Der Spielplatz

  • [Irgendwo auf dem Spielplatz] Darren & Yumi


    Das zweideutige Grinsen auf seinen Lippen blieb der jungen Studentin natürlich nicht verborgen. Wie könnte es. Der Schauspielstudent machte kein Geheimnis daraus. Eben jenes Grinsen wurde auch im nächsten Moment schon von einer ziemlich eindeutigen Geste begleitet. Der Blick ihrer blauen Auge folgte den Berührungen seiner Finger, die am Ausschnitt ihres Spitzenoberteils entlang strichen. Verführerisch langsam war seine Bewegung, hinterließ eine Gänsehaut unter seinen Fingerkuppen. Kurz hob Yumi ihren Blick, begegnete dem seinen nur um anschließend ihren Blick wieder zu senken. Yumi schmunzelte. Anscheinend ärgerte es Darren ein kleines bisschen, dass ihr Oberteil es ihm ein kleines bisschen schwer machte gewisse Teiles ihres Körpers zu erkunden - Teile die ihm sehr wohl bekannt waren aber offensichtlich genügte ihm das nicht. Kurz schoben sich seine Finger zwischen ihre Brüste, bevor er sie wieder zurückzog, am Stoff ihres Oberteils zupfte und von der Blonden abließ. Nicht ohne ihr ein freches Schmunzeln zu schenken, welches Yumi fast schon automatisch erwiderte. "Ideenreich nennst du das?" fragte die Studentin schließlich mit hochgezogener Augenbraue und musterte ihren Gegenüber ganz bewusst. "Und ich dachte du suchst nur einen Weg um mich von dem Oberteil zu befreien..." Ihre Blicke trafen sich und das Schmunzeln auf den Lippen der Blonden wurde zu einem frechen Grinsen als hätte sie ihn gerade ertappt. Wie auch bei ihrer nächsten, fast schon empört klingenden Frage. Sonderlich viel Mühe hatte der Lockenkopf sich ja eindeutig nicht gegeben sein triumphales Grinsen zu verbergen. Abstreiten war also zwecklos und dennoch überraschte es Yumi, dass er keine Sekunde zögerte sondern es einfach zugab. Das er sich daran erfreute sie so zugerichtet zu haben. Der Grund dafür zu sein, dass sie vielleicht ein kleines bisschen fertig aussah. Wahrscheinlich sogar ein großes bisschen. Er strich durch ihr Haar, lies seine Finger durch die einzelnen Strähnen gleiten während ein Lächeln auf seinen Lippen lag - während er ihr ein Kompliment machte. Kurz huschte ihr Blick über sein Gesicht bevor sie den Kopf schüttelte, damit seine Worte hinunterspielte. "Du bist doch bescheuert..." kam es leise über ihre Lippen. War er nicht viel mehr auf der Suche nach einem perfekten Mädchen. Immer topgestylt. So wie das Blondchen von damals. Sie war genau das Mädchen, welches an seine Seite passte. Jemand den man herzeigen konnte. Markellos. Sein Blick wurde etwas ernster. Auch aus seiner Stimme war der spielerische Unterton von eben noch verschwunden als er der Studentin versicherte, dass er sich um sie kümmern würde wenn sie sich hier erkältet hatte. Unwahrscheinlich war dieses Szenario nicht. Es hatte ganz schön abgekühlt und das Outfit der Blonden war nicht gerade wohlig warm und für diese Jahreszeit gemacht. Yumi für ihren Teil hatte auch nicht damit gerechnet hier am Spielplatz zu landen oder hatte einfach darauf gebaut, dass der Alkohol sein Übriges tun würde. Sie wärmen würde - sie nicht spüren lies wie kalt es geworden war. Wahrscheinlich hatte die Studentin dafür einfach zu wenig getrunken. Oder vertrug mittlerweile einfach zu viel, da feiern zu einer Art Routine geworden war. "Oh es klang für mich aber nach einer Drohung..." widersprach sie schließlich dem Anderen und sah in seine dunkelbraunen Augen, unweit von den ihren entfernt. Yumi runzelte für einen Moment die Stirn während Darren das Szenario schilderte. "Du kannst noch andere Sachen außer Lasagne kochen...?" fragte sie mit einem ganz bestimmten Unterton in der Stimme als wäre sie von dieser Tatsache wirklich überrascht. "Gibt es eigentlich auch Dinge, die du nicht kannst?" hinterfragte sie schließlich, schubste den Musiker damit wieder in eine ganz bestimmte Schublade obwohl sie das eigentlich unterlassen wollte nach dem Halloweenabend und doch behielt sie ihre Gedanken nicht für sich - sprach sie einfach aus, wie sie ihr in den Sinn kamen. "Klingt als würdest du deinen Vorteil aus der Situation ziehen wollen aber ich enttäusche dich nur ungern..." Yumi machte eine kurze Pause, legte ihre Hand an seine Wange, fokussierte ihn mit ihrem Blick. "...ich kann mich auch um mich selbst kümmern. Ziemlich gut sogar." Ihre Mundwinkel huschten kurz nach oben bevor sie seine Wange tätschelte und schließlich wieder von ihm abließ, seine Hand im nächsten Moment aber doch ergriff als er sie ihr reichte. Sie fand sich in seinen Armen wieder. Spürte wie ihr Körper von seiner Wärme eingehüllt wurde, ihr Herz ein wenig schneller schlug, sie seinen Geruch einatmete. Sie genoss seine Nähe. Sie genoss das was sie miteinander hatten. Das tat sie wirklich. Aber zugleich wusste Yumi, dass sie es ihm nicht in dem Ausmaß zurückgeben konnte. Der Grund warum sie sich fernhalten wollte. Der Grund warum sie diese Umarmung nicht erwiderte. Der Grund warum sie ihn immer wieder von sich stieß. Er wollte mehr. Sie nicht. Daran hatte sich nichts geändert. Sie zuckte ein kleines bisschen zusammen als sie seine Lippen an ihrem Ohr spürte. Er leise in ihr Ohr flüsterte und jede Silbe unglaublich kitzelte, sie grinsen lies nachdem ein undefinierbarer Laut ihrer Kehle entglitten war. Einen Moment verharrten sie noch so bevor Darren sich erhob - Yumi mit sich zog - sie mit wenigen Worten herausforderte bevor er in der Rutsche verschwand - sie zurückließ. Yumi schlang unbewusst ihre Arme um ihren eigenen Körper. Jetzt wo sie sich nicht länger in seinen Armen befand fröstelte es sie schon fast und auch wenn sie kaum eine Herausforderung einfach so stehen lies - zögerte sie. Ihn jetzt nicht zu suchen - den Heimweg anzutreten - getrennte Wege zu gehen. Es klang nach dem einfacheren Weg. Es klang nach ihrem Weg. Yumi presste ihre Lippen aufeinander als sie an jene Stelle sah an der er verschwunden war und irgendwie musste sie schmunzeln als sie daran dachte, dass er am ende irgendwo in der Rutsche stecken geblieben war. Immerhin war die Rutsche ja doch eher für Kinder ausgerichtet und war sicher nicht dafür gedacht, dass Erwachsene sich darauf vergnügten, oder? Die Blonde schüttelte den Kopf und schloss ihre Augen - zählte schließlich lautstark - falls er wirklich noch in der Nähe war - sie hören konnte. Sie spielte auf andere Weise unfair aber nicht auf diese, weshalb sie ihre blauen Augen erst wieder öffnete als sie zu Ende gezählt hatte. Auch Yumi verschwand nach einem kurzen Zögern in der Rutsche und war doch froh als sie nicht darin stecken blieb. Ihre Auge weiteten sich vor Überraschung ein kleines bisschen als sie die vertraute Gestalt des Schauspielstudenten am Ende der Rutsche entdeckte in den sie vielleicht nicht gerade sanft hinein rutschte. Ihre Beine schoben sich jeweils an einer Seite des Lockenkopfs vorbei und als Yumi den ersten Schreck überwunden hatte zierte schon wieder ein Grinsen ihre Lippen als sie sich gegen seinen Rücken lehnte, ihren Kopf von hinten auf seine Schulter legte um ihn schließlich ins Ohr zu flüstern. "Gefunden." Yumi legte kurz ihre Lippen seitlich an seinen Hals, hauchte einen Kuss darauf bevor sie mit ihren Händen seitlich an seinen Armen nach oben strich. "Das mit dem Verstecken musst du aber noch üben..." versicherte die Blonde dem Anderen und ein leises Lachen kam über ihre Lippen. Sonderlich gut war ihr Versteck schließlich auch nicht gewesen aber das war eine andere Sache. "Und hast du als Kind nicht gelernt, dass man nicht einfach am Ende der Rutsche sitzen bleiben darf?" fügte sie schließlich noch hinzu und strich an seinen Armen wieder nach unten.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | irgendwo auf dem Spielplatz


    „Hmm.. Der Schauspielstudent neigte seinen Kopf zur Seite während sein Blick auffällig auf dem hübschen Spitzenstoff ihres Oberteils ruhte. „Willst du etwa dass ich nochmal etwas kaputt mache..?“, fragte er schließlich, hob seinen Kopf und fing den Blick ihrer blauen Augen, entdeckte jedoch auch das freche Grinsen auf ihren Lippen. Darren musste sich ja nicht weiter erklären oder? Yumi würde sicher genau wissen wovon er sprach. Aber wahrscheinlich ließ sich das schicke Top, in das sich die Studentin geschnürt hatte, nicht so einfach von ihrem Körper reißen wie die dünne Strumpfhose, die damals bei ihrem Schäferstündchen im Wald, etwas gestört hatte. „Ich sehe schon unendlich viele Rechnung ins Haus flattern, oh je..“ Der Student steckte wieder etwas mehr Dramatik in seine Worte wie da eigentlich war aber das gehört zu ihm, das gehörte zu seiner schauspielerischen Ader und trotzdem wusste er, dass die Blonde das verstehen würde. Weil sie ihn so kannte und andersherum spielte doch auch sie gerne mit ihren Worten, mit ihrer Gestik und Mimik. Als die Studentin ihm diese Beleidigung um die Ohren haute, schmunzelte er nur. Hob seine Schultern und stimmte ihren Worten laut zu. „Ja.. ja, wahrscheinlich bin ich das.“ Das wusste er, das wusste sie und dabei ging es jetzt auch nicht unbedingt um die Worte, die er gerade über die angehende Psychologin verloren hatte. Über das Kompliment und als er seinen Blick noch einmal über ihr Gesicht wandern ließ, lächelte er abermals bevor sich seine Augenbrauen hoben. „Na sicher. Nudeln mit Ketchup.“, antwortete der Student grinsend. Stolz. Als wäre es ein Gericht das beinahe unmöglich war perfekt zu kochen. Für einen ganz kurzen Moment, in dem Yumi ihre Worte ausgesprochen hatte, verschwand das Grinsen von seinen Lippen und er wandt seinen Blick auch von ihr ab. „Dich loslassen. Das kann ich nicht.“, antwortete er schließlich, schaute die Studentin allerdings nicht. Jedoch nicht bis er ihre Hand an seiner Wange spürte. Diese sanfte Berührung, die zu einem kleinen Tätscheln wurde, das sein Grinsen wieder hervor lockte und er hob seine Augenbrauen. Als wäre er von ihrer Aussage nicht ganz so überzeugt. „Ach.. wirklich?“, entgegnete er der Blonden. Ihm fielen da auf Anhieb Situationen ein, in denen sie sich eher nicht mehr zu helfen wusste. In denen sie auf andere angewiesen war aber selbst wenn er diese Momente jetzt angesprochen hätte, hätte Yumi sich etwas einfallen lassen. Ausreden. Bestimmt hätte sie gerne auf dem kalten Küchenboden geschlafen, auf dem Darren sie gefunden hatte und wo auch immer ihr Ex sie aufgegabelt hatte wäre bequemer gewesen als sein breiter Rücken. Das Bild tauchte kurz vor seinem inneren Auge auf, doch er vertrieb es ganz schnell. Indem er das Mädchen in seine Arme nahm. Sie fest an sich heran drückte, wenn auch nicht für lange. Beinahe so als müsste er sicher gehen, dass sie da war aber das.. hatte er bis vor kurzem noch klar und deutlich gespürt. Warum er auch nochmal auf seine Unterlippe biss bevor er schließlich für ihre Augen verschwand und rätselte ob das jetzt eine Verabschiedung war. Doch während er dort saß, am Ende der Rutschte, nach oben schaute und den Mund beobachtete, die wenigen Sterne, die er dort oben ausmachen konnte, hörte er ihre Stimme. Darren schmunzelte. Sie hatte die Herausforderung also angenommen. Eine Herausforderung, die eigentlich gar keine war oder zumindest war es nicht schwer, denn schon im nächsten Augenblick spürte er die Studentin wieder direkt hinter sich. Ihm war schon klar gewesen dass dieser Ort nicht gerade der Beste gewesen war, nicht gerade ungefährlich und das hatte er auch zu spüren bekommen aber dieser kleine Schmerz war wirklich kein Vergleich zu dem, was er sonst spürte wenn es um die junge Studentin ging. Ein leises Lachen verließ seine Kehle und er hob vorsichtig seine Schultern, da ihr Kopf noch darauf lag und ihre Stimme seinen Hals kitzelte. Kurzerhand und während das Mädchen sprach, griff er nach ihren Händen, die langsam an seinen Armen hinab wanderten und legte sie gemeinsam mit seinen Armen um seine Taille. Somit umarmte Yumi ihn, auch wenn sie das vielleicht gar nicht wollte. Oder.. sicher sogar, immerhin hatte sie seine Umarmung vorhin auch nicht erwidert und doch hielt er ihre Arme fest, genoss, dass ihr Körper bei dieser Position enger an seinen Rücken gedrückt wurde. Ein Grinsen umspielte seine Lippen. „Nein, ich wollte damals schon nicht hören.“, erwiderte der Student nach einer kurzen Stille, drehte seinen Kopf ein bisschen zur Seite und erhaschte damit einen Blick in ihr Gesicht. „Wer nicht hören will, muss fühlen..“ So war es doch jetzt auch. Er hörte nicht auf Yumi, hörte nicht auf ihre Warnungen. Überhörte das, was sie sagte. Dass es niemals eine gemeinsame Zukunft gab und deshalb musste er all den Schmerz und die Abweisungen von ihr spüren. Aber er spürte noch so viel mehr als nur das. Und sie.. fühlte doch auch mehr, oder nicht? Manchmal da kam es ihm so vor. Wenn sie ihn anschaute, wenn sie ihm diese Blicke schenkte.. Aber das war ja sicher nur Einbildung. „Anscheinend.. sind wir nur gemeinsam gut im Verstecken.“, sagte der Lockenkopf schließlich als ein zweideutiges Grinsen sich auf seine Lippen schlich. Immerhin wurden sie bisher noch nicht erwischt. An den doch eher ungewöhnlichen Orten, die sie sich immer wieder aussuchten. Für gewisse Momente.

  • [Irgendwo am Spielplatz] Darren & Yumi

    Auffällig wanderte sein Blick in Richtung ihres Oberteils, huschte darüber als lies er sich ihre Aussage gerade noch einmal durch den Kopf gehen. Schließlich hob er seinen Kopf an und ihre Blicke trafen sich als er mit seiner Aussage auf ein anderes Aufeinandertreffen anspielte. Ihr kleines Treffen im Wald bei dem nicht alle Klamotten heil davongekommen waren. Unweigerlich schlich sich ein Grinsen auf die bis eben noch ziemlich beanspruchten Lippen der Studentin. "Weißt du... es gibt auch ne einfachere Art es auszuziehen..." versicherte die Blonde ihrem Gegenüber als dieser wohl schon darüber nachdachte ihr Oberteil auf die gleiche Weise loszuwerden wie damals ihre Strumpfhose auch wenn sich der Lockenkopf wohl bewusst war, dass sich das ein kleines bisschen komplizierter gestalten könnte. Als er die ganze Sache ein kleines bisschen weiter ausführte - den Schauspieler mimte der er nun einmal war wurde das Grinsen auf ihren Lippen zu einem Schmunzeln. "Wie gut das du als angehender Schauspieler genug verdienst wenn dir das öfter passiert..." Wie immer tanzten die beiden Studenten zwischen Ernst und Spaß- Lachten im einen Moment gemeinsam nur um sich im nächsten Moment mehr und mehr bewusst zu machen dass das eigentlich mehr als nur ein bisschen dumm war was sie hier machten. Ihre Beleidigung die viel mehr Tatsache waren als tatsächlich eine Beleidigung schien ihn nicht wirklich zu treffen. Beinahe so als war ihm sehr wohl bewusst, dass er sich hier in etwas verrannt hatte. Und dennoch änderte er nichts daran. Er war wirklich bescheuert. Aber dessen war sich die Studentin doch schon länger bewusst oder nicht? Er lächelte einfach nur als konnte ihre kühle Art und Weise ihm gar nichts mehr ausmachen - als hatte er gelernt darüber hinweg zu sehen. Weil sie nicht konsequent genug war. Weil sie keinen klaren Schnitt machte. Noch bevor Yumi irgendetwas hinzufügen konnte waren sie schon wieder bei einem anderen Thema angekommen und auch sie hob überrascht die Augenbrauen als er schließlich ganz stolz davon berichtete welches Gericht er noch beherrschte. Ein leises Lachen verlies die Lippen der Blonden. Das klassische Studentengericht. Auch wenn Yumi selbst kein Mensch war der auf ein besonders nobles Essen wert legte, so war sie trotzdem bisher nicht so verzweifelt gewesen um diese beiden Zutaten miteinander zu kombinieren. Ein beeindruckter Laut drang aus ihrer Kehle. "Du musst mit unbedingt dein Geheimnis verraten!" verlangte Yumi schließlich als würde es sich bei besagtem Gericht um etwas gehen das wirklich schwer zu kreieren war. Gerade noch hatten sie gescherzt und im nächsten Moment verschwand aber auch schon wieder das Grinsen auf den Lippen des Schauspielstudenten. Gleich nachdem die folgenden Worte über ihre Lippen gekommen waren. Einfach so daher gesagt. Unbedacht. Eigentlich ohne eine tiefere Bedeutung und doch gab er dem Ganzen eine tiefere Bedeutung. Ihren Worten. Eigentlich dem Ganzen was sie hier hatten oder auch nicht hatten. Auch das Grinsen auf ihren Lippen verschwand als er folgende Worte aussprach. Sie presste die Lippen aufeinander aber sah nicht weg. Das hatte er schon übernommen. Vielleicht weil er es nicht ertragen konnte wenn sie ihn mit einem eiskalten Blick musterte. Wenn jegliche Wärme daraus verschwunden war. "Das solltest du aber." kam es knapp über ihre Lippen als wären sie sich gerade vor wenigen Minuten nicht noch unheimlich nahe gewesen. Vielleicht sogar näher als bei all den Malen zuvor - bei all ihren Treffen. Sie zog das ganze Szenario ins Lächerliche, fing den Blick seiner dunkelbraunen Augen jedoch auch wieder ein als er seinen Kopf wieder hob - sie einfach nur ansah, ihren Worten nicht glauben wollte. Es nicht wahrhaben wollte das sie auch gut alleine zurecht kam. Sie hatte mit Widerworten gerechnet die bewiesen, dass auch Yumi ab und an auf Hilfe angewiesen war. Mehr als sie selbst vielleicht glauben wollte. Sie lies seine Frage einfach so stehen, wurde ohnehin in eine innige Umarmung gezogen, die sie nicht erwiderte, ihn zugleich aber auch nicht von sich stieß. Irgendwann löste er sich von ihr - verschwand in dieser Rutsche und lies die Studentin zurück. Ihre Treffen waren ein stetiges Auf und Ab. Aufregend - im positiven wie im negativen Sinne und trotzdem nahm sie die Herausforderung an - suchte ihn und fand ihn auch am Ende der Rutsche weil er gefunden werden wollte. Aber aus anderen Gründen als sie - richtig? Er grinste - nahm wieder die Leichtigkeit ihrer Begegnungen auf, die bis gerade eben doch noch verschwunden war. Sein leises Lachen durchbrach die Dunkelheit der Nacht. Die Stille hier am Spielplatz die durchaus ungewohnt war dafür das sie hier mitten in der Stadt waren. er drehte seinen Kopf etwas in ihre Richtung - fand ihren Blick und erwiderte ihn als er auf ihre Frage antwortete. Und doch schien es nicht so als würde er nur auf ihre Frage antworten. Irgendwie schien es so als ginge es gar nicht mehr um das gleiche Thema weshalb sich auch kein Lächeln auf ihren Lippen abzeichnete, sie seinen Blick auch auswich, sich gerade zurückziehen wollte als er ihre Arme schnappte und sie um sich selbst legte, sie somit unweigerlich näher an sich drückte wie bei einer Umarmung. "Dieses Sprichwort..." kam es ihr schließlich über die Lippen als sich die Anspannung in ihrem Körper etwas lockerte, sie diese Position einfach hinnahm - vielleicht auch mehr als das. "...das würde bedeuten das man daraus lernt..." Yumi machte eine kurze Pause, lies ihren Blick über den Spielplatz wandern. Letztendlich um ihn nicht ansehen zu müssen. "Aber das tust du nicht, oder?"

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | irgendwo auf dem Spielplatz


    „Ja wirklich?“, erwiderte der junge Student. Wirkte dabei völlig überrascht als er mit großen Augen zwischen ihren hübschen Augen und dem auffälligen Oberteil hin und her schaute. Als ob es etwas völlig Neues oder Merkwürdiges wäre dass ein Top vielleicht so etwas wie einen Reißverschluss hatte. „Vielleicht solltest du mir das zeigen bevor ich noch deinen ganzen Kleiderschrank außeinander nehme..“ Der Kerl nickte ein paar Mal und fügte dem ein Seufzen hinzu, genoss dieses Hin und Her, diese oberflächlichen Gespräche, die sich im stetigen Wechsel befanden. Denn manchmal war es Spaß und wechselte doch ziemlich schnell auch in eine andere Richtung. „Bekomme ich denn etwas dafür?“, fragte er zunächst mit gehobenen Augenbrauen und hätte wahrscheinlich noch die Arme verschrenkt aber ließ es bleiben und schaute die Studentin nur mit einem Grinsen auf den Lippen an. Das vielleicht schon ein bisschen zweideutig wirkte. „Wenn ich dieses große Geheimnis schon lüfte..“ Der Musiker neigte seinen Kopf zur Seite als würde er sich darüber ernsthaft Gedanken machen, als ginge es um weitaus mehr als nur ein einfaches Studentengericht, das wohl jeder innerhalb und außerhalb des Wohnheimes kannte. Wenn man am Ende vom Monat mal wieder viel zu wenig von seinem Geld über hatte. Der Spaß löste sich beinahe in Luft auf und Darren sagte auch nichts mehr zu diesem Thema, er hielt inne und wartete auf eine Reaktion der Anderen, die eigentlich auch genauso ausfiel, wie er es sich gedacht hatte. Dennoch sagte er zunächst nichts darauf und versteckte sich lieber. Griff wieder das Spiel auf, das sie vorhin gespielt hatten, auch wenn er sich nicht wirklich Gedanken darum machte ein außerordentlich gutes Versteck zu finden. „Weißt du..“, begann der Schauspielstudent schließlich als Yumi ihn relativ schnell und ja auch problemlos gefunden hatte und er sie ohne zu fragen ja beinahe schon zwang, sich an ihn seinen Körper anzuschmiegen weil er ihre Arme um sich gelegt hatte und fest hielt. „Was ich sollte und was ich nicht sollte.. das kannst du ruhig mir überlassen.“ Seinen Blick hatte er wieder von ihr abgewandt, schaute zunächst wieder hinauf in den dunklen Nachthimmel und ein schwaches Grinsen umspielte seine Lippen. Sicher kamen ihr diese Worte bekannt vor. „Ich kann mich auch um sich selbst kümmern. Ziemlich gut sogar.“ Es entkam ihm sogar ein leises Lachen, dass die Stille durchbrach und er drehte seinen Kopf auch wieder zur Seite. Jedoch schaute die Blonde ihn nicht an, was ihn aber auch nicht weiter störte. So studierte er ihr Profil, konnte sie nur schwach im nicht wirklich hellen Licht der weiter entfernten Straßenlaternen erkennen. Ja, auch er fand sich manchmal in Situationen wieder in denen er auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen war aber es trotzdem anders oder? Als Yumis leise Stimme die Stille durchbrach lockerte seinen Griff. Ließ es damit wieder zu dass sie ihre Arme zurück zog, wenn sie das wollte. „Nein.“, antwortete der junge Mann und lächelte während er sie durch seine braunen Augen hindurch beobachtete. Sein Blick sich etwas hob und wieder senkte, er ihre Lippen ansah und folgend das Blau ihrer Augen. „Ich bin wahrscheinlich ein hoffnungsloser Fall.“ Darren schmunzelte und erhob sich im nächsten Augenblick und blieb auch erstmal so stehen, schob seine Hände in seine Hosentaschen und hob seine Schultern. „Aber das ist schon okay so. Ich weiß ja wofür ich.. das alles ertrage.“, fügte er hinzu und grinste während er sich zu ihr umdrehte und sie ansah. Es war eigentlich kein Thema worüber er sich lustig machen sollte, was er auch gar nicht tat, obwohl es mit seinem Grinsen vielleicht so wirkte aber zugleich wollte er auch nicht dass ihre Unterhaltung wieder zu ernst wurde. Weil er wusste dass Yumi doch eher die Leichtigkeit genoss, die man trotz allem zwischen ihnen fand. Manchmal, eigentlich oft und doch verschwand sie auch immer wieder. Was einzig und allein seine Schuld war. Weil er Gefühle für die junge Studentin entwickelt hatte und für einen Moment nur verschwand der unbekümmerte Ausdruck in seinem Gesicht als hätten sie gerade noch über das schöne Wetter gesprochen. Nur für einen kurzen Augenblick, weil ihm wieder bewusst wurde was er eigentlich aufs Spiel setzte, was seine Gefühle eigentlich ruinieren konnten und schon ruiniert hatten. „Wenn..“ Der angehende Schauspieler riss sich wieder zusammen und drehte den Kopf zur Seite, ließ ihn über die Türme und Klettergerüste schweifen als er schmunzelte. „Wenn wir noch länger hier bleiben müssen wir uns mit den Kids noch um die Rutschte streiten.“ Bestimmt war es schon spät. Oder schon relativ früh, wie man es eben sehen wollte. „Am Ende bekommen wir noch Ärger mit den Eltern..“

  • [Irgendwo auf dem Spielplatz] Darren & Yumi


    Er gab sich überrascht als sie ihm erklärte, dass sie nicht jedes Mal ein neues Oberteil brauchte wenn sie es ausziehen wollte. Sie konnte nicht anders als zu schmunzeln als er auf ihre Aussage einstieg - die Leichtigkeit dieses Themas aufnahm. Die Studentin sah den Anderen an und im Blau ihrer Augen funkelte der Schalk. "Ich weiß nicht..." kam es leise über ihre Lippen und sie widerstand dem Bedürfnis sich auf die Unterlippe zu beißen. "...manche Dinge solltest du besser selbst herausfinden." Wo blieb ansonsten der Spaß? Und darum ging es der Blonden doch schließlich bei der Sache. Richtig? Um den Spaß den sie mit dem Musiker hatte, der auch meistens nicht zu kurz kam - zumindest wenn der Andere seine Gefühle zurücksteckte. Gefühle die gar nicht erst entstehen hätten dürfen und das hatte Yumi ihm von Anfang an klar gemacht. Sie waren jung und wollten sich einfach nur amüsieren. Die Studentin hatte kein Interesse an dem was danach folgte. Beziehung. Gefühle. All das brauchte sie nicht in ihrem Leben. Als sie bereits beim nächsten Thema angekommen waren forderte Darren eine Gegenleistung für sein Geheimrezept, welches bestimmt alles andere als geheim war aber sie hatte damit angefangen also war es an Yumi das auch weiterzuspinnen. "Kommt drauf an was du als Gegenleistung möchtest..." Ohne den Blick von ihm abzuwenden sah sie ihn an, warf ihm einen vielsagenden Blick zu - wählte den leichten Weg indem sie es so klingen lies als ginge es um etwas Zweideutiges. Weil diese Dinge wesentlich leichter zu erfüllen waren - weil diese Dinge doch irgendwo mit dem was sie wollte konform gingen. Genauso wusste sie aber das es ein Stück weit gefährlich war ihn zu fragen was er als Gegenleistung wollte - jederzeit konnte die Leichtigkeit aus ihrem Gespräch verschwinden wenn sie sich auf diesem Weg begab. Aber das lag nicht an ihr. Es lag in seinen Händen. Wieder einmal. Eigentlich immer. Schließlich ging er immer wieder zu weit. In ihren Augen zu weit. Wahrscheinlich gab es eine ganze Horde an Mädchen die dafür gestorben wären diese Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen. Schließlich sah Darren gut aus. Ein Fakt den man nicht bestreiten konnte. Wie erwartet löste sich die Leichtigkeit, welche Yumi so schätzte in Luft auf - machte ernsten Themen Platz die sie nicht vertiefen wollte. Vielleicht war sie fast ein wenig froh, dass er einfach schweig. Das er ihre Worte so stehen lies - zwischen ihnen. Wo bereits so viele Worte standen. Worte an die er sich letztendlich wahrscheinlich immer noch nicht erinnerte. Erinnerungen die nur sie hatte weil der Alkohol sie ihm genommen hatte was wahrscheinlich besser so war. Sie spielte das kleines Versteckspiel mit. Vielleicht in der Hoffnung damit auch die Leichtigkeit zwischen ihnen wieder zu finden, die gerade verloren gegangen war. Zumindest einen gewissen Lockenkopf fand sie am Ende der Rutsche wieder. Als ihre Hände an seinen Armen nach unten glitten schlossen sich die seinen um ihre und er legte sie um seine Taille - lies ihr keine Chance dem entgegen zu wirken aber auch wenn sie es nicht zugegeben hätte so war es nicht unangenehm ihn wieder zu dicht an sich zu spüren - in dieser Umarmung zu verweilen. Er ging auf ihr vorhin gesagten Worte ein, wollte sie wie immer nicht hören - glaubte besser zu wissen was gut für ihm war weil er an nichtigen Dingen festhielt. Ein schwaches Lächeln zierte seine Lippen als er gen Himmel sah und schließlich fortfuhr. Es kostete sie ein müdes Lachen als er ihre Worte wiederholte. Schließlich wusste sie wie er reagiert hatte als er sie mit Alex gesehen hatte. Sie hatte die Verzweiflung in seinen Augen gesehen als er geglaubt hatte das Alex und sie wieder ein Paar waren. "Das glaubst du doch wohl selbst nicht..." kam es über ihre Lippen als er zu Ende gesprochen hatte. Irgendwie war es absurd, dass sie dieses Gespräch führten während ihre Arme immer noch um ihn geschlungen waren und schon im nächsten Moment lies sein Griff locker aber ihre Arme blieben dennoch immer noch an dieser Stelle, bewegten sich nicht. Sie sah ihn nicht an aber spürte seine Blicke - spürte wie er ihr Gesicht erkundete als würde er es zum ersten Mal sehen. Ganz selbstverständlich verneinte er ihre Frage als müsste er gar nicht darüber nachdenken. Gerade wollte Yumi ihm kopfschüttelnd erklären das es dann doch keinen Sinn machte Schmerz zu ertragen wenn man keinen Lerneffekt daraus zog. Der Schmerz blieb somit einfach sinnlos. Ihre Lippen hatten sich bereits geöffnet um ihm zu widersprechen als sich der Schauspielstudent schließlich von der Rutsche erhob - sich erklärte. Erst hatte er ihr nur den Rücken zugewandt - sah sie nicht an, vergrub seine Hände in der Hosentasche und drehte sich zu ihr um - begegnete ihren Blick. Ein Grinsen lag auf seinen Lippen als würde er das unheimlich lustig finden doch schon im nächsten Moment verschwand dieses Grinsen und er wirkte bedrückt. Keine Sekunde lies sie ihn aus den Augen. Sie sagte kein Wort, lies erst die seinen auf sich wirken, war dabei fast schon irritiert als er plötzlich das Thema wechselte auch wenn ihr dieses Tänzchen mittlerweile bekannt sein müsste. Yumi rutschte schließlich nach vorne und erhob sich ebenfalls von der Rutsche, klopfte sich den Sand von den Klamotten und hatte doch das Gefühl, dass überall auf ihrer Haut kleine Steinchen klebten. "Einen Scheiß weißt du..." kam es über die Lippen der jungen Frau während sie sich von ihm abwandte. "Du hast keine Ahnung was du hier tust und worauf du dich einlässt..." Yumi sah ihn weiterhin nicht an sondern entferne sich ein Stück weit von ihm - steuerte schließlich ein Stück weit schon den Nachhauseweg an.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | irgendwo auf dem Spielplatz


    Das amüsierte Grinsen auf seinen Lippen, das sich so oft dort abzeichnete wenn er mit Yumi redete, wenn sie scherzten, irgendwelche Spielchen spielten, zwischen Spaß und Ernst hin und her tänzelten, es verschwand für einen kurzen Augenblick nachdem er sich von dieser Rutschte erhoben hatte. Darren hatte bemerkt, dass die Studentin ihn weiterhin umarmt hatte, ihre Arme nicht von seinem Körper genommen hatte nachdem er seinen Griff gelockert hatte. Sie nicht länger festgehalten und naja, fast dazu gezwungen hatte. Sein Herz hatte bei dieser Erkenntnis auch ein kleines bisschen schneller geschlagen, seine Mundwinkel waren auch nach oben gehuscht. Doch für diesen kleinen Moment wich das alles aus seinem Gesicht. In dem Moment, in dem sie sich nicht mehr über ihr hübsches Top unterhielten, wie er sie am besten daraus befreien konnte. Mit ihrer Hilfe oder ohne. Es ging nicht mehr um das geheime Rezept des Lieblingsgerichtes aller armen Studenten. Nicht mehr um irgendwelche Gefallen und Gegenleistungen dafür. Irgendwie hatte das Blatt sich doch gewendet, es ging jetzt nicht mehr um irgendwelche belanglosen Themen. Die er trotzdem immer wieder genoss. Weil es doch auch dazu gehörte, man musste nicht immer über die Probleme der Welt reden, manchmal war es schon weitaus genug sich über das Abendessen oder einen möglich vorhandenen Reißverschluss eines Spitzenoberteiles zu unterhalten. Darren redete weiter und hatte sich auch ein bisschen von ihr abgewandt während sein Blick über den abgedunkelten Spielplatz wanderte und er aus den Augenwinkeln heraus beobachten konnte, wie die Studentin sich ebenfalls von der Rutsche erhob. Ihre kühle Stimme durchbrach die Stille, wischte ihm damit auch das nächste Grinsen aus dem Gesicht. Als Yumi sich schließlich in Bewegung setzte, sich von ihm entfernte, drehte sich der Schauspielstudent wieder zu ihr. In die Richtung, in die sie sich bewegte. In die sie vielleicht auch flüchtete weil das Gespräch wieder in eine Richtung gelenkt wurde, die sie wahrscheinlich gar nicht wollte. Es war sein Fehler gewesen. Er hatte seine Worte wieder falsch gewählt, sprach manche Dinge immer so aus, wie sie ihm im Kopf herum geisterten und traf damit sooft auch den falschen Punkt. Mindestens genauso oft wie Yumi ihm schon gesagt hatte dass er eigentlich doch absolut keine Ahnung hatte oder? Es war irgendwie nichts Neues und ein leises Seufzen kam über seine Lippen. Mit dieser Reaktion hätte er aber auch rechnen müssen. Vielleicht hatte er das auch, hatte es sich vielleicht irgendwo schon gedacht. Kurz wischte er sich mit den Händen über das Gesicht und dann durch die dunklen Locken, die mittlerweile wieder länger geworden waren. Vielleicht wäre ein Besuch beim Frisör mal wieder angesagt, doch daran dachte er jetzt nicht wirklich sondern setzte selbst einen Fuß vor den anderen und folgte der blonden Studentin. Zunächst nur ohne etwas zu sagen. Darren ging etwas hinter ihr, schloss nicht ganz zu ihr auf und hielt den Blick auch gesenkt. Es gab auch wirklich gar nichts mit dem er die angehende Psychologin in irgendeiner Art und Weise.. überzeugen konnte.. oder? Es gab da keine Worte, keine Taten, egal was er machte und sagte, immer hatte er keine Ahnung. Keine Ahnung von ihr, ihrem Leben. Natürlich kannte er nicht alles von ihr. Wahrscheinlich lange nicht aber davor hatte Darren auch absolut keine Angst. Er hatte keine Sorge dass es irgendwas gab was ihn umstimmte. Was ihn glauben ließ, dass es ein Fehler war. Dass es ein Fehler war Gefühle für sie zu haben. Eher merkte er jedes Mal aufs Neue, wie vernarrt er in die blonde Studentin war. Mit jedem Detail, das er über sie heraus fand. Jedes Mal, wenn er sie wieder ein bisschen mehr kennen lernte. Mit jeder Unterhaltung, jedem Wort und jeder Berührung.„Okay.“, kam es ihm schließlich über die Lippen. Durchbrach das Schweigen und schloss zu ihr auf. „Dann verrate es mir doch. Wenn ich anscheinend so ahnungslos bin..“, verlangte der Schauspieljunge und neigte den Kopf zur Seite. „Anscheinend weißt du ja mehr darüber was in meinem Kopf so vor sich geht.“ Wenn sie schon der Meinung war, dass er überhaupt keine Ahnung hatte. Für einen Moment überlegte der Musiker nach ihrer Hand zu greifen, hatte seinen Blick auch gesenkt und schaute ihren Arm hinunter doch er hielt sich zurück und vergrub seine Hände wieder in seinen Hosentaschen während er gerade aus sah, sie gemeinsam den Spielplatz ein Stückchen hinter sich ließen. „Aber.. genau das hier, dass du mir wieder so abweisend begegnest, das ist doch schon ein Teil davon. Von.. allem. Auch, dass du mir solche Dinge an den Kopf wirfst. Dass ich ja sowieso nichts weiß. Dass du mich von dir schubst während ich versuche auf dich zuzugehen.“ Und es machte ihm mittlerweile nichts mehr. Weil er gelernt hatte damit umzugehen. Fand es manchmal sogar amüsant und irgendwie süß. „Und du es dann doch nicht schaffst.“ Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen während er seine Schritte kurz beschleunigte und einen Arm um ihre Taille legte, sie doch für einen kurzen Augenblick dazu zwang anzuhalten, in dem er ihr einen Kuss an die Schläfe drückte. Seine Hand wanderte ihren Rücken nach oben, vergrub sich in das blonde lange Haar und im nächsten Moment ließ er auch schon wieder von ihr ab. „Yumi, ich..“ Darren wurde wieder langsamer und ein Lächeln umspielte seine Lippen während er in ihre blauen Augen schaute. Er schloss seinen Mund nochmal für einen Moment und sah sie nur an, atmete tief ein bevor er seine Arme anhob und beide Hände hinter seinem Kopf verschränkte. „Ich muss dir leider folgen. Unser Weg nachhause ist ja derselbe..“ Das vorhin noch verträumte Lächeln, das vielleicht so gewirkt haben konnte als kämen da jetzt ganz andere Worte, wurden zu einem Grinsen. „Und es wird wohl auch nicht besser wenn du ein paar Meter vor mir läufst.. am Ende denkt noch jemand, ich verfolge dich..“, fügte der Student hinzu und schaute kurz nach links und rechts als hätte er schon Angst vor irgendwelchen Anzeigen fremder Menschen.

  • [Irgendwo am Spielplatz] Darren & Yumi - gehen

    Niemand sagte etwas. Sie spürte ohne sich umzudrehen das er sich ihr wieder zugewandt hatte, spürte seinen Blick über sich wandern. Ihre Lippen blieben stumm. Alles was gesagt werden musste wurde gesagt. Eigentlich schon zum wiederholten Male aber offensichtlich war die blonde Studentin nicht die Einzige die nichts auf Worte gab. Egal wie oft sie Darren schon erklärt hatte, dass es keinen Sinn machte zu hoffen - er tat es dennoch und sie fanden sich immer wieder in einer Situation wieder in der sie darüber diskutierten. Jeder seinen Standpunkt klarmachte nur damit sie wenige Wochen später wieder über das gleiche Thema sprechen konnten. Schritt für Schritt lies sie den Spielplatz hinter sich, mit ihm gefühlt auch die Leichtigkeit zwischen den beiden Studenten. Er folgte ihr. Natürlich. Sie hatten den gleichen Weg. Die Hoffnung darauf das sie schweigend ihren Weg fortsetzen würden hatte Yumi nicht und so war es auch schließlich der Schauspielstudent, der wieder das Wort ergriff. Kurz schloss die blonde Studentin ihre Augen, machte keinerlei Anstalten langsamer zu werden oder sich gar dem Anderen zuzuwenden. Mittlerweile hatte Darren zu ihr aufgeschlossen, blieb dennoch ein wenig hinter ihr. Ein Seufzen verließ ihre Lippen als er nach Antworten verlangte - nach Erklärungen. Yumi schüttelte den Kopf, sah ihn dennoch nicht an. „Es ist mir egal was in deinem Kopf vorgeht...“ kam es schließlich über ihre Lippen ohne einen Hauch von reue in ihrem Tonfall. Vielleicht sogar mit dem Wissen ihn zu verletzen. Sie sah über ihre Schulter und begegnete seinem Blick. „Es spielt keine Rolle was darin vor sich geht und was du denkst oder dir erhoffst...“ Sie machte eine kurze Pause, wandte den Blick wieder von ihm ab - sah nach vorne. Vielleicht weil sie nicht sehen wollte was ihre Worte mit ihm machten. Vielleicht weil sie es auch irgendwie nicht ertragen hätte. Was auch immer der Grund dafür war - das wusste wohl nur die Blonde allein. „Du glaubst das sich irgendwann von meiner Seite etwas ändern wird aber das wird es nicht. Egal wie sehr du daran fest haltest...“ Ihre Stimme wurde wieder etwas sanfter weil sie sie zuvor etwas erhoben hatte. Nicht zuletzt um ihren Worten die nötige Wirkung zu verleihen. Sie glaubhaft klingen zu lassen. Dabei spielte es keine Rolle ob sie der Wahrheit entsprachen oder nicht. Sie dienten lediglich dem Ziel ihn fernzuhalten - ihn auf Abstand zu halten. Aber er blieb dennoch nicht zurück. Folgte ihr wie ein artiges Hündchen, hatte wieder etwas zu erwidern. Worte die sich ihren entgegen setzten als wollte er ihr beweisen das sie sich irrte. Vielleicht hatte er Recht. Vielleicht entsprachen seine Worte der Wahrheit aber selbst wenn dem so war - sie wollte diese Wahrheit nicht hören weil sie damit nicht umgehen konnte. Weil sie ihr Leben unnötig verkomplizierte und wenn es nach der angehenden Psychologin ging war ihr Leben auch ohne ihn schon kompliziert genug. Als er mit einem Grinsen das in Worte fasste was ihr ohnehin schon die längste Zeit bewusst war, hielt sie wieder an. Vielleicht lag es auch daran das der Musiker seinen Arm um ihre Taille geschlungen hatte, sie an sich zog und einen Kuss an ihre Schläfe hauchte als würden sie hier nicht gerade über diese Dinge sprechen - als wäre diese Geste selbstverständlich - als gäbe es gar keine Worte die ihn an solchen Dingen hindern konnten. Yumi presste ihre Lippen aufeinander und drehte ihren Kopf in seine Richtung, sah ihn durch ihre eisblauen Augen an. „Der einzige Grund warum ich das nicht schaffe ist weil ich meinen Spaß wollte...“ Keine Sekunde wandte sie sich von ihm ab, spürte wie seine Hand an ihrem Rücken nach oben glitt, sich in ihr langes blondes Haar schob und damit ein Kribbeln durch ihren Körper jagte „Es ist nur Sex und es wird auch immer nur Sex sein...“ Er lies von ihr ab und auch sie drehte ihren Kopf wieder von ihm weg, sah gen Boden. „Wenn dir das nicht reicht dann lass mich in Ruhe und such dir jemand Anderen...“ Yumi hob ihren Kopf wieder an als folgende Worte über seine Lippen kamen. Ihre Augen weiteten sich vor Überraschung - fast schon vor Angst. Ihr Herz fühlte sich an als hätte er es in die Mangel genommen, hielt es davon ab zu schlagen und doch hatte sie das Gefühl als würde es gleich aus ihrem Brustkorb springen. Ein nicht vorhandener Kloß schnürte ihr die Kehle ab und hinderte sie daran ihn zu unterbrechen. Sie fürchtete diese Worte. Sie fürchtete das die folgenden Worte alles zerstören konnten dabei gab es doch gar nichts was zerstört werden konnte. Sie hatte es doch gerade selbst gesagt. Im Grunde spielte es keine Rolle welche Worte über seine Lippen kamen. Sie konnte das Alles jederzeit beenden.Richtig? Richtig. Unbewusst hatte die Studentin den Atem angehalten, bemerkte es erst als sie wieder weiter atmete, ihre Lungen sich wieder mit Sauerstoff füllten als glücklicherweise nicht die befürchteten Worte seine Lippen verlassen hatten. Als sie ihn ansah entdeckte Yumi ein Grinsen auf seinen Lippen als hätte er bereits geahnt, dass sie mit anderen Worten nicht umgehen hätte können. Als wisse er darum. Ein amüsierter Laut verließ ihre Kehle als sie einige Schritte voran ging. „So ist es doch auch...“ kommentierte sie das Schauspiel des Lockenkopfs schließlich und für einen Moment huschte auch ein Schmunzeln auf ihre Lippen. Ungeachtet ihrer gesagten Worte machten sie sich auf dem Weg ins Wohnheim.