• Um die Sterne, welche sich im Schutze der Nacht wie ein endloses Band über Trampoli erstrecken zu beobachten empfiehlt es sich diesen Ort aufzusuchen. Der Aufstieg über den Bergpass erweist sich in der Dämmerung als ein gefährlicher Marsch. Ein falscher Schritt könnte gefährliche Folgen mit sich ziehen. Am sinnvollsten ist es sich möglichst nahe an der Felswand aufzuhalten, denn vor allem nach starkem Regen könnte sich der Ausflug zur Sternwarte als Höllentrip herausstellen. Der Anblick der vom Mond beleuchteten Wiese lässt den beschwerlichen Aufstieg beinahe in Vergessenheit geraten. Das friedvolle Tanzen der Glühwürmchen im Sternenlicht lässt einem wärmer ums Herz werden und selbst ein Mensch ohne jegliches Gefühl für Romantik gerät spätestens beim wunderschönen Ausblick auf die Walinsel ins Schwärmen. Es hat den Anschein als würde der Wal in einem Meer aus Sternen schwimmen. Sterne die zum Greifen nah erscheinen und in Wahrheit doch so fern sind. Mit etwas Glück erhascht man von diesem Ort aus auch einen kurzen Blick auf eine Sternschnuppe. Manche Menschen leben in dem Glauben ihnen sei bei diesem Phänomen ein Wunsch gewährt. Ob dies der Wahrheit entspricht oder nicht bleibe dahin gestellt aber bei der Sternwarte handelte es sich auch ohne Wunscherfüllungen um einen magischen Ort, denn dieser schönen Ausblickes ist wahrhaft nicht von dieser Welt. Illuminator, die Pilotin, schwärmt ebenfalls über diesen sagenhaften Ausblick und so beschloss sie, nachdem ihr Luftschiff hier eine Bruchlandung hingelegt hatte, genau an dieser Stelle ihr neues Heim zu errichten.

  • Anette und Barrett kommen an.


    "Sicher fragst du dich jetzt warum ich unbedingt zur Sternwarte gehen wollte. Nun, das ist ganz einfach erklärt. Meine Mutter hat mir früher immer von diesem Ort erzählt, hier hat sie meinen Vater kennen gelernt. Es soll hier in der Nacht sehr schön sein, seit sie mir davon erzählte wollte ich schon immer mal hierher. Allerdings heißt das nicht, dass ich hier ein paar romantische Stunden mit dir verbringen will, ich dachte mir nur, dass es zu zweit viel schöner ist. Ich wollte eh früher oder später herkommen, daher bot es sich gerade an." sprach sie mit ruhiger Stimme. Der Ort hatte etwas magisches, etwas was Anette faszinierte. Der beschwerliche Aufstieg hatte sich auch gelohnt. "Ich hoffe ich habe dir nicht zuviel zugemutet. Der Weg hierher war ja nicht gerade der einfachste. Wenn du etwas brauchst, sag einfach Bescheid, ich habe aus dem Gasthof ein wenig Proviant mitgenommen." Eigentlich wollte Anette sich nicht so sehr um ihn kümmern, es sollte nicht zu fürsorglich rüber kommen, aber sie hatte immer noch ein wenig Mitleid, weil er doch verletzt war. Es liegt in ihrer Natur sich um verletze zu kümmern, das hatte sie wohl von ihrer Mutter. "Wo waren wir vorhin stehen geblieben ...?" fuhr sie fort "Ah, genau bei deinen Verletzungen! Wie ist das eigentlich passiert? Hast du gekämpft?" obwohl sie nicht viel vom Kämpfen hielt, interessierte sie sich für die Geschichten des Jungen. Sie hörte ihm ganz gespannt zu, auch wenn sie ihn kaum kannte. Er hatte eine Art an sich, die Anette bewunderte und sie war sich sicher, dass hinter der harten Schale ein weicher Kern steckte. Vielleicht schaffe ich es ja die Nuss zu knacken? In diesem Monent musste sie grinsen.

  • Zunächst war Barrett verwirrt, weshalb Anette ihn den ganzen Weg bis zur Sternwarte hinauf gelotst hatte. Jetzt war er eben erst in Trampoli angekommen, schon hatte sie ihn wieder hinaus gebracht. Würden jetzt ihre 10 bewaffneten, nationalistischen Trampolifreunde kommen um ihn Außenseiter zu töten, so bliebe das Verbrechen unbemerkt! Doch so etwas konnte Barrett mittlerweile ausschließen. Er traute der jungen Frau und war ihr so auch bis zu diesem Ort gefolgt.
    Kaum kamen sie an, schon redete Anette wieder wie ein Wasserfall. Barrett war das ganze nur recht, schließlich musste er dann nicht so viel reden. Allerdings fühlte er kurz seinen Hals sich zusammen ziehen, als Anette davon sprach, dass sich ihre Eltern hier kennen gelernt hatten. Doch sie hatte keine Hintergedanken, sondern erzählte wohl einfach gerne Geschichten. Letztendlich klärte sich auch das Rätsel um Anettes große Tasche, welche fast randvoll mit Proviant war. Barrett warf einen kurzen Blick hinein, winkte dann aber dankend ab. "Kein Hunger!", sagte er knapp und erforschte den Ort, als die junge Frau wieder nach den Kämpfen fragte. Offenbar hatten nicht alle Trampolinesen mitbekommen, was gestern geschehen war. Aber wie sollte Anette auch... sie war ja den Tag über in der Kaserne und hatte den Andrang am Wachposten nicht mitbekommen.
    "Ja, gekämpft hab ich", sagte er dann schließlich und zeigte Anette sein Schwert, welches funkelnd an seinem Gürtel hing. "Paar dreckige Orks...", fügte er hinzu doch so wirklich interessant war das Thema nicht, deshalb sprang Barrett gleich ein paar Gedanken weiter. "Schon mal was von einem Astor gehört? Der Typ scheint eine magische Kraft über die Monster zu haben... er hat sie uns auf den Hals gehetzt." Vielleicht wusste Anette ja, wo er wohnte? Dann würde Barrett nachts vorbei schleichen und ihn im Schlaf meucheln, genau!!

  • "Astor? Nein, noch nie von ihm gehört. Wer ist das?" erwiderte sie. Wer auch immer das war, er musste schlimmes getan haben und es schien, als ob Barrett nicht gut auf ihn zu sprechen war. Wenn er wirklich etwas schlimmes getan hatte, war das auch kein Wunder, sondern eine normale menschliche Reaktion. "Wie dem auch sei ..." fügte sie noch hinzu "ich werde dir über ihn keine Auskunft geben können. Aber falls ich mal jemanden treffen sollte, der auf deine Beschreibung passt, werde ich dich informieren." mehr Hilfe als diese, konnte sie dem Jungen zurzeit nicht anbieten. Aber besser so als gar nicht. Wahrscheinlich war es ihm nicht mal recht, dass sie sich so in seine Sachen reinhängt.
    "Hey, schau mal. Ein Glühwürmchen!" brüllte Anette plötzlich voller Begeisterung und unterbrach die vorübergehende Stille. Bisher hatte sie noch nie eins gesehen und war sofort fasziniert. "Es ist ja sooo schön. Sieh nur wie majestätisch es durch die Luft fliegt. " sie hatte nur noch Augen für das Würmchen und vergas für einen Moment, dass sie gar nicht allein hier war. "Oh, entschuldige. Ich war ein wenig abgelenkt und wollte dich nicht vernachlässigen. Wolltest du was sagen?" Anette wartete darauf, dass der Junge etwas sagte, bisher war er ja sehr ruhig und gab sehr kurze Antworten. Ab und zu beobachtete sie noch möglichst unauffällig das Glühwürmchen versuchte aber Bickkontakt mit Barrett zu halten.

  • "Schon okay", antwortete Barrett lachend und lief zu einer Felswand, die es eingehend studierte. Während er die rauen Felswände emporsah und mit seiner Hand über den bloßen Stein striff, fragte er sich wie dieser Ort wohl entstanden war. Urplötzlich rief Anette etwas, das so schnell gesprochen wurde, dass er es nicht verstand, doch als sich sich umdrehte, merkte er, was ihre Begeisterung erregt hatte. Er selbst hatte schon häufiger Glühwürmchen gesehen, doch sich nie die Mühe gemacht diese Insekten genauer zu betrachten. Im Grunde waren sie ja nur wie die Monsterameisen im Wald, nur dass sie fliegen konnten, kleiner und weniger böse waren! "Achja...", fügte er beiläufig hinzu, "wenn du Astor treffen würdest, wärst du wahrscheinlich tot!" Er warf der Blonden ein schelmisches Grinsen hinüber, doch dann verfinsterte sich sein Blick. "Im Ernst, versuch nicht ihn zu finden. Vergiss am besten alles was ich gesagt habe!", befahl er dann nicht mehr so freundlich. Am ende würde dieses liebenswürdige Mädchen den bösen Magier noch finden und er hätte dann ein schlechtes Gewissen, weil er für ihren Tod verantwortlich wäre.
    Während er sie noch eindringlich ansah, schwirrte ein zweites Glühwürmchen herbei und beide setzten sich auf Anettes Mütze, die nun wie ein Partyhut für Arme an zwei Stellen schwach leuchtete.

  • "Gut, dann werde ich versuchen diesem Astor nicht zu begegnen." sprach sie etwas eingeschüchtert. Irgendwie reizte es Anette schon, zu gerne wöllte sie den Mann treffen, den Barrett so verabscheute. Ob er wirklich ein so schrecklicher Mensch ist? sie betrachtete grübelnd die kleinen goldenen Glühwürmchen. Tanzend flogen sie in der Luft herum, ab und zu näherte sich ein Würmchen den beiden Menschen. Es war ein schöner Anblick. Noch ein wenig nachdenklich streckte Anette den Arm in Richtung Himmel in der Hoffnung, dass sich ein Glühwürmchen auf ihre Hand setzen würde. Leider geschah dies nicht und sie nahm den Arm wieder nach unten. "Sie scheinen mich nicht zu mögen." meinte sie enttäuscht. Ihr Blick sank zu Boden. "Du, Barrett?" fing sie leise an "kann es sein, dass es Menschen in dieser Welt gibt, die von Grund auf böse sind? Ich dachte immer, dass jeder Mensch tief in seinem Inneren ein guter Mensch ist, auch wenn er nach außen sehr böse wirkt. Anscheinend gibt es da aber auch Ausnahmen ... ? " Anette wusste selbst nicht genau, warum sie gerade jetzt darauf kam. Sie verspürte aber den Drang es auszusprechen. Möglicherweise hängt es ja mit dem was damals passierte zusammen und dann wäre es ein Teil von dem Grund nach dem sie suchte. Je länger sie drüber nachdachte desto mehr beunruhigte sie es.
    "Wenn du diesen Astor irgendwann treffen wirst, was hast du dann mit ihm vor? Willst du ihn für seine Taten bestrafen? ... Ich könnte nachvollziehen, wenn das dein Ziel ist, aber findest du nicht auch, dass jeder einen Platz in dieser Welt hat? Wenn du ihn tötest, könntest du womöglich jemand anderen traurig oder wütend machen und genau der jemand würde dann diesen Astor rächen und dich töten wollen. Das wäre eine endlose Kette an Morden, nur weil jeder eine ihm wichtige Person rächen will." Anette drehte sich zu Barrett und sah ihn erwartungsvoll an "letztendlich ist es ja deine Entscheidung und ich will diese auch nicht beeinflussen, aber ich hoffe du verstehst was ich meine." Ihr Blick schwankte wieder zu den Glühwürmchen.

  • ~Azel kommt an~


    ''Wo bin ich denn nun gelandet?'' dachte der blauhaarige.


    Dann hörte er Anettes Stimme.


    ''Was Anette ist auch hier? Mist ich werd mich am besten nicht zeigen'' dachte Azel.


    Also beobachtete er das Mädchen aus sicherer Entfernung.


    ''Wer ist dieser andere Kerl dort?'' überlegte Azel.


    Nun aber trat der blauhaarige auf einen Ast. ''Mist! Am besten ich verschwinde''


    Er rannte los, bemerkte aber nicht, das ihm seine Uhr, welche jeder von seinen Freunden schon gesehen hatte runtergefallen war.


    So blieb sie dort liegen ohne das Azel das bemerkte.


    ~Azel verlässt die Sternwarte schnell~

  • ~kommt an


    Etwas verdutzt schaute sie dem Blauhaarigen hinterher, der wegrannte, als ob er etwas gestohlen hätte. Rückwärts lief sie weiter, nicht wirklich darauf aus, irgendwem hier bei der Sternwarte zu begegnen. Normalerweise war die Sternwarte immer ein guter Ort um sich zu entspannen und einfach den Sternenhimmel zu geniessen. So ging Iris rückwarts weiter und merkte natürlich nicht, dass doch jemand in den Räumlichkeiten war. Erst als sie gegen jemanden stieß, wirbelte sie herum. Es war Annette, die schon einige Zeit hier in Trampoli wohnte und ein junger Mann, der Iris fremd war. Offenbar schien Annette ihn ein wenig durch die Stadt zu führen und nach seiner Körperhaltung zu urteilen, muss er einer der Verletzten gewesen sein, die in die Stadt gekommen war. Glücklicherweise war er versorgt worden, so würde ihr Essen nicht wieder hochkommen, allerdings stank seine Kleidung noch danach. "Hi." grüßte Iris endlich die beiden Menschen vor sich. Dabei ruhten ihre unterschiedlichen Augen eigentlich eher interessiert auf Barrett als auf Annette, die konnte sie vermutlich nicht mehr mit ihrem Anblick erschrecken. Auch wenn sich die Vampirin nicht dem Eindruck erwehren konnte, dass sie gerade in ein ernstes Gespräch gerannt war.

  • Anette zuckte lautlos zusammen, als sie von hinten angerempelt wurde. "Nanu, wer bist den du?" Sie war etwas verwundert, dass das Mädchen hier auch erschien, schließlich war es ein abgelegter Ort. Was aber nicht hieß, dass sie sich nicht über den unerwarteten Besucht freute, im Gegenteil. Sie war froh, dass noch jemand gekommen ist, so war sie nicht mehr mit Barrett allein, der ja sowieso nicht viel redete. Als Anette Iris ansah, viel ihr Blick zuerst auf die unterschiedlich farbigen Augen. So eine Kombination hatte sie noch nie zuvor gesehen. Sicher haben nicht viele solche Augen, Anette war fasziniert. Nun aber viel ihr Blick ebenfalls auf Barrett, der sich zu Iris' Erscheinen noch nicht geäußert hat. Beide Mädchen sahen ihn nun an. Gelegentlich schwankte ihr Blick wieder möglichst unauffällig zu den Glühwürmchen, egal wie sehr sie sich auch bemühte, Anette konnte den Blick einfach nicht von den kleinen goldenen Würmchen abwenden. Zu sehr haben sie sie gefesselt. Geduldig wartete das Mädchen auf ein Gespräch oder wenigstens eine Reaktion der anderen beiden, die Stille war ihr ein wenig unheimlich. "Wie kommt es, dass du hierher gekommen bist, Iris?" fragte Anette nun und unterbrach die Stille. "Es ist nicht so, dass mich deine Anwesenheit stört, ich finde es nur ein wenig ungewöhnlich, dass hier jemand so mir nichts dir nichts auftaucht." fügte sie noch mit einem leichten Lächeln hinzu. Anette bemerkte auch das Rascheln im Gebüsch von vorhin und sah nach wer da ist. Sie fand eine Uhr, die sie schon mal gesehen hatte, nur wusste sie nicht wo. Das Mädchen steckte die Uhr ein und ging wieder zu den andren.

  • (Nicht mich überposten, ich mach ja schon D:
    Btw, Fly nach was stinkt Barretts Kleidung?)


    War Anette wirklich so naiv? "...dass jeder Mensch tief in seinem Inneren ein guter Mensch ist..." Wahrscheinlich hatte bloß noch keinen Menschen getroffen der sie ausgenutzt hatte, so dass sie richtig auf die Fresse geflogen war. Kurzzeitig versuchte Barrett den Gedanken seiner Begleiterin nachzuvollziehen. Was, wenn Astor vielleicht doch ein guter Mensch war? Doch schon im nächsten Moment verdammte er sich selbst für diesen Versuch. Er war für den Tod von vielen unschuldigen Menschen verantwortlich... er konnte kein guter Mensch sein. War er denn überhaupt einer? Doch ehe er antworten konnte, fragte Anette erneut nach dem, was er Astor antun würde, wenn er ihn fände.
    Barrett räusperte sich. "Ich denke nicht, dass er gut ist. Deshalb hat er auch keine Gnade verdient. Wenn ich ihn irgendwann mal zu fassen bekommen sollte, dann werde ich ihn an meinen Vater, er war der Bürgermeister unserer Stadt, ausliefern. Schätze die werden ihn dann hinrichten lassen, das ist mir ganz egal." Der listige Junge erwähnte nicht, wieso er gerade das tun würde. Zumal hatte er noch nie einen Menschen getötet und hatte es auch nicht vor; andererseits würden ihn die Dorfbewohner sicher lieben, wenn er den Feind auslieferte, man würde in Alverna vielleicht sogar eine Statue nach seinem Ebenbild formen! Die Sterne spiegelten sich in seinen Augen wieder. Anette sollte wohl mit seiner Antwort zu Frieden sein, um Gewissheit zu haben fragte er allerdings nach: "Meinst du nicht auch?"


    Während er sich umsah, kam plötzlich ein seltsames Wesen herein. Barrett wusste zunächst nicht ob es weiblicher oder männlicher Natur war, doch dann identifizierte er ein Mädchen mit grauen Haaren in einem schrillen schwarzen Kleid. Noch seltsamer waren ihre Augen, die unterschiedliche Farben hatten! Barretts Arm tastete sich unbemerkt zu seinem Schwert. Vielleicht war sie eine von Astors Schergen?! Doch als Anette sie mit 'Iris' begrüßte, merkte er, dass sie nur eine (verrückte) Dorfbewohnerin war und der Griff um sein Schwert lockerte sich. Plötzlich sah ihn das Mädchen voller Neugierde an? Barrett ging einen Schritt hinter Anette und fragte dann frech "Ist was?"

  • (Überleg mal wie Kleidung richt, die nicht gewaschen ist und mit Blut - egal welches - besudelt ist, Doomsday. ;))


    Noch immer etwas überrascht hier jemanden zu treffen, konnte Iris ihre Augen kaum von Barrett nehmen. Selbst die Begrüßung von Annette bekam sie nur am Rande mit. Bei ihrer Frage riß die Vampirin dann doch den Blick erst einmal von dem Mann. "Wie ich hiergekommen bin? Zu Fuß. Warum? Weil ich die Ruhe gesucht habe." sagte sie knapp und wandte den Blick wieder zu dem Jungen aus Alvarna. Ihr war nicht die Bewegung des Mannes entgangen, als sie auftaucht. "Gefällt mir. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste." Dann fiel ihr wieder der blauhaarige Typ ein, der ziemlich schnell den Ort verlassen hatte. "Ähm, von euch beiden kennt nicht zufälligerweise jemand einen blauhaarigen Kerl? Da lungerte nämlich einer an der Tür, ist aber mittlerweile ziemlich schnell davon gerannt." Erst dann bemerkte sie, dass sie sich dem Neuling immer noch nicht vorgestellt hatte. "Oh, ich bin übrigens Iris. Normalerweise sieht man mich hier nicht häufig, da ich auf der Walinsel lebe." Ohne einmal Luft zu holen hatte die Silberhaarige den Spruch heruntergerasselt. Ihr war es egal, ob der andere ihn verstanden hatte. Seine Frage ignorierte sie gekonnt lässig. Denn ohne sich zu verraten, hätte sie wahrscheinlich nicht antworten können. Allerdings konnte sie sich bei seinem Versuch, sich hinter Annette zu verstecken ein Grinsen nicht verkneifen. Dabei sah der Junge wie ein Krieger aus.

  • "Ich kann deine Meinung nicht teilen, Barrett. Aber da ich die Situation nicht kenne, kann ich deine Gedanken nicht nachvollziehen. Egal, lass uns nicht mehr drüber reden." murmelte sie den Jungen zu. Ein weiteres Kommentar kam ihrerseits zum Thema Astor nicht mehr. "Und warum versteckst du dich eigentlich hinter mir?" brach es plötzlich aus ihr heraus, als sie bemerkte, dass er hinter ihr verschwand. "I-ich kann nicht kämpfen, du hast das Schwert, also musst du nach vorn." stammelte sie etwas entsetzt. Bald merkte Anette aber, dass von Iris keine Gefahr aus ging und sie wurde ruhiger. Ihre Augen faszinierten sie immer noch. "Wie kommt es eigentlich, dass du zwei verschiedenfarbige Augen hast?" fragte sie neugierig. Es sollte aber nicht zu aufdringlich wirken, immerhin kannten die beiden sich kaum und sie löcherte das Mädchen schon mit fragen. "Ach ja ..." fing sie an " der blauhaarige von dem du eben erzähltest ... Ich kenne so jemanden. Sein Name ist Azel und er wohnt in der Kaserne. Ich hatte ihn damals dort getroffen, als ich einen Platz für die Nacht gesucht habe. Ich weiß nicht ob es der Junge ist, den du gesehen hast, aber es könnte sein." Obwohl, es war ihr nicht ganz einleuchtend, was Azel an so einem Ort machte. Vielleicht war es ja doch nur eine Verwechslung. Je länger sie drüber nachdachte, desto mehr verwirrter wurde sie. Azel? Hier? Nein, das kann nicht sein ... Oder ist er mir vielleicht gefolgt? Anette stieß einen Seufzer aus und und versuchte nicht mehr so intensiv drüber nachzudenken.

  • (Jap, aber in deinem Post wird das i-wie nicht erwähnt o_o)


    Anette reagierte sehr seltsam auf seine Frage. Plötzlich klang sie so erwachsen und auch ein bisschen wütend. Hatte er etwas Falsches gesagt? Letztendlich war es doch die humanste Lösung. Würde Barrett Astor gehen lassen, dann würde er wieder zurück kommen - und die Familien der Opfer hatten doch auch etwas Gerechtigkeit verdient. Gerechtigkeit, die er ihnen verschaffen würde, egal was komme. Doch da Anette offenbar nicht mehr über das Thema reden wollte, beschloss er eine Diskussion bleiben zu lassen, sie würde doch sowieso nirgendwo hin führen.
    "Gefällt mir. Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.", sprach das Mädchen dann plötzlich. "Wo hat sie diesen abgedroschenen Spruch her?!", fragte sich Barrett amüsiert. Allerdings konnte er schlecht schätzen, wie alt sie war. Sie sah zwar jung aus, doch ihr Haar war das einer alten Frau. Kaum hatte er diesen Gedanken beendet, huschte Anette davon. Es war ihr nicht recht, dass sich Barrett hinter ihr versreckte, doch jetzt wo sie weg war, blieb er trotzdem stehen und musterte die Fremde eingehend. Iris stellte sich kurz vor. Den Namen wusste Barrett bereits, doch der Rest war ihm neu. Leider verlor das Mädchen kein Wort über ihre Augenfarbe. Vielleicht wusste sie auch nicht davon, weil sie rotgrün-blind war? Obwohl... konnten Frauen das überhaupt sein?
    Plötzlich unterhielten sich beide Mädchen über einen blauhaarigen (Azel ist doch net blauhaarig o_o) Jungen, der offenbar hier gewesen war. Barrett hatte niemanden gesehen und das war ihm auch recht so. Er mochte keine Menschen(massen) und zu dritt war es schon ziemlich voll hier.
    "Hey, du da!", sagte er dann recht laut und deutete auf Iris. "Was ist die Walinsel? Was quatscht du überhaupt da? Und was ist mit deinen Augen?!"

  • (Weil es nicht relevant ist und war ;) Dafür ist Barrett gerade wieder ein Herzensbrecher der Sonderklasse.)


    Noch immer schaute Iris ziemlich auffällig den Neuling an. "Ach, egal, wer das war, er ist auf jeden Fall auf und davon wie von einer Biene gestochen." sagte sie zu Annette, die mittlerweile Barrett offen stehen ließ. Von ihr ging auch keine Gefahr aus, sie drang kein Blut und außerdem war sie unbewaffnet. Noch immer wusste sie nicht genau, wie sie den Mann einschätzen sollte, scheinbar hatte er kaum Manieren, oder durch das Erlebte erinnerte er sich nicht mehr daran. "Aber interessant zu wissen, dass die Kaserne wieder bewohnt ist." meinte die Grauhaarige noch zu Annette und machte sich gedanklich die Notiz, in Zukunft die Kaserne nur noch in Notfällen aufzusuchen. Viel eher amüsierte sie sich über die Blicke der beiden. Annette kannte sie auch nur flüchtig, und wahrscheinlich war es selbst dem Mädchen nie aufgefallen, dass sie zwei unterschiedlich farbige Augen hatte. Dass der junge Mann sie anstarrte, war ihr eigentlich nicht wirklich unangenehm, aber auf Dauer konnte es nerven. Dann sprach er Iris direkt an.
    "Erstens ich hatte mich eigentlich vorgestellt, Iris. Zweitens die Walinsel ist eine Insel in der Luft, die aussieht wie ein Wal. Du kannst sie recht gut vom Polisee aus sehen, dort findest du auch eine von zwei Bohnenranken die hochführen. Von der Insel im Polisee kommst du übrigens direkt zu meinem Turm. Die zweite Bohnenranke befindet sich am Uhrenturm, und von dort musst du dich durch einige Monster hindurchkämpfen, wenn du meinen Turm sehen willst." Dann folgte auch noch die Frage über ihre Augen. Kichernd hielt sich Iris die Hand vor den Mund. "Meine Augen sind anders, weil ich anders bin." Noch immer kichernd sah sie den Brünetten an. "Aber vielleicht wäre es von dir höflicher, dich auch mal vorzustellen, ich beiße übrigens nicht, auch wenn man das gerne von meiner Art behauptet." Es war irgendwie interessant, dass Tori fast augenblicklich auf die Lösung gekommen war, während hier ein nicht gerade dummer junger Mann vor ihr stand, der bestimmt auch Bildung genossen hatte. Irgendwie vermisste sie das tollpatschige Mädchen gerade.

  • Als Iris von der Walinsel sprach wurde Anettes Interesse geweckt. Eine Insel im Himmel ..., eine Bohnenranke ..., ein Turm ... das klingt alles so aufregend! Es war ja bekannt, dass sie gern neue Dinge erkundet und ihr unbekannte Gebiete bereist. Da ist die Walinsel perfekt; sicher wird sie sie irgendwann besuchen, wenn es an der Zeit ist. Zunächst wird sie aber wahrscheinlich hier in der Umgebung bleiben. Anette hörte gespannt zu, was Iris noch so erzählte; sie hatte eine angenehme Art zu sprechen. Es erinnerte sie an jemanden, nur kam Anette nicht darauf an wen. Was aber momentan auch egal war.
    Als Iris anfing zu kichern musste Anette auch kichern. Ohne jeglichen Grund, ihr Lachen war einfach so ansteckend. Sicher war Iris ein sehr aufgeschlossener und fröhlicher Mensch, auch wenn sie auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich aussieht. Aber da man Menschen nicht nach dem ersten Eindruck beurteilen sollte, war das auch nicht so überraschend. Wärend sie weiter über Iris' Eigenschaften spekulierte, lauschte sie nebenbei was Barrett auf den Konter wohl sagen würde. Er hat sie ja auch nicht so höflich begrüßt, also ist der Konter ihrer Meinung nach angebracht. "Ein sehr origineller Konter, Iris. Respekt." sprach sie mit einem breiten Grinsen. Eigentlich wollte sie blonde nicht grinsen und die Sache ernst nehmen, aber es war einfach zu komisch. "Habe ich mich eigentlich schon vorgestellt? ... Weiß ich gar nicht mehr. Also mein Name ist Anette und ich komme von einem weit entfernten Ort. Zurzeit bereise ich hier die Gegend, bin also mal hier mal da. Den Jungen neben mir habe ich im Gasthof kennengelernt, es war eine sehr ungewöhnliche erste Begegnung, aber dennoch interessant. Mehr fällt mir gerade nicht ein was ich über mich erzählen könnte. Aber das ist ja auch nicht so wichtig. Jedenfalls schön dich kennenzulernen." und da redete sie wieder ... ohne Punkt und Komma. Um das Mädchen aber nicht gleich völlig zu überrumpeln, holte sie tief Luft und sagte erst einmal nix mehr.

  • "Die Kaserne...?", fragte sich Barrett gedanklich. Eventuell müsste er dem Jungen einmal einen Besuch abstatten und ihn zum Kampf herausfordern! Ob er wohl stark war?
    Während er das dunkle Mädchen weiter anstarrte gab sie ihm freiwillig die Antwort auf seine Fragen. Gut so, wenn nicht hätte er sie sich wohl mit Gewalt holen müssen! Während Anette nur lachte und das fremde Mädchen namens Iris voll quatschte machte Barrett sich so seine Gedanken. "Eine Walinsel? In der Luft?" Wollte das Mädchen ihn auf seine Naivität testen oder waren diese Fantasien und ihre Augen das Ergebnis eines harten Drogenexzesses? Je länger ihre Geschichte wurde, desto unglaublicher hörte sie sich an. "Niemals!", sagte er dann. "Das ist physikalisch gar nicht möglich, eine Insel in der Luft!" Dann flüsterte er Anette ins Ohr. "Schon mal von der gehört? Raucht die irgendwas?" Sein Blick ruhte die ganze Zeit auf Iris. Zwar sah sie nicht gefährlich aus, doch wenn er ihrem Kommentar folgte musste sie ein Vampir sein. Er hatte schon einmal davon gehört und jetzt wo er sie genauer betrachtete machte das ganze auch einen gewissen Sinn. Angst hatte er allerdings keine, selbst wenn man von Vampiren sagte, dass sie übernatürliche Fähigkeiten hatten. Barrett hatte schon so manches Biest bezwungen!

  • Die Verblüffung des jungen Mannes, der sich immer noch nicht vorgestellt hatte, ließ Iris wieder ruhiger werden. "Na, klar, ist das möglich. Vielleicht nicht physikalisch erklärbar, aber möglich ist fast alles." Sie war schon fast beleidigt, dass dieser ungesittete Braunhaarige ihr nicht glaubte. Doch gerade dieses Nicht-Glauben-Wollen von ihm brachte die Grauhaarige auf eine Idee. "Okay, ich weiß zwar immer noch nicht deinen Namen, Schwertkämpfer, aber ich will mich nicht mit dir streiten. Ich zeige dir, dass es hier eine Insel am Himmel gibt." sagte sie herausfordernd, bevor ein hinterlistiges Grinsen auf ihrem Gesicht erschien. Noch konnte sie den Brünetten nicht leiden, der meinte alles besser zu wissen. "Oder hat der Schwertkämpfer Angst vor Silberwölfen, Yetis und Mammuts?" Damit war auf jeden Fall klar, dass die Vampirin nicht den Weg über den Polisee gehen würde, um die Walinsel zu betreten. Ein bisschen Nervenkitzel konnte dem ungehobelten Jungen nichts schaden. "Kommst du auch mit, Annette?" fragte sie und schaute zu Annette.

  • "Klar komme ich mit. So eine schwebende Insel lasse ich mir nicht entgehen." sprach sie begeistert. Aufgeregt trat Anette von einem Fuß auf den anderen und wackelte hippelig mit den Händen. "Sag, gibt es da auch Monster?" fragte sie vorsorglich nach und das kleine Grinsen verschwand aus ihrem Gesicht. Anette verabscheute es zu kämpfen, Waffen trug sie auch nicht, somit wäre sie in einem eventuellen Kampf keine große Hilfe. Aber zum Glück hatte Barrett ja ein Schwert mit dem er sie beschützen könnte; so weit sollte es aber nicht kommen. Es würde nur einen hilflosen Eindruck von ihr machen und das wollte sie auf gar keinen Fall. Anette hob ihre Tasche auf, die sie zwischenzeitlich abgestellt hatte, und wartete bis es los geht. "Proviant habe ich auch noch in der Tasche, für den Fall der Fälle." sagte sie grinsend. "Also, wenn ihr fertig seid, kann es los gehen. Ich bin jedenfalls so weit." Ungeduldig wartete sie nun auf eine Reaktion der beiden; sie konnte es kaum mehr erwarten. Sicher gibt es da was gaaanz tolles zu entdecken und ich muss noch nicht mal allein dahin. Hihi, ich freu mich ja so. Ein breites Ginsen machte sich wieder in ihrem Gesicht bemerkbar.

  • Es sei nicht erklärbar aber doch möglich? Barrett traute dem seltsamen Mädchen nicht, welches sich Iris nannte. Er hatte auch keinerlei Grund dazu. Dann lud sie ihn plötzlich zu sich nach Hause ein und ein seltsames Unbehagen machte sich in Barretts Eingeweiden breit. Sie lebte also in einem Gebiet zusammen mit Monstern? Einfach so? "Schon in Ordnung, ich glaube dir", sagte er dann leise und fügte hinzu, "aber Angst vor Monstern hab ich keine! Das Blut auf meinem Mantel ist nicht mein eigenes, dreimal darfst du raten von wem das ist." Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
    Anette jedenfalls wollte mitkommen. "Überleg dir das lieber genau...!", flüsterte er ihr ins Ohr und warf erneut einen verdächtigen Blick zu Iris hinüber. Bevor diese jedoch etwas antworten konnte, rief Barrett mit lauter Stimme: "Tut mir Leid ihr zwei, aber ich werde nicht mitkommen. Vielleicht ein andermal." Dann klopfte er Anette freundschaftlich auf die Schulter und lies sie stehen, mit zügigen Schritten lief er an Iris vorbei und drehte sich am Ausgang der Sternwarte noch einmal kurz zu den beiden Mädchen um. "Es ist schon spät genug und es gibt da noch jemanden um den ich mich kümmern muss." Dann lief er noch einen weiteren Schritt, doch wieder hielt er an, drehte sich allerdings nicht herum. "Achja, Iris. Ich bin Barrett. Merk dir das." Mit einem Grinsen auf den Lippen machte er kehrt und verschwand in der Dunkelheit.
    ~Barrett verlässt die Sternwarte~

  • Natürlich merkte Iris genau, dass Barrett ihr scheinbar nicht traute. Allerdings hatte sie schon häufiger erlebt, dass ihr andere suspekt gegenüber waren. Daher nichts Neues. Um so mehr freute sie sich dann, als Anette ihr zusagte, mit zu kommen. Doch dann murmelte Barrett einige Sätze. Achselzuckend nahm die Vampirin das zu Kenntnis. "Tse, weiß ich schon lange, dass das nicht nur Menschenblut ist." sagte sie betont gelangweilt. Sie fand es ja schon höflich, dass der Typ nicht mehr nach ihren Augen fragte. "Allerdings ist ein Monsterangriff in der Stadt etwas anderes, als die Monster in den Arealen zu bekämpfen. Wobei dir mit mir wohl weniger über den Weg laufen." gab sie noch von sich.
    Allerdings verabschiedete sich Barrett dann doch ziemlich schnell. "So eine Memme, oder steckt da vielleicht ein Mädchen dahinter?" wunderte sich Iris ein wenig. Etwas gefrustet aber auch neugierig sah sie ihm nach. Da war so eine Nuance in seiner Stimme gewesen, die sie zweifeln ließ, dass er wirklich eine Memme war. Doch dann zuckte sie mit den Achseln und drehte sich zu der Blonden. "Immer noch Lust meinen Turm zu sehen? Da kann man viel besser die Sterne sehen, und ich glaube, ich müsste meine Tomaten mal gießen." fragte sie. "Wir können auch den einfachen Weg zu meinem Turm nehmen, ohne Monster, die Monster hebe ich mir für ungehobelte Kerle auf. Allerdings könnten wir auch dem Kerl hinterherspionieren, der macht ja ein Gedöns um mein Aussehen." Noch immer wunderte sich Iris wie man so übervorsichtig reagieren konnte, vor allem wenn der Gegner Kleiner war, als man selbst.


    (Wenn du willst kannst du sie von der Sternwarte wegführen...)