Zur Ranch 5: Lily, Danny, Charlene, Benjamin

  • [Benjamin] mit Charlene & Danny in seinem Zimmer


    harvest_moon_boy___ben_by_princesslettuce-d7mi6fi.pngCharlie und er... waren also in zwei verschiedenen Zimmern? Wieso?! Sicher hätten sie sich doch auch über Uneinigkeiten der Spielzeuge betreffend einigen können... Seine Spielsachen waren immerhin auch Charlies, und er war sich sicher, dass das auch umgekehrt gelten würde. Beschweren darüber konnte er sich allerdings auch nicht. Immerhin hatten seine Eltern bestimmt sehr viel Arbeit in die Gestaltung ihrer Zimmer gesteckt, und Ben hatte noch nicht einmal geholfen. Auch wenn er nicht schmollen wollte, so konnte er die Enttäuschung in seinem Gesicht doch nicht ganz verbergen. Die Vorstellung, sich jedes Mal beim Schlafengehen von seiner Schwester verabschieden und alleine ins Bett gehen zu müssen, war einfach doch etwas zu ungewohnt und beängstigend. Gut, ganz alleine war ja nicht. Roberto war zumindest immer noch an seiner Seite. Und bestimmt hatte Charlie auch nichts dagegen, wenn er mal zum Übernachten kommen würde! Stimmt, das war vielleicht alles nicht so wild... Als sein Vater nach seiner Meinung fragte, war seine Miene schon wieder etwas aufgehellt. "Ja, ich finds total toll!" Wenn es um die Einrichtung ging, passte wirklich alles. Es schaute freundlich und einladend aus, insofern konnte er sich nicht beschweren. Bevor er Daddy Danny fragen konnte, wo man denn wohl neue Bücher kaufen könnte, kam auch schon Charlie ins Zimmer gestürmt. "Chahlie!", erwiderte er fröhlich die Umarmung, bevor er zu Boden gestoßen wurde. Glücklicherweise fiel er dabei nicht auf seinen Gips, weswegen der unerwartete Sturz mit einem Lacher begrüßt wurde. Endlich traf er wieder auf seine andere Hälfte! "Hattest du Spaß bei deinen Fleundinnen?" Langsam fand er auch wieder auf seine Beine, während Charlie sein Zimmer bestaunte. Aber Moment mal... Hatte sie gerade 'unser' altes Zimmer gesagt? Dann wusste sie es noch gar nicht? Dann lag es jetzt wohl an ihm, die schlechte Nachricht zu überbringen... "Chahlie... Wia haben jetzt getlennte Zimma...", murmelte er. Er wollte ihr wirklich nicht die Freude verderben, aber besser sie erfuhr es so schnell wie möglich, damit sie die Enttäuschung hinter sich bringen konnte.

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny, Charlie & Ben | in Bens Zimmer


    Natürlich bemerkte der vierfache Vater die Spur von Traurigkeit in dem niedlichen Gesicht seines Sohnes, es war ja nicht so dass sie die Zwillinge auf ewig trennen wollten aber Lily und Danny hatten einfach schon mal an die Zukunft gedacht und auch wenn man einen Zwilling hatte oder generell Geschwister mit denen man liebend gerne sehr viel Zeit verbrachte, so war es in einem gewissen Alter einfach wichtig sein eigenes Reich zu haben. Um sich zurück zu ziehen und einfach seine Ruhe zu haben. Früher oder später würden sie das schon verstehen. „Das freut mich.“, erwiderte Danny dann auf die Aussage von Benjamin, dass ihm das Zimmer aber dennoch wirklich gut gefiel und wo gerade noch von Charlie die Rede war, flitzte diese auch schon freudestrahlend durch die Tür und rannte erstmal ihren Bruder um. Der Lockenkopf hätte gar nicht reagieren können, weil Ben ja eigentlich einen Gips trug und vorsichtig sein musste, aber zum Glück war ja nichts passiert. „Och, nun sei doch nicht so traurig.“ Danny ging in die Hocke und wuschelte seinen Kindern durch die braunen Locken. „Nur weil ihr getrennte Zimmer habt heißt das nicht, dass ihr auch getrennt schlafen müsst. Wir können ja auch erstmal die Matratzen in ein Zimmer legen. Dann habt ihr ein Schlafzimmer und ein Spielzimmer.. oder eher zwei Spielzimmer.“ Es tat ihm ja fast schon weh dass Ben diese Sache so mit nahm.

  • harvest_moon_girl___charlie_by_princesslettuce-d7mi6ft.pngAm liebsten hätte sie ihrem Bruder jedes kleinste Detail über ihr großes Abenteuer in der Villa der bösen Hexe erzählt, wie sie sich heimlich aus Ivys Haus geschlichten hatten und dann sogar eingebrochen sind! Und wie es sogar alleine nach Sternbach geschafft hatte, doch bevor sie überhaupt zum Reden ansetzen konnte, überlieferte Ben ihr die schlimmsten Neuigkeiten seit langem. "Waaaaas??" Entsetzt sah sie ihn an, ehe sich ihre Miene änderte und fast so aussah, als würde sie jeden Moment losweinen. Charlie brauchte jede Nacht zwei Dinge zum Einschlafen: ihren Löwen Leo und ihren Bruder Ben, und allein bei dem Gedanken wünschte sie sich, sie wären wieder in ihrem alten Haus in Riverport. Glücklicherweise kam Papa Daddy mit der rettenden Lösung sofort zur Stelle und tröstete die Zwillinge. Daran hatte sie ja gar nicht gedacht! "Juhu! Wir können für immer zusammen schlafen!" Das dachte sie zumindestens jetzt noch, aber sie war ja auch ein Kind. Beim Blick aus dem Fenster fiel der Braunhaarigen auf, dass sie jetzt ja auch einen Garten hatten! "Ah! Papa, Papa, können wir auch Blumen machen gehen? Bitteee!"

  • [Benjamin] mit Charlene & Danny in seinem Zimmer


    harvest_moon_boy___ben_by_princesslettuce-d7mi6fi.pngEr hatte zwar damit gerechnet, dass die Zimmersituation genauso schockierend für Charlie, wie für ihn, war. Doch ihr niedergeschlagenes Gesicht war schlimmer, als erwartet. Gerade wollte er sie in den Arm nehmen, als Danny seiner Schwester und ihm die Köpfe durchwuschelte. Erfreulicherweise unterstützte Daddy Danny sein Vorhaben, sich im Zimmer seiner Schwester, oder seins, je nachdem, einzunisten. Was für eine Erleichterung! Auch ohne Zustimmung hätte er sich vermutlich aus dem Zimmer geschlichen, aber wenn es nicht nötig war, wollte er lieber nicht nachts mit dem Gefühl etwas Unerwünschtes zu machen, herumschleichen. Als ob es nachts nicht gruselig genug wäre... "Au ja! Dann haben wia soga zwei Zimma füa uns!", erkannte er. Wenn sie beide in nur einem Zimmer schliefen und jeder ein eigenes Zimmer hatte, dann hatten sie zwei Zimmer zusammen, wenn sie zusammen schliefen, anstatt nur eins alleine. Und zwei war ja logischerweise größer, als eins, also besser! Letztendlich hatte sich das Problem also in eine Bereicherung für die Zwillinge entwickelt, der Tag war gerettet! Als Charlie dann den Garten ansprach, erinnerte er sich an das Obst und Gemüse, dass sowieso schon in Planung stand. Wenn man Nahrungsmittel im Garten anbauen konnte, dann waren Blumen bestimmt ein Klacks! "Blumen, Obst, Gemüse, das machen wia alles! Stimmts, Papa?"

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny, Charlie & Ben | im Garten


    Und so schnell was das eigentlich so traurige Thema wieder vom Tisch. Na Gott sei Dank. Auch wenn Danny jederzeit für seinen Nachwuchs und dessen Tränen da war, so war das doch wirklich kein Grund dafür. Zumindest nicht für den Papa aber dieser hatte ja glücklicherweise einen sehr tollen Einfall gehabt, den er sogar kurzerhand in die Tat umgesetzt hatte. Jetzt lagen beide Matratzen der Kinder im Zimmer des kleinen Jungen, nebeneinander, sodass sie auch eng kuschelnd einschlafen konnten. Mit ihren Kuscheltieren.. das würde so süß aussehen. Und irgendwann würde die Zeit kommen wo sie bei dem Gedanken daran eher schaudern würden. „Natürlich! Ich habe letztens im Plaza ein paar Samen und Blumen mitgenommen. Die können wir einpflanzen.“, sagte der Lockenkopf lächelnd. „Zieht euch aber bitte alte Klamotten an ja? Sonst bekommen wir große Probleme mit eurer Mama!“ Und wer durfte das dann ausbaden? Danny machte sich schon mal auf den Weg in den Garten. In der kleinen Hütte dort holte er Schaufelchen, eine Gießkanne und alles was man sonst noch so brauchte. Natürlich auch die Gemüsesamen und die Topfpflanzen für das Beet, die man passend zum Frühling einpflanzen konnte (so viel harvest moon hier).


  • harvest_moon_girl___charlie_by_princesslettuce-d7mi6ft.pngCharlie, Ben und Danny im Garten


    "Jaaaa!!!" Der Lautstärkepegel stieg für einen Moment an, was Kindern irgendwie nie auffiel, und um ihre Freude zum Ausdruck zu bringen, hüpfte das Mädchen kurz durch den Raum, wobei ihre Locken auf- und absprangen. Zuversichtlich nickte sie, ehe ihr Vater den Raum verließ und sich schonmal in den Garten begab, was sie übrigens gut durch das Zimmer von hier oben beobachten konnten. Hm, jetzt mussten sie nur noch alte Klamotten finden und die Frage war, was war überhaupt alt für die Zwillinge? Gemeinsam veranstalteten sie ein Chaos, indem sie die Kleidung aus ihren Kisten räumten und dabei auf dem ganzen Boden verteilten. Glücklicherweise wurden sie gut erzogen und räumten sogar alles brav auf, nachdem sie sich beide für ein Outfit entschieden hatten - in dem Alter konnte man sich nämlich noch alles teilen -, auch wenn ihre Faltkünste nicht gerade die besten waren. Charlie hatte sich für einen alten Jeans-Overall entschieden, der ohnehin schon ein paar Löcher hatte, was also in Ordnung gehen dürfte! Zusammen flitzte das unzertrennliche Duo nach draußen zu Daddy und bei dem Anblick der ganzen Werkzeuge staunte sie nicht schlecht. Das erinnerte sie sogar an ein cooles Nintendo Spiel, was sie letztens noch in der Werbung gesehen hatte! "Ich will Blumen gießeeeen!", kündigte das Mädchen an, obwohl sie ja noch nicht einmal die Samen eingepflanzt hatten...

  • [Benjamin] mit Charlene & Danny im Garten


    harvest_moon_boy___ben_by_princesslettuce-d7mi6fi.pngDie Kleidung mit nur einem Arm zu wechseln, war doch etwas problematischer, als gedacht, aber nach ein paar Handgriffen, die sich für den Heranwachsenden eher wie akrobatische Kunststücke anfühlten, hatte nun auch Ben seine Spielkleidung an. Mit einem grauen Sweater und einer schwarzen Leggins, die schon ein paar Löcher hatten, folgte er Charlie raus in den Garten. Für eine Weile hatte er sich Sorgen gemacht ob er überhaupt aus diesem großen Haus in den Garten finden würde, aber glücklicherweise hatte seine Schwester wie immer die Nase vorn und übernahm die Führung und er konnte ihr folgen, ohne die Orientierung zu verlieren. Im Garten angekommen, nahm er erst mal alle möglichen Eindrücke in sich auf. Noch war nicht viel spektakuläres im Garten. Viel grün und... viel Fläche. Doch das reichte, um den kleinen Jungen zum Staunen zu bringen. Immerhin hatten sie vorher noch nicht einmal einen Garten gehabt! Alles, was jetzt noch dazu kam, war spannend und neu! "Das alles ist füa uns?!" So viel Platz zum Herumrennen und Spielen! Und wenn dann noch bunte Blümchen und leckeres Essen angepflanzt wurden, würde das alles hier bestimmt noch viel faszinierender werden. Wie genau er das bewerkstelligen sollte, wusste er allerdings nicht genau... Aufgrund mangelnden Wissens, hielt er sich einfach an die Werkzeuge, die er schon kannte und nahm erst einmal die kleine Schaufel in die Hand und schaute dann zu seinem Papa hinauf. Was waren die Anweisungen, Daddy Danny?

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny, Charlie & Ben | im Garten


    „Immer mit der Ruhe, Charlie, erstmal müssen wir Blümchen anpflanzen. Dann kannst du sie gießen. Ich habe aber auch kleine Erdbeerpflanzen gekauft. In ein paar Wochen oder Monaten könnt ihr euch dann leckere Erdbeeren pflücken.“, erzählte Papa Danny und schaufelte dabei nebeneinander nicht ganz so tiefe Löcher in die Erde des Hochbeetes. Die waren ihm sehr wichtig. „Alsoo..“ Er reichte jeweils Ben und dann Charlie eine kleine Erdbeerpflanze. „Erstmal müsst ihr diese in die Löcher setzen und dann gießen. Aber nicht zu viel.“, erklärte der Hobbygärtner, überließ den Zwillingen diese Aufgabe und ging ein paar Schritte ans nächste Hochbeet. Dort wollte er Kräuter anpflanzen. Während seine Jüngsten mit den Erdbeeren beschäftigt waren, kümmerte Danny sich also um die verschiedenen Küchenkräuter. Schnittlauch, Petersilie, Dill.. alles was man so brauchen konnte. Und dann, hinter diesem Hochbeet, war am bestellten Boden viel Platz für bunte Blumen. Veilchen, Sonnenblumen und natürlich Rosen. Die man pflücken und der lieben Mama schenken konnte. „Und? Kommt ihr klar?“ (ok sorry ab hier das wurde irgendwo doch so lang)

    In diesem Augenblick hörte der große Lockenkopf das Telefon im Inneren des Hauses klingeln. Danny entschuldigte sich bei seinen Kindern ehe er über die Terrasse ins Haus eilte und in letzter Sekunde den Hörer ab nahm. „...was? Morgen?! Das..“, antwortete der vierfache Vater nach einigen Minuten, in denen der Anrufer quasselte und quasselte. Er erklärte dem Kerl jede Menge Dinge, legte schließlich auf und Danny tat es ihm gleich. Seufzend drehte er sich herum, lehnte sich an die Wand und legte seine Hand auf seine Stirn. Man hatte ihm in diesem Moment ein wunderbares Angebot gemacht. Eine Möglichkeit gegeben, die sich selten einfach so ergab. Der Hobbygärtner ging zurück auf die Terrasse seines neuen Hauses und beobachtete von dort aus seine Kinder, die vergnügt die Erdbeeren einpflanzten. Sein Chef wollte Danny auf ein Schiff schicken, ein ziemlich teures und nobles Schiff. Dort sollte er als Sternekoch arbeiten. Es würde jede Menge Geld geben, das konnten sie gebrauchen und wenn er etwas davon auf die Seite legte, würden seine Kinder später sicherlich gut etwas damit anfangen können aber.. das alles hatte einen Haken. Der Junggebliebene tippte eilig eine Nachricht auf seinem Handy, steckte es wieder weg und näherte sich den Zwillingen wieder. „Charlie, Ben, ich..“, begann er langsam, ging in die Hocke und seufzte ehe er mit einem Lächeln auf den Lippen fort fuhr. „Papa wird einige Zeit weg sein.“ Denn so ein Kreuzfahrtschiff legte nicht abends wieder am alten Hafen an damit Papa Danny von Bord gehen konnte. Nein, er würde Monate fort sein und wenn er sich gut anstellte, vielleicht sogar Jahre. Das heißt er würde seine Kinder alleine lassen, schon wieder. Nach dem was er Sakura und Yumi angetan hatte, hatte er sich eigentlich geschworen seinen Nachwuchs nie wieder alleine zu lassen. Immer für sie da zu sein aber das war er ja trotzdem, oder nicht? Er war halt nur.. ein bisschen weiter weg aber im Herzen immer ganz nah. Vielleicht sprach da auch ein bisschen die Midlife-Crisis aus ihm aber als ihm vor ein paar Minuten das Angebot gemacht wurde, hatte sein Herz kurz einen Sprung gemacht. Aus purer Neugier und Aufregung. Das würde sicherlich spannend werden und war Danny nicht noch in einem Alter in dem man so etwas mitmachen sollte? Noch so einige Dinge erleben? Aber was sagte wohl Lily zu dieser Sache? Die großen Augen seiner Kinder starrten ihn an und nach den kurzen Denksekunden erklärte er den Zwillingen was los war. Würden sie das verstehen? Würden sie ihren Papa gehen lassen? „Ich schicke euch jede Woche eine Postkarte, die könnt ihr dann sammeln.“ Damit beendete er seine Erzählung und guckte erwartungsvoll, traurig, glücklich und auch ein wenig ängstlich in die Gesichter seiner jüngsten Kinder. Bei diesem zuckersüßen Anblick fiel ihm seine Entscheidung noch schwerer..

  • [Lily] kommt von der Innenstadt


    Lily hatte natürlich nicht einfach ihren Bummel mit Kate fortsetzen können (so sehr sie das auch gewollt hatte), aber nachdem ihr Freund ihr so eine Nachricht hinterlassen hatte - was absolut untypisch für ihn war - war sie natürlich sofort nach Hause aufgebrochen. So ganz daran gewöhnt von der Stadt immer so lange hierher zu fahren, war sie noch nicht. "Schatz?", rief sie mit sanfter Stimme durch das Haus, ehe sie ihre Familie mit traurigen Gesichtern draußen im Garten fand. "Was... ist passiert?", meinte sie stockend, legte ihre Handtasche beiseite und trat auf ihre Lieben zu. "Ist etwas mit deiner Mutter? Geht es ihr wieder schlechter?", fragte sie schließlich nach, nachdem ihr noch niemand eine Antwort gegeben hatte. Das war das erste was ihr einfiel, da seine Mutter in letzter Zeit immer wieder Probleme mit ihrer Gesundheit hatte. Nicht das es nun... zu spät war. Das würde die traurigen Mienen jedenfalls erklären.

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • Charlie und der Rest der Familie im Garten

    harvest_moon_girl___charlie_by_princesslettuce-d7mi6ft.png

    Ihr Bruder war anscheinend genau so aufgeregt und voller Vorfreude wie sie, das war gut! Und ihr Papa hatte sogar Erdbeerpflanzen mitgebracht, besser konnte der heutige Tag ja nicht werden. Charlie aß ihr Gemüse und Obst besonders gern, da es ihre Eltern immer glücklich machte und sie dadurch auch bestimmt groß und stark werden würde. Nachdem Danny ihnen dann die Löcher geschaufelt hatte, befolgten die Zwillinge seine Anweisungen und versuchten so sorgfältig wie möglich die Erdbeeren einzupflanzen. Beim Gießen wurden zwar auch einige Pflanzen ertränkt, aber besser zu viel als zu wenig, oder? Bei all dem Spaß hatte die Braunhaarige gar nicht mitbekommen, dass ihr Papa ins Haus gestürmt war und bemerkte sein Fehlen erst, als er wieder zu ihnen zurückkehrte um mit seinen Kindern ein ernstes Gespräch zu führen. "Aber du kommst bestimmt bald wieder!" Sie hasste es zwar immer, wenn ihr Dad auch nur einen Tag lang weg war, dafür war das Wiedersehen dann umso schöner! Doch auf ihre Antwort hin konnte er nur den Kopf schütteln und erklärte den Geschwistern, dass er für eine lange Zeit weg sein würde. Sofort flossen die Tränen bei Charlene und sie brach in lautes Schluchzen aus, brabbelte dabei noch ein paar unverständliche Worte. Genau in diesem Moment kam auch die Mama in den Garten und erkundigte sich besorgt nach der aktuellen Situation. "Papa... soll nicht weg!!" Sie wusste nicht, ob sie mehr beleidigt oder traurig sein sollte, sie konnte sich nicht einmal vorstellen, wie lange denn 'einige Zeit' dauern würde. Und selbst als großer Postkartenfan heiterte es sie nicht auf, dass sie jede Woche eine von ihm kriegen würde.

  • [Benjamin] und der Rest des Hauses im Garten


    harvest_moon_boy___ben_by_princesslettuce-d7mi6fi.pngDer junge Lockenkopf konnte gar nicht wirklich realisieren, was für Worte sein Papa da aussprach. Er wollte... weggehen? Und Postkarten senden, also... ohne Charlie und ihn? Traurig ließ der Junge sein Schäufelchen fallen und setzte sich auf seinen Popo. Nachdem er seine Familie wochenlang vermissen musste und jetzt endlich zurückgekommen war, sollte er sich schon wieder von seinem Papa verabschieden? Und nicht nur für Wochen, sondern für Monate? Jahre? Die ersten Tränen kullerten Ben übers Gesicht, dann flossen sie in Strömen, gefolgt von einem Herz zerreißenden Grölen. Ihm fehlten die Worte. Zu groß und plötzlich waren die Veränderungen, die da auf einmal auf ihn zukommen sollten, aber eines war ihm klar - er wollte noch mehr Zeit mit seinem Papa verbringen! Mittlerweile war das Gejaule, das ein bisschen wie ein besoffener Schreihals klang, zu einem nur wenig leiseren Schluchzen übergegangen und er zwang sich wieder auf die Beine, um seinem Daddy eine verzweifelte Umarmung zu schenken. "Papa, nein!", rief er nur, und drückte seinen Wuschelkopf an Danny's Brust. Das... passierte doch gerade nicht wirklich, oder?

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny, Lily, Charlie & Ben | im Garten


    Lily war schon hier? Vielleicht hätte er in der Vergangenheit öfter solche Worte an sie senden sollen, dann hätte sie ihre ausgiebigen Shoppingtouren mal etwas eher unterbrochen.. „Nein, es.. geht ihr den Umständen entsprechend, ich habe gestern mit ihr gesprochen aber das ist nicht das Thema, ich..“ Danny wurde in seiner Erzählung unterbrochen als seine Zwillinge lauthals schreiend in Tränen ausbrachen und das machte es dem Lockenkopf wirklich, wirklich schwer. War seine Entscheidung falsch? Sicher war seine Entscheidung für Helikoptereltern böse und ein Werk des Teufels oder nein eigentlich war er der Familienteufel selbst aber man sollte seine Wünsche und Träume doch nicht aufgeben nur weil man Kinder hatte.. oder? Danny seufzte leise, nahm die Lockenköpfchen in seine Arme und hielt einen Moment inne. Als ihre Schluchzen leiser wurde, wand der baldige Sternekoch sich an seine hübsche Freundin, die dem Geschehen ja fast schon geschockt folgte. „Mein Chef hat mich angerufen und mir eine Stelle auf einem Kreuzfahrtschiff angeboten.“ Eigentlich sollte ja sein liebster Arbeitskollege die Chance bekommen, dieser war aber leider erkrankt und konnte daher nicht. Sein Vorschlag war sofort Danny gewesen und wenn der Kerl ehrlich zu sich selbst war, war er damals schon ein bisschen neidisch gewesen als sein Kumpel dieses Angebot bekommen hatte. „Ich wäre dann aber eine Zeit lang weg und.. das wollte ich mit euch besprechen.“, erklärte er Lily und erwartete schon dass die Blonde dem niemals zu stimmen würde, es niemals gut heißen würde, dass er seine Kinder zurück ließ. Aber vielleicht verstand sie sein kleines geheimes Fernweh ja? „Ich bin doch trotzdem immer bei euch. Ihr könnt mich anrufen, wir können über das Internet telefonieren und da könnt ihr mich auch sehen! Ich will euch nicht hier lassen und euch auch gar nicht verlassen aber.. Charlie, Ben, es ist ein kleiner Wunsch eures Papas, versteht ihr das?“ Und auch wenn dem vierfachen Vater die Tränen in den braunen Augen standen, lächelte er. In der Hoffnung seine Familie würde hinter ihm stehen.

  • [Lily] bei ihrer Familie | im Garten


    Noch bevor Lily ganz angekommen war, ja, noch bevor sie überhaupt ein Wort von ihrem Freund zu hören bekam, erklang das Schluchzen und Weinen ihrer Kinder in ihren Ohren. Schockiert und wie in Starre verfallen betrachtete die vierfache Mutter das Szenario, ehe Danny langsam mit einer Erklärung herauskam. "Nein.", flüsterte sie tonlos. Ihr Körper fühlte sich ganz taub an. Danny wollte sie verlassen? Nicht nur sie - seine ganze Familie? Für einen Job? Einen Job den er hier doch genauso gut erledigen konnte! Eine leise Stimme in ihr flüsterte das das nicht ganz stimmte. Als Sternekoch auf einem Luxusschiff - das konnte sich sehen lassen. Und ein wenig klopfte das Fernweh schon in ihr, noch einmal etwas anderes zu sehen als dieses Dorf, in das sie nicht hatte ziehen wollen. Danny hatte sie dazu überredet - um ihrer Kinder Willen! Und jetzt wollte er einfach weg? Einfach so? "Das kannst du nicht machen.", sagte sie, als langsam wieder das Gefühl in sie zurückkam. Und damit von allen Dingen auch die Wut. "Du kannst uns nicht einfach hier zurück lassen. Nicht so lange die Zwillinge noch so klein sind! Über einen Bildschirm - das ist doch nicht dasselbe! Sie brauchen einen Vater! Sie brauchen dich!" Ich brauche dich, fügte sie in Gedanken hinzu. Die Tränen standen ihr bereits in den Augen, aber Lily biss sich auf die Unterlippe, damit keine über ihre Wangen kullerte. Ihre Kinder sollten sie nicht weinen sehen. Ihre Kinder waren auch der Grund warum Lily gerade noch die Fassung wahrte und nicht anfing loszuzetern und einen ihrer Schuhe nach ihrem Freund zu schmeißen.

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • Charlie in ihrem Zimmer



    harvest_moon_girl___charlie_by_princesslettuce-d7mi6ft.pngAuch ihr Bruder reagierte auf die schlechte Nachricht mit lautem Weinen und wüsste man es nicht besser, so klangen die Zwillinge wahrscheinlich gerade wie ein Wolfsrudel das jaulend trauerte. War ja auch irgendwie so... Und glücklicherweise war den Worten nach ihre Mutter auch auf ihrer Seite! Und Mütter hatten doch immer recht, oder? "Nein!!" Charlie versuchte ihre Stimme wütend klingen zu lassen, was ein wenig schwierig für ein Kind war, aber sie verstand eben nicht, dass es sein Wunsch war die Familie zu verlassen. Immer noch schluchzend sah sie kurz zu Ben rüber, welcher sich mittlerweile auch wenig beruhigt hatte, zumindest im Vergleich zu vorher, ehe sie traurig und wütend zugleich in das Haus stürmte. Von den ganzen Erwachsenengesprächen wollte sie gerade nichts mitbekommen, vorallem nicht, wenn ihr geliebter Papa bald nicht mehr da sein würde. Aber vielleicht konnte Lily ihn ja doch noch überreden, genau an dieses letzte Stück der Hoffnung klammerte sich der Lockenkopf, während sie auf ihrem Bett lag und das Gesicht im Kissen vergraben hatte.

  • [Ben] im Garten ~> bei Charlie in ihrem Zimmer


    harvest_moon_boy___ben_by_princesslettuce-d7mi6fi.pngBen verstand die Welt nicht mehr. Über einen Bildschirm reden - was? Wie sollte das denn funktionieren? Und selbst, wenn es funktionierte, dann war er ja immer noch auf der anderen Seite des Bildschirms, und nicht bei ihnen! Dann könnte er ihn nicht mehr umarmen, und mit ihnen spielen, und die Pflanzen würde er auch nicht mit ihnen wachsen lassen können... Er würde weg sein. Und Briefe und Bildschirme würden daran doch nichts ändern! Als seine Mutter ebenfalls die Stimme erhob und nahe den Tränen war, kullerten ihm ebenfalls die Tränen wieder über die Wangen, diesmal aber leiser. Er hängte sich wortwörtlich an den Rockzipfel seiner Mutter und umarmte ihr Bein. Warum wollte sein Papa überhaupt gehen, wenn jeder hier deswegen traurig sein würde? Mama, Charlie und er... War es nicht wichtig, was sie wollten? Waren sie nicht mindestens genauso wichtig wie ein kleiner Wunsch? All diese Fragen hätte er gerne ausgesprochen, aber konnte es nicht. Sein nicht aufhören wollendes Schluchzen blockierte jedes Wort, das er hätte formen wollen. Gerade als er wieder den Augenkontakt mit Charlie gefunden hatte, rannte diese weinend ins Haus. Dabei brauchte er sie doch gerade in einem solch emotionalen Moment so dringend! Die Situation machte ihm Angst, überforderte ihn, und obwohl er sich schlecht fühlte, seine traurige Mama alleine zu lassen, lief er ohne ein Wort zu sagen, Charlie hinterher. Immerhin war sie ja auch traurig, und anders als Mama, allein. Nachdem er sie in ihrem Zimmer vorfand, krabbelte er immer noch schluchzend zu ihr ins Bett und legte ihr den Arm auf den Rücken. Aufgrund seines Gipses konnte er sich dazu zwar nicht ganz auf den Bauch legen, aber irgendwie schaffte er es, sich in eine relativ angenehme Seitenlage zu positionieren und begann, ihren Rücken zu tätscheln, während er seinen Kopf auf den immer noch zwischen seinem Gipsarm eingeklemmten Roberto legte. "Ich will auch nicht, dass Papa geht...", murmelte er gebrochen zu ihr. Wenn es jemanden gab, der ihm in diesem Moment das Gefühl geben konnte, verstanden zu werden, dann war es sicherlich seine Schwester.

  • Charlie in ihrem Zimmer



    harvest_moon_girl___charlie_by_princesslettuce-d7mi6ft.pngDie sanften Fußschritte, die soeben ihr Zimmer betraten, würde Charlie überall wiedererkennen. Vorsichtig hob sie ihren Kopf, der aus mehr Haaren als Gesicht bestand, an und legte sich auf die Seite, damit ihr Bruder Platz neben ihr finden konnte. Sie war wirklich froh, dass er ihr direkt gefolgt war, aber das wusste er bestimmt auch. Gut, dass sich Zwillinge eben ohne Worte verständigen konnten. Sein leichtes Tätscheln hätte das Mädchen normalerweise direkt aufgeheitert, doch jetzt fühlte sich das einfach unmöglich an. Es war ihr erster Tag in diesem Haus und gleich auch der schlimmste Tag in ihrem jungen Leben. Sollte so ein Umzug nicht etwas schönes sein? Wenn er seine Familie so unbedingt verlassen wollte, wieso waren sie überhaupt hier hergezogen?! Charlene konnte es einfach nicht verstehen, aber das mochte vielleicht auch nur daran liegen, dass Träume und Ziele für sie noch keine großartige Bedeutung im Leben trugen. "Glaubst du... wenn er geht, dass Mama einen neuen Mann findet?" Der Gedanke war wirklich schrecklich und ekelte sie an, aber es war nichts, was sie nicht ausschließen konnte. Andererseits war sie so wütend auf Danny, dass sie ihn im Moment gar nicht erst sehen wollte.

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny & Lily | im Garten


    "Aber ich...." Seine Stimme verstummte, sein Satz wurde unterbrochen. Charlie rannte weinend ins Haus und sein Sohn folgte ihr auch gleich. Was hatte er nur getan? Was hatte er seinen Kindern nur angetan? Nun ja, im Grunde genommen ja noch nichts.. aber bald. Bestimmt würden sie auch darüber hin weg kommen, darüber hin weg sehen und wenn der Koch dann in ein paar Monaten wieder da war, wird alles wieder gut sein und die Kinder begrüßte ihn freudig und warteten gespannt und mit großen strahlenden Augen auf interessante Geschichten von hoher See. Bestimmt wird es so sein... "Lily, bitte, wieso möchte mich denn keiner verstehen?" Danny strich sich mit der flachen Hand übers Gesicht, hielt seine salzigen Tränen zurück, die sich in seinen Augen sammelten, und blickte in die hübschen Augen seiner Freundin, die er schon bald nicht mehr jeden Tag bewundern konnte. "Ich bin doch nicht für immer fort, es sind nur einige Monate. Dann bin ich wieder da und alles ist beim Alten. Nur bin ich um eine Erfahrung reicher und.. ich freue mich darauf, wirklich, ich.. ich weiß ich sollte das nicht tun, ich möchte unsere Kinder eigentlich nicht wieder alleine lassen aber hast du nicht manchmal dieses.. Fernweh?" Danny hoffte ja inständig dass alle Blumentöpfe weit genug wegstanden und sie nicht zufällig ein Messer bei sich trug... "Ich habe das schon entschieden, schon kurz nach diesem Anruf, ich möchte dort hin. Es ist so eine großartige Chance für mich!"

  • [Lily] & Danny | im Garten


    Es zerbrach Lily das Herz, als sie ihre Kinder weinen sah, ehe beide ins Haus stürmten. Am liebsten wollte sie direkt hinterher, die Zwillinge in den Arm nehmen und trösten und ihnen gut zureden. Aber zuerst - zuerst musste sie mit ihrem Freund hier fertig werden. "Das ist so egoistisch!", warf sie Danny an den Kopf. Ganz fair war das vielleicht nicht, denn womöglich war auch sie es die egoistisch war, weil sie sich quer stellte - aber wen kümmerte das schon? Sie war wütend und traurig und verletzt - nach all den Schwierigkeiten die sie zusammen überwunden hatten, wollte er einfach... gehen? Ohne sie? "Ich verstehe dich ja...", versuchte sie es ein wenig einvernehmlicher, wobei ihre Stimme zitterte, "Aber.. ich schaffe das nicht ohne dich! Und Charlie und Ben sind noch so klein... ihnen wird diese Zeit wie eine Ewigkeit vorkommen." Mittlerweile konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Diese plötzliche Wendung in ihrem Leben hatte sie nicht erwartet. Es war doch alles gut gewesen! "Ich kann dein Fernweh nicht verstehen. Ist dir der Job wirklich so viel wichtiger als wir? Alles was ich mir je noch gewünscht habe ist an deiner Seite alt zu werden." Lily versuchte den Kloß in ihrem Hals wegzuschlucken. Das war ungewohnt ehrlich von der eigensinnigen Frau, aber es war die Wahrheit. Wenn es ums älter werden ging - ein Thema das sie ja gekonnt verwirrt - dann hatte sie sich immer an Danny's Seite gesehen. Sie hatte gehofft das er ihr irgendwann nochmal einen Antrag machen würde und nicht das er plötzlich einfach fortging! "Bist du dir denn sicher, dass es bei den paar Monaten bleibt?!", hakte sie nach, ein Hoffnungsschimmer an den sie sich klammern wollte. Erschöpft ließ sie sich in einen Gartenstuhl sinken. "Du hast tatsächlich schon angenommen... ohne vorher mit uns zu reden. Mit mir. Deine Entscheidung steht schon fest, es ist vollkommen egal was ich sage!" Sie sah ihren Freund dabei nicht an. Diese Erkenntnis traf sie zutiefst. Sie liebte diesen Mann, vertraute ihm. Doch ganz offensichtlich hatte sie zu viel von ihm erwartet.

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«

  • danny_by_princesslettuce_by_nijurah-d8jotbt.pngDanny & Lily | im Garten


    "Natürlich schaffst du das, Lily, du bist eine wundervolle Mutter und außerdem sind Charlie und Ben lange keine kleinen Babys mehr.. erst letztens waren alleine fort und.." Dabei dachte er natürlich an den Vorfall mit Benjamin, der vom Pferd gefallen und sich seinen Arm gebrochen hatte, aber das war doch nur eine Ausnahme gewesen. Er vertraute seinen Kindern, sie waren schon groß, sie konnten gut auf sich aufpassen.. und Lily brauchte ihn dafür nicht. Der Zwillingsvater wand seinen Blick nicht von der blonden Schönheit, er ging vor ihr in die Hocke und legte seine Hände auf ihre Oberschenkel. "Was redest du denn da? Natürlich ist mir mein Job nicht wichtiger, niemals, aber ich.. ihr tut ja so als wäre das eine Reise auf ewig, für immer. Das stimmt doch so gar nicht. Siehst du nicht was für eine großartige Chance das für mich ist?" Nein, wahrscheinlich merkte Lily das nicht. Alles was seine Freundin sah war wahrscheinlich der böse alte Mann, der noch einmal jung sein wollte. "Das habe ich.. in der Hoffnung dass ihr mich vielleicht verstehen würdet. Dass vorallem du mich verstehen würdest." Aber anscheinend war das alles hoffnungslos. Er hatte das Gefühl dass sich hier alles im Kreis drehte, er war schuld, er war der Böse, er war der schlimme Papa, niemand merkte wie wichtig ihm das war.. "Ich muss packen."

  • [Lily] & Danny


    Als Danny begann ihr ruhig zuzureden, konnte Lily nicht anders als zu Schluchzen. Es war einfach alles so viel auf einmal! "Es ist nur... es kommt so plötzlich.", bekam sie zwischen ihren Tränen heraus. Sie versuchte ja ihren Freund zu verstehen - aber konnte er nicht nachvollziehen wie schnell und plötzlich das für seine Familie war? Das sie seine Freude über dieses ach-so-tolle Angebot daher nicht teilen konnten? "Ich liebe dich und ich will nicht das du gehst.", gab sie zu Wort und sah aus großen, verheulten Augen zu Danny auf. Sie sah ja, das es ihm auch nicht leichtfiel, dennoch konnte sie es ihm gerade nicht recht verzeihen. "Ich wünschte nur das alles hätte etwas... mehr Zeit gehabt. Dann hätte ich mit gehen können.", sagte sie. Wenn die Kinder groß wurden, brauchten sie ihre Eltern irgendwann ja nicht mehr - und Danny hatte sie schon überzeugt ans Ende der Welt zu ziehen. Wie weit war da ein Kreuzfahrtschiff schon entfernt? Wurde sie eigentlich seekrank? Aber noch konnte die Gluckenmutter ihre Kleinen nicht loslassen - nicht solange sie noch ihren Schutz bedarften! "Wann... musst du fort?", fragte sie die Frage, dessen Antwort sie nicht hören wollte, mit erstickter Stimme.

    »Auf diejenigen, die zu den Sternen schauen und sich etwas wünschen.«

    »Auf die Sterne, die zuhören - und auf die Träume, die wahr werden.«