Pappelbrink 2: Die Wohnheime des "St. Ulrich" - Bildungszentrums

  • [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Der Abend in Sternbach war wie im Flug vergangen und mit dem Heimweg gestaltete es sich nicht anders. Schon bald stieg der Rothaarige die Treppen seines neuen Zuhauses, des Studentenwohnheims, empor. Das einzige Licht, welches ihm leitete war jenes seines Handydisplays. Brians Schlafzimmer fand sich schnell, ein Glück hatte er ein gutes Gedächtnis, und so leise wie möglich schloss der junge Student die Zimmertür hinter sich. In dem noch immer recht kahlen Zimmer angekommen, schaltete der Rothaarige das Licht an, ehe er tief ausatmete. Er betrachtete seine Reflektion in dem Spiegel, welcher neben dem Schrank hing. Dabei fiel der Blick des Studenten wieder auf den Kürbisfleck auf seinem Kostüm. Hoffentlich konnte er Charlies Aussagen auch wirklich vertrauen und es würde sich leicht rauswaschen lassen. Bei seinen Klamotten hörte der Spaß nämlich auf! Doch momentan war Brian viel zu müde, um sich noch weitere Gedanken darum zu machen. Es war ein wirklich ereignisreicher Tag gewesen: Die lange Busfahrt, sein Einzug in das hiesige Studentenwohnheim und anschließend die Halloweenparty in Sternbach. Nach einem weiteren tiefen Atemzug und einem Blick in sein ermüdetes Antlitz im Spiegel, begann Brian sich umzuziehen. Er streifte das Jackett, die Weste und das darunterliegende Hemd ab und legte sie ordentlich zusammen, ehe er sie in seinem Wäschekorb platzierte. Dasselbe tat er mit seiner Hose und den Socken. Die Schuhe stellte er neben den Schrank. Schlussendlich schlüpfte der Rothaarige in ein bequemes T-Shirt und ein paar Shorts. Nach einem kurzen, leisen Ausflug ins Badezimmer, um sich die Zähne zu putzen, legte sich Brian schließlich ins Bett. Vor seinem inneren Auge ließ er den vergangenen Tag nochmal revue passieren, ehe er sich ins Land der Träume begab.

    Am nächsten Tag wachte er erst gegen Mittag auf. Glücklicherweise hatte Brian zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Vorlesungen und konnte den Tag entspannt angehen. Nachdem er eine Weile vor dem Handy verbracht hatte, bequemte er sich schlussendlich doch dazu aufzustehen. Nachdem er angezogen war und sich die Haare gemacht hatte, verließ Brian schließlich das Zimmer. Er könnte wirklich einen Happen zu Essen vertragen. Das Treppenhaus war nicht allzu weit von Brians Zimmer entfernt und so schritt er schon bald die Stufen. Jedoch kamen seine Bewegungen schon bald zum erliegen als seine braunen Augen etwas erblickten mit dem er nicht gerechnet hatte. Auf den Stufen vor ihm saß eine junge Frau mit langem, rosafarbenen Haar. Vor ihr hatte sich ein kleines Chaos gebildet. War sie gestürzt? Da sie Brian den Rücken zudrehte, konnte er nicht sehen, in welcher Verfassung sie war. Deswegen und auch, weil er sie nicht erschrecken wollte, blieb er erstmal stehen, ehe er das Wort an sie richtete. "Kann ich dir vielleicht helfen?" Fragte er mit ruhiger Stimme. Vielleicht hatte sie sich verletzt? Oder war sie einfach nur frustriert über das Chaos vor ihr? Egal was es war, er konnte sie hier doch nicht einfach sitzen lassen ohne zumindest nachzufragen, ob er etwas für sie tun könnte. Das war einfach nicht seine Art. Und außerdem wäre es nicht schlecht, ein paar neue Kontakte zu knüpfen.

  • [Im Treppenhaus] Leila & Brian

    Wie lang saß sie nun schon da? Sie konnte es nicht mehr sagen. Die Zeit floss durch ihre Finger aber in Wirklichkeit waren es doch nur ihre Tränen, da sie ihre Hände auf ihre Augen gepresst hatte um die Tränen beiseite zu wischen. Ihr Blick richtete sich wieder auf das Chaos vor sich, welches eindeutig sinnbildlich für ihr Leben stand. Sie fühlte sich kraftlos. Zu schwach um aufzustehen und das Chaos zu beseitigen. Leila presste ihre Lippen aufeinander und seufzte. Sich einfach auf das Studium zu konzentrieren funktionierte anscheinend auch nur sehr bescheiden. Eine Zeit lang war es vielleicht gut gegangen aber bei der kleinsten Hürde brach sie zusammen und hinterfragte ihr ganzes Leben. Sie war so schwach geworden. Vielleicht war sie es immer schon gewesen und nur Nick hatte sie stark gemacht. Die Studentin schüttelte ihren Kopf und ein Seufzen verließ ihre Lippen als sie sich auf ihren Armen abstützte und regungslos das Chaos anstarrte. In ihren Augen glänzten immer noch die vergossenen Tränen. Eine Stimme von hinten lies sie kurz zusammenzucken und sich folgend zu ihrem Besitzer umdrehen. Mit den Ärmeln ihres Cardigans wischte sie sich vorher noch einmal die Tränen aus den Augen aber wahrscheinlich war die Mühe vergebens. Sie kannte den Kerl nicht, welcher ihr gerade seine Hilfe angeboten hatte. Wortlos sah sie ihn an, lies den Blick ihrer grünen Augen über ihn gleiten bevor sie sich zu einem sozialen Lächeln zwang und sich schließlich von der Stufe erhob und damit begann ihre Sachen wieder einzusammeln. Die erste Vorlesung hatte sie wohl ohnehin verpasst und wahrscheinlich wär das Mädchen momentan gar nicht in der Lage sonderlich viel davon mitzunehmen. "Nein..." winkte Leila schließlich ab weil sie eigentlich nur ihre Ruhe wollte - weil es wahrscheinlich auch einfach nicht der richtige Zeitpunkt war um neue Menschen kennenzulernen. Sie war sich nicht einmal sicher ob sie überhaupt irgendjemanden sehen wollte. Auf Anhieb fiel ihr da ohnehin nur eine Person ein und die konnte sie nicht erreichen weil ihr Handy nicht mehr funktionieren wollte. Erneut warf sie einen Blick darauf und versuchte es wieder einzuschalten aber der Bildschirm blieb nach wie vor schwarz, weshalb sie es einfach ebenfalls in die Tasche stopfte, wie die vereinzelten Sachen, die sie bisher aufgesammelt hatte obwohl noch genug im Treppenhaus verteilt lag. Da der andere Kerl noch immer da stand und es eigentlich nicht ihre Art war so dermaßen abweisend zu sein führte sie ihre Ablehnung näher aus. "Ich glaube zumindest dieses Chaos kriege ich noch irgendwie alleine wieder hin..." Einige verirrte Haarsträhnen fielen dem Mädchen ins Gesicht und sie strich sie wieder hinter ihr Ohr als sie kurz zu dem Anderen aufsah. Näher ausführen wollte sie diese Thematik jedoch nicht weshalb sie ihren Blick schnell wieder abwandte und sich weiter daran machte ihr Zeug einzusammeln. Sie spürte einen brennenden Schmerz an ihrem Knie und verzog kurz das Gesicht als sie sich wieder an jener Stelle anstieß. Eine Schürfwunde war an dieser Stelle zu sehen, hob sich durch ihre rote Farbe von der eher blassen Haut der Studentin ab. Glücklicherweise blutete es nicht allzu fest weshalb Leila der Wunde auch keine weitere Beachtung schenkte. Eigentlich hoffte sie das der Kerl einfach weitergehen würde, sie sich nicht länger mit belanglosem Zeug herumschlagen musste. Vielleicht war es aber auch ganz gut nicht alleine zu sein. Ihre Gedanken wurden dann viel zu laut und drehten sich momentan ohnehin immer nur im Kreis.

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    Cylie & Chris | im Zimmer von Chris


    „Sex ist Sex? Wow, das klingt irgendwie merkwürdig.“, murmelte die Medizinstudentin und sah ihrem großen Bruder dabei gar nicht ins Gesicht, verzog nur ihren Mund oder eigentlich auch ihr ganzes Gesicht. Wenn man diese Aussage auf weitaus mehr bezog.. nahm das nicht schon illegale Züge an? Cylie wollte gar nicht weiter darüber nachdenken und hatte diese Frage wahrscheinlich auch nur aufgrund ihres hohen Alkoholpegels gestellt, der aber mit einem Mal so schnell sank, dass ihr dadurch schon beinahe schwindelig wurde. Natürlich verflüchtigte sich das Gift nicht von einer auf die andere Sekunde aus ihrem Körper aber irgendwie hatte sie dieser Anblick im Büro der Heimleitung so überrascht, dass sie sich komplett nüchtern fühlte. Wie gut oder schlecht das jetzt war, durfte jeder für sich entscheiden. „Hm, du nicht?“ Ein Grinsen zierte ihre Lippen als sie ihren Kopf anhob. Weit anhob, da Chris ja doch um ein gutes Stück größer war als sie selbst und da musste sie ihren Kopf ja schon fast in den Nacken legen. Als wollte sie etwas am Himmel beobachten. „Ich könnte schwören ich habe da etwas Begeisterung in deinem Blick gesehen..“, mutmaßte die junge Studentin und legte ihre Zeigefinger prüfend auf ihr Kinn während sie in die grünen Augen des Anderen schaute, schmunzelte und dazu ihre Schultern kurz hob. „Nen hübschen Po hat er schon, muss man ihm lassen.“ Aber so genau dachte sie auch nicht mehr darüber nach, freute sich aber schon irgendwie auf die nächste Begegnung mit Yumi. Bei ihrem letzten Gespräch, in dem sie doch auch über den lockigen Studenten gesprochen hatten, wirkte sie ja nicht ganz so angetan.. das hatte jetzt doch ganz anders ausgesehen. Jedoch war die Frage sowieso, ob sie überhaupt noch einmal mit der Studentin reden würde, vielleicht hatte diese nach diesem Moment auch gar keine Lust mehr dazu. Wäre auch irgendwie verständlich.. auch wenn ihr da nichts peinlich sein musste oder so. Wobei es ihr selbst wahrscheinlich durchaus unangenehm wäre.. aber sicher war sie da aus einem anderen Holz geschnitzt. „Ich hoffe ja wohl dass du deine Augen verschlossen hattest!“, warnte sie ihren Zwilling, kurz bevor sie los sprintete und deutete damit natürlich an, dass man von der blonden Studentin doch mehr hatte sehen können. Cylie deutete mit ihrem Finger mahnend in die Richtung ihres Bruders und schenkte ihm noch einen bösen Blick bevor sich die Überraschung in seinem Gesicht ausbreitete als die Kleinere zu seinem Zimmer lief. Zwar erste war, jedoch nutzte Chris seine Größe gnadenlos aus, hob sie hoch und zog sie somit auch gleich von ihrer Siegerposition weg. „Heeey, lass mich runter!“, protestierte der jüngere Zwilling und wehrte sich natürlich, wedelte mit den Armen und strampelte mit den Füßen bevor Chris sie schließlich absetzte und mit seinem siegessicheren Grinsen wohl andeuten wollte, dass dieser Kampf schon längst entschieden war. „Vergiss es!“ Aber er hatte wohl vergessen, dass es durchaus auch Vorteile hatte, so klein zu sein und so hatte sie nur auf den richtigen Augenblick gewartet in dem ihr Bruder doch ein bisschen unachtsam war. Denn sie schlüpfte an ihm vorbei, in dem sie sich noch ein bisschen kleiner machte und wäre folgend beinahe auf die Schnauze gefallen, da sich dort am Boden im Zimmer des Mannes doch ein paar Klamotten und sonstiges angesammelt hatten. „Ekelhaft..“ Jedoch ließ sie sich nicht aufhalten und hopste schnell in das ungemachte Bett ihres Bruders und kugelte sich in die Decke, grinste ihren großen Bruder breit an und atmete tief durch. „Gewonnen!“




    3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | im Büro der Wohnheimleitung


    Es war nicht länger von Bedeutung, es spielte keine Rolle. Dass man sie gefunden hatte, dass ihr Versteck hier aufgeflogen war, dass sie sich vielleicht nicht den allerbesten Ort für ein Schäferstündchen ausgesucht hatten aber interessierte es Jemanden der Anwesenden? Hatte es irgendwelche Konsequenzen? In diesem Augenblick dachte der Student darüber nicht nach. Vielleicht mochte man denken, dass Darren jemand war, der sich darüber doch schon so seine Gedanken machte. Der negative Konsequenzen scheute, der ein bisschen Angst davor hatte Ärger zu bekommen. Weil es vorallem in so einer Situation vielleicht auch Auswirkungen auf das Studium hatte, vielleicht flog man aus dem Wohnheim oder es gab sonstige Szenarien, die man sich im Vornherein gar nicht ausdenken konnte aber ehrlich interessierte es den Musiker nicht. In diesem Augenblick war es wirklich das Allerletzte, an das er dachte, war es ihm sowieso kaum möglich noch einen klaren Gedanken zu schaffen. So bekam Yumi auch keine Antwort auf ihre Frage, die doch auch irgendwie selbst erkärend war. Legte er es natürlich nicht unbedingt darauf an entdeckt zu werden. Es hatte seinen Reiz, es gab zu alldem nochmal diesen gewissen Kick, den die blonde Studentin wohl genauso gut spüren und erklären konnte. Jedoch störte es ihn durchaus, dass dadurch Jemand.. mehr sehen konnte. Nicht von ihm. Mehr von ihr. Und auch wenn er wusste, dass er keinen.. Anspruch oder sonst etwas hatte, dass es ihm gar nicht erlaubt war so zu denken, konnte er das nicht abschalten. Störte sich daran dass die Geschwister, die gerade noch in der Tür gestanden hatten, vielleicht etwas gesehen hatten. Auch wenn Darren darauf geachtet hatte, sich so herum gedreht hatte, dass er doch noch vor der Studentin stand aber man wusste nie. Doch er verbannte jegliche schlechten, überflüssigen Gedanken in die hinterste Ecke seines Kopfes. War er sowieso mehr damit beschäftigt die Blonde dorthin zu bekommen, wo er sie haben wollte. Wobei er das ja eigentlich schon geschafft hatte. Da sie bei ihm war. Da, wo er wollte, das sie war. Nirgendwo sonst, nur an seiner Seite. Egal wo, hauptsache sie waren zusammen obwohl er wusste, dass es nie ein zusammen, nie ein gemeinsam geben würde.

    Als Yumi sich an seine Brust lehnte, beruhigte ihn das. Seine Atmung wurde langsamer, sein Herzschlag beruhigte sich auch wieder ein klein wenig. Es klopfte jedoch immer noch schneller als normal, was allein an ihrer Anwesenheit lag. Weil sein Herz da immer ein bisschen schneller klopfte. Weil er dabei so glücklich war. Ihr Atem jagte eine Gänsehaut über seinen Körper und er schmunzelte nach ihren Worten. „Jaja, gleich...“, flüsterte er und doch legte er seine Arme um ihren schlanken Körper, bettete seinen Kopf auf ihren und schloss seine Augen. Genoss einfach diesen Augenblick, genoss ihre erhitzte Haut an seiner und atmete noch einmal tief durch. Von draußen hörte man bereits einige Vöglein zwitschern und es wurde auch schon etwas hell, die Sonne kletterte langsam am Horizont hervor doch das interessierte den Schauspieljungen gerade eigentlich nicht. Er wollte nicht wissen, wie spät oder wie früh es war. Dass sie eigentlich gehen sollten. Dass sie hier am falschen Ort waren. Dafür fühlte sich dieser Augenblick zu schön an. Es fühlte sich gut an das Mädchen in seinen Armen zu halten und sie an sich zu drücken. Sie zu halten. „Wir flüchten ja schon.“, sagte er schließlich nach einem Moment der Ruhe und löste die Umarmung, machte einen Schritt zurück und grinste die Studentin an, erhaschte noch einen Blick ihrer nackten Brüste und zog seine Hose nach oben, knöpfte sie zu. Wieder.. Fix sammelte er die zu Boden gefallenen oder eher geschmissenen Klamotten wieder auf und reichte der angehenden Psychologin ihren Teil während er selbst in sein Shirt und Hemd schlüpfte. „Du kannst wohl auch nicht aus deiner Haut hm...“, sagte der Schauspielstudent schließlich während er wieder einen Schritt auf sie zu machte und ihr eine verlorene Haarsträhne hinters Ohr strich, sie dabei angrinste. Ja, das war eine Anspielung darauf, dass es doch sooft das war, was sie doch wollte oder? Flüchten, weglaufen, Dingen aus dem Weg gehen, die sie nicht in ihrem Leben haben wollte. Durchaus auch zu verstehen aber vielleicht nicht immer der richtige Weg.. Mit einem flüchtigen Blick begutachtete er nochmal das Chaos am Boden, das sie angerichtet hatten, aber es war ja auch nötig gewesen. Schließlich hatten sie den Platz gebraucht. Für wichtigere Dinge als Listen und andere Dokumente. Der Student wartete noch einen Moment ehe er sich herum drehte und bemerkte, wie hell es eigentlich schon geworden war. „Die Zeit mit dir vergeht einfach viel zu schnell...“, seufzte der junge Kerl und fuhr sich einmal mit den Fingern herum bis er etwas hörte, bis er Jemanden hörte. Eine verwunderte Stimme, krächzend und bekannt. Im nächsten Augenblick stand auch schon die alte Dame in ihrem Büro. Überrascht, geschockt und vorallem aber wütend über das, was sie in ihren heiligen vier Wänden entdeckte.

  • [Im Büro der Wohnheimleitung] Darren & Yumi

    Er belächelte ihre Worte, winkte sie ab und zog sie schließlich in eine Umarmung. Es hätte sie nicht überraschen sollen und doch überforderte die Sanftheit seiner Gesten sie ab und an vor allem nachdem sie bis gerade eben nicht unbedingt sanft miteinander umgegangen waren. Darren legte seine Arme um ihren Körper und drückte sie an sich. Es hätte ihr wirklich klar sein müssen das er auch an dieser Stelle nicht auf seine Kuscheleinheiten verzichten wollte. Vielleicht weil er seine Chance auskostete, weil er fürchtete es könnte das letzte Mal gewesen sein das sie auf diese Weise aufeinander trafen. Seine Atmung beruhigte sich wie die ihre. Sein Brustkorb hob und senkte sich nur noch langsam und auch wenn sein Herzschlag sich beruhigt hatte, so war er immer noch ein kleines bisschen beschleunigt - von der Anstrengung - zumindest redete sich die Studentin das ein weil es so leichter war in seiner Nähe zu bleiben. Weil jede andere Erklärung dafür zu viel gewesen wäre. An ihrem Rücken spürte sie immer noch jene Stelle an der er sich vor wenigen Minuten noch festgekrallt hatte als sie gemeinsam den Höhepunkt erreicht hatten. Ein süßer Schmerz durchfuhr ihren zierlichen Körper und jagte zugleich eine Gänsehaut darüber. Er hatte in der Zwischenzeit seinen Kopf auf den ihren gebettet. Unweigerlich schloss sie kurz ihre Augen, spürte seinen Körper so dicht an dem ihren - spürte seine Wärme aber schaffte es dennoch nicht seine Umarmung zu erwidern. Er hielt sie fest und die Studentin öffnete ihre Augen wieder einen Spalt. Erst jetzt nahm sie ihre Umgebung wieder ein wenig bewusster war - letztendlich um nicht zu viel über diese Situation nachzudenken. All das war vorhin noch völlig unwichtig gewesen doch nun schien es als würde die Realität wieder präsenter werden - als wären sie nicht mehr in der kleinen Seifenblase in der sie nur für den Augenblick lebten und ihren Spaß hatten. So war es doch jedes Mal wenn sie ihren Spaß gehabt hatten. Jedes Mal danach stellte sie sich die Frage ob sie gehen oder bleiben sollte. Als seine folgenden Worte an ihr Ohr drangen weiteten sich ihre Augen ein Stück weit. Fast so als hätte er ihre Gedanken gelesen und folgend ausgesprochen weil sie es nicht getan hatte. Eine Flucht. Vor was? Nähe? Ihm? Es ging doch in Wirklichkeit gar nicht um diese bescheuerte Alte, der ihr Job wohl etwas zu Kopf gestiegen war. Es ging darum sich der ganzen Situation zu entziehen nachdem sie sich miteinander vergnügt hatten bevor eben jenes Vergnügen wieder in Ernst überging. Das konnte sie nicht brauchen. Das wollte sie nicht. Darren entließ sie aus seinen Armen und wich einen Schritt zurück um seine Hose wieder an Ort und Stelle zu bringen. Das sein Blick noch ein letztes Mal über ihren entblößten Oberkörper geglitten war blieb ihr nicht verborgen. Auch nicht das Grinsen auf seinen Lippen nachdem diese wenigen Worte darüber gekommen waren. Während Darren sich daran machte die Klamotten vom Boden aufzusammeln verschränkte die Blonde ihre Hände vor ihrer nackten Brust. Nicht zuletzt weil ihr fast schon kalt war jetzt wo er sie nicht mehr im Arm hielt. Ihr Blick wanderte über den Schauspielstudenten und glitt schließlich in Richtung Fenster, wo sich nach und nach schon die Sonne am Horizont hervorkämpfte. Es war spät geworden und langsam aber sicher spürte die Blonde auch die Müdigkeit, die sie überkam. Dankend nahm sie ihre Kleidungsstücke entgegen, nach denen sich der Musiker gerade gebückt hatte und schlüpfte in ihr Oberteil. bevor sie vom Tisch hüpfte und es wieder in ihren Rock steckte. Unweigerlich schielte Yumi kurz in die Richtung des anderen Studenten, der seinen Oberkörper auch gerade wieder bedeckte was eigentlich wirklich zu schade war. Offenbar blieb ihm ihr Blick nicht verborgen denn er näherte sich ihr gleich daraufhin wieder ein Stück, blieb dicht vor ihr stehen als sein Blick über ihr Gesicht wanderte, er eine Hand hob um ihr eine verirrte Strähne hinters Ohr zu streichen. Ein Grinsen zierte die Lippen, die sie vor wenigen Minuten noch geküsst hatte. Ihre Mundwinkel zuckten nach oben als sich ihre Blicke trafen und mit einer Hand strich sie über den Schreibtisch, gegen den sie sich gelehnt hatte. "Oh fühlst du dich hier so wohl, dass du noch gerne ein Weilchen bleiben willst...?" fragte sie schließlich überflüssigerweise. "Hier am Schreibtisch wird gerade ein gemütliches Plätzchen frei aber ich weiß nicht wie du das Chaos dann der Alten erklären willst ohne ihren Zorn auf dich zu ziehen..." Auch der Blick ihrer blauen Augen riss sich schließlich von ihm los und wanderte über das Chaos, welches sie hier hinterlassen würden. Yumi konnte sich schon gut vorstellen, dass da Jemand ganz und gar nicht erfreut sein würde aber irgendwie gefiel der Studentin dieser Gedanke auch. Sie war immerhin nicht nur einmal mit der Wohnheimleitung aneinander geraten. Die Blonde schnappte sich ihre Jacke und schlüpfte schließlich hinein als sich Darren gerade wieder von ihr abgewandt hatte, sich zum Gehen bereit machen wollte. Seine Worte klangen ernst weshalb die angehende Psychologin keine Sekunde zögerte um sie wieder ins Lächerliche zu ziehen. Ihre Art und Weise mit Ernsthaftigkeit umzugehen. "Aww sei nicht so streng zu dir..." Sie ging an dem Anderen vorbei und sah erst in sein Gesicht bevor sie ihren Blick auffällig an ihm hinab wandern lies bevor sich ihre Blicke wieder trafen. "Ich finde du hast doch ganz gut durchgehalten..." Das er keineswegs von seinem Durchhaltevermögen beim Sex sprach war Yumi durchaus bewusst aber so musste sie sich nicht auf den wahren Inhalt seiner Aussage einlassen. Die Studentin stoppte in ihrer Bewegung als sie Jemanden an der Tür hörte. Jemand ganz Bestimmten. "Scheiße..." Es war zu spät um durch das Fenster zu fliehen denn wenige Sekunden später stand die Alte schon mitten im Raum. Ihre Augen waren weit aufgerissen und nicht nur die. Vor Schock stand ihr auch der Mund offen. Ihr Blick fiel gleich nachdem sie das Chaos am Boden und auf ihrem Schreibtisch entdeckt hatte auf Yumi. Natürlich. Ein gefundenes Fressen für die alte, verbitterte Schreckschraube. Ein weiterer Punkt auf ihrer endlos langen Liste an Vergehen. "Fräulein Havard... ich hätte mir schon denken können, dass sie in diese Sache involviert sind." Ihre Stirn war in Falten gelegt als sie eine Szene machte. Yumi war eigentlich gar nicht mehr wach genug um ihren Worten folgen zu können, stieg erst wieder ein als sie verkündete, dass dies Konsequenzen haben würde. Die Alte lies ihr keine Gelegenheit zu Wort zu kommen weshalb sie ihre Lippen wieder schloss und ihre Szene einfach über sich ergehen lies. Irgendwann würde die Alte doch Luft holen müssen, oder? Yumi verpasste die Gelegenheit als sich die Alte schließlich Darren zuwandte. "Von ihnen hätte ich so etwas allerdings nicht erwartet, Herr Anderson..." die Alte schüttelte enttäuscht den Kopf aber in ihrem Blick konnte man schon erkennen, dass sie ohnehin vermutete das Yumi die treibende Kraft in dieser Sache war. Gerade als Yumi etwas dazu sagen wollte brachte die Wohnheimleitung sie mit einer Geste zum Schweigen. "Ich denke sie haben bereits genug getan. Ich brauche keine falschen Rechtfertigungen. Sie melden sich später bei mir im Büro wenn sie ihren Rausch ausgeschlafen haben..." Die Alte deutete den beiden Studenten, dass sie das Büro nun verlassen konnten.

  • 3892-pasted-from-clipboard-pngDarren & Yumi | im Büro der Wohnheimleitung


    Sein Blick folgte der Bewegung ihrer Hand, als sie über mittlerweile etwas leer gewordenen Schreibtisch strich. Das, was vorhin noch darauf gestanden oder gelegen hatte, war überwiegend zu Boden gefallen und hatte sich dort verteilt. Es sah wirklich chaotisch aus. Die Blätterstapel waren teilweise durch das halbe Büro geflogen und die Stifte lagen überall verteilt. Was, wenn dort wichtige Dokumente dabei waren, wenn alles sortiert gewesen war? Sollten sie sich schlecht fühlen? Der Schauspielstudent war viel zu sehr damit beschäftigt sich auf die Blonde zu konzentrieren, war von Glücksgefühlen übermannt, hing mit seinen Gedanken mehr noch an den letzten Augenblicken als dass er sich darüber wirklich ernsthafte Gedanken machen konnte. Was das für Konsequenzen haben konnte. Aber dafür musste man sie erstmal erwischen und zweimal hintereinander am selben Ort entdeckt werden.. das war doch eher unwahrscheinlich oder? „Hm, an sich ist der Ort sowieso egal. Hauptsache du bist an meiner Seite.“, antwortete der junge Kerl, beinahe mehr nebenbei, während er den Ärmel seines dunkelroten Hemds wieder nach oben strickte. Zumindest ein bisschen und auch nicht gerade ordentlich aber das war ja jetzt eh nicht weiter wichtig, würde er es in seinem Zimmer sowieso wieder ausziehen. Darren freute sich schon auf sein Bett, freute sich auf den Schlaf, der ihn erwartete und doch überschattete der Gedanke, dass Yumi höchstwahrscheinlich nicht neben ihm schlafen würde, diese Vorfreude. Obwohl er wusste, dass dieser kleine Wunsch, den er verspürte, lächerlich und sowieso hoffnungslos war, dass er sich so etwas gar nicht wünschen sollte, gar nicht erhoffen, so konnte er auch nicht damit aufhören. Der Musiker unterdrückte ein Seufzen auf dem Weg zur Tür bis die Studentin ihn überholte und seine Aussage ins Lächerliche zog. Irgendwie hätte er das ja erwarten können, hätte sich denken können dass er darauf keine wirkliche Reaktion bekam. Wahrscheinlich hätte er das auch für sich behalten sollen aber so einen richtigen Grund dafür sah er dann auch nicht. War es doch nichts Verwerfliches zu sagen, dass man sich in der Nähe eines anderen Menschen wohl fühlte. Dass man gerne bei ihm war. Es war doch schön. Für beide Seiten. Eigentlich.. Der Schauspieljunge hob seine Augenbrauen und wartete einen kurzen Moment, fast so als müsste er überlegen, als wüsste er nicht was Yumi meinte und doch hatte es eigentlich keine Sekunde gebraucht. War es ja auch offensichtlich, nach ihrem auffälligen Blick. „Oooh.. bist du stolz auf mich, ja?“, fragte er nach, als bräuchte er die Bestätigung für sein Selbstbewusstsein, obwohl dem ganz und gar nicht so war. Fast schon funkelten seine Augen, wie bei einem Jugendlichen, der gerade sein erstes Mal hinter sich hatte und dafür Lob bekam, weil er trotzdem so gut gewesen war. Ein Schmunzeln kam ihm über die Lippen, welches gleich wieder erstickte und er sich fast daran verschluckte. Erst hoffte der Student ja, dass es nur der Wind war oder ein anderer Bewohner, der nach der Wohnheimleitung suchte aber natürlich war dem nicht so. Natürlich hatten sie das Unglück für diesen Moment irgendwie gebucht. Im ersten Augenblick konnten weder die alte Dame noch die Studenten etwas sagen, waren sie wohl alle etwas.. überrascht. Dass die Andere dann gleich auf Yumi los ging, sorgte dafür dass Darren einen Schritt zur Seite machte und sich eigentlich eher unbewusst etwas vor das Mädchen stellte. Obwohl er wusste, dass sie kein Schutzschild brauchte, sich selbst verteidigen konnte, wenn sie wollte, aber es passierte einfach und als sie dann auch ihn ansprach, schaute er in die Richtung der Alten. „Ich bin doch immer für eine Überraschung gut.“, kam es ihm über die Lippen, mit denen er sie auch gleich anlächelte. Doch das Lächeln verschwand auch gleich wieder. „Aber es ist meine Schuld, ich habe sie dazu überredet.“ Der junge Erwachsene griff nach der Hand der blonden Studentin und drehte sich auch etwas zu ihr, machte ihr mit seinem Blick deutlich dass sie weder ihr noch ihm widersprechen sollte. War Schweigen doch sowieso etwas, was sie ganz gut konnte, daher sollte sie es jetzt genauso gut machen. „Überredet, also? Für Fräulein Havard brauchen sie sicher keine große Überredungskünste. Etwas anderes ist man von ihr ja nicht gewohnt.“, entgegnete die Leitung des Wohnheimes seinen Worten und ging mit langsamen Schritten an ihnen vorbei während sie den Studenten anordnete, das Büro zu verlassen. „Naja, wo bliebe denn der Spaß, wenn wir uns andauernd an die Regeln halten?“ Er führte Yumi zur offenen Tür, blieb vor ihr stehen und schaute in die blauen Augen der jungen Frau. Eigentlich hätte er jetzt am liebsten das gemacht, was die Alte von ihnen verlangte, wäre ins Bett gefallen, hätte geschlafen, natürlich mit ihr an seiner Seite aber er wusste ganz genau, dass nichts davon jetzt passieren würde. Weshalb er seinen Arm nochmal hob, seine Hand auf ihre Wange legte und seinen Daumen langsam darüber wandern ließ. Ihre Wangen waren noch ganz rot. Von der Anstrengung vielleicht? Oder vom Alkohol, von seiner Anwesenheit? Was es auch war, damit sah Yumi immer so unfassbar süß aus, dass er grinste bei diesen Gedanken. Sanft drückte er ihr einen Kuss auf die Stirn und hätte ihn das Räuspern der Schreckschraube nicht aus seinen Gedanken gerissen, hätte dieser Kuss sicher noch länger angedauert. „Geh.“, flüsterte er gegen ihre Stirn, ließ ihre Hand los und blieb dennoch noch kurz nah bei ihr stehen. „Hör wenigstens einmal auf das, was ich dir sage.“ Ein leises Schmunzeln entglitt ihm ehe er sich herum drehte und sich wieder der alten Dame näherte. Irgendwie würde er es schon schaffen, sie zu besänftigten. Er würde die ganze Schuld auf sich nehmen. Weil es ja irgendwie auch er war, der die Blonde beinahe ins Büro.. geschubst hatte. „Ich helfe ihnen.“, begann er mit seiner Entschuldigung.

  • [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Abwartend sah der Student die Rosahaarige an, welche ihm nach wie vor den Rücken zudrehte. 'Nein..' Die Ablehnung seines Hilfsangebots klang schwach. doch er würde sie akzeptieren, auch wenn er das Gefühl nicht los wurde, dass es der jungen Studentin alles andere als gut ging. Brian beobachtete sie, während sie begann ihre auf den Stufen verteilten Sachen aufzusammeln. Tatsächlich drehte sie sich dabei kurz zu ihm um und so bekam Brian einen kurzen Blick auf ihr hübsches Gesicht, die geröteten grünen Augen und Wangen. Sie musste geweint haben. Nur von diesem Sturz, auch wenn Brian ihn nicht live gesehen hatte, könnten diese Gefühlsausbrüche doch sicher nicht kommen, oder? Ihre Erklärungen bestätigten seine These. 'Zumindest dieses Chaos', das klang als würde momentan so einiges in ihrem Leben falsch laufen. Genau das war es, was ihn davon abhielt, einfach weiter zu gehen. Die Rosahaarige hatte seine Hilfe zwar abgelehnt aber dennoch hätte er ein schlechtes Gewissen, sie einfach so hier sitzen zu lassen. Unschlüssig stand er also im Treppenhaus während die Studentin weiterhin ihre Sachen einräumte, bis sein Blick schließlich auf die blutige Schürfwunde an ihrem Knie fiel. "Autsch, das sieht nicht so gut aus. Das solltest du reinigen und desinfizieren." Sein Gesichtsausdruck war weich, während er diese Worte sprach. Der Rothaarige holte einmal tief Luft bevor er wieder zu sprechen ansetzte. "Hör mal, wenn du willst, dass ich dich in Ruhe lasse, dann respektiere ich das. Aber, und verzeih' mir meine Direktheit, aber du siehst aus als würde es dir extrem beschissen gehen und als könntest du jemanden zum reden gebrauchen. Und vielleicht ist da ein Außenstehender, den du danach vielleicht nie wieder siehst gar nicht so übel." Begann er, ohne groß um den heißen Brei herum zu reden. "Also, ich könnte dir vorschlagen, dass wir uns um dein Knie kümmern und danach kannst du mir über einer Tasse Tee erzählen, was momentan so schief läuft. Nur ein Vorschlag, wie gesagt. Die Entscheidung liegt bei dir." Er schenkte ihr ein kurzes Lächeln und sah sie dann abwartend an. Brian war schon immer ein direkter Mensch, welcher sehr gerade heraus war. Ob das nun positiv oder negativ war, kam immer ganz auf den Gesprächspartner an. Der Student musterte die Rosahaarige, während er gegen das Treppengeländer lehnte. Er wäre nicht beleidigt, wenn sie kein Interesse an seinem Vorschlag hätte. Aber er musste es ihr anbieten, um sein Gewissen zu beruhigen. Denn jemanden so verloren und am Boden einfach stehen zu lassen, das konnte er einfach nicht. Zumindest nicht, wenn die Person ihm nichts getan und es damit nicht verdient hatte.

  • [Im Büro der Wohnheimleitung - Yumis Zimmer]


    Es war nicht das erste Mal, dass er solche Dinge mit einer derartigen Selbstverständlichkeit aussprach - fast schon beiläufig erwähnte als beinhalteten seine Aussagen nicht Worte, welche die blonde Studentin gar nicht erst hören wollte. Worte, die dem was sie wollte eigentlich widersprachen. Darren sah sie dabei nicht an - war damit beschäftigt sein Hemd ein wenig hochzukrempeln. Für einen Moment sah Yumi in seine Richtung aber hatte seinen Worten nichts hinzuzufügen. Es war ihm bewusst, dass von ihrer Seite nichts kommen würde, oder? Und dennoch wurde er scheinbar nicht müde solche Dinge auszusprechen. Er tat es immer wieder. Egal ob sie ihm widersprach oder ob sie schwieg. Yumi senkte den Kopf und verharrte für einen Moment, schien mit sich zu hadern ob nun der Zeitpunkt gekommen war all das endgültig zu unterbinden. Sie hatte es sich schon so oft vorgenommen und doch war sie immer wieder schwach geworden, war dem Bedürfnis ihm nahe zu sein erlegen. Die Studentin presste ihre Lippen aufeinander und beugte sich leicht nach vorne um ihre Strümpfe wieder ein wenig nach oben zu ziehen. Nicht weil es nötig war. Immerhin würde sie diese Dinger ohnehin gleich in irgendeine Ecke ihres Zimmers verbannen bevor sie sich in ihr Bett schmiss. Vielleicht lenkte sie sich dadurch nur von der Tatsache ab, dass es ihr nicht so leicht wie erhofft fiel diese Worte auszusprechen - diese namenlose Sache zu beenden bevor zu viel daraus wurde. Auch wenn Letzteres wohl Ansichtssache war. Schließlich war es doch schon längst zu viel. Zumindest für Yumi. Mehr als sie wollte und in diesem Fall war das alles Andere als gut. Langsam richtete sich Yumi wieder auf, fuhr sich einmal durch ihre blonde Mähne bevor sie den Abstand zwischen sich und dem angehenden Schauspieler reduzierte, schließlich an ihm vorbei wanderte um seine nächste Aussage ins Lächerliche zu ziehen. Weil es die einzige Alternative war als es still zu schweigen. Entweder sie erwiderte gar nichts oder aber drehte im die Worte im Munde um, um die Leichtigkeit ihrer Begegnung nicht zu verlieren. Kurz schien es so als hätte er nicht verstanden worauf sie hinaus wollte aber dem war offensichtlich doch nicht so als er sie mit strahlenden Augen ansah und anscheinend noch eine Bestätigung von ihrer Seite erwartete bevor ein Schmunzeln auf seinen Lippen erschien, die sie unweigerlich für einen Moment fixierte - fast so hätten ihr die Küsse, welche sie bis gerade eben ausgetauscht hatten nicht gereicht. Sie sah in die dunkelbraunen Augen des Anderen, wollte gerade etwas erwidern als sie ein Geräusch an der Tür vernahm und die alte Schreckschraube mitten im Büro stand und erst die beiden Studenten und folgend das Chaos mit offen stehendem Mund musterte. Scharf sog sie die Luft in ihre Lungen und ging natürlich gleich auf Yumi los. Sie lies sie nicht zu Wort kommen und gerade als sie etwas erwidern wollte hatte sich Darren ein Stück weit vor ihr positioniert. Fast so als hätte sie es nötig von Jemanden beschützt zu werden. Als wäre sie schwach und zerbrechlich. Gerade als sie ihn unterbrechen wollte, ihm klarmachen wollte, dass sie sehr wohl auch für sich selbst sprechen konnte nahm der Dunkelhaarige die ganze Schuld auf sich. Unweigerlich weiteten sich die Augen der jungen Studentin und sie warf ihn einen irritierten Blick von der Seite zu, den er folgend auch einfing als er sich in ihre Richtung drehte, nach ihrer Hand griff und sie einmal drückte. Yumi schüttelte leicht den Kopf um ihm von dieser Dummheit abzuhalten als er ihr wortlos jedoch zu verstehen gab, dass er schon wusste was er machte. Wahrscheinlich war es für ihn auch ein Leichtes die Alte ein wenig zu bezirzen, ihr Honig ums Maul zu schmieren damit sie hier fein raus waren. Er hatte schließlich seinen ganz eigenen Charme. Gut möglich das er einfach Teil seines Studiums war - irgendwie zum Schauspielerdasein dazu gehörte aber er war so oder so unbestreitbar. Natürlich lies sich die schreckliche Alte nicht so leicht überzeugen wie gedacht, schien an seinen Worten zu zweifeln und schaffte es natürlich das Gespräch wieder in ihre Richtung zu lenken. Aber sie hatte nicht Unrecht. So ähnliche Worte hatte sie doch im Grunde auch schon von ihren Eltern gehört, nicht wahr? Man war es von ihr gewohnt, dass sie Scheiße baute. Warum sich also dagegen wehren - warum all die Vermutungen nicht einfach mit den eigenen Taten bestätigen. Das wollten doch im Grunde alle. Sie wollten Recht behalten. Unweigerlich dachte die Studentin an alle anderen Geschehnisse wo man ihr solche Worte an den Kopf geworfen hatte und lies sich von dem Studenten in Richtung Türe führen. Ihre Beine bewegten sich automatisch. Die Worte der Wohnheimleitung hatte die Blonde nur peripher wahrgenommen als sie ihren Kopf schließlich ein wenig anhob und in die dunkelbraunen Augen des Anderen blickte. Beinahe vergaß sie wo sie sich gerade befanden - das sie nicht alleine waren immer noch unter den Argusaugen der alten Hexe standen, die sie gerade dazu aufgefordert hatte nachher wieder hier anzutanzen um ihre Strafe entgegen zu nehmen. Sie spürte seine Hand an ihrer Wange, spürte wie er zärtlich darüber strich als wäre sie zerbrechlich bevor er sich ihr näherte und einen Kuss auf ihre Stirn hauchte. Unweigerlich hatte sie ihre Augen geschlossen spürte ein leichtes Kribbeln in sich als seine Lippen ihre Haut berührten. Es war wohl das Räuspern der Alten, die ihn sich zurückziehen ließen, sie folgend dazu aufforderten zu gehen. Seine Stimme war nur ein Flüstern. "Aber..." widersprach sie ihm gleich nachdem seine Stimme wieder erloschen war - unsicher was sie erwidern wollte aber dennoch war es fast schon in der Studentin verankert, dass sie ihm widersprechen musste - auch wenn ihr vielleicht die Worte fehlten. Er lies ihre Hand los. erst dann fiel ihr auf das ihre Finger bis gerade eben noch miteinander verschränkt waren - das sie die Hand des Anderen gehalten hatten als wäre es selbstverständlich. Er lies ihr keine Möglichkeit die passenden Worte vielleicht doch noch zu finden und ein leises Schmunzeln schlich über seine Lippen als er sich folgend abwandte und wieder ins Büro zurückkehrte. Ob Yumi ihr 'Danke' noch ausgesprochen hatte oder ob sie es sich nur gedacht hatte wusste sie nicht mehr als sie noch ein letztes Mal den Blick ihrer blauen Augen über seine Rückenansicht wandern lies bevor sie sich auf den Weg in ihr Zimmer aufmachte, die Tür hinter sich zudrückte und sich folgend ihrer Klamotten entledigte, die sie gerade erst wieder angezogen hatte. Ihre Haare band sie unordentlich zusammen bevor sie sich abschminkte und in ihr Bett fallen lies. Ein Seufzen verließ ihre Lippen und sie schüttelte den Kopf als sie ihre Decke über sich zog und an ihre jüngste Begegnung mit ihm dachte. Sie machte die Menschen in ihrem Leben wirklich kaputt - brachte sie in Schwierigkeiten - ruinierte ihr Leben. Die Studentin schloss die Augen und spürte den nicht vorhandenen Kloß in ihrer Kehle als wäre er tatsächlich da. Sie war einfach nicht gut für die Menschen in ihrer Umgebung. Einer der Gründe warum sie alleine sein wollte - bleiben wollte. Und doch ertrug sie jene Einsamkeit nicht auf Dauer. Dieses winzige Wort, welches ihm über die Lippen gekommen war. Mag sein das er es nur für den Moment ausgesprochen hatte aber in Wirklichkeit war es doch besser sie würde wirklich aus seinem Leben verschwinden - sie würde wirklich gehen. Yumi presste ihre Augen zusammen, dachte unweigerlich an die Menschen, die sie näher an sich herangelassen hatte - bei denen sie wie ein Wirbelsturm eingeschlagen und alles durcheinander gebracht hatte. Sie spürte wie eine Träne über ihre Wange rollte, spürte den Druck auf ihrer Brust, lag noch eine ganze Weile wach obwohl sie die Müdigkeit in ihren Knochen spürte. Irgendwann schlief die Studentin dann doch ein, hatte sich die Decke über den Kopf gezogen und schlief einen unruhigen Schlaf.


    [Im Treppenhaus] Brian & Leila

    Er ging nicht weg. Er blieb. Sie musste sich noch nicht einmal umdrehen um zu wissen, dass er nach wie vor dort stand und sie mit seinen Blicken musterte, wahrscheinlich mit sich selbst haderte ob er ihr am Ende nicht doch noch zu Hilfe eilen sollte auch wenn sie ihn abgewiesen hatte. Dennoch sagte das Mädchen mit den rosafarbenen Locken nichts dazu sondern stopfte nach und nach die Sachen in ihre Tasche. Sie wusste nicht so Recht wie es überhaupt möglich gewesen war, dass sie vorher reingepasst hatten aber so war es doch immer, oder? Erst passte alles gut aber wenn man stolperte und versuchte die Sachen wieder in den Ursprungszustand zurück zu versetzen scheiterte man kläglich. Im Grunde konnte man dieses Phänomen doch auch auf andere Dinge im Leben auslegen, nicht wahr? Davon konnte zumindest Leila gerade ein Liedchen singen. es war jedoch nicht der richtige Moment darüber nachzudenken - falls es den jemals geben sollte. Offenbar war dem Anderen ebenfalls ihre Schürfwunde am Knie aufgefallen. Seinen Rat die Wunde zu reinigen und folgend zu desinfizieren winkte Leila nur ab. Wie oft war sie als Kind hergefallen und hatte sich die ein oder andere Schramme zugezogen. Da war auch niemand da gewesen um ihre Wunden zu versorgen und dennoch hatte sie es irgendwie überlebt. "Ach nein das verheilt schon keine Sorge... ich bin da nicht so zimperlich...." meinte Leila schließlich als sie sich ein wenig aufgerichtet hatte und in die Richtung des anderen Studenten sah. Die Ironie hinter ihrer Aussage wurde ihr erst bewusst als die Worte bereits über ihre Lippen gepurzelt waren. Nicht zimperlich. Ja. Das hatte sie immer gedacht und doch stand sie jetzt hier im Treppenhaus des Wohnheims und hatte glänzende Augen weil sie noch vor wenigen Minuten geheult hatte. Die Studentin schulterte ihre Tasche und wandte ihren Blick einen Moment ab als der Namenlose fortfuhr. Ihren Blick hatte sie gen Boden gerichtet und sah ihn während er sprach nicht an, Eine vereinzelte Haarsträhne lockerte sich aus ihrem Pferdeschwanz, welche Leila folgend wieder hinter ihr Ohr strich als sie sich doch dafür entschied den Anderen wieder anzusehen. Ihre grünen Augen fixierten ihn. Direktheit war eine Eigenschaft, welche die Studentin immer zu schätzen wusste weshalb sie es ihm gar nicht übel nahm, dass er ihr diese Worte um die Ohren schleuderte. "Ich möchte nicht darüber reden..." kam es schließlich über die Lippen des Mädchens. Weder mit Jemanden den sie kannte noch mit Jemandem den sie nicht kannte. Darüber zu Reden machte alles so real und noch wollte die Studentin das was geschehen war oder was noch geschehen würde einfach nicht wahrhaben. "Wir leben anscheinend Beide hier im Wohnheim also mit nicht wiedersehen wird es da wohl schwierig..." widersprach Leila dem Anderen als sie ihre Augenbrauen kurz anhob. Ihre Gesichtszüge wurden jedoch etwas lockerer als sein Seufzen ihre Lippen verließ und sie ihre Tasche auf ihrer Schulter ein wenig zurecht rückte. "Ich möchte eigentlich nicht einmal daran denken..." Ein kurzer Blick zur Seite. Ein Gedanke an Nick. Als könnte er jemals nicht Teil ihrer Gedanken sein. Lächerlich und das wusste Leila nur zu gut und doch klammerte sie sich an diese Hoffnung. "Ich möchte mich eher ablenken.... schaffst du das auch?" Mittlerweile hatte sie ihren Kopf wieder angehoben und sah den Anderen direkt an. Ihre Mundwinkel hoben sich etwas an und auch wenn sich in ihren Augen noch die Traurigkeit spiegelte war da vielleicht ein Fünkchen Hoffnung, dass sie sich diesen Tag nicht in Unizeug stürzen musste um nicht permanent an diese Sache zu denken.


    [Chris' Zimmer] Cylie & Chris

    Der junge Student rollte mit den Augen als sein Schwesterherz ihn prüfend musterte als es wohl um das Hinterteil seiner jüngsten Bekanntschaft ging. Er hob folgend seine Augenbrauen als Cylie schließlich noch ihren Kopf in den Nacken legte um ihn besser unter die Lupe nehmen zu können. "Haltest du mich jetzt noch für schwul, nur weil ich kein Interesse an Beziehungen habe?" hinterfragte Chris die Anspielung der Anderen und war doch ein wenig schockiert über diese Anschuldigung. Ein Schmunzeln zierte die Lippen des kleinen Giftzwerges als machte es ihr richtig Spaß ihn auf die Palme zu bringen und so wie er sie kannte genoss Cylie das auch richtig. Sie schwärmte ein wenig von dem Hintern des Schauspielstudenten und Chris entkam dabei nur ein Seufzen. "Ich glaube wir müssen noch einmal genau darüber reden welche Themen in Ordnung sind um sie mit seinem Bruder zu besprechen und welche nicht in Ordnung sind..." Er musste dabei wohl nicht erwähnen, dass das Schwärmen über die Hintern von irgendwelchen anderen Kerlen definitiv unter die Kategorie 'nicht in Ordnung' fiel, oder? Wobei Cylie gerne dazu neigte diese unsichtbare Grenze zu überschreiten wie er in letzter Zeit feststellen hatte müssen. Das Mädchen drohte ihm mit dem Zeigefinger als sie vermutete, dass er wohl von einer gewissen Blondine mehr gesehen haben könnte. Vielleicht hatte ihn sein Blick verraten, vielleicht war es aber auch nur eine wilde Vermutung von seinem Zwilling. "Es ist also in Ordnung wenn du den Hintern von dem Kerl musterst aber ich darf nicht gucken?" entgegnete Chris schließlich auf die Drohung seiner Schwester, die im nächsten Moment schon davon sprintete. "Das ist doch unfair..." kam es es folgend noch über die Lippen des Pharmaziestudenten, wobei er sich selbst wohl nicht sicher war ob er das auf eben jenes Thema bezog oder vielmehr ihren vorzeitigen Start. Er holte also auf, zog das Mädchen von seiner Tür weg und hob sie mit Leichtigkeit an. Sie wehrte sich wie ein bockiges Kind aber dennoch schaffte es der Student sich Zugang zu seinem eigenen Zimmer zu verschaffen. Er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass Cylie sich ihre Größe zu Nutze machte und in einem unachtsamen Moment doch noch an ihm vorbei ins Zimmer schlüpfte. Mit einem abfälligen Kommentar bewertete die Studentin sein Zimmer und machte sich gleich in seinem Bett breit. Ein genervter Laut verließ die Kehle des Dunkelhaarigen als er die Tür hinter sich schloss und sich in die Richtung seiner Schwester drehte. "Wenn es dir hier nicht passt kannst du gerne verschwinden..." Seine grünen Augen hatten sich zu Schlitzen geformt und er warf Cylie einen bösen Blick zu, bevor er sich seiner Hose entledigte und an seinen Kleiderschrank trat um ein x-beliebiges Shirt herauszuholen und es dem Mädchen zuzuwerfen, die sich schon in seine Decke eingemummelt hatte. "Hier. Oder hast du vor in diesem Zeug zu schlafen?" Er deutete auf das Partyoutfit seiner Schwester, welches ohnehin gänzlich unter seiner Decke verschwunden war. Sonderlich bequem würde es damit wohl nicht werden. Chris schnappte sich einen Zipfel seiner Decke und zog daran als er sich einfach zu seiner Schwester ins Bett legte, die permanent protestierte. Chris jedoch drehte ihr den Rücken zu, lag ganz am Rand seines Bettes und schloss folgend seine Augen während er mit einer Hand noch immer den Zipfel der Decke umklammert hielt damit Cylie ihm nicht das ganze Teil klaute. "Halt die Klappe und schlaf einfach..." murmelte der Student schließlich. Es hatte auch Vorteile das seine Schwester so ein Zwerg war. So hatte er problemlos neben ihr Platz im Bett. Ganz schön praktisch. Wenn es sie störte konnte sie immerhin immer noch nach oben in ihr Zimmer gehen. Chris gab sein Bett jedenfalls nicht einfach so auf. Er gähnte und schlief wenig später auch ein.

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    Cylie | vor Yumis Zimmer


    Eigentlich war die Medizinstudentin gar nicht mehr so recht daran interessiert, dieses Gespräch weiter auszubauen. Chris hatte da schon recht, es gab Dinge, die man unter Geschwistern einfach nicht ansprach. Oder vielleicht konnte man das schon aber so gut war ihre derzeitige Beziehung dann doch nicht. Und Cylie wusste auch nicht, ob sie das überhaupt wollte. Egal wie gut sie wieder zueinander finden. Das war dann doch ein sensibles Thema manchmal und darüber redete man dann doch lieber mit guten Freunden oder? Wobei sie jetzt in dem Augenblick auch gar nicht wusste, mit wem sie über so etwas überhaupt ernsthaft reden konnte.. mit Nick ja wohl schlecht, wenn es mehr oder weniger ja auch um ihn ging. Jedoch schob sie das Ganze schnell beiseite, konzentrierte sich eher darauf ihren Bruder zu schlagen und als erste in seinem Zimmer anzukommen. Es war ihr natürlich sowas von egal, wenn Chris ihr jetzt gesehen würde, dass er eigentlich auf Männer steht, dass er die Seiten gewechselt hatte aber das sollte dem Kerl ja wohl klar sein. Oder nicht? Den bösen Blick von der Seite ignorierte die Medizinstudentin gekonnt und hüpfte über das Chaos hinweg. „Gerade ist mir jedes Bett recht, das sich leicht erreichen lässt..“ Leichter als das ihre, für das sie erstmal noch ein paar Stufen hätte schaffen müssen und das wäre wahrscheinlich sowohl an ihren High Heels als auch an dem Schwindel gescheitert, den sie verspürte. Erstmal brauchte das Mädchen einen Moment für sich als sie in seinem Bett lag, sich die Welt drehte und sie ein flaues Gefühl in ihrem Magen verspürte. Als jedoch die Klamotten ihres großen Bruders auf ihr landeten, schreckte die junge Frau hoch und blinzelte ein paar Mal. „Wäscht du eigentlich auch mal?“, fragte sie und rümpfte die Nase. „Oder stinkt dein Eigengeruch einfach so?“ Sie schmunzelte und schälte sich kurzerhand aus ihrem Partyoutfit, zog das Shirt ihres Bruders über und versteckte sich dann wieder unter der Decke, die Chris heldenhaft verteidigte. Cylie hob eine Augenbraue. „Ich kann mich auch ganz fest an dich kuscheln, wenn du Angst hast, dass du frieren musst.“, kommentierte sie sein Tun und legte sich schließlich wieder hin, war auch binnen von Sekunden eingeschlafen.

    Einige Stunden später, die Sonne war schon längst wieder draußen zu sehen, schlug das Mädchen ihre grünen Augen auf. Sie gähnte, laut und herzhaft, streckte ihre Arme nach oben und spürte jetzt schon die Verspannungen in ihrem Nacken und den Schultern. Kein Wunder, da sie ja kaum Platz gehabt hatte, so breit und fett wie sich ihr großer Bruder gemacht hatte. Kurz überlegte sie, den Kerl einfach aus dem Bett zu schubsen und ihn somit unsanft zu wecken aber irgendwie war es ja fast schon süß mitanzusehen, wie eingekuschelt er in seiner Decke lag und sabberte. Cylie kletterte aus dem Bett, suchte in ihrer Tasche nach ihrem Handy und ließ es sich natürlich nicht nehmen davon ein Foto zu machen. Für spätere Erpressungsaktionen oder so etwas. Kurz überlegte sie, sich noch einmal in ihr anderes Outfit zu schmeißen, jedoch war das Shirt ihres Bruders eh schon halb an ihren Knien, sodass sie einfach ihre Kleidung einsammelte und das Zimmer verließ, schnell nach oben in ihres huschte und dort alles unachtsam auf den Boden warf. Sie brauchte Kaffee, das war klar aber zuallererst wartete eine heiße Dusche auf sie. Weshalb sie auch gleich ins Gemeinschaftsbad huschte, duschte, sich in ihrem Zimmer wieder in frische Klamotten hüllte und ihre Haare kurz etwas mit Cremes und Sprays behandelte, damit sie nicht als Vogelnest endeten, wenn sie einmal trocken waren. Deshalb machte sie sich auch schnell noch einen Zopf um dem Chaos vorzubeugen. Cylie warf einen Blick auf ihr Handy und zögerte, überlegte ob sie Nick vielleicht noch einmal schreiben sollte. Dieser Idiot hatte sich viel zu lange nicht gemeldet und Cylie hatte auch schon wahrscheinlich unnötig viele Nachrichten an ihn geschrieben aber selten eine Antwort bekommen. Warum überhaupt noch versuchen? Hey, vielleicht war er ja mit Leila wieder nach Kanada verschwunden?! Die angehende Ärztin presste ihre Lippen aufeinander. Was ein dummer Gedanke. Schnell schrieb sie eine Nachricht und ließ das Handy dann in ihrer Hosentasche verschwinden. In der Küche ließ sie sich einen Kaffee durch die Maschine laufen und drückte gleich nochmal auf den Knopf. Bestimmt konnte Yumi auch einen gebrauchen.. oder? Warum genau sie auf diese Idee kam das Blondchen jetzt mit einem Kaffee zu beglücken und einfach vor ihrer Tür aufzutauchen, das wusste Cylie jetzt auch nicht so genau, aber so kam es, dass sie die Treppen nach oben ging und Yumis Zimmer suchte. Glücklicherweise waren eh alle Türen beschriftet, sodass das Zimmer auch schnell gefunden war. Vielleicht war es einfach die Tatsache, dass sie sie gestern mit dem Typen erwischt hatte, die sie an Yumi denken ließ und bei dem Gedanken schmunzelte sie auch leise bevor sie an der Tür klopfte und die beiden Tassen in ihrer Hand wieder auf beide aufteilte. Ob sie überhaupt noch da war? Vielleicht hatte sie ja auch Vorlesungen.. sie würde es gleich sehen.

  • [In Yumis Zimmer] Cylie & Yumi

    Die Blonde wälzte sich hin und her und ein unzufriedenes Murren drang aus ihrer Kehle als sie ihre Augen mit ihrem Arm bedeckte um sie vor den Sonnenstrahlen zu schützen, die durch ihr Zimmerfenster hereinstrahlten. Die Studentin angelte mit geschlossenen Augen nach der Decke und zog sie sich folgend noch weiter über den Kopf, was aber zur Folge hatte, dass ihre Zehen frei waren. Yumi zog ihre Beine an sich und kugelte sich ein kleines bisschen zusammen damit sie wieder völlig bedeckt war. Jedoch war mit Schlafen ohnehin vorbei, da sich im nächsten Moment auch schon ihre Blase meldete. Sie blieb noch ein wenig liegen, erlag aber folgend ihren Bedürfnissen, weshalb sich Yumi aus dem Bett rollte, ihre blonde Mähne zur Seite strich und sich auf dem Weg ins Gemeinschaftsbad machte. Ein Blick auf die Uhr verriet der angehenden Psychologin ohnehin, dass es nicht sinnvoll war sich folgend wieder im Bett zu verkriechen obwohl das natürlich die beste Option wäre um die alte Schreckschraube von Wohnheimleitung nicht noch mehr zu verstimmen. Sie hatte doch gemeint, sie soll nach dem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatte vorbeischauen. Das war wahrscheinlich noch nicht der Fall aber wahrscheinlich war die Studentin nüchterner ohnehin kaum anzutreffen. Mit frischen Klamotten bestückt wanderte Yumi also ins Bad und genoss es trotz der Umstände folgend wieder erfrischt in ihr Zimmer zurückzukehren. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht ihre Haare zu trocknen. Irgendwann würden sie schon von allein trocken werden, richtig? Achtlos warf die Blonde das Handtuch, welches sie sich gerade eben noch um den Kopf gewickelt hatte auf ihr Bett und wuschelte sich einmal durch die blonde Mähne, bevor sie ans Fenster trat und es erst einmal aufriss um den Mief von ihrem Clubbesuch aus dem Zimmer zu bekommen. In aller Ruhe zündete sich die Studentin eine Zigarette an und genoss die herrliche Wirkung des Nikotins. Auf dem weg zur Uni musste sie unbedingt noch Zigaretten kaufen. Ihr Gift, welches unter keinen Umständen alle werden durfte. Yumi entließ den Rauch durch ihre Lippen schminkte sich nebenher am Spiegel, der in der Ecke stand. Sie war schon beinahe fertig als es an der Tür klopfte. Die Zigarette zwischen die Lippen geklemmt und mit einer Wimperntusche bewaffnet murmelte sie ein kaum verständliches. "Es ist offen..." Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht abzuschließen. Immerhin würde sie sich ohnehin gleich nach dem sie hier fertig war in Richtung Küche aufmachen um sich eine Tasse Kaffee zu holen. Die Studentin machte sich nicht die Mühe sich gleich umzudrehen um den Besucher oder die Besucherin zu mustern sondern trug den Mascara fertig auf, bevor sie sich schließlich so drehte, dass ihr Blick in Richtung Tür glitt. Tatsächlich war sie überrascht wen die da in der Tür stehen sah. Cylie. Yumi hätte mit Vielem gerechnet aber das kam tatsächlich ein kleines bisschen überraschend. Wenigstens war es nicht die Alte. Am Ende hätte sie nur ein weiteres Vergehen ihrer schwarzen Liste hinzufügen können. Rauchen in den Zimmern. Auch wenn sich Yumi ziemlich sicher war, dass dies der Wohnheimleitung durchaus bewusst war. "Komm nur rein..." lud Yumi die andere Studentin schließlich ein und schämte sich auch kein Stück dafür, dass ihr Zimmer wie eine kleine Katastrophe aussah. Genau genommen sah es eigentlich immer so aus. Wenn es Jemanden nicht passte dann konnte derjenige auch gerne wieder gehen. "Mach bitte die Türe hinter dir zu bevor ich der Alten noch mehr Gründe gebe mich hier rauszuwerfen..." Yumi strich sich eine nasse Haarsträhne hinters Ohr und nahm einen kräftigen Zug ihrer Zigarette. Der Blick ihrer blauen Augen fiel auf die zweite Tasse in den Händen der Kleineren und die Mundwinkel der Blonden huschten nach oben. "Ist der für mich?" fragte die angehende Psychologin schließlich noch einmal nach. Konnte ja gut sein, dass dieses kleine Menschlein unheimlich viel Koffein brauchte um in die Gänge zu kommen. Dankend nahm Yumi die Tasse entgegen und genoss das Gefühl in ihrer Kehle als das Heißgetränke diese hinabfloss. Ein zufriedenes Seufzen verließ ihre Lippen, ehe sie sich rückwärts gegen das offene Fenster lehnte. In einer Hand die Tasse Kaffee und in der anderen Hand die Zigarette. So konnte man es sich gut gehen lassen. "Und? Ist das ein 'Entschuldigung das wir gestört haben' oder ein 'Ich dachte du hast kein Interesse an ihm' Kaffee?" Ein Grinsen schlich sich auf die Lippen der jungen Frau als sie in Cylies Richtung schielte.



    [Chris Zimmer - 1. OG Küche/Wohnzimmer/Flur] Bei Sky & Juliet

    Die Sticheleien seiner kleineren Schwester zogen beinahe an Chris vorbei. Zu sehr genoss er das mehr oder weniger gemütliche Bett in dem er lag und das Gefühl endlich zur Ruhe zu kommen. Sein Kopf drehte sich noch ein wenig und er hatte das Gefühl als würde sich der ganze Raum mit ihm drehen aber irgendwann schlief er einfach ein. Er wurde erst spät wach. Zumindest hatte Cylie sich anscheinend schon wieder in ihr Zimmer zurück gezogen wie es den Anschein hatte. Unweigerlich breitete sich der Student ein kleines bisschen in seinem Bett aus, welches er nun wieder ganz für sich hatte. Mit einem Mal erschien es unheimlich breit. Der Dunkelhaarige streckte sich ausgiebig und griff nach seinem Handy, welches er am Nachttisch liegen hatte um es zu laden. Er blinzelte ein paar Mal verschlafen, wischte sich folgend mit der flachen Hand über das Gesicht während er ein wenig mit dem Handy spielte um wach zu werden. Gedanklich lies er den Vorabend noch einmal Revue passieren und schüttelte folgend den Kopf über die Tatsache wie klein die Welt einfach war. Irgendwann bewegte sich der Pharmaziestudent aus dem Bett und machte sich auf dem Weg in Richtung Gemeinschaftsdusche. Die Dusche war herrlich auch wenn es den jungen Mann Überwindung kostete hineinzusteigen weil die Müdigkeit nach wie vor in seinen Knochen saß und er am Allerliebsten den ganzen Tag im Bett verbracht hätte. Es tat gut den Vorabend von sich abzuspülen, den Gestank nach Alkohol und Rauch gegen den Geruch von Duschgel einzutauschen. Erfrischt und mit einem Handtuch um die Hüften gewickelt begab sich der Student folgend wieder in sein Zimmer zurück und schlüpfte in neue Klamotten bevor er einmal kräftig durchlüftete. Chris lies das Fenster gleich offen als er sich in Richtung Küche aufmachte um sich eine Tasse Kaffee zu holen. Die Kaffeemaschine war aber anscheinend kaputt weshalb der junge Mann mit einer leeren Tasse bewaffnet einen Stock nach oben wanderte um sich den Koffein zu besorgen. Glücklicherweise war der Andrang nicht so hoch und er kam schon bald in den Genuss von Kaffee. gemächlich schlenderte der Student den Flur entlang und wurde schließlich auf eine ihm bekannte Stimme aufmerksam. Gerade als er an der Treppe angekommen war, drehte er sich noch ein Stück und lugte ins Wohnzimmer hinein, in der er einen bekannten Blondschopf entdeckte. Seine Mundwinkel zuckten nach oben als er sich besagtem Raum näherte. "Oh hey Juli...." Mitten in der Begrüßung brach der Dunkelhaarige jedoch ab als er eine weitere Person im Raum entdeckte. Der Blick des Pharmaziestudenten huschte kurz zwischen den Beteiligten hin und her als ihm die angespannte Situation bewusst wurde. Ein entschuldigendes Lächeln huschte über seine Lippen als er abwehrend seine freie Hand hob. "Tut mir Leid... ich wollte nicht stören..." er zog sich ein kleines bisschen zurück, ehe er sich wieder zum Gehen umdrehte. Selbstverständlich machte er sich automatisch Gedanken darüber ob der Andere ihr Freund war von dem sie damals erzählt hatte. Er kannte Sky. Natürlich. Sie hatten früher in einer WG zusammengewohnt wobei kennen wohl eindeutig der falsche Begriff war. Die meiste Zeit war er im Ausland gewesen. Eigentlich verband die Beiden kaum etwas. Offenbar hatte Chris in letzter Zeit ein ziemliches Händchen dafür in Situationen hineinzuplatzen, die ihm absolut nichts angingen. Der Dunkelhaarige nahm einen kräftigen Schluck von seinem Kaffee und versuchte damit die Bitterkeit, welche in ihm aufgestiegen war bei dieser Erkenntnis, hinunterzuspülen.

    Leesh   Bienl-Chan (Hoffe es ist okay...sonst einfach Bescheid geben :3)

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    Cylie & Yumi | in Yumis Zimmer


    Die Medizinstudentin wartete. Und während sie wartete, während sie ein paar andere Studentin vorbei laufen sah, die es anscheinend eilig hatten, überlegte sie kurz ob sie eigentlich nicht auch eine Vorlesung hatte. Das machte sie irgendwie nervös und Cylie wurde auch etwas hibbelig als sie nochmal genau darüber nachdachte, was sie hier eigentlich machte. War das überhaupt in Ordnung? Warum hatte sie so zielstrebig diesen Gedanken verfolgt, genau jetzt Yumi zu besuchen? Wahrscheinlich war sie auch gar nicht daheim, war bestimmt bei diesem Lockenkopf, schließlich waren sie sich ja sehr Nahe gekommen und.. naja, am Ende wartete sie umsonst und vielleicht wollte die Studentin sie ja auch gar nicht sehen. Immerhin waren sie gar keine Freundinnen. Verdammt. Die angehende Ärztin wollte sich gerade herum drehen als sie die helle Stimme der hübschen Frau auf der anderen Seite der Türe hörte. Sofort malte sich ein Lächeln auf ihre Lippen und sie öffnete ein bisschen umständlich die Tür, da sie doch noch beide Tassen in der Hand hatte und die waren auch randvoll gefüllt. Anders trank man Kaffee ja auch nicht. Der erste Blick der Studentin glitt natürlich über den Boden, eigentlich durch den ganzen Raum, weil es doch immer interessant war zu sehen wie andere so lebten. Wie andere dieses triste Studentenzimmer einrichteten und ihm eine persönliche Note verpassten. Yumi entschied sich wohl für Chaos und das hatte doch auch irgendwas. Der stechende Geruch von Rauch riss sie aus ihren Gedanken und beinahe automatisch rümpfte sie ihre Nase bis sie sich schließlich mit langsamen Schritten Yumi näherte und ihr auch ihre Aufmerksamkeit schenke. Oh Gott, Cylie war schon ziemlich unhöflich oder? „Danke.“, sagte sie und lächelte, obwohl sie auch schon längst im Zimmer war. Die Tür hatte sie auch geschlossen, weil sie auch keine Lust hatte auf neugierige Augen. Nicht dass sie glaubte draußen sammelten sich jetzt einige Mitbewohner an und warteten auf irgendwas aber sie konnte Yumi verstehen oder eigentlich jeden, denn das eigene Zimmer war auch doch irgendwie privat. „Oh ja, hier!“ Vorsichtig reichte sie Yumi die mehr als volle Tasse des dunklen Gebräu. „Ich dachte du könntest den vielleicht genauso gut gebrauchen als ich.“ Ein Schmunzeln kam über ihre Lippen und zunächst blieb sie dort an diesem Fleck stehen während sie die Blonde beobachtete und dem Rauch hinterher schaute, der sich durchs offene Fenster hinaus verflüchtigte. Als sie schließlich auf das etwas peinliche Thema von gestern Abend, heute früh oder wann auch immer zu sprechen kam, spürte Cylie eine Mischung aus Scham und Neugier in sich, weswegen sie auch kurz räusperte, hin und her schaute und sich eine verlorene Strähne hinters Ohr strich. „Hm, naja ähm..“ Die Studentin hob ihre Schultern und grinste. „Beides?“, antwortete sie auf die Worte der Anderen und setzte sich dann auf das Bett ihrer Mitbewohnerin, sah sich noch einmal in ihrem Zimmer um. „Willst du das jetzt einfach auf den Alkohol schieben oder...?“ Cylie nahm vorsichtig und langsam einen kleinen Schluck ihres heißen Kaffees und blinzelte in die Richtung der Blonden. Irgendwie war es schwer ihre Neugier zurück zu halten. Warum war sie manchmal nur so interessiert am Leben anderer?! Wahrscheinlich weil ihr eigenes Leben ziemlich langweilig war oder? Fast wäre ihr ein leises Seufzen über die Lippen gekommen. „Das wäre natürlich am einfachsten.“

  • [In Yumis Zimmer] Cylie & Yumi

    Die Studentin nickte und ein flüchtiges Lächeln huschte über ihre Lippen. "Auf jeden Fall..." kommentierte Yumi die Aussage der Anderen und schnippte die Zigarette aus dem Fenster nachdem sie damit fertig war. Dennoch blieb die Blonde noch am Fenster stehen, genoss die frische Luft, die sich mit dem Geruch des Zigarettenrauchs vermischte. "Vielleicht sollte ich sogar einen mit Schuss trinken bevor ich ins Büro der Wohnheimleitung gehe..." gab Yumi zu bedenken und ein Grinsen erschien auf ihren Lippen bevor es auch schon wieder verschwunden war. Ein Seufzen drang folgend aus der Kehle der jungen Frau - alleine bei dem Gedanken was sie erwarten könnte. Vielleicht hatte es ja tatsächlich funktioniert und Darren konnte sie mit seinem Charme zumindest ein kleines bisschen besänftigen. Zuzutrauen war es ihm ja. Also vielleicht hatte er sie irgendwie davor bewahrt aus dem Wohnheim geworfen zu werfen auch wenn der Zorn den diese Frau auf sie hegte doch kaum zu bändigen war, oder? Es würde sich zeigen. So oder so - sie kam um diese unangenehme Begegnung nicht drumrum. Deshalb genoss sie es zumindest vorher einen Menschen um sich zu haben mit dem sie sich eigentlich ganz gut verstand. Zumindest war es am Vorabend so gewesen. Ob dem heute noch so war, war eine andere Sache. Es gab immerhin genug Menschen, die im betrunkenen Zustand völlig andere Persönlichkeiten waren. Auch wenn Yumi Cylie nicht wirklich für so einen Menschen hielt. Anscheinend hatte Yumi den Nagel auf den Kopf getroffen mit ihrer Vermutung hinsichtlich des Besuchs der Anderen. Sie zuckte grinsend mit den Schultern als sie es sich auf ihrem Bett gemütlich machte. Die Blonde nahm es Cylie und ihrem Bruder nicht übel, dass sie in gewisser Weise gestört hatten. Das war wohl das Risiko wenn man sich einen derartigen Ort aussuchte. Man konnte jederzeit erwischt werden. Und außerdem hatten sie sich dabei ja eigentlich nicht stören lassen weshalb es erst Recht keinen Grund gab um es den Beiden irgendwie übel zu nehmen. "Nein..." meinte Yumi nur knapp bevor sie einen weiteren Schluck von ihrem Getränk nahm, welches nach und nach ihre Lebensgeister ein wenig weckte. Dennoch fühlte sie sich irgendwie mitgenommen von den letzten Abenden, an denen es doch immer sehr spät geworden war. "Ich brauche nicht zwangsläufig Alkohol um Fehler zu machen..." Sie zuckte mit den Schultern, stieß sich folgend von der Fensterbank ab und setzte sich zu Cylie aufs Bett. Ihre Beine zog sie an sich und verschränkte sie zu einem Schneidersitz, achtete dabei aber auch das sie das Heißgetränk nicht verschüttete, wobei das Risiko sich massiv reduziert hatte seit dem Yumi einige kräftige Schlücke davon gemacht hatte. Unweigerlich dachte sie an den Vorabend - an all das was passiert war seitdem sie diesen Club verlassen hatte. Etwas davon bekam sie einfach nicht mehr aus dem Kopf. Dieser Kuss. Diese Umarmung. Diese Worte. Sie seufzte und strich sich die Haare aus dem Gesicht, ehe sie ihren Kopf, welchen sie unweigerlich gesenkt hatte wieder anhob und in die Richtung der anderen Studentin sah. "Er weiß, dass er sich nicht mehr erwarten braucht..." Selbst Yumi zweifelte an ihren Worten und das nicht das erste Mal. Oder vielmehr an den seinen. Vielleicht würde etwas Abstand ganz gut tun. Nur musste sie endlich konsequenter damit umgehen wenn er es nicht schaffte. "Und wie sieht es bei dir aus?" Es war doch irgendwie leichter sich auf andere Dinge zu fokussieren, oder? Von einem selbst abzulenken. Und da war es doch ganz praktisch diese unausgesprochene Sache mit Nick zum Thema zu machen. Ob Cylie ihm gestern oder heute noch geschrieben hatte? Bestimmt, oder? Manchmal war Alkohol dann doch eine ganz praktische Ausrede um vielleicht nicht ganz so kluge Dinge zu tun.

  • [Brian] ~ mit Leila im Treppenhaus

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    Der Student betrachtete sein Gegenüber, ehe er seine Augen über das Treppengeländer schweifen ließ. Es war erstaunlich ruhig hier, was wohl daran lag, dass die Meisten bereits in ihren Vorlesungen saßen. Das würde ihm auch noch früh genug blühen. Aber jetzt gerade konnte er sich glücklich schätzen, dass er eben nicht irgendwo hin musste und damit der Rosahaarigen ein Ohr leihen konnte. Diese antwortete ihm auch auf seine Bedenken wegen ihrer Verletzung. Im Gegenzug nickte er nur. Wenn es ihr so lieber war, würde er einen Teufel tun, mit ihr zu diskutieren. Sie würde schließlich selber um einiges besser wissen, was das Beste für sie war. Sie wollte auch nicht darüber sprechen. Auch gut. Brians Angebot war schließlich genau das: Ein Angebot. Und wenn die Studentin dieses ablehnte, so würde er das akzeptieren. Ihr Widerspruch hingegen ließ den Rothaarigen ertappt die Mundwinkel zucken. "Stimmt auch wieder. Da hab' ich wohl gesprochen ohne vorher zu denken, hm?" Ein leises, raues Lachen entkam seiner Kehle. Brian hatte sich eigentlich schon damit abgefunden, dass er die Rosahaarige mit ihrer Trauer alleine lassen musste, da sie seine Hilfe nicht wollte, da sprach sie noch einmal an. Sue wollte nicht darüber reden, sie wollte nicht daran denken. Sie wollte Ablenkung. Ein Lächeln umspielte die schmalen Lippen des Studenten. "Na klar. Wie wär's mit 'ner Tasse Tee oder Kaffee. Oder hast du 'nen Ort an dem du dich gern aufhältst, der nichts damit zu tun hat?" Schlug der Rothaarige vor. Je schneller sie aus der Situation heraus kam, desto einfach würde es werden, sich auf andere Gedanken zu bringen. "Ahja, ich bin übrigens Brian." Jetzt, wo sich das 'nicht wieder sehen' ja geklärt hatte, könnte er sich ruhig mal vorstellen, damit seine neue Bekanntschaft auch wusste, welcher komische Vogel sie angequatscht hatte. Er schloss zu ihr auf. Während sie entschieden, wo sie hingehen sollten, könnten sie ja zumindest das Treppenhaus frei räumen.

  • [Im Treppenhaus] Brian & Leila - gehen

    Vielleicht war sie hart zu ihm. Zu ablehnend. Nicht offen genug. Charaktereigenschaften, die eigentlich nicht zu ihr passten. Leila trug ihr Herz vielleicht nicht auf der Zunge aber normalerweise fiel es ihr nicht schwer Anhang zu finden. Und doch schien sich Alles verändert zu haben seit sie wieder zurück war. Vielleicht weil diese Situation neu für sie war. Vielleicht weil sie sich entgegen ihrer Vermutung doch mehr verändert hatte als zunächst geglaubt. Ein leises Lachen drang aus der Kehle des Namenlosen als sie ihn auf den Widerspruch in seiner Aussage hinwies. Er schien es mit Humor zu nehmen, was eigentlich für ihn sprach zumal die Studentin mit dem rosa Haar nicht wirklich freundlich zu ihm gewesen war. Vielmehr hatte sie jegliche Hilfe von ihm abgelehnt - nicht zuletzt um ihre Tränen - ihren Schmerz zu verstecken. Sie hatte das Bedürfnis eine starke Persönlichkeit zu sein und war doch in vielerlei Hinsicht einfach nur schwach und verletzlich. Als Leila jedoch einlenkte - vielleicht ein Stück weit auch einen Schritt auf ihn zumachte - eigennützig weil sie es doch war die sich nach Ablenkung sehnte und in ihrer neuen Bekanntschaft, die sich folgend als Brian vorstellte, eine Gelegenheit dazu sah. Die Vorstellung in einem Café zu sitzen und Tee oder Kaffee zu schlürfen während man sich peinlich anschwieg traf nicht unbedingt Leilas Vorstellung von einer Ablenkung. Offensichtlich tickten die beiden Studenten ein kleines bisschen anders aber das war auch nicht wirklich schlimm. Vielleicht sogar irgendwie erfrischend. "Ich hätte da eher etwas Anderes im Sinn..." Ein schmunzeln zierte die Lippen des Mädchens als sie den Anderen ansah. Ob der Andere dafür zu haben war, war eine andere Sache aber mit gehangen - mit gefangen. Er konnte ja immer noch gehen wenn es ihm nicht gefiel. Leila dachte an das Freizeitzentrum. Vormittags ein unheimlich entspannter Ort, weil sich keine Schüler dort tummelten. Und irgendwie war es während man gemeinsam etwas spielte doch leichter ins Gespräch zu kommen als bei einer Tasse Tee, richtig? Zumindest erging es Leila so. Schließlich näherte sich der Rothaarige ein Stück weit und hielt nicht mehr den gesunden Sicherheitsabstand ein, den er bisher bevorzugt hatte. Jetzt wo er hier so neben ihr stand fiel der Studentin auf, dass er ein gutes Stück größer war als sie selbst. "Leila..." kam es als Vorstellung über ihre Lippen als der Andere seinen Namen nannte, da sie ja geklärt hatten, dass es mit der Anonymität etwas schwierig werden könnte wenn man im gleichen Wohnheim untergekommen war. Wobei sich die Rosahaarige sicher war, dass sie eine Vielzahl der Studierenden hier höchstens einmal gesehen hatte. Manchmal lebte man schließlich einfach so aneinander vorbei. Jeder war mit sich selbst beschäftigt. Sie rückte ihre Tasche auf der Schulter zurecht und neigte ihren Kopf leicht in den Nacken als sie den jungen Mann neben sich ansah, während sie die Treppe nach unten in Richtung Ausgang gingen. "Hast du keine Vorlesung oder... lässt du sie ausfallen?" Im Grunde so wie sie gerade. Bei der heutigen Vorlesung herrschte sowieso keine Anwesenheitspflicht also war es einerlei. Leila wäre ohnehin nur hingegangen um jegliche Gedanken an ihn zu verdrängen. Sie hoffte ein kleines bisschen ihm hier nicht zu begegnen aber zugleich sehnte sie sich nach ihm. Aber diese Sehnsucht war wohl einseitig. Wie auch ihre Gefühle.

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    Cylie & Yumi | in Yumis Zimmer


    „Ins Büro der Leitung..?“, wiederholte die Studentin mit leiser Stimme und ihre Augen wurden etwas größer. Warte – hatten sie etwa Ärger bekommen? Hatte Chris die beiden verpetzt oder ging es gar nicht darum, dass Yumi und der andere Typ.. naja also, halt ihren Spaß dort gehabt hatten? Allzu gut kannte sie Yumi jetzt auch nicht, zwar wirkte sie wie Jemand der reichlich wenig auf Regeln gab aber vielleicht war diese Vermutung ja auch einfach falsch. Vielleicht ging es auch um etwas ganz anderes, vielleicht musste Yumi etwas abklären und es erwartete sie gar kein Ärger? Das Mädchen hob ihre freie Hand nach oben, wollte damit schon mal symbolisieren dass sie unschuldig war. „Ich schwöre, ich habe niemanden irgendwas gesagt, wirklich!“, verteidigte sie sich und wirkte wahrscheinlich auch ein bisschen verzweifelt, neigte dann ihren Kopf ein bisschen zur Seite wobei ihr ein paar locker nach hinten gebundene Haarsträhnen ins Gesicht fielen. „Hm, vielleicht bin ich mir bei meinem Bruder nicht ganz so sicher aber.. nein, das würde er nicht wagen, sonst müsste ich ihn aus dem Fenster schubsen.“ Schnell strich sie die verlorenen Strähnen wieder hinter ihr Ohr, hielt dabei kurz inne und rutschte ein bisschen nach hinten, lehnte sich an die Wand und streckte ihre Beine aus. „Oder.. sag jetzt nicht, ihr wurdet nochmal erwischt.. von ihr persönlich?“ Okay aber wenn das stimmte, wie viel Pech konnte man haben?! Andererseits war es ja auch die einzige Möglichkeit, wie sie davon hätte Wind bekommen können.. Während Cylie weiter überlegte, beobachtete sie die andere Studentin, wie sie näher heran kam und sich schließlich zu ihr setzte. Cylie schmunzelte. „Aber so hat man wenigstens einen Sündenbock, wenn es einem im Nachhinein doch etwas peinlich ist.“, entgegnete sie der anderen und war sich doch irgendwie sicher, dass Yumi wahrscheinlich gar nicht in solche Situationen kam. Was sollte einem schon peinlich sein, gehörte doch alles irgendwie zum Leben dazu. Die Medizinstudentin führte die warme Tasse an ihre Lippen und nahm einen Schluck ihres liebsten Getränks während sie die Blonde weiter beobachtete. Sie schien kurz in ihren Gedanken zu versinken. War da gestern vielleicht mehr passiert, mehr als nur diese.. reizende Begegnung um Büro der Wohnheimleitung? Fast wollte sie schon nachfragen als Yumi sich schließlich wieder meldete. „Naja also..“ Kurz noch schaute sie zur Seite, dann lehnte sie auch ihren Kopf an die Wand und schloss beide Hände um ihre Kaffeetasse. „Du weißt ja, dass es nicht förderlich ist weiter mit ihm ins Bett zu gehen, wenn du willst dass er aufhört dir nachzulaufen. Oder es.. muss anscheinend ja auch gar nicht das Bett sein.“, beendete die angehende Ärztin ihren Satz und konnte sich ein Grinsen dabei aber auch nicht verkneifen. Sie nahm einen weiteren Schluck ihres Kaffees und spürte jetzt schon wie ihr Körper langsam immer mehr aufwachte. Und auch ihr Kopf. Langsam konnte sie ihre Gedanken wieder viel mehr sortieren. „Du klingst aber auch wenig überzeugt von dir selbst.“ Kurz schielte das Mädchen zur Seite, sah zu Yumi die dann auch gleich versuchte das Thema zu wechseln. Schon irgendwie auffällig. Cylie hob ihre Schultern. „Nicht viel anders als noch vor einigen Stunden.“ Immerhin hatte es Nick immer noch nicht für nötig empfunden sich zu melden. „Vielleicht hat er sich in Kanada ja längst eine andere Handynummer geholt damit er später dann eine Ausrede hat, warum er sich nie bei mir gemeldet hat.“, plauderte die junge Frau und lachte zudem noch weil es doch schon ein wenig albern war zu denken, dass Nick einfach so auswandern würde. Aber wer wusste schon wie stark seine Gefühle für Leila noch waren und vielleicht war die ja nur da gewesen um ihn mitzunehmen. „Aber ich bin es langsam leid zu warten.“




    3892-pasted-from-clipboard-pngDarren | verlässt das Wohnheim


    Es wunderte den jungen Kerl. Dass keine Widerworte kamen, keine Worte des Protests. Obwohl er bemerkt hatte dass ihr das nicht wirklich passte. Dass sie nicht beschützt werden wollte, dass sie es nicht brauche – natürlich. Darren hatte ihre Blicke bemerkt, auch die Überraschung, die sich in ihren Augen wieder gespiegelt hatte. Dieses kurze Durcheinander in ihrem Gesicht während doch kein einziges Wort über ihre Lippen kam. Auch wenn er es fast schon schade fand, mochte er es doch wenn sie protestierte, ihre eigene Meinung hatte, ihren eigenen Weg ging und sich nichts sagen ließ. Und trotz der Tatsache, dass er Yumi eigentlich gar nicht gehen lassen wollte, dass er diesen Abend noch gemeinsam mit ihr ausklingen lassen wollte, ein stiller Wunsch, der wahrscheinlich sowieso nicht in Erfüllung gegangen war, so war er doch auch irgendwo froh, dass sie dieses Mal nicht genau das Gegenteil von dem machte, was man ihr sagte. So, wie man es von der Studentin ja beinahe schon gewohnt war. Wie man es erwarten konnte. Er hörte noch ihre leise Stimme, konnte jedoch nicht wirklich verstehen was sie sagte aber da war er auch schon zurück im Büro der Wohnheimleitung, die wütend schnaubte als sie das ganze Ausmaß des Chaos entdeckte, denn es lag auch noch um einiges mehr Papierkram und weiteres hinter dem Schreibtisch. „Was habt ihr hier gesucht?!“, kam es zischend über die trockenen Lippen der Alten, die anscheinend und vielleicht auch glücklicherweise gar nicht auf die Idee kam, an etwas Unanständiges zu denken.„Ahm.. erinnern Sie sich noch an das Dokument, das ich neulich abgegeben habe? Darauf.. also, es war ein ziemlich unangenehmer Fehler darauf und ich.. wollte danach suchen. Damit Sie es nicht zu Gesicht bekommen, weil Sie ihre wertvolle Zeit damit nicht verschwenden sollten.“ Der Schauspielstudent suchte nach einer Ausrede, nach irgendwas was ihm zuerst einfiel und lächelte dabei schuldig, hob die ersten Stifte auf und steckte sie nach und nach in den verzierten Stiftehalter. Die Leitung schien wenig begeistert von seiner vielleicht nicht ganz so glaubhaften Ausrede aber fragte auch nicht weiter, war zu sehr damit beschäftigt sich zu beschweren, sich darüber aufzuregen wie unhöflich die Jugend heutzutage war. Darren griff nach ein paar Dokumenten und seine dunklen Augen weiteten sich als er den Namen der blonden Studentin darauf entdeckte. Sein Blick glitt flüchtig darüber, es war wohl so etwas wie eine Liste von Regelverstößen, die Yumi als Bewohnerin des Wohnheims schon geschafft hatte. Der Musiker schmunzelte leise, schien doch wenig überrascht über die Länge der Liste. „Ich erwarte Sie dann heute Nachmittag, Herr Anderson. Bis dahin erkunde ich mich bei meinen Kollegen. Bestimmt hat irgendjemand eine ganz besondere Aufgabe für Sie.“, sprach die aufgebrachte Dame, die sich folgend darüber freute, dass Darren wohl ihren Lieblingsstift gefunden hatte, denn ein Lächeln malte sich auf ihre Lippen. „Und Fräulein Havard sollte in Zukunft überlegen mit wem sie verkehrt, wenn Sie sich so leicht zu solchen Dingen anstiften lässt.“ Der Kerl schmunzelte und sortierte die letzten Blätter auf den großen Schreibtisch, ließ den Kopf gesenkt. „Ja.. das sollte sie wohl.“, erwiderte der Student und entschuldigte sich noch einmal. Erklärte sich, entschuldigte sich noch einmal und schien mit ein paar Worten mehr die alte Frau wohl davon überzeugt zu haben, dass es einzig und alleine seine Schuld war. Ein letzter prüfender Blick der Wohnheimleitung ehe sie sich herum drehte. „Sie braucht sich auch nicht bei mir zu melden, sagen Sie ihr das. Am besten tritt Sie mir gar nicht mehr unter die Augen! Hmpf!“ Das waren die letzten Worte, die er an diesem frühen Morgen von der Schreckschraube hörte ehe er das Büro verließ und erst einmal gähnte, sich mit den Händen übers Gesicht strich und wahrscheinlich hingen seine Augenringe auch schon besonders tief. Sein Kopf war irgendwie leer und mit müden, langsam Schritten schleppte sich der Student die Treppen nach oben, hatte vor seiner Tür sogar kurz die Hoffnung dass Yumi sich dorthin verirrt hatte aber vielleicht.. hatte sie sich auch an einer ganz anderen Tür geirrt. Darren presste kurz seine Lippen aufeinander während er in sein leeres Zimmer eintrat. Er war doch enttäuscht, auch wenn es albern war, weil warum hätte sie das tun sollen? Weil sie ihm noch etwas zu sagen hatte, weil es noch etwas gab, was sie machen wollte? Bei ihm, mit ihm? Schon etwas lächerlich eigentlich, dass er noch etwas erwartete. Weswegen ihm auch ein leises Lachen über die Lippen glitt, was ihm selbst galt. Weil er so verloren war. Dieses Mal zog er sich das Shirt über den Kopf, zog auch den Rest seiner Kleidung aus und kugelte sich in sein Bett, verschwand unter der Bettdecke und schlief auch augenblicklich ein. Bis ein paar Stunden später sein Handywecker klingelte. Stimmt ja, er hatte heute Vorlesungen und er trug innerlich doch einen kurzen Streit mit sich aus ob er nicht einfach liegen bleiben sollte. Darren beantwortete ein paar Nachrichten und überflog auch den Namen der blonden Studentin in seiner Kontaktliste, beschloss aber sein Handy zunächst aufs Bett zu werfen und duschen zu gehen weil er den Gestank des Alkohols immer noch an sich spürte. Wie auch den beißenden Geruch von Rauch. Zigarettenrauch, der ihn irgendwie an Yumi erinnerte. Der Musiker schmunzelte und rubbelte sich mit dem Handtuch durch die nassen Locken als er wieder zurück in seinem Zimmer war, auch gleich in frische Kleidung schlüpfte ehe er seinen Rucksack packte und wieder nach seinem Handy griff. Er schrieb eine weitere Nachricht und grinste dabei ehe er seine Kopfhörer in die Ohren drückte und das Wohnheim hinter sich ließ. Aber nicht ohne noch einmal am Büro der Wohheimleitung vorbei zu gehen. Dort wartete ja anscheinend noch eine Strafarbeit auf ihn..

  • [In Yumis Zimmer] Cylie & Yumi


    Erneut kam ein schweres Seufzen über die Lippen der Studentin als Cylie ihre Worte wiederholte - noch einmal nachfragte und wohl ähnlich überrascht war wie Darren und sie als besagte Person plötzlich im Büro gestanden war. Wobei die Überraschung wohl doch nicht ganz so gut zu vergleichen war. Als ihre Kaffeelieferantin schließlich beinahe unter Eid schwor, dass sie es nicht war, die sie verraten hatte, musste Yumi doch leicht schmunzeln. "Das war auch nicht nötig..." Vielleicht hätten sie sich schon von den Zwillingen stören lassen und nicht einfach weitermachen sollen. Wobei es das wert gewesen war. Das Risiko war es doch jedes Mal wert. Aber war es auch in Ordnung dabei zu riskieren aus dem Wohnheim und vielleicht von der Uni geworfen zu werden? Immerhin war es nicht der erste Regelverstoß der Studentin. Allgemein war doch bekannt, dass sie sich nicht sonderlich um all das hier bemühte. Weder um das Studium noch um ein angepasstes Verhalten, wie es sich die Alte da unten im Büro wohl erwartete. Yumi nickte etwas verzögert als Cylie schließlich richtig geraten hatte. Ein ertapptes Lächeln huschte über die Lippen der angehenden Psychologin als sie leicht die Schultern anhob und damit doch eindeutig verriet, dass sie sich von der ersten Unterbrechung nicht stören hatten lassen. "Also.. ich bin mir nicht sicher ob ihr klar ist was da auf ihrem Schreibtisch passiert ist aber sie war nicht begeistert als sie das Chaos gesehen hat..." Unweigerlich dachte sie daran, dass Darren die ganze Schuld auf sich genommen hatte. Wie lange er wohl noch im Büro bei ihr gewesen war? Yumi vertrieb diesen Gedanken so schnell wieder wie er sich in ihrem Kopf breit gemacht hatte. Gedanklich schimpfte sie ihn einen Idioten. Wofür all das? Was brachte es ihm? Was versprach er sich davon? Die Blonde gehörte wohl wirklich nicht in die Kategorie Mädchen, die sich davon beeindrucken ließen. Inzwischen hatte Yumi neben der Anderen am Bett Platz genommen und spürte ihren Blick von der Seite, der sie nahezu durchbohrte als würde sie in ihren Kopf sehen können - um ihre Gedanken wissen. Es war nicht nötig, dass Cylie ihr sagte, dass das Spielchen was sie mit Darren trieb nicht sonderlich gut durchdacht war. Das wusste sie selbst. Sie wusste es schon lange aber war nie konsequent genug gewesen es endgültig zu beenden. Zumal er es doch immer war, der ihr immer wieder versicherte, dass es so auch in Ordnung für ihn war wenn sie nicht mehr wollte. Dabei wusste sie das er sich an die Hoffnung hing, dass sie ihre Meinung irgendwann ändern würde. "Ich weiß..." Yumi seufzte und senkte ihren Blick ein kleines bisschen, sah auf ihr Heißgetränk aber sah es eigentlich auch gar nicht an. "...aber jedes Mal wenn wir uns sehen passiert es irgendwie..." Es war schwer in Worte zu fassen. Sie kam sich dabei selber unheimlich bescheuert vor, dass sie sich jedes Mal wie hormongesteuerte Teenager benahmen. Es war schwer zuzugeben, dass sie das Miteinander ja auch irgendwie genoss. Seine Berührungen. Seine Küsse. Ihre Spielchen. Die Studentin nahm einen Schluck von ihrem Getränk und sah wieder in die Richtung der Anderen als diese ihr unterstellte, dass sie von ihrer eigenen Aussage wohl nicht ganz so überzeugt schien. "Doch..." widersprach sie Cylie fast schon automatisch fast so als hätte sie den Lockenkopf hier vor sich um den es schon wieder ging. "Wenn es nur bei Sex bleibt kann es ja gerne so weitergehen..." erklärte die Blonde unverhohlen. "Aber er geht immer irgendwie einen Schritt zu weit..." Im einen Moment war es unbeschwert und leicht mit ihm und im nächsten Moment verkomplizierte er alles wieder. Yumi fuhr sich mit ihrer freien Hand durchs Haar, strich es nach hinten und konnte nicht glauben das sie hier saß und über ihn sprach. Wahrscheinlich würde er aus dem Grinsen gar nicht mehr herauskommen wenn er das wüsste - würde sich in irgendwelchen wilden Vermutungen bestätigt fühlen. Dennoch tat es irgendwie gut mit diesen Gedanken nicht alleine dazustehen - sie mit Jemanden zu teilen der nicht direkt involviert war. Wobei Yumi sich ziemlich sicher war, dass Cylie Team Darren war. Sie hatte die selbe Einstellung zum Thema Liebe. Sie vertraten ähnliche Standpunkte. Die angehende Psychologin war froh als es schließlich um das Liebesleben der Anderen ging und nicht mehr um das ihre. Wobei Liebesleben doch das falsche Wort dafür war. Zumindest wenn man Yumi fragte. Als sie den Worten der Brünetten lauschte hob Yumi eine Augenbraue. "Also ich weiß nicht..." Sie leerte ihre Tasse in einem Zug und stellte sie auf den Boden neben sich, genoss das warme Gefühl, welches in ihrer Kehle zurück blieb. "Beim letzten Mal wirkte es noch so als wäre Kanada ein ganz unangenehmes Thema für ihn..." Damals als sie gemeinsam auf dieses Fest gegangen waren. Als sie das erste und einzige Mal Zeuge dieser Chemie geworden war die zwischen Cylie und Nick herrschte - unfreiwilliger Weise. Yumi machte es sich ein wenig gemütlicher in ihrem Bett und stützte sich auf einer Hand auf als sie die andere Studentin durch ihre blauen Augen musterte. "Du hast ihm geschrieben..." stellte sie fest und vielleicht schwang ein Hauch von Vorwurf ihrem Tonfall mit als ihre Aufmerksamkeit im nächsten Moment für ein oder zwei Sekunden ihrem Handy galt, welches eine neue WhatsApp Nachricht anzeigte. Eine unbekannte Nummer. Sie hatte sie nicht eingespeichert und doch wusste sie von wem sie war noch bevor sie sich das Profilbild ansah. Darren. Stimmt ja. Er hatte sich ihre Nummer erschlichen als sie nach der Halloweenfeier auf der Suche nach seinem Handy waren, welches er im Suff verloren hatte. Kurz und kaum merklich hoben sich ihre Mundwinkel als sie die Nachricht las, letztendlich aber nicht darauf antwortete. Sie dachte auch nicht daran ihn einzuspeichern. Je mehr Distanz zwischen ihnen herrschte desto besser. Er war ohnehin schon weit genug in ihr Leben vorgedrungen...