auch nicht besonders gut…), sondern dass er einfach nur ein soziales Wrack war.

    Doch all das blieb wie immer unausgesprochen und er konnte nichts weiter tun, als bewegungslos in ihrer Umarmung zu verharren und seine Tränen so gut es ging weiter zu unterdrücken, um die Situation nicht NOCH peinlicher zu machen.

    Zum Glück war Sake eine sehr beharrliche, tröstende Umarmerin, denn irgendwann wurde die Situation, zusammen mit einem Mädchen und Körperkontakt in der Öffentlichkeit am Seeufer zu stehen, sogar für Louis so normal, dass sich seine Paralyse endlich löste und er sehr zögerlich und zaghaft die Arme, welche vorher wie Pudding an ihm herunter gehangen waren, um Sakes Schultern legte und sie etwas an sich drückte.

    Wie klein sie ist…


    Seufzend legte er sein Kinn auf ihren Kopf, während er versuchte seinen Herzschlag zu beruhigen und die Augen endlich trocken zu legen.
     „MIR tut es leid“, flüsterte er schließlich mit geschlossenen Augen, um nicht in das Blickfeld irgendwelcher Passanten zu geraten und wieder die Fassung über die Umarmung zu verlieren.

  • irgendwie schien Sake es geschafft zu haben, denn Louis begann ruhiger zu werden und war nichtmehr so steif und angespannt. Der Brünette lies sich sogar nach einiger Zeit auf die Umarmung von Sakura ein, was sich seltsam gut anfühlte. Die großen Hände um ihre Tailie und sein schwerer Kopf auf dem Ihren. Das Gefühl war wirklich komisch und Sakura hatte sowas noch nie wahrgenommen. Sie erötete, doch konnte ihr Gesicht nicht verstecken. Schnell versuchte sie an was anderes zu denken und begann in ihrem Kopf das Intro von der Gummibärenbande zu summen. Doch dann sagte Louis was, das die Blondine etwas verwirrte. Es tut ihm Leid? Was tat ihn Leid? Sein Griff war nicht zu fest und seine Stimme nicht zu laut. Vielleicht hatte er Sake verzaubert und sie hatte deshalb dieses sonderbare Gefühl. Hoffentlich war es kein Fluch! "Was sollte dir denn Leid tun Louis?" Flüsterte sie vorsichtig, in der Angst sich gleich in einen Frosch zu verwandeln. "Du hast doch gar nichts getan..." oder? Unsicherheit machte sich in ihr breit und ihr wurde ein wenig schlecht, sodass sie sich aus der Umarmung löste und tief durchatmete. Sakura sah sich heimlich um und entdeckte für den Notfall gleich die Toiletten in der Nähe. Sie war doch nicht schwanger oder? Konnte man von Umarmungen doch schwanger werden? Die Medizinstudentin begann an ihrem wissen zu zweifeln.


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  • hmnothing  hmnothing  hmnothing

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    Louis zuckte leicht zusammen als er Sakes Flüstern hörte, das trotz seiner Sanftheit die Luft durchschnitt.

    „Dass ich so bin… wie ich bin…“, würgte er fast schon hervor, unfähig irgendein Wort mehr zu sagen oder zu erklären. Sein Hals war wie zugeschnürt, auch wenn es ihm jetzt gerade nicht ausmachte Sakura zu umarmen, so war er trotzdem noch nervös und der Klos, der seinen Hals schmerzhaft verschnürte, wurde immer größer. Als Sake schließlich die Umarmung löste, fühlte es sich für den Braunhaarigen so an, als würde sich plötzlich ein Geist im Raum… äääh am See befinden. Ihm war plötzlich etwas kühl und das trotz der sommerlichen Hitze, die ihm schon einen leichten Sonnenbrand auf die Wangen gezeichnet hatte. Hilflos starrte er Sakura an, die sehr unsicher und auch etwas ängstlich wirkte. Ihr fragender Blick bescherte ihm Unbehagen weswegen sein Blick schnell wieder zu Boden wanderte.

    Na los, mach den Mund auf, sie wird es verstehen…!, Wow, seine Stimme war ja heute richtig motivierend… nur blöd dass sie das immer im falschen Moment war, zum Beispiel wenn er einen riesen Marshmallow im Hals hatte, oder es sich zumindest so anfühlte…
    Louis räusperte sich angestrengt und… nichts… der Klos war immer noch da. Vielleicht konnte er ihn irgendwie runter spülen…? Ach richtig! Er hatte ja noch Bier im Rucksack!

    Sakura würde ihn wohl jetzt gleich für völlig Banane halten… erst heulen und dann Bier saufen… aber er wollte ihr wirklich dringend mitteilen was gerade in ihm vorging und so setzte er sich ins Gras, grabschte an seinem Rucksack herum bis ein sixer Dosenbier zum Vorschein kam, stellte dem Mädchen eine Dose hin und öffnete sich eine eigene.

    Der Braunhaarige leerte sie in einem Zug - natürlich nicht ohne einen peinlichen Hustanfall zwischendurch, da er sich verschluckt hatte.

    „Das hab ich uns mitgebracht… Meine Mama meinte ich soll dir was mitbringen und an der Tankstelle gab es nur Bier und ich hab schon mal gehört das Jugendliche gerne Bier am See trinken…“

    Louis schaute Sake nicht an, er schaute verlegen in die leere Dose und wartete ab, ob die Leere, die der Geist der Nach der Umarmung erschienen war, gerade füllte, wohl wieder weg gehen würde…

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    Vorsichtig rieb Sakura an ihrem Bauch, das einzige was sie spürte war der Kuchen den sie Mittags runter geschlungen hatte. Erleichtert rieb sie sich über die Stirn. Nicht schwanger! Nur Erdbeerkuchen! Hach, war das Leben nicht schön? Wobei sie Steven Andrew Karl von Havard jetzt schon vermisste. Warum sterben die Guten immer so jung? Louis setzte sich ins Gras und packte ein paar Dosen aus seinem Rucksack aus, dabei warf er Sake gleich eine zu. "Stimmt, das hat ich auch schon gehört!" Sie setzte sich gegenüber von ihm ins Gras und öffnete mit einem lauten Zischen die Dose. Das kalte Kondenswasser lief seitlich herunter und erfrischte die Blondine schon bevor sie das Bier an ihren Lippen ansetzte. Im Gegensatz zu Louis trank Sakura eher Schluckweise. Sie stellte ihre Dose in der Wiese ab und gerade als ein Biertropfen am Rand der Dose hinunter kullerte, kam ein kleiner Marienkäfer und stoppte ihn. "Glaubst du Marienkäfer können betrunken werden?" Sie überlegte so stark dass die Adern auf ihrer Stirn sichtbar wurden. Da sie die Nervosität des Brillenträgers bemerkte, beobachtete Sake lieber den Marienkäfer um ihm damit eventuell etwas Nervosität zu nehmen.


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  • Sie hielt ihn anscheinend weder für Banane, noch für sonst irgendwie schräg für seine Aktion, machte einfach mit und setzte sich neben ihn. Wieder einmal staunte Louis über die Art von Sakura mit anderen Menschen – und vor allem ihm –umzugehen.

    Wo warst du nur mein ganzes Leben? Ich hätte eine Freundin wie dich viel früher brauchen können…
    Seufzend öffnete der Braunhaarige Dose Nummer zwei und beobachtete die Blonde aus den Augenwinkeln. Sie starrte etwas abwesend auf ihr Bier, wobei er nicht genau wusste ob sie wirklich abwesend war - mal wieder in ihrer eigenen Welt auf Reisen - oder ob sie ihn nur nicht nervös machen wollte – zuzutrauen wäre ihr beides gewesen.

    Ein großer Schluck Bier, ein erneuter Hustanfall, Stille.

    Auch wenn das flüssige, gelbe Gesöff so langsam seine Wirkung in der prallen Mittagssonne zeigte, war Louis Zunge immer noch an seinen Gaumen gefesselt. Erst als Sakura sein Wissen über das Insektenreich testete, kam ein leises Glucksen aus seiner Kehle.
    „Ich denke schon dass sie Betrunken werden können… und gerade wenn man im GRAS sitzt sollte man sich vor dealenden Marienkiffern in acht nehmen!“

    Woah, Füße hoch, der kam flach!

    Leicht entschuldigend grinste der Brillenträger Sakura an und hob dann seine Dose um mit ihr anzustoßen.

    „Auf betrunkene Marienkiffer!“

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    Ehrlich gesagt war Louis Antwort sogar so kreativ, das Sake ein leises aber charmantes Kichern über die Lippen huschte. "Auf die Marienkiffer!" sprach sie ihm nach und stoß ihre Dose gegen die von Louis. Leider war der Aufprall so heftig dass ihr ihre Dose aus der Hand fiel und Sakuras roten Bikini und ihre Haut voll spritzte. Erschrocken blickte sie auf ihren Körper. Das Bier klebte überall an ihr, genauso wie der unangenehme Geruch des Getränks. "Vielleicht sollt ich doch kurz in den See springen." Gab die Blondine mit scharlachrotem Kopf zu. "Willst du doch mit?" Fragte sie Louis und kramte nebenbei in ihrem Rucksack rum. Vor lauter Maler Artikel, hatte unser Schlaukopf wohl vergessen an ein Handtuch zu denken. "Hast du zufällig was zum abtrocknen dabei?" Sake hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben das Louis mit ihr schwimmen gehen würde. Das würde den Brillenträger bestimmt aufmuntern! Ein bisschen mit dem Wasser spritzen, rum albern, das war doch genau das richtige!


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  • Sakura lachte über den Flachwitz, was Louis unsicheres Grinsen festigte und als die Beiden dann schließlich anstießen, kam auch ihm ein leises „Haha“ über die Lippen.

    Der Braunhaarige seufzte leise. Könnte nicht jedes Treffen mit Menschen genauso entspannt sein wie das mit Sakura? Eben hatte er noch in ihren Armen geweint und jetzt saßen die Beiden auf der Wiese und tranken Bier, wie in einem schlechten Teenagerfilm…

    „Weißt du Sake, ich kann dich echt gut leiden… Woooow, was tust du?“, gerade als Louis sich ein bisschen öffnen wollte, hatte es die Blondine irgendwie geschafft sich das halbe Bier über ihren Körper zu leeren, der – wie Louis jetzt auch wieder ganz penetrant auffiel – auch immer noch halb Nackt war! Ihm wäre irgendwie lieber gewesen, dass ihm diese Tatsache noch eine Weile entgangen wäre…

    „B-Baden? J-Jetzt??“, der Braunhaarige lief wieder scharlachrot an, reichte Sakura aber mit leicht zitternder Hand ein Tempo aus seinem Rucksack, den er dann einfach offen stehen ließ. Er konnte sich jetzt unmöglich hier entblößen und dann ins gefährliche Wasser gehen… oder? Nervös suchte er im Kopf nach Ausreden… Ich habe eine Wasserallergie! – nein, dann würde Sake ihn für unhygienisch halten… Ich kann nicht schwimmen! – das war keine gute Ausrede, sondern die bittere und peinliche Wahrheit… Ich… Ich…
    „…Ich habe keine Badehose dabei!“, nuschelte der Brillenträger und schob das verrutschte Ding dann auch gleich seinen Nasenrücken hinauf. Es stimmte sogar! Er hatte eigentlich nicht vor gehabt in den bestimmt eiskalten, von beißenden Fischen wimmelnden See zu springen… Aber bei seinem Glück hatte ihm seine Mutter bestimmt eine Ersatzbadehose eingepackt, ohne dass er es mitbekommen hatte... nervös huschte sein Blick zu seinem offenen Rucksack… aber Sakura konnte das ja nicht ahnen… oder doch?

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    Sake blickte verdutzt in Louis Hände. Ein Taschentuch würde ihr nicht viel bringen wenn sie jetzt ins Wasser springen würde. Allein wenn sie es nur auf ihren Kopf legen würde, wäre es pitsche patsche nass und kein einziger Teil ihres jungfräulichen Körpers wäre abgetrocknet. Also entschied sie sich schweren Herzens das bereitgestellte Tempo anzunehmen. "Habt Dank werter Herr!" sprach die Blondine, erhob sich und machte einen Knicks bevor sie begann die Bier tropfen von ihrer Haut zu wischen. Dabei roch sie am Träger ihres Bikinis und merkte dass sie eindeutig den Geruch des Getränks angenommen hatte. "Ich hoffe der Bier Geruch stört dich nicht." Nervös setzte sie sich wieder hin. Louis würde jetzt bestimmt von ihr Abstand halten. Wer möchte denn schon gern nah bei Jemande sein der nach ner Bierdusche stinkt. Die ganze Situation war Sakura so peinlich, dass ihre Schaltkreise durchdrehten, also wie immer. Sie legte sich wieder ins Gras und begann sich hin und her zu drehen, in der Hoffnung dass sie den Gras Geruch annahm. Gras roch nämlich gut! Vorallem frisch gemähtes! Und Sake wollte auch frisch gemäht riechen! Komischerweise hat die gute Idee nicht geholfen. Hoffentlich würde Louis trotz Sakes Geruch noch bleiben und nicht verschwinden! Verpeilt versuchte sie Louis in ein Gespräch zu verwickeln. "Kann ich noch ein Bier haben? Ich habe nämlich eine Cenosillicaphobie nur mit Dosen." Lauthals lachte sie los. Es wirkte einwenig psychisch kaputt aber so wirkte sie ja öfters. "Nein quatsch, aber es macht Spaß mit dir zu chilln!"


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  • „B-Bitte, wertes Fräulein!“, stotterte Louis, als seine biergetränkte Freundin das Tempo entgegennahm und sich unbeholfen abtupfte.
    Du hättest ihr gleich die ganze Packung geben sollen, äffte eine Stimme höhnisch in seinem Hinterkopf. Oder eben doch mit ihr in den See gehen… sie nur, sie hat noch nicht einmal die Hälfte davon weg bekommen!
    Aber anstatt doch noch auf Sakes Wunsch einzugehen, schnappte sich Louis hektisch seinen Rucksack und zog den Reisverschluss mit einem lauten RATSCH zu, damit seine neugierige Freundin nicht doch noch auf die Idee kam, nach einer Ersatzbadehose zu suchen… Sakura wälzte sich währenddessen im Gras, was der Braunhaarige eigentlich gar nicht hinterfragte, er war zu sehr damit beschäftig seine eigene Unsicherheit zu überspielen.

    „Nein, nein… Biergeruch ist… toll!“, piepste der Brillenträger, dessen Stimme immer eine halbe Oktave höher als sonst klang, wenn er nervös wurde (hatte eigentlich schon jemand Louis normale Stimme gehört? Schließlich war er immer nervös…). „Er gehört sogar zu meinen Top Ten der Gerüchen… gleich neben dem Geruch von neuen Büchern und frischer Bettwäsche…“

    Wow, plappern bei Nervosität? Das ist neu…

    Er versuchte sich wieder an einem aufmunternden Grinsen, doch sogar ER konnte spüren, dass Sakura sich gerade nicht so wohl fühlte, was wiederrum ihn selbst verunsicherte.

    „E-Ein Bier?“, hastig grabschte Louis erneut zu seinem Rucksack, um dem Wunsch seiner Freundin nachzukommen und wieder ertönte das laute RATSCH. „N…natürlich! Hier! I.. ich mach es auch für dich auf…“

    …was wirklich keine gute Idee war, nachdem er seinen Rucksack so sehr durchgeschüttelt hatte… natürlich richtete er die Bierdose auch noch genau auf Sakura und das Unheil nahm seinen Lauf…

    Das Bier zischte laut als Louis es ruckartig öffnete und spritze Sakura durch die aufgestaute Kohlensäure direkt ins Gesicht…

    „Oh… oh nein, tut mir Leid…“, jammerte der Nerd. Natürlich hatte er alles nur noch schlimmer gemacht…“Vielleicht sollten wir doch baden…“
    SPINNST DU??? ,riefen sofort alle Stimmen in seinem Kopf vereint, sogar die die sich sonst immer über seine Phobien Lustig machte. Doch Louis blieb ausnahmsweise mal ruhig. „Und dann erklärst du mir zur Ablenkung zu meiner Offenen-Gewässer-Phobie was denn eine Cenosillicaphobie ist…?“

  • [IMG:http://orig12.deviantart.net/c296/f/2015/080/f/1/sakura_reloaded_ww_editiert_by_princesslettuce-d8mjjqw.png]

    Bier Geruch soll gut sein? Das war Sake neu, aber Jedem das Seine. "Bei Büchern und frischer Bettwäsche stimm ich dir zu! Du solltest unbedingt mal an meiner riechen, ich benutz dafür immer ein spezielles Waschmittel! Es riecht nach Gummibärchen." Gab sie grinsend zu. Das Beste war, dass es immer mal wieder nach einem anderen Gummibärchen riecht. Momentan war das Apfel mit einem Hauch Orange. Einfach einzigartig!

    Im nächsten Moment durchsuchte Louis seinen Rucksack nach einer Bier Dose. Schon beim Wühlen fiel Sakura auf dass die Spitze einer Badehose rausguckte. Soso der kleine Schlingel! Grinste sie verschämt und überlegte ob sie Louis in seiner Komfortzone weilen lassen sollte oder ob sie ihm seine kleine Lüge heimzahlen würde. Just in diesem Augenblick blickten ihre Augen nicht mehr weit, denn schon wieder zischte und spritze Bier auf die Blondine und traf sie mitten ins Gesicht. Zuerst blickte Sake verduzt aus der Wäsche. Doch dann beugte sie sich nach vorne und umarmte plötzlich Louis in der Hoffnung dass er nicht nur nass sondern auch erröten würde. "Jap, ich glaub jetzt haben wir beide einen Grund zu baden! Gut dass du deine Badehose doch dabei hast!" Sie zeigte hämisch lachend auf seinen Rucksack. Dann half sie dem Brillenträger auf und hielt weiterhin seine Hand fest. "Keine Sorge, ich bin bei dir." Flüsterte sie ihm gut zu und beantwortete noch seine Frage: "Cenosillicaphobie ist die Angst vor leeren Gläsern! Gut das hinter deinen so ein toller Junge steckt!"


    ✶★"Eine kleine Überlegung, ein kleiner Gedanke an andere, macht den ganzen Unterschied aus."★✶

    - Winnie Puuh




  • Louis blinzelte nur verwirrt hinter seiner Hornbrille hervor, als Sakura ihn dazu einlud mal an ihrer Bettwäsche zu riechen. Er hatte genug Dating Sim Spiele gespielt um zu wissen wohin das führen würde… oder sagen wir: zumindest war er sich da bei jedem anderen Mädchen sicher, außer bei Sake… Also murmelte er nur irgendetwas in seinen nicht vorhandenen Bart, dass sich wie „Gummibärchen mag ich auch…“ anhörte und widmete seine Aufmerksamkeit dann wichtigeren Themen, zum Beispiel dass er seine Freundin gerade mit Bier übergossen und ihr dann angeboten hatte mit ihr schwimmen zu gehen. Im Wasser. Halb nackt, NICHT GUT!
    Er hatte ja noch nicht einmal eine Badehose dabei… geschweige denn coole Unterwäsche an… Ohje!
    Doch Sake wusste natürlich wie immer was zu tun war und zog Louis in eine erneute Umarmung.
    „O…ooh…“, Achievement unlocked: Junge errötet zum 10. Mal und ist Sprachlos – gut gemacht Sakura!
    So langsam gewöhnte sich Louis sogar an den häufigen Körperkontakt - auch wenn er sich fragte, ob normale Menschen sich wirklich so häufig umarmten und wie sie damit umgingen - und gewann seine Stimme dadurch viel schneller wieder, als vorher. War Sakura etwa seine gute Fee die ihn irgendwann zu einem RICHTIGEN Jungen machen würde?!?
    „I…ich hab mir fast gedacht dass Mama mir eine eingepackt hat…“, seufzte der Braunhaarige sichtlich endtäuscht. Er war aber auch erleichtert darüber nicht in seine hässlichen Unterhose baden zu müssen…
    Ungeschickt ließ er sich von der Kleineren hochhelfen und starrte dann verwirrt auf seine und ihre Hände die immer noch verschränkt waren.
    „Ähm… also ich muss mich dann umziehen… willst du da auch bei mir sein?“, OH GOTT LOUIS WAS IST DENN HEUTE MIT DIR LOS?, schrien wieder alle Stimmen in seinem Gehirn vereint und sein Kopf verfärbte sich von „ich-bin-eine-noch-nicht-ganz-reife-Tomate“ - Rot zu „ich-bin-jetzt-reif-ernte-mich-bevor-ich-matschig-werde!!!“– Rot. Und Sakes Kompliment machte die Situation dann auch nicht besser, auch wenn er sehr froh darüber war, endlich zu wissen vor was ein Cenosillicaphobier so Angst hatte… Wenn er etwas schlagfertiger gewesen wäre, hätte er Sake wohl erklärt dass sie doch aber aus einer Bierdose tranken und nicht aus einem Glas, doch er ließ den Klugscheißermodus ausnahmsweise mal aus.
    „ICHGEHMICHUMZIEHEN“, rief er stattdessen viel zu laut und viel zu schnell, schnappte sich seine Badehose und rannte in eine der Umkleidekabinen, wo er beim Versuch das schlabbrige Teil (DIE BADEHOSE) richtig herum anzuziehen, mehrmals fast umfiel. Als er es dann endlich geschafft hatte und zu Sake zurück kehrte, wurde diese erst mal geblendet – jedoch nicht von Louis Prachtkörper, wie er es gerne gehabt hätte, sondern von seiner kreidebleichen Haut, die in der Sonne fast glitzerte, weil sie so weiß war.
    „Ich sollte mich vielleicht noch eincremen…“, murmelte der Nerd etwas beschämt, als er schon wieder bei Sakura stand und seine Spiegelung im Wasser sah. „Und du willst da jetzt wirklich rein… also mit dem GANZEN Körper…?“