Das Warenhaus

  • Dylas & Doug gehen3121-pasted-from-clipboard-png


    "Ja ein richtiger Mann halt, also ein kräftiger, willensstarkes Wesen.", antwortet Dylas, damit der Andere Ruhe gab. Als Doug dem Langhaarigen bei dem Kommentar bezüglich Service zustimmte, war Dylas schon glücklich oder ehr zufrieden, dass Doug zugeben musste, das Dylas Recht hatte.

    Nachdem der Rotschopf endlich mit dem, was er Arbeit nannte fertig war, nahm der die Taschen von Dylas Einkauf und fragte wohin die Beiden müssten. Dylas antworte: "Ne, wir sollten besser zum Strand, da wo ich wohne nämlich." Während dieser Aussage waren die Beiden eigentlich schon aufm Weg.


    --> gehen

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Es war gefühlt eine halbe Weltreise bis sie am Warenhaus angekommen waren. Erst schien das Halbwesen ein bisschen verwirrt weil ans Einkaufen hatte er eher nicht gedacht aber als Shara einen alten Schlüssel aus ihrer Tasche hervor holte, das bereits geschlossene Haus öffnete und ihn herein bat, verstand er dann auch, weshalb sie hier waren. Bis dato hatte er schließlich nicht gewusst, wo genau das Blumenmädchen eigentlich lebte. Auf das vorherige Thema ging er gar nicht mehr weiter ein, ihr Kopf war sowieso schon rot genug, was Leon dazu gebracht hatte, den ganzen weiten Weg bis hierher breit zu grinsen. Es sollte ja wohl klar sein, dass er eigentlich nur scherzte, warum auch sollte er überhaupt solche schmutzigen Gedanken haben. Leon doch nicht. Der war schließlich ein ganz braves Kerlchen. Still und weiter mit einem Grinsen auf den Lippen folgte er der jungen Frau in das dunkle Warenhaus hinein. „Hat sicher seine Vorteile..“, begann der Windmagier und schaute sich ein bisschen um. „Also hier zu leben. Wenn du nachts plötzlich Hunger bekommst, kannst du dich gleich hierher verkrümmeln und alles leer futtern.“ Bei dem Gedanken wie das hübsche Blumenmädchen hier saß, sich irgendwelche Haferkekse einverleibte und am Ende noch von den Kollegen erwischt wurde, da konnte er nichts anderes machen als zu lachen. Wahrscheinlich fühlte Shara sich auch damit aufgezogen aber das war ihm eigentlich mittlerweile egal. Oder das war ihm sowieso generell egal. Weil wieso sollte er sich deshalb Gedanken machen. Die meisten Menschen verstanden ja, dass er nur scherzte und die, die ihn nicht verstanden, die mochte er sowieso nicht. Die junge Frau führte ihn ins obere Stockwerk, öffnete auch gleich ihre Tür nachdem sie sich für ein mögliches Chaos entschuldigt hatte. Aber das kümmerte Leon nicht wirklich, hauptsache da war irgendwo ein Bett auf dem er schlafen konnte. Weil er wirklich müde war, dieser Tag war anstrengend gewesen. Kurz zog er seine Augenbrauen zusammen als er an diese Gestalt dachte. An einen der Anhänger Astors und er fragte sich, was man dem für Flausen in den Kopf gesetzt hatte. Was der Glatzkopf erwartete, dass Astor wirklich einmal die Oberhand gewinnen würde? Das passierte nicht. Niemals. Leon schien abgelenkt, wollte aber Shara keine Sorgen bereiten. Nicht mehr als er wahrscheinlich sonst schon tat. Weil er sicher keine gute Erscheinung abgab, so müde wie er wahr und so erschöpft. Deshalb seufzte er übertrieben laut. „Wie soll ich in dem Chaos hier meine Ruhe finden?“

  • [Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Schweigend liefen die Beiden nebeneinanderher. Shara immer ein kleines Stückchen vor ihrer Begleitung damit dieser ihre nach wie vor geröteten Wangen nicht entdecken konnte. Das Mädchen musste sich nicht umdrehen um zu wissen, dass ein breites Grinsen auf den Lippen des Halbwesens lag. Es amüsierte ihn, dass er sie durch so wenige Worte aus dem Gleichgewicht bringen konnte - keine Frage. So war er nun einmal, richtig? Leon schien verwirrt als sie vor dem Warenhaus anhielten. Wenig verwunderlich immerhin hatte das Blumenmädchen ihm noch nicht verraten wo sie wohnte. Der Schlüssel in ihrer Hand verriet wohl, dass es doch nicht Sharas Absicht war einfach auf illegalem Wege in das hiesige Warenhaus einzubrechen. Leise schlichen sie sich schließlich in das Innere. Sie zog die Tür hinter sich ins Schloss und versperrte sie wieder. Es war schon dunkel. Natürlich. Es war schon nachts und wer auch immer heute gearbeitet hatte, hatte den Laden längst geschlossen. Die Lippen der Kleineren kräuselten sich bei dem Kommentar des Anderen und sie legte einen Zeigefinger auf ihre Lippen. Nicht nur um ihm zu verdeutlichen, dass sie leise sein mussten um Niemanden zu wecken sondern vielmehr auch damit ihr kleines Geheimnis auszuplaudern. Immerhin war es immer leicht ein paar verschwundene Kekse auf etwaige Mäuse zu schieben, die es eigentlich gar nicht gab. Leon folgte ihr in den oberen Stock und schließlich auch ins Zimmer des Mädchens. Beim Anblick der Unordnung hielt Shara kurz die Luft an. Es sah sogar noch schlimmer aus als gedacht. Überall standen Blumen in Vasen herum und diverse Pflanzen in ihren Töpfen. Einige Bänder und Schleifen waren quer über den Boden verteilt. Schnell sammelte Shara ein paar Einzelteile vom Boden auf und hatte schon bald ihre Arme voller Kleinkram. Sie murmelte tausende von Entschuldigungen während sie das ganze Zeug in irgendeine Kiste stopfte, die sie in eine Ecke des Zimmers schob. "I-ich hatte echt nicht mit Besuch gerechnet!" rechtfertigte sich das Mädchen und schob auch ihre ganzen Blumen und das Grünzeug etwas zur Seite damit Leon sich etwas freier bewegen konnte. "Mein Bett ist leider auch nicht so groß wie deines..." murmelte Shara ein wenig enttäuscht. Offensichtlich hatte sie ihrem Besucher viel weniger zu bieten als es umgekehrt der Fall war. Nervös strich sich das Blumenmädchen eine Strähne hinter das Ohr und sah sich weiter in dem Raum um, der nicht sonderlich groß war und durch das viele Grünzeug wahrscheinlich noch ein gutes Stück kleiner wirkte. "Das Bad ist den Gang hinunter..." erklärte Shara dem Anderen. Während Leon sich ein wenig frisch machte konnte sie vielleicht noch ein wenig Ordnung schaffen auch wenn es nahezu unmöglich schien. Hier war einfach viel zu viel Zeug und zu wenig Raum. Die blauen Augen des Mädchens schauten sich ein wenig um in der Hoffnung eine Lösung für dieses Problem zu finden. "Vielleicht solltest du dann lieber in... deiner anderen Form... schlafen..." schlug Shara schließlich vor. Sonst würde es doch ganz gewiss sehr eng werden? Allein bei dem Gedanken sich mit ihm das Bett zu teilen spürte Shara schon wieder die Hitze in ihr aufsteigen.

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Es war ja wirklich niedlich wie sich das Blumenmädchen bemühte. Wie sehr in Windeseile all die Schleifen und Bänder beiseite räumte. „Es sieht aus wie auf einer Wiese.“, sagte das Halbwesen, neigte den Kopf etwas zur Seite und atmete ein. Tief durch die Nase und ein Lächeln zierte folgend seine Lippen. Es roch auch so. So frisch, blumig, einfach süß. Während Shara weiter das Chaos etwas beseitigte, so gut wie es nur irgendwie möglich war, sah Leon sich weiter um. Ja, wahrscheinlich wirkte er sehr neugierig und das war sicher auch unhöflich, aber wenn die Andere wirklich etwas zu verheimlichen hätte, hätte sie Leon dieses Angebot ja auch gar nicht gemacht oder? Und er würde ja jetzt auch nicht anfangen irgendwelche Schubläden zu durchwühlen oder so etwas. Es war nur immer interessant zu sehen, wie Andere lebten. Worauf sie achteten. Was sie für Bilder hatten oder was man sonst so entdecken konnte. „Sicher lieben Insekten dein Zimmer.“, murmelte der Größere und schmunzelte. Verzog auch einmal kurz das Gesicht weil nicht jedes Insekt jetzt wirklich ein Freund von ihm war und wer wusste schon, was sich so unter all den Gräsern und Blumen tummelte. „Ja. Das sehe ich.“ Sicher hätte Shara ihr Zimmer sonst fein säuberlich aufgeräumt, alles an den richtigen Platz gestellt und auch sonst alles frisch geputzt. Damit man einen guten Eindruck bekam. Damit man sich von der besten Seite zeigte. „Lieber sehe ich es so. So wie du wirklich bist als dass du mir hier irgendwas vormachst. Chaos ist doch auch irgendwie sympathisch. Findest du nicht?“ Der Jägerlehrling grinste breit und verabschiedete sich dann für einen Augenblick ins besagte Badezimmer. Damit er sich kurz ein bisschen den Schmutz vom Körper waschen konnte. Dafür zog er sich natürlich auch aus. Mit dreckigen Klamotten schlafen? Nein, er wollte ja Sharas schönes Bett nicht beschmutzen... Leon ließ sich auch länger Zeit als er eigentlich brauchte, blieb für einige Minuten einfach ruhig am Boden sitzen. Hatte die Augen geschlossen und dachte an Elena. Merkte wie sehr er das Mädchen vermisste und seine Mundwinkel sanken nach unten. Wo trieb sich das kleine Fräulein nur herum? Ob Leo vielleicht mehr wusste? Beinahe schlief er hier ein, riss sich dann zusammen und lief zurück ins mittlerweile etwas mehr aufgeräumte Zimmer von Shara. Was ihn wieder ein bisschen schmunzeln ließ. „Wow, du bist ja echt schnell.“, kommentierte er, da die Andere sich ja doch beeilt hatte um die Unordnung wenigstens etwas in Ordnung zu verwandeln. Dafür reichte diese kurze Zeit zwar nicht aus aber im Grunde war es Leon sowieso egal. „Ich wollte schon immer mal auf einer Wiese übernachten.“ Nicht, dass er das nicht schon längst getan hatte aber da war kein so weiches Bett gewesen. Auf das setzte sich der Wüstenbewohner auch gleich. „Du willst mich doch nur wieder kraulen oder?“, fragte er mit einem Grinsen und schaute das Mädchen neugierig an.

  • [Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Das sein Blick auf ihr ruhte, während sie wie eine Verrückte durch das Zimmer hetzte, fiel Shara nicht einmal auf aber gerade war sie einfach viel zu sehr damit beschäftigt sich Möglichkeiten zu überlegen wo sie ihr ganzes Zeug verstauen konnte damit es nicht einfach sinnlos in ihrem Zimmer herumpolterte. Als er ihre Zimmer mit einer Wiese verglich hielt das Mädchen einen Moment inne und sah auf, da sie sich gerade nach einer Schleife bückte, die zu ihren Füßen lag. Sie sah das Halbwesen, welches den Kopf leicht schief geneigt hatte an und verweilte für einen Moment - versuchte das Zimmer aus seiner Perspektive zu betrachten und lies ihre blauen Augen über die zahlreichen Gräser, Pflanzen und Blüten wandern, die ringsum verstreut waren. Es herrschte absolutes Chaos aber dennoch genoss Shara der Natur auf diese Weise Nahe sein zu können - selbst im Schlaf. Sie liebte es mit dem Duft einzuschlafen und am nächsten Morgen wieder damit aufzuwachen. Ein leichtes Lächeln bildete sich auf den Lippen des Mädchens und als sie die Schleife in ihren Händen schließlich beiseite legte und sich einmal durch das Haar strich, welches durch die abrupte Aufräumaktion ein wenig durcheinander war. Ihre Augen wurden größer als Leon davon redete das Insekten ihr Zimmer bestimmt auch sehr mochten. Unweigerlich dachte das Mädchen dabei an ganz bestimmte achtbeinige Monster und schüttelte bekräftigend den Kopf um sich nach eben jenen umzusehen. Spinnen hatten absolut gar nichts in ihrem Zimmer verloren und wenn Shara doch eine entdeckte, dann musste sie es wohl oder übel anzünden. Die nächsten Worte des Halbwesens brachten das Blumenmädchen dazu ihre Aufräumaktion gleich wieder fortzusetzen. Es war ihr immer noch unangenehm dem Anderen ein derartiges Chaos zu präsentieren. Vielleicht wäre es letztendlich doch besser gewesen die Einladung fallen zu lassen? Beim Gedanken Leon müsste sich durch die halbe Wüste schleppen nach einem Tag wie diesen würde Shara jedoch ganz anders und so biss sie einfach in den sauren Apfel und entpuppte sich vor dem jungen Mann als unordentlich. Während sie gerade versuchte sehr viele Bänder und Schleifen in sehr wenig Schublade zu stopfen redete Leon einfach weiter und im selben Moment hielt Shara inne, spürte wie ihr Herz bei dieser Aussage ein klein wenig schneller schlug und ihre Wangen warm wurden. Nur zu gut, dass sie gerade mit dem Rücken zu ihrem Besucher stand und er schon im nächsten Augenblick das Zimmer in Richtung Bad verließ. Erst als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel wagte Shara es wieder zu atmen. Er wollte sie sehen? Sie schielte in Richtung Türe. Wann wollte das jemals Jemand? War es schon einmal vorgekommen und wie war es ihm möglich sowas einfach so zu sagen? Shara schüttelte den Kopf und atmete ein paar Mal tief durch aber bekam seine Worte doch nicht aus den Kopf. Sie schaffte es noch das restliche Zimmer ein wenig vom Chaos zu befreien bevor der Andere wieder zurückkam. Er bemerkte ihr Werk schon bei Ankunft und gerade als das Mädchen sich zum Anderen umdrehte und dieser halbnackt in der Tür stand wusste sie schon nicht mehr wohin sie ihre Blicke richten sollte, weshalb Shara sich letztendlich für den Boden entschied und es vermied ihren Besucher ins Gesicht oder an andere Stellen seines Körpers zu sehen. "Ja-a... ich äh geh mich nur auch schnell ein wenig frisch machen. F-fühl dich wie zu Hause!" Shara drehte dem Anderen schließlich wieder den Rücken zu und kramte in ihrer Kommode nach einem Nachthemd. Sie schnappte sich das Erstbeste und verließ fast schon fluchtartig den Raum. Sie spürte das Herz in ihrer Brust klopfen, die Wärme in ihren Wangen. Das Blumenmädchen musste sich ganz eindeutig abkühlen. Es war eine ganz ganz dumme Idee ihn einzuladen. Leon würde doch jetzt nicht halbnackt neben ihr im Bett liegen, oder? Wie sollte sie da jemals ein Auge zu bekommen? Seine vorhin gesagten Worte kamen ihr wieder in den Sinn und Shara schüttelte ganz fest den Kopf während sie sich im Bad ein wenig erfrischte. Er hatte eine Freundin. Das Halbwesen liebte dieses Mädchen. Sie hatte es in seinen Augen sehen können als er von ihr gesprochen hatte. Irgendwie schaffte Shara es ihr Herz von seiner Herumspinnerei zu beruhigen. Ein paar nette Worte und es drehte gleich durch - sie musste wirklich verzweifelt sein. Ein Seufzen verließ die Kehle Sharas und ihre Lippen bildeten ein leichtes aber vielleicht auch ein bisschen trauriges Lächeln bevor sie die Blüten aus ihren Haaren löste und schließlich in ihr Zimmer zurückkehrte, wo der Andere nach wie vor am Bettrand saß. Wenigstens hatte sie sich ein wenig beruhigt auch wenn der Anblick des halbnackten Mannes auf ihrem Bett sie doch noch ein wenig aus der Ruhe brachte. Nur nicht an seine Worte vor dem Monstertrainingslager denken. Es war immerhin nur ein harmloser Scherz gewesen! "Achja?" Shara hob eine Augenbraue und das Grinsen auf ihren Lippen wurde immer breiter, welches sie auf den Lippen trug. "So fühle ich mich der Natur zumindest ein kleines bisschen näher - selbst wenn ich herinnen arbeite." Das Mädchen strich über die in einer Vase zusammengefassten Blumen und Gräser - spürte die Energie die von ihnen ausging. "Meine Schwester und ich haben früher gerne draußen übernachtet - der Geruch von frischen Blumen und Gräsern erinnert mich immer ein wenig an die Zeit zurück." Ein zurückhaltendes Lachen verließ ihre Lippen ehe sie sich ebenfalls auf das Bett zum Anderen setzte, der wieder einmal keine Gelegenheit ausließ um Shara ein wenig aufzuziehen. Sofort schoss die Hitze wieder in ihre Wangen aber dieses Mal sah sie ihn durch ihre blauen Augen an. Ihre Wangen waren ein wenig aufgeplustert. "Pfff was heißt da wieder? Soetwas habe ich nie getan!" Sie verschränkte ihre Arme vor der Brust und stritt diese Aussage vehement ab aber musste zugleich doch daran danken wie unheimlich weich sich das Fell des Anderen in seiner Monstergestalt angefühlt hatte - so.... flauschig. "Ich glaube du willst einfach gekrault werden und das ist ein Versuch deinen Willen durchzusetzen..." Allein die Vorstellung ihn in seiner anderen Gestalt zu streicheln brachte ihr Herz dazu ein wenig schneller als nötig zu klopfen obwohl sie sich doch gerade erst wieder ein wenig beruhigt und sich das Wissen um seinen Herzensmenschen ins Gedächtnis gerufen hatte. Wenn man im Hinterkopf behielt, dass er doch eigentlich ein Mann war und kein süßes Monster war das Kraulen doch irgendwie ein bisschen... befremdlich?

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Das Halbwesen schaute in Richtung Tür. Dorthin, wo das Mädchen gerade verschwunden war und musste schmunzeln, da ihr Abgang eher einer Flucht glich als einem normalen Gangs ins Badezimmer um sich für die Nacht fertig zu machen. Was war denn schon dabei, Leon war nur halbnackt, was zierte Shara sich so? Aber vielleicht hatte sie auch noch nie einen so spärlich bekleideten Mann in ihrem Zimmer und in ihrem Bett gehabt. Leon legte den Kopf in den Nacken und überlegte, ob er vielleicht wirklich einen Schritt zu weit ging, ob er sich sein Leinenshirt überziehen sollte. Aber er wollte auch das Bett des Mädchens nicht schmutzig machen und er war sich nicht ganz so sicher ob das Blut und der restliche Dreck auf seinem Oberteil nicht doch irgendwelche Flecken machte. Daher blieb ihm doch gar nicht anderes über oder? Letztlich würde er sich wahrscheinlich eh in seine tierische Gestalt verwandeln, weil es die Nacht zumindest was den Platz an ging auf jeden Fall einfacher gestalten würde. Dennoch machte es ihm einfach Spaß, Shara ein bisschen aufzuziehen und sie nervös zu machen. Weil sie einfach auch jemand war, der so sehr darauf ansprang und er wusste auch, dass sie ihm das niemals übel nehmen würde. Der junge Kerl schaute auf als auch Shara in einem hellen Nachthemd bekleidet wieder zurück kam und von Damals erzählte. Von einer Zeit, die wahrscheinlich für viele viel einfacher gewesen war. In einer Zeit, in der man nicht Angst haben musste, dass kontrollierte Monster die Stadt stürmten und ein böser Magier alles ins Verderben stürzen wollte. "Das klingt wirklich schön.", erwiderte er mit einem Lächeln und richtete seinen Blick auf den hübschen Blumenstrauß, den Shara berührte. Der Duft der Blüten, der frischen Gräser, er stieg selbst von dieser kleinen Entfernung in seine Nase. Viel stärker als es sonst ein Mensch wahr nahm. So war das eben, als halbes Tier waren seine Sinne einfach geschärfter. "Wahrscheinlich wäre sie heute auch viel lieber in deinem Zimmer und würde sich hier verstecken." Das Halbwesen machte ein bisschen Platz, rutschte zur Seite und drehte seinen Kopf in ihre Richtung. "Kümmerst du dich deshalb um die Blumen? Weil sie sich besonders an deine Schwester erinnern oder magst du das einfach generell?" Leon neigte seinen Kopf ein bisschen zur Seite und schmunzelte dann, hob auch eine Augenbraue in die Höhe. "Hm, ach ja? Ich habe da etwas ganz anderes gespürt als du mich in die Klinik getragen hast.." So genau wusste der Jägerlehrling eigentlich gar nicht mehr, hatte er auf dieser schmerzvollen Reise mehr geschlafen und die Zeit damit verbracht, die Schmerzen zu verdrängen aber Shara die Schamesröte ins Gesicht zu treiben und sie ein bisschen aus der Reserve zu locken, war immer wieder schön. "Natürlich will ich gekrault werden.", gab der Junge offen und ehrlich zu, hob dazu noch seine Schultern. "Das ist ein total schönes Gefühl. Berührungen sind doch etwas tolles."

  • [In Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Die Vorstellung, dass ihre Schwester hier war - bei ihr - in diesem Zimmer - wie früher. Sie war zu schön. Zu schön um wahr zu sein aber dennoch: Als Shara ihren Blick durch das Zimmer schweifen lies, sah sie förmlich vor sich wie Monika durch ihr Zimmer tollte - auf ihrem Bett herumsprang. Die Mundwinkel des Mädchens hoben sich ein kleines bisschen aber zugleich wurde ihr Herz ganz schwer weil es ein Szenario war, dass so nie mehr passieren würde. Langsam näherte sich Shara ihrem Besucher und somit auch ihrem Bett. Sie setzte sich neben ihn und strich sich eine lose Haarsträhne hinters Ohr bevor sie sich nach hinten ins Bett fallen lies und ein leises Lachen ihre Lippen verließ. "Sie hätte sich nicht versteckt." stellte Shara schließlich klar und drehte ihren Kopf zur Seite und sah in die Augen des Halbwesens. "Monika war immer sehr... beschützerisch. Wenn sie gesehen hätte, dass du einfach so in mein Zimmer kommst, hättest du dich in Acht nehmen müssen. " Ein leises Kichern verließ die Kehle des Mädchens. Wahrscheinlich hätte sie Leon gebissen. Ein kleiner Tick, den sich ihr Schwesterherz angewohnt hatte. Äußerst seltsam aber so war sie nun einmal. Ihre Schwester war ein gutes Stück jünger gewesen als sie und hatte sich vielleicht deshalb einfach keinen Kopf um die Dinge gemacht und hatte einfach gehandelt. Nicht immer auf die normale Art und Weise - selten eigentlich aber das machte sie aus. Der eigensinnige Wirbelwind. Irgendwann hätte sie Leon bestimmt gemocht. Monika hatte eine gute Menschenkenntnis. Sie war zwar immer sehr vorsichtig aber wenn man sich als guter Mensch entpuppte zeigte sie ihr wahres ich. "Wir sind bei meinem Großvater aufgewachsen und der hatte eine Gärtnerei. Also hängt sehr viel Erinnerung daran..." Shara lächelte. Sie erinnerte sich daran als wäre es gestern gewesen. An den Geruch in der Gärtnerei. An die vielen Blumen. Es war eine Erinnerung, die das Mädchen wie einen Schatz hütete. Sie drehte sich ein bisschen seitlich und rutschte ein wenig zur Seite um Leon so gut wie möglich Platz zu machen in dem doch recht engem Bett. Beinahe fiel sie auf der anderen Seite des Bettes bei dem Versuch hinunter aber konnte das Missgeschick noch gut ausbalancieren. Ein Schmunzeln lag auf den Lippen des jungen Mannes als er sie schließlich weiter aufzog. Nervös knapperte das Blumenmädchen bei seinen Worten auf ihrer Unterlippe und flüchtete sich vor seinem intensiven Blick. "I-ich habe mir einfach Sorgen gemacht o-okay!" rechtfertigte sich Shara und wusste eigentlich gar nicht mehr so genau ob sie in das flauschige Wesen in ihren Armen gekrault hatte auf dem Weg in die Klinik. Vielleicht aus Reflex? Vielleicht um sich selbst zu beruhigen weil sie maßlos damit überfordert gewesen war. Als Leon ihr schließlich offen und ehrlich gestand, dass er gerne gekrault werden wollte verschlug es Shara tatsächlich die Sprache. Seine Art und Weise die Dinge einfach auszusprechen. Alles was in seinem Kopf vorging. Es war wirklich beeindruckend. "Wie machst du...das?" fragte sie schließlich und sah zögernd zum Anderen auf, der nach wie vor am Bettrand saß. "Du spricht immer alles einfach aus..." Wahrscheinlich war sie einfach verklemmt. Vor allem im direkten Vergleich zu Leon wirkte Shara wohl wie die Mutter Theresa persönlich. Ihr Blick wanderte über den entblößten Rücken ihres Besuchers, aber sie versuchte dabei nicht zu lange hinzusehen und doch fielen ihr die vielen Narben auf, die seinen Körper zierten, weshalb sie letztendlich wieder den Blick senkte nur um an irgendetwas anderes zu denken als an die Vorstellung ihn zu kraulen - natürlich in seiner Monsterform! Was sonst.

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Das junge Halbwesen blieb still. Hörte sich die Worte des Blumenmädchens an. Erkannte das hübsche und verträumte Lächeln auf ihren Lippen. Es waren schöne Erinnerungen für Shara. Das merkte man sofort und das hätte wohl auch ein Blinder erkannt. Nicht aber diese Spur von Traurigkeit in ihren Augen. Wahrscheinlich schmerzte es auch sich an bestimmte Tage und Momente zurück zu erinnern, mit dem Wissen, dass sie so nie wieder passieren würden. Auch Leon passierte das manchmal. Wenn er alleine war, die Sterne am Himmel zu sehen waren und alles leise war. Wenn die Welt eine Pause einlegte und seine Gedanken abdrifteten, dann dachte auch das unbeschwerte Halbwesen oftmals an damals zurück. Damals als die Welt doch noch irgendwie schöner wirkte. Besser. Aber ob sie das wirklich war? Natürlich hatte er vor einigen Jahren noch seine Eltern bei sich gehabt. Das Leben war schön gewesen aber trotzdem war sein Leben jetzt auch nicht wirklich schlecht. Dass er seine Familie vermisste, war natürlich gar keine Frage aber dennoch war er jetzt ohne sie auch kein Trauerkloß und genoss die Tage, die man ihm schenkte, in vollen Zügen. „Ich lebe alleine in der Wüste.. ich kann mich gut vor Angriffen schützen.“, antwortete der junge Kerl mit einem Schmunzeln. Hatte kurz eine jüngere Version von Shara vor seinen Augen, die begeistert durch das Zimmer hüpfte. Bestimmt waren das schöne Erinnerungen. Und so wie er die andere kennen gelernt hatte, hütete sie diese ganz tief in ihrem Herzen wie einen Schatz. Ein Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Erinnerungen sind schon etwas besonderes.. aber wir dürfen uns nicht darin verlieren.“ Schließlich hatte man immer noch sein Leben in der jetzigen Zeit. „Ich nehme das sonst sehr persönlich wenn du mich jetzt einfach ignorierst.“ Aber wer könnte das schon. Leon drehte sich ein bisschen in ihre Richtung, schaute auf das junge Fräulein hinab, die sich bereits auf ihr Bett gelegt und auch etwas Platz für ihn gemacht hatte. Dass Shara ihn auf ihrer Rettungsmission gekrault hatte, das war ja nicht abzustreiten und es war auch gut so gewesen. Es war eine Geste, die ihn beruhigt hatte und das hatte er in diesem Moment auch gebraucht. Leon hob seine Augenbrauen, schaute etwas fragend in die blauen Augen der Anderen und neigte den Kopf ein bisschen. „Einfach.. so?“ So genau hatte er eigentlich nie darüber nachgedacht. Gefragt wurde er diesbezüglich aber auch noch nie. Leon schmunzelte leise, hob seine Schultern und legte sich dann ebenfalls hin. Stützte seinen Kopf ab und lag auf der Seite. Natürlich ganz weit weg von Shara, so weit er konnte. So weit es das winzige Bett eben zu ließ. „Wieso sollte ich auch nicht? Das zu sagen was ich denke, warum darüber schweigen und es für mich behalten. Wenn mich etwas stört oder mir etwas nicht gefällt, woher soll der andere es denn sonst wissen.“, erklärte Leon kurz und behielt das Mädchen im Blick, grinste dann breit. „Außerdem ist es spannend und witzig zu sehen, wie es andere Menschen überfordert und wie sie darauf reagieren. Manche kann man damit sehr gut aus der Reserve locken.“

  • [In Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Irgendwie musste Shara sich bildlich vorstellen wie Monika sich gegen Leon behauptete. Keine Frage das er ihr kräftemäßig überlegen war aber die kleine Schwester des Blumenmädchens war gewieft. Sie war mit allen Wassern gewaschen und hätte es bestimmt irgendwie geschafft sich gegen das Halbwesen zu behaupten. Ein leises Lachen verließ bei der Vorstellung die Kehle des Mädchens und sie sah in die Richtung ihres Besuches. "Oh glaub mir, die Monster da draußen sind im Vergleich zu ihr fast schon friedlich..." Sie würde ihm nicht mit Absicht weh tun aber Monika war immer schon eine ungestüme Persönlichkeit und wusste nie so recht wie sie ihre Gefühle unter Kontrolle bringen sollte und so sprudelten sie oft ungeahnt und durch fragwürdige Aktionen aus ihr heraus. Sie waren immer schon sehr unterschiedlich gewesen, oder? Oder hatte Shara sich so sehr verändert in der Zeit? War sie ungewollt zu einer Langweilerin geworden? Vielleicht war es Monika gewesen, die sie ein wenig aus der Reserve gelockt hatte und nun da es sie nicht mehr gab war sie irgendwie unvollständig. Shara lauschte wortlos den Worten des Halbwesens. Vielleicht verlor sie sich wirklich manchmal in Erinnerungen. Es war durchaus ungesund. Man musste sich wohl oder übel mit den neuen Begebenheiten abfinden aber in einer Welt, in der man selbst wiederbelebt wurde aber es der kleinen Schwester nicht gegönnt war, war das etwas schwierig. Irgendwo dachte man dann doch immer daran ob es nicht vielleicht doch eine Möglichkeit gab? Oder erging es nur ihr so? Immerhin war sie auch nur hier weil ein böser Magier seine Finger im Spiel hatte aber im Grunde verdankte sie ihm doch irgendwie ihr Leben - oder besser gesagt die zweite Chance. Natürlich hatte er das nicht aus reiner Nächstenliebe getan sondern um seinen bösen Plan umzusetzen aber letztendlich war er es, der sie wieder zurückgeholt hatte. Egal wie man die Geschichte drehte und wendete. Shara schmunzelte als Leon sich in ihre Richtung drehte, fast ein wenig schmollte. Der Blick ihrer blauen Augen wanderte über sein Gesicht. Manchmal war er wie ein Kind. Unbedarft. Eigensinnig. Aufmerksamkeitssüchtig. Aber irgendwie auch gleichermaßen süß. Die Wangen des Mädchens färbten sich leicht rosa als sie sich bei diesem Gedanken erwischte und schnell richtete sie ihren Blick wieder auf die Bettdecke. Er hatte sich mittlerweile in Seitenlage positioniert, stützte seinen Kopf auf seinem Arm ab und ging auf ihre Frage ein, die wahrscheinlich doch eher ungewöhnlich war. Vielleicht war sie auch dumm. Vielleicht war sie einfach sozial unbeholfen. Ein leichtes Lächeln huschte über die Lippen des Mädchens. Bei ihm klang es wirklich einfach und doch war es das nicht. Nicht für sie. "Denkst du nie über die Folgen nach?" Das man Jemanden damit verärgern konnte oder als egoistisch dargestellt wurde. Man machte sich selbst verletzlich - gab ein Stück von sich - mit jedem Wort das über die eigenen Lippen kam. Vielleicht dachte sie einfach nur viel nach. Shara bettete ihren Kopf auf dem Kissen und schielte zu dem Halbwesen hoch. Er war so nahe obwohl sie sich sicher war, dass er ganz am Rande des Bettes lag. Wie sollte sie so überhaupt ein Auge zutun? "Ich will es einfach jeden Recht machen..." Vielleicht aus Angst vor Ablegung. Aus dem Wunsch der Zugehörigkeit. Vielleicht aus Einsamkeit. War sie einsam? Vielleicht war es das. Aber war es überhaupt möglich es jeden Recht zu machen? War es vernünftig sich selbst hinten anzustellen? Im Grunde kannte Shara die Antwort aber dennoch kam sie nicht dagegen an. Dem Verlangen nach Zugehörigkeit. Seit sie wieder zurück war fühlte sie sich irgendwie... verloren. Leon fuhr fort. Sie wusste das er grinste auch wenn sie ihn erst nicht ansah und lauschte seinen Worten, mit denen er ganz sicher auf sie anspielte weswegen sie das Mädchen etwas schmollte, in seine hellen Augen blickte und ihre Wangen ein wenig aufplusterte bevor sie ein wenig nachharkte. "Manche...hmmh?" Sie hob eine Augenbraue.

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    „Du machst mich neugierig.“, sagte der junge Kerl während ein Grinsen seine Lippen zierte. Es hörte sich so an als war ihre kleine Schwester ein wirklich interessanter Menschn. Ein quirliges Wesen. Es war schade dass es keine Möglichkeit mehr gab, sie kennen zu lernen. Gerne hätte er mehr über sie heraus gefunden. Mehr über Sharas Familie und Shara selbst. Doch er hatte auch das Gefühl, dass er am heutigen Tag schon sehr viel von ihr kennen gelernt hatte. So ein paar Eigenheiten. Gedanken, die sie geteilt hatte. Das Halbwesen lächelte während er das Mädchen weiter beobachtete und ihr eine Antwort auf die Worte gab, die sie zuvor noch an ihn gerichtet hatte. So gut er konnte, hob er seine Schultern. „Nein.“ Okay, vielleicht war das ein bisschen gelogen. Manchmal machte er sich doch Gedanken. Aber meist auch erst nachdem er das ausgesprochen hatte, was er dachte. „Eigentlich nicht. Es kann genauso viel passieren wenn man nichts sagt. Die Gefahr bleibt immer. Aber wenn ich das sage, was ich mir denke, manchmal auch ohne Rücksicht, damit geht es mir besser. Und man sollte ja in erster Linie immer an sich selbst denken.“ Manche fanden das vielleicht egoistisch. Aber egal wie, man konnte es eh nie allen recht machen. Der Kerl wand seinen Blick kurz von ihr ab. Also von ihrem Gesicht. Dafür wanderten seine Augen langsam über ihren Körper. „Das ist falsch.“, sagte er und bemerkte, wie das junge Mädchen immer weiter in ihre Gedanken abdriftete. Dass sie darüber nachdachte. Über die ganze Situation. „Und es wird dir auch nie gelingen.“ Wahrscheinlich war das hart. Vielleicht war es auch etwas, was sie nicht hören wollte. Vielleicht hätte er auch hier darüber nachdenken sollen, was für Folgen seine Worte hatten. Aber nein, das war er einfach nicht. Würde er auch nie sein. „So solltest du nicht denken. Damit wirst du nicht glücklich. Du solltest es dir recht machen. Das machen, was dich glücklich macht. Nicht daran denken, wie du dich mit allen gut stellen kannst. Das bringt nichts. Es wird da draußen immer Menschen geben, die dich für deine gute Art ausnutzen wollen.“ Und Shara war für solche Leute ein gefundenes Fressen. Daher schüttelte er den Kopf und tippte an ihre Stirn. „Aber ich helfe dir gerne dabei und beschütze dich vor diesen bösen Menschen.“ Leon erwiderte den Blick ihrer blauen Augen und schmunzelte als sie ihre Wangen etwas aufplusterte. „Ja, manche. Meine Elena war manchmal auch ganz überfordert von dem, was ich gesagt habe.“, erzählte er lachend und gähnte im nächsten Augenblick. „Aber du bist da fast genauso wie sie!“ Der Jägerlehrling ließ sich auf den Rücken fallen und kratzte sich an seiner nackten Brust, dann schloss er die hellen Augen und lächelte. „Ich finde wir sind ein gutes Team.“ Immerhin hatten sie es gemeinsam geschafft diesen Handlanger von Astor zu verscheuchen. Wenn das nichts war! Langsam drehte er nochmal seinen Kopf in ihre Richtung aber irgendwie war er dabei schon eingeschlafen.

  • [Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Er antwortete ihr gerade heraus. Fast so als müsste er keine Sekunde über ihre Frage nachdenken oder eine andere Antwortmöglichkeit in Erwägung ziehen. Leon war Jemand der hinter dem Gesagtem stand und das sprach doch eigentlich für ihn. Es war sogar in gewisser Weise bewundernswert. Vielleicht war das Blumenmädchen auch ein kleines bisschen neidisch auf soviel Selbstbewusstsein oder wie auch immer man diese Neigung am besten beschrieb. Für einen Moment dachte Shara darüber nach ob es ihr damit wohl auch besser gehen würde, wenn sie alles gerade heraus sagen würde. Ob sie dazu überhaupt in der Lage war? Ob sie mutig genug dafür war? Immerhin gehörte ihrer Meinung nach eine ganze Portion davon dazu Dinge auszusprechen. Es mag sonderbar klingen aber vielleicht erforderte es manchmal sogar mehr Mut als sich einem Kampf zu stellen. Oder vielleicht war es einfach eine andere Form von Mut. Schweigen konnte auch seine Folgen haben. Leon hatte nicht Unrecht. Es war wohl letztendlich egal. Jeder musste seinen eigenen Weg finden wie es für ihn oder sie am Besten passte. Leon schien diesen Weg gefunden zu haben. Für sich. Shara musste vielleicht noch etwas suchen aber vielleicht würde sie auch einen Mittelweg finden. Den Weg, der für sie passte, der ihr letztendlich auch gut tat. Ihre Augen weiteten sich ein wenig als Leon kein Blatt vor den Mund nahm - wie eigentlich immer. Als er ihr direkt sagte, dass ihr Wunsch es allen recht zu machen nicht richtig war. "Ich weiß..." kam es knapp über ihre Lippen und sie vermied es weiterhin den Anderen anzusehen. "... aber ich will keinen Streit oder keine Diskussionen..." Dieses Bedürfnis nach Frieden - wann war es so groß geworden? Natürlich wünschte es sich Jeder aber war es überhaupt machbar. Wenn man den Worten des Halbwesens Glauben schenken wollte dann war es egal wie sehr man es auch versuchte letztendlich ja doch nicht machbar. Aber war sie überhaupt liebenswert wenn sie nur ihre eigenen Ziele verfolgte? Oder letztendlich nur egoistisch? Was brauchte es das sie glücklich war? Sie wollte gemocht werden aber mochte man sie überhaupt noch wenn sie auch mal etwas nur für sich tat und stattdessen jemand Anderen in Stich lies. Waren ihre Problemchen wirklich wichtiger als die der Anderen? Wer vermochte das einzuschätzen? Ihr Großvater wurde von allen im Dorf gemocht. Die Leute hatten ihn gern. Sie kamen mit ihren Sorgen zu ihm, verließen sich auf seine Hilfe. Sie wollte so ein Mensch sein. Sie wollte auch dieses warme Gefühl spüren von dem er geredet hatte - das warme Gefühl, welches das eigene Herz erfasste wenn man jemanden helfen konnte. "Ich will einfach nur gemocht werden..." flüsterte Shara schließlich ganz leise und war sich letztendlich nicht einmal sicher ob sie diese Worte wirklich ausgesprochen hatte oder ob sie ihr in der Kehle stecken geblieben waren. Vielleicht wäre es besser so. Sie wollte Leon nicht mit so einem Quatsch belasten. Sie ging ihm schon viel zu lange auf die Nerven und immerhin hatten sie heute viel wichtigere Dinge erfahren über die es sich den Kopf zu zerbrechen galt. Das Tippen gegen ihre Stirn riss Shara wieder aus den Gedanken. Ein wenig überfordert mit den Worten oder viel mehr dem Versprechen des Anderen sah sie ihn einen Moment lang einfach nur an. Ihre Lippen öffneten sich einen Spalt aber kein Ton verlies sie. Auf seinen Lippen erschien ein Schmunzeln und innerlich bereitete sich das Blumenmädchen schon darauf vor, dass er wieder etwas sagen würde, dass ihr die Schamesröte ins Gesicht trieb oder ihr Herz ungewollt beschleunigte. Er sprach von seiner Freundin. Er verglich sie mit ihr und wieder einmal fragte Shara sich was für ein Mensch diese Elena wohl war. Ob sie sich wirklich so ähnlich waren? "Warum... sprichst du in der Vergangenheit...?" fragte das Mädchen vorsichtig und suchte seinen Blick, fand ihn aber nicht da Leon sich schon wieder auf den Rücken gedreht hatte. Unbewusst griff sie nach der Hand ihres Besuchers und drückte sie. Leon hatte die Augen geschlossen also konnte er den leichten rosa Schimmer auf ihren Wangen nicht sehen. Zum Glück. Er hätte sich nur wieder lustig gemacht. "Sie wird zurückkommen." Fest entschlossen sprach sie diese Worte aus - fast schon wie eine Art Versprechen aber in Wirklichkeit hatte Shara doch gar keinen Einfluss darauf. Sie war sich aber sicher, dass Niemand Leon einfach so verlassen hätte. Niemand. Jemals. Immerhin war er etwas ganz Besonderes. Sie kannte ihn nun erst seit einem Tag aber sie konnte es ganz deutlich spüren. Shara drückte seine Hand. "Ja... ich finde auch." Ein seeliges Lächeln zierte ihre Lippen als sie sein Profil musterte. "Schlaf gut, Leon..." Ihre Hand drückte noch immer die seine. Selbst als das Blumenmädchen die Augen geschlossen hatte hörte sie den gleichmäßigen Atem ihres Besuchers, spürte das er nur wenige Zentimeter neben ihr lag. Shara wagte es kaum sich auch nur einen Zentimeter zu rühren. Sie spürte das Klopfen ihres Herzens und lag ewig lange wach und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. Es war so viel passiert. Sie hatte noch gar keine Möglichkeit gehabt genauer darüber nachzudenken. Ob es ihm wohl tagtäglich so erging? Wie aufregend. Die Nacht zog sich ins Unendliche. Erst gegen Morgen ergab sie sich aber doch der Müdigkeit - zwangsläufig...

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    „Hm, naja, wer will das schon.“ Wohl kaum ein friedlich gesinnter Mensch brennte auf Meinungsverschiedenheiten oder Wortgefechte. Leon verstand den Grundgedanken des Mädchens. Das war nicht das Problem. Denn jeder trug wahrscheinlich diesen Wunsch in sich. Dass man das eigene Leben friedlich leben konnte, dass man Menschen um sich herum hatte, die einen mochten und verstanden. Aber schloss denn offen und ehrlich sein, das zu sagen was man dachte, schloss das solch ein Leben aus? Die leisen Worte des Mädchens, sie wurden beinahe von seinem kleinen Gähnen verschluckt, hörte das Halbwesen ganz genau. Es war schwer etwas vor ihm zu verheimlichen. Schließlich lagen sie so dicht nebeneinander und er hörte einfach ziemlich gut. „Die Menschen mögen dich. Wie könnten sie nicht? Du bist ein Engel.“ So unschuldig und zuvorkommend. Freundlich und ein bisschen tollpatschig auch. Und verdammt süß dazu. „Du solltest vor deinen Freundin ehrlich sein und das sagen können, was du denkst. Dich verstellen und alles für dich zu behalten, das bringt dich nicht weiter. Und es heißt auch nicht gleich, dass man unfreundlich ist.“ Wahrscheinlich sah das aber auch jeder ein bisschen anders. Nicht jeder schätzte eine ehrliche Meinung. Manche wollten einfach angelogen werden. Damit sie sich auf merkwürdige Art und Weise besser fühlten. Der Jägerlehrling öffnete seine hellen Augen nochmal und wartete etwas mit seiner Antwort. Als müsste er darüber nachdenken. Stattdessen dachte er nur an die gemeinsamen Augenblicke mit seiner Freundin. Die er so vermisste. „Weil sie nicht da ist..“, flüsterte er und wusste dabei gar nicht, wie laut seine Stimme überhaupt war. Ja, das Halbwesen war wirklich traurig und das schaffte man eigentlich nicht so schnell. Weil er in jeder Situation noch versuchte das Gute zu sehen aber von Tag zu Tag fiel es ihm schwerer in dieser Beziehung, die er mit Elena führte, noch irgendwas Gutes zu sehen. Leon drehte sich auf die Seite, spürte die warme Hand der Anderen und ein flüchtiges Lächeln legte sich auf seine schmalen Lippen. Sein flauschiger Schwanz hing aus dem Bett als er langsam ins Land der Träume flüchtete und einige Stunden später, als die warmen Sonnenstrahlen seine Nase kitzelten, wachte er auch schon wieder auf. Ein herzhaftes Gähnen folgte und er öffnete blinzelnd seine müden Augen. Es brauchte den Bruchteil einer Sekunde bis er merkte, wo er sich eigentlich befand und unterdrückte dann ein Schmunzeln weil sich Shara wie er eigentlich erwartet hatte, ziemlich nah an ihn heran gekuschelt hatte. Ob sie vielleicht einen Albtraum hatte und einfach Nähe brauchte? Wie es auch war, Leon blieb ruhig liegen und schnupperte die frische Luft, die durch das gekippte Fenster ins Zimmer kam und sich mit dem Duft der Gräser und Blumen vermischte. Es war kühl geworden.

  • [In Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Er sprach für sie alle was eigentlich vollkommen unmöglich war - immerhin kannten sie einander doch eigentlich erst einige Stunden. Wie sehr konnte man einem Menschen in diesen Stunden Einblick gewähren? Man konnte für diese Dauer doch genauso gut nur eine Maske tragen und diese anschließend wieder ablegen. Wie real war das Bild, welches der Andere sich in diesen Stunden gemacht hatte dann noch? Nicht das Shara zu diesem Typ Mensch gehörte. Sie war wahrscheinlich nicht einmal dazu in der Lage dem Anderen ein falsches Selbstbild zu vermitteln aber dennoch war ihr ganzes Treffen doch auch nur eine Momentaufnahme. Vielleicht konnte sie seinen Worten deshalb erst nicht glauben und dennoch hielt das Mädchen für einen Moment den Atem an als er sie doch tatsächlich als Engel bezeichnete. Zum Glück war es mittlerweile dunkel genug das Leon ihre geröteten Wangen wohl nicht mehr sehen konnte. Sie lauschte wortlos seiner Sicht der Dinge und tatsächlich klangen sie schlüssig aber so einfach war das nicht. Manchmal hörte es sich plausibel an aber das Leben spielte völlig anders. Wahrscheinlich hatte Logik bei zwischenmenschlichen Beziehungen einfach nichts zu suchen. Shara schlug ihre Augen auf. Im Licht der Sterne, die durch das Zimmer leuchteten sah sie die Umrisse des Halbwesens, welches mittlerweile in Seitenlage zu ihr lag. Er war ganz schön nahe. Selbstverständlich hatte Leon wieder nicht auf ihren Vorschlag gehört, dass er vielleicht lieber in seiner Monsterform schlafen sollte - immerhin hatten sie so doch recht wenig Platz aber wahrscheinlich gefiel es ihm Shara auf diese Weise zu ärgern. Ganz sicher sogar und wäre ihr Gespräch nicht bei einem weniger erfreulichen Thema angekommen, hätte er es wahrscheinlich mehr genossen. Stattdessen war seine Stimme leise - gedeckt. Sie hatte schon gar nicht mehr mit einer Antwort gerechnet aber doch kam sie wie ein Flüstern über seine Lippen bevor sein Atem gleichmäßiger wurde. Er musste erschöpft sein nach diesem Tag und das alles nur weil er sie bei ihrem Vorhaben begleitet hatte - sie unterstützt hatte als sie an sich gezweifelt hatte. Ihre Mundwinkel hoben sich und Shara verspürte einen leichten Stich in ihrem Herzen. Sie lag noch unheimlich lange wach - wagte es nicht sich irgendwie zu drehen oder sonst irgendwie zu bewegen um Leon nicht aufzuwecken. Irgendwie hatte das Mädchen das Gefühl, dass es wichtig war, dass er sich ein wenig ausruhte - endlich Schlaf fand. Irgendwann fielen ihr jedoch auch die Augen zu und sie nickte ein. Ihre Augenlider flackerten als sie schließlich langsam wach wurde. Das Mädchen wollte sich strecken doch unter ihren Fingerkuppen spürte sie eine Wärmequelle. Noch ganz schlaftrunken blinzelte Shara ein paar Mal und schaffte es schließlich die Wärmequelle etwas näher unter die Lupe zu nehmen. Sie riss ihre Augen erschrocken auf und sog scharf die Luft ein als dem Blumenmädchen bewusst wurde, dass sie sich gerade an der Brust des Halbwesens entlang getastet hatte. Ruckartig brachte Shara Abstand zwischen sich und dem Anderen und fiel dabei fast aus dem Bett, da nicht sonderlich viel Spielraum blieb zwischen ihm und der Bettkante. Gerade noch schaffte das Mädchen es sich wieder zurück ins Bett zu retten und richtete sich etwas auf und blieb schön artig auf ihrer Seite des Bettes - eingehüllt in ihre Decke. Ihr Herz klopfte immer noch vor Schreck. "Ahh... guten M-Morgen..." Shara rieb sich die Augen und fuhr sich einmal durchs Haar bevor sie ihre flache Hand auf ihre Brust legte. "Wir sollten das mit den Übernachtungen lassen. Ich glaube mein Herz macht das sonst nicht länger mit..." Die Mundwinkel des Mädchens hoben sich kurz an. Eine Anspielung darauf, dass sie die letzten beiden Tage eher auf ungewöhnliche und sehr unsanfte Art und Weise wach wurde. Ein kläglicher Versuch ihren schlaftrunkenen Annäherungsversuch zu überspielen - offensichtlich. Wobei konnte man für das angeklagt werden, was man im Schlaf tat? So oder so sollte sie ihre Gedanken in eine andere Richtung lenken. "Konntest du trotz Platzmangel ein wenig schlafen...?" fragte Shara vorsichtig nach und hob ihren Kopf an um in die hellen Augen des Anderen zu sehen.

  • 1907-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Beinahe wäre das junge Halbwesen wieder eingeschlafen. Leon hatte seine hellen Augen wieder geschlossen. Döste ein bisschen vor sich hin bis auch Shara langsam aus ihrem Schlaf erwachte. Zumindest bemerkte er, dass die hübsche Dame sich etwas bewegte und er wunderte sich doch, dass sie nicht sofort in die andere Zimmerecke flüchtete als sie bemerkte was in den letzten Stunden vorgefallen war. Also nichts wirklich Schlimmes, nichts von dem woran man vielleicht denken konnte aber sicher war es für das Blumenmädchen genauso unangenehm. Dass sie sich so an ihn heran gekuschelt hatte. Es dauerte schließlich doch nicht lange, bis sie schnell das Weite suchte. Zumindest so, wie es das kleine Bett zu ließ. Die warmen Sonnenstrahlen, die jetzt auch ihr schönes Gesicht kitzelten, zeigten die blasse Röte auf ihren Wangen. „Guten Morgen, Shara.“, murmelte auch er und gähnte herzhaft ehe er sich ruckartig aufrichtete und es sich im Schneidersitz auf seiner Seite des Bettes bequem machte. Aufmerksam und mit einem Grinsen auf den Lippen schaute er an ihr hinab. Oder eher diesem Deckenberg, der da vor ihm lag. „Hast du gut geschlafen?“ So wirklich erholt wirkte das Fräulein ja nicht. Zumindest verrieten das diese dunklen Schatten unter ihren Augen aber vielleicht war das einfach das Licht. Leon neigte seinen Kopf ein bisschen zur Seite, seine Ohren spitzten sich neugierig an. „Mache ich dich so nervös?“, fragte der Jägerlehrling als sie sich mit der Hand auf ihrer Brust beruhigen wollte. Er schob seine Unterlippe nach vorne. „Willst du das mit uns wirklich so schnell beenden?“ Seine flauschigen Ohren legten sich an seinen Kopf. Als wäre er unendlich traurig obwohl er eigentlich wusste, dass sie das gar nicht so meinte. Oder? Er blinzelte aus einem Auge hervor und wartete ein bisschen, dann nickte er und lächelte. „Jaaa.. sehr gut!“ Der junge Mann streckte seine Arme in die Luft und verschränkte sie dann hinter seinem Kopf. „Und du warst zu nervös zum Schlafen?“

  • [In Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Auch Leon gähnte herzhaft und streckte sich ausgiebig bevor er sich aufrichtete und seinen Blick auf die wesentlich unausgeruhter aussehende Shara richtete. Es war nicht nötig in einen Spiegel zu sehen. Sie wusste auch so, dass sie Augenringe des Todes hatte. Sie fühlte sich als hätte sie vielleicht eine Stunde geschlafen. Viel mehr war es wahrscheinlich wirklich nicht gewesen. Dagegen wirkte das Halbwesen ganz sicher wie das blühende Leben. Auf seine Frage hin ob sie gut geschlafen hatte schüttelte sie nur langsam den Kopf. Es war wahrscheinlich nicht einmal nötig diese Frage zu stellen aber wahrscheinlich wollte Leon nur höflich sein oder vielmehr Salz in die Wunde streuen und ihr durch die Blume mitteilen, dass sie wirklich mehr als ein kleines bisschen zerstört aussah. Schon im nächsten Moment bereute das Blumenmädchen ihre Aussage. Es schien Leon nämlich durchaus zu gefallen ihr die Worte im Mund umzudrehen. "N-nein..." kam es daher nur knapp über die Lippen des Mädchens und sie glaubte sich nicht einmal selbst. Natürlich machte es sie nervös neben einem halbnackten Man aufzuwachen. In einem Bett, in dem es selbst alleine manchmal zu eng wurde. Wie könnte es sie nicht nervös machen? Die ganze Situation wurde auch keineswegs entschärft als Leon aus ihrer Aussage auch noch das fiktive Szenario machte, dass das hier zwischen mehr war als nur eine flüchtige Bekanntschaft. Eine flüchtige Bekanntschaft bei der sie zwei Tage nacheinander im selben Bett geschlafen hatten. Völlig normal. Eigentlich alles andere als normal aber besondere Situationen erforderten besondere Maßnahmen. Shara bemerkte die angelegten Ohren des Halbwesens. "U-uns?" wiederholte sie irritiert und fast schon automatisch. Es gab doch gar kein... Er wirkte unfassbar traurig und für einen Moment glaubte das Mädchen doch tatsächlich sie hätte ihn mit dieser Aussage gekränkt doch schon im nächsten Augenblick erschien wieder das bekannte Grinsen des jungen Mannes. Das Grinsen, dass ihn doch irgendwie ausmachte. Shara schnappte sich eines der Kissen und schleuderte es in die Richtung ihres Besuchers. Ihre Stirn hatte sich in Falten gelegt und sie zog einen Schmollmund. Mittlerweile hatte sich das Mädchen ein wenig aus ihrem Kokon gelöst damit sie auch ja gut zielen konnte und tatsächlich traf sie Leon eiskalt mitten im Gesicht. "I-ich war gar nicht nervös!" protestierte Shara schließlich vehement. "Ich hatte einfach nur keinen Platz..." murmelte sie schließlich anschließend und wusste selbst das ihre Gesichtsfarbe und eigentlich alles an ihr sie längst verraten hatte und Leon nur noch mehr amüsieren würde. "...und hab mich nur erschreckt..." Ihre Stimme wurde immer leiser und sie erhob sich schließlich von ihrem Bettchen, musste aufpassen nicht das Gleichgewicht zu verlieren, da sie sich wie besoffen fühlte oder zumindest so wie sie es sich vorstellte. Bisher war sie höchstens angeheitert gewesen - mehr nicht. Und wenn Gleichgewichtsprobleme daraufhin folgten konnte das Mädchen gut darauf verzichten denn sie war auch so schon tollpatschig genug. Sie gähnte noch einmal und linste schließlich in die Richtung Leons. "Was hast du heute so vor...?" Es würde fast schon ungewohnt werden den Tag ohne ihn zu verbringen obwohl es doch nur zwei tage gewesen waren...

  • 3814-leon-pngLeon & Shara | in Sharas Zimmer


    Mehr als ein bisschen stammelnde Worte bekam Shara eigentlich nicht über die Lippen. Wieder etwas, was ihn nur noch mehr amüsierte. Als sie es schließlich einfach auf das zu kleine Bett schob, die Nervosität und die Röte auf ihren Wangen, schmunzelte das junge Halbwesen und verschränkte die Arme. Neigte den Kopf zur Seite und hob eine Augenbraue. „Hmmh, sicher. Das kleine Bett ist Schuld an allem..“, wiederholte er und ließ den Blick seiner hellen Augen einmal über den in die Decke eingehüllten Körper wandern. Den sie so langsam wieder zeigte. Leon hielt sich in diesem Moment zurück, wies Shara nicht daraufhin dass ihr Nachthemd ein kleines bisschen verrutscht war und sie wahrscheinlich mehr Haut zeigte, als sie eigentlich wollte, aber am Ende wurde sie noch ohnmächtig und verlor das Bewusstsein weil sie sich in Grund und Boden schämte. Etwas, das ihr sicher passieren konnte. Wie, das war ihm jetzt auch nicht so ganz klar, aber darüber wollte er sich dann auch nicht weiter Gedanken machen. Der helle Stoff ihres Gewands richtete sich eh wieder als das Blumenmädchen sich vom viel zu kleinen Bett erhob und somit Leon etwas Platz machte, der sich gleich wieder zur Seite fallen ließ und sich in alle Richtungen ausstreckte bis er schließlich auf dem Rücken liegen blieb. Den Kopf zur Seite gedreht und Blick auf Shara gerichtet. „Vielleicht solltest du dich noch einmal hinlegen..“, schlug er vor und wartete bis er sich doch vom Bett kugelte. „Man könnte meinen dein Frühstück waren ein paar Becher Met.“ Der Jägerlehrling lachte. Am Ende bekam sie doch nur blöde Blicke der Menschen von denen sie so viel erwartete. Von denen sie ja gemocht werden musste. Und was für einen Eindruck machte das dann wohl? Leon fuhr sich einfach durch die lange Mähne dann hob er seine Schultern. „Hm, ich weiß nicht..“ Eigentlich hatte er so nie Pläne für seine Tage. Was er machen sollte oder wohin er gehen sollte. Meist trugen ihn seine Füße einfach irgendwo hin. Und dort, traf er dann auch Menschen, mit denen er den Tag verbrachte. Oder ein paar mehr Tage. Stumm schlüpfte er in seine doch etwas schmutzigen Klamotten und schaute an sich herab. „Vielleicht erstmal nachhause..“, murmelte er, eher zu sich selbst und doch hatte Shara es wahrscheinlich mitbekommen. Plötzlich hob er seinen Kopf und klopfte mit seiner Faust auf seine andere, flache Hand. Strahlte bis über alle Ohren. „Wir könnten ins Badehaus!“, rief er aus als ihm diese wunderbare Idee in den Sinn kam. „Du siehst aus als könntest du ein warmes Bad gebrauchen. Ein bisschen Erholung und so.. und wenn du im Wasser einschläfst, rette ich dich schon. Keine Sorge.“

  • [Sharas Zimmer] Leon & Shara



    Er glaubte ihr nicht. Wenig verwunderlich. Sie war keine besonders gute Schauspielerin. Im nächsten Leben vielleicht. Trotzdem lies das Mädchen ein kleines bisschen die Schultern sinken als wäre sie über die Tatsache mehr enttäuscht als sie es letztendlich wirklich war. Sie war wie ein offenes Buch für ihren Gegenüber. Offenbar. Wahrscheinlich hatte ihre tomatenähnliche Gesichtsfarbe sie ein kleines bisschen verraten - vielleicht auch ein kleines bisschen viel. Bisher hatte das Mädchen noch keine Möglichkeit gefunden das besser in Griff zu bekommen und Leon amüsierte sich wie eh und je darüber. Was sonst. So vermied das Blumenmädchen es ihn anzusehen - wusste dennoch das ein breites Grinsen seine Lippen zierte. Shara machte sich stattdessen drauf und dran mehr Abstand zwischen sich und den Anderen zu bringen - nicht unbedingt auf eine sonderlich elegante Art und Weise. Stattdessen machte sich das Mädchen nur noch mehr zum Affen. Leon musste sie schon für unglaublich bescheuert halten bei dem Theater, dass sie jedes Mal machte wenn sie neben ihm aufwachte. Jedes Mal... es klang fast so als würde das ständig passieren und doch war es in Wirklichkeit nur zwei Tage nacheinander - nicht sonderlich oft und im Anbetracht der Tatsache, dass sie sich erst seit besagten zwei Tagen kannten war das doch eine Anzahl die relativ ungewöhnlich war. Gerade als Shara ihrem Besucher etwas Platz im Bett gemacht hatte schlug dieser ihr vor sich noch eine Mütze Schlaf zu gönnen. Wahrscheinlich kein sonderlich blöder Rat. Sie fühlte sich ohnehin wie erschlagen. Hatte sie überhaupt geschlafen? Es kam ihr nicht so vor und die Erlebnisse der letzten Tage zerrten an ihr. Für Shara waren das zwei sehr ereignisreiche Tage. Sie waren aufregend und unheimlich aber sehr lehrreich und auch lustig. Sie hatte so viel Neues erlebt und Vieles davon hatte sie Leon zu verdanken. Schließlich erhob auch das Halbwesen sich aus dem Bett und zog das Blumenmädchen ein kleines bisschen auf. Shara gähnte herzhaft. "So fühle ich mich auch..." murmelte sie deshalb aber winkte seinen Vorschlag ab, rieb sich noch einmal die Augen. "Nein nein.... ich muss doch eine gute Gastgeberin sein..." widersprach sie dem Anderen und hatte doch Schwierigkeiten ihre Gedanken zu sortieren. Was machte eine gute Gastgeberin aus? Sollte sie ihm Frühstück bereiten? Was würden ihre Mitbewohner denken wenn sie Leon entdeckten? Wahrscheinlich konnte sie sich wieder nur dumme Sprüche anhören und zu allem Übel würde ihre Gesichtsfarbe sie nur auf dumme Gedanken bringen - falsche Gedanken! Bei den Sprüchen, die das Halbwesen manchmal so von sich gab war das kein Wunder. Shara suchte sich frische Klamotten aus ihrem Kleiderschrank und verschwand hinter einem Raumtrenner um sich umzuziehen. "Wehe du guckst...." drohte sie dem Anderen noch und funkelte ihn durch ihre blauen Augen an bevor sie hinter dem besagten Ding verschwand und sich seinen Plan für den Tag anhörte auch wenn sie sich sicher war, dass Leon zu der Sorte Mensch gehörte, die einfach so in den tag hinein lebte. Und das war irgendwie auch schön so. Schnell war das Mädchen umgezogen und gesellte sich wieder zu Leon, der offensichtlich seine schwammigen Pläne wieder änderte. Er strahlte richtig als ihm die neue Idee gekommen war. Seine flauschigen Ohren zuckten vor Begeisterung. Schon im nächsten Moment platzte er mit seiner Idee heraus und die Tatsache, dass er seinen Tag mit ihr verbringen wollte - erneut - verwunderte und freute das Mädchen gleichermaßen. Er hatte sie noch nicht satt? Einen Moment lang sah sie ihn einfach stumm an - sah in die hellen Augen ihres Gegenübers und schwieg bevor ein Lächeln ihre Lippen umspielte. Sie freute sich so sehr darüber, dass er sie gern um sich zu haben schien, dass sie nicht einmal darüber nachdachte, dass sein Vorschlag ja bedeutete, dass sie das Gemeinschaftsbad aufsuchen würden. "Oh ich war ewig nicht mehr im Badehaus..." stellte Shara fest und dachte an die gut duftenden Bäder - das wohltuende warme Wasser. Allein bei dem Gedanken daran fühlte sie sich schon viel entspannter. "Seh ich so schlimm aus...?" das Mädchen verzog leidend das Gesicht und blickte schließlich in den Spiegel an der Wand hinter sich. Dunkle Augenringe zeichneten ihr Gesicht und auch ihre Haare waren noch kurz durcheinander - zumindest gegen Zweiteres hatte sie etwas in der Hand - sie frisierte sich schnell und band sich eine Schleife ins Haar. So sah sie wenigstens ein bisschen besser aus. "Die Idee klingt gut." Sie strahlte ihren Besucher ein wenig an - so gut es ihr im Anbetracht der Müdigkeit möglich war.

  • 3814-leon-pngLeon & Shara | verlassen das Warenhaus


    „Eine gute Gastgeberin? Ha, das ist doch eh schon zu spät.“, erwiderte das junge Halbwesen und seufzte übertrieben während er dazu auch noch seine Augen rollte. „Ich meine, erst lässt du mich in diesem schäbigen Bett schlafen, wo ich kaum Platz habe und dann gibt es auch gar kein Frühstück!“ Der Jägerlehrling erhob sich von dem eben erwähnten Bett und richtete seine langen Haare ein bisschen zurecht. Sammelte eher die einzelnen Strähnen aus seinem Gesicht da sie ein bisschen kitzelten. Kurz blieb er mit dem Rücken zu Shara stehen, wartete darauf dass sie sich stammelnd rechtfertigte oder gleich aufsprang um ein leckeres Frühstück zuzubereiten aber bevor sie noch in Panik geriet, drehte sich der halbnackte Mann herum und grinste sie nur breit an. Shara war ebenfalls schon aufgestanden, wollte sich wahrscheinlich auch erstmal in frische Kleider hüllen. „Wie gut, dass deine Schönheit das alles wieder gut macht.“, erklärte er schließlich und nickte. Ein Schmunzeln verließ seine Lippen während er seinen Körper mit den schmutzigen Kleidern hüllte und die nächste Idee für einen gemeinsamen Tag aussprach. Der schien bei dem Blumenmädchen auch gleich Anklang zu finden und das freute ihn wirklich. Es war immer wieder schön ein Lächeln auf den Gesichtern seiner Mitmenschen zu sehen. Und noch schöner war es, wenn man selbst der Grund dafür war. Natürlich war es eher weniger schön, wenn man belächelt wurde aber dieses Lächeln auf ihren rosigen Lippen, das war eins aus Freude und das sah er doch gerne. „Hm, naja, ich weiß nicht wer von uns beiden schlimmer aussieht.. aber bei mir sind es wenigstens nur die Klamotten.“, antwortete der junge Mann und schaute an sich herab bevor er einen Blick in das müde Gesicht der Anderen warf. „Ah, keine Sorge, vielleicht bekommen wir eine Packung Kräuter oder einen leckeren Tee umsonst weil sie Mitleid mit dir haben.“ Der Wüstenbewohner lachte laut und klopfte dann auf seine Wangen, da er doch noch nicht so wach war, wie er vielleicht meinte. Ein herzhaftes Gähnen folgte. „Dann lass uns los. Nicht, dass noch einer deiner Mitbewohner herein stürmt und uns hier sieht.“, sagte er mit einem Grinsen, da die Situation wahrscheinlich ziemlich unangenehm für das Fräulein wäre. Ob sie solche Mitbewohner hatte, die einfach in andere Zimmer spazierten, das wusste er jetzt nicht aber wollte es auch gar nicht heraus finden. Daher machten sich die beiden auch gleich auf den Weg ins örtliche Badehaus.