Der Park an der Apah

  • JulietIllustration2.pngSky und [Juliet]


    Juliet hasste ihre Schwäche und es frustrierte sie über alle Maßen, aber vielleicht war es jetzt einfach an der Zeit das aus sich raus zu lassen. Sie hatte auch nicht wirklich das Gefühl dabei besonders viel Mitspracherecht zu haben. Die Anspannung der letzten... Jahre brach sich einfach Bahn, was auch sowas wie ein Gefühl der Befreiung mit sich brachte. Es tat gut das endlich zu klären, aber dennoch tat es höllisch weh es plötzlich ausgesprochen zu wissen. Sie waren am Ende. All die Zeit hatte man sich noch irgendwie Hoffnung gemacht, auch wenn es komplett unsinnig gewesen war.

    Als Sky selbst gestand, dass er ein Ekelpaket war und es ein egoistischer Move von ihm gewesen war, konnte sie ihn einen Augenblick nur verdutzt ansehen. Damit hatte sie keinesfalls gerechnet und wieder traten ihr Tränen in die Augen, sie vergrub den Kopf in ihren Händen, weswegen aus ihrer Kehle ein erstickter, überraschter Laut kam als er sie in den Arm nahm. Ihr erster Impuls war ihn von sich zu stoßen und anzuschreien, aber irgendwie brachen dann alle Dämme und sie heulte sich an seiner Brust aus. Sein Geruch hatte sich über die ganze Zeit verändert, war aber in seiner Grundnote gleichgeblieben und hüllte sie nun ein wie ein schützender Kokon. Es dauerte eine Weile bis sie sich ausgeheult hatte, aber schlussendlich löste sie sich aus seiner Umarmung, wischte sich mit ihren Händen die restlichen Tränenspuren aus dem Gesicht. "Sorry, ich hab dir dein Oberteil komplett nass geflennt..." murmelte sie dann leise. Ihr Blick lag auf dem nassen Fleck auf seiner Brust. "Ich denke wir haben zu viel gemeinsam durchgemacht um einander unwichtig zu sein... auch wenn wir... nicht mehr wir sind... zumindest im Sinne von... du weißt schon". Sie verfiel wieder ins Schweigen. Sie wusste nicht mehr was sie noch weiter sagen sollte. Wie sollte sie ihn weiter anschreien wenn er ja bereits zugegeben hatte ein Arsch gewesen zu sein? Ein Seufzen stahl sich über ihre Lippen und sie wandte ihren Blick von ihm ab. "Ich hab keine Ahnung was ich jetzt machen soll. Das alles war unvermeidbar und vorhersehbar... aber irgendwie ist es komisch das alles so... ausgesprochen zu haben und so. Hab mir nie Gedanken über das Danach gemacht" sagte sie nach einem weiteren Augenblick und sah Sky ins Gesicht.

    "Come on, little lady, give us a smile"
    No, I ain't got nothin' to smile about
    I got no one to smile for, I waited a while for
    A moment to say I don't owe you a goddamn thing

    Nightmare - Halsey

  • Sky und Juliet


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    Sky hasste eigentlich Drama. Seine Eltern waren zwar zuweilen komplett unfähig gewesen, was seine Erziehung anbelangt hatte, aber sie waren zumindest ein halbwegs glückliches Pärchen gewesen. Im Gegensatz zu den restlichen Eltern in seinem Freundeskreis, wo ein Psychopaar dem anderen den Rang ablaufen wollte, was Irrsinn und Dramatik anbelangte. Das hatte dem Jungen eigentlich für Lebenszeit gereicht und als er mit Juliet zusammen gekommen war, war er sich so sicher, dass es zwischen ihnen anders laufen würde. Er glaubte ja aus den Fehlern der Erwachsenen gelernt zu haben und sich nur einmal zu verlieben. Mittlerweile wusste er, dass er ein naiver Dummkopf war, der in einer Traumwelt gelebt hatte. Beziehungen waren dynamisch und man(n) konnte niemals voraussagen, wie sie sich entwickeln würden. So wie auch Gefühle mit der Zeit schwächer werden konnten, vor allem wenn man sie nicht pflegte. Und in dieser Hinsicht war Sky verdammt nachlässig gewesen. Es war also im Grunde nur ihm zu zuschreiben, dass Juliet nun wie ein Häufchen Elend vor ihm stand. Was sie natürlich nicht verdient hatte. Verdammt, er hatte immer über seinen besten Freund und seiner Behandlung von Frauen geurteilt, dabei war er eigentlich kein Deut besser. Er war sich nicht sicher, ob er nicht eine Grenze überschritten hatte, als er Juliet in den Arm nahm. Er hatte immerhin gerade die Beziehung beendet, durfte er sie dann überhaupt berühren? War er die richtige Person, um sie zu trösten? Der Student hätte es auf jeden Fall verstanden, wenn sie ihn von sich gestoßen hätte. Oder ihm gleich eine Ohrfeige mitgegeben hätte. Das war nur verdient. Sein Drang seine Gedanken auszusprechen wurde langsam etwas schwächer und so hielt er seinen Mund, während sie ihm langsam sein Oberteil vollheulte. Er hielt sie zwar fest, aber er wagte es nicht einmal seine Hände zu bewegen, so als konnte jede Bewegung von ihm Juliet in ihrer Trauer stören. Besorgt blickte er sie an, als sie schlussendlich doch ein paar Schritte zurückging. "Ach, das macht doch überhaupt nichts", meinte er beschwichtigend und lächelte sie an. Sein Shirt würde schon wieder trocken werden. Tatsächlich sprach Juliet dann aber einen Gedanken aus, der Sky überraschte. Ja, was sollten sie nun machen? Sie waren jahrelang um dieses Thema herumgeschlichen und nun wo sie es angesprochen hatten...was geschah nun. Der Braunhaarige räusperte sich. "Ich weiß zwar nicht, was wir längerfristig machen...können?" Es war sogar schwierig darüber zu sprechen, scheiße noch mal! "Aber kann ich dich zumindest jetzt irgendwohin begleiten?" Er wollte sie in gute Hände übergeben, nicht einfach so im Park stehen lassen. "Also ich gehe mal davon aus, dass du jetzt jemand anderen sehen willst...", fügte er noch hinzu und lachte trocken.




  • JulietIllustration2.pngSky und [Juliet]


    Juliet fühlte sich wie zwei Personen. Auf der einen Seite fühlte sie eine unglaubliche Schwere die drohte sie nieder zu drücken, aber auf der anderen Seite war sie unfassbar erleichtert. Sie hatte nie geplant Sky zu verlieren, was sie an sich ja nicht musste. Aber irgendwie war es immer Sky und sie als Paar gewesen und nicht als Freunde, oder sowas in der Art. Sie hatte überhaupt keine Vorstellung wie diese alternative Realität aussehen sollte, aber vielleicht musste sie diese auch überhaupt nicht haben. In ihrer beiden Welt gab es ständig ein übles Beziehungsdrama nach dem anderen, ihre Eltern allen voran. Die blonde Studentin weigerte sich selbst Teil eines solchen Dramas zu werden, auch wenn das eventuell noch schwer werden könnte. Ja Sky hatte es verbockt. Sie hatte es verbockt. Aber es hatte sich so lange angekündigt, dass sie auch gar keine Energie dazu hatte weiter eine Szene zu machen. Seufzend fuhr sie sich durch die Haare. "Ich glaube planen können wir eh nichts. Wir hatten Pläne für uns und nun schau wie es jetzt ist. Vermutlich müssen wir einfach sehen was passiert" murmelte sie dann achselzuckend. Bei seinen nächsten Worten schaute sie ihn mit großen Augen an. "Ich wollte mir eigentlich ein Kostüm kaufen gehen... ich..." sie runzelte die Stirn. "Keine Ahnung wo ich hin soll... Ich meine im Wohnheim ist immer irgendwer...?" sie ließ den Satz, die Frage einen Moment in der Luft hängen, dann gluckste sie. "Irgendwie habe ich meine sozialen Kontakte die letzte Zeit echt schleifen lassen. Die ersten Semester sind die absolute Hölle" wieder legte sie ihre Stirn in Falten, dann rieb sie nachdenklich mit ihrer Hand darüber. "Alex hat doch eh wieder irgendein Mädel am Start... keine Ahnung ob eins der Mädels noch mit mir redet und Alice..." bei dem Namen klingelte etwas ganz entfernt in ihrem Hinterkopf. Verwirrt versuchte sie zu entschlüsseln was das bedeuten sollte. Irgendwann sprach sie langsam und immer noch irritiert weiter. "Keine Ahnung wo Alice ist... das klingt total dumm, aber irgendwie hab ich das Gefühl sie wäre eben hier gewesen... aber... ich hab sie auch schon wieder ewig nicht gesehen. Ich... sollte ihr schreiben..." mit ihrer Rechten kramte sie ihr Handy hervor und tippte kurz darauf herum. Während sie es wieder verstaute sah sie wieder, etwas abwesend, zu Sky. "Sorry, ich bin grad keine Hilfe. Vielleicht sollte ich einfach ins Wohnheim zurück und Schokolade fressen" schloss sie dann leise lächelnd.

    "Come on, little lady, give us a smile"
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    Nightmare - Halsey

  • Sky und Juliet // Gehen


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    Die blonde junge Frau vor ihm hatte so gar nichts mit der Juliet zu tun, die Sky kannte. Ihr Selbstbewusstsein, ihre schlagfertige Art war einer gewissen Unsicherheit gewichen. Der Student konnte es aber verstehen. Er war genauso unsicher und verwirrt. Wenn sie beide ehrlich waren, hatten sie doch schon so lange keine richtige Beziehung mehr miteinander geführt und hatten durch Sky's Abwesenheit das Ende der Beziehung einfach nur unnötig hinausgezögert. Und dennoch hatte der Braunhaarige im Moment seine Zweifel, dass er richtig gehandelt hatte. Er hatte ja sich und Juliet immer noch als Paar gesehen, wie sah also nun seine Zukunft aus ohne die blonde Frau an seiner Seite? Was hatte das für Auswirkungen, nicht nur auf ihre zwischenmenschliche Beziehung, sondern auch auf sein restliches Leben? Er wusste zum Beispiel, dass er mit seinem besten Freund darüber reden musste, aber besten noch bevor Juliet es ihrem Bruder erzählte. Auch wenn er mit Alex sehr gut befreundet war, konnte er nicht ausschließen, dass er ihm eine verpasste, einfach weil er Juliet gerade das Herz gebrochen hatte. Wahrscheinlich hätte er es sogar verdient, auch wenn er nicht scharf auf die Schmerzen war. Alex konnte ziemlich gute Kinnhaken verteilen. Auch wenn ihre langfristige Zukunft nun in Scherben vor ihnen lag, schien Juliet gerade mehr Sorgen zu haben, welche Schritte sie möglichst zeitnahm setzen wollte. Sky hörte ihr zu, eine mitfühlende Miene auf seinem Gesicht. Er konnte ihre Hilflosigkeit nachvollziehen, er wusste auch nicht so genau, wo er jetzt hingehen sollte. Wobei ihm da doch ohne es zu wollen der Name von einem schwarzhaarigen Mädchen durch den Kopf schoß. Aber er war nicht so ein Ekelpaket, der mit seiner Freundin Schluss machte, nur um dann gleich zu einer anderen zu gehen. Egal, ob er jetzt romantische Absichten hatte oder nicht. Es war einfach verdammt noch einmal taktlos und das war er sicher nicht. "Kein Stress, ich begleite dich einfach ins Wohnheim und unterwegs nerven wir einfach ein dutzend Leute und irgendwer wird sich schon finden lassen, der mit dir gemeinsam die Schokolade teilt.", sagte er mit einem Lächeln. Er wusste, dass er selbst dafür nicht in Frage kam. "Vielleicht ist auch irgendetwas los, ein Fest oder so etwas. Gefühlt haben wir hier in RIverport ja immer irgendwelche Feierlichkeiten." Es war nur ein Vorschlag, er wusste ja nicht, ob sie gerade Lust auf so etwas hatte. Vorsichtig nahm er sie beim Arm und ging mit ihr vom Park weg. Mit seiner freien Hand tippte er ein paar Nachrichten, wobei eine dabei war, die er vielleicht nicht hätte abschicken sollen. Vielleicht war er doch nicht so ein Gentleman, wie er es gerne hätte.




  • Sakura & Rumi, kommen an und spazieren durch den Park
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    Sake grinste. "Ach Manno", verkündete sie mit einem Schmollmund. "Dann muss ich ebend woanders hin pusten ..." Sie zündete sich kurzerhand eine Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. Als sie gerade den Eingang des Parks durchquerten, drehte sie den Kopf weit zur Seite und pustete den Rauch aus. Rumis nächste Frage kam ein wenig überraschend, aber sie brachte die Blonde so stark zum Lachen, dass sie sich am Rauch, der eigenen Spucke oder was auch immer verschluckte. Sie hustete heftig. "Bei Gott, hust hust, nein!" Sie musste stehen bleiben, um sich kräftig gegen die Brust klopfen zu können. "Vollzeit, hust, hust, im Zoo? Ich würde mich erschießen, hust, hust." Rasch öffnete sie den Verschluss ihrer Limo. Sie musste etwas trinken, sonst würde sie diesen widerlichen Hustenreiz nicht los werden! Also trank Sakura mehrere große Schlücke, sie leerte fast die komplette Flasche und setzte sie mit einem gedehnten "Aaaaahh!" wieder ab. "Das tat gut ..." Dann fiel ihr Blick wieder auf Rumi. Es dauerte einen Moment, dann fiel ihr wieder ein, dass sie ihre mal wieder so dahingesagte Aussage nicht einfach so stehen lassen konnte. Immerhin war Rumi an einem Praktikum im Zoo interessiert.
    "Also ... ich würde mich nicht wirklich erschießen ... ich würde mich ... vermutlich erhängen!" Sie lachte. "Nein, so schlimm ist es nicht! Aber acht Stunden fünf Tage die Woche das Affengeschrei hören, Gott steh mir bei!" Sie setzte sich wieder in Bewegung, der Husten war weg, der Spaziergang konnte weitergehen! "Nein, ich habe mir den Rat meiner Großeltern zu Herzen genommen und mach aus meinen Leben was Vernünftiges ...", erwähnte sie mit einem Schulterzucken. "Ich studier Medizin. Bin jetzt im fünften Semester, also noch ... mmhmm ... lass mich mal nachzählen", dazu nutzte sie ihre Finger, "fünf, sechs ... sieben! Sieben Semester noch, oh mein Gott, ich geh mich erschießen ...!"

  • [Rumi] ~ spaziert im Sakura durch den Park

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    Ein leises Lachen schlich sich über die Lippen der Schülerin als sie Sakuras Schmollmund sah. Sie mochte den Humor der Blonden, denn er war erfrischend und spontan. Während sie so neben der Blonden herlief, zündete sich diese schließlich ihre Zigarette an. Die Rosahaarige trank einen weiteren Schluck ihrer Limo, ehe sie das Wort wieder an Sakura richtete. Die Art der Antwort jener auch ihre Frage hatte Rumi allerdings nicht erwartet. Sakura hatte plötzlich so stark zu Lachen begonnen, dass sie sich scheinbar verschluckte. Das helle Lachen wandelte sich schnell in heftiges Husten, welches die Blonde jedoch mit einem Schluck ihres eigenen Getränks schnell wieder in den Griff bekam. "Oh, sorry. Das wollte ich nicht." Jedoch klang bei diesen Worten ein erheitertes Lachen mit. Schließlich bekam die Schülerin doch ihre Antwort, wenn auch weitaus mehr ausgeschmückt und dramatischer als erwartet. "Medizin? Wow, das ist ja cool. Das ist bestimmt echt schwierig und verdammt viel zu lernen." Rumi war beeindruckt. Wenn sie Sakura so ansah, hätte sie nie und nimmer damit gerechnet, dass sie so etwas anspruchsvolles studierte. Und das war gar nicht böse gemeint, aber so verpeilt und spontan wie die Blonde war, wirkte sie überhaupt nicht wie eine Medizinstudentin. So konnte der Schein trügen! "Das heißt, du willst Ärztin werden? Gibt es denn ein Fachgebiet, das dich besonders interessiert?" Jetzt war die Rosahaarige neugierig. Hoffentlich machte es ihrer neuen Bekanntschaft nichts aus, dass die Rosahaarige sie so mit Fragen bombardierte.

  • Sakura & Rumi spazieren durch den Park
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    "Kein Problem"
    , winkte die Blonde ab. "Ich studier' Medizin, ich weiß damit umzugehen." Sie lächelte, räusperte sich nochmals und beseitigte so den letzten Hustenreiz. "Ach", winkte sie abermals ab, "das ist kein Hexenwerk. Jeder der viel auswendig lernen kann, kann Medizin studieren. Wenn du wie ein Äffchen auf Knopfdruck das richtige Wort sagst, gehts ..." Das sagte sie jetzt so 'cool', dabei wollte sie nach dem ersten Tag ihres Studiums am liebsten alles heulend hinschmeißen. Mittlerweile hatte sie sich an das viele Auswendiglernen gewöhnt. Am Anfang eines jeden Studiums musste man eben erst das Lernen lernen. "Die Chirurgie", antwortete sie auf Rumis Frage. "Am liebsten die Viszeralchirugie, also das Operieren der inneren Organe. Das interessiert mich eigentlich am meisten ... " Jedes Organ hatte seine eigene, komplizierte Funktion. Selbst die Milz. Lange Zeit galt sie als überflüssig. Heutzutage kennt man ihre wichtige, aber nicht überlebenswichtige Funktion. Die Milz und Sakura hatten irgendwie viel gemeinsam, sie wurden oft in ihren Fähigkeiten unterschätzt.
    Sake schnipste den Zigarettenstummel weg. Sie drehte sich wieder zu Rumi und sagte: "Weißt du denn schon, was du mit deinem Leben nach der Schule anfangen willst?" 

  • [Rumi] ~ bei Sakura

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    Nachdem die Blonde ihr versichert hatte, dass es ihr wirklich gut ging, war Rumi beruhigt. Sie hätte sie wirklich schlecht gefühlt, wenn sich ihre neue Bekanntschaft aufgrund ihres Fehlers etwas getan hätte. So locker, wie Sakura über das Medizinstudium sprach, klang es tatsächlich ganz machbar. Doch dann erinnerte sich die Rosahaarige, wie grauenhaft die Schule und das Lernen doch waren und wie hoch die Anforderungen waren, um überhaupt für Medizin zugelassen zu werden. "Wenn ich doch nur ein Äffchen wäre..." Scherzte sie mit einem schiefen Grinsen. Rumi war keine schlechte Schülerin aber auch keine besonders gute. Bei manchen Themen schaltete sich ihr Kopf einfach ab und erst am Ende der Stunde wieder an. Und manchmal konnte sie sich auch bei Fächern, die sie eigentlich verstand, auch einfach nicht konzentrieren. Allerdings wollte Rumi gerade lieber nicht über ihre schulische Laufbahn nachdenken und sich die Laune ruinieren. Da unterhielt sie sich doch lieber mit Sakura über Medizin. "Das klingt spannend. Aber auch nach viel Verantwortung." Rumi war wirklich beeindruckt über die doch sehr ernsten Interessen der sprunghaften Blonden. Irgendwie war ihr klar, dass diese Frage kommen würde, aber als Sakura sie ihr dann stellte, drehte sich Rumi dennoch der Magen um. An dieser Frage war sie schon längere Zeit verzweifelt. "Nein, ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung." Gab sie also zu und senkte den Kopf ein wenig. "Können... Können wir über was anderes reden?" Fragte sie dann mit einem hoffnungsvollen Blick. Der Tag hatte so gut angefangen, sie wollte wirklich, dass es so weiter ging.

  • Sake & Rumi
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    Sake lächelte bei dem Gedanken: Rumi? Als kleines, pinkes Äffchen. Süß. Sakura hingegen gehörte mehr zu den Affen, die wild mit ihrem Exkrementen rumwarf, sobald ihr das Studium und alles damit verbundene zu viel wurde.
    Sie nahm einen großen Schluck ihrer Limo. Dann streckte sie sich ausgiebig und sagte sie seufzend: "Verantwortung? Wohl war. Wenn deine Friseurin etwas zu viel von deinem hübschen Haar abschneidet ist das ärgerlich, aber nicht schlimm." Sie lächelte. "Wenn mir das bei einem Patienten passiert, dass ich irgendwo zu viel abschneide, dann habe ich ein Problem." Sie zögerte einen Moment, brach dann aber in lautes Gelächter aus. "Und der Patient erst ...!" Nicht jeder konnte mit so viel Krankheit und Tod umgehen, vermutlich entwickelten einige Ärzte deshalb mit der Zeit einen schwarzen Humor. Ein Glück, Sakura hatte ihn schon!
    Trotz der ganzen Späße entwickelte sich das Gespräch der beiden nun in eine ernstere Richtung. Die Zukunft. Beziehungsweise Rumis ungewisse Zukunft. Sie hatte den Kopf gesenkt und darum gebeten, das Thema zu wechseln. "Hey", sagte Sake ruhig, sie hatte ihre Hand sanft an Rumis Schulter gelegt. "Ich habs auch ganz lange nicht gewusst. Manchmal muss man das Leben einfach auf sich zu kommen lassen." Sie lächelte sanft. "Aber ... du wolltest ja das Thema wechseln ... also ... hm ... also ... lebst du schon lange hier? Bist du hier aufgewachsen? Und was machst du sonst so? Wenn du nicht gerade Postkartenständer aufhebst, die irgendso nen' Vollidiot umgeschmissen hat ...?"

  • [Rumi] ~ bei Sakura

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    So morbid der Humor der Medizinstudentin auch war, er entlockte der Rosahaarigen ein Lachen, was sie in jenes der Blonden einstimmen ließ. "Ach was, so ne Niere wird überbewertet. Da brauch man nicht unbedingt beide." Scherzte sie ebenfalls. Die ernstere Richtung, in welche sich das Gespräch der beiden entwickelte, gefiel Rumi nicht sonderlich. Sie wollte lieber sorglose Späße machen als sich mit ihren Problemen und ihrer Zukunft zu befassen. Sakuras aufmunternde Worte waren Balsam für ihre Seele, denn sie schien einmal in einer vergleichbaren Situation gewesen zu sein wie die Rosahaarige und nun hatte sie ihren Weg gefunden. "Dankeschön." Murmelte die Schülerin. Das Leben einfach auf sich zukommen lassen. Genau das musste sie gerade hören. Noch dankbarer war Rumi aber, dass Sakura tatsächlich wie auf Rumis Wunsch das Thema wechselte. Die Rosahaarige lächelte erleichtert. Auch, wenn ihre Fragen für Rumi ebenfalls etwas kompliziert waren, so brachte die Blonde eine gesunde Priese Humor hinein, welcher die Stimmung erhellte und auflockerte. "Schon ein paar Jahre. Nach dem Tod unserer Eltern hielten meine Schwester und ich es für das Beste, hier einen Neuanfang zu versuchen. Hat vielleicht nicht so ganz geklappt, aber ich mag Riverport." Erklärte die Rosahaarige. Es fiel ihr inzwischen sehr viel leichter, über den Tod ihrer Eltern zu sprechen, auch wenn Kotomi noch immer ein etwas heikles Thema war. Manchmal vermisste sie das Gemeckere ihrer Schwester sogar im Vergleich zu der gähnenden Leere, welche nun zwischen den beiden herrschte. "Und du? Neben dem Affengehege, dem Studium und dem Umwerfen von Postkartenständern, was machst du sonst so gerne?" Fragte die Schülerin dann mit einem neckischen Unterton.

  • Sake & Rumi
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    Sake lachte. Nicht jeder konnte mit ihrem schwarzen Humor umgehen, umso erleichterter war sie, dass Rumi einen ähnlichen Witz teilte. "Nicht schlecht", sagte sie mit einem Fingerschnippen. "Den merk' ich mir ..." Wird bestimmt der Renner beim nächsten Seminar!
    Rumi bedankte sich bei Sake für ihre Worte mit einem Murmeln. "Nicht dafür!", lächelte die Blondine und klopfte der Rosahaarigen abermals auf die Schulter. "Manche wissen's halt schon seit frühster Kindheit und andere eben erst ... viel, viiiiel später", sagte sie, wobei sie ja eigentlich das Thema wechseln wollte. "Wieder andere schließen drei Ausbildungen ab und machen danach noch ein Fernstudium an einer Hochschule, scheiß' drauf, der Älteste in meinem Kurs ist 39, wenn der fertig ist, ist der ...", Sake nutzte mal wieder ihre Finger um zu zählen", ... ich bin jetzt im fünften Semester, also 40, 41, 42 ...? Sehr alt!" Eigentlich wollte sie damit nur sagen, dass Rumi alle Zeit der Welt hatte um sich zu entscheiden. Und wenn sie sich falsch entscheiden sollte, konnte sie sich immer noch ... umentscheiden? Aber nun gut: Themenwechsel! Mit ihrer Frage hatte sie das Thema eigentlich auf etwas Positives lenken wollen und nicht auf so harten Tobak wie "... nach dem Tod unserer Eltern ..." Puh! Die Blondine schluckte schwer. Das hatte sie jetzt nicht erwartet. "Ja, Riverport ist ganz okay." Sie wollte nicht unsensibel rüberkommen, aber sie wollte auch nicht weiter auf dieses Eltern-Thema eingehen. Es würde nicht gerade für die beste Stimmung sorgen. "Du hast also eine Schwester? Ich habe auch eine, also, eine Zwillingsschwester, Yumi. Und eine normale Schwester, Charlie. Wobei 'normal' vielleicht nicht der richtige Ausdruck ist ...", murmelte sie den letzten Satz. "Und einen Bruder, Ben! Charlie und Ben sind ebenfalls Zwillinge, gruselig oder? Ich sollte besser keine Kinder bekommen, die Wahrscheinlichkeit Zwillinge zu bekommen ist viel zu hoch ... Und das pack' ich nicht, ich glaub' ein Gör wäre mir schon zu viel ..."

  • [Rumi] ~ bei Sakura

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    Das Lachen der Blonden bestätigte Rumi, dass ihr Scherz Anklang fand. Kurz hatte sie befürchtet, dass er zu platt gewesen wäre, aber Sakura schien das anders zu sehen. Der Enthusiasmus, welchen die Blondine nur so versprühte, war richtig ansteckend, sodass Rumi das Gefühl bekam, es gäbe keine Sorgen, keine Gedanken und nur das Hier und Jetzt. Eigentlich keine schlechte Denkweise, welche definitiv eine positive und ausgelassene Lebenseinstellung mit sich zog. Vielleicht sollte die Rosahaarige sich ein Beispiel daran nehmen und versuchen, sich weniger Sorgen um die Zukunft zu machen. Wenn das nur so einfach wäre, natürlich. Sakuras Ausführungen über einige Menschen in ihrem Kurs und deren Alter, beruhigten Rumi zunehmend. "So alt? Wow, in dem Alter nochmal was Neues anzufangen, muss 'ne Menge Mut gekostet haben." Rumi kannte den Druck, welcher bereits auf die jungen Schüler ausgeübt wurde, einen Weg für die Zukunft zu wählen, von welchem man nicht mehr abweichen sollte, nur zu gut. Lernt, macht eine Ausbildung, studiert, seit euch sicher, dass ihr das auch in 10 Jahren noch machen wollt. Ganz zu schweigen von dem Notendruck, da anscheinend nur ein Abitur mit bestem Schnitt und anschließend ein akademisches Studium Erfolg im Leben bedeuteten. Warum auch immer. Rumi war sich nicht sicher, ob ein Studium überhaupt in Frage kam, schließlich waren ihre Noten eher durchschnittlich und außerdem mochte sie es nicht besonders, stundenlang vor Schulbüchern zu sitzen. Lieber würde sie tatsächlich etwas machen, erschaffen, kreativ sein und das Endergebnis schlussendlich vor sich sehen können. War das nicht viel besser als stupide Theorie oder ein langweiliger Bürojob? Doch all das hatte doch noch Zeit und musste nicht jetzt sofort durchgekaut werden, richtig? Immerhin hatte Sakura der Schülerin genau das bestätigt. Das Thema Familie entlockte ihrer blonden Begleitung tatsächlich mehr Worte als Rumi selbst, jedoch fand sie es interessant, zuzuhören. Sakura hatte ja wirklich viele Geschwister! "Du hast ja 'ne richtige Großfamilie. Wahnsinn." Rumi konnte sich das gar nicht vorstellen, so viele Geschwister zu haben. Drei gleich! Natürlich gab es größere Familien aber zwei Zwillingspaare war schon etwas besonders. "Sieh' es positiv: Dann hättest du einen Zwerg für die Affen und einen für die Postkartenständer." Scherzte die Schülerin ermuntert. Die Vorstellung von zwei kleinen Sakuras war schon urkomisch. Während ihres Gesprächs kamen sie an einer Parkbank vorbei, welche die Rosahaarige gerade zu anlächelte. "Wollen wir uns vielleicht hinsetzen?" Schlug Rumi vor und deutete auf die hölzerne Sitzgelegenheit. Praktischerweise lag die Bank im Schatten, was eine willkommene Abwechslung zur waren Sonne war.

  • Sakura & Rumi
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    So reizend und verlockend die Idee der Rosahaarigen auch klang - nein. Ein entschiedenes, groß geschriebenes 'NEIN'! Sake konnte dem nichts abgewinnen! "Oh no!", rief sie abermals aus. "Keine Chance ... die Affen alleine reichen mir schon, you know ... einen weiteren oder - bei Gott - zwei weitere 'Zwerge'", 'Zwerge' mit Anführungsstrichen(, also dem "Handzeichen") "... verkrafte ich nicht, wirklich nicht ..." Sie winkte ab. Diesmal bereitete das Thema der Blonden Kopfschmerzen. Oh Mann! Umso erleichterter war sie, als Rumi auf einmal vorschlug, sich auf eine der Bänke zu setzen. "Nichts lieber als das ...!", verkündete die Kurzhaarige und in Windeseile hatte sie ihre vier Buchstaben auch schon auf die hölzerne Bank verfrachtet. "Aahh!" Plötzlich hatte sie den Rucksack geöffnete - ganz gegenwärtig - und wie von geisterhand war ihre freie Hand an den Flaschenhals des billigen ... was hatte sie da nochmals gekauft ... Whiskys gewandert? Whiskys? Scotch, meine Liebe! Scotch hatte sie gekauft! Scotch von der billigsten Sorte ... Oh Mann! Die Blonde hustete wieder, nachdem sie die Lippen von der Flasche abgesetzt hatte. "Oh?", kam fragend über ihre Lippen, als sie die süße Rosahaarige neben sich wieder entdeckte. "Möchtest du auch mal...?"

  • [Rumi] ~ bei Sakura -> geht

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    Die Reaktion der Blonden entlockte Rumi erneut ein schallendes Lachen. Das Bild, welches sich in ihrem Kopf manifestierte - eine völlig überforderte Sakura mit zwei Äffchen mit blondem Schopf - war einfach zu absurd und lustig. Nach all dem Lachen tat der Rosahaarigen so langsam der Bauch weh. Umso mehr freute sie sich, dass ihre neue Bekanntschaft dem Vorschlag, sich auf der nahegelegen Bank niederzulassen, zustimmte. Ein erleichtertes Seufzen verließ die Lippen der Schülerin als sie sich auf dem stabilen Holz niederließ, um die Beine baumeln zu lassen. Der Park war so unglaublich schön und friedlich, sie könnte hier ewig sitzen und die Natur bewundern. Rumis Blick glitt zur Seite, wo Sakura saß und eine Flasche aus ihrem Rucksack holte. Alkohol. Jedoch störte sich die Rosahaarige nicht daran, sondern genoss lieber die kleine Pause, welche sie eingelegt hatten. Das Angebot der Studentin lehnte sie dankend ab. "Nein, lieber nicht." Das letzte Mal als Rumi getrunken hatte, war auf der Halloween-Party in Sternbach gewesen und daran hatte sie nicht so tolle Erinnerungen. Rumi atmete aus und überlegte, was sie als nächstes sagen sollte, jedoch fiel ihr nichts ein. Stattdessen zog sie ihr Handy aus der Hosentasche und warf einen Blick auf die Uhr. Ach, so spät schon? Sie hatte doch noch etwas zu erledigen! "Ohje, Sakura, es tut mir Leid, aber ich muss so langsam los. Ich hoffe wir wiederholen das ein anderes Mal." Mit diesen Worten stand die Rosahaarige auf, winkte der Blonden lächelnd zu und machte sich auf den Weg.


    Park an der Apah >> ??

  • Sakura / geht
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    "Äh ...", stammelte die Blonde noch, "... okay, bye ...!" War schön mit dir! Sakura-like, also eigenartigerweise sprang sie von der Bank auf, als Rumi ihren Abschied verkündete. Ruckartig, plötzlich, um wenige Sekunden später dazustehen wie ein Idiot. Winkend. Zu einem Lächeln zwingend. Wie peinlich! Was hatte sie den erwartet? Eine Umarmung? Oh Gott, Sakura, werd' erwachsen! Blaue, über Rumis plötzlichen Abgang überraschte Augen verfolgten den rosafarbigen Haarschopf noch, bis er hinter einer dicht bewachsenen Kurve aus ihrem Blickfeld verschwand. Hmpf. Sie hatte auf einmal noch etwas zu erledigen - ja klar! "Die Ausrede" schlechthin - oder? Mit einem lauten Seufzer ließ sie sich wieder auf die Bank fallen. Eine Weile lang schaute sie noch in die Richtung, in die sie gegangen war, bis plötzlich das spitze Klicken eines Feuerzeuges erklang. Sake zündete sich eine weitere Zigarette an. Ein Glück, dass sie sich dazu entschieden hatte, welche zu kaufen. Sie brauchte sie doch. Hmpf. Sie fragte sich, auch wenn der Gedanke vielleicht ein bisschen doof war, ob sie etwas falsches gesagt hatte? Hätte sie ihr lieber nichts zu trinken angeboten? Hielt sie sie jetzt für eine stinkende, rauchende Alkoholikerin ...? Was sie ja auch war ...? Oh Mann! Sie hatte schon das Gefühl gehabt, dass sie ihr sympathisch war ... oder hatte sie da einige Anzeichen übersehen ...? Sake gab es nicht gern zu, aber Rumis plötzlicher Abgang verunsicherte sie etwas. Sie versuchte sich einzureden, dass sie wirklich noch etwas wichtiges zu erledigen hatte. Die Blonde warf einen Blick auf ihr Handy, eigentlich wollte sie nur nach der Uhrzeit sehen, als ihr plötzlich auffiel, dass sie es völlig verpeilt hatte, der Rosahaarigen ihre Nummer zu geben. Shit! Wie sollte sie sich jetzt noch wegen dem Praktikum bei ihr melden? Verdammt! Wenn sie überhaupt wirklich daran interessiert war ...? Sie nahm noch einen tiefen Zug der Zigarette und legte den Kopf in den Nacken. Nun ja, sollte sie sich wirklich für das Praktikum interessieren, würde sie sich schon beim Zoo melden, oder ...? Sakura rauchte noch ihre Zigarette auf, trank noch einen großen Schluck ihres teuer erworbenen aber billigen Sotchs, ehe sie ihre müden Knochen wieder in Bewegung setzte. Schwankend und wankend und mit einem brühtenden Kopf verließ sie schließlich den Park. Allmählich sehnte sie sich nach ihrem Bett. So langsam wollte sie ihrem schweren Kopf mal eine Pause gönnen.~