Jägerweg 4: Haus von Hina

  • 3163-hinarpg-png Hina & Alessa | in ihrem Zimmer


    Eigentlich hätten sie sich so etwas ja denken können. Bis auf dieses kleine.. große Highlight im Weinkeller, in dem sie doch so ihren Spaß gehabt hatte, war diese Klassenfahrt der absolute Reinfall gewesen. Aber hatten sie etwas anderes erwartet? Auch nicht, daher konnte sowieso nicht von einer Enttäuschung die Rede sein und Hina war eher froh, als ihr Lehrer wegen diesem Mord ausflippte und sofort das Land verlassen wollte. Das Mädchen zeigte sich aber unbeeindruckt von dieser Tat, man konnte dem doch sowieso keinen Glauben schenken, wahrscheinlich war einfach irgendwem langweilig gewesen und hatte deshalb Gerüchte in die Welt gesetzt. Ganz sicher. Auch wenn die Schülerin sich bei der Ankunft zunächst wenig begeistert zeigte, als ihr überängstlicher Papa heran gestürmt kam, war sie doch froh ihn wieder zu sehen. Diese Momente waren oft viel zu selten und auch wenn sie ihre beste Freundin manchmal um das leere Haus beneidete, wusste sie doch dass es im Grunde schlimmer war, seine eigene Familie so gut wie gar nicht zu Gesicht zu bekommen. Deshalb hielt sie die ganze Fahrt über die Hand ihrer Besten und lehnte sich eng an sie. Sie hatten einander und das war doch sowieso am wichtigsten. Hina drückte ihrem Papa ein Küsschen auf die Wange als dieser ihr Gepäck ins Haus trug und die beiden verschwanden auch sofort in das Zimmer im obersten Stockwerk. Kaum war die Tür ins Schloss gefallen, drehte sie sich herum und blickte mit großen und erwartungsvollen Augen in Alessas Richtung. Sie wusste was kam. „Erzähl mir alles.“, forderte die Blonde und warf sich auf ihr Bett, versank in den frisch gewaschenen Bettlaken und atmete einmal tief durch. Dieses Leben war um einiges besser als das im Kloster, in dem man Angst haben musste, dass einen morgens nicht eine Kakerlake oder sowas begrüßte. Oder noch schlimmer ein alter Pfarrer. Ugh. Das Mädchen drehte sich zur Seite und bekam sofort das Handy ihrer Besten vor die Nase gehalten, auf denen sie sämtliche Nachrichten des geheimnisvollen Studenten zu lesen bekam. „Da scheint es jemand ja sehr eilig zu haben.. ist das jetzt gut oder hat er es wirklich so nötig?“ Hina hob eine Augenbrauen, schien im Moment nicht ganz so überzeugt von dem Schönling zu sein und doch freute sie sich natürlich. Wenn Alessa glücklich war, war sie es auch und oh ja – dieses hübsche Ding vor ihr sah mehr als glücklich aus. Vielleicht sogar ein bisschen verliebt. „Meine Güte, Süße.. seit wann so verlegen?!“ Sie tippte ihrer Besten an die Stirn und grinste breit, biss sich dann auf die Unterlippe und legte sich mit gestreckten Armen auf den Rücken. „Hey, was heißt hier nur Sex? Wenn der Sex gut ist, ist das schon die halbe Miete.. besser so als anders herum oder?“ Sie blinzelte zur Seite und dachte dabei kurz an ihren One-Night-Stand vom Weinkeller, hoffte dass sie dem Typen in der Schule noch einmal über den Weg laufen würde. Ansonsten musste sie wohl doch Alma ausquetschen. Ein Niesen ihrerseits störte die heißen Gedanken in ihrem Kopf, die sich gerade um die Minuten im Keller gedreht hatten. „Oh Gott, was hab ich mir da eingefangen..“ Von ihrem Nachtkästchen zupfte sie ein Taschentuch aus der verzierten Box und putzte sich die Nase, hopste anschließend vom Bett und zog sich Schicht für Schicht ihre Klamotten aus. „Was machst du dann noch hier?!“ Hina ging hinüber zur Tür die in ihr eigenes kleines Badezimmer führte, öffnete diese und ließ dort schon einmal warmes Wasser für ein Bad ein. Während sie in einem kleinen Kästchen nach dem passenden Badeduft suchte, musste sie noch einige Male Husten und verfluchte dieses dämliche Kloster und die ekelhafte Luft, das Essen dort und eigentlich alles, was sich an diesem Ort befand. „Wirklich, so hast du ja noch nie nach einem Typen gegeiert.“, rief sie ihrer besten Freundin zu und schüttete etwas Badesalz ins warme Wasser. Hina konnte es kaum mehr erwarten den Dreck von ihrem Körper abzuwaschen..

  • [Hinas Zimmer] Hina & Alessa



    Alessa war ihrer Freundin unheimlich dankbar, dass sie auf der Heimfahrt ihre Hand hielt und für sie da war. Auch wenn sie es vielleicht nicht zeigte war ihr Herz für einen Moment von einer Traurigkeit erfasst worden, die nur durch die Nähe eines geliebten Menschen wieder verschwinden wollte. Sie hatte Hina und ihren Papa gesehen, an die Zeit gedacht als ihr Papa auch öfters zu Hause war. Lang ist es nun her aber irgendwie hatte sie es genossen seine kleine Prinzessin - Mittelpunkt seiner Aufmerksamkeit zu sein. Heute sah sie ihn nur noch ab und an oder wenn sie mal videotelefonierten aber irgendwie war es nicht das selbe - nicht wie früher. Alessa drückte die Hand ihrer Freundin, während diese sich an sie lehnte, ihr wortlos beistand. Früher hatte Alessa ihre Brüder nie verstanden - warum sie mit ihrem Papa nicht klar gekommen waren, ständig stritten - sie hatten sich emotional voneinander entfernt. Das Blondchen presste ihre Lippen aufeinander und lies den Blick ihrer roten Augen aus dem Fenster gleiten, lauschte der zweifelhaften Musik, die Hinas Papa ausgesucht hatte nur nebenbei.

    Sie hörte den Tadel, das Misstrauen in der Stimme ihrer besten Freundin. Wahrscheinlich hatte sie einfach einen klareren Blick auf die Angelegenheit. Sie selbst war immerhin ein kleines bisschen verblendet. Aber nur ein klitzekleines bisschen. Ungewollt brachten Hinas Worte sie aber doch zum Zweifeln auch wenn sie diese schnell wieder ausradierte und hinter einem selbstbewussten Grinsen begrub nachdem Hina sie mit einem Tippen gegen ihre Stirn wach rüttelte. Die geschminkten Lippen des Blondchens kräuselten sich. "Kannst du es ihm verdenken, dass er mich gleich wiedersehen will?" Eine theatralische Geste folgte und sie warf ihr blondes Haar über die Schulter. Ein Lachen drang aus der Kehle des Mädchens. Da war sie wieder. Selbstbewusst wie eh und je und doch war es ihr irgendwie fremd, dass ein Kerl überhaupt dazu in der Lage war so eine Unsicherheit in ihr zu wecken. Der Blick ihrer roten Augen wanderte zu ihrer Freundin, die sich im Bett neben ihr streckte und auf den Rücken legte. Sie hatte ja Recht. Mit Jedem harmonierte man einfach nicht. Sie tat es Hina gleich und drehte sich auch auf den Rücken ehe ihr ein Seufzen entglitt. "Oh und wie gut der war..." Vielleicht war es ihm Grunde nicht Darren, der es nötig hatte sondern sie. Während ihre Freundin sich wieder erhob verweilte das Blondchen noch ein wenig und wünschte Hina Gesundheit nachdem sie einige Male hintereinander nieste. Erst besorgt und anschließend mit einem Schmunzeln auf den Lippen betrachtete sie ihre Beste. "Da hat sich wohl Jemand im Keller verkühlt..." Alessa hob eine Augenbraue und grinste Hina vielsagend an. Ihr Blick folgte dem anderen Mädchen, welches sich langsam ins Bad aufmachte. Der perfekte Körper ihrer Freundin blieb ihr dabei nicht verborgen. Während sie eine Nachricht in ihr Handy tippte antwortete sie auf die Frage was sie denn überhaupt noch hier machte, wenn ihr Traumprinz offensichtlich auf sie wartete. "Ach du weißt doch, dass man sie manchmal ein wenig zappeln lassen muss..." Ein Grinsen zierte die Lippen des Blondchens während sie dem Studenten antwortete. Aus dem kleinen Bad hörte sie Hina husten und so richtete sich Alessa ein wenig auf. "Geht es dir gut?" Ein Hauch von Sorge schwang ihrer Stimme mit. "Ich hab von einer Party heute in der Stadt gehört und dachte wir könnten hin..." Es musste schließlich gefeiert werden, dass sie wieder in der Stadt waren und nicht mehr in einem muffigen Kloster wo es im Umkreis von mehreren Meilen höchstens einen scharfen Kerl gab.

  • 3163-hinarpg-png Hina & Alessa | in ihrem Zimmer


    Das Mädchen lachte. „Natürlich nicht, wahrscheinlich wäre ich an seiner Stelle genauso ungeduldig.. du hast ihm halt wahrlich den Kopf verdreht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.“ Dass Alessa zu sowas im Stande war und den Männern reihenweise den Kopf verdrehte, war ja nichts neues. Zwar war sie selbst nicht in den Genuss gekommen, was für Fähigkeiten und Fertigkeiten das Blondchen beim Sex an den Tag legte, aber ihre Männergeschichten sprachen da Bände und nur weil es bis jetzt nicht geschehen war, hieß das ja noch lange nichts oder? Vielleicht war das Misstrauen der Schülerin auch völlig unbegründet und die Absichten des Studenten, in den ihre Beste sich verguckt hatte, auch total normal und ohne den Hintergedanken dass er nur Sex wollte. Was sie ihr natürlich wünschte, denn wenn der Kerl wirklich so perfekt war, wie sie ihn beschrieb, freute sie sich schon sehr darauf ihn kennen zu lernen. „Kann nicht sein, dafür war es viel zu heiß.“, erwiderte die Blondine und grinste frech, als ihre Freundin darauf anspielte dass es im Weinkeller für ein Schäferstündchen vielleicht ein paar Grad zu wenig hatte. Aber selbst wenn sie sich dort eine Erkältung geholt hatte, war es das auf jeden Fall wert gewesen. „Wahrscheinlich hat mich eine der Mädchen im Zimmer mit irgendwas angesteckt.. kommt davon wenn man sich mit so etwas abgeben muss.“ Die Teenagerin seufzte, jammerte weiter während sie ins Badezimmer lief um sich um ein schönes, warmes, gut duftendes Bad kümmerte. Gerade als das Mädchen zurück zur Tür lief und Alessa fragen wollte, ob sie sich ebenfalls zu ihr gesellen wollte, sprach die von einer Party und Hinas Mundwinkel wanderten nach unten. „Ne oder?“ Das durfte ja jetzt wirklich nicht wahr sein. „Ich verfluche dieses dämliche Kloster und all unsere Mitschüler, wer auch immer mir das angetan hat wird büßen.“ Deprimiert zündete sie einige Kerzen in ihrem Bad an, die sie dort für eine ruhige Stimmung aufgestellt hatte, weil es einfach immer besser war bei Kerzenschein zu baden als bei diesem grellen Licht. „Am Ende niese ich noch einem heißen Kerl ins Gesicht und hab dann nen Ruf weg.“, sagte die Tochter des Rangers und schüttelte den Kopf während sie sich mit einem blauen Handtuch umwickelt an den Türrahmen lehnte. „Amüsier dich ohne mich, Süße.. du weißt wie gefährlich es ist wenn man so etwas nicht ernst nimmt!“ Sie hob warnend ihren Zeigefinger, spielte damit auf die Worte an, die sie immer vor ihrer Mutter zu hören bekam, wenn sie nicht hörte und krank durch die Gegend lief. „Vorallem passt eine rote Nase, die ich bestimmt bald bekommen werden so wie mir die Nase läuft, nicht so gut zu meinem Rouge..“ Sie warf kurz einen Blick zur Seite, auf den großen Spiegel der über ihrem Waschbecken hing und zog dann einen Schmollmund ehe sie sich vom Türrahmen abstieß und blieb dann mit ihren Armen in die Hüfte gestemmt vor ihrem Bett und Alessa stehen. „Außerdem bin ich dann doch eh nur das fünfte Rad am Wagen wenn du dich mit deinem Prinzen triffst. Und auch wenn ich einem Dreier nicht abgeneigt bin, muss das nicht mit einem Typen sein an dem du ernsthaft Interesse zu haben scheinst.“, sprach sie und grinste breit.

  • [Hinas Zimmer] Hina & Alessa



    Ob dem wirklich so war? Normalerweise saß die Schülerin am längeren Hebel, spielte mit den Menschen, die sie umgaben um das zu bekommen was sie wollte. Ob dies nun ein Gefallen war wie etwa Hausaufgaben, ein Drink oder Sex blieb dahingestellt. Keine Sekunde zögerten die Leute, weil sie gar keine andere Möglichkeit hatten, weil sie ihr verfallen waren aber bei dem Dunkelhaarigen war es tatsächlich anders. Auch wenn er ihr bisher nichts abgeschlagen hatte und sie vollkommen auf ihre Kosten gekommen war so hatte sie wahrscheinlich zum ersten Mal die Angst abgewiesen zu werden. Sie sprach es nicht aus. Behielt es für sich. Würde es auch ihn nicht spüren lassen. Bisher waren die Kerle mit denen sie so angebandelt hatte meist eine Zweckgemeinschaft- sie waren nicht schlecht im Bett oder machten ihr hübsche Geschenke, was dazu führte, dass sie diese manchmal sogar als ihren festen Freund betitelte aber sonderlich lange hielt das Blondchen es mit ihnen auch nicht aus. Meist hatte sie die Typen irgendwann satt weil sie einfach langweilig waren oder aber sie musste feststellen, dass etwa 90% der Kerle in ihrem Alter einfach noch Kinder waren. Auf Alessas Lippen schlich sich ein Grinsen als ihre Freundin so vehement abstritt, dass sie ihre Erkältung oder was auch immer sich da gerade anbahnte, von ihrer mangelnden Kleidung im Keller des Klosters geholt hatte. So oder so ihren Erzählungen nach war es das wert gewesen. "Eww... dann kannst du ja froh sein wenn es nur eine Erkältung ist...." Alessa erinnerte sich an diese Bauerntrampel und Loser mit denen sie sich das Bett teilen hatten müssen. "...so wie die aussahen hatten die noch ganz andere Sachen..." In Melanies Fall hätte Alessa auf eine Geschlechtskrankheit getippt aber der Rest war bestimmt noch nicht einmal in einem Raum mit einem Kerl gestanden so bieder wie die aussahen. Naja es gab bestimmt Kerle, die auf diesen Look standen aber die sahen dann auch entsprechend aus. Die Enttäuschung war Hina ins Gesicht geschrieben als sie durch die Türe ihres Badezimmers lugte. Ihre Mundwinkel hingen nach unten und sie konnte ihr Pech gar nicht fassen. Ihr Gesichtsausdruck spiegelte sich in Alessas Gesicht. Sie hatte sich schon so gefreut mit ihrer hübschen Freundin ein wenig feiern zu gehen. Ihre Enttäuschung schlug in Zorn um und sie fluchte über ihre Mitschüler. Verständlicherweise. Normalerweise gab es keine Party ohne die zwei Blondchen. Alessa war fast ein wenig enttäuscht als sie aufsah und Hina ihren Körper in ein Handtuch gewickelt hatte. Die Augen der Teenagerin weiteten sich etwas als Hina tatsächlich von ihr verlangte, dass sie alleine auf die Party sollte aber ein Grinsen zierte ihre Lippen als die Andere beinahe perfekt ihre Mutter nachäffte. Ihre Beste näherte sich wieder ein Stückchen dem Bett, in dem Alessa es sich gemütlich gemacht hatte. "Ohne dich wird es bestimmt ganz furchtbar..." jammerte schließlich auch das Blondchen und setzte sich schließlich an die Bettkante während sie ihren Kopf leicht schief neigte und einen Schmollmund aufsetzte während ihre roten Augen Hina fixierten. "Ach ich bin mit sicher da wäre dann eher er das fünfte Rad am Wagen..." Ihr Schmollmund wurde wieder zu einem zweideutigen Grinsen. "Soll ich nicht lieber hier bleiben und wir Beide machen uns einen... schönen Abend?" So ein Mädelsabend war schon sehr verlockend und definitiv wieder fällig...

  • 3163-hinarpg-pngHina & Alessa | in ihrem Zimmer


    Jetzt verzog Hina erst recht angewidert ihr hübsches Gesicht und schüttelte sich zudem noch vor Ekel. „Können die Menschen nicht einmal ihre Keime für sich behalten? Wir hätten einfach alle erstmal unter ne Desinfektionsdusche stellen sollen..“ Das junge Mädchen versuchte sich daran zu erinnern wann sie einmal unaufmerksam gewesen war, hatte sie etwa bis auf dieses graue Mäuschen jemanden angefasst? „Sag mir nicht die haben sich in unsere Betten gelegt weil sie richtig asoziale Stalker sind..“ Bäh. Noch ein Grund mehr nie wieder an diesen Ort zurück zu kehren und wenn sie eine ihrer Mitschülerinnen demnächst mal über den Weg laufen würde, konnten die sich wirklich auf etwas gefasst machen. „Ich weiß.“, erwiderte die Schülerin seufzend als sie sich Alessa angenähert hatte und diese ihr versicherte, dass die Party alles andere als super werden würde, wenn sie nicht gemeinsam dort hin gingen. Denn das gab es wirklich selten, eigentlich nie, war es überhaupt schon mal passiert? Die Mädchen gab es sonst nur immer im Doppelpack. Natürlich wussten sie wann es Zeit war zu gehen, bestimmte Augenblicke gönnte man einander und so hatte Alessa ja auch dafür gesorgt, dass Hina auf der Klassenfahrt auf ihre Kosten gekommen war. Dennoch war es immer schwer für sie, wenn sie getrennt waren. Das Grinsen auf den vollen Lippen ihrer Besten spiegelte sich in ihrem Gesicht wieder. Das Blondchen beugte sich etwas nach unten und kam ihrer Freundin näher, strich ihr eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht und wäre sie jetzt nicht diejenige, die zur Bakterienschleuder mutierte, hätte sie ihre Lippen ganz einfach auf die ihrer besten Freundin gedrückt. Einfach um ihr in ihrer Vermutung recht zu geben. „Ich will dich nicht anstecken, Süße.“ Das Mädchen richtete sich nach einigen Sekunden wieder auf, löste den Knoten an ihrem Handtuch und ließ den Stoff achtlos auf den Boden fallen. „Lass dir diese Chance nicht entgehen, wer weiß wie lange es dann wieder dauert bis er den Arsch hoch bekommt und dich fragt? Wenn er jetzt schon so lange für deine Nummer gebracht hat..“ Wobei wenn das passieren würde, würde Hina den Typen wahrscheinlich suchen, finden und an den Ohren zu Alessa zerren. „Wir machen einfach wann anders einen.. tollen Mädelsabend..“ Das Blondchen blieb in der Tür zu ihrem Badezimmer stehen und legte ihre Hand an den Türrahmen, hatte ihrer Freundin noch den Rücken zugedreht aber warf einen vielsagenden Blick über ihre Schulter. „Da nehmen wir uns dann ganz viel Zeit nur für uns zwei, ja?“, fügte sie hinzu, biss sich kurz auf die Unterlippe und tauchte dann ins warme Badewasser, in dem sich die vielen flackernden Kerzenlichter spiegelten. „Und natürlich musst du mir morgen alles ganz genau erzählen! Kein Detail wird ausgelassen!“, rief sie ihrer Besten zu und meinte damit auch wirklich jede Kleinigkeit. Das war natürlich klar.

  • [Hinas Zimmer] Hina & Alessa - geht



    "Ja und zwar am besten jeden Tag - drei Mal..." erwiderte das Blondchen auf den Vorschlag ihrer besten Freundin. Manchen hätte das definitiv nicht geschadet und im Anbetracht der Tatsache wie es in diesem ranzigen Kloster ausgesehen hatte, hätte man gleich einfach alles in Desinfektionsmittel ertränken können. Alessa erschauerte als sie an die Spinnweben dachte und an die alten Matratzen, in denen schon zigtausend Leute vor ihnen geschlafen hatten. Okay. Wenn sie nach Hause kam würde sie auf jeden Fall gleich duschen und sich besonders gründlich einseifen um dieses widerliche Gefühl wieder weg zu bekommen. Tatsächlich hatte sich ihre Freude auf die Party ein wenig geschmälert, seit sie wusste, dass sie alleine hingehen würde. Natürlich würde sie irgendwelchen Mädchen schreiben, die sich wahrscheinlich darum streiten würden mit ihr gesehen zu werden aber diese Namenlosen ersetzten Hina nicht einmal annähernd. Sie konnten ihr auch nicht ansatzweise das Wasser reichen. Wenn der Student nicht gewesen wäre und sich die Schülerin nicht auch auf das Treffen mit ihm gefreut hätte, wäre Alessa einfach hier bei der wohl attraktivsten Bazillenschleuder überhaupt geblieben. Sie hätten ein Bad genommen und sich gemeinsam einen schönen Abend gemacht - ganz ungestört. Alessa sah in die grauen Augen ihrer Freundin, die immer näher kamen. Sie roch ihr unverschämt gutes Parfum und erwiderte ihren Blick mindestens mit der gleichen Intensität wie der ihre auf ihr ruhte. HIna entfernte sich wieder ein Stückchen nachdem sie eine lose Haarsträhne hinter das Ohr ihrer Freundin gestrichen hatte und löste das Handtuch, welches bis gerade eben noch um ihren wunderschönen Körper gewickelt war. Mit einem dumpfen Ton glitt es zu Boden und entblößte die markellose Haut ihrer Freundin. Unweigerlich wanderte der Blick Alessas über die freigelegte Haut. Sie konnte verstehen warum Männer sowie Frauen Hina reihenweise verfallen waren. Sie war einfach unwahrscheinlich schön. Seufzend rollte Alessa ihre roten Augen als Hina sie daran erinnerte diese Chance lieber zu ergreifen bevor der Student wieder ewig brauchte um in die Gänge zu kommen. "Du hast ja Recht..." kam es über die geschminkten Lippen des Blondchens auch wenn es ihr nur wenig Freude bereitete allein auf die Party zu gehen. Die Schülerin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen als ihre Freundin sie mit einem Mädelsabend lockte, den sie an einen anderen Abend nachholen würden. Erneut sah sie dieses wunderschöne Mädchen an, welches dort in der Tür stand bevor sie im Bad verschwand. Vorfreude machte sich in Alessa breit. Die Abende mit Hina waren immerhin immer ganz besonders. Alessa erhob sich vom Bett und folgte ihrer Freundin ins Badezimmer, wo diese schon im Wasser eingetaucht war. Der Duft des Badezusatzes hing in der Luft und für einen Moment war das Blondchen enttäuscht, dass der Schaum den Körper ihrer Freundin verhüllte aber sie hockte sich neben die Badewanne und sah in die grauen Augen ihrer Besten. "Versprochen?" Sie zog wieder einen Schmollmund und doch glänzte in ihren Augen die Vorfreude auf ihren Abend. Alessa lehnte sich ein wenig in Hinas Richtung und hauchte einen Kuss auf ihren Kopf. "Hab nicht zu viel Spaß ohne mich, ja?" Ein Grinsen zierte ihre Lippen als sie sich von der Blonden löste. "Gute Besserung, Süße..." Alessa erhob sich wieder aus ihrer Hocke und blieb in der Tür noch einmal kurz stehen um ihrer Freundin zu versichern, dass sie morgen die ganze Geschichte zu hören bekam ehe sie ihr zum Abschied winkte und nach Hause ging um sich für das Treffen mit Darren fertig zu machen nachdem sie ihm den Ort der Party gesendet hatte.

  • [Alma] ~ vor der Tür

    Outfit - Frisur


    Nach dem kurzen Nachrichtenaustausch mit ihren Freundinnen hatte Alma noch ein wenig Netflix geschaut, ehe sie ins Bett ging, schließlich war es bereits später Nachmittag gewesen, als der Bus die Schüler in der Stadt abgesetzt hatte. Die Südländerin war heilfroh wieder Zuhause zu sein. Dieser Ausflug war eine reine Katastrophe gewesen und die Schwarzhaarige konnte sich glücklich schätzen, dass sie sich nichts eingefangen hatte, so wie Hina. Die Arme. Alma machte sich durchaus Sorgen um ihre Freundin und so fasste sie kurzerhand einen Entschluss. Sie bereitete einige gesunde Leckereien mit Joghurt und Obst vor und machte sich auf den Weg. Kurz darauf stand sie auch schon vor der Tür der Blondine und drückte auf die Klingel. Die Schwarzhaarige hoffte, dass sich ihre Freundin über die Überraschung freuen würde und viel wichtiger, dass es ihr bereits besser ging. Nicht auszudenken, was sie sich in diesem ekelhaften Kloster alles eingefangen haben könnte. Das glich ja fast an Körperverletzung. man konnte der Südländerin ihre Gedanken quasi vom Gesicht ablesen, obwohl sie sich bemühte, ein Lächeln zu zeigen. Schließlich könnte Hina jeden Moment die Tür aufmachen und dann wollte sie sicher lieber mit einem Lachen begrüßt werden.

  • 3163-hinarpg-pngHina & Alma | in der Küche


    Hina hatte sich noch etwas zur Seite gedreht, schaute ihrer besten Freundin hinterher und lächelte, auch wenn sie natürlich mehr als traurig war, dass sie sie nicht begleiten konnte. Oder wollte. Eigentlich wäre sie doch nur im Weg gewesen und gerade jetzt wollte sie sich nicht an Alessa hängen, wenn sie auf jeden Fall besseres zu tun hatte. Die Blonde streckte ihr Bein nach oben, dann das andere und tauchte schließlich weiter in die Badewanne. Tiefer in das heiße Wasser und atmete den wunderbaren Duft ein, für den die sich vorhin entschieden hatte. Beinahe wäre sie in dieser Situation eingeschlafen, das lud ja auch wirklich dazu ein, aber im richtigen Augenblick stieg sie aus der Badewanne und hüllte sich in ein flauschiges Handtuch. Hina schnappte ihr Handy und beantwortete einige Nachrichten, scrollte etwas in ihrem Instagram und schrieb dabei einige Kommentare, bevor sie sich ein paar frische Klamotten aus dem Schrank holte und sich darin eingekleidet auf ihr Bett warf. Das Bad hatte gefühlt schon alles besser gemacht und sie fühlte sich nach ein paar Stunden Schlaf und einigen Netflixfolgen später auch schon um einiges lebendiger als noch zu dem Zeitpunkt an dem Alessa sie verlassen hatte. Hina machte gerade einige Selfies und bearbeitete sie mit den verschiedensten Filtern als es an der Tür klingelte. Erstmal reagierte das junge Mädchen nicht, weil sie dachte dass einer ihrer Eltern sicher daheim war aber dann fiel ihr ein, dass sie die meiste Zeit alleine hier in diesem riesigen Haus saß, weswegen sie in ihre Puschelhausschuhen schlüpfte und die Treppe hinab stapfte. „Alma!“, rief das Mädchen freudig und überrascht zugleich aus nachdem sie die schwere Haustür geöffnet und ihre Freundin davor entdeckt hatte. Sie fiel der Südländerin sofort um den Hals, war froh nicht länger alleine zu sein. „Dich schickt der Himmel, Süße, Netflix wird irgendwann langweilig.“ Das Mädchen seufzte und drehte sich herum, machte sich auf den Weg in die Küche und ging davon aus, dass ihre Freundin ihr folgen würde. Schließlich konnte sie sich genau wie Alessa wie Zuhause fühlen in diesen vier Wänden. „Ooh, ist das für mich?“ Die Jugendliche nahm dankend die kleine Aufmerksamkeit der Dunkelhaarigen entgegen und lächelte, stellte alles auf ein Tablett und legte noch ein paar kalorienarme Haferkekse dazu und füllte den Wasserkocher für zwei Tassen Tee, die sie gleich bereit stellte. „Und?“ Hina hopste auf die Küchenzeile, schlug die Beine übereinander und grinste Alma breit an während sie darauf wartete, dass das Wasser kochte. „Wie findest du ihn?“ Natürlich wollte sie gleich alles wissen, was Alma in Erfahrung gebracht hatte. Also von ihrem One-Night-Stand, der sich vielleicht in etwas anderes wandeln konnte. Das Mädchen hustete und strich sich dann die offenen Haare hinter die Ohren. Diese leichte Erkältung oder was auch immer das war, schien auch nur für ein paar Stunden von Bedeutung gewesen sein..

  • [Alma] ~ mit Hina in der Küche


    Wie erwartet war ihre kleine Überraschung genau das, was ihre Freundin gebraucht hatte. "Ich dachte mir schon, dass du etwas Gesellschaft gebrauchen kannst." Antwortete sie und folgte der Blondine in die Küche. Dort überreichte Alma ihr das vorbereitete Geschenk mit einem Lächeln auf den vollen Lippen. Glücklicherweise sah Hina um einiges fitter aus, als die Südländerin sie sich vorgestellt hatte. Scheinbar war es wohl doch nichts ernstes, was die Dunkelhaarige sichtlich beruhigte. Mit den Augen folgte sie den Bewegungen der Blonden, welche die gesunden Leckereien auspackte und sie zusätzlich mit ein paar Eigenen auf ein Tablett stellte, ehe sie begann den beiden einen Tee vorzubereiten. Alma lächelte sie dankbar an. Eine gute Tasse Tee und ein gutes Gespräch waren doch perfekt. Und natürlich gab es auch gleich ein Thema, welches die beiden zu besprechen hatten. natürlich hatte die Südländerin sich denken können, dass Hina sie sofort ausfragen würde. "Chase, das ist übrigens sein Name, ist... gar nicht übel." Begann sie. Den Zusatz mit seinem Namen konnte sie sich nicht verkneifen und so schenkte sie ihr ein neckisches Lächeln. "Um ehrlich zu sein habe ich dir nicht allzu viel zu erzählen. Sobald ich gemerkt habe, dass er euch schon zu kennen scheint, bin ich wie gesagt auf Abstand geblieben. Hab ja nicht vor einer Freundin den Kerl auszuspannen." Berichtete sie weiter. "Das Übliche eigentlich, ein paar Komplimente, ein wenig Humor. Ganz überzeugt bin ich noch nicht aber wir haben auch nicht lange miteinander reden können." Endete sie ihre Erzählung. "Also, sagst du mir jetzt, was ich beim Koffer-Sitten verpasst habe?" Fragte sie dann. Alma hatte sich während ihrer Erzählung gegen die Theke gelehnt und sah zu Hina hoch. Dabei schlich sich ein Lächeln auf die Lippen der Südländerin. Es war schon eine Weile her, dass die beiden nur zu zweit gewesen waren. Und Alma genoss es irgendwie. Natürlich schätzte sie auch Alessas Gesellschaft. Aber so ein ruhiges Gespräch außerhalb der Club-Tours war auch mal ganz angenehm.

  • 3163-hinarpg-pngHina & Alma | in ihrem Zimmer


    „Vorhin hat sich diese Erkältung noch wie der Tod persönlich angefühlt aber ein gutes Bad und ein paar Stunden Ruhe haben eigentlich wunder bewirkt. Glücklicherweise, ich hätte jetzt wirklich keine Lust gehabt tagelang im Bett zu verrotten.“ Vorallem nicht wenn es draußen auch langsam wärmer wurde und sie ihre neu gekauften Kleider präsentieren konnte. Da wäre eine fette Grippe jetzt wirklich Fehl am Platz. Hina beobachtete weiter das Wasser im Wasserkocher. „Chase also..“, wiederholte sie den Namen ihres One-Night-Stands und legte dabei ihre Finger an das schmale Kind, wippte mit ihrem überschlagenem Bein und sah an die Zimmerdecke. Während Alma erzählte und ihrer Freundin versicherte, dass nicht mehr gelaufen war als ein normales Gespräch zwischen zwei normalen Jugendlichen, dachte sie kurz an die gemeinsame Nacht mit diesem Schönling zurück und biss sich auf die Unterlippe ehe sie ihre Aufmerksamkeit wieder ihrer Freundin widmete und auch gleich schon das kochende Wasser in die Tassen goss. „Ja, er kann ganz gut mit Worten.“ Das Mädchen stellte den Wasserkocher zurück und nahm das voll gestellte Tablett in die Hand, deutete Alma mit einer Kopfbewegung an dass sie ihr folgen sollte. Es war zwar niemand sonst im Haus, der sie bei ihren Gesprächen stören konnte, aber trotzdem zog sie es lieber vor die Zeit in ihrem Zimmer zu verbringen. „Wir haben den Weinkeller gesucht und nach ein paar Runden Wahrheit oder Pflicht, hat sich Alessa geopfert und den ungebetenen Gast verscheucht sodass Chase und ich ein bisschen Spaß haben konnten.“, erzählte die Schülerin schließlich nachdem sie sich auf ihr weiches Bett gesetzt und die gesunden Leckereien auch dort abgestellt hatte. Hina checkte kurz ihr Handy, hatte aber bis auf ein paar neue Likes und Kommentare unter ihren Instagram Posts keine Nachricht bekommen. Wie weit Alessa wohl schon gekommen war bei ihrem Date? Hina nahm sich einen der Haferkekse und tauchte ihn in den frischen Joghurt, krönte die Kreation noch mit einer roten Erdbeere und schob sich die Leckerei in ihren Mund. „Ich will damit nicht sagen dass er mir gehört, Gott nein, aber er schien mir schon Potential zu haben..“ Die Blonde rührte in ihrem Tee und warf Alma einen Blick zu. „Mal schauen was sich da noch so entwickelt, ich meine, er schien mir nicht wie ein Kerl der auf der Suche nach der wahren Liebe ist oder sowas.“ Eher wie einer der einfach Spaß haben wollte. So wie Hina eigentlich auch. Aber irgendwo hatte doch jedes Mädchen den Traum vom Mann, der einzig nur sie alleine wollte. Oder halt den Traum von der Frau, war ja eigentlich auch egal. Hina seufzte schwer und lehnte sich etwas zurück. „Ich bin neidisch auf Alessa, sie ist auf einer Party während wir hier rumgammeln aber ich wollte sie nicht begleiten da ich dachte, diese Erkältung wird schlimmer..“ Dabei fühlte sie sich gerade eigentlich ganz in Ordnung und bereit für ein bisschen Spaß.

  • [Alma] ~ mit Hina in ihrem Zimmer


    Die Schwarzhaarige konnte verstehen, dass ihre Freundin sich über ihre schnelle Genesung freute. Niemand wollte ans Bett gefesselt sein, besonders nicht, wenn die Freunde ihren Spaß hatten. Nachdem der Tee fertig war, folgte Alma der Blondine in deren Zimmer. Auch wenn niemand sonst im Haus war, verstand Alma nur zu gut, dass Hina trotzdem die Privatsphäre ihrer eigenen vier Wände bevorzugte. Dort angekommen ließ sich die Südländerin neben ihrer Freundin auf deren weichen Bett nieder und lauschte ihrer Erzählung. "Dann bist zumindest du auf diesem Ausflug auf deine Kosten gekommen." Sie freute sich für Hina. Aber das erklärte nicht, warum Alessa so lange weg gewesen war. "Aber... wenn Alessa nicht mehr bei dir war, wo ist sie dann hin? Sie hätte mir ja wenigstens Gesellschaft leisten können. Du kannst dir ja nicht vorstellen, wie grauenhaft es war, alleine unter all diesen stillosen Ziegen zu sein." Es war wirklich kein angenehmer Abend gewesen. Alma nahm einen Schluck aus ihrer Tasse in der Hoffnung, das warme Aroma würde die Erinnerungen an das Kloster verdrängen. "Keine Sorge, ich verstehe was du meinst. Aber ganz ehrlich, wenn er nicht kapiert, dass du das Beste bist, was er in seinem Leben je hatte, hat er dich auch nicht verdient." So einfach war das. Natürlich wusste Alma, dass auch Hina nicht unbedingt etwas Festes suchte, wie sie alle irgendwo, aber das hieß ja nicht, dass man es nicht finden konnte. "Du wirst schon sehen, ob er weiteres Interesse hat." Sie lächelte ihre Freundin an. Alma wünschte sich sehr, dass Hina glücklich war, auch wenn sie sich nicht sicher war, ob ihr eine mögliche Romanze zwischen ihr und Chase gefallen würde. "Aber du weißt ja, wenn er es versaut und dich verarscht, weißt du ja...." Dabei schenkte Alma der Blonden eines ihrer tödlich süßen Lächeln. Hina wusste genau, was das bedeutete. Die Südländerin war noch nie davon abgeneigt gewesen, jemandem, der ihren Freunden weh tat oder sie beleidigte, die Hölle heiß zu machen. Jedoch sollten sie über sowas noch gar nicht nachdenken, schließlich wünschte Alma natürlich nicht, dass dieses Szenario eintraf. Hinas sehnsüchtige Worte verstand Alma durchaus. "Wenn es dir besser geht, können wir ja auch ausgehen, wenn du willst." Schlug sie vor. Ohne Alessa war es sicher nicht dasselbe aber die beiden konnten auch zu zweit ein wenig Spaß haben.

  • 3163-hinarpg-pngHina & Alma | verlassen das Haus


    „Auf jeden Fall..“, murmelte das junge Mädchen und legte sich den Zeigefinger, da sich ein bisschen was vom Joghurt beim Eintauchen wohl darauf verteilt hatte. Das gemeinsame Schäferstündchen mit Chase hatte sich tatsächlich etwas in ihren Kopf eingebrannt. Wobei sie sich in diesem Moment nicht recht wusste ob es an der Tatsache lag, dass der blonde Schönling sie mit seinem Können derart beeindruckt hatte oder weil es einfach ein dezent merkwürdiger Ort gewesen war, den sie sich da ausgesucht hatten. So oder so freute sie sich schon auf ein zweites Treffen, wenn es denn irgendwann eines gab. Hina legte ihre Hand für einen Augenblick auf die trainierte Schulter der dunkelhäutigen Schülerin. „Ich kann es mir vorstellen und glaub mir, der Ekel in mir lässt sich kaum unterdrücken.. wieso ist es so schwer für manche Menschen sich etwas zu pflegen und herauszuputzen? Wie kann man so hässlich durchs Leben gehen? Gut, manche können auch nichts dafür aber man könnte trotzdem das beste aus seiner Situation machen.“, antwortete sie, hob ihre Schultern und nahm ihre Hand zurück um ihre langen blonden Haare aus dem Gesicht zu streichen. „Weiß nicht. Könnte mir aber vorstellen dass diese Nonne, die sie abgelenkt hat, ihr vielleicht das Kloster gezeigt hat oder sowas.. Alessa meinte es sicher nicht böse.“ Schließlich waren sie alle Freunde, da war man für andere da und ließ sie nicht alleine im Regen stehen aber manchmal ließen es andere Faktoren einfach nicht zu. Aber echte Freunde wussten das und machten andere dann natürlich auch keinen Vorwurf! Die Halbindonesierin lächelte als ihre Freundin meinte, dass er ganz sicher das beste in seinem Leben verpassen würde, wenn er das Mädchen ziehen ließ und ignorierte. „Es liegt ja sowieso an ihm, schließlich ist er der Mann und wir wissen beide, dass er den ersten Schritt machen muss. Auch wenn er keine Nummer von mir hat aber hey, unsere Schule ist jetzt auch nicht so groß und immerhin weiß er, welche Klasse wir besuchen.“ Hina rührte mit einer Gurkenscheibe im Joghurt und grinste ehe sie sich das gesunde Gemüse in den Mund legte. Die Freundinnen waren immer füreinander da und dazu gehörte eben auch, andere Menschen fertig zu machen wenn sie einen verletzten oder scheiße behandelten. So war das einfach. „Oh ja!“ Begeistert erhob sie sich gleich, blieb kurz für eine Sekunde stehen da ihr doch etwas schwindelig war und drehte sich schließlich zu Alma, funkelte sie voller Vorfreude an. „Das klingt sehr gut. Vielleicht aber etwas ruhiger, nicht dass ich mich noch überanstrenge..“ Gab ja auch so einige gute Bars und kleinere Discotheken in dieser Stadt. Auch wenn sie das Tanzen liebte und sich gerne auf der Tanzfläche präsentierte, fühlte sie sich gerade noch nicht gut genug dafür. „Aber Alkohol tut jetzt sicher gut.. hilft bei meiner Erholung.“, meinte die Schülerin schmunzelnd und versank danach gleich in ihrem Kleiderschrank, hielt sich Kleider und Röcke an ihren hübschen Körper und entschied sich recht schnell, damit sie auch möglichst schnell hier weg konnten. Hina trank ihren Tee leer, nahm sich noch eine Erdbeere und machte sich die Haare. Geschminkt war sie ja eh schon, das war selbst in Krankheit Pflicht bei ihr. Sie korrigierte nur ein bisschen, dann packte sie Alma und zog sie grinsend aus dem Haus hinaus.

  • 3163-hinarpg-png

    Hina | kommt an & verlässt das Haus wieder


    Das junge Mädchen prüfte auf dem Weg von ihrer Haltestelle zu dem Haus ihrer Eltern noch einmal ihr Handy. Checkte ein paar Nachrichten und Kommentare auf ihre Instagramposts und steckte ihr neuestes Smartphone wieder weg ehe sie die Haustür aufsperrte und sie von absoluter Stille empfangen wurde. Standard, eigentlich. Im Sommer war ihr Papa immer unterwegs und auch wenn man meinen sollte, dass die heißen Bäder, dort wo ihre Mama arbeitete, bei diesen Temperaturen eher weniger gefragt waren, so irrte man sich aber gewaltig. Ein leises Seufzen glitt der Schülerin über die Lippen. Da war es wirklich besser dass sie den Abend und die Nacht bei ihrer Besten verbrachte. Auch, wenn sie das große Haus hier liebte, denn sie hatte Unmengen an Platz in ihrem Zimmer, so wirkte es manchmal auch ganz schön einsam hier. Aber das war egal, so lange sie ihre Freundin an ihrer Seite hatte, die sie jederzeit besuchen konnte. Hina sprang schnell unter die Dusche, wusch sich die Rückstände der heißen Temperaturen vom Körper und schlüpfte in ein leichtes Sommerkleid ehe sie eine Nachricht von Alessa bekam. Ein paar Sachen musste sie noch besorgen, was natürlich absolut kein Problem war und irgendwie freute sie sich schon darauf im Supermarkt eskalieren zu können. In ihren hellblauen Stoffrucksack packte sie schnell frische Klamotten ein, neue Unterwäsche für den nächsten Tag und dann landete dieses eine ganz besondere Stück in ihren Händen. Das hübsche Dessous, das sie vorhin gekauft hatte. Hinas Wangen zierte ein leichter rosa Schimmer und sie strich sich die noch feuchten Haare zurück. Sollte sie es anziehen? Jetzt hatte Alessa es ja schon gesehen, hatte sie schon darin gesehen und vor ihren Augen tauchte das junge Mädchen auf. Das Gesicht, welches sie gemacht hatte. Ein Lächeln zierte die Lippen Hinas und so schlüpfte sie doch noch in ihr neuestes Dessous, versteckte es unter ihrem Kleidchen, verstaute den Rest geordnet in ihrem Rucksack und schloss ihn. Schloss auch kurz ihre grauen Augen und atmete tief durch. Sie spürte ihr Herz ganz deutlich, wie es stark gegen ihre Brust klopfte und genau dorthin legte sie ihre Hand. Erwartete sie etwas? War diese Vorfreude noch normal? Sicher war sie immer glücklich und freute sich darauf wenn sie ihre Freundin besuchte. Aber dieses Mal fühlte es sich irgendwie anders an. Hatte dieser Kuss also wirklich so viel verändert? Hatte sie damit jetzt sehr viel mehr aufs Spiel gesetzt, weil sie einmal nicht nachgedacht hatte? Weil sie sich nicht zurück gehalten hatte. Es war doch eigentlich einzig und allein ihre Schuld, dass es jetzt so komisch war. Vielleicht sollte sie einfach alles daran setzen diese merkwürdigen Gefühle beiseite zu schaffen damit wieder ihre bekannte Normalität einkehren konnte. Aber was war schon normal und wie lange war es überhaupt schon nicht mehr so normal? Hina hatte mittlerweile ihre Haare geföhnt, sie fix etwas nach oben gesteckt und ihre Locken in Form gebracht. Es folgte noch ein bisschen frisches Make-Up, dann war die Blonde fertig und verließ mit Geld aus Papas Spardose und ihrem gepackten Rucksack das Haus.